VG Mainz: Urteil zur Namensänderung

Posted on Mai 19, 2015. Filed under: Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: |

Streit um Familiennamen eines Pflegekindes
Der Familienname eines Kindes kann in den Namen der Pflegeeltern geändert werden, wenn dies dem Wohl des Kindes förderlich ist. Dies entschied das Verwaltungsgericht Mainz.

Das heute 10-jährige Kind lebt seit seiner Geburt bei Pflegeeltern. Es trägt den Familiennamen der leiblichen Mutter. Auf Wunsch des Kindes und im Einverständnis mit den Pflegeeltern gab die zuständige Verbandsgemeinde dem Antrag auf Änderung des Familiennamens des Kindes in den der Pflegeeltern statt und führte aus, dass eine Namensänderung zur dauerhaften Sicherung des Wohls des Kindes erforderlich sei. Dagegen richtete sich die Klage des leiblichen Vaters, der die Interessen der leiblichen Eltern unnötig zurückgesetzt sieht. Eine Namensänderung sei nicht notwendig, um seinem Kind Sicherheit zu vermitteln; sie schade vielmehr der Bindung zwischen den leiblichen Eltern und dem Kind. Das Verwaltungsgericht wies die Klage ab.

Ein die Änderung des Familiennamens rechtfertigender wichtiger Grund liege vor, wenn die Abwägung aller Umstände ein Übergewicht der für die Änderung sprechenden Belange ergebe. In Fällen eines in Dauerpflege aufwachsenden Kindes sei es nach der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts notwendig, aber auch ausreichend, dass die begehrte Namensänderung dem Wohl des Pflegekindes förderlich sei und überwiegende Interessen an der Beibehaltung des bisherigen Namens nicht entgegenstünden. Im vorliegenden Fall bestehe eine intensive Beziehung des Kindes zu den Pflegeltern, die es auch zukünftig zu stabilisieren gelte. Das Interesse des leiblichen Vaters trete dahinter zurück, wobei auch zu berücksichtigen sei, dass das Kind schon bisher einen anderen Familienname trage als sein Vater.

(Verwaltungsgericht Mainz, Urteil vom 24. April 2015, 4 K 464/14.MZ)

Die Entscheidung kann hier abgerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Verwaltungsgericht Mainz vom 19.05.2015

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„Rechte und Pflichten von Pflegeeltern“ am 25.04. in Berlin

Posted on April 9, 2015. Filed under: Berlin, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Am 25.04. referiert Fachanwalt Steffen Siefert für den AktivVerbund e.V. zum Thema „Rechte und Pflichten von Pflegeeltern„. Das Tagesseminar findet von 10 – 17 Uhr im Mercure Hotel Berlin City West statt.

Geplant sind u.a. folgende Themen:

  • Was tun, wenn die Herausnahme des Pflegekindes droht
  • Die Möglichkeit einer Verbleibensanordnung
  • Einzelvormundschaft für Pflegeeltern – Vorteile, Nachteile und Voraussetzungen, diese zu bekommen
  • Umgangsprobleme
  • Voraussetzungen einer Namensänderung

Fragen der Teilnehmer und Teilnehmerinnen sind willkommen.

nähere Informationen

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„Neues“ Verfahrensrecht – Rechte von Pflegeeltern, Vormundschaft und Namensänderung“ am 10.07. in Regensburg

Posted on Juni 10, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Für den Ortsverein PFAD FÜR KINDER – Verein der Pflege- und Adoptivfamilien in Regensburg und Umgebung e.V. referiert Rechtsanwalt Andreas Woidich aus Fürth am 10.07. zum Thema „Neues“ Verfahrensrecht – Rechte von Pflegeeltern, Vormundschaft und Namensänderung.

Das Treffen findet um 20 Uhr im Konferenzraum des neuen Jugendamtes der Stadt Regensburg in der Richard-Wagner-Str. 20 in Regensburg, statt.

nähere Informationen bei Frau Gabriele Lingl, E-Mail: lingl.hug@t-online.de

 

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Urteil: Wenn keine Bindungen des Kindes an seine leiblichen Eltern bestehen, kann Pflegekind Familiennamen seiner Pflegeeltern annehmen

Posted on Oktober 13, 2008. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: |

Urteil des Verwaltungsgericht Münster vom 23.09.2008,
Az. 1 K 117/08
:

Die Änderung des Familiennamens eines Pflegekindes in den seiner Pflegeeltern wird durch einen wichtigen Grund im Sinne des Namensänderungsgesetzes gerechtfertigt, wenn die Änderung das Wohl des Kindes fördert und überwiegende Interessen an der Beibehaltung seines Namens nicht bestehen. Dies ist der Fall, wenn sich das Kind seiner Pflegefamilie zugehörig fühlt, deren Familiennamen als den seinen verinnerlicht hat und keine Bindungen zu seinen leiblichen Eltern hat.

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Urteil: Namensänderung eines Pflegekindes

Posted on Mai 24, 2008. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: |

Das Verwaltungsgericht Münster veröffentlichte am 07.05.2008 unter dem Aktenzeichen 1 K 1942/06 ein Urteil bezüglich der Namensänderung eines Pflegekindes.

Link zum Urteil

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