DV: Soziale Ausgrenzung von jungen Erwachsenen verhindern

Posted on März 28, 2017. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Geschätzt 640.000 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren befinden sich in Deutschland weder in Schule, Ausbildung oder in Beschäftigung. Ihnen droht eine dauerhafte Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Um soziale Ausgrenzung zu verhindern fordert der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. mehr individuelle und verlässliche Unterstützung und eine bessere Zusammenarbeit von Verwaltungen und freien Träger.

Berlin – In seinen kürzlich verabschiedeten Empfehlungen setzt sich der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. für eine engere Zusammenarbeit von Jobcentern und Agenturen für Arbeit, Jugendämtern, Sozialämtern und freien Trägern ein.

„Die Jobcenter und Agenturen für Arbeit haben eine Schlüsselfunktion, um auch junge Menschen in schwierigen Lebenslagen einen Schulabschluss und eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen. Zuweilen fehlen ihnen aber passgenaue Hilfeinstrumente. Wenn Überschuldung, Wohnungsnot, familiäre Konflikte oder Suchtprobleme drohen, müssen Jugendämter und Sozialämter mit ins Boot genommen werden und weitergehende Hilfen anbieten. Das bedarf aber einer engmaschigen Kooperation “, so Johannes Fuchs, Präsident des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Der Deutsche Verein empfiehlt den Verwaltungen und freien Trägern in den Kommunen, verbindliche Unterstützungsnetzwerke zu bilden, die für die jungen Menschen offen sind. Junge Menschen orientierten sich bei ihrer Suche nach Hilfe weniger an behördlichen oder rechtlichen Zuständigkeiten. Wichtiger seien persönliches Vertrauen, Erreichbarkeit und die Aussicht auf rasche Unterstützung. Wo immer ein junger Erwachsener vorspricht oder ein entsprechender Notfall bekannt wird, solle Unterstützung angeboten werden.

„Reicht das nicht aus, sollte der junge Mensch zu dem Dienst persönlich begleitet werden, der die passende Hilfe anbietet. Wichtig ist es, individuelle Lösungen gemeinsam mit dem jungen Menschen zu erarbeiten und ihm eine Ansprechperson zur Seite zu stellen“, so Johannes Fuchs. Um Verschiebebahnhöfe zwischen Einrichtungen und Diensten zu verhindern, empfiehlt der Deutsche Verein, die Netzwerke in den Jugendberufsagenturen zu verankern, die derzeit von der Bundesagentur für Arbeit und den Kommunen aufgebaut werden.

zu den vollständigen Empfehlungen

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„Pflegefamilie und dann? Careleaver im Übergang“ am 19.06. in Berlin

Posted on März 19, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logofachtag_pflegefamilie-und-dann_2017-06_onlinebannerDas Careleaver Kompetenznetz veranstaltet gemeinsam mit dem Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. und unterstützt durch die IGfH/Dialogforum Pflegekinderhilfe am 19.06.2017 in Berlin die Fachtagung „Pflegefamilie und dann? Careleaver im Übergang“.

Bisher wurde das Thema Leaving Care, der Übergang aus stationären Hilfen in Deutschland, vor allem mit dem Fokus auf die stationäre Heimerziehung bearbeitet. Mit dieser Tagung möchten die Veranstalter den Blick auf die Vollzeitpflege ausweiten.

In Pflegefamilien wird die formale Beendigung der Hilfe zur Erziehung in der Regel wenig thematisiert. Man fühlt sich „als Familie“ und für viele Pflegeeltern ist es selbstverständlich, ihre Pflegekinder auch weiter zu unterstützen. Für die jungen Menschen im Übergang bleibt dabei allerdings oft unklar, in welcher Weise der Kontakt nach dem Hilfeende oder Auszug weitergeführt wird. Welche materielle, lebenspraktische und emotionale Unterstützung kann von den oft als Eltern erlebten (aber
juristisch nicht unterhaltsverpflichteten) Pflegeeltern noch erwartet werden? Denn auch die Pflegekinderdienste gehen häufig davon aus, dass ein Unterstützungsbedarf nach dem Hilfeende von den „ehemaligen“ Pflegeeltern aufgefangen wird, obwohl gemäß § 41 SG VIII Hilfen des Jugendamtes bis zum Alter von 27 Jahren möglich wären.

Immer die Careleaver selbst im Blick soll aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Tagungsbeteiligten versucht werden, Lösungsvorschläge für eine Verbesserung der Situation von Pflegekindern im Übergang zu finden.

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EmMi Luebeskind-Fachtagung „Der Kinder- und Jugendhilfe entwachsen“ am 28.04. in Berlin

Posted on März 5, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoDie Gemeinnützige Gesellschaft EmMi Luebeskind lädt am 28.04.2017 zur Fachtagung „Der Kinder- und Jugendhilfe entwachsen“ ins Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) nach Berlin ein. Im Zentrum der Veranstaltung stehen die Zielgruppen Pflegekinder im Erwachsenenalter und Care Leaver.

Unter dem Titel „Eine gute Entwicklung von Pflegekindern im Erwachsenenalter“ präsentieren Prof. Dr. Klaus Wolf und Dr. Daniela Reimer – Mitglieder der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen – zentrale Ergebnisse und Erkenntnisse einer Langzeitstudie und stellen diese zur Diskussion. Im Mittelpunkt der Studie steht die Untersuchung der Entwicklung von (ehemaligen) Pflegekindern im Erwachsenenalter in Bezug auf die eigene Entwicklung der jungen Erwachsenen, die Entwicklung der Beziehung mit der Pflegefamilie und zu den Mitgliedern der Herkunftsfamilie.

Im Anschluss widmet sich unter dem Titel „Endlich oder leider volljährig?“ Christian Wolter – Vorsitzender des Careleaver e.V – den Alltags-Erkenntnissen von jungen Care Leavern.

Moderiert wird die Veranstaltung von Prof. Dr. Friedrich Loock, Stifter und Vorstand der Gemeinnützige Gesellschaft EmMi Luebeskind. Die Eröffnungsrede hält Staatssekretärin Caren Marks.

Im Mai letzten Jahres hatte die IGfH mit dem Careleaver Verein und der Uni Hildesheim ein Care Leaver Hearing mit Verbänden und Politiker_innen sowie Caren Marks ausgerichtet, welches politisch-fachliche Forderungen bündelte.

Die Fachtagung findet von 11 bis 14 Uhr statt. Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei. Aufgrund der begrenzten Platzzahl ist eine Anmeldung erforderlich.

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„Hilfen für junge Volljährige – junge Menschen im Übergang unterstützen! Verselbständigung – wie soll das gehen ohne Wohnung?“ am 20.03. in Berlin

Posted on März 2, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoAm 20.03.2017 von 13:00 bis 17:30 Uhr veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. (BRJ) gemeinsam mit dem Careleaver Kompetenznetz eine Fortbildung zu dem Thema: „Hilfen für junge Volljährige – junge Menschen im Übergang unterstützen! Verselbständigung –  wie soll das gehen ohne Wohnung?“. ReferentInnen sind RA Benjamin Raabe, Anna Seidel und Astrid Staudinger, sowie Frieder Moritz.

Rechtsanwalt Benjamin Raabe wird auf die rechtlichen Grundlagen beim Übergang in eigenen Wohnraum eingehen und Rechtsansprüche und deren Durchsetzung gegenüber verschiedenen Behörden anhand von Fallbeispielen benennen und mit Ihnen diskutieren.

Das Careleaver Kompetenznetz widmet sich ganz praxisnah den unterschiedlichen Herausforderungen von Careleavern beim Übergang aus der Jugendhilfe in die Verselbstständigung. Welche Hürden müssen für einen gelingenden Übergang genommen werden (z.B. das Suchen von bezahlbarem Wohnraum in einer Stadt wie Berlin)? Wie können sozialpädagogische Fachkräfte die jungen Menschen optimal begleiten und unterstützen? Der Fokus liegt dabei auf der Wahrnehmung und den Bedürfnissen der Betroffenen: Was erleben sie als hilfreich? Was als hinderlich?

Frieder Moritz berichtet aus seiner langjährigen Erfahrung als Geschäftsführer einer Jugendhilfeeinrichtung von den Schwierigkeiten bei der Suche nach geeignetem Wohnraum und die pädagogischen Unterstützungsanforderungen bei Beendigung der Jugendhilfe.

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Besuchen Sie den Runden Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände beim Jugendhilfetag!

Posted on Februar 12, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

logologo_16djhtDer Runde Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände wird auf dem 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag in Düsseldorf in Halle 3 an Stand A45 über seine Arbeit informieren.

Der Beitrag des Runden Tisches zum Fachkongress ist der Workshop „Pflegefamilien – eine Chance für Kinder“ (Veranstaltung 4695) am 29.03. von 11.30–12.30 Uhr in Raum 02 (EG).

Hintergrund:
Initiiert vom PFAD Bundesverband treffen sich seit Juni 2012 Vertreterinnen und Vertreter der vier bundesweit agierenden Organisationen

  • Agenda Pflegefamilien
  • Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder in Adoptiv- und Pflegefamilien e.V.
  • Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. und
  • PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V.

als Runder Tisch der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände.

logo_rt_2016Dieses Gremium wird als gemeinsames Sprachrohr genutzt, um sich auf politischer und fachlicher Ebene mit der geballten Kraft der Adoptiv- und Pflegefamilienverbände bundesweit für die Belange der Pflege- und Adoptivkinder und ihrer Familien einzusetzen.

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„Der Weg des Pflegekindes über das Jugendalter ins Erwachsenenalter“ am 18.03. in Freiburg

Posted on Februar 4, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 18.03..2017 veranstaltet die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Freiburg das Seminar „Der Weg des Pflegekindes über das Jugendalter ins Erwachsenenalter“.

Dipl.-Psychologe Oliver Hardenberg erörtert typische Verläufe in der jugendlichen Entwicklung von Adoptiv- und Pflegekindern mit ihren Problemen und Chancen sowie die Verselbstständigung und den Übergang ins Erwachsenenalter anhand wissenschaftlicher Grundlagen und vielen Beispielen aus seiner Praxis.

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Careleaver Fortbildung für Pflegeeltern und Pflegekinder am 11.03. in Berlin

Posted on Februar 4, 2017. Filed under: Berlin, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Familien für Kinder gGmbH bietet am 11.03.2017 in Berlin ein Seminar zum Thema „Careleaver – Der Weg in die Selbstständigkeit“ an.

Das „Starter-Seminar“ richtet sich an Pflegeeltern und Jugendliche, in deren Pflegefamilie der Übergang in die Selbstständigkeit bevorsteht. Im Seminar soll es um rechtliche, pädagogische und lebenspraktische Fragen gehen. Wie bekommen junge Menschen auch über das 18. Lebensjahr hinaus noch „Hilfe für junge Volljährige“, wenn sie das individuell benötigen?

Was ist der richtige Zeitpunkt für den Übergang? Was müssen junge Menschen an Wissen und Fähigkeiten mitbringen, um fit für das selbstständige Leben zu sein? Welche Schritte sind zu gehen? Wie können die Pflegeeltern diesen Übergang gut unterstützen und begleiten? Was wollen die jungen Menschen eigentlich, und wurde das in der Hilfeplanung ausreichend berücksichtigt? Wie kann man sich gut auf die Hilfeplangespräche vorbereiten?

Wenn Sie spezielle Fragen haben, können sie diese vor dem Seminar zuzuschicken, damit sich die ReferentInnen darauf vorbereiten können: info@careleaver-kompetenznetz.de

Anmeldeschluss ist der 04.03.

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„Dein Hilfeplangespräch ist wichtig!“ – Tipps und Erfahrungen von Careleavern

Posted on Dezember 6, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

logohp-flyerDas Careleaver-Kompetenznetz der Familien für Kinder gGmbH hat einen neuen Flyer zum Hilfeplangespräch herausgegeben.

Careleaver bringen ihre Erfahrungen mit Hilfeplangesprächen ein, außerdem geben sie anderen Careleavern Tipps für die Hilfeplanung. Dabei wurden Zitate von Careleavern verwendet.  Ergänzend wurde der maßgebliche § 36 SGB VIII zum Nachlesen abgedruckt.

zum Flyer Fakten für Careleaver 02: Hilfeplan

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Übergang ins Erwachsenenalter: „Care Leaver“ brauchen Unterstützung

Posted on Dezember 5, 2016. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDer Rechtsanspruch auf Hilfe für junge Volljährige ist zu stärken, fordern Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Hildesheim. Eine Arbeitsgruppe geht der Frage nach, was aus Kindern und Jugendlichen wird, die im Heim, in der Pflegefamilie und in betreuten Wohngruppen aufwachsen und diese Erziehungshilfen verlassen.

Jugendhilfeleistungen werden oft beendet, wenn junge Menschen 18, also volljährig, werden. Diese jungen Menschen, die in öffentlicher Verantwortung zum Beispiel in der Heimerziehung oder in Pflegefamilien aufgewachsen sind („Care Leaver“), müssen dann häufig den Übergang ins Erwachsenleben – in Ausbildung, Arbeit und Beruf – ohne weitere Unterstützung meistern. Für sie, die als Kinder und Jugendliche schwierige Lebenssituationen zu bewältigen hatten, ist diese Situation eine große Belastung, sagt die Sozialpädagogin Katharina Mangold. Junge Menschen, die dagegen bei ihren Familien aufwachsen, verlassen heute durchschnittlich das Elternhaus im Alter von 24 oder 25 Jahren. „Sie können bei Fragen und Unterstützungsbedarf in der Regel wieder nach Hause kommen. Das ist jungen Menschen, die in öffentlicher Verantwortung aufgewachsen sind, vielfach verwehrt“, so Mangold.

Katharina Mangold und Professorin Kirsten Scheiwe vom Institut für Sozial- und Organisationspädagogik befassen sich in der Forschung mit diesen Lebenslagen. Sie teilen Forschungserkenntnisse und bringen Fachleute und Jugendliche zusammen, über 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Wissenschaft und Praxis sowie „Care Leaver“ kamen etwa im November auf einem Workshop an der Universität Hildesheim zusammen.

Das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) sieht vor, dass Hilfen zur Persönlichkeitsentwicklung und zur eigenverantwortlichen Lebensführung für junge Volljährige gewährt werden sollen, wenn und solange dies aufgrund der individuellen Situation notwendig ist (§ 41 SGB VIII). Im Regelfall sind Hilfen also zu gewähren, wenn dieser Bedarf vorliegt. In der Praxis sieht es jedoch je nach zuständiger Kommune in Deutschland sehr uneinheitlich aus. In vielen Bereichen treffen die Betroffenen und auch Fachkräfte oft auf Schwierigkeiten bei der Durchsetzung der benötigten Unterstützung.

Im Mittelpunkt der Vorträge und Diskussionen standen deshalb Fragen von Recht und Praxis, Problemen und Veränderungsbedarf der Hilfen für junge Volljährige. Thomas Meysen vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht berichtete über die geplanten Veränderungen der Hilfen für junge Volljährige durch die Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes (SGB VIII), die noch in dieser Legislaturperiode geplant ist. Professorin Sabine Dahm von der HAWK Hildesheim zeigte an Beispielen aus der Rechtsprechung der Gerichte, dass in den wenigen Streitfällen in erster Linie die jungen Menschen ihr Recht bekamen. Vor allem das Plädoyer der Vertreterinnen der Selbstorganisationen Anna Seidel (Careleaver e.V.) und Amina Önder (Jugend ohne Grenzen) zeigte, wie notwendig die Unterstützung über das 18. Lebensjahr hinaus für alle jungen Menschen ist. Der Vertreter der Jugendämter und Leiter des Allgemeinen Sozialen Dienstes der Stadt Karlsruhe, Reinhard Niederbühl, unterstützt diese Forderung. Er zeigte auf, wie junge Menschen im Übergang unterstützt werden können. Professorin Susanne Gerner von der FH Darmstadt ergänzte diese Forderungen um die Problemlagen der jungen Erwachsenen mit einer sogenannten Behinderung. Henriette Katzenstein vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht forderte nicht nur ein Ende des „Verselbständigungswahns“ mit 18 Jahren, sondern eine „stand-by“-Option, so dass die jungen Menschen wieder Zugang zur Jugendhilfe haben, auch wenn sie diese bereits verlassen haben. Bernd Hemker von der Ombudschaft Jugendhilfe Nordrhein-Westfalen konnte diese Notwendigkeit auch an einzelnen Fällen deutlich machen. Es braucht einfach manchmal nochmals einige Monate Unterstützung, auch wenn der junge Erwachsene zunächst vielleicht selbst ausziehen wollte.

Alle Beteiligten fordern, dass die gegenwärtigen Reformen in der Kinder- und Jugendhilfe dahingehend zu prüfen sind, ob sie die Rechte für junge Volljährige transparenter machen und vor allem die Durchsetzungskraft in allen Kommunen verstärken. Es sind starke Rechtsansprüche für diese jungen Volljährigen notwendig, damit sie den Übergang ins Erwachsenenleben wie andere junge Menschen auch gestalten können.

Kurz erklärt: „Care Leaver“ in Deutschland / Forschungsergebnisse

Eine Arbeitsgruppe der Universität Hildesheim untersucht die Lebenslagen und Bildungswege von Care Leavern (= Jugendliche, die Hilfen verlassen) in Deutschland und den Übergang ins Erwachsenenalter. Dabei befassen sie sich unter anderem mit der Bildungslaufbahn der Jugendlichen. Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „Nach der stationären Erziehungshilfe – Unterstützungsmodelle für Care Leaver in Deutschland“ wurden im Buch „Jugendhilfe – und dann?“ veröffentlicht. Die Wissenschaftler dokumentieren, wie junge Menschen den Übergang aus Erziehungshilfen ins Erwachsenenleben erleben und welche Unterstützung sie dabei erfahren. Nationale und internationale Praxisbeispiele guter Übergangsbegleitung wurden analysiert.

Die Arbeitsgruppe um Professor Wolfgang Schröer von der Universität Hildesheim geht der Frage nach, was aus Kindern und Jugendlichen wird, die im Heim, in der Pflegefamilie und in betreuten Wohngruppen aufwachsen und diese Erziehungshilfen verlassen. Manche haben zuvor einschneidende Ereignisse erlebt, einige wurden als Kleinkind misshandelt, von anderen starben die Eltern oder diese waren mit der Erziehung überfordert. Nach dem Ende der stationären Erziehungshilfe können diese Jugendlichen oft auf kein gesichertes familiäres und sozial gewachsenes Netz zurückgreifen und sind früh auf sich alleine gestellt.

Die Forschergruppe begleitet den Aufbau eines bundesweiten Netzwerkes von jungen Erwachsenen und hat umfangreichere Daten über die Lebenswege dieser jungen Menschen in Deutschland gesammelt, gelungene Übergangsmodelle in anderen Ländern erfasst und dokumentiert, wie Organisationen den Übergang in das Erwachsenenleben begleiten. Die Forscher verfolgen auch Übergänge in Hochschulen. Bislang gab es keine verlässlichen Daten darüber, wie viele Care Leaver an deutschen Hochschulen studieren und vor welchen Herausforderungen sie stehen.

Mehr Informationen zu den Forschungsprojekten des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik finden Sie online:

Care Leaver an Hochschulen

Quelle: Pressemitteilung der Universität Hildesheim vom 25.11.2016

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Projektstart „Gut begleitet ins Erwachsenenleben“

Posted on Oktober 8, 2016. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke | Schlagwörter: , |

Übergänge aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenalter – Übergangsmanagement nach stationären Hilfen. Entwicklung & Transfer

In diesem Projekt sollen Handlungsansätze, die sich in der Praxis der Begleitung von jungen Menschen aus stationären Erziehungshilfen in ein eigenständiges Erwachsenenleben (sog. Care Leaver) besonders bewährt haben, evaluiert und weiterentwickelt werden. Das Projekt wird von der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. und der Universität Hildesheim gemeinsam mit 3 Modellstandorten durchgeführt. Mit dem Projekt werden die vielfältigen Bestrebungen zur Verbesserung der Unterstützung von Care Leavern aufgegriffen und die fachliche Weiterentwicklung des Übergangsmanagements ins Erwachsenenleben in und nach der Kinder- und Jugendhilfe weiterverfolgt.

Ziel des Projektes ist es, ausgehend von drei Modellen, die als Kernelemente eines inklusiven Übergangsmanagements der Kinder- und Jugendhilfe angesehen werden, schon vorhandene gute Praxis weiterzuentwickeln und diese für einen Transfer in andere Regionen und Standorte aufzubereiten. Dabei werden die Herausforderungen hinsichtlich eines inklusiven Übergangsmanagements und der Perspektive der Entwicklungs- und Teilhabeplanung systematisch aufgegriffen und weiterentwickelt. Die Selbstorganisation von Care Leavern soll, als wesentlicher Faktor des Projektes, gefördert und unterstützt werden.

Bei den drei Handlungsansätzen handelt es sich um:

  1. die Weiterentwicklung der Hilfeplanung für Jugendliche/ junge Erwachsene zu  einer Übergangsplanung
  2. eine vernetzte Infrastruktur für junge Menschen im Übergang bzw. nach dem Hilfeende und
  3. die Stärkung der Partizipation und Selbstorganisationen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen in stationären Erziehungshilfen.

Nach einer Bestandsaufnahme der Ausgangssituationen in den drei Modellstandorten, sollen die Erfahrungen evaluiert und auf konkrete Schritte in Richtung einer besseren Praxis bezogen werden. Auf diese Entwicklungsphase (September 2016 bis Februar 2018) folgt in der Transferphase (März 2018 bis August 2019) eine Öffnung für weitere interessierte öffentliche und freie Träger in Form von Werkstattveranstaltungen. Die erarbeiteten Erkenntnisse und Arbeitsansätze werden in einer Abschlusstagung im Jahr 2019 gebündelt und reflektiert. Ebenfalls werden die Ergebnisse in einer Arbeitshilfe zusammen getragen, um weiteren Interessierten Konzeptvorschläge bzw. -modelle für Übergangsmanagements anbieten zu können.

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„Junge Erwachsene in der Jugendhilfe“ am 08.12. in Düsseldorf

Posted on Oktober 6, 2016. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 08.12. führt das Jugendamt der Landeshauptstadt Düsseldorf die Fachtagung „Junge Erwachsene in der Jugendhilfe“ durch. Anmeldungen sind bis zum 15.11. möglich.

Mit 18 Jahren sind junge Menschen volljährig. Das bedeutet aber nicht automatisch, dass sie damit ihre Lebensgestaltung eigenständig in die Hand nehmen können. Oftmals wirken problematische Lebensverläufe nach oder entwickeln sich neu. Biographische Brüche sind nicht steuerbar. Unterstützung ist notwendig.

In diesem Rahmen führt das Jugendamt der Landeshauptstadt Düsseldorf anlässlich seines 60. Geburtstags diese Fachtagung durch mit dem Ziel, die Lebenssituation junger Menschen zwischen 18 und 27 Jahren zu beleuchten, die rechtlichen Grundlagen von Unterstützungsleistungen zu umreißen, die Realität von Angeboten der Jugendhilfe darzulegen und im gemeinsamen Gespräch von Wissenschaft und Praxis gute Ideen zu entwickeln.

Einladung und Programm
Anmeldeformular

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Careleaver‐Positionen zur SGB‐VIII‐Reform

Posted on September 21, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Das Careleaver Kompetenznetz hat zur geplanten SGB-VIII-Reform gemeinsam mit Careleavern im Rahmen von Netzwerktreffen ein Positionspapier erarbeitet. Als Diskussionsgrundlage dienten der Entwurfstext vom 23.08.16, die Begründung, sowie einige der zahlreichen Stellungnahmen. Auf Grund der Fülle und Komplexität des Materials konzentrieren sie sich auf die für Careleaver relevantesten Aspekte und Fragen.

zum Positionspapier Careleaver‐Positionen zur SGB‐VIII‐Reform

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„Jugendliche Pflegekinder“ am 19.11. in Bielefeld

Posted on September 19, 2016. Filed under: Fortbildung, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Jugendliche Pflegekinder“ sind das Thema des Seminars der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Kooperation mit dem  Pflegekinderdienst der Stadt Bielefeld am 19.11. in Bielefeld.

Referent Oliver Hardenberg behandelt folgende Themen: Ablöseprozess des Jugendlichen von den Pflegeeltern zum Übergang in das Erwachsenenalter, Bindung und Pubertät – Umgang mit Schwierigkeiten in dieser Entwicklungsphase in der Pflegefamilie – Umgang mit außerfamiliären Konflikten (Gleichaltrige, Schule, Gesellschaft) – Biografieklärung mit dem Jugendlichen – Hilfen für die Pflegefamilie

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„Care Leaver und junge, erwachsene Flüchtlinge in der Jugendhilfe“ am 09./10.11. in Hofgeismar

Posted on September 5, 2016. Filed under: Jugendhilfe | Schlagwörter: , , |

Die zehnte Fachtagung des EREVDenn sie wissen, was sie tun – Care Leaver und junge, erwachsene Flüchtlinge in der Jugendhilfe“ beschäftigt sich am 09./10.11. in Hofgeismar mit der aktuellen Situation in der Jugendberufshilfe. Diese ist geprägt von der Gesetzesänderung des SGB VIII mit Auswirkungen auf die Finanzierung von Care Leavern und jungen erwachsenen Flüchtlingen.

Anmeldeschluß ist der 15.09., danach auf Anfrage.

nähere Informationen

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PFAD 3/2016: „Pflege- und Adoptivkinder werden erwachsen: gestern – heute – morgen“

Posted on August 15, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Sommerausgabe des Jubiläumsjahrgangs der PFAD Fachzeitschrift gibt Einblick in das Thema „Pflege- und Adoptivkinder werden erwachsen: gestern – heute – morgen„. Darüber hinaus bietet das Heft wieder Informationen zu aktuellen Entwicklungen, Neuigkeiten aus der Arbeit des PFAD Verbandes, Rezensionen und Leseranfragen.

Einige Inhalte:

  • Margit Huber: … das hört nicht mit 18 auf, das geht einfach weiter …“ Pflegeeltern bleiben der Fixpunkt im Leben ihrer Kinder
  • Irmela Wiemann: Wenn Pflege- und Adoptivkinder erwachsen werden
  • Severine Thomas: Junge Menschen vertreten ihre Rechte im Übergang aus stationären Erziehungshilfen – Hearing mit Care Leavern im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
  • Peter Hoffmann: Rechtsansprüche volljährig werdender Pflegekinder

nähere Informationen zur PFAD Fachzeitschrift

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Careleaver: Positionspapier und Handlungsempfehlungen für Jugendhilfeträger

Posted on Juni 22, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Das Careleaver Kompetenznetz hat gemeinsam mit Careleavern und Mitgliedsorganisationen des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes LV Berlin e.V. und des Diakonischen Werkes Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. Handlungsempfehlungen für freie und öffentliche Jugendhilfeträger erarbeitet.

Mit den Handlungsempfehlungen verfolgen sie das Ziel, die Übergänge aus der Jugendhilfe (in Einrichtungen und Pflegefamilien sowie ambulanten Hilfen) in ein eigenständiges Leben für die jungen Menschen zu verbessern. Die Empfehlungen basieren auf den Erfahrungen und Verbesserungsvorschlägen von Careleavern, und außerdem auf der Expertise von Fachkräften, die am „Übergang in die Verselbstständigung“ arbeiten.

Erreicht werden soll die Verbesserung der Übergänge u.a. durch eine verstärkte Zusammenarbeit aller am Übergang Beteiligter, außerdem durch die Sensibilisierung von Fachkräften und Pflegeeltern für die großen Herausforderungen, die Careleaver im Übergang zu bewältigen haben.

Sie möchten in diesem Zusammenhang auch auf das Positionspapier Unterstützung für Careleaver hinweisen, das der Paritätische Wohlfahrtsverband LV Berlin e.V. und das Diakonische Werk Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz e.V. am 20.06.2016 gemeinsam veröffentlicht haben und an dem das Careleaver Kompetenznetz in beratender Funktion beteiligt war.

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Careleaver Hearing beim BMFSFJ

Posted on Mai 14, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Am 12.05.2016 gestalteten 15 Careleaver mit Hilfe der Universität Hildesheim und der Internationalen Gesellschaft für erzieherische Hilfen ein Hearing beim Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend. An der Veranstaltung nahmen Politikerinnen und Poltiker sowie in verschiedenen Stiftungen und Fachverbänden organisierte Fachkräfte teil.

Unter den vier Punkten Erziehungshilfe als Lebensort, Recht auf Bildung, Recht auf Entfaltung der Persönlichkeit und Recht auf finanzielle Sicherheit machten die Careleaver auf ihre Situation aufmerksam und forderten eine Verbesserung mit der Überarbeitung des Kinder- und Jugendhilferechts.

Quelle: Careleaver e. V. vom 14.05.2016

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Was kommt nach der Heimerziehung? Care Leaver sprechen im BMFSFJ

Posted on Mai 12, 2016. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Eine Forschergruppe der Uni Hildesheim geht der Frage nach, was aus Jugendlichen wird, die im Heim, in der Pflegefamilie und in betreuten Wohngruppen aufwachsen und diese Erziehungshilfen verlassen. In dieser Woche sprechen Care Leaver im Bundesministerium (BMFSFJ) über ihre Rechte auf Bildung. Sie müssen früher erwachsen werden als ihre Altersgenossen. Junge Menschen in Deutschland ziehen mit etwa 24 Jahren in einen eigenen Haushalt. Care Leaver schon mit 18. Sie erleben diese Situation als ungerecht. Gerade die Unterstützung im jungen Erwachsenenalter, die andere junge Menschen von ihren Familien erfahren, ist grundlegend, um eine Ausbildung zu machen oder Schulabschlüsse zu erreichen.

Sie haben fast alle erlebt, was in Deutschland für Jugendliche, die in der Heimerziehung oder in Pflegefamilien aufwachsen, Normalität ist. Wenn sie 18 werden, drängen viele Jugendämter darauf, dass die Hilfe unwiderruflich beendet wird. Am Donnerstag, 12. Mai 2016, sprechen 20 Care Leaver, also junge Menschen, die in ihrer Kindheit oder Jugend in stationären Hilfen zur Erziehung gelebt haben, im Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) erstmals selbst über ihre Lebenssituationen, Rechte und Zukunftsvorstellungen.

Während für ihre Altersgenossen der achtzehnte Geburtstag ein großer Tag ist, an dem sie ihre Volljährigkeit feiern, bedeutet dieser Tag für Jugendliche in der Heimerziehung oder in Pflegefamilien häufig, zukünftig allein zurecht zu kommen. Sie müssen in eine eigene Wohnung ziehen und zukünftig den Schulalltag, die berufliche Ausbildung und die alltäglichen Fragen von Versicherungen bis Krankheiten allein managen. Zwar sieht das Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII) auch Hilfen für junge Volljährige (§ 41) vor, doch der Mehrheit der jungen Menschen werden diese Hilfen nicht gewährt.

Care Leaver in Deutschland müssen früher erwachsen werden als ihre Altersgenossen. Junge Menschen in Deutschland ziehen gegenwärtig im Durchschnitt erst mit etwa 24 Jahren in einen eigenen Haushalt und aus dem Elternhaus aus. Care Leaver mit 18. Sie erleben diese Situation als ungerecht, da gerade die Unterstützung im jungen Erwachsenenalter, die andere junge Menschen von ihren Familien erfahren, grundlegend ist, um eine berufliche Ausbildung zu machen oder Schulabschlüsse zu erreichen bzw. nachzuholen.

Dabei ist sich die Jugendforschung einig, dass sich die Jugendphase verändert hat: junge Menschen beginnen später eine Ausbildung und besuchen länger die Schule. Doch für Care Leaver werden diese Veränderungen im jungen Erwachsenenalter nicht anerkannt.

„Der 18. Geburtstag darf kein Angstdatum für Care Leaver sein“, sagt Caren Marks, Parlamentarische Staatssekretärin bei der Bundesfamilienministerin. „Mit unserer Reform des Kinder- und Jugendhilfegesetzes stärken wir Care Leaver auf ihrem Weg ins Erwachsenenleben. So können sie in ihre Einrichtung oder Pflegefamilie zurückkehren, wenn bei den ersten Schritten in die Selbstständigkeit nicht gleich alles auf Anhieb klappt.“

Care Leaver haben in den vergangenen Jahren in Deutschland immer wieder auf ihre mitunter prekäre Lebenssituation aufmerksam gemacht und inzwischen eine Selbstorganisation (Careleaver e.V.) gegründet. Die Diskussion im Bundesministerium ist ein weiterer Schritt, dass ihre Lebenslage sowie ihre Rechte als junge Erwachsene anerkannt werden. Sie diskutieren mit Bundestagsabgeordneten, Vertreterinnen und Vertretern des Ministeriums und der Kinder- und Jugendhilfe sowie von Fachverbänden. Begrüßt werden sie durch die Staatssekretärin des Ministeriums Caren Marks.

Die Veranstaltung am Donnerstag, 12. Mai 2016, wird mitorganisiert durch die Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen (IGFH) und das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim, die in den vergangenen Jahren mit Unterstützung der Stiftung Deutsche Jugendmarke ein Projekt: „Care Leaver haben Rechte“ durchgeführt haben.

Care Leaver: Erwachsen werden ohne Eltern / Forschung in Hildesheim:
Dass Jugendliche nicht in der Herkunftsfamilie leben, ist selten ein Thema auf dem Campus. Viele junge Menschen die im Heim, in der Pflegefamilie und Wohngruppe aufwachsen, erhalten kaum Unterstützung beim Übergang in das Erwachsenenleben, Hilfen enden abrupt. Das Institut für Sozial- und Organisationspädagogik baut mit Studierenden ein Netzwerk auf und erforscht die Bildungsbiografien der jungen Leute.

Quelle: Pressemitteilung der Stiftung Universität Hildesheim vom 12.05.2016

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„Hilfe für junge Volljährige gem. § 41 SGB VIII“ am 15.06. in Potsdam

Posted on Mai 11, 2016. Filed under: Brandenburg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Rechtsanwalt Benjamin Raabe wird am 15.06. in Potsdam für die BOJE Beratungs- und Ombudsstelle Kinder- und Jugendhilfe Brandenburg e.V. eine Fortbildung zum Thema „Hilfe für junge Volljährige gem. § 41 SGB VIII“ halten.

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Vorlesung “Die Empfehlungen für die niedersächsische Pflegekinderhilfe” am 09.06. an der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel

Posted on Mai 9, 2016. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie veranstaltet 2016 wieder eine Ringvorlesung zum Themenbereich “Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege”. Die öffentlichen Veranstaltungen der Ringvorlesung sollen Studierende und Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendämtern, von freien Trägern der Kinder– und Jugendhilfe und – nicht zuletzt – Pflegeeltern unter dem Oberthema „Vollzeitpflege“ zusammenführen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben.

Am 09. Juni 2016 referieren an der Ostfalia Hochschule Wolfenbüttel:

  • Dr. Christian Erzberger (GISS):
    A never ending Story: Die Empfehlungen für die niedersächsische Pflegekinderhilfe
  • Anna Mühlmann und Astrid Staudinger (Familien für Kinder GmbH):
    Wenn Pflegekinder flügge werden, gibt es viel zu bewältigen

Informationsflyer

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„Durchblick“ Infos für deinen Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben

Posted on März 2, 2016. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoDie neue IGfH-Broschüre „Durchblick. Infos für deinen Weg aus der Jugendhilfe ins Erwachsenenleben“ von Britta Sievers und Severine Thomas richtet sich an Jugendliche und junge Erwachsene, die in Wohngruppen, Pflegefamilien oder anderen stationären Hilfeformen leben und bei denen das Hilfeende bzw. der Auszug absehbar sind.

Die Broschüre kann auch gut von Fachkräften genutzt werden, denn sie bietet in 9 Kapiteln einen systematischen Überblick über wichtige Themenfelder, die in der Übergangsbegleitung eine Rolle spielen. Sie kann dazu beitragen, den jungen Menschen Orientierung im Prozess des Übergangs zu geben. Dazu vermittelt die Broschüre in kurzen Texten eine Vielzahl wichtiger Informationen und gibt zudem Hinweise zu weiterführenden Materialien, Formularen, Links und Apps.

Inhalt:

  • Erwachsen werden in der Wohngruppe / Pflegefamilie (Übergangsvorbereitung, betreute Wohnformen, Hilfe für junge Volljährige)
  • Endlich 18! (Rechtliche Änderungen mit der Volljährigkeit)
  • Wohnen (Infos rund um die Wohnungssuche; Mietvertrag, Umzug etc.)
  • Geld (Umgang mit Geld, eigenes Konto, Leistungsansprüche zur Existenzsicherung)
  • Versicherungen (Kranken- und Haftpflichtversicherung)
  • Schule (Schulabschlüsse, alternative Wege zum Abschluss)
  • Ausbildung / Trainings / Studium (Berufsorientierung, Ausbildungsplatzsuche, Bewerbungen, Studium etc.)
  • Weitere Hilfen (Ombudsstellen, Übersicht über diverse Hilfsangebote)
  • Mein Leben. (Gesundheit, Ernährung, Sexualität, Medien, Beziehungen etc.)

nähere Informationen

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Vorlesung “Abbrüche von Fremdpflegeverhältnissen” am 09.03. an der HAWK Holzminden

Posted on Februar 9, 2016. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie veranstaltet 2016 wieder eine Ringvorlesung zum Themenbereich “Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege”. Die öffentlichen Veranstaltungen der Ringvorlesung sollen Studierende und Lehrende, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus Jugendämtern, von freien Trägern der Kinder– und Jugendhilfe und – nicht zuletzt – Pflegeeltern unter dem Oberthema „Vollzeitpflege“ zusammenführen. Eine Teilnehmergebühr wird nicht erhoben.

Am 09. März 2016 referieren an der HAWK Holzminden:

  • Dr. Eric van Santen (DJI):
    Abbrüche von Fremdpflegeverhältnissen
  • Carolin Ehlke (Universität Hildesheim):
    Übergänge von Jugendlichen aus der HzE ins Erwachsenenleben

Informationsflyer

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„Hilfen nach §§ 30, 34, 35 und 41 SGB VIII: zwischen Bedarf und Problemen der Durchsetzung“ am 02.03. in Berlin

Posted on Februar 3, 2016. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

An 02.03. veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. in Berlin eine Fortbildung zum Thema „Hilfen nach §§ 30, 34, 35 und 41 SGB VIII: zwischen Bedarf und Problemen der Durchsetzung“ mt Rechtsanwalt Benjamin Raabe.

Es gibt immer wieder Versuche, aus einer stationären eine ambulante Jugendhilfe zu machen und Jugendliche an das Jobcenter zu verweisen, das dann Miete und Hilfe zum Lebensunterhalt übernehmen soll. Wir wollen in dieser Fortbildung anhand von Fallbeispielen den Erziehungsbedarf (§§ 27 ff.) und den Bedarf junger Volljähriger auf Jugendhilfe erörtern, die Unterschiede zwischen den Hilfen nach §§ 30, 34 und 35 SGB VIII herausarbeiten sowie die Zuständigkeiten der Jobcenter und der Jugendämter feststellen.

Die Fortbildung richtet sich an interessierte Fachkräfte, die Wissen über Rechtsansprüche und Verfahrensregeln in der Jugendhilfe erwerben, auffrischen oder vertiefen möchten.

Eine Anmeldung ist bis zum 25.02. möglich.

nähere Informationen

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„Junge Volljährige suchen (Aus)Wege! Von Prachtstraßen, Sackgassen und Wendepunkten“ am 15.01. in Hamburg

Posted on November 30, 2015. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Situation von jungen Volljährigen und Jugendlichen zum Ende der Jugendhilfe ist das Thema der Fachtagung „Junge Volljährige suchen (Aus)Wege! Von Prachtstraßen, Sackgassen und Wendepunkten“, die am 15.01.2016 in Hamburg stattfindet und vom AFET und sme-Jugendhilfezentrum (stadtteilbezogene milieunahe Erziehungshilfen e.V.) veranstaltet wird.

Mit Bezugnahme auf die Debatten des 14. Kinder- und Jugendberichts werden Antworten auf ausgewählte Fragestellungen zu dem Themenkomplex gesucht. Diskutiert werden soll unter anderem, wie sich die Situation von jungen Volljährigen in der Kinder- und Jugendhilfe und insbesondere in der Erziehungshilfepraxis ausgestaltet, welcher pädagogische, fachliche und politische Nachhol- oder Handlungsbedarf in der Erziehungshilfe besteht, welche Verselbständigungskonzepte praxisnah zu realisieren sind, welche neuen Konzepte benötigt werden und welche Rolle dabei die öffentlichen Träger haben.

Neben theoretischen Inputs und Vorträgen werden in Fachforen zu den Themen Verselbständigungskonzepte, Junge Flüchtlinge, Eingliederungshilfe, psychische Erkrankungen und berufliche Übergänge bestehende Erfahrungen und Konzepte vorgestellt und diskutiert.

nähere Informationen

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DJI Impulse 2/2015: Warum Jugendliche bei der Ausbildungsplatzsuche scheitern

Posted on November 3, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Rund 250.000 Jugendliche finden in Deutschland jedes Jahr keinen Ausbildungsplatz – obwohl die Wirtschaft nach Fachkräften sucht. Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts analysiert in seiner neuen Ausgabe, welche Gruppen von Jugendlichen besonders benachteiligt werden und welche Unterstützung sie benötigen, um den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen. Durch den demografischen Wandel und steigende Studierendenzahlen ist die Konkurrenz um Ausbildungsplätze im dualen System stark gesunken.

Das aktuelle Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts „DJI Impulse“ erscheint unter dem Titel „Geschlossene Gesellschaft. Warum der Einstieg in die Ausbildung für viele Jugendliche schwierig ist“. Darin setzen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Jugendinstituts (DJI) sowie anderer renommierter Forschungsinstitute damit auseinander, welche jungen Menschen besonders unter der Ausbildungssituation leiden: Diejenigen ohne Schulabschluss oder „nur“ mit einem Hauptschulabschluss, diejenigen mit Migrationshintergrund und Jugendliche, die eine Behinderung haben. Auch Frauen zählen zunächst zu den Benachteiligten: Wenn sie jedoch einen Ausbildungsplatz gefunden haben, erreichen sie häufig Berufe mit hohem Status.

Im europäischen Vergleich ist die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland niedrig. Warum die Statistiken in die Irre führen können und das deutsche Berufsbildungssystem nicht einfach von anderen Ländern nachgeahmt werden kann, erläutern zwei Gastautoren in einem ausführlichen Dossier.

Das Forschungsmagazin „DJI Impulse“ berichtet allgemein verständlich über die wissenschaftliche Arbeit am Deutschen Jugendinstitut, einem der größten sozialwissenschaftlichen Institute für Forschung und Entwicklung in Deutschland. Vier Mal jährlich informieren Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler über relevante Themen aus den Forschungsbereichen Familie, Jugend, Kindheit, Migration, Bildung, Ausbildung und Arbeit. Das Abonnement ist kostenlos. Mehr Informationen sind im Internet verfügbar unter www.dji.de/impulse

zur aktuellen Ausgabe DJI Impulse 2/2015

Quelle: DJI-Medieninformation vom 28.10.2015

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Dokumentation der Tagung „Von Care Leavern lernen“ online

Posted on Oktober 30, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die Fachtagung „Von Care-Leavern lernen! – Übergänge junger Menschen aus stationären Erziehungshilfen“, die SOS Kinderdörfer, die IGfH und die Universität Hildesheim am 17. und 18.09.2015 in Berlin ausrichteten, setzte an den Erfahrungen von jungen Menschen im Übergang aus der Erziehungshilfe an.

Care-Leaver wirkten als Expertinnen und Experten in eigener Sache im gesamten Programm mit. So entstand Raum für einen Austausch über die aktuelle Fachdiskussion zu Übergängen aus der stationären Erziehungshilfe und zu den Erfahrungen von jungen Menschen, die diesen Übergang selbst erlebt haben. Die Tagung widmete sich wesentlichen Lebensbereichen und Aspekten im Übergang in das Erwachsenenleben. Es wurden Anforderungen an die Übergangsbegleitung sowie an eine nachhaltige Infrastruktur entwickelt. Hierzu wurden auch Erfahrungen aus dem Ausland vorgestellt und diskutiert.

Die Tagung war mit 200 Teilnehmer_innen – darunter ca. 25 junge Erwachsene – sehr gut besucht. Die Präsentationen aus der Tagung finden Sie auf der Homepage der IGfH.

Im Anschluss an die Tagung fand am 18. und 19.09.2015 ausgerichtet von der IGfH und der Universität Hildesheim ein internationaler Expertenworkshop zum Thema „Rights in the Transition Process – Support and Participation of Care Leavers“ statt, dessen Dokumentation sie ebenfalls hier auf der Homepage der IGfH finden.

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Studie: Mehr als 20.000 vom System „entkoppelte“ Jugendliche

Posted on Juli 22, 2015. Filed under: Erziehungsstellen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Die meisten Jugendlichen können den Übergang ins Erwachsenenalter nutzen, um ihren Bildungsweg einzuschlagen und Freiwilligendienste oder Praktika einzulegen, während jedoch eine Gruppe von ihnen scheitert: die sogenannten „entkoppelten Jugendlichen“. Sie drohen sowohl aus dem Bildungssystem und der Erwerbsarbeit, als auch aus allen Hilfestrukturen herauszufallen. Dabei handelt es sich nicht um Einzelfälle, sondern Schätzungen zufolge inzwischen bereits um mehr als 20.000 junge Menschen, die nach Wahrnehmung der Fachkräfte aus dem Jugendbereich unter zunehmenden seelischen und psychosozialen Störungen leiden. Dies ergab eine heute veröffentlichte Studie des Deutschen Jugendinstituts im Auftrag der Vodafone Stiftung Deutschland.

„Niemandem kann gleichgültig sein, dass so viele Jugendliche in einer so schwierigen Lage sind, und wir hoffen die Studie hilft der Bundesregierung bei der Verbesserung der Jugendhilfe, die sie sich ja für diese Legislaturperiode vorgenommen hat“, so Stiftungsgeschäftsführer Dr. Mark Speich. Die Studie zeigt, an welchen Punkten des Lebensverlaufs der Jugendlichen die Weichen oft falsch gestellt werden und wie die Jugendhilfe dort verstärkt werden sollte. Die damit verbundenen Kosten wären auch gesamt-gesellschaftlich gesehen eine gute Investition, denn laut der Studie zeigen bereits früher durchgeführte wissenschaftliche Berechnungen: Für jeden im Rahmen der Jugendhilfe ausgegebenen Euro werden im weiteren Lebensverlauf das Dreifache an Mitteln entweder an staatlichen Ausgaben eingespart oder durch Steuer- und Wertschöpfung Einnahmen zusätzlich erzielt.

Früherkennung von Risikolagen muss verbessert werden
Zu den in der Studie vorgeschlagenen Maßnahmen, zählt unter anderem eine noch bessere Früherkennung von Risikolagen. Schließlich kommen viele der betroffenen Jugendlichen aus stark belasteten Familien, in denen sie emotionale Vernachlässigung, Verwahrlosung und Gewalt erlebt haben, wovon die Jugendhilfe erst zu spät erfahren hat. Um dem vorzubeugen, sollten beispielsweise Lehrer in ihrer Aus- und Fortbildung noch stärker hierfür sensibilisiert werden, und an allen Schulen sollte es eine angemessene Schulsozialarbeit geben sowie einen direkten Ansprechpartner beim Jugendamt für problematische Fälle.

Unbürokratischere und effektivere Hilfestrukturen nötig
Wenn die Jugendlichen einmal in den staatlichen Hilfestrukturen sind, sollten diese so unbürokratisch und effektiv wie möglich gestaltet werden. Bisher arbeiten die zuständigen Behörden in der Regel nach ihren standardisierten Vorgaben, die jedoch den besonders brüchigen Lebensläufen und komplexen Problemlagen der „entkoppelten Jugendlichen“ nicht gerecht werden (können). Deshalb sollten für diese Jugendlichen künftig alle Angebote gebündelt werden, so dass sie nicht mit zu vielen Ansprechpartnern und Antragsverfahren konfrontiert, sondern aus einer Hand betreut werden, wobei auch Sozial- und Berufspädagogen ebenso wie Psychologen für sie bereitstehen sollten. Diese Angebote sollten besonders niedrigschwellig sein sowie eine individuelleren Beratung und Begleitung der Jugendlichen vorsehen – etwa in Form von Übergangslotsen, um ihren Weg in die Selbständigkeit vorzubereiten.

Jugendliche brauchen oft Unterstützung über das 18. Lebensjahr hinaus
Ein besonderes Problem zeigt sich schließlich, wenn die Jugendlichen volljährig werden. Viele von ihnen wachsen in der Obhut der Jugendhilfe – beispielsweise in einem Heim – auf und werden mit Beginn ihres 18. Lebensjahres in die formalrechtliche Selbständigkeit und somit auch in eine eigene Wohnung entlassen, die vom Jobcenter finanziert wird. Aus Sicht der Jugendlichen ist dies zwar zunächst verlockend, aber häufig zeigt sich, dass sie einfach noch nicht die persönliche Reife haben, um mit dieser neuen Freiheit zurechtzukommen. Sie geraten dann oft in finanzielle Schwierigkeiten, Alkohol- und Drogenprobleme und driften ab in die „falschen Kreise“. Dies blockiert auch eine erfolgversprechende Schul- und Berufsausbildung der Jugendlichen sowie ihre gesamte weitere Entwicklung. Mit anderen Worten: Ausgerechnet die jungen Menschen, die eine besonders schwere Kindheit und Jugend hinter sich haben, werden ausgerechnet in einer Lebensphase, in der sie für negative Einflüsse besonders anfällig sind, aus dem Jugendhilfesystem herausgedrängt und den neuen Anforderungen von „Erwachsenenwelt“, Bildung und Arbeitsmarkt ausgesetzt. Deshalb ist hier die Gefahr des Scheiterns besonders groß. Besser wäre es also, diesen jungen Menschen – durch eine längere sozialpädagogische Begleitung und Betreuung – die nötige Stabilität zu bieten, um sich gesund zu entwickeln und sich auf ihren schulischen und beruflichen Werdegang zu konzentrieren. „Laut deutschem Kinder- und Jugendhilfegesetz ist dies bereits heute möglich, wird aber in der Praxis zu selten angewandt, weil dies von den Kommunen finanziert werden muss, die ja unter hohem Kostendruck stehen. Deshalb muss dringend bei der anstehenden Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen sichergestellt werden, dass die Städte und Gemeinden hierfür künftig das nötige Geld bekommen“, so Markus Seidel von der Kinderhilfsorganisation Off Road Kids.

Aus Sicht des DStGB müssen dabei folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es sollte eine Anlaufstelle für alle jungen Menschen an einem Ort geben, an dem die Unterstützungsstrukturen aus allen Rechtskreisen gebündelt zusammenlaufen.
  • In ländlichen Regionen müssen geeignete Alternativen angeboten werden, zum Beispiel virtuelle Konferenzen, gemeinsame Sprechstunden an Schulen, Info-Busse oder Fahrdienste.
  • Im Rahmen der Maßnahmen sollten Kooperationen zwischen allgemeinbildenden und beruflichen Schulen, Unternehmen und Hochschulen, die Schülerinnen und Schüler frühzeitig und systematisch in der Berufs- und Studienorientierung unterstützen, angeregt werden. Die Schulen sind zwingend in die gemeinsame Arbeit einzubinden. Gegebenenfalls sollten die Länder in ihren Schulgesetzen die Schulen zu einer Kooperation auch nach Erfüllung der Schulpflicht verpflichten.
  • Örtliche Betriebe sind als Lernorte und damit als Partner im Übergang Schule – Arbeitswelt unverzichtbar. Auf der institutionellen Ebene ist dafür Sorge zu tragen, dass die Arbeitsbündnisse Jugend und Beruf gemeinsam und eigenständig agieren können. Es sollte keine neue „Behörde“ geschaffen werden. Notwendig ist aber die Prüfung, ob datenschutzrechtliche Regelungen und Verfahren eine effektive Bereitstellung trägerübergreifender und koordinierter Hilfen behindern.
  • Die von den weiterhin selbständigen Institutionen der unterschiedlichen Rechtskreise zur Verfügung gestellten Finanzmittel sollten in einem gemeinsamen Finanzpool zusammengeführt werden, damit die Fachkräfte über ein eigenes Budget verfügen.

Die Infografiken der Studie finden Sie hier

Quelle: Vodafone Stiftung Deutschland vom 11.06.2015

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Hilfen für junge Volljährige und Übergangsbegleitung – Dieser Zug endet hier. Thank you for travelling with deutsche Jugendhilfe

Posted on Juli 21, 2015. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , |

Die neue Jugendhilfe-aktuell des LWL-Landesjugendamtes Westfalen ist mit dem Schwerpunktthema: Hilfen für junge Volljährige und Übergangsbegleitung – Dieser Zug endet hier. Thank you for travelling with deutsche Jugendhilfe erschienen. Sie enthält folgende Beiträge:

  • Einführung: Ein Zug nimmt Fahrt auf!
  • Erwachsen werden ohne öffentliche Verantwortung? – Hilfen für junge Volljährige und Care Leaver im Blick
  • Wie viel Jugend lässt die Jugendhilfe zu? … das Beispiel: Care Leaver
  • Junge Volljährige in den erzieherischen Hilfen – Befunde der Kinder- und Jugendhilfestatistik für Nordrhein-Westfalen
  • Care Leaver auf dem Weg in ein eigenständiges Leben – Übergänge aus stationären Erziehungshilfen kreativ denken und begleiten
  • Aufbau von Kompetenzen einer selbstständigen Lebensführung im Rahmen der Hilfen zur Erziehung und der Hilfe für junge Volljährige
  • Bildungschancen für Care Leaver sichern!
  • Fliegen müssen ohne flügge zu sein? – Wenn Pflegekinder volljährig werden
  • Thank you for travelling with Deutsche Jugendhilfe – Ein Erfahrungsbericht von Careleavern
  • Wie lassen wir uns an der Verselbstständigung junger Menschen beteiligen?
  • Rechtliche Betreuung ist keine „Entwicklungshilfe“ – Junge Erwachsene zwischen Jugendhilfe und rechtlicher Betreuung
  • Rezension: Jugendhilfe – und dann? Zur Gestaltung der Übergänge junger Erwachsener aus stationären Erziehungshilfen

Darüber hinaus gibt es wie immer aktuelle Informationen aus allen Feldern der Kinder- und Jugendhilfe.

zum Download

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Verzeichnis zu den Einrichtungen und betreuten Wohnformen für volljährige Menschen mit Behinderung in Bayern

Posted on April 9, 2015. Filed under: Bayern | Schlagwörter: , |

Mitte 2014 erhob das Bayerische Landesamt für Statistik umfangreiche Daten zu den Einrichtungen und betreuten Wohnformen für volljährige Menschen mit Behinderung. Adress- und Eckdaten stehen jetzt in einem Verzeichnis zur Verfügung.

Alle zwei Jahre erhebt das Bayerische Landesamt für Statistik im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration Daten zu den Einrichtungen für volljährige Menschen mit Behinderung.

Im jetzt veröffentlichten Verzeichnis finden Sie zum Stand 1. Juli 2014 für 732 Einrichtungen folgende Angaben:

  • Adressdaten der Einrichtungen sowie der Träger
  • Informationen zur Trägerart
  • Informationen zur Art der Einrichtung
  • Zahl der verfügbaren Plätze und der Kurzzeitplätze

Das Verzeichnis „Einrichtungen und betreute Wohnformen für volljährige Menschen mit Behinderung in Bayern 2014“ kann als Datei oder als Druckausgabe zur Verfügung gestellt werden. Weitere Informationen hierzu erhalten Sie beim Vertrieb per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Telefon (089 2119-3205) oder Fax (Fax-Nr. 089 2119-3457).

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesamtes für Statistik vom 09.04.2015

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AGJ veröffentlicht Diskussionspapier zur Care-Leaver-Debatte

Posted on Oktober 15, 2014. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Junge Volljährige haben nach der stationären Hilfe zur Erziehung einen erhöhten Unterstützungsbedarf. Vor dem Hintergrund der aktuellen Debatte diskutiert die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ Herausforderungen für die Kinder- und Jugendhilfe und möchte so zu einer stärkeren Thematisierung beitragen.

Durchschnittlich verlassen junge Männer und Frauen in Deutschland ihr Elternhaus mit 24 oder 25 Jahren. So wohnten 29 Prozent der 25-Jährigen (20 Prozent der jungen Frauen und 37 Prozent der jungen Männer) im Jahr 2009 noch im Haushalt der Eltern. Dagegen müssen junge Menschen, die in einem Heim, einer Wohngruppe oder Pflegefamilie aufgewachsen sind, den Übergang in die Selbständigkeit bereits in der Regel mit 18 Jahren bewältigen. Im Gegensatz zu Kindern, die in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen, verfügen viele dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen jedoch über weniger stabile private Netzwerke und geringere materielle Ressourcen.

Erschwerte Übergänge und vielfältige Benachteiligung

Care Leaver haben deshalb einen erhöhten Unterstützungsbedarf, sind anfälliger für Wohnungslosigkeit, unterliegen einem erhöhten Armutsrisiko und weisen beim Aufbau von Sozialbeziehungen meist größere Schwierigkeiten auf als Gleichaltrige jenseits der Fremdunterbringung.

Die AGJ richtet den Fokus der Care-Leaver-Debatte daher auf die bislang wenig beachtete Bewältigung dieser Übergänge, die sperrigen rechtlichen und institutionellen Verfasstheiten sowie auf den Unterstützungsbedarf. Betrachtet werden dabei auch die Schnittstellen mit anderen sozialen Unterstützungssystemen sowie Unterstützungsmöglichkeiten im internationalen Vergleich.

Handlungserfordernisse und Handlungsoptionen

Zusammengefasst benennt die AGJ folgende dringende fach- und sozialpolitische Herausforderungen in Deutschland:

  • Rechte von jungen Menschen mit Jugendhilfeerfahrungen unterstützen – Rechtsanspruch präzisieren und ausweiten
  • Kinder- und Jugendhilfe muss auch nach dem Ende einer stationären Maßnahme zuständig bleiben
  • Kooperationsverpflichtungen auch für andere Leistungsträger
  • Niedrigschwellige nachgehende Angebote und Orte des zeitweiligen Zurückkommens
  • Sichtbarwerden und Enttabuisierung der biografischen Erfahrungen – Unterstützung der Selbstorganisation und Positionierungen junger Menschen
  • Bildungschancen sichern
  • (Unbegleitete) Minderjährige Flüchtlinge als eigene Zielgruppe wahrnehmen

zum ausführlichen Diskussionspapier

Quelle: Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe – AGJ vom 15.10.2014

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Care Leaver für Forschungsprojekt „Rechte im Übergang“ gesucht

Posted on Oktober 2, 2014. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Nach Abschluss des Projektes „Was kommt nach der stationären Erziehungshilfe?“ wird die Forschung über Care Leaver nun mit dem vom 01.06.2014 bis 31.05.2016 laufende Projekt „Rechte im Übergang“ unter der Projektleitung von Britta Sievers weitergeführt.

Die IGfH und die Uni Hildesheim suchen dafür junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren, die einen Teil ihres Lebens in stationären Erziehungshilfen verbracht und von dort aus den Weg in ein eigenständiges Leben begonnen haben. Sie können in leitfadengestützten Interviews über ihre Erfahrungen berichten, um die Perspektive der Betroffenen stärker in den Fachdiskurs einzubringen und die Rechte künftiger Care Leaver zu stärken. In Workshops sollen gemeinsam mit betroffenen jungen Menschen Vorschläge gesammelt werden, wie die Übergangsbegleitung verbessert werden kann.

Fachkräfte aus den stationären Erziehungshilfen und der Pflegekinderhilfe werden gebeten Kontakte zu Care Leavern herzustellen, die zu einem persönlichen Gespräch und/oder zu einer Mitwirkung an den Beteiligungsworkshops bereit sein könnten.

nähere Informationen mit einem Infoschreiben an Fachkräfte und einer Postkarte zur Information interessierter Care Leaver

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Fachtag „Der schwierige Weg eines Pflegekindes ins Erwachsenenleben“ am 18.10. in Stuttgart

Posted on September 19, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der Fachtag der Pflegeelternschule Baden-Württemberg am 18.10. in Stuttgart beschäftigt sich mit dem Thema „Der schwierige Weg eines Pflegekindes ins Erwachsenenleben“.

Am Vormittag werden durch Impulsreferate verschiedener ReferentInnen Schlaglichter aus verschiedenen Bereichen auf das Thema geworfen. Nachmittags werden in Arbeitsgruppen Fragen bearbeitet. Zum Abschluss erfolgt eine gemeinsame Auswertung. Kinderbetreuung wird angeboten.

nähere Informationen

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Artikel „Es war ein guter Übergang“

Posted on August 30, 2014. Filed under: Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Von ihrer Verselbständigung berichtet die 20-jährige Angelina im Artikel „Es war ein guter Übergang“ in den Grafschafter Nachrichten vom 30.09.2014. Die junge Frau wohnte nach dem Auszug aus ihrer Pflegefamilie eine Zeit lang in einer betreuten Wohngemeinschaft für Mädchen.

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„Hilfen für junge Volljährige – § 41 SGB VIII“ am 17.09. in Berlin

Posted on August 5, 2014. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Am Mittwoch, den 17.09.2014 von 09.00 bis 15.00 Uhr veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. eine Fortbildung zum Thema „Hilfen für junge Volljährige – § 41 SGB VIII„. Diese Veranstaltung beschäftigt sich insbesondere mit den Rechten der über 18-jährigen.

Wie wird die Hilfeentscheidung im Jugendamt getroffen (Hilfeplanung) und welche Rechte haben die Betroffenen im Hilfeplanverfahren? Welche Möglichkeiten gibt es Betroffenenrechte durchzusetzen und wann ist das Jugendamt zuständig und wann das JobCenter oder das Sozialamt?

Ziel der Veranstaltung ist es junge Volljährige in Zukunft besser umfassend zu unterstützen und das Verfahren zwischen den Ämtern kompetent begleiten zu können. Die Fortbildung richtet sich an Fachkräfte der Jugendhilfe, die sich zu dieser speziellen Thematik kompakt weiterbilden wollen.

TeilnehmerInnen können sich per Mail, Brief oder telefonisch bis zum 09.09.2014 beim Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. anmelden.

Veranstaltungsflyer

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Neues Projekt der Forschungsgruppe Pflegekinder

Posted on März 9, 2014. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Im März 2014 startet das Projekt „Eine gute Entwicklung von Pflegekindern im Erwachsenenalter“ der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen. Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren und wird von Daniela Reimer und Christina Wilde bearbeitet.

Im Rahmen des Projektes soll die Nachhaltigkeit einer guten Entwicklung von Pflegekindern im Erwachsenenalter untersucht werden. Die Untersuchungsgrundlage bilden kontrastiv ausgewählte Biografien von (ehemaligen) Pflegekindern mit denen im Rahmen von zurückliegenden Projekten bereits biografisch-narrative Interviews geführt wurden und die nun erneut interviewt werden. Entwicklungslinien von Pflegekindern können so über einen längeren Zeitraum nachvollzogen und differenziert analysiert werden. Der besondere Reiz liegt darin, dass die ersten Interviews bis zu sieben Jahre zurückliegen und die Interviewpartner in der Zwischenzeit den Übergang ins junge Erwachsenenalter vollzogen haben.

Die Untersuchung soll Erkenntnisse hervorbringen, wie sich Entwicklungslinien, die sich im Jugendalter abzeichnen, im Erwachsenenalter fortsetzen und welche Faktoren für die Richtung der Entwicklung eine wichtige Rolle spielen. Dafür werden die Biografien anhand folgender Dimensionen analysiert:

Wie haben sich die Beziehungen zur Pflegefamilie und zur Herkunftsfamilie im Erwachsenenalter entwickelt und in welchen Dimensionen haben die ehemaligen Pflegekinder die sozialen Beziehungen als Ressource oder Belastung erlebt. Darüber hinaus wird untersucht wie die Autonomieentwicklung in den Biografien verlaufen ist, wie sich die Lebensziele der Pflegekinder entwickelt haben und wie günstig oder ungünstig sich der Entwicklungsverlauf hinsichtlich erfolgreicher Lebensbewährung und Sozialintegration unter Einbezug von Lebenszufriedenheit und persönlichen Verwirklichungschancen gestaltet hat.

Quelle: Newsletter der Forschungsgruppe Pflegekinder vom 07.03.2014

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PFAD Ländergremium I/2014 in Berlin

Posted on Februar 13, 2014. Filed under: Berlin, Finanzielles, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Unter dem Titel „Hilfe zur Erziehung selber finanzieren?“ werden sich die Delegierten der Mitgliedsorganisationen im PFAD Bundesverband e.V. bei ihrem Ländergremium I/2014 zusammen mit Referentin Gila Schindler am 05./06.04. in Berlin mit dem Thema Kostenheranziehung für junge Menschen, die in Pflegefamilien leben, beschäftigen.

„Das Jugendamt nimmt mir den größten Teil von meinem mickrigen Lehrlingsgehalt weg?! Das sehe ich nicht ein!“ Pflegeeltern, die mit derart empörten Fragen konfrontiert sind, fällt es schwer, die Kostenheranziehung ihrer Pflegekinder einfach hinzunehmen. Setzt so etwas nicht die positive Wirkung bisheriger Investitionen in die Erziehung ihrer Kinder aufs Spiel?

Welche Regeln gelten zur Kostenheranziehung junger Menschen, die in Hilfe zur Erziehung leben? Was ist die Intention des Gesetzgebers? Welchen Interpretationsspielraum bietet das Gesetz und wie setzt man diesen ein? Welche Alternativen gibt es sonst? Im ersten Ländergremium 2014 wollen wir uns im Gespräch mit RA Gila Schindler Klarheit über diese Thematik verschaffen. Wir werden Aufgaben des Verbandes zur Verbesserung der Situation von jungen Menschen, die in Pflegefamilien aufwachsen, herausarbeiten. Das Thema Hilfen zur Erziehung, finanzielle Leistungen für Jugendliche und junge Erwachsene und Lehrlingsvergütung wollen wir unter dem Motto: „Was wurde erreicht? Was muss verbessert werden?“ aufgreifen und PFAD-Forderungen formulieren.

Veranstaltungsflyer

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Dokumentation des PFAD-Fachtages 2013: „Komplizierte Wege ins Erwachsenenleben“

Posted on Februar 6, 2014. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Wie müssen Hilfen für junge Menschen ausgestaltet werden, damit sie ihnen zu einer soliden Verselbstständigung verhelfen und in dieser sensiblen Zeit nicht bereits erreichte Entwicklungserfolge wieder aufs Spiel setzen? Bei diesem Fachtag rückte PFAD ein wichtiges Thema in den politischen Fokus.

Die filmische Dokumentation des PFAD Fachtags 2013 in Frankfurt/Main „Komplizierte Wege ins Erwachsenenleben“ kann ab sofort bestellt werden. Sie enthält Aufzeichnungen der Grußworte von Dagmar Trautner und Ingrid Fischbach, Vorsitzende der Arbeitsgruppe Familie der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, die Vorträge von Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner: „Angebote und Leistungen – Sozialrechtliche Perspektiven für junge Menschen“ und Prof. Dr. Regine Rätz: „Professionelle sozialpädagogische Herausforderungen“ sowie die Ergebnisse des Worldcafés mit den Forderungen der TeilnehmerInnen an Jugendhilfe und Politik.

DVD: 5 Euro zuzüglich Versandkosten.
Zu bestellen bei PFAD Bundesverband e.V., Oranienburger Straße 13–14, 10178 Berlin, E-Mail: info@pfad-bv.de

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IGfH-Positionspapier: „Jugendhilfe – und dann? Care Leaver haben Rechte! Forderungen an Politik und Fachpraxis“

Posted on Februar 4, 2014. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Das Positionspapier  der Internationale Gesellschaft für erzieherische Hilfen e.V. (IGfH) und des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim stellt fünf zentrale Forderungen auf, deren Umsetzung die Lebenssituation der jungen Menschen im Übergang verbessern soll.

Care Leaver sind junge Menschen, die einen Teil ihres Lebens in öffentlicher Erziehung – z.B. in Wohngruppen oder Pflegefamilien – verbracht haben und sich am Übergang in ein eigenständiges Leben befinden. Im Gegensatz zu Kindern, die in ihren Herkunftsfamilien aufwachsen, verfügen viele dieser Jugendlichen und jungen Erwachsenen kaum über stabile private Netzwerke und ausreichende materielle Ressourcen. Dennoch wird von ihnen in der gängigen Hilfepraxis erwartet mit Eintritt der Volljährigkeit selbständig zu leben.

So werden Hilfen im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe nur selten über das 18. Lebensjahr hinaus verlängert und eine Nachbetreuung ist zeitlich bzw. im Umfang stark begrenzt. Diese Erwartung entspricht nicht den erhöhten Herausforderungen, die an junge Erwachsene gegenwärtig gestellt werden, sowie den biographischen Belastungen dieser jungen Menschen.

Das Positionspapier „Jugendhilfe – und dann? Care Leaver haben Rechte! – Forderungen an Politik und Fachpraxis“ der IGfH und des Instituts für Sozial- und Organisationspädagogik der Universität Hildesheim stellt fünf zentrale Forderungen auf, deren Umsetzung die Lebenssituation der jungen Menschen im Übergang, für die die Gesellschaft eine besondere Verantwortung trägt, verbessern würde. Das Papier wurde auf einer bundesweiten Tagung am 05. Dezember 2013 in Berlin vorgestellt.

Die Forderungen, die aus einem Forschungsprojekt erwuchsen, beinhalten folgende Dimensionen:

  • Die Rechte der Care Leaver müssen durchgesetzt werden
  • Care Leaver für Care Leaver! Selbstorganisation stärken
  • Zuständig bleiben! Dienstleistungsinfrastruktur für Care Leaver schaffen
  • Bildungschancen sichern
  • Die Jugendhilfe muss die veränderte Jugendphase anerkennen

ausführliches Positionspapier
weitere Materialien der Tagung

Quelle: Fachkräfteportal der Kinder- und Jugendhilfe vom 31.01.2014

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„Optionen für den Übergang – Jugendliche in der stationären Erziehungshilfe auf dem Weg in die Eigenständigkeit“am 03./04.04. in Berlin

Posted on Januar 27, 2014. Filed under: Berlin, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Mit einem umfangreichen Programm gestaltet das Sozialpädagogische Institut (SPI) des SOS-Kinderdorf e.V. am 03./04.04. in Berlin die Fachtagung „Optionen für den Übergang – Jugendliche in der stationären Erziehungshilfe auf dem Weg in die Eigenständigkeit„.

Um Anmeldung bis zum 21.03. wird gebeten.

Veranstaltungsflyer

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PFAD Fachzeitschrift 04/2013: “Komplizierte Wege ins Erwachsenenleben”

Posted on November 2, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Mit dem Thema “Komplizierte Wege ins Erwachsenenleben” beschäftigt sich Ausgabe 04/2013 der PFAD Fachzeitschrift für die Pflege- und Adoptivkinderhilfe.

Aus dem Vorwort der PFAD Bundesvorsitzenden, Dagmar Trautner:
„Mit Unterstützung durch die Jugendhilfe konnten Pflegekinder bei ihren Pflegeeltern Entwicklungsrückstände aufholen, neue tragfähige Bindungen entwickeln und emotionale Sicherheit erleben. In der Schlussphase der Hilfe zur Erziehung wird bereits Erreichtes oft durch fehlendes Einfühlungsvermögen in die Lebenswelt des Jugendlichen und das Beenden individueller Hilfen aufs Spiel gesetzt. Schwer zu motivierende Jugendliche lassen sich mit dem Argument der mangelnden Mitwirkungsbereitschaft problemlos aus dem Jugendhilfesystem ausgliedern. Unser Fachtag in Frankfurt und die Beiträge dieser Zeitschrift zeigen deutlich, wie wichtig es ist, auch komplizierte Wege ins Erwachsenenleben ausreichend und lange genug zu begleiten. Die finanziellen Aufwendungen für qualifiziertes Personal und eine über das 18. Lebensjahr hinausgehende Leistung der Jugendhilfe sind für unsere Gesellschaft gut angelegt.“

Über das Schwerpunktthema dieser Ausgabe hinaus informiert das Heft wieder über aktuelle Entwicklungen aus der Pflege- und Adoptivkinderhilfe, neue Literatur, aus dem PFAD-Verband und den Bundesländern.

einige Inhalte:

  • Zusammenfassung der Vorträge und Diskussionsergebnisse des PFAD Fachtags am 24. September in Frankfurt am Main
  • Severine Thomas: Hilfe am Ende? Erwachsenwerden in stationären Erziehungshilfen .
  • Carmen Thiele: Zwischen Vulkanen und Eisbergen – Wege und notwendige Irrwege von Pflege- und Adoptivkindern zum „Erwachsenwerden“
  • PFAD Umfrage: Es bleibt durch das ganze Leben – Wie haben Sie die Verselbstständigung Ihres Pflege- bzw. Adoptivkindes erlebt?
  • Margit Huber: Vergeben und verzeihen – Schritte auf dem Weg zur emotionalen Reife
  • Stefan Betzoldt: Familiengericht und Vormund/Pfleger – Zusammenarbeit zum Wohl des Kindes

Für Abonnenten und PFAD-Mitglieder steht die aktuelle Ausgabe ab sofort zum Download zur Verfügung unter www.schulz-kirchner.de/shop.
Die Printausgabe wird Mitte November ausgeliefert.

Die PFAD Redaktion erreichen Sie per Mail unter Margit.Huber@pfad-bv.de.

 

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PFAD Fachtag am 24.09. in Frankfurt/Main – Noch wenige Plätze frei!

Posted on August 31, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Der Fachtag “Komplizierte Wege ins Erwachsenenleben” des PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. wird sich am 24.09. in Frankfurt/Main mit dem Thema “Übergänge von Kindern, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen konnten” beschäftigen.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

PD Dr. Karl Heinz Brisch beleuchtet in seinem Vortrag “Bindung und Ablösung bei Jugendlichen mit „mehreren Eltern” die psychologische Seite, Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner referiert unter dem Thema „Angebote und Leistungen” die sozialrechtlichen Perspektiven für junge Menschen und Prof. Dr. Regine Rätz widmet sich in ihrem Beitrag den professionellen sozialpädagogischen Herausforderungen. Bei einem Worldcafé werden anschließend mit allen TeilnehmerInnen Strategien erörtert, die dazu beitragen die Entwicklung junger Menschen an der Schwelle des Erwachsenwerdens zu unterstützen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, es sind jedoch noch einige wenige Plätze frei.

Veranstaltungsflyer und Anmeldeformular

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Umfrage der PFAD Fachzeitschrift: Erwachsene Pflege-/Adoptivkinder und -eltern blicken zurück

Posted on August 15, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die Herbstausgabe der PFAD Fachzeitschrift wird sich Übergängen von Kindern ins Erwachsenenleben widmen, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen konnten. Um die Erfahrungen der Beteiligten in die Betrachtung dieser Phase mit einfließen zu lassen, bittet die PFAD Redaktion um Rückmeldungen zu folgenden Fragen.

Von ehemaligen Pflege- und Adoptivkindern wüssten wir gerne:

  • Wie alt waren Sie, als Sie bei Ihren Pflege-/Adoptiveltern ausgezogen sind und wie ist heute der Kontakt zu Ihren Pflege-/Adoptiveltern?
  • Wie haben Sie den Auszug aus der Pflege-/Adoptivfamilie erlebt?
  • Welche Unterstützung hatten Sie bei der Suche nach einer Wohnung und einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz?

Pflege- und Adoptiveltern bitten wir um Beantwortung folgender Frage:

  • Wie haben Sie die Verselbständigung Ihres Pflege- oder Adoptivkindes erlebt?

Ihre Beiträge werden vor Veröffentlichung selbstverständlich anonymisiert.

Um Rückmeldung bis spätestens 01.09. per Mail an Margit.Huber@pfad-bv.de wird gebeten.

Vielen Dank!

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PFAD Fachtag 2013: “Komplizierte Wege ins Erwachsenenleben” am 24.09. in Frankfurt/Main

Posted on Juli 8, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Der Fachtag “Komplizierte Wege ins Erwachsenenleben” des PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. wird sich am 24.09. in Frankfurt/Main mit dem Thema “Übergänge von Kindern, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen konnten” beschäftigen.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

PD Dr. Karl Heinz Brisch beleuchtet in seinem Vortrag “Bindung und Ablösung bei Jugendlichen mit „mehreren Eltern” die psychologische Seite, Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner referiert unter dem Thema „Angebote und Leistungen” die sozialrechtlichen Perspektiven für junge Menschen und Prof. Dr. Regine Rätz widmet sich in ihrem Beitrag den professionellen sozialpädagogischen Herausforderungen. Bei einem Worldcafé werden anschließend mit allen TeilnehmerInnen Strategien erörtert, die dazu beitragen die Entwicklung junger Menschen an der Schwelle des Erwachsenwerdens zu unterstützen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Die Anmeldefrist endet am 02.09.

Veranstaltungsflyer und Anmeldeformular

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Umfrage der PFAD Fachzeitschrift: Erwachsene Pflege-/Adoptivkinder und -eltern blicken zurück

Posted on Juli 8, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die Herbstausgabe der PFAD Fachzeitschrift wird sich Übergängen von Kindern ins Erwachsenenleben widmen, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen konnten. Um die Erfahrungen der Beteiligten in die Betrachtung dieser Phase mit einfließen zu lassen, bittet die PFAD Redaktion um Rückmeldungen zu folgenden Fragen.

Von ehemaligen Pflege- und Adoptivkindern wüssten wir gerne:

  • Wie alt waren Sie, als Sie bei Ihren Pflege-/Adoptiveltern ausgezogen sind und wie ist heute der Kontakt zu Ihren Pflege-/Adoptiveltern?
  • Wie haben Sie den Auszug aus der Pflege-/Adoptivfamilie erlebt?
  • Welche Unterstützung hatten Sie bei der Suche nach einer Wohnung und einem Ausbildungs- oder Arbeitsplatz?

Pflege- und Adoptiveltern bitten wir um Beantwortung folgender Frage:

  • Wie haben Sie die Verselbständigung Ihres Pflege- oder Adoptivkindes erlebt?

Ihre Beiträge werden vor Veröffentlichung selbstverständlich anonymisiert.

Um Rückmeldung bis spätestens 01.09. per Mail an Margit.Huber@pfad-bv.de wird gebeten.

Vielen Dank!

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„Der schwierige Weg ins Erwachsenenalter insbesondere bei Jugendlichen mit Behinderungen“ am 06.07. in Stuttgart

Posted on Juni 6, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

„Der schwierige Weg ins Erwachsenenalter insbesondere bei Jugendlichen mit Behinderungen“ heißt ein Vortrag, den Prof. August Huber von der Pflegeelternschule Baden-Württemberg am 06.07. in Stuttgart halten wird.

Kleine Pflegekinder brauchen ein Höchstmaß an Ruhe, Dauerhaftigkeit und Konfliktfreiheit im Nest der Pflegefamilie. Schulkinder wagen unter Führung des Erwachsenen Schritte im Lernen und Erleben außerhalb der Familiengemeinschaft.

Ab der Pubertät bis ins Erwachsenenalter stellen sich die Entwicklungssituation und entsprechend die pädagogische Begleitung völlig anders dar: Wie finde ich meinen eigenen Weg ins Leben, wo finde ich die Orientierung? Es ist die Zeit der Entscheidungen, des Ausprobierens, der neuen Erfahrungen; die Zeit der Irrwege, des Lernens über Versuch und Irrtum und des Immer-Wieder-Beginnens. Hilfe von den Pflegeeltern, die immer absolut wichtig sind, ist das Mutmachen, das Gespräch über den jeweiligen Scherbenhaufen, über das Wiederanfangen – ist das Dranbleiben.

Keine Erfahrung ist schädlich, wenn daraus gelernt werden kann und will. Das Denken muss schrittweise in Gang kommen. Wollen und Tun sollen in Einklang kommen – ein langer, langer Weg – wobei es gilt, den Mut nicht zu verlieren. Dies gilt vor allem für die den jungen Menschen begleitenden Erwachsenen. Die Irrwege, oft wiederholt mit immer gleichem unbefriedigendem Ergebnis, eröffnen schließlich doch einen Ausweg aus dem Labyrinth.

nähere Informationen

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PFAD Fachtag 2013: „Komplizierte Wege ins Erwachsenenleben“

Posted on Februar 22, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Der Fachtag „Komplizierte Wege ins Erwachsenenleben“ des PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. wird sich am 24.09. in Frankfurt/Main mit dem Thema „Übergänge von Kindern, die nicht bei ihren Eltern aufwachsen konnten“ beschäftigen.

Kooperationspartner der Veranstaltung ist das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

PD Dr. Karl Heinz Brisch beleucht in seinem Vortrag „Bindung und Ablösung bei Jugendlichen mit „mehreren Eltern” die psychologische Seite, Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner referiert unter dem Thema „Angebote und Leistungen” die sozialrechtlichen Perspektiven für junge Menschen und Prof. Dr. Regine Rätz widmet sich in ihrem Beitrag den professionellen sozialpädagogischen Herausforderungen. Bei einem Worldcafé werden anschließend mit allen TeilnehmerInnen Strategien erörtert, die dazu beitragen die Entwicklung junger Menschen an der Schwelle des Erwachsenwerdens zu unterstützen.

Anmeldungen sind ab sofort möglich. Die Anmeldefrist endet am 02.09.

Veranstaltungsflyer und Anmeldeformular

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„Auf dem Weg in die Volljährigkeit“ am 20.10. in Berlin

Posted on Oktober 2, 2012. Filed under: Berlin, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Auf dem Weg in die Volljährigkeit“ heißt ein Seminar, das der Aktivverbund Berlin e.V. am 20.10. anbietet.

Wenn aus Pflegekindern Jugendliche und junge Erwachsene werden, fühlen sich meistens nicht nur die jungen Menschen selbst in einer für sie nicht überschaubaren Situation, auch die Pflegeeltern vermissen oft eine fachlich versierte und ämterübergreifende Beratung und Begleitung des Verselbständigungsprozesses.
Für die meisten Pflegekinder endet die Vollzeitpflege mit Erreichen der Volljährigkeit und ist mit dem Bezug einer eigenen Wohnung verbunden – während die Mehrheit aller jungen Menschen erst einige Jahre nach der Volljährigkeit aus ihrer Familie ausziehen.

Viele Pflegefamilien kennen aus eigenem Erleben die Folgen einer zu frühen oder abrupten Beendigung der Familienpflege ohne Berücksichtigung der emotionalen und sozialen Reife des jungen Volljährigen.

Der Weg in die Volljährigkeit beginnt schon einige Zeit vor dem 18. Geburtstag. Die Entwicklung des Jugendlichen, seine Möglichkeiten, Perspektiven und Fähigkeiten werden schon vorher in Hilfeplangesprächen besprochen und Ziele benannt.

Das Seminar soll helfen, einerseits die Bedürfnisse des Jugendlichen zu definieren und andererseits über Hilfen, die zur Verfügung stehen, zu informieren. Das gilt sowohl für die Hilfen durch die Jugendhilfe als auch für alle anderen Formen der Hilfe.

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„Lotsen im Übergang – Rahmenbedingungen und Standards bei der Gestaltung von Übergängen bei Pflegekindern“ am 14./15.06. in Berlin

Posted on April 14, 2012. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , , , , |

Zur Fachtagung „Lotsen im Übergang“ – Rahmenbedingungen und Standards bei der Gestaltung von Übergängen bei Pflegekindern lädt die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe im Deutschen Institut für Urbanistik am 14.-15.06. nach Berlin ein.

Anliegen dieser Tagung ist es, die Gestaltung der verschiedenen Übergänge bei Pflegekindern zu diskutieren und dabei insbesondere auch die Rolle der „Lotsen im Übergang“, der damit befassten Fachkräfte aus der öffentlichen und freien Kinder- und Jugendhilfe in den Blick zu nehmen. Eine Inobhutnahme und Unterbringung eines Kindes bei Pflegeeltern ist oft ein emotional hoch besetzter Prozess für alle Beteiligten. Je besser aber die erste Übergangszeit gelingt, desto besser gestaltet sich in der Regel auch der sich anschließende Prozess. Maßgabe bei allem sollte immer sein, die Belastungen für die Kinder so gering wie möglich zu halten, sie soweit es geht über die neue Situation aufzuklären und Vertrauenspersonen einzubeziehen. In der Realität gestaltet sich dies oft schwierig. Welche Rahmenbedingungen und fachliche Standards braucht die Praxis hierfür?

Darüber, wie man für diese Kinder stabile Brücken bauen kann, soll im Rahmen der Tagung ein intensiver fachlicher Austausch stattfinden.

nähere Informationen

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Stiftung hilft frühtraumatisierten Kindern

Posted on Januar 18, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Steinfurter Ehepaar gründet Stiftungsfonds in der Caritas GemeinschaftsStiftung/Begleitung bei Übergang in Beruf

Steinfurt/Münster (cpm). Dauerhafte Hilfe für frühtraumatisierte Kinder und Jugendliche soll der Stiftungsfonds „Frühtraumatisierung – Hilfe und Prävention“ ermöglichen. Das Steinfurter Ehepaar Dr. med. Helga Terwey -Weber und Dr.-Ing. Hartmut Weber haben das Startkapital eingebracht, das jetzt von weiteren Spendern und Stiftern vermehrt werden kann. Aus den Erträgen soll zum Beispiel eine Begleitung betroffener Jugendlicher finanziert werden, wenn sie Schwierigkeiten beim Übergang von der Schule in den Beruf haben. Möglich ist auch die Unterstützung von Projekten zur Prävention oder zur wissenschaftlichen Untersuchung früher Traumatisierungen und ihrer Folgen. Der Stiftungsfonds ist der elfte, der unter dem Dach der Caritas GemeinschaftsStiftung im Bistum Münster gegründet worden ist.

Aus langjähriger Erfahrung in einer Praxis für Kinder- und Jugendpsychiatrie kennt Dr. med. Helga Terwey -Weber die Folgen traumatischer Erlebnisse in früher Kindheit. Teilweise zeigen sich die Auswirkungen besonders drastisch in der Pubertät. Das Paar, das selbst ein Adoptiv – und ein Pflegekind aufgenommen hat, weiß auch aus Kontakten mit anderen Adoptiv – und Pflegeeltern, welche Herausforderungen und Probleme beim Heranwachsen dieser traumatisierten Kinder entstehen können.

Die Gründung des Stiftungsfonds wurde besiegelt mit Unterschriften des Stifterpaars, des Vorsitzenden der Stiftung, Diözesancaritasdirektor Heinz-Josef Kessmann, und des Vorstandsmitglieds Christoph Bickmann.

Quelle: Caritasverband für die Diözese Münster e.V. vom 17.01.2012

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„18 Jahre alt – jetzt kann ich endlich machen, was ich will!“ am 26.11. in Stuttgart

Posted on Oktober 29, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

18 Jahre alt – jetzt kann ich endlich machen, was ich will!“ ist das Tagesseminar der Pflegeelternschule Baden-Württemberg am Samstag, den 26.11. in Stuttgart betitelt. Die Referentinnen Iris Beßler und Dr. Leni Schwarz informieren über die Möglichkeiten der Bestellung eines rechtlichen Betreuers.

nähere Informationen

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