Bayern: Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe stiegen auch 2018 – 7,3 Milliarden Euro verausgabt

Posted on November 5, 2019. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Statistik | Schlagwörter: |

Mehr als zwei Drittel der Ausgaben entfallen auf Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe

2018 wurden in Bayern insgesamt 7 329 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Nach Abzug der Einnahmen verbleiben Nettoausgaben von rund 6 795 Millionen Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen von den Bruttoausgaben 5 290 Millionen Euro auf die Kindertagesbetreuung, davon 5 198 Millionen auf Kindertageseinrichtungen und knapp 92 Millionen auf den Bereich der Kindertagespflege.

In Bayern wurden im Laufe des Jahres 2018 insgesamt 7 329 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe verausgabt, was gegenüber dem Vorjahr (7 163 Millionen Euro) einem Plus von 2,3 Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen lagen die Nettoausgaben mit 6 795 Millionen Euro 2,4 Prozent über denen des Vorjahres (6 633 Millionen Euro).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, wurden von den Bruttoaus- gaben 4 178 Millionen Euro für Leistungen öffentlicher Träger und 3 151 Millionen Euro als Zuschuss an freie Träger verausgabt.

Von den Bruttoausgaben waren 5 290 Millionen Euro für Kindertagesbetreuung der größte Posten und lag 3,5 Prozent über denen des Vorjahres (5 110 Millionen Euro).

Pressemitteilung

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Rheinland-Pfalz: 6. Landesbericht „Hilfen zur Erziehung“ veröffentlicht

Posted on November 1, 2019. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: , , |

Jugend- und Familienministerin Anne Spiegel: Immer mehr kleine Kinder brauchen Unterstützung – Nöte werden früher erkannt

Alle drei Jahre ziehen die rheinland-pfälzischen Jugendämter und das Jugendministerium eine Bilanz bei den Hilfen zur Erziehung. Diese Bestandsaufnahme mündet in einen Landesbericht, der jetzt zum sechsten Mal vorgelegt wurde. Der Bericht gewährt einen aussagekräftigen Einblick in die soziale Wirklichkeit unseres Bundeslandes. Jugend- und Familienministerin Anne Spiegel hat die rund 300seitige Bilanz jetzt gemeinsam mit Burkhard Müller, Hauptgeschäftsführer des Landkreistages, der Öffentlichkeit präsentiert.

„Ich möchte den rheinland-pfälzischen Jugendämtern für ihre wertvolle und gute Arbeit danken“, erklärte Jugend- und Familienministerin Anne Spiegel. „Sie sind für viele Familien eine wichtige Unterstützung und helfen ihnen, schwierige Situationen gut zu bewältigen. Zudem sorgen sie in unzähligen Fällen dafür, dass Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen gut und sicher betreut werden.“
Spiegel ergänzte: „Der Hilfebedarf von Kindern, Jugendlichen und Familien ist anhaltend hoch. 2017 haben die 41 Jugendämter in Rheinland-Pfalz knapp 27.000 Hilfen in Familien, in Heimen oder Pflegefamilien gewährt. Dies zeigt, wie unverzichtbar die Arbeit der Jugendämter ist.“

Burkhard Müller, Hauptgeschäftsführer des Landkreistages, erklärte: „Die Jugendämter leisten eine wichtige Arbeit. Sie unterstützen Familien, die oft am Rande der Gesellschaft stehen und sind Garant, damit Kinder gut aufwachsen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Der Bilanzbericht ist eine wichtige Arbeitsgrundlage für unsere Jugendämter, um sich den ständig neuen Herausforderungen stellen zu können“.
Aus dem Landesbericht zu Hilfen zur Erziehung lassen sich fünf signifikante Entwicklungen ablesen:

  1. Familien in schwierigen Situationen erfahren zunehmend Hilfe und Unterstützung in ihrem eigenen Zuhause. Im Zuge des Ausbaus der Kinder- und Jugendhilfe hin zu familienunterstützenden Hilfen hat sich die Fallzahl der ambulanten Hilfen in Rheinland-Pfalz seit dem Jahr 2002 um über 9.000 Hilfen auf jährlich 14.000 Hilfen erhöht.
  2. Die Kinder in den Erziehungshilfen werden immer jünger. Die stärksten Fallzahlentwicklungen sind bei den Kindern unter drei Jahren zu beobachten – hier haben wir in den letzten drei Jahren einen Anstieg von 14 Prozent. Jedes dritte Pflegekind ist zum Zeitpunkt der Unterbringung jünger als drei Jahre – in den Heimen ist jedes 9. Kind zum Zeitpunkt der Unterbringung unter 6 Jahren. Dazu erklärte Familienministerin Spiegel: „Eine der Ursachen dieser Entwicklung ist, dass die Nöte der Kinder früher erkannt werden. Das ist unter anderem auf den konsequenten Ausbau der Frühen Hilfen zurückzuführen. Gleichzeitig stimmt es mich besorgt, dass der Hilfebedarf schon bei den Kleinsten insgesamt deutlich wächst. Diese Thematik werden wir noch einmal intensiv mit den Jugendämtern besprechen, um den Ursachen auf den Grund zu gehen.“
  3. Die Zahl der Pflegekinder steigt. Zugleich gibt es trotz einer hohen Zahl von Trennungen, knappem bezahlbarem Wohnraum in den Städten und einer gleichbleibend hohen Armutsquote von Familien immer mehr Familien, die bereit sind, ein Pflegekind aufzunehmen.
    „Diese Bereitschaft zur Hilfe ist eine sehr erfreuliche Tendenz“, betonte Familienministerin Spiegel. „Die Vollzeitpflege ist in den vergangenen 15 Jahren um fast 60 Prozent angestiegen. Die Offenheit, eines oder mehrere Pflegekinder aufzunehmen, ist beeindruckend. Wenn ein Kind nicht in der ursprünglichen Familie bleiben kann, ist es immer am besten, wenn es in einer neuen Familie echte Geborgenheit erfahren kann. Daher freut mich dieser Anstieg sehr.“
  1. Mehr Kinder sind gefährdet. 2017 sind über 7000 Gefährdungsmeldungen bei den Jugendämtern eingegangen. Jede Meldung wird nach einem festen Ablaufplan geprüft und bewertet – in mehr als jedem dritten Fall (34 Prozent) wurde eine akute oder latente Gefährdung des Kindeswohls festgestellt. Dazu Jugend- und Familienministerin Anne Spiegel: „Diese Entwicklung erfüllt mich mit Sorge. Im Jahr 2017 wurden in Rheinland-Pfalz knapp 1.400 junge Menschen in Obhut genommen. Das ist die weitest gehende Maßnahme des Jugendamtes im Fall einer Kindeswohlgefährdung.“
  2. In der Bundesrepublik leben schätzungsweise bis zu 3,8 Millionen Kinder und Jugendliche mit einem psychisch oder suchterkrankten Elternteil. Diese Entwicklung ist auch hier im Land wahrnehmbar. Familienministerin Anne Spiegel nennt rheinland-pfälzische Zahlen: „Bis zu 220.000 Kinder leben bei einem psychisch erkrankten oder einem suchterkrankten Elternteil. Eine psychische Erkrankung oder eine Suchterkrankung eines Elternteils stellt einen besonderen Risikofaktor für eine Kindeswohlgefährdung dar.“

Jugend- und Familienministerin Spiegel zieht Konsequenzen aus dem jüngsten Bericht zu Hilfen zur Erziehung: „Ich werde einen Schwerpunkt bei den Präventionsmaßnahmen für Kinder und Jugendliche setzen, die unter erschwerten familiären Belastungssituationen aufwachsen wie psychische Erkrankungen oder Suchterkrankungen der Eltern. Dazu werden wir 750.000 Euro zusätzlich für den Kinderschutz zur Verfügung stellen. Diese zusätzlichen Mittel sollen insbesondere für Maßnahmen und Projekte zur Unterstützung von Kindern psychisch und/oder suchterkrankter Eltern in den Kommunen eingesetzt werden.“

Zudem setzt Ministerin Spiegel sich für eine Pflegekinderkampagne ein. „Wir werden eine solche Kampagne 2020 gemeinsam mit den Kommunen ausarbeiten. Ziel muss sein, die Akzeptanz und Wertschätzung von Pflegefamilien zu stärken und 2021 zu einem landesweiten Pflegefamilientag nach Mainz einzuladen“, so Spiegel.

Der Bericht „Hilfen zur Erziehung in Rheinland-Pfalz“ 2019 steht online zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung des Ministeriums für Familie, Frauen, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des Landes Rheinland-Pfalz vom 30.10.2019

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Hessen: Weniger Unterbringungen von jungen Menschen in Pflegefamilien und Heimen

Posted on Oktober 17, 2019. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Wenn andere Maßnahmen nicht helfen, können Kinder und junge Menschen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe in Pflegefamilien oder Heimen untergebracht werden. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamts wurden im Jahr 2018 in Hessen 18 400 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis unter 27 Jahre außerhalb des Elternhauses untergebracht. Das waren 4,4 Prozent weniger als im Jahr 2017.

27 Prozent der Betroffenen (5 050) waren in einer Pflegefamilie (Vollzeitpflege), 58 Prozent (10 700) in Heimerziehung oder einer sonstigen betreuten Wohnform, knapp 2 Prozent (314) nach § 27 SGB VIII (Hilfen zur Erziehung) und knapp 13 Prozent (2 340) über die Eingliederungshilfe außerhalb des Elternhauses untergebracht. Die Unterbringung in einem Heim oder das betreute Wohnen gewannen mit steigendem Alter an Bedeutung.

Betrachtet man die beiden wichtigsten Unterbringungsformen – die Vollzeitpflege und die Heimunterbringung – näher, dann zeigt sich folgendes Bild: Die Unterbringungen in einer Pflegefamilie gingen um 3,2 Prozent und die in Heimerziehung oder sonstiger betreuter Wohnform um 6,4 Prozent zurück. Über 6 von 10 jungen Menschen in Vollzeitpflege und Heimerziehung waren männlich. 43 Prozent der jungen Menschen in Vollzeitpflege oder Heimerziehung waren bei Beginn der Unterbringung unter 14 Jahre und 41 Prozent zwischen 14 bis 17 Jahre alt. 15 Prozent waren bereits volljährig. Bei den jüngeren Kindern spielte die Vollzeitpflege bei Beginn der Hilfe die wichtigste Rolle.

Von den unter 6-Jährigen waren 8 von 10 Kindern in Pflegefamilien untergebracht. Bei den Volljährigen hingegen waren 9 von 10 Kindern in Heimen oder betreuten Wohnformen untergebracht.

Bei der Vollzeitpflege standen bei Beginn der Hilfe die Unversorgtheit des jungen Menschen (31 Prozent), die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (42 Prozent), die Gefährdung des Kindeswohls (34 Prozent) sowie die unzureichende Förderung des jungen Menschen in der Familie (33 Prozent) im Vordergrund.

Bei den jungen Menschen, die in Heimen oder in sonstigen betreuten Wohnformen untergebracht wurden, waren neben der Unversorgtheit mit 30 Prozent, die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (32 Prozent) und unzureichende Förderung mit 24 Prozent von Bedeutung. Bei der Beantwortung der Frage nach den vorwiegenden Gründen bei Beratungsbeginn waren Mehrfachnennungen (bis zu 3 Gründe) möglich.

Bei 75 Prozent der jungen Menschen, die in Vollzeitpflege untergebracht wurden, bezogen die Herkunftsfamilien bei Beginn der Hilfe Transferleistungen. Bei der Heimerziehung lag dieser Anteil bei 48 Prozent. Auch die Familienverhältnisse spielten eine große Rolle. So kamen 53 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die in Vollzeitpflege untergebracht wurden, bei Beginn der Hilfe aus einer Herkunftsfamilie mit nur einem Elternteil. Bei der Heimerziehung lag dieser Anteil bei 37 Prozent.

Hinweis:
Die im Laufe des Jahres geleisteten Hilfen errechnen sich aus der Summe der im Jahr beendeten Hilfen und den am 31.12. bestehenden Hilfen. Wurde im Jahr 2018 eine Hilfe beendet und erneut begonnen, werden daher in der Statistik zwei Hilfeleistungen gezählt.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Hessen vom 17.10.2019

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Über 48 000 neu begonnene Hilfen zur Erziehung in der Region – Berlin und Brandenburg

Posted on Oktober 4, 2019. Filed under: Berlin, Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Statistik | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2018 wurde für 31 609 junge Menschen bzw. Familien in Berlin und 16 843 in Brandenburg eine Hilfe zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe neu gewährt. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist das gegenüber dem Vorjahr in Berlin eine Steigerung von 23,2 Prozent und in Brandenburg ein Rückgang von 4,4 Prozent. Über 44 000 Hilfen (Berlin: 28 183; Brandenburg: 15 903) wurden im Laufe des Jahres beendet und über 51 600 (Berlin: 32 572; Brandenburg: 19 065) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Unter den im Jahr 2018 beendeten und bestehenden Hilfen bildeten Erziehungsberatungen mit je 38,4 Prozent in Berlin und Brandenburg den Schwerpunkt. Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen standen mit 15,7 Prozent in Brandenburg und 16,5 Prozent in Berlin an zweiter Stelle. Sozialpädagogische Familienhilfe wurde in Brandenburg in 14,0 Prozent und in Berlin in 12,6 Prozent der Fälle geleistet. In Brandenburg wurden über 4 100 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen erfasst. In Berlin waren es mehr als 6 500 Fälle.

Die erzieherischen Hilfen richten sich überwiegend an junge Menschen, zum Teil jedoch an Familien. Insgesamt erhielten mehr als 40 100 junge Menschen im Land Brandenburg und über 70 900 in Berlin Hilfen zur Erziehung, die von öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht wurden.
Hauptgründe für die Hilfegewährung sind eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten sowie die Belastung junger Menschen durch familiäre Konflikte.

Weitere Ergebnisse der Erzieherischen Hilfe, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 2 zum kostenfreien Herunterladen unter:
www.statistik-berlin-brandenburg.de.
Über das Datenangebot des Bereiches Kinder- und Jugendhilfe informiert:
Amt für Statistik Berlin-Brandenburg
Telefon: 0331 8173-1165, Fax: 030 9028-1911
E-Mail: SozialeLeistungen@statistik-bbb.de

Quelle: https://www.statistik-berlin-brandenburg.de/pms/2019/19-09-30a.pdf

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181 Adoptionen in Rheinland-Pfalz – davon rund 60 Prozent im vertrauten Umfeld

Posted on September 17, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Rheinland-Pfalz, Statistik | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2018 wurden in Rheinland-Pfalz 181 Personen unter 18 Jahren adoptiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes 23 Adoptionen weniger als ein Jahr zuvor. Mädchen und Jungen waren nahezu gleichermaßen betroffen.

Rund die Hälfte aller adoptierten Kinder und Jugendlichen (49 Prozent) war jünger als drei Jahre; etwa 12 Prozent hatten das erste Lebensjahr noch nicht vollendet. Knapp 22 Prozent der Adoptierten hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Auffällig ist, dass unter den drei- bis fünfjährigen adoptierten Kindern mehr als die Hälfte eine nicht deutsche Staatsangehörigkeit besaß.

Rund 60 Prozent der Kinder und Jugendlichen konnten im Rahmen der Adoption in ihrem vertrauten Umfeld verbleiben: In 105 Fällen erfolgten die Adoptionen durch den Stiefvater oder die Stiefmutter. Darüber hinaus wurden vier Kinder durch Verwandte adoptiert. In fast 99 Prozent aller Adoptionsfälle hatte mindestens ein Elternteil die deutsche Staatsbürgerschaft.

Knapp zwei Drittel (64 Prozent) der abgebenden Eltern bzw. sorgeberechtigten Elternteile waren zum Zeitpunkt der Adoption ledig. In einem von zehn Fällen lebten die Eltern in einer Ehe oder eingetragenen Lebenspartnerschaft, 13 Prozent waren bereits geschieden. Für die restlichen Adoptionen konnte der Familienstand der abgebenden Personen nicht ermittelt werden.

Die Angaben zu den im Laufe eines Kalenderjahres rechtskräftig erfolgten Adoptionen sowie zu den jeweils am 31. Dezember vorgemerkten Adoptionsbewerbungen und zur Adoption vorgemerkten Kindern und Jugendlichen liefern die Adoptionsvermittlungsstellen der öffentlichen sowie der freien Träger der Jugendhilfe einmal jährlich. Auch anerkannte Auslandsvermittlungsstellen nach § 4 Abs. 2 Satz 2 AdVermiG melden Daten zu dieser Statistik.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Quelle: www.statistik.rlp.de

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Rund 8.300 Verdachtsfälle wegen Gefährdung des Kindeswohls – 70 Prozent mit konkretem Handlungsbedarf

Posted on September 17, 2019. Filed under: Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Rheinland-Pfalz, Statistik | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2018 haben die rheinland-pfälzischen Jugendämter 8.292 Einschätzungen zur Kindeswohlgefährdung infolge gewichtiger Verdachtsmeldungen abgeschlossen. Laut Statistischem Landesamt Rheinland-Pfalz entspricht dies einem Anstieg um 681 Verfahren bzw. 8,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Lediglich rund eine von vier angestoßenen Gefährdungseinschätzungen (28 Prozent) wurde ohne weitere Maßnahmen beendet. Folglich ergab sich für 72 Prozent (5.989 Fälle) ein weiterer Handlungsbedarf; dies waren 11,7 Prozent mehr Fälle als im Vorjahr.

In rund 3.000 Fällen lag eine akute oder latente Gefährdung vor; dies ist ein Anstieg gegenüber 2017 um 21,8 Prozent. Die zuständigen Fachkräfte stellten bei 17 Prozent aller Verdachtsfälle eine akute Kindeswohlgefährdung fest. Weitere 20 Prozent wurden als latente Kindeswohlgefährdung eingestuft. Hier konnte die Frage, ob gegenwärtig tatsächlich eine Gefahr besteht, nicht eindeutig beantwortet, eine Gefährdung jedoch nicht ausgeschlossen werden. Für gut ein Drittel (36 Prozent) der Verfahren kamen die Experten zum Ergebnis, dass – wenngleich keine Gefährdung der Kinder festgestellt wurde – zumindest weiterer Unterstützungsbedarf notwendig war.

In sechs von zehn Fällen (61 Prozent), bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, gab es Anzeichen für Vernachlässigung. Anhaltspunkte für psychische bzw. körperliche Misshandlungen konnten bei 35 bzw. 27 Prozent aller Ermittlungen nachgewiesen werden. In rund vier Prozent der Fälle wurden Anzeichen für sexuelle Gewalt festgestellt. Zu beachten ist, dass bei der Meldung zur Art der Kindeswohlgefährdung im Rahmen der amtlichen Statistik Mehrfachnennungen möglich sind.

Auf Initiative von Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft wurden mit 28 Prozent anteilig die meisten Verfahren in die Wege geleitet. Danach folgen Verdachtsmeldungen von Bekannten oder Nachbarn sowie anonyme Meldungen mit Anteilen von zwölf Prozent bzw. elf Prozent; weitere acht Prozent der Ermittlungen wurde von Schulen angestoßen.

Mädchen und Jungen waren nahezu gleichermaßen von Einschätzungen zur Kindeswohlgefährdung betroffen. In zwei Dritteln (65 Prozent) der untersuchten Fälle waren die Kinder 9 Jahre oder jünger; nahezu jedes vierte Kind (23 Prozent) hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet.

Zum 1. Januar 2012 trat ein neues Bundeskinderschutzgesetz in Kraft. Dieses Gesetz regelt verschiedene Maßnahmen, mit dem Ziel eines deutlich verbesserten Kinderschutzes. 
Auf der Grundlage des Kinderschutzgesetzes sind die Jugendämter verpflichtet, eine Gefährdungseinschätzung vorzunehmen, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen vorliegen. Die Einschätzung des Gefährdungsrisikos erfolgt im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte. Eine Kindeswohlgefährdung liegt dann vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes bzw. Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist.
Über alle Verfahren zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung ist bei den öffentlichen Trägern der Jugendhilfe (Jugendämtern) jährlich eine Erhebung durchzuführen (§ 98 Absatz 1 und § 99 Absatz 6 SGB VIII). Für die Statistik sind in Rheinland-Pfalz 41 Jugendämter auskunftspflichtig. Die Erhebung erstreckt sich auf die innerhalb eines Kalenderjahres abgeschlossenen Verfahren zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung.

Autor: Markus Elz (Referat Soziales, Gesundheit, Rechtspflege)

Quelle: www.statistik.rlp.de

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Kindeswohlgefährdungen 2018: Jugendämter melden 10 % mehr Fälle

Posted on September 6, 2019. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Statistik | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2018 haben die Jugendämter in Deutschland bei rund 50 400 Kindern und Jugendlichen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Das waren 10 % oder rund 4 700 Fälle mehr als im Vorjahr.  Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist dies nicht nur der höchste Anstieg, sondern auch der höchste Stand an Kindeswohlgefährdungen seit Einführung der Statistik im Jahr 2012. Insgesamt prüften die Jugendämter rund 157 300 Verdachtsfälle im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung.

Rein demografisch lässt sich der Anstieg der Kindeswohlgefährdungen nicht erklären: Zwar stieg die Zahl der Minderjährigen von 2017 auf 2018 ebenfalls, aber nur um 0,5 %. Rechnerisch waren damit von 100 000 Kindern und Jugendlichen 372 von einer Kindeswohlgefährdung betroffen. 2017 hatte dieser Wert noch bei 339 gelegen. Damit wurde 2018 auch bereinigt um demografische Veränderungen der höchste Stand in der Zeitreihe erreicht.

Besonders starker Anstieg bei akuten Kindeswohlgefährdungen

Die Jugendämter stuften 2018 rund 24 900 Fälle als „akute“ (eindeutige) Kindeswohlgefährdungen ein, das waren 15 % mehr als 2017. In weiteren rund 25 500 Fällen konnte eine Gefährdung des Kindes nicht sicher ausgeschlossen werden, sodass ein ernsthafter Verdacht blieb. Auch diese „latenten“ Kindeswohlgefährdungen haben zugenommen, wenn auch nicht so stark wie die akuten Fälle (+6 %).

Die Jugendämter sind verpflichtet, sowohl bei akuten als auch bei latenten Kindeswohlgefährdungen mit Hilfen oder Schutzmaßnahmen zu reagieren: So wurden in 20 % beziehungsweise 10 100 aller 50 400 akuten und latenten Fälle von Kindeswohlgefährdung das Familiengericht eingeschaltet. In 15 % aller Fälle (7 800) wurden die Betroffenen zu ihrem Schutz vorläufig vom Jugendamt in Obhut genommen.

Bei weiteren rund 53 000 Kindern und Jugendlichen hatte die Prüfung durch das Jugendamt zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber weiteren Hilfe- und Unterstützungsbedarf ergeben, beispielsweise in Form einer Erziehungsberatung oder sozialpädagogischen Familienhilfe (+8 %). In rund 53 900 Fällen wurde der ursprüngliche Verdacht vom Jugendamt nicht bestätigt, sodass weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Unterstützungs- oder Hilfebedarf festgestellt wurde (+11 %).

60 % der Kindeswohlgefährdungen auf  Vernachlässigungen zurückzuführen 

Die meisten der rund 50 400 Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (60 % aller Fälle). In 31 % aller Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlungen wie beispielsweise Demütigungen, Einschüchterung, Isolierung und emotionale Kälte festgestellt. In 26 % der Fälle gab es Hinweise auf körperliche Misshandlung und in 5 % der Fälle Hinweise auf sexuelle Gewalt. Dabei ist zu beachten, dass mehrere Arten der Kindeswohlgefährdung zugleich vorliegen können. Auch wenn Kindeswohlgefährdungen durch sexuelle Gewalt relativ selten festgestellt wurden, war die Entwicklung hier auffällig: Die Zahl der gemeldeten Fälle stieg von 2017 auf 2018 um 20 % auf knapp 2 500. Dabei waren zu zwei Dritteln (67 %) Mädchen betroffen. 

Hinweis:
Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines Kindes unmittelbar droht oder eingetreten ist. Bei einem ernsthaften Verdacht sind die Jugendämter verpflichtet, das Gefährdungsrisiko und den Hilfebedarf im Rahmen einer Gefährdungseinschätzung (§ 8a SGB VIII) festzustellen und der Gefährdung entgegenzuwirken. Dazu zählen in der Regel auch ein Hausbesuch und die Erörterung der Problemsituation mit dem Kind und den Sorgeberechtigten, sofern dies dem Kinderschutz nicht widerspricht. Sind die Eltern dazu nicht bereit oder in der Lage, kann der Kinderschutz auch gegen ihren Willen durch ein Familiengericht durchgesetzt werden.

Quelle: www.destatis.de

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5,7 Prozent weniger Adoptionen in NRW im Jahr 2018

Posted on August 20, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Statistik | Schlagwörter: , |

Düsseldorf (IT.NRW). 2018 wurden in Nordrhein-Westfalen 817 Kinder und Jugendliche zur Adoption vermittelt (424 Jungen und 393 Mädchen). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurden damit 49 Adoptionen weniger ausgesprochen als im Vorjahr (-5,7 Prozent). 46,4 Prozent (379) der adoptierten Kinder und Jugendlichen waren jünger als drei Jahre und 32,8 Prozent (268) waren zwischen drei und elf Jahren alt. Eine ausländische Staatsangehörigkeit hatten 9,3 Prozent (76) der adoptierten Minderjährigen.

Der überwiegende Teil (61,2 Prozent) aller Adoptionen erfolgte durch einen neuen Partner des leiblichen Elternteils (Stiefvater/Stiefmutter). 23 Kinder wurden durch Verwandte und 294 Kinder durch nicht verwandte Personen (36,0 Prozent) angenommen.

Ende 2018 waren in Nordrhein-Westfalen 227 Mädchen und Jungen zur Adoption vorgemerkt; ihnen gegenüber standen zum gleichen Zeitpunkt 1 111 bei den Adoptionsvermittlungsstellen gemeldete Bewerber, die ein Kind adoptieren wollten.

Ende des vergangenen Jahres befanden sich 412 junge Menschen in der sog. „Adoptionspflege“, die zukünftigen Eltern und dem Kind die Möglichkeit einer gegenseitigen Probephase bietet. (IT.NRW)

Quelle: www.it.nrw.

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43 375 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche im Jahr 2018 in NRW

Posted on August 20, 2019. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Statistik | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2018 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen im Rahmen ihres Schutzauftrags in 43 375 Fällen eine Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgenommen. Das waren 9,9 Prozent mehr als im Jahr 2017 (39 478).

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2018 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen im Rahmen ihres Schutzauftrags in 43 375 Fällen eine Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgenommen. Das waren 9,9 Prozent mehr als im Jahr 2017 (39 478). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, wurde in 12,9 Prozent der Fälle (5 607) eine akute Gefährdung des Kindeswohls festgestellt. In 6 009 Fällen bestand eine latente Gefährdung, d. h. die Frage, ob gegenwärtig eine Gefahr besteht, konnte nicht eindeutig beantwortet, eine Kindeswohlgefährdung jedoch nicht ausgeschlossen werden. In 14 081 Fällen wurde ein Hilfebedarf festgestellt; in 17 678 Verdachtsfällen ergab sich, dass weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein Hilfebedarf bestand.

37,8 Prozent der Kinder, bei denen eine akute Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, waren zwischen zehn und 17 Jahren alt. Fast jedes vierte Kind (24,6 Prozent) war jünger als drei Jahre.

Die Jugendämter in NRW wurden in etwa jedem vierten Fall (11 290) durch Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hingewiesen. In 17,7 Prozent (7 667) der Fälle machten Verwandte, Bekannte oder Nachbarn des Kindes auf die Gefährdung aufmerksam. Das Personal von Schulen so ie Kindertageseinrichtungen und Tagespflegepersonen war in 13,2 Prozent (5 746) der Fälle Initiator für eine Gefährdungseinschätzung. (IT.NRW)

Quelle: www.it.nrw

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Kindeswohlgefährdungen bei Kindern und Jugendlichen in über 4 500 Fällen

Posted on August 20, 2019. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Statistik | Schlagwörter: , , |

Insgesamt rund 13 800 Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls in Baden-Württemberg

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2018 in Baden-Württemberg für 13 781 Kinder und Jugendliche Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen (+12 % gegenüber 2017). Dabei werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung eines Kindes bekannt. Das Jugendamt verschafft sich daraufhin einen unmittelbaren Eindruck von betroffenen Kindern oder Jugendlichen und deren persönlichen Umgebung.

Im Vergleich zum Vorjahr ist vor allem die Anzahl der Fälle akuter Kindeswohlgefährdung gestiegen (+25 %). In diesen 2 196 Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. 49 % der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Jungen, 51 % Mädchen.1 In 1 248 Fällen wurden als Art der Kindeswohlgefährdung Anzeichen für Vernachlässigung festgestellt. Bei 718 Fällen gab es Anzeichen für körperliche und bei 761 für psychische Misshandlung. Hinweise auf sexuelle Gewalt wurden in 139 Fällen festgestellt, mehr als drei Viertel davon waren Mädchen. Bei der Art der Kindeswohlgefährdung sind Mehrfachnennungen möglich.

Eine sogenannte latente Kindeswohlgefährdung lag in 2 339 Fällen vor. Dabei konnte die Frage nach der tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, es bestand jedoch weiterhin der Verdacht einer Kindeswohlgefährdung bzw. eine solche konnte nicht ausgeschlossen werden.

Keine Kindeswohlgefährdung, wohl aber ein anderweitiger Unterstützungsbedarf ergab sich bei 4 906 Gefährdungseinschätzungen. Bei 4 340 Verfahren wurden keine Gefährdung und kein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Hinweise auf mögliche Gefährdungen kommen von verschiedensten Personen und Institutionen. Am häufigsten wurde durch die Polizei, Gerichte oder die Staatsanwaltschaft (24 %) über die mögliche Gefährdung informiert. Bei 12 % der Fälle kamen die Hinweise von Nachbarn oder Bekannten des betroffenen Kindes oder Jugendlichen, bei 9 % von Schulen und in jeweils 8 % der Fälle von Sozialen Diensten, den Personensorgeberechtigten oder anonymen Meldern. Lediglich in 2 % der Fälle kamen die Hinweise von den Minderjährigen selbst.

Rund 22 % der Verfahren zur Gefährdungseinschätzung betrafen Kinder unter 3 Jahren. 19 % waren im klassischen Kindergartenalter von 3 bis unter 6 Jahren. Bei weiteren 23 % waren Kinder im Alter von 6 bis unter 10 Jahren betroffen. Jedes fünfte betroffene Kind war zwischen 10 und unter 14 Jahren (20 %) und 15 % waren Jugendliche zwischen 14 und unter 18 Jahren.
1 Minderjährige mit der Signierung des Geschlechts „ohne Angabe (nach § 22 Absatz 3 PStG)“ werden dem männlichen Geschlecht zugeordnet.

Quelle: www.statistik-bw.de

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Anzahl der Adoptionen sinkt auf Rekordtief

Posted on August 20, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Statistik | Schlagwörter: , , |

Baden-Württemberg: 38 % der adoptierten Kinder sind jünger als 3 Jahre
Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2018 von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe mit Sitz in Baden-Württemberg 486 Adoptionen vorgenommen (−5 % gegenüber 2017) und damit so wenige wie noch nie seit Erhebungsbeginn.

Insgesamt wurden 2018 in Baden-Württemberg 262 Jungen und 224 Mädchen zur Adoption vermittelt. 38 % der adoptierten Kinder hatten das 3. Lebensjahr noch nicht erreicht. 11 % waren zum Zeitpunkt der Adoption zwischen 3 und unter 6 Jahren und weitere 9 % zwischen 6 bis unter 9 Jahren alt. 42 % der adoptieren Kinder und Jugendlichen waren im Alter von 9 bis unter 18 Jahren.

74 % der Adoptionen von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe in Baden-Württemberg erfolgten 2018 durch die Partnerin oder den Partner des leiblichen Elternteils und demnach durch Stiefeltern (333) oder durch eine, mit dem Adoptivkind verwandte Person (25). Es sind hierbei deutliche altersspezifische Unterschiede erkennbar. Bei den adoptierten Kindern im Alter unter 3 Jahren wurden 53 % (97) von einem Stiefelternteil oder Verwandten adoptiert und 47 % (87) von nicht verwandten Personen. Bei den 3 bis unter 6-Jährigen Adoptivkindern überwogen mit 63 % (34) die Adoptionen durch Stiefelternteile und verwandte Personen noch deutlicher. Kinder im Alter von 6 bis unter 9 Jahren wurden mit 89 % (39) fast ausschließlich von Stiefelternteilen oder Verwandten angenommen. Bei den über 9-Jährigen liegt der Anteil sogar bei 92 % (188).

Bei drei Viertel (365) der adoptierten Kinder und Jugendlichen war der leibliche Elternteil vor Beginn des Adoptionsverfahrens ledig oder geschieden. In 14 Fällen (3 %) wurde ein Kind von verheirateten und zusammenlebenden Eltern abgegeben.

Die deutsche Staatsangehörigkeit hatten 403 (83 %) der adoptierten Kinder und Jugendlichen. Von den 83 Adoptivkindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit stammten die meisten aus europäischen (54 %) oder asiatischen (33 %) Ländern.

Quelle: www.statistik-bw.de

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Weniger Inobhutnahmen wegen unbegleiteter Einreise, mehr wegen Kindesmisshandlung

Posted on August 20, 2019. Filed under: Forschung, Hessen, Kinderschutz, Statistik | Schlagwörter: , , , |

Jugendämter leiten 2018 rund 52 600 Inobhutnahmen zum Schutz Minderjähriger ein

WIESBADEN – Im Jahr 2018 führten die Jugendämter in Deutschland rund 52 600 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen (Inobhutnahmen) durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das knapp 8 800 Fälle weniger als im Vorjahr (-14 %). Hauptgrund für diese Entwicklung ist der deutliche Rückgang an Inobhutnahmen von unbegleitet eingereisten Minderjährigen aus dem Ausland um rund 10 300 Fälle (-46 %). Gleichzeitig gab es mehr Schutzmaßnahmen aus anderen Gründen, insbesondere wegen körperlicher und/oder psychischer Kindesmisshandlung: 2018 wurden deswegen über 1 200 Inobhutnahmen mehr durchgeführt als im Vorjahr (+25 %).

Überforderung der Eltern häufigster Grund für Inobhutnahme

Am häufigsten hatten Jugendämter die vorläufigen Schutzmaßnahmen im Jahr 2018 jedoch wegen Überforderung eines oder beider Elternteile eingeleitet (24 %). Die unbegleitete Einreise aus dem Ausland – im Vorjahr noch der häufigste Anlass für eine Schutzmaßnahme – rückte 2018 an zweite Stelle (16 %). Anzeichen für körperliche und/oder psychische Kindesmisshandlung (8,3 %) waren die dritthäufigste Ursache für eine Inobhutnahme, Anzeichen für Vernachlässigung (8,1 %) die vierthäufigste. Damit standen Kindesmisshandlungen seit Einführung der Statistik 1995 erstmals auf Rang drei der häufigsten Gründe für eine vorläufige Schutzmaßnahme. Bei der Meldung einer Schutzmaßnahme konnten mehrere Anlässe ausschlaggebend sein.

In weit über der Hälfte aller Fälle wurden die vorläufigen Schutzmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen im Jahr 2018 von sozialen Diensten und Jugendämtern angeregt (57 %). In 18 % der Fälle hatten die Jungen oder Mädchen selbst Hilfe beim Jugendamt gesucht. Bei weiteren 12 % der Inobhutnahmen machten Polizei oder Ordnungsbehörden auf die Problemsituation aufmerksam, in 7 % die Eltern(teile) der Minderjährigen. Die übrigen Schutzmaßnahmen (5 %) erfolgten aufgrund von Hinweisen Anderer, etwa von Ärztinnen oder Ärzten, Lehrpersonal oder Verwandten.

In etwa jedem vierten Fall (24 %) waren die betroffenen Kinder oder Jugendlichen unmittelbar vor der Inobhutnahme von Zuhause (einschließlich Pflegefamilie oder Heim) ausgerissen. Dennoch endeten die meisten vorläufigen Schutzmaßnahmen mit der Rückkehr der Minderjährigen zu ihren Sorgeberechtigten, bisherigen Pflegefamilien oder Heimen (36 %). Erst dahinter folgten Neu-Unterbringungen der Betroffenen in Pflegefamilien, Heimen oder betreuten Wohnformen (30 %).

2 100 Inobhutnahmen nach behördlicher Altersfeststellung abgelehnt

Einer neuen Abfrage der Statistik zufolge war im Jahr 2018 in über 2 100 Fällen eine Schutzmaßnahme nach unbegleiteter Einreise aus dem Ausland aufgrund einer behördlichen Altersfeststellung (§ 42f SGB VIII) abgelehnt worden. Weil die betreffenden Personen als volljährig eingestuft wurden, fließen diese zusätzlichen Fälle nicht in das Gesamtergebnis der Statistik ein.

Die Jugendämter sind berechtigt und verpflichtet, vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen als sozialpädagogische Hilfe in akuten Krisen- oder Gefahrensituationen durchzuführen. Diese können auf Bitte der betroffenen Kinder, bei einer dringenden Gefahr für das Kindeswohl oder bei unbegleiteter Einreise aus dem Ausland eingeleitet werden. Bis eine Lösung für die Problemsituation gefunden ist, werden die Minderjährigen vorübergehend in Obhut genommen und gegebenenfalls fremduntergebracht, etwa in einem Heim oder einer Pflegefamilie.

Quelle: www.destatis.de

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Sachsen Anhalt: Mehr Inobhutnahmen durch Jugendämter im Jahr 2018

Posted on August 8, 2019. Filed under: Forschung, Sachsen-Anhalt, Statistik | Schlagwörter: , , |

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, wurden im Jahr 2018 insgesamt 1 489 Kinder und Jugendliche von Jugendämtern in Obhut genommen. Das waren 223 (+17,6 %) Fälle mehr als im Jahr zuvor.

In 894 Fällen (60,0 %) ergriffen soziale Dienste bzw. Jugendämter die Maßnahme. In 350 Fällen (23,5 %) erfolgte die Inobhutnahme auf Wunsch des Kindes oder Jugendlichen selbst bzw. auf Anregung der Eltern oder eines Elternteils. Die Polizei bzw. eine Ordnungsbehörde regte eine Maßnahme in 113 Fällen an (7,6 %).

Häufigster Grund (Mehrfachnennungen möglich) für eine Inobhutnahme waren sonstige Probleme (485), Überforderung der Eltern/eines Elternteils (480) oder Vernachlässigung (309). Aufgrund des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung (§ 8a Abs. 1 SGB VIII) wurden 349 Maßnahmen (23,4 %) eingeleitet. Da die unbegleiteten Einreisen minderjähriger Flüchtlinge aus dem Ausland das 2. Jahr in Folge sanken, wurden nur 251 Kinder und Jugendliche aufgrund einer Einreise ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person aus dem Ausland in Obhut genommen. Das waren 129 weniger als im Vorjahr.

55,4 % der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen waren männlichen Geschlechts. Knapp 42,0 % gehörten der Altersgruppe der 14- bis unter 18-Jährigen an und 302 Kinder waren jünger als 3 Jahre.

Kinder und Jugendliche werden auf eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer (z. B. Jugendamt, Polizei, Erzieher) in Obhut genommen, wenn eine dringende Gefahr für ihr Wohl besteht. Dabei sorgt das Jugendamt für eine vorläufige Unterbringung, meist für Stunden oder Tage bei einer geeigneten Person, in einer Einrichtung, etwa einem Heim oder in einer sonstigen betreuten Wohnform.

Quelle: statistik-sachsen-anhalt.de

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Elterliche Sorge 2018 öfter entzogen

Posted on August 4, 2019. Filed under: Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2018 ordneten hessische Familiengerichte 1012 Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge an. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 109 Maßnahmen oder 12 Prozent mehr als im Jahr 2017. Erfasst werden hier nur die Fälle, bei denen zuvor eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen wurde. Die Einschränkung oder der Entzug des Sorgerechts erfolgt, wenn eine Gefahr für das Wohl oder Vermögen des Minderjährigen auf andere Weise nicht abgewendet werden kann. Dabei wird die elterliche Sorge vollständig oder teilweise auf das Jugendamt oder eine dritte Person als Vormund, Pflegerin oder Pfleger übertragen.

Amtsvormundschaft

Zum Jahresende 2018 lebten in Hessen insgesamt 3221 Kinder und Jugendliche unter gesetzlicher oder gerichtlich bestellter Vormundschaft der Jugendämter (2017: 3901). Das waren 17 Prozent weniger als 2017. Bei 278 dieser Kinder (2017: 305) lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. Bei 2943 Kindern und Jugendlichen (2017: 3596) übertrug das Vormundschafts- oder Familiengericht das Sorgerecht auf das Jugendamt und entzog den Eltern das Sorgerecht (bestellte Amtsvormundschaft). 48 Prozent der Fälle waren nicht deutsche Kinder und Jugendliche, ein Jahr zuvor waren das 57 Prozent.

Amtspflegschaft

Am 31.12.2018 waren 2 130 Kinder und Jugendliche (2017: 2290) in bestellter Amtspflegschaft, 7 Prozent weniger als im Jahr 2017. Bei der Amtspflegschaft werden Teile des Sorgerechts auf das Jugendamt oder andere Personen übertragen. Die Pflegschaft unterscheidet sich von der Vormundschaft im Wesentlichen dadurch, dass die Pflegerin oder der Pfleger nur für einzelne, fest umgrenzte Aufgaben zuständig ist. In der jugendamtlichen Praxis betreffen die Aufgaben relativ häufig die Themen „Aufenthaltsbestimmungsrecht“ (z. B. Anträge stellen, Behördengänge) oder „Gesundheitsfürsorge“.

Beistandschaft

Für Sorgeberechtigte, z. B. Alleinerziehende, besteht die Möglichkeit, beim Jugendamt Beistand (Unterstützung) für bestimmte Angelegenheiten zu bestellen. Für rund 26 493 Kinder und Jugendliche gab es im Jahr 2018 sogenannte Beistandschaften, knapp 5 Prozent weniger als 2017 (27 947). Die Beistandschaft hilft Personensorgeberechtigten in bestimmten Bereichen, die Rechte ihrer Kinder zu wahren, z. B. bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Den Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

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Kindeswohl: 12 500 Gefährdungseinschätzungen in Hessen 2018 — Ein Drittel der Fälle mit akuter oder latenter Kindeswohlgefährdung

Posted on August 4, 2019. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , |

In Hessen wurden im Jahr 2018 knapp 12 500 Gefährdungseinschätzungen nach § 8a des Achten Buches Sozialgesetzbuch (SGB VIII – Kinder- und Jugendhilfe) durchgeführt. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies 16 Prozent mehr als im Jahr 2017. Mädchen waren geringfügig häufiger von Gefährdungseinschätzungen betroffen als Jungen.

Als Ergebnis der durchgeführten Gefährdungseinschätzungen wurde bei 19 Prozent (2373 Fälle) eine akute und bei 14 Prozent (1724 Fälle) eine latente Kindeswohlgefährdung festgestellt. In 67 Prozent der Fälle lag keine Kindeswohlgefährdung vor. Bei gut der Hälfte der Fälle ohne Kindeswohlgefährdung bestand ein Hilfebedarf. Die Hälfte aller Gefährdungseinschätzungen betraf Kinder unter 7 Jahren.

Von den 4097 Fällen, in denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, war mit 52 Prozent (2140 Fälle) die Vernachlässigung die am häufigsten genannte Gefährdungsart, gefolgt von psychischen Misshandlungen mit 40 Prozent (1626) und den körperlichen Misshandlungen mit 27 Prozent (1091). Anzeichen sexueller Gewalt wurden in 5 Prozent der Fälle (200) festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich. Bei den akuten Kindeswohlgefährdungen spielten körperliche Misshandlungen mit 31 Prozent eine größere Rolle als bei latenten Gefährdungen (20 Prozent). Hingegen spielten die psychischen Misshandlungen bei den latenten Gefährdungseinschätzungen mit 43 Prozent eine größere Rolle als bei den akuten Gefährdungseinschätzungen (37 Prozent).

Als Folge der akuten Kindeswohlgefährdung wurden junge Menschen in 39 Prozent der 2373 Fälle im Jahr 2018 in Obhut, d. h. aus der Familie, genommen. In knapp 16 Prozent wurde die bisherige Leistung fortgeführt, in 15 Prozent eine ambulante bzw. teilstationäre Hilfe zur Erziehung eingeleitet. In 6 Prozent erfolgte eine familienersetzende Hilfe zur Erziehung; hierzu zählen beispielsweise die Heimerziehung oder die Unterbringung in einer Pflegefamilie in Vollzeit. Weitere Hilfsmaßnahmen, wie z. B. die Erziehungsberatungen und Maßnahmen der Kinder- und Jugendpsychiatrie, erreichten einen Anteil von 32 Prozent. In 6 Prozent wurde keine Hilfe neu eingeleitet. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Konstellation der Familienverhältnisse spielte für die Gefährdungseinschätzungen eine große Rolle. In der Hälfte der Fälle lebte der junge Mensch bei einem alleinerziehenden Elternteil oder bei einem Elternteil mit neuer Partnerin oder neuem Partner.

Häufig erfolgte die Initiative zur Gefährdungseinschätzung durch die Polizei, das Gericht oder die Staatsanwaltschaft (24 Prozent) oder die Bekannte/Nachbarschaft (10 Prozent). Auch die Initiative von Ärztinnen und Ärzten und anonyme Anzeigen (9 bzw. 8 Prozent) sowie Anzeigen durch die Schule (11 Prozent) führten zu Gefährdungseinschätzungen. Eltern bzw. Personensorgeberechtigte wurden in knapp 8 Prozent tätig. In gut 6 Prozent der Fälle wurde der soziale Dienst/Jugendamt tätig. Andere Institutionen oder Personen, auf deren Initiative die Gefährdungseinschätzung erfolgte, spielten mit jeweils unter 6 Prozent eine untergeordnete Rolle.

Quelle: statistik-hessen.de
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4181 Kinder und Jugendliche von hessischen Jugendämtern 2018 in Obhut genommen — Weniger Inobhutnahmen als 2017

Posted on August 4, 2019. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz | Schlagwörter: , , , |

Die hessischen Jugendämter meldeten im Jahr 2018 insgesamt 4181 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren das 310 Personen oder 7 Prozent weniger als 2017. Bei den Schutzmaßnahmen handelte es sich um die Inobhutnahme oder Herausnahme aus einem Heim, der eigenen Familie, einer Pflegefamilie oder einer anderen Unterbringungsart aufgrund einer akuten Gefahr für das Wohl der Kinder oder Jugendlichen.

Die vorläufigen Schutzmaßnahmen unterteilen sich in 2 Gruppen: die vorläufigen Inobhutnahmen nach § 42a SGB VIII und die regulären Inobhutnahmen nach § 42 SGB VIII. Unbegleitete Minderjährige aus dem Ausland werden zunächst nach § 42a SGB VIII durch ein Jugendamt vorläufig in Obhut genommen. Danach werden sie (sofern minderjährig) regulär nach § 42 SGB VIII durch das selbe oder ein anderes Jugendamt in Obhut genommen. Dieses Verfahren führt zu einer Doppelzählung. Die vorläufigen Inobhutnahmen machten einen Anteil von 17 Prozent und die regulären Inobhutnahmen 83 Prozent der gesamten Inobhutnahmen aus. Die vorläufigen Inobhutnahmen verringerten sich um 298 Maßnahmen bzw. 29 Prozent. Die regulären Inobhutnahmen blieben gegenüber dem Vorjahr konstant.

Anlässe für Schutzmaßnahmen

Die Anlässe aller Schutzmaßnahmen waren: unbegleitete Einreisen aus dem Ausland (28 Prozent), „Überforderung der Eltern oder eines Elternteils“ (35 Prozent), Vernachlässigung und Anzeichen für Misshandlungen (13 bzw. 15 Prozent), Beziehungsprobleme der Eltern, zwischen den Eltern und dem Kind oder im Verhältnis zur sozialen Umwelt (7 Prozent), Integrationsprobleme im Heim oder in der Pflegefamilie (5 Prozent). Sonstige Probleme und andere Gründe wurden in 31 Prozent der Fälle angegeben. Mehrfachnennungen waren möglich.

Geschlecht und Alter der Betroffenen

57 Prozent der in Obhut genommenen jungen Menschen waren männlich. Bei den Inobhutnahmen wegen unbegleiteter Einreisen betrug der Anteil der männlichen Kinder und Jugendlichen 84 Prozent.

59 Prozent der Betroffenen waren älter als 14 Jahre, 2017 waren es noch 64 Prozent. Im Jahr 2015 kamen 79 Prozent aus dieser Altersgruppe. Diese Veränderungen waren auch eine Folge des Rückgangs an unbegleiteten Einreisen.

Unterbringung während und nach der Schutzmaßnahme

Die Unterbringung erfolgte in 77 Prozent der Fälle in einer Einrichtung (2017: 70 Prozent), in 19 Prozent (2017: 26 Prozent) bei einer geeigneten Person und in 4 Prozent in einer sonstigen betreuten Wohnform.

38 Prozent der in Obhut genommenen jungen Menschen kehrten nach der Maßnahme zu der bzw. dem Sorgeberechtigen, zur Pflegefamilie oder ins Heim zurück. 28 Prozent der Betroffenen wurden außerhalb des Elternhauses, also im Heim, durch betreutes Wohnen oder in einer Pflegefamilie untergebracht. 4 Prozent der jungen Menschen erhielten eine sonstige stationäre Hilfe und 6 Prozent eine ambulante Erziehungshilfe. Für 13 Prozent der Inobhutnahmen erfolgte keine anschließende Hilfe und bei weiteren 12 Prozent wurden die Betroffenen von einem anderen Jugendamt übernommen. In 5 Prozent erfolgte eine Übernahme der vorläufigen Inobhutnahme für unbegleitete Minderjährige in eine reguläre Inobhutnahme durch das selbe Jugendamt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Quelle: statistik-hessen.de
Graphik zur Pressemitteilung

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Mehr als 18 500 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche in Bayern im Jahr 2018

Posted on Juli 16, 2019. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Bei knapp einem Drittel der Fälle wurde eine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Jahr 2018 insgesamt 18784 Gefährdungseinschätzungen, das heißt Fälle, in denen geprüft wurde, ob das Wohl von Kindern bzw. Jugendlichen in Gefahr war. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag in 3121 Fällen eine akute und in 2974 eine latente Kindeswohlgefährdung vor.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag in 3121 Fällen eine akute und in 2974 eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Bei 6760 Gefährdungseinschätzungen wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, jedoch Hilfebedarf und in 5929 Fällen wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Grundlage der Statistik zur Kindeswohlgefährdung ist das Bundeskinderschutzgesetz, welches zum 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Kindeswohlgefährdung liegt dann vor, wenn das körperliche, geistige und seelische Wohl eines Kindes durch das Tun oder Unterlassen der Eltern oder Dritter gravierende Beeinträchtigungen erleidet, die dauerhafte oder zeitweilige Schädigungen in der Entwicklung des Kindes zur Folge haben bzw. haben können.

Eine Gefährdungseinschätzung nach § 8a Absatz 1 SGB VIII ist vom Jugendamt immer dann abzugeben, wenn dem Jugendamt wichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden, es sich daraufhin einen unmittelbaren Eindruck von dem Minderjährigen und seiner persönlichen Umgebung verschafft hat (z.B. durch Hausbesuche oder Einbestellung der Eltern ins Jugendamt) und das Gefährdungsrisiko anschließend im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte eingeschätzt wurde.

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik betrafen von den insgesamt 18784 gemeldeten Kindeswohlgefährdungen 9665 Jungen und 9119 Mädchen.

3121 Gefährdungseinschätzungen (17 Prozent) ergaben eine akute, 2974 (16 Prozent) eine latente Kindeswohlgefährdung. Dabei waren Anzeichen für eine Vernachlässigung oder einer psychischen Misshandlung die häufigsten Gründe einer Kindeswohlgefährdung.

Darüber hinaus wurde bei 6760 Gefährdungseinschätzungen (36 Prozent) keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, aber Hilfebedarf im Rahmen einer Unterstützung durch Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe wie zum Beispiel Erziehungsberatung oder eine Schutzmaßnahme.

Lediglich bei 5 929 Fällen (31 Prozent) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Die Meldungen an die Jugendämter erfolgten in vielen Fällen (3981) durch Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft, sowie von Bekannten/Nachbarn der Minderjährigen (2308 Meldungen), 1856 Fälle wurden anonym und 1853 durch die Schule angezeigt.

Quelle: statistik.sachsen-anhalt.de
Vollständige Pressemitteilung

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3944 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder in Bayern

Posted on Juli 11, 2019. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Rechtliches, Tagespflege | Schlagwörter: , , |

Überforderung der Eltern/eines Elternteils stellte dabei mit 1348 Kindern und Jugendlichen im Jahr 2018 den häufigsten Anlass dar.

In Bayern wurden im Jahr 2018 insgesamt 3944 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche ergriffen. In 56 Prozent der Fälle handelte es sich um männliche Minderjährige. Laut Bayerischem Landesamt für Statistik war 2018 die Überforderung der Eltern/eines Elternteils der häufigste Anlass (1348 Fällen).

Als Schutzmaßnahme bezeichnet man die vorläufige Aufnahme und Unterbringung von Minderjährigen in einer Notsituation durch das Jugendamt. Es sind Maßnahmen zur schnellen Intervention zugunsten des Minderjährigen, sie dienen als Klärungshilfe für Betroffene in Krisensituationen sowie dem unmittelbaren Schutz der Minderjährigen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, sank die Zahl der schutzbedürftigen Minderjährigen auf 3944 Fälle, was einem Minus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr (4421) entspricht.

Betroffen waren insgesamt 2210 Jungen und 1734 Mädchen.

Der häufigste Grund für Schutzmaßnahmen (1348 Fälle) war die Überforderung der Eltern/eines Elternteils.

Der zweithäufigste Anlass (1094 Fälle) war die unbegleitete Einreise Minderjähriger aus dem Ausland. Im Vergleich zum Vorjahr (1653 Fälle) war hier ein Rückgang von 34 Prozent zu verzeichnen.

Von den 3944 Maßnahmen wurden 557 auf eigenen Wunsch der Kinder und Jugendlichen durchgeführt, in 3387 Fällen lag eine Gefährdung vor. 59 Prozent der Betroffenen waren zwischen 14 und 18 Jahre alt.

2917 und damit mehr als die Hälfte der Minderjährigen wurde während der Schutzmaßnahme in einer Einrichtung untergebracht (74 Prozent), 173 in einer betreuten Wohnform (vier Prozent) und 854 lebten bei einer geeigneten Person (22 Prozent).

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik
Graphik: Vorläufige Schutzmaßnahmen in den Regierungsbezirken Bayerns 2017 und 2018

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Im Jahr 2018 wurden in Bayern 592 Minderjährige adoptiert – Knapp dreiviertel davon von einem Stiefelternteil

Posted on Juli 11, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Jugendhilfe | Schlagwörter: , , |

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2018 insgesamt 592 Minderjährige adoptiert, was gegenüber dem Vorjahr (577 Adoptionen) eine Zunahme von 2,6 Prozent bedeutet. Von den Minderjährigen waren 300 männlich und 292 weiblich. In 74 Prozent der Fälle adoptierte die Stiefmutter bzw. der Stiefvater die Minderjährigen.

Im Jahr 2018 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik insgesamt 592 Minderjährige adoptiert. Gegenüber 2017 mit 577 durchgeführten Adoptionen bedeutet dies ein Plus von 2,6 Prozent.

In 510 Fällen hatten die Minderjährigen die deutsche Staatangehörigkeit, 82 Minderjährige hatten keinen deutschen Pass.

Wie auch im Vorjahr war die Gruppe der unter Dreijährigen mit 221 Adoptionen die größte Gruppe.

77 Prozent der Minderjährigen wurde von einem Stiefelternteil (438) oder von anderen Verwandten (16 Minderjährige) an Kindes statt angenommen. Somit fiel ein Großteil der Adoptionen in das den Kindern und Jugendlichen bekannte Umfeld. Bei 138 Adoptionen bestand kein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Adoptiveltern und den Minderjährigen.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik

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Mehr Inobhutnahmen durch Jugendämter im Jahr 2018

Posted on Juli 11, 2019. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Rechtliches, Sachsen | Schlagwörter: , |

Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt mitteilt, wurden im Jahr 2018 insgesamt 1 489 Kinder und Jugendliche von Jugendämtern in Obhut genommen. Das waren 223 (+17,6 %) Fälle mehr als im Jahr zuvor.

In 894 Fällen (60,0 %) ergriffen soziale Dienste bzw. Jugendämter die Maßnahme. In 350 Fällen (23,5 %) erfolgte die Inobhutnahme auf Wunsch des Kindes oder Jugendlichen selbst bzw. auf Anregung der Eltern oder eines Elternteils. Die Polizei bzw. eine Ordnungsbehörde regte eine Maßnahme in 113 Fällen an (7,6 %).

Häufigster Grund (Mehrfachnennungen möglich) für eine Inobhutnahme waren sonstige Probleme (485), Überforderung der Eltern/eines Elternteils (480) oder Vernachlässigung (309). Aufgrund des Verdachts auf Kindeswohlgefährdung (§ 8a Abs. 1 SGB VIII) wurden 349 Maßnahmen (23,4 %) eingeleitet. Da die unbegleiteten Einreisen minderjähriger Flüchtlinge aus dem Ausland das 2. Jahr in Folge sanken, wurden nur 251 Kinder und Jugendliche aufgrund einer Einreise ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person aus dem Ausland in Obhut genommen. Das waren 129 weniger als im Vorjahr.

55,4 % der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen waren männlichen Geschlechts. Knapp 42,0 % gehörten der Altersgruppe der 14- bis unter 18-Jährigen an und 302 Kinder waren jünger als 3 Jahre.

Kinder und Jugendliche werden auf eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer (z. B. Jugendamt, Polizei, Erzieher) in Obhut genommen, wenn eine dringende Gefahr für ihr Wohl besteht. Dabei sorgt das Jugendamt für eine vorläufige Unterbringung, meist für Stunden oder Tage bei einer geeigneten Person, in einer Einrichtung, etwa einem Heim oder in einer sonstigen betreuten Wohnform.

Weitere Informationen zum Thema Kinder- und Jugendhilfe finden Sie im Internetangebot des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt.

Quelle: statistik.sachsen-anhalt.de
Vollständige Pressemitteilung

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KomDat Jugendhilfe: Heft 1/19 erschienen

Posted on Juli 4, 2019. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoIn seiner ersten Ausgabe dieses Jahres nimmt KomDat Jugendhilfe auch die aktuellen Entwicklungen im Bereich der Hilfen für junge Volljährige genauer in den Blick:

„….Die gestiegene Inanspruchnahme bei den Hilfen für junge Volljährige macht aber einmal mehr auf die Notwendigkeit aufmerksam, einerseits die Zugänge sowie andererseits die Übergänge aus den Hilfen in den Blick zu nehmen. Dazu gehört auch die Übergangsgestaltung in andere Hilfesysteme für die jungen Erwachsenen, zumal die sogenannten „Care Leaver“ nach dem Ausscheiden aus der Kinder- und Jugendhilfe oftmals auf sich alleine gestellt sind und damit verbunden sogenannte „Drop-outs“ und prekäre Übergänge drohen … Nicht zuletzt stehen zurzeit hierzu auch die rechtlichen Grundlagen im SGB VIII im Rahmen eines bundesweiten Dialogprozesses zur Modernisierung der Kinder- und Jugendhilfe auf dem Prüfstand … Die Auswertungen der KJH-Statistik stellen einen empirischen Beitrag zu dieser Debatte dar.“

zum Download: 2019_Heft1_KomDat.pdf (1 MB)

 

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Rheinland-Pfalz + Saarland: Mehr als 5.100 Pflegekinder in 2017

Posted on April 28, 2019. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland | Schlagwörter: |

logoIm Artikel „Mehr als 5100 Pflegekinder: 7155 Mal Kindeswohl überprüft“ auf n-tv.de vom 28.04.2019 kommentiert eine Sprecherin des Familienministeriums in Mainz die aktuellsten statistischen Zahlen (von 2017) wonach mehr als 5.100 Kinder und Jugendliche in Rheinland-Pfalz in einer Pflegefamilie leben.

„Der Bedarf an Pflegefamilien sei regional sehr unterschiedlich, nehme landesweit aber zu. Die Unterbringung von Jungen und Mädchen in Heimen gehe dagegen leicht zurück.“

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Sachsen: Über 56 700 Kinder und Jugendliche erhielten 2017 Hilfen zur Erziehung

Posted on März 11, 2019. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , , , , |

logo2017 nahmen 56.756 Kinder und Jugendliche in Sachsen das Angebot für erzieherische Hilfen und Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen wahr. Ihnen wurden dafür insgesamt 51207 Hilfen bewilligt.

Mehr als drei Viertel der betroffenen Kinder waren jünger als 15 Jahre. 9.016 Jugendliche waren 15 bis 17 Jahre alt. Sachsenweit haben somit 8 Prozent aller jungen Menschen unter 18 Jahren im Jahr 2017 eine solche Hilfe in Anspruch genommen.

Den Schwerpunkt bei den Hilfen bildeten mit 50 Prozent auch 2017 die Erziehungsberatungen. Es folgen die Heimerziehung oder sonstige betreute Wohnform und die sozialpädagogischen Familienhilfen (15 bzw. 11 Prozent).

Als Hauptgründe für die 51.207 Hilfen 2017 galten Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte (25 Prozent) und eine eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern/Personensorgeberechtigten (15 Prozent).

Fast die Hälfte der Hilfen wurde von den Eltern bzw. Personensorgeberechtigten angeregt. Bei knapp einem Drittel der Hilfen erfolgte die Anregung durch den Sozialen Dienst und anderen Institutionen (32 Prozent). Bei 8 Prozent kam die Anregung von der Schule oder Kindertageseinrichtung bzw. dem Arzt, der Klinik oder dem Gesundheitsamt.

In der Medieninformation des Statistischen Landesamtes des Freistaates Sachsen vom 27.02.2019 finden Sie auch eine tabellarische Übersicht über die Altersverteilung der Kinder.

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Zahl der Adoptionen ist in Berlin deutlich gestiegen

Posted on Dezember 29, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

logoRBB24 berichtet in einem Artikel vom 28.12.2018, dass aus dem aktuellen Statistischen Jahrbuch hervorgeht, dass die Zahl der Adoptionen in Berlin deutlich von 84 (2016) auf 106 Kinder (2017) angestiegen ist.

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Weiterer Anstieg der Hilfen zur Erziehung, aber 2017 geringere Zuwächse in der Heimerziehung – Kurzanalyse der AKJStat zu den Daten 2017 erschienen

Posted on Dezember 20, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoDas Statistische Bundesamt hat am 06.12.2018 die neuen Daten zu den Hilfen zur Erziehung des Jahres 2017 veröffentlicht. Mit einer Zahl von 1.118.347 jungen Menschen, die 2017 eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch genommen haben, sind rund 35.170 Leistungen mehr als im Vorjahr gezählt worden (+3%). Sowohl die ambulanten Hilfen als auch die Fremdunterbringung sind im Vergleich zum Jahr 2016 um jeweils 4% gestiegen. Gleichwohl fällt der Fallzahlenanstieg bei der Fremdunterbringung moderater aus als noch zwischen 2014 und 2016.

Die Kurzanalyse steht hier zum Download zur Verfügung.

Für weitere Informationen können die Standardtabellen zu den Hilfen zur Erziehung 2017 auf den Seiten des Statistischen Bundesamtes abgerufen werden.

Quelle: Arbeitsstelle Kinder-und Jugendhilfestatistik

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Herkunft entscheidet über Zukunft: Datenreport 2018 – Sozialbericht für Deutschland erschienen

Posted on Dezember 12, 2018. Filed under: Forschung, Netzwerke, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoIn Deutschland leben immer weniger Kinder. Ihre derzeitige und zukünftige Lebenssituation wird immer noch entscheidend durch ihre soziale Herkunft geprägt. So steigen die Chancen von Kindern auf hohe Bildungsabschlüsse, wenn die Eltern selbst einen hohen Bildungsstand haben. Kinder aus Elternhäusern mit niedrigerem sozioökonomischem Status haben zudem schlechtere Chancen, gesund aufzuwachsen. Das subjektive Wohlbefinden von Kindern und Jugendlichen in den Schulen variiert stark nach Schulform. Trotz guter Wirtschaftslage stagniert der Anteil der armutsgefährdeten Kinder. Kinder und Jugendliche in Haushalten mit alleinerziehenden Müttern oder Vätern sind dabei am stärksten von Armut gefährdet.

Dieses Bild zeichnet der »Datenreport 2018 – ein Sozialbericht für die Bundesrepublik Deutschland«. Fachleute aus amtlicher Statistik und Sozialforschung haben darin Zahlen und Fakten zu wichtigen Lebensbereichen zusammengestellt, unter anderem zu Kindern. Der Datenreport wird herausgegeben von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb in Kooperation mit dem Statistischen Bundesamt (Destatis), dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) und dem Soziooekonomischen Panel (SOEP) am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin).

Im Jahr 2017 waren 14,4% der Kinder unter sechs Jahren armutsgefährdet. Für Kinder im Alter von sechs bis elf Jahren lag dieser Anteil bei 14,5 %. Kinder und Jugendliche von 12 bis 17 Jahren waren mit 16,7% überdurchschnittlich armutsgefährdet. Im Durchschnitt waren 15,2% aller Menschen unter 18 Jahren von Armut bedroht.

Mittlerweile haben 36 % aller Kinder in Deutschland einen Migrationshintergrund. Das bedeutet, dass das Kind selbst oder mindestens ein Elternteil nicht mit deutscher Staatsangehörigkeit geboren wurde. Kinder mit Migrationshintergrund (33,3%) sind häufiger armutsgefährdet als Kinder ohne Migrationshintergrund (12,7%).

Kinderarmut ist nicht ausschließlich materielle Armut und somit auch nicht nur mithilfe materieller Leistungen zu lösen. Materieller Mangel kann zu sozialer Stigmatisierung führen. Ein wesentlicher Aspekt ist die Frage nach kultureller, sozialer, aber auch politischer Teilhabe, die für in Armut lebende und von Armut gefährdete Kinder und Jugendliche besonders erschwert wird. Armut wirkt in alle Bereiche des Lebens, sie beeinflusst Bildungs- und Lebenschancen stark.

Der Datenreport steht im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes (www.destatis.de/datenreport), des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (www.wzb.eu/datenreport) und der Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de/datenreport2018) kostenfrei als Download zur Verfügung.

Quelle: Pressemeldung der Bundeszentrale für politische Bildung vom 14.11.2018

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Im Jahr 2017 wurden in Niedersachsen 366 Kinder und Jugendliche adoptiert

Posted on Dezember 11, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoHANNOVER. Nach Angaben des Landesamtes für Statistik Niedersachsen (LSN) wurden im Jahr 2017 in Niedersachsen 366 Kinder und Jugendliche adoptiert, 187 Mädchen und 179 Jungen.

91,8% der adoptierten Minderjährigen besaßen die deutsche und 8,2% eine ausländische Staatsangehörigkeit. Zum Zeitpunkt der Adoption waren 40,7% der adoptierten Kinder jünger als drei Jahre und 9,0% zwischen drei und fünf Jahre alt. Im Grundschulalter von sechs bis elf Jahren befanden sich 26,8% der adoptierten Kinder, und 23,5% waren zwölf Jahre oder älter.

61,7% wurden von der Stiefmutter bzw. dem Stiefvater adoptiert und knapp 37% standen in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu den Adoptiveltern. Lediglich 5 Kinder bzw. Jugendliche waren mit den Adoptiveltern verwandt. Zwei Drittel der unter 3-Jährigen wurde von Personen adoptiert, die nicht mit ihnen verwandt waren.

Am Jahresende 2017 waren insgesamt 67 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt, sieben weniger als im Jahr zuvor. Die Zahl der in Adoptionspflege untergebrachten Kinder und Jugendlichen belief sich auf 196 Minderjährige.

Eine Adoptionspflege beginnt mit dem Zeitpunkt, wenn ein Kind von seinen Eltern formal zur Adoption freigegeben und im Haushalt der vorgesehenen Adoptivfamilie aufgenommen worden ist und endet mit dem Beschluss des Vormundschaftsgerichts. Dieser Zeitraum soll den neuen Eltern und dem Kind Zeit geben, sich als „neue Familie“ zu finden.

Im Jahr 2017 wurden 390 Adoptionsbewerbungen vorgemerkt. Das waren 16,5% weniger als im Jahr 2016.

Quelle: Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen vom 10.12.2018

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Bayern: 2017 wurden fast 7,2 Milliarden Euro für die Kinder- und Jugendhilfe verausgabt

Posted on November 26, 2018. Filed under: Bayern, Finanzielles, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

logo2017 wurden in Bayern insgesamt 7 163 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 530 Millionen Euro verbleiben Nettoausgaben von rund 6 633 Millionen Euro. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, ent-fielen von den Bruttoausgaben 5 110 Millionen Euro auf die Kindertagesbetreuung, davon 5 026 Millionen auf Kindertageseinrichtungen und 84 Millionen auf den Bereich der Kindertagespflege.

In Bayern wurden im Laufe des Jahres 2017 insgesamt 7 163 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe verausgabt, was gegenüber dem Vorjahr (6 737 Millionen Euro) einer Steigerung von 6,3 Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 530 Millionen Euro lagen die Nettoausgaben mit 6 633 Millionen Euro 5,6 Prozent über denen des Vorjahres (6 279 Millionen Euro).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, wurden von den Nettoaus-gaben 3 567 Millionen Euro (54 Prozent) für Leistungen öffentlicher Träger und 3 066 Millionen Euro (46 Prozent) als Zuschuss an freie Träger verausgabt.

Von den Bruttoausgaben waren 5 110 Millionen Euro für Kindertagesbetreuung der größte Posten und lag gut elf Prozent über denen des Vorjahres (4 582 Millionen Euro).

Ausführliche Zahlen finden Sie unter: www.statistikdaten.bayern.de

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamt für Statistik vom 26.11.2018

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NRW: Nahezu 280 000 erzieherische Hilfen wurden im Jahr 2017 gewährt

Posted on November 23, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDüsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2017 wurden in Nordrhein-Westfalen 276 557 erzieherische Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB), Achtes Buch (VIII) – Kinder- und Jugendhilfe – gewährt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,9 Prozent mehr Hilfen als im Vorjahr (2016: 268 706). Die Gesamtzahl der Hilfen beinhaltet 25 180 Fälle von Eingliederungshilfen für seelische behinderte junge Menschen nach dem SGB VIII, die zwar keine erzieherische Hilfe im engeren Sinne sind, aber in der amtlichen Statistik in diesem Kontext ebenfalls erhoben werden.

Die Erziehungsberatung ist nach wie vor die am häufigsten in Anspruch genommene Hilfeart (117 191). Gefolgt von der Unterbringung in Heimen (36 071), der Vollzeitpflege in einer anderen Familie (27 842) und der sozialpädagogischen Familienhilfe (26 034).

35,5 Prozent der in Anspruch genommenen Hilfen wurden durch die Eltern bzw. Personensorgeberechtigten initiiert. 31,6 Prozent der Hilfen wurden durch die sozialen Dienste und andere Institutionen (z. B. Jugendamt) angeregt. In 11,4 Prozent der Fälle meldeten Kindertageseinrichtungen oder Schulen einen Hilfebedarf für ein Kind oder einen Jugendlichen an. Bei jedem zehnten Hilfeempfänger kam es zum teilweisen oder vollständigen Entzug der elterlichen Sorge im Kontext der Hilfe (10,0 Prozent).

Wie die Statistiker weiter mitteilen, wird die Zahl der in Anspruch genommenen Hilfen aus der Summe der in einem Jahr beendeten und am Jahresende andauernden Hilfen ermittelt.

zu den Erzieherischen Hilfen in NRW 2016 und 2017 nach Hilfeart (Kreisergebnisse) (pdf)

Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 23.11.2018

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Hessen: Unterbringung von jungen Menschen in Pflegefamilien nimmt 2017 zu

Posted on November 22, 2018. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

logoIm Jahr 2017 wurden in Hessen 16 700 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis unter 27 Jahre außerhalb des Elternhauses untergebracht: Ein Drittel der Betroffenen (5200) in einer Pflegefamilie (Vollzeitpflege) und zwei Drittel (11 500) in Heimerziehung oder einer sonstigen betreuten Wohnform. Bei den jüngeren Kindern spielte die Vollzeitpflege bei Beginn der Hilfe die wichtigste Rolle. Die Unterbringung in einem Heim oder das betreute Wohnen gewannen mit steigendem Alter an Bedeutung.

Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamts nahm die Zahl der betroffenen jungen Menschen gegenüber 2016 insgesamt um 1,1 Prozent zu. Die Unterbringung in einer Pflegefamilie nahm um 5,9 Prozent zu. Die Betreuung in Heimerziehung oder sonstiger betreuter Wohnform ging um 1,0 Prozent zurück.

43 Prozent der jungen Menschen, die außerhalb des Elternhauses untergebracht waren, waren bei Beginn der Unterbringung 14 bis 17 Jahre alt. 17 Prozent waren bereits volljährig. 2016 waren 55 Prozent 14 bis 17 Jahre alt und 13 Prozent volljährig. Von den unter 3-Jährigen waren 80 Prozent und von den 3- bis 5-Jährigen 64 Prozent in Pflegefamilien untergebracht. Bei den Volljährigen waren die meisten (91 Prozent) in Heimen oder betreuten Wohnformen untergebracht und 9 Prozent in Vollzeitpflege.

6 von 10 jungen Menschen, die außerhalb des Elternhauses untergebracht wurden, waren Jungen und junge Männer.

Bei der Vollzeitpflege standen bei Beginn der Hilfe die Unversorgtheit des jungen Menschen (32 Prozent), die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (38 Prozent), die Gefährdung des Kindeswohls (30 Prozent) sowie die unzureichende Förderung des jungen Menschen in der Familie (32 Prozent) im Vordergrund.

Bei den jungen Menschen, die in Heimen oder in sonstigen betreuten Wohnformen untergebracht wurden, waren neben der Unversorgtheit mit 36 Prozent, die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (30 Prozent) und unzureichende Förderung mit 22 Prozent von Bedeutung. Bei der Beantwortung der Frage nach den vorwiegenden Gründen bei Beratungsbeginn waren Mehrfachnennungen (bis zu 3 Gründe) möglich.

Bei 73 Prozent der jungen Menschen, die in Vollzeitpflege untergebracht wurden, bezogen die Herkunftsfamilien bei Beginn der Hilfe Transferleistungen. Bei der Heimerziehung lag dieser Anteil bei 46 Prozent. Auch die Familienverhältnisse spielten eine große Rolle. So lebte die Hälfte der Kinder und Jugendlichen, die in Vollzeitpflege untergebracht wurden, bei Beginn der Hilfe bei nur einem Elternteil. Bei der Heimerziehung lag dieser Anteil bei einem Drittel.

Am Jahresende 2017 dauerten noch knapp 12 600 Hilfen an, rund 4100 Hilfen wurden im Jahr 2017 beendet. Gut 3650 Hilfen wurden 2017 neu begonnen.

Hinweis:
Die im Laufe des Jahres geleisteten Hilfen errechnen sich aus der Summe der im Jahr beendeten Hilfen und den am 31.12. bestehenden Hilfen. Wurde im Jahr 2016 eine Hilfe beendet und erneut begonnen, werden daher in der Statistik zwei Hilfeleistungen gezählt.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 31.10.2018

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Baden-Württemberg: Zahl der Adoptionen nimmt leicht zu

Posted on November 21, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

logoNach Feststellung des Statistischen Landesamtes wurden im Jahr 2017 von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe mit Sitz in Baden-Württemberg 512 Adoptionen vorgenommen. Damit ist die Zahl der Adoptionen im Vergleich zum Vorjahr (490) um 4 % gestiegen.

Im Jahr 2017 wurden in Baden-Württemberg 257 Jungen und 255 Mädchen zur Adoption vermittelt. 39 % der Adoptierten hatten das 3. Lebensjahr noch nicht erreicht. 12 % waren zum Zeitpunkt der Adoption zwischen 3 und unter 6, weitere 13 % zwischen 6 bis unter 9 Jahren. 36 % der adoptieren Kinder und Jugendlichen waren im Alter von 9 bis unter 18 Jahren.

Knapp 69 % der Adoptionen von Trägern der Kinder- und Jugendhilfe in Baden-Württemberg erfolgten 2017 durch die Partnerin oder den Partner des leiblichen Elternteils und demnach durch Stiefeltern (332) oder durch eine, mit dem Adoptivkind verwandte Person (21). Es sind hierbei deutliche altersspezifische Unterschiede erkennbar. 47 % (93) der adoptierten Kinder im Alter von 0 bis unter 3 Jahren wurden von einem Stiefelternteil oder Verwandten adoptiert, 54 % (107) von nicht verwandten Personen. Auch bei den 3 bis unter 6-Jährigen Adoptivkindern überwiegen mit 58 % (34) die Adoptionen durch nicht verwandte Personen. Schulpflichtige Kinder von 6 bis unter 9 Jahren werden hingegen deutlich seltener von nicht Verwandten angenommen (12 %). Bei den über 9-Jährigen liegt der Anteil bei 5 %.

Bei knapp 73 % (373) der adoptierten Kinder und Jugendlichen war der leibliche Elternteil vor Beginn des Adoptionsverfahrens ledig oder geschieden. In 14 Fällen (3 %) wurde ein Kind von verheirateten und zusammenlebenden Eltern abgegeben.

Die deutsche Staatsangehörigkeit hatten 401 (78 %) der adoptierten Kinder und Jugendlichen. Von den 111 Adoptivkindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit stammten die meisten aus europäischen (73 %) oder asiatischen (19 %) Ländern.

Schaubild 1: Adoptionen in Baden Württemberg 2017 nach dem Verwandtschaftsverhältnis

weitere Schaubilder siehe Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 20.11.2018

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Niedersachsen: Fast 11.000 Gefährdungseinschätzungen bei Kindern und Jugendlichen 2017

Posted on November 15, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoHANNOVER. Die Jugendämter in Niedersachsen haben im Jahr 2017 insgesamt 10.987 Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohles, sogenannte Gefährdungseinschätzungen, durchgeführt. Wie das Landesamt für Statistik mitteilt, entspricht dies einem Anstieg von 7,5% gegenüber dem Vorjahr (2016: 10.220 Verfahren). Insgesamt waren im Jahr 2017 mit 53,2% (5.846) der Verfahren mehr Jungen als Mädchen (46,8%, 5.141 Verfahren) betroffen.

1.517 (13,8%) Verfahren wurden als „akute Kindeswohlgefährdung“ bewertet. Die Zahl dieser Verfahren stieg um 18,2% gegenüber 2016 (1.283 Verfahren, 12,6%). Als häufigster Grund wurde in 872 Fällen Vernachlässigung angegeben. Anzeichen für körperliche Misshandlungen gab es in 481 Fällen, Anzeichen für psychische Misshandlungen in 466 Fällen und Anzeichen für sexueller Gewalt in 91 Fällen.

In 1.473 Verfahren (13,4%) konnte im Jahr 2017 eine Gefährdung des Kindes oder des Jugendlichen nicht ausgeschlossen werden, es lag eine „latente Kindeswohlgefährdung“ vor. Die beiden häufigsten Gründe dafür waren Anzeichen für Vernachlässigung (893 Fälle) und Hinweise auf psychische Misshandlungen (399 Fälle).

Bei 4.079 Verfahren (37,1%) wurde keine Kindeswohlgefährdung und kein weiterer Hilfebedarf festgestellt. In 3.918 Fällen (35,7%) haben die Jugendämter keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, aber weitergehenden Hilfebedarf in den Familien angeordnet.

In den Fällen, in denen eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen wurde, waren beinahe ein Viertel der Kinder (2.547 Kinder) noch keine drei Jahre alt, von ihnen hatten 941 Kinder (8,6%) das erste Lebensjahr noch nicht vollendet. 2.047 Kinder (18,6%) im Kindergartenalter von drei bis fünf Jahren waren betroffen ebenso 2.599 Kinder (23,7%) im Grundschulalter zwischen sechs und neun Jahren. Ein Fünftel der Kinder (2.233 Kinder) gehörte zur Altersgruppe 10 bis 13 Jahre, 14,2% waren Jugendliche im Alter zwischen 14 und 17 Jahren.

In Niedersachsen gab es damit im Jahr 2017 durchschnittlich 14 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdungssituation von Kindern und Jugendlichen je 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern. In der Stadt Oldenburg wurden mit 32 Fällen je 10.000 Einwohner/-innen die meisten Verfahren innerhalb Niedersachsens registriert, gefolgt von dem Landkreis Osterholz mit 27 Verfahren je 10.000 Einwohner/-innen. Die wenigsten Verfahren zur Einschätzungen von Kindeswohlgefährdungen mit jeweils 2 Verfahren je 10.000 Einwohner/-innen wurden in den Landkreisen Hameln-Pyrmont und Holzminden durchgeführt.

Quelle: Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen vom 14.11.2018

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Baden-Württemberg: Gut 7 600 junge Menschen von Jugendämtern in Obhut genommen

Posted on November 8, 2018. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoIn akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz von Jugendämtern in Obhut genommen. Sie werden vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

Ein solches Eingreifen der Jugendämter war nach Feststellung des Statistischen Landesamtes im Jahr 2017 in Baden-Württemberg für 7 683 Kinder und Jugendliche notwendig. In 2 527 Fällen handelte es sich um vorläufige Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise und in 5 156 Fällen um reguläre Inobhutnahmen (siehe Methodische Hinweise).

Betrachtet man das Gesamtergebnis aus vorläufigen und regulären Inobhutnahmen, waren 2017 in insgesamt 3 607 Fällen (47 %) unbegleitete Einreisen ein Anlass für die Inobhutnahme. In 53 % der Fälle lagen andere Gründe für das Eingreifen der Jugendämter vor, wie etwa Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (23 %), Anzeichen von Misshandlung (7 %), Beziehungsprobleme (7 %) oder Vernachlässigung (6 %). Die Inobhutnahmen infolge unbegleiteter Einreise aus dem Ausland wurden in 94 % der Fälle bei Jugendlichen im Alter von 14 bis unter 18 Jahren durchgeführt. Bei den Kindern im Alter unter 14 Jahren leiteten die Jugendämter am häufigsten (47 %) eine vorläufige Schutzmaßnahme wegen Überforderung der Eltern oder eines Elternteils ein.

Die Hälfte der Inobhutnahmen (50 %) wurde durch soziale Dienste oder die Jugendämter veranlasst. In 27 % aller Fälle machten Polizei oder Ordnungsbehörden auf die Problemsituation aufmerksam, in 14 % die Kinder und Jugendlichen selbst und in weiteren 6 % die Eltern(teile) der Betroffenen.

Bei jedem vierten Kind und Jugendlichen endete 2017 die Inobhutnahme ohne anschließende Hilfe. Bei den Kindern unter 14 Jahren endete die Maßnahme hingegen am häufigsten (43 %) mit der Rückkehr zu den Sorgeberechtigten und lediglich 9 % erhielten keine anschließende Hilfe.

weitere Schaubilder siehe Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 08.11.2018

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Mehr Hilfen zur Erziehung in Hessen 2017

Posted on Oktober 31, 2018. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

logoIm Jahr 2017 wurden in Hessen rund 65 300 Hilfen zur Erziehung und 8400 Hilfen zur Eingliederung seelisch behinderter junger Menschen geleistet. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, wurden damit insgesamt 5 Prozent mehr Hilfen gewährt als im Jahr 2016.

Innerhalb der Hilfen zur Erziehung war die Erziehungsberatung mit 43 Prozent die häufigste Hilfeform, gefolgt von der Erziehung in Heimen und sonstigen betreuten Wohnformen (knapp 16 Prozent) sowie der sozialpädagogischen Familienhilfe (10 Prozent). 7 Prozent entfielen auf die Vollzeitpflege. Die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte bzw. von seelischer Behinderung bedrohter junger Menschen (§ 35a SGB VIII) machte 11 Prozent aller Hilfen aus.

Gut ein Drittel der Familien (35 Prozent), die eine Hilfe zur Erziehung oder Eingliederungshilfe bekamen, bezogen Transferleistungen (z. B. Hartz IV). Bei den Familien der Alleinerziehenden war mehr als jede und jeder 2. auf Transferleistungen angewiesen. Der Anteil der Familien mit Transferleistungen war umso höher, je stärker der Eingriff in das Leben des jungen Menschen bzw. der Familie war. So erhielten 79 Prozent der Familien, die von Vollzeitpflege betroffen waren, Transferleistungen. Bei der weniger intensiven Erziehungsberatung war jede 6. Familie betroffen.

54 Prozent der jungen Menschen lebten bei Alleinerziehenden oder einem Elternteil mit neuer Partnerin oder neuem Partner, 35 Prozent bei den zusammenlebenden Eltern. Bei den übrigen 11 Prozent waren die Eltern verstorben oder unbekannt.

Neben den individuellen Hilfen für einzelne junge Menschen wurden auch familienorientierte Hilfen gewährt. Hier wurde die ganze Familie unterstützt, sodass die Zahl der betroffenen jungen Menschen — mit rund 75 500 in den Familien und weiteren 660 jungen Menschen, die außerhalb der Familien untergebracht waren — über der Zahl der gewährten Hilfen (73 700) lag.

Von den 73 700 Hilfen wurden 34 000 im Jahr 2017 beendet und 39 700 Hilfen dauerten am Jahresende noch an. 34 250 Hilfen wurden 2017 neu begonnen.

Die Hilfen wurden ambulant (Erziehungsberatungen, soziale Gruppenarbeit, Einzelbetreuung, sozialpädagogische Familienhilfe, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII), teilstationär (Erziehung in einer Tagesgruppe) oder außerhalb des Elternhauses (Heimerziehung, Vollzeitpflege, intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung, sonstige Hilfen nach § 27 SGB VIII) geleistet.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 31.10.2018

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Leichter Anstieg der geleisteten Hilfen zur Erziehung in Thüringen im Jahr 2017

Posted on Oktober 14, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , |

logoIm Jahr 2017 wurden in Thüringen 24 238 Hilfen zur Erziehung und 1 451 Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen von den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe geleistet. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ist das ein Anstieg der Hilfen zur Erziehung gegenüber dem Jahr 2016 um 5,9 Prozent und ein Anstieg der Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen um 21,3 Prozent. Von den insgesamt 25 689 geleisteten Hilfen wurden 13 106 Hilfen (51,0 Prozent) im Laufe des Jahres beendet, während 49,0 Prozent bzw. 12 583 Hilfen am 31.12.2017 andauerten.

nähere Informationen

Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik vom 12.10.2018

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Bayern: Fast 77 000 junge Menschen waren Ende 2017 auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen

Posted on September 29, 2018. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

logoIm Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe wurden im Jahr 2017 wieder eine Vielzahl von Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch – Achtes Buch (SGB VIII) als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2017 die häufigste Hilfeart. Über alle Hilfearten hinweg waren mehr Buben bzw. junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen (59,6 Prozent).

Für 70 513 junge Menschen (-0,8 Prozent gegenüber 2016) wurden im Jahr 2017 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 69 424 (+1,2 Prozent) wurden Hilfen 2017 beendet und für 76 806 junge Menschen (+1,1 Prozent) dauerten die Hilfen über den Jahreswechsel an.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, erhielten von den 76 806 jungen Menschen, deren Hilfen über den Jahreswechsel andauerten, 22 033 Hilfe im Rahmen einer Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII. Dabei fand bei 8 654 jungen Menschen die Beratung vorrangig mit der Familie statt, in 10 913 Fällen vorrangig mit den Eltern oder einem Elternteil und in 2 466 Fällen vorrangig mit dem jungen Menschen selbst. Betroffen waren 11 899 Buben bzw. junge Männer (54,0 Prozent) und 10 134 Mädchen bzw. junge Frauen.

14 482 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Hilfen im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII. Verglichen mit dem Vorjahr (14 187) war hier eine Zunahme von zwei Prozent festzustellen. Von den Hilfeempfängern waren 7 768 (53,6 Prozent) männlich und 6 714 weiblich.

12 518 seelisch behinderte junge Menschen erhielten Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Hier war gegenüber dem Vorjahr (12 061) eine Zunahme von 3,8 Prozent festzustellen. Von diesen Hilfen erfolgten 9 298 ambulant/teilstationär, 3 082 in einer Einrichtung über Tag und Nacht und 138 bei einer Pflegeperson. 8 580 der betroffenen jungen Menschen waren männlich (68,5 Prozent) und 3 938 weiblich.

Zudem wurden am Jahresende 2017 insgesamt 8 573 junge Menschen in einem Heim oder einer betreuten Wohnform erzogen (§ 34 SGB VIII). Gegenüber 2016 mit 10 216 Jugendlichen bedeutet dies einen Rückgang von 16,1 Prozent. Von den 8 573 jungen Menschen waren 70,2 Prozent Buben bzw. junge Männer.

8 005 junge Menschen wurden in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII betreut. Von diesen waren 4 134 Buben bzw. junge Männer und 3 871 Mädchen beziehungsweise junge Frauen. Gegenüber dem Vorjahr (8 178) Ein Rückgang von 2,1 Prozent.

Über alle Hilfearten hinweg waren 45 752 (59,6 Prozent) und somit klar mehr Buben beziehungsweise junge Männer als Mädchen beziehungsweise junge Frauen (31 054) auf Hilfen und Beratungen angewiesen.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerische Landesamts für Statistik vom 28.09.2018

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Bayern: Fast 77 000 junge Menschen waren Ende 2017 auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen

Posted on September 28, 2018. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

logoIm Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe wurden im Jahr 2017 wieder eine Vielzahl von Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch – Achtes Buch (SGB VIII) als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2017 die häufigste Hilfeart. Über alle Hilfearten hinweg waren mehr Buben bzw. junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen (59,6 Prozent).

Für 70 513 junge Menschen (-0,8 Prozent gegenüber 2016) wurden im Jahr 2017 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 69 424 (+1,2 Prozent) wurden Hilfen 2017 beendet und für 76 806 junge Menschen (+1,1 Prozent) dauerten die Hilfen über den Jahreswechsel an.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, erhielten von den 76 806 jungen Menschen, deren Hilfen über den Jahreswechsel andauerten, 22 033 Hilfe im Rahmen einer Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII. Dabei fand bei 8 654 jungen Menschen die Beratung vorrangig mit der Familie statt, in 10 913 Fällen vorrangig mit den Eltern oder einem Elternteil und in 2 466 Fällen vorrangig mit dem jungen Menschen selbst. Betroffen waren 11 899 Buben bzw. junge Männer (54,0 Prozent) und 10 134 Mädchen bzw. junge Frauen.

14 482 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Hilfen im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII. Verglichen mit dem Vorjahr (14 187) war hier eine Zunahme von zwei Prozent festzustellen. Von den Hilfeempfängern waren 7 768 (53,6 Prozent) männlich und 6 714 weiblich. 12 518 seelisch behinderte junge Menschen erhielten Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Hier war gegenüber dem Vorjahr (12 061) eine Zunahme von 3,8 Prozent festzustellen. Von diesen Hilfen erfolgten 9 298 ambulant/teilstationär, 3 082 in einer Einrichtung über Tag und Nacht und 138 bei einer Pflegeperson. 8 580 der betroffenen jungen Menschen waren männlich (68,5 Prozent) und 3 938 weiblich.

Zudem wurden am Jahresende 2017 insgesamt 8 573 junge Menschen in einem Heim oder einer betreuten Wohnform erzogen (§ 34 SGB VIII). Gegenüber 2016 mit 10 216 Jugendlichen bedeutet dies einen Rückgang von 16,1 Prozent. Von den 8 573 jungen Menschen waren 70,2 Prozent Buben bzw. junge Männer.

8 005 junge Menschen wurden in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII betreut. Von diesen waren 4 134 Buben bzw. junge Männer und 3 871 Mädchen beziehungsweise junge Frauen. Gegenüber dem Vorjahr (8 178) Ein Rückgang von 2,1 Prozent.

Über alle Hilfearten hinweg waren 45 752 (59,6 Prozent) und somit klar mehr Buben beziehungsweise junge Männer als Mädchen beziehungsweise junge Frauen (31 054) auf Hilfen und Beratungen angewiesen.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 28.09.2018

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Jugendämter haben 2017 häufiger geprüft, aber weniger Kindeswohlgefährdungen festgestellt

Posted on September 12, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoWIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2017 rund 143 300 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls (Gefährdungseinschätzungen) durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, entsprach dies einem Anstieg um 4,6 % gegenüber dem Vorjahr. Trotz steigender Zahl der Verfahren wurden 2017 etwas weniger Kindeswohlgefährdungen festgestellt als 2016 (-0,1 %), nämlich gut 45 700 Fälle.

Von allen durchgeführten Verfahren bewerteten die Jugendämter rund 21 700 im Jahr 2017 eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Hier gab es gegenüber dem Vorjahr einen leichten Anstieg um 0,6 %. Bei knapp 24 100 Verfahren (-0,6 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). Die Jugendämter sind verpflichtet, bei akuten und latenten Kindeswohlgefährdungen – zunächst mit Unterstützung und Hilfeangeboten – einzugreifen. Sind die Eltern nicht in der Lage oder bereit zu kooperieren, entscheidet das Familiengericht. In rund 48 900 weiteren Fällen (+5,0 %) kamen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (48 600) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt (+9,1 %).

Die meisten der rund 45 700 Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf (60,8 %). In 29,6 % der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlungen festgestellt wie beispielsweise Demütigungen, Einschüchterung, Isolierung und emotionale Kälte. Etwas seltener (26,0 %) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,5 % der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren hierbei möglich.

Die Gefährdungseinschätzungen wurden ungefähr gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren besonders betroffen: Fast jedes vierte Kind (23,2 %), für das ein Verfahren durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren wie im Vorjahr von einem Fünftel (19,2 %) der Verfahren betroffen. In 22,6 % der Fälle waren es Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre). Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen wieder ab: Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten einen Anteil von 19,3 % an den Verfahren, Jugendliche von 14 bis 17 Jahren einen Anteil von 15,7 %.

Am häufigsten machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam, und zwar bei 23,4 % der Verfahren. Bei 13,5 % kamen die Hinweise von Schulen oder Kindertageseinrichtungen, bei 11,2 % waren es Bekannte oder Nachbarn. Gut jeden zehnten Hinweis (10,6 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Hinweise
Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes droht oder bereits vorliegt. Erhält das Jugendamt Kenntnis davon, so hat es im Rahmen seines Schutzauftrags Gefährdungsrisiko und Hilfebedarf unter Beteiligung verschiedener Fachkräfte abzuschätzen (§ 8a SGB VIII).

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 13.09.2018

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Berlin/Brandenburg: Über 43.000 neu begonnene Hilfen zur Erziehung in der Region

Posted on August 23, 2018. Filed under: Berlin, Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoIm Jahr 2017 wurde für 25.658 junge Menschen bzw. Familien in Berlin und 17.614 in Brandenburg eine Hilfe zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe neu gewährt. Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg mitteilt, ist das gegenüber dem Vorjahr in Berlin eine Steigerung von 5,6 Prozent und in Brandenburg von 1,1 Prozent. Über 35.000 Hilfen (Berlin: 18.850; Brandenburg: 16.397) wurden im Laufe des Jahres beendet und fast 49.000 (Berlin: 29.855; Brandenburg: 19.129) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Unter den im Jahr 2017 beendeten und bestehenden Hilfen bildeten Erziehungsberatungen mit 45,7 Prozent in Berlin und 36,0 Prozent in Brandenburg den Schwerpunkt. Heimerziehung und sonstige betreute Wohnformen standen mit 17,0 Prozent in Brandenburg und 15,0 Prozent in Berlin an zweiter Stelle. Sozialpädagogische Familienhilfe wurde in Brandenburg in 14,7 Prozent und in Berlin in 11,0 Prozent der Fälle geleistet.
In Brandenburg wurden fast 4.000 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen erfasst. In Berlin waren es mehr als 5.000 Fälle.

Die erzieherischen Hilfen richten sich überwiegend an junge Menschen, zum Teil jedoch an Familien. Insgesamt erhielten mehr als 40.800 junge Menschen im Land Brandenburg und über 54.400 in Berlin Hilfen zur Erziehung, die von öffentlichen und freien Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht werden.
Hauptgründe für die Hilfegewährung sind eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten sowie die Belastung junger Menschen durch familiäre Konflikte.

Weitere Ergebnisse der Erzieherischen Hilfe, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen, Hilfe für junge Volljährige für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 2 zum kostenfreien Herunterladen unter: http://www.statistik-berlin-brandenburg.de.

Quelle: Pressemitteilung des Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 22.08.2018

 

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61.400 Inobhutnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen im Jahr 2017

Posted on August 22, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Im Jahr 2017 führten die Jugendämter in Deutschland rund 61.400 vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen (Inobhutnahmen) durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden die Inobhutnahmen überwiegend von sozialen Diensten und Jugendämtern (58 %) angeregt. In 17% aller Fälle hatten Kinder und Jugendliche selbst Hilfe beim Jugendamt gesucht. Bei weiteren 14 % der Inobhutnahmen machten Polizei oder Ordnungsbehörden auf die Problemsituation aufmerksam, in 6 % die Eltern(teile) der betroffenen Minderjährigen. Die übrigen Schutzmaßnahmen (5 %) erfolgten aufgrund von Hinweisen Anderer, zum Beispiel von Ärztinnen oder Ärzten, Lehrpersonal oder Verwandten.

Die Jugendämter sind berechtigt und verpflichtet, vorläufige Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen als sozialpädagogische Hilfe in akuten Krisen- oder Gefahrensituationen durchzuführen. Diese können auf Bitte der betroffenen Kinder, bei einer dringenden Gefahr für das Kindeswohl oder bei unbegleiteter Einreise aus dem Ausland eingeleitet werden. Bis eine Lösung für die Problemsituation gefunden ist, werden die Minderjährigen vorübergehend in Obhut genommen und gegebenenfalls fremduntergebracht, etwa in einem Heim oder einer Pflegefamilie.

Rund 20.300 (33 %) aller im Jahr 2017 in Obhut genommenen Jungen und Mädchen waren noch im Kindesalter (unter 14 Jahre). Am häufigsten (49 %) leiteten die Jugendämter bei diesen Kindern die vorläufigen Schutzmaßnahmen wegen Überforderung der Eltern oder eines Elternteils ein. Auch der Schutz vor Vernachlässigungen (21 %) und Misshandlungen (14 %) spielte in dieser Altersgruppe eine wichtige Rolle. Neben den Kindern wurden im Jahr 2017 gut 41.000 Jugendliche (14 bis unter 18 Jahre) in Obhut genommen. Im Jugendalter wurde der Großteil der Inobhutnahmen infolge unbegleiteter Einreisen aus dem Ausland durchgeführt (51 %). Von Bedeutung waren bei den Jugendlichen auch Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (18 %) und allgemeine Beziehungsprobleme (8 %). Gut jedes zehnte betroffene Kind (11 %) und knapp jeder dritte betroffene Jugendliche (30 %) war vor der Inobhutnahme aufgrund der Problemsituation von Zuhause (einschließlich Heim, Pflegefamilien und anderen betreuten Wohnformen) ausgerissen.

Die meisten vorläufigen Schutzmaßnahmen endeten bei den Kindern unter 14 Jahren mit der Rückkehr zu den Sorgeberechtigten (43 %) oder einer erzieherischen Hilfe in einem Heim beziehungsweise einer Pflegefamilie (32 %). Die Jugendlichen von 14 bis unter 18 Jahren kehrten dagegen deutlich seltener zu den Sorgeberechtigten zurück (19 %): Hier mündeten die Inobhutnahmen am häufigsten in einer erzieherischen Hilfe in einem Heim, einer Pflegefamilie oder einer betreuten Wohnform (26 %). Auch sonstige stationäre Hilfen, beispielsweise in einer Jugendpsychiatrie oder einem Krankenhaus, wurden im Jugendalter verstärkt im Anschluss an eine Inobhutnahme in Anspruch genommen (20 %). Jede zweite vorläufige Schutzmaßnahme konnte nach spätestens zwei Wochen beendet werden, sowohl bei den Kindern (50 %), als auch bei den Jugendlichen (49 %).

Infolge einer Gesetzesänderung zum Umgang mit unbegleitet eingereisten Minderjährigen sind die aktuellen Ergebnisse der Statistik der vorläufigen Schutzmaßnahmen nur eingeschränkt mit den bisherigen Ergebnissen vergleichbar: Im Jahr 2017 wurden erstmals – zusätzlich zu den bisher durch die Statistik abgedeckten regulären Inobhutnahmen (gemäß § 42 SGB VIII) – weitere rund 11.100 so genannte vorläufige Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise (gemäß § 42a SGB VIII) erfasst. Zusammen mit den rund 11.400 regulären Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise (gemäß § 42 Abs. 1 Nr. 3 SGB VII), fließen sie ab 2017 vollständig in das Gesamtergebnis mit ein. Dadurch gab es im Berichtsjahr 2017 rund 22.500 Inobhutnahmen aufgrund unbegleiteter Einreise (37 %).

Trotz dieser Erweiterung lag die Zahl der Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise deutlich unter der Zahl von 2016. Damals waren gut 44.900 reguläre Inobhutnahmen nach unbegleiteter Einreise gemeldet worden. Dabei ist zu beachten, dass die Angaben aus den Jahren 2015 und 2016 in ihrer Aussagekraft eingeschränkt sein können. Die Ergebnisse basieren auf Verwaltungsdaten, die nach Abschluss der jeweiligen Inobhutnahme durch das zuständige Personal in den Jugendämtern erfasst werden. Aufgrund der starken Belastung der Jugendämter in den Jahre 2015 und 2016 durch das hohe Aufkommen an unbegleitet eingereisten Minderjährigen sind Erfassungsprobleme nicht auszuschließen.

Die durch die Gesetzesänderung entstandenen Neuerungen in der Statistik werden im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes zur Kinder- und Jugendhilfe erläutert.

Detaillierte Daten zur Statistik der vorläufigen Schutzmaßnahmen können über die Tabelle Vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche (22523-0001) in der Datenbank GENESIS-Online abgerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 22.08.2018

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Personal bei Jugendämtern innerhalb von zehn Jahren fast verdoppelt

Posted on Juli 26, 2018. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/AW) Die Kommunen haben ihr Personal im Allgemeinen Sozialen Dienst der Jugendämter (ASD) zwischen 2006 und 2016 fast verdoppelt. Dies teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (19/3011) auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion (19/2642) mit.

So sei die Zahl der Vollzeitäquivalente von 7.585 auf 13.966 gestiegen. Dieser Ausbau sei auf die wachsenden Aufgaben der Jugendämter, unter anderem aufgrund steigender Fallzahlen bei Hilfen zur Erziehung, zurückzuführen.

Quelle: Heute im Bundestag  vom 26.07.2018

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Im Jahr 2017 wurden in Bayern 577 Minderjährige adoptiert – Mehr als dreiviertel davon von einem Stiefelternteil

Posted on Juli 12, 2018. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

logoNach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2017 insgesamt 577 Minderjährige adoptiert, was gegenüber dem Vorjahr (551 Adoptionen) eine Zunahme von knapp fünf Prozent bedeutet. Von den Minderjährigen waren 289 männlich und 288 weiblich. In 76 Prozent der Fälle adoptierte die Stiefmutter bzw. der Stiefvater die Minderjährigen.

Im Jahr 2017 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik insgesamt 577 Minderjährige adoptiert. Gegenüber 2016 mit 551 durchgeführten Adoptionen bedeutet dies ein Plus von knapp fünf Prozent.

In 483 Fällen hatten die Minderjährigen die deutsche Staatangehörigkeit, 94 Minderjährige hatten keinen deutschen Pass.

Wie auch im Vorjahr war die Gruppe der unter Dreijährigen mit 199 Adoptionen die größte Gruppe.

77 Prozent der Minderjährigen wurde von einem Stiefelternteil (438) oder von anderen Verwandten (sieben Minderjährige) an Kindes statt angenommen. Somit fiel ein Großteil der Adoptionen in das den Kindern und Jugendlichen bekannte Umfeld. Bei 132 Adoptionen bestand kein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Adoptiveltern und den Minderjährigen.

Ende letzten Jahres waren 114 Minderjährige zur Adoption vorgemerkt, gleichzeitig lagen den Adoptionsvermittlungsstellen 704 Adoptionsbewerbungen vor.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik vom 12.07.2018

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20 Jahre KomDat Jugendhilfe – Ausgabe 1/2018 erschienen

Posted on Juli 5, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

logoDie aktuelle Ausgabe von KomDat Jugendhilfe ist das 58. Heft in 20 Jahren. Seit Juni 1998 werden die Analysen der vom BMFSFJ und MKFFI NRW geförderten Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) in der Projektpublikation „Kommentierte Daten der Kinder- und Jugendhilfe“ (KomDat) – veröffentlicht.

Die Jubiläumsausgabe weist im Gegensatz zu regulären Heften einige Besonderheiten auf. Sie fällt mit 36 Seiten umfangreicher aus als jedes andere Heft vorher. Dies liegt einerseits an dem besonders breiten Themenspektrum – angefangen mit den Strukturen über die Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe bis hin zu einzelnen Arbeitsfeldern sowie Fragen des Kinderschutzes und der regionalen Unterschiede. Das hat andererseits aber auch damit zu tun, dass wir in den Beiträgen bis in die Anfänge des SGB VIII und von KomDat zurückschauen, aber jeweils die aktuellen Ergebnisse der amtlichen Statistik berücksichtigen.

Das Heft steht hier kostenlos zur Verfügung.

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Fast 16 000 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche in Bayern im Jahr 2017

Posted on Juli 3, 2018. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoBei knapp einem Drittel der Fälle wurde eine Kindeswohlgefährdung festgestellt Die Bayerischen Jugendämter meldeten im Jahr 2017 insgesamt 15.753 Gefährdungseinschätzungen, das heißt Fälle, in denen geprüft wurde, ob das Wohl von Kindern bzw. Jugendlichen in Gefahr war. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag in 2.315 Fällen eine akute und in 2.646 eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Bei 5.819 Gefährdungseinschätzungen wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, jedoch Hilfebedarf und in 4.973 Fällen wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Grundlage der Statistik zur Kindeswohlgefährdung ist das Bundeskinderschutzgesetz, welches zum 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Kindeswohlgefährdung liegt dann vor, wenn das körperliche, geistige und seelische Wohl eines Kindes durch das Tun oder Unterlassen der Eltern oder Dritter gravierende Beeinträchtigungen erleidet, die dauerhafte oder zeitweilige Schädigungen in der Entwicklung des Kindes zur Folge haben bzw. haben können.

Eine Gefährdungseinschätzung nach § 8a Absatz 1 SGB VIII ist vom Jugendamt immer dann abzugeben, wenn dem Jugendamt wichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden, es sich daraufhin einen unmittelbaren Eindruck von dem Minderjährigen und seiner persönlichen Umgebung verschafft hat (z.B. durch Hausbesuche oder Einbestellung der Eltern ins Jugendamt) und das Gefährdungsrisiko anschließend im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte eingeschätzt wurde.

2.315 Gefährdungseinschätzungen (15 Prozent) ergaben eine akute, 2.646 (17 Prozent) eine latente Kindeswohlgefährdung. Dabei waren Anzeichen für eine Vernachlässigung oder einer psychischen Misshandlung die häufigsten Gründe einer Kindeswohlgefährdung.

Darüber hinaus wurde bei 5.819 Gefährdungseinschätzungen (37 Prozent) keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, aber Hilfebedarf zum Beispiel im Rahmen einer Hilfe der Kinder und Jugendhilfe wie Erziehungsberatung oder eine Schutzmaßnahme.

Lediglich bei 4.973 Fällen (31 Prozent) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden in Bayern im Jahr 2017 insgesamt 15.753 Fälle von Kindeswohlgefährdung gemeldet, ein Plus von 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Betroffen waren 8.073 Jungen und 7.680 Mädchen.

Die Meldungen an die Jugendämter erfolgten in vielen Fällen (3 295) durch Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft, sowie von Bekannten/Nachbarn der Minderjährigen (2.027 Meldungen), 1.570 Fälle wurden anonym und 1.468 durch die Schule angezeigt.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 03.07.2018

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Deutlich weniger Verfahren zur Kindeswohlgefährdung in Berlin und Brandenburg eingeleitet

Posted on Juli 3, 2018. Filed under: Berlin, Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

logo19.651 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls führten die Jugendämter in Berlin und Brandenburg im Jahr 2017 durch. Davon waren 13.014 Berliner und 6.637 Brandenburger Kinder und Jugendliche betroffen. Das waren in Berlin 16 Prozent und in Brandenburg 14 Prozent weniger als im Vorjahr, teilt das Amt für Statistk Berlin-Brandenburg mit.

Eine akute Gefährdung wurde in Berlin bei 20 Prozent der Kinder und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen war eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.
In 26 Prozent der Fälle lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es bestand weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden. In 27 Prozent der Fälle wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, aber es bestand Hilfebedarf. In weiteren 27 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

54 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen in Berlin betrafen Vernachlässigung, 18 Prozent körperliche und 25 Prozent psychische Misshandlungen. In 3 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Je Fall sind mehrere Arten der Gefährdung möglich.

Während in Berlin fast jede zweite Einschätzung eine akute oder latente Gefährdung ergab, zeigte sich im Land Brandenburg ein anderes Bild: Hier führte nur jede dritte Gefährdungseinschätzung zu einem dieser Ergebnisse.

Bei 18 Prozent der Brandenburger Kinder und Jugendlichen lag eine akute und bei 17 Prozent eine latente Gefährdung vor. In 31 Prozent der Fälle wurde keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf. In 34 Prozent der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung ermittelt.

In fast der Hälfte (1.630) der Brandenburger Fälle, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, sind die Kinder und Jugendliche durch Vernachlässigung gefährdet. Anzeichen für körperliche und psychische Misshandlungen wurden in 476 bzw. 612 Fällen angegeben und eine Einschätzung, dass eine Gefährdung aufgrund sexueller Gewalt vorlag, betraf 110 Fälle.

Häufig informierten Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft das Jugendamt (BE: 28 Prozent, BB: 17 Prozent). Auch anonyme Anzeigen gingen ein (BE: 7 Prozent, BB: 17 Prozent). Über Verwandte, Bekannte und Nachbarn wurden in Berlin 10 Prozent und in Brandenburg 13 Prozent der Verfahren initiiert. In 19 Prozent der Berliner und in 11 Prozent der Brandenburger Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die Auslöser. 9 Prozent der Berliner und 10 Prozent der Brandenburger Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden in Berlin für jedes sechste und in Brandenburg für jedes fünfte Kind ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 1 398 Fälle in Berlin und 613 Fälle in Brandenburg gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung, sowie die Beratung und Unterstützung bei der Ausübung der Personensorge und des Umgangsrechts. 621 Berliner und 374 Brandenburger Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 890 Fällen in Berlin und
444 Fällen in Brandenburg musste das Familiengericht angerufen werden.

Weitere Ergebnisse der Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII für die Länder Berlin und Brandenburg beinhaltet der Statistische Bericht K V 10 zum kostenfreien Herunterladen unter: www.statistik-berlin-brandenburg.de.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistk Berlin-Brandenburg vom 03.07.2018

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Thüringen: Weniger Inobhutnahmen im Jahr 2017

Posted on Juli 2, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , |

logoIm Jahr 2017 wurden in Thüringen 1.751 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Form von vorläufigen und regulären Inobhutnahmen durchgeführt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 888 Maßnahmen bzw. 33,6 Prozent weniger als im Jahr 2016. Von diesen Inobhutnahmen entfielen 236 auf die vorläufige Inobhutnahme eines ausländischen Kindes oder Jugendlichen, dessen unbegleitete Einreise nach Deutschland festgestellt wurde.

Mit 631 Maßnahmen war der häufigste Grund für eine Inobhutnahme Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils (2016: 773 Kinder und Jugendliche). Der zweithäufigste Grund für die Veranlassung einer Maßnahme zum Schutz der Kinder und Jugendlichen stellte mit 527 Fällen die vorläufige oder reguläre Inobhutnahme unbegleiteter Minderjähriger (2016: 1.271 Kinder und Jugendliche) dar. Weitere Schwerpunkte lagen mit 216 Inobhutnahmen bei der Vernachlässigung der Betroffenen sowie mit 156 Fällen bei Anzeichen für eine Misshandlung.

Während in den Jahren vor 2015 der Anteil von Mädchen und Jungen in etwa ausgewogen war, betrafen seit 2015 rund zwei Drittel der Inobhutnahmen Jungen (2017: 1099 Jungen). Die Altersgruppe der Kinder und Jugendlichen von 14 bis unter 18 Jahren war mit einem Anteil von 56,3 Prozent besonders betroffen (986 Kinder und Jugendliche).

Bei zwei Drittel der Maßnahmen (1.157 Fälle bzw. 66,1 Prozent) wurden die vorläufigen Schutzmaßnahmen von den Jugendämtern bzw. den sozialen Diensten veranlasst, in weiteren 221 Fällen durch das Kind bzw. den Jugendlichen selbst. Die Unterbringung während der Maßnahme erfolgte in über drei Viertel der Fälle (1.471 Maßnahmen bzw. 84,0 Prozent) in einer Einrichtung.

Am Ende der vorläufigen Schutzmaßnahme konnten die Kinder und Jugendlichen in 506 Fällen (27,3 Prozent) zu den Personensorgeberechtigten zurückkehren. In 726 Fällen (39,1 Prozent) mussten jedoch erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses eingeleitet werden.

Bitte beachten:
Doppelzählungen von Kindern/Jugendlichen sind möglich, wenn diese zum Beispiel zunächst vorläufig nach § 42a SGB VIII und im Anschluss noch einmal regulär nach § 42 Absatz 1 Nummer 3 SGB VIII in Obhut genommen wurden.

Weitere Informationen zum Thema Vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche finden Sie im Internetangebot des Thüringer Landesamtes für Statistik.

Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamt für Statistik vom 02.07.2018

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Hessen: 4.500 Kinder und Jugendliche von hessischen Jugendämtern 2017 in Obhut genommen — Weniger Inobhutnahmen als 2016

Posted on Juni 28, 2018. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDie hessischen Jugendämter meldeten im Jahr 2017 insgesamt 4491 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren das 690 Personen oder 13 Prozent weniger als 2016. Bei diesen Schutzmaßnahmen handelte es sich um die Inobhutnahme oder Herausnahme aus einem Heim, der eigenen Familie, einer Pflegefamilie oder einer anderen Unterbringungsart aufgrund einer akuten Gefahr für das Wohl des Kindes oder der Jugendlichen. 66 Prozent des Rückgangs der vorläufigen Schutzmaßnahmen waren durch den Rückgang der unbegleiteten Einreisen Minderjähriger aus dem Ausland begründet. Eine solche Einreise führt grundsätzlich zur Inobhutnahme. Im Jahr 2017 gab es 1587 unbegleitete Einreisen. Das waren 458 Personen oder 22 Prozent weniger als im Jahr 2016 (2045 Personen; 2015: 4568 Personen). Ohne Berücksichtigung der unbegleiteten Einreisen im Jahr 2017 ergibt sich ein Rückgang der vorläufigen Schutzmaßnahmen von 7 Prozent

Anlässe für Schutzmaßnahmen
Die häufigsten Anlässe für Schutzmaßnahmen waren unbegleitete Einreisen aus dem Ausland (35 Prozent) und die „Überforderung der Eltern oder eines Elternteils“ (31 Prozent). Vernachlässigung und Anzeichen für Misshandlungen machten je 11 Prozent, Beziehungsprobleme der Eltern, zwischen den Eltern und dem Kind oder im Verhältnis zur sozialen Umwelt 7 Prozent und Integrationsprobleme 5 Prozent aus. Sonstige Probleme wurden in 25 Prozent der Fälle angegeben. Andere Gründe blieben mit jeweils weniger als 3 Prozent unbedeutend. Mehrfachnennungen waren möglich.

Geschlecht und Alter der Betroffenen
60 Prozent der in Obhut genommenen jungen Menschen waren männlich. Ohne Berücksichtigung der unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland betrug der Anteil der Jungen an den Inobhutnahmen 47 Prozent.

64 Prozent der Betroffenen waren älter als 14 Jahre, 2016 waren es noch 66 Prozent. Im Jahr 2015 kamen 79 Prozent aus dieser Altersgruppe. Diese Abnahmen waren auch eine Folge des Rückgangs an unbegleiteten Einreisen.

Unterbringung während und nach der Schutzmaßnahme
Die Unterbringung erfolgte meist in einer Einrichtung (70 Prozent). 26 Prozent wurden bei einer geeigneten Person untergebracht und 4 Prozent in einer sonstigen betreuten Wohnform.

In 33 Prozent der Inobhutnahmen kehrte der junge Mensch nach der Maßnahme zu der bzw. dem Sorgeberechtigen, zur Pflegefamilie oder ins Heim zurück. Bei 21 Prozent wurden die Betroffenen außerhalb des Elternhauses, also im Heim, durch betreutes Wohnen oder in einer Pflegefamilie untergebracht; 18 Prozent der jungen Menschen erhielten eine sonstige stationäre Hilfe und 6 Prozent eine ambulante Erziehungshilfe. In 16 Prozent der Inobhutnahmen erfolgte keine anschließende Hilfe und bei weiteren 14 Prozent wurden die Betroffenen von einem anderen Jugendamt übernommen. Mehrfachnennungen waren möglich.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 26.06.2018

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Bayern: 2017 verfügten Familiengerichte in 3.466 Fällen Maßnahmen aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls

Posted on Juni 20, 2018. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoIm Laufe des Jahres 2017 wurden insgesamt 3.466 gerichtliche Maßnahmen eines Familiengerichts für Kinder- und Jugendliche aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls eingeleitet. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren 1.760 Buben und 1.706 Mädchen betroffen. Dabei wurde in 1.816 Fällen die vollständige oder teilweise Übertragung der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten entschieden.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch sind in § 1666 „Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls“ geregelt. Das Familiengericht hat danach Maßnahmen im Falle einer körperlichen, geistigen oder seelischen Gefährdung des Kindes oder seines Vermögens zu ergreifen, wenn die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, diese Gefahr abzuwenden.

Die Anrufung des Familiengerichts durch das Jugendamt ist immer dann erforderlich und verpflichtend, wenn sich die Gefährdung des Kindeswohles nur durch eine gerichtliche Entscheidung abwenden lässt. Das Familiengericht entscheidet dann im Einzelfall, ob gerichtliche Maßnahmen einzuleiten sind und wie diese aussehen. Hierzu zählen beispielsweise Gebote, öffentliche Hilfen wie Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsfürsorge in Anspruch zu nehmen oder für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen.

Auch Verbote, vorübergehend oder auf unbestimmte Zeit die Familienwohnung oder eine andere Wohnung zu nutzen, sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung aufzuhalten oder zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, können ausgesprochen werden. Ebenso kann verboten werden, Verbindung zum Kind aufzunehmen oder ein Zusammentreffen mit dem Kind herbeizuführen. Auch die elterliche Sorge kann teilweise oder vollständig entzogen werden.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2017 in insgesamt 3.466 Fällen Entscheidungen des Familiengerichts getroffen, um für Kinder und Jugendliche Maßnahmen einzuleiten. Dies entspricht einem Rückgang von 4,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr (3.644). In 1.760 Fällen waren Jungen und in 1.706 Fällen Mädchen betroffen.

In 1.816 Fällen wurde der Entzug der elterlichen Sorge entschieden – in 618 Fällen der vollständige und in 1.198 Fällen teilweise. Das heißt, die elterliche Sorge wurde auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger (gem. § 1666 Abs. 3 Nr. 6 BGB) übertragen.

Des Weiteren wurde in 923 Fällen die Inanspruchnahme von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe auferlegt, in 234 Fällen wurden die Erklärungen des Personensorgeberechtigten ersetzt und in 493 Fällen wurden Ge- oder Verbote gegenüber dem Personensorgeberechtigten oder Dritten ausgesprochen.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik vom 20.06.2018

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Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik zeichnen ein trauriges Bild

Posted on Juni 5, 2018. Filed under: Forschung, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoAm 05.06.2018 wurden die Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik 2017 zu kindlichen Gewaltopfern vorgestellt:

Im vergangenen Jahr wurden 143 Kinder getötet. Fast 78 Prozent von ihnen waren zum Zeitpunkt des Todes jünger als sechs Jahre. In 77 Fällen blieb es bei einem Tötungsversuch. Die Zahlen zu Misshandlungen an Kindern stagnieren seit Jahren auf einem hohen Niveau. 4.208 Kinder waren hiervon betroffen, 43 Prozent von ihnen haben das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet.

Im Bereich sexuelle Gewalt nach den §§ 176, 176a und 176b weist die Statistik einen Rückgang von 3,64 Prozent auf, doch wurden noch immer 13.539 Kinder als Opfer registriert. Die in der Polizeilichen Kriminalstatistik erfassten Fallzahlen des Besitzes und der Verbreitung kinderpornografischen Materials stiegen im Vergleich zum Vorjahr wieder um 15,06 Prozent an.

zur ausführlichen Pressemitteilung des Unabhängigen Beauftragten für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs vom 05.06.2018

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NRW: Vorinfo zum HzE Berichtswesen 2018 erschienen

Posted on April 24, 2018. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDie Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik hat das „Vorinfo“ zum HzE Berichtswesen NRW 2018 vorgelegt, welches erste Ergebnisse zu der Inanspruchnahme und den Ausgaben der Hilfen zur Erziehung auf der Datenbasis 2016 enthält.

Das Vorinfo steht zum Download zur Verfügung.

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