Hessische Justizministerin Eva Kühne-Hörmann fordert Situation von Pflegekindern und Pflegeeltern zu verbessern

Posted on August 16, 2017. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Eva Kühne-Hörmann: „Dauerhafter Verbleib in Pflegefamilie muss möglich sein“
Wiesbaden: – „Es ist bedauerlich, dass wir in den letzten Jahren bei der Reform des Pflegekinderwesens keinen Schritt weiter gekommen sind. Über 70.000 Kinder leben in Deutschland in Pflegefamilien. Das kann unterschiedliche Gründe haben. Oftmals sind die leiblichen Eltern aufgrund von Sucht und anderen Problemen nicht in der Lage, sich um ihre Kinder zu kümmern. Nicht selten leben die Kinder daher in prekären und unwürdigen Verhältnissen. Die Jugendämter können in solchen Fällen die Unterbringung in Pflegefamilien anordnen“, so Kühne-Hörmann.

„Hessen hat sich schon längere Zeit für eine Reform des Pflegekinderwesens eingesetzt. Diese Reform sieht vor, dass Familiengerichte die Möglichkeit erhalten, den ‚dauerhaften Verbleib‘ des Pflegekindes in der Pflegefamilie anzuordnen, wenn eine Verbesserung der Erziehungsverhältnisse in der Herkunftsfamilie trotz Beratung und Unterstützung der Eltern innerhalb eines im Hinblick auf die Entwicklung des Pflegekindes vertretbaren Zeitraums nicht erreicht wurde und auch künftig nicht zu erwarten ist. Mit der Möglichkeit des dauerhaften Verbleibes des Pflegekindes in der Pflegefamilie könnten wir vielen Kindern ein Gefühl derDazugehörigkeit und Sicherheit geben. Denn oft fühlen sich Pflegekinder aufgrund ihrer besonderen Rechtsstellung nicht als vollwertige Familienmitglieder“, so Eva Kühne-Hörmann.

„Es ist schon merkwürdig, dass in den letzten Monaten immer wieder Initiativen zur Einführung von Kinderrechten in das Grundgesetz debattiert wurden. Wenn es aber darum geht konkrete Maßnahmen zum Wohle des Kindes umzusetzen, kommen wir faktisch seit 2009 und trotz zahlreicher Beschlüsse von Fachministerkonferenzen nicht voran“, so Kühne-Hörmann, die ankündigte, sich weiter für eine Reform des Pflegekinderwesens einzusetzen.

Quelle: Hessisches Ministerium der Justiz vom 04.08.2017

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PFAD: Umsonst gehofft – Pflegekindern bleibt Stabilität in der Pflegefamilie verwehrt

Posted on Juni 30, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Der PFAD Bundesverband kritisiert, dass die Verbesserungen für Kinder und Jugendliche, die in Pflegefamilien aufwachsen, am Veto der CDU/CSU gescheitert sind. Der Heim- und Pflegekinder betreffende Part ist fast vollständig aus dem Entwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) auf Wunsch der Union herausgenommen worden, obwohl die Expertinnen und Experten der Jugendhilfe im Vorfeld gerade die vorgesehenen Reformen für die Pflegekinderhilfe auf breiter Ebene befürworteten.

Kontinuität und Stabilität bleiben nun weiterhin vielen Pflegekindern verwehrt. Als „Zaungast“ dürfen sie zwar intaktes, fürsorgliches Familienleben in der Pflegefamilie kennenlernen, doch ihre Perspektive soll offen bleiben. Auch nach Jahren sollen Eltern ihre Kinder – auch gegen ihren Willen – aus dem neuen Zuhause herausreißen dürfen mit der oftmals vagen Option, ob ihnen die fürsorgliche Elternschaft und ein erneutes Zusammenwachsen überhaupt gelingen.

Dass eine baldige Rückführung in ein wieder sicheres und förderliches Umfeld das erklärte Ziel von Fremdunterbringungen sein muss, ist unstrittig. Doch Rückführung um jeden Preis ist kein Qualitätsmerkmal der Pflegekinderhilfe! In manchen Fällen ist es leider nicht möglich, Eltern trotz vieler Hilfsangebote durch die Jugendhilfe zu befähigen, ihre elterlichen Aufgaben gut genug zu erfüllen. Manche dieser Eltern fordern trotzdem wiederholt die Herausgabe ihres Kindes und sorgen so dafür, dass die betroffenen Kinder nicht zur Ruhe kommen können. Für diese Fälle sollte das Gesetz die Möglichkeit eröffnen, dass das Familiengericht den Verbleib des Kindes in der Pflegefamilie anordnen kann.

Ca. 57.000 Pflegefamilien in Deutschland setzen sich für Kinder und Jugendliche ein. Trösten sie in den ersten Wochen und Monaten ohne ihre Mutter und/oder ihren Vater. Sie erleichtern ihnen das Eingewöhnen in die fremde Familie. Schutz, Geborgenheit und Verlässlichkeit in die Pflegefamilie lassen das Kind wieder Vertrauen fassen. Es kann neue Beziehungen aufbauen und mit Unterstützung seiner Pflegeeltern und der Fachkräfte auch weiterhin Kontakte zu seiner leiblichen Familie pflegen.

Das KJSG sah erstmals einen Rechtsanspruch der leiblichen Eltern auf Beratung und Begleitung vor, welchen vor allem die Pflegefamilienverbände einfordern. Denn bis jetzt werden die Eltern in der Regel alleine gelassen, sobald ihr Kind untergebracht ist. Sie benötigen jedoch gerade dann intensive Hilfen, wenn eine Rückführung so bald als möglich stattfinden soll. Gibt es jedoch keine Perspektive für eine Rückführung, so benötigen sie Begleitung, um eine neue positive Rolle im Leben ihres fremduntergebrachten Kindes zu finden und mit der Pflegefamilie konstruktiv zusammenarbeiten zu können.

Die Reform des Pflegekinderwesens war der ehemaligen SPD-Familienministerin Manuela Schwesig ein wichtiges Anliegen. Sie hat begriffen, wie schwer es für Kinder ist, mit einer unklaren Perspektive zwischen zwei Familien aufzuwachsen. Doch die CDU/CSU ist strikt gegen die rechtlichen Verbesserungen und vermutet die Rechte der Herkunftseltern in Gefahr.
Sind ihre Einwände nur von Unkenntnis der Situation von Pflegekindern geprägt oder doch schon zu einem Positionierungs-Faktor im Wahlkampf geworden? Wenigstens wenn es um die Schwächsten im Lande geht, sollten Rivalitäten und Profilierung der Parteien außen vor bleiben.

Die beschlossene Fassung des KJSG im Bereich der Pflegekinderhilfe ist nur eine Absichtserklärung, die kostenarm und sicher wenig wirksam sein wird. Damit können wir nicht zufrieden sein. In der kommenden Legislaturperiode muss das Thema umgehend wieder aufgenommen werden. Ein gesetzlicher Anspruch auf Beratung für leibliche Eltern als Basis für die Kontinuitätssicherung von Kindern sowie die Ausgestaltung der Hilfen für behinderte Pflegekinder gehören zwingend in den nächsten Entwurf für eine inklusive Jugendhilfe.

PFAD wird nicht Nachlassen und sich weiterhin für rechtliche Verbesserungen für Pflegekinder und ihre Familien einsetzen.

Quelle: Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes vom 30.06.2017 (pdf)

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Kinderkrankenhäuser begrüßen KJSG-Entwurf

Posted on April 20, 2017. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Die Gesellschaft der Kinderkrankenhäuser und Kinderabteilungen in Deutschland e.V. (GKinD) begrüßt die im Gesetzentwurf des Bundeskabinetts zum Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG) enthaltenen zahlreichen Verbesserungen zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen, die sich im Achten Buch des Sozialgesetzbuchs, aber auch im Bürgerlichen Gesetzbuch und im Jugendgerichtsgesetz niederschlagen werden.

Ausschnitt der Pressemitteilung vom 18.04.2017:

Die Rechte und die Sicherheit für Pflegekinder werden gestärkt, u.a. durch verbesserte Beratung und Unterstützung von Herkunftseltern und Pflegeeltern. Zudem erhalten die Familiengerichte die Möglichkeit, den dauerhaften Verbleib des Pflegekindes in der Pflegefamilie anzuordnen, wenn eine Verbesserung der Erziehungsverhältnisse in der Herkunftsfamilie trotz Beratung und Unterstützung der Eltern innerhalb eines im Hinblick auf die Entwicklung des Pflegekindes vertretbaren Zeitraums nicht erreicht wurde und auch künftig nicht zu erwarten ist und der Verbleib des Pflegekindes in der Pflegefamilie zum Wohl des Kindes erforderlich ist. Künftig soll sich die Klärung und Berücksichtigung der Lebensperspektive für Pflegekinder am kindlichen Zeitempfinden orientieren und ist als Kriterium vom Träger der öffentlichen Jugendhilfe als auch in Verfahren und bei Ent-scheidungen der Familiengerichte zu berücksichtigen.

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Brief an Abgeordnete: „KJSG – Akzeptanz der BGB-Änderung“

Posted on April 10, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Am Mittwoch soll der Referentenentwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) ins Bundeskabinett eingebracht werden.

Der PFAD Bundesverband, die AGENDAPflegefamilien sowie der Bundesverband behinderter Pflegekinder wenden sich deshalb noch einmal direkt an die Regierungsmitglieder und weitere Bundestagsabgeordnete mit der Bitte, die Rechte von Pflegekindern auf den Schutz eines stabilen kontinuierlichen Lebensortes auch im BGB zu verankern.

Brief „KJSG – Akzeptanz der BGB-Änderung“ vom 10.04.2017

Am 22.03.2017 hatten sie bereits ihre Stellungnahme zum Referentenentwurf abgegeben (wir berichteten).

 

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Kontroverse zwischen SPD und CDU um Kontinuitätssicherung von Pflegekindern

Posted on April 8, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Am 02.04.2017 äußerte sich der familienpolitische Sprecher der Union im Bundestag, Marcus Weinberger (CDU),  im Artikel „Das gibt´s ja noch die andere Mama“ in der Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (nicht online verfügber) kritisch zu denjenigen Teilen des Entwurfs eines „Gesetzes zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen, der die Kontinuitätssicherung von Pflegekindern umfasst.

Die Stuttgarter Nachrichten stellen dem – im Artikel „Schwesig will mehr Sicherheit für Pflegekinder“ vom 06.04.2017 – die Position von Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig (SPD) gegenüber.

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Dokumentation „Perspektivenklärung für das Pflegekind – Verbleib in der Pflegefamilie oder Rückführung in die Herkunftsfamilie“

Posted on März 31, 2017. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der PFAD FÜR KINDER Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V. legt mit seiner DOK 33: „Perspektivenklärung für das Pflegekind – Verbleib in der Pflegefamilie oder Rückführung in die Herkunftsfamilie“ eine Zusammenfassung seiner Fachtagung 2015 vor.

Laut § 33 Abs. 2 SGB VIII soll die Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes oder Jugendlichen und seinen persönlichen Bindungen sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie Kindern und Jugendlichen in einer anderen Familie eine zeitlich befristete Erziehungshilfe oder eine auf Dauer angelegte Lebensform bieten. In diesem Zusammenhang ist von „kindlichem Zeitempfinden“ die Rede, das je nach Alter variiert und bei Entscheidungen berücksichtigt werden soll.

„Nach meiner Erfahrung ist es wichtig, von Anfang an eine größtmögliche Klarheit darüber herzustellen, ob das Kind langfristig in seiner Pflegefamilie bleiben oder ob und unter welchen Voraussetzungen es zurück in seine Herkunftsfamilie geführt wird“, so die Aussage einer Pflegefamilienberaterin. In dieser Klärungsphase sind vor allem die Kinder ganz besonderen Belastungen und Verunsicherungen ausgesetzt, die sie ohne angemessene Hilfe nicht bewältigen können. Welche Rolle, welche Aufgaben haben die Pflegeeltern in dieser Zeit und wie können sie das Pflegekind bestmöglich begleiten und unterstützen?

Aus dem Inhalt:

  • Fachvortrag: „Herausnahme und Rückführung des Kindes – Grundrechte im Spannungsverhältnis“,
    Ref.: Armin Abendschein, Richter am Amtsgericht Ansbach
  • Fachvortrag: „Zwischen Bindung und Trennung – die Kindesherausnahme aus psychologischer Sicht“,
    Ref.: Irmgard Bräutigam, Dipl. Psych., öffentlich bestellte und beeidigte Sachverständige für forensische Psychologie, Nürnberg
  • Bericht Arbeitskreis 1: „Herausnahme und Rückführung eines Kindes in den ersten drei Lebensjahren und Auswirkungen auf seine Bindungsentwicklung und Bindungsfähigkeit
  • Bericht Arbeitskreis 2: Rolle und Aufgabe der Pflegeeltern bei der Klärung der Perspektive des Pflegekindes (Verbleib oder Rückkehr)
  • Bericht Arbeitskreis 3: „Aspekte der Arbeit mit Herkunftseltern bei der Klärung der Perspektive des Pflegekindes (Verbleib oder Rückkehr)

Die Dokumentation umfasst 60 Seiten und kostet € 8,00 zzgl. Versand.

zum Bestellschein

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„Wissenschaftliche Erkenntnisse und fachliche Konzepte für eine kontinuitätssichernde Hilfeplanung für Pflegekinder“ am 25.03. in Trier

Posted on Februar 11, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoAm 25.03..2017 veranstaltet die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Trier das Seminar „Wissenschaftliche Erkenntnisse und fachliche Konzepte für eine kontinuitätssichernde Hilfeplanung für Pflegekinder“.

Anhand der internationalen Pflegekinderforschung zeigt Dr. Mériem Diouani-Streek sozialpädagogische Methoden der Perspektivplanung zur Entscheidung über Rückführung oder Verbleib auf. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die frühzeitige Erarbeitung einer auf Dauer angelegten Lebensform außerhalb der Ursprungsfamilie gelegt.

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Empfehlungen der AGJ zum Reformprozess SGB VIII

Posted on März 9, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , , |

Die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ verfolgt die derzeitigen bundespolitischen Diskussionen über eine umfassende Novellierung des SGB VIII.

Hervorgehobene Themen sind:

  • Kinderrechte
  • Weiterentwicklung der Hilfeplanung und Stärkung der Beteiligungsrechte,
  • die Große bzw. Inklusive Lösung,
  • die Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung,
  • Änderungen bei der Betriebserlaubnis/Heimaufsicht,
  • die Absicherung der Rechte von Pflegekindern in Dauerpflegeverhältnissen sowie
  • Änderungen angestoßen durch die Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes.

Die AGJ hat sich zu den diversen Einzelthemen/-fragen intensiv ausgetauscht und ist über das AGJ-GESPRÄCH ‚Wie soll das gehen? Zentrale Herausforderungen bei der Umsetzung der „Größen Lösung“‘ auch in den Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern der Behindertenhilfe getreten.

In den vorliegenden Empfehlungen werden Forderungen und Vorschläge aus diesem Diskurs gebündelt, mit denen sich die AGJ in dem laufenden Reformprozess SGB VIII positioniert.

zur ausführlichen Stellungnahme der AGJ vom 25.02.2016

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Wissenschaftliche Erkenntnisse und fachliche Konzepte für eine kontinuitätssichernde Hilfeplanung für Pflegekinder“ am 19.03. in Tauberbischofsheim

Posted on Februar 1, 2016. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Wissenschaftliche Erkenntnisse und fachliche Konzepte für eine kontinuitätssichernde Hilfeplanung für Pflegekinder“ vermittelt Prof. Dr. Mériem Diouani-Streek in einem Seminar am  19.03. in Tauberbischofsheim.

Anhand der internationalen Pflegekinderforschung werden sozialpädagogische Methoden der Perspektivplanung zur Entscheidung über Rückführung oder Verbleib aufgezeigt. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die frühzeitige Erarbeitung einer auf Dauer angelegten Lebensform außerhalb der Ursprungsfamilie gelegt.

Veranstalter ist die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit der Erziehungsberatungsstelle des Caritasverbandes im Tauberkreis e.V. und dem Jugendamt des Main-Tauber-Kreises.

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„Kindesrecht vs. Elternrecht: Rechtsprechung und Reformbedarf im Pflegekindschaftsrecht“ am 07.03. in Menden

Posted on Januar 28, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 07.03. findet in Menden das Seminar „Kindesrecht vs. Elternrecht: Rechtsprechung und Reformbedarf im Pflegekindschaftsrecht“ der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit der Stadt Menden statt.

Anhand rechtlicher Grundlagen, aktueller deutscher Rechtsprechung und im Kontext zu den aus den USA stammenden Konzept „Permanency Planning“ wird die Bedeutung von jugendamtlichem Handeln, familiengerichtlichen Entscheidungen von Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo erörtert und mit dem Teilnehmerkreis diskutiert.

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„Rechtliche Grundlagen für eine kontinuitätssichernde Hilfeplanung für Pflegekinder“ am 28.11. in Tauberbischofsheim

Posted on Oktober 13, 2015. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 28.11. wird Prof. Dr. Ludwig Salgo in Tauberbischofsheim zu den „Rechtlichen Grundlagen für eine kontinuitätssichernde Hilfeplanung für Pflegekinder“ sprechen. Ausgerichtet wird das Seminar von der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit der Erziehungsberatungsstelle des Caritasverbandes im Tauberkreis e.V. und dem Landratsamt Main-Tauber-Kreis, Jugendamt, Sachgebiet Pflegekinder- und Adoptionsdienst.

Das Seminar beschreibt die rechtlichen Grundlagen kontinuitätssichernden Hilfeplanungen für Pflegekinder und diskutiert aktuell Möglichkeiten und strukturelle Voraussetzungen ihrer Umsetzung. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die frühzeitige Erarbeitung einer auf Dauer angelegten Lebensform außerhalb der Ursprungsfamilie gelegt. Das Seminar wird im Frühjahr 2016 mit der Sicht auf die internationale Pflegekinderforschung und sozialpädagogische Methoden fortgesetzt.

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Buch-Tipp: „Kontinuität im Kinderschutz – Perspektivplanung für Pflegekinder“

Posted on September 23, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Juni 2015 erschien im Verlag des Deutschen Vereins „Kontinuität im Kinderschutz – Perspektivplanung für Pflegekinder“ von Mériem Diouani-Streek.

Aktuelle Forschungsbefunde zeigen Pflegekinder als Hochrisikogruppe für Entwicklungsbeeinträchtigungen. Die Studie analysiert konzeptionelle und rechtliche Grundlagen sowie methodische und strukturelle Problemfelder einer kontinuitätssichernden Perspektivplanung für Pflegekinder und bereitet diesbezügliche Reformen in den USA auf. Ihre Ergebnisse bieten wichtige Impulse für eine auf Stabilität und Kontinuität ausgerichtete Kindesunterbringung sowie für den Reformdiskurs zum Pflegekinderrecht.

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Spiegel: Justizminister bremst Familienministerin aus

Posted on August 14, 2015. Filed under: Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Im Spiegel 34/2015 erschien der Artikel „Eltern gegen Eltern“, in dem von der Initiative der Bundesfamilienministerin, die Rechte von Pflegekindern und ihrer Pflegeeltern zu stärken, berichtet wird. Die Vorschläge von Manuela Schwesig, die Kinderrechte ins Grundgesetz aufzunehmen und das BGB im Sinne einer Kontinuitätssicherung langjähriger Pflegeverhältnisse abzuändern, wurden jedoch von Bundesjustizminister Heiko Maas ausgebremst.

Unter den zu Wort kommenden ExpertInnen, die die Pläne von Schwesig unterstützen, befindet sich auch Angela Rupp, die stellvertretende Vorsitzende des PFAD Bundesverbandes.

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PFAD-Fachinfo zum Bundeskinderschutzgesetz: Evaluation – Fragen zur Pflegekinderhilfe

Posted on Juli 23, 2015. Filed under: Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend findet am 13.08. ein erneutes Gespräch zur Evaluation des Bundeskinderschutzgesetz statt. Dazu läd das Referat „Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe“ den PFAD Bundesverband e.V. als einen der Fachverbände der Kinder-, Jugend- und Familienverbände ein. PFAD positioniert sich erneut für die Sicherung der Kontinuität der Lebensbedingungen von Pflegekindern:

Bundeskinderschutzgesetz: Evaluation – Fragen zur Pflegekinderhilfe

Für die Verbände der Pflege- und Adoptivfamilien ist die Sicherung der Kontinuität der Lebensbedingungen von Pflegekindern als ein Thema des Kinderschutzes zu begreifen.

Mit den Veränderungen in den §§ 37 und 86c sowie der Anwendung des Wunsch und Wahlrechtes auf den Beratungsanspruch von Pflegeeltern die Weichen in die richtige Richtung gestellt wurden. Doch alte eingefahrene Wege erweisen sich als sehr stabil.

Entsprechend der geltenden Zuständigkeitsregelung zu Kindern, die dauerhaft in neuen Familien leben, liegt die „Fallzuständigkeit und Fallverantwortung“ beim kommunalen Fachdienst am Lebensort der Pflegefamilie. Das Gesetz schreibt nicht vor, dass dies ein Pflegekinderdienst ist. Die Einbindung der Pflegekinderdienste, die das Pflegekind und seine Lebensgeschichte kennen sollten, bleibt nach wie vor ein offenes und problematisches Thema.

Die vorrangige Leistungsverpflichtung der Jugendhilfe am Lebensort des Kindes muss gestärkt werden, um zu verhindern, dass über die Klärung der „Zuständigkeit“ Pflegefamilien solange hingehalten werden, bis ihnen die Luft ausgeht oder sie aufgeben. Insbesondere im Bereich der Verwandtenpflege sowie auch zwischen Jugendhilfe und Behindertenhilfe lässt sich dies häufig beobachten.

Die Jugendhilfe ist eine kommunale Aufgabe, so bleibt die unterschiedliche Finanzkraft der Kommunen das Hauptproblem. Auf der Ebene der einzelnen Länder wie auch auf Bundesebene besteht Handlungsbedarf zur besseren Verteilung der Kosten. Im Bereich der Kindertagespflege war es möglich, dass der Bund sich an Kosten beteiligt. Es sind aktuell Ideen gefragt, den Kommunen gute Arbeit in der Jugendhilfe finanziell zu ermöglichen.

Die extreme Heterogenität des Leistungsprofils zwischen den Bundesländern und auch zwischen den Kommunen der einzelnen Länder lässt daran zweifeln, ob die Mindestmaßstäbe eines Bundesgesetzes wirklich noch gelten.

Fachlich gute Arbeit in der Jugendhilfe braucht personelle und strukturelle Rahmenbedingungen. Sozialpädagogische Fachkräfte können nicht unbegrenzt Fälle übernehmen. Die verpflichtende Einführung einer Fallobergrenze für die sozialpädagogischen Fachkräfte ist überfällig (im Vormundschaftsbereich war es auch möglich)!

→ zur pdf-Version der Fachinfo

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PFAD Fachzeitschrift 02/2015: „Geschlechterrollen in Pflege- und Adoptivfamilien“

Posted on Mai 14, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Geschlechterrollen in Pflege- und Adoptivfamilien“ sind Hauptthema der Ausgabe 02/2015 der PFAD Fachzeitschrift für die Pflege- und Adoptivkinderhilfe.

Darüber hinaus bietet das Heft wieder Informationen zu aktuellen Entwicklungen, Neuigkeiten aus der Arbeit des PFAD Verbandes, Rezensionen und Leseranfragen.

Einige Inhalte:

  • Annelinde Eggert-Schmid-Noerr: Geschlechterdifferentes Erleben und Verhalten bei Pflegekindern
  • Peter Kühn: Geschlechtsspezifische Aspekte bei der biografischen Aneignung der Adoptionsgeschichte
  • Kerstin Bronner: Mädchen rosa, Jungen hellblau – Mädchen werden Einzelhandelskauffrau, Jungen Baggerfahrer?
  • Carmen Thiele: Geschlechtsbezogene Sichtweisen in der Pflegekinderhilfe
  • Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien – PFAD unterstützt die Positionen seiner Kooperationspartner
  • Bundeskinderschutzgesetz: Kontinuitätssicherung in der Pflegekinderhilfe: Möglich, aber noch nicht ausreichend umgesetzt
  • Vormundschaft für Pflegekinder – Erfordernisse aus der Sicht der Pflegefamilienverbände
  • 16. Jahrestagung der BAG ADOPTION und INPFLEGE
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Runder Tisch der Pflege- und Adoptivfamilienverbände erarbeitet Positionspapier zur Kontinuitätssicherung für Pflegekinder

Posted on November 5, 2014. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Der Runde Tisch der Pflege- und Adoptivfamilienverbände arbeitet auch nach dem Kinder- und Jugendhilfetag weiter (wir berichteten).

Angeregt durch die Vorschläge der Bundesfamilienministerin und die aktuelle Diskussion zur Verbesserung der Rechtslage für Kinder, die schon lange in Pflegefamilien leben, hat der Runde Tisch ein Positionspapier zur Kontinuitätssicherung für Pflegekinder erarbeitet.

Quelle: PFAD Bundesverband vom 05.11.2014

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„Rechtliche Grundlagen und fachliche Konzepte kontinuitätssichernder Hilfeplanung für Pflegekinder“ am 15.11. in Bremen

Posted on Oktober 4, 2014. Filed under: Bremen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Über „Rechtliche Grundlagen und fachliche Konzepte kontinuitätssichernder Hilfeplanung für Pflegekinder“ referieren Mériem Diouani-Streek und Prof. Dr. Ludwig Salgo am 15.11. in Bremen. Veranstalter sind die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes und PIVKE Verden e.V. Während des Seminars wird eine Kinderbetreuung angeboten.

Das Seminar führt in rechtliche Grundlagen kontinuitätssichernder Hilfeplanung für Pflegekinder ein und diskutiert aktuelle Möglichkeiten und strukturelle Voraussetzungen ihrer Umsetzung. Anhand der internationalen Pflegekinderforschung werden sozialpädagogische Methoden der Perspektivplanung zur Entscheidung über Rückführung oder Verbleib aufgezeigt. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die frühzeitige Erarbeitung einer auf Dauer angelegten Lebensform außerhalb der Ursprungsfamilie gelegt.

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Spiegel berichtet über Schwesigs Pläne zur Kontinuitätssicherung in Pflegefamilien

Posted on August 18, 2014. Filed under: Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Der Spiegel verkündete im Artikel „Familienbande“ in Ausgabe 33/2014, dass Familienministerin Manuela Schwesig (SPD) beabsichtigt durch eine Gesetzesänderung die Rechte von Pflegekinder auf Kontinuität zu stärken: „Wirkt eine Rückkehr in die Herkunftsfamilie nicht mehr als Heimkehr, sondern als Trennung einer nunmehr zu den Pflegeeltern hergestellten Eltern-Kind-Bindung, dann müssen wir diese Bindung schützen.

Damit greift die Ministerin eine wichtige Forderung des PFAD Bundesverbandes e.V. auf, langjährige Pflegeverhältnisse auch durch entsprechende Vorschriften im Bürgerlichen Gesetzbuch abzusichern. Interviews mit der stellvertretenden PFAD Vorsitzenden Angela Rupp, Dr. Johannes Rupp sowie der PFAD Fachreferentin Dr. Carmen Thiele flossen in den Beitrag mit ein.

Die Jugend- und Familienminister der Länder werden gemeinsam mit den Justiz- und Gesundheitsressorts ab Herbst eine Arbeitsgruppe einsetzen, die „die Kinderrechte auf Schutz, Förderung und Beteiligung in allen Handlungsfeldern stärken“ soll. Dabei ist auch ein „Gesamtkonzept zur Qualifizierung der Pflegekinderhilfe“ geplant.

In einem weiteren Spiegel-Artikel „Grundgesetzänderung: Schwesigs Kinderrechtspläne gehen Union zu weit“ vom 14.08.2014 äußern sich kritische Unionspolitiker, denen Schwesigs Pläne zu weit gehen. Sie möchten die starke Stellung der leiblichen Eltern nicht gefährdet sehen.

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„Pflegekindschaft, kindliche Entwicklung, Bindungssicherheit, Kontinuitätssicherung und Umgang mit traumatisierenden Eltern“ am 16.07. in Leipzig

Posted on Mai 18, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , |

Am 16.07.  lädt die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie im Park-Krankenhaus Leipzig zur Fortbildung „Pflegekindschaft, kindliche Entwicklung, Bindungssicherheit, Kontinuitätssicherung und Umgang mit traumatisierenden Eltern“ ein.

Vier Referenten sprechen zu folgenden Themen:

  • Prof. Dr. phil. Jörg Maywald (Berlin): „Die eigene Geschichte erfahren und verstehen – Biografiearbeit mit Pflegekindern“
  • Petra Stibane (Leipzig): „Der Pflegekinderdienst Leipzig – wir begleiten bindungs-„unsichere“ Kinder und ihre Pflegefamilien“
  • Dr. med. Edelhard Thoms (Leipzig): „Wie viel Bindung brauchen beziehungstraumatisierte Kinder?“
  • Prof. Dr. jur. Ludwig Salgo (Frankfurt/Main): „Pflegekindschaft, kindliche Entwicklung, Bindungssicherheit und Kontinitätssicherheit im Spannungsfeld von Sorgerecht und Umgang mit traumatisierenden Eltern“

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22. Tag des Kindeswohl am 12.05. in Regensburg

Posted on März 12, 2014. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der 22. Tag des Kindeswohl der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes wird am Montag, den 12.05. in Regensburg stattfinden. Er ist heuer dem Thema “Übergänge in die Pflegefamilie gestalten – Kontinuität sichern“ gewidmet.

Vorträge:

  • „Wie wird ein Kind ein Pflegekind?“ – Dr. Arnim Westermann
  • „Neue Bindungen entwickeln – Chancen und Hindernisse“ – Dr. Karin Grossmann
  • „Kontinuitätssichernde Perspektivplanung für Pflegekinder“ – Mériem Diouani-Streek

Daran anschließen wird sich ein Offenes Fachgespräch zwischen Rechtsanwältin Ingeborg Eisele, Hannover und Franz Dorner, Amt für Jugend und Familie der Stadt Regensburg zum Thema „Was können Pflegeltern und Jugendamt bewirken, um die Kontinuität von Pflegekindern zu sichern?“

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„Rechtliche Grundlagen und fachliche Konzepte kontinuitätssichernder Hilfeplanung für Pflegekinder“ am 01.04. in Frankfurt/Main

Posted on Februar 15, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Am 01.04. referieren Mériem Diouani-Streek und Prof. Ludwig Salgo in Frankfurt/Main für die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit dem Paritätischen Bildungswerk Frankfurt zum Thema „Rechtliche Grundlagen und fachliche Konzepte kontinuitätssichernder Hilfeplanung für Pflegekinder„.

Das Seminar führt in rechtliche Grundlagen kontinuitätssichernder Hilfeplanung für Pflegekinder ein und diskutiert aktuelle Möglichkeiten und strukturelle Voraussetzungen ihrer Umsetzung. Anhand der internationalen Pflegekinderforschung werden sozialpädagogische Methoden der Perspektivplanung zur Entscheidung über Rückführung oder Verbleib aufgezeigt. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die frühzeitige Erarbeitung einer auf Dauer angelegten Lebensform außerhalb der Ursprungsfamilie gelegt.

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„Lotsen im Übergang – Rahmenbedingungen und Standards bei der Gestaltung von Übergängen bei Pflegekindern“ am 14./15.06. in Berlin

Posted on April 14, 2012. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , , , , |

Zur Fachtagung „Lotsen im Übergang“ – Rahmenbedingungen und Standards bei der Gestaltung von Übergängen bei Pflegekindern lädt die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik am 14.-15.06. nach Berlin ein.

Anliegen dieser Tagung ist es, die Gestaltung der verschiedenen Übergänge bei Pflegekindern zu diskutieren und dabei insbesondere auch die Rolle der „Lotsen im Übergang“, der damit befassten Fachkräfte aus der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe in den Blick zu nehmen. Eine Inobhutnahme und Unterbringung eines Kindes bei Pflegeeltern ist oft ein emotional hoch besetzter Prozess für alle Beteiligten. Je besser aber die erste Übergangszeit gelingt, desto besser gestaltet sich in der Regel auch der sich anschließende Prozess. Maßgabe bei allem sollte immer sein, die Belastungen für die Kinder so gering wie möglich zu halten, sie soweit es geht über die neue Situation aufzuklären und Vertrauenspersonen einzubeziehen. In der Realität gestaltet sich dies oft schwierig. Welche Rahmenbedingungen und fachliche Standards braucht die Praxis hierfür?

Darüber, wie man für diese Kinder stabile Brücken bauen kann, soll im Rahmen der Tagung ein intensiver fachlicher Austausch stattfinden.

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Dokumentation zur PFAD Fachtagung 2010 erschienen!

Posted on Mai 26, 2011. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die 68-seitige Dokumentation der Fachtagung „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit für Pflegekinder und ihre Familien“ kann ab sofort zum Preis von 8 € zuzüglich Versandkosten angefordert werden.

Zusätzlich bieten wir Ihnen auf Wunsch die beiden Hauptvorträge auch als DVD an. Diese kann separat oder zusätzlich zum Preis von 4.- Euro (ggf. plus Versandkosten) bestellt werden. Nähere Informationen zur DVD

Bestellungen richten Sie bitte an die

PFAD Beratungs- und Informationsstelle
Geisbergstraße 16, 10777 Berlin
Tel.: 030 / 94 87 94 23
Fax: 030 / 47 98 50 31
E-Mail: info@pfad-bv.de

Inhaltsverzeichnis der Dokumentation:

  • Grußworte anlässlich der Fachtagung von PFAD e.V. in Berlin „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit für Pflegekinder und ihre Familien“ am 18.10.2010:
    • Dagmar Trautner
    • Marlene Rupprecht, MdB
    • Dr. Heike Schmid-Obkirchner
  • Vollzeitpflege zukunftsfest  – Notwendige und mögliche gesetzliche Änderungen im Bereich der Vollzeitpflege
    Gila Schindler
  • Bedürfnisse von Pflegekindern – Impulse aus der sozialpädagogischen Forschung
    Prof. Dr. Klaus Wolf
  • Inputs aus den Arbeitsgruppen:
    • Kriterien für die gelungene Vermittlung eines Pflegekindes
      Judith Pierlings und Dirk Schäfer
    • Kriterien für gute Herkunftselternarbeit
      Prof. Dr. Josef Faltermeier
    • Anforderungen an die Begleitung von Pflegeverhältnissen
      Diana Eschelbach
    • Rechtliche Absicherung von Dauerpflegeverhältnissen
  •  „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit für Pflegekinder und ihre Familien“ –
    Zusammenfassung der Ergebnisse des Fachtages PFAD Bundesverband
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DVD: „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit für Pflegekinder und ihre Familien“

Posted on März 16, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die beiden Hauptvorträgen der PFAD-Fachtagung „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit für Pflegekinder und ihre Familien“ stellt der PFAD Bundesverband allen Interessierten, die nicht teilnehmen konnten, als Video zur Verfügung. Darin befasst sich Frau Rechtsanwältin Gila Schindler mit den rechtlichen und Herr Prof. Dr. Klaus Wolf mit den sozialpädagogischen Aspekten des Themas.

Ergänzt werden die Vorträge durch die Grußworte von Schirmherrin Frau Marlene Rupprecht (MdB), Frau Dr. Heike Schmid-Obkirchner (BMFSFJ) und Frau Dagmar Trautner (PFAD BV).

Die DVD kann zum Preis von 4.- Euro plus Versandkosten von unserer Geschäftsstelle bezogen werden. Anfragen bitte an info@pfad-bv.de.

Die ausführliche schriftliche Dokumentation der Fachtagung wird ab Frühsommer erhältlich sein. Sie wird zusätzlich die wegweisenden Ergebnisse dieser vier Arbeitsgruppen enthalten:

  • „„Kriterien für die gelungene Vermittlung eines Pflegekindes
  • „„Kriterien für gute Herkunftselternarbeit
  • „„Anforderungen an die Begleitung von Pflegeverhältnissen
  • „„Rechtliche Absicherung von Dauerpflegeverhältnissen

Vorbestellungen der Dokumentation sind ebenfalls bereits möglich unter info@pfad-bv.de.

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PFAD Fachzeitschrift 01/2011 erschienen

Posted on Februar 17, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Das PFAD Heft 04/2010 ist in neuem Layout erschienen und informiert Sie wieder aktuell zu Themen der Pflege- und Adoptivkinderhilfe und Neuigkeiten aus dem PFAD-Bundesverband und seinen Landesverbänden.

Hier finden Sie einen Überblick über die Inhalte des neuesten Heftes.

Die Hauptbeiträge widmen sich dem Thema „Kontinuität für Pflegekinder und ihre Familien„. Dem Heft beigelegt ist auch eine DVD mit den beiden Hauptvorträgen der PFAD Fachtagung vom Oktober 2010 „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit für Pflegekinder und ihre Familien“.

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Berichte zur 1. Jahrestagung der Pflegekinder-Aktion Schweiz: „Was Pflegekinder stark macht – Kontinuität als Schlüssel zum Erfolg“

Posted on Januar 20, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

An der 1. Jahrestagung der Pflegekinder-Aktion Schweiz haben 130 Fachleute aus dem Pflegekinderbereich teilgenommen. Kontinuität, Partizipation und Vernetzung waren die Inhalte der 1. Jahrestagung am 03.12.2010 in Zürich. Zum Thema «Was Pflegekinder starkt macht – Kontinuität in Pflegeverhältnissen» referierten Nationalrätin Jacqueline Fehr und verschiedene Fachleute.

Referate und Workshopunterlagen:

Quelle: Pflegekinder-Aktion Schweiz

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PFAD liefert Vorschläge zur Reform des Pflegekinderrechts

Posted on November 19, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

(pfad/us) Auf dem Fachtag „Verlässlichkeit und Verbindlichkeit für Pflegekinder und ihre Familien„, den der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. in Kooperation mit dem Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend am 18.10.2010 in Berlin ausrichtete, erarbeiteten die zahlreichen TeilnehmerInnen aus Jugendhilfe, Forschung, Rechtswissenschaft und Pflegefamilienverbänden gemeinsam Vorschläge für Gesetzesänderungen zur Reform des Pflegekinderwesens im Sinne einer Verbesserung der kontinuierlichen Lebensplanung für fremdplatzierte Kinder und ihre beiden Familien. Dabei wurden insbesondere die Aspekte Vermittlung, Begleitung, Herkunftselternarbeit und rechtliche Absicherung von Dauerpflegeverhältnissen betrachtet.

Erste Ergebnisse für einen konstruktiven Beitrag zur Gesetzesnovelle wurden dem Ministerium übermittelt. In der PFAD Fachzeitschrift 1/2011 wird ausführlich über die Ergebnisse berichtet werden.

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1. Jahrestagung der Pflegekinder-Aktion Schweiz am 03.12. in Zürich

Posted on Oktober 4, 2010. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Kontinuität, Partizipation und Vernetzung sind Inhalte der 1. Jahrestagung 2010 der Pflegekinder-Aktion SchweizWas Pflegekinder stark macht – Kontinuität als Schlüssel zum Erfolg„. Sie richtet sich vor allem an Fachpersonen.

Der erste Teil der Tagung ist dem Erfahrungsbericht eines Pflegevaters und zwei Referaten aus wissenschaftlicher Sicht gewidmet. Am Nachmittag werden in Workshops folgende Themen vertieft:

  • Mitwirkung stärkt Pflegekinder
  • Kommunikation mit Kindern als Herausforderung für Fachpersonen»
  • Beteiligung aus rechtlicher Perspektive

Mit den TeilnehmerInnen sollen Strukturen der Zusammenarbeit diskutiert werden, die es erlauben, in der Arbeit mit Pflegekindern vermehrt Kontinuität und Partizipation zu gewährleisten. Nationalrätin Jacqueline Fehr informiert im Anschluss über den Beitrag der Politik zur Förderung des Pflegekinderbereichs. Ziel der Jahrestagungen ist es, regelmässig Themen vorzustellen, mit denen sich die Pflegekinder-Aktion Schweiz besonders befasst.

Flyer und Anmeldetalon

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Fachartikel von Ludwig Salgo und Gisela Zenz

Posted on September 9, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

In Heft 4/2010 der Zeitschrift „Frühe Kindheit“ zum Thema „Soziale Elternschaft“ erschienen zwei wichtige Beiträge der Autoren Prof. Dr. Ludwig Salgo und Prof. Dr. Gisela Zenz, die wir mit freundlicher Erlaubnis der Autoren veröffentlichen:

Das gesamte Heft ist über die Deutsche Liga für das Kind erhältlich (wir berichteten).

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Fachtag “Darf ich Mama zu Dir sagen?” am 23.03. in Mannheim

Posted on März 18, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , , |

Darf ich Mama zu Dir sagen?” heißt der Fachtag für Fachkräfte der Jugendhilfe und weitere mit der Fremdplatzierung von Kindern in Pflegefamilien befasste Institutionen und Personen, den das Jugendamt der Stadt Mannheim am Dienstag den 23.03. veranstaltet.

Thematisiert wird die „Kindliche Sicherheit als Leitlinie fachlichen Handelns – Fremdplatzierung und Bindung von Kindern in Pflegefamilien„. Hauptreferenten werden Dipl. Psychologe Dr. Hermann Scheuerer-Englisch und Dipl. Pädagogin Daniela Reimer sein. Für den Nachmittag sind Workshops geplant.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung für Fachtag und Workshops wird gebeten.

Pflegekinderdienst der Jugendamt Mannheim
E-mail: pflegekinderdienst@mannheim.de
Telefon: 0621 / 293 6260 (Frau Kollofrath)

Veranstaltungsflyer

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FDP: Pflegekinderwesen in Mecklenburg-Vorpommern verbesserungswürdig

Posted on November 27, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Ralf Grabow, sozialpolitischer Sprecher der FDP-Landtagsfraktion M-V, erklärt zur gestrigen Beratung des FDP-Antrages „Kontinuitätssicherndes Lebens- und Familienumfeld für misshandelte und/ oder vernachlässigte Kinder schaffen“:

„Noch immer leben zu viele Kleinkinder in Heimen. Das Pflegekinderwesen in Mecklenburg-Vorpommern muss daher verbessert werden. Wir brauchen mehr Pflegeeltern, die zudem größere Unterstützung bekommen müssen.

Die Jugendämter sind enger zu vernetzen und sollten nach einheitlichen Standards arbeiten. 2008 lebten 1568 Kinder in einem Heim und nur 1282 Kinder bei Pflegeeltern. Dabei ist eine intakte Pflegefamilie das beste Umfeld für die Entwicklung von Kindern.

Gerade Misshandelte Kinder brauchen schnell ein sicheres und auf Dauer angelegtes Familienumfeld. Die einzelnen Fraktionen und das Sozialministerium haben unser Anliegen grundsätzlich begrüßt.

Umso verwunderlicher ist die Tatsache, dass der FDP-Antrag im Landtag keine Mehrheit gefunden hat. Gerade die Regierungsfraktionen setzen mit ihrer Ablehnung ein falsches Signal.

Offenbar scheuen sie die Auseinandersetzung in den Ausschüssen, obwohl Pflegeeltern, Jugendämtern und Wissenschaftlern unsere Forderungen unterstützen.

Die FDP-Fraktion wird sich auch in Zukunft für die Interessen misshandelter Kinder, deren Pflegeeltern und die Fachkräfte in der staatlichen und freien Jugendhilfe stark machen.“

Quelle: Pressemitteilung 130/2009 der FDP-Landtagsfraktion Mecklenburg-Vorpommern vom 19.11.09

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Grundlage des Antrags war der am 13.10.09 veröffentlichte Zwischenbericht der Projektgruppe „Strukturanalyse Fremdunterbringung“ über die Situation von Pflegekindern in Mecklenburg-Vorpommern.

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PFAD diskutiert aktuelle Ergebnisse der Pflegekinderforschung

Posted on Juni 26, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Delegierten der Landesverbände des PFAD Bundesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. trafen sich am 20./21. Juni 2009 in Karlsruhe. Neben dem Austausch über aktuelle Entwicklungen und Tätigkeitsschwerpunkte auf Bundesebene und in den Ländern beschäftigte sich das Gremium mit den Ergebnissen der Studie „Pflegekinderhilfe in Deutschland“, die von 2005 bis 2009 vom Deutschen Jugendinstitut (DJI) und dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt wurde.

Fünf ausgewählte wissenschaftliche Expertisen wurden ausführlich vorgestellt und diskutiert. PFAD begrüßt ausdrücklich die notwendige Intensivierung der Forschung im Bereich Pflegekinderhilfe in Deutschland und unterstützt und verfolgt mit großem Interesse weiterführende Forschungsprojekte. Besonderen Verbesserungsbedarf sahen die Verbandsvertreter in den Bereichen:

  • Sicherung von Kontinuität in der Biographie von Pflegekindern
  • Beratung und Unterstützung von Herkunftsfamilien
  • Partizipation von Kindern und Jugendlichen
  • Rechte von Pflegeeltern
  • fachliche Begleitung von Pflegeverhältnissen
  • Wahrnehmung und Beachtung von Frühtraumatisierungen
  • Anerkennung und Qualifizierung von Verwandtenpflege

Während Bestrebungen zur Verkürzung der gerichtlichen Verfahrensdauer im Sinne der Kinder begrüßt wurden, wurde auch Kritik geäußert gegenüber der ausschließlichen Betrachtung von Umgangskontakten im Kontext von Rückführung.

Neben den auf den Internetseiten des DJI im Volltext veröffentlichten wissenschaftlichen Gutachten beschäftigten sich die TeilnehmerInnen des PFAD-Ländergremiums auch intensiv mit dem Konzept „Permanency Planning“ („Kontinuitätssichernde Hilfeplanung“), das vorwiegend im anglo-amerikanischen Raum Fremdplatzierungen zu Grunde liegt. Die Charakteristika dieser Vorgehensweise – fachliche Qualifizierung von Rückführung in einer gesetzlich festgelegten Zeitspanne und rechtliche Absicherung von Dauerpflegeverhältnissen – stießen auf reges Interesse, da hierin originäre Forderungen des PFAD-Verbandes verwirklicht sind.

In den aktuellen Appellen der Fachwelt für mehr Kontinuität für Pflegekinder – wie z.B. in der „Siegener Erklärung“ von 2008 formuliert – und für verbindliche Standards in der – momentan in jeder Kommune unterschiedlich ausgestalteten und verstandenen – Pflegekinderhilfe, sieht der PFAD-Bundesverband den richtigen Weg, um die gegenwärtig noch unbefriedigend geregelte Situation von Pflegekindern und ihren Familien in Deutschland zu verbessern.

Bis zum Herbst ist geplant, die Ergebnisse der Studie „Pflegekinderhilfe“ und das demnächst erscheinende „Handbuch Pflegekinderhilfe“ des DJI in den einzelnen PFAD-Landesverbänden zu diskutieren. Darin legen die Wissenschaftler Schlussfolgerungen ihrer Forschung für das Handeln aller im Hilfesystem Beteiligten vor.

Beim zweiten Ländergremium des Verbandes am 21./22. November 2009 in Berlin werden sich die Delegierten mit konkreten Umsetzungsmöglichkeiten ausgewählter Aspekte aus der Studie in die Praxis beschäftigen. Für den Frühsommer 2010 plant PFAD in Kooperation mit dem BMFSFJ in Berlin einen Fachtag zur Erörterung der rechtlichen Möglichkeiten einer Kontinuitätssicherung für Pflegekinder.

Einen ausführlicheren Bericht über das PFAD-Ländergremium in Karlsruhe finden Sie in unserer Fachzeitschrift PFAD, die am 15. August erscheinen wird. (us/mh)

Pressemitteilung des PFAD-Bundesverbandes vom 26.06.09

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