KomDat-Ausgabe 01+02/2011 erschienen

Posted on Juni 10, 2011. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Das Gewand von KomDat (Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe) hat sich mit der 40. Ausgabe gewandelt. Nach mehr als 10 Jahren wurde das äußere Erscheinungsbild etwas verändert. Inhaltlich aber wird an Bewährtem festgehalten. Auch mit dieser Ausgabe werden aktuelle Themen der Kinder- und Jugendhilfe empirisch unterfüttert oder auf spannende Befunde der Statistik aufmerksam gemacht.

Geleitet wurden die Autoren dieses Mal vor allem durch die Themenschwerpunkte des 14. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetags:

  • Erziehung und Bildung
  • aktuelle Tendenzen der Heimerziehung
  • Passungsverhältnis zwischen Elternwünschen, Angeboten der Kindertageseinrichtungen und den Bedürfnissen der Kinder
  • Integration und Teilhabe bei Adressaten der Kinder- und Jugendhilfe mit Zuwanderungsgeschichte
  • Fachkräfte und Fachlichkeit – Der zukünftige Personalbedarf für die Kinder- und Jugendhilfe

Und dabei wird deutlich: Die Kinder- und Jugendhilfe ist eine Zukunftsbranche.

zum Download des KomDat-Heftes 01+02/2011

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Bericht von der gemeinsamen Fachtagung für die Pflegekinderdienste in Rheinland-Pfalz und Saarland

Posted on Mai 23, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Wie alljährlich hatte das Landesjugendamt die Fachkräfte der Pflegekinderdienste aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland wieder zu einer zweitägigen Fortbildung nach Neustadt an der Weinstraße eingeladen.

Am 9. und 10.05.2011 hatten mehr als 70 Mitarbeiter/innen der Pflegekinderdienste in öffentlicher und freier Trägerschaft die Gelegenheit, gleich von vier ausgewiesenen Experten der Vollzeitpflege aus unterschiedlichen Fachbereichen grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Umsetzungsmöglichkeiten der Partizipation von Pflegekindern zu erfahren und zu diskutieren.

Selten gab es ein Thema, bei dem so viel Einigkeit hinsichtlich der fachlichen Standards und Umsetzung der von den Referenten vertretenen Thesen bestand, wie bei dem Thema Beteiligung.

Prof. Dr. Jörg Maywald von der Universität Potsdam äußerte sich sehr positiv über die in Rheinland-Pfalz praktizierte Stärkung der Kinderrechte. Er betonte, dass aus ethischer und moralischer Sicht kaum eine Fachkraft, die mit Pflegekindern arbeite, deren Recht bestreite, sie intensiv in die Planung ihrer Zukunft einzubeziehen. Die gleiche Haltung wurde auch von Prof. Dr. Klaus Wolf von der Universität Siegen vertreten. Wesentlich schwieriger war die Frage, wie die Sozialarbeiter/innen insbesondere bei kleinen Kindern erkennen und dokumentieren können, was dem Wohl des Kindes dient und was sein Wille ist.

Prof. Dr. Christine Köckeritz beleuchtete aus entwicklungspsychologischer Sicht die Situation von Kindern und Jugendlichen ab dem Schulalter. Ab dieser Altersstufe erweitern sich aufgrund kognitiver Fähigkeiten der Kinder ihre Einschätzungen über sich selbst und ihre Bezugspersonen. Die Kinder sehen die Welt nun nicht mehr vorwiegend aus der Handlungsperspektive („da hat Mama ein Pflaster auf mein Knie gemacht“) sondern können ihre eigenen und die Empfindungen ihrer Bezugspersonen erkennen und beschreiben („da war ich traurig, da hat Mama mich getröstet“).

Daher ist es von Beginn dieser Phase an von zentraler Bedeutung, die Kinder immer wieder im Rahmen ihrer Unterbringung in Vollzeitpflege in weitere Entscheidungen einzubeziehen und ihre Wünsche zu beachten. Genauso wichtig ist es, altersgerecht zu erklären, warum die Erwachsenen eventuell zu ihrem Schutz eine andere Entscheidung treffen müssen.
Diese Ausführungen waren die „Steilvorlage“ für Prof. Dr. Klaus Wolf, der am zweiten Tag mit Interviewsequenzen besonders einprägsam darstellte, wie bedeutsam es für die positive Entwicklung von Pflegekindern ist, dass mit ihnen gesprochen wird und sie in Entscheidungsprozesse einzubeziehen.
„Es war auf einmal, als ich im Sportunterricht war und zwei erwachsene Menschen vor mir standen mit meiner Lehrerin und mit mir sprechen wollten. Und dann haben sie mir erklärt, dass ich jetzt von meiner Familie getrennt werde, und warum das so ist und dass ich eine neue Familie bekomme und erst hab ich das gar nicht so schlimm empfunden. Dann hab ich mir natürlich schon immer wieder Fragen gestellt und hatte auch Heimweh, bis ich das alles ganz begriffen habe und mich bei meinen jetzigen Eltern eingelebt hatte. Aber die Frau vom Pflegekinderdienst ist regelmäßig gekommen und hat mir immer wieder alles erklärt, sodass ich es irgendwann auch verstanden habe.“ (Prof. Dr. Klaus Wolf, Partizipation an zentralen biografischen Stationen im Leben eines Pflegekindes, Mai 2011)

Rüdiger Arendt, Mitarbeiter des Landesjugendamtes Baden-Württemberg, stellte eine in seiner Institution erarbeitete Checkliste für die Beteiligung von Pflegekindern vor. Außerdem hatte er eine Fülle von Materialien von Broschüren bis Kaffeebechern mitgebracht, die den Fachkräften die Möglichkeit bieten, mit (Pflege)-Kindern über ihre Rechte zu sprechen und diese so angemessen zu beteiligen.

In ihren Schlussworten ging Frau Zeller neben den Ausführungen zum Thema Partizipation auch auf weitere Aufgaben und Entwicklungen in der Jugendhilfe ein, wie z.B. das geplante Bundeskinderschutzgesetz. Dieses hat ebenso wie die Neuregelungen im Vormundschaftsrecht auch Auswirkungen auf die Arbeit der Pflegekinderhilfe. Bevor Teilnehmer/innen und Veranstalter/innen zufrieden und mit vielen neuen Ideen nach Hause fuhren, gab es den Hinweis auf die nächste Jahrestagung, die am 21. und 22. Mai 2012 wieder im sonnigen Neustadt an der Weinstraße stattfinden wird.

Quele: Landesjugendamt Rheinland-Pfalz vom 23.05.2011

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Beteiligung von Mädchen und Jungen in Einrichtungen der Erziehungshilfen“ vom 20.-22.06. in Herrenberg-Gültstein

Posted on Mai 20, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Fachkräfte und LeiterInnen öffentlicher und freier Träger der Jugendhilfe lädt die IGfH in Kooperation mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) vom 20.-22.06. nach Herrenberg-Gültstein ein zur Fortbildung „Rechte haben – Recht kriegen! Konkrete Formen der Beteiligung von Mädchen und Jungen in Einrichtungen der Erziehungshilfen„.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Fachkräftetagung „Partizipation als Handlungsprinzip“ am 09.10.05. in Neustadt/Weinstraße

Posted on April 5, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Sozialpädagogische Fortbildungszentrum (SPFZ) des Landesjugendamtes Rheinland-Pfalz ist am 09./10.05. Veranstalter der Fachtagung „Partizipation als Handlungsprinzip – Wie können wir Pflegekinder im Erkennen und Wahrnehmen ihrer Rechte stärken und sie auf ihrem Weg wertschätzend begleiten?“ im Herz-Jesu-Kloster in Neustadt an der Weinstraße. Referentin wird Prof. Dr. Christine Köckeritz sein. Zielgruppe sind Mitarbeitende aus Pflegekinderdiensten öffentlicher und freier Träger der Jugendhife

Im Rahmen der Unterbringung von Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien be-schäftigen sich viele Menschen intensiv mit den Lebenssituationen, den Bedürfnissen und den Entwicklungsperspektiven der betroffenen Kinder. Wie können wir sicherstellen, dass auch die Kinder ausreichend beteiligt und in die für ihre Zukunft wichtigen Entscheidungen einbezogen werden? Die Umsetzung der Rechte von Kindern auf Information, Mitbestimmung, auf Fürsorge und Förderung und natürlich auf Schutz vor Gewalt muss gefördert werden. In der Veranstaltung wird aufgezeigt, wie die Kinder und Jugendlichen in Pflegeverhältnissen angemessen in Entscheidungen über ihre Unterbringung außerhalb der eigenen Familie eingebunden werden können. Wie Partizipation an den zentralen biografischen Stationen im Leben eines Pflegekindes sichergestellt werden kann, wird auf der Basis von Interviews mit ehemaligen Pflegekindern erläutert.

Kontakt:
Veronika Bergmann, Telefon 06131 967-133, bergmann.veronika@lsjv.rlp.de (im SPFZ)

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Rechtsansprüche in der Jugendhilfe und die Durchsetzung von Betroffenenrechten“ am 01.04. in Berlin

Posted on März 3, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am Freitag, den 01.04.2011 von 09 bis 15 Uhr veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. eine Fortbildung zum Thema „Rechtsansprüche in der Jugendhilfe und die Durchsetzung von Betroffenenrechten“. Ein besonderes Augenmerk wollen wir dabei besonders auf die Hilfen für junge Volljährige legen.

Wie wird die Hilfeentscheidung im Jugendamt getroffen (Hilfeplanung) und welche Rechte haben die Betroffenen im Hilfeplanverfahren?
Welche Möglichkeiten gibt es Betroffenenrechte durchzusetzen und wann ist das Jugendamt zuständig und wann das JobCenter oder das Sozialamt?

Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, die sich zu dieser speziellen Thematik kompakt weiterbilden wollen.

TeilnehmerInnen können sich per Mail, Brief oder Fax bis zum 25.03.2011 beim Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. anmelden.

Informationsflyer

Quelle: Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Berichte zur 1. Jahrestagung der Pflegekinder-Aktion Schweiz: „Was Pflegekinder stark macht – Kontinuität als Schlüssel zum Erfolg“

Posted on Januar 20, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

An der 1. Jahrestagung der Pflegekinder-Aktion Schweiz haben 130 Fachleute aus dem Pflegekinderbereich teilgenommen. Kontinuität, Partizipation und Vernetzung waren die Inhalte der 1. Jahrestagung am 03.12.2010 in Zürich. Zum Thema «Was Pflegekinder starkt macht – Kontinuität in Pflegeverhältnissen» referierten Nationalrätin Jacqueline Fehr und verschiedene Fachleute.

Referate und Workshopunterlagen:

Quelle: Pflegekinder-Aktion Schweiz

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

1. Jahrestagung der Pflegekinder-Aktion Schweiz am 03.12. in Zürich

Posted on Oktober 4, 2010. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Kontinuität, Partizipation und Vernetzung sind Inhalte der 1. Jahrestagung 2010 der Pflegekinder-Aktion SchweizWas Pflegekinder stark macht – Kontinuität als Schlüssel zum Erfolg„. Sie richtet sich vor allem an Fachpersonen.

Der erste Teil der Tagung ist dem Erfahrungsbericht eines Pflegevaters und zwei Referaten aus wissenschaftlicher Sicht gewidmet. Am Nachmittag werden in Workshops folgende Themen vertieft:

  • Mitwirkung stärkt Pflegekinder
  • Kommunikation mit Kindern als Herausforderung für Fachpersonen»
  • Beteiligung aus rechtlicher Perspektive

Mit den TeilnehmerInnen sollen Strukturen der Zusammenarbeit diskutiert werden, die es erlauben, in der Arbeit mit Pflegekindern vermehrt Kontinuität und Partizipation zu gewährleisten. Nationalrätin Jacqueline Fehr informiert im Anschluss über den Beitrag der Politik zur Förderung des Pflegekinderbereichs. Ziel der Jahrestagungen ist es, regelmässig Themen vorzustellen, mit denen sich die Pflegekinder-Aktion Schweiz besonders befasst.

Flyer und Anmeldetalon

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

inMR-Fachtag „Teilhabe von Kindern und Jugendlichen“ am 17.08. in Lüneburg

Posted on Juli 16, 2010. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Schule, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Das Projekt inklusive menschenrechte veranstaltet am 17.08. in Lüneburg einen Fachtag zum Thema „Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in Bildung und Erziehung verwirklichen – (wie) ist inklusive Praxis in bestehenden Strukturen möglich?„.

In einer Mischung aus Forum, Vorträgen und Themeninseln sollen Erfahrungen aus der zweijährigen Projektarbeit vorgestellt und Fachkräfte aus Bildung und Sozialer Arbeit, Eltern, Kinder und PolitikerInnen zu gegenseitigem Austausch und Diskussion angeregt werden.

Programm

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Fachtag “Darf ich Mama zu Dir sagen?” am 23.03. in Mannheim

Posted on März 18, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , , |

Darf ich Mama zu Dir sagen?” heißt der Fachtag für Fachkräfte der Jugendhilfe und weitere mit der Fremdplatzierung von Kindern in Pflegefamilien befasste Institutionen und Personen, den das Jugendamt der Stadt Mannheim am Dienstag den 23.03. veranstaltet.

Thematisiert wird die „Kindliche Sicherheit als Leitlinie fachlichen Handelns – Fremdplatzierung und Bindung von Kindern in Pflegefamilien„. Hauptreferenten werden Dipl. Psychologe Dr. Hermann Scheuerer-Englisch und Dipl. Pädagogin Daniela Reimer sein. Für den Nachmittag sind Workshops geplant.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Um Anmeldung für Fachtag und Workshops wird gebeten.

Pflegekinderdienst der Jugendamt Mannheim
E-mail: pflegekinderdienst@mannheim.de
Telefon: 0621 / 293 6260 (Frau Kollofrath)

Veranstaltungsflyer

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Live-Chat mit Abgeordneten zum Thema Kinderrechte am 16.12.

Posted on Dezember 15, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Wird Deutschland seinen Kindern und Jugendlichen gerecht?
Haben Jugendliche eine Lobby in der Politik?
Gehören Kinderrechte ins Grundgesetz?

Abgeordnete der Regierungs- und Oppositionsfraktionen im Deutschen Bundestag stellen sich am Mittwoch, den 16. Dezember von 17 bis 18 Uhr live den Fragen im Jugendforum des Deutschen Bundestages auf www.mitmischen.de.

Es chatten:
Dr. Peter Tauber (CDU/CSU)
Marlene Rupprecht (SPD)
Florian Bernschneider (FDP), angefragt
Raju Sharma, (Die Linke), angefragt
Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen), angefragt

www.mitmischen.de ist das offizielle Jugendportal des Deutschen Bundestages und ermöglicht Jugendlichen den direkten Draht zu Bundestagsabgeordneten. Außerdem gibt es hier politisch ausgewogene Berichterstattung direkt aus dem Reichstag und einen Blick hinter die Kulissen des Politikbetriebes.

Was will www.mitmischen.de?

Das Jugendportal des Deutschen Bundestages bietet Jugendlichen ab 14 Jahren den direkten Draht zur Bundespolitik. Hier erfahren sie aus erster Hand, wie Politik gemacht wird. In Foren, Blogs und Chats wird diskutiert, überzeugt und um Lösungen gerungen. Jeden Monat bieten Schwerpunktthemen mehr als nur Info-Häppchen und Infotainment.

Politik braucht informierte und engagierte Menschen: Das ist die Botschaft von www.mitmischen.de.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Vorstand der AGJ beschließt Positionspapier zur Kinder- und Jugendpolitik

Posted on Oktober 21, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Auf seiner Sitzung am 30. September/1. Oktober d. J. beschloss der Vorstand der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ einstimmig das Positionspapier „Bildung – Integration – Teilhabe. Kinder- und Jugendpolitik gestalten„.

Ausgehend von zunehmenden politischen und gesellschaftlichen Debatten um Kinder und Jugendliche im Zusammenhang mit Schulfähigkeit, Employability oder dem im Rahmen von Ressourcendiskussionen auftretenden Begriff des sogenannten „Humankapitals“ hat sich die AGJ in ihrem Positionspapier mit den Anforderungen an eine zeitgemäße Kinder- und Jugendhilfepolitik befasst. Die AGJ stellt darin fest, dass es die grundlegende Aufgabe von Kinder- und Jugendpolitik ist, allen jungen Menschen ein Recht auf Kindheit und Jugend unabhängig von gesellschaftlichen Verwertungszusammenhängen zu garantieren.

Im Sinne einer tragfähigen Zukunftspolitik ist es, aus Sicht der AGJ, die Aufgabe von Staat und Gesellschaft, Kindern und Jugendlichen für ihre gelingende Entwicklung notwendige Gestaltungsspielräume zur Verfügung zu stellen und sie an ihre Lebenswelt betreffenden Gestaltungsprozessen zu beteiligen.

zum Positionspapier der AGJ „Bildung – Integration – Teilhabe. Kinder- und Jugendpolitik gestalten“

Quelle: Presseinformation der AGJ vom 20.10.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Paritätischer mahnt zur Besonnenheit beim Kinderschutz

Posted on September 16, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Der Paritätische Wohlfahrtsverband fordert die Einrichtung einer interdisziplinären Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung eines Kinderschutzgesetzes in der nächsten Legislaturperiode. Der Verband begrüßt die Vorschläge von Justizministerin Zypries zur Reform des Vormundschaftsrechtes als wichtigen Schritt zur Verbesserung des Kinderschutzes, warnt jedoch davor, sich in Einzelmaßnahmen zu verrennen.

Die Entlastung der Amtsvormünder und eine Stärkung der Mitwirkungsrechte von Kindern und Jugendlichen seien überfällig. „Ein Amtsvormund, der für 120 Kinder und Jugendliche zuständig ist, kann seine Aufgabe nicht mit der gebotenen Sorgfalt und Verantwortung wahrnehmen. Hier brauchen wir zwingend eine Entlastung“, so Verbandsvorsitzende Heidi Merk. Geprüft werden müsse, wie sichergestellt werden kann, dass Vertrauen und Bindung zwischen Vormund und Mündel aufgebaut werden können. „Es ist nicht mit der gesetzlichen Vorgabe eines geänderten Betreuungsschlüssels und der verstärkten Mobilisierung Ehrenamtlicher allein getan. Es müssen auch die entsprechenden Ressourcen zur Verfügung gestellt werden“, so Merk.

„Die Politik muss nach der Bundestagswahl unter Beteiligung aller betroffenen Akteure prüfen, welche weiteren bundesgesetzlichen Regelungen zur besseren Prävention notwendig sind“, fordert die Verbandsvorsitzende. „Alle müssen gemeinsam an einen Tisch und genau schauen, wie die verschiedenen Einzelmaßnahmen sinnvoll aufeinander abgestimmt werden können. Nur dann bekommen wir ein Kinderschutzgesetz, das Kindern und Jugendlichen wirklich hilft.“

Quelle: Pressemeldung des Paritätischen vom 02.09.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Bundesjugendkuratorium: Kinder- und Jugendbeteiligung stärken

Posted on Juli 18, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Trotz vieler Fortschritte in den letzten Jahren und einer Vielzahl gelungener Projekte gibt es in Deutschland bei der flächendeckenden Umsetzung von Partizipationsmöglichkeiten von Kindern und Jugendlichen noch immer deutliche Defizite. Das Bundesjugendkuratorium (BJK) beklagt in einer aktuellen Stellungnahme eine Diskrepanz zwischen fachpolitischen Zielen und Absichtserklärungen einerseits und der Partizipationswirklichkeit andererseits.

Für das BJK ist Partizipation kein beliebiges Element in der Politik für Kinder und Jugendliche, sondern elementarer Bestandteil der demokratischen Kultur. Das Gremium fordert vor diesem Hintergrund alle relevanten Akteure dazu auf, nachhaltige Beteiligungsstrukturen und Partizipationsangebote insbesondere für benachteiligte Kinder und Jugendliche zu schaffen.

Hierzu bedarf es auf allen gesellschaftlichen Ebenen der Verankerung von Partizipation als Querschnittsaufgabe sowie einer abgestimmten Strategie zwischen allen Akteuren in Kommune, Ländern, Bund und EU. Das Bundesjugendkuratorium ist ein von der Bundesregierung eingesetztes Gremium zur Beratung in grundsätzlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und in Querschnittsfragen der Kinder- und Jugendpolitik.

ausführliche BJK-Stellungnahme (pdf)

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Mehr Partizipation von Kindern und Jugendlichen gefordert

Posted on Juli 1, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Bundesjugendkuratorium zeigt enorme Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit auf

Das Bundesjugendkuratorium (BJK) stellt fest, dass trotz einer Vielzahl an Initiativen und Impulsen zur verbesserten Partizipation von Kindern und Jugendlichen in den letzten beiden Jahrzehnten bei der Umsetzung von Partizipationsmöglichkeiten noch immer deutliche Defizite bestehen. Nach Ansicht des BJK kommt es vor allem darauf an, durchgängige Beteiligungsmöglichkeiten für alle Kinder und Jugendlichen an den sie betreffenden Entscheidungen als strukturellen Bestandteil
der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen zu verankern.

„Partizipation von Kindern und Jugendlichen fängt in den Köpfen der Erwachsenen an“, erklärt die Vorsitzende des BJK Dr. Claudia Lücking-Michel. So formuliert das BJK grundlegende konzeptionelle und fachliche Anforderungen an eine Politik der erweiterten Partizipation von Kindern und Jugendlichen und benennt Handlungsempfehlungen für die jeweiligen politischen Ebenen, um
eine nachhaltige Partizipationsstruktur über personen- und situationsbezogenes Engagement hinaus zu etablieren.

Das BJK spricht sich in seiner Stellungnahme nicht nur für eine Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bereits in jungen Jahren in allen Lebensbereichen und Handlungsfeldern aus, sondern regt insbesondere die Entwicklung einer abgestimmten Gesamtstrategie zwischen Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungseinrichtungen (insbesondere in der Schule und in den Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe) sowie den politischen Ebenen der Kommunen, der Länder, des Bundes und der Europäischen Union an. Das BJK fordert dazu die jeweiligen Akteure auf, eine gemeinsame Partizipationsstrategie und einen Zeitplan für die Umsetzung von Teilzielen festzulegen. Zudem darf die Chance zur Beteiligung nicht auf Kinder und Jugendliche mit einem höheren formalen Bildungsgrad beschränkt bleiben, vielmehr müssen auch benachteiligte Kinder und Jugendliche in Beteiligungsprozesse einbezogen und für diese begeistert werden.

Bundesjugendkuratorium
Das Bundesjugendkuratorium (BJK) ist ein von der Bundesregierung eingesetztes Gremium. Es berät die Bundesregierung in grundsätzlichen Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und in Querschnittsfragen der Kinder- und Jugendpolitik. Dem BJK gehören bis zu 15 Sachverständige aus Politik, Verwaltung, Verbänden und Wissenschaft an. Die Mitglieder werden durch die Bundesministerin/
den Bundesminister für Familien, Senioren, Frauen und Jugend für die Dauer der laufenden Legislaturperiode berufen.

Quelle: Pressemitteilung des Bbundesjugendkuratoriums vom 30.06.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Befragung zur Partizipation von Leistungsberechtigten im Hilfeplanprozess

Posted on Juli 1, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung | Schlagwörter: , , |

In Rahmen einer begrenzten Fallstudie geht Björn Pfadenhauer vom Fachbereich Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen der Frage nach, wodurch Mitarbeiter/-innen von Jugendämtern daran gehindert werden, die persönlichen Interessen Leistungsberechtigter bei der Auswahl eines geeigneten Leistungserbringers berücksichtigen zu können.

In diesem Zusammenhang werden Mitarbeiter/-innen von Jugendämtern gesucht, die im Rahmen der Hilfen zur Erziehung (§§ 27-32, 35 SGB VIII) Leistungsberechtigte in ambulante und teilstationäre Angebote vermitteln und die bereit sind einen Fragebogen auszufüllen.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

AGJ-Diskussionspapier: Qualifizierung und Fachlichkeit für Partizipation – Anforderungen an sozialpädagogische Fachkräfte

Posted on April 6, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die umfassende Beteiligung der Adressatinnen und Adressaten an allem, was ihre Person und ihre Lebenswelt betrifft, ist ein zentrales Paradigma pädagogischen Handelns. Dieses im Alltag der Kinder- und Jugendhilfe zu verwirklichen, gehört zu den wesentlichen Aufgaben der dort tätigen Fachkräfte.

Mit dem Diskussionspapier – erarbeitet durch den Fachausschuss “Qualifizierung, Forschung, Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe” – will die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ) aufzeigen, wie sich wesentliche Anforderungen an die Fachlichkeit in der Organisation von Trägern freier und öffentlicher Kinder- und Jugendhilfe, in Ausbildungsinhalten und bei der Personalentwicklung widerspiegeln sollten.

Um die Diskussion über die notwendige Veränderung von interner Organisation sowie der Aus- und Weiterbildung anzuregen, wird im in einem ersten Schritt knapp die Notwendigkeit, umfassende Partizipationsmöglichkeiten für die Adressatinnen und Adressaten zu sichern und diese auszubauen, dargestellt. In einem zweiten Schritt werden Konsequenzen für die Träger der Angebote sowie für die Aus- und Weiterbildung skizziert.

Das Diskussionspapier kann auf der Seite der AGJ heruntergeladen werden.

Quelle: Der Paritätische in Bayern vom 31.03.2009 – Alice Schalkhaußer, Referentin Kinder / Jugend

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Vorträge der Abschlusstagung des Forschungsprojektes Pflegekinderhilfe online

Posted on Januar 14, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , |

Das Deutsche Jugendinstitut stellt die Power-Point-Präsentationen der Vorträge der Abschlusstagung des Forschungsprojektes Pflegekinderhilfe „Kinder in Pflegefamilien: Chancen, Risiken, Nebenwirkungen“ vom 10./11. Dezember 2008 in Bonn online zur Verfügung:

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Dokumentation der Fachtagung „Kinderschutz, Kinderrechte, Beteiligung“

Posted on Januar 9, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

Das Sozialpädagogische Institut im SOS-Kinderdorf e.V. (SPI) hat nun eine umfassende Dokumentation der Fachtagung „Kinderschutz, Kinderrechte, Beteiligung – für das Wohlergehen von Kindern sorgen“, die 2007 in Berlin stattfand, herausgebracht.

Inhalte:

Wie kann ein umfassender Kinderschutz realisiert werden, der über die bloße Abwehr von Gefahren hinausgeht? Könnten Kinder besser geschützt werden, wenn sie Träger eigener Rechte wären? Wie würde sich das Verhältnis von Hilfe und Kontrolle verändern, wenn Kinderrechte in das Grundgesetz aufgenommen würden? Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt der Fachtagung „Kinderschutz, Kinderrechte, Beteiligung – für das Wohlergehen von Kindern sorgen“.

Die Autorinnen und Autoren befassen sich mit dem Wohlbefinden und den Entwicklungsmöglichkeiten von Kindern, mit der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention, mit der Balance von Eltern- und Kinderrechten, familiengerichtlichen Maßnahmen zur Abwendung von Kindeswohlgefährdungen sowie mit verschiedenen Fragen des Kinderschutzes und der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in der stationären Erziehungshilfe und im kommunalen Raum. Ihr Credo lautet: Kinderschutz ist weit mehr als das bloße Reagieren auf akute Gefährdungen und deren Abwehr. Umfassender Kinderschutz unterstützt Kinder darin, Gefahren vorausschauend zu erkennen und mit ihnen angemessen umzugehen; er befähigt sie, Einfluss zu nehmen auf ihr Leben. Der Schlüssel hierzu sind der Kinderrechteansatz und entsprechende Beteiligungsmöglichkeiten im Alltag.

Bestellmöglichkeit

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Nächste Beiträge »

Liked it here?
Why not try sites on the blogroll...