Die Rechte von Kindern mit Behinderung, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können

Posted on Oktober 12, 2017. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

logoDas Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V. hat in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. eine Stellungnahme zu den „Rechten von Kindern mit Behinderung, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können“ erarbeitet, die in der nächsten Woche an Politiker und Politikerinnen gehen wird, um damit im Rahmen der Koalitionsvereinbarungen auf das wichtige Thema aufmerksam zu machen.

zur Stellungnahme vom 11.10.2017

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PFAD: Umsonst gehofft – Pflegekindern bleibt Stabilität in der Pflegefamilie verwehrt

Posted on Juni 30, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Der PFAD Bundesverband kritisiert, dass die Verbesserungen für Kinder und Jugendliche, die in Pflegefamilien aufwachsen, am Veto der CDU/CSU gescheitert sind. Der Heim- und Pflegekinder betreffende Part ist fast vollständig aus dem Entwurf des Kinder- und Jugendstärkungsgesetzes (KJSG) auf Wunsch der Union herausgenommen worden, obwohl die Expertinnen und Experten der Jugendhilfe im Vorfeld gerade die vorgesehenen Reformen für die Pflegekinderhilfe auf breiter Ebene befürworteten.

Kontinuität und Stabilität bleiben nun weiterhin vielen Pflegekindern verwehrt. Als „Zaungast“ dürfen sie zwar intaktes, fürsorgliches Familienleben in der Pflegefamilie kennenlernen, doch ihre Perspektive soll offen bleiben. Auch nach Jahren sollen Eltern ihre Kinder – auch gegen ihren Willen – aus dem neuen Zuhause herausreißen dürfen mit der oftmals vagen Option, ob ihnen die fürsorgliche Elternschaft und ein erneutes Zusammenwachsen überhaupt gelingen.

Dass eine baldige Rückführung in ein wieder sicheres und förderliches Umfeld das erklärte Ziel von Fremdunterbringungen sein muss, ist unstrittig. Doch Rückführung um jeden Preis ist kein Qualitätsmerkmal der Pflegekinderhilfe! In manchen Fällen ist es leider nicht möglich, Eltern trotz vieler Hilfsangebote durch die Jugendhilfe zu befähigen, ihre elterlichen Aufgaben gut genug zu erfüllen. Manche dieser Eltern fordern trotzdem wiederholt die Herausgabe ihres Kindes und sorgen so dafür, dass die betroffenen Kinder nicht zur Ruhe kommen können. Für diese Fälle sollte das Gesetz die Möglichkeit eröffnen, dass das Familiengericht den Verbleib des Kindes in der Pflegefamilie anordnen kann.

Ca. 57.000 Pflegefamilien in Deutschland setzen sich für Kinder und Jugendliche ein. Trösten sie in den ersten Wochen und Monaten ohne ihre Mutter und/oder ihren Vater. Sie erleichtern ihnen das Eingewöhnen in die fremde Familie. Schutz, Geborgenheit und Verlässlichkeit in die Pflegefamilie lassen das Kind wieder Vertrauen fassen. Es kann neue Beziehungen aufbauen und mit Unterstützung seiner Pflegeeltern und der Fachkräfte auch weiterhin Kontakte zu seiner leiblichen Familie pflegen.

Das KJSG sah erstmals einen Rechtsanspruch der leiblichen Eltern auf Beratung und Begleitung vor, welchen vor allem die Pflegefamilienverbände einfordern. Denn bis jetzt werden die Eltern in der Regel alleine gelassen, sobald ihr Kind untergebracht ist. Sie benötigen jedoch gerade dann intensive Hilfen, wenn eine Rückführung so bald als möglich stattfinden soll. Gibt es jedoch keine Perspektive für eine Rückführung, so benötigen sie Begleitung, um eine neue positive Rolle im Leben ihres fremduntergebrachten Kindes zu finden und mit der Pflegefamilie konstruktiv zusammenarbeiten zu können.

Die Reform des Pflegekinderwesens war der ehemaligen SPD-Familienministerin Manuela Schwesig ein wichtiges Anliegen. Sie hat begriffen, wie schwer es für Kinder ist, mit einer unklaren Perspektive zwischen zwei Familien aufzuwachsen. Doch die CDU/CSU ist strikt gegen die rechtlichen Verbesserungen und vermutet die Rechte der Herkunftseltern in Gefahr.
Sind ihre Einwände nur von Unkenntnis der Situation von Pflegekindern geprägt oder doch schon zu einem Positionierungs-Faktor im Wahlkampf geworden? Wenigstens wenn es um die Schwächsten im Lande geht, sollten Rivalitäten und Profilierung der Parteien außen vor bleiben.

Die beschlossene Fassung des KJSG im Bereich der Pflegekinderhilfe ist nur eine Absichtserklärung, die kostenarm und sicher wenig wirksam sein wird. Damit können wir nicht zufrieden sein. In der kommenden Legislaturperiode muss das Thema umgehend wieder aufgenommen werden. Ein gesetzlicher Anspruch auf Beratung für leibliche Eltern als Basis für die Kontinuitätssicherung von Kindern sowie die Ausgestaltung der Hilfen für behinderte Pflegekinder gehören zwingend in den nächsten Entwurf für eine inklusive Jugendhilfe.

PFAD wird nicht Nachlassen und sich weiterhin für rechtliche Verbesserungen für Pflegekinder und ihre Familien einsetzen.

Quelle: Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes vom 30.06.2017 (pdf)

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Artikel „Pflegefamilien – Ihnen geht es um das Recht auf Rechte“

Posted on Juni 19, 2017. Filed under: Berlin, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

logoDie Nordwest Zeitung berichtet im Artikel „Pflegefamilien – Ihnen geht es um das Recht auf Rechte“ von den Forderungen des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. nach einer gesetzlichen „Ersten Hilfe“ für Pflegefamilien und deren Pflegekinder mit Behinderung.

Die Vorsitzende Kerstin Held bemängelt: „In aktuellen Gesetzesentwürfen werden Pflegekinder mit Behinderung erneut außer Acht gelassen, obwohl bereits seit Jahren dringender Handlungsbedarf besteht.“

Am 20.06. findet unter dem Slogan „Wie behindert ist das denn?“ eine Demonstration für die Rechte der behinderten und chronisch kranken Pflegekinder statt.

nähere Informationen

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PFAD Ländergremium I/2017 am 10./11.06. in Berlin

Posted on Mai 10, 2017. Filed under: Berlin, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Politik, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

logoAm 10./11.06.2017 wird das PFAD Ländergremium in Berlin tagen und sich dabei besonders mit dem Thema „Jugendhilfe – Pflegekinderhilfe
Was sollen, können gesetzliche Veränderungen bewirken?“ auseinandersetzen.

Seit der Evaluation des Bundeskinderschutzgesetzes vom Dezember 2015 sollen Teile der Kinder- und Jugendhilfe gesetzlich neu geregelt werden. Mit dem Koalitionsvertrag ist die Forderung gestellt, die Kinder- und Jugendhilfe inklusiv zu gestalten. Bisher gibt es wenig Konsens; weder innerhalb der Jugendhilfe noch im Austausch mit anderen Rechtssystemen.

Bis jetzt ist nicht klar, ob und welche Veränderungen in dieser Legislaturperiode noch möglich sind. Speziell mit dem Fokus auf behinderte Kinder in Pflegefamilien ist es wichtig, sich die Themenbereiche, die wir als aktualisierungsbedürftig sehen, genauer anzuschauen. Als Referentin und kompetente Gesprächspartnerin konnten wir Kerstin Held Vorsitzende des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder (BbP) gewinnen.

Welche Veränderungen brauchen Pflegekinder und welche Aufgaben ergeben sich für die Selbsthilfeorganisationen vor Ort?
Die Delegierten der Landesverbände erörtern die daraus resultierenden Verbandsaufgaben auf allen Verbandsebenen.

Im Anschluss findet die Mitgliederversammlung des Verbandes statt.

Veranstaltungsflyer

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Demonstration von Pflegefamilien für die Rechte behinderter Kinder am Dienstag, 20. Juni 2017 in Berlin

Posted on Mai 8, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

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Plakatprogramm

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In aktuellen Gesetzentwürfen werden Pflegekinder mit Behinderung erneut außer Acht gelassen, obwohl dringender Handlungsbedarf besteht.

Papenburg (khe/kf) – In Deutschland leben über 84.000 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Pflegefamilien sind eine der erfolgreichsten und kostengünstigsten Hilfen zur Erziehung im Sozialsystem.

Seit mehr als drei Jahrzehnten setzen sich der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V., zahlreiche Selbsthilfeorganisationen sowie freie und öffentliche Jugendhilfeträger für die gesetzliche Verankerung dringend notwendiger Verbesserungen der Rechte von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien ein. Bislang vergeblich!

  1. Die Bundesregierung missachtet permanent die Forderungen der UNBehindertenrechtskonvention (UN-BRK) von 2009, dass Kinder mit Behinderungen gleichberechtigt sind mit Kindern ohne Behinderungen. Nach bisherigem Recht haben sie noch immer keinen Anspruch auf bedarfsgerechte Leistungen aus der Jugendhilfe.
  2. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Kinder- und Jugendstärkungsgesetz von April 2017 werden Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien nicht berücksichtig.
  3. Im Dezember 2016 wurde das Bundesteilhabegesetz verabschiedet. Die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Pflegefamilien finden hierin nur unzureichend Beachtung, da die entsprechenden AGs sich auf die Reformergebnisse des SGB VIII verlassen haben.
  4. Bisher richtet sich die Zuständigkeit des jeweiligen Trägers nach der Art der Behinderung. Bei Kindern mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung ist die Sozialhilfe zuständig, bei Kindern mit einer seelischen Behinderung die Jugendhilfe. Allerdings richtet sich bei seelisch behinderten Kindern die Zuständigkeit nach dem Intelligenzquotienten eines Kindes. Liegt dieser über 70, ist die Jugendhilfe zuständig. Bei einem IQ von 69 und darunter liegt die Zuständigkeit beim Sozialhilfeträger. Dies ist ein gravierender Verstoß gegen unser Grundgesetz und gegen die Forderungen der UN-BRK, wonach alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, unabhängig davon, ob sie behindert sind oder nicht.

Wir Pflegeeltern fordern gesetzlich geregelte Rahmenbedingungen für die Unterbringung behinderter Kinder in Pflegefamilien!
Wir sind nicht bereit, die seit Langem bestehenden Missstände noch länger hinzunehmen.

  • Es fehlen gesetzlich geregelte Rahmenbedingungen für die Unterbringung behinderter Kinder in Pflegefamilien. Dringend notwendig sind bundesweit verbindliche Standards zur Finanzierung und Ausstattung, zu unterstützenden Leistungen sowie zur Beratung und Begleitung von Pflegefamilien.
  • Es werden bundesweit spezielle Fachdienste zur Vermittlung und Begleitung von Pflegefamilien mit behinderten Kindern benötigt.
  • Kinder mit Behinderungen oder sonstigen Beeinträchtigungen benötigen Pflegegeld gemäß ihrem individuellen Bedarf, einen Mehrbedarf für heilpädagogisches Beschäftigungs- und Spielmaterial, Pflegehilfsmittel, Therapien und medizinische Behandlungen, Fahrtkosten, Kleiderverschleiß, Beschädigung der Wohnungseinrichtung, Ferienmaßnahmen etc.
  • Es darf nicht zu Lasten der Pflegefamilie gehen, für einen behinderungsbedingten Wohnungsumbau oder für die Anschaffung eines behindertengerechten Pkws aufzukommen, den sie ohne das Kind nicht benötigen würden. Diese Kosten müssen bei der Aufnahme eines Kindes mit Behinderungen garantiert werden.
  • Für die Unterbringung von Kindern mit besonderem Bedarf besteht der Anspruch, dass Pflegefamilien über eine pädagogische, pflegerische oder medizinische berufliche Qualifikation verfügen. Ihr Entgelt pro Stunde beträgt allerdings lediglich € 1,13. Ein Mindestlohn für pädagogische Arbeit sollte eingeführt werden, handelt es sich bei der Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien doch um eine Form der öffentlichen Erziehung.
  • Pflegepersonen, die nicht durch Ehepartner familienversichert sind, müssen selbst für ihre Krankenversicherung aufkommen. Krankenversicherungsbeiträge für Pflegepersonen sollten selbstverständlich vom Kostenträger der Unterbringung übernommen werden.
  • Pflegefamilien sind bei der Pflege und Betreuung ihres Kindes auf eine intensive, fachlich qualifizierte Beratung und Begleitung auf Augenhöhe angewiesen anstatt auf halbjährliche Kontrollbesuche durch nicht qualifizierte Berater.
  • Falls ein Pflegekind verstirbt, sollten die Kosten einer Trauerfeier und Beisetzung übernommen werden. Dies ist bisher völlig ungeregelt.
  • Bisher endet die Hilfe zur Erziehung in einer Pflegefamilie, wenn das Kind das 18. Lebensjahr erreicht. In Ausnahmefällen wird diese bis zum 21. Lebensjahr verlängert. Kostenträger erwarten, dass Pflegeeltern aufgrund ihrer emotionalen Beziehung zum Kind bzw. Jugendlichen diesen bis zur Verselbstständigung ohne finanzielle Unterstützung, Beratung und Begleitung in ihrer Familie betreuen. Es kann nicht angehen, dass wenn Kinder in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe untergebracht sind, der gleiche Pflegesatz auch nach Erreichung der Volljährigkeit weitergeleistet wird, nicht aber dann, wenn sie in einer Pflegefamilie leben.
  • Es besteht in vielen Jugendamtsbereichen keine Haftpflichtversicherung für Schäden, die das Kind innerhalb der Pflegefamilie verursacht. Wenn Pflegekinder etwa die Wohnungseinrichtung demolieren oder das Haus abbrennen, müssen Pflegeeltern häufig selbst für entstandene Schäden aufkommen. Hier besteht dringend Regelungsbedarf. Solange es hier keine klare Absicherung gibt, ist jeder Familie von der Aufnahme eines Kindes mit Verhaltensstörungen abzuraten.
  • Während Mitarbeitern in Behinderteneinrichtungen selbstverständlich eine geregelte Freizeit und Urlaub zustehen, haben Pflegeeltern hierauf keinen Anspruch. Sie sind 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr im Einsatz. Pflegeeltern benötigen dringend Entlastung in der Pflege ihrer Kinder, etwa freie Wochenenden und Urlaube.
  • Pflegepersonen erhalten ebenfalls keine angemessene Alterssicherung. Derzeit wird ein monatlicher Beitrag in Höhe von 39 € übernommen. Dieser reicht nach dreißigjähriger Tätigkeit als Pflegemutter gerade zu einer Rente in Höhe der Grundsicherung. Wenn Pflegepersonen nicht anderweitig abgesichert sind, droht ihnen die Altersarmut. Eine angemessene Alterssicherung für eine hochqualifizierte Leistung sollte selbstverständlich sein.
  • Laut Statistischem Bundesamt lebten 2013 mehr als 11.000 Kinder mit Behinderungen unter 18 Jahren dauerhaft in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe. Da diese Kinder bisher keinen Anspruch auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe haben, sondern in die Zuständigkeit des Sozialhilfeträgers fallen, haben sie kaum die Chance, in eine Pflegefamilie zu wechseln. Sie verbleiben bis an ihr Lebensende in einer Heimeinrichtung.

Das Pflegekinderwesen als Hilfeangebot für Kinder mit besonderem Bedarf hat zukünftig nur unter der Voraussetzung Bestand, dass gesetzlich geregelte Standards geschaffen werden.

Um Politik und Öffentlichkeit auf diese Missstände hinzuweisen und um Abänderung zu schaffen, findet am Dienstag, 20. Juni 2017, um 14 Uhr eine Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin unter der Federführung des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. statt.

Alle Pflegefamilien in Deutschland mit Kindern mit Beeinträchtigungen, Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder schweren Traumatisierungen sind aufgerufen, teilzunehmen und ihre Forderungen zum Ausdruck zu bringen. Unterstützt wird diese Aktion von zahlreichen Selbsthilfeorganisationen, freien und öffentlichen Jugendhilfeträgern sowie Fachhochschulen, Instituten und Universitäten, die bereits ihre Teilnahme zugesagt haben.

Kerstin Held,
Vorsitzende Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) ist eine Selbsthilfevereinigung von Pflegeeltern, die sich für Pflegekinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen engagieren. Er wurde 1983 gegründet und vertritt bundesweit rund 800 Mitglieder mit über 600 Pflegekindern unter 18 Jahren. Zentrales Anliegen ist die Vermittlungshilfe von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Pflegefamilien. Nach der UNKinderrechtskonvention hat jedes Kind das Recht, in einer Familie aufzuwachsen.
Der BbP ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt und vertritt die Interessen behinderter Pflegekinder und ihrer Pflegeeltern auch im politischen, sozialrechtlichen und gesellschaftlichen Bereich.

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Kindernetzwerk (Online) -Handreichung : „Teilhabe für Familien mit besonderem Bedarf“

Posted on März 10, 2017. Filed under: Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

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„Fachberater in der Sonderpflege für Kinder mit Behinderung in Pflegefamilien“ am 07.09. in Köln

Posted on März 7, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Wenn ein Kind mit Behinderung, das nicht in seiner Herkunftsfamilie aufwachsen kann, den Weg in eine Pflegefamilie findet, werden hohe Anforderungen an die Begleitung und Beratung des Pflegeverhältnisses gestellt. Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. wird häufig von öffentlichen und freien Trägern zu Hilfe gerufen.

Diese Hilferufe sollen im Rahmen der Tagung „Fachberater in der Sonderpflege für Kinder mit Behinderung in Pflegefamilien“ am 07.09. in Köln erläutert, Erfolgsgeschichten erzählt und lösungsorientiert gemeinsam gearbeitet werden. Referieren werden Kerstin Held und Dirk Schäfer.

Eingeladen sind Berater der öffentlichen und freien Jugendhilfeträger und Eingliederungshilfe, sowie Fachdienste und solche, die es werden wollen.

nähere Informationen

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BbP fordert mehr Unterstützung für Pflegeeltern und bundesweit gültige Regeln

Posted on März 2, 2017. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

logoIn einem Interview mit finanzen.de fordert Gerhard Schindler vom Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. mehr Unterstützung für Pflegeeltern. Der Verband fordert gemeinsam mit dem Runden Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände seit langem Regeln, die bundesweit verbindlich gelten.

zum Artikel vom 01.03.2017

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„Zugänge ermöglichen – Exklusion vermeiden, Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche mit Behinderung“ am 13./14.02. in Köln

Posted on Januar 18, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Erziehungsbüro Rheinland gGmbH veranstaltet zusammen mit der Forschungsgruppe Pflegekinder der Uni Siegen und weiteren Kooperationspartnern am 13./14.02.2017 in Köln die Fachtagung „Zugänge ermöglichen – Exklusion vermeiden, Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche mit Behinderung„.

Auch für Kinder und Jugendliche mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, soll die Option der Unterbringung in einer Pflegefamilie bestehen. Das Recht auf Familie für alle Kinder und Jugendlichen muss aber erst noch verwirklicht werden.

Die bundesweite Fachtagung richtet sich an alle Fachkräfte öffentlicher und freier Träger (Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe u.a.), die sich damit befassen, wie Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Familien unterstützt werden können. Es sollen Wege der professionellen Begleitung und Unterstützung in der Pflegekinderhilfe aufgezeigt werden, durch die eine Ausgrenzung ganzer Gruppen von Kindern und Jugendlichen verhindert und unnötige Abbrüche von Pflegeverhältnissen vermieden werden können. Praxisnah aufbereitete Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt sowie ermutigende Praxisbeispiele werden vorgestellt und diskutiert, um als Anregungen zur Entwicklung einer inklusive(re)n Pflegekinderhilfe zu dienen.“

Tagungsflyer

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Artikel: „Sarah bedeutet für mich pures Glück“

Posted on Januar 5, 2017. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: , |

Über die Aufnahme eines kleinen, an Spina bifida erkrankten Mädchens in eine Pflegefamilie berichten die Husumer Nachrichten im Artikel „Sarah bedeutet für mich pures Glück“ vom 04.01.2017.

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„Zugänge ermöglichen – Exklusion vermeiden – Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche mit Behinderung“ am 13./14.02.2017 in Köln

Posted on Dezember 13, 2016. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Fachtagung „Zugänge ermöglichen – Exklusion vermeiden – Pflegefamilien für Kinder und Jugendliche mit Behinderung“ findet am 13./14.02.2017 in Köln statt und bildet den Abschluss des Projekts „Vermeidung von Exklusionsprozessen in der Pflegekinderhilfe“ der Forschungsgruppe zur Pflegekinderhilfe an der Uni Siegen.

Auch für Kinder und Jugendliche mit körperlichen, geistigen und seelischen Behinderungen, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können, soll die Option der Unterbringung in einer Pflegefamilie bestehen. Das Recht auf Familie für alle Kinder und Jugendlichen muss aber erst noch verwirklicht werden.

Das Forschungsprojekt hat sich mit den Fragen beschäftigt

  • wie der Zugang zu geeigneten Pflegefamilien verbessert werden kann,
  • wie es gelingen kann, bestehende Pflegeverhältnisse zu stabilisieren und
  • wie Übergänge für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen gestaltet werden können

Die bundesweite Fachtagung richtet sich an alle Fachkräfte öffentlicher und freier Träger (Kinder- und Jugendhilfe, Behindertenhilfe u.a.), die sich damit befassen, wie Kinder und Jugendliche mit Behinderung in Familien unterstützt werden können.
Es sollen Wege der professionellen Begleitung und Unterstützung in der Pflegekinderhilfe aufgezeigt werden, durch die eine Ausgrenzung ganzer Gruppen von Kindern und Jugendlichen verhindert und unnötige Abbrüche von Pflegeverhältnissen
vermieden werden können.
Praxisnah aufbereitete Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt sowie ermutigende Praxisbeispiele werden vorgestellt und diskutiert, um als Anregungen zur Entwicklung einer inklusive(re)n Pflegekinderhilfe zu dienen.

Veranstaltungsflyer

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Qualitätskriterien zur Unterstützung von Kindern mit Behinderung und ihren Pflegefamilien

Posted on Oktober 10, 2016. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V. setzt sich für einheitliche Qualitätskriterien zur Unterbringung von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien ein und führte im September in Köln einen Fachtag (wir berichteten) in Kooperation mit der Uni Siegen durch.

Dort stellten Dirk Schäfer, Nicole Weißelberg und Kathrin Weygandt von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen aktuelle Ergebnisse des Praxisforschungsprojektes „Vermeidung von Exklusionsprozessen in der Pflegekinderhilfe“ vor.

Im Zentrum standen dabei gemeinsam mit Fachkräften erarbeitete Qualitätskriterien zur Begleitung und Betreuung von Pflegefamilien und Erziehungsstellen, die Kinder und Jugendliche mit Behinderungen oder besonderen Auffälligkeiten betreuen. Grundlage der vorgestellten Erkenntnisse waren ausführliche prozessbegleitende Interviews, die von der Forschungsgruppe mit den zuständigen Fachberater_innen, Pflegeeltern sowie in einzelnen Fällen weiteren wichtigen Akteuren durchgeführt wurden.

Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass familiale Betreuungsverhältnisse insbesondere dann erfolgversprechend für Kinder und Pflegefamilien sind, wenn eine intensive Begleitung und Unterstützung durch die zuständigen Träger erfolgt. Diese lässt sich in zwei Bereiche unterteilen, die nachfolgend vorgestellt werden.

Qualitätskriterien auf der Strukturebene:

  • Fachberater_innen begleiten in diesem speziellen Bereich der Pflegekinderhilfe im Rahmen einer Vollzeitstelle zwischen zehn und zwölf Pflegeverhältnisse. Dadurch wird die Intensität der Betreuung sichergestellt, die ein hohes Maß an individueller Ausrichtung und Flexibilität bedarf und ohne die eine Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit besonderen Einschränkung sowohl für die Kinder selbst als auch die weiteren Mitglieder der Pflegefamilie/Erziehungsstelle nicht zu verantworten wäre.
  • Von besonderer Bedeutung sind Entlastungsangebote für die unterschiedlichen Mitglieder der Pflegefamilie/Erziehungsstelle. Dazu gehören sowohl Freizeitangebote für Pflegeeltern, Pflegekinder als auch die leiblichen Kinder der Pflegeeltern. Für die meisten Beteiligten ist es hilfreich und notwendig, verbindliche Pausen vom Pflegefamilienalltag zu erhalten, um zu regenerieren und Kräfte für zukünftige Aufgaben zu bündeln. Die Entwicklung einer förderlichen work-life-balance scheint in einem Tätigkeitsfeld mit fließenden Grenzen zwischen Privatem und Beruflichem eine besonders herausfordernde Aufgabe zu sein, die hier den Fortbestand und damit die kontinuitätssichernde Planung des Pflegeverhältnisses absichert.
    Zusätzlich sollte es zum Leistungsangebot der zuständigen Träger gehören, die Pflegefamilien/Erziehungsstellen von bürokratischen/administrativen Tätigkeiten zu entlasten. Hier sind insbesondere Antragstellungen von notwendigen Leistungen für das Pflegekind, Auseinandersetzungen mit Krankenkassen sowie Klärungen von Zuständigkeitsfragen zwischen dem öffentlichen Jugendhilfe- und Sozialhilfeträger relevant.
  • Träger, die in diesem Bereich tätig sind, sollten sich darum kümmern, dass gebündelte Informationen für die Pflegepersonen zur Verfügung stehen. Die im Rahmen der Pflegeverhältnisse anstehenden Verwaltungsaufgaben übersteigen das üblicherweise notwendige Verweisungswissen in der Pflegekinderhilfe deutlich, so dass neue Verfahrensrichtlinien zur Orientierung auch für neue Kolleg_innen entwickelt werden sollten. Somit würde ein Mindestmaß an Qualität abgesichert.
  • Für eine adäquate Begleitung der Pflegeverhältnisse ist es erforderlich, dass z.B. juristische und medizinische Expertisen in den Beratungsprozess einbezogen werden. Wenn es für Träger nicht möglich ist innerhalb des eigenen Teams eine multiprofessionelle Expertise aufzubauen, wäre die Zusammenarbeit mit externen Expert_innen wünschenswert. Diese ließe sich ggf. auch im Verbund mehrerer Träger nutzen.

Qualitätskriterien auf der Prozessebene:

  • Die Herausforderungen der untersuchten Pflegeverhältnissen sind häufig nicht mit einer klaren Antwort auf eine gezielte Frage zu lösen. Vielmehr scheint es aus Sicht der Pflegeeltern darum zu gehen, dass Fachberater_innen sich auf einen Prozess des gemeinsamen Wachsens einlassen. Nicht nur die Pflegefamilien, sondern auch die Fachberater_innen entwickeln sich im Laufe des Prozesses und lernen mit den Anforderungen umzugehen.
  • Durch die Aufnahme eines Kindes/Jugendlichen mit einer Behinderung übernehmen Pflegeeltern eine wichtige gesellschaftliche Aufgabe. Diese Aufgabe ist nicht zwangsläufig mit einem hohen sozialen Status oder gesellschaftlicher Anerkennung verbunden. Eine umso entscheidendere Bedeutung scheinen dadurch die Fachberater_innen für die Pflegeeltern zu gewinnen. Ihnen ist es wichtig Anerkennung für ihre Leistungen, Wertschätzung für ihr Engagement und Mitgefühl für ihre Belastungen zu erhalten.
  • Die Qualität der Begleitung hängt auch davon ab, wie offen sich die Pflegeeltern auf einen Beratungsprozess einlassen. Dafür ist ein vertraulicher Umgang der Fachberater_innen mit den Informationen ebenso notwendig und sinnvoll, wie eine möglichst angstfreie und fehlerfreundliche Kommunikation.
  • Es ist bekannt, dass sich das soziale Umfeld von Familien nach der Aufnahme eines Pflegekindes mit Behinderung oder z.B. erheblichen Verhaltensauffälligkeiten stark verändern kann, weil sich Bekannte, Freunde, Verwandte möglicherweise zurückziehen. Pflegefamilien/Erziehungsstellen sollten im Vorfeld darüber informiert werden und sie sollten sich sicher sein können, dass sie sich beim Erhalt und Aufbau ihres sozialen Netzwerks auf die Unterstützung des zuständigen Trägers verlassen können.

Verfasser: Dirk Schäfer, dirk.schaefer@uni-siegen.de

Quelle: Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V. vom 05.10.2016

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Sachsen-Anhalt: Qualifizierungskurs für Sozialpädagogische Pflegeeltern 2016 ab 14.02.

Posted on Januar 14, 2016. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Fachzentrum für Pflegekinderwesen Sachsen-Anhalt bietet auch 2016 wieder einen Qualifizierungskurs für Sozialpädagogische Pflegeeltern mit insgesamt 6 Seminare an. Der Beginn der Fortbildungsreihe ist am 14.02.2016 in Gardelegen, das Abschlusskolloquium wird im November 2016 stattfinden.

Anmeldungen sind möglich bei Heidi Bachmann heidi.bachmann@fzpsa.de, Tel.: 0171/ 3346308

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„Worauf es ankommt! Erfolgreiche Kooperation von Sozialhilfe und Jugendhilfe für Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien“ am 18.02. in Düsseldorf

Posted on Dezember 18, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Worauf es ankommt! Erfolgreiche Kooperation von Sozialhilfe und Jugendhilfe für Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien“ ist der Fachtag von LWL und LVR am 18.02. in Düsseldorf betitelt.

Vorträge:

  • Gila Schindler: Zwischen Kindeswohl und Teilhabe – Die Problematik der Zuständigkeit für Kinder mit Behinderungen
  • Susanne Lambeck: „Entwicklung von Pflegekindern mit Behinderung in Pflegefamilien“

Ferner finden eine Podiumsdiskussion und fünf Workshops zu folgenden Themen statt:

  1. Kooperationsmodell des Märkischen Kreises
  2. Kooperationsmodell der Stadt Düsseldorf
  3. Leben in Gastfamilien: Welche Wohnperspektive hat der junge Mensch im Bereich des  Landschaftsverbandes Rheinland?
  4. Betreutes Wohnen in Gastfamilien (BWF) beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe
  5. Was kann eine Pflegefamilie leisten? Möglichkeiten und Grenzen

nähere Informationen

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Hessen: Pflege-Adoptiv-Kinder-Tag PAKT 2015 am 10.10. in Friedberg

Posted on September 1, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Pflege-Adoptiv-Kinder-Tag PAKT 2015 des Landesverbandes der Pflege- und Adoptivfamilien in Hessen findet am 10.10. in Friedberg/Hessen zum Thema „Kinder mit besonderen Bedürfnissen“ – Einstufung in Sonderpflegestellen und gemäß § 35a SGB VIII – Hilfen und Unterstützung statt.

Eine Anmeldung ist bis zum 01.10. möglich.

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Zollernalbkreis fördert Pflegefamilien für behinderte Kinder

Posted on Mai 28, 2015. Filed under: Baden-Württemberg, Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Der Schwarzwälder Bote berichtet im Artikel „Grundsatz: ambulant vor stationär“ vom 27.05.2015 von der Initiative des  Zollernalbkreises in Baden-Württemberg, die Eingliederungshilfe für in Pflegefamilien untergebrachte Kinder und Jugendliche mit Behinderung – zunächst befristet bis Ende 2018 – vollständig zu übernehmen.

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Bundesverband behinderter Pflegekinder mit neuem Logo

Posted on Mai 28, 2015. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , |

Herbstein (ges) – Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) hat sein Logo erneuert. Beim diesjährigen Familientreffen in Herbstein (Hessen) stellte die Vorsitzende Kerstin Held das neu gestaltete Emblem erstmals öffentlich vor. Der überarbeitete Schriftzug soll nun deutlicher auf das Anliegen, behinderte Kinder in Pflegefamilien zu vermitteln, verweisen. Außerdem besetzte die Mitgliederversammlung den freigewordenen Posten des Schriftführers. Einstimmig gewählt wurde Sabine Schubert aus Hagen im Bremischen, Kreis Cuxhaven. Die 35-jährige Bürokauffrau betreut zusammen mit ihrem Mann zwei Pflegekinder mit Behinderung.
„Unser neues Logo stellt die Abkürzung BbP als stilisierte Pflegefamilie dar“, erklärt Kerstin Held: Die beiden Großbuchstaben rahmen als beschützende Eltern ein Kind im Rollstuhl ein. „Das Kind steht im Mittelpunkt – genau wie bei der Arbeit unseres Bundesverbands“, führt die Vorsitzende weiter aus. Das neue Emblem ersetzt das bisherige Logo, das vor Jahrzehnten als handgestrickte Notlösung entstanden war. Besonders der darin enthaltene Pfeil nach oben hatte immer wieder für Irritationen gesorgt: Besucher der Geschäftsstelle in Papenburg etwa gingen regelmäßig in den zweiten Stock hoch, obwohl die Räume im ersten liegen.

Beim Familientreffen des Bundesverbands behinderter Pflegekinder trafen sich dieses Jahr so viele Teilnehmer wie schon lange nicht mehr: 24 Familien mit insgesamt 109 Personen kamen über Pfingsten drei Tage lang im Kolpingdorf Herbstein im hessischen Vogelsbergkreis zusammen. Für die 51 Kinder darunter gab es ein eigenes Spiel- und Betreuungsprogramm, darunter den Mitmachzirkus San Pedro Piccolino aus Werl. Neben dem persönlichen Austausch untereinander steht beim Familientreffen regelmäßig auch eine fachliche Fortbildung auf dem Programm. Dieses Jahr referierte Henrike Hopp, Diplom-Sozialarbeiterin und Mitbegründerin des Portals „Moses Online“, über Vormundschaftsrecht.

Nach wie vor sucht der Bundesverband in ganz Deutschland Pflegeeltern, die Kinder mit unterschiedlichsten Behinderungen oder Beeinträchtigungen aufnehmen. Damit die Vorstellungen einer Pflegefamilie und der Pflegebedarf eines Kindes möglichst genau übereinstimmen, hat der BbP einen ausführlichen Bewerberbogen entwickelt. Er kann auch über die Internetseite des Bundesverbands heruntergeladen werden.

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) ist eine Selbsthilfevereinigung von Pflegeeltern, die sich für Pflegekinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen engagieren. Er wurde 1983 gegründet und vertritt bundesweit fast 800 Mitglieder mit über 600 Pflegekindern unter 18 Jahren. Zentrales Anliegen ist die Vermittlungshilfe von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Pflegefamilien. Nach der UN-Kinderrechtskonvention hat jedes Kind das Recht, in einer Familie aufzuwachsen. Der BbP ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt und vertritt die Interessen behinderter Pflegekinder und ihrer Pflegeeltern auch im politischen, sozialrechtlichen und gesellschaftlichen Bereich.

Quelle: Pressemitteilung des BbP vom 27.05.2015

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BbP-Familientreffen 2015 in Herbstein

Posted on April 14, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Über Pfingsten 2015 (22.-25.05.) lädt der Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) e.V. seine Mitglieder wieder zum jährlichen Familientreffen ins Kolping-Feriendorf Herbstein ein.

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Aktionsbündnis für Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V. gegründet

Posted on März 27, 2015. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , , |

Am 26. Februar 2015 hat sich der Verein „Aktionsbündnis für Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V.“ gegründet. In der diesbezüglichen Presseerklärung werden die Hintergründe und die Ziele des Vereins ausführlich erläutert. Ziel des Vereins sei es, die Interessen von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien und die Interessen ihrer Pflegefamilien zu vertreten und eine entsprechende Lobby zu bilden, da auch annähernd 6 Jahre nach Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention durch die Bundesrepublik Deutschland das hierdurch verankerte Recht von Kindern mit Behinderungen auf ein Aufwachsen in Familie nur unzureichend verwirklicht sei.

Die Eingliederungshilfe für Kinder und Jugendliche mit Behinderungen in Form der Familienpflege bedürfe einer umfassenden gesetzlichen Qualifizierung. Dahingehend sei das Ziel der sogenannten „Großen Lösung“ erstrebenswert – hiermit würden alle Kinder und Jugendlichen in die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe fallen und die erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen wären in diesem Leistungsgesetz festzuschreiben.
Aber unabhängig davon, ob die entsprechenden Reglungen im Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII) oder im Recht der Sozialhilfe (SGB XII) oder einem neuen Leistungsrecht festgeschrieben werden, hält der neu gegründete Verein verlässliche gesetzliche oder anderweitige Regelungen bzw. Standards in insbesondere folgenden Punkten für unerlässlich: Dies betrifft die Finanzierung der Unterbringung von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien, die Ausstattung und die unterstützenden Leistungen für Pflegefamilien mit behinderten Kindern, die Beratung und Begleitung von Pflegefamilien mit behinderten Kindern sowie die Qualität und Ausstattung von Fachdiensten für Pflegekinder mit Behinderung.

Auf der Homepage des Vereins Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien e.V.  finden sich weitergehende Informationen zum Thema.

Quelle: IGfH

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BbP fordert Berücksichtigung behinderter Pflegekinder im neuen Bundesteilhabegesetz

Posted on März 23, 2015. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , , |

Auch der Bundesverband behinderter Pflegekinder (BbP) e.V. setzt sich mit einer eigenen Stellungnahme für die Berücksichtigung behinderter Pflegekinder im neuen Bundesteilhabegesetz ein.

⇒ Stellungnahme vom 13.02.2015

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Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien – Berücksichtigung im Bundesteilhabegesetz

Posted on März 23, 2015. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , , |

Das 2014 gegründete Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien wendete sich am 16.02. mit folgender Stellungnahme an die Mitglieder der Arbeitsgruppe Bundesteilhabegesetz:

Das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien setzt sich für die Belange von Kindern mit Behinderungen ein, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können. Wir verfolgen mit unserem Engagement die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention, demnach auch Kinder mit Behinderungen die Chance erhalten sollen in einer Familie aufzuwachsen.

Mit dem Anspruch auf Familienpflege nach § 54 Abs. 3 SGB XII wurde in Deutschland dieses Recht zwar gesetzlich abgesichert. Unsere Erfahrungen mit der Praxis der Sozialhilfeträger zeigen jedoch, dass sich die Umsetzung des Rechts häufig erheblichen Hürden gegenüber sieht:

Es fehlen Standards für die Sicherstellung des notwendigen Unterhalts behinderter Kinder in Pflegefamilien. Eine analoge Anwendung der Vorgaben der Kinder- und Jugendhilfe greift häufig zu kurz, da weder der behinderungsbedingte Mehrbedarf der Kinder noch die Kosten der Teilhabeleistungen der Pflegeeltern dort beschrieben werden. Die Ausstattung der Pflegestelle ist nicht sichergestellt und muss immer wieder von Fall zu Fall entschieden werden. Die Fortsetzung des Pflegeverhältnisses über die Volljährigkeit hinaus ist nicht geregelt und damit nicht abgesichert. Die Begleitung der Pflegefamilien durch professionelle Fachdienste, die die Arbeit der Pflegeeltern qualifizieren, supervidieren und mit Rahmenleistungen unterstützen, findet keine ausdrückliche gesetzliche Grundlage.

Dieser Mangel an Standards in der Eingliederungshilfe in Form der Familienpflege für behinderte Kinder lässt Pflegepersonen von der Aufgabe Abstand nehmen, weil ihnen hier die erforderliche Verlässlichkeit der zuständigen Behörden fehlt. So machen wir immer wieder die Erfahrung, dass Kinder trotz interessierter Pflegefamilien nicht vermittelt werden können, weil die Rahmenbedingungen für die Familie zu unsicher sind und Familien zu Recht die Gefahr der Überforderung sehen. Trotz möglicher Alternativen werden Kinder mit Behinderungen in solchen Situationen in einem Heim untergebracht und ihr Anspruch auf ein familiäres Aufwachsen ist vereitelt.

Zur Umsetzung des Anspruchs von Kindern mit Behinderungen auf ein familiäres Aufwachsen sind aus unserer Sicht daher weitere bundesweite Regelungen notwendig, mit denen die notwendigen Standards gesetzt werden. Vorrangig wäre dabei das Ziel der sogenannte „Großen Lösung“ zu verfolgen, mit der alle Kinder und Jugendlichen in die Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe fallen und in diesem Leistungsgesetz die erforderlichen rechtlichen Rahmenbedingungen festzuschreiben wären.

Ob aber nun im Kinder- und Jugendhilferecht (SGB VIII) oder im Recht der Sozialhilfe (SGB XII) oder einem neuen Leistungsrecht hält das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien die Berücksichtigung folgender Punkte im Rahmen der Erarbeitung eines Bundesteilhabegesetzes für absolut notwendig:

  • Normierung von Standards zur Finanzierung der Unterbringung von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien
  • Normierung von Standards zur Ausstattung und der unterstützenden Leistungen für Pflegefamilien mit behinderten Kindern
  • Normierung von Standards zur Beratung und Begleitung von Pflegefamilien mit behinderten Kindern
  • Normierung von Qualitätsstandards und Ausstattung von Fachdiensten für Pflegekinder mit Behinderungen
    (nähere Ausführungen zu den einzelnen Punkten)

Das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien steht zur Beratung gerne bereit.

Gila Schindler, Frauke Zottmann-Neumeister und Peter Kreuels für das
Aktionsbündnis Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien

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Halle/Saale: Schwer behinderter Säugling darf nun doch zu Pflegefamilie

Posted on November 23, 2014. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. verkündet, dass das Jugendamt Halle/Saale sich in dem von ihnen kritisierten Fall (wir berichtetenumentschieden hat: Der fünf Monate alte Säugling mit schwerer Behinderung kommt nun doch in die Pflegefamilie, die der Bundesverband behinderter Pflegekinder über den Fachpflegedienst PFIFF gGmbH aus Hamburg vermittelt hat. Die neue Familie hat den Jungen bereits in Empfang genommen.

Der Verband hat einen Pressespiegel mit Artikeln zu diesem Fall zusammengestellt.

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Jugendamt Halle/Saale verwehrt schwerbehindertem Kind das Recht auf familiäre Unterbringung.

Posted on November 18, 2014. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Sachsen-Anhalt, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Für einen schwerstbehinderten, fünf Monate alten Säugling hat das Jugendamt Halle/Saale entschieden, dass er in einem Heim statt in einer Pflegefamilie aufwachsen soll.

Die bereits angebahnte Vermittlung durch den sehr engagierten Pflegekinderdienst des betreffenden Jugendamtes in eine Familie wurde kurzfristig wenige Tage vor der Übergabe durch den Allgemeinen Sozialen Dienst (ASD) abgesagt. Über die Vermittlungshilfe des Bundesverbands behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) und des Fachdienstes für Pflegekinder PFIFF Hamburg gGmbH war bereits eine Pflegestelle gefunden und zugesagt worden.

gemeinsame Pressemitteilung von BbP und PFIFF vom 17.11.2014

 

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Sonderpflege in Würzburg

Posted on Oktober 29, 2014. Filed under: Bayern, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Im Artikel „In Sonderpflegefamilien die alten Muster durchbrechen“ aus der Mainpost vom 28.10.2014 wird die Situation der Sonderpflegestellen in Würzburg beschrieben.

Vor zehn Jahren wurde das Konzept in Würzburg etabliert. Derzeit steigt der Bedarf und neue Pflegeeltern mit pädagogischer Vorbildung werden gesucht.

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Fachtagung „Pflegekinder mit Assistenzbedarf – Kindern mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen ein Leben in einer Familie ermöglichen“ am 30.10. in Dortmund

Posted on Oktober 13, 2014. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Prof. Dr. Klaus Wolf und RAin Dr. Gila Schindler referieren für Führungskräfte und Fachkräfte der Jugendhilfe und Eingliederungshilfe (ASD, Jugendamt, Sozialamt, Einrichtungen der Jugendhilfe und Eingliederungshilfe) zum Thema „Pflegekinder mit Assistenzbedarf – Kindern mit chronischen Erkrankungen und/oder Behinderungen ein Leben in einer Familie ermöglichen„. Die Fortbildung findet am 30.10. in Dortmund statt. Veranstalter ist das LWL-Landesjugendamt Westfalen.

Für ein Kind, das aus den unterschiedlichsten Gründen nicht bei seinen Eltern/in seiner Familie leben kann, bietet eine Pflegefamilie einen sicheren Ort, um aufzuwachsen. In der UN-Kinderrechtskonvention steht, dass jedes Kind das Recht auf eine Familie hat, folglich auch ein Kind mit einer Behinderung oder einer chronischen Erkrankung. Die Praxis zeigt einerseits, dass aufgrund der Initiative von Privatpersonen und Verbänden, einzelner öffentlicher Träger der Jugendhilfe und Sozialhilfe sowie den engagierten Pflegefamilien sehr wohl die Möglichkeit besteht, für ein Kind mit Behinderung eine passende Pflegefamilie zu finden. Andererseits führt die häufig unklare Kostenzuständigkeit wegen der Zuordnung nach SGB VIII oder SGB XII zu langwierigen Prozessen, unter denen in den meisten Fällen die Pflegefamilien leiden oder es im extremsten Fall nicht zu einer Vermittlung in eine Pflegefamilie kommt. Die Abgrenzung zwischen der Jugendhilfe und der Eingliederungshilfe löst häufig die zeitaufwändige und für das jeweilige Kind teilweise sehr anstrengende und überfordernde mehrfache Diagnostik aus, um entsprechend des Ergebnisses eine Zuordnung vornehmen zu können. Dabei steht nicht das Kind im Vordergrund mit dem Recht und Anspruch auf ein inklusives Aufwachsen. Im Rahmen dieser Fachtagung soll das Thema „Pflegekinder mit Assistenzbedarf“ aus verschiedenen Perspektiven beleuchtet werden. Zwei Eingangsvorträge zu den besonderen Bedarfen eines Kindes mit Assistenzbedarf und seiner Pflegefamilie sowie zu den rechtlichen Aspekten werden den Fachtag eröffnen. In anschließenden Workshops zu Schwerpunktthemen können sich die Teilnehmenden sowohl über gelingende Beispiele aus der Praxis informieren bzw. Kooperationsmodelle kennen lernen.

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PAKT 2014: „Kinder mit besonderen Bedürfnissen“ am 13.09. in Hessisch-Lichtenau

Posted on August 7, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Pflege-Adoptiv-Kinder-Tag (PAKT 2014) des Pflege- und Adoptivfamilien – Landesverband Hessen e.V. widmet sich dem Thema „Kinder mit besonderen Bedürfnissen – Einstufung in Sonderpflegestellen und gemäß § 35a SGB VII – Hilfen und Unterstützung„. Er findet am 13.09. in Hessisch-Lichtenau statt.

Referieren werden A. Fischer-Stier und S. Chebila zum Thema „Kinder mit besonderen Bedürfnissen: Wie gelingt eine einvernehmliche Regelung bezüglich der Einstufung in Sonderpflegeformen“ sowie Antje Nau über „Mehrbedarf aufgrund besonderer Bedürfnisse“.

Veranstaltungsflyer

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„Beratung von Pflegeeltern eines Pflegekindes mit Behinderung“ am 13.08. in Haltern

Posted on Juli 13, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Dem Thema „Beratung von Pflegeeltern eines Pflegekindes mit Behinderung“ widmet sich eine Fortbildung des LWL-Landesjugendamt Westfalen am 13.08. in Haltern. Dipl.-Psychologin Susanne Lambeck informiert Fachkräfte des ASD und der Hilfen zur Erziehung.

Die Mitteilung der Diagnose, ihr Pflegekind ist behindert, verändert die Lebensperspektiven einer Pflegefamilie grundlegend und unumkehrbar.

  • Welche Prozesse laufen häufig nach der Diagnosemitteilung ab?
  • Wie kann ich als Mitarbeiter/in eines Pflegekinderdienstes Pflegefamilien mit einem behinderten Pflegekind sinnvoll begleiten, wenn die Pflegeeltern inzwischen selbst Experten für die Behinderung ihres Pflegekindes geworden sind?
  • Wie kann man Bewerber/innen sinnvoll auf diese Aufgabe vorbereiten?
  • Welche Informationen brauchen sie vor Aufnahme des Kindes?

Ausgehend von den Bedürfnissen der Teilnehmer/innen soll neben der Wissensvermittlung genügend Raum für Fragen und zum Erfahrungsaustausch bleiben.

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Happy End für ein vergessenes Kind – Nach neun Jahren Klinikaufenthalt findet ein Mädchen endlich eine Pflegefamilie

Posted on Dezember 5, 2013. Filed under: Bewerber, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Foto: BbP/Heike Nordmann

Julia wurde im Jahr 2004 mit dem seltenen Undine-Syndrom geboren und hat dadurch keinen natürlichen Atemreflex. Die leiblichen Eltern konnten ihre kleine Tochter nicht selbst versorgen und wünschten sich für Julia sehr früh eine Adoptiv- oder Pflegefamilie. Mehrere Vermittlungsversuche scheiterten. Das nur wenige Monate alte Mädchen wurde vorläufig in einer Klinik untergebracht, um die Eltern zu entlasten. Von hier aus sollten sich zeitnah Pflegeeltern für Julia finden.

Doch durch unterschiedliche Kostenträger (Krankenkasse und Sozialamt) wurde die Akte Julia von Ort zu Ort gereicht und von Zuständigkeit zu Zuständigkeit gegeben. Das Jugendamt vor Ort war zu keinem Zeitpunkt involviert, da die Eltern selbst Inhaber der elterlichen Sorge waren. So geriet das Vermittlungsvorhaben in den Hintergrund, und der Klinikalltag wurde für Julia immer selbstverständlicher.

Mit ihrer Einschulung griff ein Sozialarbeiter des Sozialamts den Vermittlungsauftrag erneut auf. Zunächst wurde die Hoffnung getragen, dass jemand von Klinikpersonal das Kind bei sich aufnimmt. Anschluss und Beständigkeit waren hier die letzte Hoffnung für Julia, um sie nicht in eine ganz fremde Welt entlassen zu müssen. Julias Zuhause war nach so vielen Jahren eine Klinik, und alle Menschen, die sich um sie kümmerten, trugen weiß. Die Bemühung, das Mädchen an eine ihr vertraute Person zu vermitteln, scheiterte jedoch.

Im Frühjahr 2013 wurde dann der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. um Vermittlungshilfe gebeten. Der Verband erstellte ein Profil, was Julias Familie so alles mitbringen muss, um ein Kind mit Kanüle in der Luftröhre und Beatmungspflicht versorgen zu können. Unter seinen registrierten Bewerbern suchte der Bundesverband nach einer Pflegefamilie, die sich vorstellen konnte, Julia ein liebevolles Zuhause zu geben.
Nach weiteren sechs Monaten des Wartens wurde Julias Traum wahr: „Ich wünsche mir, dass einmal eine Mama da ist, wenn ich aus der Schule komme.“ Seit November 2013 steht Julias Beatmungsgerät jetzt auf einem kleinen Tisch neben dem Sofa ihrer Pflegefamilie, und sie kann mit dem Hund auf dem Schoß ihren Lieblingsfilm sehen.
Als die erste Nacht in Julias neuem Zuhause anbrach und die Nachtschwester des ambulanten Pflegedienstes der Gutenachtgeschichte der Pflegemutter zuhörte, fragte Julia: „Du, Schwester, wann ziehst du dich um?“ Da antwortete die Nachtschwester: „Julia, du bist jetzt in einem Zuhause, da läuft das anders. Da tragen nicht alle weiß.“

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) ist eine Selbsthilfevereinigung von Pflegeeltern, die sich für Pflegekinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen engagieren. Er wurde 1983 gegründet und vertritt bundesweit fast 800 Mitglieder mit über 600 Pflegekindern. Zentrales Anliegen ist die Vermittlungshilfe von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Pflegefamilien. Nach der UN-Kinderrechtskonvention hat jedes Kind das Recht, in einer Familie aufzuwachsen. Der BbP ist als freier Träger der Jugendhilfe anerkannt und vertritt die Interessen behinderter Pflegekinder und ihrer Pflegeeltern auch im politischen, sozialrechtlichen und gesellschaftlichen Bereich.
* Zum Schutz des Kindes und aller Beteiligten haben wir den Namen geändert und auf Ortsangaben verzichtet. Der Bundesverband behinderter Pflegekinder versichert, dass sich diese Geschichte im genannten Zeitraum in Deutschland abgespielt hat.

Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.
Kirchstraße 29, 26871 Papenburg

Heike Nordmann / Rita Leser

Telefon: 04961 665241
Telefax: 04961 666621

Internet: http://bbpflegekinder.de
E-Mail: info@bbpflegekinder.de

Quelle: Pressemittilung des Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. vom 25.11.2013

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Erste-Hilfe-Kurs am besonderen Kind am 09./10.11. in Ovelgönne

Posted on Oktober 9, 2013. Filed under: Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 09. und 10.11. findet in Ovelgönne ein Erste-Hilfe-Kurs am besonderen Kind statt. Diese Schulung und Qualifizierung ist gedacht für Pflegeeltern, die ein Kind mit erhöhtem Bedarf haben oder eines aufnehmen möchten.

Der Erste-Hilfe-Kurs ist anerkannt nach dem Tagesbetreuungsgesetz und ist speziell für die Erste Hilfe am Kind mit Behinderung und erhöhtem Pflege- und Hilfebedarf konzipiert. Der Kurs wird gefördert vom AOK Bundesverband und ist für Mitglieder des Bundesverbands behinderter Pflegekinder e.V. kostenlos.

Während des Kurses in der Seevilla Marian ist Kinderbetreuung möglich.

In diesem Kurs sind nur noch wenige Plätze frei.

Anmeldungen bitte direkt an:
Geschäftsstelle des Bundesverbands behinderter Pflegekinder e.V.
Kirchstraße 29, 26871 Papenburg

Telefon: 04961-665241, E-Mail: info@bbpflegekinder.de

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Neu gestaltete Internetseite des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V.

Posted on Oktober 8, 2013. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Seit Ende September steht der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. mit dieser neuen Präsenz im Internet. Sie ist nicht nur neu gestaltet, sondern auch inhaltlich komplett überarbeitet.

Damit soll die Seite einen Beitrag dazu leisten, über den Verband und seine Ziele zu informieren – und zeigen, dass auch Kinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen Pflegefamilien finden können, in denen sie behütet und geborgen aufwachsen, sofern das bei ihren leiblichen Eltern nicht geht.

Quelle: BbP vom 24.09.2013

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TV-Tipp: “Die Entscheidung: Nils, unser behindertes Pflegekind” am 29.09.

Posted on September 24, 2013. Filed under: Bewerber, Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Am 29.09. um 16.30 Uhr wiederholt der WDR die Dokumentation “Nils, unser behindertes Pflegekind” von Martin Pfahl und Patrick Waldmann.

Maria und Paul stehen mitten im Leben und haben vier gesunde Kinder großgezogen. Noch fühlen sie sich mit ihren 50 Jahren nicht alt genug, um an die Rente zu denken. Sie haben sich deshalb etwas Besonderes vorgenommen: Sie möchten ein behindertes Kind zur Pflege in ihre Familie aufnehmen.

Maria hat als Kinderkrankenpflegerin auch beruflich Erfahrung mit der Pflege von behinderten Kindern. Und doch wird es für sie eine große Herausforderung werden, sich eventuell für den Rest ihres Lebens an ein behindertes Pflegekind zu binden. Viele Fragen müssen sich Maria und Paul stellen: Wird sich ein Kind finden und wenn ja, wie stark wird die Behinderung sein? Werden sie stark genug sein, um den notwendigen Pflegeaufwand zu leisten? Wie wird das Kind darauf reagieren, plötzlich in einer neuen Familie zu leben? Nach einem halben Jahr wird ein Kind gefunden. Als der sechsjährige Nils in das Leben von Maria und Paul tritt, verändert sich nicht nur deren Leben radikal. Nils ist in einem Pflegeheim groß geworden und wird künstlich beatmet, da seine Lunge bei der Geburt beschädigt wurde. Er braucht rund um die Uhr Pflege, da immer etwas passieren kann: Sei es ein zu geringer Sauerstoffgehalt oder ein Infekt, der durch den Schnitt an seiner Luftröhre entstehen kann. Die Filmemacher durften die Familie eineinhalb Jahre lang begleiten. Von der ersten Idee, ein behindertes Kind zur Pflege aufzunehmen, bis zum ersten gemeinsamen Urlaub mit Nils an der Nordsee. Auch für die beiden Autoren eine spannende Zeit, bei der sie nie wussten, wie sich die Situation entwickeln würde.

Quelle: WDR

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Weiterbildung zum Systempädagogischen Berater „Mit zwei Familien leben“

Posted on Juni 1, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Weiterbildung der Gemeinnützigen Gesellschaft für systemische Sozialpädagogik vermittelt das systemische Konzept der familiären Fremderziehung von Enamaria Weber-Boch „Mit zwei Familien leben„. Für 2013 sind zwei Kurse geplant, im Großraum Stuttgart (Beginn im September) und im Raum Ostwestfalen/Lippe (Beginn im Oktober).

Inhalte der 5 Wochenendseminare:

  1. Die Grunddynamiken der familiären Fremderziehung aus systemischer Sicht.
  2. Erzieherische Qualitätsstandards für Kinder und Jugendliche in der Fremderziehung.
  3. Grenzen und Möglichkeiten im Umgang mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen.
  4. Eltern stärken und Kinder entlasten.
  5. Umgang mit dem Projektionsgeschehen in der familiären Fremderziehung.

Mit dieser Weiterbildung werden differenzierte Kenntnisse im Bereich der systemischen Fremderziehung vermitteln. Sie wendet sich an Pflegeelternberater/innen, Einrichtungsleiter/innen und soziale Betreuungskräfte, wie z.B. Pflegeeltern, Erziehungsstelleneltern, Sonderpflegeeltern und Heimeltern.

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Fulda sucht Pflegeeltern mit pädagogischer Ausbildung oder langjähriger Erfahrung für Kinder mit besonderem Förderbedarf

Posted on Januar 29, 2013. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

FULDA. Nicht mit guten Vorsätzen, sondern mit einem großen Wunsch ist Edwin Schütze in das neue Jahr gestartet. „Wir brauchen in Stadt und Landkreis Fulda locker vier bis fünf Pflegefamilien, die sich um Kinder kümmern möchten, die einen besonderen Hilfe- und Förderbedarf haben“, erklärt Schütze. „Mein Wunsch ist es, in diesem Jahr neue Pflegestellen zu schaffen oder erfahrene Pflegeeltern für die Betreuung dieser besonderen Kinder zu begeistern“, so der Diplom Sozialpädagoge.

Edwin Schütze arbeitet beim städtischen Jugendamt und ist beim gemeinsamen Pflegekinderdienst der Jugendämter von Landkreis und Stadt Fulda der Ansprechpartner für den Bereich Bereitschaftspflege und Sonderpädagogische Pflegestellen. „Es ist eine Aufgabe der Jugendämter, adäquate Unterbringungsmöglichkeiten für Kinder zu schaffen, die eine große Entwicklungsbeeinträchtigung haben und aufgrund von Vernachlässigung, akuter Mangelsituationen, häuslicher Gewalt oder eskalierender familiärer Konflikte nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können“, erläutert der 54-Jährige.

Doch diese so genannten Sonderpädagogischen Pflegestellen sind so rar, dass sich die nordhessischen Jugendämter zusammengeschlossen und ein eigenes Konzept gestrickt haben. Zwei Städte und sieben Landkreise arbeiten deshalb beim Thema Pflegestellen für besonders entwicklungsbeeinträchtigte Kinder und Jugendliche schon seit geraumer Zeit Hand in Hand.

In Stadt und Landkreis Fulda gibt es laut Schütze bis dato nur fünf Sonderpädagogische Pflegestellen, die vom Pflegekinderdienst betreut werden. Ein Grund für die geringe Anzahl: die Anforderungen an die pflegenden Personen sind sehr hoch. „Diese Kinder bringen eine Menge mit“, weiß Schütze. „Sie haben im Elternhaus Unsicherheit, Trennungen, Verluste oder Gewaltsituationen erlebt. Sie sind oft stark in ihrer Entwicklung beeinträchtigt und geprägt von den Erfahrungen, die sie in ihrem kurzen Leben schon machen mussten.“

Für Schütze ist es nachvollziehbar, dass bei diesen Rahmenbedingungen viele Menschen Respekt vor den zahlreichen Aufgaben und der großen Verantwortung haben. „Wer diese Kinder dauerhaft in Pflege nehmen möchte, der muss mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen, sehr belastbar sein und eine stabile Persönlichkeit und vor allem den Wunsch haben, diese Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern und zu unterstützen“, fasst Schütze die Anforderungen an potenzielle Pflegepersonen zusammen. Bei sonderpädagogischen Pflege-stellen kommt hinzu, dass die Jugendämter eine pädagogische Ausbildung oder langjährige Erfahrungen mit Pflegekindern von den Personen erwarten. Das Jugendamt bietet den Pflegeeltern die regelmäßige Fortbildung und Supervision, eine individuelle, ortsnahe Begleitung und natürlich auch eine finanzielle Entschädigung während der Tätigkeit an.

Für Edwin Schütze ist das Jahr 2012 mit einem Erfolgserlebnis zu Ende gegangen. „Wir haben eine Familie gefunden, die sich dauerhaft um ein stark entwicklungsverzögertes drei-jähriges Mädchen kümmert. Das Ehepaar sagte zu mir: ‚Auch wenn wir ein wenig unsicher sind, was da auf uns zukommt, wir machen uns auf den Weg und geben dem Mädchen das Bestmögliche, was wir ihm bieten können – Herzenswärme, Nestwärme, Sicherheit und Förderung. Und wenn sie irgendwann wieder in ihre Familie zurückkehren kann, dann wissen wir, wir haben das Bestmögliche für das Kind getan.’“ Bleibt zu hoffen, dass Edwin Schütze diese oder ähnliche Worte auch in 2013 einige Male hören wird.

Info
Wer sich näher über das Thema informieren möchte, kann sich an Edwin Schütze wenden. Er ist erreichbar unter der Telefonnummer (0661)102-3133 oder per E-Mail edwin.schuetze@fulda.de.

Quelle: Landkreis Fulda vom 23.01.2013

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PFIFF bietet Pflegefamilienbegleitung für Pflegekinder mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen

Posted on April 11, 2012. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Gesundheit, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Auch Kinder mit Behinderung haben ein Recht darauf, in einer Familie aufzuwachsen. Darauf hat der 13. Kinder- und Jugendbericht der Bundesregierung unmissverständlich hingewiesen. Um mehr Kinder mit Behinderung in Pflegefamilien vermitteln zu können, baut die PFIFF gGmbH in Hamburg zur Zeit einen Fachdienst für Pflegekinder mit Behinderung auf. Dessen Grundzüge lehnen sich an das Konzept „Familie statt Heim. Pflegefamilien für chronisch kranke und behinderte Kinder“ der Diakonie Düsseldorf an und übernehmen die dortigen Standardanforderungen wie z.B.:

  • Übernahme der Kosten einer zusätzlichen Betreuungsperson für wöchentlich 10 bis 20 Stunden zur Entlastung der Familie,
  • eine angemessene Honorierung der Pflegestellen,
  • Erstattung der Fahrtkosten zu medizinischen und therapeutischen Behandlungen.

Anfragekriterien:

  • Sie sind der Auffassung, dass Familien der richtige Ort zum Aufwachsen für Kinder mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen sind;
  • Sie suchen eine Pflegefamilie für ein Kind, das dauerhaft einen neuen Lebensmittelpunkt braucht.
  • Die Eltern des Kindes sind mit der Inpflegegabe einverstanden bzw. es besteht eine klare Sorgerechtsregelung.

Was wir bieten:

  • Begleitung von sonderpädagogischen Pflegefamilien im norddeutschen Raum;
  • Begleitung der Pflegestellen durch Fachkräfte mit heilpädagogischer oder systemischer Zusatzqualifikation;
  • Hilfe bei der Organisation von Auszeiten für die Pflegeeltern, z.B. durch zusätzliche Kinderbetreuung oder freie Wochenenden;

Zugang zu diesem Angebot:
Über Einzelfallvereinbarung.

Weiterführende Informationen:
Das ausführliche Konzept und die Entgelt- und Leistungsvereinbarung zu diesem Angebot sowie die Profile freier Familien können Fachkräfte demnächst in einem für sie reservierten Bereich aufrufen.

Quelle: PFIFF gGmbH vom 10.04.2012

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Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e. V. fordert: Der Generalverdacht muss abgestellt werden!

Posted on März 9, 2012. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Foto: Mittendrin Magazin

Bundesweit betreut der Bundesverband behinderter Pflegekinder e. V. mehr als 700 Pflegefamilien mit Kindern die eine Alkoholschädigung, einen Gendefekt, eine ausgeprägte Drogenschädigung, eine chronische Erkrankung, eine Schwerstmehrfachbehinderung, intensivmedizinischen Bedarf oder gar eine verkürzte Lebenserwartung haben. Es ist äußerst bedauerlich und tieftraurig, dass Kinder in Familien zu Tode kommen. Erschreckend erst recht, dass es sogar in Pflegefamilien vorkommt. Der jüngste Fall in Hamburg hat erneut für große Aufregung gesorgt.

Jedoch bezieht der Bundesverband ganz klar Stellung: Ein Generalverdacht gegen alle freien Träger und Pflegefamilien ist nicht akzeptabel. Im Fall „Anna“ mussten alle Pflegefamilien ab sofort das sogenannte erweiterte Führungszeugnis (Bundeszentralregisterauszug beibringen. Im Fall „Chantal“ werden zunächst alle Hamburger Familien (alle Haushaltsangehörigen ab 14 Jahren) zum Drogentest verpflichtet. Die freien Träger mussten sämtliche Akten aller geführten Pflegefamilien herausgeben. In der Zwischenzeit war es den Trägern kaum möglich, ihrer eigentlichen Arbeit nachzukommen und so müssen Kinder, die dringend ein Zuhause brauchen, bis auf Weiteres warten.

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e. V. fordert stets eine umfangreichere Betreuung von Pflegefamilien, insbesondere von solchen, die Kinder mit Behinderung aufgenommen haben oder möchten. Auch die Überprüfungsverfahren sind bei vielen freien Trägern langfristig und fundiert erstellt worden und werden entsprechend umgesetzt.
Die Betreuung „unserer“ Pflegefamilien erfordert von den zuständigen Sachbearbeitern der Pflegekinderdienste ein hohes Maß an Wissen über Rehabilitation, ärztliche Untersuchungs- und Behandlungsmöglichkeiten und die spezielle Förderung und Unterstützung im gegenwärtigen Familiensystem. Wenige freie Träger haben sich auf eben diesen Bereich spezialisiert. An dieser Stelle findet eine engmaschige und professionelle Beratung und Begleitung statt.
In der Regel hat ein solcher Familienberater maximal 16 Kinder zu betreuen. Die Sachbearbeiter in den Jugendämtern sind durchschnittlich für 50 Kinder zuständig und können dieser notwendigen Beratungsintensität fachlich und zeitlich nicht entsprechen. Daher sind wir davon überzeugt, dass der Einsatz von freien Fachträgern ein unverzichtbares Instrument zur Sicherstellung einer familienanalogen Unterbringung darstellt.
An dieser Stelle müssen wir betonen, dass die Vermittlung von Kindern mit Behinderung und die Installation einer entsprechenden Betreuung der Familien, die sich einer solchen Aufgabe freiwillig und gern stellen, sehr selten zeitnah, interdisziplinär und konform von statten geht. Eine Vielzahl der Jugendämter lehnt diese Hilfeform und eine engmaschige Begleitung der Pflegefamilien durch freie Fachträger aus wirtschaftlichen Gründen ab.
Viele Pflegefamilien sind durch ihr Jugendamt wenig oder gar nicht betreut und mit niedrigsten finanziellen Mitteln auf das Abstellgleis gefahren worden. Die Argumentation, dass ein Pflegeheim für die Kinder viel teurer ist, hat keine Relevanz, da hierfür ein anderer Kostenträger zuständig ist. Das jede Finanzierungsart eine Ausgabe unsere Steuergelder bedeutet, ist dabei unerheblich.

Wir haben mit den Jahren bedauerlicherweise lernen müssen, dass emotionale und soziale Argumente, die ganz klar für eine Pflegefamilie und gegen das Pflegeheim sprechen, keine offenen Ohren finden. Erst wenn wir folgende Rechnung aufstellen, dann hören die Entscheidenden zu: Ein schwerbehindertes Kind, was unmittelbar nach der Geburt in eine gut betreute und entsprechend aufgestellte Profifamilie vermittelt wird und nicht in einem Pflegeheim groß werden muss, sorgt für durchschnittlich 1.036.800, 00 € Steuerersparnis bis zu seiner Volljährigkeit. Das bedeutet eine Einsparsumme von 10,4 Millionen Euro bei 10 vermittelten Kindern mit besonderem Förderbedarf. Bis heute finden wir keine eindeutige gesetzliche Regelung für die Unterbringung von Kindern mit Behinderung in Pflegefamilien. Nicht selten wird sogar der Anspruch auf Erziehung in Frage gestellt: Das Kind ist so schwer betroffen und hilfebedürftig, das muss nicht erzogen, sondern nur gepflegt werden.

An dieser Stelle möchten wir auf folgende Niederschriften und Gesetzte verweisen:

  • UN-Konvention über die Rechte des Kindes
  • Artikel 8 (Grundrecht des Kindes auf Identität)
  • Artikel 20 (Anspruch des Kindes auf besonderen Schutz und Beistand des Staates, wenn es von seiner Herkunftsfamilie getrennt leben muss, Berücksichtigung der ethnischen, religiösen, kulturellen und sprachlichen Herkunft des Kindes)
  • Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII)
  • § 1 (Recht auf Erziehung)
  • Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (SGB IX)
  • § 1 (Selbstbestimmung und Teilhabe am Leben in der Gesellschaft)

Behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen erhalten Leistungen um ihre Selbstbestimmung und gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu fördern, Benachteiligungen zu vermeiden oder ihnen entgegenzuwirken. Dabei wird den besonderen Bedürfnissen behinderter und von Behinderung bedrohter Frauen und Kinder Rechnung getragen.

Seit mehr als elf Jahren gibt es einige wenige freie Träger, die genau diesen Grundsätzen folgen und demnach auch entsprechend engagierte, sehr kompetente und liebevolle Pflegefamilien betreuen, die Kindern mit Behinderung das Grundrecht auf Familie und Förderung ermöglichen, wenn auch wiederkehrend unter erschwerten Bedingungen. Bei fast jeder Vermittlung sind umfangreiche Verhandlungen nötig, in denen leider nicht das Kindeswohl vordergründig, sondern die Kostenbewilligung an erster Stelle steht. Nicht selten müssen Kinder aus diesem Grund Monate in einer Klinik warten, bis sie endlich in ein Zuhause dürfen.

Unser Fazit: Der erste Generalverdacht, dass Pflegefamilien inkompetent, geldgierig, brutal und drogenabhängig sind, führte dazu, dass viele engagierte und liebevolle Menschen sich bereits im Bewerberverfahren respektlos behandelt fühlten und nicht länger zur Verfügung stehen. Pflegefamilien werden als Bewährungstäter gehandelt und müssen bereits vor der Aufnahme oder nun gegenwärtig eine Schufaauskunft, einen Zentralregisterauszug, einen umfangreichen Drogentest, ein Gesundheitszeugnis beibringen, eine berufliche oder persönliche Fachkompetenz nachweisen, sämtliche Einkommensnachweise offen legen und einen persönlichen Lebensbericht erstellen. Erst dann stellt sich die Frage, ob hinter all dem ein liebevolles Zuhause steckt.

Der zweite Generalverdacht, der auf den freien Trägern lastet, ist ebenso belastend wie hinderlich. Freie Träger für den Kinderschutz als einzige Instanz verantwortlich zu machen und diese Träger als „boomenden Wirtschaftszweig“ öffentlich an den Pranger zu stellen, ist für den Bundesverband absolut nicht nachvollziehbar und inakzeptabel. Nur mit Hilfe eines fachkompetenten Trägers, der eine interdisziplinäre Beratung und Begleitung sicher stellt, kann das zuständige Jugendamt das erforderliche Hilfesystem sicherstellen. Ist es nicht gerade jetzt wichtig, Fachträgern entsprechende Zulassungen zu erteilen und nicht wie z.B. in Hamburg, diese Zulassungen abzulehnen? Kein Sozialarbeiter, weder vom Jugendamt, dem Sozialamt oder dem freien Träger ist 24 Stunden am Kind. Haben die engagierten, zur Transparenz verpflichteten und der öffentlichen Erziehung zugeordneten Pflegeeltern kein Recht auf ihr Zuhause?

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder fordert verantwortungsbewusste Überprüfung der Pflegefamilien und respektvollen Umgang mit Persönlichkeitsrechten und angemessene Wertschätzung des Engagements der Pflegefamilien. Ebenso fordern wir, die schon längst überfällige gesetzliche Regelung für die Unterbringung, Finanzierung, Beratung und Unterstützung der Kinder mit Behinderung und deren Pflegefamilien. Freie Träger, die sich auf entsprechende Sonderpflege spezialisiert haben und interdisziplinär aufgestellt sind, sind kein Luxus oder neuer Wirtschaftsboom, sondern erforderlich.

Kevin, Anna und Chantal, die wohl bekanntesten Pflegekinderfälle der letzten Jahre, haben die Menschen mit Recht erschüttert. Uns als Bundesverband erschüttern täglich mehrere Fälle, in denen Kindern das Leben in einer Familie versagt bleibt und sie noch einen Tag, einen Monat oder gar Jahre in Heimen, Kliniken, Bereitschaftspflegefamilien leben müssen weil die Überprüfungen nicht abgeschlossen, Gelder nicht genehmigt werden oder fachkompetente Träger am Pranger stehen. Mehrfach im Jahr versterben Kinder auf Intensivstationen, weil die Kostenzusage und Überprüfung zu lange gedauert hat…
Diese Kinder und ihre werdenden Eltern konnten nicht einen Tag gemeinsam zu Hause auf dem Sofa kuscheln.

Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V., Kirchstraße 29, 26871 Papenburg
Verantwortlich für diese Mitteilung: Vorsitzende des BbP e.V.
Birte Wiebeck und Kerstin Held

Wir stehen für Rückfragen, Interviews, Stellungnahmen und andere Anliegen gern zur Verfügung!

Quelle: Stellungnahme des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. vom 07.03.2012

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Landkreis Aurich: Pflegeeltern feiern gemeinsam

Posted on November 26, 2011. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Seit über fünf Jahren leistet das Amt für Kinder, Jugend und Familie des Landkreises Aurich für stark benachteiligte Kinder Hilfe in sogenannten SoLKA (Sonderpflege im Landkreis Aurich)-Pflegestellen. Diese „SoLKA-Familien“ zeichnen sich durch eine hohe Erziehungskompetenz, Geduld und Ausdauer, vor allem aber durch ein großes Verständnis und viel Liebe zu Kindern mit Eigenarten und Auffälligkeiten und einem „Rucksack voller Probleme“ aus.

Neben der alltäglichen Erziehungsarbeit mit den Kindern engagieren sich die SoLKA-Pflegeeltern in gemeinsamen Gruppentreffen, die von den Erziehungsberatungsstellen der Arbeiterwohlfahrt und des Landkreises in Aurich und Norden fachlich begleitet werden. Außerdem können sich die Pflegeeltern in vielen Einzelgesprächen mit dem Fachpersonal der Beratungsstellen und des Pflegekinderdienstes des Landkreises Unterstützung holen.

Bei aller Arbeit darf aber auch das Vergnügen nicht zu kurz kommen: Einmal jährlich wird ein gemeinsames Fest mit allen Pflegeeltern und Kindern und auch den Mitarbeitern des SoLKA-Teams  gefeiert.  Bei fröhlicher Stimmung werden dann Speisen und Getränke gereicht und manche Spiele finden dankbare Teilnehmer.

Zurzeit ist das Amt für Kinder, Jugend und Familie wieder auf der Suche nach weitere Familien, die Interesse an dieser wichtigen Aufgabe der Jugendhilfe haben. Wer nähere Informationen möchte, kann sich an folgende Telefonnummern wenden: In Aurich unter (04941) 165112 oder 165113 und in Norden unter (04931) 12919.

Quelle: Lankreis Aurich vom 24.11.2011

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Artikel über behinderten jungen Mann in seiner Pflegefamilie

Posted on November 15, 2011. Filed under: Baden-Württemberg, Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Baden-online veröffentlichte am 14.11.2011 eine Geschichte über den 23-jährigen geistig Behinderten Marco, der seit dem Alter von 3 Jahren in seiner Pflegefamilie lebt:

„Leben wird er weiterhin bei seiner Pflegefamilie: »So lange er sich hier wohlfühlt, muss er nicht in ein Heim. Und wir merken ganz deutlich, dass er hier leben will«, spürt seine Pflegemutter immer wieder.“

zum Artikel „Viel übrig für ein Trampolin“

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Informationsveranstaltung für Pflegeelternbewerber am 14.07. in Viersen

Posted on Juli 4, 2011. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Jugendamt der Stadt Viersen lädt zusammen mit dem Sozialdienst katholischer Frauen am 14.07. um 20 Uhr ins Remigiushaus in der Goetersstr. 8 in Viersen zu einer Informationsveranstaltung für Pflegeelternbewerber ein.

Trotz vielfältiger Unterstützung und Bereitschaft der Eltern, sich um ihr Kind zu kümmern, gibt es Lebenssituationen, die eine Unterbringung des Kindes in einer Pflegefamilie erforderlich machen. Die Pflegekinderdienste des Jugendamtes der Stadt Viersen und des Sozialdienstes katholischer Frauen Viersen e.V. (SkF) suchen daher dringend Pflegeeltern für Kinder.

Der Sozialdienst Katholischer Frauen sucht Pflegeeltern für die Aufnahme von Kindern im Alter von 0 bis 6 Jahren, in Einzelfällen auch für ältere Kinder. Diese Pflegeeltern werden durch Einzelgespräche und Gruppenarbeit sorgfältig auf ihre Aufgabe vorbereitet. Solange ein Kind in der Pflegefamilie lebt, bieten die Fachkräfte des SkF Hilfe und Unterstützung in Form von Beratung und Fortbildung an. Selbstverständlich wird ein angemessenes Pflegegeld für die Versorgung des Kindes und für die Erziehungsleistung gezahlt.

Zusätzlich sucht das Jugendamt Bewerber für Sozialpädagogische Pflegestellen. Das sind Pflegepersonen, die qualifiziert sind, Kinder aufzunehmen. Diese Kinder sind meist schon im Schulalter und stellen aufgrund ihrer Biographie erhöhte Anforderungen an die Erziehungsfähigkeit und Belastbarkeit der Pflegepersonen. Die erzieherische Eignung wird in der Rele durch eine Ausbildung im pädagogischen Bereich nachgewiesen. Deshalb erhalten Sozialpädagogische Pflegestellen auch ein erhöhtes Pflegegeld, sie werden noch intensiver fachlich unterstützt durch den Pflegekinderdienst des Jugendamtes.

Um ein Pflegekind bewerben kann sich prinzipiell jeder. Das eigene Haus ist genauso wenig Voraussetzung wie eine Ausbildung in einem sozialen Beruf. Wichtiger sind die Freude am Umgang mit Kindern, gute Nerven, Zeit, Humor und die Bereitschaft zur Zusammenarbeit mit allen Beteiligten.

Gesucht werden Familien oder Einzelpersonen, die mit einem Kind auf Dauer oder für eine gewisse Zeit zusammen leben möchten.

Im Rahmen der Informationsveranstaltung informieren die Pflegekinderdienste über alle wichtigen Aspekte zum Thema Pflegeeltern und stehen zur Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen gibt es beim SkF Viersen (Frau Wenders, Tel. 02162/2498399) und beim Jugendamt der Stadt Viersen (Frau Umbach, Tel. 02162/101724).

Quelle: Stadt Viersen

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Verabschiedung von Frau Zottmann-Neumeister

Posted on Juni 1, 2011. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Neue Familien für behinderte Kinder“ heißt der Artikel von Martin Oberpriller in RP-online vom 31.05.2011, der von der Fachtagung der Diakonie Düsseldorf berichtet, die am in den Düsseldorfer Rheinterrassen stattfand.

Im Rahmen der Veranstaltung wurde Frau Frauke Zottmann-Neumeister in den Ruhestand verabschiedet. Sie baute als Leiterin des Fachdienstes für Pflegekinder mit chronischen Erkrankungen und Behinderungen bei der Diakonie Düsseldorf bundesweit das erste Modell zur Vermittlung behinderter und kranker Kinder in Pflegefamilien auf. Sie möchte sich auch weiterhin politisch für die Kinder engagieren. Ihre Nachfolgerin wird Frau Annette Eichhorn sein.

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„Auch behinderte Kinder sind vor allem eins: Kinder!“ am 04.04. in Hamburg

Posted on März 6, 2011. Filed under: Fortbildung, Gesundheit, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am Montag, den 04.04. referiert die Heilerzieherin und Pflegemutter Ingrid Brandt für die Pflegeelternschule von PFIFF über das Thema „Auch behinderte Kinder sind vor allem eins: Kinder!“.

Kinder mit Behinderungen müssen die gleichen Entwicklungschancen haben wie Kinder ohne Behinderung. Das bedeutet, in einer Familie aufzuwachsen, in der ihre Grundbedürfnisse nach Konstanz, Verlässlichkeit und Rhythmus erfüllt werden.
Wie kann das Zusammenleben mit einem behinderten Pflegekind gut gelingen? Was gibt es für Hilfen und Entlastungsmöglichkeiten, die kurzfristig aber auch langfristig helfen, genügend Energie für das Leben mit einem behinderten Kind zu haben? Welche Unterstützung ermöglicht es den Kindern, ein Leben in der Gemeinschaft nach ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten zu ermöglichen?
Die Referentin informiert über ihre langjährigen persönlichen und beruflichen Erfahrungen und will Mut machen, einem „besonderen Kind“ die Chance zu geben, in einer Familie aufzuwachsen.

zur Anmeldung

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PFAD Fachinformation zum Gesetz zur Regelung des Assistenzbedarfs

Posted on August 7, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Finanzielles, Gesundheit, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Das Gesetz zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs im Krankenhaus hat den Bundesrat passiert. Hiermit wurde auch die gesetzliche Grundlage für die Betreuung körperlich oder/und geistig behinderter junger Menschen in Pflegefamilien geschaffen. Mit diesem Gesetz sind sie bis zum 31.12.2013 auch weiterhin im Leistungsbereich des Sozialleistungsträgers und nicht der Jugendhilfe angesiedelt.

Dieser Gesetzesentwurf hat bereits erfolgreich den Bundesrat passiert und wird demnächst im Bundesanzeiger veröffentlicht. Mit oben genanntem Gesetz wird auch die Unterbringung von körperlich oder/und geistig behinderten Kindern und Jugendlichen in Pflegefamilien auf eine gesetzliche Grundlage gestellt.

Mit diesem Artikelgesetz (Drucksache 16/13417 und Drucksache 16/12855) werden u.a. im SGB XII (Sozialhilfegesetz) die Paragraphen 28 und 54 geändert, so dass der Sozialleistungsträger auch die Betreuung von Kindern und Jugendlichen in einer Pflegefamilie zu seinen Leistungen zählt.

Damit wird gegenüber der bisherigen Auslegung des § 54 des SGB XII die Pflege und Betreuung in einer Pflegefamilie einer stationären Unterbringung in einer Einrichtung leistungsrechtlich gleichgestellt. In der Rangfolge der Leistungen der Eingliederungshilfe wird eine Prioritätensetzung zugunsten der familiären Unterbringung formuliert.

Im Gesetzestext heißt es: „… dadurch der Aufenthalt in einer vollstationären Einrichtung der Behindertenhilfe vermieden oder beendet werden kann.“ Aus dieser Formulierung ist zu entnehmen, dass vorrangig vor der vollstationären Unterbringung in einer Einrichtung zu prüfen ist, ob es eine geeignete Pflegeperson gibt, die in ihrem Haushalt die Betreuung und Pflege übernehmen kann.

Diese Pflegeperson bedarf der Pflegeerlaubnis nach § 44 des SGB VIII. Damit muss für den zu betreuenden jungen Menschen kein Erziehungsdefizit vorliegen. Die Betreuung und Pflege ist damit nicht an die Hilfen zur Erziehung in einer Pflegefamilie gekoppelt und damit keine Leistung der Jugendhilfe.

Bedingt durch diese Einordnung bleibt die leistungsrechtliche Verortung im SGB XII. Dementsprechend wurde auch der § 28 des SGB XII geändert und im Absatz 5 folgende Formulierung gewählt:

§28 SGB XII
(5) Wird jemand in einer anderen Familie, insbesondere in einer Pflegefamilie, oder bei anderen Personen als bei seinen Eltern oder einem Elternteil untergebracht, so wird in der Regel der notwendige Lebensunterhalt abweichend von den Regelsätzen in Höhe der tatsächlichen Kosten der Unterbringung bemessen, sofern die Kosten einen angemessenen Umfang nicht übersteigen.“

Wie diese Regelung von dem Sozialleistungsträger finanziell umgesetzt wird, dazu ist an dieser Stelle noch nichts zu sagen.

Besonders wichtig ist auch die Tatsache, dass diese neue gesetzliche Regelung bis Jahresende 2013 befristet ist. Es gibt immer noch die Diskussion, diese Leistungen in die Jugendhilfe zu verlagern.

Dr. phil. Carmen Thiele, Fachreferentin PFAD Bundesverband

PFAD Fachinformation zum Gesetz zur Regelung des Assistenzbedarfs (pdf)

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Worms: Pflegemutter will Zuschuss für familientaugliches Auto

Posted on August 6, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Finanzielles, Jugendhilfe, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: |

Worms/Mainz. Die Mutter von drei Pflegekindern soll einen Zuschuss von 5200 Euro für einen größeren Pkw bekommen. Darauf einigten sich gestern die Stadt Worms und die Frau vor dem Mainzer Verwaltungsgericht in einem Widerrufsvergleich. Das heißt: Die zurzeit im Urlaub befindliche Frau kann sich bis Ende des Monats entscheiden, ob sie mit dem Betrag zufrieden ist oder nicht.

Die Pflegemutter – die auch zwei eigene Kinder in ihrem Haushalt betreut – hatte einen Zuschuss von 8000 Euro beantragt. Die Stadt hatte in der Vergangenheit eine solche Zahlung abgelehnt und glaubte gute Gründe für diese Haltung zu haben. Ihrer Meinung nach sind Zuschüsse nur zur Deckung des individuellen Pflegebedarfs der Schützlinge gedacht, nicht für die Anschaffung eines Familienautos. Die Wormserin, gestern vertreten durch ihre Anwältin, glaubt aber einen Anspruch zu haben, weil ihr Haushalt als sonderpädagogische Betreuungsstelle galt. Wie die Klägerin der Stadt in zahlreichen Schriftsätzen klar zu machen versuchte, ist ihr derzeitiges Auto mit fünf regulären und zwei Notsitzen für eine gemeinsame Fahrt aller Haushaltsmitglieder nicht mehr ausreichend. Erschwerend komme hinzu, dass sie wegen der Aufnahme der drei Pfleglinge auch noch auf eigene Kosten ein Au-pair-Mädchen in ihrem Haushalt beschäftigen müsse. Weder ein gemeinsamer Jahresurlaub noch Tagesausflüge seien mit dem alten Auto möglich.

Ohne den Zuschuss und der Anschaffung eines großen Wagens sei das gesamte Familiensystem gefährdet und man müsse die Pflegekinder während des Urlaubs vorübergehend in einem Heim unterbringen. Auch die Richter des Mainzer Verwaltungsgerichts sahen die Dringlichkeit des Falls und rieten zum Vergleich. So lenkte die Stadt ein und bot 5200 Euro an. Sollte es zu keiner Einigung kommen, entscheidet die Kammer. sad

Quelle: Mannheimer Morgen vom 05.08.09

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Kindern in einer Notlage beistehen – Main-Taunus-Kreis sucht Pflegefamilien, die schwer traumatisierte Kinder aufnehmen

Posted on Juli 15, 2009. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , |

Der Main-Taunus-Kreis sucht Familien, die schwer traumatisierte oder entwicklungsverzögerte Kinder zur Pflege aufnehmen. Nach Angaben des Kreisbeigeordneten Michael Cyriax stehen Mittel für vier so genannte „sonderpädagogische Pflegestellen“ zur Verfügung. Es gehe um Kinder bis zum 10. Lebensjahr, die in ihren Herkunftsfamilien schwer vernachlässigt oder misshandelt worden seien. „Sie sollen in der Pflegefamilie Gelegenheit haben, sich zu entwickeln, Vertrauen und tragfähige Beziehungen aufzubauen“, erläutert Cyriax.

Gesucht werden Pflegeeltern, bei denen ein Elternteil eine pädagogische Ausbildung hat, zum Beispiel als Lehrer, Erzieher oder Sozialpädagoge. In Frage kommen auch Eltern, die bereits viel Erfahrung mit Kindern haben. „Ein traumatisiertes Kind aufzunehmen, ist eine große Herausforderung“, so Cyriax. „Wer sich dazu entscheidet, muss belastbar sein und in der Lage, sich in das Kind hineinzuversetzen.“

Viele der betroffenen Kinder haben schwere Verhaltensstörungen, sind etwa besonders aggressiv, sehr unruhig und haben eine geringe Frustrationstoleranz. Andere weisen schwere psychosomatische Störungen wie Bulimie auf oder leiden an einer chronischen Krankheit. „Einem Kind, das sich nicht selbst helfen kann, in einer solchen Notlage beizustehen, ist bewundernswert“, so Cyriax. „Den Pflegeeltern, die sich dazu entscheiden, möchte ich herzlich danken.“

Vor der Aufnahme eines Pflegekindes werden die Eltern intensiv auf ihre Aufgabe vorbereitet. Zum Beispiel absolvieren sie zwei Wochenendseminare, in denen sie sich mit Themen wie Entwicklungsauffälligkeiten, Kontaktaufbau und Traumata auseinandersetzen. Nach der Vermittlung werden weitere Seminare angeboten, außerdem begleiten und beraten die Mitarbeiterinnen des Amtes für Jugend, Schulen und Sport die Eltern.

Die Pflegeeltern erhalten im Monat je nach Alter des Kindes zwischen 1500 und 1700 Euro.

Interessierte Eltern oder Paare aus dem Main-Taunus-Kreis, die ein schwer traumatisiertes Kind aufnehmen wollen, erhalten weitere Informationen im Amt für Jugend, Schulen und Sport unter Tel. 06192/201-1609 oder (06192)2011605.

Quelle: Frankfurt-live.com vom 14.09.09

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Kreis Herford/Münster: Positive Bilanz – Pflegefamilien bieten spezielle Hilfen für 880 Kinder

Posted on Juni 30, 2009. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Behinderte Kinder können statt in einer Einrichtung auch in einer Pflegefamilie leben. Dies ist in Westfalen-Lippe längst Realität. Hierauf weist der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) aus Anlass einer Gesetzesinitiative im Deutschen Bundestag hin.

„Fast ein Fünftel der 111 Kinder, die im Jahr 2008 neu in eine Westfälische Pflegefamilie vermittelt wurden, waren behindert. Das Spektrum der Beeinträchtigungen reicht von Lernbehinderungen bis hin zu schweren Beeinträchtigungen, die intensive medizinische Betreuung erfordern. Die Westfälischen Pflegefamilien ermöglichen es diesen Kindern, die sonst im Heim untergebracht wären, in einem familiären Umfeld aufzuwachsen“, betont LWL-Jugenddezernent Hans Meyer den Charakter der Pflegefamilie.

880 Kinder leben zurzeit in Westfälischen Pflegefamilien. Diese spezielle Form der Familienpflege habe sich bewährt. LWL-Sozialdezernent Matthias Münning will sicherstellen, dass dies auch zukünftig für Kinder mit Behinderungen gilt. Für die Frage, ob eine Pflegefamilie oder ein Heim die richtige Hilfe sei, komme es nicht darauf an, ob das Kind behindert sei. Dies sei derzeit Thema einer Gesetzesinitiative im deutschen Bundestag. Für Westfalen-Lippe gelte bereits jetzt, dass es sehr qualifizierte Angebote in Pflegefamilien gebe.

„Wir werden auch künftig diese wichtige Hilfen zur Erziehung weiterentwickeln“, blickte Meyer in die Zukunft. „Denn während bundesweit die Zahl der interessierten Pflegeeltern eher stagniert, ist es uns in Westfalen-Lippe gelungen, immer mehr Westfälische Pflegefamilien zu gewinnen.“

Menschen, die überlegen, ob sie eine Westfälische Pflegefamilie werden wollen, können sich beim LWL-Landesjugendamt Westfalen informieren. Interessierte finden die Familienberater in ihrer Region im Internet oder erfragen diese bei Imke Büttner (Tel. 0251 591-5884).

Westfälische Pflegefamilien sind nicht alle Pflegefamilien in Westfalen-Lippe, sondern ausschließlich die „Sonderpflegefamilien“, die Kindern mit besonderen Entwicklungsbeeinträchtigungen die Möglichkeit bieten, in einem familiären Rahmen zu leben.

Am 17. Juni hat der Gesundheitsausschuss dem Deutschen Bundestag empfohlen, eine Regelung für mehr Pflegefamilien für Kinder mit Behinderungen zu beschließen („Entwurf eines Gesetzes zur Regelung des Assistenzpflegebedarfs im Krankenhaus“).

Quelle: Wochenanzeiger Herford vom 26.06.2009

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CDU/CSU: Kinder mit Behinderungen haben ein Recht auf Familie – Zwölftes Sozialgesetzbuch ändern

Posted on Mai 14, 2009. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Anlässlich der Einbringung eines Antrags für mehr Betreuung von behinderten Kindern in Pflegefamilien in den Gesundheitsausschuss erklärt der Beauftragte der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für die Belange der Menschen mit Behinderungen, Hubert Hüppe MdB:

Die Hilfe für die Betreuung in einer Pflegefamilie soll als Leistung der Eingliederungshilfe nach dem Sozialgesetzbuch zwölf ausdrücklich geregelt werden. Die Koalitionsfraktionen haben gestern einen entsprechenden Änderungsantrag zum Assistenzpflegebedarfsgesetz in der Sitzung des Gesundheitsausschusses eingebracht.

Kinder mit einer körperlichen und sogenannten „geistigen“ Behinderung, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie verbleiben können, haben bisher kaum Möglichkeiten in einer Pflegefamilie aufzuwachsen. Häufig verbleiben sie über Jahre in Heimen, ohne die Chance auf ein familiäres Umfeld. Einige Sozialhilfeträger lehnen Hilfen für die Betreuung in einer Pflegefamilie zur Zeit mit der Begründung ab, diese sei keine Leistung der Eingliederungshilfe. Andere Sozialhilfeträger sehen die Leistung nicht vor, weil sie keine Erfahrungen mit Hilfen für die Betreuung in Pflegefamilien haben. Anders ist die Situation für seelisch bzw. nicht behinderte Kinder, die vom zuständigen Jugendhilfeträger häufig in Pflegefamilien untergebracht werden.

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion kämpft schon seit langem für die neue Regelung. Ausgangspunkt der Initiative war ein Fachgespräch der Unionsfraktion zur Situation der Kinder mit Behinderungen im Februar 2008.

Mit der Gesetzesänderung werden Kinder mit körperlichen und sogenannten „geistigen“ Behinderungen endlich mehr Chancen haben, in einer Familie aufzuwachsen.

Quelle: Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag vom 14.05.2009

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LVR fördert 2009 Modellprojekte im Pflegekinderwesen

Posted on Februar 2, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , , |

Der Landesjugendhilfeausschuss des Landschaftsverband Rheinland (LVR) beschloss in seiner letzten Sitzung u.a. folgende Themenschwerpunkte für das Jahr 2009:

  • „Steigerung der Wirksamkeit im Pflegekinderwesen“
    Das Pflegekinderwesen unterliegt, anders als stationäre Einrichtungen der Jugendhilfe, keiner einheitlichen staatlichen Kontrolle, sondern wird auf Grund der kommunalen Selbstverwaltungshoheit höchst unterschiedlich gestaltet. Dadurch gibt es im Rheinland (ebenso wie in der Bundesrepublik) eine Vielzahl von Ausformungen, die sich sowohl an den fachlichen Notwendigkeiten, aber auch an den örtlichen Gegebenheiten orientieren.
    Neben der Berücksichtigung örtlicher Besonderheiten bedarf es jedoch der Beschreibung von verlässlichen Merkmalen, Rahmenbedingungen und Qualitätsstandards, um ein funktionierendes Pflegekinderwesen ermöglichen bzw. sicher zu stellen.
    Im Rahmen eines Modellprojektes sollen die ersten Forschungsergebnisse, die Herr Professor Dr. K. Wolf von der Universität Siegen vorgelegt hat, gemeinsam mit der Universität Siegen und Fachkräften der Pflegekinderdienste unterschiedlich großer Jugendämter, analysiert, interpretiert und in Handlungskonzepte umgesetzt werden.
    Letztere sollen definieren, welche Ziele ein leistungsfähiger Pflegekinderdienst umsetzen kann, welche Strukturen er benötigt und letztlich, welche Wirkungen er erzielt.
    Das LVR-Landesjugendamt Rheinland wird zur Unterstützung der Modellprojekte die Koordination und Begleitung des Projektes übernehmen.
  • Modellprojekt zur Betreuung geistig behinderter Kinder und Jugendlicher in Pflegefamilien
    Außerdem hat der Landesjugendhilfeausschuss dem Modellprojekt zur Betreuung geistig behinderter Kinder und Jugendlicher in Pflegefamilien zugestimmt. Im Rahmen der Beratungen zum Haushalt 2008 wurde die Verwaltung gebeten, ein Modellprojekt vorzubereiten, um auch Kindern und Jugendlichen mit geistiger Behinderung die Betreuung in einer Pflegefamilie zu ermöglichen.
    Die Federführung und fachliche Begleitung dieses Projektes liegt im LVR-Dezernat Soziales, Integration. Wie der Landesjugendhilfeausschuss hat zuvor auch der Sozialausschuss dem Landschaftsausschuss den Beschluss zur Durchführung dieses Projektes empfohlen. Sofern das Modellprojekt erfolgreich ist, soll es mit Mitteln des LVR fortgeführt werden. Der Landschaftsausschuss folgte der Empfehlung beider Fachausschüsse und beschloss in seiner Sitzung am 12. September 2008 einstimmig die Durchführung des Modellprojekts.

Quelle: Jugendhilfereport 4/2008 des Landschaftsverband Rheinland (PDF-Datei, 2.268 KB)

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Pflegereform ermöglicht Kurzzeitpflege für behinderte Kinder

Posted on August 18, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Finanzielles, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Meckl.-Vorpommern, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Folgende Pressemitteilung des Bundesministerium für Gesundheit vom 28. Juli 2008 gilt auch für behinderte Kinder, die in Pflegefamilien leben:

Die üblichen Pflegeheime und Kurzzeitpflegeeinrichtungen sind für die Pflege und Betreuung von behinderten Kindern in der Regel leider nicht geeignet. Deshalb konnte der Anspruch auf Kurzzeitpflege bisher von pflegebedürftigen behinderten Kindern kaum genutzt werden.

Mit der Pflegereform wurde zum 1. Juli 2008, im Interesse pflegebedürftiger behinderter Kinder und ihrer Familien, ein neuer Anspruch auf Kurzzeitpflege eingeführt. Pflegebedürftige behinderte Kinder unter 18 Jahren können jetzt die Kurzzeitpflege auch in von den Pflegekassen nicht zugelassenen, aber dennoch geeigneten Einrichtungen nutzen. Beispielsweise in Einrichtungen der Hilfe für behinderte Menschen.

Familien hatten bisher zur Entlastung im häuslichen Bereich den Anspruch auf Verhinderungspflege. Jetzt besteht zusätzlich der Anspruch auf Kurzzeitpflege. Den pflegebedürftigen behinderten Kindern und ihren Familien wird damit eine neue Finanzierungsmöglichkeit eröffnet, damit sie z. B. Betreuungsplätze, die von Behindertenwohnheimen in den Ferien angeboten werden, nutzen können. Die Pflegeversicherung übernimmt zur Finanzierung der Kurzzeitpflege in geeigneten Einrichtungen von bis zu vier Wochen 1.470 Euro jährlich. Darüber hinaus kann für pflegebedürftige Kinder weiterhin der Anspruch auf Verhinderungspflege in Höhe von bis zu 1.470 Euro jährlich genutzt werden.

In diesem Zusammenhang ist auch darauf hinzuweisen, dass im Rahmen der Arbeiten für einen möglichen neuen Pflegebedürftigkeitsbegriff ein neues Begutachtungsinstrument zur Feststellung von Pflegebedürftigkeit nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern in 8 Modellregionen (Baden-Württemberg, Berlin, Nordrhein, Sachsen, Bayern, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Thüringen) durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung praktisch erprobt wird.

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Mehr behinderte Kinder in Pflege- und Adoptivfamilien

Posted on Februar 28, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , |

In einem Fachgespräch der CDU/CSU-Bundestagsfraktion zum Thema „Kinder mit Behinderungen haben ein Recht auf Familie“ am 20.02.08 in Berlin forderten Fachleute gesetzliche Änderungen.

Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion des Bundestages vom 21.02.08

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