Fachtag Vormundschaften am 27.11. in Münster

Posted on September 27, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 27.11. veranstaltet die Fachhochschule Münster zusammen mit dem LWL-Bildungszentrum Jugendhof Vlotho und dem LWL-Landesjugendamt Westfalen einen „Fachtag Vormundschaften“ in Münster.

Die Fachtagung Vormundschaften möchte sich mit den Entwicklungen seit Inkrafttreten der Vormundschaftsrechtsänderung befassen, aktuelle Fragen der Fachpraxis aufgreifen und vorausschauend Vorschläge für die Gestaltung der 2. Stufe einer Vormundschaftsrechtsänderung erarbeiten.

nähere Informationen

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Fachtagung “Pflegeelternrechte im Umbruch” am 12.10. in Herrieden

Posted on September 19, 2013. Filed under: Bayern, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Die Fachtagung des PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. beschäftigt sich heuer mit dem Thema “Pflegeelternrechte im Umbruch“. Sie findet am 12.10. in Herrieden im Landkreis Ansbach statt.

Als Hauptreferentin konnte Frau RAin Gila Schindler zum Thema “Pflegekinder und ihre Pflegeeltern – rechtlos, oder?” gewonnen werden. Am Nachmittag finden weitere Arbeitkreise statt:

  1. Zuständigkeitswechsel der Jugendämter oder von Jugendamt zum Bezirk und Kontinuität der Hilfe zur Erziehung
    Leitung: Gila Schindler, Rechtsanwältin aus Heidelberg
  2. Erbrechtliche Absicherung von Pflegekindern / Elternunterhalt
    Leitung: Karin Meyer-Weber, Rechtsanwältin aus Ansbach
  3. Rückführung / Herausgabeverlangen
    Leitung: Gerd Schneider, Rechtsanwalt aus Metzingen
  4. Sorgerecht / Elterliche Sorge bei Familienpflege / Vormundschaft / Ergänzungspflegschaft
    Leitung: Melanie Weeger, Rechtsanwältin aus Ansbach

Für Kinder bis 14 Jahren kann eine Betreuung angeboten werden.
Die Anmeldung ist möglich bis zum 25.09.

Veranstaltungsflyer und Anmeldeformular

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Hessen: Maßnahmen zum Entzug der elterlichen Sorge in 2012

Posted on Juli 25, 2013. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

Im Jahr 2012 erfolgten in Hessen 641 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, gab es allerdings eine Untererfassung, die einen Vergleich mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich macht. Damals waren es 730 Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge.

Zum Jahresende 2012 lebten 2405 Kinder und Jugendliche in Hessen unter bestellter oder gesetzlicher Vormundschaft der Jugendämter, rund fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In 310 Fällen lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. 2095 Kinder und Jugendliche hatten eine durch Vormundschafts- oder Familiengericht bestellte Amtsvormundschaft (Entzug des Sorgerechts).

Die Zahl der bestellten Amtspflegschaften betrug 2413 (plus ein Prozent). Dabei werden Teile des Sorgerechts auf das Jugendamt oder andere Personen übertragen.

Für knapp 36 600 Kinder gab es im Jahr 2012 Beistandschaften, zwei Prozent weniger als 2011. Die Beistandschaft hilft Personensorgeberechtigten in bestimmten Bereichen, die Rechte ihrer Kinder zu wahren, zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Dem Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

Eine Pflegeerlaubnis (nach § 44 SGB VIII) für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege wurde im Laufe des Jahres 2012 für 292 Kinder und Jugendliche erteilt. Fast alle waren in Vollzeitpflege untergebracht.

Quelle:  Hessisches Statistisches Landesamt vom 23.07.2013

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Bayern: 5.509 Maßnahmen des Familiengerichts aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohl

Posted on Juli 9, 2013. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Im Laufe des Jahres 2012 wurden insgesamt 5 509 gerichtliche Maßnahmen eines Familiengerichts für Kinder- und Jugendliche aufgrund einer Gefährdung des Kindeswohls eingeleitet. Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren davon 2 742 Buben und 2 767 Mädchen betroffen. Hiervon wurde in 2 249 Fällen die vollständige oder teilweise Übertragung der elterlichen Sorge auf das Jugendamt oder einen Dritten vorgenommen.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch sind in § 1 666 „Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls“ geregelt. Das Familiengericht hat danach Maßnahmen im Falle einer körperlichen, geistigen oder seelischen Gefährdung des Kindes oder seines Vermögens zu ergreifen, wenn die Eltern nicht gewillt oder in der Lage sind, diese Gefahr abzuwenden. Die Anrufung des Familiengerichts durch das Jugendamt ist immer dann erforderlich und verpflichtend, wenn sich die Gefährdung des Kindeswohles nur durch eine gerichtliche Entscheidung abwenden lässt. Das Familiengericht entscheidet dann im Einzelfall, ob gerichtliche Maßnahmen einzuleiten sind und wie diese aussehen. Hierzu zählen beispielsweise Gebote, öffentliche Hilfen wie Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe und der Gesundheitsfürsorge in Anspruch zu nehmen oder für die Einhaltung der Schulpflicht zu sorgen. Auch Verbote, vorübergehend oder auf unbestimmte Zeit die Familienwohnung oder eine andere Wohnung zu nutzen, sich in einem bestimmten Umkreis der Wohnung aufzuhalten oder zu bestimmende andere Orte aufzusuchen, können ausgesprochen werden. Ebenso kann verboten werden, Verbindung zum Kind aufzunehmen oder ein Zusammentreffen mit dem Kind herbeizuführen. Auch die elterliche Sorge kann teilweise oder vollständig entzogen werden.

Nach Mitteilung des Bayerischen Landesamts für Statistik und Datenverarbeitung wurden in Bayern im Laufe des Jahres 2012 in insgesamt 5 509 Fällen Entscheidungen des Familiengerichts getroffen, um für Kinder und Jugendliche Maßnahmen einzuleiten.
Von den insgesamt 5 509 Fällen waren Jungen (2 742) in nahezu gleichem Maße betroffen wie Mädchen (2 767).

In 2 249 Fällen wurde der vollständige (707) oder teilweise (1 542) Entzug der elterlichen Sorge entschieden, das heißt die elterliche Sorge wurde auf das Jugendamt oder einen Dritten als Vormund oder Pfleger (gem. § 1666 Abs.3 Nr. 6 BGB) übertragen. Des Weiteren wurde in 1 622 Fällen die Inanspruchnahme von Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe auferlegt, in 822 Fällen wurden die Erklärungen des Personensorgeberechtigten ersetzt und in 816 Fällen wurden Ge- oder Verbote gegenüber dem Personensorgeberechtigten oder Dritten ausgesprochen.

Quelle: Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung vom 09.07.2013

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24. Hamburger Pflegeelterntag am 07.09.

Posted on Juli 7, 2013. Filed under: Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Das Immunsystem der Seele stärken: Trauma und Resilienz bei Pflegekindern” lautet das Hauptthema des 24. Hamburger Pflegeelterntages am 07.09. im Rauhen Haus in Hamburg.

Hauptreferentin wird Corinna Scherwath sein, die Leiterin des Pädagogisch-therapeutischen Fachzentrums in Hamburg. Sozialsenator Detlef Scheele hat ein Grußwort an die Gäste zugesagt.

Am Nachmittag werden Arbeitsgruppen angeboten zu den Themen:

  • Was Kinder stark macht
  • Pflegeelternrat – Herausforderung und Chance
  • Pflegeeltern und Vormundschaft
  • „Ich schaff‘ das schon!“
  • Was tun unsere Kinder eigentlich im Internet?

Veranstaltungsflyer

 

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Fachtagung „Pflegeelternrechte im Umbruch“ am 12.10. in Herrieden

Posted on Juli 4, 2013. Filed under: Bayern, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Die Fachtagung des PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. beschäftigt sich heuer mit dem Thema „Pflegeelternrechte im Umbruch„. Sie findet am 12.10. in Herrieden im Landkreis Ansbach statt.

Als Hauptreferentin konnte Frau RAin Gila Schindler zum Thema „Pflegekinder und ihre Pflegeeltern – rechtlos, oder?“ gewonnen werden. Am Nachmittag finden weitere Arbeitkreise statt:

  1. Zuständigkeitswechsel der Jugendämter oder von Jugendamt zum Bezirk und Kontinuität der Hilfe zur Erziehung
    Leitung: Gila Schindler, Rechtsanwältin aus Heidelberg
  2. Erbrechtliche Absicherung von Pflegekindern / Elternunterhalt
    Leitung: Karin Meyer-Weber, Rechtsanwältin aus Ansbach
  3. Rückführung / Herausgabeverlangen
    Leitung: Gerd Schneider, Rechtsanwalt aus Metzingen
  4. Sorgerecht / Elterliche Sorge bei Familienpflege / Vormundschaft / Ergänzungspflegschaft
    Leitung: Melanie Weeger, Rechtsanwältin aus Ansbach

Für Kinder bis 14 Jahren kann eine Betreuung angeboten werden.
Die Anmeldung ist möglich bis zum 25.09.

Veranstaltungsflyer und Anmeldeformular

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„Neues“ Verfahrensrecht – Rechte von Pflegeeltern, Vormundschaft und Namensänderung“ am 10.07. in Regensburg

Posted on Juni 10, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Für den Ortsverein PFAD FÜR KINDER – Verein der Pflege- und Adoptivfamilien in Regensburg und Umgebung e.V. referiert Rechtsanwalt Andreas Woidich aus Fürth am 10.07. zum Thema „Neues“ Verfahrensrecht – Rechte von Pflegeeltern, Vormundschaft und Namensänderung.

Das Treffen findet um 20 Uhr im Konferenzraum des neuen Jugendamtes der Stadt Regensburg in der Richard-Wagner-Str. 20 in Regensburg, statt.

nähere Informationen bei Frau Gabriele Lingl, E-Mail: lingl.hug@t-online.de

 

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„Vertretung von Pflegekindern“ am 26.06. in Hannover und am 16.07. in Potsdam

Posted on April 26, 2013. Filed under: Brandenburg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die BAG Verfahrensbeistandschaft/ Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche e.V. veranstaltet für Verfahrenbeistände, Vormünder, Ergänzungspfleger sowie Personen, die zu dieser Arbeit professionell Bezug haben (z. B. RichterInnen/ JugendamtsmitarbeiterInnen) zwei Tagesfortbildungen zum Thema: Vertretung von Pflegekindern.

Dr. Martina Cappenberg und Prof. Dr. Ludwig Salgo werden dafür am 26.06. in Hannover und am 16.07. in Potsdam referieren.

In den Gerichtsverfahren, in denen Verfahrensbeistände bestellt sind, geht es um die Fragestellungen: Elterliche Sorge, Rückführung oder Umgang. Dabei vertreten Verfahrensbeistände Kinder, die in Bereitschaftspflege oder Dauerpflege sind. Ergänzungspfleger oder Vormünder sind eingesetzt, wenn die elterliche Sorge oder Teile davon vorläufig oder in der Hauptsache entzogen sind, und die weitere Perspektive für die Kinder geklärt bzw. gesichert werden muss.

Es geht um bisherige Biografien, Besonderheiten, Bedarf an Beziehungen und Bindungen sowie die notwendigen Entwicklungsbelange dieser Kinder, deren Bedürfnisse sich gegenüber Kindern in Trennungs- und Scheidungsverfahren unterscheiden. Besonderes Augenmerk soll auch auf die Folgen langer Aufenthalte der Kinder in der Bereitschaftspflege gelegt werden. Auch soll auf die Relevanz der Herkunftsfamilien für die Kinder eingegangen werden.

Die Veranstaltung soll Workshop-Charakter haben, d.h. es werden Erkenntnisse und Fakten vermittelt, es besteht aber auch Gelegenheit zum Austausch und Diskussion in Kleingruppen.

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Forum Einzelvormundschaft und -pflegschaft am 15.06. in Frankfurt/Main

Posted on April 18, 2013. Filed under: Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 15.06. bietet das Institut für Vollzeitpflege und Adoption e.V. mit dem Forum Einzelvormundschaft und -pflegschaft ein Seminarangebot zur Vorbereitung und Fortbildung von (ehrenamtlich tätigen) Vormunden für Pflegekinder in Frankfurt/Main an.

Moderatorin Isabel-Theres Spanke wird Raum zum Austausch über die besonderen Themen und Fragestellungen und Möglichkeiten zur Qualifizierung und Fortbildung geben.

Anmeldeschluss ist der 02.05.

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PAN-Seminare im April in Düsseldorf

Posted on April 5, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , , |

PAN Pflege- und Adoptivfamilien NRW e.V. bietet Ende April in seiner Geschäftsstelle in Düsseldorf zwei interessante Seminare an:

  • 20.04.0213
    Was traumatisierte Kinder uns über Leid, Liebe und Heilung lehren können“ mit Referentin Sylvia Brand
  • 27.04.2013
    Recht“ 

    • Teil 1 „Basiswissen rund ums Pflegekind“ mit Fachanwältin Claudia Marquardt
    • Teil 2 „Erbrecht – rund ums Pflegekind“ mit Rechtsanwalt Wolfgang Bröcker

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Forum Einzelvormundschaft und -pflegschaft am 15.06. in Frankfurt/Main

Posted on April 2, 2013. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Das Forum Einzelvormundschaft und -pflegschaft des IVA-Instituts will Einzelvormünder/-pfleger für Pflegekinder oder solche, die dies werden wollen, ansprechen.

Am Samstag, den 15.06. bietet es ihnen in Frankfurt/Main Raum zum Austausch über ihre besonderen Themen und Fragestellungen und Möglichkeiten zur Qualifizierung und Fortbildung.

Anmeldeschluss ist der 02.05.

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Empfehlungen des Deutschen Vereins zur Umsetzung der Neuregelungen des Vormundschaftsrechts erschienen

Posted on Dezember 3, 2012. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

https://i0.wp.com/www.pfad-bv.de/dokumente/Logo.gifhttps://i1.wp.com/verlag.deutscher-verein.de/images/E10.jpgDas Präsidium des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V. hat im September dieses Jahres Empfehlungen zur Umsetzung der Neuregelungen des Vormundschaftsrechts verabschiedet.

Nachdem bereits im vergangenen Jahr einige neue Vorschriften durch das Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts in Kraft getreten sind, gelten seit Juli dieses Jahres nunmehr weitere Neuregelungen, die es umzusetzen gilt.

Die Empfehlungen des Deutschen Vereins sind als Hilfestellung für die Praxis zu verstehen, um Sicherheit bei einer Auslegung und Anwendung des Rechts zu gewinnen, die das Kindeswohl in den Mittelpunkt stellt. Sie richten sich in erster Linie an die unmittelbar im Bereich der Vormundschaft und Pflegschaft tätigen Personen einschließlich ihrer Vorgesetzten und geben dabei Impulse für die Fortentwicklung der Vormundschaft und Pflegschaft in allen ihren Formen – sei es als Amts- oder Vereinsvormundschaft oder vom Einzelvormund geführt, beruflich oder ehrenamtlich, gesetzlich oder bestellt. Darüber hinaus sind die Empfehlungen aber auch hilfreich für weitere Akteure, insbesondere Mitarbeiter/innen der Sozialen Dienste sowie Pflegeeltern und Heimerzieher/innen, die sich Klarheit über die Aufgaben und die Rolle des Vormunds in ihrem Zusammenwirken mit diesem verschaffen möchten. Durch den aufgezeigten Weiterentwicklungsbedarf wird zudem der Gesetzgeber angesprochen, die begonnene Modernisierung des Vormundschaftsrechts im Interesse des Mündels fortzuführen.

Die Empfehlungen sind als Broschüre im Eigenverlag des Deutschen Vereins erschienen.

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„Das neue Vormundschaftsgesetz“ am 27.10. in Gelsenkirchen

Posted on Oktober 15, 2012. Filed under: Fortbildung, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Fachanwältin für Pflegekinderrecht, Claudia Marquardt und der Dipl. Sozialarbeiter Heinzjürgen Ertmer werden u.a. am 27.10.2012 in Gelsenkirchen referieren zum Thema “ Das neue Vormundschaftsgesetz„.

Dieser Fachtag findet als Kooperation zwischen der „Initiative Gelsenkirchener Adoptiv und Pflegefamilinen e.V., dem Jugendamt Gelsenkirchen und PAN e.V. statt.

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Vormundschaft für UMF richtet sich nach Heimatrecht

Posted on September 24, 2012. Filed under: Fachkräfte, International, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Das OLG Bremen (Beschluss vom 24.5.2012, Az 4 UF 43/12) hat festgestellt, dass nach Art. 24 EGBGB die Entstehung und das Ende der Vormundschaft, Betreuung und Pflegschaft für Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge dem Recht des Staates unterliegen, dem der Mündel, Betreute oder Pflegling angehört.

Dies ist für junge Menschen z.B. aus Algerien, Guinea, Liberia, Tunesien und der Elfenbeinküste relevant, da dann die Vormundschaft bis zum 19. bzw. 21. Lebensjahr geführt werden muss.

Quelle: Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. vom 24.09.2012

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1.131 Sorgerechtsentzüge im Jahr 2011 in Niedersachsen

Posted on August 2, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Hannover. Um eine Gefährdung des Kindeswohls abzuwenden, haben die Gerichte im Jahr 2011 in Niedersachsen 1 131 Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug des elterlichen Sorgerechts angeordnet. Das waren nach Mitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN) 89 Fälle bzw. 9 % mehr als 2010.

In 821 Fällen wurde das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen, darunter in 127 Fällen nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht. Ein Jahr zuvor hatte es 800 Übertragungen auf das Jugendamt gegeben, mit 144 Fällen, die sich ausschließlich auf das Aufenthaltsbestimmungsrecht beschränkten. Mit dem Aufenthaltsbestimmungsrecht ist die Befugnis verbunden, Entscheidungen des alltäglichen Lebens zu treffen.

Insgesamt lebten zum Jahresende 2011 4 036 Kinder und Jugendliche unter gesetzlicher oder bestellter Vormundschaft der Jugendämter, was einem Rückgang von 2 % gegenüber dem Jahr 2010 (4 106) entspricht. Für 579 Fälle (2010: 761) lag eine gesetzliche Vormundschaft vor, die dann eintritt, wenn ein Kind von einer minderjährigen ledigen Mutter geboren wird. 3 457 Kinder und Jugendliche standen unter einer bestellten Amtsvormundschaft (2010: 3 345), die durch den Entzug der elterlichen Sorge eintritt. Die Amtsvormundschaft erstreckt sich über die gesamte elterliche Sorge.

Eine vom Jugendamt ausgeübte bestellte Amtspflegschaft, die nur die Wahrnehmung bestimmter Angelegenheiten der elterlichen Sorge umfasst, lag für 3 394 Kinder und Jugendliche vor (2010: 3 602). 70 460 Minderjährige lebten außerdem im Jahr 2011 (2010: 72 336) mit Beistandschaften. Die Beistandschaft unterstützt einen alleinsorgeberechtigten Elternteil auf dessen Antrag beim Jugendamt bei der Ausübung der elterlichen Sorge.

Für 1 754 Kinder und Jugendliche bestand am Jahresende 2011 eine Pflegeerlaubnis für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege in einer Pflegestelle. Die Betreuung erfolgte fast ausschließlich in Vollzeitpflege.

Während des Jahres 2011 wurden insgesamt 12 823 Sorgeerklärungen von den Jugendämtern in Niedersachsen bearbeitet. Das waren gegenüber dem Vorjahr 607 Sorgeerklärungen bzw. 5 % mehr. Eine Sorgeerklärung ist eine Willenserklärung nicht miteinander verheirateter Eltern eines Kindes, die elterliche Sorge gemeinsam ausüben zu wollen.

Weitere ausführliche Angaben zu den Themen„Pflegeerlaubnis, Pflegschaften, Vormundschaften, Beistandschaften und Sorgerecht 2011″ enthält der Statistische Bericht K I 3 „Jugendhilfe 2011″, der kostenfrei am Ende des Jahres 2012 im Internet zur Verfügung stehen wird.

Quelle: Pressemitteilung des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen vom 02.08.2012

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12.700 Sorgerechtsentzüge im Jahr 2011

Posted on Juli 19, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , , |

WIESBADEN – Die Gerichte in Deutschland haben im Jahr 2011 in rund 12 700 Fällen den vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angeordnet, weil eine Gefährdung des Kindeswohls anders nicht abzuwenden war. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, ist das gegenüber dem Jahr 2010 ein leichter Rückgang um knapp 50 Fälle (– 0,4 %). In rund 9 600 Fällen übertrugen die Gerichte das Sorgerecht ganz oder teilweise auf die Jugendämter, in den übrigen Fällen einer Einzelperson oder einem Verein.

Rechtsgrundlage für den Sorgerechtsentzug ist Paragraf 1666 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB).

Bei einem teilweisen Entzug der elterlichen Sorge wird zum Beispiel das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder die Vermögenssorge entzogen. Bei der Übertragung des teilweisen Sorgerechts an ein Jugendamt wurde in rund 1 900 Fällen (20 %) nur das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen.

Weitere Informationen zu diesem Thema sind im Bereich Publikationen unter dem Suchbegriff „Sorgerecht 2011“ verfügbar.

Quelle: Destatis vom 18.07.2012

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Sachsen: Gemeinsam abgegebene Sorgeerklärungen 2011

Posted on Juni 20, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Publikationen, Sachsen | Schlagwörter: , , , , |

14 843 Sorgeerklärungen bearbeiteten die Jugendämter in Sachsen im Laufe des Jahres 2011. Mit der Abgabe der Sorgeerklärung steht die elterliche Sorge nicht miteinander verheirateten Eltern gemeinsam zu (§ 1626a Abs. 1 Nr. 1 BGB).

Zum Entzug der elterlichen Sorge registrierten die Jugendämter im Laufe des Jahres 2011 insgesamt 832 Anrufungen des Gerichts. Für 492 Kinder und Jugendliche wurde das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen.

Wenn ein Minderjähriger nicht unter elterlicher Sorge steht, aber auch, wenn die Eltern nicht berechtigt sind, weder in den die Person noch das Vermögen betreffenden Angelegenheiten des Minderjährigen als Vertreter zu fungieren, kommt es zur Berufung eines Vormundes. Am Jahresende 2011 übten die sächsischen Jugendämter insgesamt 1 940 Vormundschaften für Minderjährige aus.

Wie das Statistische Landesamt weiter berichtet, betrug die Zahl der bestellten Amtspflegschaften für Kinder und Jugendliche zum gleichen Zeitpunkt 1 202. Insbesondere bei Gefährdung des Kindeswohls sowie nach Scheidung oder bei Getrenntleben der Eltern wird die Personensorge ganz oder teilweise oder auch die Vermögenssorge auf das Jugendamt übertragen.

15 047 Kinder und Jugendliche erhielten zum Jahreswechsel von den Jugendämtern Beistand. Er wird auf Antrag eines Elternteils zur Feststellung der Vaterschaft und bei der Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen geleistet.

Quelle: Medieninformation des Statistischen Landesamtes Sachsen vom 13.06.2012

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Hessen: Maßnahmen zum Entzug der elterlichen Sorge in 2011

Posted on Juni 20, 2012. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , , |

Im Jahr 2011 erfolgten in Hessen 730 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies rund fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Für 488 dieser Kinder und Jugendlichen wurde das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen, knapp elf Prozent weniger als 2010.

Zum Jahresende 2011 lebten 2531 Kinder und Jugendliche in Hessen unter bestellter oder gesetzlicher Vormundschaft der Jugendämter, knapp ein Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In 303 Fällen lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. 2228 Kinder und Jugendliche hatten eine durch Vormundschafts- oder Familiengericht bestellte Amtsvormundschaft (Entzug des Sorgerechts).

Die Zahl der bestellten Amtspflegschaften betrug 2386 (minus 2,6 Prozent). Dabei werden Teile des Sorgerechts auf das Jugendamt oder andere Personen übertragen.

Für knapp 37 500 Kinder gab es im Jahr 2011 Beistandschaften, knapp vier Prozent weniger als 2010. Die Beistandschaft hilft Alleinsorgeberechtigten in bestimmten Bereichen, die Rechte ihrer Kinder zu wahren, zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Dem Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

Eine Pflegeerlaubnis (nach § 44 SGB VIII) für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege wurde im Laufe des Jahres 2011 für 272 Kinder und Jugendliche erteilt. Fast alle waren in Vollzeitpflege untergebracht.

Für 8196 Kinder und Jugendliche wurde eine Sorgeerklärung abgegeben, sechs Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Dabei handelt es sich um die rechtswirksame, begründete gemeinsame Sorge von nicht miteinander verheirateten Eltern.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 12.06.2012

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Weniger Sorgerechtsentziehungen in Nordrhein‑Westfalen

Posted on Juni 19, 2012. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Im Jahr 2011 wurden 3 785 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge durchgeführt. Wie Information und Technik Nordrhein‑Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, waren das 3,8 Prozent weniger Maßnahmen als noch 2010 (3 936). In 3 053 Fällen wurde das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen; 2010 hatte es 3 032 Übertragungen auf das Jugendamt gegeben. In 732 Fällen (2010: 904) übertrugen die Gerichte das Sorgerecht einer Einzelperson oder einem Verein. Nach § 1666 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) können die Gerichte den vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge anordnen; bei einem teilweisen Entzug wird zum Beispiel das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder die Vermögenssorge entzogen.

Im Jahr 2011 bearbeiteten die Jugendämter in Nordrhein‑Westfalen außerdem 21 721 Sorgeerklärungen; das waren 6,8 Prozent mehr als 2010 (20 340). Die Sorgeerklärung (häufiger auch als Sorgerechtserklärung bezeichnet) ist eine spezielle Willenserklärung nicht miteinander verheirateter Eltern, die elterliche Sorge für ein Kind gemeinsam ausüben zu wollen. Mit der Abgabe der Sorgeerklärung vor einer Urkundsperson steht das elterliche Sorgerecht beiden Eltern gemeinsam zu (§ 1626a Abs. 1 BGB). (IT.NRW)

zu den Ergebnissen der kreisfreien Städte und Kreise

Quelle: Pressemitteilung von Information und Technik Nordrhein‑Westfalenvom 14.06.2012

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2. NRW Vormundschaftstag vom 04.-06.06. in Köln

Posted on Mai 4, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Vom 04. bis 06.06.2012 findet in Köln der 2. Nordrhein-westfälische Vormundschaftstag statt.

Seit der ersten Veranstaltung Jahr 2008 hat sich viel bewegt. Mit der Reform des Vormundschafts- und Betreuungsgesetzes gelten verschiedene neue Bestimmungen bereits seit dem Sommer des Jahres 2011, ab dem 05.07.2012 werden weitere gesetzliche Vorschriften der Reform in Kraft treten. Die neuen Regelungen, unter anderem die Besuchspflichten, Fallzahlbegrenzung, Anhörung und die erweiterte Aufsichtspflicht des Familiengerichts, werden die Arbeit der Vormünder verändern und neue Anforderungen an die Jugendämter, freie Träger, ehrenamtliche, Berufsvormünder und die Familiengerichte stellen. Die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Professionen zum wirksamen Schutz von Kindern wird während der dreitägigen Veranstaltung in den Blick genommen.

Der erste Tag wird sich schwerpunktmäßig dem Thema »Zusammenarbeit Vormundschaft und Justiz« widmen, am zweiten Tag steht »Der Vormund im Kontext der Hilfen zur Erziehung« auf der Tagesordnung und der dritte Tag wird den unterschiedlichen Akteuren Raum geben, »Einzel-, Berufs- und Vereinsvormundschaften«. Den Abschluss der Tagung bildet ein Ausblick auf die angestrebte große Reform der Vormundschaft.

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Ausbildung zum ehrenamtlichen Einzelvormund für Pflegekinder in Baden-Württemberg

Posted on Februar 17, 2012. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Eine Ausbildung zum ehrenamtlichen Einzelvormund für Pflegekinder bieten BAG KiAP, LAG KiAP Baden-Württemberg und LV PFAD Baden-Württemberg e.V. gemeinsam als Pilotprojekt in Dunningen/Seedorf an. Der zeitliche Umfang beträgt eine Informationsveranstaltung am 17.03. sowie vier Tagesseminare am 05.05., 23.06., 20.10. und 10.11.

Die Ausbildung zum ehrenamtlichen Vormund richtet sich an Pflegeeltern, Personen aus dem Lebensumfeld des Kindes und fachkundige Personen. Neben der Ausbildung sind der Kontakt zu Jugendämtern und Familiengericht sowie die Begleitung der Vormünder vor Ort die Ziele des Projekts.

Nähere Informationen unter: 07441 / 87850 oder kiaplandkreisfds@web.de

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„Gesetzliche Grundlagen, rechtliche und psychologische Aspekte der Pflege- und Adoptivkinderhilfe“ am 10.03. in Augsburg

Posted on Februar 10, 2012. Filed under: Bayern, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Am 10.03. werden Diplom- Psychologin Dr. Stella Stehle und Fachanwältin Juliane Hock von 9 bis 16 Uhr im Haus Tobias in Augsburg zum Thema „Gesetzliche Grundlagen, rechtliche und psychologische Aspekte der Pflege- und Adoptivkinderhilfe“ referieren.

Sie werden überwiegend mit ihren Fallbeispielen aus der täglichen Praxis und Ihrer Erfahrung, die Teilnehmer zu folgenden Themen informieren:

  • Sorgerechtsfragen
  • Antrag auf Verbleib
  • Vormundschaft
  • begleitender Umgang
  • familienpsychologische Gutachten
  • Rechte der leiblichen Eltern
  • Rechte von Pflegeeltern

Organisiert wird das Seminar von PFAD FÜR KINDER Augsburg e.V. in einem Verbund mit anderen regionalen Kooperationspartnern.

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3. Fachtagung der BAG Verfahrensbeistandschaft/ Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche e.V. vom 22.-24.04. in Hofgeismar

Posted on Januar 31, 2012. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , , |

Wir können alles – oder?“ lautet die provokante Frage, mit der die 3. Fachtagung der BAG Verfahrensbeistandschaft/ Interessenvertretung für Kinder und Jugendliche e.V. vom 22.-24.04. in der Evang. Tagungsstätte Hofgeismar betitelt wurde.

Neben zahlreichen Workshops werden Vorträge mit übergreifenden Themen von Prof. Dr. Oberloskamp, Prof. Dr. Salgo und Pia Heckel geboten.

Am 23.04. sollen auf einer Mitgliederversammlung die neuen Standards zur Verfahrensbeistandschaft und zum Bereich Vormundschaft/Ergänzungspflegschaft verabschiedet werden.

Anmeldungen werden bis zum 31.03. entgegen genommen.

EinladungAnmeldebogen Anfahrtsskizze

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DIJuF gibt „Erste Hinweise zur Umsetzung des Gesetzes zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts“

Posted on Oktober 18, 2011. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Seit und auch schon vor Inkrafttreten des Gesetzes zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts am 06.07.2011 gingen im Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) e.V.  zahlreiche und vielfältige Anfragen zu Problemstellungen bei der Umsetzung der neuen Vorschriften ein.

Das DIJuF veröffentlichte deshalb am 14.10.2011 Erste Hinweise zur Umsetzung des Gesetzes zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts (pdf), die der Praxis Anhaltspunkte bieten sollen für die Diskussion über die Umsetzung des Gesetzes.

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Kleine Anfrage zu den Auswirkungen einer Haft von Eltern auf das Sorgerecht

Posted on Oktober 13, 2011. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/TYH) Wenn ein sorgeberechtigter Elternteil inhaftiert wird, kann das unterschiedliche Auswirkungen auf das Sorgerecht haben. Wie die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/7231) auf eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/6984) mitteilt, ruht die elterliche Sorge des inhaftierten Elternteils, wenn das Familiengericht feststellt, dass sie tatsächlich nicht ausgeübt werden kann.

Gebe es einen zweiten sorgeberechtigten Elternteil, übt dieser in der Regel das Sorgerecht aus. Ist der inhaftierte Elternteil dagegen alleinsorgeberechtigt, kann das Familiengericht laut Antwort die elterliche Sorge dem anderen Elternteil übertragen oder – falls dies nicht möglich ist – einen Vormund oder Pfleger bestellen. Bestehe die Sorge des alleinsorgeberechtigten Elternteils trotz Haft weiter, hat dieser die Möglichkeit, selbst für die Unterbringung der Kinder in Familienpflege, zum Beispiel bei den Großeltern, zu sorgen.

Der Vollzug reagiere „generell sehr großzügig auf zusätzliche Besuchswünsche von Kindern der Gefangenen“, heißt es weiter. Dies zeige etwa ein von zehn Ländern vorgelegter Musterentwurf für ein Landesstrafvollzugsgesetz. Dort sei unter anderem vorgesehen, die Gesamtdauer von mindestens zwei auf mindestens vier Stunden bei Besuchen von Kindern unter 14 Jahren zu verdoppeln. Darüber hinaus sollen laut Bundesregierung zur Pflege familiärer Kontakte mehrstündige Besuche zugelassen werden können.

Quelle: Heute im Bundestag Nr 397 vom 13.10.2011

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Ländergremium II des PFAD Verbandes „Die Position des Vormundes im Hilfesystem“ am 12.11. in Berlin

Posted on Oktober 12, 2011. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Mein Pflegekind hat einen Vormund – Die Position des Vormundes im Hilfesystem“ ist der Titel des Ländergremium II des PFAD Bundesverbandes am 12.11. in Berlin.

Im Jahr 2009 lebten 57.452 Kinder und Jugendliche in Hilfen zur Erziehung in Vollzeitpflege. Davon gab es bei 26.296 einen vollständigen oder teilweisen Sorgerechtsentzug. Dies bedeutet, dass 46,5 % der in Pflegefamilien lebenden unter 18-Jährigen unter Pflegschaft /Vormundschaft standen.

Die ehrenamtliche Vormundschaft / Pflegschaft von Pflegeeltern für ihre Pflegekinder ist sehr selten. Demzufolge ist es besonders wichtig im Interesse der betroffenen Kinder und Jugendlichen eine gelingende Kommunikation zwischen Vormund und Pflegeeltern zu entwickeln. Mit dem Gesetzesentwurf zur Vormundschaft wird ein regelmäßiger Kontakt zwischen Vormund und Mündel verbindlich festgelegt. Bisher waren Vormünder in Pflegefamilien oder auch Einrichtungen nach §34 SGB VIII nur selten vor Ort. Das gesamte Hilfesystem steht vor einer neuen Herausforderung.

In einem ersten Part beschäftigen wir uns mit den neuen Herausforderungen. Pflegeeltern und Vormünder berichten über ihre Erfahrungen. Gemeinsam entwickeln wir Kriterien, wie Kommunikation und Zusammenarbeit gelingen kann. Die ehrenamtliche Vormundschaft von Pflegeeltern für Pflegekinder soll ebenfalls in die Diskussion einbezogen werden.

Die PFAD Ländergremien dienen der Kontaktpflege zwischen den PFAD Landesverbänden und Landesgruppen und greifen zur fachlichen Weiterbildung zweimal jährlich ein zentrales Thema auf.

Veranstaltungsflyer

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PFAD Fachinformation zum Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts

Posted on Juli 1, 2011. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

In seiner Sitzung vom 27.05.2011 behandelte der Bundesrat auch das Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts. Dieses Gesetz wird am Tag nach seiner Verkündung im Sommer 2011 in Kraft treten (außer 2 Regelungen – diese 12 Monate später).

Die Bestimmungen aus § 1837 Absatz 2 BGB betreffen die Kontrolle des Familiengerichts über die Tätigkeit der Vormünder, speziell die geforderten Kontakte des Vormundes zu seinem Mündel. Der § 55 Absatz 2 und 3 SGB VIII betrifft die Anhörungspflicht von Kindern und Jugendlichen vor Benennung eines Vormundes, die Fallzahlenbegrenzung sowie die Verpflichtung zum regelmäßigen Kontakt.

Es ist sehr zu begrüßen, dass erstmals mit dem Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts eine Fallzahlenbegrenzung als strukturelle Voraussetzung für Qualität gesetzlich geregelt wurde. Damit wird den Entwicklungen in der Jugendhilfe Rechnung getragen und auch den Ergebnisse des Runden Tisches zu den Übergriffen in der Heimerziehung aus den fünfziger und sechziger Jahren entsprochen. Nur Kinder und Jugendliche (Mündel), die ihre Vormünder persönlich kennen, können diese als wichtige Personen für ihre Entwicklung erfahren. In der Hilfeplanung sind die Vormünder als Personensorgeberechtigte die Antragsteller der Hilfen zur Erziehung. Sie haben die Erziehung zu fördern und zu gewährleisten. Damit können sie für die Kinder und Jugendlichen (ihre Mündel), die in den Hilfen zur Erziehung in Vollzeitpflege leben, und deren Pflegeeltern zu wichtigen Partnern werden.

Obwohl es verständlich ist, dass die öffentliche Jugendhilfe Zeit braucht, um sich personell auf diese strukturellen Vorgaben einzustellen, ist es schade, dass mit dem Aufschieben der Fallzahlenfestschreibung auch die Verpflichtung zur Anhörung der Kinder und Jugendlichen auf Sommer 2012 verschoben wurde. Diese gewonnenen 12 Monate kann die öffentliche Jugendhilfe nutzen, um passende Kriterien für eine gute Beteiligung von Kindern und Jugendlichen bei der Auswahl ihres Vormundes zu erarbeiten.
Bedauerlich ist, dass bei der Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts die ehrenamtliche Vormundschaft sowie die Einzelvormundschaft nicht gestärkt wurden. Vor allem für Pflegekinder, die in ihrer Pflegefamilie einen neuen Lebensort haben, sollte zuerst die Übernahme der Vormundschaft durch die Pflegeeltern geprüft werden.

Dr. Carmen Thiele, Fachreferentin

PFAD Fachinformation zum Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts vom 01.07.2011 (pdf)

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„Gesetzliche Grundlagen, rechtliche und psychologische Aspekte der Pflege- und Adoptivkinderhilfe“ am 16.07. in Freising

Posted on Juni 14, 2011. Filed under: Bayern, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Der Ortsverein PFAD FÜR KINDER Freising e.V. lädt am 16.07.2011 ins Palottihaus nach Freising ein zu einer Fortbildung über „Gesetzliche Grundlagen, rechtliche und psychologische Aspekte der Pflege- und Adoptivkinderhilfe“. Als Referenten konnten Dr. Stella Stehle (Diplompsychologin, Gerichtsgutachterin), Juliane Hock (Rechtsanwältin) und H.J. Mühlen (Sozialpädagoge) gewonnen werden.

Frau Dr. Stella Stehle und Frau Juliane Hock werden am Vormittag überwiegend mit Fallbeispielen aus ihrer täglichen Praxis und ihren Erfahrungen zu folgenden Themen informieren über:

  • Sorgerechtsfragen
  • Antrag auf Verbleib
  • Vormundschaft
  • begleitender Umgang
  • familienpsychologische Gutachten
  • Rechte der leiblichen und die der Pflegeeltern

Herr Mühlen wird nachmittags rund um das Thema Clearing informieren.

nähere Informationen

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Bundesrat billigt Reform des Vormundschaftsrechts

Posted on Mai 31, 2011. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Rechtliches | Schlagwörter: |

Der Bundesrat hat am 27.05. der von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vorgelegten Reform des Vormundschafts- und Betreuungsrechts zugestimmt.

Das neue Gesetz, das jetzt noch ausgefertigt und verkündet werden muss, sorgt für mehr persönlichen Kontakt zwischen Vormund und Kind und stellt sicher, dass jeder amtliche Vormund seine Schützlinge regelmäßig sieht. Zudem darf ein Amtsvormund künftig nicht mehr als 50 Kinder betreuen. Die Bundesjustizministerin sprach von einem „großen Schritt“ für den Kinderschutz: „Ohne persönlichen Kontakt kann der Schutz der Vormundschaft nicht greifen. Ein Kind passt nicht zwischen zwei Aktendeckel“, so Leutheusser-Schnarrenberger.

Ein Vormund wird nicht nur für Waisen bestellt, sondern auch dann, wenn das Familiengericht den Eltern ihr Sorgerecht wegen akukter Kindeswohlgefährdung entzieht. Der Vormund ist dann an Stelle der Eltern zur umfassenden Sorge für Person und Vermögen des Kindes verpflichtet. In der Vergangenheit kam es auch bei bestehender Vormundschaft wiederholt zu Kindesmisshandlungen und Vernachlässigungen durch Pflegepersonen. Da ein einziger Amtsvormund derzeit noch häufig bis zu 120 Kinder betreut, kennt er seine Mündel oft kaum persönlich und kann seiner Verantwortung nicht voll gerecht werden.

zur Pressemitteilung des BMJ vom 27.05.2011: „Ein großer Schritt für den Kinderschutz“

zum Gesetzesbeschluss des Deutschen Bundestages vom 06.05.2011 zum Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts

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Hessen: Maßnahmen zum Entzug der elterlichen Sorge

Posted on Mai 27, 2011. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Rechtliches | Schlagwörter: , , , , |

Im Jahr 2010 erfolgten in Hessen 769 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies rund fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Für 546 dieser Kinder und Jugendlichen wurde das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen. Das entspricht einem Minus von knapp sieben Prozent gegenüber 2009.

Zum Jahresende 2010 lebten 2549 Kinder und Jugendliche in Hessen unter bestellter oder gesetzlicher Vormundschaft der Jugendämter; rund vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In 399 Fällen lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. 2150 Kinder und Jugendliche hatten eine durch Vormundschafts- oder Familiengericht bestellte Amtsvormundschaft (Entzug des Sorgerechts).

Die Zahl der bestellten Amtspflegschaften betrug 2450 (plus 11,6 Prozent). Dabei werden Teile des Sorgerechts auf das Jugendamt oder andere Personen übertragen.

Für gut 38 800 Kinder gab es im Jahr 2010 Beistandschaften, knapp sechs Prozent weniger als 2009. Die Beistandschaft hilft Alleinsorgeberechtigten in bestimmten Bereichen, die Rechte ihrer Kinder zu wahren, zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Dem Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

Eine Pflegeerlaubnis (nach § 44 SGB VIII) für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege wurde im Laufe des Jahres 2010 für 437 Kinder und Jugendliche erteilt. Alle waren in Vollzeitpflege untergebracht. Für 8729 Kinder und Jugendliche wurde eine Sorgeerklärung abgegeben, 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei handelt es sich um die rechtswirksame, begründete gemeinsame Sorge von nicht miteinander verheirateten Eltern.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 26.05.2011

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Bundestag beschließt Reform des Vormundschaftsrechts

Posted on April 15, 2011. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik | Schlagwörter: |

Am 14.04. beschloss der Bundestag das Gesetz zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts. Vormündern und Vormundinnen wird nun ein regelmäßiger persönlicher Kontakt zu ihrem Mündel vorgeschrieben.

Mit einem Jahr Verzögerung wird die Regelung, die für vollzeitbeschäftigte Amtsvormünder und Amtsvormundinnen eine Begrenzung auf 50 Fälle vorschreibt, in Kraft treten.

Gesetzentwurf mit Stellungnahme des Bundesrats und Gegenäußerung der Bundesregierung vom 04.11.2010

Pressemitteilung des Bundestages vom 13.04.2011

Quelle: DIJuF

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„Der ehrenamtliche Einzelvormund“ am 07.05. in Neustadt/Weinstraße

Posted on April 7, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Prof. Dr. Franz Knapp und Prof. Dr. Haro Schreiner referieren am 07.05.2011 von 10 –  17 Uhr in der Maximilianstrasse 18 in 67433 Neustadt/Weinstr. zum Thema „Der ehrenamtliche Einzelvormund“.

Veranstalter ist der PFAD für Kinder Landesverband Rheinland-Pfalz e.V. Anschliessend hält der Landesverband seine jährliche Mitgliederversammlung mit Wahlen ab.

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Mehrheit der Sachverständigen zufrieden mit Reform des Vormundschaftrechts

Posted on Februar 16, 2011. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/BOB/KRU) Die Mehrheit der vom Rechtsausschuss geladenen Sachverständigen hat am Mittwochnachmittag einen Gesetzentwurf der Bundesregierung (17/3617) befürwortet. Die Experten sprachen von einem wichtigen Schritt nach vorne. Der Entwurf sieht unter anderem vor, einen ausreichenden persönlichen Kontakt eines Vormunds zu seinem Mündel (minderjährige Person, die unter Vormundschaft steht) ausdrücklich gesetzlich zu verankern. Vorgesehenen ist außerdem die Fallzahlen je Mitarbeiter auf 50 zu begrenzen. Professorin Birgit Hoffmann (Hochschule Mannheim) sprach im diesem Zusammenhang von einer ”Schallmauer“: Auch bei einer ”effizienten und effektiven Kooperation“ stelle die Zahl von 50 Mündeln je Betreuer eine große Herausforderung dar. Bei deren Überschreiten könne nicht mehr von einer qualifizierten Wahrnehmung der Aufgaben eines Vormunds ausgegangen werden. Die Sachverständigen sprachen sich außerdem für mehr Spielraum aus: Einige Mündel und Pfleglinge bräuchten nicht grundsätzlich den Vormund einmal im Monat zu sehen, andere dafür umso häufiger. Bernd Mix vom Stadtjugendamt in Osnabrück stimmte dem zu: Es sei in der Praxis zu prüfen, wo tatsächlich Bedarf für Kontakte vorhanden sei.

Professorin Barbara Veit von der Universität Göttingen äußerte sich als die Vertreterin des Deutschen Familiengerichtstages ebenfalls ablehnend zur Festschreibung im Gesetz, einmal im Monat Kontakt mit seinem Mündel zu haben. Dieser Kontakt werde den Bedürfnissen nicht gerecht. Helmut Schindler, Justitiar und Abteilungsleiter der katholischen Jugendfürsorge der Diözese Regensburg, war anderer Meinung: Nur der könne eine Gefährdung erkennen und verantwortlich zum Schutz des Kindes handeln, der dessen Lebensumstände realistisch einzuschätzen vermag. Der Vormund müsse also zu Recht guten Grund haben, um von dieser grundsätzlichen Verpflichtung zu monatlichen Besuchskontakten verantwortlich Abstand nehmen zu können. Und Joachim Beinkinstadt (Deutsches Institut für Jugendhilfe und Familienrecht e.V.) stimmte dem zu: ”Ohne persönlichen Kontakt zum Mündel“ laufe nichts.

Professorin Hildegund Sünderhauf-Kravets von der Evangelischen Hochschule Nürnberg (Fakultät für Sozialwissenschaften) bezeichnete es als die zentrale Neuerung im Gesetzentwurf: Die Amtsvormundschaft, die statt der Eltern die elterliche Sorge für ein Kind ausübe, müsse dieses Kind persönlich kennen und eine möglichst vertrauensvolle Beziehung zu ihm haben. Dies sei auch verfassungsrechtlich dringend geboten. Und Thomas Meysen von der Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe aus Berlin gratulierte zu dem ”Mut, eine konkrete Fallzahl“ (nämlich 50) in das Gesetz zu schreiben.

Bundesregierung und SPD-Fraktion erinnerten an den Fall Kevin aus Bremen. Der zuständige Amtsvormund hatte damals über 200 Fälle zu betreuen gehabt. Die Sozialdemokraten sprachen sich deshalb in ihrem Antrag (17/2411) dafür aus, die Zahl der Fälle auf höchstens 40 zu begrenzen.

Quelle: heute im bundestag Nr. 74 vom 23.02.2011

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Ergebnisse des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft

Posted on Januar 15, 2011. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die Ergebnisse des vom 01.-03.12.2010 in Dresden veranstalteten Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft wurden vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) auf seinen Internetseiten veröffentlicht. Es können dort Berichte, Präsentationen und Begleitmaterialien der vielfältigen Vorträge eingesehen werden. Die Beiträge sind noch nicht vollständig und werden ständig aktualisiert.

Dr. Carmen Thiele, Fachreferentin des PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e. V. referierte zusammen mit Andrea Dittmann-Dornauf von der Universität Siegen in einer Arbeitsgruppe zum Thema „Gestaltung der Umgangskontakte bei Fremdunterbringung“.

zu den Materialien

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Für ehrenamtliche Vormünder erhöht sich ab 2011 die Steuerfreiheit von Aufwandsentschädigungen

Posted on Januar 13, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Zur Stärkung des Ehrenamts bei Betreuungen und Vormundschaften wurde die Befreiung von der Einkommenssteuerpflicht erweitert. Ehrenamtliche Vormünder und Betreuer haben nun den gleichen Steuerfreibetrag wie Übungsleiter, Ausbilder etc.

Mit dem Jahressteuergesetz 2010 werden pauschale Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtliche Vormundschaft, für die ehrenamtliche rechtliche Betreuung und Pflegschaft bis zu einem Jahresbetrag von 2.100,- Euro steuerfrei. Bisher waren es nur 500,- Euro. Die Neuregelung sorgt dafür, dass ehrenamtliche Betreuer steuerlich genauso behandelt werden wie andere ehrenamtlich Tätige, etwa Übungsleiter, Ausbilder oder Erzieher.

Die Steuerbefreiung setzt ein klares Signal zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements. Die wachsende Zahl älterer Menschen und die Zunahme der Vereinzelung gerade im hohen Alter führen zu einem steigenden Betreuungsbedarf. Die Neuregelung ermöglicht gerade ehrenamtlichen Betreuern außerhalb des Familienkreises, mehrere Betreuungen gleichzeitig zu übernehmen, ohne dadurch steuerlichen Aufwand betreiben zu müssen. Der erweiterte Freibetrag bewirkt zugleich eine Stärkung des Ehrenamts bei der Vormundschaft. Ehrenamtliche Vormundschaft gewährleistet den dringend erforderlichen persönlichen Kontakt zwischen Vormund und Kind und leistet damit einen wichtigen Beitrag, Fällen von Kindesmissbrauch und -verwahrlosung besser zu begegnen. Die Gesetzesänderung verbessert die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und vereinfacht die Arbeit von ehrenamtlich tätigen Betreuern und Vormündern. Die Regelung ist erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2011 anzuwenden.

Quelle: PM Bundesministerium der Justiz

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Ab 2011 höhere steuerliche Freibeträge im Bereich Vormundschaft

Posted on Januar 8, 2011. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Das Bundesministerium der Justiz informierte am 30.12.2010 über wichtige Gesetzesänderungen aus dem Bereich des Bundesjustizministeriums:

Stärkung des Ehrenamts bei Betreuung und Vormundschaft
Für ehrenamtliche Vormundschaften, Betreuungen und Pflegschaften wird die Befreiung von der Einkommenssteuerpflicht erweitert. Mit dem Jahressteuergesetz 2010 werden pauschale Aufwandsentschädigungen für die ehrenamtliche Vormundschaft, für die ehrenamtliche rechtliche Betreuung und Pflegschaft bis zu einem Jahresbetrag von 2.100,- Euro steuerfrei. Bisher waren es nur 500,- Euro. Die Neuregelung sorgt dafür, dass ehrenamtliche Betreuer steuerlich genauso behandelt werden wie andere ehrenamtlich Tätige, etwa Übungsleiter, Ausbilder oder Erzieher.

Die Steuerbefreiung setzt ein klares Signal zur Förderung des ehrenamtlichen Engagements. Die wachsende Zahl älterer Menschen und die Zunahme der Vereinzelung gerade im hohen Alter führen zu einem steigenden Betreuungsbedarf. Die Neuregelung ermöglicht gerade ehrenamtlichen Betreuern außerhalb des Familienkreises, mehrere Betreuungen gleichzeitig zu übernehmen, ohne dadurch steuerlichen Aufwand betreiben zu müssen.

Der erweiterte Freibetrag bewirkt zugleich eine Stärkung des Ehrenamts bei der Vormundschaft. Ehrenamtliche Vormundschaft gewährleistet den dringend erforderlichen persönlichen Kontakt zwischen Vormund und Kind und leistet damit einen wichtigen Beitrag, Fällen von Kindesmissbrauch und -verwahrlosung besser zu begegnen. Die Gesetzesänderung verbessert die Rahmenbedingungen für bürgerschaftliches Engagement und vereinfacht die Arbeit von ehrenamtlich tätigen Betreuern und Vormündern. Die Regelung ist erstmals ab dem Veranlagungszeitraum 2011 anzuwenden.

Quelle: Auszug aus der Pressemitteilung des BMJ vom 30.12.210

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Deutscher Verein hält geplantes Vormundschaftsrecht für nicht praxisnah

Posted on November 17, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Anlässlich der Beratung zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts am 11.11.2010 im Bundestag weist der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e. V. (DV) erneut auf die Schwächen des aktuellen Gesetzesvorhabens hin.

Der DV begrüßt das Ziel des Gesetzgebers, eine Verbesserung des Kinderschutzes dadurch zu erreichen, dass der persönliche Kontakt des Vormunds zu seinen Schützlingen intensiviert wird.

Er sieht jedoch vor allem die Regelungen, nach denen der Vormund maximal 50 Kinder betreuen und sie einmal im Monat zu Hause besuchen soll, kritisch. Starre Zahlen und feste Zeiten festzuschreiben, ist nicht lebensnah. So ist ein regelmäßiger Hausbesuch bei Säuglingen nützlich. Bei Jugendlichen kann es jedoch wirkungsvoller sein, sie außerhalb der üblichen Umgebung aufzusuchen. Die erforderliche Häufigkeit des Kontakts kann sich danach unterscheiden, ob das Kind bei seinen Eltern, bei Pflegeeltern oder in einer Einrichtung lebt. Die in dem Gesetzesentwurf vorgesehenen Festschreibungen sind insoweit kontraproduktiv. „Das sehen wir sehr kritisch. Eine Gestaltung der Kontakte nach fachlichen Gesichtspunkten je nach Bedarfslage der Kinder ist so nicht möglich. Der DV lehnt diesen Dirigismus von der Bundesebene ab, zumal er nicht zielführend ist. Wir vertrauen vielmehr auf die Erfahrung der Jugendamtsmitarbeiter/-innen“, so Michael Löher, Vorstand des Deutschen Vereins. Auch würden derartige Vorgaben hohe Personalkosten verursachen, für die die Länder einen finanziellen Ausgleich erhalten müssten. Ansonsten wären sie gezwungen, an anderen Stellen Fachkräfte abzuziehen, um den gesetzlichen Anforderungen entsprechen zu können. In den Kommunen besteht großer Unmut darüber, dass ihnen vom Bundesgesetzgeber erneut sehr konkrete Vorgaben gemacht werden sollen, wie sie bei der Erfüllung ihrer Aufgaben zu verfahren haben. Der Bundesrat hat darauf verwiesen, dass das Gesetz ohne Zustimmung des Bundesrates nicht verabschiedet werden dürfe. Die Länder weisen darauf hin, dass ein entsprechendes Gesetz einen bis zu vierfachen Personalbedarf gegenüber dem gegenwärtigen Zustand auslösen könnte. Angesichts der drängenden Probleme der kommunalen Finanzierung hat die Bundesregierung erst im Februar dieses Jahres beschlossen, eine Kommission zur Erarbeitung von Vorschlägen zur Neuordnung der Gemeindefinanzierung (Gemeindefinanzkommission) einzusetzen, die unter anderen prüfen soll, ob die Gemeinden nicht durch einen Abbau beziehungsweise eine Flexibilisierung von Standards entlastet werden sollten.

An dem im letzten Jahr vorgelegten Entwurf eines Kinderschutzgesetzes hatte der DV eine ähnliche Kritik geäußert, weil dieser die regelmäßige Durchführung von Hausbesuchen durch die Kinder- und  Jugendhilfe vorgesehen hatte. Der DV ist davon überzeugt, dass die Arbeitsplanung den Jugendämtern vorbehalten bleiben muss. Sie haben die fachliche Kompetenz, im Einzelfall flexibel reagieren zu können.

Quelle: Pressemitteilung des Deutschen Vereins vom 11.11.2010

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Mehr persönlichen Kontakt des Vormunds zu seinem Mündel im Gesetz verankern

Posted on November 9, 2010. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Die Bundesregierung will die Notwendigkeit eines ausreichenden persönlichen Kontakts eines Vormunds zu seinem Mündel (minderjährige Person, die unter Vormundschaft steht) ausdrücklich gesetzlich verankern, um so dessen Pflege und Erziehung wirksamer gewährleisten zu können.

Diesem Ziel diene auch die ausdrückliche Klarstellung, dass die Aufsichtspflicht des Familiengerichts über die Tätigkeit des Vormunds dessen persönlichen Kontakt zu dem Mündel umfasst, schreibt die Bundesregierung in einem entsprechenden Gesetzentwurf (17/3617). Im Regelfall sei dieser einmal monatlich erforderlich. Abhängig von den Umständen des Einzelfalls könnten jedoch auch kürzere oder längere Besuchsabstände erforderlich sein. Mangelnder persönlicher Kontakt soll der Vorlage zufolge ausdrücklich als Grund für die Entlassung eines Betreuers benannt werden. Der Entwurf sieht zudem vor, die Fallzahlen auf 50 Vormundschaften je Mitarbeiter zu begrenzen.

Die Regierung führt zur Begründung an, in der Vergangenheit hätten Fälle von Kindesmisshandlungen und Kindesvernachlässigungen mit Todesfolge gezeigt, dass auch der bestellte Vormund die betroffenen Kinder nicht vor den aus ihren tatsächlichen Lebensverhältnissen herrührenden Gefährdungen geschützt habe. Aufschlussreich seien hierzu insbesondere die umfangreichen Untersuchungen der Begleitumstände im Fall des 2006 zu Tode gekommenen Kleinkindes Kevin in Bremen gewesen.

Quelle: heute im bundestag vom 9.11.2010

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Qualitätsstandards für Vormünder

Posted on Oktober 28, 2010. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Nach einer fast dreijährigen Arbeitsphase hat der Überregionale Arbeitskreis der Amtsvormünder in NRW mit den „Qualitätsstandards für Vormünder“ eine umfassende Sammlung von Arbeits- und Orientierungshilfen für das Arbeitsfeld „Vormundschaften“ in Jugendämtern und Vereinen vorgelegt.

Die Sammelmappe erscheint zu dem Zeitpunkt der Einbringung der Reformvorschriften für den Vormundschafts- und Betreuungsbereich in Bundestag und Bundesrat. Beginnend mit dem „Leistungsprofil für den Amtsvormund„, über den „Entlassungsantrag nach § 87c Abs. 3 SGB VIII“ bis hin zu einer Arbeits- und Orientierungshilfe „Aufgabenentmischung„, die eine Hilfe bei der Trennung der Arbeit des Vormundes von anderen Jugendamtstätigkeiten sein soll, bietet die Mappe Unterstützung für alle Vormünder und ihre Vorgesetzten.

Die Qualitätsstandards können für  5 Euro über das LVR- Bestellsystem unter http://www.lvr.de oder bei Frau Breyer, henrike.breyer@lvr.de , bestellt werden.

Quelle: LVR: Newsletter „Rechtsfragen der Jugendhilfe“ vom 26.10.2010

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„Rechtliche Vertretung des Pflegekindes“ am 18.11. in Achim

Posted on Oktober 20, 2010. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Zur Fortbildung „Rechtliche Vertretung des Pflegekindes“ lädt der Verein PIVKE – Eltern und Freunde der Pflege- und Adoptivkinder im Landkreis Verden e.V. am Donnerstag, den 18.11. von 20 bis 22 Uhr ins KASCH in Achim ein.

Referent ist der 1. Vorsitzende des Vereins, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Familienrecht Matthias Westerholt aus Oyten. Auf der Veranstaltung sollen die verschiedenen Formen der rechtlichen Vertretungsbefugnis der Pflegeeltern für ihr Pflegekind vorgestellt, besprochen und kritisch hinterfragt werden. Die Pflegevollmacht, die Einzelvormundschaft, die Zusammenarbeit mit dem Amtsvormund, die elterliche Sorge oder die Duldung – alle Möglichkeiten kommen vor und sind rechtlich höchst unterschiedlich zu bewerten. Die Veranstaltung sieht viel Zeit für Fragen vor.

Der Eintritt beträgt 3 € für Nichtmitglieder. Eine Anmeldung ist erforderlich unter info@pivke-verden.de oder Tel: 04207 / 697991.

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1. Vormundschaftstagung des Bundesforums Vormundschaft und Pflegschaft vom 01.-03.12. in Dresden

Posted on Oktober 7, 2010. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Das 1. Bundesforum Vormundschaft und Pflegschaft vom 01. – 03.12. in Dresden bietet für alle, die beruflich mit dem Thema Vormundschaft befasst sind, einen zentralen Ort der Information und Diskussion an. Ein wichtiges Thema der diesjährigen Veranstaltung wird die Diskussion über den Reformbedarf des Vormundschaftsrechts sein.

Vorträge ausgewiesener ExpertInnen sowie eine vielfältige Reihe von Foren und Arbeitsgruppen werden sich mit den Fragen rund um die Zukunft von Vormundschaften und Pflegschaften befassen. Die Hauptvorträge werden von Gerrit Stein, Bundesjustizministerium, Katrin Uerpmann, EGMR, Dr. Helmuth Figdor, Familienberater und Psychoanalytiker aus Wien, Prof. Dr. Ludwig Salgo, Goethe-Universität Frankfurt a. M., und Dr. Thomas Meysen, DIJuF, Heidelberg, gehalten.

In der Arbeitsgruppe „Gestaltung der Umgangskontakte bei Fremdunterbringung“ wird die Fachreferentin des PFAD Bundesverbandes, Frau Dr. Carmen Thiele, zusammen mit Herrn Prof. Dr. Werner Freigang von der Hochschule Neubrandenburg/IGfH referieren.

Veranstaltungsflyer

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„Amtsvormundschaft im Wandel“ am 26.10. in Bremen

Posted on September 30, 2010. Filed under: Bremen, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Zum Thema „Amtsvormundschaft im Wandel“ referiert Frau Hella Mechlem, Amtsvormund und Leiterin des Fachdienstes Amtsvormundschaft in Bremen, am 26.10. von 19 bis 21.15 Uhr in der Pflegekinder in Bremen gGmbH.

Pflegeeltern haben ein Pflegekind aufgenommen und die elterliche Sorge oder Teile davon sind einem Vormund bzw. Pfleger übertragen worden. Die personelle Erweiterung im Bereich Amtsvormundschaft des Amtes für Soziale Dienste Bremen ermöglicht, dass Vormünder und Pfleger ihre Aufgaben umfassender wahrnehmen und damit für Pflegeeltern und Pflegekinder präsenter sind.

Diese Veranstaltung will einen aktuellen Überblick über die Rechtslage geben und die Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen Pflegeeltern, PiB und Vormündern ausleuchten.

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Veranstaltung zur Reform des Vormundschafts- und Pflegekinderrechts am 07.10. in Berlin

Posted on September 28, 2010. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit veranstaltet mit Unterstützung der Stiftung zum Wohl des Pflegekindes am Donnerstag, den 07.10. im Haus der Kaiserin-Friedrich-Stiftung am Robert-Koch-Platz 7 in Berlin-Mitte von 19 – 21.30 Uhr einen Vortrag mit Diskussion zum Thema „Alles Gute für das Kind – Welche Änderungen bringt die Vormundschaftsreform der Bundesregierung? Und wie geht es weiter?„.

Die beiden Impulsreferate halten der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Justiz, Dr. Max Stadler (Vormundschaftsreform und weitere kindeswohlorientierte Schritte der Bundesregierung) und Prof. Dr. Ludwig Salgo von der Goethe-Universität und FH Frankfurt/Main (Vormundschaftsreform und Reform der Pflegekindschaft aus Sicht der Rechtswissenschaften).

An der anschließenden Podiumsdiskussion unter der Moderation von Dr. Jörg Maywald (Geschäftsführer Deutsche Liga für das Kind) beteiligen sich weiterhin PD Dr. Anette Streek-Fischer, Chefärztin der Abteilung Klinische Psychotherapie bei Kindern und Jugendlichen, Tiefenbrunn/Göttingen und Dr. Wolfgang Hammer, Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendschutz, Freie und Hansestadt Hamburg.

Eine Anmeldung per Fax oder E-Mail ist bis zum 04.10. möglich.

Informationsflyer und Anmeldeformular

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Fachartikel von Ludwig Salgo und Gisela Zenz

Posted on September 9, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

In Heft 4/2010 der Zeitschrift „Frühe Kindheit“ zum Thema „Soziale Elternschaft“ erschienen zwei wichtige Beiträge der Autoren Prof. Dr. Ludwig Salgo und Prof. Dr. Gisela Zenz, die wir mit freundlicher Erlaubnis der Autoren veröffentlichen:

Das gesamte Heft ist über die Deutsche Liga für das Kind erhältlich (wir berichteten).

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Prozess gegen Kevins Amtsvormund eingestellt

Posted on September 2, 2010. Filed under: Bremen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Der Prozess wegen fahrlässiger Tötung gegen den ehemaligen Amtsvormund des 2006 von seinem Ziehvater getöteten kleinen Kevin aus Bremen wurde eingestellt gegen die Zahlung einer Geldauflage von 5000 Euro und die Übernahme der Prozesskosten.

Der Anwalt des Angeklagten sprach von einem „Systemversagen“ und machte aufmerksam auf die „unverantwortlichen Bedingungen, unter denen die Amtsvormünder arbeiten mussten“. Bereits nach sieben Verhandlungstagen wurde deutlich, dass der Angeklagte nicht allein verantwortlich gemacht werden kann. Die Richterin sprach vom „Versagen der Politik“, würdigte die „persönliche Verantwortung und tiefe Betroffenheit“ des Angeklagten und bedankte sich bei ihm, dass er „für das gesamte Amt hier saß“.

Der ursprünglich mitangeklagte, für Kevin zuständige Case-Manager entzog sich aus gesundheitlichen Gründen einer gerichtlichen Untersuchung. Nun wurde er vom Amtsarzt wieder für arbeitsfähig erklärt. Er wird wieder für das Bremer Amt für soziale Dienste arbeiten, allerdings nicht mehr in der Betreuung von Kindern und Jugendlichen.

Pressespiegel:

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Kabinett beschließt Gesetzentwurf zum Vormundschaftsrecht

Posted on August 27, 2010. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Das Kabinett hat am 25.08. den von Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger vorgelegten Entwurf eines „Gesetzes zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts“ beschlossen. Ziel des Entwurfs ist es insbesondere, den persönlichen Kontakt des Vormundes zu dem Mündel in der Vormundschaft zu stärken, um zukünftig Fällen von Missbrauch und Verwahrlosung besser begegnen zu können.

Der Gesetzentwurf der Bundesjustizministerin sieht im Wesentlichen vor:

  • der Vormund soll in der Regel einmal im Monat persönlichen Kontakt mit dem Mündel aufnehmen
  • der Vormund hat die Pflicht, den Mündel persönlich zu fördern und seine Erziehung zu gewährleisten
  • die Aufsichtspflichten des Gerichtes werden ausgeweitet
  • die Berichtspflichten gegenüber dem Gericht werden ausgeweitet
  • das Jugendamt soll den Mündel vor Übertragung der Aufgaben des Vormundes auf einen Mitarbeiter bei der Amtsvormundschaft anhören
  • ein Amtsvormund soll höchstens 50 Mündel betreuen – und nicht mehr wie bislang bis zu 120 Kinder
  • unzureichende persönliche Kontakte werden als Grund für die Entlassung des Betreuers im Betreuungsrecht ausdrücklich genannt

Der letzte Punkt soll insbesondere verhindern, dass wegen der zum 1. Juli 2005 eingeführten pauschalen Vergütung der Berufsbetreuer der persönliche Kontakt zwischen Betreuer und Betreutem zu stark eingeschränkt wird, wie die Evaluation des Betreuungsrecht es nahelegt.

Die Bundesjustizministerin ist der Überzeugung, dass die Umsetzung des Gesetzesvorhabens zu einer spürbaren Verbesserung des persönlichen Kontaktes zwischen Vormund und Mündel führen wird, die unter Vormundschaft stehenden Kinder und Jugendlichen sich durch ihre stärkere Beteiligung ernster genommen fühlen und Kindern wie dem kleinen Kevin ein besserer Schutz gewährt werden kann.

zum Regierungsentwurf des Gesetzes zur Änderung des Vormundschafts- und Betreuungsrechts (pdf)

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministerium für Justiz vom 25.08.210

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Bremer Kevin-Prozess vor Einstellung?

Posted on August 9, 2010. Filed under: Bremen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Podcast / Online, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Radio Bremen berichtete am 04.08. vom Angebot des Bremer Landgerichs an den angeklagten Amtsvormund des getöteten Kevin, den Prozess wegen fahrlässiger Tötung unter Auflagen einzustellen.

zum Artikel „Anklage und Verteidigung überlegen – Bremer Prozess um toten Kevin vor Einstellung“

zum Filmbeitrag Zweiter Kevin-Prozess vor dem Aus? (6:17 min)

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Heinz Hilgers plädiert für mehr Überlastanzeigen durch JugendamtsmitarbeiterInnen

Posted on Juli 30, 2010. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

(pfad/schulz) Der General-Anzeiger Bonn berichtet am 27.07. im Artikel „Etliche Hinweise auf Arbeitsüberlastung in den Jugendämtern“ von Sylvia Binner und Ulrich Lüke über die Arbeitsbelastung von JugendamtsmitarbeiterInnen:

„Kinderschutzbund-Präsident Heinz Hilgers warnt im Gespräch mit dem GA vor einer voreiligen Generalisierung zur Frage, ob Jugendämter überlastet seien. Eindeutig sei aber, dass die Fallzahlen stark stiegen.“…

„Hilgers: „Es gibt einen Trend zum Sparen am falschen Ende.“ Der Kinderschutzbundpräsident meint damit, dass bei den einfachen, präventiven Hilfen zu sehr gespart werde, was am Ende dazu führe, dass es zu mehr Heim-Einweisungen und Pflegefamilien-Fällen komme. Die aber seien komplizierter, arbeitsintensiver und teurer.“…

„Als Richtwert für einen Pflegekinder-Dienst empfiehlt der Kinderschutzbund maximal 60 Kinder pro Mitarbeiter (20 Dauerpflegeplätze, 40 Tagespflegeplätze).“

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Bayern: Anstieg der Sorgerechtsentzüge und Anrufungen des Familiengerichts durch das Jugendamt in 2009

Posted on Juli 15, 2010. Filed under: Bayern, Forschung, Jugendhilfe | Schlagwörter: , , , , , |

Verglichen mit 2008 stieg die Zahl der gerichtlichen Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge um rund 14 Prozent auf 1 649 Kinder und Jugendliche an. Weiterhin teilt das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung mit, dass auch die Zahl der Anrufungen der Jugendämter zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge im Vergleich zu 2008 zugenommen hat – und zwar um 11 Prozent.

Im Bürgerlichen Gesetzbuch ist in § 1666 „Gerichtliche Maßnahmen bei Gefährdung des Kindeswohls“ geregelt, dass bei Gefährdung des körperlichen, geistigen oder seelischen Wohles des Kindes oder seines Vermögens und wenn die Eltern nicht gewillt oder nicht in der Lage sind, die Gefahr abzuwenden, das Familiengericht Maßnahmen zu treffen hat, die zur Abwendung der Gefahr erforderlich sind. Im Laufe des Jahres 2009 wurden in Bayern für 1 649 Kinder und Jugendliche gerichtliche Maßnahmen getroffen, die zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge führten. Hierfür sind immer familiengerichtliche Entscheidungen erforderlich.

Wie das Bayerische Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung weiter mitteilt, waren im letzten Jahr von einem ganzen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge 850 Buben und 799 Mädchen betroffen. Gezählt wurden hierbei alle gerichtlichen Maßnahmen, unabhängig davon, auf wen das Sorgerecht übertragen wurde. Verglichen mit dem Vorjahr (1 441 Fälle) stieg damit die Zahl um gut 14 Prozent. Die Entwicklung der letzten fünf Jahre ist in folgender Graphik dargestellt.

Darüber hinaus haben die Jugendämter Bayerns 2009 in 1 948 Fällen das Gericht zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angerufen. Gegenüber 2008 mit 1 755 Anrufungen bedeutete dies eine Zunahme von 11 Prozent. Die Anrufung des Familiengerichts durch das Jugendamt ist immer dann erforderlich und verpflichtend, wenn es zur Abwendung der Kindeswohlgefährdung einer gerichtlichen Entscheidung bedarf. Das Familiengericht entscheidet dann je Fall, ob gerichtliche Maßnahmen einzuleiten sind und wie diese aussehen.

Ausführliche Ergebnisse enthält der Statistische Bericht Kinder- und Jugendhilfe in Bayern, Ergebnisse zu Teil I: Erzieherische Hilfen (Bestellnummer: K51013, Preis der Druckausgabe: 11,90 €). Der Bericht kann im Internet unter www.statistik.bayern.de/veroeffentlichungen als Datei kostenlos heruntergeladen werden. Gedruckte Ausgaben können beim Vertrieb erworben bzw. dort per E-Mail (vertrieb@statistik.bayern.de), Fax (Fax-Nr. 089 2119-457) oder Post bestellt werden.

Quelle: Pressemitteilung des Bayerischen Landesames für Statistik und Datenverarbeitung vom 14.07.2010

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11 322 junge Menschen in NRW unter Vormundschaft der Jugendämter

Posted on Juli 14, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen | Schlagwörter: , , , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2009 standen in Nordrhein-Westfalen 11 322 Kinder und Jugendliche unter Vormundschaft der Jugendämter. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag die Zahl der gesetzlichen Amtsvormundschaften mit 1 846 Fällen unter der des Vorjahres (1 949 Fälle). Die Zahl der durch Familien- oder Vormundschaftsgerichte bestellten Amtsvormundschaften ist mit 9 476 Fällen leicht gestiegen (2008: 9 027); die Zahl der bestellten Amtspflegschaften (6 729) stieg gegenüber 2008 (6 338, +6,2 Prozent) ebenfalls.

154 321 Kinder in Nordrhein-Westfalen erhielten Ende 2009 Beistandschaften, das waren 2,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Eine Beistandschaft wird auf Antrag eines Elternteils gewährt und trägt dazu bei, in bestimmten Bereichen die Rechte des Kindes zu wahren – zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen oder der Feststellung der Vaterschaft.

Eine Pflegeerlaubnis für die Vollzeit- oder Wochenpflege bestand am Jahresende für 140 Kinder und Jugendliche, das waren 26 mehr als 2008. 134 dieser jungen Menschen waren in Vollzeitpflege untergebracht. Pflegeerlaubnisse werden Pflegepersonen im Rahmen erlaubnispflichtiger Pflege erteilt, die ein Kind oder einen Jugendlichen außerhalb des Elternhauses in ihrer Familie regelmäßig betreuen oder ihm Unterkunft gewähren wollen. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung (112/10) von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 14. 07.2010

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