Nationales Zentrum Frühe Hilfen schmiedet Bündnis gegen Schütteltrauma

Posted on Juli 20, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logocsm_buendnis_schuetteltrauma_final_logo_20rgb_72dpi_f044c8a98cMit einem breiten bundesweiten Bündnis klärt das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) ab Oktober über die Gefahr des Schüttelns von Säuglingen und Kleinkindern auf. Verbände, Vereine und Einrichtungen aus der Kinderheilkunde, der Gynäkologie, der Rechts- und Allgemeinmedizin, dem Kinderschutz sowie der Kinder- und Jugendhilfe haben bereits ihr Interesse bekundet, dem „Bündnis gegen Schütteltrauma“ beizutreten.

Bei seiner Sitzung am 10. und 11. Juli 2017 anlässlich des 10-jährigen Bestehens des NZFH hat der Beirat des NZFH, dem 43 Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Fachpraxis angehören, die Gründung des Bündnisses ausdrücklich begrüßt und regt zum Mitmachen an.

Das NZFH wird mit dem „Bündnis gegen Schütteltrauma“ regionale und bundesweite Präventionsmaßnahmen gegen Schütteltrauma vereinen. Ziel des gemeinsamen Engagements ist es, auf der Basis eines breitangelegten Bündnisses alle Eltern und werdenden Eltern zu erreichen. Es besteht dringender Aufklärungsbedarf zum Schütteltrauma und zum Schreiverhalten von Säuglingen. Dies zeigt eine repräsentative, bundesweite Umfrage des NZFH vom Mai 2017. 42 Prozent der befragten 1.009 Frauen und Männer haben danach noch nie den Begriff Schütteltrauma gehört. 24 Prozent der Befragten unterliegen dem Irrtum, dass Schütteln „vielleicht nicht so schön für ein schreiendes Baby ist, ihm aber auch nicht schadet“. Zwei Drittel der Befragten weiß nicht, dass es eine bestimmte Schreiphase im Säuglingsalter gibt.

Nichtakzidentelle Kopfverletzungen, zu denen das Schütteltrauma zählt, sind bei Säuglingen und Kleinkindern die häufigste nicht natürliche Todesursache. Jährlich werden schätzungsweise zwischen 100 und 200 Säuglinge und Kleinkinder mit Schütteltrauma in deutsche Kliniken gebracht. Zwischen 10 und 30 Prozent der geschüttelten Kinder sterben. Zwei Drittel der überlebenden Säuglinge und Kleinkinder leidet lebenslang unter den Folgen des Schüttelns. Sie umfassen Krampfanfälle sowie geistige und körperliche Behinderungen.

csm_nzfh_schuetteltrauma_bild_plakat_535x761px_8a6edd9ebbIn Kooperation mit den Bündnispartnerinnen und -partnern wird das NZFH Eltern über die gesundheitlichen Folgen des Schüttelns informieren und ihnen zeigen, wie sie mit einem schreienden Baby umgehen und einen möglichen Kontrollverlust verhindern können. Denn langanhaltendes, unstillbares Babyschreien ist häufig der Auslöser für das Schütteln eines Babys.

Das NZFH wird die Präventionsmaßnahmen in die Aktionen und Maßnahmen der Frühen Hilfen verankern, um die Nachhaltigkeit der Maßnahmen sicherzustellen. Die Frühen Hilfen verfügen über ein flächendeckendes Netzwerk in allen Kommunen Deutschlands.

zum Herunterladen:

Quelle: NZFH

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Bestandsaufnahme Frühe Hilfen – Kurzbefragung der Jugendämter 2012

Posted on Dezember 7, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat die Aufgabe, die Praxisentwicklung im Bereich Früher Hilfen zu beobachten. Für diese Bestandsaufnahmen wurden mehrere Teiluntersuchungen – Befragungen von Jugend- und Gesundheitsämtern vorgenommen. Die dritte Teiluntersuchung richtete sich an alle Jugendämter in Deutschland und stellte Fragen zum Stand des Ausbaus Früher Hilfen, zum Einsatz von (Familien-)Hebammen und Kinderkrankenschwestern bzw. Familien-Gesundheits- und Krankenpfleger/-innen. Die Auswertung der Antworten liefert eine bundesweit flächendeckende Ausgangsbeschreibung des Feldes kurz vor dem Start der Bundesinitiative „Netzwerke Frühe Hilfen und Familienhebammen“, die Teil des am 1. Januar 2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetzes ist.

zur Bestandsaufnahme Frühe Hilfen. Dritte Teiluntersuchung. Kurzbefragung Jugendämter 2012

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Jahrestagung der Deutschen Liga für das Kind am 19./20.10. in Berlin

Posted on August 19, 2012. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Jedes Jahr veranstaltet die Deutsche Liga für das Kind eine Jahrestagung, auf der ein Thema in wissenschaftlicher, praktischer und politischer Perspektive behandelt wird. Die nächste Jahrestagung findet zu dem Thema „Schwierige Kinder? Probleme erkennen, Herausforderung annehmen“ am 19./20.10. in Berlin statt.

Werden die Kinder immer schwieriger? Oder steigen die Anforderungen an sie? Wird eine wachsende Zahl von Eltern ihrer Erziehungsverantwortung nicht gerecht? Oder entsprechen die Lebenswelten von Familien immer weniger den kindlichen Bedürfnissen?
Viele Fachkräfte aus dem Bereich der frühen Kindheit schlagen Alarm. Sie berichten von Unaufmerksamkeit, mangelnder Rücksichtnahme, Aggressivität und Gewalt bereits im Kindergarten. Und auch von Niedergeschlagenheit, psychosomatischen Beschwerden und Einsamkeit eines gewichtigen Teils der Kinder.

Vor dem Hintergrund einer beunruhigenden Zunahme von Auffälligkeiten soll erörtert werden, wo die Ursachen für diesen Trend liegen, wie frühe Anzeichen erkannt werden, welche Hilfen angemessen sind, wie die verschiedenen Berufsgruppen bestmöglich zusammenarbeiten und was die Politik tun kann.

Die interdisziplinäre Tagung richtet sich an Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen, Ärztinnen und Ärzte, Kindertherapeut(inn)en, Mitarbeiter(innen) in den Jugendämtern, Beratungsstellen und Einrichtungen des Gesundheitswesen, an Verantwortliche in Politik und Verwaltung, an Studierende und Auszubildende sowie an alle, die im Bereich der frühen Kindheit tätig sind.

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Frühe Hilfen: Sonderausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Posted on Juni 22, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

Zu dem Thema „Frühe Hilfen. Gesundes Aufwachsen ermöglichen“ ist eine Sonderausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen. Das Heft ist ein Gemeinschaftsprojekt der Deutschen Liga für das Kind und des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH), in Trägerschaft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Deutschen Jugendinstituts (DJI).

Das Heft enthält Beiträge u. a. von

  • Mechthild Paul („Was sind Frühe Hilfen?“),
  • Monika Bradna, Karin Jurczyk und Sabina Schutter („Was junge Familien brauchen“),
  • Ute Thyen („Der Beitrag Früher Hilfen zu früher Förderung und Bildung von Kindern“),
  • Uta Meier-Gräwe und Inga Wagenknecht („Frühe Hilfen sind eine Zukunftsinvestition“),
  • Christine Maihorn und Elke Nowotny („Frühe Hilfen und Kinderschutz“),
  • Andreas Eickhorst und Stefanie Peykarjou („Väter in den Frühen Hilfen“),
  • Gönül Aydin-Canpolat („Die Bedeutung Früher Hilfen für Familien mit Migrationshintergrund“)
  • Alexandra Sann („Auf dem Weg zu mehr Prävention – Systeme Früher Hilfen und Förderung in den Kommunen“),
  • sowie ein Interview mit Prof. Dr. Reinhold Schone, Münster, und Prof. Dr. Reinhart Wolff, Berlin („Frühe Hilfen und Kinderschutz – Entwicklungsperspektiven nach Inkrafttreten des Bundeskinderschutzgesetzes“).

Außerdem enthält das Heft folgende Praxisbeiträge:

  • „Schwangerschaftsberatung im Netzwerk Frühe Hilfen“,
  • „Die Rolle der Familienhebammen im System der Frühen Hilfen“,
  • „Der Beitrag der Kinder- und Jugendärzte zu Frühen Hilfen“,
  • „Der Beitrag der Kinder- und Jugendhilfe zu Frühen Hilfen“,
  • „Die Rolle der Interdisziplinären Frühförderung im Zusammenhang mit Frühen Hilfen“,
  • „Der Beitrag der Erziehungsberatung zu den Frühen Hilfen“,
  • „Die Bedeutung der Familienbildung im Kontext Früher Hilfen“,
  • „Modellprojekte Frühe Hilfen in den Bundesländern“ und
  • „Elternbildung durch Elternbriefe“.

Das Sonderheft kann kostenlos über die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung bezogen werden unter order@bzga.de mit der Bestellnummer 16000126 (Sonderausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“, Schwerpunkt: „Frühe Hilfen – gesundes Aufwachsen ermöglichen“), per Fax: 0221-8992 257, per Post: BZgA, 51101 Köln.

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112. Arbeitstagung der Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter vom 2. – 4. Mai 2012 in Wiesbaden

Posted on Juni 1, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Im Fokus der Mitgliederversammlung stand die Beratung über die von der BAG Landesjugendämter und der AGJ gemeinsam zu entwickelnden Handlungsempfehlungen zum Bundeskinderschutzgesetz. Weitere Schwerpunktthemen waren:

  • Zusammenarbeit mit dem Nationalen Zentrum frühe Hilfen
  • Unterstützung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs
  • Fortführung der Jugendamtskampagne
  • Umgang mit Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Nähere Informationen zu den Inhalten und den Ergebnissen der Befassungen sind der Pressemitteilung vom 22.05.2012 zu entnehmen.

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Deutsche Liga für das Kind eröffnet Online Shop www.fruehe-kindheit-online.de

Posted on Januar 26, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Am 20.01. hat die Deutsche Liga für das Kind ihren neuen Online Shop www.fruehe-kindheit-online.de frei geschaltet.

Eltern, Fachkräfte und andere Interessierte finden hier Filme, Broschüren, Faltblätter und sämtliche lieferbaren Ausgaben der Zeitschrift frühe Kindheit. Ein Newsletter informiert über Neuerscheinungen.

Für Mitglieder der Deutschen Liga für das Kind und Abonnent(inn)en stehen ab der Ausgabe 1/2012 sämtliche Hauptartikel der Zeitschrift frühe Kindheit kostenlos zum Download bereit.

Deutsche Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin
Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de

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Artikel „Unterstützung für junge Eltern“

Posted on November 8, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Der Artikel „Unterstützung für junge Eltern“ in Der Westen vom 04.11.2011 berichtet von einem Mutter-Vater-Kind-Haus in Wattenscheid, in dem die 23-Jährige Kim zusammen mit ihrem dritten Kind betreut wird:

„Zwei Kinder hat Kim bereits bekommen, die kurz nach der Geburt zu Pflegeeltern gegeben wurden. Doch zu ihnen hat sie keinen Kontakt mehr. Das Hilfsangebot der Diakonie-Einrichtung war der letzte Versuch des Jugendamtes, um heraus zu finden, ob das Kind diesmal bei ihr bleiben könnte.“

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Bundestag beschließt neues Bundeskinderschutzgesetz

Posted on Oktober 28, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , , , |

Der Bundestag hat am 27. Oktober das von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder vorgelegte neue Bundeskinderschutzgesetz mit breiter Mehrheit beschlossen. Das Gesetz wird den Kinderschutz in Deutschland grundlegend neu gestalten. Es verbessert den Schutz von Kindern und Jugendlichen in allen Lebensbereichen und stärkt diejenigen, die sich für das Wohlergehen von Kindern einsetzen.

„Die breite Zustimmung zu meinem Gesetz im Bundestag zeigt, dass wir beim Kinderschutz endlich auf dem richtigen Weg sind“, erklärte Bundesfamilienministerin Schröder. „Das bestätigen uns auch viele Sachverständige. Mit dem Kinderschutzgesetz schaffen wir jetzt die Voraussetzungen, dass alle Beteiligten eng zusammenarbeiten, um Kinder vor Vernachlässigung und Misshandlung zu schützen. Damit verhindern wir, dass zukünftig ein Kind leiden muss, weil entscheidende Informationen nicht weiter gegeben wurden.“

Stärkere Zusammenarbeit und Kooperation

Das neue Bundeskinderschutzgesetz setzt verstärkt auf Zusammenarbeit und Kooperation der relevanten Akteure. Das Gesetz berücksichtigt dabei alle Angebote und Leistungen für Familien, Eltern und Kinder und unterstützt alle für den Kinderschutz relevanten Akteure, von der Jugendhilfe über das Gesundheitssystem bis zum Familiengericht. Auch Kinderärzte, Familienhebammen, Jugendämter und Beratungsstellen sollen zukünftig enger zusammenarbeiten. Die Abschottung einzelner Bereiche, insbesondere der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitswesens, die in der Vergangenheit immer wieder für Probleme gesorgt hat, wird so überwunden.

Konkret wird das Gesetz den Schutz von Kindern in folgenden Bereichen verbessert:

  • Frühe Hilfen und Netzwerke für werdende Eltern
    Das Gesetz schafft die rechtliche Grundlage dafür, leicht zugängliche Hilfeangebote für Familien vor und nach der Geburt und in den ersten Lebensjahren des Kindes flächendeckend und auf einem hohen Niveau einzuführen bzw. zu verstetigen. Alle wichtigen Akteure im Kinderschutz – wie Jugendämter, Schulen, Gesundheitsämter, Krankenhäuser, Ärztinnen und Ärzte, Schwangerschaftsberatungsstellen und Polizei – werden in einem Kooperationsnetzwerk zusammengeführt.
  • Stärkung des Einsatzes von Familienhebammen
    Das Bundesfamilienministerium wird mit einer Bundesinitiative ab 2012 vier Jahre lang jährlich 30 Millionen Euro zum Ausbau des Einsatzes von Familienhebammen zur Verfügung stellen.
  • Ausschluss einschlägig Vorbestrafter von Tätigkeiten in der Kinder- und Jugendhilfe
    Alle hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der öffentlichen und freien Jugendhilfe müssen ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen. Ehrenamtliche vereinbaren mit den Trägern, für welche Tätigkeiten dies nötig ist.
  • Befugnisnorm für Berufsgeheimnisträger zur Informationsweitergabe an das Jugendamt
    Häufig ist eine Kindesgefährdung für Ärzte oder andere so genannte Berufsgeheimnisträger als erste erkennbar. Das Gesetz bietet erstmals eine klare Regelung, die einerseits die Vertrauensbeziehung zwischen Arzt und Patient schützt, andererseits aber auch die Weitergabe wichtiger Informationen an das Jugendamt ermöglicht.
  • Regelung zum Hausbesuch
    Der Hausbesuch soll zur Pflicht werden – allerdings nur dann, wenn er nach fachlicher Einschätzung erforderlich ist und der Schutz des Kindes dadurch nicht gefährdet wird.
  • Verbindliche Standards in der Kinder- und Jugendhilfe
    Eine kontinuierliche Qualitätsentwicklung wird künftig in allen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe zur Pflicht. Dabei geht es insbesondere um die Entwicklung, Anwendung und Überprüfung von Standards für die Sicherung der Rechte von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen und ihren Schutz vor Gewalt. An die Umsetzung von Maßnahmen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung soll sich auch die Finanzierung aus öffentlichen Mitteln knüpfen.

Quelle: BMFSFJ vom 27.10.2011

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Kommunen setzen beim Kinderschutz verstärkt auf „Frühe Hilfen“

Posted on September 10, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Nationales Zentrum Frühe Hilfen legt Ergebnisse der „Bestandsaufnahme Kommunale Praxis Früher Hilfen“ vor

Die Mehrheit der Kommunen in Deutschland hat ihre Anstrengungen im Bereich „Frühe Hilfen“ deutlich verstärkt. Wie aus einer Bestandsaufnahme des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) hervorgeht, haben zwei Drittel der Kommunen in den vergangenen Jahren durch politischen Beschluss frühzeitige Hilfsangebote für Familien ausgebaut. Viele Kommunen haben hierfür dauerhaft zusätzliche Mittel bereitgestellt. Für die Bestandsaufnahme des NZFH wurden deutschlandweit die Jugend- und Gesundheitsämter befragt.

Nach Aussage fast aller Ämter tragen „Frühe Hilfen“ zur frühzeitigeren Erkennung von familiären Problemlagen bei. Insgesamt halten die Kommunen eine breite Palette von frühen Hilfsangeboten für werdende und junge Eltern bereit. Sie reichen von Präventionsangeboten, die alle Familien erreichen – beispielsweise Begrüßungspakete und -besuche -, über Maßnahmen für spezifische Situationen wie die Frühförderung von behinderten Kindern, bis zu stationären Hilfen für jugendliche Mütter – dazu gehören etwa Mutter-Kind-Einrichtungen.

„Frühe Hilfen sind unverzichtbar, um Fälle von Kindeswohlgefährdung möglichst von Anfang an zu vermeiden“, sagt Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Die Mehrheit der Kommunen hat das erkannt. Für besonders wichtig und erfolgreich halten Kommunen den Einsatz von Familienhebammen und Beratungsangeboten für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern wie etwa `Schreibaby-Sprechstunden`. Von diesen Hilfen profitieren vor allem Familien mit hohen Belastungen. Ziel sollte daher sein, diese Angebote flächendeckend auszubauen.“

„Die zunehmende Bedeutung, die ‚Frühe Hilfen’ erfahren, ist auch ablesbar an einer besseren personellen Ausstattung. Fast die Hälfte der Jugendämter hat im Bereich Früher Hilfen bei sich oder bei den freien Trägern zusätzliche Stellen geschaffen. Die Notwendigkeit, Ressourcen auszubauen statt umzuverteilen, scheint erkannt worden zu sein“, erklärt Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor und Vorstand des Deutschen Jugendinstituts.

Die Bestandsaufnahme des NZFH, die vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) durchgeführt wurde, hat zudem gezeigt, dass mehr als die Hälfte der Kommunen Koordinierungsstellen eingerichtet hat, um die verschiedenen Anbieter Früher Hilfen miteinander zu vernetzen und dadurch deren Effektivität zu erhöhen. Dennoch werden seitens der Jugend- und Gesundheitsämter weitere Entwicklungsbedarfe gesehen. Zum einen fehlen ihnen bessere Instrumente zur Einschätzung von familiären Belastungen, um noch passgenauere Hilfen anbieten zu können. Zum anderen werden mehr interdisziplinäre Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten für die Fachkräfte benötigt.

Das NZFH hat begonnen, die Ergebnisse der Bestandsaufnahme in konkrete Maßnahmen umzusetzen: So werden inzwischen Materialien zur Unterstützung von Fachkräften in der Arbeit mit Eltern sowie Instrumente zur Einschätzung familiärer Belastungen entwickelt. Außerdem erarbeitet das NZFH Arbeitshilfen für die sektorenübergreifende Fort- und Weiterbildung.

Der Kurzbericht „Bestandsaufnahme zur Entwicklung der kommunalen Praxis im Bereich Früher Hilfen“ (zweite Teiluntersuchung) ist beim Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) als Download zu beziehen. Durchgeführt wurde die Befragung vom Deutschen Institut für Urbanistik (Difu) in Berlin im Auftrag des NZFH.

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) / Nationales Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) vom 09.09.2011

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Kurs „Pflegefamilien – Pflegekinder“ für Familienhebammen am 26.09. in Moritzburg

Posted on Juli 30, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Für anerkannte Familienhebammen aus Sachsen, Brandenburg und Berlin bietet die Diakonische Akademie für Fort- und Weiterbildung e.V. in Moritzburg am 26.09. den Kurs „Pflegefamilien – Pflegekinder“ an.

Bei ihrer Arbeit begegnen Familienhebammen Frauen, die Kinder haben, die in Pflegefamilien leben. Das benötigt eine besondere Begleitung der Familien in der Schwangerschaft und den ersten Lebensmonaten des Kindes. Die Kenntnis der Dynamik in Herkunfts- und Pflegefamilien einerseits und der rechtlichen Grundlagen andererseits ist Voraussetzung für eine sachgerechte Begleitung der Familie und für die Zusammenarbeit mit den anderen Beteiligten.

Schwerpunkte:

  • Pflegekinder, Pflegefamilien – Definitionen
  • Dynamik in Herkunfts- und Pflegefamilie
  • Rechtliche Grundlagen für die Betreuung eines Pflegekindes
  • Aufgaben des Jugendamtes bei der Vermittlung eines Pflegekindes
  • Arbeit an Fallbeispielen aus der Praxis

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Wie Elternschaft gelingt – trotz schwieriger Ausgangsbedingungen – Nationales Zentrum Frühe Hilfen legt Forschungsergebnisse vor

Posted on Juli 27, 2011. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

Können junge Mütter in schwierigen sozialen Situationen, beispielsweise bei einer Suchterkrankung, nach traumatischen Kindheitserlebnissen, in sozialer Isolation oder in finanzieller Not, eine enge und liebevolle Beziehung zu ihren Kindern aufbauen? Dieser Frage ist das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) erstmals für Deutschland in dem Forschungsprojekt „Wie Elternschaft gelingt“ nachgegangen. Die Studie wurde im Rahmen des Aktionsprogramms „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) durchgeführt.

Die Ergebnisse zeigen, dass eine verlässliche Elternschaft auch unter schwierigsten Lebensbedingungen gelingen kann, wenn Mütter und ihre Kinder eine frühzeitige und intensive Unterstützung erhalten. Nach einem Jahr intensiver Mutter-Kind-Betreuung im Rahmen des Forschungsprojektes konnten fast drei Viertel der Babys eine sichere Bindung zu ihrer Hauptbezugsperson, in aller Regel der Mutter, entwickeln. In einer Kontrollgruppe ohne entsprechende Betreuung waren es nur 45 Prozent. Bei 40 Prozent der Kontrollgruppenkinder im Alter von 24 Monaten schienen jegliche Formen organisierten Bindungsverhaltens zusammenzubrechen, in der Interventionsgruppe zeigten nur 13 Prozent dieses alarmierende Verhalten. Hier konnten wichtige Weichen für eine gelingende Elternschaft gestellt werden.

Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), betont: „Die Ergebnisse zeigen deutlich, dass Frühe Hilfen wirken. Eine sichere Eltern-Kind-Bindung ist der Schlüssel für eine gesunde Entwicklung. Diese Bindung muss von Anfang an aufgebaut werden; sie stärkt Menschen ein Leben lang und setzt sich auch in der nächsten Generation fort. Frühe Hilfen sind also eine Investition in unsere Zukunft.“

„Für die Fachkräfte in den Frühen Hilfen in Deutschland ist es eine tägliche Herausforderung, hoch belastete Familien möglichst frühzeitig zu erreichen und sie für eine Zusammenarbeit zu gewinnen. Schon allein deshalb sind die vorliegenden Ergebnisse bemerkenswert. Nun geht es darum, solche erfolgreichen Modellansätze in die Regelversorgung zu überführen“, erklärt Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor und Vorstandsvorsitzender des Deutschen Jugendinstituts (DJI).

Durchgeführt wurde die Untersuchung von der Hamburger Forschungsgruppe unter der Leitung von Prof. Dr. Gerhard Suess auf der Grundlage des Projektes „Wie Elternschaft gelingt – WiEge“. Das Projekt basiert auf Erkenntnissen einer bedeutenden US-amerikanischen Längsschnittstudie zur Bindungsentwicklung von Eltern und Kindern, aus der das Frühinterventionsprogramm STEEPTM (Steps towards effective and enjoyable parenting) entwickelt wurde. Junge Mütter erwerben in einem wöchentlichen videogestützten Training mit einer ausgebildeten STEEPTM-Beraterin erzieherische Basiskompetenzen, insbesondere Feinfühligkeit bei der Wahrnehmung der Bedürfnisse ihres Kindes und Angemessenheit der Reaktion auf die kindlichen Signale. Im Projekt WiEge in Hamburg wurde das Programm erstmals ausschließlich mit mehrfach belasteten Müttern erprobt.

Nähere Details zu den Evaluationsergebnissen des Projekts „Wie Elternschaft gelingt“ (WiEge) sowie weitere Informationen zu den insgesamt zehn vom NZFH koordinierten Modellprojekten Frühe Hilfen sind unter http://www.fruehehilfen.de verfügbar.

Quelle: Pressemitteilung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 25.07.2011

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Frühe Hilfen sind eine Zukunftsinvestition: Nationales Zentrum Frühe Hilfen legt Expertise „Kosten und Nutzen Früher Hilfen“ vor.

Posted on Mai 27, 2011. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Köln/Ludwigshafen, den 25. Mai 2011. Frühe Hilfen können Kommunen enorme Folgekosten ersparen. Das ist das Ergebnis einer Studie des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH). Durchgeführt wurde die Studie in Ludwigshafen, einem Standort des NZFH-Modellprojekts „Guter Start ins Kinderleben„. Die Studie vergleicht erstmals in Deutschland die Kosten Früher Hilfen mit den Ausgaben, die durch spätere Interventionen entstehen können.

Bei Frühen Hilfen geht es darum, durch frühzeitige Unterstützung schon ab der Schwangerschaft ein gesundes Aufwachsen der Kinder bis zum dritten Lebensjahr zu fördern. So sollen von vornherein Entwicklungen vermieden werden, in deren Folge es zu Gesundheitsrisiken, Vernachlässigung oder Misshandlung des Kindes kommen könnte. Familienhebammen und andere Fachkräfte stärken die Gesundheitsförderungskompetenzen der Eltern und helfen den Familien, sichere Eltern-Kind-Beziehungen aufzubauen. Wenn das nicht frühzeitig genug geschieht, können erhebliche Kosten zur Behandlung der gesundheitlichen, psychologischen und sozialen Folgen entstehen. Die Studie geht deshalb der Frage nach: Was ist teurer?

Frühe Hilfen sind mit 34.000 Euro je Kind im Lebensverlauf um ein Vielfaches günstiger als spätere Interventionen, die sich in der Fallbetrachtung der Studie bis zu über eine Million Euro belaufen  können. Die Kosten im Bereich der Frühprävention schließen beispielsweise Aufwendungen für Krippen, Familienhebammen und  Elternkurse ein. Zum Bereich der späteren Interventionen gehören zum Beispiel betreutes Wohnen, stationäre Behandlungen von Depressionen und auch Kosten, die der Gesellschaft entstehen, wenn etwa durch eine erworbene Lernbehinderung später kein Beruf ausgeübt werden kann.

Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betont: „Das Geld in den Sozialsystemen ist knapp – unsere Zahlen zeigen aber, wie vergleichsweise geringe Ausgaben später hohe Kosten im Gesundheitswesen einsparen können. Wenn wir heute mit verhältnismäßig wenig Geld den Eltern Frühe Hilfen zur Verfügung stellen, können wir die Gesundheitsausgaben von morgen senken. Deshalb sind diese Hilfen eine Investition in die Zukunft.“

Laut Zahlen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2008 120 Millionen Euro in präventive Maßnahmen investiert. Diese „allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie“ macht nur 0,5 Prozent der Gesamtkosten der Kinder- und Jugendhilfe aus.

„Wenn wir Benachteiligungen von Kindern in der Frühen Kindheit auffangen, dann können wir dadurch unter Umständen erhebliche sozialpolitische Folgekosten der Gesellschaft ersparen. Angebote der Kinder- und Jugendhilfe werden dann vielleicht gar nicht notwendig. Frühe Hilfen stärken die Kompetenz der Eltern, fördern die gesunde Entwicklung der Kinder und bieten ihnen dadurch verbesserte Startchancen“, erklärt Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts.

Die Expertise „Kosten und Nutzen Früher Hilfen. Eine Kosten-Nutzen-Analyse im Projekt Guter Start ins Kinderleben“ erscheint als Band 4 der Reihe „Materialien zu Frühen Hilfen“ und umfasst 96 Seiten. Sie ist als Download sowie in gedruckter Form im Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) kostenlos zu beziehen oder unter Angabe der Bestellnummer 16000122 unter folgender Adresse: Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln, Fax: 02 21 / 8 992 257, E-mail: order@bzga.de

Weitere Informationen

Quelle: Pressemitteilung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 25.05.2011

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Report „Familien in Baden-Württemberg“ mit aktuellem Schwerpunkt „Kinderschutz und Frühe Hilfen“ erschienen

Posted on März 31, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz | Schlagwörter: , |

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat eine neue Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg herausgegeben, die Informationen rund um das Thema „Kinderschutz und Frühe Hilfen“ bündelt. Die aktuelle Ausgabe beschreibt das Ausmaß der angezeigten Fälle von Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch sowie staatlicher Interventionen (Inobhutnahmen und Sorgerechtsentzüge) und gibt einen Überblick über den Auf- und Ausbau Früher Hilfen auf Bundesebene und in Baden-Württemberg.

Darüber hinaus informiert der Report über bestehende Unterstützungsangebote für Familien in Baden-Württemberg, nimmt das Thema „Interdisziplinäre Kooperation und Vernetzung“ in den Blick und zeigt anhand von Praxisbeispielen, welche Wege Kommunen und Landkreise bei der Entwicklung kommunalpolitischer Gesamtkonzepte im Bereich der Frühen Hilfen gehen.

Online-Ausgabe 3: Kinderschutz und Frühe Hilfen (pdf)

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Tagungsdokumentation „Frühe Hilfen auch für Jugendliche?“

Posted on Februar 2, 2011. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

In der Schriftenreihe „Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe“ erscheint als Band 78 demnächst die Dokumentation der Tagung „Frühe Hilfen auch für Jugendliche? Gilt der Schutzauftrag § 8a SGB VIII bis zur Volljährigkeit?„, die am 7./8.10.2010 stattfand.

Der Titel kann zum Preis von 17 Euro bestellt werden bei der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe in der Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, E-Mail: agfj@difu.de

nähere Informationen

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Aus Fehlern lernen: Kommunen wollen den Schutz von Kindern verbessern

Posted on November 12, 2010. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik | Schlagwörter: |

Nationales Zentrum Frühe Hilfen präsentiert Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Aus Fehlern lernen – Qualitätsmanagement im Kinderschutz“

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) hat von Oktober 2008 bis August 2010 das Bundesprojekt „Aus Fehlern lernen – Qualitätsmanagement im Kinderschutz“ durchgeführt. 42 Kommunen aus zwölf Bundesländern hatten daran teilgenommen und kritisch ihre Konzepte und Abläufe im Kinderschutz auf den Prüfstand gestellt. Insgesamt 578 Fachkräfte vor allem aus der Jugendhilfe, aber auch Vertreterinnen und Vertreter des Gesundheitswesens, von Schulen, Familiengerichten, Polizei und Politik haben an dem Projekt mitgewirkt. Heute werden in Berlin die Ergebnisse vorgestellt.

Viele Jugendämter haben im Rahmen des Projekts Kooperationsver-einbarungen mit Gesundheitsämtern, Polizei, Schulen und anderen Einrichtungen, die wichtige Beiträge im Kinderschutz leisten, geschlossen. „Die verbesserte Zusammenarbeit der unterschiedlichen Akteure und Einrichtungen führt zu einer deutlichen Qualitätssteigerung im Kinderschutz und ist deshalb ein ganz wichtiges Ergebnis unseres Projekts“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. „Denn die enge Kooperation ist eine zentrale Voraussetzung, um Kinder richtig und rechtzeitig vor Vernachlässigung und Missbrauch zu schützen.“ Eine weitere positive Entwicklung des Bundesprojekts liege darin, dass Kommunen Konzepte des systematischen Qualitäts- und Risikomanagements im Kinderschutz konkretisieren wollen, um ihre Praxis nachhaltig zu verbessern.

Weitere Arbeits- und Forschungsergebnisse sind:

  • Über kommunale Grenzen hinweg werden zukünftig Kinderschutzfälle reflektiert, um gemeinsam daraus zu lernen und die Qualität der Arbeit weiterzuentwickeln.
  • Jugendämter bieten Fortbildungsveranstaltungen zum Kinderschutz für Netzwerkpartner wie zum Beispiel Ärzteschaft, Polizei, Schulen und Kliniken an. Sie unterstützen damit ein gemeinsames Verständnis von Kindeswohlgefährdung und werben für die Unterstützungsmöglichkeiten der Jugendhilfe.
  • Kommunen entwickeln ein systematisches Rückmelde- und Beschwerdemanagement im Kinderschutz und sind damit offen für Anregungen und Kritik von betroffenen Eltern und Kindern.

„Unsere Projektergebnisse werden auch durch internationale Erkenntnisse bestätigt“, erklärt Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts (DJI). „Im Kinderschutz sind Qualitätsmanagementverfahren gefragt, die mit einem multiperspektivischen Ansatz mögliche Kindeswohlgefährdung, innerinstitutionelle und fachliche Risiken sowie familiale Belastungen in den Blick nehmen. Dazu zählt auch die enge Zusammenarbeit mit den Eltern, um die Gefährdung eines Kindes im Vorfeld zu verhindern. Deshalb war es wichtig, dass sich Eltern direkt an unseren Qualitätsentwicklungswerkstätten beteiligt haben.“

Nähere Informationen zu den ausgewählten Modell- und Partnerkommunen sowie den Projektzielen stehen im Internetportal des NZFH in der Rubrik Projekte/Lernen aus problematischen Kinderschutzverläufen.

Weitere Informationen

Quelle: Pressemitteilung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 12.11.2010

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Bundesfamilienministerin eröffnet Bundeskongress des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen

Posted on Oktober 14, 2010. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Gemeinsame Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) und des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NFZH) in der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 13.10.2010

Kristina Schröder: „Bundeskinderschutzgesetz soll Frühe Hilfen für Kinder und Familien sicherstellen“

Kinder müssen gesund und gewaltfrei aufwachsen können und vor Vernachlässigung und Misshandlung geschützt werden. Deshalb hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) vor vier Jahren das Aktionsprogramm „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“ gestartet. Mit Erfolg – wie die Ergebnisse der Arbeit des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) und der Modellprojekte in den Bundesländern zeigen, die am 13. und 14. Oktober auf dem Kongress „Von Anfang an. Gemeinsam.“ vorgestellt werden.

„Es ist beeindruckend, was in den Modellprojekten des Bundes zu den Frühen Hilfen geleistet wurde: Gut 2000 Familien haben wir in den vergangenen vier Jahren mit frühen Hilfsangeboten erreicht“, sagte Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder bei der heutigen Eröffnung des Kongresses. „Unsere Initiative hat gezeigt: Wir müssen den Familien so früh wie möglich Hilfsangebote machen. Der Staat darf nicht erst aktiv werden, wenn das Wohl des Kindes bereits gefährdet ist. Prävention und eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten vor Ort können Schlimmeres verhindern. Dafür ist es wichtig, dass alle an einem Strang ziehen: beispielsweise die Jugendämter, Schulen, Gesundheitsämter, Krankenhäuser, Hebammen, Ärzte, Schwangerschaftsberatungsstellen und die Polizei. Die große Herausforderung wird nun darin bestehen, die wertvollen Ansätze Früher Hilfen deutschlandweit in die Praxis zu überführen. Deshalb werde ich noch in diesem Jahr ein neues Bundeskinderschutzgesetz auf den Weg b  ringen.“

Im Rahmen seines Aktionsprogramms hat das BMFSFJ im Frühjahr 2007 das NZFH in gemeinsamer Trägerschaft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Deutschen Jugendinstituts (DJI) gegründet. Aufgabe des NZFH ist es, die Praxis dabei zu unterstützen, Familien mit Problemen frühzeitig zu erreichen und ihnen passende Hilfen anzubieten – möglichst schon ab der Schwangerschaft. Für die kommenden vier Jahre hat das BMFSFJ dem NZFH eine Weiterförderung in Höhe von acht Mio. Euro zugesagt.

Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, betont: „Eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg Früher Hilfen ist, dass Jugendhilfe und Gesundheitsdienste heute viel besser systemübergreifend und vor allem verbindlich zusammenarbeiten, als dies noch vor vier Jahren der Fall war. Die Modellprojekte zeigen, dass Jugendämter, Schwangerschaftsberatungsstellen und Hebammen besonders gut kooperieren. Für niedergelassene Ärztinnen und Ärzte müssen wir noch stärker die Voraussetzungen schaffen, dass sie an Netzwerken Früher Hilfen teilnehmen können.“

In allen Bundesländern wurden Modellprojekte durchgeführt und vom NZFH wissenschaftlich begleitet. Insgesamt 2.000 Familien nahmen an den Erhebungen teil. Die endgültige Auswertung wird 2011 abgeschlossen sein, doch schon heute zeichnen sich sichtbare Erfolge ab: So tragen Frühe Hilfen in einem Projekt dazu bei, dass Mütter weniger unter Depressionen leiden und sich weniger stressbelastet fühlen. In einem anderen Projekt verbessern Frühe Hilfen die Qualität der Mutter-Kind-Beziehung, indem sich zum Beispiel die Feinfühligkeit der Mütter im Umgang mit ihrem Säugling erhöht. In einem weiteren Modellprojekt zeigt sich, dass Frühe Hilfen Kinder insbesondere hinsichtlich ihrer sozialen und kognitiven Entwicklung unterstützen.

Die Kommunen haben ebenfalls die Erfahrung gemacht, dass Frühe Hilfen einen wichtigen Beitrag zur Prävention von Kindesvernachlässigung und Kindesmisshandlung leisten. Mindestens jede zweite Kommune in Deutschland ist im Bereich Frühe Hilfen aktiv. Das geht aus einer Befragung von über 950 Jugend- und Gesundheitsämtern in Deutschland hervor, die das NZFH zu Kooperationsformen im Bereich Früher Hilfen durchführte. Ein weiteres Ergebnis dieser bundesweiten Bestandsaufnahme ist, dass fast alle der befragten Ämter (98 Prozent) angeben, dass der Ausbau Früher Hilfen zu einer verbesserten Früherkennung von Problemlagen in Familien führt.

Für manche Familien ist die Begleitung und Unterstützung durch eine sozialpädagogische Familienhilfe die geeignete Hilfeform. Laut Daten des Statistischen Bundesamtes gewährten Jugendämter im Jahr 2008 für mehr als 17.000 Kinder im Alter von 0-3 Jahren diese Form der Hilfe (neu begonnene Hilfen). Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um fast einem Viertel (23 Prozent). Die Steigerung spricht gleichermaßen für einen erhöhten Unterstützungsbedarf der Familien sowie für eine gestiegene Bereitschaft, diese Hilfen auch in Anspruch zu nehmen.

Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts, resümiert: „Den Anfang haben wir gemacht. Nun müssen wir intensiv daran arbeiten, Erfolg versprechende Konzepte weiter zu verbessern. Zugleich muss es gelingen, die Frühen Hilfen im Regelsystem zu verankern. Beides zusammen ist für eine nachhaltige Wirkung erforderlich.“

Weitere Informationen finden Sie unter www.fruehehilfen.de und www.bmfsfj.de.

Quelle: BZgA-Newsletter vom 13.10.2010

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Fachtagung „Frühe Hilfen auch für Jugendliche? Gilt der Schutzauftrag § 8a SGB VIII bis zur Volljährigkeit?“ vom 07.-08.10. in Berlin

Posted on September 8, 2010. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 07./08.10. findet die Fachtagung „Frühe Hilfen auch für Jugendliche? Gilt der Schutzauftrag § 8a SGB VIII bis zur Volljährigkeit?“ im Mendelsohnbau in der Alte Jakobstr. 149 in 10969 Berlin statt. Veranstalter ist die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe in der Deutsches Institut für Urbanistik GmbH.

Jugendliche – eine „vergessene Zielgruppe“ im Kinderschutz in der Jugendhilfe?

Frühe Hilfen und Kinderschutz wurden in den letzten Jahren sehr stark vorrangig mit kleinen Kindern, die es zu schützen gilt, assoziiert. Aber haben nicht auch Jugendliche ihren ganz eigenen (Kinder-)Schutzbedarf, mit dem sich die Jugendhilfe intensiver beschäftigen sollte?

Anliegen der Tagung ist es deshalb, sich mit den folgenden Fragen auseinanderzusetzen:

  • Wo steht der Kinderschutz in Deutschland heute?
  • Hat der § 8a SGB VIII auch was mit Jugendlichen zu tun?
  • Was sind Gefährdungslagen Jugendlicher allgemein?
  • Was sind konkrete „gewichtige Anhaltspunkte“ (§ 8a SGB VIII)?
  • Wie verstehe ich als (insoweit erfahrene) Fachkraft mein Arbeitsfeld?
  • Haben wir Konzepte und Hilfeangebote für Jugendliche im Kinderschutz?
  • Wie kann das Jugendamt in diesem Bereich aktiver werden?

Um Anmeldung bis zum 27.09. wird gebeten.

nähere Informationen

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Bundeskongress des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen am 13./14.10. in Berlin

Posted on September 2, 2010. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Bundeskongress des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH) findet am 13. und 14.10. in Berlin statt und steht unter dem Titel „Von Anfang an. Gemeinsam.“

Auf Bundesebene hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend 2007 das Aktionsprogramm „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“ auf den Weg gebracht, um damit die Prävention im Kinderschutz zu stärken. Aber auch viele Länder und Kommunen haben Projekte und Maßnahmen zu Frühen Hilfen initiiert. Frühe Hilfen sind in der Fachwelt angekommen, aber ihre dauerhafte Verstetigung ins Regelangebot steht noch aus.

Nun heißt es, Bilanz zu ziehen, wo die Frühen Hilfen stehen und wohin sie sich weiterentwickeln sollen. Der Bundeskongress des NZFH bringt Fachleute aus Wissenschaft, Praxis und Politik zusammen, um eine Standortbestimmung der Frühen Hilfen vorzunehmen und Perspektiven zu entwickeln.

Das Kongressprogramm ist unter www.bundeskongress.fruehehilfen.de verfügbar. Aufgrund der begrenzten Anzahl an Plätzen ist eine Teilnahme nur mit Anmeldebestätigung möglich. Daher wird um frühzeitige Anmeldung bis spätestens 01.10. gebeten.

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1. Bochumer Kinderschutzkonferenz am 11.09.

Posted on August 13, 2010. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 11.09. veranstaltet das Jugendamt der Stadt Bochum in Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Prävention und Intervention bei Kindesmisshandlung und -vernachlässigung e.V. (DGfPI) in der Klinik der Ruhr-Universität Bochum die 1. Bochumer Kinderschutzkonferenz zum Thema „Frühe Hilfen und Fallarbeit in der Gesundheits- und Jugendhilfe in Fällen von Kindeswohlgefährdung„.

Eingeladen sind Kinderschutzfachkräfte, Ärzte der Bochumer Kliniken, Kinderärzte, Frauenärzte, Familienrichter, Rechtsanwälte, Fachkräfte der Jugendhilfe, Hebammen, Familienhebammen, Projektbegleiter und alle anderen Berufsgruppen, die sich mit dem Thema identifizieren können.

Veranstaltungsflyer

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NZFH informiert über Daten und Fakten zu Kindesvernachlässigung und -misshandlung

Posted on Juli 14, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Die häufigsten Gründe, warum Kinder durch Erwachsene zu Schaden kommen, sind Vernachlässigung und Misshandlung, wobei quantitativ – insbesondere bei kleinen Kindern – die Vernachlässigung weit überwiegt.

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) stellt Daten und Fakten für Fachkräfte bereit:

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Berlin: Weiterhin Anstieg der Fälle mit Verdacht auf Kindesgefährdung

Posted on Juni 2, 2010. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Forschung, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

In Berlin wurden erneut mehr Verdachtsfälle auf Kindeswohlgefährdung gemeldet. Das zeigt der neue Bericht über die Arbeit des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes (KJGD) für das Berichtsjahr 2008. Danach wurde bei 1.302 Kindern im Alter von 0 bis unter 18 Jahren ein Verdacht auf Kindeswohlgefährdung festgestellt, 86 % von ihnen waren unter 6 Jahre. Im Jahr 2007 waren es 1.123 Kinder. Das bedeutet ein Anstieg um 16 %. 2006 waren 986 Verdachtsfälle festgestellt worden. Diese Zahlen beinhalten alle Verdachtsfälle, bei denen Ärztinnen und Ärzte sowie Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter des KJGDs tätig werden.

Im Bericht wird unterschieden zwischen dem Verdacht auf Vernachlässigung (1.154 Kinder 2008, 858 Kinder 2007: Anstieg um 34 %) und dem Verdacht auf Misshandlung (139 Kinder 2008, 123 Kinder 2007: Anstieg um 13 %). Mehrfachnennungen ergeben hier die Differenz zur Gesamtzahl.

Gesundheitssenatorin Katrin Lompscher dazu: „Hinter jedem bestätigten Fall verbergen sich schreckliche Erfahrungen und Leiden für das betroffene Kind. Um so notwendiger sind Aufmerksamkeit und schnelle Hilfen, um diese Kinder zu entlasten und zu schützen. Die Daten zeigen, dass das Netzwerk Kinderschutz greift und zunehmend mehr Verdachtsfälle gemeldet werden. Zur Verbesserung des Kinderschutzes beitragen wird auch das Berliner Kinderschutzgesetz, mit dem wir das verbindliche Einlade- und Rückmeldewesen für die Kinderfrüherkennungs-untersuchungen etabliert haben.“

Sehr wichtig ist der frühe Kontakt von Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern des KJGDs zu Familien mit Neugeborenen. 2008 waren das in Berlin 25.373 (2007: 22.946), d.h. zu 76 % aller Berliner Familien mit Neugeborenen gab es Kontakte. Im Jahr 2007 waren es 72 % aller Familien.

Jede vierte Familie, zu der nach der Geburt eines Kindes ein erster Kontakt aufgenommen wurde, befand sich in einer schwierigen Lebenslage. Im Rahmen des KJGDs konnten hier Beratungen und notwendige sozialpädagogische bzw. sozialpädiatrische Betreuungen angeboten werden.

Die Statistische Kurzinformation „Bericht über den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst (KJGD) in Berlin 2008“ ist im Internet abrufbar unter: http://www.berlin.de/sen/statistik/gessoz/gesundheit/kurzinfo.html

Quelle: Mitteilung der Senatsverwaltung für Gesundheit, Umwelt und Verbraucherschutz vom 01.06.2010

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Buch-Tipp: Dokumentation „Wenn Frühe Hilfen nicht greifen. Unterbringung von Klein(st)kindern“

Posted on April 29, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

In der Schriftenreihe „Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe“ des Deutschen Instituts für Urbanistik wird demnächst als Band 75 die Dokumentation der Tagung „Wenn Frühe Hilfen nicht greifen. Unterbringung von Klein(st)kindern“ am 12.-13.11.2009 – erscheinen.

Diese Broschüre kann zum Preis von 17 Euro bestellt werden bei taubert@difu.de oder online unter http://www.fachtagungen-jugendhilfe.de/veranstaltungen/bestellungen.phtml

Näheres zum Inhalt

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Bundesfamilienministerin gibt den Startschuss für ein umfassendes Kinderschutzgesetz

Posted on Januar 26, 2010. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik | Schlagwörter: , , , , , |

Die Bundesregierung will den Schutz von Kindern in Deutschland umfassend und wirksam verbessern. Dazu wird die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Köhler, ein Kinderschutzgesetz auf den Weg bringen, das Prävention und Intervention gleichermaßen stärkt. Auf Einladung von Kristina Köhler treffen sich am 27. Januar 2010 gut 50 Kinderschutz-Experten und -Expertinnen aus Ländern, Kommunen und von Fachorganisationen zu einem ersten Fachgespräch, um die Rahmenbedingungen für das neue Kinderschutzgesetz abzustecken.

„Der Schutz unserer Kinder vor Misshandlungen und Vernachlässigung hat für mich höchste Priorität“, sagt Bundesfamilienministerin Kristina Köhler. „Ich werde ein Kinderschutzgesetz auf den Weg bringen, das den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Deutschland in einem umfassenden Sinne voranbringt. Das Fachgespräch ist der Auftakt für einen intensiven Austausch mit allen relevanten Akteuren. Nur gemeinsam können wir die Gesetzeslücken schließen, die unseren Kindern unendliches Leid zufügen und zum Tode führen können“, so Köhler weiter.

Das neue Kinderschutzgesetz fußt auf den zwei Säulen: Prävention und Intervention.

Prävention ist der beste Weg, um Kinder effektiv vor Gefährdungen zu schützen. In den letzten Jahren haben Bund, Länder und Kommunen gerade im präventiven Bereich wichtige Schritte für einen aktiven Kinderschutz unternommen. Hierzu zählen vor allem das Aktionsprogramm „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“, die Einrichtung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen und die vielfältigen Anstrengungen und Programme in Ländern und Kommunen. Jetzt gilt es, die Nachhaltigkeit dieser Anstrengungen bundesweit zu sichern. Schwerpunkte der Säule „Prävention“ sind:

  • Ein neuer Leistungstatbestand „Frühe Hilfen“ soll flächendeckend niederschwellige Unterstützungsangebote für Familien in belastenden Lebenslagen sicherstellen.
  • Wir werden niederschwellige und frühe Hilfsangebote für Familien in belasteten Lebenslagen schaffen, noch während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Dazu zählt auch eine Verbesserung der Rechtsgrundlagen für Hebammen und Familienhebammen.
  • Wir werden die Zusammenarbeit im Kinderschutz für alle damit befassten Berufsgruppen und Institutionen stärken und die Grundlagen für verbindliche Netzwerke schaffen.
  • Alle kinder- und jugendnah Beschäftigten müssen in Zukunft ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, das über alle einschlägigen Straftaten auch im Bagatellbereich informiert.

Auch die beste Prävention macht die Intervention nicht überflüssig – so wie auch bei bestem Brandschutz nicht auf die Feuerwehr verzichtet werden kann. Schwerpunkte der Säule „Intervention“ sind:

  • Eine bundeseinheitliche Befugnisnorm zur Weitergabe von Informationen für Berufsgeheimnisträger. Sie soll die von Ärzten wiederholt geforderte Rechtssicherheit bei der Abwägung der Schweigepflicht von Berufsgeheimnisträgern erhöhen.
  • Wir werden den staatlichen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung qualifizieren. Durch klare Vorgaben zu Handlungsbefugnissen und -pflichten werden wir mehr Handlungs- und Rechtssicherheit für die mit dem Kinderschutz befassten Professionen schaffen. So sorgen wir dafür, dass die Verantwortung, die auf ihren Schultern lastet, nicht zu groß wird.
  • Mit einer Verpflichtung des bisher zuständigen Jugendamtes zur Übermittlung notwendiger Informationen an das Jugendamt am neuen Wohnort der Familie werden wir dem sog. „Jugendamts-Hopping“ wirksam begegnen. Denn manche Eltern, die das Wohl ihres Kindes nicht im Blick haben, versuchen sich dem Zugang des Jugendamtes durch Wohnortswechsel zu entziehen.

Bundesfamilienministerin Kristina Köhler will das neue Gesetz mit allem Nachdruck, aber auch mit der gebotenen Gründlichkeit, Sorgfalt und Umsicht in intensivem Austausch mit Ländern, Kommunen und der Fachwelt auf den Weg bringen. „Die SPD hat dem Kinderschutz mit ihrer Blockadehaltung in der vergangenen Legislaturperiode keinen guten Dienst erwiesen. Mit der Expertenrunde nehmen wir jetzt den Gesprächsfaden wieder auf. Gemeinsam mit Ländern und Kommunen, aber auch den Kinderschutz-Experten möchte ich einen Entwicklungsprozess in Gang setzen, an dessen Ende ein Gesetz steht, das uns hilft, die vorhandenen Lücken beim Kinderschutz zu schließen“, so Kristina Köhler.

Weitere Informationen zum Thema Kinderschutz finden Sie auch im Internet unter www.bmfsfj.de

Quelle: Pressemitteilungen des BMFSFJ von 26.01.10

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Kinderschutz in Sachsen: Ein großer Schritt nach vorn

Posted on Juli 17, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Sachsen | Schlagwörter: , |

„Sachsen ist im vorbeugenden Kinderschutz einen großen Schritt nach vorn gegangen“, freut sich Familienministerin Christine Clauß. „In ganz Sachsen sind funktionierende regionale Netzwerke für Kinderschutz entstanden, in denen die unterschiedlichen Professionen zum Wohle unserer Kinder zusammenwirken. Die Menschen sind aufmerksamer geworden und melden eher einen Verdacht auf Kindesmisshandlung als früher. Auch die kommunale Ebene setzt mehr Gelder und Personal zum vorbeugenden Kinderschutz ein“, so Clauß.

Der Freistaat Sachsen hatte vor einem Jahr ein Konzept zum vorbeugenden Kinderschutz auf den Weg gebracht. Wesentliche Inhalte sind zum einen, die Eltern zu unterstützen, ihre Verantwortung für ihre Kinder besser wahrnehmen zu können. Zum anderen soll die Bevölkerung für das Wohl der in ihrem Umfeld lebenden Kinder sensibilisiert werden. Schließlich sollen die Verantwortlichen, deren Aufgabengebiet die Kinder- und Jugendhilfe betrifft, gestärkt werden.

Mittlerweile haben die Landkreise und kreisfreien Städte insgesamt 42 zusätzliche Stellen im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) geschaffen. Diese unterstützt der Freistaat in diesem Jahr mit rund 700.000 EUR. Damit wird die aufsuchende, präventive Arbeit des ASD forciert. „Ganz praktisch heißt das, dass ein ASD-Mitarbeiter Hausbesuche z. B. nach der Geburt eines Kindes macht, Beratung in den Familien anbietet, sich nach der aktuellen Lebenssituation erkundigt oder Hilfe durch das Jugendamt bzw. im sozialen Nahraum vermittelt,“ erläuterte die Ministerin heute in einem Dresdner Kino.

Um die einzelnen Hilfsangebote optimal zu verknüpfen, wurde der Aufbau örtlicher Netzwerke für frühe Hilfen und Kinderschutz durch den Freistaat finanziell unterstützt. Derzeit werden anteilig 29 Koordinatorenstellen gefördert, die die verschiedenen Konzepte vor Ort umsetzen.
Unterstützt werden diese Maßnahmen durch die mit dem PolitikAward ausgezeichnete Öffentlichkeitskampagne des Freistaates „Stoppt Gewalt gegen Kinder“. Nachdem im letzten Jahr Anzeigen sowohl im öffentlichen Raum als auch in Tageszeitungen die Bevölkerung sensibilisieren sollten, startet heute ein entsprechender Kinospot in allen Kinos Sachsens. Seine Botschaft: „Sie achten auf Ihre Umgebung – und auf Ihr Nachbarskind?“

Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Soziales vom 16.07.09

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Artikel: „Jugendämter greifen immer häufiger ein“

Posted on Juli 7, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Jugendämter greifen immer häufiger ein“ – Soziologin Maier-Gräwe fordert mehr Hilfen für Eltern in „abgekippten Stadtteilen“

Wiesbaden (epd). Immer häufiger nehmen Jugendämter Kinder kurzfristig in Obhut, um sie vor Gefahren in ihren Familien zu schützen. 32.300 Minderjährige kamen im vergangenen Jahr in die Obhut der Ämter, das sind 14,4 Prozent mehr als 2007, wie das Statistische Bundesamt am 25. Juni in Wiesbaden mitteilte.

Die Gießener Sozialforscherin Uta Meier-Gräwe macht Arbeitslosigkeit, geringe Bildung und beengten Wohnraum dafür verantwortlich, dass die Jugendämter  immer öfter eingreifen müssen. Unter solchen Umständen „lassen sich Eltern oft gehen und sind überfordert“, sagte Meier-Gräwe dem epd. Jugendämter und Familiengerichte hätten dann keine andere Wahl, das Kind zeitweilig aus der Familie zu nehmen oder den Eltern das Sorgerecht zu entziehen.

Der Entzug des Sorgerechts erfordert hierzulande immer eine gerichtliche Entscheidung. Der Staat steht in diesen Verfahren vor der schwierigen Aufgabe, einerseits die Intimsphäre der Familie zu wahren, andererseits aber auch das Kindeswohl zu garantieren. Wenn die Jugendämter schwerwiegende Bedenken haben, dass die Eltern sich nicht ausreichend um ihr Kind kümmern oder es gar misshandeln, müssen sie beim Familiengericht den Entzug des Sorgerechts beantragen.

Dagegen ist die Inobhutnahme ein kurzfristiges Eingreifen der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten Gefahrensituation befinden. Die Ämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Initiative etwa der Polizei oder Erzieher in Obhut und bringen sie meist für Stunden oder einige Tage anderweitig unter, etwa in einem Heim.

Der Anteil der unter Dreijährigen an allen betroffenen Minderjährigen hat sich von fünf Prozent im Jahr 2000 auf zehn Prozent 2008 verdoppelt, wie die Statistiker errechneten. Bei den Drei- bis Achtjährigen sei der Anteil im gleichen Zeitraum von neun auf 14 Prozent gestiegen. Die Zahlen deuteten darauf hin, dass die Jugendämter verstärkt den Schutz jüngerer Kinder im Blick haben. Der mit Abstand meistgenannte Anlass für die Inobhutnahme war 2008 in 44 Prozent aller Fälle die  Überforderung der Eltern. Bei 24 Prozent waren eine Vernachlässigung beziehungsweise Anzeichen für Misshandlung oder für sexuellen Missbrauch festgestellt worden.

Um die Armut und ihre Folgen zu bekämpfen, forderte Meier-Grewe, dass die Kommunen den Familien mit Kindern unter 15 Jahren helfen. Nach dem „Gießkannenprinzip“ die Hartz-IV-Regelsätze für Kinder zu erhöhen, sei dagegen nicht sinnvoll. Außerdem sollten flächendeckend ergänzende Hilfen wie Elterncafés, Familienzentren und Eltern-Kind-Gruppen aufgebaut werden.

Nach Ansicht der Soziologin seien in „abgekippten Stadtteilen“ mit einem hohem Anteil armer Menschen viel mehr „niedrigschwellige Angebote“ nötig, um Eltern aus ihrem Umfeld herauszuholen.

Artikel von Karsten Frerichs und Johannes Bentrup in epd sozial Nr. 27 vom 30.07.09

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Frühe Hilfen für Eltern und Kinder: Immer mehr Kommunen sind aktiv

Posted on Juli 3, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke | Schlagwörter: , |

Nationales Zentrum Frühe Hilfen veröffentlicht Ergebnisse einer bundesweiten Bestandsaufnahme

In den Kommunen der Bundesrepublik gibt es vielfältige Aktivitäten im Bereich Früher Hilfen. Mindestens 50 Prozent der Jugend- und Gesundheitsämter in Deutschland sind in diesem Thema bereits aktiv. Das ist das Ergebnis einer ersten bundesweiten Bestandsaufnahme des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen (NZFH), das in Trägerschaft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) und des Deutschen Jugendinstituts (DJI) steht. Frühe Hilfen sind Angebote, die Familien mit Säuglingen und Kleinkindern in schwierigen Lebenslagen bei der Wahrnehmung ihrer Erziehungsaufgaben unterstützen und so zur Prävention von Vernachlässigung und Misshandlung beitragen.

An der Befragung haben 573 Jugend- und Gesundheitsämter teilgenommen. Das entspricht einer Rücklaufquote von über 59 Prozent. Nahezu jedes der teilnehmenden Jugendämter (96 Prozent) und ein Großteil der Gesundheitsämter (79 Prozent) gaben an, sich im Bereich Früher Hilfen zu engagieren. „Es ist erfreulich, dass sich schon so viele Kommunen auf den Weg gemacht haben. Eine Herausforderung aber ist es vielerorts noch, die Angebote zu Frühen Hilfen dauerhaft zu etablieren. Darüber sind einige der Fachleute vor Ort in Sorge – das war in den Antworten auf unsere Fragen spürbar“, betont Prof. Dr. Elisabeth Pott, Direktorin der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.

Mit dem Begriff Frühe Hilfen verbinden die Fachleute in den Kommunen vorwiegend Prävention und frühzeitige Hilfen für Familien in Problemlagen und weniger Intervention im Kontext von Kindeswohlgefährdung. „Dieses Ergebnis der Studie verdeutlicht, dass der Begriff viele Diskussionen ausgelöst hat. Das Allerwichtigste jedoch ist, dass mit dem Angebot der Frühen Hilfen nun verstärkt auch das Augenmerk auf die Allerkleinsten gerichtet wird, die zuvor für die Öffentlichkeit quasi ’unsichtbar’ in ihren Familien waren, und erst mit dem Kindergarteneintritt im vierten oder fünften Lebensjahr in öffentlichen Einrichtungen auftauchten“, unterstreicht Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Direktor des Deutschen Jugendinstituts.

Der Stand der Umsetzungen einzelner Maßnahmen im Bereich Früher Hilfen ist noch uneinheitlich. In den Kommunen geht es bisher vor allem darum, interdisziplinäre Netzwerke aufzubauen (55 Prozent der befragten Ämter melden hier: „bereits umgesetzt“), niedrigschwellige Angebote für Familien bereitzustellen (56 Prozent) und die Zusammenarbeit von Gesundheitswesen und Jugendhilfe zu intensivieren (72 Prozent).

Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme bestärken die Fachleute auf ihrem Weg, engmaschige Netze für Familien in belastenden Lebenssituationen zu knüpfen: Die Netzwerkarbeit führte bereits zu besserem Kommunikationsfluss (81 Prozent) und zu besserer Kenntnis der Angebote anderer Institutionen (89 Prozent). Gleichzeitig unterstreichen die Befragungsergebnisse die Notwendigkeit, Frühe-Hilfe-Netzwerke mit ausreichenden Ressourcen auszustatten.

Die Bestandsaufnahme wurde vom Deutschen Institut für Urbanistik durchgeführt. Difu-Projektleiter Detlef Landua stellt klar: „Netzwerke mit fester Koordinierungsstelle, Zielvereinbarungen und Maßnahmen zur Qualitätssicherung erreichen bessere Wirkungen als unverbindliche Netzwerke. Die Verbesserungen betreffen nicht nur die Netzwerkstrukturen, sondern auch die Akzeptanz Früher Hilfen seitens der Familien. Die Ergebnisse der Bestandsaufnahme zeigen klar, dass sich Investitionen in diesem Bereich lohnen.“

Die befragten Ämter wünschen sich mehr Beratung zur Finanzierung Früher Hilfen, die Bereitstellung von Einschätzungshilfen zur Früherkennung von familiären Belastungen sowie Qualifizierung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Insbesondere die Gesundheitsämter weisen auf einen Unterstützungsbedarf in Fragen des Datenschutzes hin – hier geht es zum Beispiel um die Weitergabe personenbezogener Daten an andere Akteure in einem Netzwerk Frühe Hilfen.

Der ausführliche Ergebnisbericht der Bestandsaufnahme ist verfügbar auf der Internetseite des NZFH unter www.fruehehilfen.de.

Das NZFH wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ). Die Bestandsaufnahme wurde im Rahmen des Aktionsprogramms der Bundesregierung „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“ durchgeführt.

Quelle: Pressemitteilung der BZgA vom 02.07.09

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Artikel: Jugendämter greifen immer öfter durch

Posted on Juni 24, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Essen. Verbrüht, verhungert, zu Tode geschüttelt: Wenn Kinder die Quälereien ihrer Eltern nicht überleben, ist das Entsetzen groß. Die Jugendämter sind alarmiert. Immer mehr Kinder werden aus ihren Familien geholt. Aber sind die Mitarbeiter vorsichtig – oder handeln sie aus Selbstschutz?

Warum hat niemand bemerkt, dass ein Mädchen jahrelang hinter verschlossenen Türen dahinvegetierte? Warum bekam das Jugendamt nicht mit, wie gefährdet ein Baby war, das mehrfach wegen Knochenbrüchen behandelt werden musste? Gerade die spektakulären Fälle der vergangenen Jahre sind es, die Nachbarn, Lehrer, Erzieherinnen und Verwandte aufgerüttelt haben.

Alarmiert sind auch die Jugendämter. Mit der Folge, dass immer mehr Kinder aus den Familien herausgeholt werden. Vor allem die kleinen, die unter drei Jahren: In dieser Altersgruppe hat sich die Zahl der so genannten Inobhutnahmen von 1996 bis 2007 verdoppelt – von 1264 auf 2539 in ganz Deutschland, besonders rasant war der Anstieg seit 2005. Auch bei den Drei- bis Sechsjährigen: 2005 kamen laut Statistischem Bundesamt 1320 in Obhut, 2007 bereits 1784.

Amt bekommt mehr Meldungen und reagiert früher
„Im Prinzip ist das für die Kinder ein gutes Signal”, sagt Andrea Macher vom Essener Jugendamt. Das Amt bekomme mehr Meldungen von besorgten Nachbarn oder Erzieherinnen und reagiere auch schneller als früher. „Wir besuchen die Kinder meist mit zwei Mitarbeitern zuhause, mitunter auch in der Kita”, sagt die stellvertretende Leiterin der Sozialen Dienste. Überflüssig seien die Besuche selten: „In 85 Prozent der Fälle braucht die Familie tatsächlich Hilfe.” Was bedeutet: Das Jugendamt bietet überforderten Eltern Unterstützung und Beratung an – beim Haushalt, bei der Erziehung, bei der Bewältigung des Alltags eben.

Wie das Essener Jugendamt suchen auch die Behörden anderer Kommunen den Kontakt zu Familien. Sie besuchen frisch gebackene Mütter und Väter, beraten frühzeitig, bieten Hilfen an. Prävention, „und davon kann man nie genug haben”, sagt Markus Fischer, Sprecher des Landesjugendamtes Westfalen-Lippe.

Den Mitarbeitern sitzt die Angst im Nacken
Klar ist aber auch: Nach den spektakulären Kindstötungen, die mit massiven Vorwürfen an die betreffenden Jugendämter einhergingen, sitzt den Mitarbeitern die Angst im Nacken. „Natürlich sind wir sensibler geworden”, gibt auch Andrea Macher zu.

Vielleicht sogar übersensibel, befürchtet der Dortmunder Erziehungswissenschaftler Jens Pothmann von der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik. Er fragt sich, ob wirklich immer Gefahr in Verzug ist, wenn Kinder vorläufig aus den Familien herausgenommen werden. „Dient dieser Schritt immer dem Kindeswohl? Oder handeln Jugendamtsmitarbeiter mitunter aus Selbstschutz mit so drastischen Maßnahmen?”

Immerhin: Die Zahl der Kindstötungen stagniert mit leicht sinkender Tendenz: Derzeit liegt sie bei 4,1 bezogen auf 100 000 Kinder, so die Berechnungen der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik.

Jens Pothmann lobt in diesem Zusammenhang die frühkindliche Bildung in Krippen und Kitas: Gerade Kleinkinder aus schwierigen Familien profitierten von der frühen Betreuung, von der Erziehung außerhalb der eigenen vier Wände. „Das ist ein positiver Nebeneffekt, den die Vereinbarkeit von Familie und Beruf mit sich gebracht hat.”

Quelle: Artikel von Birgitta Stauber-Klein in Der Westen vom 22.06.09

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Kinderkommission des Bundestages: „Eltern stärken – frühe Hilfen ausbauen“

Posted on Mai 27, 2009. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

In einer Pressemiteilung nimmt die Vorsitzende der Kinderkommission des Deutschen Bundestages, Ekin Deligüz,  Stellung zum nötigen Ausbau der Frühen Hilfen.

Sie fordert u.a. , dass „fachlich kompetente und personell gut ausgestattete Jugendämter alle Eltern unterstützen.“

Denn „Erschwerend kommt hinzu, dass Experten eine immer größer werdende Zahl an Eltern mit Defiziten in der Erziehungskompetenz vorhersagen. Diesem wachsenden Bedarf auf Seiten der Eltern steht in Deutschland jedoch eine sehr unterschiedliche Angebotslandschaft gegenüber. In die Kinder- und Jugendhilfe integrierte Angebote sind ebenso rar wie Angebote der öffentlichen Gesundheitshilfe. Auch die Ausstattung mit Beratungsstellen ist nicht ausreichend. Zudem fühlen sich von dem vorhandenen Angebote eher Eltern der Mittelschicht angesprochen. Frühe Hilfen müssen sich jedoch an alle Eltern richten.“

Pressemitteilung der Kinderkommission des Bundestages: „Eltern stärken – frühe Hilfen ausbauen“vom 18.05.09

ausführliche Stellungnahme der Kinderkommission des Deutschen Bundestages: „Frühe Hilfen ausbauen“ vom 06.05.09

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Kinderkommission : „Eltern stärken – frühe Hilfen ausbauen“

Posted on Mai 19, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Die Familie ist die wichtigste Erziehungs- und Bildungsinstanz und Eltern sind die wichtigsten Partner im Bildungs- und Erziehungsprozess von Kindern. Täglich arbeiten Eltern daran, ihre Kinder zu eigenverantwortlichen Persönlichkeiten zu erziehen. Eine beachtliche Leistung.

Um ihrer anspruchsvollen Erziehungs- und Bildungsaufgabe gerecht werden zu können, brauchen Eltern Unterstützung Die Kinderkommission spricht sich dafür aus, Eltern in ihren Kompetenzen zu stärken und Angebote für Eltern auszubauen.

Eine familienfreundliche Gesellschaft muss früh durch Angebote Präsenz zeigen und mit einer fachlich kompetenten und personell gut ausgestatteten Infrastruktur alle Eltern unterstützen. Vor allem Angebote für werdende Eltern und für Eltern mit noch sehr kleinen Kindern bzw. Babys müssen weiter ausgebaut werden. Erfolgreiche Konzepte wie Elternbriefe, Geburtsbegrüßungsprogramme, Familienhebammen oder Eltern-Kind-Zentren, benötigen deutlich mehr Unterstützung.

Aber auch Hilfen für die größer werdende Zahl an Eltern, die Defizite in ihrer Erziehungskompetenz aufweisen, müssen ausgebaut werden. Diesem wachsenden Bedarf auf Seiten der Eltern steht in Deutschland jedoch eine sehr unterschiedliche Angebotslandschaft gegenüber Gerade Familien mit einem hohen Unterstützungsbedarf brauchen aber verlässliche und kontinuierliche Hilfen. Ziel muss daher eine bessere, vernetzte und qualifizierte Angebotslandschaft mit einer verlässlichen Finanzierung der Anbieter von frühen Hilfen sein.

Viele Konzepte haben sich bewährt, weil der Zugang zu Fachkräften und Informationen nur geringe Hürden aufweist. Die Kinderkommission befürwortet Projekte, die Lotsenfunktion für Eltern übernehmen, verbindliche Formen der Kooperation von Akteuren verbessern und geregelte Verfahrenswege im Bereich Elternunterstützung und frühe Hilfen etablieren.

Pressemitteilung der Kinderkommission des Bundestages vom 18.05.09

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Saarland: Landesweites Präventionsprojekt ist wesentliche und fachlich anerkannte „Frühe Hilfe“

Posted on Mai 14, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Saarland | Schlagwörter: , , |

Das landesweite Präventionsprojekt „Keiner fällt durchs Netz“ (KFDN) ist eine wesentliche und fachlich anerkannte frühe Hilfe, betonte Familienministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am 13.05.2009 auf der Jahresfeier.  „Die erste Jahresbilanz kann sich sehen lassen und bestätigt die Arbeit aller Akteure, so die Ministerin. „Keiner fällt durchs Netz“ ist Bestandteil der „Frühen Hilfen“ im Saarland.

Es umfasst die Netzwerkbildung („Netzwerk für Eltern“) für einen verbesserten Kinderschutz in allen saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband, ein Elternkursangebot („Das Baby verstehen“) zur gelingenden Kommunikation mit dem Säugling sowie, als Hilfe für besonders belastete Familien, die aufsuchende Arbeit durch Familienhebammen.

zur Pressemitteilung des saarländischen Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur vom 13.05.2009

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Nationales Zentrum Frühe Hilfen sucht Kommunen zur Beteiligung an Projekt „Aus Fehlern lernen. Qualitätsmanagement im Kinderschutz“

Posted on Mai 8, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik | Schlagwörter: |

Das Nationale Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) wird mit einem neuen Aufgabenbereich beauftragt. Das Konzept sieht vor, zum einen zu prüfen, wie ein Analysesystem hinsichtlich problematischer Kinderschutzverläufe aufgebaut werden kann, um aus konkreten Fällen für die Zukunft zu lernen. Zum anderen soll es darum gehen, vorhandene Kinderschutzsysteme mit den Kom¬munen gemeinsam zu analysieren und einen Prozess der Qualitätsentwicklung im Kinderschutz zu initiieren. Für die Teilnahme an diesem Projekt „Aus Fehlern lernen. Qualitätsmanagement im Kinderschutz“ können sich Kommunen ab sofort bis einschließlich 31.05.2009 bewerben. Das Forschungsprojekt, das von den Professoren Reinhart Wolff und Uwe Flick geleitet wird, hat im April 2009 begonnen und ist nun in der Phase des Auswahlverfahrens der zu beteiligenden Kommunen.
Genauere Informationen zum Projekt und zum Interessensbekundungs- und Auswahlverfahren finden Sie auf der Homepage des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen.

Quelle: Newsletter der Kinderschutz-Zentren Nr. 5 Mai 2009

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Bundesministerin von der Leyen: „Wir müssen aus Fehlern lernen, um das Hilfe-Netz für Kinder sicherer zu machen“

Posted on März 24, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik | Schlagwörter: |

Um Kinder besser vor Vernachlässigung, Gewalt und Misshandlung zu schützen, knüpfen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam am Netz Früher Hilfen zur Unterstützung belasteter Familien. Wie groß das Interesse gerade bei den zuständigen Behörden vor Ort ist, zeigt eine bundesweite Bestandsaufnahme, die das Deutsche Institut für Urbanistik im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen erstellt hat. Erste Ergebnisse werden heute in Berlin auf der Fachkonferenz „Wirksamer Kinderschutz – Herausforderungen für die Kommunen“, die vom Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund veranstaltet wird, präsentiert…

Um systematisch aus Fällen von Kindesvernachlässigung oder -misshandlung auch in der Vergangenheit zu lernen, errichtet die Bundesregierung beim Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) gemeinsam mit Ländern und Kommunen eine neue Plattform zum Erfahrungsaustausch. Als ersten Schritt bietet der Bund den Kommunen an, ihr System der Frühen Hilfen von Experten überprüfen und auf Fehler und Lücken untersuchen zu lassen. Darüber hinaus soll das NZFH zukünftig Berichte und Informationen zu Kinderschutzfällen sammeln. Die Auswertung und gegebenenfalls die Fehleranalyse durch Experten werden anschließend bundesweit den Ämtern zur Verfügung gestellt…

Pressemitteilung des BMFSFJ vom 24.03.09

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Kinderkommission zu Besuch bei den Stadtteilmüttern in Neukölln

Posted on März 20, 2009. Filed under: Berlin, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages besuchte das „Stadtteilmütter“-Projekt in Neukölln. Dort übernehmen ehrenamtliche Mütter nach einer 6-monatigen Qualifizierung die Betreuung von jungen Familien.

Pressemitteilung der Kinderkommission  vom 19.03.09

Mitglieder der Kinderkommission: (v.l.)
Diana Golze (Die Linke), Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen), Michaela Noll (CDU/CSU) , Marlene Rupprecht (SPD), Miriam Gruß (FDP)

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TV-Tipp: „Kind in Gefahr – Wenn Eltern Hilfe brauchen“

Posted on März 17, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

In der Dokumentation Kind in Gefahr – Wenn Eltern Hilfe brauchen von Ulrike Michels begleitet der WDR am 22. März von 16.25 – 16.55 Uhr (Wiederholung am 28. März um 9.30 Uhr) eine junge Familie in schwieriger Situation:

Patricia und Thomas sind seit einem halben Jahr Eltern. Sie kennen einander aus dem Obdachlosenasyl, beide kommen aus extrem schwierigen Familienverhältnissen, beide wissen nicht, was feste Bindungen bedeuten. Schon während der Schwangerschaft wendet sich Patricia an die Caritas und fragt um Hilfe.

Eine Familienhebamme kümmert sich um die werdenden Eltern und schließlich auch um das Baby. Der kleine Dustin ist mittlerweile sechs Monate alt und hat sich mit Unterstützung des Caritas-Programms „Frühe Hilfen“ gut entwickelt. Die jungen Eltern brauchen die kontinuierliche Beratung im Umgang mit ihrem Kind auch weiterhin, denn positive Erfahrungen in der Familie haben beide nicht gemacht und können sie daher auch nicht weitergeben. Sie müssen alles neu erlernen.

Die junge Mutter bemüht sich, versucht, alles „richtig“ zu machen. Die Angst, das Jugendamt könnte ihr das Baby wegnehmen, ist immer präsent. Dabei ist ihre Befürchtung nicht unberechtigt, denn es gibt Probleme mit dem jungen Vater, mit seiner Aggressivität und seinem Alkoholismus. Obwohl auch er versucht, die Vaterrolle anzunehmen und ihr gerecht zu werden, droht er zu scheitern.

Gott und die Welt begleitet die junge Familie ein Stück auf ihrem Weg. Wird der kleine Dustin bei den Eltern bleiben können? Werden sie es schaffen, alle zusammen leben zu können?

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Anhörung der Kinderkommission: Experten meinen, dass Hilfen für Familien mit Kleinkindern möglichst früh einsetzen sollten

Posted on März 2, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/DLE) Hilfen für Familien mit kleinen Kindern sollten möglichst früh angeboten werden. Darin waren sich die Sachverständigen am Montag bei einer öffentlichen Anhörung der Kinderkommission des Bundestages zum Thema „Neue Konzepte früher Hilfen“ einig. Sechs Experten schilderten ihre Ideen, wie Hilfskonzepte für junge Familien mit Neugeborenen gestaltet werden sollen
Wolfram Hartmann vom Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. machte zunächst darauf aufmerksam, dass frühe Hilfen grundsätzlich allen Familien angeboten werden müssten. Die Kooperationsbereitschaft sei größer, wenn Hilfsangebote nicht als Stigma wahrgenommen werden; außerdem falle so keine Risikofamilie durchs Raster. Ein Imageproblem beobachtete auch Alexandra Marianne Sann, die für das Deutsche Jugendinstitut e.V. Stellung nahm. „Hilfen werden nicht angenommen, weil die Familie dann sofort als potenzielle Kindesmisshandler gelten“, sagte sie. Auch sie forderte eine breitere Versorgung mit Hilfsangeboten und gleichzeitig eine Klärung der rechtlichen Grundlagen.
Heinz Hilgers, der den Deutschen Kinderschutzbund Bundesverband e.V. vertrat, stellte sein so genanntes Dormagener Modell vor. In Dormagen besuchen Mitarbeiter des Jugendamtes jede Familie eines Neugeborenen. Dadurch konnte erreicht werden, so Hilgers, dass dort ausnahmslos alle Dreijährigen im Kindergarten angemeldet sind. Generell betonte er aber, dass die gesetzliche Grundlage für diese Maßnahme schon gegeben sei und eine Verbesserung der frühen Hilfen vor allem auf eine grundsätzliche Hilfsbereitschaft und Wertschätzung gegenüber jeder Familie zurückzuführen sei.
Wie wenig Geld bundesweit für Prävention ausgegeben wird, beklagte Peter Lukasczyk. Er leitet die Abteilung soziale Dienste beim Jugendamt der Stadt Düsseldorf. „Die Leute wollen Prävention – auch in Problemlagen“, betonte er und forderte mehr Investitionen im kommunalen Bereich. Wie Lukasczyk sah auch Angela Nieting vom Deutschen Hebammenverband e.V. vor allem finanzielle Probleme. Als Familienhebamme habe sie eine besondere Vertrauensbeziehung zur Familie, könne früh Probleme erkennen und gegensteuern. Allerdings werde diese soziale Arbeit einer Hebamme im Gegensatz zur normalen medizinischen Tätigkeit nicht bezahlt. Möglichst früh solle mit der Hilfe begonnen werden, denn schon in den ersten Wochen könnten Traumata entstehen, die schwerwiegende Folgen für Familie und Kind haben könnten. Diese Forderung unterstütze auch Cordula Stucke, die in ihrer Arbeit beim Kinderschutzzentrum Hamburg ähnliche Beobachtungen gemacht hat. „Frühe“ Hilfe begriff sie vor allem als Hilfe zu einem Zeitpunkt, zu dem noch kein Unglück passiert ist und zu dem das Kind noch sehr jung ist.

Quelle: heute im bundestag Nr. 059 vom 02.03.09

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Stern TV Reportage über Teeniemütter heute 22.15 Uhr

Posted on Februar 24, 2009. Filed under: Bremen, Jugendhilfe, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Stern TV Reportage zeigt heute abend um 22.15 Uhr auf VOX den Beitrag „Wenn Kinder Kinder kriegen! Teeniemütter“.

Jedes Jahr werden 6200 junge Mädchen in Deutschland schwanger. 800 Mal bringen Mütter Kinder zur Welt, die selbst nicht mal 15 Jahre alt sind. Wenn Kinder Kinder kriegen, gibt es Probleme. Eine Reportage von Anne Bohnet-Waldraff

Wer übernimmt das Sorgerecht? Wie kommt die junge Mama mit der Verantwortung klar? Wie soll sich die Familie finanzieren, wenn die Mutter selbst noch zur Schule geht? Rund 200 Mutter-Vater-Kind-Einrichtungen mit 2150 Plätzen gibt es in Deutschland. stern TV Reportage begleitet junge Mütter durch ihren Alltag.

Nicki B. aus Wiesbaden ist mit 15 schwanger geworden und mit 16 Mama. Seitdem wohnt sie in einer Mutter-Vater-Kind-Gruppe. Ihr 19-jähriger Freund Marcus hält zu ihr und besucht seine kleine Familie so oft es geht. Das Sorgerecht hat das Jugendamt, bis Nicki volljährig wird. Ihren Wunsch, eine Ausbildung zu machen, hat sie erst mal zurückgestellt. Für Nicki B. war ihr Sohn ein Wunschkind. „Gerade junge Frauen mit wenig Zukunftsperspektive wünschen sich schon früh ein Baby. Denn mit dem Kind erreichen sie einen anderen Status und zusätzlich haben sie etwas, dass sie lieben und um das sie sich kümmern können“, erklärt die Sozialpädagogin der Gruppe, Angelika B. stern TV Reportage hat Nicki vor und nach der Geburt ihres Sohnes begleitet.

Ann-Katrin P. aus Sigmaringen ist mit 15 Mutter geworden. Auch der Vater des Kindes ist erst 15 Jahre alt und geht noch zur Schule. Bis zum fünften Monat hatte die Gymnasiastin keine Ahnung von ihrer Schwangerschaft. Jetzt hat die frisch gebackene Oma das Sorgerecht übernommen und beide Familien der Jugendlichen kümmern sich abwechselnd um den Nachwuchs. Ann-Katrin soll die Mittlere Reife und eine Ausbildung machen können. Ann-Katrins Kind war nicht geplant. Die 15-Jährige konnte sich nicht vorstellen, so früh schwanger zu werden. Im Gegenteil: Sie hatte klare Zukunftsvorstellungen – erst die mittlere Reife und dann ein Lehre als Rechtsanwaltsgehilfin. Fünf Monate lang fiel der Familie keine Veränderung an der 14-Jährigen auf. „Dass Ann-Katrin mehr gegessen hat und dicker wurde, ist mir zwar aufgefallen, aber das ist ja bei Mädchen in der Pubertät nichts Ungewöhnliches“, erklärt Oma Kerstin P. Mittlerweile ist Töchterchen Lana-Marie sechs Monate alt.

Aufklärung und Prävention sind die Stichworte des Projektes „Baby-Bedenkzeit“ in Bremen. Hier bekommen Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren die Möglichkeit zu schauen, wie es sich als Teenagermutter lebt. Und zwar mit einem Baby-Simulator, den sie rund um die Uhr versorgen müssen. Die Puppen haben Hunger, sind quengelig und müssen regelmäßig die Windeln gewechselt bekommen. Ein Chip in den Puppen zeichnet auf, wie die „Babys“ behandelt wurden. Fast alle Mädchen wollen nach dem Test noch warten mit dem Mutter werden. stern TV Reportage hat drei Mädchen durch das Projekt begleitet.

Quelle: stern.de

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Kindeswohl: Stadt Schwelm hat ihr soziales Frühwarnsystem ausgebaut

Posted on Februar 9, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Auf- und Ausbau eines sozialen Frühwarnsystems in Schwelm ist weiter fortgeschritten. …

Das Jugendamt hat ein Elternbegleitbuch erstellt; zudem wird eine Checkliste zum Wohl gefährdeter Kinder verpflichtend per Dienstanweisung in den städtischen Einrichtungen eingeführt. Der aktuelle Sachstand wird dem Jugendhilfeausschuss am Montag, 9. Februar, ab 17 Uhr in seiner öffentlichen Sitzung im Rathaus vorgestellt.

Nicht allein Fälle wie in Bochum oder Wuppertal, wo verwahrloste oder misshandelte Kinder starben, sorgten dafür, dass das Land NRW den Ausbau sozialer Frühwarnsysteme fordert und fördert, um solche Tragödien zu vermeiden.

Unter Regie des Landesjugendamtes gründeten die Jugendämter Schwelm, Gevelsberg und Sprockhövel Anfang 2008 eine Projektgruppe, um die Bearbeitungsstandards für das Thema „Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung“ im Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) zu verbessern.

Entwickelt und bereits erprobt wurde so ein einheitlicher Meldebogen mit genauen Verfahrensabläufen wie Checklisten für Hausbesuche und Gefährdungseinschätzung. Mit dem Ziel, den Verfahrensablauf ab der Meldung einer möglichen Kindeswohlgefährdung transparent zu gestalten und alle Entscheidungsebenen schnell einzubinden, damit keine zeitlichen oder fachlichen Lücken entstehen.

Dieses Verfahren wird nun kurzfristig in den städtischen Einrichtungen (KiTas, Hort, Jugendzentrum, Offene Ganztagsschulen) per Dienstanweisung eingeführt.

Da viele familiäre Situationen eskalieren, weil die Eltern mit ihren Kindern überfordert sind, hat das Schwelmer Jugendamt das Elternbegleitbuch „Klein sein – groß werden“ entwickelt. Aufgelistet sind dort Ansprechpartner von Hilfs-, Beratungs- und Unterstützungsangeboten für Eltern. Das Buch könnte bei einem Hausbesuch (freier Träger), bei dem die neugeborenen Schwelmer begrüßt werden, überreicht werden.

Die Kosten pro Besuch lägen (je nach Qualifikation/ Leistung) bei 35 bis 70 Euro.

Quelle: Artikel aus Der Westen vom 06.02.2009

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Beratung für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern

Posted on Dezember 19, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Die Förderung der elterlichen Erziehungsverantwortung beginnt bereits in den ersten Lebensjahren eines Kindes. Bereits mehr als 200 Erziehungs- und Familienberatungsstellen in Deutschland haben sich darauf konzeptionell eingestellt. Sie bieten Hilfen für Eltern mit Säuglingen und Kleinkindern an.

Die Beratungsstellensuche auf der Website der Bundeskonferenz für Erziehungsberatung (bke) wurde nun entsprechend erweitert: Ratsuchende können die Einrichtungen, die auf die Beratung von Eltern mit kleinen Kindern im Alter von bis zu drei Jahren besonders spezialisiert sind, ab sofort über www.bke.de abfragen.

Quelle: Presseinformation des bke vom 18.12.08

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Kinderschutz-Zentren richten nationales Netzwerk „Frühe Hilfen“ ein

Posted on Dezember 8, 2008. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke | Schlagwörter: |

Die Kinderschutz-Zentren haben auf ihrer Mitgliederversammlung beschlossen, ein nationales Netzwerk „Frühe Hilfen“ der Kinderschutz-Zentren ins Leben zu rufen. Die vielfältigen Erfahrungen und Projektansätze aus bisher achtzehn Kinderschutz-Zentren sollen genutzt werden, um die Hilfen für Risikofamilien mit kleinen Kindern zu bündeln und zu optimieren. Am Netzwerk „Frühe Hilfen“ sollen neben den Expert(inn)en aus den bundesweiten Kinderschutz-Zentren auch renommierte externe Expert(inn)en des Fachthemas beteiligt werden.

Quelle: Newsletter der Kinderschutz-Zentren Nr. 11 vom 24.11.2008

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Artikel: Berlin – „Ein Kind zu retten kostet 118 Euro“

Posted on Dezember 5, 2008. Filed under: Berlin, Finanzielles, Jugendhilfe, Politik | Schlagwörter: , , |

Auszüge aus dem Artikel „Ein Kind zu retten kostet 118 Euro“ in Welt-online vom Joachim Fahrun vom 1. Dezember 2008:

Bezirksvergleich des Finanzsenators legt die wahren Kosten staatlicher Dienstleistungen offen

Die kommunalen Dienstleistungen der zwölf Berliner Bezirke haben im vergangenen Jahr nicht weniger als 4,2 Milliarden Euro gekostet. Jeder fünfte Euro, den das Land ausgegeben hat, floss nach neuesten Zahlen der Berliner Finanzverwaltung in Service für den Bürger. Die Angebotspalette reicht von der Ausgabe von Ausweisen über die Pflege von Grünflächen bis zur Betreuung problematischer Jugendlicher.

Als Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) vor sieben Jahren erstmals den alle Kosten vom Personal bis zu den Gebäuden beinhaltenden Vergleich zwischen den Leistungen der Bezirke vorlegte und dabei enorme Kosten-Unterschiede zwischen den Bezirksämtern diagnostizierte, musste er sich von vielen Kommunalpolitikern Kritik anhören. Die Daten seien nicht vergleichbar, die Verhältnisse zu verschieden, um aus den Zahlen Grundlagen für die künftige Finanzzuweisung an die Bezirksrathäuser abzuleiten. In der achten Ausgabe der Vergleichsstudie wird aber deutlich: Die Ausschläge werden vor allem für eher standardisierte Vorgänge wie das Ausstellen eines Reisepasses oder die Pflege eines Straßenbaumes geringer, die Kosten der Bezirke nähern an. Anders sieht es für eher qualitative Leistungen wie eine Baugenehmigung oder eine Beratung im Bürgeramt aus. Hier differieren die Kosten noch beträchtlich.

Für Politik und Bürger ist es hilfreich zu erfahren, wie viel Steuergeld oft geforderte Leistungen des Staates tatsächlich verschlingen. So schlägt es mit 118 Euro zu Buche, wenn ein Jugendamt ein Kind in Obhut nimmt, es also aus einer verdreckten Wohnung befreit oder vor prügelnden Angehörigen rettet. Hier gehen die Bezirke aber offenbar noch sehr unterschiedlich vor, denn die Kosten pro Fall variieren zwischen 205 Euro in Spandau und 61 Euro in Lichtenberg. Sollte sich aus der Intervention der Kinderschützer ein Heim-Aufenthalt mit 24-Stunden-Betreuung ergeben, fallen pro Tag nochmals 128 Euro an. Ein Platz in einer Pflegefamilie schneidet mit 42 Euro deutlich kostengünstiger aus.

Der Vergleich der Finanzer zeigt aber auch, wie viel günstiger freie Träger soziale Dienste erbringen als die Bezirke selbst. Eine Stunde „allgemeiner Kinder- und Jugendförderung“ etwa in Jugendklubs oder bei Veranstaltungen kostet in bezirklicher Regie 52 Euro, in freier Trägerschaft 31 Euro. Deutlich wird zudem, wie uneinheitlich Bezirke handeln. Während Treptow-Köpenick fast jedes seiner Neugeborenen besuchen lässt, damit die Mitarbeiter sich von den familiären Verhältnissen überzeugen und den jungen Eltern eventuell Hilfe anbieten können, schafft Spandau das nur bei jedem vierten Baby und Neukölln bei jedem dritten. Berlinweit schafften es die Jugendämter immerhin, fast zwei von drei Neugeborenen zu sehen und die Eltern zu beraten. Jeder dieser Kontakte, die vielen Experten als wichtiger Beitrag zum Kinderschutz gelten, kostete im Mittelwert 127 Euro, 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Deutlich sichtbar wird auch, wie einzelne Bezirke ihre Anstrengungen verstärkt haben: Tempelhof-Schöneberg steigerte seine Beratungsquote von 59 Prozent 2006 auf 74 Prozent 2007, Charlottenburg-Wilmersdorf kam nach 46 Prozent nun auf 63 Prozent.

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Expertise „Lernen aus problematischen Kinderschutzverläufen“

Posted on November 18, 2008. Filed under: Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik | Schlagwörter: |

Die vollständige Expertise von Herrn Prof. Fegert zum Thema:

„Lernen aus problematischen Kinderschutzverläufen – Machbarkeitsexpertise zur Verbesserung des Kinderschutzes durch systematische Fehleranalyse“ (pdf, 2,1 MB)

steht auf den Seiten des BMFSFJ zum Download zur Verfügung.

In ihrer Konferenz am 12. Juni 2008 haben die Regierungschefs der Länder und die Bundeskanzlerin beschlossen, Schwachstellen im Kinderschutz zu identifizieren und aus problematischen Kinderschutzverläufen systematisch zu lernen. Bereits nach dem Kinderschutzgipfel am 19. Dezember 2007 hat das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Expertise zu diesem Thema in Auftrag gegeben. Das unter der Leitung von Professor Jörg Fegert erstellte Werk stellt dar, wie andere Systeme Fehler analysieren und welche Bedingungen dafür notwendig sind. Auf der Basis von Medienanalysen und Interviews mit Kinderschutzexperten werden typische Lücken im System beschrieben und Empfehlungen für eine Verbesserung formuliert.

siehe auch unsere Meldung vom 17.11.08

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Modellprojekte des Aktionsprogramms „Frühe Hilfen“ liefern erste Erkenntnisse

Posted on November 17, 2008. Filed under: Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik | Schlagwörter: |

Ursula von der Leyen: „Wir müssen die typischen Risiken genau kennen, um tragische Fehler zu vermeiden“

Modellprojekte des Aktionsprogramms „Frühe Hilfen“ liefern erste Erkenntnisse /
Erste bundesweite Fehleranalyse benennt häufige Schwachstellen im Kinderschutz

Zwei Jahre nach dem Start des Aktionsprogramms „Frühe Hilfen“ des Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend sind in allen Bundesländern Modellprojekte für den frühzeitigen Kinderschutz aktiv. Erste Erfahrungen bestätigen, dass Strukturen des Gesundheitswesens früher und leichter Kontakte zu hochgefährdeten Familien aufbauen können als andere staatliche Stellen. Eine in Deutschland in dieser Form einmalige Expertise, die heute in Berlin vorgestellt wurde, wertet bekannt gewordene Fälle von schweren Kindesmisshandlungen und -vernachlässigungen systematisch aus, vergleicht diese mit Erfahrungen im Ausland und zeigt so, wo die häufigsten Schwachstellen in den vorhandenen Kinderschutz-Systemen zu finden sind.

Die vom Bundesfamilienministerium beauftragte und von Prof. Jörg Fegert, Ärztlicher Direktor der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Universität Ulm, und seinem Team erarbeitete Expertise „Aus problematischen Kinderschutzverläufen lernen“ hat auf Basis einer umfangreichen Auswertung öffentlich zugänglicher Quellen folgende typischen Hauptfehlerquellen identifiziert:

  • Das „Mehr-Augen-Prinzip“ wird außer Acht gelassen: Keine Chance zur Korrektur von Fehleinschätzungen.
  • Bearbeiter verlassen sich auf Akten und verschaffen sich keinen persönlichen Eindruck von Kind und Familiensituation: Das volle Ausmaß der Gefahr wird nicht erfasst.
  • Ämter verlassen sich auf Berichte aus zweiter Hand: Eigene Recherchen bleiben aus.
  • Zuständige horten „Geheimwissen“: Fallübergaben scheitern an mangelnder Dokumentation.
  • Ärzte fühlen sich zum Teil zu unrecht zum Schweigen verpflichtet: Niemand handelt, weil wichtige Informationen nicht mitgeteilt werden.
  • Verantwortlichkeiten sind nicht klar geregelt: Einer verlässt sich auf den anderen.
  • Vorgeschichte der Eltern wird nicht abgefragt (z.B. Vorstrafen, Alkohol, Depressionen, Traumata): Wesentliche Risiken bleiben unberücksichtigt.

Vollständige Pressemitteilung des BMFSFJ vom 17.11.08

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