Vorankündigung: Fachtagung „Freie Träger in der Pflegekinderhilfe“ am 11.11.

Posted on März 22, 2011. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Zwischen Jugendamt und Pflegefamilie –
Freie Träger in der Pflegekinderhilfe

Fachtagung des PFAD Bundesverbandes in Kooperation mit IGfH und SkF

Zielgruppe: Mitarbeiter aus den sozialen Diensten in öffentlicher und freier Trägerschaft, Verantwortliche aus Politik (Jugendhilfeausschuss), Multiplikatoren aus Pflegefamilienverbänden und -vereinen
Zeit: 11. November 2011 , 10:00 bis 17:30 Uhr
Ort: Potsdam

Tagesordnung:

Gegen 10:00 Uhr    Informelles Anreisefenster
Gegen 10:30 Uhr    Begrüßung und Eröffnung durch BMFSFJ, Schirmherr(in), PFAD, IGfH, SkF
Gegen 11:00 Uhr    Vortrag „Die rechtliche Position freier Träger als Pflegekinderdienst“, Prof. Dr. Peter Knösel
Gegen 12:00 Uhr    Vortrag „Pflegefamilien als sichere Basis für Kinder aus ungünstigen Lebensverhältnissen – Was brauchen Pflegefamilien an Unterstützung und was bedeutet dies für die Träger?, Dr. Hermann Scheuerer-Englisch
Gegen 13:00 Uhr    Mittagspause
Gegen 14:30 Uhr    Workshops (s.u.)
Gegen 16:45 Uhr    Abschlussplenum- Vorstellen der Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen mit Diskussion im Plenum

Anliegen:
Die Pflegekinderhilfe verändert sich aktuell in vielen Kommunen. Der Paragraph zur Sonderzuständigkeit (§ 86.6) und die damit verbundene Kostenerstattungsregelung (§ 89a) führen dazu, dass einige Kommunen es ablehnen, Kinder aus anderen Kommunen bei sich unterzubringen oder eben die Pflegekinderdienste „auslagern“. Mit dem Entwurf des BKiSchG verändert sich die Position von Pflegeeltern – Ihr Anspruch auf Beratung und Begleitung wird verstärkt. Die öffentlichen Träger können dann auch „Verwaltungskosten“, also die Beratung und Betreuung von Pflegefamilien an die erstattungspflichtigen Jugendämter weitergeben. Der unterbringende Fachdienst ist zuständig und verantwortlich, dass die Beratung und Betreuung ortsnah und qualitativ hochwertig bereitgestellt wird. Dabei ist er nicht verpflichtet, den kommunalen Träger zu nutzen, sondern sollte im Sinne des Subsidiaritätsprinzips freie Träger beauftragen. – Sowohl aus der bisherigen wie auch aus der möglichen neuen Rechtslage ergeben sich viele offene Fragen. Dabei sind das Verhältnis des freien Trägers zu der Pflegefamilie, das Verhältnis zum kommunalen Pflegekinderdienst sowie das zum unterbringenden Fachdienst wie auch Fragen der Gerichtsbarkeit interessant. Diesen soll im Rahmen des ersten Vortrages nachgegangen werden.
Vernachlässigte und traumatisierte Kinder bringen an ihre neuen Lebensorte Verhaltensweisen mit, die Pädagogen und Pflegeeltern irritieren können. Vor allem in engen emotionalen Beziehungen, die Pflegefamilien diesen Kindern bieten, werden die Pflegeeltern sowie die leiblichen Kinder der Pflegeeltern stark gefordert – und auch überfordert. Ausgehend von den bindungstheoretischen Überlegungen und den Erkenntnissen aus Entwicklungspsychologie und Soziologie geht es im zweiten Vortrag darum, die MitarbeiterInnen von Trägern für diese Problematik zu sensibilisieren und Anregungen für die Ausgestaltung der Arbeit mit den Pflegefamilien zu geben. In diesem Kontext spielen vor allem die Pflegeelterngruppen der Pflegefamilienverbände eine wichtige Rolle.

Themen der Workshops:

  1. Nutzen der dialogischen Möglichkeiten des „dazwischen“
  2. Pflegekinderhilfe als einziges Betätigungsfeld oder Teil des Trägerprofils – Wie wird das von Pflegefamilien und Fachkräften wahrgenommen?
  3. Zwischen Behindertenhilfe und Jugendhilfe – Pflegekinderdienste für behinderte und nichtbehinderte Kinder
  4. Mindeststandards für Pflegekinderdienste und fachliches Profil von MitarbeiterInnen
  5. Psychologisierung von Pflegefamilien? oder Welche Weiterbildung brauchen Pflegeeltern? – Was bietet ein freier Träger?
  6. Pflegefamilie nach § 33 SGB VIII oder Erziehungsstelle nach § 34 SGB VIII – Qualitative Unterschiede aus der Sicht freier Träger (Betreuung und Begleitung, Problemlagen der fremdplatzierten Kinder, Zusammenarbeit mit Herkunftsfamilien)
  7. Werbekampagnen zur Suche von Pflegeeltern – oder Wie findet man geeignete Pflegeeltern?

Quelle: PFAD Bundesverband e.V.

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“Biografiearbeit- Erstellen eines Lebensbuches” am 09.04. in Bamberg

Posted on März 9, 2011. Filed under: Bayern, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Ein Samstagsseminar für Pflegeeltern zum Thema: “Biografiearbeit- Erstellen eines Lebensbuches” mit Referentin Barbara Kirchhof findet am 09.04. von 9.30-13.30 Uhr in den Räumlichkeiten von MoBaM in der Bamberger Str. 8. statt.

Veranstalter ist MoBaM in Kooperation mit PFAD FÜR KINDER Bamberg e.V.

Um Anmeldung unter Tel: 0951-30185670 wird gebeten (Mo.-Fr. 9-13 Uhr).

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Dokumentation der Fachtagung „Rechtsverhältnisse im Pflegekinderwesen“

Posted on Februar 10, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Das LVR-Landesjugendamt Rheinland veröffentlichte die Dokumentation der Fachtagung „Rechtsverhältnisse im Pflegekinderwesen„, die vom 02. bis 03.09.2010 in Hennef stattfand.

Im Rahmen der Überarbeitung der Arbeitshilfe „Rechtsverhältnisse im Pflegekinderwesen“ befasste sich die Tagung mit den zentralen Fragen des „Jugendhilferechtlichen Dreiecks“. Die Ergebnisse der Überarbeitung werden in Form einer Arbeitshilfe zusammengefasst.

Sie finden hier als Dokumentation folgende Vorträge:

Quelle: LVR-Dezernat Jugend – Landesjugendamt

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2-teilige Infoveranstaltung für Bewerber in Bremen

Posted on Februar 9, 2011. Filed under: Bewerber, Bremen, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Pflegekinder in Bremen gGmbH (PiB) bietet für Familien und Einzelpersonen, die ein Pflegekind aufnehmen möchten, eine 2-teilige Informationsveranstaltung  unter dem Titel „Ein Pflegekind in die Familie aufnehmen“ an.

Der erste Termin ist am 01.03., er zweite am 08.03.

Die beiden Veranstaltung finden jeweils von 19 bis 20.30 Uhr in den Räumen von PiB in der Bahnhofstraße 28-31, 1. Etage statt.

Nähere Auskunft erteilt Frau Banas unter Telefon: 0421 / 95 88 200. Dort wird auch Ihre Anmeldung entgegen genommen.

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Seminar für AdoptionsbewerberInnen in Mecklenburg- Vorpommern

Posted on Januar 20, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

In der Bildungsstätte des Schabernack e.V. in Güstrow findet ein Seminar für AdoptionsbewerberInnen in drei Modulen statt. Die Termine sind am 20.04.-21.04.2012, 11.05.-12.05.2012 und 08.06.-09.06.2012.

Kursdozentinnen werden Marlene Hensel (langjährige Mitarbeiterin der Adoptionsvermittlungsstelle eines Jugendamtes) und Maren Gäde (Erziehungswissenschaftlerin, Supervisorin, Bildungsreferentin, Schabernack e.V.) sein.

nähere Informationen

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Stadt Ludwigshafen und Rhein-Pfalz-Kreis richten gemeinsamen Pflegekinderdienst ein

Posted on Dezember 16, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: |

Die Stadt Ludwigshafen am Rhein und der Rhein-Pfalz-Kreis richten ab Januar 2011 einen gemeinsamen Pflegekinderdienst ein. Die entsprechende Zweckvereinbarung wurde nach der Zustimmung durch die Gremien der Stadt und des Kreises am 15. Dezember 2010 von der Jugenddezernentin der Stadt Ludwigshafen am Rhein, Prof. Dr. Cornelia Reifenberg, und der zuständigen Beigeordneten des Rhein-Pfalz-Kreises, Rosemarie Patzelt, unterzeichnet.

Zugeordnet wird der neue gemeinsame Pflegekinderdienst dem Ludwigshafener Zentrum für individuelle Erziehungshilfen, LuZiE. Er betreut ab Januar 2011 insgesamt 269 Pflegekinder in 207 Pflegefamilien. Dazu kommen 16 Säuglinge und Kleinkinder in Kurzzeiterziehungsstellen. Die Aufgaben werden von 14 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auf 11,5 Planstellen wahrgenommen. Der Pflegekinderdienst betreut Kinder in Dauer, Kurzzeit- oder Bereitschaftspflege sowie in so genannten Erziehungsstellen oder sozialpädagogischen Pflegefamilien. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind sozialpädagogische Fachkräfte und verfügen über eine entsprechende Zusatzqualifikation. Der Rhein-Pfalz-Kreis erstattet der Stadt Ludwigshafen am Rhein die anfallenden Personal- und Sachkosten.

Bereits 2008 hatte das Institut für sozialpädagogische Forschung Mainz, ism, im Auftrag des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen einen Monitoringbericht zu „Struktur- und Perspektiven des Pflegekinderwesens in Rheinland-Pfalz“ vorgelegt. Dieser Bericht empfiehlt die Zusammenarbeit zwischen kommunalen Gebietskörperschaften im Bereich des Pflegekinderwesens. Die Stadtverwaltung und der Rhein-Pfalz-Kreis sind die ersten Kommunen in Rheinland-Pfalz, die diese Empfehlung umsetzen.

„Die Stadt und der Kreis sind beide darauf angewiesen, gute Pflegefamilien für die Kinder zu finden, die vorübergehend oder auf Dauer nicht bei ihren eigenen Eltern leben können. Die Anzahl der Familien, die bereit sind, ein Kind auf Zeit bei sich aufzunehmen, ist in beiden Gebietskörperschaften begrenzt. Wir wollen zukünftig Konkurrenzsituationen vermeiden und nach außen als Einheit auftreten. Im Interesse der Pfle-gekinder und der Pflegefamilien wollen wir eine einheitliche Qualität der Betreuung und ein möglichst breites Angebot an unterstützenden therapeutischen und pädagogischen Hilfen. Darüber hinaus versprechen wir uns Synergieeffekte bei der Werbung neuer Pflegefamilien und wollen den Wechsel von Zuständigkeiten bei einem Umzug vermeiden“, so Jugenddezernentin Prof. Dr. Cornelia Reifenberg.
Auch Kreisbeigeordnete Rosemarie Patzelt zeigt sich von der Kooperation überzeugt: „Ich freue mich, dass die Stadt Ludwigshafen und der Rhein-Pfalz-Kreis die erfolgreiche Zusammenarbeit im Kinder- und Jugendbereich weiter ausbauen können. Mit meiner Kollegin, Frau Prof. Dr. Reifenberg, bin ich der Meinung, dass wir in bestimmten Bereichen unsere Kompetenzen zum Wohle der Kinder und Jugendlichen bündeln sollten. Nach der gemeinsamen Adoptionsfachstelle, die beim Kreis an-gesiedelt ist und erfolgreich arbeitet, werden wir nun unseren Pflegekinderdienst zusammen mit der Stadt Ludwigshafen beim Ludwigshafener Zentrum für individuelle Erziehungshilfen (LuZiE) einrichten. Die hohe Qualität dieser Einrichtung und, dass unser Personal, welches den Pflegeeltern bekannt ist und ihnen Kontinuität bietet, zu LuZiE wechselt, waren ein wichtiges Kriterium bei der Entscheidung“.

Die Zusammenarbeit zwischen LuZiE und dem Kreisjugendamt wird in einer Kooperationsvereinbarung geregelt, die sich an der Vereinbarung zwischen LuZiE und dem Stadtjugendamt orientiert.

LuZiE wird einen jährlichen Bericht über die Entwicklung des Pflegekinderdienstes vorlegen, der in den beiden Jugendhilfeausschüssen diskutiert werden soll. Die nun geschlossene Zweckvereinbarung ist mit einer zweijährigen Frist zum Ende eines Kalenderjahres kündbar.

Quelle: mrn-news.de vom 15.12.2010

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Einkommensteuerrechtliche Behandlung der Geldleistungen für Kinder in Vollzeitpflege

Posted on November 22, 2010. Filed under: Erziehungsstellen, Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Übergangsregelung bei Leistungen des Jugendamtes über einen zwischengeschalteten Träger der freien Jugendhilfe

Wie auf Bundesebene bekannt geworden ist, sind anlässlich der im Jahr 2007 geführten Diskussion über Steuerpflicht und Steuerfreiheit von Pflegegeldern in der Kindervollzeitpflege bei solchen Pflegeeltern Unsicherheiten entstanden, die das Pflegegeld nicht unmittelbar vom Jugendamt, sondern über einen zwischengeschalteten Träger der freien Jugendhilfe (z. B. einen eingetragenen Verein) erhalten.

Nach dem Ergebnis der Erörterungen der für die Einkommensteuer zuständigen Vertreter der obersten Finanzbehörden der Länder sind Leistungen des Jugendamtes für die Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII, die über einen zwischengeschalteten freien Träger an die Pflegepersonen ausgezahlt werden, wie folgt zu behandeln:

Grundsätzlich handelt es sich bei den Leistungen des Jugendamtes oder des freien Trägers an die Pflegepersonen um steuerbare Leistungen im Sinne des § 2 EStG. Nach § 3 Nr. 11 EStG werden diese Zahlungen jedoch steuerfrei gestellt, wenn sie unmittelbar der Erziehung dienen und als Beihilfe aus öffentlichen Mitteln geleistet werden.

Bei Pflegegeldzahlungen, die unmittelbar vom Jugendamt geleistet werden, liegen nach dem BMF-Schreiben vom 20.11.2007 (BStBl I S. 824) unter Berücksichtigung der Änderungen durch BMF vom 17.12.2008 (BStBl 2009 I S. 15) stets öffentliche Mittel im Sinne von § 3 Nr. 11 EStG vor, die als steuerfreie Beihilfen zu behandeln sind, sofern nicht mehr als sechs Kinder in den Haushalt aufgenommen werden.

Bei Pflegegeldern, die seitens des Jugendamtes zunächst an einen freien Träger überwiesen und von diesem wiederum an die Pflegepersonen ausgezahlt werden, kann nur unter bestimmten Voraussetzungen von Beihilfen aus öffentlichen Mitteln ausgegangen werden.

  • Hierzu muss der Pflegeperson das ihr zustehende Pflegegeld direkt vom örtlichen Jugendamt bewilligt worden sein, so dass das Geld bei dem zwischengeschaltetenfreien Träger nur einen so genannten durchlaufenden Posten darstellt. Zur Annahme eines durchlaufenden Postens müssen eindeutige und unmissverständliche vertragliche Regelungen zwischen dem Jugendamt, dem freien Träger und der Pflegeperson/ Erziehungsstelle i. S. d. § 33 SGB VIII bestehen. So sollte vertraglich zwischen allen Parteien festgehalten sein, dass das vom Jugendamt zweckgebunden an den freien Träger ausgezahlte Pflegegeld unverändert an die Pflegeperson weitergeleitet wird und sich durch diese formale, organisatorische Abwicklung dem Grunde und der Höhe nach am Pflegegeldanspruch der Pflegeperson nichts ändert. Außerdem sollten die Pflegepersonen mittels einer Vollmacht erklären, dass sie damit einverstanden sind, dass das örtliche Jugendamt das Pflegegeld über den freien Träger an sie weiterleitet, d. h. der freie Träger das Pflegegeld lediglich treuhänderisch in Empfang nimmt und ihnen auszahlt. Unter diesen Voraussetzungen gilt die für die Inanspruchnahme der Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 11 EStG erforderliche offene Verausgabung als nach Maßgabe haushaltsrechtlicher Vorschriften und unter gesetzlicher Kontrolle verwirklicht.
  • Die Inanspruchnahme der Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 11 EStG für Pflegegelder ist dagegen nicht möglich, wenn freie Träger den örtlichen Jugendämtern Pflegepersonen zur Verfügung stellen, diese Pflegepersonen betreuen und vergüten und den örtlichen Jugendämtern dann die gezahlten Pflegegelder in Rechnung stellen. Die Zahlungen erfolgen aus Mitteln eines nicht öffentlichen Rechtsträgers (z. B. eines eingetragenen Vereins). Es handelt sich auch dann nicht um öffentliche Mittel, wenn sie aus öffentlichen, für Beihilfen im Sinne des § 3 Nr. 11 EStG zweckbestimmten Zuwendungen gespeist werden. Insoweit ist nicht gewährleistet, dass über die Mittel nach Maßgabe der haushaltsrechtlichen Vorschriften des öffentlichen Rechts verfügt werden kann und die Verwendung im Einzelnen gesetzlich geregelter Kontrolle unterliegt.

Werden bei Zwischenschaltung eines freien Trägers die Voraussetzungen für die Inanspruchnahme der Steuerbefreiung nach § 3 Nr. 11 EStG nicht erfüllt, können die Verträge zwischen den örtlichen Jugendämtern und den Pflegepersonen/Erziehungsstellen i. S. d. § 33 SGB VIII dergestalt angepasst werden, dass die Voraussetzungen für die Annahme eines „durchlaufenden Postens“ bei den Trägern der freien Jugendhilfe vorliegen. Erfolgt die Vertragsanpassung bis zum Ablauf des Jahres 2010, kann die Steuerbefreiung in Anspruch genommen werden. Unterbleibt dagegen die entsprechende Anpassung, sind die Pflegegelder bei den Pflegepersonen als steuerpflichtige Leistungen nach § 18 EStG zu erfassen.

Aus FMS vom 21.09.2010 Az.: 32 – S 2121 – 052 – 37598/10

Quelle: Bayerisches Landesamt für Steuern vom 05.11.2010

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Artikel „Kinder sind keine Unkosten“: Plädoyer für Investitionen in Kinder

Posted on November 17, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

(pfad/schulz) In der Schweriner Volkszeitung von 16.11.2010 äußert sich Herr Frank-Holger Blümel, Geschäftsführer der Sozius Pflege- und Betreuungsdienste Schwerin gGmbH, im Interview „Kinder sind keine Unkosten“ über Fördermöglichkeiten, Bildungschancen und politische Verantwortung für durch die Jugendhilfe begleitete Kinder und Jugendliche:

„…Jugendhilfe als einen Kostenfaktor zu betrachten, ist die falsche Herangehensweise. Was in der Kinder- und Jugendhilfe gemacht wird, ist vielmehr eine Investition in die Zukunft. Denn diese Kinder brauchen unsere Hilfe. Die Gemeinschaft ist gefordert, damit sie eine Chance habe, ihre eigene persönliche Entwicklung zu machen. Gerade mit Blick auf die demografische Entwicklung brauchen wir diese Kinder. Noch mal: Investitionen in Kinder sind eine Investition in die Zukunft, keine Unkosten.“

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5 Jahre Pflegefamilien bei der Schnellen Hilfe Bochum

Posted on September 11, 2010. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Schnelle Hilfe Bochum lädt Pflegefamilien, Fachkräfte der Jugendhilfe, Kollegen und Freunde ein zum 5-jährigen Jubiläumsfest. Seit 2005 betreut die der Freie Träger Kinder und Jugendliche in qualifizierten Pflegefamilien. Bisher wurden 55 Pflegekinder aus 8 umliegenden Städten von 0-16 Jahren in Bereitschaftspflege- oder Dauerpflegefamilien vermittelt.

Die Jubiläumsfeier findet am Freitag, den 24.09. ab 10.30 Uhr in den Gemeinderäumen der Christengemeinschaft Bochum am Glockengarten 70 in 44803 Bochum statt.

Neben dem Unterhaltungs- und Kinderprogramm und Gesprächen wurde Prof. Dr. August Huber für den Fachvortrag: „Umgang kennt viele Wege – zwei Familien machen etwas Schönes miteinander“ eingeladen.

Nähere Informationen

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Untersuchung zu den Schwierigkeiten von Fachkräften beim In-Kontakt-Kommen mit Familien

Posted on August 6, 2010. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke | Schlagwörter: , |

Schwierigkeiten beim In-Kontakt-Kommen zu Familien – Aussagen von fallverantwortlichen Fachkräften aus den Hilfen zur Erziehung

In einer Untersuchung der Kinderschutz-Zentren wurden 223 fallverantwortliche Fachkräfte aus den Hilfen zur Erziehung danach befragt, was ihnen die größten Schwierigkeiten macht, mit Familien in Kontakt zu kommen.

Circa jede fünfte Fachkraft spricht an, dass Eltern Angst vor der Herausnahme der Kinder aus der Familie haben und damit vor dem Jugendamt als Institution (Rangplatz 1). Von den genannten 19,5% der Fachkräfte erwähnen 6,5% die bestehenden Vorurteile und Vorbehalte gegenüber dem Jugendamt. Dieses wird von Eltern zum Teil als „Eingriffsverwaltung“ bzw. reine Kontrollinstitution wahrgenommen. Eine Person vermutet, dass die Medien hier einen nicht unbedeutenden Einfluss haben, indem sie ein kontraproduktives Bild vom Jugendamt vermitteln. Aber auch Helfer(innen) von freien Trägern können dazu beitragen, dass Eltern ein einseitig negatives Bild vom Jugendamt aufbauen. So wird beispielsweise das Einbeziehen des Jugendamtes von einigen Mitarbeiter(inne)n als eine Art Drohkulisse aufgebaut und in einzelnen Fällen als Druckmittel gegenüber den Familien genutzt.

Einige befragte Fachkräfte verweisen aber auch auf die negativen Erfahrungen mit Jugendämtern, die Eltern in ihrer Biografie gesammelt haben. Vor diesem Hintergrund ist es zu wünschen, dass sich alle Fachkräfte in Jugendämtern und Jugendhilfeeinrichtungen dafür einsetzen, Familien ein realistisches Bild von der Jugendhilfe zu vermitteln. Es ist insbesondere einem negativen Image des Jugendamtes entgegenzuwirken, denn ein solches Image verhindert das In-Kontakt-Kommen mit den Familien und ist damit kontraproduktiv für den Kinderschutz.

zu den weiteren Ergebnissen der Untersuchung

Quelle: Meldung der Kinderschutzzentren vom 04.08.2010

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Evangelische Zentralstelle für Adoption an EVAP delegiert

Posted on April 15, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke | Schlagwörter: , |

Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Deutschland informierte den PFAD Bundesverband am 14.04.10 darüber, dass die Koordination und verbandspolitische Vertretung des Arbeitsbereiches der Adoptionsvermittlung auf Bundesebene an den Evangelischen Verein für Adoptions- und Pflegekindervermittlung Rheinland e.V. (EVAP) delegiert wurde.

Ab sofort übernimmt die Geschäftsführerin, Frau Inge Elsäßer, die inhaltliche und organisatorische Verantwortung für den fachpolitischen Informationsaustausch unter den evangelischen Fachdiensten sowie die verbandspolitische Begleitung des Arbeitsfeldes und vertritt das Arbeitsfeld Adoption in evangelischer Trägerschaft auf bundespolitischer Ebene.

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Nürnberg: Artikel „Pflegeeltern klagen über das Jugendamt“

Posted on März 23, 2010. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Ende 2008 strukturierte das Jugendamt Nürnberg seinen Pflegekinderdienst um und lagerte Teile an drei freie Träger aus.

Aus Unzufriedenheit mit der Betreuung schon länger bestehender Pflegeverhältnisse gründete sich mittlerweile das Aktionsbündnis „Pflegeeltern in Not“. Initiatorin des Bündnisses ist Frau Hess, selbst Pflegemutter und Mitglied bei PFAD für Kinder – Nürnberg/Fürth e.V.

Dazu berichteten die Nürnberger Nachrichten am 20.03.2010 in ihrem Artikel „Pflegeeltern klagen über das Jugendamt“ von Ute Möller.

Mit freundlicher Genehmigung von: Verfasser / Nürnberger Nachrichten

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Fall des Pflegekindes Fatma in Regensburg

Posted on März 18, 2010. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

(pfad/schulz) In Regensburg wurde ein 2-jähriges Pflegekind nach 2 Jahren Aufenthalt in einer Pflegefamilie während eines Besuchskontakts von der leiblichen Mutter ins Ausland entführt. Danach brachte der leibliche Vater es in seinem eigenen Heimatland bei Verwandten unter.

Die Mittelbayerische Zeitung berichtete am 19.02.2010 erstmals zu dem Fall:

Viele Pflegeeltern reagierten darauf mit Unverständnis. Sie sind der Auffassung, dass die Katholische Jugendfürsorge der Diözese Regensburg, die das Aufenthaltsbestimmungsrecht für das Kind inne hatte, dieses nicht ausreichend geschützt habe und verwahrten sich gegen die Aussagen des Leiters der Katholischen Jugendfürsorge, der laut Zeitungsbericht Pflegeeltern als reine „Dienstleister“ bezeichnete.

Am 10.03. erschien daraufhin eine Stellungnahme der KJF Regensburg zu den Vorwürfen:

Am 11.03. veröffentlichte die Mittelbayerische Zeitung zahlreiche Leserbriefe zum Thema:

Nicht nachvollziehbar
In der Sicherheit und Geborgenheit einer Pflegefamilie sollte die kleine Fatma aufwachsen, mit regelmäßigen geordneten Kontakten zum leiblichen Vater und einem für ihr Wohl sorgenden Vormund. Doch alles konnte Fatma nicht schützen vor der plötzlichen Entführung durch die psychisch kranke Mutter und einer Odyssee durch Osteuropa, um letztlich vom Vater in seiner türkischen Heimat bei Verwandten zurück gelassen zu werden.
Einen so unvorbereiteten Bindungsabbruch zuzulassen und in der Folge dem nicht entschieden entgegenzutreten und die Rückführung des Kindes in seinen geschützten und vertrauten Lebensraum zu betreiben, sind für uns nicht nachvollziehbar.
Besonders betroffen sind wir von der Aussage von Herrn Eibl, dass jedes Kind, das in einer Pflegefamilie liebevoll betreut und gefördert wird, stets für eine Rückführung in die Herkunftsfamilie bereit sein muss. Ungeachtet von neu gewachsenen Bindungen und sozialer Elternschaft soll ein Kind oder Jugendlicher bis zu 18 Jahren auf Abruf leben. Dies widerspricht allen wissenschaftlichen Erkenntnissen.
Pflegekinder brauchen Beziehungskontinuität als verlässliche Orientierung und eine Klärung ihrer Perspektiven. Pflegeeltern sind keine Dienstleister, die lediglich für die Ernährung sorgen und ein Dach über dem Kopf bieten. Pflegeeltern nehmen Kinder und Jugendliche in schwierigsten Situationen in ihre Familie auf und begleiten sie eine Zeit lang oder bieten als Dauerpflegeeltern einen neuen verlässlichen Lebensraum. Sehr richtig stellt die KJF Regensburg in ihrem eigenen Leitbild fest: „Erziehung ist keine Dienstleistung.“
Wir fordern auch für Fatma eine sorgfältige Prüfung mit der Beachtung von Bindungen und Zukunftsperspektiven und ein entschiedenes Handeln.

  • Von Gabriele Lingl, Vorsitzende des PFAD Ortsvereins Regensburg, stammt der Kommentar „Traumatische Erlebnisse“.
  • Katharina Weber, Vorsitzende des PFAD Ortsvereins Kelheim, äußerte sich im Leserbrief „Jede Trennung schmerzt“.

Am 12.03. rechtfertigte sich der Leiter der KJF in einer, auch an den PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern gerichteten Stellungnahme zu den Leserbriefen in der Mittelbayerischen Zeitung:

Am 14.03. meldeten sich der Regensburger Bürgermeister und der Leiter des Regensburger Jugendamtes sowie der im Jugendamt für den Pflegekinderbereich zuständige Mitarbeiter zu Wort:

Der PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern wird über die weitere Entwicklung informieren.

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Landkreis Havelland: Kreis sucht Pflegeeltern – Retter im Krisenfall

Posted on Juli 21, 2009. Filed under: Bewerber, Brandenburg, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

RATHENOW – Marie Kutschan ist 24 Stunden im Dienst, an sieben Tagen in der Woche. Wenn um 3 Uhr morgens ihr Telefon klingelt, geht sie ran. Und wenig später steht die ausgebildete Heimerzieherin in der Tür, um einen neuen Gast in ihrem Haus zu empfangen. Marie Kutschan ist eine Bereitschaftspflegemutter – die einzige im Landkreis Havelland. Sie springt ein, wenn die leiblichen Eltern sich um ihre Kinder nicht mehr kümmern können. Das Jugendamt entscheidet, wann dieser Punkt erreicht ist. Und wendet sich dann an Marie Kutschan, um das Kind möglichst schnell in ruhige, geordnete Verhältnisse zu bringen.

Misshandlung, Missbrauch, Vernachlässigung – bei diesen Anlässen ist Eile geboten, um das Kindeswohl zu schützen. Aber die Gründe für eine Inanspruchnahme der Bereitschaftspflege sind nicht immer so spektakulär. Auch wenn eine alleinerziehende Mutter plötzlich ins Krankenhaus muss und keine Verwandten da sind, die sich ums Kind kümmern können, ist Marie Kutschan zur Stelle.

Maximal drei Kinder im Alter von bis zu sechs Jahren kann sie in ihrem Haus aufnehmen. Sie leben, essen, schlafen bei ihr – so lange, bis das Jugendamt entschieden hat, was mit den Kindern geschehen soll. „Nach spätestens drei Monaten sollte die Perspektive für das Kind geklärt sein“, sagt Yvonne Senst, Mitarbeiterin im Kreisjugendamt. Dann müsse feststehen, ob das Kind wieder zurück kann in seine Familie. Oder ob die Situation eine Unterbringung in einer Dauerpflegefamilie erfordere.

Länger als drei Monate hat Marie Kutschan die ihr anvertrauten Kinder also nicht in ihrer Obhut. „Man muss damit umgehen können, dass die Kinder irgendwann wieder gehen“, sagt sie. Wer sich zu schnell zu eng binde an seine Schutzbefohlenen, wer nicht loslassen könne, der sei nicht geeignet für den Job der Mutter auf Zeit.

Die Outlaw GmbH, die den Pflegekinderdienst im Auftrag des Kreises organisiert, hat noch viele andere Kriterien, um die Eignung von Bewerbern zu testen. Ein Bereitschaftspfleger muss eine pädagogische Grundausbildung absolviert haben, muss stabile Familienverhältnisse vorweisen können, darf weder krank noch psychisch labil noch suchtgefährdet sein und sollte Zeit haben, sich um die ihm anvertrauten Kinder zu kümmern.

Wer diese und andere Kriterien erfüllt und Interesse hat, an einer sinnvollen Tätigkeit, der sollte sich bei der Outlaw GmbH melden. Belohnt wird er mit dem glücklichen Gefühl, jungen Menschen in einer schweren Situation geholfen zu haben.

Wer mehr über die Bereitschaftspflege erfahren will, der wende sich den Pflegekinderdienst Havelland der Outlaw GmbH unter 03385/ 49 68 09, Internet: www.outlaw-jugendhilfe.de.

Quelle: Artikel von Markus Kniebeler in Märkische Allgemeiner vom 17.07.09

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Kaufbeuren: Pflege- und Adoptivfamiliendienst des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes besteht seit 20 Jahren

Posted on Juni 24, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Im Kreis von Pflege- und Adoptiveltern und Kolleginnen der kooperierenden Jugendämter feierte der Pflege- und Adoptivfamiliendienst des Erziehungs- und Jugendhilfeverbundes Kaufbeuren (EJV) sein 20-jähriges Bestehen. Martin Sirch, Sozialpädagoge und Koordinator dieses Dienstes in der Trägerschaft der Katholischen Jugendfürsorge der Diözese Augsburg, schilderte die Entwicklung der Beratungs- und Unterstützungsangebote des EJV für Pflegefamilien, Adoptivfamilien und auch für Herkunftseltern von den Anfängen bis heute: «Erstmals im Juni 1989 kamen auf gemeinsame Einladung des Jugendamtes Ostallgäu und des EJV Pflegeeltern zusammen, um sich über die besonderen Anforderungen, die das Erziehen eines Pflege- und Adoptivkindes stellt, auszutauschen und weiterzubilden.» Seither findet der Pflege- und Adoptivfamilien-Treff regelmäßig einmal monatlich unter der Leitung von Martin Sirch statt. Erstmals 1992, und seit 1998 regelmäßig einmal jährlich, werden in einem zweitägigen Seminar Eltern, die sich für die Aufnahme eines Pflegekindes interessieren, auf die verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet.

Von Sirch angeregt bildete sich 1998 der Verbund der Pflegekinderdienste der Jugendämter Kaufbeuren, Ostallgäu, Memmingen und Unterallgäu, mit dem Ziel, ein gemeinsames Fortbildungsprogramm für die Pflegeeltern in der Region anzubieten. Dieses Erfolgsmodell der Zusammenarbeit der vier Jugendämter mit dem EJV Kaufbeuren wurde Schritt für Schritt erweitert, so dass zwischenzeitlich vom EJV Kaufbeuren jährlich elf Seminartage angeboten werden – zu Themen etwa wie Pubertät, Besuchskontakte zu den leiblichen Eltern oder traumatische Erfahrungen des Pflegekindes.

Als weiteren Baustein im Unterstützungsangebot berät und begleitet der Pflege- und Adoptivfamiliendienst Pflegeverhältnisse, zum Beispiel durch Beratung der Pflegeeltern, durch intensive Vermittlung zwischen den Pflegeeltern und den leiblichen Eltern oder durch Biografiearbeit mit den Kindern und Jugendlichen. Für die Pflegeeltern sprach Josef Büchele an die Adresse von Sirch: «Was Sie all die Jahre für die Pflegekinder und deren Familien geleistet haben, ist weit mehr, als was normalerweise erwartet werden kann.» Zum Dank überreichte er Sirch eine selbst geschnitzte Skulptur.

Quelle: Artikel „Kaufbeuren: Das Angebot wird immer größer“ in Allgäuer Zeitung vom 22.06.09

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PFAD Bundes-Vorstand informiert sich in Nürnberg

Posted on März 13, 2009. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Der Vorstand des PFAD Bundesverbandes e.V. informierte sich Ende Februar über die aktuelle Lage des kürzlich umstrukturierten Pflegekinderwesens in Nürnberg.

Im Rahmen ihrer Vorstandssitzung waren die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder zu Gast in den Räumlichkeiten des Rummelsberger Jugendhilfe-Netzwerks, das seit einem halben Jahr zusammen mit dem Sozialdienst katholischer Frauen und den SOS-Jugendhilfen von der Stadt Nürnberg mit der Gewinnung und Betreuung neuer Pflegefamilien betraut ist. Die drei freien Träger haben gemeinsame Standards entwickelt und kooperieren miteinander.

Herr Bärthlein und Herr Enzlberger erläuterten dem Vorstand das neue Konzept und schilderten ihre bisherigen Erfahrungen. Eine intensive Zusammenarbeit mit dem PFAD FÜR KINDER Ortsverein Nürnberg-Fürth besteht bereits, eine weitere Kooperation mit dem PFAD-Verband wurde angeboten.

Diskutiert wurde insbesondere auch die Unzufriedenheit der 150 bis 180 „älteren“ Pflegefamilien, die weiterhin durch das Jugendamt betreut werden und sich deshalb gegenüber den neu gewonnenen Pflegefamilien benachteiligt fühlen.

Mitte Februar veranstalteten die örtlichen Pflegeelterngruppen eine Demonstration, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen (wir berichteten).

von links:
Petra Schrödel, stv. Vorsitzende (LV Berlin-Brandenburg)
Carmen Marquis, Beisitzerin (LV Berlin-Brandenburg)
Dagmar Trautner, Vorsitzende (LV Bayern)
Ulrike Schulz, Schriftführerin (LV Bayern)
Matthias Schubert, Beisitzer (LV Berlin-Brandenburg)
Astrid Doukkani-Bördner, stv. Vorsitzende (LV Hessen)
Hildegard Götz, Beisitzerin (LV Bayern)
Martin Enzlberger, Rummelsberger Jugendhilfe-Netzwerk
Foto: Thomas Bärthlein, Rummelsberger Jugendhilfe-Netzwerk

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Nürnberg: Pflegeeltern lassen auf dem Hauptmarkt Frust raus – „Unsoziale Sparpolitik“: Demo für eine bessere Betreuung

Posted on Februar 19, 2009. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

NÜRNBERG – (roe) Sie sind zwar nur ein kleiner Haufen, doch mit Trillerpfeifen und Protestrufen machen sie ihrem Unmut lautstark Luft. Seitdem die Betreuung der Pflegefamilien vom Jugendamt auf den Allgemeinen Sozialdienst übertragen wurde, fühlen sich die Eltern, die Kindern aus problematischen Familien ein neues Zuhause geben, mit ihren Problemen allein gelassen.

Die ASD-Mitarbeiter seien überlastet und hätten zu wenig Zeit, klagt Andrea Menz, die nicht nur vier eigene Kinder groß zieht, sondern vor dreieinhalb Jahren auch noch ein Pflegekind aufgenommen hat. «Wir wollten ihm einfach eine Chance auf ein normales Leben geben», sagt Menz. «Doch dabei brauchen wir Unterstützung.» Pflegekinder brächten eine ganz andere und meistens schwerere Geschichte mit, hätten mit viel größeren Problemen zu kämpfen als der eigene Nachwuchs. «Da ist ein Ansprechpartner erforderlich, der viel Zeit hat.»

Eben diese Zeit hätten die ASD-Mitarbeiter aber nicht, klagt auch Jutta Rützel. «Unsere Situation hat sich brutal verschlechtert. Vorher war ein einzelner Mitarbeiter für uns zuständig, jetzt ist es ein riesengroßer Apparat.»

Im ASD fehle auch das spezielle Fachwissen, das erforderlich sei. «Wir werden eigentlich überhaupt nicht mehr betreut.» Ursprünglich hatte die Stadt die Reform damit begründet, dass Pflegefamilien und biologische Eltern von nur einem Mitarbeiter betreut werden sollten. Doch ging das Konzept offenbar nicht auf, denn im Oktober wurde die Betreuung der Pflegefamilien drei freien Trägern übertragen. Diese sind jedoch nur für neue Vermittlungen zuständig, nicht für die 150 Altfälle.

Dass diese Familien wenigstens von den restlichen Mitarbeitern des ursprünglich im Jugendamt angesiedelten Fachdienstes betreut werden, ist eine Forderung der Demonstranten. Außerdem hoffen sie, dass wenigstens im Haus «Rädda Barnen», dem Ort, wo sich Herkunftsfamilien und Pflegeeltern treffen, die Betreuung erhalten bleibt. Denn dort geht der einzige Mitarbeiter in Rente.

Quelle: Artikel aus Nürnberger Nachrichten vom 18.02.09

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PFIFF erhält Sozialpreis

Posted on Januar 27, 2009. Filed under: Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Für die engagierte Förderung von Hamburger Pflegekindern und deren Familien ist die PFIFF gGmbH mit dem mit 2500 Euro dotierten Sozialpreis 2009 der Sozial- und Diakoniestation Langenhorn e.V. ausgezeichnet worden.

Besonders hervorgehoben wurde der Einsatz von Pflege- und Patenfamilien, die sich um Kinder und Jugendliche kümmern, „die vom Leben betrogen worden sind.“

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Hamburg: PFIFF e.V. gründet gemeinnützige GmbH

Posted on November 27, 2008. Filed under: Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Der Verein PFIFF hat eine gGmbH gegründet, in die alle Bereiche von Pflegeelternschule über Öffentlichkeitsarbeit bis zu Pflegeelternberatung und Patenschaften übergeleitet werden. Die neue Rechtsform hat keine Auswirkungen auf die Pflege- und Patenverhältnisse. PFIFF e.V. selbst bleibt bestehen und wird sich weiterhin der Entwicklung und Innovation des Pflegekinderwesens verschreiben.

Im Frühjahr 2009 werden PFIFF e.V. und die PFIFF gGmbH umziehen und neue Räume am Brauhausstieg 15 – 17 – nahe Wandsbek-Quarree – beziehen. Wegen des Umzugs wird der Tag der offenen Tür nicht – wie seit vielen Jahren – Ende Januar, sondern erst im Juni stattfinden.

Quelle: Online-Newsletter von PFIFF e.V. vom 27.11.08

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IGfH: Magdeburger Erklärung

Posted on November 12, 2008. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Magdeburger Erklärung der IGfH anlässlich der Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) „Erziehungshilfen – mehr als Netz und doppelter Boden. Gemeinsam Perspektiven schaffen!“ am 10. – 12. September 2008 in Magdeburg:

„Der Neo-Liberalismus hat deutliche Spuren hinterlassen: Nicht nur erleben wir die Zunahme von Armut und Armutsrisiken, von unzureichender Bildung vor allem am unteren Rand der Gesellschaft, von sozialer Ausgrenzung und vermehrtem Hilfebedarf. Wir sehen auch, wie immer mehr Risiken privatisiert und individualisiert werden, wie Eltern ungeachtet ihrer sozialen Lage und ihres sozialen Vermögens verstärkt in Verantwortung genommen werden, wie vermehrt soziale Härte gegen Unangepasste ins Feld geführt und sozialer Ausschluss praktiziert wird. Im Vordergrund stehen zu korrigierende Verhaltensweisen, der Ruf nach Rigidität und Kontrolle wird immer lauter, während von den sozialen Verhältnissen und Lebensbedingungen der Menschen kaum mehr gesprochen wird.

Wir erleben zugleich, wie Soziale Arbeit – und damit auch Erziehungshilfe – immer stärker wettbewerbsorientiert und warenförmig erbracht werden sollen und wie die Soziale Arbeit marktförmig zur Aktivierung beitragen soll, obwohl sich Prozesse der Hilfe, der Erziehung und Bildung in ihrer Binnenstruktur gerade nicht nach (zeitökonomischen) Marktprinzipien organisieren lassen. Ohne zu bestreiten, dass mit den Mitteln der Kinder- und Jugendhilfe sinnvoll und sparsam umgegangen werden muss, ist doch vielerorts zunehmend eine simple Kosten-Nutzenrechnung zu beobachten, die Bildungs- und Erziehungsvorgänge auf die Herstellung von Produkten reduziert.

Auch in den erzieherischen Hilfen sind überdies Prozesse erkennbar, die selektieren. Es werden Hilfen konzipiert, die sich nur noch den aussichtsreichsten Fällen widmen, es findet auch hier zunehmend Exklusion statt. Die neue (alte) Härte hat ihren Platz wieder gefunden, erkennbar z. B. an der diskursiven Aufwertung von Zwang, an dem als unausweichlich angesehenen Ausbau der Plätze in geschlossener Unterbringung, in den alltäglicher werdenden Grauzonen von Rechtsverletzungen und Time-Out- Räumen in den stationären Hilfen und an den Verschärfungen im Jugendgerichtsgesetz, um nur einige zu nennen.

Vor diesem Hintergrund fordert die IGfH gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihrer Jahrestagung „Erziehungshilfen – mehr als Netz und doppelter Boden. Gemeinsam Perspektiven schaffen!“ in Magdeburg:“

zur Magdeburger Erklärung (pdf)

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Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. – Service für Fachkräfte

Posted on Juli 3, 2008. Filed under: Berlin, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik | Schlagwörter: , , |

Das 2007 gegründete Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. – Service für Fachkräfte ist nun online.

Es entstand aus einer jahrelangen, engen Zusammenarbeit von Praktikern und Wissenschaftlern im Bereich der Pflegekinderarbeit und besteht aus einem Zusammenschluss der gemeinnützigen Organisationen

Wissenschaftlich beraten wird der Verein von Prof. Dr. Jürgen Blandow und Dr. Christian Erzberger.

Wichtigstes Anliegen des Kompetenz-Zentrums Pflegekinder ist die qualitative Weiterentwicklung des Pflegekinderbereichs in organisatorischer, konzeptioneller und fachlicher Hinsicht. Die Organisationen und Einzelmitglieder wollen ihre langjährigen Erfahrungen dazu nutzen, andere Fachdienste für Pflegekinder und ihre beiden Familien bei der Weiterentwicklung ihrer Arbeit zu unterstützen.

Flyer des Kompetenz-Zentrums Pflegekinder e.V.

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Zahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe steigt

Posted on Januar 24, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes hat sich die Gesamtzahl der Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Einrichtungen der Kindertagesbetreuung) in Deutschland zum Jahresende 2006 gegenüber 2002, dem Zeitpunkt der letzten Erhebung, um rund 4% erhöht. Insgesamt gab es rund 28 200 Einrichtungen unter anderem für Heimerziehung, Jugendarbeit, Frühförderung sowie Jugendzentren und Jugendräume, Familienferienstätten und Erziehungs-, Jugend- und Familienberatungsstellen.

Die Zahl der Einrichtungen in öffentlicher Trägerschaft sank um rund 5%, die freien Träger betrieben dagegen rund 8% mehr Einrichtungen als vier Jahre zuvor. Zusätzlich gab es 2006 weitere 2 800 Einrichtungen und Geschäfts­stellen der Jugendhilfeverwaltung (– 2,5% gegenüber 2002). In diesen Ergebnissen sind keine Daten für Berlin berücksichtigt.
Rund drei Viertel der Einrichtungen (76%, ohne Jugendhilfeverwaltungen) wurden von freien Trägern der Jugendhilfe betrieben.
Auch die Zahl der Beschäftigten in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe (ohne Verwaltung) erhöhte sich bundesweit gegenüber 2002 leicht auf 141 400 Personen (+ 1,5%).

Zwischen 1998 und 2002 hatte es einen Personalabbau um 2,7% gegeben. Bei den tätigen Personen gab es im früheren Bundesgebiet einen Zuwachs von 4%. In den neuen Ländern hat sich der zwischen 1998 und 2002 vorgenommene Personalabbau von 19% durch einen weiteren Rückgang um 11% auf 21 100 Beschäftigte fortgesetzt.

Detaillierte Ergebnisse werden im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes unter dem Suchbegriff „Einrichtungen Jugendhilfe“ abrufbar sein, wenn die endgültigen Ergebnisse aus Baden-Württemberg und Hessen vorliegen.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 031 des Statistischen Bundesamtes vom 23.01.2008

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