Bundesregierung prüft Adoptionsrecht durch Paare in eingetragenen Lebenspartnerschaften

Posted on Januar 7, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/BOB) Ob Menschen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft das adoptierte Kind ihres Partners ebenfalls adoptieren dürfen, wird derzeit geprüft. Von Bedeutung werde auch der Ausgang zweier beim Bundesverfassungsgericht anhängiger Verfahren sein, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/8248) auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/4112) mit.

Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht die Möglichkeit vor, ein von dem Ehepartner adoptiertes Kind zu adoptieren. Das Lebenspartnerschaftsgesetz sehe diese Möglichkeit für Schwule und Lesben bisher nicht vor. Das „Europäische Abkommen über die Adoption von Kindern“ vom Herbst 2008 überlasse den Staaten die Entscheidung, in einer stabilen Partnerschaft zusammenlebenden, homosexuellen Paaren die Adoption eines Kindes zu ermöglichen.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 005 vom 06.01.2012

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Studie: Wie leben Regenbogenfamilien in Köln?

Posted on November 3, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

(pfad-ma) Dieser Frage geht eine Studie der Stadt Köln in Zusammenarbeit mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) und dem Rubicon Beratungszentrum für Lesben und Schwule nach. 114 Familien, in denen insgesamt 169 Kinder aufwachsen, beantworteten online Fragen zu ihrer Lebenswirklichkeit.

Unter dem Titel “Wir sind Eltern” sind die Ergebnisse der Befragung erschienen. Die Studie zeigt, dass Regenbogenfamilien in vielfältigen Konstellationen leben. Ins Auge fallen zwei Aspekte: Es gibt kaum alleinerziehende Schwule und Lesben und in Regenbogenfamilien wird oft eine egalitäre Aufgabenteilung gelebt: Arbeit, Haushalt und Kinder werden wesentlich häufiger gleichmäßig verteilt als in Heterofamilien.

Kritisch sehen die befragten Familien die Arbeit des Kölner Jugendamtes, mit dem viele im Rahmen einer Stiefkindadoption Kontakt haben: 69 Prozent halten die dortigen Mitarbeiter/innen für inkompetent. Bei Fragen zur Stiefkindadoption zeigten sie sich ebenso uninformiert und vorurteilsbeladen wie gegenüber (potenziellen) schwulen und lesbischen Pflegeeltern – so die Einschätzung der Befragten. Immerhin 26 Prozent stuften die Erfahrungen mit Kölner Behörden als diskriminierend ein.

Ihrer Stadt stellen die meisten dagegen ein positives Zeugnis aus: Köln erhält insgesamt die Durchschnittsnote 2,7. Über 50 % der Teilnehmer/innen bewerteten ihre Stadt mit der Schulnote „eins“ oder „zwei“. Für einige war ein Umzug nach Köln sogar ein bewusster Teil ihrer Familienplanung: Sie erhofften sich davon, in einem möglichst diskriminierungsfreien Umfeld leben zu können.

Die Printversion der Studie kann über das Referat für Lesben, Schwule und Transgender der Stadt Köln bezogen (http://www.stadt-koeln.de/buergerservice/adressen/00869/) oder als pdf-Datei auf der Website des LSVD (http://www.lsvd.de/713.98.html) heruntergeladen werden.

Frohn, D., Herbertz-Floßdorf, M. & Wirth, T. (2011). Wir sind Eltern! Eine Studie zur Lebenssituation von Kölner Regenbogenfamilien. Köln: Stadt Köln (Hrsg.’in).

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Anmeldefrist verlängert beim PFAD-Seminar „Soziale Elternschaft in Regenbogenfamilien“ am 22.10. in Köln

Posted on Oktober 8, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Soziale Elternschaft in Regenbogenfamilien“ behandelt das Seminar des PFAD Bundesverbandes am 22.10. in Köln. Referentin Barbara Beckmann wird dabei sowohl Stiefkindadoption als auch Pflegschaft im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Herausforderung und gefühlter Elternschaft behandeln.

Jede Regenbogenfamilie ist geprägt von sozialer Elternschaft. Co-Mutter, Co-Vater oder Pflegeltern fühlen und handeln als Eltern. Trotzdem wird die Beziehung gerade von außen häufig in Frage gestellt. Um einen selbstbewussten Umgang damit zu entwickeln, werden wir uns eingehend mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welche eigenen Leitbilder haben wir?
  • Mit welchen öffentlichen Vorstellungen müssen wir uns auseinandersetzen?

Soziale Elternschaft beruht auf einem bewussten Beziehungsaufbau und einer Reflexion der gesellschaftlichen Anforderungen. Ein positiver Umgang mit der Rolle der sozialen Elternschaft stabilisiert die Familie und hilft den Kindern, sich in ihrem sozialen Umfeld selbstbewusst zu bewegen. Das Seminar wird Gelegenheit bieten, eigene und zugedachte Leitbilder dieser Rolle in den Blick zu nehmen und damit das Handlungsspektrum zu erweitern.

Anmeldungen sind noch bis zum 17.10. möglich!

Informationsflyer mit Anmeldung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Österreich: Lesbisches Paar klagt auf Anerkennung als Pflegeelternbewerberinnen

Posted on August 29, 2011. Filed under: Bewerber, International, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: |

ORF berichtet von der Klage eines lesbischen Paares aus Niederösterreich vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH).

Die Frauen werfen der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten vor, ihnen die Eintragung in eine Vormerkliste für Pflegekinder verweigert zu haben, ohne ihre Eignung zu prüfen.

zum Artikel Pflegekind: Lesbisches Paar geht zu Gericht

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

PFAD-Seminar „Soziale Elternschaft in Regenbogenfamilien“ am 22.10. in Köln

Posted on August 25, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Gruppe Unter-SchLuPf - http://www.unter-schlupf.de

Soziale Elternschaft in Regenbogenfamilien“ behandelt das Seminar des PFAD Bundesverbandes am 22.10. in Köln. Referentin Barbara Beckmann wird dabei sowohl Stiefkindadoption als auch Pflegschaft im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Herausforderung und gefühlter Elternschaft behandeln.

Jede Regenbogenfamilie ist geprägt von sozialer Elternschaft. Co-Mutter, Co-Vater oder Pflegeltern fühlen und handeln als Eltern. Trotzdem wird die Beziehung gerade von außen häufig in Frage gestellt. Um einen selbstbewussten Umgang damit zu entwickeln, werden wir uns eingehend mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welche eigenen Leitbilder haben wir?
  • Mit welchen öffentlichen Vorstellungen müssen wir uns auseinandersetzen?

Soziale Elternschaft beruht auf einem bewussten Beziehungsaufbau und einer Reflexion der gesellschaftlichen Anforderungen. Ein positiver Umgang mit der Rolle der sozialen Elternschaft stabilisiert die Familie und hilft den Kindern, sich in ihrem sozialen Umfeld selbstbewusst zu bewegen. Das Seminar wird Gelegenheit bieten, eigene und zugedachte Leitbilder dieser Rolle in den Blick zu nehmen und damit das Handlungsspektrum zu erweitern.

Informationsflyer mit Anmeldung

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

PFAD Fachzeitschrift 03/2011 erschienen

Posted on August 14, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die „Vielfalt der Familienformen“ behandelt das Hauptthema des PFAD Heftes 03/2011, das Mitte August erscheint und Sie wieder aktuell zu Themen der Pflege- und Adoptivkinderhilfe und Neuigkeiten aus dem PFAD-Bundesverband und seinen Landesverbänden informiert.

Hier finden Sie einen Überblick über die Inhalte des neuesten Heftes.

Für PFAD-Mitglieder und Abonnenten steht die komplette Ausgabe auch kostenlos als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Ihre Benutzerkennung erhalten Sie über den Verlag per Mailanfrage an info@schulz-kirchner.de oder unter der Telefonnummer 06126 9320-0.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Berlin: 65 Kinder bei gleichgeschlechtlichen Pflegeeltern

Posted on August 11, 2011. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Berlin – Etwa 65 Berliner Kinder leben bei gleichgeschlechtlichen Pflegeeltern. Das teilte Familienstaatssekretärin Claudia Zinke (SPD) mit. Nach Angaben aus den Bezirken gebe es etwa 50 Familien, in denen sich ein schwules oder ein lesbisches Paar um Pflegekinder kümmere. Der Anteil sei noch gering, die Erfahrungen der Jugendämter jedoch «außerordentlich positiv», antwortete Zinke auf eine Anfrage der Linken im Abgeordnetenhaus.

Insgesamt wüchsen nach einer Schätzung der Sozialverwaltung ein bis zwei Prozent der Berliner Kinder bei gleichgeschlechtlich orientierten Eltern auf. In Berlin gibt es demnach gut 9000 der bundesweit insgesamt 23 000 sogenannten Homo-Ehen.

Quelle: Berliner Zeitung vom 10.08.2011

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Leben mit Kindern – der Weg zum Pflegekind“ am 18.08. in Magdeburg

Posted on Juli 21, 2011. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Ein Vortrag zum Thema „Leben mit Kindern – der Weg zum Pflegekind“ mit Referentin Angela Greib findet am 18.08. ab 20 Uhr im Volksbad Buckau / Frauenzentrum Courage in der Karl-Schmidt-Strasse 56 in Magdeburg statt.

Die Zahl der in Deutschland zur Adoption freigegebenen Kinder ist seit Jahren rückläufig. Dennoch gibt es viele Kinder, für die frühzeitig feststeht, dass sie nicht bei ihren Eltern aufwachsen können. Für sie wird von den Jugendämtern ein liebevolles Zuhause gesucht, Eltern, die sie verstehen, fördern und begleiten, bis sie selbständig leben können.

Schon in den 90er Jahren empfahl die Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter, auch lesbische und schwule Paare für die Aufnahme von Pflegekindern zu gewinnen.

Für Frauen- und Männer-Paare, die mit Kindern leben möchten, kann die Aufnahme eines Dauerpflegekindes ein guter Weg sein, den eigenen Kinderwunsch zu erfüllen.

Hierzu stellen sich viele Fragen, die im Vortrag und der Diskussion erläutert werden:

  • Welche Eignungskriterien müssen wir erfüllen?
  • Was beinhaltet die Eignungsüberprüfung durch das Jugendamt?
  • Wie finden wir heraus, welches Kind zu uns passt?
  • Was wird von uns erwartet?

Quelle: urbanite.de

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Österreich: Wiener Landtag beschließt Elternkarenz für Pflegeeltern – Schritt zur Gleichstellung gleichgeschlechtlicher Paare

Posted on Juni 30, 2011. Filed under: International, Jugendhilfe | Schlagwörter: , |

Wien (OTS) – Pflegeeltern, die bei der Stadt Wien beschäftigt sind, erhalten künftig die gleichen Rechte wie Adoptiveltern. SPÖ und Grüne wollen in der morgigen Sitzung des Wiener Landtages einen entsprechenden Initiativantrag beschließen. Konkret erhalten Pflegeeltern in Hinkunft Anspruch auf Elternkarenz sowie auf Teilzeitbeschäftigung zur Pflege eines Kindes. Bisher war diese Möglichkeit Adoptiveltern bzw. leiblichen Eltern vorbehalten. Notwendig für diese Änderung sind Novellen der Dienstordnung, der Besoldungsordnung sowie der Vertragsbedienstetenordnung.

„Pflegeeltern leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, in dem sie Kinder, die aus schwierigen familiären Situationen kommen, bei sich aufnehmen. Wir wollen sie daher bestmöglich unterstützen und ihnen die gleichen Rechte wie allen anderen Eltern einräumen“, so die zuständige Stadträtin Sandra Frauenberger.

Die Gleichstellung von Pflegeeltern bei Karenz- und Teilzeitanspruch sei auch für gleichgeschlechtliche Paare von besonderer Bedeutung, ergänzt Frauenberger. Wien werde hier wieder seiner österreichweiten Vorbildrolle gerecht. Gleichgeschlechtliche Paare dürfen laut geltendem Bundesgesetz keine Kinder adoptieren und ihnen bleiben auch die Möglichkeiten der medizinisch unterstützten Fortpflanzung verwehrt.  Pflegeelternschaft ist für sie daher oft die einzige Möglichkeit, gemeinsam Kinder aufzuziehen – zumindest wenn Sie in Wien, Salzburg oder der Steiermark leben. Andere Bundesländer verwehren gleichgeschlechtlich Liebenden auch die Möglichkeit der Pflegeelternschaft. (lac)

Quelle: Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien vom 29.06.2011

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Expertenmehrheit für Adoptionsrecht bei gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften

Posted on Juni 6, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/BOB) Lebenspartnern soll die gemeinschaftliche Adoption ermöglicht werden. In einer öffentlichen Anhörung des Rechtsausschuss am späten Montagnachmittag schloss sich die Mehrheit der Sachverständigen dieser Forderung an. Grundlage des Hearings war ein Gesetzesentwurf der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/1429), der genaue diese Forderung erhebt. Das geltende Verbot der gemeinschaftlichen Adoption durch eingetragene Lebenspartnerschaftes widerspreche dem Kindeswohl. Dieser Meinung ist Nina Dethloff vom Institut für Deutsches, Europäisches und internationales Familienrecht an der Universität Bonn. Faktische Eltern-Kind-Beziehungen der in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsendem Kinder müssten umfassend rechtlich abgesichert werden können, sagte Dethloff. Sozialwissenschaftliche Untersuchungen belegten, dass die Entwicklung von Kindern entscheidend durch die Qualität der innerfamiliären Beziehung geprägt sei und nicht durch das Geschlecht der Personen, bei denen sie aufwachsen. Die derzeitige Ungleichbehandlung von Lebenspartnern und Eheleuten sei folglich nicht aus Gründen des Kindeswohls gerechtfertigt und widerspreche daher dem Grundgesetz.

Zustimmung kam auch vom Lesben- und Schwulenverband Brandenburg: Constanze Körner äußerte, es gebe ”keine sachliche Grundlage für die Ungleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren“. Dirk Siegfried, Rechtsanwalt und Notar aus Berlin, wies besonders auf das Urteil des Bundesverfassungsgerichts von Anfang Juli 2009 hin: Es ergebe sich nach seiner Meinung hieraus, dass die Privilegierung der Ehe gegenüber der Lebenspartnerschaft bei gemeinsamen Adoption nicht zulässig sei. Professor Herbert Grziwotz von der Universität Regensburg war der Meinung, die Ehe als Kern einer bürgerlichen Familie, bestehend aus den Eltern und ihren Kindern, sei längste ”obsolet“ geworden. Wie bei Ehegatten komme es auch bei gleichgeschlechtlichen Paaren im Rahmen einer Kinderannahme entscheidend nicht auf deren Interessen, sondern auf das Wohl des Kindes an.

Anderer Meinung war Professor Klaus F. Gärditz von der Universität Bonn: Ein Adoptionsrecht sei kein Instrument zum Abbau gesellschaftlicher Diskriminierung. Es erscheine fraglich, ob der familienrechtliche Status überhaupt Einfluss auf tatsächliche Diskriminierungen in der Gesellschaft habe. Vor allem aber zeige sich in der zitierten Argumentation eine Tendenz, die einer Rechtsangleichung zwischen Ehe- und eingetragener Lebenspartnerschaften innewohnt: Die Gleichstellung werde zum Vehikel, etwaige Diskriminierungen abzubauen, mit denen sich die gleichgeschlechtlichen Lebenspartner konfrontiert sähen. Es ginge dann aber in erster Linie um das Elternwohl, nicht mehr um das Kindeswohl, das im Adoptionsrecht im Vordergrunde stehen sollte. Ablehnend äußerte sich Professor Bernd Grzeszick vom Institut für Öffentliches Recht, Verfassungslehre und Rechtsphilosophie von der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg. Die Ehe als Strukturprinzip stehe ein ”exklusives Recht“ zur gemeinsamen Fremdkindadoption zu. Zum anderen werde diese Differenzierung vom Kindeswohl zumindest gestattet, da die Gefahr von Ablehnungen und Stigmatisierungen von Lebenspartnerschaften ein ”hinreichender Unterschied“ zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft sei.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 226 vom 06.06.2011

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Radio-Tipp: „Nicht von schlechten Eltern – Alltag mit Pflegekindern“ am 15.05.

Posted on Mai 13, 2011. Filed under: Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

WDR5 Radio sendet am 15.05. von 7.30 – 8 Uhr in der Reihe Family Affairs als ersten Beitrag „Nicht von schlechten Eltern – Alltag mit Pflegekindern„.

nähere Informationen und Hörprobe

weitere Sendungen der Reihe:

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Artikel über Adoption einer Regenbogenfamilie

Posted on April 26, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: |

Der Artikel „Zwei Männer und ein Baby“ von Doreen Hübler auf Sachsen-online vom 25.04.2011 berichtet von einem verheirateten Männerpaar, dem vom Jugendamt Dresden ein Adoptivsohn vermittelt wurde.

Sachgebietsleiterin Marga Körner kommentiert: „Es werden keine Unterschiede gemacht. Entscheidend ist, ob die Eltern geeignet sind.“

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Berlin engagiert sich im Bundesrat für die Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe im Kindschaftsrecht

Posted on März 2, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Der Berliner Senat will die Einschränkungen gemeinsamer Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Lebenspartner beseitigen. Kinder in eingetragenen Lebenspartnerschaften sollen die gleichen Rechte bekommen wie Kinder, die in Ehen aufwachsen. Deshalb hat der Senat heute auf Vorlage des Senators für Bildung, Wissenschaft und Forschung, Prof. Dr. E. Jürgen Zöllner, eine Bundesratsinitiative zur Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften mit der Ehe im Kindschaftsrecht beschlossen.

So soll auch bei einer Schwangerschaft durch eine künstliche Befruchtung innerhalb einer bestehenden Lebenspartnerschaft bei der Lebenspartnerin der biologischen Mutter automatisch die Mutterschaft (Co-Mutter) anerkannt werden. Des Weiteren soll die Mutterschaftsanerkennung entsprechend der Vaterschaftsanerkennung schon vor der Geburt des Kindes ermöglicht werden. Gesichert werden soll auch die Gleichstellung von eingetragenen Lebenspartnerschaften in den Bestimmungen über die künstliche Befruchtung mit Spendersamen („heterologe Insemination“).

Durch den Erlass des Lebenspartnerschaftsgesetzes im Februar 2001 erfolgte zwar eine Institutionalisierung der gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften. Die Restriktionen für alle anderen Lebensweisen gegenüber der Ehe, die das Lebenspartnerschaftsgesetz nicht beendet hat, führen im Kindschaftsrecht zu ungerechtfertigten Diskriminierungen gleichgeschlechtlicher Paare mit Kindern (Regenbogenfamilien). Diese lassen sich nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Förderauftrag für die Ehe nicht rechtfertigen.

Vor diesem Hintergrund hatte der Senat am 16. Februar 2010 das „Maßnahmenpaket zur Bekämpfung von Homophobie“ beschlossen. Gemäß dem darin enthaltenen Handlungsfeld „Rechtsangleichung“ wird das Land Berlin nun im Bundesrat aktiv.

Der Bundesgesetzgeber muss dann entscheiden, wie er die vom Bundesverfassungsgericht mit seinem Urteil vom 7. Juli 2009 vorgegebene – an einem gesellschaftlichen Wertewandel orientierte – Verfassungsentwicklung durch die Änderung bestehender Gesetze umsetzt.

Quelle: Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung des Landes Berlin – Landesjugendamt

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Der Weg zum Pflegekind“ – Informationsveranstaltung für Lesben am 25.02. in Frankfurt/Main

Posted on Januar 30, 2011. Filed under: Bewerber, Hessen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die LESBEN Informations- und Beratungsstelle  (LIBS) in Frankfurt/Main informiert Frauenpaare, die mit Kindern leben möchten, am 25.02. um 19.30 Uhr in der Alte Gasse 38 in Frankfurt über die formalen und persönlichen Voraussetzungen, ein Pflegekind aufzunehmen:

  • Wie verläuft die Eignungsüberprüfung beim Jugendamt?
  • Welche Kriterien müssen wir erfüllen?
  • Was wird in der Bewerberschulung vermittelt?
  • Wie finden wir heraus, welches Kind zu uns passt? Wie sieht die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt aus?

Kosten: 12 EUR
Um Anmeldung wird gebeten unter: info@libs.w4w.net oder Tel: 069 – 28 28 83

Quelle: LESBEN Informations- und Beratungsstelle  (LIBS) in Frankfurt/Main

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Artikel: Regenbogenfamilien – Berlin sucht Pflegeeltern

Posted on Dezember 16, 2010. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Der Artikel „Werdet Pflegefamilie! Regenbogenfamilien auch mit Pflegekindern“ von Anja Kofbinger in der aktuellen Ausgabe von „respekt!  – Zeitschrift für Lesben- und Schwulenpolitik“ berichtet von der Suche nach Pflegeeltern unter homosexuellen Paaren in Berlin.

Von ca. 2000 Pflegeelternpaaren sollen bereits ca. 100 lesbisch oder schwul sein.

Download der respekt!-Ausgabe vom Dezember 2010

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Homosexuelle Paare wünschen sich immer öfter Kinder

Posted on Dezember 10, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

(pfad/us) Welt online berichtet im Artikel „Schwule Paare wünschen sich immer öfter Kinder“ vom 09.12.2010 von einer Anhörung vor dem Sozial- und Rechtsausschusses des Bayerischen Landtags, in der von einer steigenden Zahl von Anfragen zur Gründung von sogenannten „Regenbogenfamilien“ berichtet wird. Jugendämter müssten sich auf mehr Nachfragen gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften nach Adoption oder Pflegekindern einstellen.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Justizminister unterstützen Homo-Adoptionsrecht

Posted on November 8, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Berlin (dpa) – Die Justizminister der Länder wollen Homosexuelle auch im Adoptionsrecht gleichstellen. Schwule und Lesben seien genauso gute oder schlechte Eltern wie Heterosexuelle. Das sagte Hamburgs Justizsenator Till Steffen auf der Herbstkonferenz der Ressortchefs in Berlin. Bisher kann ein Homosexueller das Kind seines Partners adoptieren. Gemeinsame Adoptiveltern für ein fremdes Kind können eingetragene Partnerschaften hingegen nicht werden.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Podiumsdiskussion und Kampagnenstart „Kinder brauchen ein Zuhause! Sei Pflegefamilie!“ am 28.10. in Berlin

Posted on Oktober 16, 2010. Filed under: Berlin, Bewerber, Brandenburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg (LSVD) e.V. mit den Trägern Pflegekinder im Kiez gGmbH (PiK), dem Kinder- und Jugendhilfe-Verbund gGmbH Berlin Brandenburg (KJHV), den Pflegefamilien für Lichtenberger Kinder (LiKi) und der Wadzeck-Stiftung starten eine gemeinsame Kampagne unter dem Motto: Kinder brauchen ein Zuhause! Sei Pflegefamilie!

Aus diesem Anlass laden wir herzlich zur Podiumsdiskussion am 28.10.2010 um 16 Uhr in das Abgeordnetenhaus von Berlin (Raum 376) ein.

Auf dem Podium diskutieren:

  • Rainer-Maria Fritsch, Staatssekretär für Integration
  • Monika Herrmann, Stadträtin für Jugend, Familie und Schule in Friedrichshain-Kreuzberg
  • Sigrid Klebba, Senatsverwaltung für Bildung (angefragt)
  • Michael Korok, schwuler Pflegevater
  • Monika Thamm, MdA, CDU-Fraktion

Moderation: Anja Kofbinger, LSVD; MdA

In allen Bezirken der Stadt werden Pflegeeltern gesucht. Für viele Kinder gibt es kein Angebot in einer Familie aufgenommen zu werden. Pflegeeltern können Paare mit oder ohne Kinder sein, alleinerziehende Mütter oder Väter sowie alleinstehende Menschen ohne Kinder.
Lesben und Schwule werden immer häufiger Pflegeeltern, doch nicht immer und überall erfahren sie als gleichgeschlechtliche Eltern Anerkennung und Respekt. Wir möchten mit dem Podium und Ihnen über die Berliner Situation diskutieren.

Es gibt die Möglichkeit der Kinderbetreuung.

Um Anmeldung bis 27.10. wird gebeten unter familie@berlin.lsvd.de oder Tel.: 030-22502218

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Bremen: Austausch für gleichgeschlechtliche Pflegeelternpaare am 01.11.

Posted on Oktober 6, 2010. Filed under: Bewerber, Bremen, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Für aktive und angehende Pflegeeltern, die gleichgeschlechtlich leben, bietet die Pflegekinder in Bremen gGmbH eine Gelegenheit zur Reflektion und zum angeleiteten Austausch am Montag, den 01.11. von 19 bis 21.15 Uhr. Die Kursleitung hat die Dipl. Sozialarbeiterin, systemische Beraterin und Supervisorin Frau Christiane Schellong.

Das Frauenpaar als Pflegeeltern, der schwule Pflegevater – das ist noch nicht alltäglich. Schräge Kommunikation oder neugierige Kinderfragen auf dem Schulhof („Hast du denn gar keine richtigen Eltern?“) können für das Pflegekind und seine Pflegefamilie zur Herausforderung werden.

Mit Pflegekindern leben heißt zudem, sich ein Stück zu öffnen: Die Verwandten des Kindes, Behörden, Jugendhilfeeinrichtungen und Vormünder nehmen Einsicht in das Leben der Pflegefamilie. Auch reagieren Nachbarn oder Arbeitskolleginnen auf die neue Konstellation. Nicht alle zeigen eine positive Einstellung. Das kann belastend sein.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Einladung zum Regenbogen-Familien-Fest der Grünen am 12.09. in Berlin

Posted on September 2, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Bewerber, Politik, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen lädt zum grünen Regenbogen-Familien-Fest am 12.09. um 15 Uhr nach Berlin in die Heinrich-Böll-Stiftung ein.

Laut Statistischem Bundesamt wachsen in jeder achten gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft Kinder auf. Wie sieht die aktuelle Lebenssituation dieser Regenbogenfamilien aus? Welchen Stellenwert nehmen sie in der Familienpolitik oder in der Arbeit von Familienverbänden ein? Was fehlt noch an rechtlicher und gesellschaftlicher Anerkennung? Wann kommt das volle Adoptionsrecht?

Das wollen die OrganisatorInnen auf ihrem grünen Regenbogen-Familien-Fest gemeinsam mit ihren Gästen diskutieren. Im Anschluss an die Diskussion und an das parallel laufende Kinderprogramm wird zu einem gemeinsamen Familien-Grillfest eingeladen.

Um Anmeldung bis zum 06.09. wird gebeten.

näheren Angaben über Programm, Zeit, Ort, ReferentInnen und Anmeldeformalitäten

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Kolpingwerk zum Adoptionsrecht gleichgeschlechtlicher Paare: Kindeswohl muss im Vordergrund stehen

Posted on August 31, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Die Forderung der FDP zur Gleichstellung homosexueller Paare beim Adoptionsrecht, die von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger erneut bekräftigt wurde, stößt beim Kolpingwerk Deutschland auf Kritik.

„Aus Sicht des anzunehmenden Kindes ist nach Auffassung des Kolpingwerkes die Adoption durch ein Ehepaar in der Regel die beste Lösung.“ betont der Bundespräses des Kolpingwerkes Deutschland, Ottmar Dillenburg, Schon der Umstand, zur Adoption freigegeben worden zu sein, könne für Kinder beeinträchtigend sein. Das Aufwachsen in einer gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaft stelle eine Situation dar, mit der sich das Kind in einer besonderen Weise auseinandersetzen müsse.

Das Kolpingwerk Deutschland bekundet in seinem Leitbild Respekt vor der Entscheidung von Menschen zu ihrer Lebensform. Dies gilt auch für gleichgeschlechtliche Partnerschaften. Es erkennt an, dass hier Werte wie Treue, Verlässlichkeit und Fürsorge gelebt werden. Eine Abwertung oder Diskriminierung der Menschen ist daher abzulehnen. „Daraus ergibt sich jedoch keine automatische Gleichstellung mit Ehe und Familie, die vom Grundgesetz als besonders schutzwürdig für das Aufwachsen von Kindern benannt werden“, betont Ottmar Dillenburg.

„Bei der Frage der Adoption und der Gestaltung des Aufwachsens von Kindern muss das Kindeswohl im Vordergrund stehen.“ ergänzt Dillenburg. Die Einführung einer Adoptionsregelung sei insoweit auch etwas grundlegend anderes als die Frage der Behandlung erbschaftssteuerlicher Angelegenheiten bei eingetragenen Lebenspartnerschaften.

Quelle: Pressemitteilung des Kolpingwerkes Deutschland vom 30.08.2010

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

CDU/CSU: Kindeswohl hat bei Adoption immer Vorrang

Posted on Juli 5, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Anlässlich der Forderung von Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger, homosexuelle Partnerschaften bei Adoptionen gleichzustellen, erklärt die familienpolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Dorothee Bär MdB:

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion wird einem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Partnerschaften nicht zustimmen. Dieses Thema wurde bewusst nicht in den Koalitionsvertrag mit aufgenommen. Den Vorstoß von Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger weisen wir entschieden zurück. Die FDP soll sich auch an Absprachen halten.

Für die CDU/CSU steht ausschließlich das Wohl des Kindes im Vordergrund. Es kann nicht sein, dass unerfüllte Wünsche einzelner dem Recht des Kindes auf Vater und Mutter vorgezogen werden. Kinder brauchen beide Elternteile – Vater und Mutter in ihrer unterschiedlichen Ausprägung.

Quelle: Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag vom 05.07.2010

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Grüne fordern Unterzeichnung des Europäischen Abkommens über die Adoption von Kindern

Posted on Juli 2, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/BOB/) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hat die Bundesregierung aufgefordert, das revidierte europäische Übereinkommen über die Adoption von Kindern zu unterzeichnen. In einem Antrag (17/2329) schreibt die Fraktion, die Ende November 2008 geänderte Übereinkunft spreche neben der Ehe, verpartnerten Paaren verschiedenen Geschlechts sowie Alleinstehenden ein Adoptionsrecht zu. Darüber hinaus bleibe es den Mitgliedsstaaten frei überlassen, ob sie diese Möglichkeit auch auf gleichgeschlechtliche Paare ausweiten. Die Lösung gewährleiste, dass es weiterhin in der Kompetenz der Mitgliedstaaten liegt, welche Paare sie von der gemeinsamen Adoption ausschließen. Zudem dürften die Staaten verschieden- wie gleichgeschlechtlichen informell lebenden Paaren das gemeinschaftliche Adoptionsrecht einräumen, solange sie in einer stabilen Beziehung leben. Deutschland habe sich in der Vergangenheit ”aktiv“ für die nun verabschiedete Revision des Abkommens eingesetzt. Die Bundesregierung sollte dafür Sorge tragen, dass Deutschland bei der Unterzeichnung nicht länger abseits steht, begründen die Grünen ihre Initiative.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 227 vom 01.07.2010

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Umfrageergebnis: Deutsche befürworten Adoption durch gleichgeschlechtliche Paare

Posted on Juli 1, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Ergebnisse der mingle-Trend-Umfrage zum Thema Adoption in gleichgeschlechtlichen Beziehungen

Köln. Auch deutschen, gleichgeschlechtlichen Paaren sollte es möglich sein gemeinsam fremde Kinder zu adoptieren, was zum Beispiel in den USA schon weit verbreitet ist. Zwei von drei Bundesbürgern zeigen großes Verständnis für den Kinderwunsch von lesbischen und schwulen Paaren und befürworten die Einführung eines neuen Adoptionsgesetzes, welches homosexuellen Paaren eine gemeinsame Adoption erlaubt. Das ergab die aktuelle, repräsentative mingle-Trend-Umfrage.

Vor allem die junge Generation zeigt sich offen und begrüßt ein solches Gesetz. Auch Frauen und Eltern zeigen sich verständnisvoll, während Männer und Kinderlose sich eher reservierter verhalten und der Gründung von Regenbogenfamilien skeptisch gegenüberstehen.

Insgesamt nahmen 1.000 nach Alter und Geschlecht repräsentativ ausgewählte Personen an der mingle-Trend-Umfrage teil.

Weitere Ergebnisse und Grafiken sind unter folgendem Link zu finden: http://mingle-trend.respondi.com/de/?p=618

Quelle: Meldung von „respondi mingle – die Meinungsplattform“ vom 28.06.2010

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Grüne: Adoptionsrecht auf eingetragene Lebenspartnerschaften ausdehnen

Posted on April 28, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/BOB/AW) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen will das Adoptionsrecht von Lebenspartnerschaften an das von Ehen angleichen. Die Grünen haben dazu einen Gesetzentwurf (17/1429) vorgelegt.

Nach Erkenntnissen des Statistischen Bundesamtes wüchsen in jeder achten gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaft Kinder auf. Nach bestehender Rechtlage sei eingetragenen Lebenspartnern anders als Eheleuten eine gemeinsame Adoption jedoch nicht möglich. Handle es sich um Pflegekinder oder um das Adoptivkind eines Partners, so verkenne die rechtliche Behandlung dieser Kindern die bestehende Elternschaft und benachteilige sie damit zum Beispiel durch fehlende Unterhalts- und Erbansprüche gegenüber beiden Eltern. Dies widerspricht nach Ansicht der Grünen dem Kindeswohl.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 132 vom 28.04.10

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Grüne: Karlsruhe stärkt Regenbogenfamilien

Posted on August 25, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Zur Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Stiefkindadoption erklärt Volker Beck, Erster Parlamentarischer Geschäftsführer:

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Stiefkindadoption stärkt die gesellschaftliche Stellung lesbischer und schwuler Elternpaare. Sie setzt ein klares Signal gegen jede Diskriminierung von gleichgeschlechtlichen Familien.

Das vorlegende Amtsgericht Schweinfurt hatte unter anderem vorgebracht, dass Eltern im Sinne des Grundgesetzes nur verschiedengeschlechtliche Personen sein könnten. Dieser Auffassung erteilt Karlsruhe eine klare Absage. Das Verfassungsgericht betont die Gleichrangigkeit der rechtlichen und sozial-familiären Elternschaft gegenüber der leiblichen Elternschaft.

Wir fordern, Eingetragenen Lebenspartnerschaften nun auch das gemeinschaftliche Adoptionsrecht zu ermöglichen. Das wollen wir in der nächsten Wahlperiode durchsetzen. Ein pauschaler Ausschluss gleichgeschlechtlicher Paare vom gemeinschaftlichen Adoptionsrecht ist diskriminierend. Wie bei allen Paaren, die sich um eine Adoption bemühen, sollte auch bei ihnen vorurteilsfrei die Eignung geprüft werden.

Erst vor wenigen Wochen hatte die bayerische Staatsregierung ihre Normenkontrollklage gegen die von Rot-Grün als ersten Schritt eingeführte Stiefkindadoption zurückgezogen. Nach der heute veröffentlichen Entscheidung sind die Gründe für den feigen Rückzieher klar.

Quelle: Pressemitteilung der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen vom 25.08.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

FDP: Adoptionsrecht – deutliche Signale aus Karlsruhe

Posted on August 25, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

BERLIN. Zu dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts, eine Richtervorlage zur Stiefkindadoption bei Lebenspartnern für unzulässig zu erklären, erklärt die rechtspolitische Sprecherin und stellvertretende Vorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion Sabine Leutheusser-Schnarrenberger:

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts bekräftigt das Recht von Homosexuellen in Lebenspartnerschaften, das leibliche Kind des Partners zu adoptieren.

Die FDP fordert die Union und besonders die CSU auf, die gesellschaftlichen Realitäten endlich anzuerkennen und ihren Widerstand gegen ein volles Adoptionsrecht von Lebenspartnern aufzugeben.

Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts ist wichtig für die aktuelle Diskussion über ein gemeinsames Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare. Die FDP hat immer darauf hingewiesen, dass das gemeinsame Adoptionsrecht Ausdruck der Lebensrealität in unserer Gesellschaft ist. Der Wandel im Rechtsverständnis von Elternschaft, auf den das Bundesverfassungsgericht hinweist,  zeigt sich daran, dass Kinder, die mit zwei Bezugspersonen aufwachsen, die dem gleichen Geschlecht angehören, in Deutschland heute keine Seltenheit mehr ist.

Das Bundesverfassungsgericht weist das Gericht ausdrücklich auf einen Wandel des Rechtsverständnisses von Elternschaft hin, der auf die Interpretation von Art. 6 GG Einfluss haben kann. Darüber hinaus macht das Bundesverfassungsgericht darauf aufmerksam, dass für die Vermittlung des Elternrechts neben der biologischen Abstammung auch rechtlichen und sozialen Tatebeständen Bedeutung beigemessen werden kann. Die Elternstellung zu einem Kind werde nicht allein durch die Abstammung, sondern auch aufgrund der sozial-familiären Verantwortungsgemeinschaft vermittelt, so das höchste deutsche Gericht.

Quelle: Pressemeldung der FDP-Bundestagsfraktion vom 25.08.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Bundesverfassungsgericht stärkt Adoptionsrecht von Homosexuellen

Posted on August 25, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Das Bundesverfassungsgericht Karlsruhe stellt die soziale mit der leiblichen Elternschaft gleich und stärkt damit das Recht von Homosexuellen, das leibliche Kind ihres Partners zu adoptieren. Die Richter lehnten eine Vorlage des Amtsgerichts Schweinfurt ab, das das Adoptionsverfahren in einer Lebenspartnerschaft angezweifelt und ausgesetzt hatte.

Artikel in Süddeutsche.de vom 25.08.09

Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichts vom 25.08.09: „Richtervorlage zu § 9 Abs. 7 LPartG unzulässig“

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Gleichstellung der Homo-Ehe rückt näher – Bayern gibt Widerstand auf

Posted on August 10, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Der Widerstand bricht: Bayerns Regierung hat nach SZ-Informationen die Klage gegen das „Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz“ zurückgezogen.

Der Freistaat Bayern gibt seinen Widerstand gegen die immer stärkere rechtliche Anerkennung von homosexuellen Partnerschaften auf: Die Staatsregierung hat ihre Klage beim Bundesverfassungsgericht gegen das „Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz“ des Bundes zurückgenommen, wie die Süddeutsche Zeitung aus Regierungskreisen erfahren hat. Dies ist ein weiterer Schritt bei der rechtlichen Annäherung der Ehe und homosexuellen Partnerschaften.

Das Gesetz vom 1. Januar 2005 versucht, die „Lebenspartnerschaft“ von gleichgeschlechtlichen Partnern noch weiter als im Gesetz von 2001 der Ehe anzupassen. Die Normenkontrollklage Bayerns richtete sich dabei vor allem gegen die so genannte Stiefkindadoption: Das angefochtene Gesetz ermöglicht die Adoption des Kindes des anderen Homo-Lebenspartners.

Staatregierung argumentierte mit der „Natürlichkeit“
Bayerns Staatsregierung hatte argumentiert, dass dies der „Natürlichkeit“ widerspreche. Das Erziehungsrecht nach Artikel 6 des Grundgesetzes stehe Vater und Mutter zu, nicht aber zwei Männern oder zwei Frauen.

Wie die Süddeutsche Zeitung aus der bayerischen Staatsregierung erfuhr, hat der Bevollmächtigte Bayerns in diesem Verfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, der Erlanger Professor Matthias Jestaedt, die Klage gegen das Gesetz bereits mit Schriftsatz vom 8. Juli 2009 zurückgenommen.

Das Verfahren wird daher vom Verfassungsgericht in Kürze eingestellt werden. Zur Klagerücknahme gibt es bisher keine offizielle Stellungsnahme. Das Gericht hatte angekündigt, über die Klage Bayerns noch 2009 zu entscheiden.

Bisher hatte die CSU stets behauptet, das Aufwachsen von Kindern in homosexuellen Partnerschaften gefährde massiv das Wohl der betroffenen Kinder. In der vom Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz ermöglichten Stiefkindadoption sah die CSU den Einstieg in die von ihr heftig verurteilte generelle Zulässigkeit der Adoption von Kindern in homosexuellen Partnerschaften.

Die Klage war eingereicht worden, bevor die CSU in Bayern eine Koalition mit der FDP einging. Die FDP tritt für die Ausweitung der Rechte der Schwulen und Lesben ein. Die Rücknahme der Klage ist allerdings kein Punkt der zwischen CSU und FDP getroffenen Koalitionsvereinbarung.

Ausschlag gibt die Zuneigung, nicht die sexuelle Orientierung
Womöglich kam es zur Rücknahme der Klage auch unter dem Eindruck einer Studie, die Anfang Juli vom Bundesjustizministerium veröffentlicht worden ist: Zwei bayerische Institute, das Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg und das Bayerische Staatsinstitut für Frühpädagogik in München hatten festgestellt, dass es keine Unterschiede gibt in der Entwicklung von Kindern, die in einer klassischen Ehe oder aber in einer Homo-Ehe aufwachsen.

Maßgeblich für ein gedeihliches Aufwachsen der Kinder sei die Zuwendung, nicht die sexuelle Orientierung der Eltern. Derzeit wachsen in Deutschland 2200 Kinder in Homo-Lebenspartnerschaften auf.

Die CSU hatte gegen die Studie heftig polemisiert. Offenbar hat deren Inhalt sie aber dann doch überzeugt. Die bayerische Klage gegen das Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz ist eine Woche nach der Veröffentlichung der Studie leise zurückgenommen worden.

Der juristische Widerstand gegen die Homo-Ehe ist damit derzeit zusammengebrochen. Im Jahr 2001 hatten die Staatsregierungen von Bayern und Sachsen vergeblich versucht, mit einer einstweiligen Anordnung das Lebenspartnerschaftsgesetz vom 1. August 2001 erst gar nicht in Kraft treten zu lassen. Das war die erste Niederlage.

Die zweite folgte ein Jahr später: 2002 wurde auch die Klage Bayerns gegen die Homo-Ehe von Karlsruhe abgeschmettert – und das Lebenspartnerschaftsgesetz mit dem Grundgesetz für vereinbar erklärt: Das Grundgesetz, so sagten die Richter, schütze zwar die Ehe und erlaube, diese zu privilegieren, doch gebiete es nicht, andere Lebensgemeinschaften schlechter zu stellen als die Ehe. Die Klagerücknahme gegen das Lebenspartnerschaftsergänzungsgesetz kommt nun wohl einer weiteren juristischen Niederlage zuvor.

Quelle: Artikel von H. Prantl in Süddeutsche vom 10.08.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Forschungsbericht „Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“

Posted on August 4, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Der vollständige Text des Forschungsberichtes „Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften“ (Herausgeberin Dr. Marina Rupp) (wir berichteten) ist beim Bundesanz­eiger Verlag erschienen und kann unter der ISBN 978-​3-​89817-​807-​5 bestellt werden.

Ausführliche Zusammenfassung zum Download (202 kb)

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Mülheim: Um ein Pflegekind kann sich jeder bemühen

Posted on Juli 29, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Mülheim – Der Vorstoß der Bundesjustizministerin, homosexuellen Paaren eine Adoption zu erlauben, hat für Diskussionen gesorgt.
Die Union lehnt den Vorschlag ab, möchte, dass Kinder bei Mann und Frau aufwachsen.

Aber schon jetzt wachsen Kinder in homosexuellen Familien auf, auch Pflegekinder. „Eine Adoption ist bisher für eingetragene Partnerschaften nicht möglich”, bestätigte Martina Wilinski, Leiterin des Kommunalen Sozialen Dienstes der Stadt (KSD), zu dem der Pflegekinderdienst gehört. Gehe es aber darum, ein Pflegekind aufzunehmen, gelten für gleichgeschlechtlich lebende Paare grundsätzlich dieselben Voraussetzungen. „Wenn jemand in einer eingetragenen Partnerschaft lebt, so ist das kein Ausschlusskriterium für ein Pflegeverhältnis.” Auch in Mülheim, bestätigt Wilinski, gibt es Pflegekinder bei homosexuellen Pflegeeltern, wenn auch selten.

Schulungen und Prüfungen gälten für alle, die sich für ein Pflegekind interessierten. „Wir gucken genau, was hat das Kind für einen Bedarf, wer kann es am besten aufnehmen”, sagt Wilinski. Meist kämen Kinder in Pflegefamilien, die schon eigene Kinder hätten. „Aber allein die Tatsache, ob jemand schwul oder lesbisch ist, ist kein Kriterium dafür, dass jemand kein Pflegekind aufnehmen darf.”

Pflegekind, Adoptivkind – das mag auf den ersten Blick kein Unterschied sein. Auch Pflegeeltern dürfen Alltagsentscheidungen treffen. Doch das Gesetz sieht einen großen Unterschied: Während bei einer Adoption ein Kind als eigenes aufgenommen wird, mit allen Rechten, so gilt Pflege als „Hilfe zur Erziehung” der leiblichen Eltern, so Wilinski: „Dabei können leibliche Eltern noch das Sorgerecht haben und regelmäßig Kontakt zu ihrem Kind.”

Unterschieden wird zwischen Dauerpflege und Bereitschaftspflege. Immer aber handelt es sich um Kinder in Notsituationen, die Hilfe brauchen.  „Wir suchen nicht ein Kind für Eltern, sondern Eltern für Kinder,” sagt Martina Wilinski. Und das ständig: Pflegeeltern und Bereitschaftspflegeltern würden immer gebraucht.

Quelle: Artikel von Bettina Kutzner in Der Westen vom 29.07.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften

Posted on Juli 29, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Familien mit zwei Vätern oder zwei Müttern werden gerne als Regenbogenfamilien bezeichnet. Dieser Begriff ist sehr zutreffend, wenn man sich die Vielfalt dieser eher seltenen Familienform vor Augen führt. Dies zeigt die Studie „Kinder in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften“, die vom Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg (ifb) durchgeführt wurde. Umfassende Ergebnisse liegen nun vor.

In Deutschland wachsen rund 7.300 Kinder bei 7.000 gleichgeschlechtlich orientierten Paaren auf. Ein Teil der Elternpaare hat eine Eingetragene Lebenspartnerschaft begründet. Von diesen haben 866 Partnerinnen und Partner aus 625 Paaren an einer Untersuchung des ifb teilgenommen. Zusätzlich wurden 193 Partnerinnen und Partner aus 142 gleichgeschlechtlichen Elternpaaren ohne Eintragung zu ihrer Familiensituation befragt.

Regenbogenfamilien sind ganz überwiegend Mutterfamilien (93 Prozent), zwei Drittel haben nur ein Kind, und mehr als zwei Kinder sind die Ausnahme. Allerdings soll es in vier von zehn Familien nicht beim Einzelkind bleiben. So wird von einigen überlegt, welcher Weg der beste ist, um die Familie zu vergrößern. Dass Frauen hier mehr Spielräume haben, sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen, begründet die Seltenheit von Vaterfamilien. Die Eltern in Regenbogenfamilien weisen ein überdurchschnittliches Bildungsniveau aus und sie sind in höherem Maße als heterosexuelle Elternpaare erwerbstätig, allerdings häufiger in Teilzeit, was u.a. auch mit dem hohen Frauenanteil zusammenhängt. Die finanzielle Situation ist in den meisten Familien gut, aufgrund der Teilzeitjobs werden jedoch selten sehr hohe Einkommen erzielt. Die Beziehungen der gleichgeschlechtlichen Eltern haben sich oftmals schon lange bewährt und der gemeinsame Haushalt besteht im Durchschnitt schon seit knapp siebeneinhalb Jahren.

Kinder in Regenbogenfamilien sind oft und in zunehmendem Maße Kinder, die in diese Beziehung hineingeboren wurden. Dies trifft auf rund 42 Prozent aller 852 Kinder zu, über die im Rahmen der Studie Informationen eingeholt werden konnten. Dabei handelt es sich ganz überwiegend um Familien zweier Frauen und sehr oft um Wunschkinder, die durch eine Samenspende gezeugt wurden. Die Rolle der Samenspender bzw. Väter ist sehr unterschiedlich: teils sind sie nicht bekannt, teils aber auch aktive Elternteile, die an der Erziehung und Entwicklung der Kinder Anteil nehmen möchten. Dabei wird eine grundlegende Problematik dieser Familienkonstellation deutlich: Wie kann es – auch angesichts der rechtlichen Möglichkeiten – gelingen, die Rolle des sozialen Elternteils in der Familie zu festigen und gleichzeitig dem Kind Zugang zu seiner biologischen Herkunft zu ermöglichen oder sogar eine Vater-Kind-Beziehung aufzubauen. Ein Teil der Familie vollzieht hier einen Balanceakt, in dem versucht wird, allen Interessen gerecht zu werden.

Ein wenig mehr Kinder (46 Prozent) wurden im Rahmen einer früheren heterosexuellen Beziehung oder Ehe geboren. Diese Kinder leben meist in einer Stieffamiliensituation mit einem externen Elternteil (in der Regel der Papa), zu dem mehr oder weniger guter Kontakt besteht. Auch diese Kinder haben das Scheitern der Beziehung ihrer leiblichen Eltern zumeist nicht begrüßt, sondern sich erst damit arrangieren müssen. Lediglich ein kleiner Teil (8 Prozent) der Kinder lebt als Adoptiv- oder Pflegekind in der Regenbogenfamilie.

Kinder in Regenbogenfamilien haben in der Regel sehr engagierte Eltern und nicht selten Kontakt zu einem externen Elternteil. Die Beziehungen zwischen dem sozialen Elternteil in der Regenbogenfamilie werden sehr positiv geschildert. Die Partnerinnen und Partner teilen sich die Verantwortung und auch die häuslichen Aufgaben weitgehend gleichmäßig auf.

Das Aufwachsen in Regenbogenfamilien ist für die Kinder nicht – wie oft angenommen – grundsätzlich problematisch. Vielmehr können sie zumeist gut mit ihrer Familiensituation umgehen. Belastend wird es dann, wenn das Umfeld intolerant ist. Aber auch die Trennung vom anderen leiblichen Elternteil kann Belastungen mit sich bringen, welche die Kinder erst im Laufe der Zeit völlig verarbeiten. In beiden Fällen erhalten sie jedoch aufmerksame Unterstützung durch die Eltern in der Regenbogenfamilie.

Ansprechpartner: Dr. Marina Rupp, Telefon: 09 51 / 9 65 25-0, Email: marina.rupp@ifb.uni-bamberg.de
Weitere Informationen: http://www.bmj.bund.de – Zusammenfassung der Studie

Quelle: Meldung des Informationsdienst Wissenschaft von Dr. Monica Fröhlich, Dezernat Kommunikation, Otto-Friedrich-Universität Bamberg vom 28.07.2009

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Familie ist dort, wo Kinder sind – Zypries stellt Forschungsprojekt vor

Posted on Juli 23, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

BERLIN – Bundesjustizministerin Brigitte Zypries hat heute gemeinsam mit der stellvertretenden Leiterin des Instituts für Familienforschung an der Universität Bamberg, Dr. Marina Rupp, eine Studie zur Situation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften vorgestellt. Gegenstand der Untersuchung war die Frage, wie Kinder in so genannten Regenbogenfamilien aufwachsen und ob das Kindeswohl in diesen Lebensgemeinschaften gleichermaßen gewahrt ist wie bei heterosexuellen Eltern.

„Heute ist ein guter Tag für alle, die auf Fakten statt auf Vorurteile setzen – gerade bei weltanschaulich besetzten Themen. Die Untersuchung hat bestätigt: Dort, wo Kinder geliebt werden, wachsen sie auch gut auf. Entscheidend ist eine gute Beziehung zwischen Kind und Eltern und nicht deren sexuelle Orientierung. Nach den Ergebnissen der Studie ist das Kindeswohl in Regenbogenfamilien genauso gewahrt wie in anderen Lebensgemeinschaften. Homosexuelle Paare sind keine schlechteren Eltern, Kinder entwickeln sich bei zwei Müttern oder zwei Vätern genauso gut wie in anderen Familienformen. Die Studie ist außerordentlich belastbar und repräsentativ. Sie belegt auf wissenschaftlich fundierter Grundlage, dass Familie dort ist, wo Kinder sind. Die Ergebnisse der Untersuchung sind ein wichtiger Baustein auf dem Weg zur vollen gesellschaftlichen und rechtlichen Anerkennung homosexueller Paare. Lebenspartner sind danach unter den gleichen Voraussetzungen wie alle anderen als Adoptiveltern geeignet. Wir sollten daher nicht auf halbem Wege stehen bleiben und jetzt die gesetzlichen Voraussetzungen für eine gemeinsame Adoption durch Lebenspartner schaffen“, forderte Bundesjustizministerin Brigitte Zypries.

Das vom Bundesministerium der Justiz beauftragte Staatsinstitut für Familienforschung an der Universität Bamberg hat in Kooperation mit dem Staatsinstitut für Frühpädagogik in München die erste aussagekräftige Forschung über Kinder in Regenbogenfamilien in Deutschland vorgelegt. Der plural zusammengesetzte, begleitende Forschungsbeirat bezeichnet die Ergebnisse als international einzigartig.

Die Studie mit dem Schwerpunkt auf Kindern in Lebenspartnerschaften ist überdurchschnittlich repräsentativ: In Deutschland wachsen rund 2.200 Kinder in einer Lebenspartnerschaft auf. Die Situation von 693 dieser Kinder (32 %) wurde durch Befragung der Eltern analysiert, und 95 Kinder (5 %) wurden zusätzlich persönlich befragt. Zum Vergleich: Bereits eine Befragung von 1 % der Zielgruppe gilt gemeinhin als repräsentativ.

Die wichtigsten Ergebnisse der Studie:

  • Das Kindeswohl ist in Regenbogenfamilien genauso gewahrt wie in anderen Familienformen. Nach den Ergebnissen der Untersuchung sind „Regenbogeneltern“ gleichermaßen gute Eltern wie andere an ihren Kindern interessierte Eltern. Persönlichkeitsentwicklung, schulische und berufliche Entwicklung der betroffenen Kinder verlaufen positiv. Sie entwickeln sich genauso gut wie Kinder aus heterosexuellen Beziehungen. Auch finden sich keine Anhaltspunkte für eine erhöhte Neigung zu Depressionen. Aus der Studie folgt: Für das Kindeswohl ist es nicht erforderlich, dass die Erziehung nach dem klassischen Rollen-Modell von verschiedenen Geschlechtern gleichermaßen übernommen wird. Maßgeblicher Einflussfaktor ist vielmehr eine gute Eltern-Kind-Beziehung unabhängig vom Geschlecht der Eltern.
  • Eine Mehrheit der Kinder verfügt über keine Diskriminierungserfahrungen wegen der sexuellen Orientierung im Elternhaus (63 % aus Sicht der Eltern, 53 % aus der Perspektive der Kinder). Soweit solche Erfahrungen vorliegen, handelt es sich überwiegend um Hänseleien und Beschimpfungen. Die Erlebnisse werden in der Regel von den Betroffenen gut verarbeitet, da sie vor allem durch die elterliche Zuwendung und Erziehung aufgefangen werden.
  • Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass das so genannte kleine Sorgerecht (Mitentscheidung des Lebenspartners in Angelegenheiten des täglichen Lebens) in der Praxis gut angenommen wird. 75 % der Partner(innen) engagieren sich in der Erziehung eines Kindes, das ihre Partnerin/ihr Partner aus einer früheren Ehe oder Partnerschaft hat. Bei Familien mit Kindern, die z.B. nach künstlicher Insemination in eine aktuelle Beziehung hineingeboren wurden, ist der Anteil noch höher. In diesen Fällen kommt der Stiefkindadoption große Bedeutung zu. Etwa die Hälfte dieser Kinder wurde bereits durch den jeweiligen Partner „stiefkindadoptiert“. Die große Mehrheit der übrigen dieser Paare plant diesen Schritt.

Schlussfolgerungen für den Gesetzgeber

  • Das Lebenspartnerschaftsgesetz und die Stiefkindadoption haben sich bewährt. Das Angebot für diejenigen, die als gleichgeschlechtliches Paar füreinander und für ihre Kinder Verantwortung übernehmen, wird wahrgenommen.
  • Die Studie hat bestätigt, dass in allen Familienformen die Beziehungsqualität in der Familie der bedeutsame Einflussfaktor für die kindliche Entwicklung ist. Dies gilt auch für Kinder in Lebenspartnerschaften. Sie wachsen dort genauso gut auf wie bei heterosexuellen Eltern. Lebenspartner sind deshalb unter den gleichen Voraussetzungen wie Ehepaare als Adoptiveltern geeignet.Beispiel: Die Lebenspartnerinnen Sabine und Karla ziehen seit 5 Jahren als Pflegeeltern gemeinsam Sebastian groß. Er besucht die 8. Klasse eines Gymnasiums und ist gut in die Pflegefamilie integriert. Da seine drogenkranke Mutter gestorben und sein Vater unbekannt ist, wollen Sabine und Karla ihn adoptieren. Eine gemeinsame Adoption ist nach deutschem Recht derzeit nicht möglich. Man muss sich behelfen: Nur ein Pflegeelternteil adoptiert; der andere Elternteil hat lediglich ein „kleines Sorgerecht“. Diese Lösung dient nicht dem Kindeswohl.

Nach den Ergebnissen der Untersuchung besteht für den Gesetzgeber kein Grund, die gemeinsame Adoption für Lebenspartner nicht zuzulassen und damit Lebenspartner und heterosexuelle Beziehungen unterschiedlich zu behandeln. Voraussetzung für eine gemeinsame Adoption ist, dass Deutschland das geänderte Europäische Adoptionsübereinkommen zeichnet und in Kraft setzt. Es lässt im Unterschied zur Fassung von 1967 die gemeinsame Adoption auch durch Lebenspartner zu.

  • Partner in Regenbogenfamilien übernehmen in aller Regel Verantwortung füreinander und gemeinsam für die Kinder, die bei ihnen leben. Lebenspartner haben nach geltendem Recht die gleichen Pflichten, aber nicht die gleichen Rechte. Zur vollständigen Gleichstellung müssen Ungleichbehandlungen von Lebenspartner und Eheleuten vor allem im Steuer- und Beamtenrecht abgeschafft werden.

Näher Informationen finden Sie unter www.bmj.de/lebenspartnerschaft.

Quelle: Pressemeldung des Bundesministerium der Justiz vom 23.07.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Politikerinnen für „Regenbogenfamilien“ – Forderung nach vollem Adoptionsrecht für Lesben und Schwule

Posted on Juni 9, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Auch zehn Jahre nach Einführung der Homo-Ehe dürfen schwule und lesbische Partner keine Kinder adoptieren. Politikerinnen wie die Grüne Göring-Eckardt wollen das endlich ändern.

BERLIN taz | Politikerinnen von SPD, FDP und Grünen haben ein Adoptionsrecht für schwule und lesbische Paare gefordert. „Kinder aus Regenbogenfamilien brauchen den gleichen Respekt und die gleiche Sicherheit wie alle anderen Kinder auch“, verlangt die FDP-Politikerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger im „Streit der Woche“ der sonntaz.

Auch Bundestagsvizepräsdidentin Katrin Göring-Eckardt von den Grünen sprach sich dafür aus, lesbische und schwule Paare in dieser Frage gleichzustellen. Die ehemalige Hamburger Justizsenatorin Lore Maria Peschel-Gutzeit (SPD) sagte ergänzend zu taz.de: „Warum soll in Deutschland verboten bleiben, was zum Beispiel in den Niederlanden, Schweden und England erlaubt ist?“

Bisher können Lesben und Schwule nicht gemeinschaftlich als Paar ein Kind adoptieren, auch wenn sie eingetragene Lebenspartner sind. „Das ist nicht zu begründen“, erklärte Peschel-Gutzeit.

Kinder, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften zu Hause seien und von ihren lesbischen Müttern und schwulen Vätern geliebt, versorgt und gefördert würden, bräuchten selbstverständlich Rechtssicherheit im Unterhalts und Erbrecht, schreibt die Grünen-Politikerin Göring-Eckardt, die zugleich Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland ist. Leutheusser-Schnarrenberger ist stellvertretende Fraktionsvorsitzende der FDP-Bundestagsfraktion und wird als Justizministerin für den Fall gehandelt, dass ihre Partei nach der Wahl im Herbst Regierungsmacht bekommt.

„Respekt entsteht auch durch die gleiche Behandlung der Kinder vor dem Gesetz“, erklärte sie. „Ein gemeinsames Adoptionsrecht für homosexuelle Paare leitet keinen ‚Anspruch auf ein Kind‘ ab, sondern schafft zuallererst mehr Rechtssicherheit.“

Die Sozialdemokratin Peschel-Gutzeit verwies darauf, dass Schwule und Lesben das leibliche Kind ihres Partners adoptieren könnten. Auch diese „Stiefkindadoption“ sei lange umstritten gewesen und erst seit dem 1. Januar 2005 möglich. „Von schädlichen Folgen ist bisher nichts bekannt geworden. Das verwundert auch nicht: Bei jeder Adoption müssen schließlich die künftigen Wahleltern in einem aufwendigen Verfahren nachweisen, dass sie dem Adoptivkind verantwortliche Eltern sein werden, dass das Kind bei ihnen also zu seinem Recht kommt.“ Für gleichgeschlechtliche Adoptiveltern würde nichts anderes gelten, argumentierte Peschel-Gutzeit.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte habe im Januar entschieden, allein das Wohl des Kindes sei maßgeblich. Das Argument, bei der Adoption durch eine Person, die in einer gleichgeschlechtlichen Verbindung lebe, fehle für das Kind eine Bezugsperson des anderen Geschlechts, hätten die Richter nicht gelten lassen.

Ganz anders sieht es der CSU-Politiker Norbert Geis. Entscheidend sei, dass zu einer natürlichen Entwicklung eines Kindes die Beziehung zum Vater wie auch zur Mutter gehören muss und nicht zu Vater und Vater oder Mutter und Mutter, sagte er. „Die Geschlechter sind nicht gleich.“

Viele andere von der taz angefragte Persönlichkeiten und Institutionen, die einem vollen Adoptionsrecht für Lesben und Schwule vermutlich eher kritisch gegenüber stehen, wollten sich nicht äußern. In der sonntaz berichtet der israelische Student Jossi Even-Kama, der bei zwei Männern aufgewachsen ist, über seine Erfahrungen. Seine Väter haben vor Gericht in einem über 14 Jahre dauernden Kampf erstritten, dass er ihr Adoptivsohn werden kann.

Quelle: Artikel in taz vom 05.06.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

TV-Beitrag über ein homosexuelles Paar mit Pflegekind

Posted on Mai 13, 2009. Filed under: Bewerber, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Im Magazin vivo auf 3sat wird am Samstag, den 16.05. um 17.30 Uhr unter dem Titel „Ich bleib´ zu Hause! Die neuen Väter“ auch ein homosexuelles Paar vorgestellt, das ein Pflegekind betreut.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

TV-Tipp: „Die beste aller Familien“ am 29./30.03.

Posted on März 27, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Am 30.03. um 0.20 Uhr früh zeigt Arte den französischen Spielfilm von 2005 „Die beste aller Familien“.

Inhalt: In einer nahen Zukunft: Martha, eine junge dunkelhäutige Französin, die als kleines Mädchen von einem homosexuellen Paar adoptiert wurde und eine glückliche Kindheit mit ihren zwei Vätern verlebte, ist Forscherin. Als ihr letzter verbliebener Vater an Demenz erkrankt, kämpft Martha um ihre gemeinsamen Erinnerungen.

Bewertung: „Die beste aller Familien“ propagiert ein modernes, unkonventionelles Familienmodell und lässt über die Wichtigkeit der familiären Verwurzelung nachdenken. Eine stille, ergreifende Reflektion über Liebe, Kindheit und darüber, was aus einem Menschen wird, wenn sich seine familiären Bande allmählich auflösen und die Erinnerung an diese Geborgenheit verblasst.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

FDP beantragt Erleichterung von Adoptionen Minderjähriger

Posted on März 25, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , , , |

Berlin: (hib/SKE) Die FDP-Fraktion will eine Erleichterung von Adoptionen Minderjähriger erreichen.

In einem Antrag (16/12293) fordern die Liberalen unter anderem eine Ermöglichung der Adoptionen für gleichgeschlechtliche Paare, die in einer Lebenspartnerschaft zusammenleben.

Die FDP plädiert zudem für eine Gesetzesänderung, um auch Adoptionen zu ermöglichen, wenn der Altersunterschied zwischen den künftigen Eltern und dem Kind mehr als 40 Jahre beträgt.

Bei der Adoption ausländischer Kinder sollen die Auslandsvertretungen vor der Einreise der Kinder nach Deutschland prüfen, ob die Adoption anerkennungsfähig ist.

Quelle: heute im Bundestag Nr. 092 vom 25.03.09

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Artikel über Kinder lesbischer Mütter

Posted on März 4, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Was ist eigentlich aus ihren Kindern geworden?“ hakt EMMA in Ausgabe 2/2009 bei Kindern von schon seit 20 Jahren offen lebenden lesbischen Doppelmüttern nach.

Seit 2001 können gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft eintragen lassen. Seit 2005 können eingetragene PartnerInnen die leiblichen Kinder ihrer Frau / ihres Mannes adoptieren. Das letzte Bollwerk für Homo-Eltern ist das Recht auf Adoption, zu dem momentan eine Studie des Bundesjustizministeriums beim Staatsinstitut für Familienforschung läuft (wir berichteten).

Der Experte für Regenbogenfamilien Prof. Udo Rauchfleisch nimmt in einem Kommentar zum Artikel z.B. Stellung zu der Frage, ob Kinder Eltern beiderlei Geschlechts brauchen.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Brigitte Zypries fordert volle rechtliche Gleichstellung von Lebenspartnerschaften auch bei der Adoption – Studie bald beendet

Posted on Februar 18, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Ausschnitt aus der Rede der Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries, MdB zur Eröffnung der Veranstaltung „Gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften: Nur Pflichten, keine Rechte?!“ der Friedrich-Ebert-Stiftung am 9. Februar 2009 in Berlin:

„…Ungleichbehandlungen gibt es auch noch im Familienrecht. Lebenspartner können anders als Eheleute nicht gemeinsam ein Kind annehmen. Dies zu ändern war lange Zeit auch deshalb nicht möglich, weil Deutschland dem Europäischen Adoptionsübereinkommen angehört. In dem Abkommen von 1967 war geregelt, dass die gemeinsame Adoption nur Ehegatten gestattet ist. Dieses völkerrechtliche Hindernis für Änderung des deutschen Rechts ist jetzt ausgeräumt. Das Abkommen ist geändert und enthält auch die Option, Lebenspartnern die gemeinsame Adoption zu ermöglichen. Als Vorwand, für nationale Untätigkeit taugt das Völkerrecht jetzt nicht mehr.

Allerdings muss Deutschland dieses Abkommen jetzt auch unterzeichnen. Noch ist das nicht geschehen und ich spüre bereits den Widerstand unseres Koalitionspartners (in Gestalt des Bundesinnenministeriums) dagegen. Trotzdem hoffe ich sehr, dass wir das noch vor der Bundestagswahl hinbekommen. Ich werde mich jedenfalls mit allem Nachdruck für eine Unterzeichnung einsetzen.

Die nationale Debatte über eine gemeinsame Adoption wird aber nicht nur von den völkerrechtlichen Aspekten bestimmt. Politisch vielleicht noch schwerwiegender sind Vorurteile in der Öffentlichkeit. Die Vorstellung, dass zwei Frauen oder zwei Männer ein Kind adoptieren und gemeinsam großziehen, stößt immer noch auf eine Reihe von Vorbehalten. Um sie auszuräumen und eine solide Grundlage für eine sachliche Diskussion zu schaffen, hat das Bundesjustizministerium ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben. Es soll untersuchen, wie die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften aussieht. Dabei soll ganz konkret der Frage nachgegangen werden, ob es von Nachteil sein kann, wenn ein Kind mit Eltern gleichen Geschlechts aufwächst. Die Forscher werden ihre Ergebnisse demnächst vorlegen und ich hoffe sehr, dass wir dann mit Hilfe dieser Studie die weitere Debatte auf der Grundlage von Fakten statt Vorurteilen führen können. (Dann könnten wir sicher auch ein Problem lösen, das Frau Müntefering heute in der Frankfurter Allgemeinen zu Recht beklagt hat: nämlich die Schwierigkeiten einer künstlichen Befruchtung, vor dem lesbische Paare in Deutschland heute noch immer stehen.)

Meine Damen und Herren, die gemeinsame Adoption ist ein echtes Zukunftsthema…“

gesamte Rede der Bundesjustizministerin

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Nächste Beiträge »

Liked it here?
Why not try sites on the blogroll...