Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen in Schleswig-Holstein 2018 – Rückgang um rund ein Viertel

Posted on August 8, 2019. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Schleswig-Holstein, Statistik | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2018 sind in Schleswig-Holstein 2 554 Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen abgeschlossen worden. Das sind 796 Fälle oder 24 Prozent weniger als im Vorjahr, so das Statistikamt Nord. Hauptgrund für die Abnahme ist, dass sich die Zahl der Schutzmaßnahmen für unbegleitet aus dem Ausland eingereiste Minderjährige um 725 oder 56 Prozent auf 580 Fälle verringerte.

36 Prozent dieser Jugendhilfeleistungen in akuten Krisensituationen gingen auf die Überforde­rung der Eltern bzw. eines Elternteils zurück. Zweithäufigster Anlass war die unbegleitete Ein­reise aus dem Ausland (23 Prozent). Bei zehn Prozent gab es Anzeichen für Vernachlässi­gung.

36 Prozent der in Obhut genommenen Minderjährigen befanden sich im Alter von 16 bis unter 18 Jahren, weitere 28 Prozent im Alter von 14 bis unter 16 Jahren. 41 Prozent aller unter­stützten Kinder und Jugendlichen hatten einen Migrationshintergrund (mindestens ein Eltern­teil ausländischer Herkunft).

Hinweis: Die Angaben umfassen neben den regulären auch die vorläufigen Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise aus dem Ausland. Dadurch kommt es insbesondere bei dieser Gruppe zu Doppelzählungen, wenn die betroffenen Personen zunächst in vorläufige und da­nach noch einmal in reguläre Obhut genommen werden.

Quelle: www.statistik-nord.de

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Inobhutnahmen von Kindern und Jugendlichen in Hamburg 2018 – Rückgang um rund ein Drittel

Posted on August 8, 2019. Filed under: Forschung, Hamburg, Jugendhilfe, Statistik | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2018 haben die Behörden in Hamburg Inobhutnahmen für 1 506 Kinder und Jugendli­che vollzogen. Im Vergleich zum Vorjahr errechnet sich ein Rückgang dieser Hilfe in akuten Krisensituationen um 708 Fälle oder 32 Prozent, so das Statistikamt Nord. Hauptgrund für die Abnahme ist, dass sich die Zahl der Schutzmaßnahmen für unbegleitet aus dem Aus­land eingereiste Minderjährige um 437 oder 49 Prozent auf 460 Fälle verringerte.

Dennoch war der häufigste Anlass für eine Inobhutnahme auch im Jahr 2018 die unbegleitete Einreise aus dem Ausland (31 Prozent aller Fälle). Auf die Überforderung der Eltern bzw. ei­nes Elternteils gingen 25 Prozent der Hilfen zurück. Anzeichen für körperliche/psychische Misshandlung gab es bei 13 Prozent und Anzeichen für Vernachlässigung bei zwölf Prozent. Auf Beziehungsprobleme waren zehn Prozent der Inobhutnahmen zurückzuführen.

Von den unterstützten Minderjährigen waren 41 Prozent 16- bis unter 18 Jahre alt und weitere 23 Prozent 14- bis unter 16 Jahre alt. Ein Migrationshintergrund, d.h. mindestens ein Elternteil ist ausländischer Herkunft, lag bei 73 Prozent der in Obhut genommenen Kinder und Jugend­lichen vor.

Hinweis: Die Angaben umfassen neben den regulären auch die vorläufigen Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise aus dem Ausland. Dadurch kommt es insbesondere bei dieser Gruppe zu Doppelzählungen, wenn die betroffenen Personen zunächst in vorläufige und da­nach noch einmal in reguläre Obhut genommen werden.

Quelle: www.statistik-nord.de

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BMFSFJ-Broschüre „Kinder- und Jugendhilfe – Achtes Buch Sozialgesetzbuch“

Posted on Dezember 7, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat eine neue Broschüre zum SGB VIII herausgebracht:

Mit dieser Broschüre, die neben dem aktuellen Gesetzestext eine Einführung in das Aufgabengebiet der Kinder- und Jugendhilfe enthält, soll ein erster Überblick und Basisinformationen vermittelt werden.Sie richtet sich nicht nur an Fachkräfte, sondern an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger.

Nur wenn Eltern, Kinder und Jugendliche, aber auch junge Volljährige ihre Rechte und Pflichten kennen, kann dieses Gesetz sein Potential in der Praxis entfalten.

zur Bestell- und Download-Möglichkeit

Quelle: BMFSFJ vom 25.11.09

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24,6 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe im Jahr 2008

Posted on November 26, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Finanzielles, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) haben Bund, Länder und Gemeinden im Jahr 2008 insgesamt 24,6 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Das waren 7,9% mehr als im Vorjahr. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 2,3 Milliarden Euro, unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen, wurden netto rund 22,3 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aufgewendet (+ 8,3% gegenüber 2007).

Mit 14,5 Milliarden Euro wurde deutlich mehr als die Hälfte der Bruttoausgaben (59%) für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Nach Abzug der Einnahmen in Einrichtungen der Kindertagesbetreuung in Höhe von 1,5 Milliarden Euro verblieben für die öffentliche Hand netto 13 Milliarden Euro an reinen Ausgaben für Kindertagesbetreuung.

Mit insgesamt 6,4 Milliarden Euro wendeten die öffentlichen Träger der Kinder- und Jugendhilfe 2008 gut ein Viertel der Bruttoausgaben (26%) für Hilfen zur Erziehung auf. 3,7 Milliarden Euro dieser Ausgaben entfielen auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder in anderer betreuter Wohnform. Für sozialpädagogische Familienhilfe erhöhten sich die Ausgaben um 21,3% auf rund 542 Millionen Euro.

Für Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit, zum Beispiel außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder Jugendzentren, wurden 1,5 Milliarden Euro oder 6,3% der Gesamtausgaben aufgewendet. Die Ausgaben für vorläufige Schutzmaßnahmen, zu denen insbesondere die Inobhutnahme bei Gefährdung des Kindeswohls gehört, stiegen bundesweit von 96 Millionen Euro im Jahr 2007 auf 118 Millionen Euro 2008 (+ 23,1%).

Detaillierte Ergebnisse sind abrufbar im Publikationsservice des Statistischen Bundesamtes.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 25.11.09

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Saarland: Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe um über 10 Prozent angestiegen

Posted on Oktober 22, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Saarland | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2008 betrugen im Saarland die Ausgaben für Leistungen nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz 332,7 Mio. Euro. Dies waren nach Mitteilung des Statistischen Amtes des Saarlandes 32,8 Mio. Euro oder 10,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Einnahmen stiegen ebenfalls um knapp 10 Prozent auf 16,0 Mio. Euro, sodass sich Nettoausgaben in Höhe von 316,8 Mio. Euro (+ 11,0 %) ergaben.

Mit 167 Mio. Euro wurde die Hälfte der Bruttoausgaben für die Kindertagesbetreuung in Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege ausgegeben.  Die Zunahme von rund 23 Mio. Euro ist größtenteils auf einen Anstieg bei den Ausgaben für Kindetageseinrichtungen in Höhe von 20 Mio. Euro zurück zu führen. Dabei wurden rund 12 Mio. Euro als investive Ausgaben getätigt.  Darüber hinaus gab es Ausgabensteigerungen bei der Kindertagespflege von über 3 Mio. Euro. Es wurde aber nicht nur in bauliche Maßnahmen investiert, sondern auch in zusätzliches Personal, um damit die Qualität der Erziehungsarbeit zu verbessern. Weitere Ausgabenschwerpunkte waren die Ausgaben für die Hilfe zur Erziehung mit 93,8 Mio. Euro sowie die Jugendarbeit bzw. die Jugendsozialarbeit mit insgesamt rund 17 Mio. Euro.

Im Rahmen der Hilfe zur Erziehung wurden insgesamt rund 60 Mio. Euro für stationäre Maßnahmen wie die Vollzeitpflege in einer anderen Familie und die Heimunterbringung aufgebracht. Bei den ambulanten Hilfen schlug die sozialpädagogische Familienhilfe mit 7,1 Mio. Euro zu Buche. Für Erziehungsbeistandschaften, Betreuungshelfer und soziale Gruppenarbeit wurden  6,4 Mio. Euro verausgabt. Knapp 9 Mio. Euro entfielen auf die Hilfe für junge Volljährige. Die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche verursachte Ausgaben in Höhe von 8,3 Mio. Euro.

Die Bruttoausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe verteilen sich im Saarland auf die Jugendämter als örtliche Träger (200,8 Mio. Euro), die Städte und Gemeinden (79,4 Mio. Euro) und das Landesjugendamt bzw. die oberste Landesjugendbehörde (52,6 Mio. Euro). Die Pro-Kopf-Ausgaben betrugen im Saarland Netto 306 Euro.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amt Saarland vom 22.10.2009

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AGJ: Aktualisierung zum SGB VIII

Posted on Oktober 13, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ hat die am 1. September 2009 in Kraft getretene FGG-Reform zum Anlass genommen ihr Standardwerk zum SGB VIII in überarbeiteter Fassung herauszugeben.

Sozialgesetzbuch VIII auf dem Stand des Kinderförderungsgesetzes mit Berücksichtigung der FGG-Reform
– Gesamttext und Begründungen –

Am 16. Dezember 2008 trat das Gesetz zur Förderung von Kindern unter drei Jahren in Tageseinrichtungen und in Kindertagespflege (Kinderförderungsgesetz – KiföG) in Kraft. Die Änderungen des SGB VIII durch das KiföG nahm die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ zum Anlass, ihre erstmals 2005 erschienene Arbeitshilfe zum SGB VIII grundlegend zu überarbeiten. Die nunmehr vorliegende 13. Auflage enthält zudem die Novellierungen des SGB VIII infolge des am 1. September 2009 in Kraft getretenen Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG). Wie die Vorauflagen enthält auch die aktuelle Bearbeitung den Gesamttext des neuen SGB VIII, um die gesetzlichen Änderungen in ihrem Kontext lesbar zu machen. Mit dieser Neuauflage möchte die AGJ die Praxis der Kinder- und Jugendhilfe kompakt über die in Kraft getretenen gesetzlichen Änderungen informieren.

Quelle: Presseinformation der AGJ vom 12.10.09

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Neuveröffentlichung: „Die Jugend(hilfe) von heute – Helfen mit Risiko“

Posted on September 16, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Das neue Fachbuch „Die Jugend(hilfe) von heute – Helfen mit Risiko“ von Die Kinderschutz-Zentren leistet einen Beitrag zur Handlungsfähigkeit von Helferinnen und Helfer im Hinblick auf die jugendliche Zielgruppe. Es zeigt Hilfezugänge und Handlungsmöglichkeiten auf, die Kinder schützen und Familien unterstützen. In diesem Kontext werden auch Kenntnisse und Erfahrungen für eine professionelle, institutionelle Kooperation vermittelt.

Namhafte Expert(inn)en analysieren die aktuelle Situation des Kinderschutzes und der Jugendhilfe und wagen einen Ausblick auf die Entwicklung der Jugendhilfe.

Es enthält u.a. folgende Beiträge:

  • Klaus Wolf
    Kritische Lebensereignisse in der Entwicklung von Pflegekindern
  • Wolfgang Hammer
    Wirksamer Kinderschutz braucht selbstbewusste Jugendämter
  • Holger Gläss
    (Neue?) Angst vor dem Jugendamt?
  • Thomas Buchholz
    Kooperation zwischen der Kinder- und Jugendhilfe und Schule in Fällen von Hilfen zur Erziehung – Empirische Ergebnisse zur Verbesserung der Kooperationslandschaft
  • Juliane Kuhn, Ines Lägel
    Kinder psychisch kranker Eltern – Belastungen, Bewältigungen und präventive Maßnahmen
  • Astrid von Törne, Jennifer Penders
    Traumatisierte Flüchtlingsfamilien – Eine besondere Herausforderung für die Jugendhilfe
  • Ulrich Bürger
    Die Kinder- und Jugendhilfe im demografischen Wandel – Grundlegende Anmerkungen und Betrachtungen am Beispiel der Hilfen zur Erziehung

gesamtes Inhaltsverzeichnis

Bestellmöglichkeit

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Koblenzer Resolution für einen bedarfsorientierten Kinderschutz

Posted on August 1, 2009. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Kinder schützen – Jugendhilfe stärken! “  Dies ist die Zielsetzung der Koblenzer Initiative „Jede Woche 3“, die Fachleute aus den unterschiedlichsten Arbeitsfeldern und Professionen nach Koblenz einlud. Schnell einigten sich die Fachleute aus Wissenschaft, Soziale Arbeit, Gesundheitsämtern, Medizin und Rechtsmedizin, Frauenprojekten, Polizei und Justiz, Kommunen und Medien auf die „Koblenzer Resolution für einen bedarfsorientierten Kinderschutz“.

Zentrale These der TeilnehmerInnen war, dass nicht der Bedarf von Kindern und Jugendlichen im Mittelpunkt steht, sondern die Kassenlage. In Folge kämen Prävention und der Schutz von Kindern und Jugendlichen zu kurz.

Die TeilnehmerInnen einigten sich auf folgende Kernpunkte:

  1. Die Kinder- und Jugendhilfe braucht eine solide Finanzierung, die unabhängig von der kommunalen Haushaltssituation ist.
  2. Leistungen und Maßnahmen der Jugendhilfe müssen nach fachlichen Kriterien und im Sinne des Kindeswohls entschieden werden und nach der Einnahmeentwicklung in den Kommunen.
  3. Für die Jugendämter müssen bundeseinheitliche Qualitätsstandards sowie Mindeststandards für Personal- und Mittelausstattung festgelegt werden.

Statements der eingeladenen ExpertInnen finden sich auf:
http://www.koblenz-media.de/index.php/nachrichten-leser/items/jugendhilfe_kostenorientiert.html.

Die Resolution, die zwischenzeitlich der Bundesfamilienministerin übergeben wurde, ist herunter zu laden unter:
http://www.jw3.info/downloads/jw3_kobl-res.pdf

Quelle: DBSH-Newsletter vom 01.08.09

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„Keine Spardose auf Kosten der Betroffenen…!“ – DBSH formuliert „Berliner Thesen zur Sozialraumarbeit in der Kinder- und Jugendhilfe“

Posted on August 1, 2009. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Bremen/Berlin, 27. Juli 2009.
Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) hat sich mit einem Thesenpapier in die Diskussion um wirksame Kinder- und Jugendhilfe eingeschaltet.

In dessen jugendhilfepolitischen Bundestagung am 19. Juni 2009 im dbb forum Berlin formulierten die anwesenden Fachkräfte sieben Thesen dazu, wie sozialräumliche Kinder- und Jugendhilfe aussehen müsse.

Diese stünde am Scheideweg: Wenn etwa im Berliner Bezirk Mitte entgegen bundesweiter Vorgaben Hilfen erst nach Karenzzeiten angeboten werden sollten oder andernorts nach Gutdünken der Kämmerer bewilligt würden – dann sei man als PraktikerIn gefordert, sich zu Wort zu melden, so der Fachbereichsleiter für Kinder- und Jugendhilfe des DBSH, Michael Böwer.

Man unterstütze daher den örtlichen Protest – wie im Herbst `08 in Halle/Saale nun aktuell in Berlin (vgl. www.brj-berlin.de). Land auf, Land ab, würden Standards geschliffen und vor der Öffentlichkeit in wohlfeile Worte geschlungen: „Doch wo Sozialraumarbeit drauf steht, muss auch Sozialraumarbeit möglich sein“, so Böwer. „Sozialraumkonzepte wirken nur bei auskömmlichen Budgets“, „Hilfen müssen sich am Willen der Klienten, nicht der Fachkräfte“ orientieren, „Jugendarbeit“ müsse „ihre Häuser“ verlassen – so einige der deutlichen Worte, die die Fachkräfte selbst ihren Thesen (s.u.) gaben.

zu den Berliner Thesen

Quelle: DBSH-Newsletter vom 01.08.09

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5. Jahrbuch des Pflegekinderwesens erschienen

Posted on Juni 10, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Das 5. Jahrbuch des Pflegekinderwesens der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes mit dem Titel „Grundbedürfnisse von Kindern – Vernachlässigte und misshandelte Kinder im Blickfeld helfender Instanzen“ ist im Schulz-Kirchner Verlag erschienen.

Erschütternde Berichte über verwahrloste oder von ihren Eltern schwerst misshandelte Kinder sind in Deutschland jede Woche in den Medien zu lesen, zu hören und zu sehen. Oft waren die Familienverhältnisse den Jugendämtern bekannt. Mit jedem neuen „Fall“ wird die Frage aufgeworfen, ob das Jugendamt versagt hat oder sich solche „Fälle“ verhindern lassen. Fakt ist, dass neben eingeschränkten finanziellen Mitteln oft nicht ausreichende fachliche Kenntnisse der Grund für die nicht adäquaten Hilfeangebote oder das zu späte Eingreifen vonseiten der Jugendbehörden sind. Ein weiterer Grund – und dieser ist sowohl im Jugendamtshandeln als auch in Gerichtsentscheidungen zu finden – ist, dass dem Elternrecht Vorrang vor den Rechten der Kinder eingeräumt wird und die Situation des Kindes deshalb nicht oder nicht ausreichend im Blickfeld ist. Seit ihrem Bestehen bemüht sich die Stiftung durch Seminare, jährliche Fachtagungen, Forschungsförderung und durch die Herausgabe von  Tagungsdokumentationen und Jahrbüchern Aus- und Fortbildungsmängel im Arbeitsfeld Jugendhilfe und insbesondere im Pflegekinderwesen auszugleichen. Dies ist auch das Anliegen des Jahrbuches.

Leseprobe mit Inhaltsverzeichnis

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Sie finden den Artikel unter „Neueste Einträge“.
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AGJ-Festschrift „Übergänge – Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland“

Posted on Juni 9, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Mit der Neuerscheinung „Übergänge – Kinder- und Jugendhilfe in Deutschland“ anlässlich des sechzigsten Geburtstages der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ wird ein Rückblick und ein Ausblick auf wesentliche Themen der Kinder- und Jugendhilfe gegeben, die durch unterschiedliche Übergänge geprägt worden sind.

Der vorliegende Band ist in fünf Kapitel aufgeteilt: Im ersten Kapitel werden Übergänge in ihrem historischen Kontext betrachtet; das zweite Kapitel befasst sich mit einer Gesellschaft im Übergang und den sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe; das dritte Kapitel behandelt die Zukunft der Kinder- und Jugendhilfe und die damit verbundenen Chancen für Kinder und Jugendliche anhand von Schwerpunktthemen wie Bildung, Entwicklung der Profession, Gesundheitsförderung, Kinderrechte, berufliche und soziale Integration, Soziale Arbeit in der multiethnischen Gesellschaft und jugend(hilfe)politische Zusammenarbeit in Europa; im vierten Kapitel geht es um die Vorbereitungs-, Diskussions- und Leitpapiere der AGJ anlässlich von Kinder- und Jugendhilfetagen von 1988 bis 2008 und das fünfte Kapitel informiert über grundsätzliche Daten und Fakten zur AGJ.

Die AGJ möchte mit dieser Festschrift den fachlichen Austausch anregen und allen Interessierten ein Nachschlagewerk der Kinder- und Jugendhilfe zur Verfügung stellen.

Autorinnen und Autoren:
Prof. Dr. Lothar Böhnisch, Prof. Dr. Karin Böllert, Prof. Dr. Ursula Boos-Nünning, Prof. Dr. Heiner Keupp, Peter Klausch, Prof. Dieter Kreft, Dr. Jörg Maywald, Ingrid Mielenz, Prof. Dr. Richard Münchmeier, Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Hans-Uwe Otto, Prof. Dr. Thomas Rauschenbach, Prof. Klaus Schäfer, Prof. Dr. Christian Schrapper, Prof. Dr. Wolfgang Schröer, Prof. Dr. Bernd Seidenstücker, Dr. Sabine Skutta, Norbert Struck, Prof. Dr. Hans Thiersch, Dr. Gisela Ulrich, Hans-Georg Wicke, Prof. Dr. Dr. h. c. Reinhard Wiesner

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Kreis Plön: Immer mehr Eltern mit der Betreuung ihrer Kinder überfordert

Posted on Mai 18, 2009. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: , , |

Kreis Plön – Die Zahl der Eltern, die mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert sind, ist im Kreis Plön in den vergangenen Jahren gewachsen. Landrat Volkram Gebel sprach Donnerstag vor rund 70 Zuhörern der Konferenz „Familien in der Krise“ von einer „dramatischen Situation“. Ein besonderer sozialer Brennpunkt ist die Stadt Lütjenburg.

Das ist die Tendenz der vergangenen drei Jahre im Kreis Plön: Die Anzahl der in Einrichtungen untergebrachten Kinder und Jugendlichen ist von 42 auf 70 gestiegen. Die Zahl der ambulanten Hilfen durch Kreismitarbeiter stieg in dem Zeitraum von 51 auf 138 Fälle. Um die Arbeit überhaupt noch zu schaffen, wurde die Zahl der Sozialpädagogen in der Kreisverwaltung deutlich aufgestockt. Sie wuchs seit 1999 von 17,95 auf 24,67. Gleichzeitig stiegen die Ausgaben für Hilfen von Erziehung von 2,3 Millionen auf 5,3 Millionen Euro, so Landrat Gebel.

Ein Grund für die Zahlen ist auch die wachsende Sensibilität in der Bevölkerung, die die Behörden alarmiert, wenn sie Fälle von Vernachlässigung von Kindern vermutet. Gebel: „Das ist im Hinblick auf das Wohlergehen der Kinder zu begrüßen.“

Die wachsenden sozialen Probleme vor allem bei Alleinerziehenden führen zu einem Mangel an ungeahnter Stelle. Wie der Leiter des Amtes für soziale Dienste (AsD), Anselm Bröskamp, sagte, fehlten mittlerweile 30 bis 40 Pflegeeltern, in denen Kinder aus Problem-Familien einen Platz finden. Händeringend suche der Kreis Plön entsprechende Familien, die zu dieser Aufgabe bereit seien. Voraussetzung: Ein Elternteil muss tagsüber zu Hause sowie die wirtschaftliche Unabhängigkeit der Pflegeeltern gewährleistet sein. Schließlich soll die Aufgabe nicht aus finanziellen Gründen vergeben werden. Besonders schwierig sieht es im sozialen Leben in Lütjenburg aus. Dort leben nur 4,2 Pozent aller Kreisbewohner. Auf die Stadt entfallen nach Angaben von Bröskamp allerdings 17,9 Prozent der Jugendhilfekosten des Kreises und 15,8 Prozent der Kosten der Hilfen zur Erziehung.

Quelle: Artikel von Hans-Jürgen Schekahn in Kieler Nachrichten vom 14.05.2009

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Jugendforscher Rauschenbach über Armut als Belastungsfaktor in Familien

Posted on April 21, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Für den Direktor des Deutschen Jugendinstituts (DJI), Thomas Rauschenbach, ist der vom DJI festgestellte enge Zusammenhang zwischen ökonomischer Armut und gravierenden Erziehungsproblemen in Familien „frappierend“. Eine eindeutige Erklärung hat er dafür allerdings nicht. Um Eltern vor Überforderung zu schützen, fordert er ein „ausgebautes öffentliches Betreuungssystem«.

Interview von Jeannette Goddar mit Prof. Dr. Thomas Rauschenbach aus epd Sozial Nr. 16 vom 17. April 2009

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Grüne: „Jugendliche haben ein Recht auf eine starke Jugendhilfe“

Posted on Januar 8, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Mit dem am 24.11.2008 beschlossenen Positionspapier der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zum Thema „Jugendliche haben ein Recht auf eine starke Jugendhilfe“ beschäftigt sich die Partei eingehend mit der schwierigen Situation der Jugendhilfe in Deutschland.

Sie wertschätzen die Jugendhilfe mit ihren vielfältigen und differenzierten Angeboten als eine der größten gesellschaftlichen Leistungsträger und kritisieren ihr schlechtes öffentliches Image, das sie oftmals zum Sündenbock gesamtgesellschaftlicher Probleme macht.

Bemängelt wird dagegen u.a. der Bedeutungsverlust der klassischen Jugendhilfeangebote zugunsten der momentan forcierten frühkindlichen Bildung. Gefordert werden mehr Präventionsangebote, Partizipation von Kindern und Jugendlichen, angemessene Strukturen und mehr Finanzmittel.

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KomDat Heft 3/2008 erschienen

Posted on Dezember 19, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Stellungnahmen, Tagespflege | Schlagwörter: , , , , , , |

Der Informationsdienst der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) bringt regelmäßig Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe heraus. KomDat wird gefördert durch das BMFSFJ und MGFFI NW.

Inhalt Heft 03/2008:

Die UNICEF hat in diesen Tagen eine Studie über die Kinderbetreuung in OECD-Staaten vorgelegt (www.unicefirc.org). Wieder einmal landet Deutschland im Mittelfeld. Auch wenn die Datengrundlage angesichts der anhaltenden Veränderungen schon etwas überholt erscheint, so stellt die Studie immerhin zentrale Fragen: Wie hoch sind die öffentlichen Investitionen in die Kindertagesbetreuung? Wie steht es mit dem Personaleinsatz in den Kindertageseinrichtungen?

Die Analysen im vorliegenden Heft greifen diese Fragen auf und bilanzieren die jüngsten Entwicklungen.

Ein weiteres Ereignis gibt Anlass zur Bilanzierung. In diesen Tagen hat das BMFSFJ den Referentenentwurf für ein „Bundeskinderschutzgesetz“ vorgelegt. Als Beitrag zur empirischen Fundierung der damit verbundenen Diskussion wurde das aktuelle Datenmaterial zur Vernachlässigung und Misshandlung von Kindern sowie zu den Aktivitäten der Kinder- und Jugendhilfe in Sachen Kinderschutz zusammengetragen.

Download KomDat Heft 3/2008

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AGJ-Positionspapier zum Personalabbau in der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on Dezember 19, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Stellungnahmen, Thüringen | Schlagwörter: |

Ein erster Blick auf die aktuellen Personaldaten der Kinder- und Jugendhilfe lässt vermuten, dass es bezogen auf die Personalsituation in den letzten Jahren zu keinen wesentlichen Veränderungen gekommen ist: Ende 2006 gab es fast 80.000 Einrichtungen, in denen 618.500 Personen beschäftigt waren.

Erst ein tiefer gehender Blick macht auf erhebliche Veränderungen aufmerksam. In der Kinder- und Jugendhilfe hat sich bei einer insgesamt wachsenden Personenzahl seit 2002 ein faktischer Personalabbau von insgesamt ca. 10.000 Stellen (- 2,3 %) ergeben. Ohne die Kindertagesstätten betrüge der Rückgang sogar über 10 %.

Zu den damit verbundenen Herausforderungen und Perspektiven hat der Vorstand der AGJ auf seiner Sitzung Ende November ein Positionpapier verabschiedet. Es informiert auch über die landesspezifischen Kennziffern.

AGJ-Positionspapier „Personal in der Kinder- und Jugendhilfe – Herausforderungen und Perspektiven“

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Baden-Württemberg: Hilfsangebote für Kinder und Jugendliche sollen Notlagen verhindern

Posted on Dezember 14, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe | Schlagwörter: , |

Das Statistische Landesamt Baden-Württemberg berichtet vom breiten Spektrum individueller erzieherischer Hilfen der Kinder- und Jugendhilfe in ambulanter, teilstationärer und stationärer Form für junge Menschen, die ihre Probleme nicht alleine oder mit Hilfe ihrer Familie bewältigen können. Dabei besteht der Hauptteil des in Anspruch genommenen Leistungsangebots aus Erziehungsberatungen.

Pressemeldung vom 28.11.08

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Bundesforum Familie verleiht Medienpreis 2008 für journalistischen Nachwuchs

Posted on Dezember 8, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Zur Förderung des journalistischen Nachwuchses hat das Bundesforum Familie am 25. November 2008 zum ersten Mal den Medienpreis 2008 verliehen. Ausgezeichnet wurden herausragende Reportage-Beiträge für Print und Internet, die die Vielfalt und Komplexität des zweijährigen Schwerpunkthemas „Kinder brauchen Werte – Bündnisinitiative: Verantwortung Erziehung“ für ein breites Publikum verständlich aufbereiteten.

Die Preisträger:

  • Karin Prummer (25) und Dominik Stawski (24) erhielten den mit 5.000 Euro dotierten ersten Preis für ihre Reportage „Mädchen sind willkommen (Jungs nicht)“, in der sie die Geschichte der zehnjährigen Nina erzählen, die ihr ganzes Leben dafür kämpft, ein Mädchen sein zu dürfen. Weil sie mit einem Jungenkörper geboren wurde, war es ein fast aussichtsloser Kampf – bis zum vergangenen Jahr.
  • Der erste Förderpreis in Höhe von 1.500 Euro ging an Christoph Grabitz (25) und Simon Schneller (28) für Ihre Reportage „Oh, schöner Schmerz“. Eine Geschichte über Borderline-Kranke und ihr Leben im Internet – über Teenager, die sich im Internet gegenseitig die Diagnose stellen: Borderline.
  • Für den Beitrag „Jugendhilfe am Limit“ wurde Jan Piegsa (32) mit dem zweiten Förderpreis in Höhe von 1.500 Euro geehrt. Piegsas Reportage handelt von den Einsparungen bei den Berliner Jugendämtern. So müssen Teenager, die Probleme mit ihren Eltern haben, schon mal mit Klagen drohen, um einen Platz in einer betreuten Wohngruppe zu bekommen. Der Autor zeigt exemplarisch auf, was es bedeutet, wenn an jungen Menschen gespart wird. Zudem gewährt er Einblicke in einen Verein, der Jugendliche unterstützt, ihre Rechte einzufordern.

nähere Informationen

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Artikel: Niedersachsen – „Vernachlässigt oder misshandelt – immer mehr Kinder werden aus Familien genommen“

Posted on Dezember 5, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Niedersachsen, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Vernachlässigt, misshandelt oder missbraucht – bundesweit sind im Jahre 2007 rund 28 000 Kinder oder Jugendliche von Jugendämtern landauf, landab in vorläufige Obhut genommen worden.

Allein in Niedersachsen waren es 2007 nach dem jüngst veröffentlichten Sozialbericht 2 235 Kinder und Jugendliche , die zu ihrem Schutz aus ihren Familien genommen wurden. Die Zahl der Fälle nahm damit gegenüber dem Vorjahr um 7 % zu.

vollständiger Artikel in Wendland-net von Angelika Blank vom 03.12.08

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Artikel: Berlin – „Ein Kind zu retten kostet 118 Euro“

Posted on Dezember 5, 2008. Filed under: Berlin, Finanzielles, Jugendhilfe, Politik | Schlagwörter: , , |

Auszüge aus dem Artikel „Ein Kind zu retten kostet 118 Euro“ in Welt-online vom Joachim Fahrun vom 1. Dezember 2008:

Bezirksvergleich des Finanzsenators legt die wahren Kosten staatlicher Dienstleistungen offen

Die kommunalen Dienstleistungen der zwölf Berliner Bezirke haben im vergangenen Jahr nicht weniger als 4,2 Milliarden Euro gekostet. Jeder fünfte Euro, den das Land ausgegeben hat, floss nach neuesten Zahlen der Berliner Finanzverwaltung in Service für den Bürger. Die Angebotspalette reicht von der Ausgabe von Ausweisen über die Pflege von Grünflächen bis zur Betreuung problematischer Jugendlicher.

Als Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) vor sieben Jahren erstmals den alle Kosten vom Personal bis zu den Gebäuden beinhaltenden Vergleich zwischen den Leistungen der Bezirke vorlegte und dabei enorme Kosten-Unterschiede zwischen den Bezirksämtern diagnostizierte, musste er sich von vielen Kommunalpolitikern Kritik anhören. Die Daten seien nicht vergleichbar, die Verhältnisse zu verschieden, um aus den Zahlen Grundlagen für die künftige Finanzzuweisung an die Bezirksrathäuser abzuleiten. In der achten Ausgabe der Vergleichsstudie wird aber deutlich: Die Ausschläge werden vor allem für eher standardisierte Vorgänge wie das Ausstellen eines Reisepasses oder die Pflege eines Straßenbaumes geringer, die Kosten der Bezirke nähern an. Anders sieht es für eher qualitative Leistungen wie eine Baugenehmigung oder eine Beratung im Bürgeramt aus. Hier differieren die Kosten noch beträchtlich.

Für Politik und Bürger ist es hilfreich zu erfahren, wie viel Steuergeld oft geforderte Leistungen des Staates tatsächlich verschlingen. So schlägt es mit 118 Euro zu Buche, wenn ein Jugendamt ein Kind in Obhut nimmt, es also aus einer verdreckten Wohnung befreit oder vor prügelnden Angehörigen rettet. Hier gehen die Bezirke aber offenbar noch sehr unterschiedlich vor, denn die Kosten pro Fall variieren zwischen 205 Euro in Spandau und 61 Euro in Lichtenberg. Sollte sich aus der Intervention der Kinderschützer ein Heim-Aufenthalt mit 24-Stunden-Betreuung ergeben, fallen pro Tag nochmals 128 Euro an. Ein Platz in einer Pflegefamilie schneidet mit 42 Euro deutlich kostengünstiger aus.

Der Vergleich der Finanzer zeigt aber auch, wie viel günstiger freie Träger soziale Dienste erbringen als die Bezirke selbst. Eine Stunde „allgemeiner Kinder- und Jugendförderung“ etwa in Jugendklubs oder bei Veranstaltungen kostet in bezirklicher Regie 52 Euro, in freier Trägerschaft 31 Euro. Deutlich wird zudem, wie uneinheitlich Bezirke handeln. Während Treptow-Köpenick fast jedes seiner Neugeborenen besuchen lässt, damit die Mitarbeiter sich von den familiären Verhältnissen überzeugen und den jungen Eltern eventuell Hilfe anbieten können, schafft Spandau das nur bei jedem vierten Baby und Neukölln bei jedem dritten. Berlinweit schafften es die Jugendämter immerhin, fast zwei von drei Neugeborenen zu sehen und die Eltern zu beraten. Jeder dieser Kontakte, die vielen Experten als wichtiger Beitrag zum Kinderschutz gelten, kostete im Mittelwert 127 Euro, 7,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Deutlich sichtbar wird auch, wie einzelne Bezirke ihre Anstrengungen verstärkt haben: Tempelhof-Schöneberg steigerte seine Beratungsquote von 59 Prozent 2006 auf 74 Prozent 2007, Charlottenburg-Wilmersdorf kam nach 46 Prozent nun auf 63 Prozent.

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Buchtipp: Lexikon Kinder- und Jugendhilferecht von A-Z

Posted on Dezember 5, 2008. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

In der Reihe Soziale Arbeit in Studium und Praxis hat die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) das Lexikon „Kinder- und Jugendhilferecht von A-Z“ herausgegeben.

Das Buch dient als Kompass für den schnellen Zugang zu allen wesentlichen Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe und bietet allen Interessierten eine rasche Orientierungshilfe innerhalb des Kinder- und Jugendhilferechts. Berücksichtigt werden

  • die Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe,
  • die damit verbundenen Finan­zierungs-, Verfahrens- und datenschutzrechtlichen Fragen sowie
  • die Schnittstellen zum Jugendstraf-, Familien-, Vormundschafts-, Adoptionsrechts-, Verwaltungs- und Arbeitsrecht.

Die Neuerscheinung gibt mit insgesamt über 450 Stichwörtern in alphabetischer Reihenfolge schnelle Auskunft zu allen Grundsatzfragen und aktuellen Entwicklungen auf den Fachgebieten der Kinder- und Jugendhilfe.

Herausgegeben wird das Werk von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ), dem Forum und Netzwerk bundeszentraler Zusammenschlüsse, Organisationen und Institutionen der freien und öffentlichen Kinder- und Jugend­hilfe in Deutschland. Bearbeiter des Lexikons sind über 70 Autoren aus allen Zweigen der kinder- und jugendhilferechtlichen Praxis.

Ein Nachschlagewerk für alle haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe, für Studierende in den Fachbereichen für Sozialpädagogik, Soziale Arbeit und Erziehungs­wissenschaft und für alle Interessierten, die in kurzer Zeit einen Einstieg in das Kinder- und Jugendhilfe­recht und benachbarte Rechtsgebiete suchen.

weitere Informationen beim Verlag

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IGfH: Magdeburger Erklärung

Posted on November 12, 2008. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Magdeburger Erklärung der IGfH anlässlich der Jahrestagung der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) „Erziehungshilfen – mehr als Netz und doppelter Boden. Gemeinsam Perspektiven schaffen!“ am 10. – 12. September 2008 in Magdeburg:

„Der Neo-Liberalismus hat deutliche Spuren hinterlassen: Nicht nur erleben wir die Zunahme von Armut und Armutsrisiken, von unzureichender Bildung vor allem am unteren Rand der Gesellschaft, von sozialer Ausgrenzung und vermehrtem Hilfebedarf. Wir sehen auch, wie immer mehr Risiken privatisiert und individualisiert werden, wie Eltern ungeachtet ihrer sozialen Lage und ihres sozialen Vermögens verstärkt in Verantwortung genommen werden, wie vermehrt soziale Härte gegen Unangepasste ins Feld geführt und sozialer Ausschluss praktiziert wird. Im Vordergrund stehen zu korrigierende Verhaltensweisen, der Ruf nach Rigidität und Kontrolle wird immer lauter, während von den sozialen Verhältnissen und Lebensbedingungen der Menschen kaum mehr gesprochen wird.

Wir erleben zugleich, wie Soziale Arbeit – und damit auch Erziehungshilfe – immer stärker wettbewerbsorientiert und warenförmig erbracht werden sollen und wie die Soziale Arbeit marktförmig zur Aktivierung beitragen soll, obwohl sich Prozesse der Hilfe, der Erziehung und Bildung in ihrer Binnenstruktur gerade nicht nach (zeitökonomischen) Marktprinzipien organisieren lassen. Ohne zu bestreiten, dass mit den Mitteln der Kinder- und Jugendhilfe sinnvoll und sparsam umgegangen werden muss, ist doch vielerorts zunehmend eine simple Kosten-Nutzenrechnung zu beobachten, die Bildungs- und Erziehungsvorgänge auf die Herstellung von Produkten reduziert.

Auch in den erzieherischen Hilfen sind überdies Prozesse erkennbar, die selektieren. Es werden Hilfen konzipiert, die sich nur noch den aussichtsreichsten Fällen widmen, es findet auch hier zunehmend Exklusion statt. Die neue (alte) Härte hat ihren Platz wieder gefunden, erkennbar z. B. an der diskursiven Aufwertung von Zwang, an dem als unausweichlich angesehenen Ausbau der Plätze in geschlossener Unterbringung, in den alltäglicher werdenden Grauzonen von Rechtsverletzungen und Time-Out- Räumen in den stationären Hilfen und an den Verschärfungen im Jugendgerichtsgesetz, um nur einige zu nennen.

Vor diesem Hintergrund fordert die IGfH gemeinsam mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ihrer Jahrestagung „Erziehungshilfen – mehr als Netz und doppelter Boden. Gemeinsam Perspektiven schaffen!“ in Magdeburg:“

zur Magdeburger Erklärung (pdf)

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Panorama kritisiert zu frühe Beendigung von Jugendhilfemaßnahmen

Posted on November 2, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Das Magazin Panorama zeigte in seiner Sendung vom 30.10.08 unter dem Titel „Jugendhilfe ohne Sinn – der Staat lässt 18-Jährige im Stich“ Fälle von kurzsichtig beendeten Jugendhilfemaßnahmen bei jungen Volljährigen.

Der Sendebeitrag kann im Internet als Video angesehen werden.

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Herausforderungen für Jugendämter

Posted on November 1, 2008. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Zwei interessante Fachbeiträge veröffentlichen die Kinderschutz-Zentren im Zuge der Auswertung der Ergebnisse des Kinderschutzforums 2008, das unter dem Titel „Die Jugend(hilfe) von heute − Helfen mit Risiko“ vom 17.-19. September 2008 in Köln stattfand:

Holger Gläss, Kreisjugendamt Rems-Murr:
(Neue?) Angst vor dem Jugendamt? (pdf)

Dr. Wolfgang Hammer, Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, Hamburg:
Wirksamer Kinderschutz braucht selbstbewusste Jugendämter (pdf)

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Artikel: Eltern in vier Stunden

Posted on Oktober 27, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Anlässlich des in Wuppertal beginnenden Prozesses um den tragischen Tod des Mädchens Talea in einer Pflegefamilie berichtet der Spiegel kritisch über die unterschiedliche Vermittlungs- und Betreuungspraxis der Jugendämter.

Artikel von Andrea Brandt vom 27.10.08

Zur Fragestellung Pflegeeltern – muss der Staat sorgfältiger auswählen? wurde ein Forum eingerichtet.

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Aktuelle Länderberichte der Internationalen Arbeitsgemeinschaft für Jugendfragen (IAGJ)

Posted on Oktober 22, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Entwicklungen im jugend- und familienrechtlichen Bereich in Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden

Die Internationale Arbeitsgemeinschaft für Jugendfragen (IAGJ) ist ein institutionalisiertes Diskussionsforum, das sich mit Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und des Jugend- und Familienrechts befasst. Ihr gehören Vertreterinnen und Vertreter aus den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und Deutschland an, die Organisationen und Institutionen aus Theorie und Praxis der Kinder- und Jugendhilfe vertreten. Federführend auf deutscher Seite ist die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ.

Vom 21. – 26. September 2008 kam die IAGJ zu ihrer im 2-Jahres-Rhythmus stattfindenden Arbeitstagung in Stein am Rhein zusammen. Thema des diesjährigen Arbeitstreffens: „Niederschwelligkeit oder Sanktionsdruck – Die Angebote der Jugendhilfe zwischen Heilsversprechen und Kontrollanspruch“. Diese Thematik war im Rahmen des Vorbereitungstreffens der Delegationsleiter und -leiterinnen im vergangenen Jahr in Zürich ausgewählt worden.

Ein festes Element der IAGJ-Tagungen bilden die sog. Länderberichte. Diese Berichte werden jeweils zu den Tagungen vorgelegt; sie geben die Entwicklung des Jugend- und Familienrechts der vergangenen zwei Jahre in den beteiligten Ländern wieder. Die strukturelle Gliederung dieser Berichte ist vorgegeben, womit ein Quervergleich zwischen den Ländern und das Verfolgen von Entwicklungen über mehrere Berichtszeiträume hinweg erleichtert werden.

Im Folgenden finden Sie die einzelnen Länderberichte für den Zeitraum 2006 – 2008:

Länderbericht Deutschland

Länderbericht Österreich

Länderbericht Schweiz

Länderbericht Niederlande

Die früheren Länderberichte und IAGJ-Tagungsberichte finden Sie auf den Webseiten der AGJ.
Autorin: Tanja Grümer, AGJ

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www.blja.bayern.de in neuem Gewand

Posted on Oktober 22, 2008. Filed under: Bayern, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Bereits seit nunmehr über acht Jahren ist das Bayerische Landesjugendamt mit einem eigenständigen Auftritt im World Wide Web unter www.blja.bayern.de vertreten.

Das umfangreiche Angebot an Informationen über die Behörde, ihre Aufgaben, einschlägige Rechtsvorschriften, Veröffentlichungen, Kontaktmöglichkeiten sowie aktuellen Nachrichten erfreut sich seither großer Beliebtheit. Durchschnittlich greifen monatlich über 130.000 Nutzerinnen und Nutzer auf die Informationen rund um die Kinder- und Jugendhilfe zurück. Die Homepage ist weit über Bayern hinaus zu einem wichtigen Handwerkszeug für Fachkräfte in Jugendämtern und die interessierte Öffentlichkeit geworden.

Unabhängig vom stets weiterentwickelten Inhalt ist das Layout der Homepage mit der Zeit in die Jahre gekommen. Nun wird die Homepage www.blja.bayern.de in neuem Gewand präsentiert.

Der Internetauftritt des Bayerischen Landesjugendamts wurden in den vergangenen Monaten auf das Corporate Design des Zentrums Bayern Familie und Soziales – ZBFS umgestellt. Damit wird ein einheitliches Erscheinungsbild der im Internet vertretenen Produktgruppen des ZBFS garantiert. Zudem werden die Vorgaben des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen zur Barrierefreiheit und zum Corporate Design umgesetzt.

Inhaltlich strukturiert sich die Homepage beinahe unverändert, die Seiten wurden allerdings aktualisiert und beispielsweise im Bereich der Jugendschutzgesetzgebung erweitert.

Im neuem Gewand garantiert der Internetauftritt auch künftig eine gewohnt hohe Qualität an Informationen rund um die sich stets in Entwicklung befindlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe.

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AGJ: „Reader Jugendhilfe“ erschienen

Posted on Oktober 19, 2008. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

Neuerscheinung im Eigenverlag der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ): „Reader Jugendhilfe“

Aufgegriffen wurden in diesem Band „Reader Jugendhilfe“ die Themengebiete, die in den letzten zwei Jahren den Diskurs innerhalb der AGJ bestimmt haben. Daraus entstanden ist ein umfangreiches Werk, das in Fachartikeln verschiedener Expertinnen und Experten sowohl aktuelle Entwicklungen und den Stand der jeweiligen Diskussion aufzeigt, als auch die Diskussionsergebnisse der AGJ-Gremien in Form von Stellungnahmen und Positionen widerspiegelt.

Die AGJ will damit Anregungen für die Kinder- und Jugendhilfepraxis geben und zur Weiterentwicklung dieses Arbeitsfeldes beitragen.

Der Band versteht sich als „Baustein“ der vielen Lehr- und Arbeitsmaterialien der AGJ bzw. als „Baustein“ im Kontext der zahlreichen Veröffentlichungen von unterschiedlichen Trägern der Kinder- und Jugendhilfe.

Aufgegriffen werden die Themen: Jugendpolitik, Fachlichkeit zwischen Ansprüchen und Realität, frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung und Kinderschutz. Zum Schluss des Bandes werden Perspektiven der Jugendhilfe aufgezeigt.

Bestellmöglichkeit

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Artikel: Schutzauftrag gem. § 8 a SGB VIII als „Dienst nach Vorschrift“?

Posted on September 5, 2008. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Thomas Mörsberger, Jurist und Vorsitzender des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF), beschäftigt sich in einem aktuellen Aufsatz kritisch mit der Jugendhilfe im Spiegel der Medien.

Sein Aufsatz „Schutzauftrag gem. § 8 a SGB VIII als „Dienst nach Vorschrift“?“ erschien in Heft 07-08/2008 der Zeitschrift „Das Jugendamt“ (DIJuF) und wird von den Kinderschutzzentren als Download zur Verfügung gestellt.

Zum Artikel

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Entwicklung der Hilfen zur Erziehung in Baden-Württemberg 2007

Posted on September 3, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe | Schlagwörter: , , , , |

Das Landesjugendamt Baden-Württemberg veröffentlicht jährlich Auswertungen zu den aktuellen Fallzahlentwicklungen der Hilfen zur Erziehung und anderen individuellen Hilfen nach dem SGB VIII in den Zuständigkeitsbereichen der 48 Jugendämter in den 44 Stadt- und Landkreisen Baden-Württembergs.

Die Auswertungen basieren auf Erhebungen des Landesjugendamtes bei den örtlichen Trägern. Neben den Leistungen der Hilfen zur Erziehung (§§ 27-35 SGB VIII) werden die Hilfen für junge Volljährige (§ 41 SGB VIII) und für seelisch behinderte Minderjährige (§ 35a SGB VIII) sowie die Fallzahlen der Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen (§ 42 SGB VIII) und in Gemeinsamen Wohnformen für Mütter/Väter und Kinder (§ 19 SGB VIII) erfasst.

„Betrachtet man nur den stationären Sektor, so hat sich innerhalb dieses Feldes, wie schon in den Jahren davor, ein weiterer leichter Bedeutungsgewinn der Hilfen in Vollzeitpflege (§ 33) gegenüber denen in Heimerziehung und sonstigen betreuten Wohnformen (§ 34) ergeben.“

nähere Informationen und Auswertungen

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ZSTB-Themenheft „Systemische Kinder- und Jugendhilfe“

Posted on August 29, 2008. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

Thema der jüngsten Ausgabe der Zeitschrift für systemische Therapie und Beratung ist „Systemische Kinder- und Jugendhilfe“. Das Heft ist herausgegeben von DGSF-Vorstandsmitglied Michaela Herchenhan.

Die Aufsätze:

  • Rüdiger Beinroth & Klaus-Peter Langner:
    Zu den Erwartungen der Öffentlichkeit an die Jugendhilfe, Kindervernachlässigung, Kindesmisshandlung, Kindersmissbrauch und Kindestötung zu verhindern
  • Gerlinde Fischer & Gisal Wnuk-Gette:
    Systemische Familienschulen als Lebensschule für Eltern und Kinder
  • Matthias Ochs:
    Kooperation und Partizipation als Kernprozesse in der Jugendhilfe- systemische Folgerungen aus JULE; JES; EVAS und Co
  • Birgit Averbeck & Björn Hermans:
    Vom Wagnis der Kooperation zwischen Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie
  • Bernd Drägestein:
    Jungen und ihre SozialisationsagentInnen oder die Konstruktion der Wirklichkeit
  • Evelyn Damm & Michael Delorette:
    Reflexionen über: Familientherapie am Küchentisch. Systemische Co-Beratung im Kontext der ambulanten erzieherischen Hilfe

Einzelhefte können beim Verlag bestellt werden.

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Jugendhilfebarometer: Überlastung im ASD wächst

Posted on August 23, 2008. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Der Deutsche Berufsverband für Soziale Arbeit e.V. (DBSH) weist in seinem Newsletter vom 21.08.08 auf Ergebnisse einer Befragung von Jugendämtern zur Arbeitssituation und Personalbemessung in den Allgemeinen Sozialen Diensten der Jugendämter (ASD) hin.

Im Rahmen des Projekts „Jugendhilfe und sozialer Wandel“ wurde das Konzept einer Online-Erhebung bei Jugendämtern entwickelt. Im November 2007 startete eine Vollerhebung bei allen Jugendämtern mit dem Thema der „Arbeitsorganisation im ASD“. Erste Ergebnisse liegen nunmehr vor, die belegen, dass die Überlastung der Mitarbeiter im ASD wächst.

Meldung des DBSH

DJI-Projekt: Jugendhilfe und sozialer Wandel: Informationen und Ergebnisse

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Untersuchung zu Brandenburger Kinderschutzfällen mit Todesfolge

Posted on August 23, 2008. Filed under: Brandenburg, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Fachstelle Kinderschutz hat die Ergebnisse ihrer Untersuchung zu Brandenburger Kinderschutzfällen mit Todesfolge veröffentlicht. Fälle der Jahre 2000 bis 2005, die über die Arbeit der verschiedenen Brandenburger Staatsanwaltschaften zugänglich waren, wurden untersucht und ausgewertet.

Ziel der vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport geförderten Studie war es, mögliche Risikofaktoren auszumachen, um Kinder künftig frühzeitiger und besser vor Gewalt und Misshandlung schützen zu können. Erkenntnisse aus dieser Studie sollen nicht nur für die Jugendhilfe, insbesondere die Qualifizierung der dort handelnden Fachkräfte, sondern auch mit Blick auf notwendige Kooperationen und Netzwerkarbeit sowie für Kooperationspartner aufbereitet werden.

Link zur Untersuchung zu Brandenburger Kinderschutzfällen mit Todesfolge

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Familien-Wegweiser: Hilfe und Schutz für Kinder und Jugendliche

Posted on August 15, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Konflikte mit den Eltern, Pubertät und Schulprobleme: Das Heranwachsen von Kindern birgt vielfältige Herausforderungen für Eltern und Kinder. Da entstehen Fragen zur richtigen Erziehung, zum Umgang zwischen Eltern und Kindern, zum Jugendschutz und zur Medienkompetenz.

Der „Familien-Wegweiser“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat nun sein Angebot zur Kinder- und Jugendhilfe sowie zum Kinder- und Jugendschutz weiter ausgebaut, um allen Beteiligten mit Informationen und mit Hinweisen zu passender Hilfe vor Ort weiterhelfen zu können.

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DBSH fordert Berufsgesetz für Sozialarbeiter

Posted on August 5, 2008. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

In einer Pressemitteilung unter dem Titel „Helfen, wo Hilfebedarf sichtbar wird“ vom 14.7.2008 äußert sich Gabriele Stark-Angermeier, 2. Vorsitzende des Deutschen Berufsverband für Soziale Arbeit (DBSH) in einer ersten Reaktion auf das Urteil des Schweriner Landgerichts gegen die Eltern der nur fünf Jahre alt gewordenen Lea-Sophie.
Der DBSH erneuerte vor diesem Hintergrund seine Forderung nach einem Berufsgesetz, dass klare fachliche Standards für alle Fachkräfte setze. Der DBSH vertritt als Berufsverband die Fachlichkeit und die Interessen der Sozialarbeiter und Sozialpädagogen in Deutschland.

Pressemitteilung des DBSH vom 14.07.2008

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KONTEXT: Fachartikel über „Ökonomisierungswahn“ in der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on August 1, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Der Fachartikel „Systemische Soziale Arbeit – Systemische Kinder- und Jugendhilfe: Kritische Anmerkungen zu einem Konzept mit Hochkonjunktur“ von Prof. Dr. Wolf Ritscher (Fakultät Soziale Arbeit, Gesundheit und Pflege der Hochschule Esslingen) erschien in KONTEXT Heft 2/2008, der Zeitschrift der Deutschen Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF).

Er beschäftigt sich u.a. kritisch mit dem „neoliberalen Ökonomisierungs- und Organisationsentwicklungswahn“ in der Kinder- und Jugendhilfe und modernen Leitlinien und Konzepten, wie z.B. Ressourcen-, Lösungs-, und Zielorientierung, Kontextualisierung, Kurzzeittherapie und Konstruktivismus.

zum Artikel

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Quality4Children Standards werden ein Jahr alt

Posted on Juli 30, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Netzwerke | Schlagwörter: , , |

Am 13. Juni 2007 präsentierten SOS-Kinderdorf International, IFCO und FICE dem Europäischen Parlament die Qualitätsstandards für die Betreuung von fremd untergebrachten Kindern in Europa („Q4C Standards“).

In ihrem Newsletter 07/2008 vom 29.07.08 hat die Initiative eine Bilanz der Errungenschaften und Herausforderung des Projekts in den vergangenen 12 Monaten zusammengestellt.

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Miriam Gruss (FDP): Immer mehr Notfälle, aber immer weniger Personal

Posted on Juli 15, 2008. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

(Berlin) Zu den heute veröffentlichten Zahlen zur Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen erklärt die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Miriam Gruss:

Die aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes beweisen: Immer mehr Kinder und Jugendliche werden von den Jugendämtern in Obhut genommen. Vor allem die Zahl der Herausnahmen hat sich fast verdreifacht. Diese Zahlen stehen jedoch in krassem Gegensatz zu Erhebungen des Deutschen Jugendinstituts: Auf allen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe ist ein Personalrückgang zu verzeichnen. Anspruch und Wirklichkeit sind hier meilenweit voneinander entfernt.

Eine ausreichende Finanzierung der Kinder- und Jugendhilfe muss sichergestellt sein, um junge Menschen umfassend betreuen zu können. Gerade auch vor dem Hintergrund der Fälle von Misshandlung und Verwahrlosung. Denn effektive Hilfe wird nur durch ausreichend finanzielle und personelle Mittel gewährleistet.

Pressemitteilung der FDP-Bundestagsfraktion vom 15.07.08

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Tag für Tag nehmen Jugendämter 77 Kinder in Obhut

Posted on Juli 15, 2008. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

WIESBADEN – Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilt, wurden im Jahr 2007 in Deutschland 28 200 Kinder und Jugendliche von Jugendämtern in Obhut genommen. Dies waren rund 2 200 (+ 8,4%) mehr als 2006. Damit leisteten die Jugendämter rein rechnerisch jeden Tag für 77 Kinder und Jugendliche „erste Hilfe“ in für sie gefährlichen Situationen; im Vorjahr waren es pro Tag rechnerisch 71 Kinder und Jugendliche gewesen. 435 dieser Inobhutnahmen waren sogenannte Herausnahmen, das heißt, die Kinder wurden gegen den erklärten Willen der Sorgeberechtigten in Obhut genommen. Im Jahr 2006 hatte es 151 Herausnahmen gegeben.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, wenn sie sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation befinden. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer (etwa der Polizei oder Erzieher) in Obhut und bringen sie – meist für Stunden oder einige Tage – in einer geeigneten Einrichtung unter, etwa in einem Heim.
7 000 Kinder und Jugendliche (25%) wurden 2007 auf eigenen Wunsch in Obhut genommen, bei den Übrigen veranlassten andere Personen oder Stellen die Inobhutnahme.
16 500 (58%) der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen waren älter als 14 Jahre. Mit einem Anteil von 55% (15 400) aller in Obhut Genommenen waren Mädchen wie in den Vorjahren in der Überzahl.
An einem jugendgefährdenden Ort, zum Beispiel in Straßen mit Bordellbetrieb oder an Treffpunkten von Drogenhändlern, wurden rund 11% (3 000) der in Obhut Genommenen aufgegriffen.
Der mit Abstand meistgenannte Anlass für die Inobhutnahme war in 44% der Fälle die Überforderung der Eltern. Bei 6 500 der Kinder und Jugendlichen (23%) waren Vernachlässigung beziehungsweise Anzeichen für Misshandlung oder für sexuellen Missbrauch festgestellt worden.

zum Download: Kinder- und Jugendhilfestatistiken – Vorläufige Schutzmaßnahmen 2007 (pdf, 333 KB)

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