Vermehrte Anfragen an Beratungsstelle zu Esoterik und Kindeswohl

Posted on September 3, 2013. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Sachsen-Anhalt, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Informations- und Dokumentationsstelle Neureligiöse und Ideologische Gemeinschaften, Psychogruppen, Okkultismus und Satanismus (IDS) erhält zunehmend Anfragen zum Problem esoterische bzw. geistheilerische Praktiken und Kindeswohl. Anfragende sind besorgte Eltern, Großeltern und Jugendämter, die eine fachliche Einschätzung der jeweiligen Praktiken benötigen, um sie u. a. in Sorgerechtsprozessen zu verwenden.

Die seit 1994 gesammelten Erfahrungen der bisherigen Informations- und Beratungsarbeit der IDS bei der Landesstelle Kinder- und Jugendschutz Sachsen-Anhalt e.V. (LSKJ) zeigen, dass Prävention dringend notwendig ist. Aus der großen und kaum noch zu überschauenden Vielfalt auf dem esoterischen, spirituellen, religiösen therapeutischen, medizinischen und pädagogischen Markt, die auch in Sachsen-Anhalt in der ganzen Bandbreite wirken, ergibt sich eine erhöhte Schwierigkeit für die Beurteilung derselben nach ihrer Fachlichkeit und Seriosität. Die IDS gibt Information über aktuelle Tendenzen des spirituellen Supermarktes und benennt bei Bedarf auch die konkreten Gefährdungen einzelner Angebote. Außerdem organisiert sie Vorträge und Fortbildungen.

Konkret kann man sich zu der derzeitigen Werbekampagne von Scientology informieren, die im Namen einer „Foundation for a Drug-Free World“ umfangreiche Materialmappen für den Einsatz an Schulen und Jugendämter verschickt. Die Landesstelle für Suchtfragen im Land Sachsen-Anhalt schätzt ein, dass der Präventionsstrategie, die auf eine drogenfreie Welt abzielt, jegliche fachliche Grundlage fehlt.

Weitere Informationen unter: www.sekteninfo-lsa.de

Quelle: Deutsche Liga für das Kind / JugendInfoService Sachsen-Anhalt vom 21.8.2013

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„Gefährdung des Kindeswohls durch sog. Sekten und Psychogruppen“ am 06.09. in Mainz

Posted on Juli 6, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Mit dem Seminar „Gefährdung des Kindeswohls durch sog. Sekten und Psychogruppen“ am 06.09. in Mainz spricht das Landesjugendamt Rheinland-Pfalz auch Fachkräfte der Pflegekinderdienste an. Referentinnen sind Sabine Rede und Anja Gollan vom Sekten-Ifo NRW e.V.

Kinder werden in der Regel über ihre Eltern mit dem Wertesystem einer (neuen) Glaubensgemeinschaft konfrontiert. Anhand von Einschätzungs- und Entscheidungskriterien soll in diesem Seminar erörtert werden, ob und in welcher Wise das Kindeswohl durch Lehe und Praktiken von sog. Sekten und Psychogruppen beeinträchtigt werden kann. Nicht nur bei der Fragestellung der elterlichen Sorge, sondern auch bei der Vermittlung von Tagespflegepersonal und Vollzeitpflegepersonen kann dies relevant sein.

Kontakt: Susanne Kros, Tel: 06131/967-130, Kros.Susanne@lsjv.rlp.de

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BLJA äußert sich zur Bewerbung von Sektenmitgliedern als Tages- oder Vollzeitpflegeeltern

Posted on März 9, 2010. Filed under: Bayern, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen, Tagespflege | Schlagwörter: |

Das Bayerische Landesjugendamt veröffentlichte in seinem Mitteilungsblatt 1/2010 eine ausführliche Abhandlung über die Frage „Sind Mitglieder „sogenannter Sekten und Psychogruppen“ geeignet als Tages- oder Vollzeitpflegepersonen?“.

Ausschnitt aus der Zusammenfassung:

Unabhängig davon um welche Sekte oder konfliktträchtige Gruppe es sich im Einzelfall handelt, so viel sollte am Ende dieser Darstellung klar geworden sein, es darf nie um die Begutachtung oder Bewertung einer Weltanschauung eines religiösen Bekenntnisses oder eines persönlichen Glaubens gehen. Entscheidend ist immer nur und ausschließlich die Beurteilung spezifischer Erziehungsvorstellungen und Methoden und deren Auswirkungen auf die Eignung der potentiellen Betreuungsperson. Die Zugehörigkeit zu einer sogenannten Sekte, Psychogruppe oder sonstigen konfliktträchtigen Gruppierung ist allein noch kein ausreichender Grund, die Eignung einer Person in Frage zu stellen. Sie ist jedoch ein ernst zu nehmendes Indiz dafür, dass ein „extremer Erziehungsstil“ oder andere problematische Merkmale vorliegen könnten. Daher ist jeweils konkret und individuell im Einzelfall zu prüfen, ob eine fehlende Eignung bzw. negative Auswirkungen zu befürchten ist und damit eine Vollzeit- bzw. Tagespflegeerlaubnis versagt werden muss.

Quelle: Artikel aus Mitteilungsblatt 1/2010 des Bayer. LJA vom 03.03.10

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