Fachtagung „Hoffnung Wirklichkeit werden lassen – Die Chance der zweiten Bindung“ am 07.05. in Ludwigshafen

Posted on Februar 20, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Hoffnung Wirklichkeit werden lassen – Die Chance der zweiten Bindung“ heißt die Fachtagung des Ludwigshafener Zentrums für individuelle Erziehungshilfen, die sich am 07.05. mit der Marte Meo – Methode zur Unterstützung für Pflegekinder und Kinder mit speziellen Bedürfnissen beschäftigt.

Im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen am Rhein werden die beiden Hauptreferentinnen folgende Themen vorstellen:

  • Dr. Irmgard Treiss:
    Welche Spuren haben Vernachlässigung, unsichere Bindung und traumatische Erlebnisse im (Er)Leben eines Kindes hinterlassen

    • Auswirkungen auf die Entwicklung und emotionale Befindlichkeit
    • Konsequenzen für heilende (Rahmen-) Bedingungen
    • Welche Unterstützung brauchen Familien, um eine gedeihliche Entwicklung ihrer Pflegekinder möglich zu machen?
  • Maria Aarts:
    Marte Meo – erfolgreich neue Bindungen möglich machen

    • Pflegekinder und Pflegeeltern beim Aufbau und Erhalt einer hilfreichen Beziehung und Bindung unterstützen – Entwicklung möglich machen!

Für den Nachmittag sind zahlreiche interessante Foren mit weiteren Fachleuten geplant.

Der Landesverband PFAD für Kinder Rheinland-Pfalz e.V. ist Mitveranstalter des Fachtages.

Anmeldeschluss ist der 20.04.

Veranstaltungsflyer

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Bericht von der Fachtagung der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle Rheinland-Pfalz am 08./09.11. in Frankfurt

Posted on Dezember 12, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Veränderungen im Adoptionsbereich durch rechtliche und gesellschaftliche Entwicklungen

Im neuen Ambiente des renovierten Kolpinghauses tauschten sich die über 70 Fachkräfte der örtlichen Adoptionsvermittlungsstellen der Jugendämter und der rheinland-pfälzischen und hessischen anerkannten Auslandsvermittlungsstellen in freier Trägerschaft engagiert zu aktuellen Themen und Einzelfällen aus.

Schnell wurde der Bedarf an fachlichem Austausch mit den zuständigen Richterinnen und Richtern zum rechtlichen Verfahrensablauf in Adoptionssachen nach dem FamFG (Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit) deutlich. Die Nachfragen zum Vortrag von Christian Braun, Richter am Amtsgericht in Frankfurt am Main, zeigten das große Interesse an weiterführenden Informationen zu den Neuerungen das Inkrafttreten des FamFG und der praktischen Umsetzung. Richter Christian Braun gab einen Überblick über das gerichtliche Verfahren bei Annahme eines minderjährigen Kindes, die Ersetzung der Einwilligung eines Elternteils, das Aufhebungsverfahren einer Adoption und das Verfahren auf Anerkennung und Umwandlung einer ausländischen Adoption.

Im weiteren Verlauf der Tagung wurde schwerpunktmäßig das Thema Leihmutterschaft behandelt. Der Einsatz von Leihmüttern ist in Deutschland verboten, nimmt weltweit zahlenmäßig jedoch zu. Prof. Dr. Rudolf Seufert, Leiter der gynäkologischen Endokrinologie an der Universitätsfrauenklinik in Mainz, erläuterte die medizinischen Gesichtspunkte der heterologen reproduktionsmedizinischen Therapie. Die Sterilität Deutschland nimmt seit 2008 stetig zu. Heute bleiben ca. 12 bis 15 % der Paare ungewollt kinderlos. Iris Egger-Otholt, Leiterin der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle Rheinland-Pfalz und Hessen, erläuterte die Problematik der Leihmutterschaft aus rechtlicher Sicht. Ein ausdrückliches Verbot von Leihmutterschaft wurde erst 1989, durch die Änderung des Adoptionsvermittlungsgesetzes und mit Inkrafttreten des Embryonenschutzgesetzes zum 01.01.1991 geschaffen. Zu mehr Information über dieses Thema verweisen wir auf den Artikel Leihmutterschaft/Ersatzmutterschaft, der im LJA Info im Februar 2011 erschienen ist.

Etliche Jugendämter in Deutschland sind mit Adoptionsverfahren aufgrund von im Ausland durchgeführten Leihmutterschaften konfrontiert. In Arbeitsgruppen wurden die möglichen Konsequenzen, die sich für die Beratungstätigkeit in Bezug auf Verfahren der Leihmutterschaft ergeben können, erarbeitet. Es zeigte sich, dass einwertfreie, aufklärende Beratung für das Aufzeigen der zukunftsperspektivischen Konsequenzen angezeigt ist. Der Schutz des Kindeswohls bleibt oberstes Ziel. Der Film „Google-Baby“, der zum Abschluss des ersten Tages gezeigt wurde, schildert eindrücklich die Situation indischer Leihmütter und macht auf die rasanten Entwicklungen im Bereich der Leihmutteschaft aufmerksam.

Gesellschaftliche Entwicklungen, sinkende Geburtenzahlen, demographischer Wandel und das Entstehen von neuen Familienmodellen haben unmittelbare Auswirkungen auf alle am Adoptionsprozess beteiligten Personen und Institutionen. Diese Fakten trug Dr. Sonja Weber-Menges, Soziologin an der Universität Siegen, in ihrem Beitrag „Neue Familienmodelle in der pluralen Gesellschaft“ vor. Ihre Definition für das neue Modell von Familien lautet: „Familie ist, wo Kinder sind.“

Auch nach dem gerichtlichen Abschluss einer Adoption haben die Adoptivfamilien Anspruch auf Unterstützung und nachgehende Begleitung. Mit der von Hildegard Rausch vorgestellten Methode Marte Meo können Fachkräfte der Vermittlungsstellen ihren Adoptivfamilien im Alltag zur Seite stehen. Die Methode Marte Meo (lateinisch: aus eigener Kraft) wurde von der Niederländerin Maria Aarts entwickelt. Anhand von Vidos erläuterte Hildegard Rausch alltägliche Situationen zwischen Kindern und ihren Eltern und zeigte auf, wie ein Problembewusstsein für Schieflagen auf der Beziehungsebene durch die Methode Marte Meo entwickelt werden kann. Der Schwerpunkt dieser Technik liegt auf der Hervorhebung der Stärken der Handelnden und der Verbesserung der Kommunikationsfähigkeit zwischen den Handelnden.

Quelle: Landesjugendamts Info (Das Informationsmagazin des Landesjugendamtes Rheinland-Pfalz) Ausgabe Dezember 2011

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Jahrestagung der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle Rheinland-Pfalz und Hessen (GZA): „Veränderungen im Adoptionsbereich durch rechtliche und gesellschaftliche Entwicklungen“

Posted on November 16, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Exakt nach einem Jahr Pause, in welchem das Hotel Kolpinghaus Frankfurt am Main umgebaut und renoviert wurde, begrüßte Herr Keggenhoff am traditionellen Tagungsort der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle Rheinland-Pfalz und Hessen (GZA) wieder fast 80 Adoptionsfachkräfte aus beiden Bundesländern. Er betonte, dass die Fachtagungen seit Gründung der GZA 2003 das Interesse der Adoptionsvermittler/Innen treffen, was die seit Jahren gleichbleibende Zahl von Teilnehmenden bestätige. An beiden Tagen sollte diesen wieder die Gelegenheit geboten werden, miteinander und mit den Mitarbeiterinnen der GZA in einen intensiven fachlichen Austausch einzutreten.

Die Vielfältigkeit der Beiträge aus mehreren Berufsfeldern war Abbild dafür, dass, um ein Gelingen des Adoptionsprozesses sicher zu stellen, eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Institutionen, Diensten und Fachleuten notwendig war und ist.

Christian Braun, Richter am Familiengericht Frankfurt, beleuchtete die Neuerungen des FamFG sowie die ersten Erfahrungen der Umsetzung des Gesetzes in der Praxis, im Zusammenwirken von Adoptionsvermittlungsstellen und Familiengerichten. Wolfgang Weitzel, Leiter der BZAA (Bundeszentralstelle für Auslandsadoption), und Iris Egger-Otholt, Leiterin der GZA, vermittelten Informationen, um zur konstruktiven Zusammenarbeit zwischen örtlichen Vermittlungsstellen/Auslandsvermittlungsstellen, Gerichten und Adoptionsbewerbern/Adoptiveltern beizutragen. Leihmutterschaft wurde von Prof. Dr. Rudolf Seufert von der Universitätsfrauenklinik Mainz aus medizinischer Sicht und von Iris Egger-Otholt aus juristischer Sicht betrachtet, um die Aufgaben zu erkennen, die im Adoptionsbereich auf die Vermittlungsstellen, Gerichte, Beratungsstellen etc. zukommen. Gesellschaftliche Entwicklungen, sinkende Geburtenzahlen, demographischer Wandel und das Entstehen von neuen Familienmodellen haben unmittelbare Auswirkungen auf alle am Adoptionsprozess beteiligten Personen und Institutionen. Diese Fakten trug Dr. Sonja Weber-Menges, Soziologin an der Universität Siegen, in ihrem Beitrag „Neue Familienmodelle in der Pluralen Gesellschaft“ vor. Ihre Definition für das neue Modell von Familie lautete: „Familie ist, wo Kinder sind.“ Auch nach dem gerichtlichen Abschluss einer Adoption haben die Adoptivfamilien Anspruch auf Unterstützung und nachgehende Begleitung. Mit der von Frau Hildegard Rausch vorgestellten Methode Marte-Meo können Vermittlungsstellen ihren Adoptivfamilien im Alltag zur Seite stehen.

Alle Beiträge dienten dazu, den Fachkräften in den sich verändernden gesellschaftlichen und rechtlichen Rahmenbedingungen Orientierung und Sicherheit bei ihren komplexen Aufgaben zu vermitteln. Die unterschiedlichen Erkenntnisse und Positionen der Referenten und die Diskussionen und Kleingruppenarbeit verdeutlichten, dass es notwendig ist, sich regelmäßig mit den gesellschaftlichen und rechtlichen Entwicklungen in Deutschland, aber auch den Ländern zu beschäftigen, aus denen Adoptivkinder zu uns kommen. Adoption als „eine Möglichkeit Familie zu werden“ orientiert sich am Wohl des Kindes und dem zu prognostizierenden Entstehen einer Eltern-Kind-Beziehung. Von daher kommt der Abwägung der Interessen der Bewerber und der Entscheidung für die Unterbringung eines Kindes bei Paaren oder Einzelpersonen besondere Bedeutung zu. Die Haltung und Einstellung der Fachkräfte zu ethischen und gesellschaftlichen Fragen spielt dabei eine wesentliche Rolle, genauso wie die rechtlichen Kenntnisse. Haltung und Einstellung sollten fachlich immer wieder reflektiert und angemessen mit den am Adoptionsprozess Beteiligten kommuniziert werden.

In den Schlussworten dankte Frau Cornelia Lange, Abteilungsleiterin im Hessischen Sozialministerium, allen Referenten/Innen und den Teilnehmenden für die engagierte und interessierte Mitarbeit. Sie lud zu den bereits geplanten Fortbildungen im kommenden Jahr und der Jahrestagung der GZA – natürlich im November 2012 – ein.

Quelle: Aktuelle Meldung des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz vom 14.11.2011

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Fachtagung „Die Kraft der Bilder nutzen Pflegefamilien und Pflegekinder mit Marte Meo unterstützen“ am 25.10. in Ludwigshafen

Posted on August 28, 2010. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Kraft der Bilder nutzen – Pflegefamilien und Pflegekinder mit Marte Meo unterstützen“ heißt die Fachtagung, die das Ludwigshafener Zentrum für individuelle Erziehungshilfen für den 25.10. organisiert.

Die Fachveranstaltung mit Maria Aarts für Fachkräfte im Pflegekinderwesen, in Beratungsstellen, den Sozialen Diensten des Jugendamtes, Einrichtungen des Gesundheitswesens sowie interessierten Erziehungsstellen und Pflegefamilien wird im Heinrich Pesch Haus in Ludwigshafen stattfinden.

Ausgangslage
Pflegefamilien haben eine herausragende Bedeutung für die Jugendämter und zeigen große Bereitschaft und Engagement, ein zunächst fremdes Kind in ihrer Familie zu betreuen und aufwachsen zu lassen. Mit besten Absichten möchten sie benachteiligten Kindern ein neues Zuhause geben und nehmen Kinder und Jugendliche auf, die durch belastende und traumatische Erfahrungen und Beziehungs ab brüche wichtige soziale, emotionale und kommunikative Fähigkeiten für das Zusammenleben nur eingeschränkt entwickeln konnten.

Familien, die sich darauf einlassen, sind auf Beratung und Unterstützung durch qualifizierte Fachkräfte besonders angewiesen. Diese müssen sich wachsenden Anforderungen stellen und brauchen Handwerkszeug, mit dem sie eine gute Passung zwischen Kind und aufnehmender Familie erreichen, den Beziehungsaufbau fördern und Pflegeeltern Empfehlungen an die Hand geben können, Pflegekinder in ihrer Entwicklung zu unterstützen, damit das Zusammenleben gelingt.

Unterstützung durch Marte Meo
Marte Meo ist ein von der Niederländerin Maria Aarts entwickeltes videogestütztes Beratungsangebot, das ausgehend von den Ressourcen und Fähigkeiten der Menschen Hilfen zum Beziehungsaufbau und zur Entwicklungsunterstützung von Kindern gibt.

In Irland wird Marte Meo seit 1993 bei der Auswahl und Vorbereitung von Pflegeeltern, bei der Vermittlung von Kindern und bei der Beratung und Betreuung von Pflegefamilien eingesetzt. Maria Aarts hat die Einführung von Marte Meo im Pflegekinderwesen in Irland begleitet. Als inzwischen erfolgreiches staatliches Programm hat es sich in der Zusammenarbeit mit Pflegeeltern bewährt und wurde von der Präsidentin des Landes ausgezeichnet.

Ziel der Fachtagung ist, Marte Meo und seine Umsetzung im Pflegekinderwesen kennen zu lernen, unter anderem mit Beispielen aus Irland und Australien. Dabei geht es um folgende Fragen:

  • Wie wird Marte Meo in den unterschiedlichen Prozessen und den verschiedenen Kontexten
  • im Bereich des Pflegekinderwesens eingesetzt und genutzt?
  • Wie kann der Aufbau einer zweiten Bindung gefördert werden?
  • Wie können Pflegeverhältnisse gestützt und vor evtl. Abbrüchen bewahrt werden?
  • Wie können Fachkräfte auch ohne den Einsatz einer Kamera profitieren?

Anschlussprojekt: Qualifizierung von Fachkräften in Marte Meo in Deutschland
Der Fachtag ist auch der Start eines Gesamtprojekts, das Marte Meo im Pflegekinderwesen in Deutschland noch mehr verankern soll und von Maria Aarts begleitet und supervidiert werden wird. Dazu wird es weitergehende Angebote zur Aus- und Weiterbildung in Verbindung mit dem
Süddeutschen Marte Meo Institut geben.

Der Fachtag kann im Falle einer Marte Meo-Ausbildung anerkannt werden.
Für 2011 ist ein weiterer Fachtag als Projekt-Abschluss geplant.
Mehr Information dazu finden Sie unter http://www.smmi.de

Veranstaltungsflyer

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