Landesjugendamt Rheinland-Pfalz: „Zwischen Heim und Psychiatrie“

Posted on November 16, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Aktuelle Ergebnisse der Forschung zur psychischen Gesundheit von Heimkindern sowie die Auseinandersetzung mit dem Thema Inklusion unterstreichen die Bedeutung einer guten und kompetenten Kooperation der Systeme Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie (KJP).

Das Landesjugendamt Rheinland-Pfalz hat sich diesem in zwei interdisziplinären Fallseminaren gewidmet, in denen eine Runde von ca. 10 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus den Arbeitsbereichen Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe in den Jahren 2007 und 2008 im Rahmen von zwei Treffen zentrale Aspekte guter Kooperationsbeziehungen diskutiert hat. Ein Ergebnis dieser Fallseminare war der Wunsch an das Landesjugendamt, eine landesweite Fachtagung zur Kooperation von Kinder- und Jugendpsychiatrie und Jugendhilfe zu veranstalten.

Diese Tagung fand am 2. November 2011 unter dem Titel „Aufwachsen zwischen Heim und Psychiatrie“ als Kooperationsveranstaltung von Referat 35 „Schutz von Kindern und Jugendlichen in Einrichtungen“ des Landesjugendamtes und des Sozialpädagogischen Fortbildungszentrums mit Unterstützung des Pfalzinstituts Klingenmünster im Tagungszentrum Erbacher Hof in Mainz statt.

Teilgenommen haben 130 Fachkräfte aus der Jugendhilfe, der Kinder- und Jugendpsychiatrie und niedergelassene Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten aus ganz Rheinland-Pfalz.

In seinem Grußwort ging Herr Klaus Peter Lohest, Abteilungsleiter im Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen, auf zentrale Aspekte der Kooperationsbeziehung beider Systeme ein. Den beiden Referenten, Herrn Prof. Dr. Dipl.-Psych. Michael Huss (Universitätsmedizin Mainz) und seinem Kollegen, Herrn Prof. Dr. Christian von Wolffersdorff (Universität Leipzig em.), gelang es in ihren Vorträgen, einen Blick auf den aktuellen Stand der Diskussion in Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie zu werfen und die neue und alte Frage nach der Kooperation zwischen beiden Systemen aus der Sicht ihrer jeweiligen Profession zu stellen, ohne dabei jedoch die Perspektive der jeweils anderen zu vernachlässigen. Prof. Huss brachte dies mit seinem Statement „Interdisziplinarität fängt in den Köpfen an und spiegelt sich in den Institutionen“ auf den Punkt.

Am Nachmittag gab es für die Teilnehmenden Gelegenheit, in 6 interdisziplinär besetzten Workshops erfolgreiche regionale Kooperationsmodelle von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie in Rheinland-Pfalz kennen zu lernen und deren Ansätze und Erfahrungen kritisch zu diskutieren.

Im Abschlussgespräch diskutierte Frau Birgit Zeller, Leiterin des Landesjugendamtes, anhand der 6 Ks guter Kooperation (Kennenlernen, Kommunikation, Konfliktfähigkeit, Kontinuität, Kommunalität, Koordination) in anregender Weise die in den Workshops erarbeiteten Inhalte, wobei auch noch ein siebtes K, die Kreativität angeregt wurde. Insgesamt zeigte sich trotz hier und dort vorhandener Potentiale zur Optimierung, dass die Kooperation von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie in vielen Regionen von Rheinland-Pfalz auf hohem Niveau stattfindet.

Quelle: Aktuelle Meldung des Landesamtes für Soziales, Jugend und Versorgung Rheinland-Pfalz vom 14.11.2011

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