„Minderjährige Flüchtlinge in Pflegeverhältnissen“ am 29./30.06. in Berlin

Posted on April 19, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoFür Fach- und Leitungskräfte der Jugendhilfe, insbesondere der Pflegekinderhilfe; Flüchtlingskoordinator/innen sowie Expert/innen aus Wissenschaft, Politik und Verbänden organisiert der Deutsche Verein am 29.30.06. in Berlin die Tagung „Minderjährige Flüchtlinge in Pflegeverhältnissen„.

Pflegefamilien für minderjährige Flüchtlinge sind derzeit im fachlichen Diskurs sehr präsent, werden vielerorts erprobt und evaluiert. Inwiefern Pflegeverhältnisse eine geeignete Unterbringungsform für minderjährige Flüchtlinge darstellen können, wo sie an Grenzen stoßen und welche Hilfestellungen und Konzepte für Jugendämter und Pflegefamilien bereits vorliegen, wird vor dem Hintergrund aktueller gesetzlicher Entwicklungen herausgearbeitet. Besondere Beachtung finden Netzwerk- und Verwandtenpflegeverhältnisse für junge Flüchtlinge, die häufig bereits informell bestehen. Wo liegen die Herausforderungen, wo die Chancen? Lassen sich Erfahrungen aus der Verwandtenpflege und aus sonstigen Pflegeverhältnissen für minderjährige Flüchtlinge auf diese besondere Form des Zusammenlebens übertragen? Die Veranstaltung informiert über den Stand der Diskussion, stellt Beispiele guter Praxis vor und bietet Gelegenheit zum Austausch. Ziel ist die Identifizierung von Handlungsbedarfen für die Weiterentwicklung des Pflegekinderwesens.

Anmeldung sind möglich bis 26.04.2017

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Kinderkommission: „Kinderrechte für Flüchtlingskinder in der Unterkunft, dem Asylverfahren und der Kinder- und Jugendhilfe“

Posted on April 5, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

logoDie Kinderkommission des Deutschen Bundestages veröffentlicht am 23.03.2017 eine Stellungnahme zum Thema „Kinderrechte für Flüchtlingskinder in der Unterkunft, dem Asylverfahren und der Kinder- und Jugendhilfe“ und formuliert Empfehlungen für die Bereiche Flüchtlingsunterkünfte, Asylverfahren und Kinder- und Jugendhilfe..

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Kritik an Restriktionen beim Familiennachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Posted on April 5, 2017. Filed under: Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Das Auswärtige Amt hat am 20.03.2017 einen Runderlass zum Thema Familiennachzug zum unbegleiteten minderjährigen Flüchtling veröffentlicht, der als Rechtsgrundlage für den Eltern- und Geschwisternachzug und die humanitäre Aufnahme gemäß § 22 AufenthG dient.

Der Niedersächsischen Flüchtlingsrat kritisiert in seiner Pressemitteilung „Restriktionen beim Familiennachzug zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen“ vom 31.03.2017 diese Leitlinien des Auswärtigen Amtes, da sie Familiennachzug mit Geschwistern faktisch unmöglich machten.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

FFM: Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Pflegeeltern

Posted on April 5, 2017. Filed under: Bewerber, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Artikel „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: Schwere Aufgabe für Pflegeeltern“ in der Frankfurter Neuen Presse vom 04.04.2017 schildert den aktuellen Erfahrungsstand des Jugendamtes Frankfurt am Main mit der Unterbringung unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Pflegefamilien.

Seit dem Jahr 2015 waren in Frankfurt 25 der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge in Pflegefamilien untergekommen, aktuell leben noch 16 Jugendliche in Pflegefamilien.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Arbeitshilfe: Kostenübernahme für Therapien bei umF

Posted on März 30, 2017. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Wie können Therapien für geflüchtete Kinder und Jugendliche beantragt werden? Der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) hat zusammen mit der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) eine Arbeitshilfe dazu erstellt. Mit Tipps und Hinweisen zu Kostenübernahme, Antragsverfahren und rechtlichen Grundlagen.

Arbeitshilfe zur Beantragung der Kostenübernahmen von Therapie mit minderjährigen Geflüchteten und jungen Volljährigen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Unbegleitete ausländische Minderjährige in Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on März 20, 2017. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Ende vergangenen Jahres haben fast 50.000 unbegleitete minderjährige Ausländer in Deutschland in Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe gelebt. Dies geht aus dem als Unterrichtung durch die Bundesregierung vorliegenden „Bericht über die Situation unbegleiteter ausländischer Minderjähriger“ (18/11540) hervor.

Danach lebten am 30. Dezember 2016 bundesweit 49.786 unbegleitete Minderjährige in Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe. Am 1. Februar dieses Jahres waren es den Angaben zufolge 43.840. Die Zahl junger Volljähriger, die in Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe in der Bundesrepublik leben und unbegleitet als Minderjährige eingereist waren, lag laut Unterrichtung am 30. Dezember bundesweit bei 14.259 und am 1. Februar bei 18.214.

Als größte Altersgruppe der unbegleiteten ausländischen Minderjährigen (UMA) wird in der Vorlage die der 16- und 17-Jährigen mit 68 Prozent angegeben, gefolgt von den 14- und 15-Jährigen mit 24 Prozent. „Somit sind 92 Prozent der UMA 14 bis 17 Jahre“, heißt es in dem Bericht weiter. Im Jahr 2015 waren danach 91 Prozent der eingereisten unbegleiteten Minderjährigen männlich.

Der Höchststand der Zahlen unbegleiteter Minderjähriger war der Unterrichtung zufolge Ende Februar 2016 erreicht; zu diesem Zeitpunkt seien 60.638 unbegleitete Minderjährige in Zuständigkeit der Kinder- und Jugendhilfe gewesen. Seit Mai 2016 seien die Zahlen kontinuierlich rückläufig.

Quelle: Heute im Bundestag vom 20.03.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

SHELTER – Ein E-Learning-Curriculum für die Arbeit mit begleiteten und unbegleiteten geflüchteten Minderjährigen

Posted on März 17, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Auch Gastfamilien können bei dem kostenfreien Online-Weiterbildungskurs SHELTER mitmachen!

In dem interdisziplinären Projekt SHELTER wird ein E-Learning-Curriculum unter Mitwirkung von Fachkräften und Ehrenamtlichen entwickelt. Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe sowie in gesundheitsbezogenen Diensten für die Betreuung, Begleitung und Behandlung von jungen Menschen mit Fluchterfahrungen Verantwortung übernehmen, sollen dadurch langfristig adäquat auf die Bewältigungs- und Bedarfslagen der jungen Menschen mit Fluchterfahrungen vorbereitet werden. Sie sollen zudem in die Lage versetzt werden, Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe zu implementieren sowie Verständnis und Grundkenntnisse für Folgen von Traumatisierungen und psychische Belastungen in der Arbeit mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung zu entwickeln. Die Teilnehmenden an dem Weiterbildungsangebot haben Zugriff auf Texte, Materialien und Videos sowie die Möglichkeit den Kurs zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Auf diese Weise entsteht beteiligungsorientiert ein praxisnahes Curriculum.

Der Hintergrund:
SHELTER ist eine Abkürzung für Safety & Help for Early adverse Life events and Traumatic Experiences in minor Refugees. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von den Universitäten Hildesheim (Wolfgang Schröer), Bielefeld (Frank Neuner), dem Universitätsklinikum Ulm (Jörg Fegert) und der Hochschule Landshut (Mechthild Wolff) umgesetzt.

Mehr Informationen:
Machen Sie kostenfrei mit!
Die ersten Testkurse starten im Juli 2017. Sie können sich unter dem Link https://shelter-notfall.elearning-kinderschutz.de/Interessenten bis einschließlich 18.06.2017 in eine InteressentInnenliste für eine Kursteilnahme eintragen.

Homepage des Verbundprojekts:
https://shelter.elearning-kinderschutz.de

Dort finden sich auch weitere Informationen zu einer möglichen Kursteilnahme.
Kontakt: shelter@elearning-kinderschutz.de

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

UMF: Nützliche Informationen zu Ausbildungsduldung und Förderung

Posted on März 1, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

logoDer Paritätische Gesamtverband und die GGUA Flüchtlingshilfe aus Münster haben zwei wichtige neue Arbeitshilfen herausgegeben. Die Arbeitshilfe „Ausbildungsduldung“ erklärt die Möglichkeiten für Azubis vor der Abschiebung geschützt zu werden.

Die Arbeitshilfe „Der Zugang zur Berufsausbildung und zu den Leistungen der Ausbildungsförderung“ zeigt verständlich, welche Bildungsförderung junge Flüchtlinge in Abhängigkeit von ihrem jeweiligen Status erhalten können.

Quelle: BumF Newsletter Februar 2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

BumF: Stellungnahme zum Entwurf eines Gesetzes zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht

Posted on Februar 17, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Der Bundesfachverband umF (BumF) nimmt Stellung zum Gesetzentwurf zur schnelleren Abschiebung und warnt vor Dauerkasernierung und Desintegration von Flüchtlingskindern:

Am 9. Februar 2017, haben sich Bundeskanzlerin Angela Merkel und der Großteil der Ministerpräsidenten der Länder auf einen 15-Punkte-Plan zur „schnelleren Abschiebung“ verständigt – am 15. Februar lag bereits ein Gesetzentwurf vor. Der Bundesfachverband umF (BumF) sieht unter anderem die Pläne zur Ausweitung der Pflicht in (Erst-)Aufnahmeeinrichtungen zu verbleiben, die Nichtbeachtung des Kindeswohlvorrang sowie die Gefahr einer pauschalen Pflicht zur Asylantragsstellung bei umF mit großer Sorge.

Quelle: BumF vom 14.02.2017

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Willkommensbroschüre für UMF neu aufgelegt

Posted on Februar 1, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

logoIn Zusammenarbeit mit Jugendliche ohne Grenzen hat der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) die vielfach nachgefragte Willkommensbroschüre neu aufgelegt. Jugendliche aus ganz Deutschland haben daran mitgearbeitet.

  • Mit welchen Behörden, Ämtern und Organisationen habe ich zu tun?
  • Was passiert alles in der ersten Zeit?
  • Wer kümmert sich um mich?
  • Und vor allem: Welche Rechte habe ich?

Dies und vieles mehr erfahren junge Flüchtlinge in der Broschüre in jugendgerechter Sprache. Die in 2016 überbearbeitete Willkommensbroschüre ist zurzeit nur auf Deutsch erhältlich. Weitere Sprachen folgen im April 2017.

Die Broschüre steht als Download kostenlos zur Verfügung:
Willkommen in Deutschland – Ein Wegbegleiter für unbegleitete Minderjährige [Deutsch]

Printversion: 2,50 Euro zzgl. Versand
Bestellungen (max. 50 Exemplare pro Einrichtung) an: info@b-umf.de

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Gastfamilien: Junge Afghanen haben Angst vor Abschiebung

Posted on Januar 30, 2017. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDIE WELT berichtet im Artikel „Pflegeeltern junger Afghanen in Sorge“ vom 30.01.2017 von den Bedenken deutscher Gastfamilie, dass die jungen Afghanen, die sie in ihre Familien aufgenommen haben, wieder abgeschoben werden.

Ein konkretes Beispiel aus dem Raum Nürnberg beschreibt der Artikel „Eltern haben Angst um ihren Pflegesohn aus Afghanistan“ in der SHZ vom 30.01.2017.

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) gibt Hinweise, wie man der Angst und Panik der jungen Menschen begegnen und ihnen zur Seite stehen kann.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Artikel zur Integration von umF in Gastfamlien

Posted on Januar 2, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Artikel „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Mehr Integration geht nicht“ auf Deutschlandradio Kultur vom 21.12.2016 berichtet ausführlich von erfolgreichen und gescheiterten Vermittlungen unbegleiteter minderjähriger Flüchtlinge in Gastfamilien: „Die Unterbringung in Pflegefamilien kann eine ausgesprochen gute Form der Integration sein – theoretisch, denn das Zusammenleben muss funktionieren.“

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

UMF: Bevorstehende Volljährigkeit= drohender abrupter Hilfeabbruch? Informationen zum Rechtsanspruch und Beantragung von Hilfen für junge Volljährig

Posted on Dezember 28, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Der Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. appelliert gemeinsam mit dem Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. an die Entscheidungsträger der Länder und Kommunen, gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und junge Flüchtlinge nicht ohne reale Chancen auf schulische und berufliche Ausbildung sowie eine aufenthaltsrechtliche Unterstützung und Perspektivklärung aus der Jugendhilfe zu entlassen.

Sie haben deshalb eine Informations- und Handlungsgrundlage zum Thema Rechtsanspruch und Beantragung von Hilfen für junge Volljährige zusammengestellt.

Quelle: Flüchtlingsrat Niedersachsen e.V. vom 20.12.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Junge Geflüchtete in Gastfamilien, Vormundschaften und Patenschaften“ am 16.02.2017 in Münster

Posted on Dezember 16, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Seit 2015 führt das Kompetenzzentrum Pflegekinder e.V. ein Pilotprojekt zum Thema „Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ durch. Am 16.02.2017 findet in Münster ein erster Fachtag zum Modellprojekt statt. Den Fachtag „Junge Geflüchtete in Gastfamilien, Vormundschaften und Patenschaften“ veranstaltet das Kompetenz-Zentrum Pflegekinder in Kooperation mit der Diakonie Deutschland und mithilfe einer Förderung durch das BMFSFJ.

Anmeldungen sind bis zum 01.02.2017 möglich.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Jugendämter integrieren junge Flüchtlinge

Posted on November 30, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Am 21. November 2016 fand in Berlin die Fachtagung der BAG Landesjugendämter „Ankommen. Willkommen. Und jetzt..? Wie Weiterkommen?“ statt.

zur Pressemitteilung

Im Rahmen der Veranstaltung wurden 5 Kurz-Portraits über junge Flüchtlingen gezeigt, die die BAG Landesjugendämter in Auftrag gegeben hat. Sie zeigen die aktuelle Lebenssituation, Sehnsüchte und Hoffnungen von minderjährigen Geflüchteten in Deutschland. Deutlich wird dabei auch, welche Rolle das Jugendamt dabei hat: es bietet ihnen eine Startchance ins neue Leben.

Unter den Kurzfilmen ist auch das Beispiel einer Unterbringung in einer Gastfamilie: FILMON – Ein neuer Bayer

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

KomDat Jugendhilfe 03/2016 erschienen

Posted on November 28, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Die aktuelle Ausgabe von KomDat Jugendhilfe 03/2016 beschäftigt sich wieder mit Ergebnissen aktueller Analysen der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik:

Das vorliegende Heft konzentriert sich auf die Bedeutung des Migrationshintergrunds junger Menschen und deren Familien in der KJH-Statistik.

Einer der Beiträge zeigt „Unbegleitete ausländische Minderjährige im Spiegel von Asyl- und Jugendhilfestatistik“ und zeigt aktuelle Herausforderungen für die Jugendhilfe auf.

Ein weiterer Artikel widmet sich „Adoptivkindern mit Zuwanderungsgeschichte“ und den unterschiedlichen Entwicklungen bei den Adoptionsformen. Der Beitrag untersucht die Entwicklung der Auslandsadoptionen in den letzten Jahren, wobei auch die Herkunftsgebiete der Kinder und Jugendlichen, das Alter der angenommenen Minderjährigen und die Verbreitung dieser Adoptionsform in den Bundesländern beachtet werden.

zum Download von KomDat Jugendhilfe 03/2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Online-Forum für Gasteltern

Posted on November 5, 2016. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Ein neues Projekt „Belastungen und Ressourcen von Gastpflegeeltern/Pflegeeltern für Flüchtlinge“ ist gestartet. Die Diakonie Deutschland und das Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. führt ein Projekt „Für junge Geflüchtete: Gastfamilien, Vormundschaften, Patenschaften“ durch, das von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Uni Siegen wissenschaftlich begleitet wird

Dazu wurde ein Online-Forum eingerichtet, in dem sich insbesondere die Familien, die Flüchtlinge betreuen, untereinander austauschen können. Es wurde aus den Seiten des www.pflegeelternforum.de eingerichtet.

Das Forum soll sich an alle Familien richten, die junge Flüchtlinge aufgenommen haben, unabhängig davon, ob sie nun als Gasteltern oder Pflegeeltern oder vielleicht noch anders bezeichnet werden. In dem Forum können sie ihre Meinung zu allen Themen, die sie interessieren, mitteilen und sich mit anderen über ihre Erfahrungen austauschen. Mitglieder der Forschungsgruppe diskutieren mit, beantworten manchmal Fragen und werten die Erfahrungen unter der Frage aus „Was brauchen Gast- und Pflegeeltern, die junge Flüchtlinge aufgenommen haben?“. Die Antworten sollen dann in die politische Debatte eingebracht werden. Das Projekt ist bis Ende 2017 konzipiert.

Neben den Gast- und Pflegeeltern — die im Mittelpunkt stehen sollen — sind auch ehrenamtliche Vormünder und Paten und Patinnen von Flüchtlingen eingeladen mitzudiskutieren. An Fachkräfte und Akteure in Politik und Verwaltung richtet sich das Forum nicht.

Quelle: Dritter  Newsletter 2016 der Forschungsgruppe Pflegekinder vom 04.11.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Gastfamilien: Rechte von Beiständen in Anhörungen des BAMF

Posted on Oktober 31, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Ein Schreiben des Bundesinnenministeriums vom 18.10.2016 stellt klar, dass Beistände (z.B. Betreuer_innen oder Pflegeeltern) ein „Anwesenheits- und Fragerecht“ während der Anhörung haben und keine Genehmigung des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF) für eine Teilnahme an Anhörungen brauchen.

Sämtliche Teilnehmer_innen sollten aber natürlich weiterhin vorab beim BAMF angekündigt werden, zudem wird der Zeitpunkt der Möglichkeit zur Fragestellung weiterhin von dem/der Anhörer_in bestimmt.

Quelle: Newsletter des Bundesfachverbandes Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 31.10.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Bremen: Filmprojekt mit geflüchteten Jugendlichen geplant

Posted on Oktober 20, 2016. Filed under: Bremen, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Am 11. und 12.02.2017 findet ein spannender Workshop für geflüchtete Jugendliche statt, den PiB – Pflegekinder in Bremen gGmbh in Kooperation mit dem LidiceHaus in Bremen veranstalten wird. Zusammen mit dem Medienbüro „Vomhörensehen“ drehen die jungen Menschen einen Film über ihr neues Leben in einer Bremer Pflegefamilie, machen selber Interviews, lernen, wie eine Kamera geführt wird und ein Film entsteht. An dem gemeinsamen Wochenende werden Ideen gesammelt und ein Drehbuch entwickelt.

An fünf darauffolgenden flexiblen Dreh- und Schnittterminen, werden die Jugendlichen von den beiden Medienpädagogen dabei unterstützt, einen richtigen Film zu produzieren. Und natürlich wird es auch eine Premiere geben. Das Filmprojekt wird durch Spenden finanziert. Anmeldungen sind schon jetzt möglich bei Susanne Müller, 958820-42, s.mueller@pib-bremen.de

Quelle: PiB-Post 2016-10

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

BumF: Jugendhilfe zweiter Klasse: Einigung zu Kosteneinsparungen bei jungen Flüchtlingen auf dem Weg

Posted on Oktober 13, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Mit einer Pressemitteilung vom 13.10.2016 reagierte der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) auf Informationen der CSU-Landesgruppe, wonach sich Bund und Länder auf eine zusätzliche Länderkompetenz verständigt haben, um Kosten bei der Betreuung und Versorgung von Kindern und jungen Menschen, insbesondere jungen Flüchtlingen, einzusparen:

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (BumF) beobachtet mit großer Besorgnis, dass zunehmend Kostenerwägungen über das Kindeswohl sowie das Recht von jungen Menschen auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung zu eigenverantwortlichen und gemeinschaftsfähigen Persönlichkeiten gestellt werden und warnt vor einer Zwei-Klassen-Jugendhilfe.

„Eine an den Bedürfnissen der jungen Menschen orientierte Jugendhilfe ist der Grundstein für eine gelingende Integration“, erklärt Nerea González Méndez de Vigo vom BumF. „Statt kurzfristig Kosten zu sparen, müssen langfristige Perspektiven geschaffen werden.“

Bei der Pressekonferenz zum Treffen des Koalitionsausschusses am 6. Oktober erklärt die Vorsitzende der CSU Landesgruppe Gerda Hasselfeldt, man habe sich aus Kostengründen darauf geeinigt, dass die Länder eine zusätzliche Kompetenz erhalten sollen, um über Inhalt und Umfang der Leistungen der Kinder – und Jugendhilfe in ihrem Bundesland zu bestimmen. Dies soll insbesondere bei Leistungen an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sowie an junge Volljährige gelten. Damit wird der Weg für die seit langem von einigen Bundesländern geforderte Gesetzesänderung zum sog. Ländervorbehalt geöffnet. Kernziel ist laut CSU-Landesgruppe die Kompetenz der Länder, die Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe für umF an die jeweilige Kassenlage anzugleichen. Die Folge wären je nach Land und Haushalt unterschiedliche Jugendhilfestandards. Der Verteilungszufall würde dann über Schutz, bedarfsgerechte Unterstützung und Zukunftsperspektiven entscheiden.

Auch die Hilfe für junge Volljährige soll, nach den Aussagen von Hasselfeldt, nach dem 18. Lebensjahr nur noch in begründeten Einzelfällen gewährt werden. Das bedeutet einen erheblichen Einschnitt in die aktuelle Rechtslage, nach der ein Anspruch auf Unterstützung bis zum 21. Lebensjahr besteht und widerspricht den real bestehenden Bedarfen der jungen Menschen im Übergang von Schule zu Beruf und in die Selbstständigkeit, da vielfach ein weiterer Unterstützungsbedarf besteht. Bereits jetzt kommt es viel zu häufig zu abrupten Hilfebeendigungen, die die Erfolge von Schule und Jugendhilfe gefährden und nicht selten zu einer (Re)traumatisierung folgen.

Mit einer Kampagne, die bereits mehr als 10.000 Menschen unterzeichnet haben, fordert der BumF daher zusammen mit Jugendliche ohne Grenzen, eine starke Jugendhilfe, die sowohl den Fachkräften als auch den jungen Menschen zu Gute kommt – statt Kosteneinsparungen an der falschen Stelle: https://weact.campact.de/petitions/keine-einschrankung-der-jugendhilfe-zukunftsperspektiven-fur-gefluchtete-jugendliche

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Zahl minderjähriger Flüchtlinge

Posted on Oktober 11, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Berlin: (hib/STO) Die Zahl minderjähriger und heranwachsender Flüchtlinge in Deutschland ist ein Thema der Antwort der Bundesregierung (18/9778) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/9483). Darin gibt die Regierung auf die Frage, wie viele solcher Flüchtlinge sich zum Stichtag 31. Juli 2016 in der Bundesrepublik aufhielten, für die Altersgruppen von null bis 27 Jahren eine Gesamtsumme von 645.731 an.

Davon entfallen auf die Altersgruppe von null bis zwei Jahren 46.153, auf die Altersgruppe von drei bis fünf Jahren 55.505 und auf die Altersgruppe von sechs bis neun Jahren 68.653, wie aus der Antwort weiter hervorgeht. Zur Altersgruppe von zehn bis 15 Jahren zählen der Vorlage zufolge 93.433, zur Altersgruppe von 16 bis 17 Jahren 49.788 und zur Altersgruppe von 18 bis 20 Jahren 98.703. Die Zahl der Betroffenen in der Altersgruppe von 21 bis 27 Jahren beläuft sich laut Bundesregierung auf 233.496.

Quelle: Heute im Bundestag vom 11.10.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Nützliche App auch für Gastfamilien arabisch sprechender Jugendlicher

Posted on September 23, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Fahum heißt Verstehen: Eine Flüchtlings-App für Soforthilfe und Integration

Viele Gesprächsversuche mit Migranten, die kein Deutsch oder Englisch sprechen, enden mit Händen und Füßen – und Frust. Das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) hat eine App entwickelt, die Immigranten aus arabischen Ländern den Dialog beispielsweise mit Behörden, auf der Straße oder beim Einkaufen ermöglicht. Die App steht kostenlos zum Download zur Verfügung auf www.fahum.de.

Im Gegensatz zur Google-Übersetzung werden hier die relevanten Dialoge garantiert korrekt übersetzt – dank der Always Correct Translation (ACT®) Technologie der Firma Yocoy. Übersetzt wird nämlich nicht Wort für Wort. Vielmehr bietet die App flexible Dialog-Bausteine an, die es den Gesprächspartnern erlauben, ihre Fragen, Gedanken und Informationen in der eigenen Muttersprache einzugeben und die Antworten dann wieder in dieser zu erhalten – in geschriebener oder gesprochener Form.

Die App bietet außerdem Links zu vielen wichtigen flüchtlingsrelevanten Informationen auf Arabisch, die auf dem Fahum Webportal bereitgestellt sind.

Bei der Übersetzung und Auswahl der Themengebiete und Inhalte haben syrische Studenten, Flüchtlinge und andere freiwillige Muttersprachler geholfen. Beim ansprechenden Design half das Kreativteam der Berliner Firma Eatch Interactive.

Erweitert werden die Dialoge über Lexika und die Möglichkeit, Fotos zu machen und einzubinden. Großen Wert haben die Entwickler auf die Tonalität gelegt, da gerade die unzureichende Übersetzung erfahrungsgemäß viele Missverständnisse provoziert. Sehr attraktiv und zudem zum Lernen geeignet ist, dass die Dialoge auch als Sprachdateien abgespielt werden können.

Die Technologiestiftung Berlin und der Rotary Club Hamburg-Walddörfer haben die Entwicklung der App unterstützt. Das Ziel ist nun, dass die App möglichst große Verbreitung findet, damit die Flüchtlinge ab jetzt Hilfe und Erleichterung bei der Überwindung der Sprachbarrieren finden. Darüber hinaus sollen weitere Unterstützer gewonnen werden, um die Dialoge zu erweitern und die App auch für andere Sprachen, beispielsweise Urdu, Paschtu und Farsi anbieten zu können.
Download und weitere Informationen

Die App  Fahum (Arabisch für „Verstehen“) steht in den Play Stores für Android- und iOS-Geräte kostenlos zum Download zur Verfügung:

Quelle: Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz vom 12.09.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Salafismus-Tagung in Würzburg

Posted on September 17, 2016. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Im Artikel „Warum Salafisten so gefährlich sind“ der Main-Post vom 15.09.2016 wird über eine Tagung des Kreisjugendamtes Würzburg, für 160 Teilnehmer aus Jugendämtern, Pflegefamilien und Flüchtlingshilfe berichtet. Die Teilnehmer informierten sich über Salafismus und nutzen die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch. Anlass war das Axtattentat eines 17-jährigen, der in einer Gastfamilie im Kreis Würzburg untergebracht war (wir berichteten).

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Artikel „Villinger Familie nimmt Eritreerin auf“

Posted on September 9, 2016. Filed under: Baden-Württemberg, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Südkurier berichtet im Artikel „Villinger Familie nimmt Eritreerin auf“ vom 09.09.2016 über die 17-jährige Rawda, die nach einer langen Odysee ein neues Zuhause bei einer Villinger Pflegefamilie gefunden hat.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Würzburg: Gastfamilien junger Flüchtlinge soll Angst genommen werden

Posted on September 8, 2016. Filed under: Bayern, Fortbildung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Um Pflegefamilien, die im Landkreis Würzburg minderjährige Flüchtling aufgenommen haben, mit ihren Fragen nach dem Attentat durch einen radikalisierten 17-Jährigen im Juli nicht alleine zu lassen, wird auf Initiative des Landrats eine nicht öffentliche Fachkonferenz mit Experten zum Thema Radikalisierung und Salafismus stattfinden.

Davon berichtet der Artikel „Pflegefamilien soll Angst genommen werden“ von BR24 vom 08.09.2016.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Care Leaver und junge, erwachsene Flüchtlinge in der Jugendhilfe“ am 09./10.11. in Hofgeismar

Posted on September 5, 2016. Filed under: Jugendhilfe | Schlagwörter: , , |

Die zehnte Fachtagung des EREVDenn sie wissen, was sie tun – Care Leaver und junge, erwachsene Flüchtlinge in der Jugendhilfe“ beschäftigt sich am 09./10.11. in Hofgeismar mit der aktuellen Situation in der Jugendberufshilfe. Diese ist geprägt von der Gesetzesänderung des SGB VIII mit Auswirkungen auf die Finanzierung von Care Leavern und jungen erwachsenen Flüchtlingen.

Anmeldeschluß ist der 15.09., danach auf Anfrage.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Buch-Tipp: „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe“

Posted on September 3, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

Von Reinhold Gravelmann erschien im Ernst Reinhardt Verlag das Buch „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe – Orientierung für die praktische Arbeit„.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMFs) erleben auf der Flucht oft monatelange Strapazen, im Aufnahmeland sind sie fremd und von ihren Familien getrennt. Wie können unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMFs) von Fachkräften der Jugendhilfe begleitet werden? Welche rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen gibt es, mit welchen Fragen und Problemen ist zu rechnen?

Der Autor beschreibt die pädagogische Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMFs), die neben aller Besonderheit ganz „normale“ Jugendliche sind. Kulturelle Unterschiede und traumatische Erfahrungen werden ebenso thematisiert wie Sprache und schulische oder berufliche Integration. Für SozialarbeiterInnen und ErzieherInnen sind die Praxistipps wertvoll, zur Kommunikation, Hilfeplanung, gesellschaftlichen Integration etc.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Zahl unbegleiteter Minderjähriger

Posted on September 1, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Im zweiten Quartal dieses Jahres sind an den deutschen Grenzen sowie Flug- und Seehäfen laut Bundesregierung insgesamt 1.725 unbegleitete Minderjährige durch die Bundespolizei aufgegriffen worden, davon 1.073 an der Grenze zu Österreich. Von den 1.725 wurden 1.568 an Jugendämter übergeben, 149 zurückgewiesen und fünf zurückgeschoben, wie aus der Antwort der Bundesregierung (18/9415) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke (18/9146) hervorgeht. Danach wurden im ersten Quartal 2016 noch insgesamt 3.652 unbegleitete Minderjährige an den deutschen Grenzen sowie Flug- und Seehäfen durch die Bundespolizei aufgegriffen, davon 3.249 an der Grenze zu Österreich.

Quelle: Heute im Bundestag vom 30.08.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Unbegleitete Einreisen Minderjähriger aus dem Ausland lassen Inobhutnahmen 2015 erheblich ansteigen

Posted on August 2, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Im Jahr 2015 hat die Zahl der Minderjährigen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden, erheblich zugenommen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, kamen 2015 rund 42.300 Kinder und Jugendliche ohne Begleitung einer sorgeberechtigten Person über die Grenze nach Deutschland, das waren fast 30.700 Minderjährige oder 263 % mehr als im Vorjahr. Rund 38.700 dieser jungen Menschen (91 %) waren männlich, dagegen reisten nur etwa 3.600 Mädchen unbegleitet nach Deutschland ein.

Von den 42.300 eingereisten unbegleiteten Minderjährigen haben im Jahr 2015 laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) nach derzeitigem Stand rund 22.300 (53 %) einen Asylantrag gestellt.
Insgesamt haben im Jahr 2015 die Jugendämter in Deutschland gut 77.600 Kinder und Jugendliche in Obhut genommen. Das waren knapp 29.600 Minderjährige beziehungsweise 62 % mehr als im Vorjahr.
Die Inobhutnahmen aufgrund von Überforderung der Eltern, Schul- und Ausbildungsproblemen oder Suchtproblemen des Kindes/Jugendlichen sind im Vergleich zum Vorjahr um 1.100 Fälle beziehungsweise 3 % zurückgegangen.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 02.08.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Würzburg/Schweinfurt: Vorerst keine Vermittlungen junger Flüchtlinge in Pflegefamilien mehr

Posted on Juli 28, 2016. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Artikel „Keine jungen Flüchtlinge in Pflegefamilien“ in der Main-Post vom 28.07.2016 zeigt die Maßnahmen unterfränkischer Jugendämter nach dem Attentat eines unbegleiteten minderjährigen Flüchtlings auf, der in einer Pflegefamilie im Landkreis Würzburg untergebracht war.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Artikel „Wenn zwei fremde Welten aufeinanderprallen“

Posted on Juli 27, 2016. Filed under: Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

In der Frankfurter Neuen Presse berichtet der Artikel „Wenn zwei fremde Welten aufeinanderprallen“ vom 27.07.2016 ausführlich über Jugendhilfemaßnahmen für unbegleitete minderjährige Füchtlinge in Frankfurt am Main. Sowohl das Beispiel eines 15-jährigen afghanischen Jungen, der seit einem halben Jahr in einer Pflegefamilie lebt, wird vorgestellt als auch das Leben in einer Wohngruppe und die migrationssensible Arbeit der die Jugendlichen betreuenden Vormünder und Fachkräfte.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Baden-Württemberg: Jugendämter nehmen fast 8 400 junge Menschen in Obhut

Posted on Juli 14, 2016. Filed under: Baden-Württemberg, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , , |

In akuten Krisensituationen werden Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu ihrem Schutz von Jugendämtern in Obhut genommen. Sie werden dann vorläufig in einer Einrichtung oder bei einer geeigneten Person untergebracht. Neben Unterkunft und Verpflegung stehen sozialpädagogische Beratung und Unterstützung im Vordergrund der Schutzmaßnahme.

Ein solches Eingreifen der Jugendämter war nach Feststellung des Statistischen Landesamtes im Jahr 2015 in Baden‑Württemberg für 8 367 Kinder und Jugendliche notwendig (2014: 4 601 Kinder). Das bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Zunahme um 82 Prozent oder 3 766 Kinder. Damit hat sich der seit 2005 ansteigende Trend im Jahr 2015 deutlich verstärkt. Der Zuwachs bei den Inobhutnahmen 2015 resultiert mit einem Anteil von 98 Prozent fast vollständig aus den unbegleiteten Einreisen minderjähriger Kinder und Jugendlicher aus dem Ausland.

Eine solche unbegleitete Einreise war 2015 in 4 912 Fällen (59 Prozent aller Inobhutnahmen) der Anlass für die Inobhutnahme. Damit hat sich die Zahl der Schutzmaßnahmen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland notwendig wurden, im Vergleich zum Vorjahr (2014: 1 227) vervierfacht. In 41 Prozent der Fälle lagen andere Gründe für das Eingreifen der Jugendämter vor, wie z. B. Überforderung der Eltern oder eines Elternteils (19 Prozent aller Maßnahmen), Beziehungsprobleme (7 Prozent), Anzeichen von Misshandlung (6 Prozent) und von Vernachlässigung (5 Prozent).

In der Geschlechter- und Altersverteilung zeigen sich große Unterschiede zwischen den jungen Menschen, die aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland in Obhut genommen wurden und den Kindern und Jugendlichen, bei denen der Anlass der Inobhutnahme ein anderer war. 90 Prozent der Kinder und Jugendlichen, die ohne Begleitung aus dem Ausland kamen, waren männlich und zwischen 14 und 18 Jahren alt. Bei jungen Menschen, die aufgrund anderer Anlässe in Obhut genommen wurden, lag dagegen der Anteil der Mädchen bei 55 Prozent und der Anteil der Jüngsten (unter 12 Jahre) bei knapp einem Drittel.

In 4 050 Fällen (48 Prozent) wurden die Inobhutnahmen durch soziale Dienste oder die Jugendämter veranlasst. Die Polizei hat bei einem Viertel der betroffenen Kinder und Jugendlichen (2 074 Fälle) zuerst auf die Problemsituation aufmerksam gemacht. Auf eigenen Wunsch wurden 1 126 junge Menschen unter den Schutz des Jugendamts gestellt.

Gut vier Fünftel der Kinder und Jugendlichen wurden vorübergehend in einer Einrichtung (6 314) oder in einer sonstigen betreuten Wohnform (576) untergebracht, knapp ein Fünftel (1 477) fand Schutz bei einer geeigneten Person.

Die Zahl der Inobhutnahmen in den Stadt- und Landkreisen weist große Unterschiede auf. Dies ist u. a. darauf zurückzuführen, dass die Kreise in sehr unterschiedlichem Ausmaß von Schutzmaßnahmen aufgrund unbegleiteter Einreise von Minderjährigen betroffen waren. Während in sechs Landkreisen weniger als 20 Kinder oder Jugendliche, die ohne Begleitung aus dem Ausland kamen, in Obhut genommen werden mussten, waren in den Stadtkreisen Karlsruhe 982, Stuttgart 713 und Freiburg 370 solcher Fälle zu verzeichnen, so dass sich 42 Prozent der Inobhutnahmen aufgrund einer unbegleiteten Einreise aus dem Ausland auf die genannten 3 Stadtkreise konzentrierten.

nähere Informationen

Quelle: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg vom 14.07.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Petition: Keine Einschränkung der Jugendhilfe – Zukunftsperspektiven für geflüchtete Jugendliche!

Posted on Juni 15, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Tausende unbegleitete minderjährige Flüchtlinge haben es in Selbstständigkeit und Ausbildung geschafft. Dabei war Unterstützung nötig – doch diese ist nun in Gefahr: Bund und Länder verhandeln die Einschränkung der Hilfen. Daher sagt der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge und Jugendliche ohne Grenzen: Spart nicht an der Zukunft!

Unterzeichnet hier für eine starke Jugendhilfe: https://weact.campact.de/petitions/keine-einschrankung-der-jugendhilfe-zukunftsperspektiven-fur-gefluchtete-jugendliche

Für Jugendliche aus Jugendhilfeeinrichtungen und Beratungsstellen stehen auf der Homepage des Vereins die Unterschriftenlisten samt Übersetzung der Forderungen auf Dari, Englisch, Arabisch und Französisch zum Download zur Verfügung. Die ausgefüllten Listen bitte an info@b-umf.de senden oder an +49 (0)30 82 09 743 – 9 faxen.

Bitte verbreiten Sie auch die Videobotschaften sowie den Facebook-Aufruf, damit gemeinsam möglichst viele Menschen erreicht werden können: https://www.facebook.com/bumfev/

Die Forderungen in Kürze:

  • Keine Kürzung der Jugendhilfe für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge. Wer in betreuten Wohngruppen (§34 SGB VIII) statt großen Unterkünften mit geringer Betreuung lebt, hat deutlich bessere Chancen auf einen erfolgreichen Bildungsverlauf und gesellschaftlicher Teilhabe.
  • Hilfen für junge Volljährige (§41 SGB VIII) müssen vollumfänglich möglich sein. Sie sind essentiell, um die Erfolge von Schule und Jugendhilfe abzusichern.
  • Kinderrechte und Kinderschutzstandards müssen für geflüchtete Kinder und Jugendliche ohne Einschränkung gelten. Sie brauchen einen besonderen Schutz vor Ausbeutung und Bedrohungen.

Mehr Informationen unter: www.b-umf.de und www.jogspace.net

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Ratgebern für Flüchtlingseltern und Flüchtlingshelfer der Bundespsychotherapeutenkammer

Posted on Juni 2, 2016. Filed under: Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) wendet sich mit zwei neu erschienenen Ratgebern an Flüchtlingshelfer und Flüchtlingseltern.

Der BPtK-Ratgeber „Wie kann ich traumatisierten Flüchtlingen helfen“ richtet sich an haupt- und ehrenamtliche Helfer, die wissen möchten, wie sich traumatische Erkrankungen bemerkbar machen und wie sie mit geflüchteten Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen umgehen können, die Schreckliches erlebt haben.

Der BPtK-Ratgeber „Wie helfe ich meinem traumatisierten Kind?“ wendet sich an Eltern von Flüchtlingskindern, die wissen möchten, wie sie ihrem Kind helfen können, wenn es Schreckliches erlebt hat. Der Ratgeber enthält Informationen darüber, wie sich traumatisierte Kinder je nach Alter verhalten und zeigt an vielen konkreten Situationen, wie Eltern richtig reagieren können.
Die BPtK hat diesen Ratgeber auch ins Arabische übersetzen lassen. Außerdem liegt eine englischsprachige Version vor.

Die Ratgeber können auf der Homepage der BPtK heruntergeladen sowie bei der BPtK in gedruckter Form bestellt werden.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Gastfamilien: Hilfsbereitschaft nutzen statt ausnutzen

Posted on Mai 30, 2016. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Der Bundesfachverband unbegleitete minderjährige Flüchtlinge e.V. fordert, dass die Hilfsbereitschaft  von Gastfamilien (Pflegefamilien für junge Flüchtlinge) genutzt werden soll, aber nicht ausgenutzt werden darf.

Die Betreuung und Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen in Pflegefamilien bzw. in sogenannten Gastfamilien hat bundesweit einen sehr unterschiedlichen Stellenwert. In einigen Kommunen wird seit Jahren auf diese Möglichkeit zurückgegriffen, anderorts nur vereinzelt bzw. gar nicht. Die Unterbringung von jungen Menschen im familiären Kontext eröffnet viele Chancen. Sie muss jedoch immer eine Reaktion auf den individuellen Bedarf des jungen Menschen sein und darf bspw. nicht allein der Vermeidung von Obdachlosigkeit dienen. Zudem müssen Standards und Qualitätskriterien in der Begleitung der jungen Menschen und ihrer Pflegefamilien uneingeschränkt eingehalten werden.

Zur Stellungnahme des BumF

Zur Handreichung des Kompetenz-Zentrums Pflegekinder e.V.

Zur FAQ: Was müssen wir tun, um junge Flüchtlinge aufzunehmen?

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Häufige Fragen zum Thema „unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“

Posted on April 29, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) hat in seiner neuen Rubrik „FAQ – Häufige Fragen“ nützliche Informationen zusammengestellt.

Sie beantworten an dieser Stelle ab sofort Fragestellungen rund um das Thema unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, die für die Beratung und Betreuung relevant sind. Online finden sich bereits Informationen zu Abschiebung, Altersfestsetzung, Asylverfahren, Ausbildung, Kindergeld, Pflegschaften und einigen anderen Themen.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Stiftung Warentest: Minderjäh­rige Flücht­linge – Wie der Staat Pflegefamilien fördert

Posted on April 19, 2016. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Immer mehr Jugend­liche aus Krisen­gebieten leben in Pflegefamilien. Diese Form der Integration wird staatlich gefördert. Finanztest erklärt, welche Richt­linien für die Aufnahme von Kindern oder Jugend­lichen in Voll­zeit­pflege gelten, wie viel der Staat für Leistungen der Jugend­hilfe bezahlt und wer sich um die recht­lichen Angelegenheiten unbe­gleiteter minderjäh­riger Flücht­linge kümmert.

zum Special der Stiftung Warentest

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Handreichung „Jugendliche Flüchtlinge in Gastfamilien“

Posted on April 18, 2016. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Unter dem Titel „Jugendliche Flüchtlinge in Gastfamilien“ hat das Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. eine kleine Arbeitshilfe zur ersten Orientierung in diesem Arbeitsfeld verfasst.

Sie steht zum Download bereit oder kann als Druckversion zum Selbstkostenpreis von 3.50 € bezogen werden.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Vorlesung “Kindesschutz in Pflegefamilien” am 02.05. an der Hochschule Osnabrück

Posted on April 2, 2016. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie veranstaltet 2016 wieder eine Ringvorlesung zum Themenbereich “Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege”. Die öffentlichen Veranstaltungen der Ringvorlesung sollen Studierende und Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendämtern, von freien Trägern der Kinder– und Jugendhilfe und – nicht zuletzt – Pflegeeltern unter dem Oberthema „Vollzeitpflege“ zusammenführen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben.

Am 02. Mai 2016 referieren an der Hochschule Osnabrück:

  • Prof. Dr. Christof Radewagen (Hochschule Osnabrück):
    Kindesschutz in Pflegefamilien
  • Brigitte Ritz (Jugendhilfe Süd-Niedersachsen e.V.):
    Gastelternprojekt – Erfahrungen mit umF

Informationsflyer

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Berlin sucht Pflegefamilien mit Migrationshintergrund – mehrsprachige Plakatkampagne gestartet

Posted on März 9, 2016. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Berlin sucht immer neue Pflegefamilien für Kinder, welche aus unterschiedlichen Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Etwa 2.800 Kinder und Jugendliche leben zurzeit in Berlin in einer Pflegefamilie, viel mehr Kinder und Jugendliche leben jedoch in Einrichtungen.  Um mehr Kindern die Möglichkeit zu geben, in einer Familie aufzuwachsen, werden mehr Pflegefamilien in Berlin gebraucht.

Auch für unbegleitete minderjährige Ausländer (UMA), die aktuell nach Berlin kommen, können Pflegefamilien, mit einem passenden kulturellen und sprachlichen Hintergrund, eine gute Alternative in der Betreuung und Unterbringung sein.

Um mehr Pflegefamilien mit Migrationshintergrund zu gewinnen, startet Jugendsenatorin Sandra Scheeres am Montag, dem 14. März um 09:30 Uhr an der Plakatwand vor der Mansteinstraße 10 in Schöneberg, eine stadtweite, mehrsprachige Plakatkampagne. „Pflegekinder bringen Lebendigkeit in die Familie“ lautet das Motto. Dieses steht nicht nur auf Deutsch, sondern auch auf Türkisch, Russisch, Polnisch und Englisch auf den Plakatwänden.

Sandra Scheeres: „Ich wünsche mir eine große Resonanz auf diese Kampagne, damit noch mehr Kinder, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben können, ein neues Zuhause in einer neuen Familie finden.“

Für Familien mit Migrationshintergrund, die nähere Informationen zum Thema Pflegekinder suchen, stehen übrigens seit kurzem auch mehrsprachige Internetseiten zur Verfügung, in Türkisch, Polnisch, Russisch und Englisch: www.pflegekinder-berlin.de

Für weitere Informationen rund um das Thema Pflegekinderhilfe sowie ausführliche Pressematerialien stehen Ihnen die Experten und Expertinnen der Familien für Kinder gGmbH gerne zur Verfügung.

Quelle: Pressemitteilung der Familien für Kinder gGmbH vom 09.03.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Tagung „FLUCHT – Eine Herausforderung für die Pflegekinderhilfe in einer Einwanderungsgesellschaft“ am 01.06. in Hannover

Posted on März 9, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Am 01.06.2016 findet in Hannover die Tagung „FLUCHT – Eine Herausforderung für die Pflegekinderhilfe in einer Einwanderungsgesellschaft“ statt.

Die Vollzeitpflege ist in den letzten Monaten grundlegend durch die Aufnahme junger Flüchtlinge herausgefordert worden. Sie entwickelt neue Angebotsformen – wie z.B. die Gastfamilien – und baut neue Beratungs- und Hilfestrukturen auf. Insgesamt zeigt sich, dass die Vollzeitpflege auf dem Weg ist, in der Einwanderungsgesellschaft anzukommen.

Auf dieser Tagung soll darum der Stand der Entwicklungen diskutiert und zusammentragen werden, wie sich die Vollzeitpflege in Zukunft fachlich in der Einwanderungsgesellschaft ausrichten kann.

Anmeldeschluss ist der 30.04.2016

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

17-jährige Eritreerin in Pflegefamilie

Posted on März 5, 2016. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Der größte Teil der nach Deutschland kommenden unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge sind Jungs. Von der Aufnahme eines 17-jährigen Mädchens in eine Pflegefamilien in Baden-Württemberg berichtet der Artikel „Furtunas neues Glück“ aus der Bietigheimer Zeitung vom 04.03.2016.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Jeder dritte Asylbewerber ist minderjährig

Posted on März 1, 2016. Filed under: Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/AW) Die Zahl minderjähriger Asylbewerber in Deutschland hat sich in den vergangenen drei Jahren mehr als verdreifacht. Dies geht aus einer Antwort der Bundesregierung (18/7621) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/7470) hervor. Im Jahr 2015 hätten 137.479 Minderjährige einen Erstantrag auf Asyl gestellt. Dies entspricht einem Anteil von 31,1 Prozent an allen Erstanträgen auf Asyl (441.899). Rund zehn Prozent der minderjährigen Asylbewerber (14.439) seien ohne Begleitung nach Deutschland gekommen. 2013 hätten 38.790 Minderjährige (2.485 Unbegleitete) und im Jahr darauf 54.988 Minderjährige (4.399 Unbegleitete) erstmals einen Asylantrag gestellt. Die meisten der minderjährigen Asylbewerber im vergangenen Jahr stammen nach Regierungsangaben aus Syrien (42.097), Albanien (18.918), Afghanistan (13.772), dem Kosovo (12.174), dem Irak (9.247) und Serbien (8.377).

Quelle: Heute im Bundestag vom 01.03.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

„Flucht – Eine Herausforderung für die Pflegekinderhilfe in einer Einwanderungsgesellschaft“ am 01.06. in Hannover

Posted on Februar 28, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 01.06. richtet das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie in Kooperation mit der Universität Hildesheim und der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) sowie dem AFET für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vollzeitpflege die Tagung „Flucht – Eine Herausforderung für die Pflegekinderhilfe in einer Einwanderungsgesellschaft“ in Hannover aus.

Anmeldeschluss ist der 30.04.

nähere Informationen

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Stellungnahme des Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände zur Vollzeitpflege für umF

Posted on Februar 24, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Gastfamilien als differenziertes Angebot der Vollzeitpflege für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge – Erfordernisse aus der Perspektive der Pflegefamilienverbände:

Der Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände begrüßt die Idee, unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen Familien als Orte zur Sozialisation in eine fremde Kultur und Gesellschaft anzubieten.

Wir halten den Begriff Gastfamilie für sehr unbestimmt und fordern ein eindeutiges Bekenntnis, dies als eine Hilfe zur Erziehung nach § 33 zu installieren. Eine unmittelbare Ankoppelung an „ehrenamtliches Engagement in der Flüchtlingshilfe“, mit dem damit verbundenen Gedanken der finanziellen Entlastung der Kommunen, halten wir für ein falsches Signal.

Jugendliche und Kinder haben einen Anspruch auf Förderung ihrer Entwicklung und auf Erziehung (vgl. § 1 SGB VIII). Dieses Recht gilt auch für ausländische Kinder und ausländische Jugendliche, die unbegleitet nach Deutschland kommen (vgl. § 42 Absatz 1 Nr. 3). Sie brauchen für ihre rechtliche Vertretung einen Vormund. Dieser ist dafür verantwortlich, dass der Wille des jungen Menschen im Unterbringungsprozess beachtet wird.

Familien, die einem jungen Menschen aus einer anderen Kultur nach der Flucht in ihrer Familie einen neuen Lebensort bieten, brauchen professionelle Vorbereitung, Unterstützung und Begleitung.

Vorbereitung von Familien für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge
Familien, die sich für so eine verantwortungsvolle Aufgabe zur Verfügung stellen, haben das Recht auf eine solide Vorbereitung, wie sie alle Pflegefamilien erhalten. Dabei sehen wir durchaus die zeitliche Problematik und befürworten eine begleitende Qualifizierung.

Flucht und Traumatisierung sollten ein zusätzliches Thema in der Vorbereitung und Qualifizierung von Gastfamilien sein. Weiterhin brauchen diese Familien eine erhöhte Sensibilität für kulturelle Unterschiede und die Fähigkeit sich auf diese einzulassen. Es gibt bedeutsame Unterschiede in den Normen und Werten von „Ich“- und „Wir“ Gesellschaften. Dieses müssen Gastfamilien nicht nur wissen, sondern auch die Kompetenz haben, sich darauf einzulassen.

Asyl- und ausländerrechtliche Regelungen haben nicht nur Auswirkungen für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, sie können auch ihre Auswirkungen auf die ganze Familie entfalten. Gastfamilien brauchen einen Überblick, was sie besonders beachten müssen.

Unterstützung und Begleitung von Gastfamilien
Die Unterstützung und Begleitung dieser Familien sollte sich quantitativ an den Pflegefamilien für besonders entwicklungsbeeinträchtigte Kinder orientieren. Zusätzlich zu den Themen, die auch andere Pflegefamilien haben, kommen kulturspezifische Themen, Sprach- und Übersetzungsthemen und nicht zuletzt noch rechtliche Themen dazu. Die Gasteltern brauchen Supervisionsangebote sowie die Möglichkeit, sich in Kleingruppen auszutauschen. Auch die unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge benötigen – zusätzlich zu ihrem Lebensort in einer Familie – Gruppenangebote.

Für alle rechtlichen Fragen muss das Unterstützungsnetzwerk kompetente Ansprechpartner kennen und dahin weiterverweisen können. Auch für Schule, Ausbildung oder Therapie muss es kompetente Ansprechpartner geben.

Auch unbegleitete Minderjährige werden eines Tages volljährig. Da ein sehr großer Teil schon Jugendliche sind, kann dies sehr schnell gehen. Die Übergänge in andere Hilfeformen oder zu anderen Lebensorten müssen vom ersten Tag mitgedacht werden. Familie ist etwas anderes als eine Organisation. Zwingend ist, schon vorab Zeit und Raum für Rituale des Verabschiedens einzuplanen.

Lernen aus der Praxis für die Praxis
Die Unterbringung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen sollte dringend wissenschaftlich begleitet werden. Das professionelle Helfersystem, die Pflegekinderhilfe, kann aus diesem Projekt der Unterbringung junger Flüchtlinge in Gastfamilien viel lernen.

Berlin, den 20.02.2016

Agenda Pflegefamilien
Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien
Bundesverband behinderter Pflegekinder
PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien

Stellungnahme des Runden Tisches der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände vom 20.02.2016 als pdf

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Sozialministerium und Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) starten neues saarlandweites Gastfamilienprogramm für unbegleitete minderjährige Ausländer

Posted on Februar 23, 2016. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Saarland | Schlagwörter: , |

Das saarländische Sozialministerium sucht Gastfamilien für unbegleitete minderjährige Ausländer und hat dazu gemeinsam mit dem Sozialdienst katholischer Frauen ein Gastfamilienprogramm ins Leben gerufen.

Ab sofort wird der Sozialdienst katholischer Frauen (SKF) das neue Programm saarlandweit koordinieren und betreuen. „Mit diesem Programm wollen wir den unbegleiteten minderjährigen Ausländern (umA) die Chance eröffnen, in einer saarländischen Familie aufzuwachsen  und sich in ihrer neuen Heimat wohlzufühlen“, sagte Sozialministerin  Monika Bachmann.

Die Vorsitzende des Sozialdienstes katholischer Frauen, Gaby Schäfer, ergänzt: „Der SKF bringt als anerkannter Trägerverein seit Jahrzehnten Pflegekinder und Pflegeeltern zusammen und betreut diese auch. Diese langjährige Erfahrung wollen wir in dieses neue Projekt einbringen, um den Jugendlichen in einer Familie Geborgenheit und entsprechende Entwicklungsmöglichkeiten zu geben.“

Der SkF hat zur Durchführung des Programms eine Gastfamilienberatungsstelle eingerichtet. Interessierte Familien aber auch Einzelpersonen werden durch den betreuenden Fachdienst des SkF überprüft und beraten. In diesem Verfahren lernt die zuständige Fachkraft die Familien persönlich kennen und informiert sie über alle relevanten Themen und Fragen. Die Standards für Pflegefamilien müssen selbstverständlich erfüllt werden, das heißt die potentiellen Pflegepersonen müssen gesicherte finanzielle Verhältnisse vorweisen, über ausreichend Wohnraum verfügen und außerdem ein polizeiliches Führungszeugnis sowie ein medizinisches Attest vorlegen.
Ziel soll es sein, den jungen Flüchtlingen innerhalb einer Familie ein sicheres Zuhause zu bieten und den Integrationsprozess zu fördern. „Durch das miteinander Leben und Wohnen werden die Jugendlichen Teil einer Familie und lernen sowohl unsere Kultur als auch unsere hiesigen Werte und Normen kennen“, erklärte Bachmann. „Dies erleichtert zum Beispiel auch den Spracherwerb enorm.“

Für die optimale Umsetzung des Programms ist eine zuverlässige und auf Vertrauen basierende Kooperation zwischen der zuständigen Fachkraft des SkF und der Familie auf der einen, als auch dem Jugendlichen auf der anderen Seite, während der gesamten Unterbringungszeit von zentraler Bedeutung. Das erste Seminar mit Familien, die sich bereits im Bewerberverfahren befinden, findet voraussichtlich am 5. März 2016 statt. Das Projekt wird durch das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie mit rd. 42.000 Euro finanziell gefördert.

Interessierte Familien und Einzelpersonen, die sich vorstellen können, einen jungen Flüchtling bei sich aufzunehmen, wenden sich bitte an den SkF Saarbrücken.

Sozialdienst kath. Frauen e.V.
Richard-Wagner-Straße 17
66111 Saarbrücken
Tel. 0681/936259-0
E-Mail: sekretariat@skf-saarbruecken.de

Ansprechpartnerin:
Frau Amary Becker, Sozialarbeiterin B.A.
Telefon: 0681-936259-28
E-Mail: a.baecker@skf-saarbruecken.de

Quelle: Medien-Info des Saarländischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie vom 22.02.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

B-umF veröffentlicht Zahlen zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen: Bestand, Verteilung, Quotenerfüllung und Elternnachzug

Posted on Februar 3, 2016. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Fortbildung, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Meckl.-Vorpommern, Netzwerke, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge (UMF) in Deutschland ist Ende Januar auf über 60.000 gewachsen. Hauptherkunftsländer im Jahr 2015 waren Afghanistan, Syrien, Irak, Eritrea und Somalia.

Mit dem Asylpaket II droht vielen UMF, dass Sie dauerhaft von ihren Eltern getrennt bleiben, da eine Einschränkung des Elternnachzugs zu befürchten ist.

Der Bundesfachverband umF hat aktuelle Zahlen zum Bestand, Verteilung, Quotenerfüllung und Elternnachzug bei unbegleiteten Minderjährigen Flüchtlingen ausgewertet. Die wesentlichen Ergebnisse zusammengefasst:

  • Während der Nachzug von Eltern zu UMF oft als Massenphänomen dargestellt, zeigen aktuelle Zahlen das faktisch kaum Eltern nach Deutschland kommen. Von Januar bis Dezember 2015 zogen lediglich 442 Eltern zu ihren minderjährigen Kindern nach.
  • Die Zahl der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge ist Ende Januar auf 60.162 gewachsen. Zusätzlich befinden sich 7.721 ehemalige UMF im Rahmen der Hilfen für junge Volljährige in der Zuständigkeit der Jugendhilfe. Am stärksten hat die Zahl der UMF in NRW zugenommen.
  • Quotenerfüllung: Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Saarland und Schleswig-Holstein können neueinreisende UMF an anderen Länder weiterverteilen. Aufnehmen müssen vor allem Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Weitere Details zu Bestandszahlen, Verteilung, Quotenerfüllung und Elternnachzug bei UMF finden Sie in der kompletten Pressemitteilung des B-umF vom 29.01.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Interview mit der Jugendamtsleiterin des Kreises Herford

Posted on Januar 22, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

In der Neuen Westfälischen findet sich am 21.01.2016 das Interview „Einige Fälle vergisst man nicht“ mit der Jugendamtsleiterin Ingrid Wolff. Nun, da sie in den Ruhestand geht, hält sie Rückschau auf ihre jahrzehntelange Tätigkeit. Frau Wolff hatte viele Pflege- und Adoptivkinder vermittelt. Von der Amtsleitung bleiben ihr besonders die schweren Missbrauchsfälle in Erinnerung. In den letzten Wochen waren es die minderjährigen Flüchtlinge, die sie sehr beschäftigt haben.

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Diakonie Deutschland: Jungen Flüchtlingen ein Zuhause geben

Posted on Januar 21, 2016. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen ein neues Zuhause zu vermitteln und ihnen den Start in ein neues Leben zu erleichtern, ist das Ziel eines Projektes des Bundesfamilienministeriums (wir berichteten), das maßgeblich auf die Idee der Diakonie Deutschland zurückgeht.

Bis Mitte Dezember 2015 kamen geschätzt 57.000 minderjährige Flüchtlinge nach Deutschland. Traumatisiert durch Kriege und Fluchterfahrungen müssen sie in einer für sie fremden Sprache, Gesellschaft, Kultur und unter ganz anderen Lebensbedingungen klar kommen. Bei diesen ersten Schritten begleiten sie die Jugendämter und die Einrichtungen der Jugendhilfe. Untergebracht sind sie vorzugsweise in stationären Angeboten der Jugendhilfe.

Eine bisher kaum entwickelte Möglichkeit ist die Unterbringung und Begleitung in Gastfamilien. „Stellvertretend für die Eltern“ können diese Gastfamilien jungen Flüchtlingen je nach individuellem Erfordernis auf dem Weg in die Selbständigkeit und die Integration in eine fremde Kultur und Gesellschaft helfen.

„Unsere Träger der Kinder- und Jugendhilfe verfügen über langjährige Erfahrung in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Gleichzeitig sind sie im sozialen Umfeld gut vernetzt. Sie verfügen über sehr gute Voraussetzungen, um gute Wohn- und Lebensbedingungen für die jungen Flüchtlinge in Gastfamilien zu vermitteln und den Familien eine optimale Unterstützung zu gewährleisten „, sagt Maria Loheide, Vorstand Sozialpolitik der Diakonie Deutschland. „Gleichzeitig ist das Projekt ein weiterer, wichtiger Baustein zu Integration von Flüchtlingen in unsere Gesellschaft“, unterstreicht Loheide die Bedeutung des Projektes.
Junge Flüchtlinge haben eher keinen „klassischen erzieherischen Bedarf“, da sie in der Regel große Selbstständigkeit besitzen. Allerdings brauchen sie Unterstützung und Begleitung, um in einer für sie fremden, neuen Lebenswelt anzukommen und ihr Leben zu gestalten.

„Wir haben uns sehr gefreut, dass Ministerin Schwesig unsere Initiative in ihrem Bundesprojekt ´Menschen stärken Menschen` aufgenommen hat“ erklärt Loheide. „Es haben sich bereits 45 diakonische Träger gemeldet und ihr Interesse an dem Projekt bekundet. Bis auf wenige Ausnahmen ist jedes Bundesland mit mehreren Standorten vertreten“.

Das Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. ist der Kooperationspartner der Diakonie Deutschland und im Kontakt mit weiteren Jugendämtern und Trägern, so dass hier ein breites, fast flächendeckendes Netzwerk für minderjährige Flüchtlinge, aber auch für Gastfamilien aufgebaut werden und entstehen kann.

Fakten und Hintergründe zu unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen

Quelle: Pressemitteilung der Diakonie Deutschland – Evangelischer Bundesverband vom 19.01.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ gestartet

Posted on Januar 21, 2016. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig hat am 19. Januar das neue Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“ in Berlin vorgestellt. Ziel des Programms ist, Patenschaften zwischen geflüchteten und hier lebenden Menschen zu fördern und zu unterstützen. Für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge sollen über die Patenschaften hinaus Gastfamilien und Vormundschaften gewonnen werden.

Mit Blick auf das große Engagement der vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer soll das Programm dazu beitragen, die Rahmenbedingungen für sie zu verbessern und die oft spontane Hilfsbereitschaft in ein möglichst dauerhaftes Engagement zu übertragen.

„Mit ‚Menschen stärken Menschen‘ wollen wir die zu uns geflüchteten Familien, Frauen, Männer und Kinder dabei unterstützen, in unserer Gesellschaft anzukommen und sich hier eine neue Zukunft aufzubauen. Integration ist mehr als der Gang zum Sprachkurs oder Arbeitsamt. Mit diesem Patenschaftsprogramm schaffen wir die Basis für viele dauerhafte persönliche Begegnungen. Davon profitieren nicht nur die geflüchteten Menschen, sondern auch die Patinnen und Paten und damit unsere gesamte Gesellschaft“, sagte Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig.

Wegweiser-Telefon informiert
Ein Wegweiser-Telefon informiert über die Möglichkeiten im Bereich Patenschaft, Gastfamilie und Vormundschaft. Die Leitung wurde beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben bereits freigeschaltet. Das Wegweiser-Telefon ist unter der Nummer 0 800 200 50 70 von Montag bis Freitag zwischen 7.30 Uhr und 16 Uhr erreichbar.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend möchte mit dem Programm rund 25.000 neue Patenschafts-Tandems in diesem Jahr initiieren. Gefördert werden überwiegend Programmträger, die die Engagement-Infrastruktur auf lokaler Ebene durch finanzielle Mittel oder Expertise unterstützen. Programmträger sind unter anderem die freien Wohlfahrtsverbände, muslimische Verbände, Migrantenorganisationen, der Stiftungssektor und Freiwilligenagenturen.

Austausch von Wissen fördern
Zudem sieht das Programm den Aufbau eines systematischen Wissenstransfers vor, um Erfahrungen aus dem Bereich Patenschafts- und Mentoringprogramme zu nutzen und auch weiter zu entwickeln.

Insgesamt stehen für das Programm „Menschen stärken Menschen“ Mittel in Höhe von zehn Millionen Euro zur Verfügung. Der weitaus größte Teil des Geldes kommt dem Aufbau, der Qualifizierung und der Begleitung der Paten-Tandems zu gute.Hinsichtlich der unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge unterstützt das Bundesfamilienministerium die Qualifizierung von Fachkräften, damit diese Gastfamilien, Vormünder sowie Patinnen und Paten professionell begleiten können. Es ist wichtig, dass die Gastfamilien qualifiziert auf ihre verantwortungsvolle Aufgabe vorbereitet werden und eine enge Betreuung gewährleistet wird. Dies gilt insbesondere für Vormünder und Patinnen und Paten, die sich für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge engagieren. An zahlreichen Standorten werden Modellprojekte durchgeführt, um Konzepte zur Gewinnung und Begleitung von Gastfamilien, Vormündern und Patinnen beziehungsweise Paten zu erproben. Die Ergebnisse sollen auf Regionalkonferenzen präsentiert werden.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend vom 19.01.2016

Gesamten Beitrag lesen | Make a Comment ( None so far )

« Vorherige Beiträge

Liked it here?
Why not try sites on the blogroll...