In NRW wurden 2012 in 245 957 Fällen erzieherische Hilfen und Eingliederungshilfen in Anspruch genommen

Posted on April 5, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2012 wurden in Nordrhein-Westfalen 245 957 erzieherische Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB VIII) von Jugendämtern oder von anderen (freien) Trägern der Kinder- und Jugendhilfe gewährt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1,9 Prozent mehr in Anspruch genommene Hilfen als ein Jahr zuvor (2011: 241 423). In der Gesamtzahl der Hilfen enthalten sind auch 14 287 (2012) bzw. 13 246 (2011) Fälle von Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen nach SGB VIII, die zwar keine erzieherische Hilfe sind, aber im Rahmen der amtlichen Statistik in diesem Kontext ebenfalls erhoben werden.

Wie bereits im Jahr zuvor war auch 2012 die Erziehungsberatung (§ 28 SGB VIII) die am häufigsten in Anspruch genommene Hilfeart (119 534), gefolgt von der Unterbringung in Heimen (27 033), der Vollzeitpflege in einer anderen Familie (23 119) und der sozialpädagogischen Familienhilfe (22 942).

56 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen, für die eine Erziehungshilfe gewährt wurde, waren männlich. 47 Prozent der betroffenen Personen waren zwischen sechs und 13 Jahre alt. Bei 29 Prozent der Hilfeempfänger wurden entweder die Mutter oder der Vater oder beide Eltern im Ausland geboren. 14 Prozent der Kinder und Jugendlichen sprachen in ihrer Familie überwiegend eine andere Sprache als Deutsch.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, ergibt sich die Zahl der in Anspruch genommenen Hilfen jeweils aus der Summe der in einem Jahr beendeten und der über den Jahreswechsel hinweg andauernden Hilfen.

zu den Ergebnissen für kreisfreie Städte und Kreise

Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 02.04.2014

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Netzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung fordert mehr Partizipation bei Hilfen zur Erziehung

Posted on März 24, 2014. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Das BundesNetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung hat sich für eine Ausweitung der Beteiligungsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen in den Hilfen zur Erziehung ausgesprochen. In seinem aktuellen Positionspapier „Beteiligungsmöglichkeiten im Bereich Hilfen zur Erziehung“ setzt sich das BundesNetzwerk dafür ein, gerade in schwierigen Lebenssituationen die Rechte der Kinder ernst zu nehmen. Dafür braucht es für den gesamten Zeitraum einer Hilfe zur Erziehung ein Beteiligungskonzept, das den Entscheidungs- und Aufnahmeprozess, den Betreuungsprozess und den Verselbständigungsprozess einschließt.

„Gerade im Bereich der Hilfen zur Erziehung besteht ein großes Machtgefälle zwischen den Kindern und Jugendlichen auf der einen und den Fachkräften auf der anderen Seite. Dieses ermöglicht einen Machtmissbrauch, dem wir durch entsprechende Strukturen entgegenwirken müssen. Durch gelingende Beteiligungsverfahren machen wir die jungen Menschen stark und fördern ihr Selbstbewusstsein. Selbstwirksamkeitserfahrungen, die durch Mitbestimmung ermöglicht werden, helfen den Kindern und Jugendlichen in ihrer Lebensgestaltung“, betont Dominik Bär, Mitglied der Lenkungsgruppe des BundesNetzwerkes.

Kinder und Jugendliche müssen nach Ansicht des BundesNetzwerkes grundsätzlich frühzeitig und altersentsprechend über ihre Rechte, die Grenzen der Beteiligung und die Möglichkeit zu Anregungen und Beschwerden informiert werden, um die Transparenz während der gesamten Hilfe zu gewährleisten. Sie sind entsprechend ihres Entwicklungsstandes an allen Bereichen der Hilfeplanung angemessen zu beteiligen. Das Hilfeplanverfahren muss am Willen, den Zielen und den Ressourcen der Kinder und Jugendlichen anknüpfen. Entscheidungen im Rahmen der Hilfeplanung sind grundsätzlich gemeinsam zu treffen.

Um dies zu ermöglichen fordert das BundesNetzwerk die Einrichtung von parteilichen Informationsstellen, damit der Umsetzungsprozess von struktureller Beteiligung von Kindern und Jugendlichen im Bereich Hilfen zur Erziehung in Gang gesetzt wird und ihre Mitwirkungsmöglichkeiten auch zukünftig gewährleistet sind. Diese können an bestehende Fachbereiche, wie Kinder- und Jugendbüros, Kinderbeauftragte, Fachberater für politische Bildung usw. angegliedert werden. Sie sollen die Kinder und Jugendlichen über ihre Rechte informieren, eine Übersicht der Unterstützungsmöglichkeiten aufzeigen, über Auswirkungen und weitere Verfahrensabläufe bei der Inanspruchnahme von Unterstützungen aufklären sowie über Mitwirkung und Gestaltung einer Hilfekonferenz und Hilfeplanverfahren informieren.

Bei den Trägern der Hilfen zur Erziehung muss die Beteiligung von jungen Menschen zum Grundprinzip ihres pädagogischen Handelns werden. Die Aufgabe der Hilfeträger ist, neben der Aufarbeitung der Hilfeursache, einen kontinuierlichen Verselbständigungsprozess in Gang zu setzen und diesen selbstkritisch zu begleiten.

„Die Kinder und Jugendlichen, die Unterstützung im Rahmen der Hilfen zur Erziehung erhalten, kommen in der Regel aus einer sehr schwierigen Familien- oder Lebenssituation. Oftmals sind sie verletzt, verängstigt, verunsichert und orientierungslos. Sie treffen auf unbekannte Erwachsene, sind oftmals konfrontiert mit den Bemühungen der Eltern, die Situation zu verharmlosen oder ihre Kinder als Problemverursacher darzustellen. Zu dieser stark belasteten Lebenssituation kommt, dass sie ihre Rechte nicht kennen, nicht wissen, was sie im Rahmen der Jugendhilfe erwartet und im Extremfall ihr gewohntes Lebensumfeld verlassen müssen“, so Bär weiter. „Gerade in einer so schwierigen Lebenssituation müssen Kinder und Jugendliche die Erfahrung machen, dass nicht Erwachsene über ihren Kopf hinweg Entscheidungen treffen. Mit einer Heimunterbringung wird in das individuelle Leben von Kindern und Jugendlichen extrem eingegriffen. Die jungen Menschen benötigen dann den größtmöglichen Schutz, eine starke Unterstützung bei der Findung, Formulierung und Durchsetzung ihrer Interessen, eine hohe Transparenz und umfassende Beteiligung bei ihrer weiteren Lebensplanung.“

Das BundesNetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung ist ein bundesweites Netzwerk von Fachkräften aus dem Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung. Das BundesNetzwerk setzt sich dafür ein, dass das Recht von Kindern und Jugendlichen, sich zu beteiligen, gesetzlich in Bund, Ländern und Kommunen verankert wird. Außerdem tritt das BundesNetzwerk dafür ein, dass Partizipation von Kindern und Jugendlichen ein Qualitätsmerkmal in allen Planungs- und Entscheidungsprozessen wird. Das BundesNetzwerk Kinder- und Jugendbeteiligung wurde 2008 auf Initiative des Deutschen Kinderhilfswerkes gegründet und hat rund 150 Mitglieder. Mehr Informationen zum Bundesnetzwerk unter http://www.kinderpolitik.de/netzwerk

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Kinderhilfswerks vom 24.03.2014

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KomDat Jugendhilfe 2013, Heft 3 erschienen

Posted on Februar 15, 2014. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Die im Januar erschienene aktuelle Ausgabe von KomDat Jugendhilfe 2013, Heft 3 steht ganz im Zeichen von Ausgaben, Hilfen zur Erziehung und Kinderschutz.

Der „Spiegel“ spricht in seiner ersten Ausgabe das Jahres 2014 im Artikel „Schockstarre“ von einer Krise der Kinder- und Jugendhilfe, genauer: der Hilfen zur Erziehung. Nicht zuletzt wird das an bundesweit rund 1 Million jungen Menschen und ihren Familien festgemacht, die 2012 eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch genommen haben. Nicht ganz 7,4 Mrd. EUR haben die Jugendämter und die Haushalte der Kommunen dafür ausgegeben. Doch lässt sich allein aus diesen Zahlen eine Krise ableiten?

Hier schaut die aktuelle Ausgabe von KomDat einmal genauer hin und betrachtet die Ausgabenentwicklung, die aktuellen Zahlen zu den Hilfen zur Erziehung sowie zu den Inobhutnahmen oder auch die erstmalig erhobenen Daten zu den Gefährdungseinschätzungen der Jugendämter.

zum aktuellen KomDat-Heft

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IGfH-Fachtag „Mädchen in der Erziehungshilfe: Zugänge – Krisenbewältigung – Bildungsprozesse“ am 27.02. in Frankfurt/Main

Posted on Februar 7, 2014. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Mädchen sind in allen Leistungsformen der erzieherischen Hilfen unterrepräsentiert. Erst mit Beginn der Pubertät tauchen Mädchen verstärkt in den Einrichtungen und Diensten auf. Insbesondere die Angebote der Inobhutnahme nehmen sie mit zunehmendem Lebensalter immer häufiger auch als Selbstmelderinnen in Anspruch. Wie schildern Mädchen ihre Biografien und Lebenswelten, die sie in die Erziehungshilfen geführt haben? Wie erleben sie die ihnen angebotenen Hilfen? Aktuelle Studien haben Mädchen und junge Frauen zu diesen Fragen befragt. Sie beleuchten die Hintergründe weiblicher Problemlagen und Lebenswelten im intersektionalen Zusammenwirken von Geschlecht, Herkunft/Ethnizität, soziostrukturellen Existenzbedingungen und Körper. Gefragt wird unter der Geschlechterperspektive nach den Möglichkeiten von Bildung und Krisenbewältigung in den Erziehungshilfen. Vorträge, Austausch und Diskussion laden ein, gemeinsam Antworten auf folgende Fragen zu finden:

  • Welche Perspektiven lassen sich daraus für einen verstehenden Zugang zu den Lebenswelten von Mädchen und für eine mädchengerechte Praxis in den Erziehungshilfen ableiten?
  • Wie wirken Geschlechterkonstruktionen in den Biografien und im Alltagshandeln der Mädchen und jungen Frauen und wie entwickeln sich diese?
  • Wie können Hilfen daran anknüpfen und welche sozialpädagogische Diagnostik ist dafür angemessen und geeignet?
  • Wie kann soziale Arbeit Krisenbewältigung unterstützen?
  • Wie können (Selbst)Bildungsprozesse bei Mädchen und jungen Frauen angestoßen und befördert werden?

nähere Informationen

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NRW: Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe beliefen sich 2012 auf 7,1 Milliarden Euro

Posted on November 18, 2013. Filed under: Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2012 wurden in Nordrhein-Westfalen 7,1 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 354 Millionen Euro oder 5,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Abzug von Einnahmen (Gebühren, Teilnahmebeiträge u. Ä.) in Höhe von 474 Millionen Euro beliefen sich die Nettoausgaben auf 6,7 Milliarden Euro. Die bereitgestellten Mittel flossen in Einrichtungen der Jugendhilfe, Einzel- und Gruppenhilfen sowie in Personalkosten.

Von den Gesamtausgaben in Höhe von 7,1 Milliarden Euro entfielen 4,1 Milliarden Euro auf die Einrichtungen der Jugendhilfe; das waren 4,6 Prozent mehr als 2011. Weitere 3,0 Milliarden Euro flossen in die Einzel- und Gruppenhilfe (+6,3 Prozent).

Der überwiegende Teil (52,7 Prozent) der Ausgaben in der Kinder- und Jugendhilfe wurde für den Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder aufgewendet. Die Ausgaben lagen hier im Jahr 2012 bei 3,8 Milliarden Euro; ein Jahr zuvor hatte dieser Betrag noch bei 3,6 Milliarden Euro gelegen.

Den Schwerpunkt im Bereich der Einzel- und Gruppenhilfen bildeten die Hilfen zur Erziehung, die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, die Hilfen für junge Volljährige sowie die vorläufigen Schutzmaßnahmen. Im Jahr 2012 beliefen sich die Ausgaben in diesem Leistungsbereich auf 2,2 Milliarden Euro, das waren 102 Millionen Euro (+4,9 Prozent) mehr als 2011.

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 15.11.2013

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Landesberichte zu den Hilfen zur Erziehung

Posted on November 14, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e. V. hat die bisher bekannten Berichte zu den Hilfen zur Erziehung auf Landesebene bis zum Jahr 2013 zusammengestellt und auf seiner Homepage veröffentlicht.

zur Übersicht

Quelle: AFET-Newsletter zur aktuellen jugendhilfepolitischen Situation vom 14.11.2013

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Hilfen und Beratungen zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe 2012 in den Ländern Berlin und Brandenburg

Posted on Oktober 28, 2013. Filed under: Berlin, Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , |

Im Land Brandenburg wurden im Jahr 2012 insgesamt 33 066 jungen Menschen erzieherische Hilfen und Beratungen gewährt, von denen 16 367 im Laufe des Jahres beendet wurden. Zu 54,8 Prozent waren männliche Personen betroffen. Erziehungsberatungen bildeten mit einem Anteil von 36,1 Prozent den Schwerpunkt, gefolgt von der sozialpädagogischen Familienhilfe mit 23,0 Prozent. 4 037 junge Menschen (12,2 Prozent) erhielten eine Heimerziehung bzw. wurden in sonstigen Wohnformen betreut. Soziale Gruppenarbeit und intensive sozialpädagogische Einzelarbeit fanden dagegen nur wenig Anwendung (0,8 bzw. 0,5 Prozent). Am größten war der Bedarf an Hilfen und Beratungen mit 37,3 Prozent in den Altersgruppen der Neun- bis unter 15-Jährigen (darunter 57,3 Prozent männliche junge Menschen).

Wie das Amt für Statistik weiter mitteilt, wurden 45,6 Prozent der 28 869 gewährten Hilfen von Familien mit nur einem Elternteil in Anspruch genommen, gefolgt von Elternpaaren mit 29,2 Prozent. Die wichtigsten Gründe für die Hilfegewährung waren eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Sorgeberechtigten (20,0 Prozent), Belastungen der jungen Menschen durch familiäre Konflikte (12,9 Prozent) sowie Entwicklungsauffälligkeiten und seelische Probleme der jungen Menschen (12,4 Prozent). 663 Hilfen und Beratungen (4,6 Prozent) erfolgten wegen Unversorgtheit der jungen Menschen.

In Berlin wurden im Jahr 2012 insgesamt 50 019 jungen Menschen Hilfen und Beratungen gewährt. 55,0 Prozent von ihnen waren männlich. Die Erziehungsberatung stellte mit 45,7 Prozent den größten Hilfe- und Beratungsanteil, gefolgt von sozialpädagogischer Familienhilfe (20,7 Prozent) und der Hilfeart Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform (11,9 Prozent). Soziale Gruppenarbeit und intensive sozialpädagogische Einzelarbeit fanden dagegen nur wenig Anwendung (1,8 bzw. 0,3 Prozent). Mit 36,9 Prozent nutzten auch in Berlin junge Menschen im Alter von neun bis unter 15 Jahren am häufigsten Hilfen zur Erziehung (darunter 57,5 Prozent männliche junge Menschen).

Von 44 453 gewährten Hilfen und Beratungen zur Erziehung 2012 im Land Berlin fiel mit 50,8 Prozent der größte Teil auf Familien mit nur einem Elternteil, gefolgt von Elternpaaren mit 28,8 Prozent. Die Belastung junger Menschen durch familiäre Konflikte war in Berlin der Hauptgrund für die Hilfeinanspruchnahme (20,5 Prozent ), gefolgt von eingeschränkter Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Sorgeberechtigten mit 14,4 Prozent und schulischen/beruflichen Problemen der jungen Menschen (11,1 Prozent). Wegen Unversorgtheit wurden 976 Hilfen und Beratungen in Anspruch genommen (4,7 Prozent).

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 28.10.2013zur

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2012 be­gann für 517 000 jun­ge Men­schen eine Hil­fe zur Er­zie­hung

Posted on Oktober 23, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2012 begann für rund 517 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland eine erzieherische Hilfe des Jugendamtes oder einer Erziehungsberatungsstelle. Das waren gut 2 000 junge Menschen weniger als im Jahr 2011 (– 0,5 %). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurde damit wie im Vorjahr für 3,3 % der jungen Menschen unter 21 Jahren eine erzieherische Hilfe neu eingerichtet. Im Jahr 2008 lag dieser Anteil noch bei 3,0 %.

Eltern haben Anspruch auf Hilfe zur Erziehung, wenn eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleistet ist, die Hilfe aber für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist. Auch jungen Erwachsenen soll eine Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und für die eigenverantwortliche Lebensführung gewährt werden, sofern dies die individuelle Lebenssituation notwendig macht.

Den größten Anteil unter allen neu gewährten erzieherischen Hilfen hatte mit 65 % die Erziehungsberatung – gut 307 000 junge Menschen nahmen sie im Jahr 2012 neu in Anspruch. Ihre Zahl ging im Vergleich zum Vorjahr um 1,1 % zurück. Rund 55 000 Familien erhielten eine familienorientierte Hilfe, das waren 4,0 % mehr als im Jahr 2011. Mit diesen Hilfen wurden etwa 102 000 junge Menschen erreicht.

Etwas häufiger als im Vorjahr wurden junge Menschen, die eine Erziehungshilfe neu in Anspruch nahmen, außerhalb des Elternhauses untergebracht. Für knapp 52 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begann eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie, eine Heimerziehung oder eine Unterbringung in einer sonstigen betreuten Wohnform. Das waren rund 800 stationäre Hilfen mehr als im Jahr 2011. Die Hälfte der jungen Menschen, die in einem Heim oder einer Pflegefamilie untergebracht wurden, lebte zuvor mit einem alleinerziehenden Elternteil zusammen. Nahezu drei Viertel (74 %) dieser alleinerziehenden Elternteile lebten ganz oder teilweise von Transferleistungen. Dazu gehören finanzielle Hilfen des Staates wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch.

Quelle: Destatis vom 21.10.2013

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Bayern: Knapp 4,5 Milliarden Euro wurden 2012 für Kinder- und Jugendhilfe verausgabt – Rund drei Milliarden Euro flossen in Kindertageseinrichtungen

Posted on Oktober 21, 2013. Filed under: Bayern, Finanzielles, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , |

2012 wurden in Bayern insgesamt 4 448 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben, das sind knapp acht Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 325 Millionen Euro verbleiben Nettoausgaben von 4,1 Milliarden Euro, gegenüber 2011 ein Plus von gut acht Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, entfielen von den Bruttoausgaben 3,1 Milliarden Euro auf den Bereich Kindertagesbetreuung, davon 3 025 Millionen für Kindertageseinrichtungen und rund 39 Millionen für Kindertagespflege. Die Ausgaben für Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige und vorläufige Schutzmaßnahmen beliefen sich auf 917 Millionen Euro und lagen somit um gut drei Prozent höher als im Vorjahr.

In Bayern wurden im Laufe des Jahres 2012 insgesamt 4 448 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe verausgabt, was gegenüber dem Vorjahr (4 119 Millionen Euro) einer Steigerung von acht Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 325 Millionen Euro lagen die Nettoausgaben mit 4 123 Millionen Euro 8,5 Prozent über denen des Vorjahres (3 800 Millionen Euro).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden von den Nettoausgaben 2 221 Millionen Euro (54 Prozent) für Leistungen öffentlicher Träger und 1 901 Millionen Euro (46 Prozent) als Zuschüsse an freie Träger verausgabt.

Von den Bruttoausgaben waren 3 064 Millionen Euro für Kindertagesbetreuung der größte Posten (+9,3 Prozent im Vergleich zu 2011). Hiervon flossen 3 025 Millionen Euro für Kindertageseinrichtungen (+9,3 Prozent gegenüber 2011) und 39 Millionen dienten der Unterstützung von öffentlich geförderter Kindertagespflege (+7,9 Prozent gegenüber 2011).

Mit 917 Millionen Euro wurden die Bereiche Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige und vorläufige Schutzmaßnahmen gefördert, was einem Plus von gut drei Prozent gegenüber 2011 bedeutet.

Fast 51 Prozent der Bruttoausgaben trugen die Jugendämter und gut 33 Prozent die Gemeinden. Weitere 16 Prozent wurden durch die beiden betroffenen Staatsministerien (Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration bzw. Bayerisches Staatsministerium für Bildung und Kultus, Wissenschaft und Kunst) verausgabt.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 21.10.2013

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Marburger Fachtagung „“Anforderungen an Entwicklung und Veränderungsbereitschaft stationärer Erziehungshilfe“ am 07.11.

Posted on Oktober 16, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

„Anforderungen an Entwicklung und Veränderungsbereitschaft stationärer Erziehungshilfe“ ist die Marburger Fachtagung am 07.11.2013 überschrieben.

Das Jugendamt der Stadt Marburg veranstaltet in Kooperation mit dem AFET und anderen Trägern am 07. 11. den „Marburger Fachtag“ (regionale Kooperationsveranstaltung).

Aus der Sicht kommunaler Jugendhilfe, der Einrichtungen stationärer Erziehungshilfe und aus Sicht von Gesetzgebung und Politik geht die Veranstaltung der Frage nach, wie sich die Marburger Erziehungshilfe in den letzten 10 Jahren entwickelt und verändert hat und welchen Herausforderungen sie sich in der Zukunft stellen muss.

Die aktuelle Marburger Situation der stationären Erziehungshilfe ist ebenso Anlass wie die bundesweit geführte Debatte um die „Wiedergewinnung kommunalpolitischer Handlungsfähigkeit“.

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„Fachtag Traumapädagogik“ am 19.11. in Frankfurt/Main

Posted on Oktober 8, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Am 19.11. bietet die IGfH in Kooperation mit dem Zentrum für Traumapädagogik Hanau in Frankfurt/Main für Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Erziehungshilfe einen „Fachtag Traumapädagogik“ unter dem Titel „Traumapädagogik als Pädagogik der Selbstbemächtigung von jungen Menschen“ an.

Traumapädagogik ist eine pädagogische Bewegung, die auf Notwendigkeiten im Alltag reagiert und in der pädagogischen Praxis entstanden ist. Pädagoginnen und Pädagogen in stationären Einrichtungen der Jugendhilfe und Pflegeeltern leisten einen Hauptanteil der Traumaarbeit. Zentrales Element der Traumapädagogik ist die Haltung der erwachsenen Bezugspersonen gegenüber den lebensgeschichtlich belasteten Mädchen und Jungen.

Traumabearbeitung bedeutet vorrangig Selbstbemächtigung der Kinder und Jugendlichen in sozialen Beziehungen. Es geht vor allem darum, Heranwachsenden auch in den Hilfen zur Erziehung Grundlagen zum Selbstverstehen an die Hand zu geben, denn dies ist eine wichtige Voraussetzung für Selbstakzeptanz und Selbstregulation als Bestandteile der Pädagogik der Selbstbemächtigung. Traumapädagogik ist also mehr als Traumaexposition im klassischen therapeutischen Rahmen und darf keine entmündigende Therapeutisierung der Pädagogik bedeuten.

Die Fachtagung wirft in Form von Vorträgen, Workshops und Arbeitsgruppen einen Blick auf den Stand der Entwicklung von pädagogischen Konzepten zur Arbeit mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen Arbeitsfeldern – insbesondere den Hilfen zur Erziehung –, beschäftigt sich mit den konkreten praxisnahen Standards für traumapädagogische Konzepte in der stationären Kinder- und Jugendhilfe und versucht zu bestimmen, wie traumatisierte Kinder und Jugendliche ein Mehr an Selbstbestimmung, Autonomie und Lebensregie erstreiten können.

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Mehr als 66 600 junge Menschen in Bayern erhielten Ende 2012 Kinder- und Jugendhilfe

Posted on Oktober 1, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , |

Im Jahr 2012 wurden in Bayern wieder eine Vielzahl von Hilfen im Rahmen des Sozialgesetzbuches SGB – Achtes Buch (VIII) – Kinder- und Jugendhilfe als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2012 die häufigste Hilfeart.

Für 66 315 (-1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) junge Menschen wurden im Jahr 2012 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 64 508 (-0,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) wurden Hilfen 2012 beendet und für 66 621 junge Menschen (+0,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr) dauerten die Hilfen über den Jahreswechsel an.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erhielten von den 66 621 jungen Menschen, deren Hilfen über den Jahreswechsel andauerten, 19 458 Personen oder 29 Prozent Hilfe im Rahmen einer Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII. Bei 8 360 jungen Menschen fand die Beratung mit der Familie, das heißt mit Eltern und Kind, statt. In 8 867 Fällen wurde die Beratung vorrangig mit den Eltern und in 2 231 Fällen vorrangig mit dem jungen Menschen durchgeführt. Von den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren 10 639 Buben beziehungsweise junge Männer (55 Prozent) und 8 819 Mädchen beziehungsweise junge Frauen (45 Prozent).

13 546 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Hilfen im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII. Verglichen mit dem Vorjahr (13 474) war hier eine Zunahme von 0,5 Prozent festzustellen. Von den Hilfeempfängern waren 7 158 (53 Prozent) männlich und 6 388 (47 Prozent) weiblich.

9 274 seelisch behinderte junge Menschen bezogen Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Hier war gegenüber dem Vorjahr (8 858) eine Zunahme von fast 5 Prozent festzustellen. Von diesen Hilfen wurden 6 713 ambulant/teilstationär, 2 502 in einer Einrichtung und 59 bei einer Pflegeperson durchgeführt. 6 405 (69 Prozent) der Hilfeempfänger waren männlich und 2 869 (31 Prozent) weiblich.

7 503 junge Menschen wurden in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII betreut, von diesen waren 3 794 Buben beziehungsweise junge Männer und 3 709 Mädchen beziehungsweise junge Frauen. Gegenüber dem Jahresende 2011 mit 7 416 jungen Menschen war hier eine Zunahme von 1,2 Prozent zu verzeichnen.

Über alle Hilfearten hinweg waren 38 308 (57 Prozent) und somit klar mehr Buben beziehungsweise junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen gegenüber 28 312 Mädchen beziehungsweise jungen Frauen (43 Prozent).

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 01.10.2013

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Berichtserstattung zur Inanspruchnahme erzieherischer Hilfen 2013 in Baden-Württemberg

Posted on September 4, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) hat den „Bericht zu Entwicklungen und Rahmenbedingungen der Inanspruchnahme erzieherischer Hilfen in Baden-Württemberg 2013“ vorgelegt.

Der erste Bericht in dieser Form wurde 2008 vorgelegt. Mit der Fortschreibung dieser Berichterstattung werden die im Jahr 2008 veröffentlichten Analysen aufgegriffen und die seither in den Stadt- und Landkreisen eingetretenen Veränderungen und deren Ursachen untersucht.

Im Kern zielt die in einem Vierjahreszyklus angelegte KVJS-Berichterstattung auf kontinuierliche, empirisch fundierte kreisspezifische und kreisvergleichende Standortbestimmungen zur Entwicklung der Inanspruchnahme erzieherischer Hilfen. Der KVJS beleuchtet die Zuständigkeitsbereiche der Jugendämter in den Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs und analysiert die beobachteten Entwicklungen.

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Quelle: IGfH

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HzE Bericht NRW 2013 erschienen

Posted on September 3, 2013. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik, das LWL-Landesjugendamt Westfalen und das LVR-Landesjugendamt Rheinland haben den „HzE Bericht NRW 2013 – Entwicklungen bei der Inanspruchnahme und den Ausgaben erzieherischer Hilfen in Nordrhein-Westfalen“ vorgelegt.

Neben Grundanalysen zu der Inanspruchnahme und den Ausgaben der Hilfen zur Erziehung auf der Datenbasis 2011 widmet sich der aktuelle HzE Bericht thematisch vertiefend der Expansion der Inobhutnahmen, der Vollzeitpflege sowie dem anschließenden Aufenthalt und nachfolgenden Leistungen nach den erzieherischen Hilfen.

Erstmals aufgenommen wurde in dem Bericht das Thema „Unplanmäßige Beendigungen von Hilfen zur Erziehung“ (Kapitel 1.8). Dieser Aspekt soll künftig fester Bestandteil der jährlich erscheinenden HzE-Berichte sein.

nähere Informationen

Quelle: IGfH

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„Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung“ am 22.-23.10. in Berlin

Posted on August 24, 2013. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Vom 22.-23.10. veranstaltet der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. – als gemeinsames Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer und von den Vertreter/innen der Wissenschaft für alle Bereiche der sozialen Arbeit und der Sozialpolitik – in Berlin Mitte, die Fachtagung „Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung“.

Im Rahmen dieser Fachveranstaltung sollen nach einer grundsätzlichen Einführung in die Debatte, gemeinsame Lösungsoptionen und mögliche Konsenslinien – auf der Grundlage erfolgreicher Praxisbeispiele – aufgezeigt und herausgearbeitet und in einer abschließenden Podiumsdiskussion vertieft werden.

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Zahl der Inob­hut­nah­men im Jahr 2012 auf neuem Höchst­stand

Posted on August 8, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2012 haben die Jugendämter in Deutschland 40 200 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 1 700 oder 5 % mehr als 2011. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen, gegenüber 2007 (28 200 Inobhutnahmen) ist sie um 43 % gestiegen.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation be­finden. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Grund von Hinweisen Anderer – beispielsweise der Polizei oder von Erzieherinnen und Erzie­hern – in Obhut und bringen sie in einer geeigneten Einrichtung unter, zum Beispiel in einem Heim.

Die meisten (27 800 oder 69 %) der in Obhut genommenen jungen Menschen lebten vor der Inobhutnahme bei ihren Eltern oder einem Elternteil.
15 700 Kinder und Jugendliche (39 %) kehrten nach der Inobhutnahme wieder zu den Sorgeberechtigten zurück. Für 12 800 Minderjährige (32 %) schloss sich an die Inobhutnahme eine Hilfe zur Erziehung an, in drei von vier Fällen bedeutete das eine Erziehung außerhalb des eigenen Elternhauses, zum Beispiel in einer Pflegefamilie oder in einem Heim. In 5 300 Fällen (13 %) waren sonstige stationäre Hilfen notwendig, beispielsweise in einem Krankenhaus oder der Psychiatrie.

Mit einem Anteil von 43 % (17 300 Kinder und Jugendliche) war die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils der häufigste Anlass für die Inobhutnahme eines/einer Minderjährigen. Weiter stark zugenommen hat die Zahl der Minderjährigen, die auf Grund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden. Insgesamt kamen 2012 rund 4 800 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung über die Grenze nach Deutschland, gut fünfmal mehr als im Jahr 2007 (900 Minderjährige).

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 07.08.2013

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Hessen: 12 340 junge Menschen wurden 2012 außerhalb des Elternhauses untergebracht

Posted on August 2, 2013. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Im Jahr 2012 wurden in Hessen 12 340 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis unter 27 Jahre außerhalb des Elternhauses untergebracht: 4470 bzw. gut 36 Prozent in Form von Vollzeitpflege und 7870 bzw. knapp 64 Prozent in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes waren dies 0,5 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Betreuten in Vollzeitpflege nahm um 0,7 Prozent, diejenige in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform um knapp 0,4 Prozent ab. Am Jahresende 2012 dauerten noch 9170 Hilfen an, rund 3170 Hilfen wurden 2012 beendet. Knapp 3370 Hilfen wurden in 2012 neu begonnen.

Mit knapp 48 Prozent waren die meisten jungen Menschen, die außerhalb des Elternhauses untergebracht wurden, zwölf bis unter 18 Jahre alt, gefolgt von den jungen Menschen zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr mit 21 Prozent. 20 Prozent waren volljährig und elf Prozent hatten das sechste Lebensjahr noch nicht erreicht.

Bei den jüngeren Kindern spielte die Vollzeitpflege die wichtigste Rolle, während mit steigendem Alter eine Unterbringung in einem Heim oder das betreute Wohnen an Bedeutung gewann. Von den unter Sechsjährigen waren 85 Prozent in Pflegefamilien untergebracht, bei den Sechs- bis unter Zwölfjährigen lag dieser Anteil bei gut 56 Prozent, bei den Zwölf- bis unter 18-Jährigen waren es 24 Prozent und bei den Volljährigen knapp 17 Prozent.

Bei der Vollzeitpflege standen folgende Gründe im Vordergrund: Die Gefährdung des Kindeswohles (18 Prozent), die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (19 Prozent) und die unzureichende Förderung bzw. Betreuung/Versorgung des jungen Menschen in der Familie (18 Prozent). Bei den jungen Menschen, die in Heimen/sonstiger betreuter Wohnform untergebracht wurden, waren neben der eingeschränkten Erziehungskompetenz der Eltern mit 18 Prozent, Unversorgtheit des jungen Menschen mit 16 Prozent, Auffälligkeiten des jungen Menschen im sozialen Verhalten mit zwölf Prozent sowie die unzureichende Förderung des jungen Menschen mit zehn Prozent von Bedeutung.

In gut 42 Prozent lebten die jungen Menschen vor der Hilfe bei nur einem Elternteil, 20 Prozent kamen aus „Patchworkfamilien“ und in 16 Prozent der Fälle wohnten die Eltern zusammen. Die restlichen knapp 22 Prozent entfielen auf unbekannt oder Eltern waren verstorben.

52 Prozent der jungen Menschen/der Herkunftsfamilien waren bei Beginn der Hilfe auf Transferleistungen angewiesen.

Die im Laufe des Jahres geleisteten Hilfen errechnen sich aus der Summe der im Jahr beendeten Hilfen und den am 31.12. bestehenden Hilfen. Wird eine Hilfe beendet und im laufenden Jahr erneut begonnen, so wird dies als zwei Hilfen gezählt.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 01.08.2013

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Hessen: Alleinerziehende benötigen häufiger Hilfen zur Erziehung

Posted on August 1, 2013. Filed under: Jugendhilfe | Schlagwörter: , , , , , , |

Im Jahr 2012 wurden in Hessen knapp 62 370 Hilfen zur Erziehung und 5390 Hilfen zur Eingliederung seelisch behinderter junger Menschen geleistet. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit 1,4 Prozent weniger Hilfen gewährt als ein Jahr zuvor. Eine Ausnahme bildete die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen mit einem Plus von elf Prozent. Von den insgesamt 67 760 Hilfen wurden knapp 33 900 im Berichtsjahr beendet und 33 850 Hilfen dauerten am Jahresende noch an. 33900 Hilfen wurden 2012 neu begonnen.

Mit 48 Prozent war die Erziehungsberatung die häufigste Hilfeform vor der „Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform“ und der sozialpädagogischen Familienhilfe mit knapp zwölf bzw. elf Prozent. Knapp sieben Prozent entfielen auf die Vollzeitpflege und sechs Prozent auf die sonstigen Hilfen nach § 27 SGB VIII. Die soziale Gruppenarbeit, die Erziehung in einer Tagesgruppe und die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung spielen zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle. Die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte bzw. von seelischer Behinderung bedrohte junge Menschen (§ 35 a SGB VIII) nimmt eine Sonderstellung ein und gehört nicht zu den Hilfen zur Erziehung. Sie machten acht Prozent aller Hilfen aus.

37,1 Prozent der Familien, die eine Hilfe zur Erziehung oder Eingliederungshilfe bekamen, lebten von Transferleistungen. Der Anteil der Familien mit Transferleistungen fiel umso höher aus, je „stärker“ der Eingriff in das Leben des jungen Menschen bzw. der Familie notwendig war. So lag zum Beispiel der Anteil bei der Vollzeitpflege bei 80 Prozent, bei der eher „schwächeren“ Erziehungsberatung hingegen bei 17 Prozent.

59,9 Prozent der jungen Menschen lebten bei Alleinerziehenden oder einem Elternteil mit neuem Partner, 39 Prozent lebten bei den zusammenlebenden Eltern. Mehr als jede zweite dieser Alleinerziehenden war auf Transferleistungen angewiesen. Dies ist unter anderem mit der zunehmenden Belastung in Form von fehlenden materiellen Ressourcen und fehlender sozialer Unterstützung sowie bestehenden Alltagsproblemen zu erklären. Hinzu kommt, dass die Kinder oft seelisch unter der Trennung der Eltern leiden.

Neben den Hilfen, die sich auf den einzelnen jungen Menschen beziehen, werden auch familienorientierte Hilfen gewährt. Hier wird die ganze Familie unterstützt, sodass die Zahl der betroffenen jungen Menschen mit 75 400 über der Zahl der gewährten Hilfen (67 760) lag.

Die Hilfen können ambulant (Erziehungsberatungen, soziale Gruppenarbeit, Einzelbetreuung, sozialpädagogische Familienhilfe, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII), teilstationär (Erziehung in einer Tagesgruppe) oder außerhalb des Elternhauses (Heimerziehung, Vollzeitpflege, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII) geleistet werden.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 31.07.2013

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Rheinland-Pfalz: 4. Landesbericht Hilfen zur Erziehung – Weiterer Anstieg bei Hilfen zur Erziehung

Posted on Juli 9, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: , |

Immer mehr junge Menschen und ihre Familien sind in Rheinland-Pfalz auf Hilfen zur Erziehung angewiesen. Das ist das zentrale Ergebnis des 4. Landesberichts Hilfen zur Erziehung, der in Zusammenarbeit von Land und Kommunen erstellt wurde und den der Ministerrat am 02.07.2013 zur Kenntnis genommen hat.

Knapp 26.000 Kinder und Jugendliche wurden im Jahr 2011 durch erzieherische Hilfen unterstützt. Dabei haben ambulante Hilfen den Vorzug vor stationären Angeboten, wie etwa einer Heimunterbringung.

„Diese Hilfen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Chancengerechtigkeit, indem sie gerade Kinder, Jugendliche und Familien in prekären Lebenslagen unterstützen und fördern. Oft eröffnen die Hilfen zur Erziehung den jungen Menschen und ihren Familien eine Chance zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben“, begründet Ministerin Alt die Notwendigkeit dieses Unterstützungsangebots.

Laut Bericht gibt es einen Anstieg der Hilfen zur Erziehung. Die Ursache hierfür liegt zum einen in einer größeren Aufmerksamkeit für Vernachlässigung, Missbrauch und Misshandlung, die dann den Jugendämtern gemeldet werden und zum Teil eine Hilfe zur Erziehung erfordern. Zum anderen gibt es einen Zusammenhang zwischen Armut und prekären Lebensverhältnissen und dem Bedarf an erzieherischen Hilfen.

Quelle: Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz vom 02.07.2013

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FICE-Congress 2013 vom 07.-12.10. in Bern, Schweiz

Posted on Juli 6, 2013. Filed under: Fachkräfte, Forschung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Der FICE-Congress 2013 findet vom 07.-12.10. in Bern in der Schweiz statt. Das nur alle drei Jahre stattfindende internationale Forum von Praktikerinnen und Praktikern, Forschenden und Lehrenden im Bereich der erzieherischen Hilfen innerhalb und außerhalb der Familien widmet sich diesmal dem Thema „Wege zur Inklusion – eine Herausforderung für uns alle!“ und sucht „Neue Chancen für benachteiligte Kinder und Jugendliche?“.

Auf der ganzen Welt wachsen Kinder und Jugendliche unter erschwerten Lebensbedingungen wie Armut, Gewalt, Behinderung, Diskriminierung usw. auf. Vielfältige Einrichtungen, Organisationen und Institutionen – von Projekten für Strassenkinder, über traditionelle Kinderheime und behindertengerechte Angebote bis hin zu Institutionen des Jugendstrafvollzuges – arbeiten mit Unterstützungs- und Betreuungsformen, die betroffenen Kindern und Jugendlichen eine gesellschaftliche Teilhabe ermöglichen und sie dazu befähigen. Die FICE als internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen versteht ihre Aufgabe darin, diese Praxis kritisch zu begleiten und zu fördern. Im Zentrum des Kongresses 2013 steht die Auseinandersetzung mit den Zielsetzungen und Konzepten der Inklusion und den damit verbundenen fachlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen. Modelle aus der Praxis, speziell auch solche im Zusammenhang mit Bildung, Kultur und Wirtschaft, die für sich in Anspruch nehmen Inklusionsziele einzulösen, sollen vorgestellt und diskutiert werden.

FICE (Fédération Internationale des Communautés Educatives = Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen) wurde 1948 unter der Schirmherrschaft der UNESCO gegründet. In ihrer Arbeit orientiert sie sich an der internationalen Konvention der Vereinigten Nationen über die Rechte des Kindes.

Die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) ist die deutsche Sektion der FICE.

zur Congress-Homepage

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Materialien zur Fachtagung der Erziehungshilfeverbände „Wohin entwickeln sich die Hilfen zur Erziehung?“

Posted on Juni 28, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Präsentationen der Vorträge der Fachveranstaltung „Wohin entwickeln sich die Hilfen zur Erziehung?“ der Erziehungshilfeverbände IGfH, AFET, BVkE und EREV am 18.06.2013 sind online verfügbar.

Die von 180 FachkollegInnen besuchten Tagung hat die Diskussionen des 14. KJB und die Überlegungen der Koordinationsgruppen der Länder aufeinander bezogen und erste Ausblicke und Positionierungen vorgenommen.

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Zukunftsfragen für Jugendliche! Parlamentarisches Frühstück der Erziehungshilfefachverbände

Posted on Juni 7, 2013. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Auf der Folie des 14. Kinder- und Jugendberichtes diskutierten am 18. April 2013 in Berlin die Erziehungshilfefachverbände mit ParlamentarierInnen über die Lage junger Menschen in der Gesellschaft und insbesondere den erzieherischen Hilfen.

Der AFET-Bundesverband für Erziehungshilfen hatte dieses Jahr federführend turnusgemäß eingeladen.

Im Zentrum des Austausches standen Jugendliche und junge Volljährige, die aus Sicht der Erziehungshilfefachverbände – bekräftigt durch den 14. KJB – einer stärkeren Berücksichtigung durch die Politik und die Hilfesysteme bedürfen.

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Quelle: AFET-intern

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„Wohin entwickeln sich die Hilfen zur Erziehung?“ am 18.06. in Frankfurt/Main

Posted on Mai 1, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Am 18.06. findet vor dem Hintergrund von Vorschlägen zur Weiterentwicklung der HzE in Frankfurt/Main die Fachtagung „Wohin entwickeln sich die Hilfen zur Erziehung?“ statt. Die gemeinsame Fachveranstaltung wird getragen von IGfH, AFET, EREV, BVkE und Caritas.

Der Monitor Hilfen zur Erziehung 2012, aktuelle DJI Publikationen und vor allem der 14. Kinder- und Jugendbericht (KJB) zeigen ein differenziertes Bild von den Leistungen und Entwicklungen der Kinder- und Jugendhilfe. Gleichzeitig hat die Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF) den Auftrag der JFMK zum Thema „Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung“ umgesetzt und Vorlagen für die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) im Juni 2013 erarbeitet. Enthalten sind auch Vorschläge zur Ausgestaltung sozialräumlicher Ansätze und ein verbessertes Zusammenwirken von Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern.

Auch die von der AGJF und der JFMK ebenfalls eingesetzte Arbeitsgruppe „Inklusion von jungen Menschen mit Behinderungen“ hat ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Die Fachveranstaltung der Erziehungshilfeverbände will die Diskussionen des 14. KJB und die Überlegungen der oben genannten Koordinationsgruppen der Länder aufeinander beziehen und erste Ausblicke und Positionierungen vornehmen.

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Sachsen-Anhalt: Daten der Jugendhilfe 2011

Posted on März 27, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , , , , |

Im Januar 2013 veröffentlichte das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt Angaben zur Jugendhilfe für das Jahr 2011. Sie umfassen Erzieherische Hilfen, Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfen für junge Volljährige sowie Auszahlungen und Einzahlungen und sind regional aufgeschlüsselt.

zum Download

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„Hilfen zur Ersthilfe – (akut) stabilisierende Interventionen in der Inobhutnahme“ vom 13.-15.05. in Frankfurt/Main

Posted on März 26, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Für Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Erziehungshilfe aus dem Bereich der (stationären) Inobhutnahme sowie Bereitschaftspflegeeltern bietet die Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) vom 13.-15.05. in Frankfurt/Main ein Seminar zum Thema „Hilfen zur Ersthilfe – (akut) stabilisierende Interventionen in der Inobhutnahme“ an. Referenten sind Lutz Bohnstengel und Graham Lewis.

Kinder und Jugendliche in der Inobhutnahme sind in der krisenhaft zugespitzten Ausnahmesituation der Inobhutnahme selbst in großem Maße darauf angewiesen, von den Fachkräften Hilfe in Form von Halt und Orientierung zu bekommen. Für eine Akutstabilisierung sind verschiedene Aspekte der Alltagsplanung, der Partizipation, der Erklärung und Einordnung von kindlichen/jugendlichen Symptomen und die Erläuterung von relevanten Zusammenhängen erforderlich. Für eine Stabilisierungsarbeit, die über die akute Phase hinaus geht, müssen aber noch andere Interventionen der Fachkräfte hinzutreten, die die Stress-Coping Strategien und Selbstberuhigungsfähigkeiten der Kinder und Jugendlichen aktiv entwickeln und ausbauen.

Im Workshop werden wesentliche Stabilisierungstechniken vermittelt und erprobt. Klarheit, Ruhe, sichere Entschlossenheit und Transparenz werden als Haltung angestrebt. Themen sind: Psychoedukation der Betroffenen und Angehörigen, psychodynamische Deutung und Einordnung von Symptomen, Erarbeitung des Notfall-Koffers, Dissoziations-Stopp und Ressourcen-Arbeit in Form von Positive-Life-Event-Arbeit, Imaginationen und Selbstfürsorge.

nähere Informationen (Seite 11)

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Bayern: Positionspapier „Entwicklung der Hilfen zur Erziehung“

Posted on März 20, 2013. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Mit seinem Positionspapier „Entwicklung der Hilfen zur Erziehung“ legte der Bayerische Landesjugendhilfeausschuss in seiner Sitzung vom 12.03.2013 Standpunkte für die Weiterentwicklung der Bayerischen Jugendhilfe fest.

U.a. sei die Kinder- und Jugendhilfe „nicht als Ärgernis und Kostentreiber zu diffamieren, sondern als Standort- und Zukunftspolitik zu verstehen, zu gestalten und auszustatten.

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Dokumentation der Tagung „‚In guten Händen?‘ Clearing und Diagnostik in den Hilfen zur Erziehung“

Posted on März 9, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

In der Schriftenreihe „Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe“ erscheint als Band 87 die Dokumentation der Tagung „‚In guten Händen?‘ Clearing und Diagnostik in den Hilfen zur Erziehung„, die am 11.-12.10.2012 in Berlin stattfand.

Die Broschüre kann zum Preis von 19 Euro bestellt werden bei der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik

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Bundesfachtagung „GEWALT – Erziehungshilfen – mit Sicherheit“ vom 14.-16.05. in Bad Honnef

Posted on März 8, 2013. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Evangelische Erziehungsverband e.V. (EREV) richtet vom 14.-16.05. in Bad Honnef die Bundesfachtagung „GEWALT – Erziehungshilfen – mit Sicherheit“ aus:

Wenn Kinder Opfer von Gewalthandlungen werden oder Jugendliche selbst als Gewalttäter auffallen, ist die Öffentlichkeit hoch sensibilisiert. Die Erziehungshilfen – und zwar sowohl öffentliche wie vermehrt auch freie Träger! – stehen rasch in der Kritik: entweder

  • als untätig oder zu langsam reagierend, wenn kleine Kinder in Notsituationen geraten,
  • als wenig wirksam, wenn es um die Reaktion auf gewalttätige Jugendliche geht,
  • als Verursacher von Kostenexplosionen, wenn es um die einzuleitenden, intensiven Jugendhilfemaßnahmen geht.

Die Bundesfachtagung befasst sich mit der gesellschaftspolitischen Diskussion um Entstehungsbedingungen von Gewalt, struktureller Gewalt in den Rahmenbedingungen des Aufwachsens junger Menschen, Prävention und Sanktion, Praxisbeispielen für Wege aus der Gewaltspirale und mit dem notwendigen Ausbau der frühen Hilfen. Weiter steht die Frage im Mittelpunkt, wie wir aus den Fehlern der Heimerziehung der 50er/60er Jahre lernen können, um die Sicherheit der jungen Menschen in Erziehungshilfen besser zu garantieren.

Veranstaltungsflyer

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PFAD Fachzeitschrift 01/2013 erschienen: “Ein Jahr Bundeskinderschutzgesetz”

Posted on Februar 3, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , , |

Dem Thema “Ein Jahr Bundeskinderschutzgesetz” widmet sich die Ausgabe 01/2013 der PFAD Fachzeitschrift für die Pflege- und Adoptivkinderhilfe.

Darüber hinaus informiert das Heft wieder über aktuelle Entwicklungen aus der Pflege- und Adoptivkinderhilfe, neue Literatur, aus dem PFAD-Verband und den Bundesländern.

Für Abonnenten und PFAD-Mitglied steht die aktuelle Ausgabe ab sofort zum Download zur Verfügung unter www.schulz-kirchner.de/shop.

Die Printausgabe erscheint Mitte Februar.

Die PFAD Redaktion erreichen Sie per Mail unter Margit.Huber@pfad-bv.de.

einige Inhalte:

  • Norbert Struck: Die Neuregelungen des Bundeskinderschutzgesetzes
  • Diana Eschelbach: Neuerungen für Pflegefamilien durch das Bundeskinderschutzgesetz
  • Danielle Müller: Herausforderung zwischen Partizipation und Budgetverwaltung: Grundgedanken zum Hilfeplanverfahren in der Jugendhilfe
  • Martina Kriener: Familienrat – ein Ansatz für mehr Partizipation auch im Pflegekinderwesen?
  • Thomas Schwan: Coaching: Ein Thema auch für Pflege- und Adoptiveltern?
  • Carmen Thiele:

    Seelische Behinderung – eine Frage des Standorts?

  • Carmen Thiele: Regionale Disparitäten der Inanspruchnahme der Hilfen zur Erziehung

  • Marlene Rupprecht berichtet dem Europarat:

    Internationale Adoption: Sicherstellen, dass das Kindeswohl im

    Mittelpunkt steht.

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NRW: Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe um 357 Millionen Euro gestiegen

Posted on Januar 24, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2011 wurden in Nordrhein‑Westfalen 6,8 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 357 Millionen Euro oder 5,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Abzug von Einnahmen (Gebühren, Teilnahmebeiträge u. Ä.) in Höhe von 754 Millionen Euro beliefen sich die Nettoausgaben auf 6,0 Milliarden Euro. Von den Gesamtausgaben in Höhe von 6,8 Milliarden Euro entfielen 4,0 Milliarden Euro auf die Einrichtungen der Jugendhilfe, das waren 5,0 Prozent mehr als 2010. Weitere 2,8 Milliarden Euro flossen in die Einzel- und Gruppenhilfe (+6,3 Prozent).

Der überwiegende Teil (52,9 Prozent) der Ausgaben in der Kinder- und Jugendhilfe wurde für den Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder aufgewendet. Die Ausgaben waren hier im Jahr 2011 mit 3,6 Milliarden Euro um 5,8 Prozent höher als ein Jahr zuvor.

Den Schwerpunkt im Bereich der Einzel- und Gruppenhilfen bildeten die Hilfen zur Erziehung, die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, die Hilfen für junge Volljährige sowie die vorläufigen Schutzmaßnahmen. Im Jahr 2011 beliefen sich die Ausgaben in diesem Leistungsbereich auf 2,1 Milliarden Euro, das waren 5,1 Prozent mehr als 2010. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise

Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 24.01.2013

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„Politik und Praxis der integrierten, sozialräumlichen Erziehungshilfen“ am 11.-13.03. in Erfurt

Posted on Januar 24, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Über „Politik und Praxis der integrierten, sozialräumlichen Erziehungshilfen“ diskutieren Fachleute aus Deutschland und dem deutschsprachigen Ausland vom 11.-13.03. an der FH Erfurt. VeranstalterInnen des 7. Bundestreffens der Fachgruppe Integrierte Erziehungshilfen der IGfH sind die Fakultät für Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Erfurt in Kooperation mit der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) und dem Jugendamt der Stadt Erfurt.

Diese besondere Form der Bundestagung soll eine Plattform des Fachaustauschs und der konzeptionellen Diskussion sein für alle Einrichtungen, Dienste und Projekte, die integrierte, flexible und sozialräumlich organisierte Erziehungshilfen anbieten oder anbieten wollen. Neben Fachvorträgen bieten Foren, Arbeitsgruppen und Exkursionen die Möglichkeit, bundesweite Entwicklungen und regionale Erfahrungen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Einerseits geht es um konkrete Praxis integrierter, flexibler und sozialräumlich ausgerichteter Hilfen zur Erziehung (einschließlich deren Schnittstellen zu anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe und neuen Entwicklungen), um deren Möglichkeiten und Grenzen, um Beispiele gelingender Praxis etc. aber auch deren (mögliche oder tatsächliche) unterschiedliche Indienstnahme durch sozialpolitisch übergeordnete Strategien. Andererseits soll der Blick über die deutsche Entwicklung hinaus auf Entwicklungen im deutschsprachigen Ausland (Österreich, Schweiz) und die europäische Ebene geöffnet werden, um hier eventuell sichtbare gesamteuropäische sozialpolitische Trends erkennbar werden zu lassen.

nähwre Informationen

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Erster „Monitor Hilfen zur Erziehung“ erscheinen

Posted on Januar 19, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik hat den Monitor Hilfen zur Erziehung 2012 (pdf) vorgelegt. Mit dieser ersten Ausgabe soll ein Beitrag geleistet werden, das empirische Wissen zu den Hilfen zur Erziehung zu erhöhen. Durch Analysen zum aktuellen Stand sowie zu Entwicklungen zu den Hilfen zur Erziehung soll die notwendige Wissensbasis zum Arbeitsfeld für eine Bestandsaufnahme und eine Weiterentwicklung verbreitert werden. In diesem Sinne richtet sich der vorgelegte Monitor Hilfen zur Erziehung gleichermaßen an Praxis, Politik und Wissenschaft.

Der Monitor Hilfen zur Erziehung stellt einen zusätzlichen Verwendungszusammenhang der bei freien und öffentlichen Trägern erhobenen Daten der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik dar. Der damit initiierte Transfer der Ergebnisse zurück in die Praxis wird sich der Einschätzung der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik nach nicht zuletzt auch positiv auf die Qualität der Daten zu den Hilfen zur Erziehung auswirken.

Ab Ende Januar werden auch gedruckte Exemplare kostenlos verschickt werden können. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei: ihaushalter@fk12.tu-dortmund.de

Quelle: Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik

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KomDat Jugendhilfe 2012, Heft 3 erschienen

Posted on Januar 18, 2013. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Die aktuelle Ausgabe von KomDat Jugendhilfe steht ganz im Zeichen der Themen, die in den kommenden Monaten die Debatte um die Kinder- und Jugendhilfe bestimmen werden. Dies ist selbstverständlich der „U3-Ausbau“ und die Erfüllung des Rechtsanspruchs. Vor diesem Hintergrund wurde im Heft 03/12 hier ein Schwerpunkt gesetzt.

Ferner werden im neuen Heft auf der Grundlage der Daten 2011 die Entwicklung der Hilfen zur Erziehung und die der Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen in den Blick genommen.

Das Heft steht kostenlos zum Download zur Verfügung.

Quelle: Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) 

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„Rechte haben – Recht und Hilfe bekommen in der Kinder- und Jugendhilfe!“ am 25.01. Dresden

Posted on Januar 5, 2013. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Am 25. Januar 2013 findet in Dresden der Fachtag „Rechte haben – Recht und Hilfe bekommen in der Kinder- und Jugendhilfe!“ statt.

Knapp eine Million Mädchen und Jungen, junge Frauen und Männer haben im Jahr 2009 Hilfen zur Erziehung in Anspruch genommen. Davon erfolgten etwa 160.000 Hilfen außerhalb der eigenen Familie (http://www.akjstat.uni-dortmund.de – Januar 2011), was mit einem weitgehenden Eingriff in die Biografie der jungen Menschen verbunden ist.

Gerade um Familien mit Erziehungshilfebedarfen und in Krisen die notwendige Unterstützung zu geben, gewährt das SGB VIII Kinder- und Jugendhilfe den Eltern (Personensorgeberechtigten) konkrete individuelle Rechte. In der Praxis der Erziehungshilfe – gerade auch unter dem Druck mangelnder Finanzressourcen – werden diese Rechte jedoch nicht immer ausreichend berücksichtigt. Hier kann ombudschaftliche Beratung junger Menschen und ihrer Eltern zur Leistungsgewährung in der Kinder- und Jugendhilfe dazu beitragen, dass eben diese Rechte erfolgreich eingefordert werden können.

Der Fachtag „Rechte haben – Recht und Hilfe bekommen in der Kinder- und Jugendhilfe!“ beschäftigt sich mit zentralen Fragen zur ombudschaftlichen Beratung in der Kinder- und Jugendhilfe. Zu den Vortragenden gehören unter anderem Prof. Dr. Reinhard Wiesner, Prof. Dr. Peter Schruth, Prof. Dr. Ullrich Gintzel und Prof. Dr. Lothar Böhnisch.

Die Veranstaltung findet am 25. Januar 2013 an der Technischen Universität Dresden (Victor-Klemperer-Saal, Weberplatz 5, 01217 Dresden) statt. Durchgeführt wird der Fachtag vom Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. in Kooperation mit der TU Dresden, der Hochschule Mittweida, der Liga der freien Wohlfahrtspflege in Sachsen und dem Institut 3L.

Die Tagungsgebühr beträgt 25,00 bzw. 15,00 Euro (inkl. Mittagsimbiss und Getränke). Anmeldeschluss ist der 14.01.2013.

zum Veranstaltungsflyer

Quelle: IGfH

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7. IGfH-Bundestagung „Integrierte Hilfen – Politik und Praxis der integrierten, sozialräumlichen Erziehungshilfen“ am 11.-13.03.2013 in Erfurt

Posted on Dezember 10, 2012. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die IGfH-Fachgruppe Integrierte Erziehungshilfen veranstaltet im Frühjahr 2013 in Kooperation mit der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften der Fachhochschule Erfurt und dem Jugendamt der Stadt Erfurt ihr 7. Bundestreffen.

Die besondere Form der Bundestagung stellt eine Plattform des Fachaustauschs und der konzeptionellen Diskussion für alle Einrichtungen, Dienste und Projekte dar, die integrierte, flexible und sozialräumlich organisierte Erziehungshilfen anbieten oder anbieten wollen.

Neben Fachvorträgen bieten Foren und zahlreiche Praxisworkshops die Möglichkeit, bundesweite Entwicklungen und regionale Erfahrungen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen.

Einerseits geht es um die konkrete Praxis integrierter, flexibler und sozialräumlich ausgerichteter Erziehungshilfen (einschließlich ihrer Schnittstellen zu anderen Bereichen der Kinder- und Jugendhilfe), um deren Möglichkeiten und Grenzen, um Beispiele gelingender Praxis, aber auch um die (mögliche oder tatsächliche) unterschiedliche Indienstnahme durch sozialpolitisch übergeordnete Strategien.

Andererseits soll der Blick über die deutschen Fachimpulse hinaus auf Entwicklungen im deutschsprachigen Ausland (Österreich, Schweiz) und die europäische Ebene geöffnet werden, um hier eventuell sichtbare gesamteuropäische sozialpolitische Trends erkennbar werden zu lassen.

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Erster Landesbericht über die Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken veröffentlicht

Posted on November 6, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , |

Das Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz e.V. hat im Auftrag des Landkreistages Saarland gemeinsam mit den saarländischen Jugendämtern die Entwicklung der verschiedenen Hilfearten im Bereich der Hilfen zur Erziehung erhoben. Der Erste Landesbericht zu den Hilfen zur Erziehung liegt jetzt für das Berichtsjahr 2010 vor.

Der Vorsitzende des Landkreistages Saarland, Landrat Udo Recktenwald und der Minister für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, Andreas Storm zeigten sich zufrieden, dass mit der Integrierten Berichterstattung und dem Ersten Landesbericht verlässliche Informationen vorliegen, die sowohl die Landkreise als auch das Land bei der Erfüllung der jeweiligen Aufgaben im Bereich der Jugendhilfe unterstützen. Vor diesem Hintergrund wird das Projekt in Kooperation mit dem Land durchgeführt.

„Die saarländischen Landkreise und der Regionalverband Saarbrücken bewegen sich seit Jahren in einem Spannungsverhältnis zwischen zusätzlichen gesetzlichen Aufgaben und den zunehmend knapper werdenden finanziellen Ressourcen. Gleichzeitig sind die Familienverhältnisse schwieriger geworden, was zu einem steigenden Hilfebedarf führt. Wie der Erste Landesbericht nun zeigt, ist trotz der demographischen Entwicklung offensichtlich keine Änderung der Tendenz zu steigenden Hilfebedarfen zu erkennen“, so Udo Recktenwald.

Um eine aussagekräftige Datenbasis zu erhalten, hat der Landkreistag Saarland im Jahr 2009 beschlossen, gemeinsam mit dem Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz (ism) das Integrierte Berichtswesen in den Jugendämtern der Landkreise und des Regionalverbandes einzuführen. „Entsprechend der unterschiedlichen Begebenheiten vor Ort setzen die Jugendämter in ihrer Planungshoheit für die Jugendhilfeplanung zum Teil unterschiedliche Akzente und gehen unterschiedliche Wege. Diese Vielfalt ist gewollt. Die Integrierte Berichterstattung und der Landesbericht zeigen nicht nur diese gewollte Vielfalt. Sie ermöglichen darüber hinaus auch eine konstruktive Bewertung unterschiedlicher Herangehensweisen und Konzepte, ihre Fortschreibung und dort, wo es Sinn macht, eine bedarfsorientierte Korrektur im Interesse der betroffenen jungen Menschen“, fügte der Vorsitzende des Landkreistages Saarland hinzu.

Auch Minister Storm zeigte sich zufrieden, dass es gelungen ist, die Bandbreite der Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken nicht nur abzubilden, sondern auch die Entwicklung der Hilfearten im Zusammenhang mit den jeweiligen soziostrukturellen Rahmenbedingungen bewerten zu können. „Auch das Land kann von der Integrierten Berichterstattung in der Jugendhilfe profitieren, da es unter anderem zu den Aufgaben des Landes als überörtlichem Jugendhilfeträger gehört, die Weiterentwicklung der Jugendhilfe zu unterstützen und zu begleiten. Die Planungen des Landes können nunmehr auf der Basis einer detaillierten und fundierten Aufbereitung von Kerndaten erfolgen, die wir in dieser Breite durch die amtliche Jugendhilfestatistik nicht erhalten können“, so der Minister.

Das Projekt der Integrierten Berichterstattung wird mindestens bis 2015 fortgeführt. „Zum Nutzen des Projektes gehört, dass die vorliegenden Daten zudem einen Vergleich mit anderen Bundesländern, die vergleichbare Wege des integrierten Berichtswesens gehen, erlauben. Es ist für die Landkreise und den Regionalverband Saarbrücken enorm wichtig, Informationen darüber zu erhalten, wo sie im Vergleich zu anderen stehen, welche Weichen gestellt werden können und auf welche gesellschaftlichen Entwicklungen Sie keinen Einfluss haben“, führt der Vorsitzende des Landkreistages aus.

zum Bericht:  Integrierte Berichterstattung über die Hilfen zur Erziehung in den saarländischen Landkreisen und dem Regionalverband Saarbrücken- 1. Landesbericht über die Hilfen zur Erziehung

Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie Saarland vom 05.11.2012

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2011 wurden erstmals in Bayern mehr als 4 Milliarden Euro im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe verausgabt

Posted on Oktober 18, 2012. Filed under: Bayern, Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Im Jahr 2011 wurden in Bayern insgesamt über 4,1 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Bei Einnahmen in Höhe von 319 Millionen Euro verblieben rund 3,8 Milliarden Euro an Nettoausgaben. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung entfielen gut zwei Drittel (2,8 Milliarden Euro) allein auf die Kindertagesbetreuung. Die Ausgaben für Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige sowie vorläufige Schutzmaßnahmen beliefen sich auf 888 Millionen Euro.

In Bayern wurden im Jahr 2011 für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe 4 119 Millionen Euro (gut 4,1 Milliarden Euro) ausgegeben, was gegenüber dem Vorjahr mit 3 834 Millionen Euro einer Steigerung von 7,4 Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 319 Millionen Euro lagen die Nettoausgaben mit 3 800 Millionen Euro 7,7 Prozent über denen des Vorjahres (3 530 Millionen Euro).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden von den Nettoausgaben 2 076 Millionen Euro (55 Prozent) für Leistungen öffentlicher Träger und 1 724 Millionen Euro (45 Prozent) für Zuschüsse an freie Träger verausgabt. Von den Bruttoausgaben war die größte Position mit fast 2 804 Millionen Euro die Kindertagesbetreuung (+ 9,8 Prozent gegenüber 2010). Hiervon flossen 2 767 Millionen Euro in die Tageseinrichtungen für Kinder (+ 9,8 Prozent im Vergleich zu 2010) und mehr als 36 Millionen Euro dienten der Unterstützung der Kindertagespflege (+ 9,7 Prozent gegenüber 2010).

Mit rund 888 Millionen Euro wurden die Bereiche Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige sowie vorläufige Schutzmaßnahmen gefördert, was einem Plus von 3,9 Prozent gegenüber 2010 entspricht. Dabei wurden mehr als 25 Millionen Euro für Einrichtungen und gut 862 Millionen Euro für Einzel- und Gruppenhilfen dieser Hilfeart verausgabt. Von den Einzel- und Gruppenhilfen wurden fast 590 Millionen Euro für Hilfe zur Erziehung ausgegeben, gut 178 Millionen Euro als Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, rund 74 Millionen Euro für Hilfen für junge Volljährige sowie knapp 21 Millionen Euro für vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern- und Jugendlichen.

zur Tabelle Ausgaben/Auszahlungen und Einnahmen/Einzahlungen für die Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2011 nach Regierungsbezirken

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung vom 18.10.2012

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Zahl junger Men­schen in Erzie­hungs­hilfe im Jahr 2011 kon­stant

Posted on September 18, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2011 begann für rund 519 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland eine erziehe­rische Hilfe des Jugendamtes oder einer Erziehungsberatungsstelle. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das nur rund 500 erzieherische Hilfen mehr als im Jahr 2010 (+ 0,1 %). Gegenüber 2008 stieg die Zahl der neu begonnen Hilfen um rund 17 600 oder 3,5 %.

Den größten Anteil unter allen neu gewährten erzieherischen Hilfen hatte 2011 mit 66 % die Erziehungsberatung – knapp 311 000 junge Menschen nahmen sie in Anspruch. Ihre Zahl ging im Vergleich zum Vorjahr um 1 % zurück. Rund 53 200 Familien erhielten eine familienorientierte Hilfe, das waren 3,8 % mehr als im Jahr 2010. Mit diesen Hilfen wurden etwa 100 000 Kinder und Jugendliche erreicht. Gut jedes fünfte Kind (21 %), das zusammen mit seiner Familie eine Erziehungshilfe begann, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet.

Etwas häufiger als im Vorjahr wurden junge Menschen, die eine Erziehungshilfe neu in Anspruch nahmen, außerhalb des Elternhauses untergebracht. Für knapp 51 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begann eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie, eine Heimerziehung oder eine Unterbringung in einer sonstigen betreuten Wohnform. Das waren rund 800 stationäre Hilfen mehr als im Jahr 2010. Die Hälfte der jungen Menschen, die in einem Heim oder einer Pflegefamilie untergebracht wurden, lebte zuvor mit einem alleinerziehenden Elternteil zusammen. Mehr als drei Viertel (77 %) dieser alleinerziehenden Elternteile lebte ganz oder teilweise von Transferleistungen. Dazu gehören zum Beispiel finanzielle Hilfen des Staates wie Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch.

Weitere Ergebnisse zu diesem Thema stehen im Bereich Publikationen, Suchbegriff: „Erzieherische Hilfe“.

Quelle: Statistisches Bundesamt vom 12.09.2012

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AFET-Fachtagung 19.11. in Berlin: Fachliche Weiterentwicklung und finanzielle Steuerung der Hilfen zur Erziehung

Posted on September 6, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Auf der AFET-Fachtagung „Fachliche Weiterentwicklung und finanzielle Steuerung der Hilfen zur Erziehung“ am 19.11. in Berlin werden der aktuelle Beschluss der Jugend- und Familienministerkonferenz und das Eckpunktepapier der AG der Obersten Landesjugendbehörden diskutiert.

Der aktuelle JFMK Beschluss und das Eckpunktepapier der AGJF vom Mai/Juni 2012 üben auf die Praxis der öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe bereits aktuell Einfluss aus. Die Kostensteigerung insbesondere im Bereich der Hilfen zur Erziehung in den letzten Jahren haben die fachliche und politische Debatte über den wirksamen Kinderschutz und die Stärkung der Erziehungskompetenz von Familien im Kontext von Sparzwängen ausgelöst. Der Hilfebedarf von Familien und der Schutzanspruch von Kindern und Jugendlichen nach dem SGB VIII nimmt in allen Bundesländern, auch nach dem Einsetzen des demografischen Wandels, deutlich zu. Die steigenden Fallzahlen und Ausgaben in den Erziehungshilfen begründen sich auch durch die Ausweitung des schützenden Zugriffs, wobei die Hilfegewährung und die Inanspruchnahme komplexen Einflussfaktoren unterliegt. In den Bundesländern, den Kommunen und den kommunalen Spitzenverbänden wird angesichts der Finanznot der Kommunen einmal mehr mit Nachdruck nach Konzepten zur Kostensteuerung, aber auch zur fachlichen Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung, gesucht.

Die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) will deshalb im Juni 2013 Handlungsbedarfe zur Kostensteuerung und Weiterentwicklung empfehlen. Zur Vorbereitung wurde die Arbeitsgemeinschaft der Obersten Landesjugendbehörden (AGFJ) mit der Erarbeitung eines Eckpunktepapiers beauftragt. Aus diesem hat die JFMK Handlungsfelder bestimmt, für die bis zum Juni 2013 Handlungsbedarfe zur Kostensteuerung und Weiterentwicklung der Hilfen zur Erziehung zu erarbeiten sind. Der AFET bietet mit dieser Fachtagung ein Forum zum Austausch des JFMK Beschlusses und des Eckpunktepapiers an.

Die Referentinnen und Referenten der Fachtagung werden unterschiedliche Positionen aufzeigen und vertreten und somit zur Diskussion in diesem jugendhilfepolitisch wichtigen Themenkomplex anregen. Der AFET wird die Ergebnisse in die fachpolitische Diskussion auf Bundesebene einbringen.

Weitere Einzelheiten zu der Tagung entnehmen Sie bitte dem Tagungsprogramm.
Anmeldungen an Anke Rösler, roesler@afet-ev.de oder per Fax: 0511 35 39 91 50.

Quelle: AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e.V.

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Sachsen: Rund 22 000 erzieherische Hilfen und Eingliederungshilfen in 2011 begonnen

Posted on September 5, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , , , , |

21 708 erzieherische Hilfen und Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen begannen im Freistaat Sachsen in 2011. 91 Prozent dieser Hilfen bezogen sich ausschließlich auf den einzelnen jungen Menschen, die anderen waren familienorientiert.

Den Schwerpunkt bei den begonnenen erzieherischen Hilfen und Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen bildeten im Jahr 2011 die Erziehungsberatungen. Ihr Anteil betrug 71 Prozent. Die nächstgrößten Anteile unter den neu gewährten erzieherischen Unterstützungen hatten die sozialpädagogischen Familienhilfen mit 8 Prozent und die Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform mit 6 Prozent.

Die Eltern bzw. Personensorgeberechtigten regten in 53 Prozent der Fälle die Hilfen an, gefolgt von den Sozialen Diensten und anderen Institutionen (z. B. Jugendamt – 22 Prozent) sowie Schule/Kindertageseinrichtung und Arzt oder Klinik bzw. Gesundheitsamt (je 6 Prozent). Als häufigste Gründe (bis 3 möglich) für die Hilfen galten Belastungen des jungen Menschen durch Problemlagen der Eltern (z. B. psychische Erkrankung, Suchtverhalten, geistige oder seelische Behinderung – 26 Prozent) und eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern/Personensorgeberechtigten (z. B. Erziehungsunsicherheit, pädagogische Überforderung, unangemessene Verwöhnung – 17 Prozent).

Insgesamt nahmen 23 726 junge Menschen, 12 807 männliche und 10 919 weibliche, die Hilfe zur Erziehung in Anspruch. 19 088 junge Menschen waren zu Hilfebeginn bis unter 14 Jahre alt. Diese Hilfen können junge Menschen beanspruchen, die das 27. Lebensjahr noch nicht überschritten haben.

Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen vom 04.09.2012 (mit Tabelle)

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Thüringen: Erneut mehr als 21 000 geleistete Hilfen zur Erziehung

Posted on August 31, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , , , , , |

Im Jahr 2011 wurden in Thüringen 21 238 Hilfen zur Erziehung und 803 Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen von den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe geleistet. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik wurden von den insgesamt 22 041 Hilfen 11 953 Hilfen (54,2 Prozent) im Laufe des Jahres beendet und 10 088 (45,8 Prozent) dauerten am 31.12.2011 noch an. Im Jahr 2010 wurden von den insgesamt gewährten 21 775 Hilfen 11 964 bzw. 54,9 Prozent im Laufe des Jahres beendet und 9 811 Hilfen bzw. 45,1 Prozent über das Jahresende hinaus geleistet.

Mit knapp zwei Drittel (13 412 Hilfen bzw. 60,9 Prozent) bildeten im Jahr 2011 Erziehungsberatungen den Schwerpunkt bei den Hilfen insgesamt. An zweiter Stelle stand mit 2 243 Fällen die Hilfeart Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform mit einem Anteil von 10,2 Prozent und 7,3 Prozent bzw. 1 619 Hilfen entfielen auf die Vollzeitpflege. In weiteren 1 452 Fällen bzw. 6,6 Prozent erfolgte die Hilfe zur Erziehung in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe.

Von den 21 238 gewährten erzieherischen Hilfen waren 9 531 Familien mit einem allein erziehenden Elternteil (44,9 Prozent) betroffen. Fast die Hälfte aller Familien mit diesen Hilfen (44,8 Prozent) lebte teilweise oder ganz von Arbeitslosengeld II (SGB II), bedarfsorientierter Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder Sozialhilfe (SGB XII).

Viele der erzieherischen Hilfen beziehen sich ausschließlich auf den jungen Menschen, andere wiederum sind familienorientiert. Insgesamt lebten 23 425 junge Menschen in Familien, die Hilfe zur Erziehung in Anspruch nahmen (2010: 23 329 junge Menschen). Mehr als ein Viertel von ihnen (6 268 Kinder bzw. 26,8 Prozent) waren noch keine sechs Jahre alt. Weitere 8 814 Kinder bzw. 37,6 Prozent waren im Alter zwischen sechs und zwölf Jahren, 6 953 Kinder und Jugendliche bzw. 29,7 Prozent waren im Alter zwischen 12 und 18 Jahren und 1 390 bzw. 5,9 Prozent waren junge Volljährige, welche 18, aber noch nicht 27 Jahre alt sind.

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik vom 31.08.2012 (mit Tabelle)

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Baden-Württemberg: Rund 112 000 Hilfen zur Erziehung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Posted on August 23, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , |

Im Jahr 2011 wurden nach Feststellung des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg 111 656 erzieherische Hilfen ambulant, teilstationär und stationär durchgeführt (beendete und am Jahresende andauernde Hilfen). Dies sind 311 mehr als im Vorjahr.

Können junge Menschen unter 27 Jahren ihre Probleme nicht alleine oder mit Hilfe ihrer Familie bewältigen, bietet die Kinder- und Jugendhilfe ein breites Spektrum erzieherischer Hilfen in und außerhalb der Familien an. 85 603 Hilfen wurden in ambulanter und teilstationärer Form, d.h. unter Verbleib in der Familie in Anspruch genommen. In stationärer Form, d. h. außerhalb der Familie, wurden 17 146 Hilfen gewährt. 7 298 Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen und 1 609 ergänzende bzw. sonstige (flexible) erzieherische Hilfen rundeten das breitgefächerte Spektrum der Hilfen ab.

Erziehungsberatungen für Eltern, Eltern und Kind oder für den jungen Menschen alleine, Sozialpädagogische Familienhilfen, soziale Gruppenarbeit, Einzelbetreuung und Erziehung in Tagesgruppen sind ambulante und teilstationäre Hilfeangebote. Sie machten 77 Prozent aller Hilfen im Jahr 2011 aus. Vollzeitpflege, Heimerziehung oder andere betreute Wohnformen sind stationäre Hilfeformen und gehören zusammen mit der intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung zu den Hilfen außerhalb des Elternhauses. 15 Prozent entfielen im Jahr 2011 auf diese Hilfeangebote.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 22.08.2012

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Baden-Württemberg: Mehr als 85 000 ambulante und teilstationäre Hilfen zur Erziehung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene

Posted on August 23, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Können junge Menschen unter 27 Jahren ihre Probleme nicht alleine oder mit Hilfe ihrer Familie bewältigen, bietet die Kinder- und Jugendhilfe ein breites Spektrum erzieherischer Hilfen an. Diese werden familienorientiert oder an der Problemlage des einzelnen jungen Menschen orientiert durchgeführt. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg feststellt, wurden 85 603 erzieherische Hilfen im Jahr 2011 ambulant oder teilstationär, d.h. unter Verbleib in der Familie, durchgeführt (beendete und am Jahresende andauernde Hilfen).

Die Erziehungs-, Familien- und Jugendberatungsstellen öffentlicher und freier Träger stellen dabei oftmals eine erste Anlaufstelle dar. Im vergangenen Jahr haben 55 108 junge Menschen die Hilfe psychologischer Beratungsstellen allein, mit ihren Eltern oder mit ihrer Familie in Anspruch genommen. 90 Prozent der Erziehungsberatungen richteten sich an Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren, 54 Prozent an Jungen und junge Männer. 30 Prozent dieser jungen Menschen hatten mindestens einen Elternteil ausländischer Herkunft.

Hilfe und Unterstützung durch einen Erziehungsbeistand erhielten 4 158 junge Menschen im Jahr 2011. Der Erziehungsbeistand hat die Aufgabe, Heranwachsende bei der Bewältigung von Entwicklungsproblemen zu unterstützen und ihre Selbständigkeit zu fördern. 1 572 junge Menschen wurden durch Betreuungshelfer unterstützt. Im Gegensatz zum Erziehungsbeistand werden Betreuungshelfer in der Regel aufgrund richterlicher Weisung tätig. 76 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Einzelbetreuung waren unter 18 Jahre alt, 61 Prozent männlichen Geschlechts. 4 451 jungen Menschen wurde durch soziale Gruppenarbeit geholfen. Sie erhielten in Übungs- oder Erfahrungskursen Hilfestellungen, um Entwicklungsauffälligkeiten und Verhaltensprobleme durch soziales Lernen in der Gruppe zu überwinden. 94 Prozent der Teilnehmer waren im schulpflichtigen Alter, 71 Prozent waren Jungen und junge Männer. Eine besonders familienorientierte Form der ambulanten Erziehungshilfen stellt die sozialpädagogische Familienhilfe dar. Zur Verbesserung der künftigen Entwicklungsmöglichkeiten der minderjährigen Kinder suchten Fachkräfte 12 608 Familien im Jahr 2011 in ihrer häuslichen Umgebung auf. Durch intensive Betreuung und Begleitung unterstützten sie die Familien mit insgesamt 26 714 Kindern in ihren Erziehungsaufgaben, bei der Bewältigung von Alltagsproblemen, bei der Lösung von Konflikten und Krisen sowie im Kontakt mit Ämtern und Institutionen. Dabei kommt dem Prinzip der »Hilfe zur Selbsthilfe« und der Bereitschaft zur Mitarbeit aller Familienmitglieder besondere Bedeutung zu. Durch die Hilfegewährung wird angestrebt, die Unterbringung von Kindern und Jugendlichen außerhalb des Elternhauses zu vermeiden. Bei der Hälfte der sozialpädagogischen Hilfen wuchsen die Kinder oder Jugendlichen bei einem allein erziehenden Elternteil auf. In 70 Prozent der unterstützten Familien lebten ein oder zwei Kinder.

3 148 Jungen und 994 Mädchen unter 18 Jahren befanden sich im Jahr 2011 in einer Tagesgruppenerziehung. Sie erfuhren bei diesem teilstationären Hilfeangebot soziales Lernen und schulische Förderung in Zusammenarbeit von Familie, Schule und Tagesgruppe, ohne dass eine Trennung von der Familie erfolgte. Bei dieser Hilfeart sind die Kinder und Jugendlichen abends, am Wochenende und in den Ferien zu Hause.

In vorrangig ambulanter oder teilstationärer Form wurden 3 564 flexible Hilfen (sonstige erzieherische Hilfen) durchgeführt. Sie richteten sich individuell an 2 869 junge Menschen oder erreichten als familienorientierte Maßnahme 695 Familien.

Die Gründe, weshalb eine ambulante oder teilstationäre Hilfe begonnen wird, sind vielschichtig, der Schwerpunkt je nach Hilfeart etwas unterschiedlich: Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte, eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder des Sorgeberechtigten, Auffälligkeiten in der Entwicklung oder im sozialen Verhalten, sowie schulische oder berufliche Probleme des jungen Menschen waren die Hauptgründe.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 22.08.2012

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Baden-Württemberg: Mehr als 17 000 Erziehunghilfen außerhalb des Elternhauses im Jahr 2011

Posted on August 23, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Im Jahr 2011 haben nach Angaben des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 17 146 junge Menschen unter 27 Jahren erzieherische Hilfen in Unterbringungsformen außerhalb des Elternhauses in Anspruch genommen (beendete und am Jahresende andauernde Hilfen). Wenn durch familiäre Konflikte die räumliche Trennung von Eltern und Kindern in schwierigen Entwicklungsphasen notwendig wird, sich Entwicklungs- oder Beziehungsprobleme nicht durch ambulante oder teilstationäre Hilfeformen bewältigen lassen, dann bietet die Kinder- und Jugendhilfe stationäre, familienersetzende Hilfen an.

7 739 Kinder, Jugendliche und junge Volljährige befanden sich im Jahr 2011 in einer Vollzeitpflegestelle. 78 Prozent wurden von einer fremden Familie betreut, 22 Prozent von Großeltern oder sonstigen Verwandten. Mehr als die Hälfte lebte zuvor bei einem allein erziehenden Elternteil. 73 Prozent aller Herkunftsfamilien erhielten Transferleistungen wie Arbeitslosengeld II, bedarfsorientierte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung oder Sozialhilfe (SGB XII).

In Heimerziehung oder in einer anderen betreuten Wohnform lebten 7 905 junge Menschen, 57 Prozent davon waren Jungen und junge Männer. 60 Prozent waren 12 bis 17 Jahre alt. 66 Prozent wohnten in einer Mehrgruppen-, 28 Prozent in einer Eingruppeneinrichtung und nur 5 Prozent in einer eigenen Wohnung. 868 jungen Menschen in besonderen Problemlagen, die durch vorgenannte Hilfeangebote nicht erreicht werden konnten, wurde durch eine intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung (ab 10 Jahren) geholfen. 70 Prozent waren unter 18 Jahre alt, 61 Prozent waren Jungen und junge Männer. In vorrangig stationärer Form wurden 634 flexible Hilfen (sonstige erzieherische Hilfen, z.B. Kurzzeitpflege) durchgeführt. Die Gründe, weshalb eine stationäre Hilfe begonnen wird, sind vielschichtig, der Schwerpunkt je nach Hilfeart etwas unterschiedlich: eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder des Sorgeberechtigten, Auffälligkeiten im sozialen Verhalten des jungen Menschen, Gefährdung des Kindeswohls, unzureichende Förderung, Betreuung oder Versorgung des jungen Menschen in der Familie und Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte waren die Hauptgründe.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 22.08.2012

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„Bindung und ihre Bedeutung für die Ausgestaltung von Hilfen zur Erziehung außerhalb des Elternhauses“ am 08./09.10. in Oberderdingen

Posted on August 18, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Bindung und ihre Bedeutung für die Ausgestaltung von Hilfen zur Erziehung außerhalb des Elternhauses“ heißt eine Fortbildung des Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) für sozialpädagogische Fachkräfte der Sozialen Dienste und der Pflegekinderdienste der Jugendämter sowie der Fachdienste von freien Trägern der Hilfen zur Erziehung.

Sie findet vom 08.-09.10. im Bildungszentrum Schloss Flehingen statt. Referenten sind Helga Heugel und Christian Göbel aus Stuttgart.

nähere Informationen

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Hessen: 12 400 junge Menschen wurden 2011 außerhalb des Elternhauses untergebracht

Posted on August 11, 2012. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2011 wurden in Hessen 12 400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis unter 27 Jahre außerhalb des Elternhauses untergebracht: 4500 bzw. gut 36 Prozent in Form von Vollzeitpflege und 7900 bzw. knapp 64 Prozent in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes waren dies 3,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Betreuten in Vollzeitpflege nahm um fünf Prozent, diejenige in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform um knapp drei Prozent zu. Im Jahr 2011 wurden 3400 Hilfen neu begonnen.

Mit knapp 48 Prozent waren die meisten jungen Menschen, die außerhalb des Elternhauses untergebracht wurden, zwölf bis unter 18 Jahre alt, gefolgt von den Volljährigen mit 20 Prozent. 21 Prozent waren zwischen dem sechsten und zwölften Lebensjahr alt und elf Prozent hatten das sechste Lebensjahr noch nicht erreicht.

Bei den jüngeren Kindern spielte die Vollzeitpflege die wichtigste Rolle, während mit steigendem Alter eine Unterbringung in einem Heim oder das betreute Wohnen an Bedeutung gewann. Von den unter Sechsjährigen waren 83 Prozent in Pflegefamilien untergebracht, bei den Sechs- bis unter Zwölfjährigen lag dieser Anteil bei gut 56 Prozent, bei den Zwölf- bis unter 18-Jährigen waren es 24 Prozent und bei den Volljährigen 18 Prozent.

Die Hauptursache für die Vollzeitpflege lag bei Beginn der Hilfe im Elternhaus. Für die Heimunterbringung/sonstige betreute Wohnform war dagegen die Auffälligkeit bei jungen Menschen von großer Bedeutung. Vorrangig standen bei der Vollzeitpflege folgende Gründe: Die Gefährdung des Kindeswohles (21 Prozent), die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (18 Prozent) und die unzureichende Förderung bzw. Betreuung/Versorgung des jungen Menschen in der Familie (17 Prozent). Bei den jungen Menschen, die in Heimen/sonstiger betreuter Wohnform untergebracht wurden, waren neben der eingeschränkten Erziehungskompetenz der Eltern mit 18 Prozent, vor allem Auffälligkeiten des jungen Menschen mit 13 Prozent und schulische/berufliche Probleme mit neun Prozent von Bedeutung.

56 Prozent der jungen Menschen/der Herkunftsfamilien waren bei Beginn der Hilfe auf Transferleistungen angewiesen. In 41 Prozent lebten die jungen Menschen vor der Hilfe bei nur einem Elternteil, 20 Prozent kamen aus „Patchworkfamilien“ und in 20 Prozent der Fälle wohnten die Eltern zusammen. Die restlichen knapp 20 Prozent entfielen auf unbekannt oder Eltern waren verstorben.

Die im Laufe des Jahres geleisteten Hilfen errechnen sich aus der Summe der im Jahr beendeten Hilfen und den am 31.12. bestehenden Hilfen. Wird eine Hilfe beendet und im laufenden Jahr erneut begonnen, so wird dies als zwei Hilfen gezählt.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 10.08.2012

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Der HzE-Bericht 2012 liegt vor: Gewährung und Inanspruchnahme von Hilfen zur Erziehung in NRW

Posted on August 10, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Landesjugendämter Westfalen und Rheinland erheben seit 1999 die Leistungsdaten der Hilfen zur Erziehung (§§ 29 bis 35 SGB VIII) zur regelmäßigen Beobachtung des Feldes sowie als Hintergrundinformationen zur Beratung der Jugendämter in ihrem Zuständigkeitsgebiet.

(tf) Ab sofort steht der neue „HzE Bericht 2012 – Datenbasis 2010“ im Netz. Neben den gewohnten Analysen zur Inanspruchnahme der Erziehungshilfen nach einzelnen Hilfeformen, nach Altergruppen und Geschlecht, der Betrachtung der Eingliederungshilfen gem. § 35a SGB VIII und der wirtschaftlichen Situation der Familien, bietet der aktuelle HzE Bericht wieder spannende Schwerpunktthemen:

  • Entwicklung der Heimerziehung
  • Entwicklung der Fachkräfte im ASD und in den Hilfen zur Erziehung
  • Entwicklung der Erziehungsberatung

Download oder Bestellung

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Hessen: Alleinerziehende benötigen häufiger Hilfen zur Erziehung

Posted on August 4, 2012. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , , , |

Im Jahr 2011 wurden in Hessen knapp 64 000 Hilfen zur Erziehung und knapp 4900 Hilfen zur Eingliederung seelisch behinderter junger Menschen geleistet. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit knapp zwei Prozent mehr Hilfen gewährt als ein Jahr zuvor. Von den insgesamt 68 800 Hilfen wurden knapp 34 600 im Berichtsjahr beendet und 34 200 Hilfen dauerten am Jahresende noch an.

Mit 48 Prozent war die Erziehungsberatung die häufigste Hilfeform vor der „Heimerziehung, sonstige betreute Wohnform“ und der sozialpädagogischen Familienhilfe mit knapp zwölf bzw. elf Prozent. Knapp sieben Prozent entfielen auf die Vollzeitpflege und sechs Prozent auf die sonstigen Hilfen nach § 27 SGB VIII. Die soziale Gruppenarbeit, die Erziehung in einer Tagesgruppe und die intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung spielen zahlenmäßig eine untergeordnete Rolle. Die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte bzw. von seelischer Behinderung bedrohte junge Menschen (§ 35 a SGB VIII) nimmt eine Sonderstellung ein und gehört nicht zu den Hilfen zur Erziehung. Sie machten sieben Prozent aller Hilfen aus.

38 Prozent der Familien, die eine Hilfe zur Erziehung oder Eingliederungshilfe bekamen, lebten von Transferleistungen. Der Anteil der Familien mit Transferleistungen fiel umso höher aus, je „stärker“ der Eingriff in das Leben des jungen Menschen bzw. der Familie notwendig war. So lag zum Beispiel der Anteil bei der Vollzeitpflege bei 79 Prozent, bei der eher „schwächeren“ Erziehungsberatung hingegen bei 17 Prozent.

43 Prozent aller Hilfen wurden an Alleinerziehende gewährt; bei zusammenlebenden Eltern waren es 37 Prozent. Mehr als jede zweite dieser Alleinerziehenden war auf Transferleistungen angewiesen. Dies ist unter anderem mit der zunehmenden Belastung in Form von fehlenden materiellen Ressourcen und fehlender sozialer Unterstützung sowie bestehenden Alltagsproblemen zu erklären. Hinzu kommt, dass die Kinder oft seelisch unter der Trennung der Eltern leiden.

Neben den Hilfen, die sich auf den einzelnen jungen Menschen beziehen, werden auch familienorientierte Hilfen gewährt. Hier wird die ganze Familie unterstützt, sodass die Zahl der betroffenen jungen Menschen mit 76 800 über der Zahl der gewährten Hilfen (68 800) lag.

Die Hilfen können ambulant (Erziehungsberatungen, soziale Gruppenarbeit, Einzelbetreuung, sozialpädagogische Familienhilfe, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII), teilstationär (Erziehung in einer Tagesgruppe) oder außerhalb des Elternhauses (Heimerziehung, Vollzeitpflege, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII) geleistet werden.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 01.08.2012

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Im Land Brandenburg steigt Bedarf nach Hilfen zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe 2011

Posted on August 2, 2012. Filed under: Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurden im Jahr 2011 im Land Brandenburg 14 759 erzieherische Hilfen für Kinder und Jugendliche begonnen. Gegenüber 2010 ist das eine Steigerung von 3,1 Prozent. 14 178 (2010: 13 743) Hilfen wurden im Laufe des Jahres beendet und 14 452 (2010: 13 988) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Von den im Jahr 2011 gewährten Hilfen (beendete und bestehende Hilfen) bildeten Erziehungsberatungen mit 39,8 Prozent den Schwerpunkt der Hilfen zur Erziehung. An zweiter Stelle stand die Hilfeart Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform mit 4 149 Fällen bzw. 14,5 Prozent. Eine Hilfe zur Erziehung in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe wurde im Jahr 2011 in 4 187 Fällen bzw. 14,6 Prozent geleistet.

Aber auch 2 317 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen wurden in Anspruch genommen.

Die erzieherischen Hilfen sind überwiegend an jungen Menschen orientiert, zum Teil jedoch an der gesamten Familie. Insgesamt erhielten 32 957 junge Menschen Hilfen zur Erziehung, die durch öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht werden.

Hauptgründe für die Hilfegewährung sind eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten und Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte.

Quelle: Pressemitteilung des Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 02.08.2012

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Hilfen zur Erziehung in Berlin im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe 2011

Posted on August 2, 2012. Filed under: Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurden im Jahr 2011 in Berlin 24 714 erzieherische Hilfen für Kinder und Jugendliche begonnen. Gegenüber 2010 ist das eine Steigerung von 1,3 Prozent. 24 259 (2010: 24 028) Hilfen wurden im Laufe des Jahres beendet und 19 975 (2010: 19 562) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Von den im Jahr 2011 gewährten Hilfen (beendete und bestehende Hilfen) bildeten Erziehungsberatungen mit 53 Prozent den Schwerpunkt der Hilfen zur Erziehung. An zweiter Stelle stand die Hilfeart Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform mit 5 777 Fällen bzw. 13,1 Prozent. Eine Hilfe zur Erziehung in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe wurde im Jahr 2011 in 5 032 Fällen bzw. 11,4 Prozent geleistet.

Aber auch 2 675 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen wurden in Anspruch genommen. Die erzieherischen Hilfen sind überwiegend an jungen Menschen orientiert, zum Teil jedoch an der gesamten Familie. Insgesamt nutzten 49 756 junge Menschen Hilfen zur Erziehung, die durch öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht werden.

Als Hauptgründe für die Hilfegewährung werden Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte und eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten angegeben.

Quelle: Pressemitteilung des Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 02.08.2012

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