InterviewpartnerInnen gesucht für Zulassungsarbeit „Die Situation lieblicher Eltern von Pflegekindern mit einer Behinderung“

Posted on September 5, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Eine Studentin der Sonderpädagogik an der Pädagogischen Hochschule in Heidelberg sucht für ihre Abschlussarbeit für das Lehramt Sonderpädagogik zum Thema „Die Situation lieblicher Eltern von Pflegekindern mit einer Behinderung“ leibliche Eltern von Pflegekindern mit einer Entwicklungsverzögerung, die sich zu einem Interview bereit erklären.

Hierzu benötigt sie sechs Interviewpartner, die bereit sind über ihre Situation zu sprechen. Dabei wird es um die Kinder gehen und die Gründe für ihren Aufenthalt in einer Pflegefamilie, die Häufigkeit der Besuche dieser, das Verhältnis zu den Pflegeeltern und auch die Unterstützungsangebote und Verbesserungswünsche nach der Abgabe der Kinder. Die gestellten Fragen müssen nicht alle beantwortet werden, wenn dies nicht erwünscht ist.

Gerne ist Frau Lohrmann auch zu einem Telefonat bereit und bei weiteren Fragen auch per Mail erreichbar.

Kontakt:
Elena Lohrmann
Telefon: 015232757780
E-Mail: elenalohrmann@yahoo.de

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Artikel „Geschlechtsidentität von Kindern: Eltern ohne Einfluss“

Posted on August 17, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, International, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Der Artikel „Geschlechtsidentität von Kindern: Eltern ohne Einfluss“ der Pharmazeutischen Zeitung Online vom 16.08.2017 berichtet von einer Studie der University of Kentucky, die das Spielverhalten und die Entwicklung adoptierter Kinder aus insgesamt 106 amerikanischen Familien mit lesbischen, schwulen oder heterosexuellen Elternpaaren untersuchte. Es zeigte sich, dass die sexuelle Orientierung der Eltern und der Familientyp keinen signifikanten Einfluss auf die Geschlechtsidentität der Kinder hatten.

Auch DIE WELT widmet der Studie einen Beitrag: „Mutter, Mutter, Kind“ vom 16.08.2017

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Befragung: „Traumatisierte Pflegekinder – professionelle Fachkräfte!?“ – Bitte mitmachen

Posted on August 16, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Der Studierende der Sozialen Arbeit an der Evangelischen Hochschule Freiburg Sven Rupp bittet um Ihre Mitarbeit:

Liebe Pflegeeltern,

wenn Pflegekinder in einer Pflegefamilie untergebracht werden, dann haben sie oft Schlimmes erlebt. Pflegeeltern leisten Großes, wenn sie Kinder mit besonderen Belastungen, Verhaltensweisen und Konfliktpotential bei sich aufnehmen, sie lieben und schützen. Oft aber geraten sie hierbei auch an ihre Grenzen, fühlen sich schlecht begleitet und unzureichend vorbereitet.
Genau diesen Bereich möchte ich in meiner Bachelor-Thesis beforschen und führe eine Umfrage durch. Ich möchte herausfinden, welches Fachwissen Pflegeeltern besitzen, wie sicher sie sich fühlen und wie gut sie mit Begleitung ausgestattet werden.

Die nächsten 15 Minuten können sie sich anonym und offen beteiligen. Es werden keine Daten erhoben, die sie erkenntlich werden lassen. Es geht nicht speziell um sie persönlich, sondern um Sie als Pflegeeltern. Im Voraus bedanke ich mich bei Ihnen für dieses zusätzliche und nicht selbstverständliche Engagement.

Die Umfrage wird im Zeitraum zwischen dem 14.8.2017 – 7 Uhr und 4.9.2017 – 23:59 Uhr durchgeführt:
https://www.soscisurvey.de/traumapflege2017/

Bei aufkommenden Fragen und Anmerkungen wenden sie sich gerne direkt an: emailtosven@web.de

Mit besten Grüßen
Sven Rupp
Studierender der Sozialen Arbeit

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Artikel „Provozieren, um zu testen“

Posted on August 5, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Schule | Schlagwörter: |

Eine Langzeitstudie von ForscherInnen an der Uni Siegen soll mehr über das Leben von Pflegekindern in Erfahrung bringen. Der Artikel „„Provozieren, um zu testen“: Pflegekinder haben oft Probleme in der Schule – Studie beleuchtet Hintergründe am 04.08.2017 auf news4teachers.de wendet sich an LehrerInnen und fokussiert auf Pflege- und Adoptivkinder als ein belastetes Klientel in der Schule.

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Artikel: Pflegekinder „Gehöre ich mit zur Familie?“

Posted on August 5, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die Welt berichtet im Artikel Pflegekinder: „Gehöre ich mit zur Familie?“ am 05.08.2017 von einer Langzeitstudie der Uni Siegen, in der die WissenschaftlerInnen untersuchen, wie sich das Leben von Pflegekindern bis ins Erwachsenenalter hinein entwickelt.

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Buch-Tipp: „Wie gut entwickeln sich Pflegekinder? Eine Longitudinalstudie.“

Posted on Juli 15, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die ersten Ergebnisse der von der EmMi LuebesKind Stiftung exklusiv finanzierten Langzeitstudie der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen wurden in der ZPE Schriftenreihe als Nr. 47 veröffentlicht. Man kann die Schrift kostenlos downloaden oder als Druckexemplar bestellen.

Unter der Leitung von Dr. Daniela Reimer und Prof. Dr. Klaus Wolf wurde die Entwicklung junger Erwachsener untersucht, die zuvor in Pflegefamilien beheimatet waren. Eine solche Longitudinalstudie zu Pflegekindern gab es bislang im deutschsprachigen Raum noch nicht. Der Anfang ist gemacht und auf dieser Basis können hoffentlich noch weitere lange Entwicklungslinien in den Blick genommen werden.

nähere Informationen

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Studie zu Erfahrungen und Belastungen von Bereitschaftspflegeeltern – Befragungszeit verlängert!

Posted on November 10, 2016. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Die Teilnahme an der bundesweiten Befragung von Bereitschaftspflegeeltern mit dem Ziel, ihre Erfahrungen und Belastungen zu erfassen, wurde verlängert bis 31.12.2016! Sie können ihre Erfahrungen einbringen mittels Online-Fragebogen: www.studie-bereitschaftspflege.weebly.com

Träger ist ein Kooperationsprojekt aus der Forschungsgruppe PETRA (Dr. Stefan Rücker/ PD Dr. Peter Büttner), der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm (Prof. Dr. Jörg M. Fegert), dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (Dr. Thomas Meysen) und der Universität Bremen (Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation, Prof. Dr. Franz Petermann).

Nähere Informationen finden Sie im Anschreiben für die Teilnehmer/innen.

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Studie: Erfahrungen und Belastungen von Bereitschaftspflegeeltern – bitte um Mithilfe!

Posted on September 15, 2016. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Noch bis zum 30.11.2016 läuft eine bundesweite Befragung von Bereitschaftspflegeeltern mit dem Ziel, ihre Erfahrungen und Belastungen zu erfassen. Die Teilnahme erfolgt mittels Online-Fragebogen: www.studie-bereitschaftspflege.weebly.com

Träger ist ein Kooperationsprojekt aus der Forschungsgruppe PETRA (Dr. Stefan Rücker/ PD Dr. Peter Büttner), der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie des Universitätsklinikums Ulm (Prof. Dr. Jörg M. Fegert), dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (Dr. Thomas Meysen) und der Universität Bremen (Zentrum für Klinische Psychologie und Rehabilitation, Prof. Dr. Franz Petermann).

Nähere Informationen finden Sie im Anschreiben für die Teilnehmer/innen.

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Studie: Kinderarmut in Deutschland wächst weiter – mit Folgen fürs ganze Leben

Posted on September 12, 2016. Filed under: Forschung, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Bertelsmann Stiftung veröffentlicht heute ihre Studie zur Kinderarmut in Deutschland.

Beengtes Wohnen, wenig Geld für gesundes Essen, Bildung, Hobbies oder Urlaub – für rund 2 Millionen Kinder und ihre Familien in Deutschland ist das Realität. Im Vergleich zu 2011 leben heute mehr Kinder in Familien, die auf staatliche Grundsicherung angewiesen sind. Die neuen Veröffentlichungen zeigen: Die existierenden staatlichen Maßnahmen reichen nicht aus, um Kinderarmut zu vermeiden, und Armutsfolgen werden bisher nur lückenhaft erforscht.

nähere Informationen

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Studie zu Folgen sozialer Hilfemaßnahmen im Schnittfeld Jugendhilfe/Schule an der Uni Siegen: Jugendliche Interviewpartner_innen gesucht

Posted on Mai 17, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Um die Perspektiven von Jugendlichen, die soziale Hilfemaßnahmen wie Erziehungshilfen wahrnehmen, geht es in der qualitativen Studie „Folgen sozialer Hilfen“ des Fachbereichs Sozialpädagogik der Universität Siegen.

Untersucht werden soll, welche „Folgen“ im Sinne von Wirkungen der Maßnahmen die Jugendlichen für sich selbst und ihr Leben wahrnehmen. Im Teilprojekt „Schnittfeld Jugendhilfe/Schule“ werden narrative Interviews mit Jugendlichen geführt.

Hierfür werden jugendliche Interviewpartner_innen gesucht, die sozialpädagogische Gruppenarbeit in der Schule (wie bspw. Sozial- oder Kompetenztrainings) oder Hilfen zur Erziehung gemäß SGB VIII (§§ 29-35) wahrnehmen, wahrgenommen haben bzw. in naher Zukunft wahrnehmen werden. Die Maßnahmen der Hilfen zur Erziehung gemäß SGB VIII sollen im Schnittfeld Jugendhilfe/Schule – bspw. in Zusammenarbeit mit Schulsozialarbeiter_innen und/oder Lehrkräften und Jugendamt – initiiert worden sein.

weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten

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Neue Machbarkeitsstudie zum Themenbereich „Adoptionen“ auf Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik

Posted on April 21, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fachkräfte, Forschung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , |

Vor dem Hintergrund der seit Jahren sinkenden Adoptionszahlen sowie des bestehenden (fach-)öffentlichen Interesses an der Thematik hat die Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik in Form einer Machbarkeitsstudie analysiert, welche Möglichkeiten der raumbezogenen Auswertung der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik zu Adoptionen in Deutschland bestehen.

zur Machbarkeitsstudie zu bundesweiten raumbezogenen Datenauswertungen zum Themenbereich „Adoptionen“ auf der Basis der amtlichen Kinder- und Jugendhilfestatistik – „Adoptionsatlas Deutschland“

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Drastische regionale Unterschiede bei den Kosten der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on Januar 20, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die Ausgaben der Kinder- und Jugendhilfe sind von 2003 bis 2013 um über 70 Prozent gestiegen. Unklar ist, ob dadurch junge Menschen besser betreut und geschützt werden. Eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) zeigt zudem, dass es große, teils schwer erklärbare Kostenunterschiede gibt.

Rund 35,5 Milliarden Euro gab Deutschland 2013 für Kitas und den Schutz gefährdeter Kinder und Jugendlicher aus. Auffällig sind die großen Ausgabenunterschiede zwischen den Bundesländern: Pro unter-18-Jährigem sind die Ausgaben für die Kinder- und Jugendhilfe insgesamt in Berlin mit 3.900 Euro fast doppelt so hoch wie in Schleswig-Holstein mit 2.200 Euro. Diese Streuung lässt sich teilweise mit der Bevölkerungsstruktur erklären: Dort, wo beispielsweise viele Geschiedene und Arbeitslose leben, gibt es deutlich mehr „Gefährdungsfälle“ – eine Ursache für höhere Ausgaben in den Stadtstaaten. Der Migrationshintergrund sorgte 2013 hingegen nicht für höhere Ausgaben; unabhängig davon wird der Zuzug von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen aber für deutlich steigende Ausgaben sorgen.

Die Bevölkerungsstruktur kann aber nicht allein die großen Unterschiede erklären, da auch die Ausgaben pro Fall sowie nach Angebot und Bundesland stark variieren: Mecklenburg-Vorpommern lässt sich die Erziehungsberatung pro Fall 830 Euro kosten, Niedersachsen kommt mit 78 Euro aus; bei der Vollzeitpflege ist Berlin mit knapp 24.000 Euro Spitzenreiter, Sachsen-Anhalt reichen dagegen knapp 9.100 Euro.

Die IW-Ökonomen plädieren daher für eine systematische Leistungsevaluation, um die Qualität der Angebote messbar und vergleichbar zu machen. Zudem liegt laut IW ein Fehler im System: Die Leistungserbringer der Kinder- und Jugendhilfe sitzen mit in jenem Gremium, das entscheidet, welche Leistungen bereitgestellt werden. „Zwangsläufig kommt es zu Interessensverquickungen“, warnt IW-Expertin Marie Möller. So stimme es bedenklich, dass immer mehr Kinder in Heimen – also besonders kostenintensiv – untergebracht werden. Sinnvoll wäre es laut IW, wenn Kommunen Best Practice Beispiele austauschten. So könnte es kostenneutral bessere Hilfen geben.

Quelle: Pressemitteilung des Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) vom 19.01.2016

→ Download: Dominik H. Enste / Marie Möller: Was kostet die Kinder- und Jugendhilfe? – Ein Vergleich der deutschen Bundesländer

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Pflegekinderstudie über „Posttraumatische Belastungsstörung“ – Befragung läuft noch bis Ende Februar

Posted on Januar 19, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , |

Das Zentrum für klinische Psychologie und Rehabilitation der Universität Bremen führt unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Petermann eine Untersuchung zum Thema „Trauma und posttraumatische Belastungsstörungen in Jugendhilfemaßnahmen“ durch.

Die Forscher möchten sich bei den viele Pflegeeltern bedanken, die bereits an der Studie teilgenommen haben und so helfen, erste Kenntnisse über die Verbreitung posttraumatischer Belastungsstörung bei Kleinkindern in Pflegeverhältnissen in Deutschland zu sammeln.

Eine Teilnahme an der Befragung ist noch bis Ende Februar 2016 möglich.

nähere Informationen

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Studienteilnehmer zum Thema Adoption gesucht

Posted on Dezember 13, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Im Rahmen einer Dissertation an der TU Chemnitz wird das Thema Adoption untersucht. Dabei soll im Mittelpunkt stehen, wie das  Adoptiertsein erlebt wurde und welchen Einfluss dies auf das weitere Leben hat. Hierfür werden adoptierte Personen gesucht, die bereit sind, über Ihre ganz persönlichen Erfahrungen zu berichten. Es liegt ein ausführlicher Fragebogen bereit.

Angesprochen sind  adoptierte Erwachsene und Jugendliche ab 14 Jahren. Auch die Sichtweisen von Menschen, die in Dauerpflegschaften leben oder gelebt haben, sind wichtig und interessant.

Der Fragebogen kann in Papierform angefordert werden, ein Freiumschlag für die Rücksendung liegt bei. Eine anonyme Verarbeitung der Daten wird selbstverständlich zugesichert.

Kontaktdaten:
Dipl.-Soz.päd. Andrea Goldhahn
Handy: 0160-97740641
Mail: agoldhahn@aol.com

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Buch-Tipp: „Kontinuität im Kinderschutz – Perspektivplanung für Pflegekinder“

Posted on September 23, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Juni 2015 erschien im Verlag des Deutschen Vereins „Kontinuität im Kinderschutz – Perspektivplanung für Pflegekinder“ von Mériem Diouani-Streek.

Aktuelle Forschungsbefunde zeigen Pflegekinder als Hochrisikogruppe für Entwicklungsbeeinträchtigungen. Die Studie analysiert konzeptionelle und rechtliche Grundlagen sowie methodische und strukturelle Problemfelder einer kontinuitätssichernden Perspektivplanung für Pflegekinder und bereitet diesbezügliche Reformen in den USA auf. Ihre Ergebnisse bieten wichtige Impulse für eine auf Stabilität und Kontinuität ausgerichtete Kindesunterbringung sowie für den Reformdiskurs zum Pflegekinderrecht.

nähere Informationen

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Pflegeeltern gesucht für Studie „Trauma und posttraumatische Belastungsstörungen in Jugendhilfemaßnahmen“

Posted on September 14, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Die Universität Bremen, Zentrum für klinische Psychologie und Rehabilitation, führt unter der Leitung von Prof. Dr. Franz Petermann eine Untersuchung zum Thema „Trauma und posttraumatische Belastungsstörungen in Jugendhilfemaßnahmen“ durch und sucht hierzu Vollzeit-Pflegeeltern von Kindern im Alter zwischen drei und sechs Jahren für eine anonyme, ca. 40-minütige Befragung.

Das Projekt richtet seine Aufmerksamkeit auf die Gesundheit der jüngsten Kinder in Pflegeverhältnissen. Die Forscher möchten herausarbeiten, was eine gute Pflegefamilie ausmacht. Außerdem setzen sie sich das Ziel, die Häufigkeit einer Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) einzuschätzen.

Eine PTBS entsteht als Folge eines Traumas wie beispielweise eines Unfalls oder körperlicher Misshandlung. Sie kann sich äußern, indem sich das Kind an das Ereignis erinnert und darunter leidet, besondere Situationen vermeidet oder vermehrt Schuld, Angst oder Traurigkeit empfindet.

Auch wenn den Pflegeeltern keine traumatischen Erfahrungen des Kindes bekannt sind und Sie keine der beschriebenen Verhaltensweisen bei Ihrem Kind bemerken, sind sie aufgefordert an der Studie teilzunehmen.

zum Informationsblatt

Bei Interesse kann die Umfrage unter ww2.unipark.de/uc/pflegekinderstudie online durchgeführt werden oder ein Fragebogen ausgefüllt werden, der per Post zurückgeschickt werden muss.

Für weitere Informationen steht das Forscherteam unter der Telefonnummer 0421/218 686 34 (Mo. – Do. von 8:30 bis 16:30) oder jederzeit unter der E-Mail-Adresse pflegekinderstudie@uni-bremen.de zur
Verfügung.

 

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Studie: Mehr als 20.000 vom System „entkoppelte“ Jugendliche

Posted on Juli 22, 2015. Filed under: Erziehungsstellen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Die meisten Jugendlichen können den Übergang ins Erwachsenenalter nutzen, um ihren Bildungsweg einzuschlagen und Freiwilligendienste oder Praktika einzulegen, während jedoch eine Gruppe von ihnen scheitert: die sogenannten „entkoppelten Jugendlichen“. Sie drohen sowohl aus dem Bildungssystem und der Erwerbsarbeit, als auch aus allen Hilfestrukturen herauszufallen. Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern Schätzungen zufolge inzwischen bereits um mehr als 20.000 junge Menschen, die nach Wahrnehmung der Fachkräfte aus dem Jugendbereich unter zunehmenden seelischen und psychosozialen Störungen leiden. Dies ergab eine heute veröffentlichte Studie des Deutschen Jugendinstituts im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland.

„Niemandem kann gleichgültig sein, dass so viele Jugendliche in einer so schwierigen Lage sind, und wir hoffen die Studie hilft der Bundesregierung bei der Verbesserung der Jugendhilfe, die sie sich ja für diese Legislaturperiode vorgenommen hat“, so Stiftungsgeschäftsführer Dr. Mark Speich. Die Studie zeigt, an welchen Punkten des Lebensverlaufs der Jugendlichen die Weichen oft falsch gestellt werden und wie die Jugendhilfe dort verstärkt werden sollte. Die damit verbundenen Kosten wären auch gesamt-gesellschaftlich gesehen eine gute Investition, denn laut der Studie zeigen bereits früher durchgeführte wissenschaftliche Berechnungen: Für jeden im Rahmen der Jugendhilfe ausgegebenen Euro werden im weiteren Lebensverlauf das Dreifache an Mitteln entweder an staatlichen Ausgaben eingespart oder durch Steuer- und Wertschöpfung Einnahmen zusätzlich erzielt.

Früherkennung von Risikolagen muss verbessert werden
Zu den in der Studie vorgeschlagenen Maßnahmen, zählt unter anderem eine noch bessere Früherkennung von Risikolagen. Schließlich kommen viele der betroffenen Jugendlichen aus stark belasteten Familien, in denen sie emotionale Vernachlässigung, Verwahrlosung und Gewalt erlebt haben, wovon die Jugendhilfe erst zu spät erfahren hat. Um dem vorzubeugen, sollten beispielsweise Lehrer in ihrer Aus- und Fortbildung noch stärker hierfür sensibilisiert werden, und an allen Schulen sollte es eine angemessene Schulsozialarbeit geben sowie einen direkten Ansprechpartner beim Jugendamt für problematische Fälle.

Unbürokratischere und effektivere Hilfestrukturen nötig
Wenn die Jugendlichen einmal in den staatlichen Hilfestrukturen sind, sollten diese so unbürokratisch und effektiv wie möglich gestaltet werden. Bisher arbeiten die zuständigen Behörden in der Regel nach ihren standardisierten Vorgaben, die jedoch den besonders brüchigen Lebensläufen und komplexen Problemlagen der „entkoppelten Jugendlichen“ nicht gerecht werden (können). Deshalb sollten für diese Jugendlichen künftig alle Angebote gebündelt werden, so dass sie nicht mit zu vielen Ansprechpartnern und Antragsverfahren konfrontiert, sondern aus einer Hand betreut werden, wobei auch Sozial- und Berufspädagogen ebenso wie Psychologen für sie bereitstehen sollten. Diese Angebote sollten besonders niedrigschwellig sein sowie eine individuelleren Beratung und Begleitung der Jugendlichen vorsehen – etwa in Form von Übergangslotsen, um ihren Weg in die Selbständigkeit vorzubereiten.

Jugendliche brauchen oft Unterstützung über das 18. Lebensjahr hinaus
Ein besonderes Problem zeigt sich schließlich, wenn die Jugendlichen volljährig werden. Viele von ihnen wachsen in der Obhut der Jugendhilfe – beispielsweise in einem Heim – auf und werden mit Beginn ihres 18. Lebensjahres in die formalrechtliche Selbständigkeit und somit auch in eine eigene Wohnung entlassen, die vom Jobcenter finanziert wird. Aus Sicht der Jugendlichen ist dies zwar zunächst verlockend, aber häufig zeigt sich, dass sie einfach noch nicht die persönliche Reife haben, um mit dieser neuen Freiheit zurechtzukommen. Sie geraten dann oft in finanzielle Schwierigkeiten, Alkohol- und Drogenprobleme und driften ab in die „falschen Kreise“. Dies blockiert auch eine erfolgversprechende Schul- und Berufsausbildung der Jugendlichen sowie ihre gesamte weitere Entwicklung. Mit anderen Worten: Ausgerechnet die jungen Menschen, die eine besonders schwere Kindheit und Jugend hinter sich haben, werden ausgerechnet in einer Lebensphase, in der sie für negative Einflüsse besonders anfällig sind, aus dem Jugendhilfesystem herausgedrängt und den neuen Anforderungen von „Erwachsenenwelt“, Bildung und Arbeitsmarkt ausgesetzt. Deshalb ist hier die Gefahr des Scheiterns besonders groß. Besser wäre es also, diesen jungen Menschen – durch eine längere sozialpädagogische Begleitung und Betreuung – die nötige Stabilität zu bieten, um sich gesund zu entwickeln und sich auf ihren schulischen und beruflichen Werdegang zu konzentrieren. „Laut deutschem Kinder- und Jugendhilfegesetz ist dies bereits heute möglich, wird aber in der Praxis zu selten angewandt, weil dies von den Kommunen finanziert werden muss, die ja unter hohem Kostendruck stehen. Deshalb muss dringend bei der anstehenden Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen sichergestellt werden, dass die Städte und Gemeinden hierfür künftig das nötige Geld bekommen“, so Markus Seidel von der Kinderhilfsorganisation Off Road Kids.

Aus Sicht des DStGB müssen dabei folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es sollte eine Anlaufstelle für alle jungen Menschen an einem Ort geben, an dem die Unterstützungsstrukturen aus allen Rechtskreisen gebündelt zusammenlaufen.
  • In ländlichen Regionen müssen geeignete Alternativen angeboten werden, zum Beispiel virtuelle Konferenzen, gemeinsame Sprechstunden an Schulen, Info-Busse oder Fahrdienste.
  • Im Rahmen der Maßnahmen sollten Kooperationen zwischen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, Unternehmen und Hochschulen, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig und systematisch in der Berufs- und Studienorientierung unterstützen, angeregt werden. Die Schulen sind zwingend in die gemeinsame Arbeit einzubinden. Gegebenenfalls sollten die Länder in ihren Schulgesetzen die Schulen zu einer Kooperation auch nach Erfüllung der Schulpflicht verpflichten.
  • Örtliche Betriebe sind als Lernorte und damit als Partner im Übergang Schule – Arbeitswelt unverzichtbar. Auf der institutionellen Ebene ist dafür Sorge zu tragen, dass die Arbeitsbündnisse Jugend und Beruf gemeinsam und eigenständig agieren können. Es sollte keine neue „Behörde“ geschaffen werden. Notwendig ist aber die Prüfung, ob datenschutzrechtliche Regelungen und Verfahren eine effektive Bereitstellung trägerübergreifender und koordinierter Hilfen behindern.
  • Die von den weiterhin selbständigen Institutionen der unterschiedlichen Rechtskreise zur Verfügung gestellten Finanzmittel sollten in einem gemeinsamen Finanzpool zusammengeführt werden, damit die Fachkräfte über ein eigenes Budget verfügen.

Die Infografiken der Studie finden Sie hier

Quelle: Vodafone Stiftung Deutschland vom 11.06.2015

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Wie werden Hilfen zur Erziehung organisiert?

Posted on Juni 28, 2015. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Kinder- und Jugendhilfe sieht eine Reihe von „Hilfen zur Erziehung“ vor, um Kinder, Jugendliche und Eltern zu unterstützen. Diese Hilfen reichen von der Beratung, über die sozialpädagogische Familienhilfe bis hin zur Unterbringung eines Kindes in einer Pflegefamilie oder Wohngruppe. Ein Forscherteam untersucht im Jugendamt, wie „Hilfen zur Erziehung“ organisiert werden und wie Kinder, Jugendliche und Eltern sie erleben.

Verschlossen ist das Jugendamt des Landkreises Hildesheim nicht. Im Gegenteil, es öffnet die Türen für die Forschung, sucht Kooperation. Man muss nur Ulrich Wöhler, Dezernent für Jugend und Soziales, begegnen und ahnt, dass dieses Bild einer Behörde – verriegelt, intransparent – so nicht der Realität entspricht. Zumindest nicht in Hildesheim. Wöhler leitet einen Bereich mit über 300 Mitarbeitern. Herzstück seiner Arbeit sind die Hilfen zur Erziehung und deren Planung. Die öffentliche Kinder- und Jugendhilfe sieht eine Reihe von Hilfen vor, „wenn eine Familie nicht in der Lage ist, dem Erziehungsauftrag nachzukommen“. „Die intensivste Form der Hilfe ist die Unterbringung in einer Pflegefamilie oder Wohngruppe, was wir möglichst vermeiden.“

Wenn Jugendliche und deren Familien Unterstützung brauchen, dann werden sie, um den Vorgang zu organisieren, in Jugendämtern zu einem Fall. Wie solche Hilfen geplant werden, untersuchen Sozialpädagogen der Universität Hildesheim nun gemeinsam mit dem Jugendamt des Landkreises Hildesheim. „Wir schauen uns an, wie Hilfen für Kinder und Jugendliche bearbeitet werden. Wir untersuchen vor Ort in der Fallbearbeitung, wie diese Prozesse ablaufen, wie Diagnosen getroffen und wie Kinder und Jugendliche beteiligt werden. Wir wissen aus der Fachdebatte, dass die Beteiligung der Jugendlichen entscheidend ist für das Gelingen der Hilfen“, sagt Professor Gunther Graßhoff.

Florian Hinken ist Jugendhilfeplaner im Landkreis, er erfasst, welche Jugendhilfeeinrichtungen es gibt, wie der Bedarf ist und wie die Zusammenarbeit mit freien Trägern erfolgt, die die Hilfen durchführen, etwa Wohlfahrtverbände. In der Hilfeplanung sei viel Abstimmung erforderlich. Das Verfahren ist „partizipativ“, so Hinken, „es soll nicht über Jugendliche entschieden werden, sondern mit ihnen gemeinsam“. Jugendliche bearbeiten „ihren Fall“ also auch selber. Die Hilfen zur Erziehung basieren zu etwa 85 Prozent auf Freiwilligkeit.

Mit den Hilfen soll zum Beispiel erreicht werden, dass ein Kind den Schulbesuch positiv erleben kann. In manchen Familien geht es auch um die Grundversorgung, morgens ein Frühstück, mittags eine warme Mahlzeit. Manchmal leiden Jugendliche unter Trennungsstreitigkeiten der Eltern und Sozialpädagogen unterstützen die Familie dabei, damit umzugehen. Mitunter müssen in den Hilfen auch Gewalterfahrungen von Kindern und Jugendlichen bewältigt werden. Bisher ist wenig erforscht, wie die Hilfen zur Erziehung im Verlaufe der Zeit gesteuert und überprüft werden. Es liegen kaum Erkenntnisse darüber vor, wie die Empfänger der Hilfen, also Kinder, Jugendliche und Eltern, diese einschätzen, sagt Professor Wolfgang Schröer. Sind sie mit der Fallbearbeitung zufrieden? Was passiert mit Beschwerden? In dem zweijährigen Projekt „Hilfeplanung in den Hilfen zur Erziehung“ erfasst das Forscherteam seit 2015, wie Hilfeplanung in den einzelnen Schritten konkret umgesetzt und dokumentiert wird. Dabei sichten sie Akten, arbeiten eng mit den Fachkräften des Landkreises zusammen, diese schildern Fallbeispiele („good case“,  „bad case“) und erfassen, wie Familien die Hilfen selbst einschätzen. Außerdem erarbeiten sie Kriterien für die zukünftige Fallbearbeitung.

Landrat Reiner Wegner weist anlässlich der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung auf die bisherige jahrelange vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen den Einrichtungen der Jugendhilfe im Landkreis Hildesheim und der Universität hin. Universitätspräsident Professor Wolfgang-Uwe Friedrich bezeichnet die Zusammenarbeit „als unsere gesellschaftliche Verpflichtung“.

Das Hildesheimer Forscherteam arbeitet seit über zehn Jahren in der Kinder- und Jugendhilfe mit Einrichtungen und Behörden in Hildesheim zusammen und tauscht sich zum Beispiel in regionalen Kinder- und Jugendfachtagen aus. „Diese Nähe ist wichtig für unsere Studierenden“, so Schröer. Das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik bildet in Bachelor- und Masterstudiengängen etwa 500 Fachkräfte aus.

Quelle: Universität Hildesheim vom 24.06.2015

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Pflegefamilien-Studie in den Regionen Aachen, Bielefeld und Braunschweig

Posted on November 10, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Im Forschungsprojekt „GROW&TREAT„, das vom BMBF gefördert wird, untersucht die Universität Bielefeld die langfristige Entwicklung von Pflegekindern nach Unterbringung in einer Pflegefamilie. Dabei werden die kognitive, die sozio-emotionale und die neurophysiologische Entwicklung der Pflegekinder während des Aufenthalts in ihrer Pflegefamilie untersucht.

Aktuell ist das Projekt auf 2 Jahre angelegt, innerhalb derer die Pflegefamilien vier Mal besucht werden. Dabei werden sowohl Pflegeeltern als auch Pflegekinder, in spielerischer und altersangemessener Weise, befragt. Die Pflegekinder sollen zwischen 2 und 7 Jahren alt sein und noch nicht länger als 18 Monate in der Pflegefamilie leben.Insbesondere steht im Fokus der Studie, unter welchen Bedingungen sich Pflegekinder besonders gut entwickeln und wie deren Entwicklung noch besser unterstützt werden kann.

Im Projektteil der Langzeitstudie wird die Entwicklung von Pflegekindern mit der von Kindern verglichen, die in ihrer Herkunftsfamilie leben. Dabei liegt der Fokus auf kognitiven, verhaltensbezogenen und sozioemotionalen Faktoren, so wie auf neurophysiologischen Indikatoren. Die (Pflege-)Eltern werden außerdem zum sozialen Unterstützungssystem und zum Beziehungsaufbau mit dem (Pflege-)Kind befragt. Im Projektteil der Interventionsstudie soll ein speziell für Pflegeeltern konzipierter Triple-P-Kurs evaluiert und dessen Anwendbarkeit überprüft werden. Die Hälfte der Pflegeeltern wird dafür an dem Training teilnehmen.

Die Untersuchungen finden in den Regionen um Aachen, Bielefeld und Braunschweig statt. Dort werden noch interessierte Pflegeeltern gesucht.

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Jugendliche gesucht für Studie über die Beteiligung von Kindern in zivil- und strafrechtlichen Verfahren

Posted on Juni 27, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Im Rahmen einer vergleichenden Studie der EU-Grundrechteagentur (FRA) untersucht das Deutsche Institut für Menschenrechte, wie in Deutschland Minderjährige in rechtlichen Verfahren beteiligt werden. Insbesondere geht es dabei um die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in familienrechtlichen Verfahren und um ihre Anhörung als Zeugin oder Zeuge in Strafverfahren. Ziel ist es, auf der Basis von Interviews mit Fachkräften und betroffenen Minderjährigen bestehende Praktiken zu analysieren und den Verbesserungsbedarf zu identifizieren.

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BMFSFJ plant kinderpsychologische Studie über die Auswirkungen von Umgangskontakten auf das Kindeswohl

Posted on Juni 7, 2014. Filed under: Forschung, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat angekündigt, ein umfangreiches Forschungsprojekt zu den Auswirkungen von Umgangskontakten auf das Kindeswohl aufzulegen. Dazu erklärt der familienpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Marcus Weinberg:

„Wir begrüßen, dass Familienministerin Schwesig diese Forderungen der Unionsfraktion aufgegriffen hat. Angesichts der hohen Anzahl an Trennungsfamilien in Deutschland sowie vor dem Hintergrund von jährlich Zehntausenden Umgangsstreitigkeiten und Inobhutnahmen müssen wir endlich mehr über das Kindeswohl aus der Perspektive der Kinder wissen. Familiengerichte, Sachverständige, Jugendämter und Politik sind zwar verpflichtet, sich bei all ihren Entscheidungen vor allem am Kindeswohl zu orientieren. Die Ansicht, was das Kindeswohl ist und was es tatsächlich positiv beeinflusst, wird zurzeit aber weniger von seriösen Studien als von Mutmaßungen getragen. Dies gilt für das oft angeordnete Kontaktverbot nach Inobhutnahmen ebenso wie für das sogenannte Wechselmodell oder den Umgang mit einem Elternteil gegen den Willen des Kindes. Auch ist es wichtig zu erforschen, welche Bedeutung Elternkontakte für das Kindeswohl haben, wenn das Kind oder der Jugendliche langfristig anderweitig untergebracht ist.
Es ist bemerkenswert, dass bislang für Deutschland keine belastbaren wissenschaftlichen Befunde zum Kindeswohl nach Trennung der Eltern und bei Unterbringung in Pflegefamilien, Heim oder Inobhutnahmestellen vorliegen, die die Perspektive der Kinder in den Mittelpunkt stellen. Eine solche umfassende Studie ist für die Rechtspraxis sowie für den Gesetzgeber aber dringend notwendig. Die Union macht sich dafür stark, dass endlich die Forschungsdefizite beseitigt werden und danach gefragt wird, wie es den Kindern und Jugendlichen selbst geht – unabhängig davon, was ihre Eltern oder das Jugendamt wollen.“

Hintergrund:
Jedes Jahr sind ca. 170.000 Kinder und Jugendliche von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Tausende von Kindern und Jugendlichen erleben die Trennung ihrer nicht miteinander verheirateten Eltern. Etwa 30.000 der von der Scheidung oder Trennung ihrer Eltern betroffenen Kinder und Jugendlichen sind sogar dauerhaft einem starken Konflikt zwischen Mutter und Vater ausgesetzt. Darüber hinaus werden über 40.000 Kinder und Jugendliche jährlich im Rahmen einer Inobhutnahme von ihren Eltern getrennt. Für knapp 52.000 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene begann im Jahr 2012 eine erzieherische Hilfe außerhalb ihres Elternhauses in einer Pflegefamilie, in einer Einrichtung oder in sonstigen Formen betreuten Wohnens.

Quelle: Pressemitteilung der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag vom 06.06.2014

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Teilnehmer gesucht für Studie über „Vaterschaft zwischen Jugendhilfeerfahrungen und väterlicher Kompetenz“

Posted on März 21, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Ein neues Forschungsprojekt der Fachhochschule Dortmund sucht Väter, Stiefväter oder Adoptivväter und deren Familien, welche in ihrem Kindheits- oder Jugendalter längerfristig Jugendhilfe (z.B. Sozialpädagogische Familienhilfe, Heime, Pflegefamilie) erhalten haben. Dabei ist es nicht wichtig, ob die Väter, Stiefväter oder Adoptivväter mit ihrem Kind / ihren Kindern in einem gemeinsamen Haushalt leben und auch nicht von Bedeutung, ob diese das Sorgerecht haben.

Ziel des Forschungsprojektes ist es, Empfehlungen für Väter und Fachkräfte in der Jugendhilfe zu entwickeln, die dazu beitragen, die Vater-Kind-Beziehung zu stärken.

Flyer für Väter, die an einer Teilnahme interessiert sind

nähere Informationen zum Projekt

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Online-Befragung „Was erwarten Eltern von Lehrern und Lehrerinnen?“ verlängert bis 02.03.!

Posted on Februar 13, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Netzwerke, Pflegefamilie, Schule, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die Forschungsstelle Begabungsförderung des niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung führt in den nächsten Wochen die Online-Befragung „Was erwarten Eltern von Lehrern und Lehrerinnen?“ durch.

Hintergrund ist die im Schulgesetz verankerte Teilung des Erziehungs- und Bildungsauftrags von Eltern und Schule. Die Forscherinnen möchten erfahren, wie Eltern die Verteilung von Verantwortung sehen und was die Kinder nach Ansicht von Eltern durch die Grundschule erreichen sollten. Im Mittelpunkt stehen die Erwartungen von Eltern an den Umgang der Lehrkräfte mit dem eigenen Kind.
Zielgruppe sind Eltern von Kindern, die bereits die Grundschule besuchen oder bald eingeschult werden. Um Eltern mit unterschiedlichsten Bedürfnissen zu erreichen, ist auch die Befragung von Adoptiv- und Pflegeeltern von großem Interesse.
Die Befragung wurde bis zum 02. März 2014 verlängert.

Nähere Informationen erhalten Sie bei
Meike Sauerhering : meike.sauerhering@nifbe.de, Tel 0541- 970327-71 oder
Michaela Kruse-Heine: michaela.kruse-heine@nifbe.de, Tel. 0541- 970327-73

Die Ergebnisse werden nach Abschluss der Studie 2014 auf der Homepage des nifbe veröffentlicht.

zur Befragung

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Online-Befragung „Was erwarten Eltern von Lehrern und Lehrerinnen?“

Posted on Dezember 27, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Netzwerke, Pflegefamilie, Schule, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die Forschungsstelle Begabungsförderung des niedersächsischen Instituts für frühkindliche Bildung und Entwicklung führt in den nächsten Wochen die Online-Befragung „Was erwarten Eltern von Lehrern und Lehrerinnen?“ durch.

Hintergrund ist die im Schulgesetz verankerte Teilung des Erziehungs- und Bildungsauftrags von Eltern und Schule. Die Forscherinnen möchten erfahren, wie Eltern die Verteilung von Verantwortung sehen und was die Kinder nach Ansicht von Eltern durch die Grundschule erreichen sollten. Im Mittelpunkt stehen die Erwartungen von Eltern an den Umgang der Lehrkräfte mit dem eigenen Kind.
Zielgruppe sind Eltern von Kindern, die bereits die Grundschule besuchen oder bald eingeschult werden. Um Eltern mit unterschiedlichsten Bedürfnissen zu erreichen, ist auch die Befragung von Adoptiv- und Pflegeeltern von großem Interesse.
Die Befragung wird bis zum 10. Februar 2014 durchgeführt. NEU: Verlängerung bis zum 02. März 2014!

Nähere Informationen erhalten Sie bei
Meike Sauerhering : meike.sauerhering@nifbe.de, Tel 0541- 970327-71 oder
Michaela Kruse-Heine: michaela.kruse-heine@nifbe.de, Tel. 0541- 970327-73

Die Ergebnisse werden nach Abschluss der Studie 2014 auf der Homepage des nifbe veröffentlicht.

zur Befragung

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Studie „Frauen auf dem Sprung – das Update 2013“: Die jungen Frauen stehen enorm unter Druck

Posted on September 19, 2013. Filed under: Forschung, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Frauen wollen arbeiten und Kinder – von der Politik und den Männern fühlen sie sich dabei zu wenig unterstützt. Das zeigt die Studie „Frauen auf dem Sprung – das Update 2013“.

Finanzielle Unabhängigkeit, Beruf, Kinder und gute Freunde – das alles wollen junge Frauen in Deutschland. Gut zu verdienen und finanziell unabhängig zu sein, ist ihnen besonders wichtig. Immer mehr junge Männer wünschen sich eine Partnerin, die ökonomisch auf eigenen Beinen steht. „Der Wertewandel der Männer ist eindrucksvoll“, sagt Jutta Allmendinger, wissenschaftliche Leiterin der Studie „Frauen auf dem Sprung – das Update 2013“. Dennoch stehen die Frauen enorm unter Druck. Neben ihrem Beruf leisten sie zu Hause weiterhin die meiste Arbeit. „Erwerbsarbeit und unbezahlte Familienarbeit müssen zwischen Frauen und Männern fairer verteilt werden. An der Zeitfrage wird sich die Vereinbarkeit von Beruf und Familie entscheiden“, meint Allmendinger. Für die Studie wurden 2012 501 Frauen und Männer zwischen 21 und 34 Jahren zu ihren Lebensentwürfen gefragt, die bereits 2010 und 2007 Auskunft gegeben hatten.

Die zentralen Ergebnisse der Studie:

1. Arbeiten? Na klar.

Der Wunsch, finanziell auf eigenen Beinen zu stehen, ist ungebrochen hoch: 91 Prozent der befragten Frauen sind Erwerbsarbeit und eigenes Geld sehr wichtig. Bemerkenswert ist der Wertewandel der Männer: 76 Prozent der Männer wollen heute eine Partnerin, die „sich um den eigenen Unterhalt kümmert“ (2007: 54 Prozent). Immer seltener fühlen sie sich als Alleinernährer der Familie.

2. Kein Rückzug in die Familie

Selbst wenn Frauen eine Familie gegründet und Kinder bekommen haben, weichen sie nicht von ihren Werten und Einstellungen ab. Sie bleiben auf Erwerbsarbeit orientiert. Diese erachten sie als selbstverständlich, heute noch stärker als vor fünf Jahren. Der Anteil von Frauen, denen Familie heute wichtiger ist als die eigene Erwerbstätigkeit, liegt bei unter 5 Prozent. „Die von vielen erwartete Retraditionalisierung von Frauen ist nicht zu beobachten“, sagt Jutta Allmendinger.

3. Großer Kinderwunsch, wenig Kinder

Der Kinderwunsch von Frauen ist unverändert hoch. 93 Prozent der Frauen wollen Nachwuchs. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie beurteilen die jungen Frauen zurückhaltend. Obwohl sie heute eher als 2007 meinen, dass Unternehmen auf die Belange von Eltern eingehen, sehen sie mit Kindern ihre Chance auf eine Karriere dahinschwinden. 53 Prozent der Frauen stimmten 2012 der Aussage zu: „Wer Kinder hat, kann keine wirkliche Karriere machen.“ (2007: 36 Prozent). Die befragten Frauen, die Kinder bekommen haben, fühlen sich beruflich ausrangiert. Hinzu kommt: Insbesondere Männer erleben die Gesellschaft als kinderfeindlich. Obgleich auch sie gerne Kinder hätten, bleiben sie unentschlossen. Frauen und Männer zögern die Familiengründung immer länger hinaus.

4. Frauen leisten noch immer mehr unbezahlte Arbeit als Männer.

Frauen und Männer wünschen sich eine gesunde Balance zwischen Beruf und Familie – die Wirklichkeit sieht anders aus. Zeitintensive Arbeiten im Haushalt wie Putzen, Waschen und Kochen werden mehrheitlich von den Frauen übernommen – auch dann, wenn noch keine Kinder im Haushalt leben. Auch Pflege und Kindererziehung bleiben Frauensache. Ein Drittel der Männer würde die Erwerbsarbeit nicht für die Kindererziehung unterbrechen, die restlichen Männer nur kurz.

5. Wer eine schlechte Ausbildung hat, bleibt auf der Strecke.

Frauen und Männer mit guter Ausbildung sind heute erfolgreicher und sehr viel zufriedener mit ihrem Leben als jene mit schlechter Bildung. Diese waren 2007 noch ebenso selbstbewusst und zuversichtlich wie die gut Gebildeten. Heute fühlen sie sich abgehängt.

Die Studie ist als Discussion Paper des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) erschienen.

Jutta Allmendinger und Julia Haarbrücker (unter Mitarbeit von Florian Fliegner): Lebensentwürfe heute. Wie junge Frauen und Männer in Deutschland leben wollen.

zum Download (PDF)

In der Studie „Frauen auf dem Sprung“ wurden 2007 über 2.000 Frauen und Männer zwischen 17 und 19 bzw. 27 und 29 Jahren persönlich interviewt, eine Wiederholungsbefragung erfolgte 2010. 2012 wurde eine Teilmenge von 501 Menschen zum dritten Mal befragt. Ende 2012 berichteten dieselben Frauen und Männer, wie sich ihr Leben seitdem verändert hat und wie sich ihre Einstellungen entwickelt haben. 42 Prozent haben inzwischen ein Kind bekommen, 80 Prozent sind nun im Beruf und 51 Prozent leben mit ihrem Partner zusammen.

Alle Erhebungen wurden von infas Institut für angewandte Sozialwissenschaft durchgeführt und teilweise finanziert.

Informationen zum Update 2013 bei BRIGITTE

Quelle: Pressemitteilung vom 10.09.2013

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Artikel über Studien zu den Auswirkungen früher Stress- und Gewalterfahrungen

Posted on Juni 30, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, International, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Der Artikel „Adoption – Schwere Geburt“ auf Zeit-online vom 30.06.2013 fasst einige internationale Studien über die vielfältigen Spuren, die Stress im frühen Kindesalter hinterlassen kann, zusammen.

Ungewollt auf die Welt zu kommen ist eine extreme Belastung für das Kind. Bereits der Stress in der Schwangerschaft kann den Fötus schädigen. Mit den vielfältigen Folgen haben Adoptiveltern oft lange zu kämpfen. In den vergangenen Jahren haben Forscher herausgefunden, welche psychischen und biologischen Auswirkungen Gewalt im frühen Kindesalter hat.

zum Artikel

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Metastudie über Alternativen zu Ritalin

Posted on März 1, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Der Deutschlandfunk berichtete am 19.02. von einer Metastudie, die verschiedene ADHS-Therapien miteinander vergleicht.

Interviewt wurde Prof. Tobias Banaschewski vom Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim, der an der Meta-Studie mitwirkte. Er leitet die Gruppe, die gerade die Leitlinien für die ADHS-Behandlung in Deutschland überarbeitet. Die neuen Empfehlungen sollen bis zum Ende des Jahres vorgelegt werden.

zum Beitrag „Alternativen zu Ritalin“ vom 19.02.2013 (schriftlich und audio)

In seiner Meldung „Aktuelle Untersuchungsergebnisse zu ADHS-Medikament Methylphenidat“ vom 08.02.2013 berichtet das Zentralinstitut für Seelische Gesundheit u. a. von dem interessanten Untersuchungsergebnis, dass bei 83% der Kinder und Jugendlichen mit ADHS eine psychiatrische Begleiterkrankung diagnostiziert wurde, jedoch nur bei 20% in der Kontrollgruppe.

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Erwachsene Auslandsadoptierte für Befragung gesucht

Posted on September 6, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Psychologie-Studentin Olivia Derks sucht für eine Befragung aus dem Ausland Adoptierte, die mindestens 18 Jahre alt sind. Ein Interview würde ungefähr 20 Minuten dauern, abhängig davon wie lange die Antworten sind.

Die Fragen drehen sich zum Beispiel darum, wie sehr sich die Adoptierten mit der Kultur ihrer Adoptiveltern bzw. ihrer biologischen Eltern identifizieren. Weitere Fragen würden die Themen Selbstbewusstsein und Stereotypen, die es über ihr Herkunftsland in Deutschland gibt, behandeln.

Kontakt: oliviade@hotmail.de

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Hilfe für traumatisierte Kinder und Jugendliche

Posted on August 16, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , , |

Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert bundesweit erste multizentrische Psychotherapiestudie für Kinder mit rund 900.000 Euro

In Deutschland sind jährlich Tausende von Kindern sehr belastenden Lebensereignissen wie schweren Unfällen, Katastrophen, lebensbedrohlichen Krankheiten, aber auch Misshandlung, schwerer Vernachlässigung, sexueller oder häuslicher Gewalt ausgesetzt. Posttraumatische Belastungsstörungen (PTBS) sind eine mögliche Folgereaktion solcher Extrembelastungen. Das Projekt TreatChildTrauma hat sich zum Ziel gesetzt, die Versorgung seelisch traumatisierter Kinder mit PTBS, die in Deutschland gar nicht oder wenig zielgerichtet erfolgt, zu verbessern und die Betroffenen so vor oft lebenslangen Spätfolgen zu bewahren. Die Ulmer Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie führt dazu mit ihren Kooperationspartnern die in diesem Fachgebiet bundesweit erste multizentrische Studie durch, an der Betroffene teilnehmen können.

Traumatisierte Kinder zeigen häufig Symptome wie wiederkehrende Erinnerungen, Ängste, Schlafstörungen, Reizbarkeit. Sie ziehen sich zurück oder vermeiden Dinge, die sie an diese schrecklichen Ereignisse erinnern könnten. „Die psychotherapeutische Versorgung von Kindern und Jugendlichen mit posttraumatischen Belastungsstörungen ist in Deutschland ungenügend“, kritisiert Prof. Dr. Lutz Goldbeck, Leiter der Sektion Psychotherapieforschung und Verhaltensmedizin der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie/Psychotherapie. „Traumafolgestörungen werden oft übersehen oder fehldiagnostiziert, wissenschaftlich geprüfte Therapiemethoden werden bislang selten eingesetzt“.

Das wollen Goldbeck und seine Kollegen ändern. Sie überprüfen daher, ob eine der weltweit am besten überprüften Therapieprogramme aus den USA, die traumafokussierte kognitive Verhaltenstherapie, auch unter den Rahmenbedingungen der psychotherapeutischen Versorgung in Deutschland wirkt — wo sie bislang kaum verfügbar ist. Über vier Monate erhalten die Kinder unter Einbezug einer vertrauten erwachsenen Bezugsperson, meist der Eltern, gezielte Unterstützung darin, ihre traumatischen Erlebnisse zu bewältigen. „Die Kinder erfahren, dass ihre Reaktion auf die traumatischen Erlebnisse normal ist. Wir helfen Ihnen durch verschiedene therapeutische Strategien, sich schrittweise den Erinnerungen an ihre belastenden Erlebnissen zu stellen und einen angstfreieren Umgang damit zu finden“, erläutert Goldbeck.

Teilnehmen können Kinder und Jugendliche im Alter von 7 bis 16 Jahren, die in Folge eines traumatischen Erlebnisses an Symptomen einer PTBS leiden. Der Therapieerfolg wird mit einer Gruppe von Kindern verglichen, welche zunächst — wie leider in der normalen kinderpsychotherapeutischen Versorgung bislang üblich — auf einen Therapieplatz warten. „In den USA konnte durch den Einsatz dieser Therapiemethode bereits in mehreren kontrollierten Studien die beste Wirksamkeit bei Kindern und Jugendlichen mit PTBS, insbesondere nach sexuellem Missbrauch und häuslicher Gewalt, gezeigt werden. Dies wollen wir nun auch für Deutschland nachweisen“, erklärt Projektleiter Professor Goldbeck. Weiterhin geplant ist die Untersuchung von Faktoren, die sich auf das Therapieergebnis auswirken, wie z.B. die Art des traumatischen Erlebnisses oder die Verfügbarkeit sozialer und familiärer Unterstützung.

Die Therapiestudie, die mit 150 Kindern aus ganz Deutschland über drei Jahre läuft, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit mehr als 900.000 € gefördert. Beteiligt sind Kliniken in Datteln, Berlin, Lüneburg, Mannheim, München, Ravensburg und Saarbrücken.

Weitere Informationen

Ab sofort können betroffene Kinder und Jugendliche mit ihren Eltern bzw. Bezugspersonen an der Studie teilnehmen.
Kontakt: E-Mail: tct.kjp@uniklinik-ulm.de

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Wenn Geschwister außerhalb der Herkunftsfamilie aufwachsen

Posted on April 15, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Eine Studie am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung analysierte das Zusammenleben von Geschwistern in Fremdunterbringung.

Geschwisterbeziehungen gehören zu den langjährigsten Beziehungen im Leben eines Menschen – dies gilt auch für Kinder, die außerhalb ihrer Herkunftsfamilie leben. Dennoch gibt es bisher kaum fundiertes Wissen über das Zusammenleben dieser Kinder. Sylvia Leitner, Ulrike Loch und Stephan Sting (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung) begaben sich mit einer empirischen Studie auf dieses wissenschaftliche Neuland in der Sozialpädagogik.

In der Untersuchung werden Perspektiven von Kindern und Jugendlichen auf ihre Geschwisterbeziehungen und Erfahrungen in SOS-Kinderdorf-Familien rekonstruiert sowie die Geschwisterlichkeit erhoben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben neun Fälle detailliert analysiert. Beleuchtet wurden sowohl die Geschwister außerhalb der Kinderdorffamilien als auch die so genannten „Hausgeschwister“.

Das zentrale Ergebnis der Studie: Geschwisterbeziehungen sind von Grund auf ambivalent, da sie in komplexer Weise mit den Lebensgeschichten und den sozialen Kontexten der jeweiligen Geschwistergruppe verflochten sind. Als Folge davon stellen Geschwisterbeziehungen immer eine pädagogische Gestaltungsaufgabe dar, bei der es unter anderem um die Auseinandersetzung mit Rivalität, um den Aufbau von Vertrauen und Unterstützung und um die Begleitung von Ablöseprozessen geht. Betroffen ist sowohl die Ebene jedes einzelnen Geschwisterkindes als auch die Geschwistergruppe. In der Fremdunterbringung ist eine „pädagogische Geschwisterarbeit“ erforderlich, die der Dynamik von Geschwisterbeziehungen Beachtung schenkt und reflektiert, dass pädagogische Interventionen nicht nur das jeweilige Kind, sondern immer auch die Geschwistergruppe als Ganzes betreffen.

Leitner, Sylvia; Loch, Ulrike & Sting, Stephan (2011). Geschwister in der Fremdunterbringung. Fallrekonstruktionen von Geschwisterbeziehungen in SOS-Kinderdörfern aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen. Wien: LIT.

Quelle: Alpen-Adria-Universität Klagenfurt vom 28.03.2012

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Studie über leibliche Kinder in Pflegefamilien – Teilnehmer gesucht

Posted on April 10, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Die eigenen Kinder in Pflegefamilien werden, ebenso wie alle anderen Familienmitglieder, von Veränderungen durch die Aufnahme und Abgabe von Pflegekindern betroffen. Diesem Umstand wird jedoch in der Praxis wie auch in der Forschung oft nicht genügend Beachtung geschenkt.

Im Rahmen einer Diplomarbeit für das Fach Psychologie an der Leopold- Franzens- Universität Innsbruck werden eigene/leibliche Kinder in Pflegefamilien (befristete Vollzeitpflege) zwischen 8 und 18 Jahren gesucht, die schon mindestens drei „Pflegegeschwister auf Zeit“ miterlebten und bereit wären, über ihre Erfahrungen zu berichten.

Interessierte werden gebeten sich bitte bis Ende Mai bei Birgit Kunz zu melden: Telefon: 0174/3137717, E-Mail: birgit-kunz1@gmx.de

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Sinus-Studie „Wie ticken Jugendliche 2012“ erschienen

Posted on März 29, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Jugendliche aus prekären Verhältnissen werden ausgegrenzt
Qualitative Studie identifiziert sieben Lebenswelten von 14- bis 17-Jährigen in Deutschland

Auf unsichere Berufsaussichten und Leistungsdruck reagieren Jugendliche in Deutschland mit Pragmatismus statt Protest – und dem Streben nach mehr Sicherheit. Sozial benachteiligte, leistungsschwächere Jugendliche bekommen eine zunehmende Entsolidarisierung zu spüren. Das sind zentrale Ergebnisse der neuen Sinus-Jugendstudie, die von den auftraggebenden Organisationen und den Autoren heute in Berlin vorgestellt wird.

Nur wer weiß, was Jugendliche bewegt, kann sie bewegen. Aus diesem Grund haben sechs Institutionen die Untersuchung beim Heidelberger Sinus-Institut in Auftrag gegeben. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung, der Bund der Deutschen Katholischen Jugend, Bundeszentrale für politische Bildung/bpb, das Bischöfliche Hilfswerk Misereor, die Bischöfliche Medienstiftung der Diözese Rottenburg-Stuttgart und der Südwestrundfunk wollen mit der Studie den Blick auf die Unterschiedlichkeit jugendlicher Lebenswelten lenken und sie für die Entwicklung lebensnaher Angebote nutzten.

Die Jugend gibt es nicht. Jugendliche bewegen sich in unterschiedlichen Lebenswelten und im Gegensatz zu anderen Studien setzt die Sinus-Methode bei dieser Vielfalt an. Die zweite, qualitative Jugend-Studie des Sinus-Instituts hat sieben Lebenswelten von Jugendlichen identifiziert und geht der Frage nach, wie Jugendliche in diesen Welten ihren Alltag erleben. Die 14- bis 17-Jährigen beschreiben ihre Wertevorstellung und ihre Einstellungen zu Themen wie Schule, Berufswünschen, Glaube, Engagement und Medien. Sie schildern ihre Hoffnung, ihre Ängste, ihre Art zu leben. Die Lebenswelten (Konservativ-Bürgerliche, Adaptiv-pragmatische, Sozialökologische, Experimentalistische Hedonisten, Materialistische Hedonisten, Expeditive und Prekäre) unterscheiden sich zum Teil eklatant.

Trotz unsicherer Zukunftsperspektiven ist der Bewältigungsoptimismus unter den meistens Jugendlichen groß. Eine Ausnahme bilden jedoch die Jugendlichen aus prekären Lebensverhältnissen, die sagen: „Wir haben keine Chance auf eine Berufsausbildung und ein Arbeitsverhältnis“. Hinzu kommt, dass Jugendliche aus prekären Verhältnissen gemieden und ausgegrenzt werden – vor allem von Jugendlichen aus der Mitte der Gesellschaft. Politik und Gesellschaft müssen sich dafür einsetzen, dass diese Jugendlichen nicht „abgehängt“ werden, so die Auftraggeber der Studie.

Bei allen Unterschieden zwischen den Jugendlichen fasst die Studie auch allgemeine Befunde zusammen. So gibt es zum Beispiel in allen Lebenswelten trotz unterschiedlicher Wertevorstellungen ein wachsendes Bedürfnis nach Sicherheit, Freundschaft und Familie. Diese „Regrounding“-Tendenzen sind eine Reaktion auf gestiegenen Leistungsdruck, zunehmende Gestaltungsoptionen und die Unsicherheit, wie sich das Leben entwickeln wird. Den meisten Jugendlichen ist bewusst, dass ihre Berufs- und Lebensaussichten unsicher sind. Deshalb verhalten sich viele wie „Mini-Erwachsene“, die immer früher damit beginnen (müssen), das Leben und die Karriere aktiv zu gestalten.

Die Studie zeigt in Schwerpunktthemen, was Jugendliche in Bezug auf Schule, Berufsorientierung, Glaube, Engagement und Medien denken. An ihren Schulen wünschen sie sich kompetente, empathische Lehrer mit Ausstrahlung. Sie wollen individuell gefördert werden und praxisnah lernen. Wie wichtig die Orientierung an der Lebenswelt ist, zeigt der Blick auf die prekären Jugendlichen: Für sie haben die Inhalte des Unterrichts wenig mit ihrem Alltag zu tun.

Politikverdrossenheit herrscht bei Jugendlichen nur auf den ersten Blick: Sie interessieren sich kaum für institutionalisierte Politik, Parteien oder Verbände. Fasst man den Politikbegriff aber weiter, sind die Jugendlichen sehr wohl politisch. Sie kritisieren Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft, sind bereit sich für andere einzusetzen und engagieren sich gegen konkrete soziale Probleme im eigenen Umfeld. Zwar haben vor allem die „bildungsnahen“ Jugendlichen Interesse an politischen Themen, aber viele sozial benachteiligte Jugendliche äußerten sich über die konkreten Beschreibungen von Ungerechtigkeiten, da sie um diese Themen in ihrem Alltag gar nicht herumkommen.

Die Studie richtet sich an alle, die sich für Jugendliche interessieren, die mit ihnen oder für sie arbeiten. Sie veranschaulicht mit Zitaten, Collagen der Jugendlichen zum Thema „das gibt meinem Leben Sinn“ und Fotos von Jugendzimmern, in welch unterschiedlicher Weise sie ihren Alltag bewältigen und gestalten.

Die Studie erscheint zunächst im Verlag Haus Altenberg und ist ab 1. April im Buchhandel erhältlich (ISBN 978-3-7761-0278-9). Im Herbst kommt die Studie als Band in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb heraus. Rezensionsexemplare, Pressematerial zu den Lebenswelten und den zentralen Ergebnissen gibt es auf den Internetseiten der Herausgeber und auf www.sinus-institut.de.

Die komplette Pressemappe zur Sinus-Studie

Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung vom 28.03.2012

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forsa-Umfrageergebnisse zur Gewalt in der Erziehung

Posted on März 19, 2012. Filed under: Forschung, Kinderschutz, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Obwohl sich alle Fachleute einig sind, dass Schläge ein Kind demütigen, es klein halten und gleichzeitig die Autorität der Eltern untergraben, gibt es nach wie vor Gewalt in der Erziehung – allerdings weniger als noch vor fünf Jahren. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle forsa-Umfrage unter 1.003 Eltern im Vergleich zu einer Vorstudie aus dem Jahre 2006/07. Vier von zehn Eltern bestrafen ihr Kind mit einem „Klaps auf den Po“, zehn Prozent geben eine „Ohrfeige“ und lediglich vier Prozent versohlen den Hintern. Vor fünf Jahren gaben 46 Prozent den „Klaps auf dem Po“ an, elf Prozent die Ohrfeige und sechs Prozent das „Hinternversohlen“. Aktuell bekommen Jungen die Hand eher zu spüren als Mädchen: 39 Prozent der Eltern von Mädchen geben einen Klaps auf den Po im Vergleich zu 45 Prozent der Eltern von Jungs. Jungen bekommen doppelt so häufig den Hintern versohlt wie Mädchen (Jungseltern sechs Prozent, Mädcheneltern nur drei Prozent). Sind ausschließlich Töchter in der Familie, geben nur 31 Prozent einen Klaps, und lediglich ein Prozent gibt an, den Hintern zu versohlen.

Je mehr Kinder die Befragten haben, desto häufiger rutscht die Hand aus: Eltern von mindestens drei Kindern ohrfeigen mehr als doppelt so häufig wie Eltern von Einzelkindern. Spitzenreiter ist auch hier der Klaps auf den Po: Rund die Hälfte aller Eltern mit mindestens drei Kindern gibt einen Klaps auf den Po, während dies nur 34 Prozent der Einzelkind-Eltern angeben.

Im Westen gibt es häufiger den Klaps, im Osten tendenziell häufiger eine Ohrfeige: 42 Prozent der westdeutschen Eltern geben einen Klaps, aber nur neun Prozent eine Ohrfeige, im Osten 32 bzw. 14 Prozent.

Nach Klaps oder Ohrfeige haben 75 Prozent der Mütter und Väter ein schlechtes Gewissen, vor fünf Jahren waren es 71 Prozent. Westdeutsche Mütter und Väter plagen sich häufiger damit (77 Prozent) als ostdeutsche (64 Prozent).

Als Anlässe für die Bestrafung gibt über die Hälfte der Befragten an, dass die Kinder „unverschämt“ waren. Mit jeweils 40 Prozent werden das „Nicht-Gehorchen“ und aggressives Verhalten den Eltern gegenüber genannt. Vor fünf Jahren war „Ungehorsam“ noch am häufigsten als Auslöser genannt worden (56 Prozent).

17 Prozent der strafenden Befragten glauben, dass Strafen „eigentlich gar keine Wirkung“ haben. Und 37 Prozent sagen: Die Wirkung hat nur „ein paar Stunden“ oder „ein paar Tage“ angehalten. Lediglich ein Drittel ist der Meinung ihre körperlichen Strafen hätten „ein paar Wochen“ oder „ein paar Monate“ angehalten. Im Osten wird die Wirksamkeit ein wenig höher eingeschätzt als im Westen.

Laut werden (93 Prozent) und Verbote aussprechen (85 Prozent) sind die häufigsten körperlosen Bestrafungen bei unerwünschtem Verhalten. Mit großem Abstand folgen „eine Auszeit verordnen“ (47 Prozent), „auf den Tisch hauen“ (43 Prozent), „das Kind kräftig anfassen/ festhalten“ (38 Prozent) sowie „ignorieren“ (26 Prozent) und „niederbrüllen“ (19 Prozent). Frauen werden häufiger laut und verordnen eine Auszeit, während Männer häufiger handgreiflich werden. Eltern, die mit dem Alltag unzufrieden sind, neigen deutlich häufiger zu Handgreiflichkeiten, Ignorieren und Niederbrüllen.

komplette Studienergebnisse

Zur Studie:
Repräsentative Befragung von 1.003 deutschsprachigen Personen ab 18 Jahren mit mindestens einem eigenen Kind bis 14 Jahren im Haushalt. Befragungszeitraum: 10. bis 24. November 2011, Institut: forsa

Quelle: ots-Originaltext: Gruner+Jahr, ELTERN vom 13.03.2012

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Schweizer Studie: Was beeinflusst das Wohlbefinden adoptierter Kinder?

Posted on März 13, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, International, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Mit dem Ziel herauszufinden, was für eine erfolgreiche Adoption wichtig ist, untersuchte ein Schweizer Forscherteam um Prof. Dr. Thomas Gabriel Kinder, die zwischen 2003 und 2009 im Kanton Zürich adoptiert wurden.

Das Wohlbefinden der Kinder wurde mithilfe standardisierter Fragebögen – der Child Behavior Checklist – ermittelt und mit den Durchschnittswerten in der Schweiz verglichen. Die Untersuchung ist als Langzeitstudie geplant und soll 2014 und über die Pubertät der Kinder hinaus wiederholt werden.

Aus ihren Erkenntnissen formulierten die Forscher eine Reihe von Empfehlungen für das behördliche Verfahren.

zum Artikel „Sind Adoptivkinder glücklicher?“ in Basler Zeitung vom 10.03.2012

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Bundesweite Umfrage an SozialarbeiterInnen im Pflegekinder- und Adoptionsdienst zum Thema Fetales Alkoholsyndrom

Posted on März 9, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung | Schlagwörter: , , , , |

Im Rahmen des Masterstudiengangs „Soziale Arbeit in Europa“ an der Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Köln führt Marina Kollmann eine Befragung zum Thema Fetales Alkoholsyndrom durch.

Das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) ist auch als Alkoholembryopathie bekannt. Der mütterliche Alkoholkonsum in der Schwangerschaft führt zu schweren Schädigungen des Feten, welche mit phänotypischen Stigmata beim Kind verbunden sind.

Hierzu möchte die Studentin bundesweit alle im Jugendamt tätigen SozialarbeiterInnen im Adoptions- und Pflegekinderdienst befragen. Im Fokus des Forschungsinteresses stehen Kenntnisse zu FAS und Hilfen für FAS-Kinder und deren Adoptions- bzw. Pflegeeltern.

Mit der Teilnahme an der ca. 7-minütigen Umfrage haben die Fachkräfte die Möglichkeit einen Beitrag zur Erforschung des gegenwärtigen Standes im sozialen Bereich zu leisten.

Die Teilnahme an dieser Online-Befragung unterliegt den Regelungen der Datenschutzgesetzgebung und die Angaben sind selbstverständlich anonym. Es werden keine Daten erfasst, mit denen die einzelnen TeilnehmenrInnen identifiziert werden können.
Dieses Forschungsprojekt dient rein wissenschaftlichen Zielen.

Link zum Fragebogen

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an: marina.kollmann@mail.katho-nrw.de

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Spanische Studie: Familien mit Adoptivkindern sind glücklicher

Posted on März 7, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, International, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Pressetext macht am 06.03.2012 in der Meldung „Familien mit Adoptivkindern sind glücklicher“ auf eine spanische Studie aufmerksam, die u.a. die Zufriedenheit von Adoptiveltern in Andalusien untersuchte.

Danach waren über drei Viertel der Befragten rückblickend glücklich mit ihrer Entscheidung ein Kind adoptiert zu haben.

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Studie zum erblichen Risiko der Drogensucht

Posted on März 6, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Gesundheit, International, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Meldung „Erbliches Risiko der Drogensucht“ im Ärzteblatt vom 06.03.2012 berichtet, dass eine schwedische Studie an adoptierten Kindern belegt, dass das Risiko einer Drogensucht doppelt so hoch liegt, wenn die leiblichen Eltern ebenfalls drogensüchtig waren.

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Wer macht noch mit bei Online-Umfrage zur Lebensqualität von Pflegekindern?

Posted on Juli 28, 2011. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Im Rahmen des Forschungsschwerpunkts „Aufwachsen in Pflegefamilien“ der Universität Siegen sucht Herr Dipl.-Psych. Stefan Wiesch weiterhin Pflegeeltern und Pflegekinder, die an einer Online Befragung zum Thema „Die Lebensqualität von Pflegekindern in Deutschland und mögliche Einflussfaktoren“ teilnehmen.

Dazu wurde eine anonyme Befragung für Pflegeeltern und Pflegekindern zwischen acht und sechzehn Jahren unter folgendem Link eingerichtet:  http://ww2.unipark.de/uc/pflegekinder.

„Bisher haben ungefähr 140 Pflegeltern und Pflegekinder teilgenommen, aber für die Aussagekraft der Daten wäre es wünschenswert, wenn noch mehr Personen an der Befragung teilnehmen.“ meint Dipl.-Psych. Wiesch.

Fragen zur Umfrage oder Anmerkungen können per Mail an pflegekindersiegen@gmx.de gerichtet werden.

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Gewalt an Schwangeren verändert Genetik der Kinder

Posted on Juli 22, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Konstanzer Wissenschaftler weisen einen epigenetischen Einfluss von häuslicher Gewalt gegenüber Schwangeren auf die Erbanlagen der Kinder nach

Wenn Mütter in der Schwangerschaft häusliche Gewalt erfahren und somit fortgesetzt einem starken Stress-Erleben ausgesetzt sind, verändert dies die genetische Veranlagung des Kindes und lässt es in seinem späteren Leben anfälliger für Stress und psychische Erkrankungen werden. Was von Wissenschaftlern bereits aus Studien mit Mäusen vermutet wurde, konnte eine Zusammenarbeit von Psychologen und Biologen der Universität Konstanz erstmalig auf molekularer Basis beim Menschen nachweisen. Die Arbeitsgruppen des Psychologen Prof. Dr. Thomas Elbert und des Evolutionsbiologen Prof. Axel Meyer, Ph.D., zeigten auf, dass eine andauernde Bedrohungssituation bei einer Schwangeren eine epigenetische Veränderung im Glucocorticoid Rezeptor-Gen des Kindes bewirkt – einer Erbanlage, die mit Verhaltensauffälligkeiten und der Anfälligkeit für seelische Erkrankungen in Zusammenhang gebracht wird. Die Forschungsergebnisse wurden aktuell im Wissenschaftsjournal „Translational Psychiatry“ der „Nature“-Verlagsgruppe veröffentlicht.

Nachgewiesen werden konnten Veränderungen in den sogenannten Methylisierungsmustern der DNA, was Folgen auf die Entwicklung des Kindes haben kann: „Die genetische Ausprägung im Kind verändert sich, es entwickelt eine anfälligere Stressachse“, erklärt Thomas Elbert die Auswirkungen auf das Kind: „Der Körper der Mutter signalisiert diesen Kindern, dass sie in einer bedrohlichen Umgebung aufwachsen werden. Die Kinder verhalten sich dadurch in ihrem späteren Leben ängstlicher und weniger neugierig.“

„Das Glucocorticoid Rezeptor-Gen ist ein Rezeptor des Stresshormons Cortisol und dient als eine Art Schaltstelle im Hormonsystem“, führt Axel Meyer aus: „Es ist eine Schnittstelle für die Auswirkungen von Hormonen auf Hirnfunktionen – wie zum Beispiel die Reaktion auf Stressoren – und beeinflusst damit die Stressempfindlichkeit eines Menschen wie auch seine Anfälligkeit für psychische Störungen.“ Die Konstanzer Forscher konnten einschlägige Veränderungen in dem Gen bei zehn- bis neunzehnjährigen Kindern vorfinden, deren Mütter in der Schwangerschaft häuslicher Gewalt ausgesetzt waren. Dr. Helen Gunter und Karl Radtke aus der Arbeitsgruppe von Axel Meyer analysierten die Strukturen des Rezeptor-Gens bei 25 Müttern und deren Kindern. Dr. Martina Ruf, Dr. Katalin Dohrmann und Dr. Maggie Schauer aus der Arbeitsgruppe von Thomas Elbert ermittelten den psychologischen Effekt der häuslichen Gewalt, welcher die Mütter vor, während und nach ihrer Schwangerschaft ausgesetzt gewesen waren, auf die Mütter und deren Kinder.

Die Wissenschaftler charakterisierten die epigenetischen Effekte von mütterlichem Stress auf die Erbanlagen ihrer Nachkommen, die möglicherweise eine Veranlagung zu späterer Psychopathologie verursachen können. „Wir wussten zuvor schon aus unseren vorausgehenden Studien, dass Stresshormone massive Veränderungen im Immunsystem nach sich ziehen können. Wir hätten aber nicht erwartet, dass sich auch diese Bedrohungseinflüsse so deutlich im menschlichen Genom nachweisen lassen“, erläutert Elbert.

Die Forscher weisen ausdrücklich darauf hin, dass ihre Studie zwar deutlich korrelierende Befunde aufzeigt, dies jedoch kein letztgültiger Beweis eines kausalen Zusammenhangs zwischen mütterlicher Gewalterfahrungen und DNA-Veränderungen bei ihren Nachkommen ist. Im nächsten Schritt ihrer Forschung wollen die Konstanzer Wissenschaftler ihre Untersuchung der stressverursachten epigenetischen Veränderungen auf das gesamte menschliche Genom ausweiten und die biologischen Mechanismen detailliert analysieren.

Ermöglicht wurde das interdisziplinäre Forschungsprojekt durch das Genomics Center der Universität Konstanz (GeCKo), das im Rahmen der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder gefördert wird. Ein entscheidender Beitrag im Projekt kam von einem Mitglied des Zukunftskollegs der Universität Konstanz, Dr. Helen Gunter.

Weitere Informationen zum Genomics Center

Quelle: Presseinformation Nr. 82 der Universität Konstanz vom 13.07.2011

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Elternfragebogen für Studie zur bedarfsgerechten Unterstützung von Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen

Posted on Dezember 6, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , , |

Der Bundesverband der Angehörigen psychisch Kranker (BApK) hat in Zusammenarbeit mit der Universität Marburg einen Elternfragebogen entwickelt, mit dem die Bedürfnisse von Familien mit psychisch auffälligen Kindern und Jugendlichen ermittelt werden sollen, um geeignete Informationsmaterialien zu erstellen sowie entsprechende Hilfsangebote zu identifizieren und einfordern zu können.

Auf Anregung von PFAD wurde der Online-Fragebogen nun auch für die Befragung von Pflege- und Adoptiveltern angepasst.

zur anonymen Befragung für Eltern psychisch auffälliger Kinder und Jugendlicher (Dauer ca. 15 min)

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16. Shell Jugendstudie veröffentlicht: Jugend trotzt der Finanz- und Wirtschaftskrise

Posted on September 14, 2010. Filed under: Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die heutige junge Generation in Deutschland bleibt zuversichtlich: Sie lässt sich weder durch die Wirtschaftskrise noch durch die unsicher gewordenen Berufsverläufe und -perspektiven von ihrer optimistischen Grundhaltung abbringen. Tatsächlich ist der Anteil der Optimisten sogar noch gestiegen. Die Zuversicht der Jugendlichen aus sozial schwachen Haushalten ist dagegen weiter gesunken. Die Kluft zwischen den Milieus hat sich mithin noch verstärkt.

Das ist das Ergebnis der 16. Shell Jugendstudie, die heute in Berlin vorgestellt wurde. Dazu wurden Anfang des Jahres mehr als 2.500 Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren zu ihrer Lebenssituation, ihren Glaubens- und Wertvorstellungen sowie ihrer Einstellung zur Politik befragt.

zur kompletten Pressemitteilung der Shell Jugendstudie vom 14.09.2010 mit der Schilderung ausgewählter Teilergebnisse

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Schulstudie: Mädchen haben häufiger psychische Probleme

Posted on August 1, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Pflegefamilie, Schule | Schlagwörter: , |

Ein Drittel aller Schülerinnen zwischen 14 und 16 Jahren im Rhein-Neckar-Kreis hat sich schon einmal absichtlich eine Schnittverletzung zugefügt; rund 18 Prozent der Schülerinnen und 8 Prozent der Schüler tun dies häufiger. Dies sind die ersten Ergebnisse einer großen Schulstudie, die die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie des Universitätsklinikums Heidelberg im Januar 2010 in Kooperation mit zehn weiteren Zentren anderer EU-Staaten und Israel gestartet hat. Ziel der Studie ist es, psychische Probleme von Jugendlichen zu erkennen und mit gezielten Präventionsmaßnahmen selbstschädigendem Verhalten wie u.a. dem oben genannten Ritzen, Internetsucht, Drogen- oder Alkoholkonsum vorzubeugen.

Die Ergebnisse der deutschen Teilstudie haben die Heidelberger Wissenschaftler erstmals bei einer Pressekonferenz am 19. Juni 2010 in Heidelberg präsentiert. Die Studie mit dem Titel „Saving and Empowering Young Lives in Europe (SEYLE)“ wird mit rund drei Millionen Euro von der Europäischen Union gefördert und läuft noch bis Januar 2011. Die Federführung liegt beim Karolinska-Institut in Stockholm.

Rund 1.400 Schüler an 26 Schulen nahmen teil
In welchem Ausmaß Schüler zwischen 14 und 16 Jahren unter psychischen Problemen leiden und wie häufig riskante und selbstschädigende Verhaltensweisen auftreten, haben die Wissenschaftler im ersten, bereits abgeschlossenen Teil der Studie untersucht: Dazu wurden in der Rhein-Neckar-Region 1.411 Schüler an insgesamt 26 Schulen – Hauptschulen, Realschulen und Gymnasien – mittels Fragebogen befragt.

Es zeigte sich, dass besonders Mädchen unter psychischen Problemen leiden: Rund ein Drittel berichtet von Depressivität, 15 Prozent hegen nach eigenen Angaben Selbstmordpläne, acht Prozent haben bereits versucht, sich umzubringen. „1,2 Prozent der befragten Mädchen gaben an, in den vergangen zwei Wochen einen Suizidversuch unternommen zu haben“, sagte der Heidelberger Studienkoordinator Dr. Michael Kaess der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Heidelberg. „Suizid ist die zweithäufigste Todesursache bei Jugendlichen in Europa“, berichtete Professor Dr. Franz Resch, Ärztlicher Direktor der Heidelberger Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie.

Junge Männer liegen bei Drogen und Alkohol vorn: Zwölf Prozent trinken wöchentlich oder häufiger Alkohol, 15 Prozent haben schon Erfahrungen mit Drogen gemacht. Leichtsinniges Verhalten ist dagegen geschlechterübergreifend: 20 Prozent der Schülerinnen und Schüler sind schon bei einem betrunkenen Fahrer mitgefahren.

Vier verschiedene Präventionsmaßnahmen auf dem Prüfstand
Im zweiten Schritt wurden vier konkrete Präventionsprogramme an den teilnehmenden Schulen auf ihre Wirksamkeit überprüft: In einem speziellen Training („Gatekeeper-Training“) erlernten Lehrer, gefährdete Schüler zu erkennen, anzusprechen und zu helfen. Die Schüler wurden u.a. in Rollenspielen („Awareness-Programm“) für die eigenen Gefühle sowie die Probleme der Mitschüler sensibilisiert und lernten, richtig damit umzugehen. Im „Professional Screening“ kontaktierten die Heidelberger Psychologen gefährdete Schüler telefonisch und luden sie zum Beratungsgespräch ein. Die „Minimal Intervention“ bestand lediglich aus Postern und Kontaktinformationen.

Die ersten Erfahrungen sind positiv: Bei den Lehrern war das Interesse und der Wunsch nach weiteren Schulungen groß, die Schüler brachten sich beim „Awareness-Programm“ mit eigenen Themenvorschlägen aktiv ein. Im „Professional Screening“ identifizierten die Wissenschaftler 293 von 417 Schülern dieser Interventionsgruppe als gefährdet. 91 Jugendliche nahmen das Angebot zum Gespräch an.

Regionale Hilfsangebote und Versorgungsstrukturen nutzen
Welche Maßnahme effektiv zur Prävention von selbstschädigendem Verhalten der Jugendlichen beiträgt bzw. ihre psychische Gesundheit am besten fördert, soll im dritten Schritt der Studie eine weitere Fragebogenerhebung klären. Die Erhebung fand im Juni 2010 statt, ist allerdings noch nicht ausgewertet. Dass bei einer erhöhten Zahl von Jugendlichen derzeit ein Bedarf an psychotherapeutischer Behandlung vorhanden ist, berichtete Günter Wottke, stellvertretender Leiter des Jugendamtes in Heidelberg. Eine weitere Erhebung im Januar 2011 soll abschließend die Ergebnisse überprüfen.

Alle Präventionsmaßnahmen werden in enger Zusammenarbeit mit den ambulanten, regionalen Versorgungssystemen sowie Therapeuten vorgenommen und sollen Jugendliche mit riskanten und selbstschädigenden Verhaltensweisen, deren Auftreten laut Professor Dr. Romuald Brunner, Leitender Oberarzt der Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie Heidelberg „oft mit einem schwierigen sozialen Umfeld verknüpft ist“, an diese regionalen Hilfsangebote und Versorgungsstrukturen heranführen. Längerfristig wird die Etablierung von effektiven Präventionsmaßnahmen für alle Schulen als fester Bestandteil der präventiven Gesundheitsförderung in Deutschland und anderen Ländern angestrebt.

Weitere Informationen über die SEYLE-Studie

Quelle: Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg vom 20.07.2010

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Fachhochschule Dortmund untersucht Bindungsentwicklung von Pflegekindern

Posted on Juli 30, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Extremsituation: Neu in der Familie

Warum gelingt es einigen Kindern besser als anderen, neue positive Bindungen aufzubauen? Prof. Nowacki und ihr Team an der Fachhochschule Dortmund untersuchen die Bindungsentwicklung von Pflegekindern.

Auf einmal ist alles anders: die Wohnsituation, der Alltag, die Menschen. Ein Kind, das in eine Pflegefamilie kommt, befindet sich in einer Extremsituation. Warum gelingt es einigen Kindern besser als anderen, sich in der neuen Familie zu integrieren und neue positive Bindungen aufzubauen? Welchen Einfluss haben die Pflegefamilie und die äußeren Bedingungen, und wie können diese unterstützt werden? Ein neues Forschungsprojekt an der Fachhochschule Dortmund bearbeitet diese Fragen in Kooperation mit der Universität Erlangen-Nürnberg. Dazu begleitet das Team um Prof. Dr. Katja Nowacki aus dem Fachbereich Angewandte Sozialwissenschaften verschiedene Pflegefamilien, die ein Kind im Alter zwischen ein und sechs Jahren neu aufgenommen haben, jeweils ein Jahr lang.

Der Fokus der Studie liegt auf der Bindungsentwicklung bei den Pflegekindern. Doch wie können Bindungen objektiv eingeschätzt werden? Wie werden Veränderungen in der Bindung sichtbar? Um ein objektives Bild davon zu bekommen, wie eng, oder, genauer gesagt, wie sicher eine Bindung ist, werden die Kinder mit den Pflegeeltern an drei Terminen im Laufe des Jahres in unterschiedlichen Situationen beobachtet: zuhause in gewohnter Umgebung, aber auch unter „Labor“-Bedingungen, also in künstlich initiierten Situationen in kontrollierter Umgebung, zum Beispiel im Beobachtungslabor in der Arbeitsstelle für Spieleforschung der FH Dortmund. Dort werden mit standardisierten Beobachtungsverfahren, z.B. durch Filmaufnahmen, Alltagssituationen durchgespielt: Spiel-, aber auch Aufräumsituationen und das Verhalten der Kinder, wenn die neuen Eltern kurz den Raum verlassen, geben wichtige Hinweise auf die Sicherheit der Bindung. Wie schnell lässt sich das Kind von den neuen Bezugspersonen beruhigen? Von welchem Elternteil lässt es sich schneller trösten? Welche Person ist „sozialer Anker“, bietet Orientierung? Zusätzliche Hinweise liefern so genannte Persönlichkeitseinschätzungen und Entwicklungsstand-Erhebungen nach anerkannten Verfahren sowie Fragebögen, die die Einschätzung der Eltern wiedergeben.

„Leider ist die Diagnostik zur Bindungsstörung relativ unausgereift“, bedauert Prof. Nowacki, „deshalb müssen Methoden entwickelt und validiert werden, zum Teil übersetzen wir eigenhändig Fragebögen aus dem Englischen.“ Dennoch kann die Professorin für Klinische Psychologie und Sozialpsychologie bereits erste Ergebnisse präsentieren. „Einen wichtigen Einfluss auf die Beziehung der Eltern zum Pflegekind haben die eigenen Erlebnisse der Eltern in ihren Ursprungsfamilien“, das ergab eine Vorstudie. Und: Unsicher gebundene Kinder zeigen mehr Verhaltensauffälligkeiten.

Außerdem weiß man, dass eine sichere Bindungsentwicklung mit zunehmendem Alter schwieriger wird. Kann man daraus bereits Empfehlungen ableiten? „Vielleicht die: Die wichtigste Grundlage ist ein liebevolles Miteinander. Erst wenn die Beziehung zwischen Pflegekind und -eltern relativ sicher ist, sollten die Eltern mit Erziehungsmaßnahmen beginnen!“

Das Projekt „Bindungsentwicklung von Pflegekindern“ verbindet die Grundlagenforschung der Psychologie, in diesem Fall die Beobachtung der Bindungsentwicklung, mit den Interventionsmaßnahmen als praktischem Arbeitsfeld der Sozialen Arbeit. Während der Gesamtlaufzeit von drei Jahren möchten die Dortmunder Sozialwissenschaftler 25 Familien beobachten. Die Kooperationspartner der Universität Nürnberg-Erlangen arbeiten parallel mit denselben Methoden, sodass sich die Auswertung schließlich auf 50 Familien stützen wird.

Bisher haben sich in der Ruhrgebietsregion elf Familien zur Mitarbeit bereit erklärt. Den ersten Kontakt zu den Familien stellen meist die zuständigen Jugendämter her, mit denen die FH Dortmund in diesem Projekt kooperiert. Schwierig ist, dass die Untersuchungen erst nach der ersten Eingewöhnungsphase starten können. Fragen, ob oder wie stark sich die Bindungen bereits in den ersten Tagen und Wochen ausbilden, sind somit leider kaum professionell zu beobachten, da in den ersten Tagen in der neuen Familie nicht die Wissenschaft, sondern ausschließlich das Wohl des Kindes im Vordergrund steht. Außerdem ist die Rechtslage oft nicht so schnell geklärt. Dennoch ist Prof. Nowacki optimistisch: „Wir hoffen, dass wir mit den neuen Erkenntnissen Hilfsmaßnahmen entwickeln können, um die Familien in der neuen Konstellation zu unterstützen“ – wenn plötzlich alles anders ist, anders und: besser.

Mehr Informationen zum aktuellen Forschungsprojekt

Quelle: Prof. Dr. Katja Nowacki, Fachhochschule Dortmund am 28.07.2010 im Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe

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Schweiz: Dissertation von Yvonne Gassmann zu Langzeitstudie mit Pflegefamilien veröffentlicht

Posted on März 15, 2010. Filed under: Fachkräfte, Forschung, International, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Eine hoch interessante Dissertation legte Yvonne Gassmann 2009 unter dem Titel „Pflegeeltern und ihre Pflegekinder – Empirische Analysen von Entwicklungsverläufen und Ressourcen im Beziehungsgeflecht“ vor. Sie wurde jetzt in Buchform im Waxmann-Verlag, Münster veröffentlicht.

Inhalt:
Das Aufwachsen in einer Pflegefamilie kann mit Risiken im Jugend- und jungen Erwachsenenalter einhergehen und stellt zugleich vor allem Pflegefamilien, aber auch begleitende Fachpersonen vor große Herausforderungen. Diese als Follow-up-Studie angelegte Untersuchung von 101 Pflegekindern und Pflegefamilien im Kanton Zürich (Schweiz) zeichnet eine lange Entwicklungslinie nach.

Mittels Verschränkung von quantitativen und qualitativen Analyseverfahren und unter Einbeziehung der Kinderperspektive kann ein für die Theoriebildung bedeutsamer Ertrag auf Basis des empirischen Materials vorgelegt werden – distanziert von ideologisch geführten jugend- und fachpolitischen Diskussionssträngen. Aus der Vielfalt der Ergebnisse lassen sich Folgen für die Praxis ableiten. Im Zentrum steht eine weitere Professionalisierung der Fachpersonen im Pflegekinderbereich mittels situationsangepasster und ressourcenorientierter, reflexiver und selbstreflexiver Strategien.

Yvonne Gassmann
Pflegeeltern und ihre Pflegekinder

Empirische Analysen von Entwicklungsverläufen und Ressourcen im Beziehungsgeflecht
2010, Pädagogische Psychologie und Entwicklungspsychologie, Band 77,
350 Seiten, broschiert, 25,50 €, ISBN 978-3-8309-2246-9

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Leibliche Kinder aus Pflegefamilien im Raum Augsburg für Befragung gesucht

Posted on November 28, 2009. Filed under: Bayern, Forschung, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Für eine Diplomarbeit im Fach Psychologie zum Thema „Leibliche Kinder in Pflegefamilien“ sucht eine Studentin im Großraum Augsburg noch weitere Pflegefamilien mit leiblichen Kindern im Alter von 13 bis 18 Jahren.

nähere Informationen:

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Erwachsene Adoptierte von 18 bis 35 Jahren für Umfrage gesucht

Posted on September 15, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung | Schlagwörter: |

Für eine Diplomarbeit zum Thema „Identität bei jungen erwachsenen Adoptierten“ im Fach Psychologie werden erwachsene Adoptierte zwischen 18 und 35 Jahren gesucht. Auslandsadoptierte Personen sind ausdrücklich erwünscht.

Die Befragung erfolgt per vollständig anonymem Online-Fragebogen. Hier finden Sie auch nähere Angaben zur Diplomandin und ihrem Anliegen:

http://www.unipark.de/uc/Diplomanden_Sozialpsychologie/509b/

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Bitte um Mitwirkung an einer Studie zu „Pflegeeltern und deren Unterstützung von Jugendamt, Selbsthilfe und Frühförderung“

Posted on September 14, 2009. Filed under: Forschung, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Im Rahmen ihres Studiums der Sonderschulpädagogik erstellt eine Studentin eine Studie über das Thema „Pflegeeltern und deren Unterstützung von Jugendamt, Selbsthilfe und Frühförderung“.

Dabei bittet sie Pflegeeltern mit Pflegekindern im Alter von 4 bis 6 Jahren, die eine Entwicklungsverzögerung haben, um Angaben über einen Fragebogen.

Der Fragebogen beinhaltet Fragen zu Verhalten, Stärken und Schwächen des Kindes, einen Familien-Belastungs-Fragebogen und Fragen zur Unterstützung durch Jugendamt, Frühförderung und Selbsthilfe. Er kann per Mail anonym an die Studentin zurückgeschickt werden.

nähere Informationen und Fragebogen

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Studie über „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“ vorgestellt

Posted on März 19, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Gewalt entsteht nicht von selbst

Jungen und Mädchen im Schulalter sind insgesamt friedfertiger als Gleichaltrige vor zehn Jahren. Dies zeigt eine Studie, die Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit Fachleuten vorgestellt hat. Ob ein Jugendlicher gewalttätig wird, hängt stark von seiner Familie ab.
Gewalt ist „out“. Das belegt eine neue Erhebung unter gut 53.000 Jugendlichen in ganz Deutschland.

Laut der Studie ist die Quote der Jugendlichen, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine Gewalttat begangen haben, beträchtlich gesunken. Dies ergab ein repräsentativer Vergleich der Ergebnisse aus acht Städten: 1998/99 hatten je nach Befragungsort noch zwischen 17,3 und 24,9 Prozent der Jugendlichen eine oder mehrere Gewalttaten verübt. Von 2005 bis 2008 traf dies nur noch auf 11,5 bis 18,1 Prozent zu.

Öffentliche Wahrnehmung wächst

„Die Akzeptanz der Gewalt sinkt bei Jugendlichen“, erklärte der Kriminologe Christian Pfeiffer bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Zudem habe die „Kultur des Hinschauens“ zugenommen.

Einen Grund sieht der Rechtswissenschaftler auch in der neuen öffentlichen Wahrnehmung von Gewalt: „Seit sich die Politik des Themas engagiert angenommen hat, ist die innerfamiliäre Gewalt deutlich zurückgegangen“, so Pfeiffer. Als Beispiele führte er das Gewaltschutzgesetz und die Abschaffung des elterlichen Züchtigungsrechts an.

Auch die Aufklärung durch die Polizei hat nach Einschätzung der Fachleute an vielen Schulen zur Entspannung der Lage beigetragen. Dennoch ist die Situation nicht harmonisch: Mobbing an Schulen bleibt beispielsweise ein Problem.

Tatort Familie

Als Hauptgrund für Gewalt unter Jugendlichen nannte Pfeiffer entsprechende Erfahrungen in der Familie: „Gewalt wird in den Familien produziert.“ Gravierendster Faktor seien dabei prügelnde Eltern. Bis heute würden massive Körperverletzungen häufiger in Familien verübt als an Außenstehenden.

Der Bundesinnenminister würdigte die Studie als wichtigen Schritt gegen Gewalt unter Jugendlichen: Zum ersten Mal seien nun aussagekräftige Zahlen aus dem gesamten Bundesgebiet verfügbar. „Die Daten bieten die notwendige belastbare Grundlage für anschließende Maßnahmen in Bund und Ländern“, sagte Schäuble.

Übereinstimmend wiesen Schäuble und der Kriminologe Pfeiffer darauf hin, dass ein Migrationshintergrund nicht Jugenddelinquenz und Jugendgewalt begünstige. Es sind vielmehr die Verhältnisse, unter denen junge Menschen groß werden: „Bei gleichen familiären und sozialen Hintergründen, gibt es überhaupt keine Unterschiede zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund“, stellte der Bundesinnenminister klar.

Der Forschungsbericht „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“ ist Ergebnis der größten jemals durchgeführten Jugendstudie in Europa. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. hatte die Studie mit Förderung des Bundesinnenministeriums durchgeführt. Für die Erhebung wurden 45.000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren befragt. Zudem standen 8.000 Kinder im vierten Schuljahr Rede und Antwort. Die Ergebnisse stammen aus 61 Landkreisen und kreisfreien Städten. Daraus wird eine Folge von Berichten entstehen, darunter auch Auswertungen zur Abhängigkeit von Computerspielen und zur Kinderkriminalität.

Quelle: REGIERUNGonline Pressemitteilung vom 17.03.09

siehe dazu auch:

Studie über „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“ vorgestellt
Pressemitteilung des Bundeministerium des Inneren vom 17.03.2009

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Artikel über Kinder lesbischer Mütter

Posted on März 4, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Was ist eigentlich aus ihren Kindern geworden?“ hakt EMMA in Ausgabe 2/2009 bei Kindern von schon seit 20 Jahren offen lebenden lesbischen Doppelmüttern nach.

Seit 2001 können gleichgeschlechtliche Paare ihre Partnerschaft eintragen lassen. Seit 2005 können eingetragene PartnerInnen die leiblichen Kinder ihrer Frau / ihres Mannes adoptieren. Das letzte Bollwerk für Homo-Eltern ist das Recht auf Adoption, zu dem momentan eine Studie des Bundesjustizministeriums beim Staatsinstitut für Familienforschung läuft (wir berichteten).

Der Experte für Regenbogenfamilien Prof. Udo Rauchfleisch nimmt in einem Kommentar zum Artikel z.B. Stellung zu der Frage, ob Kinder Eltern beiderlei Geschlechts brauchen.

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Forschungsprojekt konstatiert Defizite in der Hilfe für Pflegekinder

Posted on Februar 24, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Rahmen des Forschungsprojektes „Pflegekinderhilfe“, das das Deutsche Jugendinstitut (DJI) gemeinsam mit dem Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) durchgeführt hat, wurden rund 630 Pflegekinderverhältnisse in vier Kommunen untersucht und Pflegeeltern von mehr als 400 Kindern befragt. Damit liegt die bislang größte empirische Forschungsarbeit zu diesem Thema in Deutschland vor.

Etwa 50.000 Kinder in Deutschland leben bei Pflegeeltern, Kinder, die befristet oder auf Dauer aus ihrer Herkunftsfamilie herausgenommen werden, weil sie dort Misshandlung, Vernachlässigung oder Missbrauch erfahren haben. Die Expertinnen und Experten des DJI und des DIJuF schätzen, dass knapp ein Drittel dieser Pflegeverhältnisse scheitert.

Als zentrale Ursache wird zum einen das Fehlen einheitlicher kommunaler Standards für die Arbeit mit Pflegekindern genannt. Demnach variieren die Bezahlung von Ort zu Ort sehr stark und auch die Vorbereitung der Pflegeeltern auf ihre Aufgaben gestaltet sich sehr unterschiedlich. Zum anderen werde die ohnehin schon schwierige Kommunikation zwischen Pflegekindern, leiblichen Eltern und Pflegeeltern häufig kaum von Fachkräften vorbereitet oder begleitet. Ein Grund dafür liege auch in den teilweise miserablen Betreuungsschlüsseln in den Jugendämtern und Pflegekinderdiensten.

Elisabeth Helming vom Deutschen Jugendinstitut nennt drei Faktoren, die die Beziehung zwischen Pflegeeltern und Kind stabilisieren: eine persönliche Bindung aufzubauen und dem Kind bei Schulproblemen und im Kontakt zu seiner Herkunftsfamilie zu helfen. Aber auch die sozialpädagogische Fachkraft, der Sozialarbeiter vom Jugendamt müsse sich mehr Zeit nehmen.

Im Gespräch mit epd sozial fordert Thomas Meysen, Fachlicher Leiter vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht  ein neues Verständnis in der Pflegekinderhilfe. Es müsse mehr in den Anfang von Pflegekinderverhältnissen und in die Beziehung zwischen den Herkunftseltern und den Pflegeeltern investiert werden. Derzeit macht sich das DIJuF auch für eine Stärkung der Dauerpflegeverhältnisse stark.

Mitte des Jahres 2009 wird das DJI ein neues Handbuch zur Pflegekinderhilfe vorlegen. Einzelne Exposés der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler stehen im Internet zur Verfügung auf der Projektseite des DJI.

Quelle: epd sozial vom 30. Januar 2009

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