Rheinland-Pfalz: Jugendämter nahmen mehr Kinder und Jugendliche in Obhut

Posted on August 5, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2012 wurden in Rheinland-Pfalz 1 241 Kinder und Jugendliche von den Jugendämtern in Obhut genommen. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, waren dies 146 (13,3 Prozent) mehr als noch im Jahr 2011.

Die Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, wenn diese sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation befinden. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer (z.B. Polizei oder Erzieher) in Obhut und bringen sie meist für Stunden oder einige Tage in einer geeigneten Einrichtung, etwa in einem Heim, unter.

Fast ein Fünftel (228) der Kinder und Jugendlichen wurden 2012 auf eigenen Wunsch in Obhut genommen, bei den Übrigen veranlassten andere Personen oder Stellen die Inobhutnahme.

731, also mehr als die Hälfte, der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen waren älter als 14 Jahre. 48 Prozent aller in Obhut Genommenen waren Mädchen.

An einem jugendgefährdenden Ort wurden gut 10 Prozent (125) der in Obhut Genommenen aufgegriffen. Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils war in fast 44 Prozent der Fälle (544) Anlass für die Inobhutnahme. Vernachlässigung, beziehungsweise Anzeichen für Misshandlung oder für sexuellen Missbrauch waren in knapp einem Drittel der Fälle (386) der Grund. Weitere Anlässe bildeten unter anderem Beziehungsprobleme (174 Fälle), Integrationsprobleme im Heim oder in der Pflegefamilie (68), Probleme in der Schule (63) und Kriminalität (56).

Die Angaben liefern die Jugendämter der kreisfreien Städte und Landkreise sowie der großen kreisangehörigen Städte mit eigenem Jugendamt einmal jährlich. Als Grund für die Maßnahme können bis zu zwei Anlässe angegeben werden.

 

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz vom 01.08.2013

 

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IGfH-Bundestagung Inobhutnahme am 25./26.09. in Berlin

Posted on Juli 25, 2013. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Zahl der sogenannten Inobhutnahmen ist in den letzten fünf Jahren deutlich gestiegen. Die IGfH-Bundestagung „Inobhutnahme als Chance und Herausforderung“ am 25.-26.09. in Berlin nimmt erstmals bundesweit die pädagogischen Aspekte und Alltagsfragen der Arbeit in Einrichtungen, die in Obhut nehmen, in den Blick.

Notlagen, Gefährdungen von Minderjährigen sowie der Kinderschutz sind Ausgangspunkte, die häufig eine besondere Herausforderung für die MitarbeiterInnen in den Einrichtungen, die betroffenen Familien und das Amt für soziale Dienste/Jugendamt und deren Kooperation darstellen. Neben rechtlichen Rahmenbedingungen und Organisationsformen der Leistungen nach § 42 SGB VIII stehen der fachliche Austausch und die gemeinsame Entwicklung neuer Perspektiven im Vordergrund. Die Tagung richtet sich an Fachleute der Praxis und der Wissenschaft ebenso wie an die öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe.

nähere Informationen

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Erstmals statistische Aussagen zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls im Land Brandenburg

Posted on Juli 16, 2013. Filed under: Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Seit dem 1. Januar 2012 sind die Jugendämter per Gesetz verpflichtet, den Statistischen Ämtern Daten der Gefährdungseinschätzung von Kindern und Jugendlichen zu übermitteln. Es geht vor allem um solche Gefährdungen wie Vernachlässigung, körperliche und psychische Misshandlung und sexuelle Gewalt.

2012 wurden in Brandenburg 4 438 Verfahren von den Jugendämtern eingeleitet, bei denen jedoch in lediglich 35,2 Prozent der Fälle von einer akuten oder latenten Kindeswohlgefährdung ausgegangen werden musste. Bei 37,4 Prozent der Verfahren wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt. In 27,5 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf.
Bei allen Verfahren waren nur unwesentlich mehr Mädchen als Jungen betroffen (50,4 Prozent).

Eine akute Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes/Jugendlichen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist. Bei einer nicht eindeutig feststellbaren Gefahr, wenn aber der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung besteht bzw. nicht ausgeschlossen werden kann, wird von einer latenten Kindeswohlgefährdung gesprochen.

59,9 Prozent der eingeschätzten Kindeswohlgefährdungen betrafen Vernachlässigungen. Körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 34,4 Prozent der Fälle ermittelt. In 2,4 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden.

Infolge von 758 Verfahren wurde ambulante/teilstationäre Hilfe gewährt. In 224 Fällen der neu eingerichteten Hilfe kam es zu vorläufigen Schutzmaßnahmen für die Kinder/Jugendlichen. 306 mal musste das Familiengericht angerufen werden.

Häufig erfolgte das Bekanntwerden von Kindeswohlgefährdungen durch Bekannte/Nachbarn oder auch anonym (27,7 Prozent). Über Polizei und Staatsanwaltschaften wurden 14,9 Prozent der Verfahren initiiert. In 9,7 Prozent der Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder Schule der Kinder/Jugendlichen die auslösende Einrichtung. 9,2 Prozent der Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen. Durch medizinisches Personal, Gesundheitsämter oder Hebammen erfolgten in 5,5 Prozent der Fälle Informationen an die Jugendämter.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 16.07.2013

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Erstmals statistische Aussagen zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls in Berlin

Posted on Juli 16, 2013. Filed under: Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Seit dem 1. Januar 2012 sind die Jugendämter per Gesetz verpflichtet, den Statistischen Ämtern Daten der Gefährdungseinschätzung von Kindern und Jugendlichen zu übermitteln. Es geht vor allem um solche Gefährdungen wie Vernachlässigung, körperliche und psychische Misshandlung und sexuelle Gewalt.

2012 wurden in Berlin 8 791 Verfahren von den Jugendämtern eingeleitet, bei denen in 50,1 Prozent von einer akuten oder latenten Kindeswohlgefährdung ausgegangen werden musste. Bei 22,9 Prozent der Verfahrensfälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt. In 27 Prozent der Verfahren wurde zwar keine Gefährdung festgestellt, es bestand jedoch Hilfebedarf.
Bei allen Verfahren waren nur unwesentlich mehr Jungen als Mädchen betroffen (50,5 Prozent).

Eine akute Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes/Jugendlichen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist. Bei einer nicht eindeutig feststellbaren Gefahr, wenn aber der Verdacht auf Kindeswohlgefährdung besteht bzw. nicht ausgeschlossen werden kann, wird von einer latenten Kindeswohlgefährdung gesprochen.

51,9 Prozent der eingeschätzten Kindeswohlgefährdungen betrafen Vernachlässigungen, körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 44,6 der Fälle ermittelt. In 2,2 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden.

Ambulante/teilstationäre Hilfe erhielten 1 554 Kinder und Jugendliche zugesprochen, in 2 040 Fällen kam amtliche Unterstützung zum Tragen. In 518 Fällen der neu eingerichteten Hilfe kam es zu vorläufigen Schutzmaßnahmen für die Kinder/Jugendlichen. Das Familiengericht musste 725 mal angerufen werden.

Von Polizei und Staatsanwaltschaften wurden 26 Prozent der Verfahren eingeleitet. Häufig erfolgte das Bekanntwerden von Kindeswohlgefährdungen durch Bekannte/Nachbarn oder anonym (18,8 Prozent). In 13 Prozent der Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder Schule der Kinder/Jugendlichen die auslösende Einrichtung. 10,6 Prozent der Verfahren wurden von Minderjährigen, Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst ausgelöst. Durch medizinisches Personal, Gesundheitsämter oder Hebammen erfolgten in 9,7 Prozent der Fälle Informationen an die Jugendämter.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 16.07.2013

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NRW: Zahl der Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche 2012 auf neuem Höchststand

Posted on Juli 1, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2012 ergriffen die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen 11 475 Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 8,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die vorläufigen Schutzmaßnahmen (Inobhutnahmen oder Herausnahmen) werden vom Jugendamt dann ergriffen, wenn ein unmittelbares Handeln zum Schutz der Minderjährigen in Eil- und Notfällen als geboten erscheint.

Die Mehrzahl der vom Jugendamt in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen waren Jugendliche ab einem Alter von 14 Jahren (6 961); Kinder unter 14 Jahren waren in 40 Prozent der Fälle (4 514) betroffen. 51,5 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Mädchen. Häufigste Anlässe für die vorläufige Schutzmaßnahme waren Überforderung (5 084 Fälle) oder Beziehungsprobleme (1 998 Fälle) der Eltern sowie die Vernachlässigung des Kindes (1 265 Fälle).

In mehr als der Hälfte der Inobhut- und Herausnahmen (7 299) wurden die Maßnahmen auf Initiative des Jugendamts oder der Polizei ergriffen. In etwa einem Fünftel der Fälle (2 535) ging das behördliche Eingreifen auf Initiative des Kindes oder des Jugendlichen selbst zurück. In den übrigen Fällen wiesen z. B. Lehrer, Ärzte, Verwandte oder Nachbarn die Behörden auf die Notsituation der Kinder und Jugendlichen hin. (IT.NRW)

zu den Ergebnissen für kreisfreie Städte und Kreise

Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 01.07.2013

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Baden-Württemberg: Vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche nehmen um 8 Prozent zu

Posted on Juni 13, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2012 in Baden-Württemberg für 3 617 Kinder und Jugendliche vorläufige Schutzmaßnahmen ergriffen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine erneute Zunahme um 8 Prozent. Seit dem Jahr 2005 hat sich die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen damit mehr als verdoppelt.

In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz vorübergehend aus der eigenen Familie, einer Pflegefamilie, einem Heim oder einer anderen Unterbringungsart heraus- und von Jugendämtern in Obhut genommen. Sie werden dann vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

Für 1 942 Mädchen und junge Frauen und 1 675 Jungen und junge Männer war 2012 ein behördliches Eingreifen nötig. Über die Hälfte (59 Prozent) der Kinder und Jugendlichen (2 129) war zwischen 14 und 18 Jahre alt, 15 Prozent (528) hatten das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet. Fast drei Viertel der jungen Menschen (2 687) hatte die deutsche Staatsangehörigkeit. Gut ein Fünftel (748) wurde nach vorherigem Ausreißen aufgegriffen.

In 1 635 Fällen (45 Prozent) wurden die vorläufigen Schutzmaßnahmen durch soziale Dienste oder die Jugendämter, in 18 Prozent (644) durch die Polizei veranlasst. Bei 1 017 Fällen ging eine Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII voraus.

Auf eigenen Wunsch wurde gut ein Fünftel (731) unter den Schutz des Jugendamts gestellt. Vor allem Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren wurden häufig (33 Prozent) auf eigenen Wunsch in Obhut genommen. Fast die Hälfte der Kinder und Jugendlichen (1 667) lebte vor der Schutzmaßnahme bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil mit Partner und knapp ein Drittel (1 146) wuchs bei einem allein erziehenden Elternteil auf.

Die Hauptursache lag bei 48 Prozent aller Maßnahmen in einer Überforderung der Eltern oder eines Elternteils, bei fast einem Fünftel traten Beziehungsprobleme auf. Anzeichen von Misshandlung und von Vernachlässigung lagen bei jeweils 11 Prozent aller Fälle vor. Knapp drei Viertel der Kinder und Jugendlichen (2 608) wurde vorübergehend in einer Einrichtung untergebracht, ein Viertel (915) fand Schutz bei einer geeigneten Person.

In Zusammenarbeit mit den Betroffenen und gegebenenfalls auch mit ihren Angehörigen werden Zukunftsperspektiven entwickelt, zu denen auch eine anschließende Hilfeleistung in Form eines weiteren Aufenthalts in einer Einrichtung oder ambulante erzieherische Hilfen gehören können. Nur 11 Prozent der jungen Menschen benötigten im Anschluss keine Hilfe mehr.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 12.06.2013

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3000 Kinder von hessischen Jugendämtern 2012 in Obhut genommen

Posted on Juni 12, 2013. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die hessischen Jugendämter meldeten 2012 insgesamt gut 3000 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, etwa so viel wie 2011. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, handelt es sich hierbei um die Inobhutnahme oder Herausnahme aus einem Heim, der eigenen Familie bzw. einer Pflegefamilie oder einer anderen Unterbringungsart aufgrund einer akuten Gefahr für das Wohl des Kindes oder Jugendlichen. Die Hälfte (51 Prozent) der in Obhut genommenen sind Mädchen. 2012 betrafen die Schutzmaßnahmen – wie im Vorjahr – vor allem Jugendliche, d. h. über die Hälfte (knapp 59 Prozent) waren älter als 14 Jahre und 41 Prozent waren Kinder unter 14 Jahren. Der Anteil der Jugendlichen über 14 Jahre stieg gegenüber 2011 um vier Prozentpunkte.

Die am häufigsten genannten Anlässe für Schutzmaßnahmen waren Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (39 Prozent), unbegleitete Einreisen aus dem Ausland (18 Prozent) und Beziehungsprobleme (13 Prozent). Vernachlässigung bzw. Misshandlungen waren in 13 bzw. zehn Prozent der Fälle Anlass für Interventionen. Alle anderen Gründe spielten mit jeweils weniger als fünf Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Es konnten Mehrfachantworten gegeben werden.

Die Schutzmaßnahmen betrafen 62 Prozent deutsche und 38 Prozent ausländische Kinder und Jugendliche. Bei den Nichtdeutschen entfiel mit 48 Prozent ein relativ hoher Anteil auf unbegleitete Einreisen aus dem Ausland; deren Zahl stieg gegenüber 2011 um 106 oder 24 Prozent auf 547. Damit setzte sich die Entwicklung aus dem letzten Jahr fort. Bereits 2010 stieg deren Zahl um 52 Fälle (13 Prozent).

Eine große Rolle bei den Schutzmaßnahmen spielt die Familienkonstellation. So lebten rund 42 Prozent der in Obhut genommenen Kinder bei einem alleinerziehenden Elternteil oder in einer Patchworkfamilie.

Die Inobhutnahmen erfolgten zu einem Viertel auf eigenen Wunsch des Kindes bzw. Jugendlichen und bei drei Viertel lag eine Gefährdung vor. Vor allem Mädchen im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren wurden in 37 Prozent der Fälle auf eigenen Wunsch in Obhut genommen.

Die Unterbringung erfolgte meist in einer Einrichtung (69 Prozent), zu 18 Prozent wurden die jungen Menschen in einer geeigneten Familie untergebracht und zu 13 Prozent in einer sonstigen betreuten Wohnform.

In vier von zehn Fällen kehrte der junge Mensch nach der Maßnahme zurück zu dem Sorgeberechtigen, zur Pflegefamilie oder ins Heim. Rund ein Drittel wurde danach außerhalb des Elternhauses, also im Heim, durch betreutes Wohnen oder in einer Pflegefamilie untergebracht; knapp zwölf Prozent erhielten eine sonstige stationäre Hilfe und neun Prozent eine ambulante Erziehungshilfe. Bei knapp zehn Prozent erfolgte keine anschließende Hilfe und drei Prozent wurden von einem anderen Jugendamt übernommen. Es konnten Mehrfachantworten gegeben werden.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 11.06.2013

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Thüringen: 1.103 Maßnahmen zum Schutz für Kinder und Jugendliche 2012 – Täglich durchschnittlich 3 Inobhutnahmen

Posted on Juni 6, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2012 erfolgten in Thüringen 1 103 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Form von Inobhutnahmen durch die öffentlichen und freien Träger der Jugendhilfe. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 87 Maßnahmen bzw. 8,6 Prozent mehr als im Jahr 2011.

In 530 Fällen und somit bei fast der Hälfte der Maßnahmen (48,1 Prozent) wurden die vorläufigen Schutzmaßnahmen von den sozialen Diensten bzw. den Jugendämtern angeregt, 340 von ihnen auf Grund einer vorangegangenen Gefährdungseinschätzung). In weiteren 219 Fällen regten die Kinder bzw. die Jugendlichen die Maßnahme selbst an und in 139 Fällen war es die Polizei oder eine Ordnungsbehörde.

Der Hauptanlass für die Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen lag mit 30,9 Prozent in der Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils. Weitere Schwerpunkte waren mit 15,7 Prozent Beziehungsprobleme und mit 12,4 Prozent eine Vernachlässigung der Betroffenen.
In mehr als drei Viertel der Fälle (839 Maßnahmen bzw. 76,1 Prozent) erfolgte die Unterbringung während der Maßnahme in einer Einrichtung. Die durchschnittliche Dauer der Maßnahmen betrug 22,7 Tage.

Mehr als die Hälfte (55,0 Prozent) der Kinder und Jugendlichen waren im Jahr 2012 Mädchen. Im Jahr 2011 betrug deren Anteil 53,8 Prozent. Die Altersgruppe der 14- bis unter 16-Jährigen war am häufigsten betroffen. Vorläufige Schutzmaßnahmen für Jugendliche dieser Altersgruppe wurden von den öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe im Jahr 2012 in 238 Fällen gemeldet. Das war mit 21,6 Prozent mehr als ein Fünftel aller Maßnahmen (2011: 23,3 Prozent). In 205 Fällen bzw. 18,6 Prozent waren es Kinder im Alter von unter 3 Jahren (2011: 15,3 Prozent).
In knapp der Hälfte der Fälle (540 Fälle bzw. 44,5 Prozent) konnten die Kinder und Jugendlichen am Ende der vorläufigen Schutzmaßnahme zu den Personensorgeberechtigten zurückkehren. In 351 Fällen (28,9 Prozent) mussten jedoch erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses eingeleitet werden.

Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamt für Statistik vom 05.06.2013

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Bayern: Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche auch 2012 gestiegen

Posted on Juni 4, 2013. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2012 wurden in Bayern insgesamt 3 046 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche ergriffen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, sind das rund 2,1 Prozent mehr als im Vorjahr. In 54 Prozent der Fälle waren weibliche Minderjährige betroffen. Der häufigste Grund für eine vorläufige Schutzmaßnahme lag in der Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils.

Als Schutzmaßnahme bezeichnet man die vorläufige Aufnahme und Unterbringung von Minderjährigen in einer Notsituation durch das Jugendamt. Es sind Maßnahmen zur schnellen Intervention zugunsten des Minderjährigen, sie dienen als Klärungshilfe für Betroffene in Krisensituationen sowie dem unmittelbaren Schutz der Minderjährigen.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden im Laufe des Jahres 2012 in Bayern insgesamt 3 046 vorläufige Schutzmaßnahmen durchgeführt. Verglichen mit dem Vorjahr mit insgesamt 2 982 Fällen, entspricht dies einer Zunahme von rund 2,1 Prozent. Die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen ist in den vergangenen zehn Jahren kontinuierlich gestiegen: Gegenüber 2002 (1 692 Fälle) wurden im Jahr 2012 80 Prozent mehr vorläufige Schutzmaßnahmen ausgesprochen.


Mädchen sind von vorläufigen Schutzmaßnahmen etwas öfter betroffen als Jungen. Im Jahr 2012 waren dies 1 649 Mädchen (54 Prozent) und 1 397 Jungen (46 Prozent).

Bei der überwiegenden Zahl der Maßnahmen (3 005) handelte es sich um Inobhutnahmen, in 41 Fällen wurden die Kinder und Jugendlichen vom Jugendamt aufgrund einer Gefährdung den Personenberechtigten, z.B. den Eltern, auch gegen deren Willen weggenommen (Herausnahmen). Von den 3 005 Inobhutnahmen erfolgten 500 auf eigenen Wunsch des Minderjährigen und 2 505 aufgrund einer Gefährdung.

Die drei häufigsten Gründe – Doppelnennungen sind möglich – für eine vorläufige Schutzmaßnahme waren die Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils (1 245 Fälle), die Vernachlässigung des Minderjährigen (380 Fälle) und Beziehungsprobleme (348 Fälle).

Weitere Informationen zu den vorläufigen Schutzmaßnahmen in Bayern finden Sie auch in unserer Online-Datenbank GENESIS unter: www.statistikdaten.bayern.de/genesis

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 04.06.2013

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„Hilfen zur Ersthilfe – (akut) stabilisierende Interventionen in der Inobhutnahme“ vom 13.-15.05. in Frankfurt/Main

Posted on März 26, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Für Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Erziehungshilfe aus dem Bereich der (stationären) Inobhutnahme sowie Bereitschaftspflegeeltern bietet die Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) vom 13.-15.05. in Frankfurt/Main ein Seminar zum Thema „Hilfen zur Ersthilfe – (akut) stabilisierende Interventionen in der Inobhutnahme“ an. Referenten sind Lutz Bohnstengel und Graham Lewis.

Kinder und Jugendliche in der Inobhutnahme sind in der krisenhaft zugespitzten Ausnahmesituation der Inobhutnahme selbst in großem Maße darauf angewiesen, von den Fachkräften Hilfe in Form von Halt und Orientierung zu bekommen. Für eine Akutstabilisierung sind verschiedene Aspekte der Alltagsplanung, der Partizipation, der Erklärung und Einordnung von kindlichen/jugendlichen Symptomen und die Erläuterung von relevanten Zusammenhängen erforderlich. Für eine Stabilisierungsarbeit, die über die akute Phase hinaus geht, müssen aber noch andere Interventionen der Fachkräfte hinzutreten, die die Stress-Coping Strategien und Selbstberuhigungsfähigkeiten der Kinder und Jugendlichen aktiv entwickeln und ausbauen.

Im Workshop werden wesentliche Stabilisierungstechniken vermittelt und erprobt. Klarheit, Ruhe, sichere Entschlossenheit und Transparenz werden als Haltung angestrebt. Themen sind: Psychoedukation der Betroffenen und Angehörigen, psychodynamische Deutung und Einordnung von Symptomen, Erarbeitung des Notfall-Koffers, Dissoziations-Stopp und Ressourcen-Arbeit in Form von Positive-Life-Event-Arbeit, Imaginationen und Selbstfürsorge.

nähere Informationen (Seite 11)

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KomDat Jugendhilfe 2/2012 erschienen

Posted on September 29, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Ein Thema des aktuellen KomDat-Heftes der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) sind die unterschiedlichen Gesichter der Inobhutnahme.

Autor Jens Pothmann zieht als Fazit:
„Der Blick in den Zahlenspiegel der vorläufigen Schutzmaßnahmen verdeutlicht Diskrepanzen zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Alltagspraxis dieser Kriseninterventionen. So hat man insbesondere in den Debatten der letzten Jahre um den Schutz von vor allem Kindern vor Vernachlässigungen und Misshandlungen in der Familie die Inobhutnahme als ein im Bedarfsfall notwendiges Eingriffsinstrumentarium der Kinder- und Jugendhilfe in die Privatsphäre von Familien und die elterliche Erziehungsverantwortung wahrgenommen. Das hierüber mitunter entstehende Bild von einer Kriseninterventionsmöglichkeit für Jugendämter bei Gefährdungslagen für Kinder ist zwar nicht falsch, aber doch unvollständig. Das Spektrum der Fälle ist vielschichtiger und differenzierter. Maßnahmen bei Jugendlichen haben andere Anlässe, nehmen einen anderen Verlauf, sind schneller abgeschlossen und enden häufig anders als bei Klein- und Kleinstkindern. Bei Jugendlichen scheint dieses Instrument der vorläufigen Schutzmaßnahme neben der notwendigen Intervention im schweren Falle von Vernachlässigungen und Misshandlungen auch noch eine andere Funktion zu haben: eine kurzfristige Entlastung bei aktuellen Krisensituationen.“

zum Heft

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Anstieg der Maßnahmen zum Schutz für Kinder und Jugendliche 2011 in Thüringen

Posted on August 4, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: |

Im Jahr 2011 wurden in Thüringen 1 016 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 57 Maßnahmen bzw. 5,9 Prozent mehr als im Jahr 2010.

Mehr als die Hälfte dieser Kinder und Jugendlichen waren wie im Vorjahr Mädchen. Ihr Anteil betrug 53,8 Prozent (547 Mädchen). Ein Jahr zuvor waren es 54,6 Prozent.

Die Altersgruppe der 14- bis unter 16-Jährigen war am häufigsten betroffen. Für diese Altersgruppe wurden von den Trägern der Jugendhilfe 237 Fälle gemeldet. Das war mit 23,3 Prozent fast ein Viertel aller Maßnahmen (2010: 23,6 Prozent). In 170 Fällen bzw. 16,7 Prozent waren die Jugendlichen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren (2010: 18,4 Prozent). Bei 155 Schutzmaßnahmen waren die Kinder jünger als drei Jahre.

Knapp die Hälfte der jungen Menschen (479 junge Menschen bzw. 47,1 Prozent) lebte bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil mit Stiefelternteil oder einem Partner. Mehr als ein Drittel der in Obhut genommenen jungen Menschen (388 Kinder und Jugendliche bzw. 38,2 Prozent) lebte bei einem alleinerziehenden Elternteil.

Häufigste Gründe für Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen waren mit 28,9 Prozent die Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils sowie Beziehungsprobleme mit 19,3 Prozent.

Die meisten der Kinder und Jugendlichen (804 Fälle bzw. 79,1 Prozent) wurden im Rahmen der Inobhutnahme in einer Einrichtung untergebracht.

In der Hälfte der Fälle (512 Fälle bzw. 50,4 Prozent) konnten die Kinder und Jugendlichen am Ende der vorläufigen Schutzmaßnahme zu den Personensorgeberechtigten zurückkehren. In fast einem Drittel der Fälle (316 Kinder und Jugendliche bzw. 31,1 Prozent) wurde erzieherische Hilfe außerhalb des Elternhauses eingeleitet.

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik vom 03.08.2012

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Inohutnahmen und Sorgerechtsentzüge im Saarland 2011

Posted on Juli 19, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches, Saarland | Schlagwörter: , , |

Die aktuellen Statistiken der Inobhutnahmen und Sorgerechtsentzüge im Saarland für das Jahr 2011 wurden am 07.07.2012 in der Saarbrücker Zeitung veröffentlicht: „Gerichte entziehen mehr Eltern das Sorgerecht“.

Im Vergleich zu den bundesweiten Zahlen sind die Anstiege überproportional hoch.

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Inobhutnahme in Sachsen-Anhalt 2011 gegenüber dem Vorjahr gestiegen

Posted on Juli 17, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2011 wurden in Sachsen-Anhalt 1 155 Kinder und Jugendliche von den Jugendämtern in Obhut genommen. Das waren 5,1 Prozent (56) mehr als im Jahr 2010. Die Hälfte davon (578) waren Mädchen.

Mehr als die Hälfte (621 Personen = 53,8 Prozent) der in Obhut genommenen war unter 14 Jahre, zwischen 14 und 18 Jahren waren 534 Personen (46,2 Prozent).

Kinder und Jugendliche werden auf eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer (z. B. der Polizei oder Erzieher) in Obhut genommen, wenn eine dringende Gefahr für ihr Wohl besteht. Das Jugendamt sorgt für eine vorläufige Unterbringung, meist Stunden oder Tage, in einer Einrichtung, etwa in einem Heim, bei einer geeigneten Person oder in einer sonstigen betreuten Wohnform.

Die behördlichen Maßnahmen wurden zu 51 Prozent durch soziale Dienste/Jugendamt sowie Polizei und Ordnungsbehörden angeregt. In 27 Prozent der Fälle erfolgte die Inobhutnahme auf eigenen Wunsch der Betroffenen, ein Jahr zuvor waren es 20 Prozent.
Die am häufigsten genannten Anlässe für Schutzmaßnahmen waren Überforderung der Eltern/eines Elternteils (39 Prozent), Beziehungsprobleme (24 Prozent) und Vernachlässigung (13 Prozent).

In 24 Prozent der Fälle dauerte die Inobhutnahme unter einem Tag an, in 25 Prozent der Fälle 15 Tage und länger.
Bei den Inobhutnahmen spielt das Umfeld der Familie eine bedeutende Rolle. So lebten vor der Inobhutnahme 60 Prozent der Betroffenen bei einem alleinerziehenden Elternteil oder bei einem Elternteil mit neuem Partner.
Von den Betroffenen kehrten 49 Prozent der Kinder und Jugendlichen nach der Maßnahme in ihr gewohntes Lebensumfeld zurück (Personensorgeberechtigte, Pflegefamilie oder Heim). Für 8 Prozent der jungen Menschen endete die Maßnahme ohne anschließende Hilfe.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 11.07.2012

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Mecklenburg-Vorpommern: Wieder mehr Kinder 2011 in Obhut der Jugendämter genommen

Posted on Juli 17, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1 045 Kinder und Jugendliche, die in einer akuten Krisen- und Gefährdungssituation Hilfe benötigten, zu ihrem Schutz von den Jugendämtern in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern waren das 43 Fälle oder 4 Prozent mehr als im Vorjahr. Rein rechnerisch wurden täglich drei Minderjährige von den Behörden aufgenommen und vorübergehend an einem sicheren Ort untergebracht.

Jede zweite Schutzmaßnahme (571 Fälle) wurde wegen dringender Gefahr von Kindern und Jugendlichen durch soziale Dienste, Jugendämter oder Polizei und Ordnungsbehörden ausgelöst. 234 Minderjährigen (22 Prozent) wurde auf eigenen Wunsch Obhut gewährt. Hinweise von Eltern oder Nachbarn und Verwandten waren in 179 Fällen (17 Prozent) Anlass für die Einleitung vorläufiger Schutzmaßnahmen.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen waren überwiegend jünger als 14 Jahre (57 Prozent). Besonders deutlich nahm im Vergleich zum Vorjahr die Zahl der Inobhutnahmen bei den 9- bis unter 12‑Jährigen (+ 16 Prozent) zu. In der Altersgruppe der 14- bis unter 18-Jährigen war der Anstieg der eingeleiteten Schutzmaßnahmen insbesondere bei den Jugendlichen zwischen 14 bis unter 16 Jahren (+ 14 Prozent) auffallend hoch.

Eine Hauptursache für das Auslösen von akuten Krisen- und Gefährdungssituationen, die zur Inobhutnahme von Minderjährigen führte, war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils. Das betraf Kinder oder Jugendliche aller Altersgruppen, besonders aber Kleinkinder unter 3 Jahre und 14- bis unter 16-jährige Teenager. An zweiter Stelle rangierten Beziehungsprobleme der Minderjährigen mit den Eltern oder dem sozialen Umfeld bzw. der Eltern untereinander. Diese Schwierigkeiten traten bei Mädchen, insbesondere in der Pubertät, deutlich häufiger auf als bei Jungen. Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen war ein weiterer Hauptgrund für die Einleitung von vorübergehenden Schutzmaßnahmen. Vor allem jüngere Kinder bis 9 Jahre wurden aufgrund von Vernachlässigung in Obhut genommen.

Jeder dritte Minderjährige (33 Prozent) lebte vor der Inobhutnahme bei einem alleinerziehenden Elternteil. Jeweils 24 Prozent wohnten bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil mit neuem Partner.

Die Hälfte der Inobhutnahmen (53 Prozent) endete mit der Rückkehr des Kindes oder Jugendlichen zu den Eltern/Erziehungsberechtigten. In 37 Prozent der Fälle wurden im Ergebnis der Schutzmaßnahme erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses (257 Fälle) oder eine stationäre Hilfe (126 Fälle) eingeleitet.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom 12.07.2012

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Baden-Württemberg: Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen nimmt um 11 Prozent zu

Posted on Juli 12, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden im Jahr 2011 in Baden-Württemberg für 3 346 Kinder und Jugendliche vorläufige Schutzmaßnahmen ergriffen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine erneute Zunahme um 11 Prozent. Seit dem Jahr 2005 hat sich die Zahl vorläufigen Schutzmaßnahmen damit mehr als verdoppelt.

In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz vorübergehend aus der eigenen Familie, einer Pflegefamilie, einem Heim oder einer anderen Unterbringungsart heraus- und von Jugendämtern in Obhut genommen und vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

Für 1 850 Mädchen und junge Frauen und 1 496 Jungen und junge Männer war 2011 ein behördliches Eingreifen aufgrund einer akuten Gefährdung nötig. Über die Hälfte (58 Prozent) der Kinder und Jugendlichen (1 939) war zwischen 14 und 18 Jahre alt, 14 Prozent (459) hatten das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet. Fast drei Viertel der jungen Menschen (2 418) hatten die deutsche Staatsangehörigkeit. Knapp ein Viertel (814) war aus der eigenen Familie, Heim oder Pflegefamilie ausgerissen.

Von den insgesamt 3 346 betroffenen jungen Menschen wurde gut ein Viertel (859) auf eigenen Wunsch unter den Schutz des Jugendamts gestellt. Vor allem Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren werden häufig (42 Prozent) auf eigenen Wunsch in Obhut genommen. 29 Prozent der Maßnahmen (983) waren durch soziale Dienste oder das Jugendamt, 24 Prozent (800) durch die Polizei veranlasst. Fast die Hälfte der Kinder und Jugendlichen (1 571) lebte vor der Schutzmaßnahme bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil mit Partner und knapp ein Drittel (993) wuchs bei einem allein erziehenden Elternteil auf. Die Hauptursache lag bei 44 Prozent aller Maßnahmen in einer Überforderung der Eltern oder des Elternteils, bei fast einem Fünftel traten Beziehungsprobleme auf. Anzeichen von Misshandlung und von Vernachlässigung lagen bei jeweils 11 Prozent aller Fälle vor. Knapp drei Viertel der Kinder und Jugendlichen (2 384) wurden vorübergehend in einer Einrichtung untergebracht, rund ein Viertel (874) fand Schutz bei einer geeigneten Person. In Zusammenarbeit mit den Betroffenen und gegebenenfalls auch mit ihren Angehörigen werden Zukunftsperspektiven entwickelt, zu denen auch eine anschließende Hilfeleistung in Form eines weiteren Aufenthalts in einer Einrichtung oder ambulante erzieherische Hilfen gehören können. Nur 11 Prozent der jungen Menschen benötigten im Anschluss keine Hilfe mehr.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg vom 10.07.2012

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2.301 Inobhutnahmen 2011 in Sachsen

Posted on Juli 10, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , |

2.301 Kinder und Jugendliche (1.178 Jungen und 1.123 Mädchen) wurden im Jahr 2011 durch die Jugendämter in Sachsen in Obhut genommen, rein rechnerisch sechs pro Tag. Die Unterbringung erfolgte überwiegend in Einrichtungen, aber auch bei geeigneten Personen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden damit 187 Inobhutnahmen (9 Prozent) mehr als 2010 durchgeführt.

Ein Viertel der Inobhutnahmen (583) geschah auf eigenen Wunsch des Kindes/Jugendlichen, die zu 79 Prozent 14 Jahre und älter waren. Die restlichen (1.718) Inobhutnahmen veranlassten in Folge dringender Gefahr die sozialen Dienste der Jugendämter (707) sowie Polizei und Ordnungsbehörden (534). 188 Hinweise kamen von Verwandten und Nachbarn, Lehrern und Erziehern, Ärzten und sonstigen Personen. In 13 Prozent (289) der Fälle wurde die Inobhutahme auf Anregung der Eltern bzw. eines Elternteils ausgelöst.

Die meisten jungen Menschen nannten vor allem Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils und Beziehungsprobleme als Anlass. Weitere Gründe waren u. a. Vernachlässigung, Kriminalität bzw. eine Straftat, Schul-/Ausbildungsprobleme, Anzeichen für Misshandlung und Integrationsprobleme.

Für 29 Prozent der Kinder und Jugendlichen endete die Inobhutnahme innerhalb von zwei Tagen, für weitere 39 Prozent innerhalb der nächsten 12 Tage. Die Hälfte der jungen Menschen kehrte danach ins gewohnte soziale Umfeld zurück. Für 656 Mädchen und Jungen schlossen sich erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses an.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen vom 21.06.2012

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2011: Zahl der In­ob­hut­nahmen durch Jugend­ämter weiter ge­stiegen

Posted on Juli 6, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Im Jahr 2011 haben die Jugendämter in Deutschland 38 500 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 2 100 (+ 6 %) mehr als 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen, gegenüber 2007 (28 200 Inobhutnahmen) stieg sie um 36 %.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation befinden. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Grund von Hinweisen Anderer – beispielsweise der Polizei oder von Erzieherinnen und Erziehern – in Obhut und bringen sie in einer geeigneten Einrichtung unter, zum Beispiel in einem Heim.

Die meisten (28 100 oder 73 %) der in Obhut genommenen jungen Menschen lebten vor der Inobhutnahme bei ihren Eltern oder einem Elternteil.
In vielen Fällen schließt sich an die Inobhutnahme eine Hilfe zur Erziehung an. Für 10 400 (27 %) der jungen Menschen wurde eine Erziehung außerhalb des eigenen Elternhauses eingeleitet, zum Beispiel in einer Pflegefamilie oder in einem Heim. In 4 700 (12 %) Fällen bekamen sie eine sonstige stationäre Hilfe, beispielsweise in einem Krankenhaus oder der Psychiatrie. 15 800 junge Menschen (41 %) kehrten nach der Inobhutnahme zu den Sorgeberechtigten zurück.

Weiter stark zugenommen hat auch die Zahl der jungen Menschen, die auf Grund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden. Insgesamt kamen 2011 rund 3 500 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung über die Grenze nach Deutschland. Gegenüber 2007 (890 junge Menschen) entspricht dies einem Anstieg von 292 %.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 05.07.2012

zu den detaillierten Statistiken der vorläufigen Schutzmaßnahmen 2011

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Prof. Wolf: „So entstehen zerhackte Biografien“

Posted on Juli 2, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Westen bringt im Artikel „Thema Inobhutnahmen – So entstehen zerhackte Biografien ein Interview mit Professor Dr. Klaus Wolf vom „Zentrum für Planung und Evaluation Sozialer Dienste“ an der Uni Siegen. Er äußert sich zu der Frage:
Was muss passieren, damit Kinder, die vom Jugendamt offiziell in Obhut genommen wurden, zurück in ihre Familien können?

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NRW: Zahl der Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche erreicht 2011 Höchststand

Posted on Juni 21, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2011 ergriffen die Jugendämter in Nordrhein‑Westfalen 10 617 Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1,7 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die vorläufigen Schutzmaßnahmen (Inobhutnahme oder Herausnahme) werden vom Jugendamt dann ergriffen, wenn ein unmittelbares Handeln zum Schutz der Minderjährigen in Eil- und Notfällen als geboten erscheint.

Die Mehrzahl der unter Schutz des Jugendamts gestellten Kinder und Jugendlichen waren Jugendliche ab 14 Jahren (6 827); Kinder unter 14 Jahren waren in etwa einem Drittel der Fälle (3 790) betroffen. 52,0 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Mädchen. Häufigste Anlässe für die vorläufige Schutzmaßname waren Überforderung (4 560 Fälle), Beziehungsprobleme der Eltern (1 838 Fälle) und die Vernachlässigung des Kindes (1 121 Fälle). Einen Überblick über die Häufigkeit weiterer Gründe gibt die folgende Abbildung:

In mehr als der Hälfte der Fälle (5 940) wurden die Maßnahmen auf Initiative des Jugendamts oder der Polizei ergriffen. In etwa einem Viertel der Fälle (2 701) ging das behördliche Eingreifen auf Initiative des Kindes oder des Jugendlichen selbst zurück. In den übrigen Fällen wiesen z. B. Lehrer, Ärzte, Verwandte oder Nachbarn die Behörden auf die Notsituation der Kinder und Jugendlichen hin. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise

Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein‑Westfalen vom 20.06.2012

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Jugendämter nehmen 2011 in Hessen 3000 Kinder in Obhut

Posted on Juni 12, 2012. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die hessischen Jugendämter meldeten 2011 insgesamt knapp 3000 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre, etwa so viel wie 2010. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, handelt es sich hierbei um die Inobhutnahme oder Herausnahme aus einem Heim, der eigenen Familie bzw. einer Pflegefamilie oder einer anderen Unterbringungsart aufgrund einer akuten Gefahr für das Wohl des Kindes oder Jugendlichen. Die Hälfte (51 Prozent) der in Obhut genommenen sind Mädchen. 2011 betrafen die Schutzmaßnahmen – wie im Vorjahr – vor allem Jugendliche, d. h. über die Hälfte (gut 55 Prozent) waren älter als 14 Jahre und 45 Prozent waren Kinder unter 14 Jahren.

Die am häufigsten genannten Anlässe für Schutzmaßnahmen waren Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (44 Prozent) sowie Beziehungsprobleme bzw. unbegleitete Einreisen aus dem Ausland mit jeweils rund 15 Prozent. Vernachlässigung bzw. Misshandlungen waren in dreizehn bzw. elf Prozent der Fälle Anlass für Interventionen. Alle anderen Gründe spielten mit jeweils weniger als fünf Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Es konnten Mehrfachantworten gegeben werden.

Die Schutzmaßnahmen betrafen 64 Prozent deutsche und 36 Prozent ausländische Kinder und Jugendliche. Ein relativ hoher Anteil der Nichtdeutschen entfiel auf „unbegleitete Einreisen aus dem Ausland“. Das waren mit 441 Fällen 52 Fälle mehr als 2010.

Eine große Rolle bei den Schutzmaßnahmen spielt die Familienkonstellation. So lebten rund 44 Prozent der in Obhut genommenen Kinder bei einem alleinerziehenden Elternteil oder in einer „Patchworkfamilie“. Im Jahr 2003 lag dieser Anteil noch bei rund 40 Prozent.

Die Inobhutnahmen erfolgten zu 32 Prozent auf eigenen Wunsch des Kindes bzw. Jugendlichen und bei 68 Prozent lag eine Gefährdung vor. Vor allem Mädchen im Alter zwischen 14 bis 18 Jahren werden in gut der Hälfte der Fälle auf eigenen Wunsch in Obhut genommen.

Die Unterbringung erfolgte meist in einer Einrichtung (65 Prozent), zu 24 Prozent wurden die jungen Menschen in einer geeigneten Familie untergebracht und zu elf Prozent in einer sonstigen betreuten Wohnform.

In 40 Prozent der Fälle kehrte der junge Mensch nach der Maßnahme zurück zu dem Sorgeberechtigen, zur Pflegefamilie oder ins Heim. Rund ein Drittel wurde danach außerhalb des Elternhauses, also im Heim, durch betreutes Wohnen oder in einer Pflegefamilie untergebracht; knapp 13 Prozent erhielten eine sonstige stationäre Hilfe. Bei zwölf Prozent erfolgte keine anschließende Hilfe und drei Prozent wurden von einem anderen Jugendamt übernommen. Es konnten Mehrfachantworten gegeben werden.

Quelle: Pressemeldung des Hessischen Statistischen Landesamtes vom 12.06.2012

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Bayern: Zahl der Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche 2011 wieder gestiegen – Mädchen und weibliche Jugendliche waren häufiger betroffen

Posted on Juni 6, 2012. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden im Jahr 2011 insgesamt 2 982 Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche ergriffen. In 57 Prozent der Fälle waren weibliche Minderjährige betroffen. Der häufigste Grund für eine Schutzmaßnahme lag in der Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils.

Als Schutzmaßnahme bezeichnet man die vorläufige Aufnahme und Unterbringung von Minderjährigen in einer Notsituation durch das Jugendamt. Es handelt sich um Maßnahmen zur schnellen Intervention zugunsten von Minderjährigen. Sie dienen den Betroffenen von Krisensituationen als Klärungshilfe sowie dem unmittelbaren Schutz der Minderjährigen.

Im Laufe des vergangenen Jahres wurden nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung insgesamt 2 982 Schutzmaßnahmen durchgeführt. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle (2 932) handelte es sich um Inobhutnahmen, in 50 Fällen wurden die Kinder und Jugendlichen vom Jugendamt aufgrund einer Gefährdung den Personensorgeberechtigten, z.B. den Eltern, auch gegen deren Willen weggenommen.

Von den 2 932 Inobhutnahmen erfolgten 625 auf Wunsch des Minderjährigen und 2 307 aufgrund einer Gefährdung.

Die Zahl der Schutzmaßnahmen stieg insgesamt – verglichen mit dem Vorjahr (2 883 Fällen) um 3,4 Prozent. Betroffen waren darunter 1 699 weibliche Minderjährige (57 Prozent).

Es zeigt sich deutlich, dass die Mehrheit (58 Prozent) der im Jahr 2011 von Schutzmaßnahmen betroffenen Minderjährigen älter als 12 Jahre war.

In fast der Hälfte der Fälle (1 380) war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils der Grund zur Einleitung einer Schutzmaßnahme. Während der Maßnahme war die Mehrzahl (65 Prozent) der Minderjährigen in einer Einrichtung untergebracht und nach Abschluss der Schutzmaßnahme kehrten 43 Prozent der Kinder und Jugendlichen zum Personensorgeberechtigten zurück.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung vom 05.06.2012

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SPD will Situation Minderjähriger im Aufenthalts- und Asylverfahrensrecht verbessern

Posted on April 18, 2012. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/STO) Die Situation Minderjähriger im Aufenthalts- und Asylverfahrensrecht soll nach dem Willen der SPD-Fraktion verbessert werden. In einem entsprechenden Gesetzentwurf (17/9187) verweist die Fraktion darauf, dass die Bundesregierung im Juli 2010 die Vorbehalte zur UN-Kinderrechtskonvention zurückgenommen habe. Um die deutsche Rechtslage an die Maßstäbe dieser Konvention anzupassen, bedürften mehrere Regelungen des Asylverfahrensgesetzes, des Aufenthaltsgesetzes und des Achten Sozialgesetzbuchs der Änderung.

Der Vorlage zufolge soll im Aufenthalts- und im Asylverfahrensgesetz klargestellt werden, „dass bei der Rechtsanwendung das Wohl des Kindes ein vorrangig zu berücksichtigender Gesichtspunkt ist“. Auch soll danach die „aufenthalts- und asylrechtliche Verfahrensfähigkeit“ von bisher 16 auf 18 Jahre angehoben und allen unbegleiteten Minderjährigen im Asylverfahren ein gesetzlicher Vertreter zur Seite gestellt werden. Zudem möchte die Fraktion gewährleistet sehen, dass das Jugendamt als Vormund regelmäßig eine „Ergänzungspflegschaft für die fachlich kompetente Vertretung des Minderjährigen in asyl- und aufenthaltsrechtlichen Verfahren beantragt“.

Für 16- und 17-Jährige soll laut Entwurf die Pflicht entfallen, in einer Aufnahmeeinrichtung zu wohnen. „Stattdessen werden sie regelmäßig durch das Jugendamt in Obhut genommen“, heißt es in der Vorlage weiter. Danach soll außerdem klargestellt werden, „dass unbegleitete Minderjährige nicht in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht werden, sondern in Obhut zu nehmen sind“.

Ferner sieht die Vorlage vor, dass das sogenannte Flughafenverfahren keine Anwendung auf unbegleitete Minderjährige findet. Stattdessen seien sie „durch das Jugendamt in Obhut zu nehmen, um so die Durchführung eines Clearingverfahrens zu gewährleisten“. Zur Gewährleistung eines solchen Verfahrens will die Fraktion auch die Zurückweisung an der Grenze für unbegleitete Minderjährige ausschließen. Darüber hinaus möchte sie unter anderem bei der Altersfestsetzung die Beteiligung des Jugendamtes für solche Fälle sichergestellt wissen, in denen nach einer medizinischen Untersuchung Zweifel fortbestehen. Damit will sie gewährleisten, dass „von der Behörde vorgenommene Altersfestsetzungen bei verbleibenden Zweifeln nicht allein auf Grundlage medizinischer, sondern auch auf Grundlage pädagogischer und psychologischer Erkenntnisse“ erfolgen.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 187 vom 18.04.2012

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„Lotsen im Übergang – Rahmenbedingungen und Standards bei der Gestaltung von Übergängen bei Pflegekindern“ am 14./15.06. in Berlin

Posted on April 14, 2012. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , , , , |

Zur Fachtagung „Lotsen im Übergang“ – Rahmenbedingungen und Standards bei der Gestaltung von Übergängen bei Pflegekindern lädt die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik am 14.-15.06. nach Berlin ein.

Anliegen dieser Tagung ist es, die Gestaltung der verschiedenen Übergänge bei Pflegekindern zu diskutieren und dabei insbesondere auch die Rolle der „Lotsen im Übergang“, der damit befassten Fachkräfte aus der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe in den Blick zu nehmen. Eine Inobhutnahme und Unterbringung eines Kindes bei Pflegeeltern ist oft ein emotional hoch besetzter Prozess für alle Beteiligten. Je besser aber die erste Übergangszeit gelingt, desto besser gestaltet sich in der Regel auch der sich anschließende Prozess. Maßgabe bei allem sollte immer sein, die Belastungen für die Kinder so gering wie möglich zu halten, sie soweit es geht über die neue Situation aufzuklären und Vertrauenspersonen einzubeziehen. In der Realität gestaltet sich dies oft schwierig. Welche Rahmenbedingungen und fachliche Standards braucht die Praxis hierfür?

Darüber, wie man für diese Kinder stabile Brücken bauen kann, soll im Rahmen der Tagung ein intensiver fachlicher Austausch stattfinden.

nähere Informationen

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Rheinland-Pfalz legt bundesweit erstes Monitoring von Kinderschutzfällen vor

Posted on März 24, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: , , , |

Rheinland-Pfalz hat als erstes Bundesland gemeinsam mit den Jugendämtern ein Monitoring von Kinderschutzfällen durchgeführt und die Ergebnisse heute veröffentlicht. Darin werden alle im Jahr 2010 bei den Jugendämtern gemeldeten Kinderschutzfälle erfasst. 36 der landesweit 41 Jugendämter beteiligten sich an dem Projekt.

„Der heute vorgelegte Bericht bedeutet für den Kinderschutz in Rheinland-Pfalz einen wichtigen Schritt nach vorn. Denn bisher wurden lediglich die Sorgerechtsentzüge erfasst, sowie die Zahl der Kinder, die in Obhut genommen wurden. Durch das Monitoring liegen uns jetzt detailliertere Informationen vor, auf die wir passgenau reagieren können und werden“, erklärte Familienministerin Irene Alt.

Der Landkreistag und der Städtetag lobten die Arbeit der Jugendämter. „Die Jugendämter meistern diese schwierige Aufgabe mit Bravour. Daher meinen wir, dass Bund und Land dies durch eine größere finanzielle Anerkennung würdigen sollten,“ sagte der Geschäftsführende Direktor des Landkreistages Burkhard Müller.

Die zentralen Ergebnisse sind:

  • Im Jahr 2010 bei den 36 beteiligten Jugendämtern 2.988 Meldungen ein, die 4.211 Kinder und Jugendliche betrafen. Damit sind gut sieben von 1.000 Kindern und Jugendlichen dieser Altersgrupe von einer Kinderschutzverdachtsmeldung betroffen.
  • Die meisten Fälle werden vom direkten sozialen Umfeld (19,3%), der Polizei (13,5%) und Schulen (10,6%) gemeldet. Das Gesundheitswesen spielt nur bei den unter Einjährigen eine große Rolle (21%), was sich durch die Früherkennungsuntersuchungen erklären lässt.
  • Vor allem kleine Kinder waren von den Meldung betroffen: So waren 26,1% unter 3 Jahre und weitere 22,6% zwischen 3 und unter 6 Jahre alt. Damit hat sich fast die Hälfte der Meldungen auf nicht-schulpflichtige Kinder bezogen.
  • In gut einem Drittel der Fälle (36,7%) wurde ein unangemessenes Erziehungsverhalten festgestellt, in je gut einem Viertel waren Vernachlässigung (25,7%) oder unangemessene Versorgung des Kindes (25,3%) Anlass für die Meldung beim Jugendamt.
  • Die Jugendämter kamen nach der Überprüfung der Fälle zu Ergebnis, dass in 13,5% der Fälle eine akute und in weiteren 37,7% der Fälle eine latente Kindeswohlgefährdung vorliegt. Damit haben die Meldungen ein hohes Maß an Verlässlichkeit.
  • Bei etwa 31% der von der Meldung betroffenen Kinder wurde eine Hilfe zur Erziehung eingeleitet. Bei einem weiteren Drittel der Kinder und Jugendlichen folgte eine formlose Betreuung (38%). Eine Inobhutnahme erfolge bei fest jedem zehnten Kind (9,1%).

Kinderschutz wirksam umzusetzen, wird die Jugendämter angesichts steigender Fallzahlen auch in den kommenden Jahren vor große Herausforderungen stellen. Das Land hat mit dem Landeskinderschutzgesetz einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung der Kommunen geleistet – die jährliche Förderung in Höhe von rund 1,4 Millionen Euro ist bundesweit einmalig. „Kinderschutz ist immens wichtig und wir brauchen dafür die verlässliche und qualifizierte Arbeit der Jugendämter. Nur wenn wir hier einen gut ausgestatteten Basisdienst haben, wird der Bedarf an Hilfen zur Erziehung zurückgehen“, sagte Familienministerin Irene Alt.

Quelle: Pressemitteilung des Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen des Landes Rheinland-Pfalz vom 23.03.2012

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Öffentliche Hand gab 2010 rund 28,9 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aus

Posted on Januar 19, 2012. Filed under: Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

WIESBADEN – Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2010 insgesamt rund 28,9 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben damit gegenüber dem Vorjahr um 7,4 % gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,6 Milliarden Euro – unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen – wendete die öffentliche Hand netto rund 26,3 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2009 entspricht das einer Steigerung um 8,2 %.
Der größte Teil der Bruttoausgaben (62 %) entfiel mit rund 17,8 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, 9,9 % mehr als 2009. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro wurden netto 16,2 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Das waren 11,0 % mehr als im Vorjahr.

Gut ein Viertel der Bruttoausgaben (26 %) – insgesamt mehr als 7,5 Milliarden Euro – wendeten die öffentlichen Träger für Hilfen zur Erziehung auf. Davon entfielen etwa 4,1 Milliarden Euro auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder in anderer betreuter Wohnform. Die Ausgaben für sozialpädagogische Familienhilfe lagen bei 729 Millionen Euro und damit um 7,3 % höher als im Vorjahr.

Weitere gut 5 % der Gesamtausgaben wurden in Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit investiert, zum Beispiel in außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder in Jugendzentren. Bund, Länder und Gemeinden wendeten dafür rund 1,6 Milliarden Euro auf. Die Ausgaben für vorläufige Schutzmaßnahmen, zu denen insbesondere die Inobhutnahme bei Gefährdung des Kindeswohls gehört, stiegen von rund 145 Millionen Euro im Jahr 2009 auf rund 165 Millionen Euro 2010 (+ 13,5 %).

Weitere Informationen finden Sie im Bereich Publikationen, Fachveröffentlichungen.

Quelle: Destatis vom 18.01.2012

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Hessen: Fünf Prozent mehr Ausgaben für die Jugendhilfe

Posted on Januar 19, 2012. Filed under: Finanzielles, Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Im Jahr 2010 wurden von den verschiedenen Trägern der öffentlichen Jugendhilfe in Hessen netto rund 2,24 Milliarden Euro ausgegeben. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, erhöhten sich die Nettoausgaben gegenüber 2009 um 110,2 Millionen Euro oder gut fünf Prozent.

Rechnerisch war jeder Einwohner Hessens durch die Jugendhilfeausgaben mit 369 Euro belastet, 18 Euro mehr als ein Jahr zuvor. Dieser Betrag schwankte zwischen 220 Euro im Kreis Waldeck-Frankenberg und 641 Euro in Frankfurt am Main.

Die Bruttoausgaben stiegen 2010 ebenfalls um gut fünf Prozent auf knapp 2,45 Milliarden Euro. Sie setzten sich zusammen aus den Ausgaben für Einrichtungen (63 Prozent – im Wesentlichen für die Kindergärten) und den Ausgaben für die Einzel- und Gruppenhilfe (37 Prozent).

Gut 61 Prozent der Bruttoausgaben standen für die Tagesbetreuung von Kindern zur Verfügung; davon wurden knapp 98 Prozent von den Kindertageseinrichtungen und gut zwei Prozent für Tagespflegepersonen beansprucht. 27 Prozent der Bruttoausgaben wurden für die Hilfe zur Erziehung, Inobhutnahme und für die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche ausgegeben. Gut sechs Prozent flossen in die Jugendarbeit. Die Jugendsozialarbeit, allgemeine Förderung der Familie, Unterbringung von Müttern und Vätern mit ihren Kindern sowie die Mitarbeiterfortbildung spielten mit jeweils unter 1 Prozent der Bruttoausgaben nur eine geringe Rolle. Sonstige Ausgaben machten knapp drei Prozent aus.

Den Bruttoausgaben standen Einnahmen von knapp 216 Millionen Euro gegenüber, wobei die Tageseinrichtungen für Kinder (z. B. Kindergartenbeiträge) mit 168 Millionen Euro den größten Teil verbuchten. Die Ausgaben für die Kindertageseinrichtungen wurden 2010 zu gut einem Zehntel durch Beiträge gedeckt.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 05.01.2012

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KomDat 3/2011 erschienen

Posted on Dezember 2, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Die neue Ausgabe 3/2011 von KomDat (Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe) der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) der Universität Dortmund ist erschienen. Themen sind u.a.:

  • Warum steigen die Hilfen zur Erziehung? Ein Blick auf die Entwicklung der Inanspruchnahme
    Ein Papier der SPD-geführten Bundesländer sorgt derzeit in den Hilfen zur Erziehung für heftige Diskussionen. Ziel der politischen Initiative ist es, durch eine Änderung der Rechtsgrundlagen die kommunalpolitische Handlungsfähigkeit für die Jugendhilfeleistungen zurückzugewinnen. Die gemachten Vorschläge scheinen das Arbeitsfeld in ihren Grundfesten zu erschüttern, da die Vorstellungen bis zur Aufhebung des individuellen Rechtsanspruchs auf Hilfen zur Erziehung reichen (vgl. Otto 2011). Ein wesentlicher Anlass für die Kontroverse sind die seit Jahren steigenden Ausgaben und Fallzahlen in den Hilfen zur Erziehung. Vor wenigen Wochen veröffentlichte das Statistische Bundesamt die aktuellen Zahlen zu den Hilfen zur Erziehung für das Jahr 2010. Tendenz: weiter steigend. Warum aber kennt die Fallzahlenentwicklung offensichtlich nur diese eine Richtung, und inwiefern können diese Entwicklungen beeinflusst werden?…
  • Adoptionen 2010 – zwischen Stagnation, Verschiebungen und regionalen Disparitäten
    Nachdem seit den 1990er-Jahren ein kontinuierlicher Rückgang der Adoptionen in Deutschland auszumachen war, weisen die aktuellen Daten für das Jahr 2010 erstmals wieder einen geringfügigen Anstieg von Kindesannahmen aus. Allerdings wurden zuletzt gerade einmal noch etwa 4.000 Fälle über die KJH-Statistik erfasst. Damit liegt das Fallzahlenvolumen sogar noch unter dem Wert des Jahres 1950 in Westdeutschland. Niemals zuvor sind in diesem Land so wenige Kinder adoptiert worden wie in den letzten Jahren….
  • Auf der Flucht – unbegleitet und minderjährig
    Die gesetzlichen Regelungen zur Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen sehen vor, dass Jugendämter verpflichtet sind, ausländische Minderjährige, die unbegleitet nach Deutschland kommen, in Obhut zu nehmen, sofern sich weder Personensorge- noch Erziehungsberechtigte in Deutschland aufhalten. Laut amtlicher Statistik zu den vorläufigen Schutzmaßnahmen war dies in 2010 rund 2.822 Mal der Fall. Seit 2005 und der Neufassung der rechtlichen Grundlagen der Inobhutnahme haben sich die Fallzahlen damit mehr als vervierfacht. Inwiefern sind aber sämtliche unbegleitete minderjährige Flüchtlinge der Kinder- und Jugendhilfe tatsächlich bekannt, und werden diese auch statistisch erfasst? Wie haben sich in der KJH-Statistik die Fallzahlen insgesamt und in den Bundesländern entwickelt? Welche Kinder und Jugendlichen flüchten unbegleitet nach Deutschland, und welche Hinweise gibt es in der Statistik zum Verlauf ihrer Inobhutnahmen?

zum Download KomDat 3/2011

Seit dieser Woche ist die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) mit einem neu gestalteten Internetangebot online. Dort findet man nun Analysen und Kommentierungen der Daten der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik und kann sich über die Forschung und die Serviceleistungen der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik informieren: http://www.akjstat.tu-dortmund.de/

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Mehr Inobhutnahmen durch Niedersachsens Jugendämter im Jahr 2010

Posted on September 25, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen | Schlagwörter: , |

HANNOVER. Im Jahr 2010 wurden in Niedersachsen nach Mitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) 3 109 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren in Obhut genommen. Damit stieg die Zahl der Inobhutnahmen gegenüber dem Vorjahr (3 016) um 3 %, gegenüber dem Jahr 2005 sogar um 51 % (2 060).

Bundesweit lag die Steigerung gegenüber dem Vorjahr bei 8 %, gegenüber 2005 bei 42 %.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten Krisensituation oder Gefahr befinden. Sie werden dann, auf deren eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer, in die Obhut von Jugendämtern genommen und vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht.

Die behördliche Maßnahme erfolgte dabei zum größten Teil auf Grund von Hinweisen Anderer (73 %), wie z.B. Jugendamt/Sozialer Dienst (1 071), Eltern/Elternteil (533), Polizei/Ordnungsbehörde (425), Lehrer/Erzieher (60). Gut ein Viertel aller betroffenen jungen Menschen (27 %) wurden auf eigenen Wunsch unter den Schutz des Jugendamtes gestellt.

Die Mehrzahl der in Obhut Genommenen (30 %) war zwischen 16 bis unter 18 Jahre alt; gefolgt von der Altergruppe 14 bis unter 16 Jahren mit (28 %). 13 % der Kinder und Jugendlichen befanden sich im Alter von 12 bis unter 14 Jahren. Mit 52 % überwog der Anteil der Mädchen.

Vor der Inobhutnahme lebten 32 % der Betroffenen bei einem allein erziehenden Elternteil, 27 % bei ihren Eltern und 18 % bei einem Elternteil mit neuem Partner.

Für jeden Fall können bis zu zwei Gründe für die Maßnahme angegeben werden. Demnach war die häufigste Ursache für die Schutzmaßnahme die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (34 %), Beziehungsprobleme (13 %), Vernachlässigung (8 %) oder Anzeichen für Misshandlung (6 %). Von Misshandlungen waren mit 60 % überwiegend Mädchen betroffen.

Die Mehrzahl der Kinder und Jugendlichen wurde mehr als eine Woche in Obhut genommen (64 %). Bei 48 % der Betroffenen dauerte die Maßnahme 15 und mehr Tage und bei 16 % 7 bis 14 Tage.

In 44 % der Fälle kehrten die Kinder und Jugendlichen nach der Inobhutnahme wieder zu ihren Eltern bzw. den Personensorgeberechtigten zurück. Für knapp ein Drittel der Betroffenen wurde nach Beendigung der Maßnahme eine erzieherische Hilfe außerhalb des Elternhauses eingeleitet und 12 % nahmen eine sonstige stationäre Hilfe an. Nur 10 % der jungen Menschen benötigten im Anschluss keine weitere Hilfe.

Quelle: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen vom 13.09.2011

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Mecklenburg-Vorpommern: Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen um 10 Prozent im Jahr 2010 angestiegen

Posted on September 1, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern | Schlagwörter: , |

Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 1 002 Kinder und Jugendliche, die in einer akuten Krisen- und Gefährdungssituation Hilfe benötigten, zu ihrem Schutz von den Jugendämtern in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Amtes waren das 91 Fälle oder 10 Prozent mehr als im Vorjahr. Rein rechnerisch wurden täglich drei Minderjährige von den Behörden aufgenommen und vorübergehend an einem sicheren Ort untergebracht.

Jede zweite Schutzmaßnahme (503 Fälle) wurde wegen dringender Gefahr von Kindern und Jugendlichen durch soziale Dienste, Jugendämter oder Polizei und Ordnungsbehörden ausgelöst. 206 Minderjährigen (21 Prozent) wurde auf eigenen Wunsch Obhut gewährt. Hinweise von Eltern oder Nachbarn und Verwandten waren in 212 Fällen (21 Prozent) Anlass für die Einleitung vorläufiger Schutzmaßnahmen.

Die betroffenen Kinder und Jugendlichen waren überwiegend jünger als 14 Jahre (57 Prozent). In dieser Altersgruppe wurden 2010 deutlich mehr Schutzmaßnahmen eingeleitet als im Jahr zuvor (+ 88 Fälle). Besonders deutlich stieg die Zahl der Inobhutnahmen bei den 3- bis unter 9-Jährigen (+ 36 Fälle). Demgegenüber erhöhte sich bei den 14- bis unter 18-Jährigen die Zahl der eingeleiteten Schutzmaßnahmen gegenüber 2009 nur um 3.

Eine Hauptursache für das Auslösen von akuten Krisen- und Gefährdungssituationen, die zur Inobhutnahme von Minderjährigen führte, war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils. Das betraf Kinder oder Jugendliche aller Altersgruppen, besonders aber Kleinkinder unter 3 Jahren und 14- bis unter 16-jährige Teenager. An zweiter Stelle rangierten Beziehungsprobleme der Minderjährigen mit den Eltern oder dem sozialen Umfeld bzw. der Eltern untereinander. Diese Schwierigkeiten traten bei Mädchen, insbesondere in der Pubertät, häufiger als bei Jungen auf. Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen war ein weiterer Hauptgrund für die Einleitung von vorübergehenden Schutzmaßnahmen. Vor allem jüngere Kinder bis 6 Jahre wurden aufgrund von Vernachlässigung in Obhut genommen.

Jeder dritte Minderjährige (33 Prozent) lebte vor der Inobhutnahme bei einem alleinerziehenden Elternteil und weitere 27 Prozent in einer „Patchworkfamilie“. 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen wohnten zum Zeitpunkt der Einleitung der Schutzmaßnahme mit den Eltern zusammen.

Nahezu die Hälfte der Inobhutnahmen (48 Prozent) endete mit der Rückkehr des Kindes oder Jugendlichen zu den Eltern/Erziehungsberechtigten. In 40 Prozent der Fälle wurden im Ergebnis der Schutzmaßnahme erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses oder eine stationäre Hilfe eingeleitet.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 76/2011 des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom 23.08.2011

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Mehrheit der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen in Sachsen-Anhalt unter 14 Jahre alt

Posted on Juli 31, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2010 wurden in Sachsen-Anhalt 1 099 Kinder und Jugendliche von Jugendämtern in Obhut genommen, das waren 5,1 Prozent (53) mehr als im Jahr 2009. Mehr als die Hälfte (57,5 %) der in Obhut Genommenen war unter 14 Jahre alt,  zwischen 14 und 18 Jahren waren 467 Personen (42,5 %). Die Mehrzahl der jungen Menschen waren Mädchen (563).

Mehr als die Hälfte der Maßnahmen (55,1 %) wurden durch soziale Dienste/Jugendamt sowie Polizei und Ordnungsbehörde angeregt. Ein Fünftel (20,2 %) der Inobhutnahmen erfolgten auf eigenen Wunsch der Betroffenen, ein Jahr zuvor waren es 22,3 Prozent. Die meisten jungen Menschen gaben Überforderung der Eltern/eines Elternteils (39,0 %), Beziehungsprobleme (29,5 %) und Vernachlässigung (15,5 %) als Anlass an.

In 23,4 Prozent der Fälle dauerte die Inobhutnahme nur einen Tag an, in 21,8 Prozent länger als 15 Tage.
An einem jugendgefährdenden Ort wurden 9,4 Prozent der Jugendlichen aufgegriffen.

Über die Hälfte (53,0 %) der Kinder und Jugendlichen kehrten nach der Maßnahme in ihr gewohntes Lebensumfeld zurück (Personensorgeberechtigte, Pflegefamilie oder Heim). Für 9,8 Prozent der jungen Menschen endete die Maßnahme ohne anschließende Hilfe.

Kinder und Jugendliche werden von Jugendämtern in Obhut genommen, wenn eine Gefahr für ihr Wohlbefinden besteht. Dies kann auf eigenen Wunsch geschehen oder auf Initiative Anderer (z. B. der Polizei oder Erzieher), weil die Lebensumstände als gefährdend eingestuft werden.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 27.07.2011

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2 114 Inobhutnahmen 2010 in Sachsen

Posted on Juli 21, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , |

2 114 Kinder und Jugendliche (1 092 Jungen und 1 022 Mädchen) wurden im Jahr 2010 durch die Jugendämter in Sachsen in Obhut genommen, rein rechnerisch sechs pro Tag. Die Unterbringung erfolgte überwiegend in Einrichtungen aber auch bei geeigneten Personen. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes wurden damit 155 Inobhutnahmen (8 Prozent) mehr als 2009 durchgeführt.

Reichlich ein Viertel der Inobhutnahmen (554) geschah auf eigenen Wunsch des Kindes/Jugendlichen, die zu 78 Prozent 14 Jahre und älter waren. Die restlichen (1 560) Inobhutnahmen wurden in Folge dringender Gefahr von den sozialen Diensten der Jugendämter (644) sowie Polizei und Ordnungsbehörden (435) veranlasst bzw. kamen 204 Hinweise von Verwandten und Nachbarn, Lehrern und Erziehern, Ärzten und sonstigen Personen. In 13 Prozent (277) der Fälle wurde die Inobhutahme auf Anregung der Eltern bzw. eines Elternteils ausgelöst.

Die meisten jungen Menschen nannten vor allem Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils und Beziehungsprobleme als Anlass. Weitere Gründe waren u. a. Vernachlässigung, Kriminalität bzw. eine Straftat, Schul-/Ausbildungsprobleme, Anzeichen für Misshandlung und Integrationsprobleme.

Für 29 Prozent der Kinder und Jugendlichen endete die Inobhutnahme innerhalb von zwei Tagen, für weitere 42 Prozent innerhalb der nächsten 12 Tage. Die Hälfte der jungen Menschen kehrte danach ins gewohnte soziale Umfeld zurück. Für 599 Mädchen und Jungen schlossen sich erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses an.


Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen vom 20.07.2011

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Baden-Württemberg: Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen nahm 2010 um 10 Prozent zu – 3 027 junge Menschen betroffen

Posted on Juli 20, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz | Schlagwörter: , |

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2010 in Baden-Württemberg für 3 027 Kinder und Jugendliche vorläufige Schutzmaßnahmen ergriffen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine erneute Zunahme um 10 Prozent. Seit dem Jahr 2005 hat sich die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen damit um mehr als 80 Prozent erhöht.

In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz vorübergehend aus der eigenen Familie, einer Pflegefamilie, einem Heim oder einer anderen Unterbringungsart heraus- und von Jugendämtern in Obhut genommen und vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

Für 1 686 Mädchen und junge Frauen und 1 341 Jungen und junge Männer war 2010 ein behördliches Eingreifen aufgrund einer akuten Gefährdung nötig. Über die Hälfte (57 Prozent) der Kinder und Jugendlichen (1 722) war zwischen 14 und 18 Jahre alt, 17 Prozent (513) hatten das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei Viertel der jungen Menschen (2 271) hatten die deutsche Staatsangehörigkeit. Knapp ein Viertel (724) war aus der eigenen Familie, Heim oder Pflegefamilie ausgerissen.

Von den insgesamt 3 027 betroffenen jungen Menschen wurde gut ein Viertel (810) auf eigenen Wunsch unter den Schutz des Jugendamts gestellt. Vor allem Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren werden häufig (43 Prozent) auf eigenen Wunsch in Obhut genommen. 31 Prozent der Maßnahmen (930) waren durch soziale Dienste oder das Jugendamt, 18 Prozent (542) durch die Polizei veranlasst. Die Hälfte der Kinder und Jugendlichen (1 531) lebte vor der Schutzmaßnahme bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil mit Partner und knapp ein Drittel (890) wuchs bei einem allein erziehenden Elternteil auf.

Die Hauptursache lag bei fast der Hälfte aller Maßnahmen in einer Überforderung der Eltern oder des Elternteils, bei einem Fünftel traten Beziehungsprobleme auf. Anzeichen von Misshandlung und von Vernachlässigung lagen bei jeweils 12 Prozent aller Fälle vor. Knapp drei Viertel der Kinder und Jugendlichen (2 185) wurden vorübergehend in einer Einrichtung untergebracht, rund ein Viertel (778) fand Schutz bei einer geeigneten Person.

In Zusammenarbeit mit den Betroffenen und gegebenenfalls auch mit ihren Angehörigen werden Zukunftsperspektiven entwickelt, zu denen auch eine anschließende Hilfeleistung in Form eines weiteren Aufenthalts in einer Einrichtung oder ambulante erzieherische Hilfen gehören können. Nur 8 Prozent der jungen Menschen benötigten im Anschluss keine Hilfe mehr.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg vom 13.07.2011

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NRW: 10 438 junge Menschen wurden 2010 vorläufig unter Schutz gestellt

Posted on Juli 13, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2010 stellten die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen 10 438 Kinder und Jugendliche vorläufig unter Schutz. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 5,1 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit hat die Zahl der unter Schutz gestellten jungen Menschen einen neuen Höchststand erreicht. Die Mehrzahl der in Obhut Genommenen waren Jugendliche ab 14 Jahren (6 675); Kinder unter 14 Jahren (3 763) waren in etwa einem Drittel der Fälle betroffen. 55,2 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Mädchen.

Wie die nachfolgende Grafik zeigt, waren eine Überforderung (4 706 Fälle) oder Beziehungsprobleme der Eltern (1 989 Fälle) sowie die Vernachlässigung des Kindes (1 173 Fälle) häufigste Anlässe für eine vorläufige Schutzmaßnahme.


In mehr als der Hälfte der Fälle (5 547) wurden die Maßnahmen auf Initiative des Jugendamtes oder der Polizei ergriffen. In knapp einem Viertel der Fälle (2 660) ging das behördliche Eingreifen auf Initiative des Kindes oder des Jugendlichen selbst zurück. In den übrigen Fällen wiesen z. B. Lehrer, Ärzte, Verwandte oder Nachbarn die Behörden auf die Notsituation der Kinder und Jugendlichen hin. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 12.07.2011

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959 Maßnahmen zum Schutz für Kinder und Jugendliche 2010 in Thüringen

Posted on Juni 26, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2010 wurden in Thüringen 959 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 17 Maßnahmen bzw. 1,7 Prozent weniger als im Jahr 2009.

Mehr als die Hälfte der Kinder und Jugendlichen waren Mädchen. Ihr Anteil betrug 54,6 Prozent. Ein Jahr zuvor waren es 50,6 Prozent.
Die Altersgruppe der 14 bis unter 16 Jährigen war am häufigsten betroffen. Vorläufige Schutzmaßnahmen für Jugendliche dieser Altersgruppe wurden von den öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe im Jahr 2010 in 226 Fällen gemeldet. Das betraf mit 23,6 Prozent fast ein Viertel aller Maßnahmen (2009: 19,1 Prozent). In 176 Fällen bzw. 18,4 Prozent waren die Jugendlichen im Alter von 16 bis unter 18 Jahren (2009: 22,2 Prozent).

Der Hauptanlass für die Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen lag mit 25,1 Prozent in der Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils. Weitere Schwerpunkte waren mit 22,3 Prozent Beziehungsprobleme und mit 13,5 Prozent eine Vernachlässigung der Betroffenen. In 5,2 Prozent der Fälle hatten die Kinder und Jugendlichen Schul- bzw. Ausbildungsprobleme und in 5,0 Prozent der Fälle gab es Anzeichen für Misshandlungen.

In rund der Hälfte der Fälle (465 Fälle bzw. 48,5 Prozent) konnten die Kinder und Jugendlichen am Ende der vorläufigen Schutzmaßnahme zu den Personensorgeberechtigten zurückkehren. In fast einem Drittel der Fälle (287 Kinder und Jugendliche bzw. 29,9 Prozent) mussten jedoch erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses eingeleitet werden.

Quelle: Pressemitteilung 169/2011 des Thüringer Landesamt für Statistik vom 24.06.2011

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Zahl der Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche im Jahr 2010 in Bayern stark gestiegen

Posted on Juni 2, 2011. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Meist waren Kinder und Jugendliche im Alter von 12 bis unter 18 Jahren betroffen Im Jahr 2010 wurden in Bayern insgesamt 2 883 Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Bei der überwiegenden Mehrzahl (2 816 Fälle) handelte es sich dabei um Maßnahmen im Rahmen einer Inobhutnahme und in 67 Fällen um Maßnahmen im Rahmen einer Herausnahme. Insgesamt waren 1 349 Jungen bzw. männliche Jugendliche und 1 534 Mädchen bzw. weibliche Jugendliche betroffen. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, fanden 1 911 und somit die meisten Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in der Altersgruppe von 12 bis unter 18 Jahren statt – darunter 1 586 Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche im Alter von 14 bis unter 18 Jahren.

Als Schutzmaßnahme bezeichnet man die vorläufige Aufnahme und Unterbringung von Minderjährigen in einer Notsituation durch das Jugendamt. Es sind Maßnahmen zur schnellen Intervention zugunsten des Minderjährigen, sie dienen als Klärungshilfe für Betroffene in Krisensituationen sowie dem unmittelbaren Schutz der Minderjährigen. In Bayern wurden im Laufe des Jahres 2010 insgesamt 2 883 Schutzmaßnahmen durchgeführt. Verglichen mit dem Vorjahr mit insgesamt 2 596 Fällen, entspricht dies einer Zunahme von rund 11 Prozent. Betroffen hiervon waren 1 349 Jungen bzw. männliche Jugendliche (rund 47 Prozent) und 1 534 Mädchen bzw. weibliche Jugendliche (rund 53 Prozent).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erfolgten 647 (23 Prozent) der 2 816 Inobhutnahmen auf eigenen Wunsch des Minderjährigen, während 2 169 Inobhutnahmen (77 Prozent) aufgrund einer Gefährdung durchgeführt wurden.
Das Schaubild zeigt, dass am häufigsten Kinder bzw. Jugendliche in der Altersgruppe von 12 bis unter 18 Jahren von den Schutzmaßnahmen betroffen waren (1 911 Kinder bzw. zwei Drittel), wobei mit 1 586 Fällen die meisten dieser Altersgruppe im Alter von 14 bis unter 18 Jahren waren.

Die häufigsten Gründe – Mehrfachnennungen sind möglich – für eine vorläufige Schutzmaßnahme waren: Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils (1 276 Fälle), Beziehungsprobleme (391 Fälle), Anzeichen für Misshandlung (371 Fälle) und Vernachlässigung (367 Fälle).

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht „Kinder- und Jugendhilfe in Bayern 2010, Ergebnisse zu Teil I“ (Bestellnummer: K51013 201000, Preis der Druckausgabe: 11,50 €). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 01.06.2011

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Report „Familien in Baden-Württemberg“ mit aktuellem Schwerpunkt „Kinderschutz und Frühe Hilfen“ erschienen

Posted on März 31, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz | Schlagwörter: , |

Die FamilienForschung Baden-Württemberg hat eine neue Online-Ausgabe des Reports Familien in Baden-Württemberg herausgegeben, die Informationen rund um das Thema „Kinderschutz und Frühe Hilfen“ bündelt. Die aktuelle Ausgabe beschreibt das Ausmaß der angezeigten Fälle von Kindesmisshandlung und sexuellem Missbrauch sowie staatlicher Interventionen (Inobhutnahmen und Sorgerechtsentzüge) und gibt einen Überblick über den Auf- und Ausbau Früher Hilfen auf Bundesebene und in Baden-Württemberg.

Darüber hinaus informiert der Report über bestehende Unterstützungsangebote für Familien in Baden-Württemberg, nimmt das Thema „Interdisziplinäre Kooperation und Vernetzung“ in den Blick und zeigt anhand von Praxisbeispielen, welche Wege Kommunen und Landkreise bei der Entwicklung kommunalpolitischer Gesamtkonzepte im Bereich der Frühen Hilfen gehen.

Online-Ausgabe 3: Kinderschutz und Frühe Hilfen (pdf)

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Neues Bereitschaftspflegekonzept „Haus mit Aussicht“ in Frankfurt/Main

Posted on Februar 17, 2011. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Im Artikel „Eltern für ein paar Monate“ berichtet die Frankfurter Rundschau am 17.02.2011 vom neuen „Haus mit Aussicht“, das das Jugend- und Sozialamt der Stadt Frankfurt/Main neu eröffnet hat.

Mit dem „bundesweit wohl einmaligen Konzept“ wird künftig ein Teil der in Obhut genommenen Frankfurter Kinder durch insgesamt drei qualifizierte Bereitschaftspflegefamilien in einem extra angemieteten Haus betreut werden. Jede der Familien soll bis zu 5 Kinder betreuen bis für diese eine dauerhafte Lösung gefunden ist.

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HzE-Jahrestagung: Inobhutnahme und Unterbringung: Was brauchen kleine Kinder? am 08.03. in Dortmund

Posted on Januar 5, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Das LWL-Landesjugendamt Westfalen organisiert am 08.03. in Dortmund für Fachkräfte aus ASDs, Jugendämtern, Diensten und Einrichtungen der Erziehungshilfe und freie Träger die HzE-Jahrestagung: „Inobhutnahme und Unterbringung: Was brauchen kleine Kinder?“.

Die Zahlen der Inobhutnahmen steigen insbesondere für die Altersgruppe der unter 6-jährigen Kinder deutlich an. In 2008 wurden in NRW 1.185 Kinder unter 6 Jahren in Obhut genommen; 74 % mehr als noch 2005. Entsprechend wächst der Anteil von (Kleinst-)Kindern sowohl in Pflegefamilien als auch in stationären Formen der Erziehungshilfe.

Gerade in den ersten Lebensjahren werden zentrale Weichen für die kognitive und emotionale Persönlichkeitsentwicklung gestellt. Daraus resultieren Anforderungen an die Betreuung und Versorgung von (Kleinst-)Kindern in ihren Herkunftsfamilien, aber auch an zeitnahes und kompetentes Handeln der Jugendhilfe in Gefährdungssituationen sowie an Einrichtungen und Dienste.

Damit aus der Krise dauerhaft neue Chancen erwachsen, brauchen kleine Kinder klare Perspektiven, stabile Beziehungsangebote, größtmögliche Kontinuität in ihren Lebensorten und Bezügen sowie Fachkräfte und Einrichtungen, die um ihre Bedürfnisse wissen.

  • Welche Ansatzpunkte lassen sich im Hilfeplanverfahren oder in der Zusammenarbeit mit den Familiengerichten finden, um Übergangslösungen so kurz wie möglich zu halten?
  • Wie werden die Herkunftsfamilien begleitet, um entweder eine mögliche Rückkehr des Kindes vorzubereiten oder dem Kind einen guten Übergang in einen neuen Lebensort zu ermöglichen?
  • Was lässt sich aus dem Wissen um die Entwicklungsbedürfnisse von Kindern für die Gestaltung von Settings und Unterbrinrungsformen ableiten?

Im Rahmen der diesjährigen HzE-Jahrestagung soll gemeinsam nach Antworten gesucht werden.

Als Referentinnen werden PD Dr. Ute Ziegenhain von der Universitätsklinikum Ulm  und Prof. Dr. Christine Köckeritz von der Fachhochschule Esslingen erwartet.

Anmeldeschluss ist der 04.02.

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Vorläufige Schutzmaßnahmen für 3 016 Kinder und Jugendliche in Niedersachsen 2009

Posted on Oktober 4, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen | Schlagwörter: , , |

Hannover. Im Jahr 2009 wurde in Niedersachsen für insgesamt 3 016 Kinder eine vorläufige Schutzmaßnahme ergriffen. Wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen mitteilt, stieg damit die Anzahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr um rund 3 % an. In den letzten fünf Jahren ist die Zahl der Schutzmaßnahmen kontinuierlich gewachsen. 2004 war für insgesamt 1 904 Kinder und Jugendliche eine entsprechende Maßnahme eingeleitet worden.

Ein großer Teil der Betroffenen war zwischen 14 und 18 Jahre alt (1 747). Noch im Vorschulalter, unter sechs Jahren, waren 502 Jungen und Mädchen. In einem Viertel der Fälle war die Maßnahme durch das Kind beziehungsweise den Jugendlichen selbst angeregt worden. Am häufigsten – in 30 % der Fälle – veranlasste das Jugendamt oder der soziale Dienst eine entsprechende Maßnahme.

Die häufigste Ursache für die Schutzmaßnahme war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (1 610). Neben nicht näher bezeichneten Problemen spielten vor allem Beziehungsprobleme (640) und Vernachlässigung (427) eine große Rolle. Bei 278 Kindern und Jugendlichen waren Anzeichen für Misshandlung der Auslöser für die Schutzmaßnahme.

In 46 % der Fälle kehrten die Kinder und Jugendliche nach Ende der vorläufigen Schutzmaßnahme wieder zu ihren Eltern bzw. Personensorgeberechtigten zurück. Für 842 Kinder und Jugendliche endete die vorläufige Schutzmaßnahme mit der Einleitung einer erzieherischen Hilfe außerhalb des Elternhauses. Weitere 326 Minderjährige erhielten im Anschluss an die Maßnahme eine sonstige stationäre Hilfe.

Eine vorläufige Schutzmaßnahme wird eingeleitet, wenn das Kind bzw. der Jugendliche darum bittet oder eine akute Gefährdungssituation für das Wohl des Kindes oder Jugendlichen besteht. Hinzu kommen ausländische Kinder und Jugendliche, die unbegleitet nach Deutschland einreisen und keine Erziehungsberechtigten in Deutschland haben. In Niedersachsen wurden 2009 insgesamt 111 Kinder und Jugendliche aufgrund einer unbegleiteten Einreise in Obhut genommen.

Quelle: Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen vom 15.09.2010

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Mehr „Vorläufige Schutzmaßnahmen“ durch Brandenburger Jugendämter im Jahr 2009

Posted on September 1, 2010. Filed under: Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe | Schlagwörter: , , , |

Im Jahr 2009 haben die Jugendämter des Landes Brandenburg 1.458 Kinder und Jugendliche vorläufig unter Schutz gestellt, darunter 1.435 in Obhut genommen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, waren das 148 junge Menschen bzw. 11,3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation befinden.

806 Jugendliche ab 14 Jahren wurden 2009 in Obhut genommen, d. h. über die Hälfte aller Inobhutnahmen erfolgte in dieser Altersgruppe. 629 waren Kinder unter 14 Jahren, darunter 115 Kinder unter 3 Jahre alt. Dies sind 25 Kinder unter 3 Jahren mehr als im Jahr 2008. 57,9 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Mädchen.

Bei fast drei Viertel der Fälle erfolgte die behördliche Maßnahme auf Grund von Hinweisen Anderer, z. B. Polizei, Jugendamt, Eltern, Lehrer, Ärzte, etc. Nur in knapp einem Viertel der Fälle ging die Initiative durch betroffene Kinder oder Jugendliche selbst aus. Diese Hilfeleistung auf eigenen Wunsch wurde besonders von den Mädchen in Anspruch genommen (63,5 Prozent) und hier zum überwiegenden
Teil von der Altersgruppe 14 bis 18 Jahre (78,6 Prozent).

Anlässe einer Maßnahme waren u. a. Überforderung der Eltern/eines Elternteils (556 Fälle), Beziehungsprobleme (483 Fälle), Vernachlässigung (141 Fälle), Anzeichen für Misshandlung (98 Fälle) sowie Delinquenz des Kindes/Straftat des Jugendlichen und Integrationsprobleme im Heim/Pflegefamilie (93 bzw. 92 Fälle). Suchtprobleme spielten in 40 Fällen eine eher untergeordnete Rolle und Anzeichen
für sexuellen Missbrauch wurden 17-mal angeführt.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 30.08.2010

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Mehr „Vorläufige Schutzmaßnahmen“ durch Berliner Jugendämter im Jahr 2009

Posted on September 1, 2010. Filed under: Berlin, Forschung, Jugendhilfe | Schlagwörter: , , , |

Im Jahr 2009 haben die Jugendämter in Berlin 1 336 Kinder und Jugendliche vorläufig unter Schutz gestellt, darunter 1 326 in Obhut genommen. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, waren das 71 junge Menschen bzw. 5,6 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation befinden. 874 Jugendliche ab 14 Jahren wurden 2009 in Obhut genommen, d. h. über zwei Drittel aller Inobhutnahmen erfolgten in dieser Altersgruppe. 452 waren Kinder unter 14 Jahren, darunter 109 Kinder unter 3 Jahre alt. Dies sind 6 Kinder unter 3 Jahren weniger als im Jahr 2008.

Bei drei Viertel der Fälle erfolgte die behördliche Maßnahme auf Grund von Hinweisen Anderer, z. B. Polizei, Jugendamt, Eltern, Lehrer, Ärzte, etc. In einem Viertel der Fälle ging die Initiative durch betroffene Kinder oder Jugendliche selbst aus und dort zum überwiegenden Teil von den Mädchen (57,7 Prozent) besonders der Altersgruppe 14 bis 18 Jahre (84,2 Prozent).

Anlässe einer Maßnahme waren u. a. Überforderung der Eltern/eines Elternteils (498 Fälle), Delinquenz des Kindes/Straftat des Jugendlichen (224 Fälle), Beziehungsprobleme (207 Fälle), Integrationsprobleme im Heim/Pflegefamilie (197 Fälle), Vernachlässigung (170 Fälle), Anzeichen für Misshandlung (160 Fälle) und unbegleitete Einreise aus dem Ausland (104 Fälle). Suchtprobleme spielten in 66 Fällen eine eher untergeordnete Rolle und Anzeichen für sexuellen Missbrauch wurden 22-mal angeführt.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 30.08.2010

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Sachsen: Jugendministerin würdigt Arbeit von Pflegefamilien

Posted on August 10, 2010. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: |

Sachsens Jugendministerin Christine Clauß: Inobhutnahmen sind ein wirksamer Schutz von Kindern – Pflegefamilien leisten wichtigen Beitrag

„In den vergangenen Jahren ging die Zahl der Inobhutnahmen leicht zurück“, stellte Sozialministerin Christine Clauß heute erfreut in Dresden fest. Hierbei gelang es in mehr als der Hälfte der Fälle, die Kinder wieder kurzfristig in das gewohnte soziale Umfeld zurückzuführen. Nur für ein Viertel der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen schlossen sich erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses an. Dabei prüfen die Jugendämter auch intensiv die Möglichkeit der Aufnahme in einer Pflegefamilie. Damit wird den Kindern weiterhin das Leben in einer Familie ermöglicht. Das, so Clauß, sei für die Kinder dann oft wie ein rettender Anker nach „stürmischen Zeiten“.

Pflegefamilien müssen dementsprechend besondere Fähigkeiten und Kompetenzen erfüllen. Sie sollen Beschützer, Erzieher, Begleiter und Vermittler sein. Sie sind Wegbereiter und Partner für Kinder aus belasteten Situationen und Lebensverhältnissen. Die Kinder sollen über das Leben in Pflegefamilien auch lernen, sich auf gelingende Familienbeziehungen einzulassen. Sie haben so die Möglichkeit, sich zu eigenverantwortlichen selbstbewussten jungen Menschen zu entwickeln.

„Im Jahr 2009 baten mehr als 30 Prozent der vom Jugendamt aufgenommenen Kinder und Jugendlichen von sich aus um Betreuung, Schutz und Hilfe“, ergänzte Clauß. Dies zeuge von dem enormen Vertrauen, das Kinder, Jugendliche und ihr soziales Umfeld mittlerweile der Arbeit der Jugendämter entgegenbringen.

Geraten Kinder oder Jugendliche, aus welchen Gründen auch immer, in Not, kann das Jugendamt diese aus dem elterlichen Haushalt heraus und kurzfristig in seine Obhut nehmen. In akuten Gefährdungssituationen müssen die Jugendämter sogar handeln. „Anlass zu solchen Inobhutnahmen geben oft Hinweise von besorgten Nachbarn oder Hinweise der Schule“, erklärte die Ministerin. „Auch Kinder und Jugendliche selbst können sich jederzeit an ein Jugendamt wenden und um Betreuung, Schutz und Hilfe bitten“, unterstrich Clauß nachdrücklich.

Nicht selten erfahren Jugendämter auf diesem Wege erstmals von Gefährdungssituationen. Dadurch werden sie in die Lage versetzt, das Leistungs- und Aufgabenspektrum der Jugendhilfe im Interesse der Kinder und der betroffenen Familien einzusetzen.

Stichwort Pflegefamilien: In Sachsen gibt es knapp 2.000 Pflegefamilien. Sie leisten eine besondere Form der öffentlichen Erziehung im privaten Rahmen ihrer Familienbeziehungen. Sie stehen für das leibliche, geistige und seelische Wohl eines Pflegekindes ein. Pflegekinder sind Kinder oder Jugendliche, deren leibliche Eltern sie zeitweise oder auf Dauer nicht im eigenen Haushalt versorgen und betreuen können oder mit der Erziehung überfordert sind.

Quelle: Meldung des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales und Verbraucherschutz vom 09.08.2010

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Fachkräfteseminar zu „Ausländerrecht und Jugendhilfe“ am 07./08.10. in Erfurt

Posted on August 6, 2010. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Rechtliches, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ausländerbehörden und Jugendämter (insbesondere Anfänger/innen) bietet der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. vom 07. bis 08.10. in Erfurt ein Seminar zum Thema „Ausländerrecht und Jugendhilfe – Gibt es einen gemeinsamen Schutzauftrag?“ an.

Zwei Kinder einer abgelehnten Asylbewerberin werden vom Jugendamt in Obhut genommen. Das Jugendamt beantragt den Entzug der elterlichen Sorge wegen Erziehungsunfähigkeit. Mutter und Kinder werden zur Ausreise aufgefordert.

Die Veranstaltung befasst sich mit den Schnittstellen von Ausländerrecht und Kinder- und Jugendhilferecht. In der Veranstaltung werden Unsicherheiten bei den Fachkräften in den Ausländerbehörden und in der Jugendhilfe bei der Wahrung ihres Schutzauftrages in rechtlich nicht eindeutigen oder kontroversen Einzelfällen aufgegriffen.

Mit den Teilnehmenden der Jugendhilfe und der Ausländerbehörden werden gemeinsam die Grundlagen des Aufenthaltsrechts bzw. Jugendhilferechts erarbeitet.

Anmeldung sind noch bis zum 31.08. möglich

nähere Informationen

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Mecklenburg-Vorpommern: Weniger Maßnahmen zum Schutz von Minderjährigen im Jahr 2009 erforderlich

Posted on August 2, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im vergangenen Jahr wurden in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt 911 Kinder und Jugendliche, die in einer akuten Krisen- oder Gefährdungssituation Hilfe benötigten, von den Jugendämtern in Obhut genommen. Nach Angaben des Statistischen Amtes waren das 61 Fälle oder 6 Prozent weniger als 2008.

Jede zweite Schutzmaßnahme (459 Fälle) wurde wegen dringender Gefahr von Kindern und Jugendlichen durch soziale Dienste, Jugendämter oder Polizei und Ordnungsbehörden ausgelöst. 208 Minderjährigen (23 Prozent) wurde auf eigenen Wunsch Obhut gewährt. Hinweise von Eltern oder Nachbarn und Verwandten waren in 186 Fällen (20 Prozent) Anlass für die Einleitung vorläufiger Schutzmaßnahmen.

Die betroffenen Mädchen und Jungen waren überwiegend jünger als 14 Jahre (53 Prozent). Kinder und Jugendliche dieses Alters wurden 2009 weniger unter Schutz des Jugendamtes gestellt als im Jahr zuvor (- 13 Prozent). Besonders deutlich ging die Zahl der Inobhutnahmen bei den 3- bis unter 9-Jährigen zurück (- 23 Prozent). Demgegenüber sind mehr 14- bis 18-Jährige (+ 3 Prozent) als 2008 in Obhut genommen worden.

Eine Hauptursache für das Auslösen von akuten Notsituationen, die zur Inobhutnahme führten, war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils. Davon waren Mädchen und Jungen aller Altersgruppen betroffen, besonders aber die 14- bis unter 16-Jährigen. An zweiter Stelle rangierten Beziehungsprobleme der Minderjährigen. Diese Schwierigkeiten traten bei Mädchen (62 Prozent), insbesondere in der Pubertät, häufiger als bei Jungen auf. Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen war ein weiterer Hauptgrund für die Einleitung von vorübergehenden Schutzmaßnahmen. Vor allem jüngere Kinder bis 6 Jahre wurden aufgrund von Vernachlässigung in Obhut genommen.

Gut jeder dritte Minderjährige (35 Prozent) lebte vor der Inobhutnahme bei einem alleinerziehenden Elternteil und weitere 24 Prozent bei einem Elternteil mit neuem Ehe-/Partner. Ebenfalls 24 Prozent der Kinder und Jugendlichen wohnten zum Zeitpunkt der Einleitung der Schutzmaßnahme mit den Eltern zusammen.

Nahezu die Hälfte der Inobhutnahmen (47 Prozent) endete mit der Rückkehr des Kindes oder Jugendlichen zu den Eltern/Erziehungsberechtigten. In 29 Prozent der Fälle wurden im Ergebnis der Schutzmaßnahme durch das Jugendamt erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses eingeleitet.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern vom 30.07.2010

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Mehrheit der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen in Sachsen-Anhalt unter 14 Jahre alt

Posted on Juli 31, 2010. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2009 wurden in Sachsen-Anhalt 1 046 Kinder und Jugendliche von Jugendämtern in Obhut genommen, das waren 7,5 Prozent (73) mehr als im Jahr 2008.
Mehr als die Hälfte (57,6 Prozent) der in Obhut Genommenen war unter 14 Jahre alt. Im Alter zwischen 14 und 18 Jahren waren 444 Personen  (42,4 %). Die Mehrzahl der jungen Menschen (539) waren Mädchen.

Fast ein Viertel (22,3 Prozent) der Inobhutnahmen erfolgten auf eigenen Wunsch der Betroffenen, ein Jahr zuvor waren es 18,3 Prozent.
Die meisten jungen Menschen gaben Überforderung der Eltern/eines Elternteils (43,4 Prozent), Beziehungsprobleme (27,2 Prozent) und Vernachlässigung (16,2 Prozent) als Anlass an.
In 25,4 Prozent der Fälle dauerte die Inobhutnahme nur einen Tag an, in 24,8 Prozent  länger als 15 Tage.

An einem jugendgefährdenden Ort wurden 7,3 Prozent der Jugendlichen aufgegriffen.

Kinder und Jugendliche werden von Jugendämtern in Obhut genommen, wenn eine Gefahr für ihr Wohlbefinden besteht. Dies kann auf eigenen Wunsch geschehen oder auf Initiative Anderer (z. B. der Polizei oder Erzieher), weil die Lebensumstände als gefährdend eingestuft werden.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 29.07.2010

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Rheinland-Pfalz: Jugendämter nehmen unverändert viele Kinder und Jugendliche in Obhut

Posted on Juli 26, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: , , , , |

Im Jahr 2009 nahmen die rheinland-pfälzischen Jugendämter 877 Kinder und Jugendliche in Obhut. Wie das Statistische Landesamt in Bad Ems mitteilt, waren dies 353 (67,4 Prozent) mehr als noch im Jahr 2005. Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Anzahl annähernd konstant.

Kinder und Jugendliche werden von den Jugendämtern kurzfristig in Obhut genommen, wenn sie sich in einer akuten – sie gefährdenden – Krisensituation befinden und raschen Schutz benötigen. Mehr als ein Viertel der Inobhutnahmen erfolgte auf eigenen Wunsch der Kinder und Jugendlichen. Bei den übrigen veranlassten andere Personen oder Stellen (zum Beispiel Polizei, Lehrer, Nachbarn, soziale Dienste) eine stunden- oder tageweise Unterbringung in einer geeigneten Einrichtung.

Mehr als die Hälfte der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen war älter als 14 Jahre, 56 Prozent waren Mädchen. Neun Prozent der Inobhutnahmen erfolgten an jugendgefährdenden Orten. Im Jahr 2005 lag dieser Anteil noch bei rund 13 Prozent.

Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils war in etwa der Hälfte der Fälle Anlass für die Inobhutnahme. Vernachlässigung beziehungsweise Anzeichen für Misshandlung oder sexuellen Missbrauchs waren in rund einem Drittel der Fälle ausschlaggebend. Weitere Auslöser stellten unter anderem Beziehungsprobleme, Schwierigkeiten in der Schule, Straftaten oder Integrationsprobleme im Heim bzw. in der Pflegefamilie dar.

Im Vergleich zum Jahr 2005 nahmen die Interventionen der Jugendämter aus Anlass der Vernachlässigung von Kindern und Jugendlichen um 40 Prozent zu. Im Fokus des öffentlichen Interesses standen auch die Misshandlung oder der sexuelle Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Die Eingriffe der Jugendämter haben sich bei diesem Verdacht gegenüber dem Jahr 2005 um über 38 Prozent erhöht. Die unbegleitete Einreise aus dem Ausland spielte in der Vergangenheit kaum eine Rolle. Im Jahr 2009 wurden dagegen 45 Inobhutnahmen mit diesem Hintergrund gezählt.

Quelle: Pressemeldung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz vom 22.07.2010

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Niedersachsen: 1.083 Sorgerechtsentzüge in 2009

Posted on Juli 26, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Niedersachsen | Schlagwörter: , |

Hannover. Die Gerichte haben 2009 in 1 083 Fällen den Entzug des elterlichen Sorgerechts bestimmt. Ein Jahr zuvor ordneten die Familiengerichte in insgesamt 1 274 Fällen den vollständigen oder teilweisen Sorgerechtsentzug an. Wie der Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen weiter mitteilte, machten die Familiengerichte 2008 etwas häufiger Gebrauch von dieser Maßnahme, die in der Regel nur ergriffen wird, wenn alle anderen Handlungen zum Schutz des Kindes erfolglos blieben oder nicht Erfolg versprechend waren. Familiengerichte haben nach § 1666 Bürgerliches Gesetzbuch die Aufgabe, Maßnahmen zu ergreifen, wenn das Wohl des Kindes (oder seines Vermögens) gefährdet ist und die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, entsprechend zu reagieren.

Im Rahmen der Sorgerechtsentzüge wurde in 791 Fällen das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen. In 172 Fällen betraf dies nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Damit ist das Recht gemeint, den gewöhnlichen Aufenthalt des Kindes zu bestimmen und damit einhergehend in allen Fragen des alltäglichen Lebens für das Kind zu entscheiden.

Die Jugendämter haben 2009 in 1 077 Fällen die Familiengerichte zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angerufen. Im Jahr 2008 waren es 1 216 Anrufungen des Gerichts.

Quelle: Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen vom 22.07.2010

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NRW: 9 932 junge Menschen wurden 2009 von Jugendämtern vorläufig unter Schutz gestellt

Posted on Juli 26, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen | Schlagwörter: , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2009 stellten die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen 9 932 Kinder und Jugendliche vorläufig unter Schutz. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 6,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Damit hat die Zahl der unter Schutz gestellten jungen Menschen einen neuen Höchststand erreicht. Die Mehrzahl der in Obhut Genommenen waren 6 460 Jugendliche ab 14 Jahren; Kinder (unter 14 Jahren) waren in etwa einem Drittel der Fälle betroffen. 53,2 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Mädchen.

In mehr als der Hälfte der Fälle (5 226) wurden die Maßnahmen auf Initiative des Jugendamts oder der Polizei ergriffen. In knapp einem Viertel der Fälle (2 383) ging das behördliche Eingreifen auf Initiative des Kindes oder des Jugendlichen selbst zurück. In den übrigen Fällen wiesen Lehrer, Ärzte, Verwandte, Nachbarn u. a. die Behörden auf die Notsituation der Kinder und Jugendlichen hin.

Anlässe zur Maßnahme waren häufig eine Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils (4 289 Fälle) oder die Vernachlässigung des Kindes (913). In etwa einem Fünftel der Fälle waren Beziehungsprobleme (1 945) der Ausschlag gebende Grund. 871 Maßnahmen wurden aufgrund von Anzeichen für Misshandlungen und 147 bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch ergriffen, 703 aufgrund von Integrationsproblemen im Heim oder in der Pflegefamilie und 696 wegen Delinquenz oder Straftaten von Kindern bzw. Jugendlichen. Suchtprobleme (254) spielten mit einem Anteil von 2,6 Prozent eine eher untergeordnete Rolle. (IT.NRW)

(122 / 10) Düsseldorf, den 26. Juli 2010

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.

Quelle: Pressemiteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 26.07.2010

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976 Maßnahmen zum Schutz für Kinder und Jugendliche 2009 in Thüringen

Posted on Juli 21, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2009 wurden in Thüringen 976 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche durchgeführt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 185 Maßnahmen bzw. 15,9 Prozent weniger als im Jahr 2008.

Das Verhältnis zwischen Mädchen und Jungen war im Jahr 2009 fast gleich verteilt. Der Anteil der Jungen stieg von 47,0 Prozent im Jahr 2008 auf 49,4 Prozent im Jahr 2009 um 2,4 Prozentpunkte. Wie bereits seit 1995 waren die Mädchen immer noch die am häufigsten Betroffenen. Im Jahr 2009 betrug ihr Anteil aber nur noch 50,6 Prozent (2008: 53,0 Prozent).

Während in den Jahren von 1995 bis 2007 die Altersgruppe der 14 bis unter 16 – Jährigen am häufigsten betroffen war, ist es seit dem Jahr 2008 die Altersgruppe der 16 bis unter 18 – Jährigen. Im Jahr 2009 waren es mit 217 Fällen mehr als ein Fünftel (22,2 Prozent) aller Maßnahmen.
Vorläufige Schutzmaßnahmen für Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren wurden von den öffentlichen und freien Trägern der Jugendhilfe im Jahr 2009 in 186 Fällen gemeldet. Der Anteil betrug 19,1 Prozent.

In 153 Fällen (15,7 Prozent) waren die Kinder noch keine drei Jahre alt. Der Anteil dieser Altersgruppe stieg gegenüber dem Vorjahr um 0,2 Prozentpunkte, hat sich aber gegenüber 1995 fast verdoppelt (1995: 34 Fälle mit einem Anteil von 8,5 Prozent).
126 Kinder (12,9 Prozent) waren im Alter zwischen 12 und 14 Jahren, weitere 120 Kinder (12,3 Prozent) zwischen 9 und 12 Jahren, 102 Kinder (10,5 Prozent) zwischen 3 und 6 Jahren und 72 Kinder (7,4 Prozent) zwischen 6 und 9 Jahren.

Der Hauptanlass für die Maßnahmen zum Schutz der Kinder und Jugendlichen lag mit 26,4 Prozent in der Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils. Weitere Schwerpunkte waren mit 23,3 Prozent Beziehungsprobleme und mit 9,8 Prozent eine Vernachlässigung der Betroffenen. In 4,2 Prozent der Fälle gab es Anzeichen für Misshandlungen und bei 3,1 Prozent der Kinder und Jugendlichen waren Schul- bzw. Ausbildungsprobleme der Anlass der Hilfe.

In fast der Hälfte der Fälle (452 Fälle bzw. 46,3 Prozent) konnten die Kinder und Jugendlichen am Ende der vorläufigen Schutzmaßnahme zu den Personensorgeberechtigten zurückkehren. In rund einem Drittel der Fälle (324 Fälle bzw. 33,2 Prozent) mussten jedoch erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses eingeleitet werden.

Eine ausführliche Tabelle unter untem angegebenen Link schlüsselt die Vorläufigen Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Thüringen 1995 bis 2009 nach ausgewählten Merkmalen auf.

Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamt für Statistik vom 20.07.2010

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