Sachsen-Anhalt: Anzahl der Adoptionen im Jahr 2015 erneut gesunken

Posted on August 2, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: |

Im Jahr 2015 wurden in Sachsen-Anhalt 91 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren adoptiert, 54 Jungen und 37 Mädchen. Im Vergleich zum Jahr 2014 sank die Zahl der Adoptionen um 10 Prozent.

Zum Zeitpunkt der Adoption waren über die Hälfte (50 Kinder) der Kinder unter 3 Jahre alt, 7 Kinder waren zwischen 3 und unter 6 Jahren, 18 Kinder zwischen 6 und unter 12 Jahren und 16 Kinder waren 12 Jahre und älter.

Zu Beginn der Adoptionspflege bzw. des Adoptionsverfahrens waren je ein Drittel der Kinder bei einem leiblichen Elternteil mit Stiefelternteil bzw. neuem Partner/Partnerin oder im Krankenhaus (nach der Geburt) untergebracht und in 18 Prozent der Fälle lebte das Kind in einer Pflegefamilie.

In knapp 6 von 10 Fällen (53) standen die adoptierten Kinder und Jugendlichen in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den Adoptiveltern. Bei 35 Kindern waren die Adoptierenden Stiefmutter oder Stiefvater, bei 3 Kindern waren es andere Verwandte.

Am Ende des Jahres 2015 waren 67 Kinder und Jugendliche in Adoptionspflege untergebracht, davon 31 Mädchen und 36 Jungen. Das waren 47 Kinder und Jugendliche weniger als im Vorjahr. Die Zeit der Adoptionspflege soll dem Vormundschaftsgericht eine Prognose ermöglichen, ob sich zwischen den potentiellen Eltern und den Kindern eine Eltern-Kind-Beziehung einstellen wird.

Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen am Jahresende 99 Bewerbungen für 37 zur Adoption vorgemerkte Kinder und Jugendliche vor. Somit gab es 3 Adoptionsbewerbungen je vorgemerktem Kind. Im Jahr zuvor bewarben sich 2 potentielle Eltern für ein Kind. Dabei ist die Adoptionsbereitschaft gestiegen (von 89 Personen auf 99), die Zahl der vorgemerkten Kinder und Jugendlichen sank von 45 auf 37.

Weitere Daten sind im Internetangebot des Statistischen Landesamtes verfügbar.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt vom 02.08.2016

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Unbegleitete Einreisen Minderjähriger aus dem Ausland lassen Inobhutnahmen 2015 erheblich ansteigen

Posted on August 2, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2015 hat die Zahl der Minderjährigen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden, erheblich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen 2015 rund 42.300 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze nach Deutschland, das waren fast 30.700 Minderjährige oder 263 % mehr als im Vorjahr. Rund 38.700 dieser jungen Menschen (91 %) waren männlich, dagegen reisten nur etwa 3.600 Mädchen unbegleitet nach Deutschland ein.

Von den 42.300 eingereisten unbegleiteten Minderjährigen haben im Jahr 2015 laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach derzeitigem Stand rund 22.300 (53 %) einen Asylantrag gestellt.
Insgesamt haben im Jahr 2015 die Jugendämter in Deutschland gut 77.600 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren knapp 29.600 Minderjährige beziehungsweise 62 % mehr als im Vorjahr.
Die Inobhutnahmen aufgrund von Überforderung der Eltern, Schul- und Ausbildungsproblemen oder Suchtproblemen des Kindes/Jugendlichen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.100 Fälle beziehungsweise 3 % zurückgegangen.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 02.08.2016

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Daten und Fakten zu Vernachlässigungen und Misshandlungen von Kindern in Deutschland

Posted on Juli 26, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik im Forschungsverbund DJI/TU Dortmund hat die Inhalte und Zahlen zu Vernachlässigungen und Misshandlungen von Kindern in Deutschland auf www.fruehehilfen.de aktualisiert.

Eine systematische, umfassende empirische Dauerbeobachtung zum Ausmaß von Vernachlässigungen und Misshandlungen von Kindern gibt es in Deutschland bislang nicht. Einige Anhaltspunkte hierzu liefern jedoch verschiedene Studien und amtliche Statistiken, die Fälle von Kindstötungen, Misshandlungen und Vernachlässigungen sowie Eingriffe in die elterliche Sorge dokumentieren, aber auch das Agieren der Kinder- und Jugendhilfe bei Erziehungsschwierigkeiten, familiären Krisen sowie konkreten Kindeswohlgefährdungen in den Blick nehmen.

nähere Informationen

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272 Kinder und Jugendliche 2015 in Sachsen adoptiert

Posted on Juli 18, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: |

Insgesamt 272 Kinder und Jugendliche wurden 2015 in Sachsen adoptiert, 139 Jungen und 133 Mädchen. Das waren 11 Adoptionen mehr als im Vorjahr. Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, waren zum Zeitpunkt der Adoption 190 Kinder (70 Prozent) unter 6 Jahre alt – darunter 27 unter einem Jahr – und 50 Kinder 6 bis unter 12 Jahre. Von den adoptierten Kindern wurden 49 Prozent (132) von ihrem Stiefvater bzw. ihrer Stiefmutter angenommen, was keine Veränderung der Lebens-situation der Kinder zur Folge hatte. Von Verwandten, z. B. Onkel und Tanten bzw. Großeltern, wurde ein Kind adoptiert. 51 Prozent (139) waren mit den annehmenden Eltern nicht verwandt. Am Ende des Jahres 2015 befanden sich 211 Kinder in Adoptionspflege, einer Probezeit für Kinder und potentielle Eltern. Bei den Adoptionsver-mittlungsstellen lagen 265 Bewerbungen für 67 zur Adoption vorgemerkte Kinder vor. Somit kamen auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind vier Adoptionsbewerber.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen vom 18.07.2016

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Rheinland-Pfalz: Gefährdung des Kindeswohls – Mehr als 2.400 Fälle im vergangenen Jahr

Posted on Juli 15, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: , |

Die rheinland-pfälzischen Jugendämter haben auf der Grundlage von Verdachtsmeldungen im Jahr 2015 insgesamt 6.708 Verfahren zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung abgeschlossen, 275 bzw. vier Prozent mehr als im Vorjahr. Damit waren nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems gut ein Prozent aller Kinder unter 18 Jahren von einem derartigen Verfahren betroffen.

In 2.424 Fällen, also bei mehr als einem Drittel (36 Prozent) der Verdachtsmeldungen, wurde im Zusammenwirken der beteiligten Fachkräfte tatsächlich eine akute oder latente Gefährdung des Kindeswohls erkannt. Eine Kindeswohlgefährdung liegt dann vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes bzw. Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist.

Eine akute Kindeswohlgefährdung wurde in 1.069 Verfahren festgestellt (16 Prozent). Kann eine tatsächlich gegenwärtige Kindeswohlgefährdung nicht eindeutig beantwortet werden, so liegt eine latente Gefährdung vor. Die Einschätzung der Fachkräfte führte in 1.355 Fällen (20 Prozent) zu einem solchen Ergebnis.

Keine Gefährdung des Kindeswohls lag bei 4.284 aller Verdachtsfälle  vor (64 Prozent). Bei weit mehr als der Hälfte dieser Verfahren (2.405 Fälle) wurde aber dennoch ein Hilfebedarf festgestellt, etwa in Form von Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die Mütter und Väter. Kein weiterer Hilfebedarf bestand dagegen in 1.879 Verdachtsfällen.

Auf der Grundlage des Kinderschutzgesetzes sind die Jugendämter verpflichtet, eine Gefährdungseinschätzung vorzunehmen, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen vorliegen. Auf Initiative von Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft wurden 1.465 Verfahren in die Wege geleitet. Verdachtsmeldungen von Bekannten oder Nachbarn der Kinder führten zu 989 Verfahren; dies sind 70 Fälle mehr als im Vorjahr. Auch anonyme Meldungen waren häufig Ausgangspunkt derartiger Verfahren; in 659 Fällen erreichte das Jugendamt eine Verdachtsmeldung auf diesem Weg.

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz vom 15.07.2016

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Zahl der Adoptionen in NRW im Jahr 2015 um 9,1 Prozent gestiegen

Posted on Juli 15, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: |

Düsseldorf (IT.NRW). 2015 wurden in Nordrhein-Westfalen 946 Kinder und Jugendliche adoptiert (472 Jungen und 474 Mädchen). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, wurden damit 79 oder 9,1 Prozent mehr Kinder und Jugendliche adoptiert als im Jahr 2014 (damals: 867 Adoptionen). 353 (37,3 Prozent) adoptierte Kinder waren im vergangenen Jahr jünger als drei Jahre und 363 (38,4 Prozent) waren zwischen drei und elf Jahren alt.

Nahezu zwei Drittel (63,5 Prozent) aller Adoptionen erfolgten durch einen neuen Partner (Stiefvater/Stiefmutter) des leiblichen Elternteils. 22 Kinder wurden von Verwandten und 323 Kinder von nicht verwandten Personen angenommen.

Ende 2015 waren in Nordrhein-Westfalen 245 Mädchen und Jungen zur Adoption vorgemerkt; dem gegenüber standen zum gleichen Zeitpunkt 1 617 bei den Adoptionsvermittlungsstellen gemeldete Bewerber, die ein Kind adoptieren wollten. Ende des vergangenen Jahres befanden sich 494 junge Menschen in der sog. „Adoptionspflege”; diese bietet den zukünftigen Eltern und dem Kind die Möglichkeit einer gegenseitigen Probephase.

Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 15.07.2016

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Baden-Württemberg: Jugendämter nehmen fast 8 400 junge Menschen in Obhut

Posted on Juli 14, 2016. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz von Jugendämtern in Obhut genommen. Sie werden dann vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

Ein solches Eingreifen der Jugendämter war nach Feststellung des Statistischen Landesamtes im Jahr 2015 in Baden‑Württemberg für 8 367 Kinder und Jugendliche notwendig (2014: 4 601 Kinder). Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 82 Prozent oder 3 766 Kinder. Damit hat sich der seit 2005 ansteigende Trend im Jahr 2015 deutlich verstärkt. Der Zuwachs bei den Inobhutnahmen 2015 resultiert mit einem Anteil von 98 Prozent fast vollständig aus den unbegleiteten Einreisen minderjähriger Kinder und Jugendlicher aus dem Ausland.

Eine solche unbegleitete Einreise war 2015 in 4 912 Fällen (59 Prozent aller Inobhutnahmen) der Anlass für die Inobhutnahme. Damit hat sich die Zahl der Schutzmaßnahmen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland notwendig wurden, im Vergleich zum Vorjahr (2014: 1 227) vervierfacht. In 41 Prozent der Fälle lagen andere Gründe für das Eingreifen der Jugendämter vor, wie z. B. Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (19 Prozent aller Maßnahmen), Beziehungsprobleme (7 Prozent), Anzeichen von Misshandlung (6 Prozent) und von Vernachlässigung (5 Prozent).

In der Geschlechter- und Altersverteilung zeigen sich große Unterschiede zwischen den jungen Menschen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden und den Kindern und Jugendlichen, bei denen der Anlass der Inobhutnahme ein anderer war. 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die ohne Begleitung aus dem Ausland kamen, waren männlich und zwischen 14 und 18 Jahren alt. Bei jungen Menschen, die aufgrund anderer Anlässe in Obhut genommen wurden, lag dagegen der Anteil der Mädchen bei 55 Prozent und der Anteil der Jüngsten (unter 12 Jahre) bei knapp einem Drittel.

In 4 050 Fällen (48 Prozent) wurden die Inobhutnahmen durch soziale Dienste oder die Jugendämter veranlasst. Die Polizei hat bei einem Viertel der betroffenen Kinder und Jugendlichen (2 074 Fälle) zuerst auf die Problemsituation aufmerksam gemacht. Auf eigenen Wunsch wurden 1 126 junge Menschen unter den Schutz des Jugendamts gestellt.

Gut vier Fünftel der Kinder und Jugendlichen wurden vorübergehend in einer Einrichtung (6 314) oder in einer sonstigen betreuten Wohnform (576) untergebracht, knapp ein Fünftel (1 477) fand Schutz bei einer geeigneten Person.

Die Zahl der Inobhutnahmen in den Stadt- und Landkreisen weist große Unterschiede auf. Dies ist u. a. darauf zurückzuführen, dass die Kreise in sehr unterschiedlichem Ausmaß von Schutzmaßnahmen aufgrund unbegleiteter Einreise von Minderjährigen betroffen waren. Während in sechs Landkreisen weniger als 20 Kinder oder Jugendliche, die ohne Begleitung aus dem Ausland kamen, in Obhut genommen werden mussten, waren in den Stadtkreisen Karlsruhe 982, Stuttgart 713 und Freiburg 370 solcher Fälle zu verzeichnen, so dass sich 42 Prozent der Inobhutnahmen aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland auf die genannten 3 Stadtkreise konzentrierten.

nähere Informationen

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 14.07.2016

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Sachsen: Zahl der Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche 2015 gestiegen

Posted on Juli 14, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , |

Für 4 104 Kinder und Jugendliche (2 615 Jungen und 1 489 Mädchen) wurden im Jahr 2015 in Sachsen vorläufige Schutzmaßnahmen durchgeführt, rein rechnerisch 11 pro Tag. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes waren das 1 304 mehr als 2014.

Dabei sind allein die vorläufigen Schutzmaßnahmen auf Grund von unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland von 140 auf 1 360 gestiegen. Knapp ein Drittel aller Maßnahmen betraf die Altersgruppe der 16- bis unter 18-Jährigen.

Für Jugendliche im Alter von 14 bis unter 16 Jahren wurden in 25 Prozent der Fälle Schutzmaßnahmen ergriffen. 14 Prozent der Schutzmaßnahmen geschahen auf eigenen Wunsch des Kindes/Jugendlichen, 74 Prozent veranlassten in Folge dringender Gefahr die sozialen Dienste der Jugendämter sowie Polizei und Ordnungsbehörden.

In 5 Prozent der Fälle wurde die Schutzmaßnahme auf Anregung der Eltern bzw. eines Elternteils ausgelöst. Die Unterbringung erfolgte zu 83 Prozent in Einrichtungen.

Als häufigste Gründe gelten vor allem Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils und unbegleitete Einreise aus dem Ausland. Für 21 Prozent der Kinder und Jugendlichen endete die Schutzmaßnahme innerhalb von zwei Tagen, für weitere 37 Prozent innerhalb der darauf-folgenden 12 Tage. 1 721 Kinder und Jugendliche wurden 15 Tage und länger in Schutz genommen.

nähere Informationen

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen vom 13.07.2016

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Niedersachsen: Zahl der adoptierten Kinder und Jugendlichen nahezu unverändert

Posted on Juli 13, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: |

HANNOVER. Im Jahr 2015 wurden in Niedersachsen 376 Kinder und Jugendliche adoptiert. Wie das Landesamt für Statistik (LSN) weiter mitteilt, ist die Zahl der Adoptionen im Vergleich zu 2014 weitgehend gleich geblieben: Im Jahr 2014 waren dem LSN 371 adoptierte Minderjährige gemeldet worden.

Insgesamt betrafen die Adoptionen im vergangenen Jahr 195 Mädchen und 181 Jungen. Ein Drittel der Kinder war zum Zeitpunkt der Adoption noch keine 3 Jahre alt.

Zwei Drittel der Jungen und Mädchen wurden von einem neuen Partner oder einer neuen Partnerin eines ihrer Elternteile an Kindes statt angenommen. Weitere 7 Kinder und Jugendliche wurden von Verwandten adoptiert. Insbesondere für die Minderjährigen, die von einem Stiefelternteil adoptiert werden, dürfte der Schritt häufig eher geringe Auswirkungen auf den Alltag haben. Anders dürfte es sich für die 119 Jungen und Mädchen darstellen, die durch nicht verwandte Personen adoptiert wurden. Dabei handelt es sich in der Regel um ein Ereignis, das mit einschneidenden Veränderungen in der Lebenssituation der Betroffenen verbunden ist.

Ende 2015 waren 57 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Gleichzeitig lagen 423 Adoptionsbewerbungen von potentiellen Eltern vor. Damit kamen auf jedes zur Adoption vorgemerkte Kind oder jede Jugendliche bzw. jeden Jugendlichen 7 Bewerbungen. In Adoptionspflege befanden sich 94 Mädchen und 82 Jungen, folglich insgesamt 176 Kinder und Jugendliche. Diese Minderjährigen sind bei ihren „neuen Eltern“ mit dem Ziel der Adoption untergebracht. Die Adoptionspflege ist somit eine Art Gewöhnungszeit für beide Seiten.

2 Tabellen mit detaillierten Informationen

Quelle: Pressemitteilung des Landesamtes für Statistik Niedersachsen vom 13.07.2016

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Im Jahr 2015 leiteten Brandenburger Jugendämter 7 248 Verfahren zur Kindeswohlgefährdung ein

Posted on Juli 12, 2016. Filed under: Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurde im Jahr 2015 im Land Brandenburg für 7 248 Kinder und Jugendliche ein Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen. Gegenüber 2014 ist das eine Steigerung von 15,8 Prozent (2014: 6 258).

Eine akute Gefährdungseinschätzung wurde bei 1 177 Kindern und Jugendlichen (16,2 Prozent) festgestellt. In diesen Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.
In 1 377 Fällen (19 Prozent) lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es besteht weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden.
Bei 2 270 Fällen (31,3 Prozent) wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf und in 2 424 Fällen (33,4 Prozent) wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

73,0 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen betrafen Vernachlässigung, 20,2 Prozent körperliche und 20,4 Prozent psychische Misshandlungen. In 3,8 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Hierbei sind für ein Kind mehrere Arten der Gefährdungsmeldung möglich.

Häufig erfolgte das Bekanntwerden von Kindeswohlgefährdungen durch Verwandte, Bekannte und Nachbarn (14,5 Prozent) oder auch anonym (16,4 Prozent). Über Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft wurden 14,3 Prozent der Verfahren initiiert. In 10,0 Prozent der Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die auslösende Einrichtung. 10,3 Prozent der Verfahren wurden von den Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen. Von Seiten des medizinischen Personals, der Gesundheitsämter oder Hebammen erfolgten in 5,1 Prozent der Fälle Informationen an die Jugendämter.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden für 1 335 Kinder und Jugendliche ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 562 Fälle gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung. 507 Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 682 Fällen musste das Familiengericht angerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg vom 12.07.2016

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Im Jahr 2015 leiteten Berliner Jugendämter 14 441 Verfahren zur Kindeswohlgefährdung ein

Posted on Juli 12, 2016. Filed under: Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurde im Jahr 2015 in Berlin für 14 441 Kinder und Jugendliche ein Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen. Gegenüber 2014 ist das eine Steigerung von 22,7 Prozent (2014: 11 772).

Eine akute Gefährdungseinschätzung wurde bei 3 450 Kindern und Jugendlichen (23,9 Prozent) festgestellt. In diesen Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten.
In 4 389 Fällen (30,4 Prozent) lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es besteht weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden.
Bei 3 626 Fällen (25,1 Prozent) wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf und in 2 976 Fällen (20,6 Prozent) wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

62,5 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen betrafen Vernachlässigung. 19,4 Prozent betrafen körperliche und 30,4 Prozent psychische Misshandlungen. In 3,5 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Hierbei sind für ein Kind mehrere Arten der Gefährdungsmeldung möglich.

Häufig erfolgte das Bekanntwerden von Kindeswohlgefährdungen durch Verwandte, Bekannte und Nachbarn (11,7 Prozent) oder auch anonym (7 Prozent). Über Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft wurden 28 Prozent der Verfahren initiiert. In 16,8 Prozent der Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die auslösende Einrichtung. 9,8 Prozent der Verfahren wurden von den Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen. Von Seiten des medizinischen Personals, der Gesundheitsämter oder Hebammen erfolgten in 5,3 Prozent der Fälle Informationen an die Jugendämter.

Als Folge der Gefährdungseinschätzung wurden für 2 107 Kinder und Jugendliche ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingeleitet bzw. geplant. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 2 608 Fälle gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung. 763 Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 820 Fällen musste das Familiengericht angerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Amts für Statistik Berlin-Brandenburg vom 12.07.2016

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Inobhutnahmen in Sachsen-Anhalt 2015 gegenüber dem Vorjahr stark gestiegen

Posted on Juli 8, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2015 wurden in Sachsen-Anhalt 1 433 Kinder und Jugendliche von Jugendämtern in Obhut genommen, das waren 47,4 Prozent (461) mehr als im Vorjahr.

Der Zuwachs bei den Inobhutnahmen im Jahr 2015 resultierte zu 76,4 Prozent aus den unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland. Insgesamt reisten 374 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person aus dem Ausland ein, 352 mehr als ein Jahr zuvor. 355 dieser jungen Menschen waren männlich (94,9 Prozent) und 19 weiblich.

Kinder und Jugendliche werden auf eigenen Wunsch oder auf Initiative Anderer (z.B. Jugendamt, Polizei, Erzieher) in Obhut genommen, wenn eine dringende Gefahr für ihr Wohl besteht. Dabei sorgt das Jugendamt für eine vorläufige Unterbringung, meist für Stunden oder Tage bei einer geeigneten Person, in einer Einrichtung, etwa einem Heim, oder in einer sonstigen betreuten Wohnform.

In 679 Fällen (47,4 Prozent) wurden die Maßnahmen von den sozialen Diensten bzw. den Jugendämtern ergriffen. Weitere 257 Fälle (17,9 Prozent) wurden von der Polizei bzw. einer Ordnungsbehörde angeregt und in 226 Fällen (15,8 Prozent) erfolgte die Inobhutnahme auf Wunsch des Kindes oder Jugendlichen selbst.
Aufgrund einer Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII wurden 395 Maßnahmen (27,6 Prozent) eingeleitet.

Die meisten jungen Menschen gaben Überforderung der Eltern/eines Elternteils (32,9 Prozent), Beziehungsprobleme (13,6 Prozent) und Vernachlässigung (13,0 Prozent) als Anlass an.

Eine Unterbringung der Kinder und Jugendlichen in einer Einrichtung erfolgte bei 76,2 Prozent (1 092) der Fälle. In 9,6 Prozent der Fälle dauerte die Inobhutnahme nur einen Tag an, in 41,2 Prozent länger als 15 Tage.
Mit einem Anteil von 59,5 Prozent waren mehr männliche Kinder und Jugendliche von den Inobhutnahmen betroffen. Über die Hälfte (54,4 Prozent) der jungen Menschen waren in der Altersgruppe der 14 bis unter 18 Jährigen und 11,3 Prozent waren jünger als 3 Jahre.

39,3 Prozent der Kinder und Jugendlichen kehrten nach der Maßnahme in ihr gewohntes Lebensumfeld zurück (Personensorgeberechtigte, Pflegefamilie oder Heim). Für 32,0 Prozent der jungen Menschen mussten erzieherische Maßnahmen außerhalb des Elternhauses eingeleitet werden und für 13,7 Prozent der jungen Menschen endete die Maßnahme ohne anschließende Hilfe.
Bei den Hauptgründen für die Maßnahme und für die Beendigungsgründe waren Mehrfachnennungen möglich.

Weitere Daten sind im Internetangebot des Statistischen Landesamtes verfügbar.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 04.07.2016

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Im Jahr 2015 wurden in Bayern 535 Minderjährige adoptiert – Mehr als zwei Drittel davon von einem Stiefelternteil

Posted on Juli 6, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

Im Jahr 2015 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik insgesamt 535 Minderjährige adoptiert. Gegenüber 2014 mit 553 durchgeführten Adoptionen bedeutet dies einen Rückgang von drei Prozent. In 443 Fällen hatten die Minderjährigen die deutsche Staatangehörigkeit, 92 Minderjährige hatten keinen deutschen Pass.

Wie auch im Vorjahr war die Gruppe der unter Dreijährigen mit 185 Adoptionen die größte Gruppe. Fast 71 Prozent der Minderjährigen wurde von einem Stiefelternteil (378) oder von anderen Verwandten (19 Minderjährige) an Kindes statt angenommen. Somit fiel ein Großteil der Adoptionen in das den Kindern und Jugendlichen bekannte Umfeld und verursachte in der Regel keine größeren Veränderungen der Lebensumstände und Bezugspersonen.

Bei 138 Adoptionen bestand kein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Adoptiveltern und den Minderjährigen. Ende letzten Jahres waren 101 Minderjährige zur Adoption vorgemerkt – 53 männliche Kinder/Jugendliche und 48 weibliche. Gleichzeitig lagen den Adoptionsvermittlungsstellen 914 Adoptionsbewerbungen vor.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik vom 06.07.2016

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Mehr als 15 000 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche in Bayern im Jahr 2015

Posted on Juli 4, 2016. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Bayerischen Jugendämter meldeten im Jahr 2015 insgesamt 15 334 Gefährdungseinschätzungen, das heißt Fälle, in denen geprüft wurde, ob das Wohl von Kindern bzw. Jugendlichen in Gefahr war. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag in 2 668 Fällen eine akute und in 3 073 eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Bei 5 235 Gefährdungseinschätzungen wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, jedoch Hilfebedarf und in 4 358 Fällen wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Grundlage der Statistik zur Kindeswohlgefährdung ist das Bundeskinderschutzgesetz, welches zum 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Kindeswohlgefährdung liegt dann vor, wenn das körperliche, geistige und seelische Wohl eines Kindes durch das Tun oder Unterlassen der Eltern oder Dritter gravierende Beeinträchtigungen erleidet, die dauerhafte oder zeitweilige Schädigungen in der Entwicklung des Kindes zur Folge haben bzw. haben können.

Eine Gefährdungseinschätzung nach § 8a Absatz 1 SGB VIII ist vom Jugendamt immer dann abzugeben, wenn dem Jugendamt wichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden, es sich daraufhin einen unmittelbaren Eindruck von dem Minderjährigen und seiner persönlichen Umgebung verschafft hat (z.B. durch Hausbesuche oder Einbestellung der Eltern ins Jugendamt) und das Gefährdungsrisiko anschließend im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte eingeschätzt wurde.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden in Bayern im Jahr 2015 insgesamt 15 334 Fälle (plus 1,4 Prozent gegenüber 2015) von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Betroffen waren 7 863 Jungen und 7 471 Mädchen. 2 668 Gefährdungseinschätzungen ergaben eine akute, 3 073 eine latente Kindeswohlgefährdung.

Dabei waren Anzeichen für eine Vernachlässigung oder einer psychischen Misshandlung die häufigsten Gründe einer Kindeswohlgefährdung. Darüber hinaus wurde bei 5 235 Gefährdungseinschätzungen keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, aber Hilfebedarf zum Beispiel im Rahmen einer Hilfe der Kinder und Jugendhilfe wie Erziehungsberatung oder eine Schutzmaßnahme.

Nur bei 4 358 Fällen wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 04.07.2016

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Kriminalstatistik: Gewalt an Kindern und Jugendlichen sinkt um bis zu 37 Prozent

Posted on Juni 20, 2016. Filed under: Forschung, Kinderschutz, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die Gewalt gegen Kinder und Jugendliche stellt sowohl eine gesellschaftliche Belastung als auch Herausforderung dar. Jede Gewalttat ist zu verurteilen. Jedes Kind und jede(r) Jugendliche wird körperlich und psychisch schwer geschädigt. Darum eignen sich die Zahlen des Bundeskriminalamtes nie für eine Erfolgsmeldung.

Aber – und das ist für den Kinderschutz eine gute Meldung – die Zahlen verbessern sich. Das heißt, im Vergleich zu den vergangenen Jahren sind viel weniger Kinder und Jugendliche von Gewalt betroffen. In Zahlen ausgedrückt bedeutet dies, dass im Jahr 2015 im Vergleich zum Jahr 2010 die Gewaltkriminalität gegen Kinder um 28 Prozent gesenkt werden konnte. Die gefährliche und schwere Körperverletzung sank im gleichen Zeitraum bei den bis 14-Jährigen um 24,7 Prozent und bei den bis 18-Jährigen um mehr als 37 Prozent.

Eine Entwicklung, die sich für alle Gewaltdelikte beobachten lässt und von der Zuversicht für die nächsten Jahre ausgehen kann. Die Zahlen finden Sie unter: http://www.kinderschutz-zentren.org/Mediengalerie/1465478603_-_Kriminalstatistik_2015.pdf

Gleichzeitig zeigt die Statistik aber auch ein neues Problemfeld auf: Die Zahlen belegen, dass das Internet als Tatmittel zum sexuellen Kindesmissbrauch eine immer größere Relevanz bekommt. Bei der Betrachtung der Fallzahlen fällt auf, dass diese in den letzten Jahren kontinuierlich steigen. Offensichtlich hat der Kinderschutz hier ein Problem. Auf der Seite http://www.chatten-ohne-risiko.net können Kinder und Jugendliche, Eltern und Pädagog(inn)en sich informieren, wie ein besserer Schutz möglich ist.

Quelle: Newsletter der Bundesarbeitsgemeinschaft der Kinderschutz-Zentren e.V. vom 15.06.2016

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Im Jahr 2015 verfügten bayerische Familiengerichte in 3.287 Fällen Maßnahmen aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls

Posted on Juni 1, 2016. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Laufe des Jahres 2015 wurden insgesamt 3 287 gerichtliche Maßnahmen eines Familiengerichts für Kinder- und Jugendliche aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls eingeleitet. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren 1 744 Buben und 1 543 Mädchen betroffen. Dabei wurde in 1 731 Fällen die vollständige oder teilweise Übertragung der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten entschieden.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch sind in § 1 666 „Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls“ geregelt. Das Familiengericht hat danach Maßnahmen im Falle einer körperlichen, geistigen oder seelischen Gefährdung des Kindes oder seines Vermögens zu ergreifen, wenn die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, diese Gefahr abzuwenden.

Die Anrufung des Familiengerichts durch das Jugendamt ist immer dann erforderlich und verpflichtend, wenn sich die Gefährdung des Kindeswohles nur durch eine gerichtliche Entscheidung abwenden lässt. Das Familiengericht entscheidet dann im Einzelfall, ob gerichtliche Maßnahmen einzuleiten sind und wie diese aussehen. Hierzu zählen beispielsweise Gebote, öffentliche Hilfen wie Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsfürsorge in Anspruch zu nehmen oder für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen.

Auch Verbote, vorübergehend oder auf unbestimmte Zeit die Familienwohnung oder eine andere Wohnung zu nutzen, sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung aufzuhalten oder zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, können ausgesprochen werden. Ebenso kann verboten werden, Verbindung zum Kind aufzunehmen oder ein Zusammentreffen mit dem Kind herbeizuführen. Auch die elterliche Sorge kann teilweise oder vollständig entzogen werden.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2015 in insgesamt 3 287 Fällen Entscheidungen des Familiengerichts getroffen, um für Kinder und Jugendliche Maßnahmen einzuleiten. Dies entspricht einem Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr (4 119). In
1 744 Fällen waren Jungen und in 1 543 Fällen Mädchen betroffen. In 1 731 Fällen wurde der Entzug der elterlichen Sorge entschieden – in 686 Fällen der vollständige und in 1 045 Fällen teilweise. Das heißt die elterliche Sorge wurde auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger (gem. § 1666 Abs.
3 Nr. 6 BGB) übertragen.

Des Weiteren wurde in 912 Fällen die Inanspruchnahme von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe auferlegt, in 228 Fällen wurden die Erklärungen des Personensorgeberechtigten ersetzt und in 416 Fällen wurden Ge- oder Verbote gegenüber dem Personensorgeberechtigten oder Dritten ausgesprochen.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 01.06.2016

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Destatis: Knapp ein Viertel der Betreuungszeit begleiten Eltern ihre Kinder

Posted on Mai 10, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

24 Prozent der Betreuungszeit verbrachten Eltern im Jahr 2012/2013 durchschnittlich mit der Begleitung ihrer Kinder zu Terminen. Das waren rund 2 Stunden 13 Minuten pro Woche. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Internationalen Tages der Familie am 15. Mai weiter mitteilt, waren Mütter mit 25 Prozent hier etwas stärker eingebunden als Väter (22 Prozent). Zur Begleitung der Kinder gehören sowohl die Wegezeiten zu Terminen als auch die Anwesenheit während dieser Termine wie zum Beispiel während des Arztbesuchs oder des Fußballtrainings.

Der Umfang der Begleitung variiert mit dem Alter der Kinder: Bei Kindern unter 6 Jahren machte die Begleitung 19 Prozent der Betreuungszeit aus. Hier war der Zeitanteil für Beaufsichtigung, Körperpflege, Spielen und Sport mit 73 Prozent deutlich höher. Bei Kindern von 6 bis 18 Jahren investierten die Eltern 35 Prozent in die Begleitung ihrer Kinder.

Der Zeitanteil für Beaufsichtigung, Körperpflege, Spielen und Sport lag ebenfalls bei 35 Prozent. Insgesamt verbrachten Väter und Mütter im Jahr 2012/2013 täglich 1 Stunde 20 Minuten mit der Betreuung von Kindern unter 18 Jahren als Hauptaktivität. Mütter leisteten mit 1 Stunde 45 Minuten etwa doppelt so viel wie Väter (51 Minuten).

Die vollständige Zahl der Woche sowie weitere Informationen und Funktionen sind im Internet-Angebot des Statistischen Bundesamtes zu finden.

Quelle: OTS: Statistisches Bundesamt vom 10.05.2016

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Neue Machbarkeitsstudie zum Themenbereich „Adoptionen“ auf Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik

Posted on April 21, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , |

Vor dem Hintergrund der seit Jahren sinkenden Adoptionszahlen sowie des bestehenden (fach-)öffentlichen Interesses an der Thematik hat die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik in Form einer Machbarkeitsstudie analysiert, welche Möglichkeiten der raumbezogenen Auswertung der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik zu Adoptionen in Deutschland bestehen.

zur Machbarkeitsstudie zu bundesweiten raumbezogenen Datenauswertungen zum Themenbereich „Adoptionen“ auf der Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik – „Adoptionsatlas Deutschland“

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Jeder dritte Asylbewerber ist minderjährig

Posted on März 1, 2016. Filed under: Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/AW) Die Zahl minderjähriger Asylbewerber in Deutschland hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/7621) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7470) hervor. Im Jahr 2015 hätten 137.479 Minderjährige einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Dies entspricht einem Anteil von 31,1 Prozent an allen Erstanträgen auf Asyl (441.899). Rund zehn Prozent der minderjährigen Asylbewerber (14.439) seien ohne Begleitung nach Deutschland gekommen. 2013 hätten 38.790 Minderjährige (2.485 Unbegleitete) und im Jahr darauf 54.988 Minderjährige (4.399 Unbegleitete) erstmals einen Asylantrag gestellt. Die meisten der minderjährigen Asylbewerber im vergangenen Jahr stammen nach Regierungsangaben aus Syrien (42.097), Albanien (18.918), Afghanistan (13.772), dem Kosovo (12.174), dem Irak (9.247) und Serbien (8.377).

Quelle: Heute im Bundestag vom 01.03.2016

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Artikel: „15 nordsächsische Paare warten auf Adoptivkind“

Posted on Februar 16, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: |

Die Leipziger Volkszeitung berichtet im Artikel „15 nordsächsische Paare warten auf Adoptivkind“ vom 13.02.2016, dass im Landkreis Nordsachsen jährlich etwa 21 Anträge auf Adoption gestellt, allerdings nur etwa acht Kinder zur Adoption freigegeben werden.

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Erstmals weniger Tagesmütter und -väter als im Vorjahr, Zahl der betreuten Kinder steigt weiter

Posted on Februar 13, 2016. Filed under: Forschung, Tagespflege, Verschiedenes | Schlagwörter: |

44.107 Personen arbeiteten 2015 in der Kindertagespflege. Seitdem diese Betreuungsform für Kinder unter drei Jahren ausgebaut wurde, hat die Zahl der dort Tätigen im Vergleich zum Vorjahr erstmals geringfügig abgenommen (-1,7%). Die Anzahl der betreuten Kinder nahm dagegen weiter zu (+1,1%). 2015 kümmerte sich eine Tagespflegeperson im Schnitt um 3,4 Kinder.

Das zeigt www.fachkraeftebarometer.de, ein Angebot der Weiterbildungsinitiative Frühpädagogische Fachkräfte (WiFF), die am DJI angesiedelt ist. Bundesweit erhöhte sich die Zahl der Beschäftigten zwischen 2006 und 2015 um 45%. Die Anzahl der betreuten Kinder stieg im gleichen Zeitraum um 137% auf knapp 150.000. In Deutschland sind rund 14% der unter Dreijährigen in Kindertagesbetreuung bei einer Tagesmutter oder einem Tagesvater.

zur WiFF-Pressemitteilung vom 10.02.2016

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KomDat: Hilfen zur Erziehung auf neuem Höchststand – eine Spurensuche

Posted on Februar 1, 2016. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Das aktuelle Heft des Informationsdienstes „KomDat Jugendhilfe – Kommentierte Daten der Jugendhilfe“ befasst sich u.a. mit der Inanspruchnahme von Leistungen der Hilfen zur Erziehung und mit den weiter steigenden Fallzahlen in der Heimerziehung:

„Kurz vor Jahresende hat das Statistische Bundesamt die Daten des Jahres 2014 zu den Hilfen zur Erziehung veröffentlicht. Mit einer Gesamtzahl von 1.037.728 jungen Menschen, die 2014 eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch genommen haben, wurde ein neuer Höchststand erreicht: Noch nie erhielten mehr Kinder, Jugendliche und junge Volljährige eine entsprechende Leistung. Zu fragen ist daher, welche Hilfeformen besonders stark ansteigen. Ein besonderes Augenmerk wird hier auf den Bereich der Fremdunterbringungen, insbesondere auf die stationären Unterbringungen (§ 34 SGB VIII) zu legen sein. Für die Heimerziehung ist 2014 im Vergleich zu den letzten Jahren der stärkste Anstieg bei den Neuhilfen zu beobachten. Dabei sollen vor allem das Alter, das Geschlecht und die spezifischen Lebenslagen als Einflussgrößen genauer unter die Lupe genommen werden.“

→ zum Download: KomDat Heft Nr. 3 / 15

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Pflegekinder und Adoptionen in Berlin

Posted on Januar 18, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Die Berliner Senatsverwaltung beantwortete im Abgeordnetenhaus eine schriftliche Anfrage der SPD vom 15. Dezember 2015, die sich einen differenzierten Überblick über die Situation der Pflegekinder und die Entwicklungen im Adoptionsbereich in Berlin verschaffen will:

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2014 hat für 531 500 junge Menschen eine Hilfe zur Erziehung begonnen

Posted on November 29, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2014 hat für 531 500 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland eine erzieherische Hilfe des Jugendamtes oder einer Erziehungsberatungsstelle begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 11 700 junge Menschen mehr als im Jahr 2013 (+ 2,3 %).

Eltern haben Anspruch auf Hilfe zur Erziehung, wenn sie eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleisten können, die Hilfe aber für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist. Auch jungen Erwachsenen soll eine Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und für die eigenverantwortliche Lebensführung gewährt werden, sofern dies die individuelle Lebenssituation notwendig macht.

Den größten Anteil unter allen neu gewährten erzieherischen Hilfen hatte mit 64,5 % die Erziehungsberatung: Knapp 312 000 junge Menschen waren im Jahr 2014 hiervon erstmals betroffen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,6 % an. Rund 60 000 Familien erhielten eine familienorientierte Hilfe, das waren 6,5 % mehr als im Jahr 2013. Mit dieser Hilfeart wurden knapp 108 000 junge Menschen erreicht.

Etwas häufiger als im Vorjahr wurden junge Menschen, die eine Hilfe zur Erziehung neu in Anspruch nahmen, außerhalb des Elternhauses untergebracht. Für 55 800 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begann eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie, eine Heimerziehung oder eine Unterbringung in einer sonstigen betreuten Wohnform. Das waren rund 3 600 stationäre Hilfen mehr als im Jahr 2013. Fast die Hälfte (48 %) der jungen Menschen, die in einem Heim oder einer Pflegefamilie untergebracht wurden, lebte zuvor mit einem alleinerziehenden Elternteil zusammen. Drei Viertel (19 600) dieser alleinerziehenden Elternteile lebten ganz oder teilweise von Transferleistungen, wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch.

Weitere Ergebnisse bieten die Publikationen aus dem Bereich „Kinder und Jugendhilfe„.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 27.11.2015

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Thüringen: 22.500 Hilfen zur Erziehung im Jahr 2014

Posted on November 13, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , , , , , , , |

Im Jahr 2014 wurden in Thüringen 22 536 Hilfen zur Erziehung und 1 093 Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen von den öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe geleistet. Nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik ist das ein Anstieg der Hilfen zur Erziehung gegenüber dem Jahr 2013 um 2,5 Prozent sowie der Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen um 6,7 Prozent. Von den insgesamt 23 629 geleisteten Hilfen wurden 13 230 Hilfen (56,0 Prozent) im Laufe des Jahres beendet, während 44,0 Prozent bzw. 10 399 Hilfen am 31.12.2014 andauerten.

Mit einem Anteil von 59,7 Prozent bzw. 14 110 Hilfen wurden im Jahr 2014 am häufigsten Erziehungsberatungen geleistet. 2 333 Fälle (9,9 Prozent) entfielen auf die Hilfeform der Heimerziehung bzw. sonstigen betreuten Wohnform, 1 823 Hilfen (7,7 Prozent) auf die Vollzeitpflege.

Des Weiteren erfolgte in 1 524 Fällen die Hilfe in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe.
Knapp die Hälfte der jungen Menschen, für die eine Hilfe zur Erziehung gewährt wurde (46,7 Prozent bzw. 10 526 Fälle) lebte mit einem alleinerziehenden Elternteil. Mehr als jeder zweite dieser Alleinerziehenden (55,1 Prozent bzw. 5 803 Fälle) bezog Transferleistungen.

Insgesamt wurde 24 879 jungen Menschen, die in Familien lebten, Hilfe zur Erziehung gewährt. Das entsprach einer Steigerung gegenüber dem Jahr 2013 um 2,4 Prozent. 7 354 Kinder bzw. 29,6 Prozent waren noch keine sechs Jahre alt. Weitere 9 257 Kinder bzw. 37,2 Prozent waren im Alter zwischen sechs und elf Jahren, 7 142 Kinder und Jugendliche bzw. 28,7 Prozent waren im Alter zwischen 12 und 17 Jahren und 1 126 bzw. 4,5 Prozent waren junge Volljährige. Bei 1 419 Kindern hatte mindestens ein Elternteil eine ausländische Herkunft.

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik vom 11.11.2015

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Sachsen-Anhalt: Anzahl der Adoptionen im Jahr 2014 leicht gesunken

Posted on Oktober 27, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2014 erhielten nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt 101 Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren ein neues Zuhause, davon 42 Mädchen und 59 Jungen. Im Vergleich zum Jahr 2013 sank die Zahl der Adoptionen nur leicht um 2 Prozent.

Zum Zeitpunkt der Adoption waren über die Hälfte der Kinder unter 3 Jahre alt, 13 Prozent zwischen 3 und unter 6 Jahren, 23 Prozent zwischen 6 und unter 12 Jahren und 12 Prozent waren 12 Jahre und älter.

Zu Beginn der Adoptionspflege bzw. des Adoptionsverfahrens waren je ein Drittel der Kinder bei einem leiblichen Elternteil mit Stiefelternteil bzw. neuem Partner/Partnerin oder im Krankenhaus (nach der Geburt) untergebracht und in 26 Prozent der Fälle lebte das Kind in einer Pflegefamilie.

In zwei Drittel der Fälle standen die adoptierten Kinder und Jugendlichen in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den Adoptiveltern. Bei 32 Prozent der Adoptionsfälle waren die Adoptierenden Stiefmutter oder Stiefvater, bei 2 Prozent waren es andere Verwandte.

Am Ende des Jahres 2014 waren 114 Kinder und Jugendliche in Adoptionspflege untergebracht, davon 47 Mädchen und 67 Jungen. Das ist ein Anstieg um knapp 23 Prozent zum Vorjahr. Die Zeit der Adoptionspflege soll dem Vormundschaftsgericht eine Prognose ermöglichen, ob sich zwischen den potentiellen Eltern und den Kindern eine Eltern-Kind-Beziehung einstellen wird.

Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen am Jahresende 89 Bewerbungen für 45 zur Adoption vorgemerkte Kinder und Jugendliche vor. Somit gab es 2 Adoptionsbewerbungen je vorgemerktem Kind. Im Jahr zuvor bewarben sich 3 potentielle Eltern für ein Kind.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 26.10.2015

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„Monitor Hilfen zur Erziehung“ jetzt auch online

Posted on Oktober 21, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

Für das Arbeitsfeld der Hilfen zur Erziehung besteht mit der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik ein umfassendes und bewährtes Instrument einer empirischen Dauerbeobachtung. Die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik hat mit dem „Monitor Hilfen zur Erziehung“ hierauf aufbauend ein Informationsportal entwickelt, das Erkenntnisgewinn, Praxisentwicklung und Politikgestaltung für die erzieherischen Hilfen unterstützen soll.


In regelmäßigen Abständen werden auf der Grundlage der amtlichen Statistik bundesweite Entwicklungen im Rahmen der Hilfen zur Erziehung in den Blick genommen. Die beiden Veröffentlichungen „Monitor Hilfen zur Erziehung 2012“ und „Monitor Hilfen zur Erziehung 2014“ sind das zentrale Ergebnis der bisherigen Analysen. Hier werden nicht nur Grundauswertungen zu der Fallzahlen- und Ausgabenentwicklung dargestellt, sondern es werden auch thematische Schwerpunkte gesetzt, wie z.B. zu den Eingliederungshilfen (§ 35a SGB VIII), zur Gewährungspraxis der Hilfen zur Erziehung oder auch zu den Gefährdungseinschätzungen der Jugendämter (§ 8a Abs. 1 SGB VIII).

Das Monitoring zu den Hilfen zur Erziehung schafft nicht nur eine Wissensbasis zum Angebotsspektrum erzieherischer Hilfen, sondern es werden zur Anregung der Fachdiskussionen auf der Grundlage der Analysen auch Fragen an z.B. Jugendhilfeplanung, Praxisentwicklung, den politischen Raum oder auch die Wissenschaft formuliert. Zielgruppen sind nicht nur Akteure aus Praxis, Politik, Verwaltung und Wissenschaft sondern die Informationen sind auch in einer verständlichen Form für die allgemeine Öffentlichkeit aufbereitet worden.
Mit einer eigenen Homepage www.hzemonitor.akjstat.tu-dortmund.de entwickelt sich der Monitor Hilfen zur Erziehung aktuell weiter. Im jährlichen Rhythmus werden Grundauswertungen zu der Inanspruchnahme, den Ausgaben sowie regionalen Unterschieden des zweitgrößten Arbeitsfeldes der Kinder- und Jugendhilfe kurz und bündig präsentiert und Entwicklungen kommentiert. Zugrunde gelegt wird aktuell die Datenbasis des Jahres 2013. Neben einer jährlichen Aktualisierung der Daten auf der Internetseite sind voraussichtlich zwei weitere Publikationen des „Monitor Hilfen zur Erziehung“ in den Jahren 2016 und 2018 vorgesehen.

Quelle: Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik

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Bayern: 2014 erneut mehr als fünf Milliarden Euro für die Kinder- und Jugendhilfe verausgabt

Posted on Oktober 19, 2015. Filed under: Bayern, Finanzielles, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

Rund 3,7 Milliarden Euro flossen in Kindertageseinrichtungen 2014 wurden in Bayern insgesamt 5 315 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 362 Millionen Euro verbleiben Nettoausgaben von knapp fünf Milliarden Euro, gegenüber 2013 ein Plus von 5,9 Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen von den Bruttoausgaben mehr als 3,7 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, davon 3 678 Millionen auf Kindertageseinrichtungen und 61 Millionen auf den Bereich der Kindertagespflege.

In Bayern wurden im Laufe des Jahres 2014 insgesamt 5 315 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe verausgabt, was gegenüber dem Vorjahr (5 029 Millionen Euro) einer Steigerung von 5,7 Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 362 Millionen Euro lagen die Nettoausgaben mit 4 953 Millionen Euro 5,9 Prozent über denen des Vorjahres (4 679 Millionen Euro).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, wurden von den Nettoausgaben 2 598 Millionen Euro (52 Prozent) für Leistungen öffentlicher Träger und 2 355 Millionen Euro (48 Prozent) als Zuschuss an freie Träger verausgabt.

Von den Bruttoausgaben waren 3 739 Millionen Euro für Kindertagesbetreuung der größte Posten (+4,7 Prozent im Vergleich zu 2013). Hiervon flossen 3 678 für Kindertageseinrichtungen (+4,4 Prozent gegenüber 2013) und 61 Millionen dienten der Unterstützung von öffentlich geförderter Kindertagespflege (+32 Prozent gegenüber 2013).

Mit 1 048 Millionen Euro wurden die Bereiche Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige und vorläufige Schutzmaßnahmen gefördert, was einem Plus von gut acht Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Regionalisierte Zahlen bis auf Landkreisebene enthält der in Kürze erscheinende Statistische Bericht „Kinder- und Jugendhilfe in Bayern 2014, Ergebnisse Teil IV: Ausgaben und Einnahmen“.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 19.10.2015

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Bayern: Mehr als 70 000 junge Menschen waren Ende 2014 auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe angewiesen

Posted on Oktober 1, 2015. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Auch 2014 wurden in Bayern wieder eine Vielzahl von Hilfen im Rahmen des Sozialgesetzbuches SGB – Achtes Buch (VIII) – Kinder- und Jugendhilfe als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2014 die häufigste Hilfeart.

Für 67 727 junge Menschen (+0,5 Prozent gegenüber 2013) wurden im Jahr 2014 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 65 178 (-1,8 Prozent) wurden Hilfen 2014 beendet und für 70 551 junge Menschen (+3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr) dauerten die Hilfen über den Jahreswechsel an.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, erhielten von den 70 551 jungen Menschen, deren Hilfen über den Jahreswechsel andauerten, 20 477 Hilfe im Rahmen einer Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII. Dabei fand bei 8 711 jungen Menschen die Beratung gemeinsam mit den Eltern statt, in 9 498 Fällen vorrangig mit den Eltern oder einem Elternteil und in 2 268 Fällen vorrangig mit den jungen Menschen. Betroffen waren 11 013 Buben bzw. junge Männer (54 Prozent) und 9 464 Mädchen bzw. junge Frauen (46 Prozent).

13 729 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Hilfen im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII. Verglichen mit dem Vorjahr (14 060) war hier ein Rückgang von gut zwei Prozent festzustellen. Von den Hilfeempfängern waren 7 280 (53 Prozent) männlich und 6 449 (47 Prozent) weiblich.

10 643 seelisch behinderte junge Menschen erhielten Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Hier war gegenüber dem Vorjahr (10 136) eine Zunahme von fünf Prozent festzustellen. Von diesen Hilfen erfolgten 7 850 ambulant/teilstationär, 2 704 in einer Einrichtungen und 89 bei einer Pflegeperson. 7 403 der betroffenen jungen Menschen waren männlich (70 Prozent) und 3 240 (30 Prozent) weiblich.

7 941 junge Menschen wurden in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII betreut, von diesen waren 4 076 Buben bzw. junge Männer und 3 865 Mädchen beziehungsweise junge Frauen. Gegenüber dem Jahresende 2013 mit 7 659 jungen Menschen war hier eine Zunahme von fast vier Prozent zu verzeichnen.

Über alle Hilfearten hinweg waren 40 840 (58 Prozent) und somit klar mehr Buben beziehungsweise junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen gegenüber 29 711 Mädchen beziehungsweise junge Frauen (42 Prozent).

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik vom 01.10.2015

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Rückgang der Adoptionen in Thüringen im Jahr 2014

Posted on September 29, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: |

Im Jahr 2014 wurden in Thüringen 83 Mädchen und Jungen adoptiert. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 25 Adoptionen bzw. 23,1 Prozent weniger als ein Jahr zuvor.
47 der adoptierten Kinder und Jugendlichen waren Jungen (56,6 Prozent).

Von den adoptierten Kindern waren 36 unter drei Jahre alt (43,4 Prozent), 13 Kinder waren im Alter zwischen drei und fünf Jahren (15,7 Prozent), 22 Kinder zwischen 6 und 11 Jahren (26,5 Prozent) und 12 Kinder bzw. Jugendliche im Alter zwischen 12 und 17 Jahren (14,5 Prozent).

Bei den durchgeführten Adoptionen waren die neuen Eltern in 43 Fällen nicht mit den Kindern verwandt (51,8 Prozent). Von diesen Kindern waren 38 jünger als sechs Jahre (88,4 Prozent). Bei den von einem Stiefelternteil oder von Verwandten adoptierten Kindern war der Großteil älter als 6 Jahre (72,5 Prozent). Die im Jahr 2014 in Thüringen adoptierten Kinder hatten alle die deutsche Staatsangehörigkeit.

Am Jahresende 2014 waren 69 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Ein Jahr zuvor waren es 64 Kinder und Jugendliche. Demgegenüber lagen den Jugendämtern 135 Adoptionsbewerbungen vor (Ende 2013: 136 Bewerbungen). Rechnerisch standen damit am Jahresende 2014 wie bereits im Vorjahr einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen zwei mögliche Adoptiveltern gegenüber.

Quelle: Pressemitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik vom 28.09.2015

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Hessen: 13 500 junge Menschen in einer Einrichtung oder Pflegefamilie untergebracht

Posted on September 26, 2015. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2014 wurden in Hessen 13 500 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis unter 27 Jahre außerhalb des Elternhauses untergebracht: 4700 bzw. 35 Prozent in Form von Vollzeitpflege und knapp 8800 bzw. 65 Prozent in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform. Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes nahm die Zahl der betroffenen jungen Menschen gegenüber 2013 um 4,5 Prozent zu (Betreute in Vollzeitpflege: plus 0,6 Prozent; Betreute in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform: plus 6,7 Prozent). Ein Grund für die Steigerung der außerhalb des Elternhauses untergebrachten jungen Menschen war die Zunahme der unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland. Am Jahresende 2014 dauerten noch 10 060 Hilfen an, rund 3450 Hilfen wurden im Jahr 2014 beendet. Knapp 3850 Hilfen wurden 2014 neu begonnen.

Mit 63 Prozent waren die meisten jungen Menschen, bei Beginn der Unterbringung außerhalb des Elternhauses, zwischen zwölf bis unter 18 Jahre alt, gefolgt von den Sechs- bis unter Zwölfjährigen und den unter Sechsjährigen mit jeweils 14 Prozent. Neun Prozent waren bereits volljährig. Bei den jüngeren Kindern spielte die Vollzeitpflege wichtigste Rolle, während mit steigendem Alter eine Unterbringung in einem Heim oder das betreute Wohnen an Bedeutung gewann. Von den unter Sechsjährigen waren 85 Prozent in Pflegefamilien untergebracht. Bei den Sechs- bis unter Zwölfjährigen lag dieser Anteil bei 28 Prozent. Bei den Zwölf- bis unter 18-jährigen waren sieben Prozent und bei den Volljährigen knapp drei Prozent in Vollzeitpflege.

Bei der Vollzeitpflege standen folgende Gründe bei Beginn der Hilfe im Vordergrund: Die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten und die unzureichende Förderung bzw. Betreuung/Versorgung des jungen Menschen in der Familie (jeweils 19 Prozent) sowie die Gefährdung des Kindeswohles (17 Prozent). Bei den jungen Menschen, die in Heimen/sonstiger betreuter Wohnform untergebracht wurden, waren neben der Unversorgtheit mit 22 Prozent, der eingeschränkten Erziehungskompetenz der Eltern mit 15 Prozent, Auffälligkeiten im sozialen Verhalten mit zehn Prozent sowie die unzureichende Förderung mit neun Prozent von Bedeutung. 81 Prozent (Heimerziehung: 41 Prozent) der jungen Menschen/der Herkunftsfamilien bezogen bei Beginn der Hilfe Transferleistungen.

Hinweis: Die im Laufe des Jahres geleisteten Hilfen errechnen sich aus der Summe der im Jahr beendeten Hilfen und den am 31.12. bestehenden Hilfen. Wird eine Hilfe beendet und im laufenden Jahr erneut begonnen, so wird dies als zwei Hilfeleistungen gezählt.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 25.09.2015

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Unbegleitete Einreisen Minderjähriger aus dem Ausland lassen Inobhutnahmen 2014 stark ansteigen

Posted on September 16, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

WIESBADEN –  Im Jahr 2014 hat die Zahl der Minderjährigen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden, stark zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen 2014 rund 11 600 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze nach Deutschland, das waren 5 000 Minderjährige oder 77 % mehr als im Jahr 2013 und sechsmal mehr als im Jahr 2009. Rund 10 500 dieser jungen Menschen (90 %) waren männlich, dagegen reisten nur etwa 1 100 Mädchen unbegleitet nach Deutschland ein. Von den 11 600 eingereisten unbegleiteten Minderjährigen haben im Jahr 2014 laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) 4 400 (38 %) einen Asylantrag gestellt.

Insgesamt haben im Jahr 2014 die Jugendämter in Deutschland knapp 48 100 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 5 900 Minderjährige (+ 14 %) mehr als 2013. Der Zuwachs bei den Inobhutnahmen im Jahr 2014 resultierte mit einem Anteil von 85 % ganz überwiegend aus den unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland.

Weitere Informationen finden Sie in der Publikation des BAMF „Das Bundesamt in Zahlen 2014: Asyl, Migration und Integration“ und unter
Thematische Veröffentlichungen des Statistischen Bundesamtes im Bereich Soziales.

Quelle: Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes vom 16.09.2015

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2014: Jugendämter führten rund 124 000 Gefährdungs­einschätzungen für Kinder durch

Posted on September 16, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Rechtliches | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2014 rund 124 000 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, bedeutet dies einen Anstieg um 7,4 % gegenüber dem Vorjahr.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 18 600 eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Dies ist gegenüber 2013 ein Anstieg um 8,2 %. Bei 22 400 Verfahren (+ 4,7 %) konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). Der stärkste Anstieg (+ 9,8 %) betrifft 41 500 Fälle, in denen die Fachkräfte des Jugendamtes zu dem Ergebnis kamen, dass zwar keine Kindeswohlgefährdung, aber ein weiterer Hilfe- oder Unterstützungsbedarf vorlag. In fast ebenso vielen Fällen (41 600) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf festgestellt, allerdings mit einem geringeren Anstieg gegenüber 2013 von 6,1 %.

63,6 % der Kinder, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf. In 27,2 % der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas weniger häufig (23,6 %) wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4,6 % der Fälle von Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Gefährdungseinschätzungen wurden in etwa gleich häufig für Jungen und Mädchen durchgeführt. Kleinkinder waren bei den Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls besonders betroffen. Beinahe jedes vierte Kind (24,2 %), für das ein Verfahren durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren von einem Fünftel (20,0 %) der Verfahren betroffen. Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre) waren mit 22,2 % beteiligt. Mit zunehmendem Alter nehmen die Gefährdungseinschätzungen ab: Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren hatten einen Anteil von 18,3 % an den Verfahren, Jugendliche (14 bis 17 Jahre) nur noch von 15,3 %.

Am häufigsten, nämlich bei 20,4 % der Verfahren, machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam. Bei 13,1 % der Verfahren gingen Jugendämter Hinweisen durch Bekannte oder Nachbarn nach, bei 12,5 % der Verfahren kamen die Hinweise von Schulen oder Kindertageseinrichtungen. Gut jeden zehnten Hinweis (11,5 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Hinweise:
Eine Gefährdungseinschätzung gemäß Paragraf 8a Absatz 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) wird vorgenommen, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines/einer Minderjährigen bekannt werden und es sich daraufhin zur Bewertung der Gefährdungslage einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen sowie seiner Lebenssituation macht. Diese Abschätzung des Gefährdungsrisikos erfolgt in den Jugendämtern in Zusammenwirkung mehrerer Fachkräfte. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes/Jugendlichen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Situation von den Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird oder werden kann.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 11.09.2015

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Steigende Zahlen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge

Posted on August 6, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/STO) Die Zahl der Inobhutnahmen Minderjähriger aufgrund einer unbegleiteten Einreise nach Deutschland hat sich den Jahren 2010 bis einschließlich 2013 mehr als verdoppelt. Dies geht aus der Antwort der Bundesregierung (18/5564) auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/2999) hervor. Danach stieg diese Zahl der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik zufolge von 2.822 im Jahr 2010 über 3.482 im Jahr 2011 und 4.767 im Jahr 2012 auf 6.584 im Jahr 2013.

In den 6.584 Fällen des Jahres 2013 waren den Angaben zufolge 726 der Betroffenen weiblich und 5.858 männlich. Insgesamt waren von ihnen laut Vorlage 377 jünger als 14 Jahre, 1.647 im Alter von 14 bis unter 16 Jahre und 4.560 im Alter von 16 bis unter 18 Jahre.

Die Feststellungen der Bundespolizei von allein reisenden ausländischen Personen, bei denen nur Personen bis zum 16. Lebensjahr erfasst wurden, stiegen der Antwort zufolge von 282 Betroffenen im Jahr 2010 über 365 im Jahr 2011, 403 im Jahr 2012 und 443 im Jahr 2013 auf 1.087 im Jahr 2014. Als Hauptherkunftsländer werden dabei für das vergangene Jahr Afghanistan mit 536 Fällen vor Eritrea mit 171 und Somalia mit 91 ausgewiesen, gefolgt von Syrien mit 73 und Marokko mit 66 Fällen.

Wie die Bundesregierung in der Antwort darlegt, gehören ausländische Kinder und Jugendliche, die aus ihren Herkunftsländern allein nach Deutschland kommen und ihre Familien verlassen, „zu den schutzbedürftigsten Personengruppen überhaupt“. Sie hätten nach der UN-Kinderrechtskonvention ein Recht darauf, dem Kindeswohl entsprechend untergebracht, versorgt und betreut zu werden. Dies sicherzustellen, sei für die Bundesregierung „ein Anliegen von höchster Priorität, dem sie sich angesichts der kontinuierlichen Zunahme unbegleitet nach Deutschland einreisender ausländischer Minderjähriger mit der gebotenen Dringlichkeit“ zuwendet.

„Unter den Menschen, die zu uns kommen, sind auch immer mehr ausländische Kinder und Jugendliche, die ohne Personensorgeberechtigte nach Deutschland einreisen und hier weder mit einem Personensorgeberechtigten noch einem anderen Erziehungsberechtigten zusammenkommen“, schreibt die Bundesregierung. Daher bringe sie den Entwurf eines Gesetzes zur Verbesserung der Unterbringung, Versorgung und Betreuung ausländischer Kinder und Jugendlicher auf den Weg. Damit verfolge sie das Ziel, den tatsächlichen Bedürfnissen von Kindern und Jugendlichen, die unbegleitet nach Deutschland einreisen, „weiterhin bestmöglich gerecht zu werden“.

Mit dem Gesetz soll laut Vorlage durch Regelung einer bundesweiten Aufnahmepflicht der Länder unbegleiteten ausländischen Kindern und Jugendlichen bundesweit ein „gutes Aufwachsen“ gesichert werden. Dabei gelte das Primat der Kinder- und Jugendhilfe. Dadurch sollten auch die mit der Unterbringung, Versorgung und Betreuung von unbegleiteten Minderjährigen verbundenen Belastungen, die derzeit größtenteils eine relativ geringe Anzahl von Kommunen zu schultern hätten, gerechter verteilt werden.

Ziel sei insbesondere eine den besonderen Schutzbedürfnissen und Bedarfslagen von unbegleiteten Minderjährigen entsprechende Unterbringung, Versorgung und Betreuung durch eine landes- und bundesweite Aufnahmepflicht, erläutert die Regierung. So solle beispielsweise eine Verteilung nicht möglich sein, wenn dadurch das Kindeswohl gefährdet würde. Übergangsphasen sowie Verwaltungsabläufe sollten dem kindlichen Zeitempfinden und der spezifischen Belastungssituation von unbegleiteten Minderjährigen soweit wie möglich Rechnung tragen. Minderjährige sollten auch immer persönlich von Fachkräften der Kinder- und Jugendhilfe begleitet werden, wenn sie in die Obhut eines anderen Jugendamts übergeben werden sollen.

Das Gesetz soll den Angaben zufolge „gewährleisten, dass in allen Ländern unbegleitete ausländische Kinder und Jugendliche ihrem Wohl und ihren spezifischen Bedürfnissen entsprechend untergebracht, versorgt und betreut werden“.

Quelle: Heute im Bundestag vom 06.08.2015

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Im Land Brandenburg begannen 2014 für 15 457 junge Menschen Hilfen zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on August 5, 2015. Filed under: Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurden im Jahr 2014 im Land Brandenburg 15 457 erzieherische Hilfen für Kinder und Jugendliche begonnen. Gegenüber 2013 ist das eine Steigerung von 1,4 Prozent. 14 913 (2013: 14 076) Hilfen wurden im Laufe des Jahres beendet und 16 121 (2013: 15 821) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Von den im Jahr 2014 gewährten Hilfen (beendete und bestehende Hilfen) bildeten Erziehungsberatungen mit 39,9 Prozent den Schwerpunkt der Hilfen zur Erziehung. An zweiter Stelle stand die Hilfeart Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform mit 4 415 Fällen bzw. 14,2 Prozent. Eine Hilfe zur Erziehung in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe wurde im Jahr 2014 in 4 572 Fällen bzw. 14,7 Prozent geleistet. Aber auch 3 036 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen wurden in Anspruch genommen.

Die erzieherischen Hilfen sind überwiegend an jungen Menschen orientiert, zum Teil auch an der gesamten Familie. Insgesamt erhielten 35 693 junge Menschen Hilfen zur Erziehung, die durch öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht werden.

Hauptgründe für die Hilfegewährung waren eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten und Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 05.08.2015

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Für 24.820 junge Menschen in Berlin begannen 2014 Hilfen zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on August 5, 2015. Filed under: Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurden im Jahr 2014 in Berlin 24 820 erzieherische Hilfen für Kinder und Jugendliche begonnen. Gegenüber 2013 ist das ein leichter Rückgang um 0,6 Prozent. 23 787 (2013: 23 798) Hilfen wurden im Laufe des Jahres beendet und 22 244 (2013: 21 052) Hilfen bestanden am Jahresende fort.

Von den im Jahr 2014 gewährten Hilfen (beendete und bestehende Hilfen) bildeten Erziehungsberatungen mit 49,8 Prozent den Schwerpunkt der Hilfen zur Erziehung. An zweiter Stelle stand die Hilfeart Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform mit 5 820 Fällen bzw. 12,6 Prozent. Eine Hilfe zur Erziehung in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe wurde im Jahr 2014 in 5 197 Fällen bzw. 11,3 Prozent geleistet.

Aber auch 3 766 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen wurden in Anspruch genommen.

Die erzieherischen Hilfen sind überwiegend an jungen Menschen orientiert, zum Teil auch an der gesamten Familie. Insgesamt nutzten 51 733 junge Menschen Hilfen zur Erziehung, die durch öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht werden.

Als Hauptgründe für die Hilfegewährung wurden Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte und eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten angegeben.

Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg vom 05.08.2015

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275 Adoptionen in Hessen 2014

Posted on August 4, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

Im Jahr 2014 wurden in Hessen 275 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren 59 (27 Prozent) mehr als ein Jahr zuvor. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, entfiel dieser Anstieg hauptsächlich auf Adoptionen mit deutscher Staatsangehörigkeit (56 Kinder). Insgesamt hatten acht von zehn der adoptierten Kinder die deutsche Staatsangehörigkeit.

Die Hälfte der adoptierten Kinder wurden vom Stiefvater oder von der Stiefmutter und rund 40 Prozent von familienfremden Personen angenommen. Zehn Prozent der Adoptiveltern waren mit dem Kind bzw. Jugendlichen verwandt.

2014 waren gut 37 Prozent der adoptierten Kinder jünger als drei Jahre, 15 Prozent waren zwischen drei und fünf Jahre und 29 Prozent zwischen sechs und elf Jahre alt. Zwölf Jahre oder älter waren weitere 18 Prozent der Kinder und Jugendlichen.

Bei 64 Prozent der adoptierten Kinder war der abgebende Elternteil ledig. In jeweils vier Prozent der Fälle war der Familienstand der abgebenden Eltern verheiratet bzw. lebten die Eltern in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft. Weitere elf Prozent waren geschieden. Bei den übrigen 17 Prozent der Adoptionen war der Familienstand der abgebenden Eltern u. a. unbekannt oder verwitwet.

Am Jahresende 2014 waren 53 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt. Demgegenüber lagen den Trägern von Adoptionen 541 Adoptionsbewerbungen vor. Rechnerisch standen damit einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen zehn mögliche Adoptiveltern gegenüber.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 04.08.2015

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261 Kinder und Jugendliche 2014 in Sachsen adoptiert

Posted on August 3, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: |

Insgesamt 261 Kinder und Jugendliche wurden 2014 in Sachsen adoptiert, 139 Jungen und 122 Mädchen. Das waren 16 Adoptionen mehr als im Vorjahr.

Wie das Statistische Landesamt weiter mitteilt, waren zum Zeitpunkt der Adoption 164 Kinder (63 Prozent) unter 6 Jahre alt – darunter 20 unter einem Jahr – und 55 Kinder (21 Prozent) 6 bis unter 12 Jahre.

Von den adoptierten Kindern wurden 49 Prozent (128) von ihrem Stiefvater bzw. ihrer Stiefmutter angenommen, was keine Veränderung der Lebenssituation der Kinder zur Folge hatte. Von Verwandten, z. B. Onkel und Tanten bzw. Großeltern, wurden fünf Kinder bzw. Jugendliche adoptiert. 49 Prozent (128) waren mit den annehmenden Eltern nicht verwandt.

Am Ende des Jahres 2014 befanden sich 241 Kinder in Adoptionspflege, einer Probezeit für Kinder und potentielle Eltern. Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 245 Bewerbungen für 81 zur Adoption vorgemerkte Kinder vor. Somit kamen auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind drei Adoptionsbewerber.

Quelle: Statistisches Landesamt des Freistaates Sachsen vom 03.08.2015

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Thüringen: 3.296 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls 2014

Posted on August 3, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2014 wurden den Thüringer Jugendämtern in 3 296 Fällen gewichtige Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung*) bekannt. Wie das Thüringer Landesamt für Statistik mitteilt, war das im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang um 142 Gefährdungseinschätzungen bzw. 4,1 Prozent. Darunter wurden 2014 bei 1 621 Mädchen (49,2 Prozent) Gefährdungseinschätzungen des Kindeswohls durchgeführt.

Als Ergebnis der Gefährdungseinschätzungen wurden durch die Fachkräfte 429 akute (13,0 Prozent) und 502 latente Kindeswohlgefährdungen (15,2 Prozent) festgestellt. In 2 365 Fällen (71,8 Prozent) kamen die Experten zu dem Ergebnis, dass keine Kindeswohlgefährdung vorlag. Jedoch bestand in zwei Dritteln dieser Fälle (1 539 Verfahren) Hilfe- bzw. Unterstützungsbedarf.

Die häufigste Form der Kindeswohlgefährdung sind Anzeichen für Vernachlässigung, die in 636 Fällen im Rahmen der Gefährdungseinschätzung festgestellt wurden. Anzeichen für psychische Misshandlungen gab es in 200 Fällen, Anzeichen für körperliche Misshandlungen in 177 Fällen und in 46 Fällen wurden durch die Fachkräfte Anzeichen für sexuelle Gewalt ermittelt.

Mit 940 Kindern, für die ein Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt wurde, war mehr als ein Viertel (28,5 Prozent) noch keine drei Jahre alt, wobei 363 von ihnen das erste Lebensjahr noch nicht vollendet hatte. Bei den unter Drei-Jährigen lag bei 72,2 Prozent eine Kindeswohlgefährdung vor oder es bestand Unterstützungsbedarf, darunter 263 Kinder unter einem Jahr. In 786 Fällen, bei denen Anhaltspunkte einer Kindeswohlgefährdung vorlagen, waren die Kinder im Alter von 3 bis unter 6 Jahre. Bei 610 von ihnen wurde eine Kindeswohlgefährdung oder Hilfebedarf festgestellt. Weitere 704 betroffene Kinder befanden sich im Alter von 6 bis unter 10 Jahren und 866 von 10 bis unter 18.

Hinweise für eine Kindeswohlgefährdung erhielten die Jugendämter in einem Fünftel der Fälle (665) von anonymen Meldern. Weitere 531 Initiativen (16,1 Prozent) gingen von der Polizei, dem Gericht bzw. der Staatsanwaltschaft aus und in 374 Fällen (11,3 Prozent) waren es Bekannte oder Nachbarn.

*) Verfahren zur Einschätzung des Kindeswohls gemäß § 8a Abs. 1 SGB VIII

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik vom 03.08.2015

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Rheinland-Pfalz: 187 Adoptionen im Jahr 2014

Posted on Juli 30, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Publikationen, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: |

Im Jahr 2014 wurden in Rheinland-Pfalz 187 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 16 mehr als ein Jahr zuvor. Ungeachtet der Zunahme zum Vorjahr ist mittelfristig ein deutlich rückläufiger Trend der Adoptionszahlen zu verzeichnen; so wurden im Jahr 2004 noch 252 Minderjährige als eigene Kinder angenommen, Mitte der 1990er-Jahre waren es sogar noch deutlich mehr als 400 Jungen und Mädchen. Die aktuelle Zunahme gegenüber dem Jahr 2013 liegt alleine darin begründet, dass im Berichtsjahr 2014 erstmals neben den Adoptionsvermittlungsstellen der öffentlichen sowie der freien Träger der Jugendhilfe auch anerkannte Auslandsvermittlungsstellen zur Statistik melden. Blieben diese Meldungen unberücksichtigt, wäre auch 2014 ein Rückgang der Adoptionen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen gewesen.

In 110 Fällen erfolgten die Adoptionen durch den Stiefvater, die Stiefmutter oder durch Verwandte und damit in einem für das Kind vertrauten Umfeld. Familienfremde Paare oder Personen adoptierten 77 Kinder.

Von den adoptierten 103 Jungen und 84 Mädchen waren 95 jünger als sechs Jahre, 73 von ihnen hatten das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet, darunter 16 Kinder, die noch kein Jahr alt waren. Annähernd 30 Prozent der adoptierten Kinder und Jugendlichen hatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

Von den abgebenden Eltern bzw. sorgeberechtigten Elternteilen waren 101 ledig, 43 geschieden. Insgesamt 18 Kinder wurden von verheirateten bzw. in eingetragener Lebenspartnerschaft lebenden Eltern bzw. Sorgeberechtigten zur Adoption freigegeben. Bei vier Adoptierten war der abgebende Elternteil verwitwet, ein Kind war Vollwaise. In 20 Fällen war der Familienstand der abgebenden Person unbekannt.

Ende 2014 waren zudem 84 Kinder und Jugendliche in Adoptionspflege untergebracht. Diese beginnt mit dem Tag, an dem die künftigen Adoptiveltern das Adoptivkind in ihren Haushalt aufnehmen. Sie endet mit dem Tag, an dem das Familiengericht die Adoption ausspricht.

Insgesamt 29 Kinder und Jugendliche waren Ende 2014 bei den Adoptionsvermittlungsstellen zur Adoption vorgemerkt. Den Vermittlungsstellen lagen insgesamt 492 Bewerbungen von Ehepaaren und Einzelpersonen vor. Damit kamen rechnerisch 17 Bewerbungen auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind. Die Zahl der in der Statistik nachgewiesenen Adoptionsbewerbungen ist gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen. In den Jahren 2011 bis 2013 waren jeweils rund 300 Adoptionswillige bei den hierfür zuständigen Stellen vorgemerkt gewesen. Auch diese Zunahme liegt darin begründet, dass im Jahr 2014 erstmals zusätzlich anerkannte Auslandsvermittlungsstellen zur Statistik meldeten. Ohne Berücksichtigung dieser Fälle wäre die Zahl der vorgemerkten Adoptionsbewerbungen wie auch die Zahl der adoptierten Kinder und Jugendlichen erneut rückläufig gewesen.


Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz vom 29.07.2015

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Rheinland-Pfalz: 187 Adoptionen im Jahr 2014 – Annähernd vier von zehn Kinder unter drei Jahre alt

Posted on Juli 29, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: |

Im Jahr 2014 wurden in Rheinland-Pfalz 187 Kinder und Jugendliche adoptiert. Das waren nach Angaben des Statistischen Landesamtes in Bad Ems 16 mehr als ein Jahr zuvor. Ungeachtet der Zunahme zum Vorjahr ist mittelfristig ein deutlich rückläufiger Trend der Adoptionszahlen zu verzeichnen; so wurden im Jahr 2004 noch 252 Minderjährige als eigene Kinder angenommen, Mitte der 1990er-Jahre waren es sogar noch deutlich mehr als 400 Jungen und Mädchen. Die aktuelle Zunahme gegenüber dem Jahr 2013 liegt alleine darin begründet, dass im Berichtsjahr 2014 erstmals neben den Adoptionsvermittlungsstellen der öffentlichen sowie der freien Träger der Jugendhilfe auch anerkannte Auslandsvermittlungsstellen zur Statistik melden. Blieben diese Meldungen unberücksichtigt, wäre auch 2014 ein Rückgang der Adoptionen gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen gewesen.

In 110 Fällen erfolgten die Adoptionen durch den Stiefvater, die Stiefmutter oder durch Verwandte und damit in einem für das Kind vertrauten Umfeld. Familienfremde Paare oder Personen adoptierten 77 Kinder.

Von den adoptierten 103 Jungen und 84 Mädchen waren 95 jünger als sechs Jahre, 73 von ihnen hatten das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet, darunter 16 Kinder, die noch kein Jahr alt waren. Annähernd 30 Prozent der adoptierten Kinder und Jugendlichen hatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit.

Von den abgebenden Eltern bzw. sorgeberechtigten Elternteilen waren 101 ledig, 43 geschieden. Insgesamt 18 Kinder wurden von verheirateten bzw. in eingetragener Lebenspartnerschaft lebenden Eltern bzw. Sorgeberechtigten zur Adoption freigegeben. Bei vier Adoptierten war der abgebende Elternteil verwitwet, ein Kind war Vollwaise. In 20 Fällen war der Familienstand der abgebenden Person unbekannt.

Ende 2014 waren zudem 84 Kinder und Jugendliche in Adoptionspflege untergebracht. Diese beginnt mit dem Tag, an dem die künftigen Adoptiveltern das Adoptivkind in ihren Haushalt aufnehmen. Sie endet mit dem Tag, an dem das Familiengericht die Adoption ausspricht.

Insgesamt 29 Kinder und Jugendliche waren Ende 2014 bei den Adoptionsvermittlungsstellen zur Adoption vorgemerkt. Den Vermittlungsstellen lagen insgesamt 492 Bewerbungen von Ehepaaren und Einzelpersonen vor. Damit kamen rechnerisch 17 Bewerbungen auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind. Die Zahl der in der Statistik nachgewiesenen Adoptionsbewerbungen ist gegenüber den Vorjahren deutlich gestiegen. In den Jahren 2011 bis 2013 waren jeweils rund 300 Adoptionswillige bei den hierfür zuständigen Stellen vorgemerkt gewesen. Auch diese Zunahme liegt darin begründet, dass im Jahr 2014 erstmals zusätzlich anerkannte Auslandsvermittlungsstellen zur Statistik meldeten. Ohne Berücksichtigung dieser Fälle wäre die Zahl der vorgemerkten Adoptionsbewerbungen wie auch die Zahl der adoptierten Kinder und Jugendlichen erneut rückläufig gewesen.

Die Angaben zu den im Laufe eines Kalenderjahres rechtskräftig erfolgten Adoptionen sowie zu den jeweils am 31. Dezember vorgemerkten Adoptionsbewerbungen und in Adoptionspflege untergebrachten Kinder liefern die Adoptionsvermittlungsstellen der öffentlichen sowie der freien Träger der Jugendhilfe einmal jährlich. Seit dem Berichtsjahr 2014 melden erstmals auch zentrale Auslandsvermittlungsstellen Daten zu dieser Statistik. Infolge dessen sind die für 2014 ausgewiesenen Zahlen nicht unmittelbar mit den Vorjahreswerten vergleichbar.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz vom 29.07.2015

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Jugendhilfe in Hamburg 2014: Vernachlässigung häufigster Grund für Kindeswohlgefährdung

Posted on Juli 28, 2015. Filed under: Forschung, Hamburg, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2014 haben die Jugendämter in Hamburg 1 002 Kindeswohlgefährdungen festgestellt. In drei Vierteln der Fälle fanden sich Anzeichen für Vernachlässigung, so das Statistikamt Nord. Bei 15 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen gab es Hinweise auf körperliche Misshandlungen. Psychische Misshandlungen waren bei 14 Prozent und sexuelle Gewalt bei fünf Prozent Ursache der Gefährdung (Mehrfachangaben pro Fall möglich).

In 52 Prozent der Fälle wurde eine eindeutige Gefährdung des Kindeswohls ermittelt („akute Gefährdung“) und bei 48 Prozent war eine Gefährdung nicht auszuschließen („latente Gefährdung“).

Mit Abstand am häufigsten (65 Prozent) meldeten Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaft die Gefährdung. Weitere Hinweise gingen anonym (zehn Prozent) oder von Kindertagesstätten und Schulen (acht Prozent) ein.

Insgesamt schlossen die Jugendämter 1 801 Verfahren zur Gefährdungseinschätzung ab. Dazu machen sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen sowie seiner Lebenssituation. In 56 Prozent aller Verdachtsfälle (1 002 Verfahren) wurde tatsächlich eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt. Bei 22 Prozent (396 jungen Menschen) lag keine Kindeswohlgefährdung vor, es bestand aber dennoch Hilfebedarf. Bei weiteren 22 Prozent aller abgeschlossenen Gefährdungseinschätzungen (403 Fälle) erwies sich der anfängliche Verdacht auf Kindeswohlgefährdung als unbegründet.

Quelle: Statistisches Amt für Hamburg und Schleswig-Holstein vom 28.07.2015

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NRW: 2,5 Prozent mehr Sorgerechtsentziehungen im Jahr 2014

Posted on Juli 24, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen | Schlagwörter: , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2014 wurden 4 628 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge durchgeführt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 2,5 Prozent mehr Maßnahmen als ein Jahr zuvor (2013: 4 513). Nach § 1666 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) ordneten die Gerichte in 2 350 Fällen den vollständigen und in 2 278 Fällen den teilweisen Entzug der elterlichen Sorge an. Bei einem teilweisen Entzug wird zum Beispiel das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder die Vermögenssorge entzogen.

In 1 510 Fällen – also bei etwa jeder dritten Maßnahme – wurde im Jahr 2014 das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen; 2013 hatte es 1 420 Übertragungen auf das Jugendamt gegeben.

Im Jahr 2014 bearbeiteten die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen außerdem 28 368 Sorgeerklärungen; das waren 6,2 Prozent mehr als 2013 (damals: 26 703). Die Sorgeerklärung (häufiger auch als Sorgerechtserklärung bezeichnet) ist eine spezielle Willenserklärung nicht verheirateter Eltern, die elterliche Sorge für ein Kind gemeinsam ausüben zu wollen. Die elterliche Sorge kann den Eltern – auf Grundlage einer entsprechenden gerichtlichen Entscheidung – auch ganz oder zum Teil gemeinsam übertragen werden. Mit der Abgabe der Sorgeerklärung vor einer Urkundsperson steht das elterliche Sorgerecht beiden Eltern gemeinsam zu (§ 1626a Abs. 1 BGB). (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 24.07.2015

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Im Jahr 2014 wurden in NRW 5,7 Prozent weniger Kinder und Jugendliche adoptiert

Posted on Juli 24, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Nordrhein-Westfalen | Schlagwörter: |

Düsseldorf (IT.NRW). 2014 wurden in Nordrhein-Westfalen 867 Kinder und Jugendliche adoptiert (421 Jungen und 446 Mädchen). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, wurden damit 52 Kinder und Jugendliche weniger adoptiert als im Jahr 2013 (damals: 919 Adoptionen). 36,2 Prozent (314) der adoptierten Kinder waren jünger als drei Jahre und 39,4 Prozent (342) waren zwischen drei und elf Jahren alt.

515 (59,4 Prozent) aller Adoptionen erfolgten durch einen neuen Partner des leiblichen Elternteils (Stiefvater/Stiefmutter). 15 Kinder wurden von Verwandten und 337 Kinder von nicht verwandten Personen angenommen.
Graphik als Datentabelle

Ende 2014 waren in Nordrhein-Westfalen 244 Mädchen und Jungen zur Adoption vorgemerkt; ihnen gegenüber standen zum gleichen Zeitpunkt 1 599 bei den Adoptionsvermittlungsstellen gemeldete Bewerber, die ein Kind adoptieren wollten. Ende des vergangenen Jahres befanden sich 406 junge Menschen in der sog. „Adoptionspflege”; diese bietet den zukünftigen Eltern und dem Kind die Möglichkeit einer gegenseitigen Probephase. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 22.07.2015

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Vorläufige Inobhutnahmezahlen von unbegleiteten Minderjährigen 2014

Posted on Juli 17, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Der Bundesfachverband UMF erhebt jährlich die Inobhutnahmezahlen bei Jugendämtern auf kommunaler und auf Landesebene. Eine vorläufige Auswertung der Erhebung zu Inobhutnahmen von unbegleiteten Minderjährigen im Jahr 2014 liegt nun vor. Demnach ist die Zahl gegenüber den Vorjahren um etwa 45% auf 10.321 gestiegen.

zur Auswertung der Inobhutnahmezahlen 2014

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Rheinland-Pfalz: Gefährdung des Kindeswohls – Fast 2.400 Betroffene im vergangenen Jahr

Posted on Juli 15, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Rheinland-Pfalz | Schlagwörter: , |

Die rheinland-pfälzischen Jugendämter haben auf der Grundlage von Verdachtsmeldungen im Jahr 2014 insgesamt 6.433 Verfahren zur Einschätzung der Kindeswohlgefährdung abgeschlossen, 900 mehr als im Vorjahr. Damit waren nach Mitteilung des Statistischen Landesamtes in Bad Ems knapp ein Prozent aller Kinder unter 18 Jahren von einem derartigen Verfahren betroffen.

In 2.365 Fällen, also bei weit mehr als einem Drittel (37 Prozent) der Verdachtsmeldungen, wurde im Zusammenwirken der beteiligten Fachkräfte tatsächlich eine akute oder latente Gefährdung des Kindeswohls erkannt. Eine Kindeswohlgefährdung liegt dann vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes bzw. Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist.

Eine akute Kindeswohlgefährdung wurde in 998 Verfahren festgestellt (16 Prozent). Kann die Frage, ob gegenwärtig tatsächlich eine Gefahr besteht, nicht eindeutig beantwortet, eine Kindeswohlgefährdung aber nicht ausgeschlossen werden, so liegt eine latente Gefährdung vor. Die Einschätzung der Fachkräfte führte in 1.367 Fällen (21 Prozent) zu einem solchen Ergebnis.

Keine Gefährdung des Kindeswohls lag bei 4.068 aller Verdachtsfälle  vor (63 Prozent). Bei weit mehr als der Hälfte dieser Verfahren (2.325 Fälle) wurde aber dennoch ein Hilfebedarf festgestellt, etwa in Form von Beratungs- und Unterstützungsleistungen für die Mütter und Väter. Kein weiterer Hilfebedarf bestand dagegen in 1.743 Verdachtsfällen.

Auf der Grundlage des Kinderschutzgesetzes sind die Jugendämter verpflichtet, eine Gefährdungseinschätzung vorzunehmen, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen vorliegen. Auf Initiative von Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft wurden 1.223 Verfahren in die Wege geleitet. Verdachtsmeldungen kommen häufig auch von Bekannten oder Nachbarn der Kinder. Dies war im Jahr 2014 bei 919 Verfahren der Fall. Auch anonyme Meldungen waren häufig Ausgangspunkt derartiger Verfahren; in 658 Fällen erreichte das Jugendamt eine Verdachtsmeldung auf diesem Weg.

Quelle: Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz vom 10.07.2015

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Im Jahr 2014 leiten Brandenburger Jugendämter 6.258 Verfahren zur Kindeswohlgefährdung ein

Posted on Juli 14, 2015. Filed under: Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurde im Jahr 2014 im Land Brandenburg für 6 258 Kinder und Jugendliche ein Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen. Gegenüber 2013 ist das eine Steigerung von 29,3 Prozent (2013: 4 840).

Eine akute Gefährdungseinschätzung wurde bei 962 (15,4 Prozent) Kindern und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. Bei 1 145 (18,3 Prozent) Fällen lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es besteht weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Bei 1 720 (27,5 Prozent) Fällen wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf und in 2 431 (38,8 Prozent) der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

72,2 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen betrafen Vernachlässigung, 18,7 Prozent körperliche und 21 Prozent psychische Misshandlungen. In 4 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Hierbei sind für ein Kind mehrere Arten der Gefährdungsmeldung möglich.

Häufig erfolgte das Bekanntwerden von Kindeswohlgefährdungen durch Verwandte, Bekannte und Nachbarn (15,2 Prozent) oder auch anonym (19,6 Prozent). Über Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft wurden 15,5 Prozent der Verfahren initiiert. In 10,1 Prozent der Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die auslösende Einrichtung. 11 Prozent der Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen. Durch medizinisches Personal, Gesundheitsämter oder Hebammen erfolgte in 5,1 Prozent der Fälle Informationen an die Jugendämter.

Als Ergebnis der Gefährdungseinschätzung wurden für 964 Kinder und Jugendliche ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingerichtet. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 692 Fälle gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung. 326 Kinder oder Jugendliche
wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 345 Fällen musste das Familiengericht angerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 14.07.2015

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Im Jahr 2014 leiten Berliner Jugendämter 11.772 Verfahren zur Kindeswohlgefährdung ein

Posted on Juli 14, 2015. Filed under: Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurde im Jahr 2014 in Berlin für 11 772 Kinder und Jugendliche ein Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen. Gegenüber 2013 ist das eine Steigerung von 18,2 Prozent (2013: 9 959).

Eine akute Gefährdungseinschätzung wurde bei 2 369 (20,1 Prozent) Kinder und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. Bei 3 660 (31,1 Prozent) Fällen lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es besteht weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Bei 3 286 (27,9 Prozent) Fällen wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf und in 2 457 (20,9 Prozent) der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

62,6 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen betrafen Vernachlässigung, 20 Prozent körperliche und 30,8 Prozent psychische Misshandlungen. In 3,5 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden. Hierbei sind für ein Kind mehrere Arten der Gefährdungsmeldung möglich.

Häufig erfolgte das Bekanntwerden von Kindeswohlgefährdungen durch Verwandte, Bekannte und Nachbarn (14,6 Prozent) oder auch anonym (7 Prozent). Über Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft wurden 26 Prozent der Verfahren initiiert. In 13,9 Prozent der Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die auslösende Einrichtung. 10,4 Prozent der Verfahren wurden durch die Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen. Durch medizinisches Personal, Gesundheitsämter oder Hebammen erfolgte in 5,5 Prozent der Fälle Informationen an die Jugendämter.

Als Ergebnis der Gefährdungseinschätzung wurden für 1 806 Kinder und Jugendliche ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingerichtet. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 2 536 Fälle gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung. 735 Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 677 Fällen musste das Familiengericht angerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 14.07.2015

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Im Jahr 2014 wurden in Bayern 553 Minderjährige adoptiert – Mehr als zwei Drittel davon von einem Stiefelternteil

Posted on Juli 6, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe | Schlagwörter: |

Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2014 insgesamt 553 Minderjährige adoptiert, was gegenüber dem Vorjahr (576 Adoptionen) ein Rückgang von vier Prozent bedeutet. Von den Minderjährigen waren 266 männlich und 287 weiblich.

In 70 Prozent der Fälle adoptierte die Stiefmutter bzw. der Stiefvater die Minderjährigen. Im Jahr 2014 wurden nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik ingesamt 553 Minderjährige adoptiert.

Gegenüber 2013 mit 576 durchgeführten Adoptionen bedeutet dies einen Rückgang von vier Prozent. In 446 Fällen (rund 81 Prozent) hatten die Minderjährigen die deutsche Staatangehörigkeit, 107 Minderjährige hatten keinen deutschen Pass. Wie auch im Vorjahr war die Gruppe der unter Dreijährigen mit 151 Adoptionen die größte Gruppe.

Fast 72 Prozent der Minderjährigen wurde von einem Stiefelternteil (386) oder von anderen Verwandten (zwölf) an Kindes statt angenommen.

Somit fiel ein Großteil der Adoptionen in das den Kindern und Jugendlichen bekannte Umfeld und verursachte somit in der Regel keine größeren Veränderungen der Lebensumstände und Bezugspersonen.

Bei 155 Adoptionen bestand kein Verwandtschaftsverhältnis zwischen den Adoptiveltern und den Minderjährigen.

Ende letzten Jahres waren 87 Minderjährige zur Adoption vorgemerkt – 50 männliche Kinder/Jugendliche und 37 weibliche. Gleichzeitig lagen den Adoptionsvermittlungs-stellen 898 Adoptionsbewerbungen vor. Das heißt, dass es rein rechnerisch für jeden zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen zehn mögliche Adoptiveltern gab.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik vom 06.07.2015

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Bayern: 2014 wurde bei einem Drittel der Gefährdungseinschätzungen eine Kindeswohlgefährdung festgestellt

Posted on Juli 3, 2015. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Bayerischen Jugendämter meldeten im Jahr 2014 insgesamt 15 122 Gefährdungseinschätzungen, das heißt Fälle, in denen geprüft wurde, ob das Wohl von Kindern bzw. Jugendlichen in Gefahr war. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik lag in 2 619 Fällen eine akute und in 3 007 eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Bei 5 156 Gefährdungseinschätzungen wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, jedoch Hilfebedarf und in 4 340 Fällen wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Grundlage der Statistik zur Kindeswohlgefährdung ist das Bundeskinderschutzgesetz, welches zum 1. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Kindeswohlgefährdung liegt dann vor, wenn das körperliche, geistige und seelische Wohl eines Kindes durch das Tun oder Unterlassen der Eltern oder Dritter gravierende Beeinträchtigungen erleidet, die dauerhafte oder zeitweilige Schädigungen in der Entwicklung des Kindes zur Folge haben bzw. haben können.

Eine Gefährdungseinschätzung nach § 8a Absatz 1 SGB VIII ist vom Jugendamt immer dann abzugeben, wenn dem Jugendamt wichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden, es sich daraufhin einen unmittelbaren Eindruck von dem Minderjährigen und seiner persönlichen Umgebung verschafft hat (z.B. durch Hausbesuche oder Einbestellung der Eltern ins Jugendamt) und das Gefährdungsrisiko anschließend im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte eingeschätzt wurde.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden in Bayern im Jahr 2014 insgesamt 15 122 Fälle (-5 Prozent gegenüber 2013) von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Betroffen waren 7 683 Jungen und 7 439 Mädchen.

2 619 Gefährdungseinschätzungen (-11 Prozent) ergaben eine akute, 3 007 (-16 Prozent) eine latente Kindeswohlgefährdung. In beiden Fällen, waren die Anzeichen für eine Vernachlässigung und die Anzeichen einer psychischen Misshandlung die beiden häufigsten Gründe einer Kindeswohlgefährdung.

Darüber hinaus wurde bei 5 156 (+6 Prozent) Gefährdungseinschätzungen keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, aber Hilfebedarf zum Beispiel im Rahmen einer Hilfe der Kinder und Jugendhilfe wie Erziehungsberatung oder eine Schutzmaßnahme. Bei 4 340(-4 Prozent) wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 03.07.2015

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