Illegale Adoptionen aus Sri Lanka in den 1980ern

Posted on September 23, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, International | Schlagwörter: , |

Aus sog. „Babyfarmen“ in Sri Lanka sollen in den 1980er-Jahren mehr als 11.000 Kleinkinder an Adoptiveltern in Europa verkauft worden sein. Mithilfe der Einrichtung einer DNA-Datenbank möchte die Regierung Sri Lankas nun helfen, dass die damals Adoptierten ihre biologischen Eltern wiederfinden können.

Näheres im Artikel „Babyfarmen auf Sri Lanka verkauften Kinder nach Europa“ vom 22.09.2017 in Der Westen

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Kinderhandel: Bulgarische Roma-Babys werden nach Griechenland verkauft

Posted on Januar 9, 2016. Filed under: International, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Stuttgarter Zeitung berichtet am 08.01. im Artikel „Bulgarische Mütter verkaufen ihre Babys“ von einem nun erschienenen Report der Balkan-Nachrichtenagentur Birn. Dieser legte illegale Geschäfte mit Roma-Kindern offen, die nach Griechenland an Adoptivfamilien verkauft werden.

Ihr schockierendes Fazit: die Armut der Mütter, die fehlenden Kontrollen an den Grenzen, die schwierige Beweislage und die relativ geringen Strafen für gefasste Täter erschweren es der Justiz, den Babyhändlerringen das Handwerk zu legen.

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TV-Tipp heute: „Das Geschäft mit der Verzweiflung – Babyhandel in Bulgarien“

Posted on Juli 25, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Das ZDF-Magazin Auslandsjournal wird heute Abend um 22.15 Uhr über illegale Adoptionen berichten:

„Hoffnungslose Armut auf der einen, unerfüllter Kinderwunsch auf der anderen Seite. An der Grenze zwischen Griechenland und Bulgarien blüht ein schmutziges Geschäft: Babyhandel. „

Nach Ausstrahlung kann die Sendung über die ZDFmediathek im Internet angesehen werden.

nähere Informationen

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mona lisa-Sendung „Gestohlene Identität“ über Anisha Mörtl

Posted on März 21, 2012. Filed under: Adoptivfamilie | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Das ZDF Magazin mona lisa griff in seiner Sendung vom 17.03.2012 die Geschichte der 21-jährigen Autorin Anisha Mörtl (Lotostochter – Ich bin ein gestohlenes Kind, wir berichteten) auf, die in Indien geboren und nach Deutschland adoptiert wurde. Mit Unterstützung der deutschen Menschenrechtsorganisation „Against Child Trafficking“ (ACT) traf sie ihre leibliche Mutter in Indien und fand heraus, dass man sie ihrer Mutter widerrechtlich abgenommen hatte.

Claudia Flynn – vom damals involvierten – Jugendamt München nahm Stellung: „Wir werden insofern tätig, als wir überlegen, was ist schief gelaufen, Fehleranalyse machen und überlegen, was man in Zukunft besser machen kann.“

Frau Mörtl möchte nun herausfinden, was damals genau bei ihrer Adoption geschah. mona lisa und Arun Dohle von ACT werden sie dabei weiter begleiten.

zu Artikel und Filmbeitrag

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Kurzfilm über das Thema Auslandsadoption erhält Studenten-Oscar

Posted on Mai 21, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, International, Kinderschutz, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Der Kurzfilm „Raju“, die Abschlussarbeit von Regisseur Max Zähle und seinen Kommilitonen Stefan Gieren (Produzent) und Sin Huh (Kamera) an der Hamburg Media School wird einer der Preisträger bei der Verleihung des Studenten-Oscars am 11.06. in Los Angeles sein.

Im Film „Raju“ wird die Geschichte eines deutschen Ehepaares (Wotan Wilke Möhring und Julia Richter) erzählt, das in Kalkutta ein indisches Kind adoptieren will und durch Zufall erfährt, dass der Junge nicht, wie von den Vermittlern behauptet, ein Waise ist, sondern aus seiner Familie entführt wurde. Der Film zeigt eindrucksvoll das moralische Dilemma, in das die Adoptiveltern geraten. Eine Geschichte, die die Oscar-Jury überzeugt und dem jungen Team viel Öffentlichkeit beschert hat.

Weitere Hintergrundinformationen können auf der Internetseite des Films angesehen werden: www.raju-film.com

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Prozess wegen Kinderhandel: Vierjährige Rumänin bleibt vorerst in Deutschland

Posted on April 1, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, International, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Über den gestrigen Verhandlungstag im Prozess wegen Kinderhandels vor dem Landgericht Schweinfurt berichten:

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Landkreis Bad Kissingen: Prozess um Kinderhandel geht weiter

Posted on März 29, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, International, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Im Artikel „Prozess um Kinderhandel geht weiter“ von Susanne Wahler-Göbel vom 29.03.2011 berichtet die Main-Post vom Fortgang des Verfahrens um das rumänische Mädchen im Landkreis Bad Kissingen. (wir berichteten)

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TV: „Spanische Eltern suchen Francos geraubte Kinder“

Posted on März 15, 2011. Filed under: International, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Deutsche Welle TV sendete am 14.03.2011 den Beitrag „Spanische Eltern suchen Francos geraubte Kinder“. Der 5.52 Minuten lange Beitrag kann unter diesem Link online angeschaut werden.

Während des Franco-Regimes und bis weit in die 90er sollen in Spanien zehntausende Babys den Eltern direkt nach der Geburt weggenommen worden sein. Adoptiveltern gaben ein Vermögen aus, um diese Kinder zu bekommen. Es gibt sogar Fälle, in denen Kinder, die mit Bagatellkrankheiten ins Krankenhaus kamen, dort entführt wurden. Den Eltern wurde in einem solchen Fall gesagt, ihr Kind sei verstorben.

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Adoptivkind aus Mali war gar keine Waise

Posted on August 29, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Publikationen | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz/huber) BBC berichtete am 16.08. im Artikel „Fear over Mali´s missing children“ (Angst wegen Malis vermisster Kinder) vom aktuellen Fall der 4-jährigen, angeblich verwaisten Adjeratou aus Mali, die durch eine deutsche Adoptionsvermittlungsstelle an ein deutsches Ehepaar vermittelt worden war.

Nur Tage bevor das Mädchen mit ihren legalen Adoptiveltern nach Deutschland geflogen wäre, wurde sie zufällig durch eine Bekannte ihrer Familie erkannt. Diese benachrichtigte Adjeratous verzweifelte leibliche Eltern, die die Kleine bereits seit September letzten Jahres vermissten. Sie hatten die ganze Zeit nach ihr gesucht und ihr Verschwinden auch bei der Polizei gemeldet.

Der deutsche Botschafter in Mali, Karl Flittner, äußerte sich dahingehend, dass die Nachforschungen, ob das Kind wirklich Waise sei, offensichtlich nicht ordnungsgemäß erfolgt waren. Da es sich nicht um den einzigen ungeklärten Fall eines verschwundenen Kindes in der malischen Hauptstadt Bamako handle, kündigte er eine besonders sorgfältige Überprüfung von Adoptionen durch Deutsche in Mali an.

Die deutsche Adoptionsvermittlungsstelle, die sich nach eigenen Angaben generell an die Dokumentation des Waisenhauses gehalten hatte, gab vorläufig keine weitere  Stellungnahme zu dem Fall ab.

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Adoptionsvermittlung wegen Kinderhandels angeklagt

Posted on Mai 19, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, International, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Der Verein ICCO e.V. (International Child Care Organisation), dem 2006 die Erlaubnis zur Vermittlung von Auslandsadoptionen entzogen wurde, soll illegal Kinder an deutsche Adoptiveltern vermittelt haben. Drei hauptverantwortliche Mitarbeiter werden nun in Hamburg von der Staatsanwaltschaft wegen Kinderhandels angeklagt.

zum Artikel aus NDR Online vom 17.05.10

zum Artikel in Hamburger Morgenpost vom 18.05.10

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Auslandsadoption in Österreich: Zu wenig Schutz vor Kinderhandel – Sicherheit für Adoptiveltern nicht immer gegeben

Posted on April 20, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, International, Publikationen | Schlagwörter: , |

Wien (pte/15.04.2010/16:30) – Nicht immer können sich Adoptionseltern sicher sein, dass sie das Kind, dem sie Herz und Zuhause öffnen, auf legalem Weg zu ihnen gekommen ist. Ausländische Adoptionen werden in Deutschland genau geprüft, in Österreich jedoch nicht, warnt der „Runde Tisch Kinderhandel“, ein Zusammenschluss internationaler Organisationen, die sich für die Rechte von Kindern einsetzen. Würden keine Kontrollmechanismen gefunden und dafür nötige Gesetze geschaffen, sei dem Missbrauch der Adoption Tür und Tor geöffnet, so die Experten in einer Aussendung.

Gestohlene Kinder
Illegal ist eine Adoption dann, wenn sie nicht auf der ausdrücklichen Zustimmung der leiblichen Eltern beruht. „Manche Eltern werden gezwungen, ihr Kind herzugeben. Andere geben es selbst in ein Kinderheim, von wo es plötzlich und ohne Verständigung verschwindet und in die Hände von Vermittlungsagenturen gelangt, die die Adoption einfädeln“, erklärt Alexander Schwentner, Sprecher des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen UNICEF, im pressetext-Interview.

Diese Fälle von Adoptionen sind in manchen Fällen mit der Ausbeutung des Kindes und seiner Ursprungsfamilie gleichzusetzen. „Einerseits betrifft das die kommerzielle Ausbeutung, da die Vermittler mit dieser Form des Kinderhandels Geschäfte machen. Darüber hinaus werden die Rechte des Kindes oft auch durch einen falschen missionarischen Denkansatz verletzt, wonach es dem Kind irgendwo anders ’schon besser gehen werde‘ als im eigenen Land“, erklärt Schwentner.

Keine Kontrolle möglich
Zur Verhinderung derartiger Vorfälle gibt es ein in Den Haag unterzeichnetes Übereinkommen zum Schutz von Kindern und zur Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption. Bisher 77 Staaten haben sich dadurch zur besseren Zusammenarbeit bei Auslandsadoptionen verpflichtet. In der Praxis bedeutet das, dass die Staaten nach bestimmten Kriterien sicherstellen, dass alles mit rechten Dingen abgelaufen ist. Probleme gibt es allerdings bei Adoptionen aus Ländern, die nicht zu den Unterzeichnern gehören.

In Deutschland löst man das Problem, indem bei Auslandsadoptionen jeder Fall systematisch überprüft wird. Diese Kontrollmöglichkeit fehlt in Österreich, wo jedes Bundesland eigene Gesetze hat. „Adoptiveltern fahren in die entsprechenden Länder und adoptieren die Kinder nach den dortigen Gesetzen, doch bei der Rückkehr gibt es keine Kontrolle mehr“, kritisiert Schwentner. Zwar können Adoptiveltern seit Jahresbeginn bei Zweifel am Bezirksgericht die Überprüfung der ausländischen Adoptionsentscheidung beantragen, was ein erster Schritt in die richtige Richtung sei. „Weiter ist jedoch das Aufdecken illegaler Adoptionen kaum möglich“, so der UNICEF-Sprecher.

Adoptionsstopp für Haiti
Der Runde Tisch Kinderhandel fordert ein Bundesgesetz, das illegalen Adoptionen den Riegel vorschiebt, sowie eine zentrale Anlaufstelle dafür. Davon würden laut Schwentner alle Beteiligten profitieren. „Einerseits wissen dann die leiblichen Eltern im Ursprungsland, dass ihr Kind in eine Familie kommt, die ausreichend vorbereitet wurde, da dies für die Abwicklung erforderlich ist. Zweitens können auch die Adoptiveltern darauf vertrauen, dass alles legal abgelaufen ist. Und letztendlich wird auch die Arbeit der Behörden erleichtert, die derzeit mit der zersplitterten Gesetzeslage kämpfen.“ Einzig die Menschenhändler hätten es schwerer, Adoptionen für kriminelle Zwecke auszunützen.

Besonders hoch ist die Gefahr für illegale Adoptionen in Katastrophengebieten, da Kinder dort häufig durch äußere Umstände von der Familie getrennt werden. Ähnlich wie zuvor schon bei der Tsunami-Katastrophe in Asien wurde daher heuer auch in Haiti nach dem verheerenden Erdbeben ein internationaler Adoptionsstopp festgesetzt (pressetext berichtete). Zudem werden haitianische Kinder mit ihrer DNA registriert (pressetext berichtete). Haiti hat das Den Haager Abkommen bisher noch nicht unterzeichnet.

Quelle: Meldung von Pressetext Austria vom 15.04.10

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TV-Tipp: „Haitis Kinder“ am 11.04.

Posted on April 8, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, International, Kinderschutz, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Am Sonntag, den 11.04. um 13.15 Uhr zeigt ARD-exclusiv die SWR-Dokumentation „Haitis Kinder“ von Lourdes Picareta.

Haitis Kinder sind in Gefahr: Nachdem die Erdbebenkatastrophe auch noch das dürftige Hab und Gut der Armen im ärmsten Land Lateinamerikas zerstört hat, geben Mütter und Väter reihenweise ihre Kinder an Fremde weg, freiwillig. Sie sind vollkommen verzweifelt. Dem SWR-Team ist es gelungen, mit einer versteckten Kamera eine junge Mutter, 28 Jahre, nach dem Warum zu fragen. Sie hat alle ihre vier Kinder amerikanischen Missionaren überlassen, sogar ihr drei Monate altes Baby. Unter Tränen sagt sie: „Weil es hier überall nach Leichen stinkt, die sich zersetzen. Der Pastor hat mir gesagt, das ist besonders für die Kleinen sehr gefährlich. Es könnten Epidemien ausbrechen und die Kleinen müssten schnellstens weg.“

In einem Vorort von Port-au-Prince, in dem Dorf Calebasse, gab es sogar eine Kollektivübergabe von Kindern an diese Missionare der Baptistischen Kirche. Haitianische Pastoren waren in diesem Fall die Vermittler. Vermutet wird ein verdeckter Kinderhandel, mit dem Ziel, die Kinder adoptionswilligen Eltern in den USA zu übergeben. Die amerikanischen Missionare wurden festgenommen bei dem Versuch, 33 Kinder ohne Papiere über die Grenze in die Dominikanische Republik zu bringen. Sie hatten die Eltern getäuscht und behauptet, sie würden die Kinder in ein Heim bringen, wo sie die Schule besuchen könnten. Bei der Polizei gaben sie an, die Kinder seien Waisen. Der vereitelte Kindertransport außer Landes ist kein Einzelfall, vermuten Kinderhilfsorganisationen. Auf Haiti hat es schon vor dem Erdbeben eine Grauzone zwischen Kinderhandel und Adoption gegeben. In dem jetzigen Chaos ist die Lage der Kinder aber noch gefährlicher.

Der Film „Haitis Kinder“ versucht, in den Fall der Missionare Licht zu bringen und der Rolle der Pastoren nachzugehen. Das Beispiel dreier weiterer Kinder von Port-au-Prince, die tatsächlich durch das Erdbeben zu Waisen wurden, zeigt, wie sehr sich ihre Verwandten wünschen, sie wegzugeben. Wie sehr sie sich selbst wegwünschen aus dem Land. Im Chaos, das immer noch auf Haiti herrscht, haben Menschenhändler leichtes Spiel. Die elfjährige Natacha, Sklavenkind ihrer Tante, die zwölfjährige Leila, die in den Trümmern nach ihrer Mutter sucht – und die 14-jährige Daneschka, die auf der Straße lebt, zeigen die verzweifelte Lage der Kinder von Haiti.

Quelle: DasErste.de

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Hamburger Babyklappenstreit: Das lukrative Geschäft mit den Kindern

Posted on Juli 26, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Hamburg, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Der Hamburger Verein SterniPark steht in der Kritik: Die Sozialbehörde bemängelt, über den Verbleib von Findelkindern nicht ausreichend informiert zu werden. Ex-Vorstände der Organisation werfen den Verantwortlichen eine Selbstbedienungsmentalität vor…..

zum Artikel von Andreas Ulrich in Spiegel online vom 24.07.09

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Rumänisches Pflegekind: Kastner sieht keine Chance, die Rückführung zu verhindern

Posted on Juni 23, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, International, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

„Ich halte die ganze Geschichte für sehr schlimm.“ Susanne Kastner, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, sieht keine Möglichkeit, die Rückführung eines im Landkreis Bad Kissingen lebenden rumänischen Pflegekindes in sein Geburtsland zu verhindern. Wie Kastner auf Anfrage der Main-Post bestätigte, habe sie sich Anfang Juni persönlich und vor Ort bei der Kinderschutzkommission in Temesvar für das Verbleiben des Mädchens in Deutschland eingesetzt.

Das Schicksal des knapp dreijährigen Mädchens beschäftigt seit Monaten deutsche und rumänische Behörden. Im Dezember 2006 war das Kind durch die Vermittlung einer Deutsch-Rumänin auf rechtlich höchst umstrittenem Weg zu einer Pflegefamilie in den Landkreis Bad Kissingen gekommen. Diese wollte das Kind nach einer Pflegefrist adoptieren, was aber nach rumänischer Gesetzeslage nicht möglich ist. „Nach Auskunft der rumänischen Behörden will die leibliche Mutter jetzt, dass das Kind zurückkommt“, so Kastner.

Bereits am 2. Juni hätte das Kind nach Rumänien zurückgeführt werden sollen, sagte Kastner. „Bei unseren Gesprächen wurde mir dann aber noch einmal ein Aufschub zugesagt.“ Einen dauerhaften Pflegestatus des Kindes in Deutschland lehnten die rumänischen Behörden aber kategorisch ab, so Kastner. Dies werde neben dem Wunsch der leiblichen Mutter auch mit der eindeutigen rechtlichen Lage in dem EU–Land begründet.

Kastners Informationen nach gibt es Pläne, „das Kind mit einem Konsulatsmitarbeiter und einer Deutsch sprechenden Psychologin abzuholen und einer Deutsch sprechenden Pflegefamilie in Rumänien zuzuführen“. Sollte es dazu kommen, „werde ich persönlich immer wieder die Lebensumstände des Mädchens erfragen“, versicherte Kastner im Telefonat mit dieser Zeitung.

Wie berichtet, kam das Kind als Baby nach Deutschland. An seine leiblichen Eltern erinnert es sich nicht und es spricht auch kein Wort Rumänisch. Das Mädchen stammt aus ärmlichen Verhältnissen und war zum Zeitpunkt der Vermittlung das jüngste von neun Kindern.

Es ist nach Auffassung der deutschen Behörden vorbildlich in seine Pflegefamilie integriert. Eine Rechtsanwältin aus Fulda, die die Pflegefamilie juristisch vertritt, ist vor diesem Hintergrund überzeugt, „dass das Kind schwere psychische Schäden erleiden wird, wenn es aus dieser Familie herausgeholt wird“.

„Der leibliche Vater hat das Baby damals ja mit nach Deutschland begleitet und war sogar noch einige Tage bei uns zu Gast.“

Eine Rückführungsmaßnahme könne nach Ansicht der Juristin „wenn überhaupt, nur dann erfolgreich sein, wenn die Pflegefamilie intensiv involviert wird“. Die Pflegemutter hatte sich wiederholt auch gegenüber dieser Zeitung beklagt, dass die rumänischen Behörden keinerlei persönlichen Kontakt mit ihr aufnähmen.

Kastner äußerte die Befürchtung, dass ein Artikel des rumänischen Journalisten Mircea Opris, der für die in Bukarest erscheinende große Tageszeitung Jurnalul National im Landkreis Bad Kissingen und in der Pflegefamilie recherchierte, die Situation zugespitzt haben könnte. „Die Behörden sind jetzt hellwach in dieser Sache.“

Bei der Pflegemutter wachsen Verzweiflung und Fassungslosigkeit. „Der Journalist hat doch persönlich gesehen, wie gut es dem Mädchen hier geht.“ Sie habe auch die leiblichen Eltern durch Fotos und Briefe immer wieder über das Mädchen informiert. „Der leibliche Vater hat das Baby damals ja mit nach Deutschland begleitet und war sogar noch einige Tage bei uns zu Gast“, berichtet die Pflegemutter.

„Der Staat Rumänien hat vor der Verschärfung seines Adoptionsgesetzes enorm schlechte Erfahrung mit Kinderhandel gemacht“, gibt Bundestagsvizepräsidentin Susanne Kastner zu bedenken. Dies sei sicher ein Grund für die strikt harte Haltung der Behörden in diesem Fall, vermutet die Politikerin, die sich regelmäßig humanitär in dem EU–Land engagiert.

Quelle: Artikel in Mainpost vom 18.06.09

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Artikel: „Von Kinderhändlern vermittelt – Was wird aus diesem Mädchen?“

Posted on Februar 6, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Mainpost beschäftigt sich am 04.02.09 in dem Artikel: „Von Kinderhändlern vermittelt – Was wird aus diesem Mädchen?“ mit dem ungewissen weiteren Schicksal des 2-Jährigen rumänischen Mädchens im Landkreis Bad Kissingen.

Wir berichteten am 30.01.09:
Rechtswidrig ein Baby vermittelt – Urteil wegen versuchten Kinderhandels

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Rechtswidrig ein Baby vermittelt – Urteil wegen versuchten Kinderhandels

Posted on Januar 30, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, International, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Das Amtsgericht Bad Kissingen verurteilte zwei Frauen, denen zur Last gelegt worden war, im Dezember 2006 ein damals drei Monate altes Mädchen aus Rumänien ohne rechtliche Grundlage zur Adoption an eine Familie aus dem Landkreis Bad Kissingen vermittelt zu haben. Adoptionen aus dem EU-Land Rumänien sind jedoch nur an Verwandte möglich.

Unabhängig von dem noch nicht rechtskräftigen Urteil ist die Zukunft des heute zweijährigen Mädchens ungeklärt. Eine notariell beglaubigte Erklärung der leiblichen Eltern sichert dem Kind noch bis Mitte nächsten Jahres die Pflegschaft bei der Familie aus dem Landkreis Bad Kissingen. Diese kämpft aber für das dauerhafte Bleiben des Mädchens in Deutschland.

Quelle: Artikel aus Mainpost vom 30.01.09

siehe auch unsere Meldung vom 10.01.09

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Artikel: Kinderhandel? Ungewisses Schicksal für kleines Mädchen

Posted on Januar 10, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Derzeit findet im Landkreis Bad Kissingen ein Prozess zu einem Fall rechtswidriger Vermittlung eines Kindes aus Osteuropa statt. Es wird auch geklärt, ob bei der Vermittlung des kleinen Mädchens in eine Adoptiv- bzw. Pflegefamilie der Tatbestand des Kinderhandels vorliegt.

Artikel aus Mainpost vom 09.01.09

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Ausdehnung der Strafbarkeit bei der Vermittlung der Adoption Minderjähriger

Posted on Januar 10, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Kinderschutz, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Das Bayerische Landesjugendamt verkündet in seinem aktuellen Mitteilungsblatt:

Ausdehnung der Strafbarkeit bei der Vermittlung der Adoption Minderjähriger
Mit dem „Gesetz zur Umsetzung des Rahmenbeschlusses des Rats der Europäischen Union zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern und der Kinderpornografie“, das am 05.11.2008 in Kraft getreten ist, soll zukünftig auch die Strafbarkeit von Personen, die eine Adoption Minderjähriger vermitteln, ausgedehnt werden.
Deshalb wurde § 236 Abs. 2 Satz 1 StGB (Kinderhandel) ergänzt: Bisher machte sich ein Vermittler dann strafbar, wenn er/sie unbefugt (also ohne Zulassung) gegen Entgelt oder in Bereicherungsabsicht bei einer Minderjährigenadoption tätig wurde. Nunmehr wird die Strafbarkeit von Personen, die eine Adoption Minderjähriger vermitteln, ausgedehnt. Strafbarkeit ist künftig auch dann gegeben, wenn er/sie den Eltern oder dem Vormund ein Entgelt gewährt, damit diese die Einwilligung in die Adoption erteilen.

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