PFAD Fachzeitschrift 01/2014 erschienen: “Umgang mit Krisen in Pflege- und Adoptivfamilien”

Posted on Februar 4, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Mit dem Thema “Umgang mit Krisen in Pflege- und Adoptivfamilien” beschäftigt sich Ausgabe 01/2014 der PFAD Fachzeitschrift für die Pflege- und Adoptivkinderhilfe.

Aus dem Vorwort der PFAD Bundesvorsitzenden Dagmar Trautner:
„…Auf Krisen in ihren Familien würden Pflege- und Adoptiveltern lieber verzichten, trotz der Chancen, die, wie man weiß, in jeder Krise stecken. Krisen bedeuten für Kinder und Jugendliche einen erneuten Einbruch in ihrer Entwicklung und es bedarf größter Anstrengungen der Pflege- und Adoptivfamilien und des Helfernetzes die Konflikte zu lösen, um wieder zu einem gemeinsamen vertrauensvollen Zusammenleben zu finden. Gelingt der Verbleib in der Familie nicht, wiederholt sich für die Kinder und Jugendlichen der Verlust der Familie und ihres Lebensortes….“

Über das Schwerpunktthema dieser Ausgabe hinaus informiert das Heft wieder über aktuelle Entwicklungen aus der Pflege- und Adoptivkinderhilfe, neue Literatur, aus dem PFAD-Verband und den Bundesländern.

einige Inhalte:

  • Dagmar Trautner: „Ich glaub, ich krieg’ die Krise”
  •  Martin Schröder, Anika Unterberg, Tania Pérez, Alain Di Gallo, Marc Schmid:
    Der Zusammenhang von elterlichem Stress, Bindungsproblemen und psychischer Belastung von Pflegekindern
  • Anne Herzog: Umgang mit Krisen bei Pflegekindern
  • Sabine Blecher: Kinder an die Macht – alle Macht den Kindern?
  • Axel Neb: PFAD-Rechtsschutzversicherung für Pflegeeltern

Für Abonnenten und PFAD-Mitglieder steht die aktuelle Ausgabe ab sofort zum Download zur Verfügung unter www.schulz-kirchner.de/shop. Die Printausgabe wird Mitte Februar ausgeliefert.

Die PFAD Redaktion erreichen Sie per Mail unter Margit.Huber@pfad-bv.de.

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KomDat Jugendhilfe 2/2012 erschienen

Posted on September 29, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Ein Thema des aktuellen KomDat-Heftes der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) sind die unterschiedlichen Gesichter der Inobhutnahme.

Autor Jens Pothmann zieht als Fazit:
„Der Blick in den Zahlenspiegel der vorläufigen Schutzmaßnahmen verdeutlicht Diskrepanzen zwischen der öffentlichen Wahrnehmung und der Alltagspraxis dieser Kriseninterventionen. So hat man insbesondere in den Debatten der letzten Jahre um den Schutz von vor allem Kindern vor Vernachlässigungen und Misshandlungen in der Familie die Inobhutnahme als ein im Bedarfsfall notwendiges Eingriffsinstrumentarium der Kinder- und Jugendhilfe in die Privatsphäre von Familien und die elterliche Erziehungsverantwortung wahrgenommen. Das hierüber mitunter entstehende Bild von einer Kriseninterventionsmöglichkeit für Jugendämter bei Gefährdungslagen für Kinder ist zwar nicht falsch, aber doch unvollständig. Das Spektrum der Fälle ist vielschichtiger und differenzierter. Maßnahmen bei Jugendlichen haben andere Anlässe, nehmen einen anderen Verlauf, sind schneller abgeschlossen und enden häufig anders als bei Klein- und Kleinstkindern. Bei Jugendlichen scheint dieses Instrument der vorläufigen Schutzmaßnahme neben der notwendigen Intervention im schweren Falle von Vernachlässigungen und Misshandlungen auch noch eine andere Funktion zu haben: eine kurzfristige Entlastung bei aktuellen Krisensituationen.“

zum Heft

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Bayern: Zahl der Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche 2011 wieder gestiegen – Mädchen und weibliche Jugendliche waren häufiger betroffen

Posted on Juni 6, 2012. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden im Jahr 2011 insgesamt 2 982 Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche ergriffen. In 57 Prozent der Fälle waren weibliche Minderjährige betroffen. Der häufigste Grund für eine Schutzmaßnahme lag in der Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils.

Als Schutzmaßnahme bezeichnet man die vorläufige Aufnahme und Unterbringung von Minderjährigen in einer Notsituation durch das Jugendamt. Es handelt sich um Maßnahmen zur schnellen Intervention zugunsten von Minderjährigen. Sie dienen den Betroffenen von Krisensituationen als Klärungshilfe sowie dem unmittelbaren Schutz der Minderjährigen.

Im Laufe des vergangenen Jahres wurden nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung insgesamt 2 982 Schutzmaßnahmen durchgeführt. Bei der überwiegenden Mehrzahl der Fälle (2 932) handelte es sich um Inobhutnahmen, in 50 Fällen wurden die Kinder und Jugendlichen vom Jugendamt aufgrund einer Gefährdung den Personensorgeberechtigten, z.B. den Eltern, auch gegen deren Willen weggenommen.

Von den 2 932 Inobhutnahmen erfolgten 625 auf Wunsch des Minderjährigen und 2 307 aufgrund einer Gefährdung.

Die Zahl der Schutzmaßnahmen stieg insgesamt – verglichen mit dem Vorjahr (2 883 Fällen) um 3,4 Prozent. Betroffen waren darunter 1 699 weibliche Minderjährige (57 Prozent).

Es zeigt sich deutlich, dass die Mehrheit (58 Prozent) der im Jahr 2011 von Schutzmaßnahmen betroffenen Minderjährigen älter als 12 Jahre war.

In fast der Hälfte der Fälle (1 380) war die Überforderung der Eltern oder eines Elternteils der Grund zur Einleitung einer Schutzmaßnahme. Während der Maßnahme war die Mehrzahl (65 Prozent) der Minderjährigen in einer Einrichtung untergebracht und nach Abschluss der Schutzmaßnahme kehrten 43 Prozent der Kinder und Jugendlichen zum Personensorgeberechtigten zurück.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung vom 05.06.2012

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Bundesfamilienministerin gibt den Startschuss für ein umfassendes Kinderschutzgesetz

Posted on Januar 26, 2010. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik | Schlagwörter: , , , , , |

Die Bundesregierung will den Schutz von Kindern in Deutschland umfassend und wirksam verbessern. Dazu wird die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Köhler, ein Kinderschutzgesetz auf den Weg bringen, das Prävention und Intervention gleichermaßen stärkt. Auf Einladung von Kristina Köhler treffen sich am 27. Januar 2010 gut 50 Kinderschutz-Experten und -Expertinnen aus Ländern, Kommunen und von Fachorganisationen zu einem ersten Fachgespräch, um die Rahmenbedingungen für das neue Kinderschutzgesetz abzustecken.

„Der Schutz unserer Kinder vor Misshandlungen und Vernachlässigung hat für mich höchste Priorität“, sagt Bundesfamilienministerin Kristina Köhler. „Ich werde ein Kinderschutzgesetz auf den Weg bringen, das den Schutz von Kindern und Jugendlichen in Deutschland in einem umfassenden Sinne voranbringt. Das Fachgespräch ist der Auftakt für einen intensiven Austausch mit allen relevanten Akteuren. Nur gemeinsam können wir die Gesetzeslücken schließen, die unseren Kindern unendliches Leid zufügen und zum Tode führen können“, so Köhler weiter.

Das neue Kinderschutzgesetz fußt auf den zwei Säulen: Prävention und Intervention.

Prävention ist der beste Weg, um Kinder effektiv vor Gefährdungen zu schützen. In den letzten Jahren haben Bund, Länder und Kommunen gerade im präventiven Bereich wichtige Schritte für einen aktiven Kinderschutz unternommen. Hierzu zählen vor allem das Aktionsprogramm „Frühe Hilfen für Eltern und Kinder und soziale Frühwarnsysteme“, die Einrichtung des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen und die vielfältigen Anstrengungen und Programme in Ländern und Kommunen. Jetzt gilt es, die Nachhaltigkeit dieser Anstrengungen bundesweit zu sichern. Schwerpunkte der Säule „Prävention“ sind:

  • Ein neuer Leistungstatbestand „Frühe Hilfen“ soll flächendeckend niederschwellige Unterstützungsangebote für Familien in belastenden Lebenslagen sicherstellen.
  • Wir werden niederschwellige und frühe Hilfsangebote für Familien in belasteten Lebenslagen schaffen, noch während der Schwangerschaft und nach der Geburt. Dazu zählt auch eine Verbesserung der Rechtsgrundlagen für Hebammen und Familienhebammen.
  • Wir werden die Zusammenarbeit im Kinderschutz für alle damit befassten Berufsgruppen und Institutionen stärken und die Grundlagen für verbindliche Netzwerke schaffen.
  • Alle kinder- und jugendnah Beschäftigten müssen in Zukunft ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen, das über alle einschlägigen Straftaten auch im Bagatellbereich informiert.

Auch die beste Prävention macht die Intervention nicht überflüssig – so wie auch bei bestem Brandschutz nicht auf die Feuerwehr verzichtet werden kann. Schwerpunkte der Säule „Intervention“ sind:

  • Eine bundeseinheitliche Befugnisnorm zur Weitergabe von Informationen für Berufsgeheimnisträger. Sie soll die von Ärzten wiederholt geforderte Rechtssicherheit bei der Abwägung der Schweigepflicht von Berufsgeheimnisträgern erhöhen.
  • Wir werden den staatlichen Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung qualifizieren. Durch klare Vorgaben zu Handlungsbefugnissen und -pflichten werden wir mehr Handlungs- und Rechtssicherheit für die mit dem Kinderschutz befassten Professionen schaffen. So sorgen wir dafür, dass die Verantwortung, die auf ihren Schultern lastet, nicht zu groß wird.
  • Mit einer Verpflichtung des bisher zuständigen Jugendamtes zur Übermittlung notwendiger Informationen an das Jugendamt am neuen Wohnort der Familie werden wir dem sog. „Jugendamts-Hopping“ wirksam begegnen. Denn manche Eltern, die das Wohl ihres Kindes nicht im Blick haben, versuchen sich dem Zugang des Jugendamtes durch Wohnortswechsel zu entziehen.

Bundesfamilienministerin Kristina Köhler will das neue Gesetz mit allem Nachdruck, aber auch mit der gebotenen Gründlichkeit, Sorgfalt und Umsicht in intensivem Austausch mit Ländern, Kommunen und der Fachwelt auf den Weg bringen. „Die SPD hat dem Kinderschutz mit ihrer Blockadehaltung in der vergangenen Legislaturperiode keinen guten Dienst erwiesen. Mit der Expertenrunde nehmen wir jetzt den Gesprächsfaden wieder auf. Gemeinsam mit Ländern und Kommunen, aber auch den Kinderschutz-Experten möchte ich einen Entwicklungsprozess in Gang setzen, an dessen Ende ein Gesetz steht, das uns hilft, die vorhandenen Lücken beim Kinderschutz zu schließen“, so Kristina Köhler.

Weitere Informationen zum Thema Kinderschutz finden Sie auch im Internet unter www.bmfsfj.de

Quelle: Pressemitteilungen des BMFSFJ von 26.01.10

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Dokumentation „Raus aus der Krise – Krisenkompetenz und Krisenintervention in Jugendhilfe und Kinderschutz“

Posted on März 25, 2009. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

Die neue 116-seitige Dokumentation „Raus aus der Krise – Krisenkompetenz und Krisenintervention in Jugendhilfe und Kinderschutz“ kann bei der Bundesgeschäftsstelle der Kinderschutz-Zentren bestellt werden.

Weitere Informationen und Inhaltsangabe

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