Dialog Erziehungshilfe – Schwerpunktausgabe „25 Jahre Kinder- und Jugendhilfegesetz“

Posted on Juli 1, 2015. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen, Schule | Schlagwörter: , , , , , |

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Kinder- und Jugendhilfegesetzes gibt AFET, der Bundesverband für Erziehungshilfe e.V., eine Schwerpunktausgabe des „Dialog Erziehungshilfe“ heraus. Heft 2-2015 beinhaltet auf 68 Seiten im DIN A4-Format folgende Fachartikel:

  • Von der integrativen zur inklusiven Kinder- und Jugendhilfe (Dr. Heike Schmid-Obkirchner, Leiterin des Referats 512 – Rechtsfragen der Kinder- und Jugendhilfe im BMFSFJ)
  • Ein Blick zurück in die Zukunft. Ein allgemein rückblickender, einordnender und in die Zukunft schauender Beitrag zu 25 Jahren KJHG (Maria Kurz-Adam, Jugendamtsleiterin München)
  • 25 Jahre Hilfen zur Erziehung im SGB VIII – Statistische Befunde fachlich interpretiert. (Sandra Fendrich, Jens Pothmann, Agathe Tabel, TU Dortmund)
  • Landesjugendämter im Wandel (Birgit Zeller, Vorsitzende Bundesarbeitsgemeinschaft Landesjugendämter)
  • Jugendämter – Hohe Ansprüche und wachsende Aufmerksamkeit (Claudia Völcker, Jugendamt Speyer)
  • Fachliche Veränderungen und neue Herausforderungen aus Sicht eines freien Trägers (Rainer Kröger, AFET-Vorsitzender, Geschäftsführer Diakonieverbund Schweicheln)
  • 25 Jahre Hilfen für junge Volljährige – Skizze einer Zwischenbilanz (Prof. Dr. Dirk Nüsken, ev. FH Bochum)
  • Was hat sich beim Kinderschutz und den Kinderrechten getan? (Cordula Lasner-Tietze, Dt. Kinderschutzbund Bundesverband e.V.)
  • Schule und Jugendhilfe. Mehr als eine Kooperationsbeziehung?! (Sabrina Brinks/Heinz Müller, Institut für sozialpädagogische Forschung-Mainz)

Die Artikel enthalten jeweils einem Rückblick, eine Beschreibung der Gegenwart und einen Blick in die Zukunft.

Das Heft kostet 8,00 Euro zzgl. Porto.

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4 675 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder in Bayern

Posted on Juni 10, 2015. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2014 wurden in Bayern insgesamt 4 675 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche ergriffen – in mehr als 60 Prozent der Fälle waren männliche Minderjährige betroffen. Laut Bayerischem Landesamt für Statistik war 2014 der häufigste Anlass die unbegleitete Einreise aus dem Ausland mit 1 986 Fällen.

Als Schutzmaßnahme bezeichnet man die vorläufige Aufnahme und Unterbringung von Minderjährigen in einer Notsituation durch das Jugendamt. Es sind Maßnahmen zur schnellen Intervention zugunsten des Minderjährigen, sie dienen als Klärungshilfe für Betroffene in Krisensituationen sowie dem unmittelbaren Schutz der Minderjährigen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik mitteilt, wurden im Jahr 2014 insgesamt 4 675 Minderjährige in Schutz genommen, was gegenüber dem Vorjahr (2 841) einem Plus von fast 65 Prozent entspricht. Betroffen waren 2 904 Jungen (62 Prozent) und 1 771 Mädchen (38 Prozent).

Auffällig ist die hohe Zahl von Schutzmaßnahmen für 1 986 unbegleitete Minderjährigen aus dem Ausland – im Vorjahr waren es 349 Minderjährige, was einem Plus von rund 470 Prozent entspricht. Hiervon waren 1 741 männliche Kinder und Jugendliche (88 Prozent) und 245 weibliche (12 Prozent).

Zweithäufigster Anlass (968 Fälle) war die Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils. Hier war gegenüber dem Vorjahr ein Minus von 10 Prozent zu verzeichnen.

2 976 (64 Prozent) der Kinder und Jugendlichen wurden während der Schutzmaßnahme in einer Einrichtung untergebracht, 1 041 (22 Prozent) bei einer geeigneten Person und 658 (14 Prozent) lebten in einer betreuten Wohnform.

Von den 4 675 Schutzmaßnahmen erfolgten 583 auf eigenen Wunsch des/der Minderjährigen und 4 092 aufgrund einer Gefährdung.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 10.06.2015

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Im Jahr 2014 verfügten bayerische Familiengerichte in 4.119 Fällen Maßnahmen aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls

Posted on Juni 3, 2015. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Im Jahr 2014 verfügten bayerische Familiengerichte in 4 119 Fällen Maßnahmen aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls. In 2 604 Fällen wurde die Übertragung der elterlichen Sorge ganz oder teilweise auf das Jugendamt oder einen Dritten entschieden

Im Laufe des Jahres 2014 wurden insgesamt 4 119 gerichtliche Maßnahmen eines Familiengerichts für Kinder- und Jugendliche aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls eingeleitet. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, waren 2 273 Buben und 1 846 Mädchen betroffen. Dabei wurde in 2 604 Fällen die vollständige oder teilweise Übertragung der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten entschieden.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch sind in § 1 666 „Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls“ geregelt. Das Familiengericht hat danach Maßnahmen im Falle einer körperlichen, geistigen oder seelischen Gefährdung des Kindes oder seines Vermögens zu ergreifen, wenn die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, diese Gefahr abzuwenden.  Die Anrufung des Familiengerichts durch das Jugendamt ist immer dann erforderlich und verpflichtend, wenn sich die Gefährdung des Kindeswohles nur durch eine gerichtliche Entscheidung abwenden lässt.  Das Familiengericht entscheidet dann im Einzelfall, ob gerichtliche Maßnahmen einzuleiten sind und wie diese aussehen. Hierzu zählen beispielsweise Gebote, öffentliche Hilfen wie Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsfürsorge in Anspruch zu nehmen oder für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen.  Auch Verbote, vorübergehend oder auf unbestimmte Zeit die Familienwohnung oder eine andere Wohnung zu nutzen, sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung aufzuhalten oder zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, können ausgesprochen werden. Ebenso kann verboten werden, Verbindung zum Kind aufzunehmen oder ein Zusammentreffen mit dem Kind herbeizuführen. Auch die elterliche Sorge kann teilweise oder vollständig entzogen werden.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2014 in insgesamt 4 119 Fällen Entscheidungen des Familiengerichts getroffen, um für Kinder und Jugendliche Maßnahmen einzuleiten.  Dies entspricht einem Plus von zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr (3 743). In 2 273 Fällen waren Jungen (+18 Prozent ggü. 2013) und in 1 846 Fällen Mädchen (+1 Prozent) betroffen.

In 2 604 Fällen (+27 Prozent ggü. 2013) wurde der Entzug der elterlichen Sorge entschieden – in 1 204 Fällen der vollständige (+52 Prozent) und in 1 400 Fällen teilweise (+11 Prozent). Das heißt die elterliche Sorge wurde auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger (gem. § 1666 Abs. 3 Nr. 6 BGB) übertragen.

Des Weiteren wurde in 827 Fällen (-14 Prozent ggü. 2013) die Inanspruchnahme von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe auferlegt, in 246 Fällen (-7 Prozent) wurden die Erklärungen des Personensorgeberechtigten ersetzt und in 442 Fällen (-4 Prozent) wurden Ge- oder Verbote gegenüber dem Personensorgeberechtigten oder Dritten ausgesprochen.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 02.06.2015

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Studie: 13 Prozent der Mädchen unter 15 Jahren von sexueller Gewalt betroffen

Posted on Februar 6, 2015. Filed under: Forschung, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Frauen bundesweit nur sehr schlecht über Initiativen zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen informiert
zwd Berlin (sv/ticker). Der Anteil der Frauen zwischen 15 und 74 Jahren in Deutschland, die körperliche oder sexuelle Gewalt erlebt haben, liegt mit 35 Prozent leicht über dem EU-Durchschnitt von 33 Prozent. Dies geht aus der Studie „Gewalt gegen Frauen“ von 2014 hervor, die Joanna Goodey von der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte am 04.02.2015 vor dem Familienausschuss des Bundestages vorstellte. Zudem haben 13 Prozent der Mädchen unter 15 Jahren bundesweit sexuelle Gewalt erlebt – im Vergleich zu 12 Prozent in der EU.

Mit 60 Prozent liegen Frauen in Deutschland auch bei sexueller Belästigung über dem EU-Durchschnitt von 55 Prozent. Laut der Umfrage sind Frauen bundesweit aber nur sehr schlecht über Kampagnen und Initiativen informiert, die das Ziel haben, Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen. Nur 23 Prozent der Frauen über 15 Jahren kennen solche Programme. Damit liegt Deutschland unter den 28 Mitgliedstaaten der EU auf einem der letzten drei Plätze.

Für die von Goodey präsentierte Studie wurden 42.000 Frauen nach dem Zufallsprinzip ausgewählt und in zweistündigen Interviews befragt.

Quelle: Zweiwochendienst Frauen & Politik vom 05.02.2015

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LBS-Kinderbarometer: Schule ist für Kinder der Stressfaktor Nr. 1

Posted on Februar 4, 2015. Filed under: Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Publikationen, Schule, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Ein Drittel unserer Kinder fühlt sich regelmäßig von der Schule gestresst – Kinder vermissen Freiraum für Freundschaften, zum Ausruhen, Reden und Spielen – Deutscher Kinderschutzbund rät: auf Alarmzeichen für Überforderung achten

Berlin, 28.1.2015 – Die Halbjahreszeugnisse stehen an – in vielen Familien eine Zeit hoher Anspannung: „Ein Drittel der Kinder fühlt sich regelmäßig von der Schule gestresst“, berichtet LBS-Sprecher Dr. Christian Schröder aus den Ergebnissen des LBS-Kinderbarometers. Befragt wurden bundesweit 11.000 Kinder im Alter von 9 bis 14 Jahren. Damit ist die Schule mit Abstand der größte Stressfaktor, denn häufigen Druck von Eltern und Freunden empfinden nur 15 bzw. 6 Prozent der Kinder.

Insgesamt fanden die Forscher heraus, dass Kinder einem relativ hohen Stressniveau ausgesetzt sind. In der Schule und im Umgang mit den Eltern nimmt die Anspannung mit fortschreitendem Alter weiter zu. Und das bleibt nicht ohne Folgen, wie die Befragung zeigt: Je höher der Stress, desto unwohler fühlen sich die Kinder.

Aus Sicht des Deutschen Kinderschutzbundes ist chronischer Stress bei Kindern ein ernst zu nehmendes Problem, das ihre gesunde Entwicklung hemmt. „Deshalb sollten Eltern und Lehrer unbedingt Alarmzeichen wie Gereiztheit, Unruhe oder psychosomatische Beschwerden beachten“, empfiehlt Friedhelm Güthoff, Landesgeschäftsführer des Deutschen Kinderschutzbundes in Nordrhein-Westfalen. Wenn deren Ursachen tatsächlich in dauerhafter Überforderung liegen, sei es sinnvoll, gemeinsam nach mehr Entspannungsmöglichkeiten für das Kind im Alltag zu suchen.

Welche Ursachen tragen zum Stressempfinden bei? Jedes zweite Kind findet in der Schule zu wenig Zeit, um mit Freunden zu reden. Auch diese Wahrnehmung steigert sich mit zunehmendem Alter. Mehr als die Hälfte der Kinder meint, die Schule biete ihnen zu wenig Phasen zum Ausruhen. Zu wenig Gelegenheit zum Spielen beklagen 46 Prozent der Kinder, ein knappes Drittel braucht mehr Zeit, um alleine zu lernen. Die Forscher warnen auch hier: Der gefühlte Zeitmangel nimmt mit dem Alter der Kinder weiter zu.

Jedes fünfte Kind hat auch außerhalb der Schule zu wenig Zeit, um einfach mal ungestört machen zu können, was es will. Nur jedes zehnte Kind hat dazu sehr oft Gelegenheit. Schröder: „Private Ich-Zeit ist für Kinder enorm wichtig. Zu wenig Zeit für sich zu haben, bedeutet mehr Stress, Streit in den Familien und führt letztlich dazu, dass sich unsere Kinder weniger wohl fühlen.“

Mehr zum LBS-Kinderbarometer finden Sie hier.

Aktuelles Hörfunk-Footage:
http://dhd-news.de/event/584/kinderbarometer-deutschland

Podcast zum Thema:
http://dhd-pr.de/pressemitteilungen-lbs-kinderbarometer

Über das LBS-Kinderbarometer
Gefördert von der LBS-Gruppe und durchgeführt vom PROSOZ Institut für Sozialforschung liefert das LBS-Kinderbarometer seit 1997 Ergebnisse zum Wohlbefinden der Kinder zunächst in Nordrhein-Westfalen, 2007 wurde es auf das gesamte Bundesgebiet ausgeweitet. Das LBS-Kinderbarometer folgt Artikel 12 der UN-Kinderrechtskonvention und berücksichtigt gezielt den Kinderwillen, um diejenigen zu Wort kommen zu lassen, die an gewöhnlichen Partizipationsmöglichkeiten nicht teilnehmen können. Damit liegt der Fokus der Untersuchung auf dem aktuellen Wohlbefinden der Kinder und nicht auf ihrem instrumentellen Wert als zukünftige Erwachsene. Regelmäßig befragt werden fast 11.000 Kinder zwischen 9 und 14 Jahren aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Verteilung zwischen den Bundesländern sowie zwischen Jungen und Mädchen folgt den demografischen Statistiken des Bundes.

Quelle: Presseinformation der LBS Westdeutsche Landesbausparkasse vom 28.01.2015 

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Destatis – Zahl der Woche: In Deutsch­land le­ben 2,5 Millionen Fami­lien mit Migra­tions­hinter­grund

Posted on Februar 4, 2015. Filed under: Forschung, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Im Jahr 2013 gab es in Deutschland 8,1 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. Davon hatten nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) gut 2,5 Millionen Familien einen Migrationshintergrund. Das heißt, mindestens ein im Haushalt lebender Elternteil besitzt eine ausländische Staatsangehörigkeit, hat die deutsche Staatsangehörigkeit durch Einbürgerung erhalten oder ist Spätaussiedler. Somit hatte fast jede dritte Familie (31 %) ausländische Wurzeln. Das zeigen die Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland.

Im Vergleich zu 2005 – hier wurde erstmals der Migrationsstatus im Mikrozensus abgefragt – hat sich die Zahl der Familien mit Migrationshintergrund um 131 000 erhöht (2005: rund 2,4 Millionen). Der Anteil der Familien mit Migrationshintergrund an allen Familien betrug damals 27 %. Die Gesamtzahl der Familien mit minderjährigen Kindern ist im Vergleich zu 2005 hingegen gesunken, und zwar um 837 000. Damals gab es noch 8,9 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern in Deutschland.

weiterführende Informationen

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 03.02.2015

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Öffent­liche Hand gab 2013 rund 35,5 Milli­arden Euro für Kin­der- und Jugend­hilfe aus

Posted on Januar 23, 2015. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , , , , |

WIESBADEN – Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2013 insgesamt rund 35,5 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben damit gegenüber 2012 um 10,2 % gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,7 Milliarden Euro – unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen – wendete die öffentliche Hand netto rund 32,8 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2012 entsprach das einer Steigerung um 10,2 %.

Der größte Teil der Bruttoausgaben (65 %) entfiel mit rund 23,0 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, das waren 13,0 % mehr als 2012. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro wurden netto 21,4 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Das waren 13,2 % mehr als im Vorjahr.

Rund ein Viertel der Bruttoausgaben (25 %) – insgesamt mehr als 8,7 Milliarden Euro – wendeten die öffentlichen Träger für Hilfen zur Erziehung auf. Davon entfielen etwa 4,7 Milliarden Euro auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder anderer betreuter Wohnform. Die Ausgaben für sozialpädagogische Familienhilfe lagen bei 785 Millionen Euro.

Knapp 5 % der Gesamtausgaben wurden in Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit investiert, zum Beispiel in außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder Jugendzentren. Bund, Länder und Gemeinden wendeten dafür rund 1,7 Milliarden Euro auf.

Quelle: Destatis vom 23.01.2015

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Inobhutnahmen in Sachsen steigen an

Posted on Januar 17, 2015. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , , |

Die Leipziger Volkszeitung befragte die sächsischen Kommunen zur Entwicklung der Inobhutnahmen. Als bedenklich wurde v.a. der Anstieg der Herausnahmen von Kleinkindern aufgrund des Crystal-Missbrauchs ihrer Eltern gesehen.

zum Artikel „Inobhutnahmen von Kindern in Sachsen ansteigend – Crystal-Missbrauch der Eltern“ vom 03.01.2015

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2013 hat für 520 000 jun­ge Men­schen eine Hilfe zur Er­ziehung be­gonnen

Posted on Dezember 19, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2013 hat für rund 520 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland eine erzieherische Hilfe des Jugendamtes oder einer Erziehungsberatungsstelle begonnen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das knapp 3 000 junge Menschen mehr als im Jahr 2012 (+ 0,6 %).

Eltern haben Anspruch auf Hilfe zur Erziehung, wenn sie eine dem Wohl des Kindes oder Jugendlichen entsprechende Erziehung nicht gewährleisten können, die Hilfe aber für seine Entwicklung geeignet und notwendig ist. Auch jungen Erwachsenen soll eine Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und für die eigenverantwortliche Lebensführung gewährt werden, sofern dies die individuelle Lebenssituation notwendig macht.

Den größten Anteil unter allen neu gewährten erzieherischen Hilfen hatte mit 65 % die Erziehungsberatung: Gut 310 000 junge Menschen waren im Jahr 2013 hiervon erstmals betroffen. Ihre Zahl stieg im Vergleich zum Vorjahr um 0,8 % an. Rund 56 000 Familien erhielten eine familienorientierte Hilfe, das waren 1,7 % mehr als im Jahr 2012. Mit diesen Hilfen wurden etwa 102 000 junge Menschen erreicht.

Etwas häufiger als im Vorjahr wurden junge Menschen, die eine Erziehungshilfe neu in Anspruch nahmen, außerhalb des Elternhauses untergebracht. Für mehr als 52 000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begann eine Vollzeitpflege in einer anderen Familie, eine Heimerziehung oder eine Unterbringung in einer sonstigen betreuten Wohnform. Das waren rund 600 stationäre Hilfen mehr als im Jahr 2012. Fast die Hälfte (49 %) der jungen Menschen, die in einem Heim oder einer Pflegefamilie untergebracht wurden, lebte zuvor mit einem alleinerziehenden Elternteil zusammen. Drei Viertel (74 %) dieser alleinerziehenden Elternteile lebten ganz oder teilweise von Transferleistungen. Dazu gehören finanzielle Hilfen des Staates wie zum Beispiel Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld nach dem Zweiten Sozialgesetzbuch.

Quelle: Statistisches Bundesamt vom 18.12.2014

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KomDat Jugendhilfe 2014, Heft 3 online

Posted on Dezember 12, 2014. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die aktuelle Ausgabe von KomDat Jugendhilfe 2014, Heft 3 greift wieder aktuelle Debatten rund um Kinder- und Jugendhilfethemen auf. Darunter befinden sich u.a. die Beiträge:

  • Adoption auf dem Rückzug – neuer Tiefststand bei Fallzahlen
  • Nachgefragt – Adoptionen in der Fachdebatte (Interview mit Dr. Heinz Kindler, DJI)

zum aktuellen KomDat-Heft 3/2014

Hintergrund:

Der Informationsdienst „KomDat Jugendhilfe – Kommentierte Daten der Jugendhilfe“ ist der Informationsdienst der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) und wird dreimal jährlich veröffentlicht. KomDat versteht sich im Kontext der Kinder- und Jugendhilfe als Schnittstelle zwischen amtlicher Statistik auf der einen sowie Praxis, Politik und Forschung auf der anderen Seite. Auf sechs Seiten werden Ergebnisse der Auswertungen und Analysen auf der Grundlage der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik genauso präsentiert wie u.a. Beispiele für Möglichkeiten und Grenzen bei der Nutzung dieser Daten oder auch Kontextualisierungen mit anderen amtlichen und nicht-amt lichen Daten zu Fragen und Themen der Kinder- und Jugendhilfe.

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8.500 Inobhutnahmen aufgrund von Vernachlässigung oder Misshandlung in 2013

Posted on November 22, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2013 haben die Jugendämter bundesweit in 8 510 Fällen Kinder und Jugendliche aufgrund von Vernachlässigung oder Anzeichen für Misshandlung in Obhut genommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anlässlich des Tages der Kinderrechte am 20. November 2014 weiter mitteilt, waren die unter 6-Jährigen mit 40 % (2 600 Fälle) und die 6- bis 11-Jährigen mit 39 % oder 2 060 Fällen aller Inobhutnahmen der jeweiligen Altersgruppe besonders stark betroffen. Dabei konnten für jeden jungen Menschen bis zu zwei Anlässe der Inobhutnahme angegeben werden.

Nach Artikel 19 der Konvention über die Rechte der Kinder sind die Vertragsstaaten verpflichtet, geeignete Maßnahmen zu treffen, um Kinder vor jeglicher Form von Gewaltanwendung, Misshandlung oder Verwahrlosung zu schützen.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 18.11.2014

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Bayern: 2013 erstmals mehr als fünf Milliarden Euro für die Kinder- und Jugendhilfe verausgabt

Posted on November 3, 2014. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

2013 wurden in Bayern insgesamt 5 029 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben, das sind dreizehn Prozent mehr als im Vorjahr. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 351 Millionen Euro verbleiben Nettoausgaben von 4,7 Milliarden Euro, gegenüber 2012 ein Plus von 13,5 Prozent. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik weiter mitteilt, entfielen von den Bruttoausgaben fast 3,6 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, davon 3 524 Millionen auf Kindertageseinrichtungen und 46 Millionen auf den Bereich der Kindertagespflege.

In Bayern wurden im Laufe des Jahres 2013 insgesamt 5 029 Millionen Euro für Leistungen und Aufgaben der Kinder- und Jugendhilfe verausgabt, was gegenüber dem Vorjahr (4 448 Millionen Euro) eine Steigerung von dreizehn Prozent entspricht. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von 351 Millionen Euro lagen die Nettoausgaben mit 4 679 Millionen Euro 13,5 Prozent über denen des Vorjahres (4 123 Millionen Euro).

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, wurden von den Nettoausgaben 2 524 Millionen Euro (54 Prozent) für Leistungen öffentlicher Träger und 2 155 Millionen Euro (46 Prozent) als Zuschuss an freie Träger verausgabt.

Von den Bruttoausgaben waren 3 570 Millionen Euro für Kindertagesbetreuung der größte Posten (+16,5 Prozent im Vergleich zu 2012). Hiervon flossen 3 524 für Kindertageseinrichtungen (+16,5 Prozent gegenüber 2012) und 46 Millionen dienten der Unterstützung von öffentlich geförderter Kindertagespflege (+18,1 Prozent gegenüber 2012).

Mit 966 Millionen Euro wurden die Bereiche Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, Hilfe für junge Volljährige und vorläufige Schutzmaßnahmen gefördert, was einem Plus von gut fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 03.11.2014

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Statistisches Bundesamt zu Familien 2013: Ehepaare noch dominierend, aber rückläufig

Posted on Oktober 22, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hamburg, Hessen, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Im Jahr 2013 waren in Deutschland 70 Prozent der insgesamt knapp 8,1 Millionen Familien mit mindestens einem minderjährigen Kind Ehepaare. Der Anteil der alleinerziehenden Mütter und Väter an allen Familien betrug 20 Prozent. Die restlichen 10 Prozent entfielen auf nichteheliche oder gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, zeigt sich ein Wandel der Familienformen: Im Jahr 1996 lag der Anteil der Ehepaare mit 81 Prozent noch deutlich höher. Dagegen gab es damals wesentlich weniger Familien mit Alleinerziehenden (14 Prozent) oder Lebensgemeinschaften (5 Prozent).

Basis dieser Ergebnisse ist der Mikrozensus, die größte jährliche Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa. Als Familien gelten in der vorliegenden Analyse alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, bei denen mindestens ein minderjähriges Kind im Haushalt lebt. Zu den Kindern zählen dabei – neben leiblichen Kindern – auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.

Im Ländervergleich gibt es bei der Verteilung der Familienformen im Jahr 2013 erhebliche Unterschiede: In Baden-Württemberg war der Anteil der Ehepaare an allen Familien mit minderjährigen Kindern mit 78 Prozent am höchsten; in Berlin, Sachsen-Anhalt und Sachsen lag der Anteil der Ehepaare am niedrigsten (jeweils 51 Prozent).

Lebensgemeinschaften traten am häufigsten in Sachsen-Anhalt und Sachsen auf (jeweils 23 Prozent aller Familien), in Rheinland-Pfalz dagegen am seltensten (6 Prozent aller Familien). Die meisten Ein-Eltern-Familien lebten in Berlin: Dort waren knapp ein Drittel (32 Prozent) der Familien Alleinerziehende mit minderjährigen Kindern. In Baden-Württemberg traf dies nur auf rund jede sechste Familie (16 Prozent) zu.

Methodische Hinweise: Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um die ermittelten Befragungsergebnisse auf die Gesamtbevölkerung hochrechnen zu können, werden ausreichend strukturierte und aktuelle Bevölkerungseckzahlen benötigt. Die Ergebnisse des Mikrozensus 2013 wurden auf einen neuen Hochrechnungsrahmen umgestellt. Grundlage hierfür sind die aktuellen Eckzahlen der laufenden Bevölkerungsfortschreibung, die auf den Daten des Zensus 2011 (Stichtag 09.05.2011) basieren. Die Mikrozensus-Hochrechnung für das hier dargestellte Vergleichsjahr 1996 beruht hingegen auf den fortgeschriebenen Ergebnissen der Volkszählung 1987.

Quelle: Statistisches Bundesamt vom 20.10.2014

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Baden-Württemberg: 2013 wieder mehr Hilfen zur Erziehung

Posted on Oktober 7, 2014. Filed under: Jugendhilfe | Schlagwörter: , , , , , |

Nach Feststellung des Statistischen Landesamts Baden-Württemberg wurden 113 920 erzieherische Hilfen ambulant, teilstationär und stationär im Jahr 2013 durchgeführt (beendete und am Jahresende andauernde Hilfen). Nachdem in den zwei Jahren zuvor die Anzahl der Hilfen kaum gestiegen war, ergab sich damit im Jahr 2013 im Vergleich zum Vorjahr wieder eine Zunahme von 1,4 Prozent.

Können junge Menschen unter 27 Jahren ihre Probleme nicht alleine oder mit Hilfe ihrer Familie bewältigen, bietet die Kinder- und Jugendhilfe ein breites Spektrum erzieherischer Hilfen in und außerhalb der Familien an. 86 156 Hilfen wurden in ambulanter und teilstationärer Form, d.h. unter Verbleib in der Familie in Anspruch genommen. In stationärer Form, d.h. außerhalb der Familie, wurden 17 617 Hilfen gewährt.

8 247 Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen und 1 900 ergänzende bzw. sonstige (flexible) erzieherische Hilfen rundeten das breitgefächerte Spektrum der Hilfen ab.

Erziehungsberatungen für Eltern, Eltern und Kind oder für den jungen Menschen alleine, Sozialpädagogische Familienhilfen, soziale Gruppenarbeit, Einzelbetreuung und Erziehung in Tagesgruppen sind ambulante und teilstationäre Hilfeangebote. Sie machten 76 Prozent aller Hilfen im Jahr 2013 aus.

Während 2011 und 2012 die ambulanten und teilstationären Hilfen leicht rückläufig waren, ist 2013 wieder ein Anstieg von knapp 1 Prozent zu verzeichnen. Vollzeitpflege, Heimerziehung oder andere betreute Wohnformen sind stationäre Hilfeformen und gehören zusammen mit der intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung zu den Hilfen außerhalb des Elternhauses. 15 Prozent entfielen im Jahr 2013 auf diese Hilfeangebote. Sie stiegen im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls um rund 1 Prozent. Deutlich stärker erhöhten sich die ergänzenden bzw. sonstigen Hilfen (+ 8 Prozent). Hierzu gehören die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und die sonstigen (flexiblen) erzieherischen Hilfen.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 07.10.2014

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Hessen: 12 900 junge Menschen wurden 2013 außerhalb des Elternhauses untergebracht

Posted on Oktober 3, 2014. Filed under: Hessen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2013 wurden in Hessen 12 900 Kinder, Jugendliche und Erwachsene bis unter 27 Jahre außerhalb des Elternhauses untergebracht: 4700 bzw. gut 36 Prozent in Form von Vollzeitpflege und 8200 bzw. knapp 64 Prozent in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform.

Nach Mitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes nahm die Zahl der betroffenen jungen Menschen gegenüber 2012 um 4,7 Prozent zu (Betreute in Vollzeitpflege: plus 4,8 Prozent; Betreute in Heimerziehung/sonstiger betreuter Wohnform: plus knapp 4,6 Prozent). Ein Grund für die Steigerung der außerhalb des Elternhauses untergebrachten jungen Menschen war die Zunahme der unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland. Am Jahresende 2013 dauerten noch 9600 Hilfen an, rund 3300 Hilfen wurden im Jahr 2013 beendet. Knapp 3550 Hilfen wurden 2013 neu begonnen.

Mit knapp 48 Prozent waren die meisten jungen Menschen, die außerhalb des Elternhauses untergebracht wurden, zwölf bis unter 18 Jahre alt, gefolgt von den Sechs- bis unter Zwölfjährigen sowie den Volljährigen mit jeweils rund 21 Prozent. Elf Prozent hatten das sechste Lebensjahr noch nicht erreicht.

Bei den jüngeren Kindern spielte die Vollzeitpflege die wichtigste Rolle, während mit steigendem Alter eine Unterbringung in einem Heim oder das betreute Wohnen an Bedeutung gewann. Von den unter Sechsjährigen waren 85 Prozent in Pflegefamilien untergebracht. Bei den Sechs- bis unter Zwölfjährigen lag dieser Anteil bei 58 Prozent, bei den Zwölf- bis unter 18-Jährigen waren 25 Prozent und bei den Volljährigen knapp 16 Prozent in Vollzeitpflege.

Bei der Vollzeitpflege standen folgende Gründe im Vordergrund: Die eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern oder Personensorgeberechtigten (20 Prozent), die Gefährdung des Kindeswohles (18 Prozent) und die unzureichende Förderung bzw. Betreuung/Versorgung des jungen Menschen in der Familie (16 Prozent). Bei den jungen Menschen, die in Heimen/sonstiger betreuter Wohnform untergebracht wurden, waren neben der Unversorgtheit des jungen Menschen mit 19 Prozent, der eingeschränkten Erziehungskompetenz der Eltern mit 16 Prozent, Auffälligkeiten des jungen Menschen im sozialen Verhalten mit elf Prozent sowie die unzureichende Förderung des jungen Menschen mit zehn Prozent von Bedeutung.

Bei der Vollzeitpflege bezogen 82 Prozent (Heimerziehung: 42 Prozent) der jungen Menschen/der Herkunftsfamilien bei Beginn der Hilfe Transferleistungen.

Die im Laufe des Jahres geleisteten Hilfen errechnen sich aus der Summe der im Jahr beendeten Hilfen und den am 31.12. bestehenden Hilfen. Wird eine Hilfe beendet und im laufenden Jahr erneut begonnen, so wird dies als zwei Hilfen gezählt.

Quelle:  Hessisches Statistisches Landesamt vom 30.09.2014

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Mehr als 68 000 junge Menschen erhielten in Bayern Ende 2013 Leistungen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on Oktober 2, 2014. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , |

Auch 2013 wurden in Bayern wieder eine Vielzahl von Hilfen im Rahmen des Sozialgesetzbuches SGB – Achtes Buch (VIII) – Kinder- und Jugendhilfe als Hilfe zur Erziehung, Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen und als Hilfen für junge Volljährige gewährt. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren Erziehungsberatungen nach § 28 SGB VIII auch 2013 die häufigste Hilfeart.

Für 67 416 junge Menschen (+1,7 Prozent gegenüber 2012) wurden im Jahr 2013 Hilfen nach dem SGB VIII begonnen, für 66 344 (+2,8 Prozent gegenüber 2012) wurden Hilfen 2013 beendet und für 68 282 junge Menschen (+2,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr) dauerten die Hilfen über den Jahreswechsel an.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, erhielten von den 68 282 jungen Menschen, deren Hilfen über den Jahreswechsel andauerte, 19 340 oder 28 Prozent Hilfe im Rahmen einer Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII. Dabei fand bei 8 032 jungen Menschen die Beratung gemeinsam mit den Eltern statt, in 9 166 Fällen vorrangig mit den Eltern oder einem Elternteil und in 2 142 Fällen vorrangig mit den jungen Menschen. Betroffen waren 10 481 Buben bzw. junge Männer (54 Prozent) und 8 859 Mädchen bzw. junge Frauen (46 Prozent).

14 060 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene erhielten Hilfen im Rahmen der Sozialpädagogischen Familienhilfe nach § 31 SGB VIII. Verglichen mit dem Vorjahr (13 546) war hier eine Zunahme von 3,8 Prozent festzustellen. Von den Hilfeempfängern waren 7 445 (53 Prozent) männlich und 6 615 (47 Prozent) weiblich.

10 136 seelisch behinderte junge Menschen erhielten Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Hier war gegenüber dem Vorjahr (9 274) eine Zunahme von gut neun Prozent festzustellen. Von diesen Hilfen erfolgten 7 390 ambulant/teilstationär, 2 677 in einer Einrichtungen und 69 bei einer Pflegeperson. 7 064 der betroffenen jungen Menschen waren männlich (70 Prozent) und 3 072 (30 Prozent) weiblich.

7 659 junge Menschen wurden in Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII betreut, von diesen waren 3 912 Buben bzw. junge Männer und 3 747 Mädchen beziehungsweise junge Frauen. Gegenüber dem Jahresende 2012 mit 7 503 jungen Menschen war hier eine Zunahme von 2,1 Prozent zu verzeichnen.

Über alle Hilfearten hinweg waren 39 330 (58 Prozent) und somit klar mehr Buben beziehungsweise junge Männer auf Hilfen und Beratungen angewiesen gegenüber 28 952 Mädchen beziehungsweise junge Frauen (42 Prozent).

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung vom 01.10.2014

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Frankfurt/Main: Zahl der Inobhutnahmen von UMF hat sich seit 2007 fast versiebenfacht

Posted on September 16, 2014. Filed under: Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Artikel „Jugendamt Frankfurt – Stadt rettet mehr Kinder aus Familien“ in der Frankfurter Neuen Presse vom 16.09.2014 wird der starke Anstieg der Inobhutnahmen darauf zurückgeführt, dass immer mehr minderjährige Flüchtlinge aus Krisengebieten nach Frankfurt kommen und die Bürger beim Verdacht auf Vernachlässigung und Missbrauch schneller zum Telefon greifen als früher.

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Im Land Berlin steigt der Bedarf nach Hilfen zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on September 14, 2014. Filed under: Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurden im Jahr 2013 in Berlin 24 973 erzieherische Hilfen für Kinder und Jugendliche begonnen. Gegenüber 2012 ist das eine Steigerung von 1,9 Prozent. 23 798 Hilfen (23 507 im Jahr 2012) wurden im Laufe des Jahres beendet und 21 052 Hilfen (20 946 im Jahr 2012) bestanden am Jahresende fort.

Von den im Jahr 2013 gewährten Hilfen (beendete und bestehende Hilfen) bildeten Erziehungsberatungen mit 52,1 Prozent den Schwerpunkt der Hilfen zur Erziehung. An zweiter Stelle stand die Hilfeart Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform mit 5 543 Fällen bzw. 12,4 Prozent. Eine Hilfe zur Erziehung in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe wurde im Jahr 2013 in 5 033 Fällen bzw. 11,2 Prozent geleistet.

Aber auch 3 347 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen wurden in Anspruch genommen. Die erzieherischen Hilfen sind überwiegend an jungen Menschen orientiert, zum Teil jedoch an der gesamten Familie. Insgesamt nutzten 50 317 junge Menschen Hilfen zur Erziehung, die durch öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht werden.

Als Hauptgründe für die Hilfegewährung werden Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte und eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten angegeben.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 11.09.2014

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Im Land Brandenburg steigt der Bedarf nach Hilfen zur Erziehung im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on September 14, 2014. Filed under: Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurden im Jahr 2013 in Berlin 24 973 erzieherische Hilfen für Kinder und Jugendliche begonnen. Gegenüber 2012 ist das eine Steigerung von 1,9 Prozent. 23 798 Hilfen (23 507 im Jahr 2012) wurden im Laufe des Jahres beendet und 21 052 Hilfen (20 946 im Jahr 2012) bestanden am Jahresende fort.

Von den im Jahr 2013 gewährten Hilfen (beendete und bestehende Hilfen) bildeten Erziehungsberatungen mit 52,1 Prozent den Schwerpunkt der Hilfen zur Erziehung. An zweiter Stelle stand die Hilfeart Heimerziehung/sonstige betreute Wohnform mit 5 543 Fällen bzw. 12,4 Prozent. Eine Hilfe zur Erziehung in Form von sozialpädagogischer Familienhilfe wurde im Jahr 2013 in 5 033 Fällen bzw. 11,2 Prozent geleistet. Aber auch 3 347 Betreuungsfälle im Rahmen der Eingliederungshilfe für seelisch behinderte junge Menschen wurden in Anspruch genommen.

Die erzieherischen Hilfen sind überwiegend an jungen Menschen orientiert, zum Teil jedoch an der gesamten Familie. Insgesamt nutzten 50 317 junge Menschen Hilfen zur Erziehung, die durch öffentliche und freie Träger der Kinder- und Jugendhilfe erbracht werden.

Als Hauptgründe für die Hilfegewährung werden Belastungen des jungen Menschen durch familiäre Konflikte und eingeschränkte Erziehungskompetenz der Eltern bzw. Personensorgeberechtigten angegeben.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 11.09.2014

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Jugendämter führten 2013 im Saarland 1 607 Gefährdungseinschätzungen für Kinder durch

Posted on August 20, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , |

Die saarländischen Jugendämter führten im Jahr 2013 im Saarland 1 607 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Amt Saarland weiter mitteilt, waren das 171 Fälle bzw. 11,9 Prozent mehr als bei der im Jahr 2012 erstmals durchgeführten Erhebung über Verfahren gemäß Paragraf 8a Absatz 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung).

Eine Gefährdungseinschätzung wird vorgenommen, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines/einer Minderjährigen bekannt werden und es sich daraufhin zur Bewertung der Gefährdungslage einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen sowie seiner Lebenssituation macht.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 117 eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Bei 162 Verfahren konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). Beide Werte liegen deutlich unter den Vergleichswerten von 2012 (161 bzw. 243). In 1 328 Fällen (2012: 1 032) kamen die Fachkräfte zu dem Ergebnis, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Dabei wurde in 613 Fällen aber ein Hilfe- oder Unterstützungsbedarf durch das Jugendamt festgestellt.

Fast zwei von drei Kindern (64 %), bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf. In 12 Prozent der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Etwas häufiger, nämlich mit einem Anteil von 20 Prozent, wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 4 Prozent der Verfahren festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amtes Saarland vom 20.08.2014

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2013: Jugendämter führten rund 116 000 Gefährdungseinschätzungen für Kinder durch

Posted on August 14, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Die Jugendämter in Deutschland führten im Jahr 2013 knapp 116 000 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durch. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 8,5 % mehr als bei der im Jahr 2012 erstmals durchgeführten Erhebung über Verfahren gemäß Paragraf 8a Absatz 1 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung).

Eine Gefährdungseinschätzung wird vorgenommen, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines/einer Minderjährigen bekannt werden und es sich daraufhin zur Bewertung der Gefährdungslage einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen sowie seiner Lebenssituation macht.

Von allen Verfahren bewerteten die Jugendämter 17 000 eindeutig als Kindeswohlgefährdungen („akute Kindeswohlgefährdung“). Bei 21 000 Verfahren konnte eine Gefährdung des Kindes nicht ausgeschlossen werden („latente Kindeswohlgefährdung“). Beide Werte sind beinahe unverändert gegenüber dem Vorjahr. In 77 000 Fällen kamen die Fachkräfte zu dem Ergebnis, dass keine Kindeswohlgefährdung vorliegt. Dabei wurde jedoch in nahezu jedem zweiten Verfahren ein Hilfe- oder Unterstützungsbedarf durch das Jugendamt festgestellt. Der Anstieg bei den Gefährdungseinschätzungen geht auf diese Fälle zurück, die von 68 000 im Jahr 2012 auf 77 000 im Jahr 2013 zugenommen haben.
Knapp zwei von drei Kindern (65 %), bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf. In 26 % der Fälle wurden Anzeichen für psychische Misshandlung festgestellt. Ähnlich häufig, nämlich mit einem Anteil von 23 %, wiesen die Kinder Anzeichen für körperliche Misshandlung auf. Anzeichen für sexuelle Gewalt wurden in 5 % der Verfahren festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Verfahren zur Bestimmung von Gefährdungslagen wurden in etwa gleich häufig für Jungen (51 %) und Mädchen (49 %) durchgeführt. Dies gilt auch für Verfahren mit dem Ergebnis einer akuten oder latenten Kindeswohlgefährdung.

Jedes vierte Kind (25 %), für das ein Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt wurde, hatte das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet. Drei- bis fünfjährige Kinder waren von 20 % der Verfahren betroffen. Mit 22 % waren Kinder im Grundschulalter (6 bis 9 Jahre) beteiligt und mit 18 % Kinder im Alter von 10 bis 13 Jahren. Für Jugendliche (14 bis 17 Jahre) betrug der Anteil an allen Verfahren 15 %.
Am häufigsten, nämlich bei 22 500 Verfahren (19 %), machten Polizei, Gericht oder Staatsanwaltschaft das Jugendamt auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung aufmerksam. Bei gut 16 000 Verfahren (14 %) gingen Jugendämter Hinweisen durch Bekannte oder Nachbarn nach, in 14 000 Fällen (12 %) denen von Schulen oder Kindertageseinrichtungen. Gut jeden zehnten Hinweis (11 %) erhielten die Jugendämter anonym.

Hinweise
Die Abschätzung des Gefährdungsrisikos erfolgt bei Jugendämtern in Zusammenwirkung mehrerer Fachkräfte. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes/Jugendlichen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Situation von den Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird oder werden kann. Das Jugendamt hat den Personensorgeberechtigten zur Abwendung der Gefährdung geeignete und notwendige Hilfen anzubieten.

Aus Hamburg wurde für 2013 nur ein Teil der durchgeführten Gefährdungseinschätzungen gemeldet. Für das Jahr 2012 hatte Hamburg keine Daten zur Statistik gemeldet.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 14.08.2014

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Saarland: Zahl der Adoptionen im Jahr 2013 leicht angestiegen

Posted on August 7, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: |

Die Zahl der Adoptionen im Saarland ist im Jahr 2013 auf 53 Adoptionen angestiegen. Wie das Statistische Amt Saarland weiter mitteilt, waren dies 5 Fälle mehr als im Jahr 2012.

Gut zwei Fünftel der Fälle (23 bzw. 43 %) erfolgten durch Stiefeltern, also den neuen Partner oder die neue Partnerin des leiblichen Elternteils. 12 Kinder wurden durch Verwandte angenommen, 18 Kinder durch nicht verwandte Personen.

Fast 30 Prozent der im Jahr 2013 adoptierten Kinder waren unter drei Jahre alt. Hier zeigten sich Unterschiede beim Verwandtschaftsverhältnis der Kinder zu den Adoptiveltern: Bei Adoptionen von nicht verwandten Kindern lag der Anteil der unter Dreijährigen bei 73 Prozent.

Für eine Adoption vorgemerkt waren am Jahresende 2013 insgesamt 12 Kinder und Jugendliche. Das waren 19 junge Menschen weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Adoptionsbewerbungen hat sich gegenüber 2012 leicht erhöht. In den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 96 Adoptionsbewerbungen (+ 9 %) vor. Rechnerisch standen damit einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen acht mögliche Adoptiveltern gegenüber.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Amtes Saarland vom 07.08.2014

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Zahl der Adoptionen im Jahr 2013 um 2,4 % gesunken

Posted on August 2, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Die Zahl der Adoptionen in Deutschland ist im Jahr 2013 auf 3 793 Adoptionen zurückgegangen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 2,4 % weniger als im Jahr 2012.

Mehr als die Hälfte aller Adoptionen (2 232 beziehungsweise 59 %) erfolgte durch Stiefeltern, also einen neuen Partner oder eine neue Partnerin des leiblichen Elternteils. 113 Kinder (3 %) wurden durch Verwandte angenommen, 1 448 Kinder (38 %) durch nicht verwandte Personen.
Gut ein Drittel (35 %) der im Jahr 2013 adoptierten Kinder war unter drei Jahre alt. Hier zeigten sich Unterschiede beim Verwandtschaftsverhältnis der Kinder zu den Adoptiveltern: Bei Adoptionen von nicht verwandten Kindern lag der Anteil der unter Dreijährigen bei 64 %. Dagegen betrug der Anteil unter dreijähriger Kinder bei einer Adoption durch Verwandte oder Stiefeltern lediglich 16 %.

Für eine Adoption vorgemerkt waren am Jahresende 2013 insgesamt 817 Kinder und Jugendliche. Das waren 15 % weniger als ein Jahr zuvor. Die Zahl der Adoptionsbewerbungen hat sich gegenüber 2012 erneut vermindert. In den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 5 362 Adoptionsbewerbungen (– 5 %) vor. Rechnerisch standen damit einem zur Adoption vorgemerkten Minderjährigen sieben mögliche Adoptiveltern gegenüber.

Weitere Informationen finden Sie auf den Internetseiten des Statistischen Bundesamtes.
Zusätzlich sind detaillierte Informationen über die Tabellen zur Statistik der Adoptionen (22521) in der GENESIS-Online Datenbank abrufbar.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 01.08.2014

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594 Inobhutnahmen im Jahr 2013 im Saarland

Posted on August 1, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2013 haben die saarländischen Jugendämter 594 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren 126 Minderjährige (- 17,5 %) weniger als 2012. Wie das Statistische Amt Saarland weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren insgesamt jedoch stark zugenommen. Gegenüber 2008 (345 Inobhutnahmen) stieg sie um fast 74 Prozent. Die bisher höchste Anzahl (720) wurde 2012 registriert.

Der häufigste Anlass für die Inobhutnahme eines/einer Minderjährigen war mit einem Anteil von 38 Prozent die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils. Weitere wichtige Anlässe sind die unbegleitete Einreise aus dem Ausland (26 %) und die Vernachlässigung
(8 %).

Im Laufe des Jahres 2013 kamen 157 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze ins Saarland, deutlich mehr als im Jahr 2008 (4 Minderjährige), aber rund 30 Prozent weniger als 2012. Fast alle waren männlich.

Quelle: Statistisches Amt Saarland – Presse- und Informationsdienst vom 01.08.2014

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Neun Prozent mehr Gefährdungseinschätzungen durch die NRW-Jugendämter

Posted on Juli 30, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2013 haben die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen im Rahmen ihres Schutzauftrags in 30 546 Fällen eine Einschätzung bei Verdacht auf Kindeswohlgefährdung vorgenommen. Das waren 8,8 Prozent mehr als im Jahr 2012 (28 075). Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, wurde in etwa jedem neunten Fall (3 528) eine akute Gefährdung des Kindeswohls festgestellt. In 4 659 Fällen bestand eine latente Gefährdung, d. h. die Frage, ob gegenwärtig tatsächlich eine Gefahr besteht, konnte nicht eindeutig beantwortet, eine Kindeswohlgefährdung jedoch nicht ausgeschlossen werden. In 9 831 Fällen wurde zwar keine Kindeswohlgefährdung, jedoch ein Hilfebedarf festgestellt. Bei 12 528 Verdachtsfällen ergab sich, dass weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein Hilfebedarf bestand.

Mehr als ein Viertel (26,2 Prozent) der Kinder mit einer akuten Kindeswohlgefährdung war noch keine drei Jahre, mehr als ein Drittel (37,5 Prozent) zehn bis 17 Jahre alt. Nahezu die Hälfte der Kinder (48,1 Prozent) mit akuter Kindeswohlgefährdung wies Anzeichen für eine Vernachlässigung auf, über ein Viertel (26,7 Prozent) Anzeichen für körperliche Misshandlung.

Die Jugendämter wurden in jeweils 21 Prozent der Fälle durch Verwandte, Bekannte oder Nachbarn (6 550) bzw. durch Polizei, Gericht, und Staatsanwaltschaften (6 481) auf eine mögliche Kindeswohlgefährdung hingewiesen. Das Personal von Schulen sowie Kindertageseinrichtungen und -pflegepersonen (3 870) war in knapp 13 Prozent der Fälle Initiator für eine Gefährdungseinschätzung.

Auf Grundlage des Anfang 2011 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetzes nach § 8a SGB VIII (Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung) ist eine Gefährdungseinschätzung vom Jugendamt vorzunehmen, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen vorliegen. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes bzw. Jugendlichen eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist. (IT.NRW)

zu den Ergebnissen für kreisfreie Städte und Kreise

Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 30.07.2014

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Mit 42 100 Inobhutnahmen neuer Höchststand im Jahr 2013

Posted on Juli 26, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2013 haben die Jugendämter in Deutschland 42 100 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren gut 1 900 Minderjährige (+ 5 %) mehr als 2012. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hat die Zahl der Inobhutnahmen in den letzten Jahren stetig zugenommen, gegenüber 2008 (32 300 Inobhutnahmen) stieg sie um 31 %.

Der häufigste Anlass für die Inobhutnahme eines/einer Minderjährigen war mit einem Anteil von 40 % (16 900 Kinder und Jugendliche) die Überforderung der Eltern beziehungsweise eines Elternteils.

Erneut stark zugenommen hat die Zahl der Minderjährigen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden. Insgesamt kamen 2013 rund 6 600 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze nach Deutschland, sechsmal mehr als im Jahr 2008 (1 100 Minderjährige). Rund 5 900 dieser jungen Menschen (89 %) waren männlich, dagegen reisten nur etwa 700 Mädchen unbegleitet nach Deutschland ein. Knapp 4 600 (69 %) der Minderjährigen waren 16 oder 17 Jahre alt.

Eine Inobhutnahme ist eine kurzfristige Maßnahme der Jugendämter zum Schutz von Kindern und Jugendlichen, die sich in einer akuten, sie gefährdenden Situation be-finden. Jugendämter nehmen Minderjährige auf deren eigenen Wunsch oder auf Grund von Hinweisen Anderer – beispielsweise der Polizei oder von Erzieherinnen und Erziehern – in Obhut und bringen sie in einer geeigneten Einrichtung unter, zum Beispiel in einem Heim.

Quelle: Pressemitteilung von Destatis vom 25.07.2014

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5.548 UMF im Jahr 2013 in Obhut genommen

Posted on Juli 25, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Nach einer Erhebung des Bundesfachverbands Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. im Jahr 2013 mehr unbegleitete minderjährige Flüchtlinge als im Vorjahr nach Deutschland gekommen.

zur Übersicht über die Inobhutnahmezahlen aus den Bundesländern für 2013

Quelle: Bundesverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 24.07.2014

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Baden-Württemberg: 9 861 Verfahren zur Einschätzung von Kindeswohlgefährdungen im Jahr 2013

Posted on Juli 17, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurde im Jahr 2013 in Baden-Württemberg für 9 861 Kinder und Jugendliche ein Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 Sozialgesetzbuch (SGB) VIII vorgenommen, das sind 2,4 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei werden dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung eines Kindes bekannt. Es verschafft sich daraufhin einen unmittelbaren Eindruck vom betroffenen Kind oder Jugendlichen und seiner persönlichen Umgebung. Dies kann z. B. durch einen Hausbesuch, den Besuch der Kindertageseinrichtung oder Schule oder die Einbestellung der Eltern ins Jugendamt geschehen. Die Einschätzung des Gefährdungsrisikos erfolgt anschließend im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte.

Bei 1 361 Gefährdungseinschätzungen, das sind 14 Prozent aller Verfahren, wurde in 2013 eine akute Gefährdungssituation festgestellt. In diesen Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. Dabei wurden bei 807 jungen Menschen Anzeichen für Vernachlässigung festgestellt. Bei weiteren 427 Kindern und Jugendlichen gab es Anzeichen für körperliche und bei 406 für psychische Misshandlung. Hinweise auf sexuelle Gewalt wurden bei 94 Kindern und Jugendlichen festgestellt.

In 1 782 Fällen (18 Prozent) lag eine sogenannte latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, es bestand jedoch weiterhin der Verdacht einer Kindeswohlgefährdung bzw. eine solche konnte nicht ausgeschlossen werden.

Bei 3 485 Gefährdungseinschätzungen (35 Prozent) ergab sich zwar keine Kindeswohlgefährdung, wohl aber ein anderweitiger Unterstützungsbedarf. Bei 33 Prozent der Gefährdungseinschätzungen (3 233 Verfahren) wurden keine Gefährdung und kein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Insgesamt betrafen die Gefährdungseinschätzungen 4 941 Jungen und 4 920 Mädchen. Während in den Altersgruppen mit Kindern unter 10 Jahren stets für etwas mehr Jungen wie Mädchen Gefährdungseinschätzungen vorgenommen werden mussten, ist dies bei den Jugendlichen im Alter von 10 bis unter 18 Jahren umgekehrt: Hier waren mit 1 804 Fällen deutlich mehr Mädchen betroffen als Jungen (1 511 Fälle).

Hinweise auf mögliche Gefährdungen kommen von verschiedensten Personen und Institutionen. So wurde z.B. in 1 860 aller Fälle (19 Prozent) das Jugendamt durch die Polizei, Gerichte oder die Staatsanwaltschaft über die mögliche Gefährdung informiert, in weiteren 1 561 Fällen (16 Prozent) von Nachbarn oder Bekannten des betroffenen Kindes oder Jugendlichen. In 9 Prozent der Fälle kam der Hinweis von anonymen Meldern (880). Jeweils 8 Prozent der Fälle gehen auf Meldungen der Schulen (818), der Sozialen Dienste bzw. der Jugendämter selbst (770) oder von Eltern bzw. Personensorgeberechtigten (765) zurück. Und in 526 Fällen (5 Prozent) wurde eine mögliche Gefährdung durch den medizinischen Bereich, also beispielsweise Hebammen, Ärzte, Kliniken oder Gesundheitsämter mitgeteilt.

Als Ergebnis der Gefährdungseinschätzungen wurden zahlreiche Hilfen neu eingerichtet. Dabei können für ein Kind auch mehrere Hilfen in Frage kommen. In 1 756 Fällen wurden ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingerichtet. Unterstützung nach §§ 16 bis 18 SGB VIII, wie z. B. Leistungen zur allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie, Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung wurde als Folge von 1 234 Gefährdungseinschätzungen gewährt. 517 Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen vorläufiger Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 374 Fällen wurden familienersetzende Hilfen zur Erziehung (§§ 27, 33 – 35 SGB VIII) eingeleitet, in weiteren 374 Fällen Erziehungsberatung nach § 28 SGB VIII.

 

 

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 15.07.2014

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276 Jungen und 300 Mädchen wurden 2013 in Baden-Württemberg adoptiert

Posted on Juli 15, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden im Jahr 2013 in Baden-Württemberg 576 Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren adoptiert. Das sind 20 Adoptionen und somit 3,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Im Jahr 2012 waren die Adoptionen im Vergleich zum Vorjahr um 15 Prozent gesunken. Seit dem Jahr 1990 ist die Zahl der adoptierten Kinder und Jugendlichen um fast 50 Prozent zurückgegangen.

Von den 276 Jungen und 300 Mädchen waren 43 Prozent (247) zwischen 3 und 12 Jahre alt, knapp ein Drittel (169) hatte das 3. Lebensjahr noch nicht erreicht.

Für zwei Drittel der Adoptierten (385) war mit der Adoption keine Veränderung der Lebensumstände und Bezugspersonen verbunden. Sie wurden von ihrem Stiefvater oder ihrer Stiefmutter an Kindes statt angenommen. Bei 30 Prozent der Fälle (175) standen die Adoptiveltern in keinem Verwandtschaftsverhältnis zu dem von ihnen adoptierten Kind oder Jugendlichen. 61 Kinder oder Jugendliche lebten vor der Adoption in einem Heim, 48 in einer Pflegefamilie.

Die deutsche Staatsangehörigkeit hatten 403 (70 Prozent) der Adoptierten. Von den 173 Adoptivkindern mit ausländischer Staatsangehörigkeit stammten 45 Prozent (78) aus europäischen Ländern, darunter 22 Kinder aus Ländern der Russischen Föderation. Knapp 30 Prozent (48) der ausländischen Adoptierten kamen aus Asien, darunter 21 Kinder aus Thailand. 14 Prozent (24) stammten aus Amerika und 13 Prozent (22) aus Afrika. Weniger als die Hälfte (79) der Kinder mit ausländischer Staatsangehörigkeit wurde aus Anlass der Adoption nach Baden-Württemberg geholt.

Am Ende des Jahres 2013 waren 25 Mädchen und 26 Jungen für eine Adoption vorgemerkt. Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen 704 Anträge von Bewerbern vor, die gern ein Kind adoptieren möchten. So kamen rein rechnerisch auf ein zur Adoption vorgemerktes Kind 14 mögliche Adoptiveltern. In Adoptionspflege befanden sich 174 Kinder und Jugendliche. Die Adoptionspflege ermöglicht ein gegenseitiges Aneinandergewöhnen, während das Kind oder der Jugendliche bei einem adoptionswilligen Paar lebt.

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 14.07.2014

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3700 Kinder von hessischen Jugendämtern 2013 in Obhut genommen

Posted on Juli 9, 2014. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Die hessischen Jugendämter meldeten im Jahr 2013 insgesamt 3700 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre. Das waren 23 Prozent mehr als 2012. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, handelte es sich um die Inobhutnahme oder Herausnahme aus einem Heim, der eigenen Familie bzw. einer Pflegefamilie oder einer anderen Unterbringungsart aufgrund einer akuten Gefahr für das Wohl des Kindes oder Jugendlichen. Die Zunahme um 700 Kinder und Jugendliche ist vor allem auf das Anwachsen der unbegleiteten Einreisen aus dem Ausland um rund 400 Personen zurückzuführen.

Die Schutzmaßnahmen betrafen vor allem Jugendliche, d. h. über die Hälfte (62 Prozent) waren älter als 14 Jahre, 38 Prozent waren Kinder unter 14 Jahren. Der Anteil der Jugendlichen im Alter von über 14 Jahren stieg gegenüber 2012 um vier Prozentpunkte.

Die am häufigsten genannten Anlässe für Schutzmaßnahmen waren Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (36 Prozent), unbegleitete Einreisen aus dem Ausland (26 Prozent) und Vernachlässigung (zwölf Prozent). Beziehungsprobleme und Misshandlungen waren in elf Prozent der Fälle Anlass für Interventionen. Die anderen Gründe spielten mit jeweils weniger als fünf Prozent eine eher untergeordnete Rolle. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Schutzmaßnahmen betrafen 56 Prozent deutsche und 44 Prozent ausländische Kinder und Jugendliche. Ein relativ hoher Anteil der Nichtdeutschen (58 Prozent) entfiel auf unbegleitete Einreisen aus dem Ausland. Die Zahl dieser Fälle stieg im Jahr 2013 gegenüber dem Vorjahr um 400 Personen oder 73 Prozent auf 945. Damit setzte sich die Entwicklung aus dem Jahr 2012 beschleunigt fort. Sieben von zehn unbegleiteten Einreisenden waren männliche Jugendliche im Alter von 16 bis unter 18 Jahren. Eine große Rolle bei den Schutzmaßnahmen spielte die Familienkonstellation. Kinder und Jugendliche, die in Familien Alleinerziehender oder in Patchworkfamilien lebten, waren deutlich häufiger von Inobhutnahmen betroffen.

Die Inobhutnahmen erfolgten zu rund einem Viertel auf eigenen Wunsch des Kindes bzw. Jugendlichen und bei drei Vierteln lag eine Gefährdung vor. Vor allem Mädchen im Alter zwischen 16 bis 18 Jahren wurden in vier von zehn Fällen auf eigenen Wunsch in Obhut genommen.

Die Unterbringung erfolgte meist in einer Einrichtung (79 Prozent). 18 Prozent wurden in einer geeigneten Familie untergebracht und drei Prozent in einer sonstigen betreuten Wohnform.

In 36 Prozent der Inobhutnahmen kehrte der junge Mensch nach der Maßnahme zu dem Sorgeberechtigen, zur Pflegefamilie oder ins Heim zurück. 34 Prozent wurden außerhalb des Elternhauses, also im Heim, durch betreutes Wohnen oder in einer Pflegefamilie untergebracht; gut zehn Prozent erhielten eine sonstige stationäre Hilfe und sieben Prozent eine ambulante Erziehungshilfe. Bei gut 15 Prozent erfolgte keine anschließende Hilfe und drei Prozent wurden von einem anderen Jugendamt übernommen. Mehrfachnennungen waren möglich.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 08.07.2014

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4 840 Verfahren zur Kindeswohlgefährdung im Land Brandenburg 2013 eingeleitet

Posted on Juli 7, 2014. Filed under: Brandenburg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurde im Jahr 2013 im Land Brandenburg für 4 840 Kinder und Jugendliche ein Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen. Gegenüber 2012 ist das eine Steigerung von 9,1 Prozent (2012: 4 438).

Eine akute Gefährdungseinschätzung wurde bei 758 (15,7 Prozent) Kindern und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. Bei 778 (16,1 Prozent) Fällen lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es besteht weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Bei 1 411 (29,2 Prozent) Fällen wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf und in 1 893 (39,1 Prozent) der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

74,2 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen betrafen Vernachlässigung, 16,5 Prozent körperliche und 20,4 Prozent psychische Misshandlungen. In 4,0 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden.

Häufig erfolgte die Meldung von Kindeswohlgefährdungen von Verwandten, Bekannten und Nachbarn (17,4 Prozent) oder auch anonym (19,1 Prozent). Über Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft wurden 13,4 Prozent der Verfahren initiiert. In 9,2 Prozent der Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die auslösende Einrichtung. 9,6 Prozent der Verfahren wurden von den Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen. Von medizinischem Personal, Gesundheitsämtern oder Hebammen erfolgte in 5,0 Prozent der Fälle die Information der Jugendämter.

Als Ergebnis der Gefährdungseinschätzung wurden für 846 Kinder und Jugendliche ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingerichtet. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 570 Fälle gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung. 243 Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 279 Fällen musste das Familiengericht angerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 07.07.2014

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9 959 Verfahren zur Kindeswohlgefährdung im Land Berlin 2013 eingeleitet

Posted on Juli 7, 2014. Filed under: Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg informiert, wurde im Jahr 2013 in Berlin für 9 959 Kinder und Jugendliche ein Verfahren zur Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen. Gegenüber 2012 ist das eine Steigerung von 13,3 Prozent (2012: 8 791).

Eine akute Gefährdungseinschätzung wurde bei 1 984 (19,9 Prozent) Kinder und Jugendlichen festgestellt. In diesen Fällen ist eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes oder Jugendlichen bereits eingetreten oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten. Bei 3 254 (32,7 Prozent) Fällen lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dabei konnte die Frage nach der gegenwärtig tatsächlich bestehenden Gefahr nicht eindeutig beantwortet werden, aber es besteht weiterhin der Verdacht auf eine Kindeswohlgefährdung bzw. eine Kindeswohlgefährdung kann nicht ausgeschlossen werden. Bei 2 678 (26,9 Prozent) Fällen wurde zwar keine Gefährdung ermittelt, es bestand jedoch Hilfebedarf und in 2 043 (20,5 Prozent) der Fälle wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt.

66,7 Prozent der akuten bzw. latenten Kindeswohlgefährdungen betrafen Vernachlässigung, 21,7 Prozent körperliche und 26,9 Prozent psychische Misshandlungen. In 3,9 Prozent der Fälle mussten Verfahren wegen sexueller Gewalt eingeleitet werden.

Häufig erfolgte die Meldung von Kindeswohlgefährdungen von Verwandten, Bekannten und Nachbarn (13,0 Prozent) oder auch anonym (7,5 Prozent). Über Polizei, Gericht und Staatsanwaltschaft wurden 27,0 Prozent der Verfahren initiiert.

In 13,1 Prozent der Fälle waren die Kita bzw. Tagespflegeperson oder die Schule die auslösende Einrichtung. 10,9 Prozent der Verfahren wurden von den Minderjährigen bzw. Eltern oder Erziehungsberechtigten selbst angestoßen. Von medizinischem Personal, Gesundheitsämtern oder Hebammen erfolgte in 6,0 Prozent der Fälle die Information der Jugendämter.

Als Ergebnis der Gefährdungseinschätzung wurden für 1 587 Kinder und Jugendliche ambulante oder teilstationäre Hilfen zur Erziehung neu eingerichtet. Unterstützung nach §§ 16-18 SGB VIII wurde für 2 379 Fälle gewährt. Hierbei handelt es sich um Leistungen zur allgemeinen Förderung der Erziehung in der Familie und Beratung in Fragen der Partnerschaft, Trennung oder Scheidung. 651 Kinder oder Jugendliche wurden im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahmen in Obhut genommen. In 734 Fällen musste das Familiengericht angerufen werden.

Quelle: Pressemitteilung des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg vom 07.07.2014

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NRW: Zahl der Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche 2013 um sieben Prozent höher als ein Jahr zuvor

Posted on Juli 5, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2013 ergriffen die Jugendämter in Nordrhein-Westfalen 12 259 Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 6,8 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Die vorläufigen Schutzmaßnahmen (Inobhutnahmen oder Herausnahmen) werden vom Jugendamt dann ergriffen, wenn ein unmittelbares Handeln zum Schutz der Minderjährigen in Eil- und Notfällen als geboten erscheint.

2013 handelte es sich in Nordrhein-Westfalen bei der Mehrzahl der unter den Schutz des Jugendamts gestellten Kinder und Jugendlichen um Personen ab 14 Jahren (7 348); Kinder einem Alter von unter 14 Jahren waren in 40,1 Prozent der Fälle (4 911) betroffen. 48,2 Prozent der betroffenen Kinder und Jugendlichen waren Mädchen. Häufigste Anlässe für die vorläufige Schutzmaßnahme waren Überforderung (4 875 Fälle), Beziehungsprobleme der Eltern (2 191 Fälle) oder ein unbegleitetes Einreisen aus dem Ausland (1 519 Fälle).

In nahezu zwei Dritteln der Inobhutnahmen (7 696 oder 64,7 Prozent) wurden die Maßnahmen auf Initiative des Jugendamts oder der Polizei hin durchgeführt. In etwa einem Viertel der Fälle (2 860 oder 24,0 Prozent) ging das behördliche Eingreifen auf Initiative des Kindes oder des Jugendlichen selbst zurück. In den übrigen Fällen wiesen z. B. Lehrer, Ärzte, Verwandte oder Nachbarn die Behörden auf die Notsituation der Kinder und Jugendlichen hin. (IT.NRW)

Quelle: IT.NRW vom 03.07.2014

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15 931 Gefährdungseinschätzungen für Kinder und Jugendliche in Bayern 2013

Posted on Juli 3, 2014. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Bayerischen Jugendämter meldeten im Jahr 2013 insgesamt 15 931 Gefährdungseinschätzungen, das heißt Fälle, in denen geprüft wurde, ob das Wohl von Kindern bzw. Jugendlichen in Gefahr war. Nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung lag in 2 952 Fällen eine akute und in 3 581 eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Bei 4 871 Gefährdungseinschätzungen wurde keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, jedoch Hilfebedarf und in 4 527 Fällen wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Grundlage der Statistik zur Kindeswohlgefährdung – Stichtag 31. Dezember 2013 – ist das Bundeskinderschutzgesetz, welches zum 01. Januar 2012 in Kraft getreten ist. Kindeswohlgefährdung liegt dann vor, wenn das körperliche, geistige und seelische Wohl eines Kindes durch das Tun oder Unterlassen der Eltern oder Dritter gravierende Beeinträchtigungen erleidet, die dauerhafte oder zeitweilige Schädigungen in der Entwicklung des Kindes zur Folge haben bzw. haben können.

Eine Gefährdungseinschätzung nach § 8a Absatz 1 SGB VIII ist vom Jugendamt immer dann abzugeben, wenn dem Jugendamt wichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden, es sich daraufhin einen unmittelbaren Eindruck von dem Minderjährigen und seiner persönlichen Umgebung verschafft hat (z.B. durch Hausbesuche oder Einbestellung der Eltern ins Jugendamt) und das Gefährdungsrisiko anschließend im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte eingeschätzt wurde.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mitteilt, wurden in Bayern im Jahr 2013 insgesamt 15 931 Fälle (+8 Prozent gegenüber 2012) von Kindeswohlgefährdung gemeldet. Betroffen waren 8 147 Jungen und 7 784 Mädchen. Nach Altersgruppen zeigt sich folgendes Bild:

2 952 Gefährdungseinschätzungen (+4,5 Prozent) ergaben eine akute, 3 581 (+1,9 Prozent) eine latente Kindeswohlgefährdung. In beiden Fällen, waren die Anzeichen für eine Vernachlässigung und die Anzeichen einer psychischen Misshandlung die beiden häufigsten Gründe einer Kindeswohlgefährdung.

Darüber hinaus wurde bei 4 871 Gefährdungseinschätzungen keine Kindeswohlgefährdung festgestellt, aber Hilfebedarf zum Beispiel im Rahmen einer Hilfe der Kinder und Jugendhilfe wie Erziehungsberatung oder eine Schutzmaßnahme. Bei 4 527 wurde weder eine Kindeswohlgefährdung noch ein weiterer Hilfebedarf ermittelt.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 03.07.2014

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7900 Gefährdungseinschätzungen bei Kindeswohlgefährdung in Hessen durchgeführt

Posted on Juli 2, 2014. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

In 2013 wurden in Hessen gut 7900 Gefährdungseinschätzungen nach § 8a SGB VIII durchgeführt. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies zehn Prozent mehr als im Jahr 2012, in dem die Erhebung erstmalig stattfand.

Als Ergebnis der durchgeführten Gefährdungseinschätzungen wurde bei 14 Prozent eine akute und bei zwölf Prozent eine latente Kindeswohlgefährdung festgestellt. In 74 Prozent der Fälle lag keine Kindeswohlgefährdung vor — in mehr als der Hälfte dieser Fälle bestand trotzdem ein Hilfebedarf. Über die Hälfte aller Gefährdungseinschätzungen betraf Kinder unter sieben Jahre.

Bezogen auf die Bevölkerung in der jeweiligen Altersgruppe wurde für 79 von 10 000 Einwohnern unter 18 Jahre eine Gefährdungseinschätzung vorgenommen. Jüngere Kinder waren mehr betroffen als ältere. Für die unter Dreijährigen lag diese Quote bei 133, bei den Drei- bis unter Sechsjährigen bei 104, bei den Sechs- bis unter Zehnjährigen bei 76 und bei den Zehn- bis unter 18-Jährigen bei 54.

Von den 2030 Fällen, in denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung festgestellt wurde, war mit sechs von zehn Fällen die Vernachlässigung die am häufigsten genannte Art. Körperliche Misshandlungen waren bei der akuten Kindeswohlgefährdung mit 35 Prozent die zweithäufigste Art. Bei der latenten Kindeswohlgefährdung standen die psychischen Misshandlungen mit 30 Prozent an zweiter Stelle. Anzeichen von sexueller Gewalt wurden bei sieben Prozent der Fälle akuter und bei vier Prozent latenter Kindeswohlgefährdung festgestellt. Mehrfachnennungen waren möglich.

Von den 1075 Fällen der akuten Kindeswohlgefährdungen waren in etwa gleich viele Mädchen und Jungen betroffen. Unterschiede bei den Geschlechtern gab es allerdings bei der Art der Kindeswohlgefährdung: Bei den Vernachlässigungen und körperlichen Misshandlungen waren die Jungen stärker betroffen, bei den psychischen Misshandlungen und bei sexueller Gewalt häufiger die Mädchen. Insbesondere in Fällen der sexuellen Gewalt waren bei den akuten Kindeswohlgefährdungen in drei Viertel der Fälle Mädchen die Leidtragenden.

Als Folge der akuten Kindeswohlgefährdung wurde der junge Mensch in 47 Prozent in Obhut, d. h. aus der Familie, genommen. In 35 Prozent wurde das Familiengericht eingeschaltet, in 28 Prozent erfolgte erstmals eine Hilfe zur Erziehung und in zwölf Prozent eine zusätzliche Hilfe. In knapp 23 Prozent wurde keine Hilfe neu eingerichtet bzw. keine der vorangegangenen Hilfen gewährt. Es konnte aber in diesem Fall die bereits bestehende Hilfe fortgeführt werden. Mehrfachnennungen waren möglich.

Die Konstellation der Familienverhältnisse spielte eine große Rolle. Bei mehr als der Hälfte der Einschätzungen lebte der junge Mensch bei einem alleinerziehenden Elternteil oder bei einem Elternteil mit neuem/-r Partner/-in.

Häufig erfolgte die Initiative zur Gefährdungseinschätzung durch Polizei/Gericht/Staatsanwalt (19 Prozent), Nachbarn (14 Prozent), Ärzten (elf Prozent) und durch die Schule bzw. anonym mit je neun Prozent. In acht Prozent der Fälle wurden die Eltern bzw. Personenberechtigten tätig. Andere Institutionen oder Personen, auf deren Initiative die Gefährdungseinschätzung erfolgte, spielten mit je unter sechs Prozent nur eine untergeordnete Rolle.

Hinweis:
Nach § 8a SGB VIII ist eine Gefährdungseinschätzung vom zuständigen Jugendamt vorzunehmen, wenn gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohles eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden. Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls des Kindes/Jugendlichen eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist.
Nach der Einschätzung der Gefährdungssituation im Zusammenwirken mehrerer Fachkräfte kann im Ergebnis eine Gefährdung vorliegen, eine Gefährdung nicht ausgeschlossen werden (latente Kindeswohlgefährdung) oder es liegt keine Kindeswohlgefährdung vor.
Bei Vorliegen einer Kindeswohlgefährdung ist eine anschließende geeignete Hilfe in Absprache mit den Personensorgeberechtigten anzubieten. Gegebenenfalls kann auch das Tätigwerden des Familiengerichts notwendig werden. Bei dringender Gefahr kann das Jugendamt auch ohne die Entscheidung des Familiengerichts das Kind oder den Jugendlichen in Obhut nehmen.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 02.07.2014

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Baden-Württemberg: Fast 4 000 junge Menschen von Jugendämtern in Obhut genommen – Vorläufige Schutzmaßnahmen aufgrund unbegleiteter Einreisen um 91 Prozent angestiegen

Posted on Juli 2, 2014. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Nach Feststellung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg wurden im Jahr 2013 in Baden-Württemberg für 3 809 Kinder und Jugendliche vorläufige Schutzmaßnahmen ergriffen. Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 5 Prozent. Damit hat sich der seit 2005 ansteigende Trend auch im Jahr 2013 fortgesetzt.

In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz vorübergehend aus der eigenen Familie, einer Pflegefamilie, einem Heim oder einer anderen Unterbringungsart heraus- und von Jugendämtern in Obhut genommen. Sie werden dann vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

Für 1 942 Mädchen und junge Frauen und 1 867 Jungen und junge Männer war 2013 ein behördliches Eingreifen nötig. 6 von 10 der Kinder und Jugendlichen (2 339) waren zwischen 14 und 18 Jahre alt, 14 Prozent (518) hatten das 6. Lebensjahr noch nicht vollendet. Gut zwei Drittel der jungen Menschen (2 643) hatten die deutsche Staatsangehörigkeit. Knapp ein Viertel (895) wurde nach vorherigem Ausreißen aufgegriffen.

In 1 688 Fällen (44 Prozent) wurden die vorläufigen Schutzmaßnahmen durch soziale Dienste oder die Jugendämter, in 20 Prozent (780) durch die Polizei veranlasst. Bei 1 167 Fällen ging eine Gefährdungseinschätzung nach § 8a Abs. 1 SGB VIII voraus.

Auf eigenen Wunsch wurde ein Fünftel (746) unter den Schutz des Jugendamts gestellt. Über die Hälfte davon (405) waren Mädchen im Alter von 14 bis 18 Jahren. 44 Prozent aller in Obhut genommener Kinder und Jugendlichen (1 676) lebten vor der Schutzmaßnahme bei den Eltern bzw. bei einem Elternteil mit Partner und 28 Prozent (1 066) wuchsen bei einem allein erziehenden Elternteil auf.

Die Hauptursache lag bei 45 Prozent aller Maßnahmen in einer Überforderung der Eltern oder eines Elternteils, bei 15 Prozent traten Beziehungsprobleme auf. In 517 Fällen (14 Prozent) lag eine unbegleitete Einreise aus dem Ausland vor. Damit hat sich die Zahl der vorläufigen Schutzmaßnahmen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland notwendig wurden, im Vergleich zum Vorjahr um 91 Prozent erhöht. Anzeichen von Misshandlung und von Vernachlässigung lagen bei 11 bzw. 10 Prozent aller Fälle vor.

Gut drei Viertel der Kinder und Jugendlichen wurden vorübergehend in einer Einrichtung (2 805) oder in einer sonstigen betreuten Wohnform (128) untergebracht, knapp ein Viertel (876) fand Schutz bei einer geeigneten Person.

In 42 Prozent der Fälle (1 622) endete die Maßnahme mit einer Rückkehr zu den Sorgeberechtigten, der Pflegefamilie oder in das Heim. In Zusammenarbeit mit den Betroffenen und gegebenenfalls auch mit ihren Angehörigen werden Zukunftsperspektiven entwickelt, zu denen u. a. auch eine anschließende Einleitung einer erzieherischen Hilfe außerhalb des Elternhauses oder ambulante erzieherische Hilfen gehören können. 2013 wurden in 1 131 Fällen stationäre und in 312 Fällen ambulante Hilfen zur Erziehung im Anschluss an die Schutzmaßnahme eingeleitet. Andere stationäre Hilfen, wie z. B. die Aufnahme in ein Krankenhaus, in die Psychiatrie oder eine Rehabilitationseinrichtung oder auch stationäre Leistungen der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen wurden in 339 Fällen gewährt. 14 Prozent der jungen Menschen (520) erhielten im Anschluss keine Hilfe mehr. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn sich das Kind oder der Jugendliche eigenmächtig aus der Unterbringung im Rahmen der vorläufigen Schutzmaßnahme entfernt oder wenn eine Zu- oder Rückführung an eine Jugendjustizanstalt oder eine Abschiebung ins Ausland erfolgt.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg vom 02.07.2014

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Thüringen: Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils häufigster Grund für Maßnahmen zum Schutz von Kindern und Jugendlichen

Posted on Juni 28, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Thüringen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2013 wurden in Thüringen 1 165 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche in Form von Inobhutnahmen durchgeführt. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 62 Maßnahmen bzw. 5,6 Prozent mehr als im Jahr 2012.

Der häufigste Grund für die Veranlassung einer Inobhutnahme war mit 31,4 Prozent die Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils. Weitere Schwerpunkte bildeten mit 15,0 Prozent die Beziehungsprobleme und mit 10,6 Prozent die Vernachlässigung der Kinder und Jugendlichen. In 295 Fällen wurde die Inobhutnahme auf Grund einer vorangegangenen Gefährdungseinschätzung gemäß § 8a Abs. 1 SGB VIII vorgenommen.

Rund die Hälfte (51,9 Prozent) der im Jahr 2013 in Obhut Genommenen waren Mädchen. Im Jahr 2012 lag diese r Anteil noch bei 55,0 Prozent. Die Altersgruppe der 14 bis unter 16 Jährigen war mit 258 Maßnahmen und damit mit einem Anteil von 22,1 Prozent am häufigsten an den Maßnahmen beteiligt. Für Jugendliche im Alter von 16 bis unter 18 Jahren wurden in 216 Fällen bzw. bei 18,5 Prozent Schutzmaßnahmen ergriffen (2012: 15,9 Prozent).

Fast die Hälfte der Maßnahmen (45,6 Prozent bzw. 531 Fälle) wurde von den Jugendämtern bzw. den sozialen Diensten veranlasst. In weiteren 237 Fällen regten die Jugendlichen die Maßnahmen selbst an, in 168 Fällen die Polizei oder eine Ordnungsbehörde.

Drei Viertel der in Obhut genommenen Kinder und Jugendlichen wurden in Einrichtungen untergebracht. Die Übrigen fanden Aufnahme bei einer anderen geeigneten Person oder in einer sonstigen Wohnform.

Knapp die Hälfte der Kinder und Jugendlichen (44,5 Prozent) kehrten am Ende der vorläufigen Schutzmaßnahme zu den Personensorgeberechtigten zurück. In 334 Fällen (26,2 Prozent) wurden erzieherische Hilfen außerhalb des Elternhauses eingeleitet.

Quelle: Thüringer Landesamt für Statistik vom 27.06.2014

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Sachsen-Anhalt: Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls im Jahr 2013 um fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen

Posted on Juni 24, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: , |

Im Jahr 2013 haben die Jugendämter in Sachsen-Anhalt 2 438 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt. Wie das Statistische Landesamt Sachsen-Anhalt weiter mitteilt, waren dies 123 Verfahren (5 Prozent) mehr als im Vorjahr.

Eine Kindeswohlgefährdung liegt vor, wenn eine erhebliche Schädigung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohls eines/einer Minderjährigen bereits eingetreten ist oder mit ziemlicher Sicherheit zu erwarten ist und diese Situation von dem Sorgeberechtigten nicht abgewendet wird oder werden kann.
Zur Bewertung der Gefährdungslage macht sich das Jugendamt einen unmittelbaren Eindruck von dem Kind beziehungsweise Jugendlichen und seiner Lebenssituation. Das Jugendamt hat den Personensorgeberechtigten zur Abwendung der Gefährdung geeignete und notwendige Hilfen anzubieten.

Von den eingeleiteten Verfahren waren 1 275 Jungen (52 Prozent) und 1 163 Mädchen (48 Prozent) betroffen.

In 374 Fällen (15 Prozent) lag eine eindeutige, akute Kindeswohlgefährdung vor. Bei 331 Fällen (14 Prozent) handelte es sich um eine latente Kindeswohlgefährdung, das heißt eine Kindeswohlgefährdung konnte nicht ausgeschlossen werden. Die Fachkräfte der Jugendämter stellten bei 788 Fällen (32 Prozent) keine Kindeswohlgefährdung fest, jedoch bestand bei diesen Fällen ein weiterer Hilfe- und Unterstützungsbedarf. Keine Kindeswohlgefährdung und kein Hilfebedarf lagen in 945 Fällen (39 Prozent) vor.

Bei 62 Prozent der Kinder und Jugendlichen, bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, traten Anzeichen von Vernachlässigung auf. In 17 Prozent der Fälle wurden Anzeichen für eine körperliche und in weiteren 17 Prozent Anzeichen für eine psychische Misshandlung festgestellt. Anzeichen für sexuelle Gewalt gab es in 4 Prozent der Fälle. Mehrfachnennungen waren möglich.

Fast jedes dritte Kind (30 Prozent) hatte zu Beginn des Verfahrens der Gefährdungseinschätzung das dritte Lebensjahr noch nicht vollendet, darunter waren 273 Kinder noch kein Jahr alt.
Kinder zwischen 3 und unter 6 Jahren waren zu 22 Prozent (536 Kinder) von den Verfahren betroffen, 30 Prozent (742 Kinder) waren zwischen 6 und unter 12 Jahren alt. Älter als 12 Jahre waren 18 Prozent der Kinder (439 Kinder).

Eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls haben im Jahr 2013 am häufigsten anonyme Melder (21 Prozent), Bekannte oder Nachbarn (12 Prozent), Verwandte (10 Prozent) und die Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften (9 Prozent) den Jugendämtern gemeldet.

Quelle: Statisisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 24.06.2014

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Hessen: Maßnahmen zum Entzug der elterlichen Sorge 2013

Posted on Juni 24, 2014. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Im Jahr 2013 erfolgten in Hessen 1330 Maßnahmen des Familiengerichts, davon 713 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, gab es im Vorjahr eine Untererfassung bei den Maßnahmen. Ein Vergleich der aktuellen Werte mit dem Jahr 2012 ist daher nur eingeschränkt möglich.

Zum Jahresende 2013 lebten 2432 Kinder und Jugendliche in Hessen unter bestellter oder gesetzlicher Vormundschaft der Jugendämter, rund ein Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Bei 287 Kindern lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. 2145 Kinder und Jugendliche hatten eine durch Vormundschafts- oder Familiengericht bestellte Amtsvormundschaft (Entzug des Sorgerechts).

Die Zahl der bestellten Amtspflegschaften betrug 2421 (2012: 2413). Dabei werden Teile des Sorgerechts auf das Jugendamt oder andere Personen übertragen.

Für knapp 33 500 Kinder gab es im Jahr 2013 Beistandschaften, gut acht Prozent weniger als 2012. Die Beistandschaft hilft Personensorgeberechtigten in bestimmten Bereichen, die Rechte ihrer Kinder zu wahren, zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Dem Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

Eine Pflegeerlaubnis (nach § 44 SGB VIII) für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege wurde im Laufe des Jahres 2013 für 328 Kinder und Jugendliche erteilt. Fast alle waren in Vollzeitpflege untergebracht.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 24.06.2014

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Zweiter „Monitor Hilfen zur Erziehung“ veröffentlicht

Posted on Juni 20, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Die zum Jugendhilfetag erscheinende zweite Ausgabe des „Monitor Hilfen zur Erziehung“ der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik umfasst Analysen zum aktuellen Stand sowie zu Entwicklungen im Feld der Hilfen zur Erziehung und den angrenzenden Leistungen und Maßnahmen der Kinder- und Jugendhilfe. Es werden zum einen Auswertungen und Analysen zur Inanspruchnahme von Leistungen, zu den Lebenslagen der Hilfen in Anspruch nehmenden Familien, aber auch zu den Ausgaben sowie zu regionalen Unterschieden weiter fortgeschrieben. Zum anderen werden mit Fragen nach den Gründen für eine Hilfe zur Erziehung sowie nach unterschiedlichen Konstellationen im Rahmen der Inobhutnahmen, aber auch nach den Gefährdungseinschätzungen der Jugendämter (§ 8a SGB VIII) andere thematische Schwerpunkte als in der ersten Ausgabe gesetzt.

Der Monitor Hilfen zur Erziehung ist hier kostenlos als PDF-Datei erhältlich. Gedruckte Exemplare können (solange der Vorrat reicht) kostenlos verschickt werden. Bei Interesse melden Sie sich bitte bei: ihaushalter@fk12.tu-dortmund.de (es können maximal fünf Exemplare bestellt werden).

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Sachsen-Anhalt: Ein neues Zuhause durch Adoption für 103 Kinder und Jugendliche im Jahr 2013

Posted on Juni 16, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: |

Im Jahr 2013 erhielten nach Angaben des Statistischen Landesamtes Sachsen-Anhalt 103 Kinder und Jugendliche im Alter unter 18 Jahren ein neues Zuhause, davon 46 Mädchen und 57 Jungen.

Im Vergleich zum Jahr 2012 wurden 13 Adoptionsfälle mehr gezählt. Damit stieg die Anzahl der Adoptionen in Sachsen-Anhalt um 14 Prozent.

Zum Zeitpunkt der Adoption waren 48 Prozent der Kinder unter 3 Jahre alt, 19 Prozent zwischen 3 und unter 6 Jahren, 17 Prozent zwischen 6 und unter 12 Jahren und 16 Prozent 12 Jahre und älter.

In 66 Prozent der Fälle standen die adoptierten Kinder und Jugendlichen in keinem verwandtschaftlichen Verhältnis zu den Adoptiveltern. Bei 33 Prozent der Adoptionsfälle waren die Adoptierenden Stiefmutter oder Stiefvater, bei 1 Prozent waren es andere Verwandte.

Am Ende des Jahres 2013 waren 93 Kinder und Jugendliche in Adoptionspflege untergebracht. Die Zeit der Adoptionspflege soll dem Vormundschaftsgericht eine Prognose ermöglichen, ob sich zwischen den potentiellen Eltern und den Kindern eine Eltern-Kind-Beziehung einstellen wird. Im Jahr 2013 wurden 5 Adoptionspflegen abgebrochen.

Bei den Adoptionsvermittlungsstellen lagen am Jahresende 97 Bewerbungen für 28 zur Adoption vorgemerkter Kinder und Jugendlicher vor. Im Vergleich zum Vorjahr waren diese Zahlen rückläufig.

Quelle: Statistisches Landesamt Sachsen-Anhalt vom 16.06.2014

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Bayern: 3 743 Maßnahmen eines Familiengerichts aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls im Jahr 2013

Posted on Juni 6, 2014. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Im Laufe des Jahres 2013 wurden insgesamt 3 743 gerichtliche Maßnahmen eines Familiengerichts für Kinder- und Jugendliche aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls eingeleitet. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren 1 923 Buben und 1 820 Mädchen betroffen. Dabei wurde in 2 055 Fällen die vollständige oder teilweise Übertragung der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten entschieden.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch sind in § 1 666 „Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls“ geregelt. Das Familiengericht hat danach Maßnahmen im Falle einer körperlichen, geistigen oder seelischen Gefährdung des Kindes oder seines Vermögens zu ergreifen, wenn die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, diese Gefahr abzuwenden. Die Anrufung des Familiengerichts durch das Jugendamt ist immer dann erforderlich und verpflichtend, wenn sich die Gefährdung des Kindeswohles nur durch eine gerichtliche Entscheidung abwenden lässt. Das Familiengericht entscheidet dann im Einzelfall, ob gerichtliche Maßnahmen einzuleiten sind und wie diese aussehen. Hierzu zählen beispielsweise Gebote, öffentliche Hilfen wie Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsfürsorge in Anspruch zu nehmen oder für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen. Auch Verbote, vorübergehend oder auf unbestimmte Zeit die Familienwohnung oder eine andere Wohnung zu nutzen, sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung aufzuhalten oder zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, können ausgesprochen werden. Ebenso kann verboten werden, Verbindung zum Kind aufzunehmen oder ein Zusammentreffen mit dem Kind herbeizuführen. Auch die elterliche Sorge kann teilweise oder vollständig entzogen werden.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2013 in insgesamt 3 743 Fällen Entscheidungen des Familiengerichts getroffen, um für Kinder und Jugendliche Maßnahmen einzuleiten. In 1 923 Fällen waren Jungen und in 1 820 Fällen Mädchen betroffen.

In 2 055 Fällen wurde der vollständige (791) oder teilweise (1 264) Entzug der elterlichen Sorge entschieden, das heißt die elterliche Sorge wurde auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger (gem. § 1666 Abs.3 Nr. 6 BGB) übertragen. Des Weiteren wurde in 963 Fällen die Inanspruchnahme von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe auferlegt, in 264 Fällen wurden die Erklärungen des Personensorgeberechtigten ersetzt und in 461 Fällen wurden Ge- oder Verbote gegenüber dem Personensorgeberechtigten oder Dritten ausgesprochen.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 06.06.2014

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2 841 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder in Bayern – Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils ist häufigster Anlass

Posted on Juni 5, 2014. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2013 wurden in Bayern insgesamt 2 841 vorläufige Schutzmaßnahmen für Kinder und Jugendliche ergriffen, in 53 Prozent (1 492 Fälle) für weibliche Minderjährige. Laut Bayerischem Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung betrafen mehr als die Hälfte der Schutzmaßnahmen Minderjährige ab 14 Jahren, der häufigste Grund für eine vorläufige Schutzmaßnahme lag in der Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils.

Als Schutzmaßnahme bezeichnet man die vorläufige Aufnahme und Unterbringung von Minderjährigen in einer Notsituation durch das Jugendamt. Es sind Maßnahmen zur schnellen Intervention zugunsten des Minderjährigen, sie dienen als Klärungshilfe für Betroffene in Krisensituationen sowie dem unmittelbaren Schutz der Minderjährigen.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren 1 492 Mädchen (53 Prozent) und 1 349 Jungen (47 Prozent) betroffen. Rund zwei Drittel der betroffenen Minderjährigen hatten die deutsche Staatsangehörigkeit, ungefähr ein Drittel eine nichtdeutsche.

Bei der überwiegenden Zahl der Maßnahmen (2 796) handelte es sich um Inobhutnahmen, in 45 Fällen wurden die Kinder und Jugendlichen vom Jugendamt aufgrund einer Gefährdung den Personensorgeberichtigten, z.B. den Eltern, auch gegen deren Willen weggenommen (Herausnahmen). Von den 2 796 Inobhutnahmen erfolgten 467 auf eigenen Wunsch und 2 329 aufgrund einer Gefährdung.


Betrachtet man die Schutzmaßnahmen nach Altersklassen, fällt auf, dass mehr als die Hälfte (58 Prozent) der betroffenen Minderjährigen 14 Jahre oder älter waren.

Die drei häufigsten Gründe – Doppelnennungen sind möglich – für eine vorläufige Schutzmaßnahme waren die Überforderung der Eltern bzw. eines Elternteils (1 074 Fälle), die Vernachlässigung des Minderjährigen (417 Fälle) und Beziehungsprobleme (413 Fälle).

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik und Datenverarbeitung vom 05.06.2014

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Gesundheitsrisiken für arme Kinder

Posted on Mai 6, 2014. Filed under: Forschung, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/PK) Kinder aus einkommensschwachen Familien sind nach Erkenntnissen der Bundesregierung öfter gesundheitlich benachteiligt. So häuften sich hier Risikofaktoren wie Rauchen, Passivrauchen, Bewegungsmangel und Übergewicht. Heranwachsende aus solchen Familien ernährten sich weniger gesund, trieben weniger Sport und seien deutlich häufiger übergewichtig, schreibt die Regierung unter Bezug auf den Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) des Robert-Koch-Instituts (RKI) in ihrer Antwort (18/1253) auf eine Kleine Anfrage (18/936) der Fraktion Die Linke.

Hingegen lasse sich für die meisten akuten Erkrankungen kein Zusammenhang zum sozialen Status belegen. Auch in der Verbreitung chronischer Krankheiten zeigten sich nur geringe Unterschiede.

Sprachentwicklungsstörungen und motorische Defizite würden jedoch bei Kindern mit niedrigem Sozialstatus deutlich häufiger festgestellt. Unterschiede ergäben sich nach Auswertung der RKI-Studie (Erhebung 2003 bis 2006) auch bezüglich psychischer und Verhaltensauffälligkeiten. So seien Jungen und Mädchen aus Familien mit niedrigem Einkommen, insbesondere in der Altersgruppe der Drei- bis Zehnjährigen, häufiger davon betroffen.

Aus der Studie gehe weiter hervor, dass neben dem Einkommen auch der Bildungsgrad der Eltern, die familiäre Lebensform, das Familienklima und ein Migrationshintergrund erheblichen Einfluss auf die Gesundheit der Kinder hätten. Für Jugendliche im Alter von elf bis 17 Jahren lasse sich zeigen, dass ein starker familiärer Zusammenhalt und eine aktive Freizeitgestaltung in der Familie mit einem besseren allgemeinen Gesundheitszustand, geringeren Beeinträchtigungen der psychischen Gesundheit und einem geringeren Anteil an Übergewicht verbunden seien.

Die Regierung betont, dass in Deutschland der Zugang zum Gesundheitssystem für alle Bürger, ohne Rücksicht auf ihren sozialen Status, gewährleistet sei. Die individuellen Gesundheitschancen und Krankheitsrisiken würden von vielen Faktoren bestimmt. Neben genetischen Faktoren spielten auch die Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie das gesundheitsbewusste Verhalten eine bedeutsame Rolle.

Menschen mit sozial bedingt ungünstigeren Gesundheitschancen müssten gestärkt werden. Gesundheitsförderung und Prävention müsse bei Kindern und Jugendlichen ansetzen. Hierzu müssten neben den Familien insbesondere auch die Kindergärten und Schulen in den Blick genommen werden. Ferner stelle der Arbeitsplatz einen wichtigen Ort für gesundheitsförderliche Aktivitäten dar.

Quelle: Heute im Bundestag vom 06.05.2014

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In NRW wurden 2012 in 245 957 Fällen erzieherische Hilfen und Eingliederungshilfen in Anspruch genommen

Posted on April 5, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2012 wurden in Nordrhein-Westfalen 245 957 erzieherische Hilfen nach dem Sozialgesetzbuch (SGB VIII) von Jugendämtern oder von anderen (freien) Trägern der Kinder- und Jugendhilfe gewährt. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 1,9 Prozent mehr in Anspruch genommene Hilfen als ein Jahr zuvor (2011: 241 423). In der Gesamtzahl der Hilfen enthalten sind auch 14 287 (2012) bzw. 13 246 (2011) Fälle von Eingliederungshilfen für seelisch behinderte junge Menschen nach SGB VIII, die zwar keine erzieherische Hilfe sind, aber im Rahmen der amtlichen Statistik in diesem Kontext ebenfalls erhoben werden.

Wie bereits im Jahr zuvor war auch 2012 die Erziehungsberatung (§ 28 SGB VIII) die am häufigsten in Anspruch genommene Hilfeart (119 534), gefolgt von der Unterbringung in Heimen (27 033), der Vollzeitpflege in einer anderen Familie (23 119) und der sozialpädagogischen Familienhilfe (22 942).

56 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Nordrhein-Westfalen, für die eine Erziehungshilfe gewährt wurde, waren männlich. 47 Prozent der betroffenen Personen waren zwischen sechs und 13 Jahre alt. Bei 29 Prozent der Hilfeempfänger wurden entweder die Mutter oder der Vater oder beide Eltern im Ausland geboren. 14 Prozent der Kinder und Jugendlichen sprachen in ihrer Familie überwiegend eine andere Sprache als Deutsch.

Wie die Statistiker weiter mitteilen, ergibt sich die Zahl der in Anspruch genommenen Hilfen jeweils aus der Summe der in einem Jahr beendeten und der über den Jahreswechsel hinweg andauernden Hilfen.

zu den Ergebnissen für kreisfreie Städte und Kreise

Quelle: Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 02.04.2014

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KomDat Jugendhilfe 2013, Heft 3 erschienen

Posted on Februar 15, 2014. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Die im Januar erschienene aktuelle Ausgabe von KomDat Jugendhilfe 2013, Heft 3 steht ganz im Zeichen von Ausgaben, Hilfen zur Erziehung und Kinderschutz.

Der „Spiegel“ spricht in seiner ersten Ausgabe das Jahres 2014 im Artikel „Schockstarre“ von einer Krise der Kinder- und Jugendhilfe, genauer: der Hilfen zur Erziehung. Nicht zuletzt wird das an bundesweit rund 1 Million jungen Menschen und ihren Familien festgemacht, die 2012 eine Hilfe zur Erziehung in Anspruch genommen haben. Nicht ganz 7,4 Mrd. EUR haben die Jugendämter und die Haushalte der Kommunen dafür ausgegeben. Doch lässt sich allein aus diesen Zahlen eine Krise ableiten?

Hier schaut die aktuelle Ausgabe von KomDat einmal genauer hin und betrachtet die Ausgabenentwicklung, die aktuellen Zahlen zu den Hilfen zur Erziehung sowie zu den Inobhutnahmen oder auch die erstmalig erhobenen Daten zu den Gefährdungseinschätzungen der Jugendämter.

zum aktuellen KomDat-Heft

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Öffentliche Hand gab 2012 rund 32,2 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe aus

Posted on Januar 25, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

WIESBADEN – Bund, Länder und Gemeinden haben im Jahr 2012 insgesamt rund 32,2 Milliarden Euro für Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sind die Ausgaben damit gegenüber 2011 um 5,6 % gestiegen. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von etwa 2,4 Milliarden Euro – unter anderem aus Gebühren und Teilnahmebeiträgen – wendete die öffentliche Hand netto rund 29,8 Milliarden Euro auf. Gegenüber 2011 entspricht das einer Steigerung um 6,8 %.

Der größte Teil der Bruttoausgaben (63 %) entfiel mit rund 20,4 Milliarden Euro auf die Kindertagesbetreuung, 7,0 % mehr als 2011. Nach Abzug der Einnahmen in Höhe von rund 1,5 Milliarden Euro wurden netto 18,9 Milliarden Euro für Kindertagesbetreuung ausgegeben. Das waren 8,9 % mehr als im Vorjahr.

Ein Viertel der Bruttoausgaben (25 %) – insgesamt mehr als 8,2 Milliarden Euro – wendeten die öffentlichen Träger für Hilfen zur Erziehung auf. Davon entfielen etwa 4,5 Milliarden Euro auf die Unterbringung junger Menschen außerhalb des Elternhauses in Vollzeitpflege, Heimerziehung oder in anderer betreuter Wohnform. Die Ausgaben für sozialpädagogische Familienhilfe lagen bei 759 Millionen Euro.

Weitere gut 5 % der Gesamtausgaben wurden in Maßnahmen und Einrichtungen der Jugendarbeit investiert, zum Beispiel in außerschulische Jugendbildung, Kinder- und Jugenderholung oder in Jugendzentren. Bund, Länder und Gemeinden wendeten dafür rund 1,6 Milliarden Euro auf.

Quelle: Destatis vom 24.01.2014

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NRW: Ausgaben für Kinder- und Jugendhilfe beliefen sich 2012 auf 7,1 Milliarden Euro

Posted on November 18, 2013. Filed under: Finanzielles, Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2012 wurden in Nordrhein-Westfalen 7,1 Milliarden Euro für Leistungen und Aufgaben der öffentlichen Kinder- und Jugendhilfe ausgegeben. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als statistisches Landesamt mitteilt, waren das 354 Millionen Euro oder 5,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Nach Abzug von Einnahmen (Gebühren, Teilnahmebeiträge u. Ä.) in Höhe von 474 Millionen Euro beliefen sich die Nettoausgaben auf 6,7 Milliarden Euro. Die bereitgestellten Mittel flossen in Einrichtungen der Jugendhilfe, Einzel- und Gruppenhilfen sowie in Personalkosten.

Von den Gesamtausgaben in Höhe von 7,1 Milliarden Euro entfielen 4,1 Milliarden Euro auf die Einrichtungen der Jugendhilfe; das waren 4,6 Prozent mehr als 2011. Weitere 3,0 Milliarden Euro flossen in die Einzel- und Gruppenhilfe (+6,3 Prozent).

Der überwiegende Teil (52,7 Prozent) der Ausgaben in der Kinder- und Jugendhilfe wurde für den Bereich der Tageseinrichtungen für Kinder aufgewendet. Die Ausgaben lagen hier im Jahr 2012 bei 3,8 Milliarden Euro; ein Jahr zuvor hatte dieser Betrag noch bei 3,6 Milliarden Euro gelegen.

Den Schwerpunkt im Bereich der Einzel- und Gruppenhilfen bildeten die Hilfen zur Erziehung, die Eingliederungshilfe für seelisch behinderte Kinder und Jugendliche, die Hilfen für junge Volljährige sowie die vorläufigen Schutzmaßnahmen. Im Jahr 2012 beliefen sich die Ausgaben in diesem Leistungsbereich auf 2,2 Milliarden Euro, das waren 102 Millionen Euro (+4,9 Prozent) mehr als 2011.

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 15.11.2013

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Landesberichte zu den Hilfen zur Erziehung

Posted on November 14, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Berlin, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der AFET – Bundesverband für Erziehungshilfe e. V. hat die bisher bekannten Berichte zu den Hilfen zur Erziehung auf Landesebene bis zum Jahr 2013 zusammengestellt und auf seiner Homepage veröffentlicht.

zur Übersicht

Quelle: AFET-Newsletter zur aktuellen jugendhilfepolitischen Situation vom 14.11.2013

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Niedersachsen: 5.848 Verfahren zur Gefährdungseinschätzung des Kindeswohls 2012

Posted on November 6, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: , , |

HANNOVER. Im Jahr 2012 haben die Jugendämter in Niedersachsen 5 848 Verfahren zur Einschätzung der Gefährdung des Kindeswohls durchgeführt. Nach Mitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) wurde dieses Verfahren bundesweit erstmalig durchgeführt. Eine Gefährdungseinschätzung wird vorgenommen, wenn dem Jugendamt gewichtige Anhaltspunkte für die Gefährdung des Wohls eines Kindes oder Jugendlichen bekannt werden. Die Jugendämter verschaffen sich dann einen unmittelbaren Eindruck von dem Minderjährigen und seiner persönlichen Umgebung und schätzen anschließend das Gefährdungsrisiko ein.

Im vergangenen Jahr wurde in 892 Fällen (15 %) eine eindeutige, akute Kindeswohlgefährdung festgestellt. In 1 098 Fällen (19 %) lag eine latente Kindeswohlgefährdung vor. Dies bedeutet, dass eine Kindeswohlgefährdung nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, ein Verdacht auf eine Gefährdung jedoch weiter bestehen blieb. Bei 3 858 Verfahren (66 %) stellten die Jugendämter keine Kindeswohlgefährdung fest, bei der Hälfte dieser Verfahren wurde aber dennoch ein Hilfebedarf erkannt.

Gut die Hälfte der Kinder und Jugendlichen (1 274 Fälle), bei denen eine akute oder latente Kindeswohlgefährdung vorlag, wiesen Anzeichen von Vernachlässigung auf. Anzeichen von körperlicher Misshandlung wurden bei knapp einem Viertel (577 Fälle) der Minderjährigen diagnostiziert. Fast ebenso häufig stellte die Jugendämter Anzeichen von psychischer Misshandlung (537 Fälle) fest. Bei 4 % der Fälle lagen Anzeichen von sexueller Gewalt vor (104 Fälle). – Mehrfachnennungen waren möglich.

Bei Betrachtung aller Verfahren zur Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung ergab sich keine geschlechtsspezifische Unterscheidung. Mädchen und Jungen waren mit je 50 % gleich häufig betroffen.

Insgesamt 1 390 Kinder (24 %), für die ein Verfahren zur Gefährdungseinschätzung des Kindeswohls durchgeführt wurde, waren noch keine 3 Jahre alt. Darunter fielen auch 564 Kinder, die das erste Lebensjahr noch nicht vollendet hatten. Weitere 1 138 (19 %) Kinder befanden sich im Alter von 3 bis unter 6 Jahren. Häufig betroffen waren ebenfalls Schulkinder im Alter von 6 bis unter 10 Jahren (1 337 Fälle) sowie im Alter von 10 bis unter 14 Jahren (1 173 Fälle). Sie machten 23 % bzw. 20 % aller Fälle aus. Deutlich weniger betroffen waren Jugendliche (810 Fälle) im Alter von 14 bis unter 18 Jahren.

Eine mögliche Gefährdung des Kindeswohls haben im Jahr 2012 am häufigsten Bekannte oder Nachbarn (17 %), die Polizei, Gerichte oder Staatsanwaltschaften (14 %), anonyme Melder (13 %) sowie Schulen (10 %) den Jugendämtern gemeldet.

Im Anschluss an die Feststellung einer akuten Kindeswohlgefährdung, wurde in 36 % der Fälle das Familiengericht eingeschaltet. Die Jugendämter nahmen jeweils ein knappes Drittel (28 %) der jungen Menschen in Obhut oder vermittelten ihnen eine ambulante/teilstationäre Hilfe zur Erziehung. Für 23 % der Minderjährigen wurden keine der erhobenen Hilfen eingerichtet. – Auch hier waren Mehrfachnennungen möglich.

Weitere ausführliche Angaben zu „Gefährdungseinschätzungen des Kindeswohls 2012″ enthält der Statistische Bericht K I 3 „Jugendhilfe 2012″, der kostenfrei am Ende des Jahres 2013 im Internet zur Verfügung stehen wird.

Quelle: Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen vom 30.10.2013 

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