Buch-Tipp: „Wenn die Kraniche weiter ziehen – Auch Pflegekinder werden groß“

Posted on November 5, 2019. Filed under: Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Barbara Walker, Pflegemutter und Autorin des Kinderbuches Jonathan (wir berichteten), hat ein neues Buch veröffentlicht.

Wenn die Kraniche weiter ziehen – Auch Pflegekinder werden groß“ ist ein Erfahrungsbericht einer Pflegemutter über das Loslassen ihrer Pflegekinder.

Das Buch ist im Selbstverlag erschienen und kann über die Website der Autorin bestellt werden: www.kinderbuecherbarbarawalker.de

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Handreichung Leaving Care – Rechte im Übergang aus stationären Erziehungshilfen ins Erwachsenenleben

Posted on September 30, 2019. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Übergänge aus der Heimerziehung oder aus Pflegefamilien ins Erwachsenenleben sind mit einer sehr einschneidenden Veränderung der Lebenssituation junger Menschen verbunden. Sobald die Fremdunterbringung nicht mehr besteht, ordnen sich auch die Rechtsverhältnisse für Care Leaver komplett neu. Die „Handreichung Leaving Care – Rechte im Übergang aus stationären Erziehungshilfen ins Erwachsenenleben“ von Benjamin Raabe und Severine Thomas richtet sich an Care Leaver, Fachkräfte, Pflegeeltern und andere im Übergang beteiligte Akteure. Sie bündelt die Rechte auf Betreuungsleistungen und finanzielle Unterstützung innerhalb der Kinder- und Jugendhilfe, im Übergang sowie in nachgehenden Sozialleistungssystemen, die nach dem Verlassen der stationären Erziehungshilfen in Anspruch genommen werden können.

Die Broschüre steht zum Download zur Verfügung oder kann als Druckversion kostenlos abgegeben und versandt werden.

nähere Informationen

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Junge Erwachsene mit Behinderung in Pflegefamilien: „Zu Gast im eigenen Zuhause“

Posted on September 6, 2019. Filed under: Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , |

Das Aktionsbündnis Kinder mit Behinderung in Pflegefamilien e.V. erstellte einen Videoclip, der die schwierige Thematik der unterschiedlichen Zuständigkeiten der Jugend- und Behindertenhilfe aus Sicht einer betroffenen Pflegefamilie schildert.

Am Fall von Luca wird geschildert, wie er nun als junger Erwachsener „Zu Gast im eigenen Zuhause“ sein muss.

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Care Leaver im Übergang – Umfangreiche Tagungsdokumentation zu Kooperationen zwischen Jugendhilfe und Jobcenter

Posted on September 5, 2019. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Am 26.09.2018 fand ein Expertinnengespräch unter dem Titel „Care Leaver im Übergang zwischen Jugendhilfe und Jobcenter. Ein Blick auf gelingende Kooperationen“ an der Universität Hildesheim statt. Mehr als 50 Fach- und Führungskräfte aus Jugendämtern, Jobcentern sowie von freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe und aus Fachverbänden aus ganz Deutschland haben über unterschiedliche kommunale Modelle zur Unterstützung von jungen Menschen im Übergang in Ausbildung und Arbeit bzw. zu ihrer sozialen Integration auf dem Weg in ein eigenverantwortliches Leben diskutiert.

Die Veranstaltung war Teil des Projekts „Gut begleitet ins Erwachsenenleben“, das gemeinsam von der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGfH) und dem Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim durchgeführt und vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) gefördert wird.

Viele Care Leaver beziehen nach dem Ende stationärer Erziehungshilfen (Unterbringung in Wohngruppen, Pflegefamilien etc.) Leistungen aus dem SGB II; das Jobcenter wird daher für ihren Lebensunterhalt, für Mietkosten oder ergänzend zu anderen Sozialleistungen für sie zuständig. Die Übergänge von Care Leavern sind in diesen als auch in anderen Rechtskreisen (SGB VIII/SGB III/BAföG etc.) häufig von unklaren Zuständigkeiten oder Existenzlücken in der Leistungsgewährung gekennzeichnet, wodurch ebenso biographische Belastungen verschärft werden. Die Lebens- und Ausbildungssituation ist vor diesem Hintergrund für diese jungen Menschen besonders prekär. Deutlich wird, dass gute kommunale Kooperationen Risiken der sozialen Existenzsicherung, aber auch der Einmündung in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt, abmildern können. An dieser Stelle setzt die neu erschienene und umfangreiche Dokumentation zum Expertinnentag an und liefert zahlreiche Impulse für eine gute Gestaltung von Übergängen zwischen Jugendhilfe-, Ausbildungssystem und Jobcenter.

zum Download

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Eröffnung des bundesweit ersten Careleaver-Zentrums „HOD – House of Dreams“ in Dresden

Posted on September 2, 2019. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Das am 29.08.2019 mit Unterstützung der Drosos Stiftung eröffnete Careleaver-Zentrum Dresden ist ein neu entstehender Ort für junge Menschen, die in der Jugendhilfe in Heimen, Wohngruppen oder bei Pflegefamilien leben oder gelebt haben. Vergleichbare Orte wie ein Careleaver-Zentrum gab es bisher in Deutschland noch nicht.

Der Kinder- und Jugendhilfe Rechtsverein e.V. (KJRV) baute das erste Careleaver-Zentrum nun in Dresden auf, wo junge Menschen im Übergang aus den Hilfen zu Erziehung und Careleaver Informationen erhalten, Unterstützung bekommen, Begleitung erfahren und sich treffen können mit anderen Careleavern.

Ein Careleaver- Zentrum soll eine Anlaufstellen für junge Menschen sein, die die öffentliche „Hilfe zur Erziehung“ verlassen haben oder sie in naher Zukunft verlassen werden und weiterhin einen nicht gedeckten (Hilfe-)Bedarf haben. In Careleaver-Zentren sollen Begegnungs-, Unterstützungs- und Hilfeangebote an einem Ort konzentriert werden, die Careleaver dabei unterstützen, selbständig in ein selbstbestimmtes Leben starten zu können.

Mit diesem Hilfsangebot antworten die Beteiligten konstruktiv auf unzureichende öffentliche Hilfsangebote für die Gruppe der über 18jährigen, um zu erreichen, dass Hilfen zukünftig regelhaft über das 18. Lebensjahr hinaus bis zum Erreichen von selbstbestimmter Lebensführung gewährt werden.

Übrigens: Die Careleaver haben eine Spendenkampagne gestartet für die weitere Einrichtung des Careleaver-Zentrums (Küche, Sofas, Spiele und Dekoration).

Zur Webseite des Careleaver-Zentrums

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RLP: Anhörung im Landtag – Kostenbeiträge für Heim- und Pflegekinder gehören abgeschafft

Posted on August 29, 2019. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

MdL Markus Stein (SPD)

Der Ausschuss für Familie, Jugend, Integration und Verbraucherschutz des rheinland-pfälzischen Landtags hat sich heute in einer öffentlichen Anhörung mit dem Antrag der Koalitionsfraktionen zur Abschaffung des Kostenbeitrags für Heim- und Pflegekinder beschäftigt. Ausschussmitglied Markus Stein erklärt hierzu:

„Bei der Anhörung wurde deutlich, dass wir mit der klaren Forderung, den Kostenbeitrag für Heim- und Pflegekinder abzuschaffen, auf dem richtigen Weg sind. Junge Menschen, die ohnehin schon einen erschwerten Start ins Leben haben, müssen bei ihrem Übergang ins Erwachsenenleben bestmöglich unterstützt werden. Hierzu zählt der Start in die Berufstätigkeit durch Ferienjobs oder die Ausbildung. Wenn aber den jungen Menschen – wie bei der derzeitigen Rechtslage – vom ersten, selbst verdienten Geld am Ende fast nichts übrigbleibt, weil sie bis zu 75 Prozent ihres Nettoeinkommens an das Jugendamt abführen müssen, ist dies in jeder Hinsicht ungerecht. Es darf nicht länger so sein, dass die Zukunftschancen eines jungen Menschen von der familiären Situation abhängen. Daher sollte die im SGB VIII geregelte Heranziehung des verdienten Geldes ersatzlos gestrichen werden.“

Stein sagt weiter: „In der Anhörung wurde deutlich, dass die überwiegende Mehrzahl der Anzuhörenden aus Verwaltung und Verbänden unsere Ansicht teilt: Der geltende Kostenbeitrag von bis zu 75 Prozent sei für die jungen Menschen überhaupt nicht nachvollziehbar und wirke demotivierend.“ Stein betont: „Für junge Menschen ist es wichtig zu erleben, wie es ist, auf eigenen Füßen zu stehen. Dafür müssen sie ihr verdientes Geld behalten dürfen. Dies ist ein wichtiger Schritt hin zu einem eigenverantwortlichen Leben.“

Quelle: Pressemitteilung der SPD Landtagsfraktion RLP vom 28.08.2019

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„Über Nacht erwachsen geworden?! – Wenn das Pflegekind mit Behinderung volljährig wird …“ am 27./28.11. in Berlin

Posted on August 27, 2019. Filed under: Berlin, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoDas Seminar des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) „Über Nacht erwachsen geworden?! – Wenn das Pflegekind mit Behinderung volljährig wird …“ am 27./28.11.2019 in Berlin wird sich mit dem schwierigen Übergang in die Volljährigkeit und den dann veränderten Rahmenbedingungen beschäftigen. Neben Inputs verschiedener Experten, sind ein Erlebnisteil und verschiedene Workshops geplant.

nähere Informationen

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Kostenheranziehung bei Heimkindern

Posted on August 12, 2019. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Birgit Lambertz, stellvertretende Vorsitzende von SOS-Kinderdorf, plädiert im Interview Kostenheranziehung bei Heimkindern: „Dieser Kostenbeitrag sollte fair sein“ vom 12.08.2019 mit dem Deutschlandfunk für eine Jugendhilfe, die regelhaft über das 18. Lebensjahr hinaus geht und dass die jungen Menschen bei Bedarf auch nach Beendigung der Jugendhilfe noch Unterstützung bekommen können. Die momentane Regelung zur Kostenheranziehung hält sie für „extrem demotivierend“.

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„Mein Kind wird flügge! Pflege- und Adoptivkinder auf dem Weg ins Erwachsenenleben“ am 28.09. in Rosenheim

Posted on Juli 12, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Der Verein PFAD FÜR KINDER Pflege- und Adoptivfamilien in Stadt- und Landkreis Rosenheim e.V. lädt am 28.09.2019 zum Fachtag „Mein Kind wird flügge! Pflege- und Adoptivkinder auf dem Weg ins Erwachsenenleben“ nach Rosenheim ein.

Bildung ist ein wichtiger Grundstock für das Leben, den Pflege- und Adoptiveltern ihren Kindern und Jugendlichen mitgeben möchten. Sie sollen die Chance haben ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Für die Begleitung durch das Schulleben und die Ausbildung ist es oft notwendig, Unterstützung in Anspruch zu nehmen. Es ist besser frühzeitig die richtigen Weichen zu stellen. Am Fachtag werden Möglichkeiten der Unterstützung vorgestellt und über Veränderungen zum 18. Lebensjahr informiert.
Als Referenten wurden zwei Referent*innen gewonnen, die aus ihrer Arbeit mit Jugendlichen berichten und ihre Angebote vorstellen. Unter dem Motto „Wir schaffen Chancen“ unterstützt die „pro Arbeit Rosenheim“ junge Menschen auf dem Weg durch das Schulleben bis hinein in die Berufsausbildung
Am Nachmittag stellt die „junge Arbeit“ ihre Angebote für Jugendliche vor, die besondere Hilfen benötigen, um eine Arbeit oder Ausbildung zu finden.

Bei Bedarf und um beiden Elternteilen die Teilnahme am Fachtag zu ermöglichen wird eine kostenlose Betreuung für Kinder bis 14 Jahre angeboten.

zum Veranstaltungsflyer

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Neue Broschüre “Junge Geflüchtete beim Übergang ins Erwachsenenleben begleiten”

Posted on Juni 29, 2019. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

logoDer Übergang von der Jugendhilfe in die Selbständigkeit stellt sowohl junge Geflüchtete als auch Fachkräfte vor große Herausforderungen.

Wie sehen gelingende Mentorenschaftskonzepte für kontinuierliche stabile Beziehungen aus? Welche Initiativen zur Unterstützung und zur Selbsthilfe von Careleavern gibt es? Auf welche Erfahrungen in der Übergangsphase blicken ehrenamtlich Engagierte und Betroffene selbst zurück?

Eine neue Broschüre der Kompetenzzentrums Pflegekinder e.V. und des Fluchtraums Bremen e.V. informiert, basierend auf den Erfahrungen von Betroffenenen und Fachkräften, über Gelingesbedingungen und gibt praktische Handlungsempfehlungen.

Zur Bestellung
Zum Download

Quelle: BumF vom 25.06.2019

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Fachtagung „Schritte in ein selbstbestimmtes Leben – Unterstützungsmöglichkeiten für Careleaver aus Heimen, Wohngruppen und Pflegefamilien“ am 25.09. in Dresden

Posted on Juni 24, 2019. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoDas Kinder- und Jugendhilfegesetz sichert allen jungen Menschen das Recht zu, auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben Förderung und Unterstützung zu erhalten. Die Hilfen zur Erziehung bilden einen Rahmen, in dem dieser Anspruch in Einrichtungen und Pflegefamilien mit Leben gefüllt wird. Diese Unterstützung endet aber häufig mit dem 18. Geburtstag. Wir wissen aber aus vielen Studien, dass die Careleaver mit großen Herausforderungen in dieses Leben starten: Sie fühlen sich nicht ausreichend unterstützt, um tatsächlich selbstbestimmt leben zu können.

Was braucht es, damit junge Menschen aus der Jugendhilfe in ein selbstbestimmtes Leben starten können? Diese Frage steht im Zentrum der Fachtagung des Kinder- und Jugendhilferechtsverein e.V. (KJRV) zum Thema „Careleaver„. Aus der Perspektive derjenigen, die in Hilfen zur Erziehung leben oder lebten heraus, sollen gute Ansätze, Notwendigkeiten und Änderungsbedarfe formulieren werden.

Nach einem Auftaktvortrag von Prof. Dr. Lothar Böhnisch „Zwischen Selbstbestimmung und Lebensbewältigung. Welche Ansprüche haben junge Menschen an die öffentliche Erziehungshilfe?“ werden folgende Themen in Workshops aufgegriffen:

  • Welche Bedeutungen haben Selbstorganisationen und Careleaver-Initiativen?
  • Was können Einrichtungen tun?
  • Übergänge für Pflegekinder
  • Rechte für Careleaver
  • Kommunale Handlungsmöglichkeiten
  • 100 Schritte-Abreißkalender.

Programm und weitere Infos: www.fachtagung.jugendhilferechtsverein.de

zur Anmeldung

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Tipps und Tricks für CareleaverInnen für den Start ins selbstständige Leben

Posted on Juni 20, 2019. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

logoDurch das Projekt Careleaver-Kompetenznetz (2015-2018) wurde die Broschüre „Nach der Jugendhilfe auf eigenen Beinen stehen!Tipps und Tricks für Deinen Start ins selbstständige Leben“ für CareleaverInnen und Fachkräfte herausgebracht. Sie richtet sich auch an junge Menschen, die in Pflegefamilien aufwachsen.

Die 96-seitige Broschüre kann kostenlos heruntergeladen werden.

 

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Broschüre „Leaving Care – Wege in die Selbstständigkeit begleiten“

Posted on April 16, 2019. Filed under: Baden-Württemberg, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

logoZwei Heimträger aus Baden-Württemberg (Martin-Bonhoeffer-Häuser Tübingen und Albert-Schweitzer-Kinderdorf Waldenburg) haben im engen Austausch mit Care Leavern Konzeptbausteine für ein Übergangsmanagement erarbeitet. Diese sind in der Broschüre „Leaving Care – Wege in die Selbstständigkeit begleiten“ beschrieben und sollen Impulse für andere Jugendhilfeeinrichtungen bieten, die eigene Arbeit am Übergang zu reflektieren, zu verändern und zu erweitern.

Ergänzend wurden hilfreiche Materialien entwickelt zu den Themen:

Quelle: www.careleaver-bw.de/aktuelles

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Radio-Tipp: „Aus dem Nest geschubst – Warum Kinder in der Jugendhilfe schneller erwachsen werden müssen“

Posted on April 15, 2019. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoIn der Reihe SWR2 Leben wurde am 05.04.2019 der Beitrag „Aus dem Nest geschubst – Warum Kinder in der Jugendhilfe schneller erwachsen werden müssen“ gesendet. Er kann online nachgehört werden (22:15 min).

Leon ist 15, als er unter strengen Auflagen probeweise in ein Appartement zieht. Fünfmal in der Woche kontrolliert ein Betreuer, ob er regelmäßig zur Schule geht, die Wohnung sauber hält und die Nachbarn sich nicht beschweren. Dass er anfangs oft schon um den 20. herum kein Geld mehr hat und sich dann nur noch von Nudeln ernährt oder gar nichts isst, verschweigt der Junge lieber, denn er will sich keine Blöße geben. Junge Menschen, die im Heim oder bei Pflegefamilien groß geworden sind, müssen oft schon mit 18 oder noch früher ihren Alltag und ihre Finanzen alleine regeln. Denn je früher man geht, desto weniger kostet man.

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PFAD Bundesverband plädiert für Abschaffung der Kostenheranziehung von Pflegekindern

Posted on April 11, 2019. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

logoEine Fallgeschichte verdeutlicht, weshalb sich viele Pflegekinder, die einen Großteil ihres Verdienstes wieder an die Jugendhilfe abgeben müssen, demotiviert und ungerecht behandelt fühlen:

Familie Meier hat zwei Söhne.
Tom wurde im Alter von zwei Jahren adoptiert, hat einen guten Hauptschulabschluss und macht eine Ausbildung zum Mechatroniker.
Mark kam mit sechs Jahren als Pflegesohn in die Familie. Er hat nur mit viel Unterstützung seinen Hauptschulabschluss geschafft. Mark möchte Gärtner werden, die Berufsschule schafft er leider nicht. Nach langem Suchen wird eine kleine Gärtnerei gefunden, in der er Arbeit findet.
Beide Jugendliche bekommen 800 Euro als Lohn. Tom gibt 200 Euro an die Eltern ab und weitere 200 Euro spart er an für Führerschein und eine eigene Wohnung.
Dies würde Mark auch gerne tun. Da seine leiblichen Eltern jedoch nicht für ihn sorgen konnten, bekommt er Jugendhilfe. Das Jugendamt bezahlt seinen Lebensunterhalt und seinen Pflegeeltern einen kleinen Betrag für die Erziehung.
Deshalb wird Mark „zu den Kosten herangezogen“ und muss 75 % seines Gehalts an das Amt abgeben. Mark versteht das nicht, schließlich ist er doch nicht schuld an der Lebenssituation seiner leiblichen Eltern. Für 200 Euro ist er nicht bereit, sich abzurackern.

Pflegekinder sind zu einem hohen Prozentsatz gefährdet, später auf staatliche Sozialleistungen angewiesen zu sein. Der Auftrag der Jugendhilfe ist, junge Menschen dabei zu unterstützen, selbstständig leben zu können. In diesem Sinn entspricht jede Form des Geldverdienens von Pflegekindern und besonders eine Ausbildung dem „Ziel und Zweck der Leistung“ Vollzeitpflege.
Arbeit und daraus erzielter Lohn vermitteln den jungen Menschen das wichtige Gefühl von Selbstwirksamkeit, Selbständigkeit und Erfahrung. Deshalb sollte diese gefördert und nicht dadurch gefährdet werden, dass sich die Jugendlichen Gedanken darum machen müssen, ob es sich finanziell für sie überhaupt lohnt.

Bisher regelt § 94 Abs. 6 SGB VIII die Kostenbeteiligung junger Menschen in Pflegefamilien und Heimerziehung. Danach haben sie von ihrem Einkommen (abzüglich weniger absetzbarer Beträge) 75 % an die Jugendhilfe zurückzuzahlen. Eine in diesem Paragraphen eingeräumte Kann-Bestimmung, wonach die Jugendhilfe im Einzelfall auch einen geringeren oder gar keinen Kostenbeitrag erheben könnte, wird nach Kenntnis des PFAD Bundesverbandes in der Praxis kaum angewandt.

Die momentan diskutierten Vorschläge für eine Neuregelung, wie ein Freibetrag und/oder die Einbehaltung eines geringeren Prozentsatzes des Einkommens reichen aus Sicht des PFAD Bundesverbands jedoch nicht aus. Die jungen Menschen brauchen Motivation, sich durch Arbeit und Ausbildung ein eigenständiges Leben aufzubauen und die Möglichkeit mit Hilfe ihres Verdienstes Vorsorge für die Zeit nach der Jugendhilfe zu schaffen.

Deshalb spricht sich der PFAD Bundesverband dafür aus, die Kostenbeteiligung junger Menschen abzuschaffen.

PFAD Pressemitteilung vom 11.04.2019 als pdf

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Rechtsanspruch Leaving Care – Positionspapier des Dialogforum Pflegekinderhilfe

Posted on April 2, 2019. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

logoDas neue Positionspapier des Dialogforum Pflegekinderhilfe „Rechtsanspruch Leaving Care“ fordert die Schaffung eines eigenen Rechtstatbestands „Leaving Care“ ein, der die Übergangssituation und den regelhaft mit ihr verbundenen Unterstützungsbedarf von jungen Volljährigen anerkennt.

Die Diskussionen und Arbeitspapiere im Dialogforum Pflegekinderhilfe haben herausgestellt, dass die Übergänge ins Erwachsenenalter und der Alltag junger Volljähriger, die in Pflegefamilien (für einen Teil) ihrer Kindheit und/oder Jugend aufgewachsen sind, in der Fachdebatte um die Pflegekinderhilfe bisher noch zu wenig beachtet wurden. „Leaving Care“ stellt eine grundlegende Herausforderung auch für die Pflegefamilien und Infrastrukturen der Vollzeitpflege und darüber hinaus dar, die auch in Bezug auf die Weiterentwicklung des SGB VIII stärker öffentlich akzentuiert werden muss.

Das Diskussionspapier möchte hier einen ersten Vorschlag zur Formulierung eines Rechtstatbestands „Leaving Care“ zur Diskussion stellen.

zum Positionspaper des Dialogforum Pflegekinderhilfe „Rechtsanspruch Leaving Care“

Alle Infos zum Dialogforum Pflegekinderhilfe, Broschüren und Positionspapiere unter www.dialogforum-pflegekinderhilfe.de

Quelle: ForE-Online 03-2019 vom 02.04.2019

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Berliner Erklärung: Rechtsanspruch „Leaving Care“

Posted on April 2, 2019. Filed under: Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

logoIn einer sogenannten Berliner Erklärung fordert das Bündnis aus Care Leaver Verein e.V., Internationaler Gesellschaft für erzieherische Hilfen und dem Institut Sozial- und Organisationspödagogik der Universität Hildesheim einen verpflichtenden Rechts- und Leistungsanspruch „Leaving Care“.
Care Leaver in Deutschland brauchen – wie in anderen Ländern – einen eigenen Rechtsanspruch „Leaving Care“, damit ihre Rechtsposition im Übergang ins Erwachsenenleben in der Jugendhilfe gestärkt und die Übergangsbegleitung auf breiter Basis weiterentwickelt wird.

Im Rahmen der Fachtagung „Verlässliche Übergangsstrukturen für Care Leaver“, die am 18.03.2019 in Berlin stattfand und bei der zentrale Forschungsergebnisse aus dem Projekt „Gut Begleitet ins Erwachsenenleben“ vorgestellt wurden, haben der Care Leaver Verein, die IGfH sowie die Universität Hildesheim ihre sogenannte Berliner Erklärung gemeinsam mit den Teilnehmer_innen in die Öffentlichkeit gegeben. Die Berliner Erklärung beinhaltet Erläuterungen und Forderungen zu den zu folgenden zentralen Punkten:

  • § 41 Hilfen nach 18 – vom Soll zum Muss!
  • § 36 Zuständig bleiben!
  • § 8 / 9 Beteiligung & Selbstorganisation stärken!
  • § 44 / 45 Übergangskonzepte & Coming back verankern!
  • § 92 Kostenheranziehung abschaffen!

Begleitung, Ausbildung und Wohnraum gilt es für junge Menschen im Übergang abzusichern!

zur Berliner Erklärung

Die Dokumentation zum Fachtag „Gut Begleitet ins Erwachsenenleben“ finden Sie in Kürze unter www.uebergangsstrukturen-careleaver.de

Quelle: ForE-Online 03-2019 vom 02.04.2019

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„Übergänge für junge Volljährige gut begleiten – auch an den Schnittstellen zu anderen Leistungssystemen“ am 18.-19.06. in Frankfurt am Main

Posted on März 17, 2019. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

logoDie IGfH bietet für Fachkräfte öffentlicher und freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe, sowie angrenzender Leistungssysteme SGB II, III, XIII und Eingliederungshilfe vom 18.-19.06.2019 in Frankfurt am Main unter der Leitung von Britta Sievers und Benjamin Raabe ein Seminar an zum Thema „Übergänge für junge Volljährige gut begleiten – auch an den Schnittstellen zu anderen Leistungssystemen„.

Junge Menschen aus Wohngruppen, Pflegefamilien und Heimerziehung stehen beim Auszug bzw. dem Hilfeende vor vielfältigen Herausforderungen. Sie müssen neben dem Ankommen in der eigenen Wohnung, den Übergang in Ausbildung und Arbeit und ihre Existenzsicherung bewältigen und sind dabei weitgehend auf sich allein gestellt. Hierauf fühlen sich viele Care Leaver nicht angemessen vorbereitet. Viele beziehen nach dem Hilfeende auch weiter öffentliche Leistungen; dieser Übergang aus den Erziehungshilfen verläuft jedoch selten reibungslos.

Zentrales Anliegen der Fortbildung ist die Erarbeitung von Ansatzpunkten einer guten Begleitung junger Menschen im Übergang aus den Erziehungshilfen in ihr Erwachsenenleben. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Hilfeplanung im Übergang sowie der Begleitung des Übergangs in andere Leistungssysteme.

Inhalte der Fortbildung sind:

  • Der Übergang aus Sicht der Adressat_innen / Vorstellung des Careleaver Deutschland e.V.
  • Von der Hilfe- zur Übergangsplanung: Wie können die Bedarfe im Übergang besser in der Hilfeplanung berücksichtigt werden?
  • Erleichterung des Übergangs in andere Sozialleistungssysteme bei Hilfeende: rechtliche Aspekte und Vorstellung von Beispielen guter Praxis des Übergangs an den Schnittstellen zu anderen Sozialgesetzbüchern.
  • Austausch über Handlungsansätze und Bedarfe der Fachkräfte in der Arbeit mit Care Leavern.

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Broschüre: „Care Leaver in der Jugend- und Wohnungslosenhilfe in Karlsruhe“

Posted on Februar 8, 2019. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoIn dieser Veröffentlichung von Britta Sievers werden Ergebnisse einer Care Leaver-Befragung vorgestellt, die im Rahmen des Projekts „Gut begleitet ins Erwachsenenleben“ am Modellstandort Karlsruhe durchgeführt wurde. Das gemeinsame Projekt von der IGfH und der Universität Hildesheim evaluiert Handlungsansätze, die sich in der Praxis der Begleitung von jungen Menschen aus stationären Erziehungshilfen in ein eigenständiges Erwachsenenleben (sog. Care Leaver) besonders bewährt haben und entwickelt diese weiter. Leitfrage der Befragung am Modellstandort Karlsruhe war, was Care Leaver von der Jugendhilfe gebraucht hätten, um nicht mit der Wohnungslosenhilfe in Berührung zu kommen bzw. kommen zu müssen.

Die in der Broschüre vorgestellten Ergebnisse liefern viele Hinweise auf Notwendigkeiten der Verbesserung der Begleitung junger Menschen auf ihrem Weg aus stationären Hilfen in ihr eigenständiges Leben. So werden in ungeplanten Hilfebeendigungen nicht selten die Weichen für einen weiteren negativen Verlauf gestellt. Die jungen Menschen bringen selbst viele Wünsche an die Kinder- und Jugendhilfe zum Ausdruck, etwa die Verbesserung der Übergangsvorbereitung und Nachbetreuung sowie der Hilfeplanung, damit der Weg in die Wohnungslosigkeit nicht eingeschlagen werden muss. Neben weiteren Ergebnissen der Projektarbeit in Karlsruhe enthält die Broschüre zahlreiche konkrete Ansatzpunkte der Praxisentwicklung, die auch überregional bedeutsam sind sowie Schlussfolgerungen für Politik und Fachpraxis.

Die Broschüre kann zum Preis von 15,40 € über die Webseite der IGfH bestellt werden.

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Ratgeber „18 werden mit Behinderung – Was ändert sich bei Volljährigkeit?“ wurde aktualisiert

Posted on Januar 24, 2019. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

logoDer Bundesverband für körper- und mehrfachbehinderte Menschen e.V. hat den Ratgeber „18 werden mit Behinderung – Was ändert sich bei Volljährigkeit?“ auf den neuesten Stand gebracht. Die 76-seitige Broschüre berücksichtigt jetzt den aktuellen Rechtsstand von Januar 2019 und gibt einen Überblick darüber, welche Rechte und Pflichten behinderte Menschen mit Erreichen der Volljährigkeit haben.

Ein besonderes Augenmerk wird bereits jetzt auf wichtige Änderungen gerichtet, die sich durch das BTHG zum 01.01.2020 ergeben werden. Ab diesem Zeitpunkt werden die Einkommens- und Vermögensgrenzen für Leistungen der Eingliederungshilfe deutlich angehoben und bei den stationären Wohneinrichtungen für Menschen mit Behinderung kommt es zu einem grundlegenden Systemwechsel.

Die Broschüre steht auf der Seite des bvkm zum Download bereit oder kann für 1.- € bestellt werden.

Quelle: bvkm + Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.

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„Verlässliche Übergangsstrukturen für Care Leaver“ am 18.03. in Berlin

Posted on Januar 18, 2019. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoDer Fachtag „Verlässliche Übergangsstrukturen für Care Leaver“ des Projekts „Gut begleitet ins Erwachsenenleben“ wird am 18.03.2019 in Berlin von der IGfH und der Universität Hildesheim ausgerichtet.

Die Lebenssituation sogenannter Care Leaver – junger Menschen, die in der Vollzeitpflege oder Heimerziehung aufgewachsen sind – wird seit einigen Jahren verstärkt öffentlich diskutiert. Obwohl deren besondere Herausforderungen im Übergang in ein eigenverantwortliches Leben wahrgenommen werden, haben sich die Rahmenbedingungen beim Verlassen der stationären Hilfen bisher nur punktuell verbessert.

Der Fachtag widmet sich daher der Frage nach notwendigen kommunalen Infrastrukturen sowie rechtlichen Voraussetzungen, um Care Leaver bestmöglich auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben zu unterstützen.

Care Leaver und Interessierte aus Fachpraxis und Wissenschaft sind eingeladen, kommunale Bedingungen und notwendige bundeseinheitliche Regelungen für den Übergang aus stationären Erziehungshilfen zu diskutieren.

Die Teilnahme ist für Care Leaver kostenlos. Eine Unterstützung bei den Reise- und Unterkunftskosten ist möglich.

nähere Informationen

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„Was kostet die Welt? – Die erste eigene Wohnung“ Leitfaden für Jugendliche

Posted on November 16, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoSeit über 20 Jahren ist Matthias Otto in der stationärer Jugendhilfe in und um Berlin tätig. Einer seiner Schwerpunkte war die Verselbständigung von Jugendlichen. Nun hat er ein Informationsheft für Jugendliche zu diesem Thema ausgearbeitet.

Matthias Otto: „Ein großes Thema stellt schon immer der Übergang in eigenen Wohnraum und die einhergehende Lösung aus den Hilfekontexten dar. Hier herrscht nicht nur bei den Jugendlichen oft große Unsicherheit. Ich habe deshalb unter Nutzung meiner langjährigen Erfahrung ein Heftchen verfasst, dass einen Überblick über die Gesamtthematik bietet und die jungen Menschen direkt ansprechen soll, es ist also möglichst einfach und verständlich gehalten.“

Nähere Informationen und Bestellmöglichkeit unter www.matthiasotto.de/wkdw

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„Auf dem Weg in die Volljährigkeit“ am 26.10. in Aurich

Posted on August 26, 2018. Filed under: Fortbildung, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoDer Ortsverein Apfel e. V. Aurich lädt in Kooperation mit dem Landesverband Niedersachsen e. V. am 26.10. nach Aurich zum Seminar „Auf dem Weg in die Volljährigkeit“ ein.

Die Pflegekinder werden erwachsen bzw. die Schullaufbahn neigt sich dem Ende zu.

  • Welche Möglichkeiten gibt es?
  • Welche Beratungsmöglichkeiten gibt es?
  • Was bedeutet es finanziell?
  • Was darf der Jugendliche von der Ausbildungsvergütung behalten?

Diese, vor allem aber auch die Fragen der Teilnehmer sollen in diesem Seminar mit Referentin Henrike Hopp geklärt werden.

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„… und morgen bin ich 18! Pflegekinder an der Schwelle zur Volljährigkeit“ am 13.10. in Bad Waldsee

Posted on August 13, 2018. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoDie Pflegeelternschule Baden-Württemberg veranstaltet am 13.10.2018 ein Tagesseminar in Bad Waldsee. Uta Gohlke wird zum Thema “ … und morgen bin ich 18!“ Pflegekinder an der Schwelle zur Volljährigkeit“ referieren.

Jeder neue Übergang wird von Kindern in Pflege- und Adoptivfamilien nicht als Chance, sondern als Bedrohung erlebt. Dennoch kann ein Übergang gelingen und durch einfühlsame und kompetente Begleitung – statt zu einem Bruch – zur Brücke in einen neuen Lebensabschnitt führen. Die Veranstaltung will vor allem Pflegeeltern und ihren heranwachsenden Pflegekindern pädagogische und rechtliche Hilfestellung geben und hier besonders beim Übergang in die Volljährigkeit.

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Fall Chris in Hamburg

Posted on April 9, 2018. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Hamburg, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

logoAnläßlich der eskalierenden Auseinandersetzung zwischen Pflegeeltern und einem Amtsvormund bezüglich der Auswahl der Einrichtung für die Unterbringung eines 17-jährigen behinderten Pflegekindes aus Hamburg, meldet sich Edda Jacobs, Vorsitzende des Hamburger PFAD Landesverbandes Freunde der Kinder e.V. im Artikel „Fall „Chris“: Strafanzeige gegen Amtsvormund“ im Hamburger Abendblatt vom 09.04.2018 zu Wort:

„Es ist für uns völlig unverständlich, dass der Amtsvormund eine so lebenswichtige Entscheidung über den zukünftigen Lebensort seines Mündels gegen den eindeutig geäußerten Wunsch des jungen Menschen treffen kann.“ Auch in der Wahl der Einrichtung sollte der Wunsch des Jugendlichen unbedingt Gehör finden. „Schließlich muss der junge Mann einen großen Teil seines Lebens dort zukünftig verbringen.“

Aus Besuchen bei Familie Krusch wisse sie, dass die Pflegeeltern alle Fördermöglichkeiten für Chris umgesetzt haben und stets das Wohl des Kindes vor Augen hatten. „Es ist fatal, dass auch in diesem Fall die Pflegeeltern offensichtlich wieder einmal nicht als Experten für ,ihr Kind‘ gelten“, sagt Edda Jacobs. Und dass durch den Wechsel des Amtsvormunds bisherige Entscheidungen und die Zusammenarbeit mit den Pflegeeltern überhaupt infrage gestellt würden. „Wie kann es sein, dass man glaubt, jemand, der Chris einmal im Monat für eine Stunde besucht, könne ihn besser kennen als das Ehepaar Krusch, das ihn schon viele Jahre rund um die Uhr begleitet hat?“

Aus ihrer Sicht ist es notwendig, dass zwischen Pflegeeltern und Amtsvormund eine vertrauensvolle und wertschätzende Zusammenarbeit erfolgt. „Oder noch besser, dass Pflegeeltern bei langjährigen Pflegeverhältnissen, wie auch vom Gesetzgeber vorgesehen, die Vormundschaft übertragen wird.“

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Doku „Wenn Pflegekinder erwachsen werden“ online

Posted on April 6, 2018. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoDie empfehlenswerte Dokumentation „Wenn Pflegekinder erwachsen werden“ (43.54 min) von Liz Wieskerstrauch wurde wieder in der Reihe Menschen hautnah ausgestrahlt und kann in der ARD Mediathek online angesehen werden.

Die Doku zeigt, wie drei ehemalige Pflegekinder einer Pflegefamilie als junge Erwachsene um Schule, Jobs, Wohnungen kämpfen und darum, ein glückliches Leben führen zu können. Dabei bleibt ihre ehemalige Pflegefamilie eine wichtige Anlaufstation.

Der Film stellt die Fragen: Können aus den Kindern, die hungern mussten und geschlagen wurden, glückliche Erwachsene werden, die ihr Leben im Griff haben? Kann eine Pflegefamilie die ersten schlimmen Jahre vergessen machen? Wie stark ist der Drang, die Fehler der Herkunftseltern zu wiederholen?

zum Film in der ARD Mediathek

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Neue Broschüre für Careleaver_innen erscheint im Januar 2018

Posted on Dezember 20, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

logoIm Januar erscheint eine neue Broschüre des Careleaver-Kompetenznetzes. Die Themen in „Nach der Jugendhilfe auf eigenen Beinen stehen! Tipps und Tricks für Deinen Start ins selbstständige Leben“ wurden von Careleaver_innen gesetzt, von denen zahlreiche an der Erstellung der Broschüre mitgearbeitet haben.

Bestellt werden kann die kostenlose Broschüre solange der Vorrat reicht unter info@familien-fuer-kinder.de. Die Versandkosten sind nicht frei.

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Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Umsetzung des §16h SGB II – Förderung schwer zu erreichender junger Menschen

Posted on Dezember 14, 2017. Filed under: Fachkräfte, Finanzielles, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

logoJugendarbeitslosigkeit ist eine der Herausforderungen, denen sich die Akteure der Arbeitsmarktpolitik stellen. Das SGB II verpflichtet die Jobcenter, unverzüglich Leistungen zur Eingliederung in Arbeit zu erbringen oder Möglichkeiten zur Vermittlung in eine Ausbildung zu nutzen, wenn kein Berufsabschluss vorhanden ist (§ 3 Abs. 2 SGB II).

Der Deutsche Verein stellt in seinen Empfehlungen vom 06.12.2017 dar, wie der § 16h SGB II organisatorisch und fachlich umgesetzt werden kann. Die Empfehlungen richten sich an die Träger der Grundsicherung für Arbeitsuchende, an die Leitungs- und Fachkräfte der Jobcenter und Jugendämter, die Bundesländer sowie alle weiteren relevanten Akteure, die an der Umsetzung des § 16h SGB II mitwirken.

Eine Grundlage der Empfehlungen sind Erfahrungen aus Projekten der öffentlichen und freien Jugendhilfe mit schwer zu erreichenden jungen Menschen und dem Bundesprogramm RESPEKT, in dem 18 Projekte für diese Zielgruppe gefördert werden. Diese Erfahrungen bieten wichtige Hinweise dafür, wie der § 16h SGB II umgesetzt werden kann.

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Erklärvideo „Leaving Care – Was ist denn das?“

Posted on Oktober 20, 2017. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

logoEin Erklärvideo von Care Leavern für Care Leaver und Interessierte gibt es auf den Seiten des Netzwerks Care Leaver Baden-Württemberg.

Es erklärt anschaulich was mit dem Begriff Care Leaver gemeint ist und mit welchen Herausforderungen Care Leaver konfrontiert sind.

Die Homepage www.careleaver-bw.de und die Angebote des Netzwerkes richten sich an Care Leaver, die Unterstützung im Übergang und ihrem weiteren Lebensweg brauchen, die sich gerne treffen, vernetzen, austauschen und solidarisieren wollen mit anderen Care Leavern.

Die Homepage soll aber auch Einrichtungen ansprechen, die junge Menschen in die Selbstständigkeit begleiten, mit Care Leavern in Kontakt stehen und die sich mit ihnen zusammen Gedanken dazu machen wollen, wie die Übergänge besser gestaltet werden und Care Leaver zukünftig mehr Unterstützung finden können.

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LVR-Fachtag Adoption: „Ausnahmezustand Pubertät – Der Ablöseprozess des Adoptivkindes“ am 09.11. in Köln

Posted on Oktober 4, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoAm 09.11.2017 findet im der Zentralverwaltung des LVR in Köln der diesjährige Fachtag Adoption des LVR-Landesjugendamtes Rheinland zum Thema „Ausnahmezustand Pubertät – Der Ablöseprozess des Adoptivkindes“ statt.

Ausnahmezustand Pubertät. Mitunter eine turbulente Zeit, sowohl für die Jugendlichen, als auch für deren Eltern. „Wer bin ich?“ Die Behandlung dieser großen Frage geht häufig mit stürmischen Suchbewegungen zwischen Abgrenzung und Anhänglichkeit gegenüber der Familie einher.

Dabei gilt: Die Aufgabe der Identitätsfindung ist für Adoptierte deutlich komplexer als für andere Jugendliche. Auf der Suche nach einem eigenen Lebensentwurf müssen sie sich nicht nur mit den Adoptiveltern, sondern auch mit den leiblichen Eltern und der Tatsache des Weggegeben-Seins auseinandersetzen. Werden in diesem Prozess frühe Traumatisierungen reaktiviert, trägt das noch zu einer Intensivierung der Dynamik bei.

Der Diplom-Psychologe und Psychotherapeut Oliver Hardenberg aus Münster stellt aus seiner Praxis diverse Beispiele für die Entwicklung von Adoptiv- und Pflegekindern im Jugendalter mit ihren jeweiligen Aufgabenstellungen, Chancen und Risiken vor und verbindet diese mit der Darstellung wissenschaftlicher Grundlagen.

Anmeldeschluss ist der 30.10.2017.

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PFAD Adoptionstag „Adoptivkinder in der Pubertät – und später?“ am 14.10. in Augsburg

Posted on Juli 14, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoIn diesem Jahr findet der PFAD Adoptionstag am 14.10.2017 in Augsburg statt. Zum Thema „Adoptivkinder in der Pubertät – und später?“ wird Sandra Steinle referieren.

Adoptivkinder haben nicht nur, wie alle Kinder, die Schwierigkeiten der Pubertät zu bewältigen. Für sie kommt als zusätzliche Aufgabe hinzu, sich in ihrer Identitätsentwicklung auch mit ihren biologischen Wurzeln zu beschäftigen und sich auch davon abzulösen.
Wut und Trauer des Abgegebenseins entladen sich, da keine anderen da sind, bei den Adoptiveltern.
Frühe Traumata, aber auch die Erkenntnis, anders zu sein als die Adoptiveltern, macht diese Zeit zu einem besonders schwierigen Entwicklungsabschnitt. Doch selbst nach der Pubertät sind viele Fragen der eigenen Entwicklung noch zu lösen. Ist das Lebenskonzept der Adoptiveltern geeignet für den eigenen Weg oder werden andere Entwicklungswege gebraucht?
In einem Vortrag beleuchtet Frau Steinle die Besonderheiten des Entwicklungsabschnitts Pubertät bei Adoptivkindern.
Im Anschluss werden zwei Workshops angeboten, die Orientierung und Handlungsoptionen für Adoptiveltern bieten.

Die Tagung wird veranstaltet vom PFAD Bundesverband e.V. in Kooperation mit dem PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V.

Veranstaltungsflyer

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Kostenlose Seminarreihe für Care Leaver im August und September 2017 in Dresden

Posted on Juli 4, 2017. Filed under: Fortbildung, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Care Leaver befinden sich in einer besonderen Lebenssituation. Entweder stehen sie vor dem Auszug aus einer Jugendhilfeeinrichtung, z.B. einer Wohngruppe, oder sie sind bereits ausgezogen. Alle vereint, dass sie über einen längeren Zeitraum in der Jugendhilfe gelebt haben. Der Kinder- und Jugendhilferechtsverein in Dresden lädt die jungen Menschen (ab 16 Jahre) an drei Wochenenden zu Seminaren ein, in denen mit den jungen Menschen Probleme und Herausforderungen, die sich aus dem Übergang aus der Jugendhilfe in die Selbständigkeit ergeben, beteiligungsorientiert bearbeiten werden.

Fragestellungen werden u.a. folgende sein:

  • Wer zahlt, wenn die Jugendhilfe beendet ist?
  • Welche Hilfen sind noch möglich?
  • Wo bekomme ich ganz praktische Unterstützung, wenn die Jugendhilfe beendet ist?
  • Wie kann ich den Kontakt zu meinen Freund_innen in der Einrichtung gestalten?
  • Welchen Platz können Jugendliche in den Einrichtungen nach dem Hilfeende noch beanspruchen?
  • Was kann ich tun, um nicht zu vereinsamen?
  • Wie haben andere Jugendliche den Übergang geschafft?
  • Welche Rechte habe ich gegenüber dem Jugendamt, wenn meine Hilfe beendet ist?
  • Kann ich zurück in meine WG, wenn meine Selbständigkeit nicht gelingt?

Die Seminare finden an drei Wochenenden im CVJM Jugendschiff in Dresden statt:

  • Am 11.-13. August 2017 mit dem Schwerpunkt „Wer bin ich? Mein Leben mit der Jugendhilfe“,
  • am 25.-27. August 2017 zum Thema „Wo will ich hin? Mein Weg in ein selbstbestimmtes Leben“ und
  • am 08.-10. September 2017 zur Fragestellung „Was kann ich tun? Mein Leben nach der Jugendhilfe“.

Unterkunft, Verpflegung und Seminar sind für die jungen Menschen kostenlos.

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Telefonische Expertensprechstunde „FASD und volljährig – wie geht es weiter?“ am 26.06.

Posted on Juni 21, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , |

logoExpertInnen des Fachzentrums für Pflegekinder mit FASD Köln stehen an bestimmten Terminen für Fragen aus verschiedenen Themenbereichen rund um FASD telefonisch zur Verfügung. In der nächsten Expertensprechstunde geht es um das Thema „FASD und volljährig – wie geht es weiter?“.

Die meisten jungen Erwachsenen mit FASD sind auch nach ihrem 18. Geburtstag nicht in der Lage, ein selbständiges Leben zu führen. Weiterer Unterstützungsbedarf ist erforderlich. Welche Möglichkeiten bestehen für Betroffene hinsichtlich Wohnen und Arbeiten, welcher Rahmen ist geeignet und wie können Übergänge gestaltet werden?

Über diese und weitere Fragen informiert und berät in der nächsten Sprechstunde Andreas Francke, Fachbereichsleiter im Stift Tilbeck, Havixbeck, einer Einrichtung auch für junge Menschen mit FASD.

  • am Montag, 26. Juni 2017
  • von 10 – 12 Uhr
  • Telefon: 02507 – 981 333
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Mit 18 Jahren ist plötzlich alles anders – Langzeitstudie der Uni Siegen über die Entwicklung von Pflegekindern

Posted on Juni 21, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoWissenschaftler der Universität Siegen haben in einer deutschlandweit einmaligen Langzeitstudie erforscht, wie sich Pflegekinder nach der Volljährigkeit entwickeln. Sie fordern, dass sich die Strukturen der Jugendhilfe ändern müssen.

Der 18. Geburtstag – ein Tag, an dem sich für viele Pflegekinder alles ändert. Die offiziellen Jugendhilfemaßnahmen enden meistens, die Jugendhilfe bietet keine Beratung oder Unterstützung mehr an, weder für Pflegekinder, noch für Pflegefamilien. Die Jugendlichen müssen Geld verdienen, sich versichern, die richtige Ausbildung oder das richtige Studium finden. Viele sind auf sich allein gestellt. Wie meistern die jungen Erwachsenen diese turbulente Zeit? Wie geht es ihnen Jahre später? Und sind die starren Strukturen der Jugendhilfe wirklich sinnvoll? Das erforschen Dr. Daniela Reimer und ihre KollegInnen von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen im Rahmen einer Langzeitstudie.

In Deutschland ist diese Studie einmalig. Das Besondere: Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommen selbst zu Wort und werden mit zeitlichem Abstand wiederholt befragt. Reimer und ihr Team führten zunächst 100 biografische Interviews, in denen es um die gesamte Lebensgeschichte der Betroffenen ging. „Jedes Interview hat viele Stunden in Anspruch genommen und war sehr intensiv“, berichtet Reimer. Nach vier bis acht Jahren hat das Team 15 der Interviewten erneut befragt, um zu sehen, wie sie sich entwickelt haben. „Ich finde es erstaunlich, dass in Deutschland vor uns niemand im Rahmen einer Langzeitstudie nachgeforscht hat, was aus den Pflegekindern geworden ist. Die Gesellschaft steckt in das System so viel Zeit, Geld und Arbeit. Da sollten wir doch erfahren, ob das richtig eingesetzt ist und was man wie verbessern kann“, findet Reimer.

Jugendhilfe muss sich an Lebenswirklichkeit anpassen

Ein deutliches Ergebnis ihrer Studie: Die Strukturen der Jugendhilfe sind veraltet. Heutzutage lebten die meisten jungen Erwachsenen bis Anfang oder Mitte 20 bei ihrer Familie. „Wenn sich die Lebenswirklichkeit ändert, müssen sich auch die Strukturen der Jugendhilfe anpassen“, sagt Reimer. Sie und ihr Forscherteam fordern deshalb, Ansprechpartner für die erwachsenen Pflegekinder aber auch die Pflegeeltern zu stellen. Auch sollte es die Möglichkeit geben, in die Pflegefamilie zurückzukehren und Unterstützung von der Jugendhilfe zu bekommen, wenn die Pflegekinder merken, dass es alleine doch nicht funktioniert. Reimer: „Die Übergänge müssen flexibler gestaltet sein und sich an die Bedürfnisse anpassen.“

Für junge Erwachsene in leiblichen Familien sei es in den meisten Fällen eine Selbstverständlichkeit, dass die eigenen Eltern zum Geburtstag gratulieren und man sich an Weihnachten sehe. „Solche Selbstverständlichkeiten gibt es bei Pflegefamilien oft nicht.“ Wo feiere ich Weihnachten? Kann ich zu Besuch kommen, auch wenn ich nicht eingeladen bin? Oder wurde ich nicht eingeladen, weil meine Pflegeeltern es als selbstverständlich ansehen, dass ich vorbeikomme? „Die jungen Erwachsenen müssen Regeln selbst erfinden, und die Beziehungen zu den leiblichen Eltern, den Verwandten und den Pflegeeltern ausloten“, erklärt Reimer.

Pflegekinder lösen sich oft von schwierigen Startbedingungen

Die Zeit zwischen 18 und 30 Jahren sei eine besonders turbulente. Junge Erwachsene müssten ihre Werte ausloten und sich fragen, an wem sie sich orientieren wollen, und von wem sie sich gegebenenfalls abgrenzen möchten. In dieser ohnehin schweren Zeit sollen die jungen Erwachsenen auch noch wichtige Entscheidungen treffen, zum Beispiel bei der Familienplanung oder der Berufswahl. Oft verlaufe der Start ins Arbeitsleben holpriger als bei jungen Erwachsenen, die bessere Startbedingungen und leibliche Eltern als Stütze haben. „Einige der Interviewten haben ein paar Anläufe gebraucht, um wirklich zufrieden mit ihrer Wahl zu sein. Manche haben zum Beispiel mit Mitte 20 nochmal ein Studium begonnen, weil sie mit ihrem Ausbildungsberuf nicht zufrieden waren“, sagt Reimer.

Häufig seien diese schwierigen Phasen der Suche nach Orientierung aber zeitlich begrenzt. „Wir sehen ganz klar, dass es vielen Pflegekindern gelingt, sich von ihren schwierigen Startbedingungen zu lösen, und ein erfolgreicheres und zufriedeneres Leben zu führen als ihre leiblichen Eltern“, bekräftigt Reimer. Dies verdankten die Pflegekinder auch der guten Beziehung zur Pflegefamilie sowie der Unterstützung und Förderung, die sie in diesem Rahmen erlebt haben. Viele hätten außerdem als Erwachsene eine gute Beziehung zu ihren ehemaligen Pflegeeltern. Die zentrale Bedeutung der Pflegefamilien für die gute Entwicklung unterstreiche, dass Pflegeeltern eine wichtige Ressource für die Kinder und für unsere Gesellschaft darstellen.

Die Forschungsgruppe Pflegekinder hat die Studie zur Entwicklung von Pflegekindern kürzlich auf einer Tagung im Bundesfamilienministerium vorgestellt. Finanziert wurde die gesamte Studie von der privaten EmMi Luebeskind-Stiftung. Der Plan ist, in einigen Jahren die 15 Pflegekinder erneut zu befragen, um ihre Entwicklung weiter zu dokumentieren und daraus Schlüsse für die Praxis zu ziehen.

Kontakt:
Dr. Daniela Reimer
0271 740-4167
daniela.reimer@uni-siegen.de

Quelle: Pressemitteilung der Universität Siegen vom 20.06.2017

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Careleaver Kompetenznetz nimmt Stellung zum KJSG

Posted on Juni 6, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

logoStellungnahme des Careleaver Kompetenznetzes zum Regierungsentwurf für das „Kinder‐ und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)“ vom 12. April 2017:

Das Careleaver Kompetenznetz bedankt sich für die Möglichkeit der Stellungnahme. Im Sinne von jungen Menschen, die in den Hilfen zur Erziehung leben und gelebt haben, möchten wir für Careleaver Stellung zu einem Gesetz beziehen, auf das wir große Hoffnung für eine Stärkung der Rechte der jungen Erwachsenen in der Kinder- und Jugendhilfe gesetzt haben.

  1. Zur Kostenheranziehung (§§ 90 bis 94):
    Die Reduzierung der Kostenheranziehung von bisher 75 % auf 50 % sowie die Einführung der Freibeträge begrüßen wir sehr. Darüber hinaus fordern wir, dass Aufwandsentschädigungen aus ehrenamtlichen Tätigkeiten völlig anrechnungsfrei bleiben, um junge Menschen zu motivieren, sich sozial, kulturell, politisch oder ökologisch zu engagieren (z.B. „Taschengeld“ beim FSJ: maximal 372 Euro für Vollzeittätigkeit). Wer für so wenig Geld, so viel arbeitet, sollte die Chance haben, für höhere Ausgaben, z.B. für einen Führerschein, einen Auslandsaufenthalt, die erste eigene Wohnung o.ä., Beträge ansparen zu können. Wir fordern, dass im begründeten Einzelfall die Möglichkeit der vollständigen Befreiung von der Kostenheranziehung im Rahmen von Ermessensentscheidungen ermöglicht wird.
  2. Zur Hilfe für junge Volljährige, Nachbetreuung (§ 41):
    Es ist für uns mit großer Enttäuschung verbunden, dass der Rechtsanspruch auf die Fortsetzungshilfe im Regierungsentwurf nicht mehr explizit benannt wird bzw. dass auch eine explizite Rückkehroption im § 41, wie in einem Vorentwurf noch enthalten, nicht mehr angedacht ist. Zudem haben wir mit Entsetzen den Vorschlag von einigen Fachausschüssen des Bundesrates aufgenommen, den § 41 als Kann-Leistung zu gewähren. Wir finden es skandalös, dass jungen Menschen ein wichtiger Teil der möglichen Unterstützung entzogen werden soll und gehen davon aus, dass es damit noch schwerer gemacht werden soll, Jugendhilfeansprüche nach Volljährigkeit durchzusetzen.
    Im Gegenteil: Wir erachten es als wichtig und unverzichtbar, dass die Situation der Carleaver verbessert und gerade der § 41 gestärkt werden. Es ist häufig so, dass die Jugendhilfe mit dem 18. Geburtstag oder in den Monaten danach endet. Die Kinder- und Jugendhilfe entzieht sich so aus ihrer Verantwortung, junge Menschen ausreichend auf ein eigenständiges Leben vorzubereiten. Im Elternhaus Aufwachsende werden in Deutschland in vielfältiger Weise und ca. bis Mitte zwanzig unterstützt. Warum wird von Volljährigen in der Jugendhilfe so viel eher erwartet, allein klarzukommen? Hier besteht ein struktureller Nachteil für Careleaver. Wir hätten uns von der Bundesregierung ein deutlicheres Zeichen gewünscht, welches angesichts der aktuellen – teilweise gesetzeswidrigen – Gewährungspraxis bitter nötig gewesen wäre.
    Wir fordern, dass nochmals über eine Stärkung der Rechte von jungen Erwachsenen debattiert wird und dass der Zugang zur Hilfe für erstantragstellende junge Volljährige erleichtert statt erschwert wird. Junge Volljährige beantragen nicht ohne Grund eine Hilfe für junge Volljährige.
    Wir fordern für alle jungen Volljährigen, die dies nach ihrer eigenen Einschätzung be-nötigen, individuelle und bedarfsgerechte Hilfen. Junge Volljährige sind ganz unterschiedliche Individuen, sie bilden keine homogene Gruppe: Sie leben auf der Straße, befinden sich in der Ausbildung, in einer Klinik, wollen das Abitur schaffen, suchen eine Praktikumsstelle, haben eine Behinderung, haben (keine) Freunde, (k)ein gutes Verhältnis zur Familie, sind Waisen u.v.m.
    § 36b Zusammenarbeit beim Zuständigkeitsübergang:
    Wir begrüßen, dass der § 36b nochmals überarbeitet wurde und dass nicht mehr explizit auf das 17. Lebensjahr und einen Übergang hingearbeitet wird. Eine Muss-Regelung würden wir für noch sinnvoller halten. Um einen lückenlosen Übergang zu ermöglichen, ist es von großer Wichtigkeit, dass die Sozialleistungsträger sich zum Wohl des jungen Menschen vor dem Übergang abstimmen. Dabei ist es wichtig, dass die Verantwortung der Jugendhilfeträger trägt. Es muss sichergestellt sein, dass die Verantwortung sich nicht gegenseitig zugeschoben wird, und dass der junge Mensch die Hilfe erhält, die geeignet und notwendig ist. Junge Menschen dürfen in keine Zuständigkeits- und Finanzierungslücke fallen.
    Für die Übergangsplanung ist entscheidend, dass sie rechtzeitig eingeleitet wird, z.B. 6 Monate vor dem Übergang. Entscheidend ist jedoch nicht ein bestimmtes Alter. Die Übergangsplanung sollte unterstützend wirken und die Jugendlichen und jungen Menschen, an ihre individuelle Lebenssituation angepasst, absichern. Die Übergangsplanung sollte nicht den Druck erhöhen, in einem bestimmten Alter etwas Bestimmtes erreicht haben zu müssen. Die geplanten Neuregelungen können nur hilfreich sein, wenn damit erreicht wird, dass unterschiedliche Sozialleistungs‐ und Rehabilitationsträger zukünftig früher und besser zusammenarbeiten, um Finanzierungslücken nach dem Jugendhilfeende zu vermeiden.
    Es müssen Voraussetzungen geschaffen werden, die lückenlose Übergänge ohne finanzielle Notlagen ermöglichen. Übergänge sind anstrengend genug, da sollten junge Menschen nicht auch noch Angst vor „Finanzierungs‐ und Zuständigkeitslöchern“ im System haben müssen.
    Daher muss dringend konkret geregelt werden, wer in Vorleistung tritt, wenn z.B. die Jugendhilfe endet und das beantragte Bafög (Kindergeld, Wohngeld etc.) erst Wochen oder Monate später erwartet wird. Der Übergang darf nur durchgeführt werden, wenn der Unterhalt nachweislich gesichert ist. Wir hoffen, dass dies mit der aktuellen Gesetzesänderung leichter umsetzbar ist.
    Sollten Übergänge weiterhin so schlecht umgesetzt werden, wie in der bisherigen Praxis, wird ein guter Start von jungen Menschen auch zukünftig oftmals nicht gewährleistet sein.
    Psychosoziale Krisen und z.B. Wohnungslosigkeit können die fatale Folge sein. Im Careleaver Kompetenznetz wissen wir von vielen jungen Menschen, dass sie zum Jugendhilfeende nicht erfolgreich in eigenen Wohnraum verselbstständigt wurden. Sie leben in ungesicherten Wohnverhältnissen (z.B. von Sofa zu Sofa ziehend oder haben immer wieder neue Untermietverträge).
    Wir wissen auch, dass sich die existenzielle Unsicherheit hinsichtlich des Wohnens und des Lebensunterhaltes oft negativ auf die körperliche und seelische Gesundheit und andere Lebensbereiche (z.B. Schule, Ausbildung, Studium oder die Pflege von Beziehungen) auswirkt. Die genannten Forderungen beziehen sich nicht nur auf die Übergänge junger Menschen aus dem heimstationären Bereich, sondern auch auf die Übergänge aus der Vollzeitpflege heraus. Es kann nicht sein, dass von den (ehemaligen) Pflegeeltern erwartet wird, die vielfältigen Herausforderungen des Übergangs in die sogenannte Verselbstständigung „privat zu lösen“.
  3. Zu den Ombudsstellen (§ 9a):
    Die Initiative zur bundesweiten Schaffung von Ombudsstellen erachten wir als unerlässlich. Notwendig finden wir eine Regelung, die die Länder verpflichtet, mindestens auf Landesebene eine Ombudsstelle mit dauerhaft gesicherter Finanzierung einzurichten. Im Careleaver Kompetenznetz nutzen wir den Austausch mit Ombudsstellen. Wir verweisen auch Ratsuchende (Careleaver, Pflegeeltern, sozialpädagogische Fachkräfte) dort hin, wenn es darum geht, nicht nur Recht zu haben, sondern auch Recht zu bekommen.
  4. Zur Beteiligung von Kindern und Jugendlichen (§ 8 Abs. 3):
    Wir begrüßen, dass Kinder und Jugendliche zukünftig einen uneingeschränkten Beratungsanspruch auch ohne Kenntnis der Personensorgeberechtigten erhalten sollen und dass dafür nicht erst eine Not‐ und Konfliktlage vorhanden sein muss.
  5. Zu den ergänzenden Bestimmungen zur Hilfeplanung bei stationären Leistungen (§ 36a) insbesondere für Pflegefamilien sowie zu § 37 (Beratung und Unterstützung der Pflegeperson, örtliche Prüfung) und § 37a (§ 37a Beratung und Unterstützung der Eltern, Zusammenarbeit bei stationären Leistungen):
    Die auch von uns miterarbeiteten Empfehlungen im Rahmen des Dialogforums Pflegekinderwesen zur Stärkung der Pflegekinder und ihrer Familien sind zum großen Teil in die §§ 36a, 37 und 37a eingeflossen. Die ergänzenden Bestimmungen zur Hilfeplanung können wir unterstützen. Vor allem die geplante festgeschriebene Zusammenarbeit zwischen Einrichtungen, Herkunftsfamilien und Pflegefamilien finden wir wichtig. Ebenso finden wir es sehr wichtig, dass sowohl die Beratung und Unterstützung von Herkunftseltern und Pflegeeltern verbessert werden. Dies ist für ein Gelingen der Hilfen unerlässlich. Außerdem ermöglichen die Schaffung von Kontinuität und eine Perspektivklärung es den jungen Menschen, Sicherheit für ein Aufwachsen und den Übergang in die Selbstständigkeit zu erlangen. Es muss aber bei der Umsetzung des Hilfeplanverfahrens darauf geachtet werden, dass die Beteiligung der Kinder und Jugendlichen im Hilfeplanverfahren verstärkt wird.
  6. Zum Jugendhilfeausschuss, Landesjugendhilfeausschuss (§ 71):
    Die Stärkung von selbstorganisierten Zusammenschlüssen von jungen Menschen und ihren Familien, die Leistungen der Kinder‐ und Jugendhilfe erhalten, ist ein wichtiger Schritt zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen. Wir wissen aus Erfahrung, dass im Zuge dieser Zusammenschlüsse die Beteiligung gestärkt wird und dass sie maßgeblich dazu beitragen, dass Kinder und Jugendliche, aber auch junge Erwachsene und deren (Pflege‐) Familien, ihre Rechte kennen und sie einfordern können.
    Ergänzend fordern wir dazu auf, auch die Selbstorganisationen, die Zusammenkünfte und die Netzwerke von Careleavern zu unterstützen und anzuhören.
  7. Allgemein:
    Die Bildungsbenachteiligung für Kinder und Jugendliche in erzieherischen Hilfen könnte eingedämmt werden, wenn Nachhilfe gewährt würde, auch wenn die Versetzung in die nächste Klassenstufe noch nicht gefährdet ist.
    In die Zukunft investieren statt sparen: Jugendämter müssen personell und fachlich deutlich besser ausgestattet werden, um eine gute Arbeit machen und ihre vielfältigen Aufgaben bewältigen zu können.
    Ein inklusives Kinder- und Jugendhilfe-Gesetz sollte weiterhin das Ziel sein.
    Außerdem fordern wir dazu auf, keine Zwei-Klassen-Jugendhilfe für unbegleitet minderjährige Geflüchtete und geflüchtete junge Volljährige aufzubauen, sondern auf Integration statt Exklusion zu setzen.

Quelle: Careleaver Kompetenznetz vom 06.06.2017

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Doku: „Wenn Pflegekinder erwachsen werden“

Posted on Juni 5, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoDie WDR Dokumentation „Menschen hautnah: Wenn Pflegekinder erwachsen werden“ zeigt, wie drei ehemalige Pflegekinder einer Pflegefamilie als junge Erwachsene um Schule, Jobs, Wohnungen kämpfen und darum, ein glückliches Leben führen zu können. Dabei bleibt ihre ehemalige Pflegefamilie eine wichtige Anlaufstation.

Der Film stellt die Fragen: Können aus den Kindern, die hungern mussten und geschlagen wurden, glückliche Erwachsene werden, die ihr Leben im Griff haben? Kann eine Pflegefamilie die ersten schlimmen Jahre vergessen machen?Wie stark ist der Drang, die Fehler der Herkunftseltern zu wiederholen?

Die Dokumentation von Liz Wieskerstrauch kann online angesehen werden: http://www1.wdr.de/fernsehen/menschen-hautnah/sendungen/wenn-pflegekinder-erwachsen-werden-100.html

 

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„Hilfen für junge Volljährige durchsetzen!“ am 12.07. in Berlin

Posted on Juni 1, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoAm Mittwoch, den 12.07.2017 von 9-15 Uhr veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. (BRJ) eine Fortbildung zum Thema: „Hilfen für junge Volljährige durchsetzen! § 41 SGB VIII – Haben über 18-jährige noch einen Anspruch auf Jugendhilfe? Stationäre Hilfen – § 41 SGB VIII – oder § 67 SGB XII?

Rechtsanwalt Benjamin Raabe wird anhand von Fallbeispielen auf die rechtlichen Grundlagen für die Hilfen für junge Volljährige in der Jugendhilfe eingehen.
Haben über 18-Jährige noch einen Anspruch auf Jugendhilfe? Welche individuellen Rechtsansprüche gibt es? Was sind Kriterien zur Beurteilung von Persönlichkeitsentwicklung bzw. Bedarf? Wann ist das Jugendamt zuständig und wann das Jobcenter oder das Sozialamt? Wann werden ambulante und stationäre Hilfen SGB VIII und wann Eingliederungshilfe gewährt?.

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Jugendliche in den Blick – Übergänge und Übergangene in der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on Mai 11, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Kinderschutz-Zentren veröffentlichten im Februar 2017 das Buch „Jugendliche in den Blick – Übergänge und Übergangene in der Kinder- und Jugendhilfe„.

Jugendliche und ihre Entwicklungsaufgaben rücken stärker in das Bewusstsein von Fachöffentlichkeit und Politik. Es wird mehr darüber gesprochen, wie sie strukturell beteiligt und unterstützt und wie gelingende Übergänge zwischen den Institutionen gestaltet werden können.

In diesem Fachbuch werden Jugendliche als aktive und gestaltende Subjekte in den Blick genommen. Thematisiert werden gelingendes Aufwachsen und erfolgreiche Übergänge genauso wie zahlreiche Problemstellungen, die oft übergangen werden. Ziel dieses Bands ist es, dazu bei zu tragen, Lebenswelten von Jugendlichen besser zu verstehen und Konzepte von Hilfe aufzuzeigen und zu hinterfragen.

Das Buch kann zum Preis von 12,95 Euro erworben werden.

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PFAD Adoptionstag am 14.10. in Augsburg

Posted on Mai 9, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoIn diesem Jahr findet der PFAD Adoptionstag am 14.10.2017 in Augsburg statt. Zum Thema „Adoptivkinder in der Pubertät – und später?“ wird Sandra Steinle referieren.

Adoptivkinder haben nicht nur, wie alle Kinder, die Schwierigkeiten der Pubertät zu bewältigen. Für sie kommt als zusätzliche Aufgabe hinzu, sich in ihrer Identitätsentwicklung auch mit ihren biologischen Wurzeln zu beschäftigen und sich auch davon abzulösen.
Wut und Trauer des Abgegebenseins entladen sich, da keine anderen da sind, bei den Adoptiveltern.
Frühe Traumata, aber auch die Erkenntnis, anders zu sein als die Adoptiveltern, macht diese Zeit zu einem besonders schwierigen Entwicklungsabschnitt. Doch selbst nach der Pubertät sind viele Fragen der eigenen Entwicklung noch zu lösen. Ist das Lebenskonzept der Adoptiveltern geeignet für den eigenen Weg oder werden andere Entwicklungswege gebraucht?
In einem Vortrag beleuchtet Frau Steinle die Besonderheiten des Entwicklungsabschnitts Pubertät bei Adoptivkindern.
Im Anschluss werden zwei Workshops angeboten, die Orientierung und Handlungsoptionen für Adoptiveltern bieten.

Die Tagung wird veranstaltet vom PFAD Bundesverband e.V. in Kooperation mit dem PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. Bitte senden Sie Ihre Anmeldung an info@pfad-bayern.de.

Veranstaltungsflyer

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Umfrage „Wohnen mit FASD“

Posted on April 9, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , , , , |

Auch weiterhin läuft die Umfrage „Wie und wo wohnen (junge) Erwachsene mit FASD?“ von FASD Deutschland e.V. (wir berichteten).

Ein ausführlicher Fragebogen wurde erarbeitet, der für Jugendliche ab 14 Jahren und junge Erwachsene mit FASD ausgefüllt werden soll. Mit den erfassten anonymen Daten kann der Verein die Politik besser auf bestehende Probleme aufmerksam machen.

zum Fragebogen

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Deutscher Verein: „Soziale Ausgrenzung von jungen Erwachsenen verhindern“

Posted on April 9, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Geschätzt 640.000 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren befinden sich in Deutschland weder in Schule, Ausbildung oder in Beschäftigung. Ihnen droht eine dauerhafte Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Um soziale Ausgrenzung zu verhindern fordert der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. mehr individuelle und verlässliche Unterstützung und eine bessere Zusammenarbeit von Verwaltungen und freien Träger.

Berlin – In seinen kürzlich verabschiedeten Empfehlungen setzt sich der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. für eine engere Zusammenarbeit von Jobcentern und Agenturen für Arbeit, Jugendämtern, Sozialämtern und freien Trägern ein.

„Die Jobcenter und Agenturen für Arbeit haben eine Schlüsselfunktion, um auch junge Menschen in schwierigen Lebenslagen einen Schulabschluss und eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen. Zuweilen fehlen ihnen aber passgenaue Hilfeinstrumente. Wenn Überschuldung, Wohnungsnot, familiäre Konflikte oder Suchtprobleme drohen, müssen Jugendämter und Sozialämter mit ins Boot genommen werden und weitergehende Hilfen anbieten. Das bedarf aber einer engmaschigen Kooperation “, so Johannes Fuchs, Präsident des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Der Deutsche Verein empfiehlt den Verwaltungen und freien Trägern in den Kommunen, verbindliche Unterstützungsnetzwerke zu bilden, die für die jungen Menschen offen sind. Junge Menschen orientierten sich bei ihrer Suche nach Hilfe weniger an behördlichen oder rechtlichen Zuständigkeiten. Wichtiger seien persönliches Vertrauen, Erreichbarkeit und die Aussicht auf rasche Unterstützung. Wo immer ein junger Erwachsener vorspricht oder ein entsprechender Notfall bekannt wird, solle Unterstützung angeboten werden.

„Reicht das nicht aus, sollte der junge Mensch zu dem Dienst persönlich begleitet werden, der die passende Hilfe anbietet. Wichtig ist es, individuelle Lösungen gemeinsam mit dem jungen Menschen zu erarbeiten und ihm eine Ansprechperson zur Seite zu stellen“, so Johannes Fuchs. Um Verschiebebahnhöfe zwischen Einrichtungen und Diensten zu verhindern, empfiehlt der Deutsche Verein, die Netzwerke in den Jugendberufsagenturen zu verankern, die derzeit von der Bundesagentur für Arbeit und den Kommunen aufgebaut werden.

Die Empfehlungen sind abrufbar unter https://www.deutscher-verein.de/de/empfehlungenstellungnahmen-2017-empfehlungen-des-deutschen-vereins-zur-hilfe-fuer-junge-erwachsene-in-besonderen-problemlagen-2638,1091,1000.html

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer, der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der Sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Vollständige Pressemitteilung vom 27.03.2017 [PDF, 160 KB]

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DV: Soziale Ausgrenzung von jungen Erwachsenen verhindern

Posted on März 28, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Geschätzt 640.000 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren befinden sich in Deutschland weder in Schule, Ausbildung oder in Beschäftigung. Ihnen droht eine dauerhafte Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Um soziale Ausgrenzung zu verhindern fordert der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. mehr individuelle und verlässliche Unterstützung und eine bessere Zusammenarbeit von Verwaltungen und freien Träger.

Berlin – In seinen kürzlich verabschiedeten Empfehlungen setzt sich der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. für eine engere Zusammenarbeit von Jobcentern und Agenturen für Arbeit, Jugendämtern, Sozialämtern und freien Trägern ein.

„Die Jobcenter und Agenturen für Arbeit haben eine Schlüsselfunktion, um auch junge Menschen in schwierigen Lebenslagen einen Schulabschluss und eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen. Zuweilen fehlen ihnen aber passgenaue Hilfeinstrumente. Wenn Überschuldung, Wohnungsnot, familiäre Konflikte oder Suchtprobleme drohen, müssen Jugendämter und Sozialämter mit ins Boot genommen werden und weitergehende Hilfen anbieten. Das bedarf aber einer engmaschigen Kooperation “, so Johannes Fuchs, Präsident des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Der Deutsche Verein empfiehlt den Verwaltungen und freien Trägern in den Kommunen, verbindliche Unterstützungsnetzwerke zu bilden, die für die jungen Menschen offen sind. Junge Menschen orientierten sich bei ihrer Suche nach Hilfe weniger an behördlichen oder rechtlichen Zuständigkeiten. Wichtiger seien persönliches Vertrauen, Erreichbarkeit und die Aussicht auf rasche Unterstützung. Wo immer ein junger Erwachsener vorspricht oder ein entsprechender Notfall bekannt wird, solle Unterstützung angeboten werden.

„Reicht das nicht aus, sollte der junge Mensch zu dem Dienst persönlich begleitet werden, der die passende Hilfe anbietet. Wichtig ist es, individuelle Lösungen gemeinsam mit dem jungen Menschen zu erarbeiten und ihm eine Ansprechperson zur Seite zu stellen“, so Johannes Fuchs. Um Verschiebebahnhöfe zwischen Einrichtungen und Diensten zu verhindern, empfiehlt der Deutsche Verein, die Netzwerke in den Jugendberufsagenturen zu verankern, die derzeit von der Bundesagentur für Arbeit und den Kommunen aufgebaut werden.

zu den vollständigen Empfehlungen

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„Pflegefamilie und dann? Careleaver im Übergang“ am 19.06. in Berlin

Posted on März 19, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logofachtag_pflegefamilie-und-dann_2017-06_onlinebannerDas Careleaver Kompetenznetz veranstaltet gemeinsam mit dem Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. und unterstützt durch die IGfH/Dialogforum Pflegekinderhilfe am 19.06.2017 in Berlin die Fachtagung „Pflegefamilie und dann? Careleaver im Übergang“.

Bisher wurde das Thema Leaving Care, der Übergang aus stationären Hilfen in Deutschland, vor allem mit dem Fokus auf die stationäre Heimerziehung bearbeitet. Mit dieser Tagung möchten die Veranstalter den Blick auf die Vollzeitpflege ausweiten.

In Pflegefamilien wird die formale Beendigung der Hilfe zur Erziehung in der Regel wenig thematisiert. Man fühlt sich „als Familie“ und für viele Pflegeeltern ist es selbstverständlich, ihre Pflegekinder auch weiter zu unterstützen. Für die jungen Menschen im Übergang bleibt dabei allerdings oft unklar, in welcher Weise der Kontakt nach dem Hilfeende oder Auszug weitergeführt wird. Welche materielle, lebenspraktische und emotionale Unterstützung kann von den oft als Eltern erlebten (aber
juristisch nicht unterhaltsverpflichteten) Pflegeeltern noch erwartet werden? Denn auch die Pflegekinderdienste gehen häufig davon aus, dass ein Unterstützungsbedarf nach dem Hilfeende von den „ehemaligen“ Pflegeeltern aufgefangen wird, obwohl gemäß § 41 SG VIII Hilfen des Jugendamtes bis zum Alter von 27 Jahren möglich wären.

Immer die Careleaver selbst im Blick soll aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Tagungsbeteiligten versucht werden, Lösungsvorschläge für eine Verbesserung der Situation von Pflegekindern im Übergang zu finden.

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EmMi Luebeskind-Fachtagung „Der Kinder- und Jugendhilfe entwachsen“ am 28.04. in Berlin

Posted on März 5, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoDie Gemeinnützige Gesellschaft EmMi Luebeskind lädt am 28.04.2017 zur Fachtagung „Der Kinder- und Jugendhilfe entwachsen“ ins Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) nach Berlin ein. Im Zentrum der Veranstaltung stehen die Zielgruppen Pflegekinder im Erwachsenenalter und Care Leaver.

Unter dem Titel „Eine gute Entwicklung von Pflegekindern im Erwachsenenalter“ präsentieren Prof. Dr. Klaus Wolf und Dr. Daniela Reimer – Mitglieder der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen – zentrale Ergebnisse und Erkenntnisse einer Langzeitstudie und stellen diese zur Diskussion. Im Mittelpunkt der Studie steht die Untersuchung der Entwicklung von (ehemaligen) Pflegekindern im Erwachsenenalter in Bezug auf die eigene Entwicklung der jungen Erwachsenen, die Entwicklung der Beziehung mit der Pflegefamilie und zu den Mitgliedern der Herkunftsfamilie.

Im Anschluss widmet sich unter dem Titel „Endlich oder leider volljährig?“ Christian Wolter – Vorsitzender des Careleaver e.V – den Alltags-Erkenntnissen von jungen Care Leavern.

Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Friedrich Loock, Stifter und Vorstand der Gemeinnützige Gesellschaft EmMi Luebeskind. Die Eröffnungsrede hält Staatssekretärin Caren Marks.

Im Mai letzten Jahres hatte die IGfH mit dem Careleaver Verein und der Uni Hildesheim ein Care Leaver Hearing mit Verbänden und Politiker_innen sowie Caren Marks ausgerichtet, welches politisch-fachliche Forderungen bündelte.

Die Fachtagung findet von 11 bis 14 Uhr statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei. Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung erforderlich.

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„Hilfen für junge Volljährige – junge Menschen im Übergang unterstützen! Verselbständigung – wie soll das gehen ohne Wohnung?“ am 20.03. in Berlin

Posted on März 2, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoAm 20.03.2017 von 13:00 bis 17:30 Uhr veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. (BRJ) gemeinsam mit dem Careleaver Kompetenznetz eine Fortbildung zu dem Thema: „Hilfen für junge Volljährige – junge Menschen im Übergang unterstützen! Verselbständigung –  wie soll das gehen ohne Wohnung?“. ReferentInnen sind RA Benjamin Raabe, Anna Seidel und Astrid Staudinger, sowie Frieder Moritz.

Rechtsanwalt Benjamin Raabe wird auf die rechtlichen Grundlagen beim Übergang in eigenen Wohnraum eingehen und Rechtsansprüche und deren Durchsetzung gegenüber verschiedenen Behörden anhand von Fallbeispielen benennen und mit Ihnen diskutieren.

Das Careleaver Kompetenznetz widmet sich ganz praxisnah den unterschiedlichen Herausforderungen von Careleavern beim Übergang aus der Jugendhilfe in die Verselbstständigung. Welche Hürden müssen für einen gelingenden Übergang genommen werden (z.B. das Suchen von bezahlbarem Wohnraum in einer Stadt wie Berlin)? Wie können sozialpädagogische Fachkräfte die jungen Menschen optimal begleiten und unterstützen? Der Fokus liegt dabei auf der Wahrnehmung und den Bedürfnissen der Betroffenen: Was erleben sie als hilfreich? Was als hinderlich?

Frieder Moritz berichtet aus seiner langjährigen Erfahrung als Geschäftsführer einer Jugendhilfeeinrichtung von den Schwierigkeiten bei der Suche nach geeignetem Wohnraum und die pädagogischen Unterstützungsanforderungen bei Beendigung der Jugendhilfe.

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Besuchen Sie den Runden Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände beim Jugendhilfetag!

Posted on Februar 12, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

logologo_16djhtDer Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände wird auf dem 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf in Halle 3 an Stand A45 über seine Arbeit informieren.

Der Beitrag des Runden Tisches zum Fachkongress ist der Workshop „Pflegefamilien – eine Chance für Kinder“ (Veranstaltung 4695) am 29.03. von 11.30–12.30 Uhr in Raum 02 (EG).

Hintergrund:
Initiiert vom PFAD Bundesverband treffen sich seit Juni 2012 Vertreterinnen und Vertreter der vier bundesweit agierenden Organisationen

  • Agenda Pflegefamilien
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien e.V.
  • Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. und
  • PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.

als Runder Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände.

logo_rt_2016Dieses Gremium wird als gemeinsames Sprachrohr genutzt, um sich auf politischer und fachlicher Ebene mit der geballten Kraft der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände bundesweit für die Belange der Pflege- und Adoptivkinder und ihrer Familien einzusetzen.

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„Der Weg des Pflegekindes über das Jugendalter ins Erwachsenenalter“ am 18.03. in Freiburg

Posted on Februar 4, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 18.03..2017 veranstaltet die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Freiburg das Seminar „Der Weg des Pflegekindes über das Jugendalter ins Erwachsenenalter“.

Dipl.-Psychologe Oliver Hardenberg erörtert typische Verläufe in der jugendlichen Entwicklung von Adoptiv- und Pflegekindern mit ihren Problemen und Chancen sowie die Verselbstständigung und den Übergang ins Erwachsenenalter anhand wissenschaftlicher Grundlagen und vielen Beispielen aus seiner Praxis.

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Careleaver Fortbildung für Pflegeeltern und Pflegekinder am 11.03. in Berlin

Posted on Februar 4, 2017. Filed under: Berlin, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Familien für Kinder gGmbH bietet am 11.03.2017 in Berlin ein Seminar zum Thema „Careleaver – Der Weg in die Selbstständigkeit“ an.

Das „Starter-Seminar“ richtet sich an Pflegeeltern und Jugendliche, in deren Pflegefamilie der Übergang in die Selbstständigkeit bevorsteht. Im Seminar soll es um rechtliche, pädagogische und lebenspraktische Fragen gehen. Wie bekommen junge Menschen auch über das 18. Lebensjahr hinaus noch „Hilfe für junge Volljährige“, wenn sie das individuell benötigen?

Was ist der richtige Zeitpunkt für den Übergang? Was müssen junge Menschen an Wissen und Fähigkeiten mitbringen, um fit für das selbstständige Leben zu sein? Welche Schritte sind zu gehen? Wie können die Pflegeeltern diesen Übergang gut unterstützen und begleiten? Was wollen die jungen Menschen eigentlich, und wurde das in der Hilfeplanung ausreichend berücksichtigt? Wie kann man sich gut auf die Hilfeplangespräche vorbereiten?

Wenn Sie spezielle Fragen haben, können sie diese vor dem Seminar zuzuschicken, damit sich die ReferentInnen darauf vorbereiten können: info@careleaver-kompetenznetz.de

Anmeldeschluss ist der 04.03.

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„Dein Hilfeplangespräch ist wichtig!“ – Tipps und Erfahrungen von Careleavern

Posted on Dezember 6, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

logohp-flyerDas Careleaver-Kompetenznetz der Familien für Kinder gGmbH hat einen neuen Flyer zum Hilfeplangespräch herausgegeben.

Careleaver bringen ihre Erfahrungen mit Hilfeplangesprächen ein, außerdem geben sie anderen Careleavern Tipps für die Hilfeplanung. Dabei wurden Zitate von Careleavern verwendet.  Ergänzend wurde der maßgebliche § 36 SGB VIII zum Nachlesen abgedruckt.

zum Flyer Fakten für Careleaver 02: Hilfeplan

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Übergang ins Erwachsenenalter: „Care Leaver“ brauchen Unterstützung

Posted on Dezember 5, 2016. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDer Rechtsanspruch auf Hilfe für junge Volljährige ist zu stärken, fordern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim. Eine Arbeitsgruppe geht der Frage nach, was aus Kindern und Jugendlichen wird, die im Heim, in der Pflegefamilie und in betreuten Wohngruppen aufwachsen und diese Erziehungshilfen verlassen.

Jugendhilfeleistungen werden oft beendet, wenn junge Menschen 18, also volljährig, werden. Diese jungen Menschen, die in öffentlicher Verantwortung zum Beispiel in der Heimerziehung oder in Pflegefamilien aufgewachsen sind („Care Leaver“), müssen dann häufig den Übergang ins Erwachsenleben – in Ausbildung, Arbeit und Beruf – ohne weitere Unterstützung meistern. Für sie, die als Kinder und Jugendliche schwierige Lebenssituationen zu bewältigen hatten, ist diese Situation eine große Belastung, sagt die Sozialpädagogin Katharina Mangold. Junge Menschen, die dagegen bei ihren Familien aufwachsen, verlassen heute durchschnittlich das Elternhaus im Alter von 24 oder 25 Jahren. „Sie können bei Fragen und Unterstützungsbedarf in der Regel wieder nach Hause kommen. Das ist jungen Menschen, die in öffentlicher Verantwortung aufgewachsen sind, vielfach verwehrt“, so Mangold.

Katharina Mangold und Professorin Kirsten Scheiwe vom Institut für Sozial- und Organisationspädagogik befassen sich in der Forschung mit diesen Lebenslagen. Sie teilen Forschungserkenntnisse und bringen Fachleute und Jugendliche zusammen, über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis sowie „Care Leaver“ kamen etwa im November auf einem Workshop an der Universität Hildesheim zusammen.

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) sieht vor, dass Hilfen zur Persönlichkeitsentwicklung und zur eigenverantwortlichen Lebensführung für junge Volljährige gewährt werden sollen, wenn und solange dies aufgrund der individuellen Situation notwendig ist (§ 41 SGB VIII). Im Regelfall sind Hilfen also zu gewähren, wenn dieser Bedarf vorliegt. In der Praxis sieht es jedoch je nach zuständiger Kommune in Deutschland sehr uneinheitlich aus. In vielen Bereichen treffen die Betroffenen und auch Fachkräfte oft auf Schwierigkeiten bei der Durchsetzung der benötigten Unterstützung.

Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen standen deshalb Fragen von Recht und Praxis, Problemen und Veränderungsbedarf der Hilfen für junge Volljährige. Thomas Meysen vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht berichtete über die geplanten Veränderungen der Hilfen für junge Volljährige durch die Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII), die noch in dieser Legislaturperiode geplant ist. Professorin Sabine Dahm von der HAWK Hildesheim zeigte an Beispielen aus der Rechtsprechung der Gerichte, dass in den wenigen Streitfällen in erster Linie die jungen Menschen ihr Recht bekamen. Vor allem das Plädoyer der Vertreterinnen der Selbstorganisationen Anna Seidel (Careleaver e.V.) und Amina Önder (Jugend ohne Grenzen) zeigte, wie notwendig die Unterstützung über das 18. Lebensjahr hinaus für alle jungen Menschen ist. Der Vertreter der Jugendämter und Leiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Stadt Karlsruhe, Reinhard Niederbühl, unterstützt diese Forderung. Er zeigte auf, wie junge Menschen im Übergang unterstützt werden können. Professorin Susanne Gerner von der FH Darmstadt ergänzte diese Forderungen um die Problemlagen der jungen Erwachsenen mit einer sogenannten Behinderung. Henriette Katzenstein vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht forderte nicht nur ein Ende des „Verselbständigungswahns“ mit 18 Jahren, sondern eine „stand-by“-Option, so dass die jungen Menschen wieder Zugang zur Jugendhilfe haben, auch wenn sie diese bereits verlassen haben. Bernd Hemker von der Ombudschaft Jugendhilfe Nordrhein-Westfalen konnte diese Notwendigkeit auch an einzelnen Fällen deutlich machen. Es braucht einfach manchmal nochmals einige Monate Unterstützung, auch wenn der junge Erwachsene zunächst vielleicht selbst ausziehen wollte.

Alle Beteiligten fordern, dass die gegenwärtigen Reformen in der Kinder- und Jugendhilfe dahingehend zu prüfen sind, ob sie die Rechte für junge Volljährige transparenter machen und vor allem die Durchsetzungskraft in allen Kommunen verstärken. Es sind starke Rechtsansprüche für diese jungen Volljährigen notwendig, damit sie den Übergang ins Erwachsenenleben wie andere junge Menschen auch gestalten können.

Kurz erklärt: „Care Leaver“ in Deutschland / Forschungsergebnisse

Eine Arbeitsgruppe der Universität Hildesheim untersucht die Lebenslagen und Bildungswege von Care Leavern (= Jugendliche, die Hilfen verlassen) in Deutschland und den Übergang ins Erwachsenenalter. Dabei befassen sie sich unter anderem mit der Bildungslaufbahn der Jugendlichen. Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Nach der stationären Erziehungshilfe – Unterstützungsmodelle für Care Leaver in Deutschland“ wurden im Buch „Jugendhilfe – und dann?“ veröffentlicht. Die Wissenschaftler dokumentieren, wie junge Menschen den Übergang aus Erziehungshilfen ins Erwachsenenleben erleben und welche Unterstützung sie dabei erfahren. Nationale und internationale Praxisbeispiele guter Übergangsbegleitung wurden analysiert.

Die Arbeitsgruppe um Professor Wolfgang Schröer von der Universität Hildesheim geht der Frage nach, was aus Kindern und Jugendlichen wird, die im Heim, in der Pflegefamilie und in betreuten Wohngruppen aufwachsen und diese Erziehungshilfen verlassen. Manche haben zuvor einschneidende Ereignisse erlebt, einige wurden als Kleinkind misshandelt, von anderen starben die Eltern oder diese waren mit der Erziehung überfordert. Nach dem Ende der stationären Erziehungshilfe können diese Jugendlichen oft auf kein gesichertes familiäres und sozial gewachsenes Netz zurückgreifen und sind früh auf sich alleine gestellt.

Die Forschergruppe begleitet den Aufbau eines bundesweiten Netzwerkes von jungen Erwachsenen und hat umfangreichere Daten über die Lebenswege dieser jungen Menschen in Deutschland gesammelt, gelungene Übergangsmodelle in anderen Ländern erfasst und dokumentiert, wie Organisationen den Übergang in das Erwachsenenleben begleiten. Die Forscher verfolgen auch Übergänge in Hochschulen. Bislang gab es keine verlässlichen Daten darüber, wie viele Care Leaver an deutschen Hochschulen studieren und vor welchen Herausforderungen sie stehen.

Mehr Informationen zu den Forschungsprojekten des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik finden Sie online:

Care Leaver an Hochschulen

Quelle: Pressemitteilung der Universität Hildesheim vom 25.11.2016

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