„Inklusion wohin? Schritte auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe?!“ am 31.05. in Frankfurt am Main

Posted on April 6, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Erziehungshilfefachverbände AFET, BVkE, EREV und IGfH veranstalten am 31.05. in Frankfurt am Main die gemeinsame Fachveranstaltung „Inklusion wohin? Schritte auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe?!

Mit dieser Tagung sollen die Fachdebatte um die Inklusive Lösung und der Verständigungsprozess zwischen Behinderten- und Jugendhilfe gefördert werden.

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Expertise von RAin Schindler zum Vergleich der Kostenbeteiligung für Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe nach dem SGB VIII und Leistungen der Eingliederungshilfe nach dem SGB XII

Posted on Juli 11, 2011. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , , |

Ausgelöst insbesondere durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention und den 13. Kinder- und Jugendbericht stehen die Diskussionen um eine Gesamtzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe, sog. „Große Lösung“, für alle Kinder und Jugendlichen erneut im Fokus der Fachdebatte.

Eine Zusammenführung aller Erziehungs- und Eingliederungshilfeleistungen in einem Leistungssystem wird vor allem vor dem Hintergrund der unterschiedlichen Zuständigkeitsregelungen zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe und den damit verbundenen Abgrenzungsschwierigkeiten diskutiert. Ungeklärte Fragestellungen im Hinblick auf eine Gesamtzuständigkeit betreffen unter anderem die organisatorische Umsetzung und die Finanzierung.

Die vorliegende Expertise der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ widmet sich dem Aspekt der unterschiedlichen Kostenbeteiligung für betroffene Kinder, Jugendliche und deren Angehörige für die Eingliederungshilfeleistungen in der Sozialhilfe und in der Kinder- und Jugendhilfe. Sie enthält Erläuterungen zu den Grundsätzen der beiden Heranziehungssysteme und zu den finanziellen Folgen für die Betroffenen bei einer möglichen Gesamtzuständigkeit.

zum Download der Expertise  von Rechtsanwältin Gila Schindler (pdf)

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Experten: Hilfen für Kinder und Jugendliche müssen zusammengefasst werden

Posted on Oktober 28, 2010. Filed under: Jugendhilfe, Politik | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/HAU/ELA) Im Interesse einer bestmöglichen Unterstützung müssen die Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche unabhängig von ihren eventuellen seelischen, geistigen oder körperlichen Behinderungen in der Jugendhilfe zusammengefasst werden. Mit dieser Einschätzung stimmten die geladenen Experten bei einer öffentlichen Anhörung des Familienausschusses am Montagvormittag den Schlussfolgerungen des 13. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung (16/12860) zu, der unter dem Titel ”Mehr Chancen für gesundes Aufwachsen – Gesundheitsbezogene Prävention und Gesundheitsförderung in der Kinder- und Jugendhilfe“ stand.

Derzeit, so der Vorsitzende der Berichtskommission, Professor Heiner Keupp, gebe es ”Strukturdefizite“ im Bereich der Gesundheitsförderung und Prävention. Die vier verschiedenen Sozialgesetzgebungen, in denen sich die entsprechenden Regelungen finden, führten zu einer unübersichtlichen Komplexität, die an den Schnittstellen zu großen Reibungsverlusten und nicht selten auch zu ”schwarzen Löchern“ führe. Keupp sprach sich daher für die ”große Lösung“ in der Jugendhilfe aus, die eine Zusammenführung der Leistungen in einem einzigen Gesetz vorsieht. ”Wir brauchen nachhaltige Strategien“, forderte er und sprach sich für ein Ende der ”Projektismuslandschaft“ aus.

Die gewünschte ”Inklusion“ für alle Heranwachsenden werde nur durch eine solche ”große Lösung“ realisierbar, bestätigte auch der Kinder- und Jugendpsychiater Professor Jörg Fegert von der Universität Ulm. Dies habe der vorliegende Bericht, den Fegert wie auch alle weiteren Sachverständigen als ausgesprochen gelungen würdigte, aufgezeigt. Fegert kritisierte das noch immer ausgeprägte ”Ressortdenken“ bei der Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen. Er hätte sich gewünscht, dass bei diesem Thema Familienausschuss und Gesundheitsausschuss eine gemeinsame Anhörung durchführten.

Auch Norbert Müller-Fehling, Geschäftsführer des Bundesverbandes für körper- und mehrfachbehinderte Menschen, machte deutlich, dass es kein Sondersystem für behinderte Kinder geben solle. Der ”isolierte“ Blick auf die Behinderung eines Kindes müsse durch eine ganzheitliche Betrachtung der Familie ersetzt werden. ”Wir erwarten eine absehbare und gut durchdachte Lösung, um die Leistungen für behinderte Kinder und ihre Familien unter dem Dach der Jugendhilfe zusammenzuziehen“, sagte Müller-Fehling.

Im Interesse des Ausbaus der Gesundheitsförderung müsse ein Gesundheitsförderungsgesetz auf den Weg gebracht werden, forderte Professor Raimund Geene von der Hochschule Magdeburg-Stendal. Damit könne es gelingen, die vielfältigen ”Schnittstellenprobleme“ zu überwinden. Auf die Bedeutung von Kindertagesstätten in Bezug auf Prävention und Gesundheitsförderung ging Fabienne Becker-Stoll vom Staatsinstitut für Frühpädagogik ein. Sie kritisierte, dass es derzeit keine bundesweit gültigen Qualitätsstandards für die Kinderbetreuung der unter Dreijährigen gebe. So hänge die Qualität ”von der Finanzkraft der Kommunen, dem Engagement der Eltern und den 16 verschiedenen Ländergesetzgebungen ab“, sagte Becker-Stoll. Das sei schlicht ein ”Skandal“.

Auch Professor Birgit Babitsch von der Charité Berlin vermisste ein Gesamtkonzept zur Sicherung der Teilhabe- und Verwirklichungschancen von Kindern und Jugendlichen. Sie sprach sich für eine stärkere Verzahnung der Familien-, Bildungs-, Kinder- und Jugend- sowie der Gesundheitspolitik aus. Nur so könnten verbindliche Standards auf kommunaler sowie Länder- und Bundesebene geschaffen werden.

Quelle: heute im bundestag vom 25.10.2010

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Deutscher Verein: Streitigkeiten zu Lasten betroffener Kinder und Jugendlicher sollen bereits im Vorfeld vermieden werden – Hilfen für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen zwischen dem SGB VIII und dem SGB XII

Posted on September 30, 2010. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge legt differenziert langfristig mögliche Optionen zur Überführung der Eingliederungshilfe für alle Kinder und Jugendlichen in ein Leistungssystem (SGB VIII oder SGB XII) dar und fordert die Ausschöpfung aller bereits jetzt bestehender Möglichkeiten.

„Neben dem langfristigen Ziel einer möglichst klaren, den Belangen der Betroffenen entsprechenden Regelung der Zuständigkeiten sind kurz- und mittelfristig Lösungen zur Verringerung der bestehenden Abgrenzungsschwierigkeiten erforderlich.“, so Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins.

Die beiden grundlegenden, langfristig möglichen Optionen (Alleinzuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe oder der Sozialhilfe) werden differenziert im Hinblick auf die jeweils damit verbundenen Vor- und Nachteile sowie insbesondere die noch zu klärenden, offenen Fragen dargelegt und erörtert.

Zu kurzfristigen Lösungsoptionen schlägt der Deutsche Verein unterschiedliche Möglichkeiten vor. So etwa:

  • die Durchführung einander entsprechender Hilfeplanverfahren nach dem Muster des SGB VIII auch im SGB XII
  • eine verbesserte Kooperation zwischen den Leistungssystemen durch eine intensivere Umsetzung des § 10 SGB IX,
  • einheitliche Verwaltungsvorschriften z. B. für den Bereich der mehrfach behinderten oder nicht eindeutig zuzuordnenden Kinder
  • gemeinsame Vereinbarungen etwa zum Verfahren der Zuständigkeitsklärung.

Darüber hinaus schlägt der Deutsche Verein kurzfristig mögliche Gesetzesänderungen vor:

  • Normative, obligatorisch ausgestaltete Verzahnung der Hilfeplanung nach dem SGB VIII und dem SGB XII.
  • Ausweitung des Verfahrens zur Zuständigkeitsklärung nach § 14 SGB IX auf die Schnittstelle zwischen behinderungsbedingtem und erzieherischem Bedarf.
  • Harmonisierung der Eingliederungshilfe nach dem SGB XII und der Kinder- und Jugendhilfe insbesondere zugunsten einer einheitlichen örtlichen Zuständigkeit, die den Boden bereitet für regionale Lösungen zur Überwindung der Schwierigkeiten.

Unabhängig von diesen Lösungsoptionen sieht der Deutsche Verein eine besondere Herausforderung in der derzeitig unzureichenden Verantwortungsübernahme der vorrangigen allgemeinen Leistungssysteme, wie insbesondere des Schulsystems und des Gesundheits- und Pflegesystems, daneben aber auch des SGB II und SGB III. Vor dem Hintergrund des Inklusionsauftrags müssten zukünftig in diesen Systemen behinderungsbedingte Belange wesentlich stärker berücksichtigt und verankert werden.

Der Deutsche Verein ist das bundeszentrale Forum der kommunalen Spitzenverbände und der Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer und Vertreter der Wissenschaft für alle Bereiche der sozialen Arbeit, des Sozialrechts und der Sozialpolitik. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme und der Pflege und Rehabilitation.

Quelle: Pressemeldung des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge vom 27.09.2010

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Neue Ausgabe KomDat Jugendhilfe erschienen

Posted on Juli 5, 2010. Filed under: Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

Die neueste Ausgabe von KomDat Jugendhilfe, der Kommentierten Daten der Kinder- und Jugendhilfe des Informationsdienstes der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat), arbeitet Schwerpunkte der Fachtagung „20 Jahre Kinder- und Jugendhilfe im Spiegel ihrer Statistik “ von Anfang Mai 2010 auf.

Nach einem kurzen Rückblick auf die letzten 20 Jahre Kinder- und Jugendhilfestatistik bilanziert die Ausgabe den Wissensstand über Methoden und Inhalte zum Thema „Prognose“. In den Fokus genommen wird die Jugendhilfe auf dem Weg zur Inklusion und zur „Großen Lösung“. Gefragt wird schließlich nach dem Auftrag der Erziehungsberatung zwischen Dienstleistungsorientierung und staatlichem Wächteramt.

KomDat Jugendhilfe Heft Nr. 1/10 vom Juni 2010

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