„Psychische Krisen junger Menschen“ am 23./24.11. in Gütersloh

Posted on Oktober 16, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Schule, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoIn Kooperation mit dem LWL-Klinikum Gütersloh bieten die Kinderschutz-Zentren den Fachkongress „Psychische Krisen junger Menschen“ am 23./24.11. in Gütersloh an.

Jugendliche reagieren auf schulische und private Anforderungen mit psychischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten. Dabei können sich die psychischen Störungen ganz unterschiedlich zeigen – in depressivem ebenso wie in aggressivem und selbstverletzendem Verhalten.

Für alle Fachkräfte ist das eine große Herausforderung. Symptome müssen erkannt und psychische Auffälligkeiten verstanden werden, um Hilfen anzubieten, die einen Ausweg aus der Krise ermöglichen.

Der Fachkongress richtet sich an Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe, der Psychiatrie, an Lehrer(innen) und Schulsozialarbeiter(innen) und alle an deren Professionen, die in ihrem beruflichen Kontext mit psychisch belasteten Jugendlichen arbeiten.

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„Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen und auffälligem Verhalten“ am 14./15.11. in Osnabrück

Posted on August 14, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Kinderschutz-Zentren widmen einen Fachkongress am 14./15.11. in Osnabrück dem Thema „Kinder und Jugendliche mit psychischen Störungen und auffälligem Verhalten„.

Psychische Störungen und Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen haben in den letzten Jahren zugenommen. Nach Angaben der Bundespsychotherapeutenkammer klagt jedes fünfte Kind in Deutschland über psychosomatische Beschwerden und jedes Zwanzigste leidet an einer psychischen Erkrankung.
Dabei können sich psychische Störungen mit ganz unterschiedlichen Symptomen zeigen: z.B. ziehen sich die Betroffenen zurück, isolieren sich, fallen durch aggressives oder schwieriges Verhalten auf, flüchten in die Sucht, verletzen sich selbst oder zeigen suizidale Krisen.

Dies stellt Therapeut(inn)en, Pädagog-(inn)en und das gesamte Umfeld der betroffenen Kinder und Jugendlichen vor große Herausforderungen. Es gilt die Symptome zu erkennen, die psychischen Auffälligkeiten zu verstehen und Hilfen anzubieten, die einen Ausweg aus der Krise ermöglichen. Und dies unter Beteiligung der Betroffenen und ggf. ihrer Eltern und in Abstimmung mit weiteren beteiligten Helfer(inne)n aus den Bereichen Psychiatrie, Jugendhilfe und Schule.

Vor diesem Hintergrund setzt sich der Kongress u.a. mit folgenden Fragestellungen auseinander:

  • Wie sind psychische Auffälligkeiten bei Kindern und Jugendlichen zu verstehen?
  • Wie können traumatisierte Mädchen und Jungen in der Jugendhilfe unterstützt werden?
  • Wie können Helferinnen und Helfer mit suizidalen Krisen von Jugendlichen umgehen?
  • Welche Ursachen und Folgen haben Süchte bei Jugendlichen, und wie kann geholfen werden?
  • Wie ist die Diagnose Borderline bei Jugendlichen zu verstehen?
  • Wie können die verschiedenen Systeme Psychiatrie, Jugendhilfe und Schule zum Wohle der Betroffenen kooperieren?

Expertinnen und Experten vermitteln Erkenntnisse aus Wissenschaft und Forschung und bringen ihre praxisnahen Erfahrungen und Konzepte aus Jugendhilfe, Psychiatrie und Schule ein. Und auch betroffene Jugendliche kommen in einem Workshop zu Wort.

Veranstaltungsflyer

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LWL Jugendhilfe-aktuell „Grenzen überwinden – Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie“

Posted on Juli 16, 2016. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Frisch erschienen ist die neueste Ausgabe aus der Zeitschriftenreihe des LWL-Landesjugendamtes Westfalen „Grenzen überwinden – Zusammenarbeit zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie„. Dieses Heft stellt das Zusammenwirken zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie in den Mittelpunkt.

Aus dem Inhalt:

  • Interview: Frau Wirth, wo klemmt’s denn?
  • Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Zusammenarbeit von Psychiatrie und Jugendhilfe aus Sicht einer Care-Leaverin
  • Gemeinsam auf dem Weg – Zusammenarbeit wegen und trotz Unterschieden
  • Gefühlt gut informiert – Ergebnisse und Konsequenzen einer Umfrage
  • Getrennt befragt: Sichtweisen von Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie aufeinander, nachdem erste Vorurteile aus dem Weg geräumt sind
  • Das Eigene und das Andere – Wert psychiatrischer Diagnostik für die Kinder- und Jugendhilfe
  • Krisenvereinbarungen und andere Maßnahmen zur Verbesserung der Kooperation
  • Jugendhaus Piusallee – viele Kompetenzen unter einem Dach
  • LWL-Jugendhilfestation: ein dritter Ort – säulenübergreifenden Angebot für Kinder und Jugendliche
  • Heißes Eisen – Psychopharmaka in den Erziehungshilfen
  • Wie Adoptiv- und Pflegeeltern von Psychiatrie und Jugendhilfe unterstützt werden sollten
  • Weitere Materialien zum Themenkomplex Jugendpsychiatrie & Jugendhilfe

Darüber hinaus gibt es wie immer aktuelle Informationen aus allen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe.

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Workshop „Wer bestimmt? Partizipation, Zwang, elterliche Sorge und Selbstbestimmung in der kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung“ am 05.11. in Berlin

Posted on Oktober 7, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Die Aktion Psychisch Kranke e.V. organisiert im Rahmen ihres Projektes „Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendliche in Deutschland“ am 05.11.2015 in Berlin einen Workshop zum Thema „Wer bestimmt? Partizipation, Zwang, elterliche Sorge und Selbstbestimmung in der kinder- und jugendpsychiatrischen Behandlung„.

Kernthemen dieser Veranstaltung werden sein:

  • Partizipation von Eltern und Jugendlichen
  • Rechtliche, ethische und kinder- und jugendpsychiatrische Aspekte zur Einschränkung der Selbstbestimmung bzw. Zwang.

Der Workshop richtet sich an Fachleute aus den Bereichen Selbsthilfe, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Jugendhilfe, Betreuungsrecht usw. und dient dem interdisziplinären Austausch. Die Ergebnisse fließen in die Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse im Rahmen des Projekts ein.

Die Teilnahme ist kostenlos, der Zugang aufgrund des Raumangebots beschränkt. Eine Anmeldung per Anmeldeformular ist bis zum 26.10.2015 erforderlich. Bei Interesse sendet die Geschäftsstelle der APK eine Einladung zu: apk-bonn@netcologne.de, Tel.: 0228 / 67 67 40.

Programm

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Artikel „Psychische Störungen in der frühen Kindheit“

Posted on Juli 1, 2015. Filed under: Gesundheit, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Deutschen Ärzteblatt vom 25.05.2015 wurde ein interessanter Artikel zum Thema „Psychische Störungen in der frühen Kindheit“ von Kai von Klitzing, Mirko Döhnert, Michael Kroll, Matthias Grube publiziert.

Behandelt werden u.a. Störungen der emotionalen und motorischen Regulation, Fütterstörungen, schwerwiegende reaktive Bindungsstörungen, Hyperaktivitäts- und Verhaltensstörungen sowie Angst- und Depressionsstörungen.

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Materialien zum Symposium „Bindung und Bindungsstörungen“ online

Posted on April 23, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , |

Die Materialien zu den Vorträgen vom Symposium „Bindung und Bindungsstörungen“, das am 26.03.2014 in der LWL-Klinik Marsberg Kinder- und Jugendpsychiatrie stattfand, sind nun im Internet abrufbar:

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„Ist ja irre“ – Psychiatrische Erkrankungen und ihre Wirkung im Umgang mit Pflegekindern“ am 05.06. in Stuttgart

Posted on April 5, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Bei Tagesmütter und Pflegeeltern Stuttgart e.V. wird die Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie M.-L. Hepp am 05.06. referieren zum Thema „Ist ja irre“ – Psychiatrische Erkrankungen und ihre Wirkung im Umgang mit Pflegekindern„.

Pflegeeltern haben gleich in mehrfacher Hinsicht und ohne jeden Zweifel eine besondere persönliche und familiäre Konstellation mit ihrem Pflegekind. Wenn Pflegekinder nun aber auch noch einen Elternteil mit einer psychiatrischen, neurologischen Erkrankung erlebt haben und bei Besuchen nicht nur mit dem Elternteil, sondern auch mit den Auswirkungen der Krankheit Kontakt haben, wird es in einer besonderen Weise eine Herausforderung, all diesen aufeinandertreffenden Bedürfnissen gerecht zu werden.

Dieses Seminar wird Ihnen einen Überblick über die wichtigsten psychiatrischen Erkrankungsbilder und Persönlichkeitsstörungen und deren inneres Erleben geben und Wege und Umgang mit ihnen aufzeigen.

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Symposium „Bindung und Bindungsstörungen“ am 26.03. in Marsberg

Posted on Januar 26, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die LWL-Klinik Marsberg für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik veranstaltet am 26.03. ein Symposium zu Fragen von Bindung und Bindungsstörungen vor allem in Bezug auf Pflegekinder.

Das Symposium setzt sich aus Fachvorträgen diverser Fachreferenten sowie unterschiedlichsten Workshops zusammen, in denen die Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln und Fachrichtungen zusammen mit den Teilnehmern interaktiv beleuchtet wird.

Veranstaltungsflyer

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BPtK-Informationen für Eltern: Psychotherapie für Kinder und Jugendliche

Posted on Januar 15, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Publikationen | Schlagwörter: , |

Für Eltern ist es oft nicht einfach, entwicklungsbedingte Krisen und individuelle Eigenheiten ihrer Kinder von psychischen Erkrankungen zu unterscheiden. Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) hat für Eltern einen Ratgeber herausgegeben, der eine erste Orientierung bei seelischen Störungen und Krisen ihrer Kinder geben soll.

In keiner Lebensphase verändert sich der Mensch so stark wie in Kindheit und Jugend – sowohl körperlich als auch seelisch. Jedes Mädchen und jeder Junge sucht dabei seinen Weg. Schwierige Phasen sind normal. Keine Entwicklung ist geradlinig. Hindernisse helfen beim Erwachsenwerden. Krisen und Konflikte können Kinder und Jugendliche aber auch überfordern. Dann können aus Angst und Bedrückung, Rückzug und Trotz, Widerstand und Wut seelische Erkrankungen werden, die eine Behandlung erfordern. Auch für Eltern ist es nicht einfach, die normalen Krisen ihrer Kinder von psychischen Störungen zu unterscheiden.

Die BPtK hat eine Informationsbroschüre herausgegeben, die Eltern eine erste Orientierung bei seelischen Krisen ihrer Kinder geben soll. Diese Broschüre „Psychotherapie für Kinder und Jugendliche“ bietet Eltern verständliche und wissenschaftlich überprüfte Informationen. Sie wendet sich in erster Linie an Eltern, die noch nicht bei einer Psychotherapeutin oder einem Psychotherapeuten waren und sich erst einmal darüber informieren möchten, welche Hilfen es bei psychischen Erkrankungen ihrer Kinder gibt. Sie möchte den Lesenden Mut machen, sich bei Krisen mit vertrauten Menschen auszutauschen oder sich an einen Kinderarzt oder einen Psychotherapeuten zu wenden.

Anlass für ein Gespräch mit einem Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten können sein:

bei Säuglingen und Kleinkindern

  • untröstbares Schreien, Schlaf- und Fütterprobleme beim Säugling
  • Schlafstörungen
  • zu spät sprechen lernen, große Ungeschicklichkeit

vor allem bei Schulkindern

  • andauernde Ängste
  • anhaltende Unruhe und Aufmerksamkeitsstörungen
  • auffallend aggressives, verweigerndes und oppositionelles Verhalten
  • weglaufen, Schule schwänzen, stehlen und lügen

vor allem bei Jugendlichen

  • übermäßiger Rückzug, Kontakt- und Beziehungsprobleme
  • Essstörungen
  • selbst verletzendes Verhalten
  • düstere, lebensmüde Stimmungen; Gedanken, sich umzubringen
  • starkes Verlangen (Sucht) zum Beispiel nach Alkohol, Medikamenten, Drogen, Internet

Die Broschüre Elternratgeber: Psychotherapie für Kinder und Jugendliche – Informationen für Eltern (PDF 1,6MB) steht zum Download zur Verfügung.

Quelle: Bundespsychotherapeutenkammer vom Dezember 2013

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Landesregierung Baden-Württemberg baut psychiatrische Hilfe für Kinder und Jugendliche deutlich aus

Posted on Januar 7, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Gesundheit, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg erhalten ein größeres Angebot an psychiatrischer Hilfe. Dafür wird die Zahl der Plätze in Kliniken und Tageskliniken um fast 100 auf 930 erhöht.

Sozialministerin Katrin Altpeter will die psychiatrische Hilfe für Kinder und Jugendliche in Baden-Württemberg deutlich verbessern. Das bestehende Angebot von derzeit landesweit 835 Betten und Plätzen in Kliniken und Tageskliniken wird deshalb um 95 Betten und Plätze ausgeweitet. Dies entspricht einer Steigerung um mehr als 11 Prozent auf 930 Betten und Plätze.

„Bei immer mehr Kindern und Jugendlichen wird eine psychische Erkrankung diagnostiziert. Ich will sicherstellen, dass sie ohne allzu lange Wartezeiten die erforderliche Therapie erhalten“, sagte Altpeter. Mit dem Ausbau der Kapazitäten in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie werde die Versorgung der betroffenen Kinder und Jugendlichen wesentlich verbessert und das Angebot dem wachsenden Bedarf angepasst.

Nach den Angaben von Ministerin Altpeter wird das Land ausreichend Mittel zur Förderung der Investitionen für die zusätzlichen 85 teilstationären Plätze in Tageskliniken und 10 vollstationären Plätze in Kliniken zur Verfügung stellen.

Tageskliniken: Stärkung der wohnortnahen Behandlung
Bei der vom Sozialministerium 2012 in Auftrag gegebenen Evaluation des Versorgungsangebots in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie stellte sich heraus, dass die Mehrzahl der befragten Kliniken zu geringe Kapazitäten im ambulanten Bereich bzw. bei den niedergelassenen Ärzten als Problem in der Behandlungskette sehen. Die Folge seien lange Wartezeiten auf einen ambulanten Therapieplatz. Aber auch Kapazitätsengpässe in der teil- und vollstationären Versorgung wurden beschrieben.

Eine ausreichende Zahl von Behandlungsmöglichkeiten in Tageskliniken ist für Ministerin Altpeter vor diesem Hintergrund ein wesentlicher Beitrag zur wohnortnahen Versorgung von psychisch kranken Kindern und Jugendlichen. Hier gebe es in manchen Regionen noch kein gut erreichbares Angebot. „Tageskliniken bieten die beste Möglichkeit, ein komplexes Behandlungsangebot mit der Einbindung des familiären und schulischen Umfelds zu verknüpfen“, so die Ministerin. Tageskliniken würden den spezifischen Bedürfnissen der psychiatrischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen in besonderer Weise gerecht.

Während die Krankenkassen und Ersatzkassen das derzeitige stationäre und tagesklinische Versorgungsnetz für ausreichend erachten, tritt die Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft für eine starke Ausweitung ein. Vor diesem Interessenshintergrund hat sich Ministerin Altpeter mit der Ausweitung des Versorgungsangebots um etwa 100 zusätzliche Plätze und Betten für den „goldenen Mittelweg“ entschieden.

Gegenwärtig werden in Baden-Württemberg an 32 Standorten 586 stationäre Betten und 249 teilstationäre Plätze in der Kinder- und Jugendpsychiatrie und der Kinder- und Jugendpsychotherapie angeboten.

Quelle: Landesregierung Baden-Württemberg vom 02.01.2014

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Gelungener Fachtag für Pflegeeltern in Rosenheim

Posted on Februar 23, 2013. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Jedes Jahr werden in Deutschland ca. 10.000 Kinder von Jugendämtern in Pflegefamilien untergebracht. Für eine große Zahl dieser Kinder ist es der erste sichere Platz nach Jahren mit Gewalt- oder Vernachlässigungserfahrungen in der eigenen Familie. Erfahrungen, die traumatisieren und nicht selten Traumafolgen nach sich ziehen.

Im Rahmen des Fachtags für Pflegeeltern im Bildungszentrum Rosenheim, machte Professor Lutz Goldbeck, Leiter der Sektion Psychotherapieforschung und Verhaltensmedizin an der Universität Ulm unmissverständlich klar, dass es Ziel sein muss, die therapeutische Versorgung von Kindern mit Traumafolgen weiter zu verbessern. Anhand breit angelegter Studien und internationaler Forschungen zeigte er, wie sich posttraumatische Störungen auswirken und den Alltag der Kinder nachhaltig beeinträchtigen. Neben vielfältigen psychischen Störungen, wie Angst oder Depression, wies Prof. Goldbeck auf die nicht unerheblichen und oft unterschätzten Schwierigkeiten für die Kinder im schulischen und sozialen Bereich hin.

Prof. Goldbeck betonte, dass die Stabilität und die Sicherheit der Kinder in der Pflegefamilie grundlegende Voraussetzung dafür sind traumatisierte Kinder einer professionellen spezifizierten Behandlung zuführen zu können. Eine Behandlung die, neben der Erziehung in der Pflege, notwendig ist, um die Chancen der Kinder auf ein normales Leben mit gesunden Entwicklungsmöglichkeiten zu wahren.

Der renommierte Wissenschaftler machte den Pflegeeltern Mut sich zusammen mit dem Jugendamt und dem medizinischen Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie für die Kinder einzusetzen. Die Kinder in Pflegefamilien haben eine reelle Chance, so Professor Goldbeck, ihre Erfahrungen verarbeiten zu können und damit ihre Chance auf eine gute Entwicklung zu wahren.

Den Fachleuten schrieb der Gastredner ins Stammbuch, den Pflegeeltern jede notwendige Hilfe zukommen zu lassen. Pflegeeltern leisteten wertvolle Arbeit für die Gesellschaft, die sie allein mit der Erfahrung als Eltern nicht bewältigen könnten.

So zufrieden die Pflegeeltern mit der fachlichen Fortbildung waren, waren die sie begleitenden Kinder mit den Betreuern, die mit ihnen den Tag spielend verbrachten. Pflegeeltern, Kinder und die Fachleute der Jugendämter gingen mit dem Gefühl nach Hause, es zusammen schaffen zu können.

Der Fachtag für Pflegeltern unter dem Motto „Trauma und Traumafolgen“ wurde gemeinsam von den Jugendämtern Berchtesgadener Land, Ebersberg, Miesbach, Mühldorf, Traunstein, Rosenheim Stadt und Land organisiert.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Rosenheim vom 21.02.2013

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„Hilfen für psychisch belastete Kinder und Eltern gemeinsam gestalten“ vom 15.-16.03. in Gütersloh

Posted on Februar 1, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Der Kooperation zwischen Gesundheitswesen und Jugendhilfe widmet sich der Fachkongress „Hilfen für psychisch belastete Kinder und Eltern gemeinsam gestalten„, den Die Kinderschutz-Zentren vom 15.-16.03. in Gütersloh veranstalten.

Insbesondere Kinder leiden, wenn ihre Eltern psychisch erkrankt sind, und auch Eltern sind mit ihren psychisch belasteten Kindern und Jugendlichen häufig überfordert. Damit allen Betroffenen geholfen werden kann, ist es notwendig, dass Fachleute aus Gesundheitswesen und Jugendhilfe das ganze Familiensystem im Blick haben und gemeinsam – mit der Familie – nach passenden Hilfen und Unterstützungsmöglichkeiten suchen.

Deshalb haben Die Kinderschutz-Zentren zusammen mit der LWL-Klinik in Gütersloh und dem Kinderschutz-Zentrum Gütersloh diesen Kongress vorbereitet und konzipiert. Er bietet Fachkräften aus den verschiedenen Bereichen die Möglichkeit, in einen Dialog zu treten, Wissen und Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam neue Hilfekonzepte zu entwickeln.

zu Programmflyer und Online-Anmeldung

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Neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen: „Schwierige Kinder?“

Posted on Januar 23, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Zu dem Themenschwerpunkt „Schwierige Kinder? Probleme erkennen, Herausforderung annehmen“ ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen, in der die Eröffnung und sämtliche Vorträge der wissenschaftlichen Jahrestagung der Deutschen Liga für das Kind am 19./20.10.2012 in Berlin dokumentiert sind.

Das Heft enthält Beiträge u. a. von

  • Franz Resch („Schwierige Kinder! Was macht Kinder schwierig?“),
  • Remo H. Largo („Jedes Kind ist einmalig – und damit eine Herausforderung für Familie und Gesellschaft“),
  • Sabine Andresen („Der Zappel-Philipp. Schwierige Kinder und die Pädagogik“),
  • Ulrike Ravens-Sieberer, Helen Bichmann und Fionna Klasen („Verhaltensauffälligkeiten und psychische Probleme bei Kindern und Jugendlichen in Deutschland. Ergebnisse der BELLA-Studie“),
  • Klaus Fröhlich-Gildhoff („Herausfordernde Kinder. Begegnung und Unterstützung in der Kindertageseinrichtung“),
  • Rüdiger Kißgen („Behinderte Kinder im Fokus der Bindungstheorie. Anmerkungen zur Eltern-Kind-Dynamik“),
  • Gerd Lehmkuhl („Schwierige Kinder in Konfliktsituationen und ihre Entwicklungsperspektiven“)
  • sowie ein Interview mit Michael Schulte-Markwort, Direktor der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf („Ich erlebe die Kinder und Jugendlichen von heute deutlich reflektierter, zugänglicher und verantwortungsbewusster als noch vor 20 Jahren“).

Außerdem enthält die Ausgabe den Formulierungsvorschlag mit Begründung des Aktionsbündnisses Kinderrechte für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz.

Das Heft kann bei der Geschäftsstelle der Deutschen Liga für das Kind zum Preis von 6,- Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.
Auch die filmische Dokumentation (3 DVDs mit insgesamt 348 Minuten) zum Preis von 20,- Euro (zzgl. Versandkosten) ist dort erhältlich:

Deutsche Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin
Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de, www.fruehe-kindheit-online.de

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„Das schwierige Kind – wie hilft die Psychotherapie“ am 04.10. in Stuttgart

Posted on September 4, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Ein Fortbildungsangebot des Vereins Tagesmütter und Pflegeeltern Stuttgart e.V. am 04.10. beschäftigt sich mit dem Thema „Das schwierige Kind – wie hilft die Psychotherapie„.

Der Kinder- und Jugendpsychotherapeut Helmut Schäufele steht auch für Fragen aus der Teilnehmerschaft zur Verfügung.

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Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche

Posted on August 16, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , , |

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert bundesweit erste multizentrische Psychotherapiestudie für Kinder mit rund 900.000 Euro

In Deutschland sind jährlich Tausende von Kindern sehr belastenden Lebensereignissen wie schweren Unfällen, Katastrophen, lebensbedrohlichen Krankheiten, aber auch Misshandlung, schwerer Vernachlässigung, sexueller oder häuslicher Gewalt ausgesetzt. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) sind eine mögliche Folgereaktion solcher Extrembelastungen. Das Projekt TreatChildTrauma hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgung seelisch traumatisierter Kinder mit PTBS, die in Deutschland gar nicht oder wenig zielgerichtet erfolgt, zu verbessern und die Betroffenen so vor oft lebenslangen Spätfolgen zu bewahren. Die Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie führt dazu mit ihren Kooperationspartnern die in diesem Fachgebiet bundesweit erste multizentrische Studie durch, an der Betroffene teilnehmen können.

Traumatisierte Kinder zeigen häufig Symptome wie wiederkehrende Erinnerungen, Ängste, Schlafstörungen, Reizbarkeit. Sie ziehen sich zurück oder vermeiden Dinge, die sie an diese schrecklichen Ereignisse erinnern könnten. „Die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit posttraumatischen Belastungsstörungen ist in Deutschland ungenügend“, kritisiert Prof. Dr. Lutz Goldbeck, Leiter der Sektion Psychotherapieforschung und Verhaltensmedizin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie. „Traumafolgestörungen werden oft übersehen oder fehldiagnostiziert, wissenschaftlich geprüfte Therapiemethoden werden bislang selten eingesetzt“.

Das wollen Goldbeck und seine Kollegen ändern. Sie überprüfen daher, ob eine der weltweit am besten überprüften Therapieprogramme aus den USA, die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie, auch unter den Rahmenbedingungen der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland wirkt — wo sie bislang kaum verfügbar ist. Über vier Monate erhalten die Kinder unter Einbezug einer vertrauten erwachsenen Bezugsperson, meist der Eltern, gezielte Unterstützung darin, ihre traumatischen Erlebnisse zu bewältigen. „Die Kinder erfahren, dass ihre Reaktion auf die traumatischen Erlebnisse normal ist. Wir helfen Ihnen durch verschiedene therapeutische Strategien, sich schrittweise den Erinnerungen an ihre belastenden Erlebnissen zu stellen und einen angstfreieren Umgang damit zu finden“, erläutert Goldbeck.

Teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 16 Jahren, die in Folge eines traumatischen Erlebnisses an Symptomen einer PTBS leiden. Der Therapieerfolg wird mit einer Gruppe von Kindern verglichen, welche zunächst — wie leider in der normalen kinderpsychotherapeutischen Versorgung bislang üblich — auf einen Therapieplatz warten. „In den USA konnte durch den Einsatz dieser Therapiemethode bereits in mehreren kontrollierten Studien die beste Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen mit PTBS, insbesondere nach sexuellem Missbrauch und häuslicher Gewalt, gezeigt werden. Dies wollen wir nun auch für Deutschland nachweisen“, erklärt Projektleiter Professor Goldbeck. Weiterhin geplant ist die Untersuchung von Faktoren, die sich auf das Therapieergebnis auswirken, wie z.B. die Art des traumatischen Erlebnisses oder die Verfügbarkeit sozialer und familiärer Unterstützung.

Die Therapiestudie, die mit 150 Kindern aus ganz Deutschland über drei Jahre läuft, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit mehr als 900.000 € gefördert. Beteiligt sind Kliniken in Datteln, Berlin, Lüneburg, Mannheim, München, Ravensburg und Saarbrücken.

Weitere Informationen

Ab sofort können betroffene Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern bzw. Bezugspersonen an der Studie teilnehmen.
Kontakt: E-Mail: tct.kjp@uniklinik-ulm.de

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Neue Diagnose in der Kinder- und Jugendpsychiatrie: DMDD

Posted on Juli 27, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Die FAZ berichtet im Artikel „Eine explosive Mischung“ vom 06.07.2012 von einer neuen psychiatrischen Diagnose für „extrem reizbare Kinder, die aggressiv sind, zu Wutausbrüchen neigen, daneben aber tieftraurig sein können, Selbstzweifel hegen, sich immer wieder betrübt zurückziehen.“

In Deutschland spricht man bisher von „affektiver Dysregulation“ oder „ADHS plus“, in den USA wird die neue Diagnose „Disruptive Mood Dysregulation Disorder“ oder DMDD in die Neufassung des amerikanischen Klassifikationssystems für psychische Erkrankungen aufgenommen werden.

Man vermutet, dass ca. zwanzig Prozent aller ADHS-Patienten davon betroffen sind .

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„Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld von Eltern, Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie: Kann Kooperation gelingen?“ am 11./12.06. in Augsburg

Posted on April 24, 2012. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Das Systemische Institut Augsburg lädt am 11./12.06. zu einem 2-Tages-Seminar mit Dr. Wilhelm Rotthaus zum Thema „Kinder und Jugendliche im Spannungsfeld von Eltern, Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie: Kann Kooperation gelingen?“ nach Augsburg ein.

Zielgruppe sind alle psychosozialen Fachkräfte in den Kontexten der Kinder- und Jugendhilfe (stationär, teilstationär, ambulant, aufsuchende Familienberatung/-therapie, Sozialpädagogische Familienhilfe, Erziehungsbeistände, Erziehungsstellen, soziale Dienste, Jugendämter, etc.) und der Kinder- und Jugendpsychiatrie (stationär, teilstationär, ambulant, etc.)

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„Leise und laute Krisen – (Aus)Wege für Kinder und Jugendliche mit depressiven und aggressiven Belastungen“ am 18./19.06. in Mainz

Posted on April 21, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

In Mainz veranstalten die Kinderschutz-Zentren am 18./19.06. die Fortbildung „Leise und laute Krisen – (Aus)Wege für Kinder und Jugendliche mit depressiven und aggressiven Belastungen„.

Der Fachkongress richtet sich an Mitarbeiter(innen) aus der Kinder- und Jugendhilfe und der Kinder- und Jugendpsychiatrie, die mit Jugendlichen und ihren Eltern in verschiedenen Zusammenhängen zu tun haben.

Inhalte und Fragestellungen:
Im Zentrum der Kinderschutzdebatte der letzten Jahre standen insbesondere die Entwicklungsbedürfnisse kleiner Kinder und entsprechende frühe Hilfeansätze. Mit dem diesjährigen Kongress in Mainz richten die Kinderschutz-Zentren den Fokus auf Jugendliche in der Absicht, diese Zielgruppe mehr in den Blickpunkt zu rücken. Dabei geht der Blick sowohl auf die Lebenswelten und unterschiedlichen Problemlagen von Jugendlichen als auch auf ihre unterschiedlichen Bewältigungsstrategien. Während die einen auf „ihre Krisen“ mit psychischen Störungen reagieren, sich selbst verletzen, depressiv werden und sogar suizidale Wünsche entwickeln, reagieren andere aggressiv und gewalttätig ihrer Umwelt gegenüber. In beiden Fällen fühlen sich Eltern und häufig auch die Jugendhilfe hilflos und überfordert, mit den Jugendlichen in Kontakt zu kommen und ihnen Unterstützung anzubieten.

Der Kongress beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragestellungen:

  • Was unterscheidet die heutige Jugend von früheren Generationen?
  • Welche Veränderungen/Risiken ergeben sich durch das „Leben im Netz“?
  • Wie kommt es zu suizidalen Krisen im Jugendalter?
  • Was steckt hinter selbstverletzendem Verhalten von Jugendlichen?
  • Wie kann der Kontakt zu belasteten Jugendlichen durch Eltern und Helfer(innen) gelingen? Wie können wirksame Hilfen- und Unterstützungsangebote aussehen?
  • Wie verarbeiten Jugendliche erlebte Gewalt?
  • Warum werden Jugendliche gewalttätig und aggressiv?

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Depressionen in der Pubertät: Verhaltensänderungen und körperliche Symptome sind Anzeichen

Posted on Januar 3, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Gesundheit, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Für Eltern ist es meist nicht einfach zu erkennen, ob ihre pubertierenden Kinder ernsthafte psychische Probleme haben, die möglicherweise einer ärztlichen Abklärung und Behandlung bedürfen, oder ob es sich um Stimmungsschwankungen handelt, die als Begleiterscheinung einer normal verlaufenden Pubertät auftreten. Damit eine mögliche ernsthafte Störung nicht unentdeckt bleibt, können Eltern verschiedene Dinge abklären. „Es ist grundsätzlich wichtig bei Jugendlichen, die vielleicht Probleme haben, die verzweifelt sind oder gar ein selbstgefährdendes Verhalten zeigen, zunächst ein ruhiges Gespräch unter vier Augen zu führen“, rät Prof. Frank Häßler, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (DGKJP) in Berlin. „Besorgte Eltern können ihr Kind dann fragen, ob es sich manchmal einsam oder unglücklich fühlt, ob oft Tränen fließen, ob nur noch an wenigen Dingen Freude besteht oder auch, ob es schon mal daran gedacht hat, sich das Leben zu nehmen. Werden einzelne dieser Fragen bejaht, sollten Eltern unbedingt einen Kinder- und Jugendpsychiater zu Rate ziehen.“ Eine tatsächliche Unterscheidung zwischen einer normalen Verstimmung und einer Krankheit können nur diese Fachärzte treffen.

Typische Symptome, die im Pubertäts- und Jugendalter bei einer depressiven Erkrankung auftreten, sind Ein- und Durchschlafstörungen, körperliche Beschwerden wie Appetit- und Gewichtsverlust sowie tageszeitliche Schwankungen des Befindens mit einem „Tief“ am Morgen. Aber auch Verhaltensveränderungen wie Stimmungsanfälligkeit, Lustlosigkeit, Interessenverlust, Rückzug, vermindertes Selbstvertrauen oder auch Drogenkonsum können darauf hinweisen. „Während der Pubertät ist es zwar nicht ungewöhnlich, dass bei Jugendlichen zuweilen die innere Balance verloren geht und unmotivierte Stimmungsschwankungen oder auch Teilnahmslosigkeit auftreten. Kommen jedoch körperliche Anzeichen, wie Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen hinzu oder halten die problematischen Verhaltensweisen über einen längeren Zeitraum an, sollten Eltern einen Kinder- und Jugendpsychiater zu Rate ziehen“, ergänzt der Direktor der Klinik für Psychiatrie, Neurologie, Psychosomatik und Psychotherapie im Kindes- und Jugendalter der Universität Rostock.

Aus Gesprächen mit Jugendlichen, die an einer Depression erkrankt sind, weiß man, dass bestimmte Lebensumstände den Ausbruch einer depressiven Erkrankung fördern können. „Zu Risikofaktoren gehören unter anderem ausgeprägte familiäre Probleme, schulisches Versagen, der Verlust des Arbeitsplatzes, eine unerwünschte Schwangerschaft sowie auch Alkohol- und Drogenmissbrauch“, ergänzt der Experte. Leichte depressive Verstimmungen bis hin zu schweren depressiven Störungen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen im Kinder- und Jugendalter. Etwa 5 Prozent der Jugendlichen leiden an behandlungsbedürftigen Depressionen. Fast alle depressiven Kinder- und Jugendliche können ambulant behandelt werden. Im Vordergrund der Therapie stehen psychotherapeutische Maßnahmen.

Quelle: Pressemeldung der Deutschen Gesellschaft für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie e.V. (DGKJP) vom 20.12.2011

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Landesjugendamt Rheinland-Pfalz: „Zwischen Heim und Psychiatrie“

Posted on November 16, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Aktuelle Ergebnisse der Forschung zur psychischen Gesundheit von Heimkindern sowie die Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion unterstreichen die Bedeutung einer guten und kompetenten Kooperation der Systeme Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP).

Das Landesjugendamt Rheinland-Pfalz hat sich diesem in zwei interdisziplinären Fallseminaren gewidmet, in denen eine Runde von ca. 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Arbeitsbereichen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe in den Jahren 2007 und 2008 im Rahmen von zwei Treffen zentrale Aspekte guter Kooperationsbeziehungen diskutiert hat. Ein Ergebnis dieser Fallseminare war der Wunsch an das Landesjugendamt, eine landesweite Fachtagung zur Kooperation von Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe zu veranstalten.

Diese Tagung fand am 2. November 2011 unter dem Titel „Aufwachsen zwischen Heim und Psychiatrie“ als Kooperationsveranstaltung von Referat 35 „Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen“ des Landesjugendamtes und des Sozialpädagogischen Fortbildungszentrums mit Unterstützung des Pfalzinstituts Klingenmünster im Tagungszentrum Erbacher Hof in Mainz statt.

Teilgenommen haben 130 Fachkräfte aus der Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten aus ganz Rheinland-Pfalz.

In seinem Grußwort ging Herr Klaus Peter Lohest, Abteilungsleiter im Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, auf zentrale Aspekte der Kooperationsbeziehung beider Systeme ein. Den beiden Referenten, Herrn Prof. Dr. Dipl.-Psych. Michael Huss (Universitätsmedizin Mainz) und seinem Kollegen, Herrn Prof. Dr. Christian von Wolffersdorff (Universität Leipzig em.), gelang es in ihren Vorträgen, einen Blick auf den aktuellen Stand der Diskussion in Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie zu werfen und die neue und alte Frage nach der Kooperation zwischen beiden Systemen aus der Sicht ihrer jeweiligen Profession zu stellen, ohne dabei jedoch die Perspektive der jeweils anderen zu vernachlässigen. Prof. Huss brachte dies mit seinem Statement „Interdisziplinarität fängt in den Köpfen an und spiegelt sich in den Institutionen“ auf den Punkt.

Am Nachmittag gab es für die Teilnehmenden Gelegenheit, in 6 interdisziplinär besetzten Workshops erfolgreiche regionale Kooperationsmodelle von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rheinland-Pfalz kennen zu lernen und deren Ansätze und Erfahrungen kritisch zu diskutieren.

Im Abschlussgespräch diskutierte Frau Birgit Zeller, Leiterin des Landesjugendamtes, anhand der 6 Ks guter Kooperation (Kennenlernen, Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Kontinuität, Kommunalität, Koordination) in anregender Weise die in den Workshops erarbeiteten Inhalte, wobei auch noch ein siebtes K, die Kreativität angeregt wurde. Insgesamt zeigte sich trotz hier und dort vorhandener Potentiale zur Optimierung, dass die Kooperation von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie in vielen Regionen von Rheinland-Pfalz auf hohem Niveau stattfindet.

Quelle: Aktuelle Meldung des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz vom 14.11.2011

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Symposium „Kinder psychisch kranker Eltern zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Psychiatrie“ am 24.11. in München

Posted on Oktober 8, 2011. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der SkF Landesverband Bayern und die Hanns-Seidel-Stiftung veranstalten das Symposium „Kinder psychisch kranker Eltern zwischen Kinder- und Jugendhilfe und Psychiatrie“ für Fachkräfte aus Kinder- und Jugendhilfe und Psychiatrie am 24.11. in der Hanns-Seidel-Stiftung in München.

Psychische Erkrankung ist ein gesellschaftliches Tabuthema und belastet die gesamte Familie in besonderer Weise, wenn ein Elternteil erkrankt ist. Oft gerät hierbei die Perspektive der Kinder in den Hintergrund und ihre Überlastung wird nicht ausreichend berücksichtigt. Um sowohl die Kinder als auch die gesamte Familie rechtzeitig zu unterstützen, sind Psychiatrie, Kinder- und Jugendhilfe, aber auch die Schule, gefordert.

Ziel des 3. Symposiums des SkF Landesverbandes zum Thema psychische Erkrankung ist es, den aktuellen Forschungsstand vorzustellen sowie Kooperationsmöglichkeiten und gelingende praktische Hilfen aufzuzeigen.

In der abschließenden Podiumsdiskussion mit Staatssekretär Markus Sackmann, Bayerisches Staatsministerium für Arbeit und Soziales, und Joachim Unterländer, MdL, den Referenten und Vertretern von Angehörigenverbänden sollen notwendige Weiterentwicklungen zur Verbesserung der Lebenssituation von Familien mit psychisch kranken Mitgliedern diskutiert werden.

Anmeldeschluss ist der 27.10.

nähere Informationen

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Uniklinik Ulm möchte die psychiatrische Versorgung von Pflegekindern verbessern

Posted on September 3, 2011. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Ulmer Kinder- und Jugendpsychiatrie entwickelt Praxismanual für Jugendhilfeeinrichtungen
Gefördert von der World Childhood Foundation

Jährlich bringen Jugendämter in Deutschland über 10.000 Kinder in Pflegefamilien unter. 2009 lebten 57.452 Kinder in Deutschland Vollzeit in Pflegefamilien (Quelle: Statistisches Bundesamt). Diese Kinder haben in ihrer Herkunftsfamilie oft Vernachlässigung, körperliche Misshandlung oder sexuellen Missbrauch erlebt und sind in Folge solch traumatischer Erfahrungen häufiger als andere Kinder von Entwicklungsstörungen und psychischen Störungen betroffen. „Jugendämter sind häufig nicht genügend für die spezifischen Probleme traumatisierter Kinder sensibilisiert“, erklärt Sylvia Oswald, Psychologin an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie und Koordination des Projekts „Traumafolgen bei Pflegekindern“, das von der World Childhood Foundation mit 65.000 Euro gefördert wurde. Mit dem Ziel, die Vernetzung von Jugendhilfe und Therapieeinrichtungen voranzutreiben und damit die psychiatrische Versorgung traumatisierter Pflegekinder zu verbessern, unterstützte das zweijährige Projekt Jugendhilfeeinrichtungen in ihrer Arbeit mit Pflegekindern und -familien. Dabei ist ein Praxismanual mit wichtigem Hintergrundwissen zu Traumafolgestörungen sowie mit hilfreichen Materialien zum Umgang mit traumatisierten Pflegekindern entstanden. Das Handbuch ist kostenlos zum Download auf der Homepage der Klinik erhältlich.

„Pflegekinder erhalten häufig sehr spät eine psychologische bzw. psychiatrische Behandlung. Kinder werden oft erst dann in unserer Pflegekinderambulanz vorgestellt, wenn die Pflegefamilien bereits an ihrer Belastbarkeitsgrenze angekommen sind. Oft stehen wir dann zusätzlich vor dem Problem, dass die Vorgeschichte des Kindes weder dem zuständigen Jugendamt noch der Pflegefamilie ausreichend bekannt ist. Die Vorgeschichte ist aber der Schlüssel zu einer zuverlässigen Traumadiagnostik und einer fachgerechten Behandlung von Traumafolgen“, erläutert Dr. Sylvia Oswald. Eine typische psychische Traumafolgestörung ist zum Beispiel die Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Häufig weisen Pflegekinder als Folge verschiedener Risikofaktoren auch Entwicklungsverzögerungen auf, z.B. im motorischen oder sprachlichen Bereich.

„Mitarbeiter in Jugendhilfeeinrichtungen sollten in der Lage sein, diese Zeichen zu deuten. Denn nur dann können Pflegekinder rechtzeitig in psychologische oder psychiatrische Behandlung gegeben werden, die auch Aussicht auf Erfolg hat. Dies wirkt sich wiederum positiv auf das Zusammenleben in der Pflegefamilie aus. Jugendämter brauchen unsere Unterstützung, damit sie die richtige Vorarbeit leisten können“, sagt Prof. Dr. Lutz Goldbeck, Leiter der Sektion Psychotherapieforschung und Verhaltensmedizin an der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie und Leiter des Projekts.

Hier setzte die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie mit ihrem Projekt „Traumafolgen bei Pflegekindern“ und der Ausarbeitung des Praxismanuals an. Dieses klärt zum einen über typische Probleme von Pflegekindern auf. Dazu Dr. Sylvia Oswald: „Mitarbeiter in Jugendämtern brauchen hier das nötige Hintergrundwissen, um Hinweise auf Traumafolgestörungen erkennen zu können.“ Zudem enthält das Handbuch nützliche Werkzeuge in Form von Fragebögen und Gesprächsleitfäden, die dabei helfen sollen, mögliche Anzeichen für Traumafolgestörungen feststellen zu können. Außerdem klärt das Manual darüber auf, welche Schritte jeweils einzuleiten sind und wo die Jugendämter Hilfe bekommen können, z.B. mit Listen wichtiger Internetadressen oder einer Übersicht über Behandlungs- und Förderprogramme für traumatisierte Kinder. Insgesamt 24 Jugendämter aus ganz Deutschland, davon acht aus Baden-Württemberg und 13 aus Bayern, sowie fünf Pflegeelternorganisationen aus Baden-Württemberg nahmen an den hierzu angebotenen Fortbildungsveranstaltungen teil.

Das Feedback der teilnehmenden Jugendhilfeeinrichtungen war laut Oswald durchweg positiv: „Uns ist aufgefallen, dass es einen großen Bedarf an Hilfestellung und Unterstützung im Umgang mit Pflegekindern und -familien gibt. Das Praxismanual wurde als hilfreich empfunden. Die Fragebögen gaben Orientierung, mit Hilfe der Leitfäden fiel es den Teilnehmern z.B. leichter, mit den Kindern eine gute Gesprächsbasis herzustellen“, schließt Dr. Sylvia Oswald. „Wir hoffen nun, dass die Inhalte des Projektes, speziell das von uns entwickelte Praxismanual, weiter Verbreitung finden und einen positiven Einfluss auf die Arbeit von Jugendämtern haben.“

zum Download des Praxismanuals „Traumafolgen bei Pflegekindern“

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Ulm vom 23.08.2011

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„Umgang mit und Hilfe für Kinder und Jugendliche mit depressiven Problemen oder Störungen“ am 26.-28.09. in Eisenach

Posted on August 28, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Thüringen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Über den „Umgang mit und Hilfe für Kinder und Jugendliche mit depressiven Problemen oder Störungen“ können sich MitarbeiterInnen der Jugendhilfe  bei einer Fortbildung des Evangelischen Erziehungsverbandes am 26.–28.09. in Eisenach informieren.

nähere Informationen

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BVkE Fachtagung „Kinder und Jugendliche mit psychischen Auffälligkeiten: Wahrnehmen – verstehen – stärken“ am 20.09. in Ludwigshafen

Posted on August 6, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Der Bundesverband katholischer Einrichtungen und Dienste der Erziehungshilfen e.V. (BVkE) lädt Fachkräfte aus Erziehungsberatungsstellen und aus ambulanten Diensten der Erziehungshilfe sowie Fachreferenten der Erziehungshilfe am 20.09. nach Ludwigshafen ein zu seiner Fachtagung „Kinder und Jugendliche mit psychischen Auffälligkeiten: Wahrnehmen – verstehen – stärken„.

Kinder und Jugendliche leiden immer häufiger unter psychischen und psychosomatischen Störungen. Aktuelle Studien belegen, dass inzwischen bei 21 Prozent aller Kinder und Jugendlichen Symptome für psychische Auffälligkeiten vorliegen. Ängste, Depressionen und Hyperaktivität zählen dabei zu den am häufigsten auftretenden Krankheiten. Zudem werden immer häufiger Störungen des Sozialverhaltens bei Kindern und Jugendlichen beobachtet.

Besondere Risikofaktoren beeinflussen das Auftreten psychischer Probleme. Kinder und Jugendliche, die in unsicheren und konfliktbehafteten Familienverhältnissen oder in einem sozial schwachen Elternhaus aufwachsen sind potenziell häufiger von psychischen Auffälligkeiten betroffen. Diese Kinder erleben zusätzlich zu der psychischen Belastung erhebliche Einschränkungen ihrer Lebensqualität in ihrem Umfeld Schule, in der Familie und in Freundesbeziehungen.

Die ambulante Dienste der Erziehungshilfe und die Erziehungsberatungsstellen sind immer öfter mit psychisch kranken Kindern und Jugendliche und deren Eltern konfrontiert. Die Tagung möchte anregen, diese Zielgruppe stärker wahrzunehmen. Ausgehend von verschiedenen Krankheitsbildern werden Diagnose- und Therapiemöglichkeiten vorgestellt.

Anmeldungen sind bis zum 23.08.2011 möglich.

Veranstaltungsflyer und Anmeldeformular

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Fachtag im Landratsamt Waldshut „Mädchen in der Jugendhilfe“

Posted on Juli 5, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Am 28.06.2011 hat die Abt. Jugend, Bildung und Prävention des Landkreis Waldshut einen Fachtag zum Thema „Mädchen in der Jugendhilfe“ veranstaltet.

Die Resonanz war mit rund 50 Anmeldungen sehr groß. Es waren Vertreterinnen und Vertreter aus Einrichtungen der Jugendhilfe, der öffentlichen und freien Träger, der Kinder- und Jugendpsychiatrien und Therapeutinnen und Therapeuten anwesend. Besonders erfreulich war der überregionale Charakter der Veranstaltung, der ein großes Interesse an dem Thema widergespiegelt hat.

Mädchen sind in Baden-Württemberg bei der Inanspruchnahme von Jugendhilfe insgesamt deutlich unterrepräsentiert. Ihr Anteil liegt bei den ambulanten und teilstationären Hilfen gerade einmal bei ca. 25 Prozent. Betrachtet man jedoch ihren Anteil im stationären Bereich, also bei der Unterbringung in einem Heim oder in einer Pflegefamilie, dann fällt auf, dass Mädchen hier mit den Jungen gleichziehen beziehungsweise in der Altersgruppe der 15 bis 18 Jährigen sogar mit 51 Prozent die Mehrheit bilden. Die Gründe sind deutlich:

Jungen kommen frühzeitiger in erzieherische Hilfe. Sie erhalten Hilfen im Vorfeld stationärer Maßnahmen. Ihnen gilt eine Aufmerksamkeit im Hinblick auf die „Verminderung ihrer Störpotentiale“ sowie im Hinblick auf die Erreichung von angepasstem Verhalten. Ist bei Jungen deutlich häufiger deren individuelles Verhalten Anlass für eine Hilfe, gilt die Aufmerksamkeit hingegen bei Mädchen stärker familiären Problemen.

Die Bewältigungsstrategien von Mädchen unterscheiden sich deutlich von denen der Jungs. Sie erscheinen in schwierigen Lebenslagen angepasster und grundsätzlich kompetenter. Die Betonung liegt hierbei auf dem Wort „erscheinen“.

Bei genauerer Betrachtung wird deutlich, dass sie spätestens bei Eintritt in die Pubertät stärker und häufiger mit psychischen Erkrankungen, Essstörungen, selbstverletzendem Verhalten und Sucht reagieren

Der Fachtag hatte zum Ziel, sich mit drei großen Schwerpunkten der Arbeit mit Mädchen in der Jugendhilfe auseinander zu setzen. Im ersten Bereich standen Drogenkonsum und Aggression von Mädchen als Herausforderung für die pädagogische Praxis im Mittelpunkt. Der zweite Bereich befasste sich mit Ansatzpunkten für eine gelingende Kooperation zwischen Erziehungshilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie, bzw. therapeutischen Ansätzen. Der dritte Bereich setzte sich mit der Frage auseinander, wie Jugendhilfeprozesse geschlechterdifferenziert gestaltet werden können.

Die Notwendigkeit, den Aspekt des Geschlechts in den Jugendhilfeprozess zu berücksichtigen, konnten die Veranstalter durch den Fachtag eindeutig belegen und ebenso erste Ansätze für ihre alltägliche Praxis liefern. Die Rückmeldungen haben bestätigt, dass genügend Anregungen für die Praxis gegeben wurden. In Zeiten, in denen über Qualitätsmerkmale und –standards der Hilfen zur Erziehung diskutiert wird, in denen Erfolge kostenintensiver Jugendhilfemaßnahmen messbar gemacht werden sollen, kommen wir nicht umhin, genderreflektierte Pädagogik als ein Selbstverständnis fachlich qualifizierter Arbeit anzuerkennen.

Quelle: Pressemeldung des Landkreis Waldshut vom 01.07.2011

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Universitätsklinik Ulm führt erfolgreiche Gruppentherapie für depressive Jugendliche durch

Posted on Juni 23, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , , |

Um Depressionen bei Jugendlichen erfolgreich zu behandeln braucht es nicht immer eine monatelange Therapie. Dass auch ein vergleichsweise kurzes ambulantes Trainingsprogramm Jugendlichen helfen kann, einen Weg aus der Depression zu finden, zeigt das Gruppentherapiekonzept MICHI der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie. MICHI, japanisch für „der Weg“, läuft seit 2009 als Studie. „Es ist wichtig, dass Depressionen bei Jugendlichen frühzeitig erkannt, und dass sie gezielt behandelt werden. Mit unserem Behandlungskonzept können wir Jugendliche effektiv erreichen, und zwar flexibel und kurzfristig – aber mit langfristigem Erfolg. Es hat das Potential, eine der Standardtherapien bei Depressionen von 13- bis 18-Jährigen zu werden“, sagt Dr. Nina Spröber, leitende Psychologin an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und betont einen weiteren Vorteil: „Die Gruppentherapie lässt sich auch problemlos in niedergelassenen Praxen durchführen, wodurch noch wesentlich mehr Patienten effektiv behandelt werden können. Das ist unsere Idee für die Zukunft.“ Im Juli startet MICHI auch in der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie am Klinikum der Ludwig-Maximilians-Universität München.

Depressionen frühzeitig erkennen und gezielt behandeln
Anna ist 13. In letzter Zeit ist sie ständig gereizt, hat schlechte Laune, hängt trüben Gedanken nach, zweifelt an sich selbst. „Die ist halt in der Pubertät“, denkt sich ihr Umfeld. Wer käme schon auf die Idee, dass Anna auch eine Depression haben könnte? Wäre das nicht maßlos übertrieben?

„Nein“, sagt Dr. Nina Spröber, „nicht unbedingt. Ein starkes Anzeichen für eine Depression ist es, wenn solche Stimmungen konstant über mindestens zwei Wochen anhalten. Dazu kommt häufig körperliche Erschöpfung, der Jugendliche hat keine Energie mehr, ist lustlos, zieht sich immer mehr von Familie und Freunden zurück. Eine Depression geht über das ‚Normalmaß‘ einer pubertären Stimmungsschwankung hinaus.“ Langzeitbeobachtungen haben ergeben, dass jeder vierte Jugendliche bis zum Alter von 18 Jahren mindestens eine depressive Episode hat. Suizid ist eine auffallend häufige Todesursache in der betroffenen Altersgruppe. „Es ist ein großes Problem, dass Depressionen bei Jugendlichen häufig nicht oder zu spät erkannt werden, und dass deshalb kaum Hilfe in Anspruch genommen wird. Dabei kann man Depressionen gerade bei Jugendlichen sehr gut und effektiv therapieren. Bleiben sie aber unbehandelt, können sie chronisch werden oder im Erwachsenenalter wieder kommen“, sagt Psychologin Joana Straub, die im Team um Dr. Nina Spröber und Oberarzt PD Dr. Michael Kölch an der Konzeption von MICHI beteiligt war und nun auch die Durchführung der Gruppentherapie mit begleitet.

Kurze Therapie, die schnell Erfolge zeigt
Zudem scheitert der Schritt, sich Hilfe zu suchen oft daran, dass Therapieplätze schwer zu bekommen sind. Auch die lange Therapiedauer von durchschnittlich zwölf Wochen bei Gruppentherapieprogrammen schreckt viele ab. „Jugendliche sind heute einem hohen Leistungsdruck ausgesetzt; Zeit wird z.B. bei G8-Schülern zu einem immer wichtigeren Kriterium“, erklärt Dr. Nina Spröber.

„In einer amerikanischen Studie hat man herausgefunden, dass bei depressiven Jugendlichen auch schon kurze Interventionen zu einer eindeutigen Verbesserung des seelischen Gleichgewichts führen können. Das haben wir zum Anlass genommen, ein Konzept für eine vergleichsweise kurzes, niederschwelliges Trainingsprogramm zu entwickeln, das die Teilnehmer in ihren Alltag integrieren können.“

Mit hilfreichen Strategien den Alltag wieder bewältigen
In fünf Gruppensitzungen, Dauer etwa 75 Minuten, treffen sich die vier bis sechs Teilnehmer wöchentlich mit den Therapeuten. „MICHI orientiert sich an bewährten kognitiv-verhaltenstherapeutischen Programmen.  An deren effektive Bausteine angelehnt haben wir ein eigenes Therapiekonzept erstellt. Es geht uns darum, dass die Jugendlichen hilfreiche Strategien lernen, die ihnen helfen, ihr Leben besser zu meistern. In unseren Sitzungen sollen die Teilnehmer wieder lernen, positive Dinge an sich und der Welt wahrzunehmen. Sie sollen wieder in der Lage sein, selbst aktiv zu werden, Probleme zu lösen und ein soziales Netzwerk aufzubauen bzw. zu erhalten. Dabei ist es uns besonders wichtig, dass unser Training interaktiv abläuft, dass die Jugendlichen sich vieles selbst erarbeiten und alles ausprobieren. Dafür bekommen sie auch Hausaufgaben. In einer Auffrischungssitzung nach fünf Wochen sprechen wir dann darüber, wie es den Teilnehmern im Alltag ergangen ist“, erzählt Joana Straub und fügt hinzu: „Die Erfahrungsberichte der bisherigen Teilnehmer motivieren uns sehr, das Projekt weiter voranzutreiben, denn sie zeigen, dass die Jugendlichen wirklich von der Therapie profitiert haben – teilweise auch durch ganz einfache Tricks und Kniffe, die ihnen helfen, Probleme anders anzupacken oder sich einfach mal etwas Gutes zu tun.“

Zusammen ist man weniger allein
Dabei zeigt sich auch die Gruppen- im Vergleich zur Einzeltherapie als ein Vorteil des Konzepts. Dazu Dr. Nina Spröber: „Zum einen kann dadurch eine schnelle Behandlung angeboten werden. Zudem merken die Teilnehmer, dass es anderen genau so geht, wie ihnen – oder sogar noch schlechter. Für Jugendliche ist der Vergleich mit anderen sehr wichtig. In der Gruppe können sie sich gegenseitig unterstützen. Die soziale Isolation wird aufgehoben, die Jugendlichen können sich in vielen Bereichen Modell gelungener Bewältigung des Alltags sein.“

Weitere Informationen bei Joana Straub (M.Sc.-Psychologin)
Email: Joana.Straub@uniklinik-ulm.de
Tel.: 0731-500 62630

Quelle: Pressemitteilung des Universitätsklinikums Ulm vom 16.06.2011

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Uni Ulm entwickelt Praxismanual „Interdisziplinäre Versorgung von Pflegekindern an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Gesundheitssystem“

Posted on Juni 20, 2011. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Mit dem Praxismanual „Interdisziplinäre Versorgung von Pflegekindern an der Schnittstelle von Jugendhilfe und Gesundheitssystem“ legen Dr. Sylvia H. Oswald, Prof. Dr. Lutz Goldbeck und C. Ernst eine Schrift vor, die auf eine Vernetzung von Jugendhilfe und Gesundheitssystem mit dem Ziel der umfassenden traumaspezifischen Diagnostik und Behandlung von Pflegekindern abzielt.

Dieses Praxismanual entstand im Rahmen des an der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Ulm mit Unterstützung der World Childhood Foundation durchgeführten Projektes „Traumaspezifische Diagnostik und Behandlung von Pflegekindern und Sensibilisierung der Helfersysteme für die speziellen Bedürfnisse und Rahmenbedingungen von Pflegekindern„.

Das Manual richtet sich an alle Berufsgruppen und Personen, die mit Pflegekindern zusammen arbeiten und wurde auf die Fragen der Mitarbeiter der Jugendämter und Pflegeeltern abgestimmt. Jedoch sollen die Inhalte dieses Manuals auch Fachleute aus der Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie für die komplexe Vorgeschichte und Symptomatik von Pflegekindern sensibilisieren und die Vernetzung mit der Jugendhilfe zur Optimierung der Behandlung fördern.

Die 119-seitige Schrift steht zum Download zur Verfügung.

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Fachkongress „Auswege aus der Krise?! Depressive und psychisch belastete Mädchen und Jungen“ am 04.-05.07. in Essen

Posted on Mai 8, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Zum Fachkongress 2011 „Auswege aus der Krise?! Depressive und psychisch belastete Mädchen und Jungen“ am 04.-05.07. in Essen laden die Kinderschutz-Zentren ein. Der Fachkongress richtet sich an interessierte Fachleute unterschiedlicher Professionen aus Jugendhilfeeinrichtungen, Beratungsstellen und Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Die Zahl psychisch belasteter Jungen und Mädchen ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. Zwei bis drei Prozent der Kinder und fünf Prozent der Jugendlichen leiden nach Angaben von Jugendpsychiater(inne)n an Depressionen.

Der Kongress will einen Beitrag zum besseren Verständnis psychischer Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen leisten und beschäftigt sich u.a. mit folgenden Fragestellungen:

  • Welches Verhalten bei Kindern und Jugendlichen deutet auf eine depressive Erkrankung hin?
  • Wie können suizidale Gedanken und Phantasien verstanden werden und wie kann ich als Helfer(in) damit umgehen?
  •  Welche Funktion haben Essstörungen für die Betroffenen? Welche Rolle spielen Familie und Gleichaltrige?
  • Was hat soziale Ausgrenzung mit psychischer Erkrankung zu tun?
  • Wie sind Borderline-Störungen einzuordnen und wie gehe ich im Rahmen der institutionellen Jugendhilfe damit um?
  • Welche Rolle spielen Computerspiele und Internet bei der Zunahme psychischer Erkrankungen?
  • Welche Risiken und Gefährdungen liegen im jugendlichen Drogenkonsum?
  • Was schützt bzw. stärkt Kinder, psychische Belastungen gut zu bewältigen?

nähere Informationen

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Dokumentation der Tagung „Psychisch gestört oder ’nur‘ verhaltensauffällig?“

Posted on März 20, 2011. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , |

In der Schriftenreihe „Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe“ wird demnächst als Band 79 die Dokumentation der Tagung „Psychisch gestört oder ’nur‘ verhaltensauffällig? Kooperation von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie in einem schwierigen Dunkelfeld„, die am 11./12. 11.2010 in Kooperation mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm stattfand, erscheinen.

Die Broschüre kann zum Preis von 17 Euro bestellt werden bei:

Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik
Telefon: 030/39001-136; Fax: 030/39001-146; E-Mail: agfj@difu.de

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Baden-Württemberg: Kinder- und Jugendpsychiatrie der Krankenhäuser weiterhin voll ausgelastet

Posted on Februar 3, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe | Schlagwörter: , |

Die Krankenhäuser des Landes mit einem Fachbereich Kinder- und Jugendpsychiatrie- und –psychotherapie verzeichneten im Jahr 2009 erneut einen Anstieg der vollstationären Behandlungsfälle. Wie das Statistische Landesamt feststellt, stieg die Zahl der in diesem Bereich untergebrachten Kinder oder Jugendlichen binnen Jahresfrist um 370 auf 4 805, das ist das höchste bislang beobachtete Ergebnis. Dieser Zunahme um gut 8 Prozent standen mit 538 mehr Betten zur Verfügung als im Vorjahr (+ 6 Prozent). Obwohl die Aufenthaltsdauer der Kinder und Jugendlichen in diesen Einrichtungen mit durchschnittlich 38,5 Tagen wie in den vorangegangenen Jahren rückläufig blieb, reichte die Reduzierung der Krankenhaustage nicht aus, die nun vorhandene Bettenkapazität spürbar zu entlasten. Mit einer Belegung von 94,3 Prozent der vorhandenen Betten setzte sich der seit 2002 zu beobachtende hohe Auslastungsgrad fort. Lediglich das bisherige Spitzenergebnis von 97,2 Prozent, das im Jahr 2007 erreicht wurde, konnte etwas abgeschwächt werden.

Während alle vollstationären Krankenhausbehandlungen zusammengenommen im Durchschnitt nur noch 8,1 Krankenhaustage beanspruchen, machen psychiatrische Diagnosen ungleich längere Krankenhausaufenthalte erforderlich. Dennoch ist es gelungen, die Dauer der vollstationären Versorgung seit 1990 zu halbieren. Seinerzeit lag die sogenannte Verweildauer in der Kinder- und Jugendpsychiatrie bei 78,3 Tagen. Damals standen den 1 356 Patienten 356 Betten zur Verfügung, was einem Auslastungsgrad von 81,7 Prozent entspricht. Ab Mitte der 90er Jahre nimmt die Zahl der Krankenhausbehandlungen um jährlich bis zu 440 Fälle zu. Ab 1998 wurde damit begonnen, die vorhandene Bettenkapazität auszubauen.

Rund 43 Prozent der unter 15-Jährigen Patienten wurden im Jahr 2009 wegen Verhaltens- und Emotionsstörungen behandelt. Bei gut 18 Prozent waren neurotische Störungen, Belastungsstörungen oder körperliche Beschwerden ohne organische Ursachen Grund für eine Krankenhausbehandlung. 12 Prozent der Fälle wiesen Entwicklungsstörungen auf und bei ebenfalls 12 Prozent spielte der Umgang mit psychotropen Substanzen (Alkohol und andere Rausch- und Betäubungsmittel) eine Rolle. Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen und Faktoren waren in knapp 7 Prozent der Fälle Grund für den Krankenhausaufenthalt, und 4 Prozent litten an affektiven Störungen, wozu vor allem Depressionen gehören. Bei knapp 2 Prozent der Behandlungsfälle wurde eine Intelligenzminderung diagnostiziert. Schizophrenie und wahnhafte Störungen, Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen sowie organisch bedingte psychische Störungen spielten mit einem Anteil von 1 Prozent und darunter in diesem Alter noch keine Rolle.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 01.02.2011

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Elternfragebogen für Studie zur bedarfsgerechten Unterstützung von Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen

Posted on Dezember 6, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , , |

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) hat in Zusammenarbeit mit der Universität Marburg einen Elternfragebogen entwickelt, mit dem die Bedürfnisse von Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen ermittelt werden sollen, um geeignete Informationsmaterialien zu erstellen sowie entsprechende Hilfsangebote zu identifizieren und einfordern zu können.

Auf Anregung von PFAD wurde der Online-Fragebogen nun auch für die Befragung von Pflege- und Adoptiveltern angepasst.

zur anonymen Befragung für Eltern psychisch auffälliger Kinder und Jugendlicher (Dauer ca. 15 min)

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Ferienlager oder „Klapse“? – Einzigartiger Bilderbuchcomic erklärt Kindern, was in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie passiert

Posted on November 15, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Ferienlager oder „Klapse“? – Einizigartiger Bilderbuchcomic erklärt Kindern, was in einer Kinder- und Jugendpsychiatrie passiert

Tom trägt einen blauen Kapuzenpulli und weiß, was alle denken: Er war in der „Klapse“ – vollgepumpt mit Medikamenten, in Zwangsjacke und Gummizelle… So stellen sich viele die Kinder- und Jugendpsychiatrie vor. Auch Tom wusste nicht, was ihn erwartet, als er wegen seiner Wut- und Angstattacken in die Klinik kam. Damit es anderen Kindern nicht so geht, erklärt Comicfigur Tom in dem einzigartigen Comicbilderbuch anderen Kindern, was die Kinder- und Jugendpsychiatrie eigentlich ist und was er dort gemacht hat.

Bild: Universitätsklinik Ulm

„Wir haben in unserer täglichen Arbeit und einer daraufhin angefertigten Studie festgestellt, dass Kinder, die zu uns kommen, oft keine oder falsche Vorstellungen davon haben, was in der Kinder- und Jugendpsychiatrie geschieht“, beschreibt Prof. Dr. Jörg M. Fegert, Ärztlicher Direktor der Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie die Motivation für die Erstellung des Comicbuches. „Zum Teil wird den Kindern erzählt, es sei wie auf einer Ferienfreizeit, um sie zur Therapie zu motivieren, zum Teil wird ihnen aber auch mit einem stationären Aufenthalt gedroht. Beides macht es Kindern schwer, sich auf ihre Therapie in der Kinder- und Jugendpsychiatrie einzustellen.“ Das Buchprojekt ist deshalb so ungewöhnlich, weil die meisten Informationsbroschüren über psychiatrische oder psychotherapeutische Behandlung von Kindern für Erwachsene geschrieben sind.

In dem Comicbilderbuch „Was ist denn schon normal?“ erklärt die Figur Tom, wer ihm in der Klinik geholfen hat, seine Wut- und Angstattacken zu überwinden, wie sein Tagesablauf war, was eine Musik- oder Ergotherapie ist, wie er sich mit Sophie angefreundet hat, wo er zur Schule gegangen ist und – für viele Kinder eine ganz wichtige Frage: Wann er seine Eltern sehen konnte.

„Wir haben die Texte geschrieben und von Kindern aus Ulmer Schulklassen probelesen lassen“, berichten die Autorinnen Corinna Piontkowski und Corinna Mors. „Das Buch soll Kindern ermöglichen, ihre eigene Situation zu verstehen, ihre Rechte zu kennen und so die Chance zu haben, an der Lösung der eigenen Probleme mitzuarbeiten.“ Die Berliner Grafikerin Annette Köhn setzte die kindgerechten Texte in einer Mischung aus Bilderbuch und Comic, Zeichnung und Foto spielerisch um.

In Deutschland steigt die Zahl der psychisch auffälligen Kinder stetig an. Der KIGGS-Survey des Robert-Koch-Instituts zeigte, dass 20 Prozent der Kinder in Deutschland wahrnehmbar verhaltensauffällig und 5 bis 10 Prozent klinisch behandlungsbedürftig sind. Die häufigsten psychischen Erkrankungen sind das Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom ADHS, emotionale Probleme, Depression, Angst, Störung des Sozialverhaltens – neben Krankheitsbildern, die auch im Erwachsenenalter vorkommen wie Schizophrenie oder Essstörungen.

Das Heft wird auf den Seiten der Uniklinik Ulm zum Download angeboten.

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Tagung: „Seelische Gesundheit und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen braucht Hilfe!“ am 08./09.11. in Kassel hat noch Plätze frei

Posted on September 27, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die Jahrestagung der Aktion Psychisch KrankeSeelische Gesundheit und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen braucht Hilfe!“ findet am 08. und 09.11. in der Stadthalle Kassel statt.

Etwa 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland haben (laut einer Studie des Robert-Koch-Instituts) psychische Probleme, über sieben Prozent davon leiden an manifesten psychischen Störungen.

Im Mittelpunkt der Tagung stehen die Rahmenbedingungen für ein seelisch gesundes Aufwachsen von Kindern und Jugendlichen sowie Hilfen für psychisch kranke Kinder und Jugendliche im Hinblick auf die Lebenssituation, spezielle Problemlagen, sozialrechtliche Unklarheiten und eine verlässliche Finanzierung.

Tagungsprogramm und online-Anmeldung

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Fachtagung „Psychisch gestört oder „nur“ verhaltensauffällig? wird aufgrund großer Nachfrage wiederholt am 11.01.2011

Posted on September 16, 2010. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die Fachtagung „Psychisch gestört oder „nur“ verhaltensauffällig? Kooperation von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie in einem schwierigen Dunkelfeld“ vom 11.-12.11. in Berlin war so schnell ausgebucht, dass sie am 13/14..01.2011 wiederholt wird. Hier sind noch Anmeldungen möglich.

Veranstalter ist die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik, Berlin in Kooperation mit der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm.

nähere Informationen

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Mecklenburg-Vorpommern: Kinder- und Jugendpsychiatrisches Angebot im Land weiter ausgebaut

Posted on März 5, 2010. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern | Schlagwörter: |

Das Kinder- und Jugendpsychiatrische Angebot in Mecklenburg-Vorpommern wird weiter ausgebaut. In Greifswald hat Sozialstaatssekretär Nikolaus Voss am 03.03. eine um fünf auf zehn Plätze erweiterte Tagesklinik in Betrieb genommen. „Mit der Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie in Greifswald entsteht ein notwendiges, neues Angebot für Kinder und Jugendliche aus der Region“, sagte der Staatssekretär.

Der Vorteil der Tageskliniken liegt, so Voss, darin, dass ein Kind oder Jugendlicher hier maximal gefördert oder behandelt werden kann, ohne dass der Patient aus seiner gewohnten Umgebung genommen werden muss.

Die Nachfrage nach psychiatrischen Angeboten für Kinder und Jugendliche ist groß. Nach Studien benötigen zwischen 7 und 20 Prozent in diesem Alterssegment entsprechende Angebote. Die Zahl der tagesklinischen Plätze ist landesweit in den vergangenen fünf Jahren auf 128 gestiegen und hat sich seit dem Jahr 2005 mehr als verdoppelt.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 25 des Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern vom 03.03.10

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Zahl der Kinder- und Jugendpsychotherapeuten soll steigen

Posted on Januar 8, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/MPI/ELA) Die Bundesregierung rechnet mit einer spürbaren Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Kindern und Jugendlichen. Bundesweit würden 909 Niederlassungsmöglichkeiten geschaffen, schreibt die Regierung in ihrer Antwort (17/250) auf eine Kleine Anfrage der Grünen-Fraktion (17/94) unter Berufung auf Angaben der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV). Verantwortlich wird für die Zunahme neben neuen Zulassungsmöglichkeiten gemacht, dass von den Kassenärztlichen Vereinigungen in jedem Planungsbereich neuerdings 20 Prozent der Zulassungsmöglichkeiten für solche Leistungserbringer reserviert werden müssen, die ausschließlich Kinder und Jugendliche psychotherapeutisch betreuen. Ohne die Möglichkeit der Doppelzulassung für Erwachsene sowie Kinder und Jugendliche entstünden allerdings wegen der 20-Prozent-Quote 1070 Niederlassungsmöglichkeiten für Kinder- und Jugendpsychotherapeuten, heißt es weiter.

Den Angaben zufolge werden Doppelzulassungen in den einzelnen Kassenärztlichen Vereinigungen unterschiedlich häufig erteilt. Während in Nordrhein, Berlin und Sachsen-Anhalt keine Doppelzulassung vergeben worden seien, erreiche Sachsen mit einer Quote von 54,9 Prozent bei insgesamt 91 Zulassungen den Spitzenwert, erläutert die Regierung. Demnach folgen Westfalen-Lippe mit einer Quote von 45,5 Prozent bei 233 Zulassungen und Rheinland-Pfalz mit einer Quote von 36 Prozent bei 136 Zulassungen auf den Plätzen zwei und drei. Unter Hinweis auf Daten der KBV führt die Regierung weiter aus, dass in 77 von insgesamt 395 Planungsbereichen der Versorgungsanteil mit Psychotherapeuten, die ausschließlich Kinder und Jugendliche behandeln, bei unter zehn Prozent liege.

Quelle: heute im bundestag Nr. 003 vom 08.01.10

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Gesundheitsministerin Schwesig setzt sich für gute psychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen ein

Posted on Dezember 19, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Politik | Schlagwörter: , |

„Kinder und Jugendliche mit psychischen Problemen darf man nicht allein lassen. Wir müssen dafür sorgen, dass ihnen möglichst schnell und in der Nähe geholfen wird“, sagte Gesundheitsministerin Manuela Schwesig heute anlässlich der feierlichen Eröffnung einer psychiatrischen Tagesklinik für Kinder und Jugendliche in Ludwigslust.

Der Vorteil einer solchen Tagesklinik bestehe vor allem darin, dass sie einem Kind oder Jugendlichen optimale Förderung und Behandlung ermögliche, ohne dass die jungen Patienten gleichzeitig ihre sozialen Beziehungen komplett aufgeben müssen, so die Ministerin. Der Einschnitt in die normale Lebensgestaltung sei geringer als bei einer stationären Therapie. Das habe sich auch in Ludwigslust gezeigt.

Mecklenburg-Vorpommern steht im bundesweiten Vergleich in Sachen psychiatrischer Versorgung gut da, machte Schwesig deutlich. „Wir liegen an dritter Stelle, wenn es um die Anzahl tagesklinischer Plätze für Kinder und Jugendliche pro Einwohner geht. Diese Zahl hat sich seit dem Jahr 2005 verdoppelt. Und wir liegen an zweiter Stelle, was die Anzahl stationärer psychiatrischer Plätze pro Einwohner betrifft.“ Das alles dürfe aber nicht dazu beitragen, sich auf dem Erreichten auszuruhen. „Deshalb wird in Kürze eine weitere Tagesklinik in Wismar die Arbeit aufnehmen, damit wir auch den Kindern und Jugendlichen dort eine wohnortnahe Behandlung ermöglichen“, sagte die Ministerin.

Träger der Tagesklinik mit 12 Plätzen ist die Carl Friedrich Flemming Klinik in Schwerin, die ihrerseits Teil der Helios Kliniken ist.

Quelle: Pressemeldung des Ministerium für Soziales und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern vom 09.12.09

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Hessen: Immer mehr Kinder und Jugendliche brauchen psychiatrische Hilfe

Posted on September 21, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Gesundheit, Hessen, Pflegefamilie, Politik | Schlagwörter: , |

Herborn. Petra Müller-Klepper, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit, hat anlässlich der 20. Fachtagung Schule und Psychiatrie gestern in Herborn eine neue Bedarfserhebung der Landesregierung für den Bereich der Kinder- und Jugendpsychiatrie angekündigt.

„Immer mehr Kinder und Jugendliche brauchen therapeutische Hilfe. Die Fallzahlen steigen“, erklärte die Staatssekretärin. Es sei deshalb sinnvoll, ausreichend Plätze in den Kliniken zur Verfügung zu stellen. In Hessen gibt es insgesamt 392 Betten und 145 teilstationäre Plätze (Tageskliniken) an insgesamt 12 Standorten. Darüber hinaus verfügt Hessen über 22 psychiatrische Institutsambulanzen.

Die angemessene Behandlung und Versorgung der jungen Patienten hat aber nicht nur medizinische, sondern auch soziale Aspekte. „Ein qualifizierter Unterricht für Kinder und Jugendliche während ihres stationären Aufenthaltes in der Psychiatrie ist ein unverzichtbares Angebot, ohne das die sonstigen therapeutischen Maßnahmen nicht vollständig wären“, gab Petra Müller-Klepper zu bedenken. Der Schulbesuch auch während der Therapie sei eine Voraussetzung, damit die Kinder und Jugendlichen nach ihrer Entlassung wieder in ihrem Umfeld weiterleben können.

„Hilfen für Kinder und Jugendliche müssen gut koordiniert sein, wenn sie Wirksamkeit entfalten sollen“, betonte die Staatssekretärin und lobte die Arbeit der örtlichen Rehbergschule und des Arbeitskreises Schule und Psychiatrie.

Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Ministerium für Arbeit, Familie und Gesundheit vom 17.09.09

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Artikel über den Alltag auf einer psychiatrischen Kinderstation

Posted on August 27, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

MENSCHEN. das magazin gibt in seiner aktuellen Ausgabe 03/2009 mit dem Artikel „Auszeit und Neubeginn“ einen Einblick in den Alltag auf der psychiatrischen Kinderstation.

„Mein Kind ist in der Psychiatrie.“ Das ist ein Satz, den Eltern fürchten. Doch manchmal ist eine stationäre Behandlung das richtige Mittel für einen neuen Anfang.

zum Artikel

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Borderline: Schwarz-Weiß-Denken durch intensive Gespräche überwinden

Posted on Juli 24, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Eines der größten Probleme bei Patienten mit einer Borderline-Störung sind deren plötzliche Stimmungseinbrüche sowie deren Neigung zu Schwarz-Weiß-Denken. „Die Betroffenen können ihre Meinung über einen Menschen sehr schnell ändern. Wer eben noch angehimmelt wurde, kann kurze Zeit später verabscheut werden. Diese für Außenstehende meist nicht nachvollziehbaren extremen und unberechenbaren Gefühlsschwankungen der Borderline-Patienten lassen Angehörige, Partner oder Freunde oft verzweifeln“, erläutert Prof. Sabine Herpertz, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) in Berlin. „Es ist aber wichtig, dass die Patienten gerade aus ihrem persönlichen Umfeld unterstützt werden. Hören Sie zunächst aufmerksam und vorurteilsfrei zu und versuchen Sie dann, mit dem Patienten ins Gespräch zu kommen“, empfiehlt die Psychiaterin. „Hilfreich ist dabei, die Äußerungen des Patienten in eigene Wort zu fassen und ihn zu fragen, ob man ihn richtig verstanden hat. Dies signalisiert ihm Verständnis und Interesse an seiner Krankheit, unter der die Betroffenen in der Regel sehr leiden. Häufig dauert es eine gewisse Zeit, bis eine gut funktionierende Verständigung erzielt wird. Geduld und Einfühlungsvermögen sind dabei unerlässlich.“ Selbst wenn die bei Borderline-Patienten häufig vorkommenden Selbstverletzungen oder anderes selbst schädigendes Verhalten zur Sprache kommen, sind Unverständnis und aufbrausendes Verhalten fehl am Platze.

Gerade denjenigen Personen gegenüber, die ihnen besonders nah sind, entwickeln Borderline-Patienten oft zwiespältige Gefühle. So kann etwa die Sehnsucht nach Nähe zu einer Person gepaart mit der Angst, sie zu verlieren, mit starken Schuld- und Schamgefühlen einhergehen. Auch sind Borderline-Patienten kaum in der Lage, Menschen in Abstufungen mit ihren stärken und Schwächen, ihren guten und schlechten Seiten wahrzunehmen. Auch die eigene Wahrnehmung der seelischen Grenzgänger ist häufig beeinträchtigt. Oft unterstellen sie anderen, sie nicht zu mögen. Die meisten Menschen reagieren darauf mit Unverständnis und verstärken so die Fehleinschätzung der Borderline-Patienten. Durch die emotionalen Achterbahnfahrten der Betroffenen sind stabile Zweierbeziehungen selten.

Auf die heilsame Wirkung von Gesprächen setzt auch ein neues Therapieprogramm aus den USA. Mit dem STEPPS-Programm soll der Patient lernen, seine Gefühle zu kontrollieren und Probleme zu lösen. Im ersten Schritt geht es zunächst darum, die eigene Krankheit als solche zu akzeptieren. Anschließend werden der Umgang mit den eigenen Gefühlen trainiert und Verhaltensänderungen entwickelt. Entscheidend ist, dass die Patienten dabei ihren Therapieverlauf beschreiben und so im ständigen Austausch mit ihrer engsten Umgebung bleiben.

An einer Borderline-Störung leiden über 1,5% der Bevölkerung. Die ersten Anzeichen der Erkrankung treten meist schon im Jugendalter auf. Weibliche Betroffene fallen vor allem durch selbstverletzendes Verhalten auf, während Männer häufig eher zu aggressivem Verhalten gegen andere neigen.

Quelle: Neurologen & Psychiater im Netz vom 22.07.09

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Tics bei Kindern sollten Eltern gelassen begegnen

Posted on Februar 23, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Gesundheit, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Tics äußern sich bei Kindern als plötzlich einsetzende, abrupte Bewegungen oder Laute. „Eltern sollten einem betroffenen Kind, das häufig zwinkert, die Augen rollt, mit dem Kopf nickt oder den Mund aufsperrt, mit Nachsicht und Zuneigung begegnen. Da die Symptome durch starke Gefühle wie Ärger oder Freude verstärkt werden können und bei Ablenkung und Entspannung nachlassen, ist es wichtig, im Umgang mit dem Kind den Tics möglichst wenig Beachtung zu schenken“, rät Dr. Maik Herberhold, Vorsitzender des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) in Bochum. Tics können auch als scheinbar sinnvolle Bewegung wie Hüpfen, Klatschen oder Berühren von Gegenständen ablaufen. Vokale Tics variieren von Räuspern, Schniefen und Schnalzen bis zum Äußern und Wiederholen von unanständigen Wörtern.

In den weitaus meisten Fällen legen sich Tics bei Kindern genauso schnell wie sie gekommen sind. „Halten die Tics über mehrere Wochen an, so ist es ratsam, die Auffälligkeiten durch einen Kinder- und Jugendpsychiater abzuklären. In einer Verhaltenstherapie können betroffene Kinder gegebenenfalls Strategien zum Umgang mit den Tics erlernen“, empfiehlt Dr. Herberhold.

Quelle: Meldung von Neurologen & Psychiater im Netz vom 18.02.

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Kassen verweigern Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher

Posted on Februar 19, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Brandenburg, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Finanzielles, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Politik, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Stellungnahmen, Versicherungen | Schlagwörter: , |

Der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) weist darauf hin, dass in einigen Regionen Deutschlands die eigentlich gesetzlich geforderte sozialpsychiatrische Versorgung von seelisch kranken Kindern und Jugendlichen weiterhin blockiert und verweigert wird. Aufgrund der fehlenden Sozialpsychiatrievereinbarung beginnen die Praxen in den betroffenen Regionen jetzt damit, ihre langjährigen hochqualifizierten therapeutischen Mitarbeiter zu kündigen. Die sozialpsychiatrischen Strukturen in den betroffenen Regionen werden damit langfristig beschädigt oder gar zerstört.

Die Handlungsunfähigkeit des Spitzenverbandes der Krankenkassen führt seinen Auftrag zur Versorgungsgerechtigkeit ad absurdum und droht etwa 50.000 seelisch kranke Kinder zukünftig unbehandelt zu lassen! Dies betrifft derzeit Baden-Württemberg, Brandenburg, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt. Zum Teil werden gar keine sozialpsychiatrischen Leistungen bezahlt, zum Teil nur die Diagnostik und keine Therapie. Das ist ein umso skandalöserer Zustand, als die Krankenkassen aus dem Gesundheitsfonds gerade für Patienten mit psychischen Störungen wie z. B. Psychosen, ADHS oder Anorexie erhebliche Zusatzsummen erhalten.

„Kassieren und keine Leistung bieten – soll das der neue Wettbewerb der Krankenkassen sein?“, fragt Dr. Maik Herberhold, Vorsitzender des BKJPP. „Sozialpsychiatrie ist keine Wettbewerbsmedizin, sondern Basisversorgung und muss allen Kindern und Jugendlichen unabhängig von der Krankenkasse ihrer Eltern zur Verfügung stehen!“

Quelle: Pressemitteilung der Geschäftsstelle des Berufsverbandes für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie in Deutschland (BKJPP) e. V. vom 16.2.2009

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Verhaltenstherapie und Medikamente lindern Angststörungen bei Kindern

Posted on November 29, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Sowohl die kognitive Verhaltenstherapie als auch medikamentöse Therapie sind wirksame Möglichkeiten zur Behandlung von Kindern und Jugendlichen mit Angststörungen.
Am effektivsten ist dabei eine Kombination beider Behandlungsansätze.

Nähere Informationen bei Neurologen und Psychiater im Netz: Meldung vom 27.11.08

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Buchtipps: Fachbücher zu Kindern psychisch kranker Eltern

Posted on November 25, 2008. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Zwei Fachbücher von Die Kinderschutz-Zentren befassen sich mit dem Thema „Kinder psychisch kranker Eltern“:

  • Das Fachbuch „Risikokindheit: Meine Eltern sind anders – Eltern mit psychischen Störungen und die Betroffenheit von Kindern“ (12,95 €) können Sie per Mail bestellen.
  • Informationen zum Fachbuch „Wenn Kinder oder Eltern depressiv sind… Über den Umgang mit Depressionen in der Jugendhilfe“ (12,95 €) erhalten Sie auf dieser Internetseite.
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Bei Mädchen wird leichter Autismus häufig nicht erkannt

Posted on Oktober 13, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , |

Bei Mädchen werden leichter ausgeprägte autistische Störungen seltener erkannt als bei Jungen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die auf der Jahrestagung des Royal College Of Psychiatrists in Großbritannien vorgestellt wurde. An der Studie nahmen 493 Jungen und 100 Mädchen teil, die an britischen und finnischen kinderpsychiatrischen Kliniken untersucht worden waren. Alle Kinder waren von einer milden Form des Autismus betroffen. Sie hatten Schwierigkeiten mit sozialen Kontakten und mit der Kommunikation, waren aber in der Lage, im Alltag zurechtzukommen.

Die Forscher fanden heraus, dass die Mädchen deutlich weniger stereotypes Verhalten und Wiederholungen von Handlungen zeigten als die Jungen. Autistische Kinder haben oftmals ein extrem ausgeprägtes Interesse für ein bestimmtes, eng umgrenztes Thema, wie etwa für Ritter im Mittelalter. Bei den Mädchen aus der Studie war jedoch eher ein ausgeprägtes Interesse für Menschen und Beziehungen verbreitet. Solche Interessen erscheinen Eltern oftmals weniger ungewöhnlich, so dass sie auch beispielsweise bei einem Gespräche mit einem Arzt unerwähnt bleiben.

Darüber hinaus werden extreme Interessen in diesen Bereichen durch standardisierte Fragebögen zur Diagnose von autistischen Störungen nicht erfasst. Die Forscher schlagen daher vor, die Erforschung von Geschlechtsunterschieden bei autistischen Störungen weiter voranzutreiben.

Meldung von Neurologen & Psychiater im Netz vom 02.10.08

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Fortsetzung der Sozialpsychiatrie-Vereinbarung „höchstwahrscheinlich“

Posted on Oktober 5, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Die Regelungen der Sozialpsychiatrie-Vereinbarung werden „höchstwahrscheinlich“ fortgeführt. Das hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) der DGSF-Geschäftsstelle in einem am 02.10.08 eingegangenen Schreiben mitgeteilt.

Die DGSF hatte sich eine Stellungnahme zur Kündigung der Sozialpsychiatrievereinbarung an die KBV, die Ersatzkassen, die Bundesärztekammer und den „Gemeinsamen Bundesauschuss“ gesandt und dringend gebeten, alles zu tun, damit die Kündigung der Vereinbarung rückgängig gemacht werden kann (wir berichteten).

Meldung der DGSF vom 02.10.08

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Sozialpsychiatrische Versorgung von Kindern und Jugendlichen sicherstellen

Posted on September 26, 2008. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Die Deutsche Gesellschaft für Systemische Therapie und Familientherapie (DGSF) und die Arbeitsgemeinschaft Systemische Kinder- und Jugendpsychiatrie e. V. (ASK) nehmen Stellung zur Kündigung des Vertrages zur sozialpsychiatrischen Versorgung psychisch kranker Kinder und Jugendlicher (Sozialpsychiatrievereinbarung) durch die Kassenärztliche Bundesvereinigung, Ersatzkassen und viele Primärkassen.

Stellungnahme vom 19.09.08

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