Fachkräfte

„FASD – unberechenbar?!“ am 29./30.09. in Hanmburg

Posted on Juni 24, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Gesundheit, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoAm 29. und 30. September 2017 findet in Hamburg-Bergedorf die diesjährige Tagung von FASD Deutschland e.V. zum Thema „FASD – unberechenbar?!“ statt. Die Schirmherrschaft übernimmt die Bundesdrogenbeauftragte Frau Marlene Mortler.

Alkohol in der Schwangerschaft bedeutet für das Ungeborene sehr wahrscheinlich, dass es lebenslang an den Fetalen Alkohol-Spektrum-Störungen (FASD) leiden wird. In Deutschland werden jährlich etwa 4.000 bis 10.000 Kinder mit FASD geboren. Diese Kinder können sich infolge des Alkoholeinflusses nicht störungsfrei im Mutterleib entwickeln. Je nachdem in welchem Umfang und in welchen Abschnitten der Schwangerschaft getrunken wird, werden die Kinder Fehlbildungen und/oder geistige Defizite aufweisen. Eines aber haben alle gemeinsam: sie werden sich erfahrungsgemäß nicht im Leben zurechtfinden. Daher ist es wichtig, so früh wie möglich zu diagnostizieren, damit den Kindern und deren Familien wirksame Therapien und Hilfen angeboten werden können.

Die FASD-Fachtagung wird an zwei Tagen mit Vorträgen und Parallelvorträgen über FASD aufklären und auf die verschiedenen Aspekte der Behinderung eingehen. Parallel zur diesjährigen FASD Fachtagung werden wieder einige Ausstellungen und Infostände zum Thema präsentiert.

FASD Deutschland e.V. ist ein bundesweiter Verein, der sich für Menschen mit FASD und ihre Bedürfnisse einsetzt. Er sieht seine Hauptaufgabe darin, über die Auswirkungen von Alkohol in der Schwangerschaft aufzuklären, damit den betroffenen Familien besser geholfen werden kann.

Es wird um frühzeitige Anmeldung gebeten, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

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„Wenn die Wunde verheilt ist, schmerzt die Narbe – Traumatisierte Pflege- und Adoptivkinder“ am 23.09. in Ingolstadt

Posted on Juni 23, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAlexander Korittko wird am 23.09.2017 in Ingolstadt zum Thema „Wenn die Wunde verheilt ist, schmerzt die Narbe – Traumatisierte Pflege- und Adoptivkinder“ referieren. Veranstalter dieser Fachtagung ist der PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V.

Nicht jeder Stress ist traumatischer Stress, doch wenn chronischer Stress auf die Entwicklung eines Kindes einwirkt, hat er besonders heftige Störungen zur Folge. Anders als bei Erwachsenen beeinflusst traumatischer Stress in Form von Vernachlässigung, Misshandlung und anderen Formen von Gewalt die im Wachsen befindliche Struktur des Gehirns. Wie es kommt, dass Kinder dann später auch bei kleinsten Belastungen extreme Phänomene der Über- oder Untererregung zeigen, die in der Sprache der Psychotraumatologie als „Hyperarousal“ und „Dissoziation“ be annt sind, wird zusammen mit neuen Erkenntnissen aus der Hirnforschung vorgetragen.

Es wird außerdem vorgestellt, wie eine so genannte Traumaorientierte Pädagogik dazu führen kann, dass ein zuverlässiger Beziehungsrahmen zusammen mit Maßnahmen der äußeren und inneren Stabilisierung dazu verhelfen kann, dass Kinder und Jugendliche ein inneres Gleichgewicht und damit eine Genesung erlangen können.

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„Fachberater in der Sonderpflege für Kinder mit Behinderung in Pflegefamilie“ am 07.09. in Köln

Posted on Juni 22, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoWenn ein Kind mit Behinderung, das nicht in seiner Herkunftsfamilie aufwachsen kann, den Weg in eine Pflegefamilie findet, werden hohe Anforderungen an die Begleitung und Beratung des Pflegeverhältnisses gestellt. Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. wird häufig von öffentlichen und freien Trägern zu Hilfe gerufen. Diese Hilferufe möchten wir im Rahmen dieser Tagung erläutern, Erfolgsgeschichten erzählen und lösungsorientiert gemeinsam arbeiten.

Zielgruppe sind Berater der öffentlichen und freien Jugendhilfeträger und Eingliederungshilfe, sowie Fachdienste und solche, die es werden wollen. Als Referenten fungieren Dirk Schäfer und Kerstin Held.

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30 Jahre PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern e.V. (1987 – 2017)

Posted on Juni 21, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen |

logotitel-pfad-aktuell-mit-randAm 07. März 1987 wurde in München der „Landesverband der Pflege- und Adoptiveltern in Bayern e. V.“ gegründet, von 44 Gründungsmitgliedern. Nach Landesverbänden in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz gab es mit Bayern einen 3. Landesverband der Pflege- und Adoptiveltern in Deutschland. Seit März 1998 nennt sich der LV Bayern „PFAD FÜR KINDER Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e. V.“.
Dem Verband sind 28 regionale Pflege- und Adoptivfamiliengruppen und -vereine in Bayern angeschlossen, er vertritt aktuell 845 Mitglieder.
Anlässlich des 30jährigen Jubiläums erscheint die 2. Ausgabe der vierteljährlich erscheinenden Mitgliederfachzeitschrift PFAD AKTUELL als Jubiläumsausgabe. Sie wird als Zeichen der Wertschätzung gegenüber dem Verband verbundenen Pflege- und Adoptivfamilien und den mit ihm zusammenarbeitenden Fachkräften und Institutionen kostenlos online gestellt:
30 Jahre PFAD FÜR KINDER LV Bayern e.V. – Jubiläumsausgabe

Falls Sie den Landesverband Bayern und seine Arbeit für Pflege- und Adoptivkinder und ihre Familien durch Ihre Mitgliedschaft unterstützen möchten, können Sie sich mit diesem Formular > Aufnahmeantrag (PDF zum Ausdrucken) anmelden. Bitte senden Sie den ausgefüllten und unterschriebenen Aufnahmeantrag an die Geschäftsstelle
per Mail: info@pfad-bayern.de
per Fax: 08251/872408
per Post: PFAD FÜR KINDER LV Bayern e.V., Steubstr. 6, 86551 Aichach

Als Mitglied können Sie sich über den Link www.pfad-bayern.de/anmeldung für den Mitgliederbereich registrieren lassen und erhalten zum Beispiel die Mitgliederzeitschrift PFAD AKTUELL ab 1/2017 zum kostenlosen Download.

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Mit 18 Jahren ist plötzlich alles anders – Langzeitstudie der Uni Siegen über die Entwicklung von Pflegekindern

Posted on Juni 21, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

logoWissenschaftler der Universität Siegen haben in einer deutschlandweit einmaligen Langzeitstudie erforscht, wie sich Pflegekinder nach der Volljährigkeit entwickeln. Sie fordern, dass sich die Strukturen der Jugendhilfe ändern müssen.

Der 18. Geburtstag – ein Tag, an dem sich für viele Pflegekinder alles ändert. Die offiziellen Jugendhilfemaßnahmen enden meistens, die Jugendhilfe bietet keine Beratung oder Unterstützung mehr an, weder für Pflegekinder, noch für Pflegefamilien. Die Jugendlichen müssen Geld verdienen, sich versichern, die richtige Ausbildung oder das richtige Studium finden. Viele sind auf sich allein gestellt. Wie meistern die jungen Erwachsenen diese turbulente Zeit? Wie geht es ihnen Jahre später? Und sind die starren Strukturen der Jugendhilfe wirklich sinnvoll? Das erforschen Dr. Daniela Reimer und ihre KollegInnen von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen im Rahmen einer Langzeitstudie.

In Deutschland ist diese Studie einmalig. Das Besondere: Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen kommen selbst zu Wort und werden mit zeitlichem Abstand wiederholt befragt. Reimer und ihr Team führten zunächst 100 biografische Interviews, in denen es um die gesamte Lebensgeschichte der Betroffenen ging. „Jedes Interview hat viele Stunden in Anspruch genommen und war sehr intensiv“, berichtet Reimer. Nach vier bis acht Jahren hat das Team 15 der Interviewten erneut befragt, um zu sehen, wie sie sich entwickelt haben. „Ich finde es erstaunlich, dass in Deutschland vor uns niemand im Rahmen einer Langzeitstudie nachgeforscht hat, was aus den Pflegekindern geworden ist. Die Gesellschaft steckt in das System so viel Zeit, Geld und Arbeit. Da sollten wir doch erfahren, ob das richtig eingesetzt ist und was man wie verbessern kann“, findet Reimer.

Jugendhilfe muss sich an Lebenswirklichkeit anpassen

Ein deutliches Ergebnis ihrer Studie: Die Strukturen der Jugendhilfe sind veraltet. Heutzutage lebten die meisten jungen Erwachsenen bis Anfang oder Mitte 20 bei ihrer Familie. „Wenn sich die Lebenswirklichkeit ändert, müssen sich auch die Strukturen der Jugendhilfe anpassen“, sagt Reimer. Sie und ihr Forscherteam fordern deshalb, Ansprechpartner für die erwachsenen Pflegekinder aber auch die Pflegeeltern zu stellen. Auch sollte es die Möglichkeit geben, in die Pflegefamilie zurückzukehren und Unterstützung von der Jugendhilfe zu bekommen, wenn die Pflegekinder merken, dass es alleine doch nicht funktioniert. Reimer: „Die Übergänge müssen flexibler gestaltet sein und sich an die Bedürfnisse anpassen.“

Für junge Erwachsene in leiblichen Familien sei es in den meisten Fällen eine Selbstverständlichkeit, dass die eigenen Eltern zum Geburtstag gratulieren und man sich an Weihnachten sehe. „Solche Selbstverständlichkeiten gibt es bei Pflegefamilien oft nicht.“ Wo feiere ich Weihnachten? Kann ich zu Besuch kommen, auch wenn ich nicht eingeladen bin? Oder wurde ich nicht eingeladen, weil meine Pflegeeltern es als selbstverständlich ansehen, dass ich vorbeikomme? „Die jungen Erwachsenen müssen Regeln selbst erfinden, und die Beziehungen zu den leiblichen Eltern, den Verwandten und den Pflegeeltern ausloten“, erklärt Reimer.

Pflegekinder lösen sich oft von schwierigen Startbedingungen

Die Zeit zwischen 18 und 30 Jahren sei eine besonders turbulente. Junge Erwachsene müssten ihre Werte ausloten und sich fragen, an wem sie sich orientieren wollen, und von wem sie sich gegebenenfalls abgrenzen möchten. In dieser ohnehin schweren Zeit sollen die jungen Erwachsenen auch noch wichtige Entscheidungen treffen, zum Beispiel bei der Familienplanung oder der Berufswahl. Oft verlaufe der Start ins Arbeitsleben holpriger als bei jungen Erwachsenen, die bessere Startbedingungen und leibliche Eltern als Stütze haben. „Einige der Interviewten haben ein paar Anläufe gebraucht, um wirklich zufrieden mit ihrer Wahl zu sein. Manche haben zum Beispiel mit Mitte 20 nochmal ein Studium begonnen, weil sie mit ihrem Ausbildungsberuf nicht zufrieden waren“, sagt Reimer.

Häufig seien diese schwierigen Phasen der Suche nach Orientierung aber zeitlich begrenzt. „Wir sehen ganz klar, dass es vielen Pflegekindern gelingt, sich von ihren schwierigen Startbedingungen zu lösen, und ein erfolgreicheres und zufriedeneres Leben zu führen als ihre leiblichen Eltern“, bekräftigt Reimer. Dies verdankten die Pflegekinder auch der guten Beziehung zur Pflegefamilie sowie der Unterstützung und Förderung, die sie in diesem Rahmen erlebt haben. Viele hätten außerdem als Erwachsene eine gute Beziehung zu ihren ehemaligen Pflegeeltern. Die zentrale Bedeutung der Pflegefamilien für die gute Entwicklung unterstreiche, dass Pflegeeltern eine wichtige Ressource für die Kinder und für unsere Gesellschaft darstellen.

Die Forschungsgruppe Pflegekinder hat die Studie zur Entwicklung von Pflegekindern kürzlich auf einer Tagung im Bundesfamilienministerium vorgestellt. Finanziert wurde die gesamte Studie von der privaten EmMi Luebeskind-Stiftung. Der Plan ist, in einigen Jahren die 15 Pflegekinder erneut zu befragen, um ihre Entwicklung weiter zu dokumentieren und daraus Schlüsse für die Praxis zu ziehen.

Kontakt:
Dr. Daniela Reimer
0271 740-4167
daniela.reimer@uni-siegen.de

Quelle: Pressemitteilung der Universität Siegen vom 20.06.2017

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BZgA warnt vor dem Konsum sogenannter Legal Highs

Posted on Juni 21, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Versicherungen | Schlagwörter: |

logoKöln, 21.06.2017 An den Folgen des Konsums illegaler Drogen sind im Jahr 2016 nach Angaben des Bundeskriminalamtes zur Rauschgiftkriminalität insgesamt 1.333 Menschen gestorben. Dabei ist die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Konsum von als Legal Highs bezeichneten neuen psychoaktiven Stoffen (NPS) weiter gestiegen: Im Jahr 2015 wurden 39 Todesfälle in Folge des Konsums neuer psychoaktiver Stoffe registriert, 2016 waren es mit 98 Todesfällen mehr als doppelt so viele.
Vor dem Hintergrund der unabsehbaren Risiken dieser Substanzen warnt die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) anlässlich des Internationalen Tages gegen den Missbrauch von Drogen vor dem Konsum der Designerdrogen.

Legal Highs werden irreführend als Kräutermischungen, Badesalze, Lufterfrischer oder Pflanzendünger benannt und wirken in ihren bunten Verpackungen vermeintlich harmlos. Die Zusammensetzung der Inhalte ist nicht ausgewiesen, so können Konsumierende nicht wissen, in welcher Konzentration sie welche synthetischen psychoaktiven Substanzen – geschnupft, geraucht, geschluckt oder gespritzt – zu sich nehmen. In der Regel ahmen die synthetisch hergestellten Stoffe die Wirkung von Amphetamin und Ecstasy oder Cannabis nach.

Bei Legal Highs sind die Konzentrationen psychoaktiver Substanzen zum Teil so hoch, dass der Konsum zu lebensgefährlichen Intoxikationen führen kann. Die Folgen reichen von Kreislaufversagen, Ohnmacht, Psychosen, Wahnvorstellungen, Muskelzerfall bis hin zu drohendem Nierenversagen.

Weiterführende Informationen bietet die BZgA auf dem Internetportal http://www.drugcom.de und informiert ausführlich über Risiken und Wirkung der Legal Highs unter: http://www.drugcom.de/drogenlexikon/buchstabe-l/legal-highs/.

Das BZgA-Infotelefon zur Suchtvorbeugung gibt bei Problemen rund um Drogen und Sucht persönliche anonyme Beratung unter der Telefonnummer 0221-892031, in der Zeit von Montag bis Donnerstag von 10:00 – 22:00 Uhr und Freitag bis Sonntag von 10:00 – 18:00 Uhr.

Die Drogen & Sucht- Hotline ist erreichbar unter Telefon: 01805-313031 (Mo.-So., 0 – 24 Uhr).

Adressen von Drogenberatungsstellen aus dem ganzen Bundesgebiet finden sich unter: http://www.bzga.de/?id=Seite48

Quelle: Pressemitteilung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) vom 21.06.2017

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Hubert Hüppe, MdB (CDU) fordert einheitliches Verfahren bei Vergabe von Behindertenausweisen für Menschen mit Fetalem Alkoholsyndrom

Posted on Juni 18, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , |

logoBerlin. Beispiele aus der Praxis zeigen, dass Menschen mit der Diagnose Fetales Alkoholsyndrom beim Bewertungsverfahren zur Einstufung des Behindertengrads unterschiedlich behandelt werden. „Das grundlegende Problem liegt darin, dass das Fetale Alkoholsyndrom nicht als eigene Kategorie in der Versorgungsmedizin-Verordnung aufgeführt ist. Das führt dazu, dass keine einheitliche Begutachtung stattfindet, sondern die körperlichen und geistigen Funktionsstörungen einzeln bewertet werden“, so der CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Behindertenbeauftragte der Bundesregierung Hubert Hüppe. Die fehlende Anerkennung der Behinderung führt zu fehlenden Hilfeleistungen im Alltag der Betroffenen.

Mütterlicher Alkoholkonsum während der Schwangerschaft ist eine häufige Ursache für angeborene Fehlbildungen, geistige Behinderungen, hirnorganische Beeinträchtigungen, Entwicklungsstörungen und extreme Verhaltensauffälligkeiten. Alle Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder) zusammengefasst. FASD kann sich in seiner Ausprägung sehr unterschiedlich darstellen, was die Diagnostik oft erschwert. Liegt die Diagnose vor, so ist im nächsten Schritt zu prüfen, ob aufgrund dieser Schädigung die Teilhabe am Leben in der Gemeinschaft beeinträchtigt ist. „Es ist nicht leicht, mit der Diagnose umzugehen und zu leben. Besonders schlimm ist es aber, wenn trotz dieser Diagnose keine Hilfeleistungen in Anspruch genommen werden können, weil Ämter die Anträge auf einen Behindertenausweis zu gering einstufen oder gar ablehnen. Das gilt sowohl für Menschen, die bereits im Kindesalter diagnostiziert werden, als auch für Erwachsene, die dann beispielsweise auf Hilfeleistungen in der Arbeitswelt angewiesen sind. Betroffene Kinder und Erwachsene mit vergleichbaren Diagnosen sollten auch vergleichbare Einstufungen beim Behinderungsgrad zugesprochen werden“, so Hüppe.

Mit der formalen Anerkennung einer (Schwer)behinderung und gegebenenfalls der Festsetzung von Merkzeichen sind sogenannte Nachteilsausgleiche verbunden. Wie bei anderen Behinderungen auch wird zur Feststellung des Grads der Behinderung auf die Versorgungsmedizin-Verordnung zurückgegriffen. Die Fetale Alkoholspektrum-Störung ist dort jedoch nicht benannt. Jede einzelne Beeinträchtigung muss daher unter den unterschiedlichen Kategorien eingeordnet und nach der Schwere der Beeinträchtigung beurteilt werden.

Nachdem sich einige Betroffene oder deren Angehörige mit ihren persönlichen Erfahrungen beim Antragsverfahren auf einen Behindertenausweis an Hüppe gewandt hatten, schrieb dieser sowohl an die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Verena Bentele, als auch an die Bundessozialministerin Andrea Nahles, um auf die Problematik hinzuweisen.

„Wichtig wäre, dass die Fetale Alkoholspektrum-Störung in der Verordnung benannt wird, um die Transparenz der Einstufung des Behindertengrads zu erhöhen und mehr Vergleichbarkeit zu schaffen. Außerdem wäre es wichtig, bei den Entscheidern mit einer entsprechenden Sensibilisierungskampagne auf das Problem aufmerksam zu machen, denn viele Betroffene berichteten mir, dass ihnen kaum Verständnis entgegengebracht wird, weil viele Entscheider nur wenig über die tatsächlichen Folgen der Behinderung wissen“, so Hüppe abschließend.

Mehr Informationen zur Diagnostik, Beratungsmöglichkeiten und dem Leben mit FASD finden Sie unter www.fasd-deutschland.de.

Quelle: Pressemitteilung von MdB Hubert Hüppe am 09.05.2017

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BZgA: Wie Kinder unter Alkoholproblemen der Eltern leiden

Posted on Juni 12, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Nach Expertenschätzungen leben in Deutschland etwa 2,65 Millionen Kinder und Jugendliche zeitweise oder dauerhaft mit einem alkoholabhängigen Elternteil zusammen. Diese Kinder wachsen in emotional verunsichernden Familienstrukturen auf. Wie Kinder unter Alkoholproblemen in der Familie leiden und ihre kindliche Widerstandsfähigkeit gestärkt werden kann, ist ein Thema der neuen Ausgabe des Newsletters „ALKOHOLSPIEGEL“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA).

„Kinder, die in Familien aufwachsen, in denen es eine Alkoholproblematik gibt, haben einen schweren Start ins Leben – und sie haben ein erhöhtes Risiko, selbst eine Alkoholabhängigkeit zu entwickeln“, erläutert Dr. Heidrun Thaiss, Leiterin der BZgA. „Deshalb ist es wichtig, diese Kinder in der Alkoholprävention gezielt und möglichst früh zu erreichen, ihnen Ängste zu nehmen und ihre Persönlichkeitsentwicklung zu fördern. Aber auch die betroffenen Eltern gilt es zu unterstützen und ihnen bei ihrem Weg aus der Sucht Hilfestellung zu geben.“ Im Rahmen der Alkoholpräventionskampagnen ist die BZgA seit vielen Jahren mit zielgruppenspezifischen Angeboten im Themenfeld aktiv. Auch die Jahrestagung der Drogenbeauftragten der Bundesregierung Marlene Mortler am 19. Juni in Berlin stellt die Probleme der „Kinder aus suchtbelasteten Familien“ in den Mittelpunkt mit der Zielsetzung, das bestehende Hil fesystem zu stärken.

Darüber hinaus erläutert der aktuelle „ALKOHOLSPIEGEL“ der BZgA die positiven Trends beim Alkoholkonsum junger Menschen. Die neu veröffentlichte, repräsentative Studie der BZgA zum Alkoholkonsum junger Menschen belegt, dass die Verbreitung des Rauschtrinkens bei männlichen 12- bis 17-Jährigen von 26,3 Prozent im Jahr 2004 auf 16,5 Prozent in 2016 gesunken ist. Bei gleichaltrigen Mädchen reduzierte sich das Rauschtrinken in diesem Zeitraum von 18,7 auf 10,3 Prozent. Der erfreuliche Trend, weniger Alkohol zu konsumieren, setzte sich auch bei jungen Männern und Frauen im Alter von 18 bis 25 Jahren fort. „Rauschtrinken wird aber nach wie vor von zu vielen jungen Menschen praktiziert. Das zeigt, dass Prävention weiterhin unverzichtbar bleibt. Denn der Konsum riskanter Alkoholmengen ist gerade bei jungen Menschen gesundheitlich besonders problematisch“, betont Dr. Thaiss.

Weiterführende Informationen finden Sie unter : www.bzga.de

Quelle: Pressemeldung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 08.06.2017

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Buch-Tipp: „Suchtprävention in der Heimerziehung. Handbuch zum Umgang mit legalen wie illegalen Drogen, Medien und Ernährung“

Posted on Juni 8, 2017. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und das LWL-Landesjugenamt haben gemeinsam ein Handbuch zur Suchtprävention in der Heimerziehung herausgegeben, das sich auch an Pflegeeltern, Leitungs- und Fachkräfte in Jugendämtern, in der Suchtprävention und Suchthilfe sowie weitere Interessierte z.B. aus der Politik oder angrenzenden Systemen wie der Kinder- und Jugendpsychiatrie richtet.

Anliegen des Handbuches ist es, praxisorientierte Vorschläge zu machen, wie Leitungs- und Fachkräfte der Erziehungshilfe tätig werden können – von beispielhaften Vorschlägen, wie sie mit Gier nach Süßigkeiten, Alkoholvergiftung oder riskantem Cannabiskonsum umgehen können, bis hin zu einzelnen Bausteinen, die sich – ggf. zusammen mit bereits existierenden Maßnahmen – zu einem gesundheitsförderlichen Gesamtkonzept zusammenstellen lassen (§45 Abs. 2 SGB VIII).

Interessierte können das Handbuch herunterladen.

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Doku: „Wenn Pflegekinder erwachsen werden“

Posted on Juni 5, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , |

logoDie WDR Dokumentation „Menschen hautnah: Wenn Pflegekinder erwachsen werden“ zeigt, wie drei ehemalige Pflegekinder einer Pflegefamilie als junge Erwachsene um Schule, Jobs, Wohnungen kämpfen und darum, ein glückliches Leben führen zu können. Dabei bleibt ihre ehemalige Pflegefamilie eine wichtige Anlaufstation.

Der Film stellt die Fragen: Können aus den Kindern, die hungern mussten und geschlagen wurden, glückliche Erwachsene werden, die ihr Leben im Griff haben? Kann eine Pflegefamilie die ersten schlimmen Jahre vergessen machen?Wie stark ist der Drang, die Fehler der Herkunftseltern zu wiederholen?

Die Dokumentation von Liz Wieskerstrauch kann online angesehen werden: http://www1.wdr.de/fernsehen/menschen-hautnah/sendungen/wenn-pflegekinder-erwachsen-werden-100.html

 

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EFZA: Abschlussworkshop in Berlin – Adoptionen in Deutschland

Posted on Juni 4, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Publikationen | Schlagwörter: |

logoStaatssekretär Dr. Ralf Kleindiek eröffnete Ende Mai in Berlin die Abschlussveranstaltung des Expertise- und Forschungszentrums Adoption (EFZA). Mit den Befunden des EFZA, die auf Workshops, Expertisen und Studien sowie einer groß angelegten empirischen Befragung der Adoptionsvermittlungsstellen, der Herkunftseltern, der Adoptivfamilien sowie der Adoptionsbewerberinnen und –bewerbern beruhen, können die mit Abstand größten Studien für Deutschland im Bereich Adoption vorgelegt werden.

Im Zentrum der Tagung standen erste zentrale Ergebnisse der empirischen Befragung, die das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) geförderte EFZA durchgeführt hat.

Diskutiert wurden die Themen der Vorbereitung und nachgehenden Betreuung von allen im Adoptionsprozess Beteiligten, die strukturelle Offenheit von Adoptionen sowie die Strukturen in der In- und Auslandsadoptionsvermittlung. Bei der abschließenden Podiumsdiskussion kamen Vertreter und Vertreterinnen aus Verwaltung, Vermittlungspraxis und Wissenschaft zu Wort.

Sämtliche Erkenntnisse des EFZA werden in Empfehlungen einfließen, die Basis sein werden für Eckpunkte zur Weiterentwicklung des Adoptionswesens.

Quelle: DJI vom 01.06.2017

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„Hilfen für junge Volljährige durchsetzen!“ am 12.07. in Berlin

Posted on Juni 1, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoAm Mittwoch, den 12.07.2017 von 9-15 Uhr veranstaltet der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. (BRJ) eine Fortbildung zum Thema: „Hilfen für junge Volljährige durchsetzen! § 41 SGB VIII – Haben über 18-jährige noch einen Anspruch auf Jugendhilfe? Stationäre Hilfen – § 41 SGB VIII – oder § 67 SGB XII?

Rechtsanwalt Benjamin Raabe wird anhand von Fallbeispielen auf die rechtlichen Grundlagen für die Hilfen für junge Volljährige in der Jugendhilfe eingehen.
Haben über 18-Jährige noch einen Anspruch auf Jugendhilfe? Welche individuellen Rechtsansprüche gibt es? Was sind Kriterien zur Beurteilung von Persönlichkeitsentwicklung bzw. Bedarf? Wann ist das Jugendamt zuständig und wann das Jobcenter oder das Sozialamt? Wann werden ambulante und stationäre Hilfen SGB VIII und wann Eingliederungshilfe gewährt?.

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Buch-Tipp: „Jonathan“

Posted on Mai 23, 2017. Filed under: Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Das Bilderbuch „Jonathan“ von Barbara Walker thematisiert die Sorgen, Ängste und Hoffnungen eines kleinen Kindes, das erst in eine Pflegefamilie vermittelt und dann wieder zurückgeführt wird. Die beiden Geschichtenteile „Ich wohne jetzt hier“ und „Ich wohne jetzt wieder bei Mama“ beschreiben in kindgerechter Sprache die Gefühlsverwirrung des Kindes. Das von der 17-jährigen Jasmin Frank fröhlich illustrierte Buch kann helfen, ein Kind dabei zu begleiten, sich  zu zwei Familien zugehörig fühlen zu können. Die Autorin ist selbst Pflegemutter und Erzieherin.

Erschienen ist das Bilderbuch im Selbstverlag. Es kann für 9,90 Euro versandkostenfrei bezogen werden bei barbarawalker02@googlemail.com

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Film-Tipp: „Vater und Sohn“

Posted on Mai 19, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Der japanische Film „Vater und Sohn“ wurde in Cannes 2013 ausgezeichnet und ist noch bis zum 22.05. in der ARTE-Medithek anzusehen.

Die Familienväter Ryota und Yudai könnten unterschiedlicher nicht sein. Ryota ist ein Erfolgsmensch, der im turbulenten Herzen der Metropole mit seiner Frau und seinem Sohn Keita eine Hochhaussuite bewohnt. Er liebt seinen Sohn, hat aber kaum Zeit für ihn, denn er ist vor allem auf beruflichen Erfolg aus. Am Stadtrand lebt Yudai mit seinen drei Kindern und seiner Frau sorglos in den Tag hinein und kümmert sich vielleicht zu viel um Spaß und Kurzweil und zu wenig um finanzielle Sicherheit. Eines Tages kreuzen sich die Schicksale beider Familien, als sich herausstellt, dass eine Krankenschwester die Söhne Keita und Ryusei vor sieben Jahren nach der Geburt vertauscht hat. Nun stehen die Eltern vor einer schweren Entscheidung: Sollen die Kinder zurückgetauscht werden – oder in der Familie aufwachsen, in der sie sich zu Hause fühlen? Mit „Vater und Sohn“ drehte Koreeda Hirokazu 2013 ein „zärtliches Gedicht“, wie es ein Kritiker schrieb (Robbie Collin in „The Telegraph“), über die unterschiedlichen Auffassungen von Elternschaft und Vaterliebe und stellt in rücksichts- und respektvollem Ton die Frage, was wichtiger ist: Blutsverwandtschaft oder über ein Leben lang gewonnene Zuneigung und Vertrauen.

zum Film in der ARTE-Mediathek

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Fetales Alkoholsyndrom: Mehr Aufklärung angemahnt

Posted on Mai 19, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Beratungsstellen und Gynäkologen sollten ausführlicher über die schwerwiegenden Folgen von Alkoholkonsum in der Schwangerschaft informieren. Das forderten Experten bei einer Fachtagung zum Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) in Bad Bent­­heim. „Es gibt keine ungefährlichen Mengen“, betonte der Therapeutische Leiter des Eylarduswerks, Klaus ter Horst. Besonders verheerend ist die Wirkung des Alkohols zwischen der dritten und zwölften Schwangerschaftswoche.

Nach einer aktuellen europaweiten Studie trinken 26 Prozent der Frauen in Deutsch­land in der Schwangerschaft Alkohol. Vorsichtigen Schätzungen zufolge werden jedes Jahr bun­desweit mehr als 5.000 Kinder geboren, die aufgrund des Alkoholkonsums der Mütter in der Schwangerschaft mehr oder weniger stark geistig und körperlich geschä­digt sind.
Sehr viele von ihnen leben in Pflegefamilien oder Kinder- und Jugendheimen. Die meis­ten benötigten lebenslange Betreuung und dürften nicht überfordert werden, betonte ter Horst. „70 Prozent kommen ein Leben lang allein nicht klar. Sie werden kriminell, landen in Sucht oder Obdachlosigkeit.“

Quelle: dpa/aerzteblatt.de vom 18.05.2017

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Buch-Tipp: „Wo ist Wilma? Ein Bilderbuch über Bindungsmuster“

Posted on Mai 18, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Mit „Wo ist Wilma? Ein Bilderbuch über Bindungsmuster„, einem Bilderbuch für Erwachsene wenden sich Thomas Köhler-Saretzki und Anika Merten an Fachkräfte und Eltern, um ihnen das Thema Bindungsverhalten nahe zu bringen. Es ist aktuell im BALANCE buch + medien verlag erschienen.

Der Brückenschlag zwischen theoretischem Wissen und der reflektierten Anwendung ist für Fachkräfte im Praxisalltag oft nicht leicht zu bewerkstelligen. Dieses Bilderbuch vermittelt anschaulich das Wissen über frühkindliche Entwicklung und das Bindungsverhalten von Kleinkindern und erleichtert Fachkräften die Kommunikation mit Kindern und Eltern. In der Geschichte von vier Kindern, die so unterschiedlich auf den Verlust ihrer Erzieherin reagieren, finden alle Beteiligten »angewandte Wissenschaft« zu Bindungs- und Beziehungsstrukturen, ihren Voraussetzungen und Mustern.

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Buch-Tipp: „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe“

Posted on Mai 17, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Das im Reinhardt Verlag in 2., aktualisierter Auflage erschienene Buch „Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in der Kinder- und Jugendhilfe“ von Reinhold Gravelmann gibt „Orientierung für die praktische Arbeit“.

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMFs) erleben auf der Flucht oft monatelange Strapazen, im Aufnahmeland sind sie fremd und von ihren Familien getrennt. Wie können unbegleitete minderjährige Flüchtlinge (UMFs) von Fachkräften der Jugendhilfe begleitet werden? Welche rechtlichen und sozialen Rahmenbedingungen gibt es, mit welchen Fragen und Problemen ist zu rechnen?

Der Autor beschreibt die pädagogische Arbeit mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen (UMFs), die neben aller Besonderheit ganz „normale“ Jugendliche sind. Kulturelle Unterschiede und traumatische Erfahrungen werden ebenso thematisiert wie Sprache und schulische oder berufliche Integration. Für SozialarbeiterInnen und ErzieherInnen sind die Praxistipps wertvoll, zur Kommunikation, Hilfeplanung, gesellschaftlichen Integration etc.

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Jugendliche in den Blick – Übergänge und Übergangene in der Kinder- und Jugendhilfe

Posted on Mai 11, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Kinderschutz-Zentren veröffentlichten im Februar 2017 das Buch „Jugendliche in den Blick – Übergänge und Übergangene in der Kinder- und Jugendhilfe„.

Jugendliche und ihre Entwicklungsaufgaben rücken stärker in das Bewusstsein von Fachöffentlichkeit und Politik. Es wird mehr darüber gesprochen, wie sie strukturell beteiligt und unterstützt und wie gelingende Übergänge zwischen den Institutionen gestaltet werden können.

In diesem Fachbuch werden Jugendliche als aktive und gestaltende Subjekte in den Blick genommen. Thematisiert werden gelingendes Aufwachsen und erfolgreiche Übergänge genauso wie zahlreiche Problemstellungen, die oft übergangen werden. Ziel dieses Bands ist es, dazu bei zu tragen, Lebenswelten von Jugendlichen besser zu verstehen und Konzepte von Hilfe aufzuzeigen und zu hinterfragen.

Das Buch kann zum Preis von 12,95 Euro erworben werden.

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PFAD Fachzeitschrift 2/2017: „Umgänge in besonderen Situationen“

Posted on Mai 10, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

Umgänge in besonderen Situationen“ sind das Hauptthema der Ausgabe 2/2017 der PFAD Fachzeitschrift.

Einige Inhalte:

  • Irmela Wiemann: Belastung oder Chance? Kontakte von Pflegekindern zu ihrer Herkunftsfamilie
  • Klaus Roggenthin: Kinder inhaftierter Eltern – Vom Verschiebebahnhof aufs Präventionsgleis
  • Bettina Neumayr: Kinder suchtkranker Eltern – Kooperation mit der Jugendhilfe, Gestaltung von Rückführungen und Umgangskontakten
  • Ursula Pforr: Umgangssituationen mit geistig behinderten Herkunftseltern
  • Pflegeeltern schildern Umgänge in besonderen Situationen
  • Tagungsbericht: Die Kunst von Menschen, mit FASD zu leben.
  • Matthias Westerholt: Zum Verhältnis von Pflegeversicherung und Jugendhilfe
  • Axel Neb: Einige Tipps und Tricks für Ihre bestehenden Versicherungspolicen
  • PFAD beim 16. Deutschen Kinder- und Jugendhilfetag
  • PFAD äußert sich zum Kinder- und Jugendstärkungsgesetz (KJSG)
  • Zwischenergebnis der PFAD Umfrage zur Alterssicherung von Pflegeeltern
  • PFAD in der Presse
  • PFAD wirbt für eine breite Zustimmung zum Gesetz zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen (KJSG)

Darüber hinaus bietet das Heft wieder Informationen zu aktuellen Entwicklungen, Neuigkeiten aus der Arbeit des PFAD Verbandes, Rezensionen und Leseranfragen.

nähere Informationen zur PFAD Fachzeitschrift

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DV-Gutachten zu den Voraussetzungen der Gewährung von Hilfe für junge Volljährige gem. § 41 SGB VIII in Form der weiteren Unterstützung durch die Pflegepersonen

Posted on Mai 9, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

logoDer Deutsche Verein äußert sich in seinem Gutachten vom 04.04.2017 zu den Voraussetzungen der Gewährung von Hilfe für junge Volljährige gem. § 41 SGB VIII in Form der weiteren Unterstützung durch die Pflegepersonen:

  1. Nach § 41 Abs. 1 Satz 1 SGB VIII soll einem jungen Volljährigen Hilfe für die Persönlichkeitsentwicklung und zu einer eigenständigen Lebensführung gewährt werden, wenn und solange die Hilfe aufgrund der individuellen Situation des jungen Menschen notwendig ist. Als Hilfeleistung kommt insbesondere auch eine weitere Unterstützung durch die Pflegepersonen in Betracht, bei denen der junge Mensch bereits bis zur Volljährigkeit gelebt hat.
  2. Dass der junge Mensch eine gute Schulbildung hat, spricht nicht gegen eine Hilfegewährung. Im Gegenteil kann die Hilfe in Form der weiteren Unterstützung durch die Pflegepersonen erforderlich sein, um den jungen Menschen beim Erreichen seiner weiteren Ausbildungsziele – etwa der Aufnahme eines Studiums – zu unterstützen, solange Anhaltspunkte dafür bestehen, dass eine eigenständige Lebensführung ihn nach seinem aktuellen Entwicklungsstand überfordern würde.

Quelle: Deutscher Verein vom 04.04.2017

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Demonstration von Pflegefamilien für die Rechte behinderter Kinder am Dienstag, 20. Juni 2017 in Berlin

Posted on Mai 8, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

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Plakatprogramm

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In aktuellen Gesetzentwürfen werden Pflegekinder mit Behinderung erneut außer Acht gelassen, obwohl dringender Handlungsbedarf besteht.

Papenburg (khe/kf) – In Deutschland leben über 84.000 Kinder und Jugendliche in Pflegefamilien. Pflegefamilien sind eine der erfolgreichsten und kostengünstigsten Hilfen zur Erziehung im Sozialsystem.

Seit mehr als drei Jahrzehnten setzen sich der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V., zahlreiche Selbsthilfeorganisationen sowie freie und öffentliche Jugendhilfeträger für die gesetzliche Verankerung dringend notwendiger Verbesserungen der Rechte von Kindern mit Behinderungen in Pflegefamilien ein. Bislang vergeblich!

  1. Die Bundesregierung missachtet permanent die Forderungen der UNBehindertenrechtskonvention (UN-BRK) von 2009, dass Kinder mit Behinderungen gleichberechtigt sind mit Kindern ohne Behinderungen. Nach bisherigem Recht haben sie noch immer keinen Anspruch auf bedarfsgerechte Leistungen aus der Jugendhilfe.
  2. Im Gesetzentwurf der Bundesregierung zum Kinder- und Jugendstärkungsgesetz von April 2017 werden Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien nicht berücksichtig.
  3. Im Dezember 2016 wurde das Bundesteilhabegesetz verabschiedet. Die Belange von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung in Pflegefamilien finden hierin nur unzureichend Beachtung, da die entsprechenden AGs sich auf die Reformergebnisse des SGB VIII verlassen haben.
  4. Bisher richtet sich die Zuständigkeit des jeweiligen Trägers nach der Art der Behinderung. Bei Kindern mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung ist die Sozialhilfe zuständig, bei Kindern mit einer seelischen Behinderung die Jugendhilfe. Allerdings richtet sich bei seelisch behinderten Kindern die Zuständigkeit nach dem Intelligenzquotienten eines Kindes. Liegt dieser über 70, ist die Jugendhilfe zuständig. Bei einem IQ von 69 und darunter liegt die Zuständigkeit beim Sozialhilfeträger. Dies ist ein gravierender Verstoß gegen unser Grundgesetz und gegen die Forderungen der UN-BRK, wonach alle Menschen vor dem Gesetz gleich sind, unabhängig davon, ob sie behindert sind oder nicht.

Wir Pflegeeltern fordern gesetzlich geregelte Rahmenbedingungen für die Unterbringung behinderter Kinder in Pflegefamilien!
Wir sind nicht bereit, die seit Langem bestehenden Missstände noch länger hinzunehmen.

  • Es fehlen gesetzlich geregelte Rahmenbedingungen für die Unterbringung behinderter Kinder in Pflegefamilien. Dringend notwendig sind bundesweit verbindliche Standards zur Finanzierung und Ausstattung, zu unterstützenden Leistungen sowie zur Beratung und Begleitung von Pflegefamilien.
  • Es werden bundesweit spezielle Fachdienste zur Vermittlung und Begleitung von Pflegefamilien mit behinderten Kindern benötigt.
  • Kinder mit Behinderungen oder sonstigen Beeinträchtigungen benötigen Pflegegeld gemäß ihrem individuellen Bedarf, einen Mehrbedarf für heilpädagogisches Beschäftigungs- und Spielmaterial, Pflegehilfsmittel, Therapien und medizinische Behandlungen, Fahrtkosten, Kleiderverschleiß, Beschädigung der Wohnungseinrichtung, Ferienmaßnahmen etc.
  • Es darf nicht zu Lasten der Pflegefamilie gehen, für einen behinderungsbedingten Wohnungsumbau oder für die Anschaffung eines behindertengerechten Pkws aufzukommen, den sie ohne das Kind nicht benötigen würden. Diese Kosten müssen bei der Aufnahme eines Kindes mit Behinderungen garantiert werden.
  • Für die Unterbringung von Kindern mit besonderem Bedarf besteht der Anspruch, dass Pflegefamilien über eine pädagogische, pflegerische oder medizinische berufliche Qualifikation verfügen. Ihr Entgelt pro Stunde beträgt allerdings lediglich € 1,13. Ein Mindestlohn für pädagogische Arbeit sollte eingeführt werden, handelt es sich bei der Unterbringung von Kindern in Pflegefamilien doch um eine Form der öffentlichen Erziehung.
  • Pflegepersonen, die nicht durch Ehepartner familienversichert sind, müssen selbst für ihre Krankenversicherung aufkommen. Krankenversicherungsbeiträge für Pflegepersonen sollten selbstverständlich vom Kostenträger der Unterbringung übernommen werden.
  • Pflegefamilien sind bei der Pflege und Betreuung ihres Kindes auf eine intensive, fachlich qualifizierte Beratung und Begleitung auf Augenhöhe angewiesen anstatt auf halbjährliche Kontrollbesuche durch nicht qualifizierte Berater.
  • Falls ein Pflegekind verstirbt, sollten die Kosten einer Trauerfeier und Beisetzung übernommen werden. Dies ist bisher völlig ungeregelt.
  • Bisher endet die Hilfe zur Erziehung in einer Pflegefamilie, wenn das Kind das 18. Lebensjahr erreicht. In Ausnahmefällen wird diese bis zum 21. Lebensjahr verlängert. Kostenträger erwarten, dass Pflegeeltern aufgrund ihrer emotionalen Beziehung zum Kind bzw. Jugendlichen diesen bis zur Verselbstständigung ohne finanzielle Unterstützung, Beratung und Begleitung in ihrer Familie betreuen. Es kann nicht angehen, dass wenn Kinder in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe untergebracht sind, der gleiche Pflegesatz auch nach Erreichung der Volljährigkeit weitergeleistet wird, nicht aber dann, wenn sie in einer Pflegefamilie leben.
  • Es besteht in vielen Jugendamtsbereichen keine Haftpflichtversicherung für Schäden, die das Kind innerhalb der Pflegefamilie verursacht. Wenn Pflegekinder etwa die Wohnungseinrichtung demolieren oder das Haus abbrennen, müssen Pflegeeltern häufig selbst für entstandene Schäden aufkommen. Hier besteht dringend Regelungsbedarf. Solange es hier keine klare Absicherung gibt, ist jeder Familie von der Aufnahme eines Kindes mit Verhaltensstörungen abzuraten.
  • Während Mitarbeitern in Behinderteneinrichtungen selbstverständlich eine geregelte Freizeit und Urlaub zustehen, haben Pflegeeltern hierauf keinen Anspruch. Sie sind 24 Stunden an 365 Tagen im Jahr im Einsatz. Pflegeeltern benötigen dringend Entlastung in der Pflege ihrer Kinder, etwa freie Wochenenden und Urlaube.
  • Pflegepersonen erhalten ebenfalls keine angemessene Alterssicherung. Derzeit wird ein monatlicher Beitrag in Höhe von 39 € übernommen. Dieser reicht nach dreißigjähriger Tätigkeit als Pflegemutter gerade zu einer Rente in Höhe der Grundsicherung. Wenn Pflegepersonen nicht anderweitig abgesichert sind, droht ihnen die Altersarmut. Eine angemessene Alterssicherung für eine hochqualifizierte Leistung sollte selbstverständlich sein.
  • Laut Statistischem Bundesamt lebten 2013 mehr als 11.000 Kinder mit Behinderungen unter 18 Jahren dauerhaft in stationären Einrichtungen der Behindertenhilfe. Da diese Kinder bisher keinen Anspruch auf Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe haben, sondern in die Zuständigkeit des Sozialhilfeträgers fallen, haben sie kaum die Chance, in eine Pflegefamilie zu wechseln. Sie verbleiben bis an ihr Lebensende in einer Heimeinrichtung.

Das Pflegekinderwesen als Hilfeangebot für Kinder mit besonderem Bedarf hat zukünftig nur unter der Voraussetzung Bestand, dass gesetzlich geregelte Standards geschaffen werden.

Um Politik und Öffentlichkeit auf diese Missstände hinzuweisen und um Abänderung zu schaffen, findet am Dienstag, 20. Juni 2017, um 14 Uhr eine Demonstration am Brandenburger Tor in Berlin unter der Federführung des Bundesverbandes behinderter Pflegekinder e.V. statt.

Alle Pflegefamilien in Deutschland mit Kindern mit Beeinträchtigungen, Behinderungen, chronischen Erkrankungen oder schweren Traumatisierungen sind aufgerufen, teilzunehmen und ihre Forderungen zum Ausdruck zu bringen. Unterstützt wird diese Aktion von zahlreichen Selbsthilfeorganisationen, freien und öffentlichen Jugendhilfeträgern sowie Fachhochschulen, Instituten und Universitäten, die bereits ihre Teilnahme zugesagt haben.

Kerstin Held,
Vorsitzende Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.

Der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. (BbP) ist eine Selbsthilfevereinigung von Pflegeeltern, die sich für Pflegekinder mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen engagieren. Er wurde 1983 gegründet und vertritt bundesweit rund 800 Mitglieder mit über 600 Pflegekindern unter 18 Jahren. Zentrales Anliegen ist die Vermittlungshilfe von Kindern mit besonderen Bedürfnissen in Pflegefamilien. Nach der UNKinderrechtskonvention hat jedes Kind das Recht, in einer Familie aufzuwachsen.
Der BbP ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt und vertritt die Interessen behinderter Pflegekinder und ihrer Pflegeeltern auch im politischen, sozialrechtlichen und gesellschaftlichen Bereich.

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Fachtag „Erwachsene mit FASD“ am 18.05. in Wuppertal

Posted on April 29, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

logoDie Selbsthilfegruppe für Menschen mit FASD und deren Angehörige „Dabei und Mittendrin“ lädt am 18.05 zu einem Fachtag nach Wuppertal ein, der sich mit dem Thema „Erwachsene mit FASD“ beschäftigt.

Erwachsene mit dem Fetalen Alkoholsyndrom (FASD) bleiben oft ohne entsprechende Unterstützung, wenn die Diagnostik nicht bereits zu Kinder- oder Jugendzeiten erfolgte. Nur wenige Fachärzte können FASD bei Erwachsenen diagnostizieren. Nicht selten haben diese (jungen) Menschen bereits eigene Suchterfahrungen oder sind mit dem Gesetz in Konflikt gekommen.

Es gibt wenig spezialisierte Angebote und nicht selten greifen die Massnahmen der Träger und Leistungserbringer nicht. Es wird gesprochen über Diagnostikmöglichkeiten, Hilfen für (junge) Erwachsene, Wohnformen, Unterstützung für Menschen mit FASD, Herausforderungen an das System. Auch der Übergang in die Volljährigkeit wird Thema sein. Ist Verselbständigung überhaupt möglich und in welchem ungefähren Zeitrahmen ist hierbei zu rechnen?

Zudem sprechen Betroffene über ihre Erfahrungen und das was ihnen hilfreich erschien oder sie in ihrem Leben eher behindert hat.

Gerade vor dem Hintergrund, dass der LVR und LWL ab Mai 2017 einen Leitfaden zum Umgang mit FASD im Rahmen der Jugendhilfe herausgeben wird, wird gerade auf die Jugendämter noch eine weitere Herausforderung hinzukommen. In dem Bereich ist daher die Vernetzung und interdisziplinäre Zusammenarbeit wichtiger denn je.

Daher gilt diese Einladung einmal mehr auch für die Kollegen aus den benannten Arbeitsfeldern der Jugend- und Behindertenhilfe, Vormundschaften und Betreuungen und anderen mehr. Plätze sind noch ausreichend vorhanden. Anmeldungen werden gerne entgegen genommen.

Ansprechpartnerin: Simone Kabus
Tel 0176 84334437, Fax 02191/5929349
email: dabei-und-mittendrin@email.de

Veranstaltungsflyer

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„Eltern und Familien in der Fremdunterbringung annehmen, fördern, stärken“ am 09.06. in Berlin

Posted on April 23, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 09.06.2017 findet in Berlin eine Akademietagung des Deutschen Vereins mit dem Bundesnetzwerk Fachpolitik für Eltern und Familien in der Kinder- und Jugendhilfe e.V. (BEFKJ) statt. Sie trägt den Titel „Eltern und Familien in der Fremdunterbringung annehmen, fördern, stärken„.

Die Anzahl der im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe unterstützten Familien ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Über 1. Mio. junge Menschen und ihre Familien erhalten Unterstützungsangebote im Rahmen der Erzieherischen Hilfen. Bei den betroffenen Familien handelt es sich zumeist um Alleinerziehende und um Eltern mit schlechten gesellschaftlichen Ausgangschancen. Sie leben überwiegend in schwierigen sozialen Rahmenbedingungen. Gleichwohl wird ihnen abverlangt, dass sie mit nur sehr begrenzten finanziellen und sozialen Mitteln und Ressourcen ihren Alltag mit den Kindern gut und gelungen organisieren. Vielen Familien gelingt dies überzeugend. Ein anderer Teil greift im Interesse ihrer Kinder auf sozialstaatliche Unterstützungsangebote im Rahmen der Kinder- und Jugendhilfe zurück. Im Falle der Fremdunterbringung ihrer Kinder sind leibliche Eltern/Herkunftseltern jedoch häufig eher das „fünfte Rad am Wagen“ und nicht gleichberechtigte Erziehungspartner. Von ihnen wird, wie selbstverständlich, erwartet, dass sie den Akteuren wie Jugendamt, Heim, Pflegefamilie etc. das Erziehungsterrain und die Verantwortung für ihr Kind überlassen.

Mit dieser Akademietagung wollen die Veranstalter neue Arbeitsstrategien im Umgang der sozialen Dienste mit leiblichen Eltern austarieren. Dabei stellen sie unter anderem beteiligungsorientierte Arbeitsformen vor, die eine Stärkung der Elternverantwortung ermöglichen und die darauf abzielen, Herkunftseltern auch während der Fremdunterbringung im Interesse ihrer Kinder aktiv einzubeziehen. Insofern wird die Veranstaltung neben einem grundsätzlichen Fachdiskurs über rechtliche und fachpolitische Perspektiven gerade auch Arbeitsansätze mit leiblichen Eltern in den Blick nehmen, die erweiterte Handlungsoptionen für die Fachkräfte und die beteiligten Akteure eröffnen.

Eingeladen sind Fach- und Leitungskräfte, die für die Fremdunterbringung junger Menschen in Pflegefamilien und Heimeinrichtungen bei öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe zuständig sind sowie an alle Interessierten, auch aus dem Hochschule- und Forschungsbereich.

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„Minderjährige Flüchtlinge in Pflegeverhältnissen“ am 29./30.06. in Berlin

Posted on April 19, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logoFür Fach- und Leitungskräfte der Jugendhilfe, insbesondere der Pflegekinderhilfe; Flüchtlingskoordinator/innen sowie Expert/innen aus Wissenschaft, Politik und Verbänden organisiert der Deutsche Verein am 29.30.06. in Berlin die Tagung „Minderjährige Flüchtlinge in Pflegeverhältnissen„.

Pflegefamilien für minderjährige Flüchtlinge sind derzeit im fachlichen Diskurs sehr präsent, werden vielerorts erprobt und evaluiert. Inwiefern Pflegeverhältnisse eine geeignete Unterbringungsform für minderjährige Flüchtlinge darstellen können, wo sie an Grenzen stoßen und welche Hilfestellungen und Konzepte für Jugendämter und Pflegefamilien bereits vorliegen, wird vor dem Hintergrund aktueller gesetzlicher Entwicklungen herausgearbeitet. Besondere Beachtung finden Netzwerk- und Verwandtenpflegeverhältnisse für junge Flüchtlinge, die häufig bereits informell bestehen. Wo liegen die Herausforderungen, wo die Chancen? Lassen sich Erfahrungen aus der Verwandtenpflege und aus sonstigen Pflegeverhältnissen für minderjährige Flüchtlinge auf diese besondere Form des Zusammenlebens übertragen? Die Veranstaltung informiert über den Stand der Diskussion, stellt Beispiele guter Praxis vor und bietet Gelegenheit zum Austausch. Ziel ist die Identifizierung von Handlungsbedarfen für die Weiterentwicklung des Pflegekinderwesens.

Anmeldung sind möglich bis 26.04.2017

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Tagungsdokumentation „Neu Maß nehmen! Zukunftsperspektiven der Vormundschaft“ erschienen

Posted on April 15, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

In der Schriftenreihe „Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe“ der Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe ist als Band 107 die 122-seitige Dokumentation der Tagung „Neu Maß nehmen! Zukunftsperspektiven der Vormundschaft“ erschienen.

Aus dem Inhalt:

  • Wie weit ist das Feld? Strategische Fragen und Aspekte zur Vormundschaft
  • Vormundschaft zwischen rechtlicher Vertretung und „Kümmern ums Kind“
  • Was brauchen Kinder von ihrem Vormund? Was hat mein Vormund für mich erreicht?
  • Kontinuität und Lebensbegleitung von Mündeln
  • Zukunftsperspektiven der Vormundschaft – Perspektiven für die rechtlichen Grundlagen
  • Ergebnisse der Arbeitsgruppen:
    • Altersgemäße Beteiligung bei der Gestaltung der Vormundschaft
    • Kinder in schwierigen Lebenslagen und Vormundschaft
    • Careleaver: 18 und dann?
    • Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge: Vormundschaft und nachhaltige Integration
    • Ehrenamtliche Vormünder erfolgreich gewinnen und ‚behalten‘
    • Herstellung einer ‚Passung‘ zwischen Vormund und Kind sowie Auswahl und Bestellung des Vormunds

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BbP plant Demo für die Rechte von Kindern mit Behinderung in Pflegefamilien am 20.06. in Berlin

Posted on April 12, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen, Veranstaltungen |

Anlässlich des Referentenentwurfes zum SGB VIII, den jüngst verabschiedeten Gesetzesänderungen z.B. im SGB IX und anderen gesetzlichen Nicht-Regelungen für Kinder mit Behinderungen in Pflegefamilien, hat sich der Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V. entschlossen mit einer Demonstration am 20.06.2017 von 14 Uhr bis ca. 17 Uhr in Berlin am Brandenburger Tor und Pariser Platz auf seine Anliegen aufmerksam zu machen:

3 Forderungen zur „Ersten Hilfe“ einfach formuliert:

  • Sofortige Bemühungen und zeitnahe Realisierung einer gesetzlichen Übergangslösung zur Unterbringung von Kindern mit Behinderung in Pflegefamilien! Derzeit ist es dem Zufall überlassen, ob ein Kind mit Behinderung, welches nicht in seiner Herkunftsfamilie leben kann, in einer Pflegefamilie aufwachsen darf. Der jüngste Entwurf zur Stärkung von Kindern und Jugendlichen in Deutschland hat zum widerholten Male „unseren“ Kindern keinerlei Beachtung geschenkt. Die Übergangsregelung muss bis zum Eintritt der inklusiven Lösung bestand haben.
  • Bedarfsgerechte Ausstattung und Beratung für Pflegefamilien! Die Ausstattung und Hilfe, die eine Pflegefamilie eines Kindes mit Behinderung erhält, ist nirgendwo geregelt. Zuständigkeitswechsel führen immer wieder zu Verlust von Leistungen, die zuvor für jeden Einzelfall hart erkämpft werden mussten. Beratung und Weiterbildung werden häufig gar nicht erst installiert.
  • Kontinuitätssicherung auch über das 18. Lebensjahr hinaus! Keines unserer Pflegekinder ist mit dem 18. Lebensjahr erwachsen und verselbstständigt. Der jüngste Gesetzesentwurf sieht keine Hilfen für Kinder mit Behinderung im jungen Erwachsenenalter vor. Notlösungen wie Gastfamilien sind ein Hohn. Kinder, die in ihrer Pflegefamilie aufgewachsen sind, sind nicht zu Gast in ihrem Zuhause!

Der PFAD Bundesverband und viele weitere Organisationen unterstützen dieses Vorhaben. Weitere Mitstreiter und Unterstützer werden noch gesucht.

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„Muttersuche“ – eine Lesung mit Marco Carini am 13.06. in Hamburg

Posted on April 12, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Hamburg, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Freunde der Kinder e.V., der PFAD Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Hamburg, lädt am 13.06.2017 von 19.30– 21.30 Uhr in seine Beratungsstelle in der Fuhlsbüttler str. 769 in Hamburg zu einer Lesung mit Marco Carini ein.

Marco Carini ist Politikwissenschaftler, Redakteur der taz, und Publizist. Seine eigene Adoption nahm er zum Anlass, 2010 das Buch „Muttersuche – Adoptivkinder und Mütter erzählen“ über die Suche Adoptierter nach ihrer leiblichen Herkunft zu veröffentlichen. Nach einer Einführung liest der Autor seine eigene Geschichte der Suche. Im Anschluß ist Raum für Fragen, Antworten und Erfahrungsberichte. Die Gesprächsleitung hat Kay-Uwe Fock.

Eine Anmeldung ist erforderlich.

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„Vertane oder genutzte Chancen?“ am 29.05. in Berlin/Bernau

Posted on April 10, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Am 29.05.2017 veranstaltet die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Berlin / Bernau das Seminar „Vertane oder genutzte Chancen?“.

Die Referenten Dr. Monika Nienstedt und Dr. Arnim Westermann geben Aufschluss darüber, unter welchen Bedingungen ein Pflegekind in der Pflegefamilie neue Eltern-Kind-Beziehungen entwickeln kann. Gezeigt wird, wie Pflege- und Adoptivkinder über korrigierende Erfahrungen und das szenische Inszenieren traumatischer Erfahrungen Ängste bewältigen, und schließlich die Integration in die Ersatzfamilie gelingt.

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Deutscher Verein: „Soziale Ausgrenzung von jungen Erwachsenen verhindern“

Posted on April 9, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Geschätzt 640.000 junge Menschen im Alter von 15 bis 24 Jahren befinden sich in Deutschland weder in Schule, Ausbildung oder in Beschäftigung. Ihnen droht eine dauerhafte Ausgrenzung aus der Gesellschaft. Um soziale Ausgrenzung zu verhindern fordert der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. mehr individuelle und verlässliche Unterstützung und eine bessere Zusammenarbeit von Verwaltungen und freien Träger.

Berlin – In seinen kürzlich verabschiedeten Empfehlungen setzt sich der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. für eine engere Zusammenarbeit von Jobcentern und Agenturen für Arbeit, Jugendämtern, Sozialämtern und freien Trägern ein.

„Die Jobcenter und Agenturen für Arbeit haben eine Schlüsselfunktion, um auch junge Menschen in schwierigen Lebenslagen einen Schulabschluss und eine berufliche Ausbildung zu ermöglichen. Zuweilen fehlen ihnen aber passgenaue Hilfeinstrumente. Wenn Überschuldung, Wohnungsnot, familiäre Konflikte oder Suchtprobleme drohen, müssen Jugendämter und Sozialämter mit ins Boot genommen werden und weitergehende Hilfen anbieten. Das bedarf aber einer engmaschigen Kooperation “, so Johannes Fuchs, Präsident des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge e.V.

Der Deutsche Verein empfiehlt den Verwaltungen und freien Trägern in den Kommunen, verbindliche Unterstützungsnetzwerke zu bilden, die für die jungen Menschen offen sind. Junge Menschen orientierten sich bei ihrer Suche nach Hilfe weniger an behördlichen oder rechtlichen Zuständigkeiten. Wichtiger seien persönliches Vertrauen, Erreichbarkeit und die Aussicht auf rasche Unterstützung. Wo immer ein junger Erwachsener vorspricht oder ein entsprechender Notfall bekannt wird, solle Unterstützung angeboten werden.

„Reicht das nicht aus, sollte der junge Mensch zu dem Dienst persönlich begleitet werden, der die passende Hilfe anbietet. Wichtig ist es, individuelle Lösungen gemeinsam mit dem jungen Menschen zu erarbeiten und ihm eine Ansprechperson zur Seite zu stellen“, so Johannes Fuchs. Um Verschiebebahnhöfe zwischen Einrichtungen und Diensten zu verhindern, empfiehlt der Deutsche Verein, die Netzwerke in den Jugendberufsagenturen zu verankern, die derzeit von der Bundesagentur für Arbeit und den Kommunen aufgebaut werden.

Die Empfehlungen sind abrufbar unter https://www.deutscher-verein.de/de/empfehlungenstellungnahmen-2017-empfehlungen-des-deutschen-vereins-zur-hilfe-fuer-junge-erwachsene-in-besonderen-problemlagen-2638,1091,1000.html

Der Deutsche Verein für öffentliche und private Fürsorge e.V. ist das gemeinsame Forum von Kommunen und Wohlfahrtsorganisationen sowie ihrer Einrichtungen, der Bundesländer, der privatgewerblichen Anbieter sozialer Dienste und von den Vertretern der Wissenschaft für alle Bereiche der Sozialen Arbeit, der Sozialpolitik und des Sozialrechts. Er begleitet und gestaltet durch seine Expertise und Erfahrung die Entwicklungen u.a. der Kinder-, Jugend- und Familienpolitik, der Sozial- und Altenhilfe, der Grundsicherungssysteme, der Pflege und Rehabilitation. Der Deutsche Verein wird gefördert aus Mitteln des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Vollständige Pressemitteilung vom 27.03.2017 [PDF, 160 KB]

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Tagung „Aktuelle Schweizer Studien im Pflegekinderbereich“ am 19.05. in Zürich

Posted on April 8, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Was brauchen Pflegeeltern und Fachleute, um Kindern in Pflegefamilien die besten Entwicklungschancen bieten zu können? Und wie können sie Pflegekinder in schwierigen Übergängen unterstützen?

Auf solche Fragen versucht die einschlägige Forschung Antworten zu finden. In den letzten Jahren stammten die Forschungsergebnisse vor allem aus dem nahen Ausland. Bei der Tagung „Aktuelle Schweizer Studien im Pflegekinderbereich“ werden nun aktuelle Befunde der Schweizerischen Pflegekinderforschung präsentiert: Drei Organisationen – PACH, Pflege- und Adoptivkinder Schweiz, das Marie Meierhofer Institut für das Kind (MMI) und die KJPK (Kinder- und Jugendpsychiatrische Klinik der Universitären Psychiatrischen Kliniken Basel) – stellen eigene und andere Projekte vor.

Ziel ist es, den Dialog zwischen Forschenden und direkt Beteiligten zu ermöglichen. Die Besucherinnen und Besucher erhalten Gelegenheit, Ergebnisse und Fragen in kleinen Gruppen zu diskutieren und mit ihrer Praxis in Bezug zu setzen. Eingeladen sind Pflegeeltern und Fachpersonen aus dem Pflegekinder- und Kindesschutzbereich sowie speziell die Teilnehmerinnen und Teilnehmer an einer der Studien.

Die Tagung findet am Freitag, 19.05.2017 im Volkshaus Zürich statt.

Anmeldeschluss ist der 08.05.

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„Inklusion wohin? Schritte auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe?!“ am 31.05. in Frankfurt am Main

Posted on April 6, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Die Erziehungshilfefachverbände AFET, BVkE, EREV und IGfH veranstalten am 31.05. in Frankfurt am Main die gemeinsame Fachveranstaltung „Inklusion wohin? Schritte auf dem Weg zu einer inklusiven Kinder- und Jugendhilfe?!

Mit dieser Tagung sollen die Fachdebatte um die Inklusive Lösung und der Verständigungsprozess zwischen Behinderten- und Jugendhilfe gefördert werden.

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Petition „Warnung auf Flaschen: Alkohol in der Schwangerschaft schädigt ungeborene Kinder“

Posted on April 4, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , , |

FASD Deutschland e.V. bittet um Unterstützung seiner Petition „Warnung auf Flaschen: Alkohol in der Schwangerschaft schädigt ungeborene Kinder“. Sie fordern deutlich sichtbare Warnhinweise auf alkoholischen Getränken, die unmissverständlich darauf hinweisen, dass jeglicher Alkoholkonsum in der Schwangerschaft das ungeborene Kind schädigt.

Begründung:
Jährlich werden in Deutschland ca. 10.000 Kinder geboren, die durch Alkohol in der Schwangerschaft geschädigt wurden. Alle Formen dieser vorgeburtlichen Schädigungen werden unter dem Begriff FASD (Fetal Alcohol Spectrum Disorder= auf deutsch Fetale Alkohol Spektrum Störung) zusammengefaßt. Diese Kinder sind für ihr gesamtes Leben geschädigt. Ein normales Leben in der Gesellschaft ist nur für einen verschwindend geringen Teil der Menschen mit FASD möglich.

Menschen mit FASD sind ein Leben lang auf umfangreiche Unterstützung der Gesellschaft in den verschiedensten Lebensbereichen angewiesen, um ein ihren Fähigkeiten entsprechendes eigenverantwortliches Leben führen zu können.

Diese Behinderung ist zu 100% vermeidbar, wenn auf Alkohol während der Schwangerschaft verzichtet wird. Prävention ist der einzige Weg! Aufklärung in Deutschland muss frühzeitig beginnen.

Daher sollten alkoholhaltige Getränke eindeutige, gut erkennbare Warnhinweise auf ihren Etiketten haben, die auf die Gefahren des Alkoholkonsums während der Schwangerschaft hinweisen, analog den Warnhinweisen auf Zigarettenschachteln.

Das Piktogramm der durchgestrichenen Schwangeren, das auf freiwilliger Basis von der Alkoholindustrie auf die Etiketten gedruckt wird, ist erheblich zu klein, um wahrgenommen zu werden, und in seiner Bedeutung nicht eindeutig.

zur Online Petition

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TabuDU – ein Brett-Spiel zur Sexualpädagogik

Posted on April 4, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Das Eylarduswerk hat TabuDU, ein Brett-Spiel zur Sexualpädagogik (Aufklärung, Verhütung, Einstellungen etc.) neu aufgelegt.

Gedacht ist es für eine Gruppe von Jugendlichen ab ca. 14 Jahren und eineN erwachsenEn SpielleiterIn.

TabuDu ist das einzige Brettspiel, das sich an Jungen und Mädchen wendet.

Auf dem DJHT in der letzten Woche in Düsseldorf wurde das Spiel erstmals der Fachöffentlichkeit vorgestellt und erhielt viel positive Resonanz.

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Forschung zu Arbeits- und Beschäftigungsbedingungen in der Kinder- und Jugendhilfe – Bitte um Beteiligung

Posted on April 3, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe |

Im Rahmen der Forschung für ihre Doktorarbeit befasst sich Linda Westheide mit den Arbeitsverhältnissen und Beschäftigungsbedingungen hauptamtlicher Fachkräfte in der Kinder- und Jugendhilfe und deren Auswirkungen auf ihr Wohlbefinden und ihre Arbeit. Dabei interessieren sie alle Einrichtungen und Arbeitsbereiche von A-Z – vom Allgemeinen Sozialen Dienst über die Arbeit in der Kita bis hin zur Vollzeitpflege.

Deshalb bittet Frau Weistheide Fachkräfte um die Teilnahme an einer 15- bis 30-minütigen anonymen online-Befragung

zur Befragung

Kontakt: Linda.Westheide@TU-Dortmund.de, Telefon: 0231-7557101

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„Förderung von Kindern in Pflegefamilien, Erkenntnisse aus der Bindungsforschung und -theorie“ am 15.05. in Holzminden

Posted on April 1, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 15.05.2017 veranstaltet die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Holzminden das Seminar „Förderung von Kindern in Pflegefamilien, Erkenntnisse aus der Bindungsforschung und -theorie„.

Anhand aktueller Erkenntnisse aus der Bindungsforschung und wesentlicher Merkmale und Konzepten der Bindung von Pflegekindern erörtert Prof. Dr. Gerhard J. Suess, wie die Sozialisation in die Pflegefamilie gefördert werden kann und gelingt.

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Dokumentation „Perspektivenklärung für das Pflegekind – Verbleib in der Pflegefamilie oder Rückführung in die Herkunftsfamilie“

Posted on März 31, 2017. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der PFAD FÜR KINDER Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V. legt mit seiner DOK 33: „Perspektivenklärung für das Pflegekind – Verbleib in der Pflegefamilie oder Rückführung in die Herkunftsfamilie“ eine Zusammenfassung seiner Fachtagung 2015 vor.

Laut § 33 Abs. 2 SGB VIII soll die Hilfe zur Erziehung in Vollzeitpflege entsprechend dem Alter und Entwicklungsstand des Kindes oder Jugendlichen und seinen persönlichen Bindungen sowie den Möglichkeiten der Verbesserung der Erziehungsbedingungen in der Herkunftsfamilie Kindern und Jugendlichen in einer anderen Familie eine zeitlich befristete Erziehungshilfe oder eine auf Dauer angelegte Lebensform bieten. In diesem Zusammenhang ist von „kindlichem Zeitempfinden“ die Rede, das je nach Alter variiert und bei Entscheidungen berücksichtigt werden soll.

„Nach meiner Erfahrung ist es wichtig, von Anfang an eine größtmögliche Klarheit darüber herzustellen, ob das Kind langfristig in seiner Pflegefamilie bleiben oder ob und unter welchen Voraussetzungen es zurück in seine Herkunftsfamilie geführt wird“, so die Aussage einer Pflegefamilienberaterin. In dieser Klärungsphase sind vor allem die Kinder ganz besonderen Belastungen und Verunsicherungen ausgesetzt, die sie ohne angemessene Hilfe nicht bewältigen können. Welche Rolle, welche Aufgaben haben die Pflegeeltern in dieser Zeit und wie können sie das Pflegekind bestmöglich begleiten und unterstützen?

Aus dem Inhalt:

  • Fachvortrag: „Herausnahme und Rückführung des Kindes – Grundrechte im Spannungsverhältnis“,
    Ref.: Armin Abendschein, Richter am Amtsgericht Ansbach
  • Fachvortrag: „Zwischen Bindung und Trennung – die Kindesherausnahme aus psychologischer Sicht“,
    Ref.: Irmgard Bräutigam, Dipl. Psych., öffentlich bestellte und beeidigte Sachverständige für forensische Psychologie, Nürnberg
  • Bericht Arbeitskreis 1: „Herausnahme und Rückführung eines Kindes in den ersten drei Lebensjahren und Auswirkungen auf seine Bindungsentwicklung und Bindungsfähigkeit
  • Bericht Arbeitskreis 2: Rolle und Aufgabe der Pflegeeltern bei der Klärung der Perspektive des Pflegekindes (Verbleib oder Rückkehr)
  • Bericht Arbeitskreis 3: „Aspekte der Arbeit mit Herkunftseltern bei der Klärung der Perspektive des Pflegekindes (Verbleib oder Rückkehr)

Die Dokumentation umfasst 60 Seiten und kostet € 8,00 zzgl. Versand.

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„Pflegekinder alkoholabhängiger Mütter, FAS-Syndrom“ am 13.05. in Verden

Posted on März 30, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bremen, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

logoAm 13.05.2017 veranstaltet die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Verden bei Bremen das Seminar „Pflegekinder alkoholabhängiger Mütter, FAS-Syndrom„.

Kinder, deren körperliches und seelisches Wohl durch den Konsum von Alkohol der Kindesmutter in der Schwangerschaft erheblich eingeschränkt ist, benötigen besondere Hilfestellungen und Förderung in der Pflegefamilie. In diesem Seminar wird Prof. Dr. med. Hans-Ludwig Spohr die Ursachen und Auswirkungen für diese Kinder erörtern und spezifische Hilfen und Perspektiven erarbeiten.

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Leseprobe der PFAD Aktuell „Herausforderung Schule“

Posted on März 30, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen |

Der PFAD FÜR KINDER Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V. hat auf seiner Homepage eine Leseprobe seiner Mitgliederfachzeitschrift PFAD AKTUELL 1/2017 zum Thema „Herausforderung Schule“ eingestellt.

Für Mitglieder des Landesverbandes steht die Zeitschrift zum kostenlosen Download im Mitgliederbereich bereit.

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Arbeitshilfe: Kostenübernahme für Therapien bei umF

Posted on März 30, 2017. Filed under: Fachkräfte, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Wie können Therapien für geflüchtete Kinder und Jugendliche beantragt werden? Der Bundesfachverband Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge e.V. (BumF) hat zusammen mit der Bundesweiten Arbeitsgemeinschaft Psychosozialer Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer (BAfF) eine Arbeitshilfe dazu erstellt. Mit Tipps und Hinweisen zu Kostenübernahme, Antragsverfahren und rechtlichen Grundlagen.

Arbeitshilfe zur Beantragung der Kostenübernahmen von Therapie mit minderjährigen Geflüchteten und jungen Volljährigen

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Verbesserter Schutz vor Gewalt für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung bzw. chronischer Erkrankung – Online-Informations- und Hilfeangebot

Posted on März 27, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Podcast / Online, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

logoMädchen und Frauen mit Behinderung sind besonders häufig Opfer von Gewalt. So werden beispielsweise Frauen mit geistigen oder körperlichen Einschränkungen zwei bis dreimal häufiger Opfer von sexualisierter Gewalt als der Durchschnitt der weiblichen Bevölkerung. Im Rahmen eines vom Land NRW geförderten Projekts bietet das bundesweit einzigartige Internetportal www.mädchensicherinklusiv-nrw.de Informationen und Hilfeangebote für Mädchen und junge Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankung und vermittelt Beratung per Chat, E-Mail oder Telefon.

Das Portal ist ein leicht zugängliches Hilfe- und Beratungsangebot, dass sehr genau an den Bedürfnissen und Bedarfen der Zielgruppe orientiert ist. Es unterstützt die Selbstbestimmung von Mädchen und jungen Frauen mit Behinderung/chronischer Erkrankungen und trägt zu ihrem verbesserten Schutz vor Gewalt bei. Nicht nur die Inhalte sind auf die Lebenswirklichkeit der Nutzerinnen abgestimmt, sondern auch die verschiedenen Formen der Darstellung. Damit möglichst viele Betroffene das Portal nutzen können, sind die Angebote auch in Leichter Sprache und auf Türkisch beziehungsweise als Videos in Gebärdensprache verfügbar. Ein weiterer wichtiger Baustein des Projekts ist die Beratung per Chat, E-Mail oder Telefon. Damit haben Betroffene einen direkten Draht zu den Hilfeangeboten. Das stärkt ihre Unabhängigkeit und Selbstbestimmung.

www.mädchensicherinklusiv-nrw.de

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„Frech, distanzlos, unbelehrbar – oder vielleicht FASD?“ am 02.05. in Moritzburg

Posted on März 26, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , |

Die Sächsische Landesstelle gegen Suchtgefahren veranstaltet in Kooperation mit FASD Deutschland e.V. am am 02.05.2017 in Moritzburg den Fachtag „Frech, distanzlos, unbelehrbar – oder vielleicht FASD?„.

Neben den Vorträgen von Prof. Dr. Hans-Ludwig Spohr (Das Fetale Alkoholsyndrom im Kindes- und Erwachsenenalter) sowie Andreas Francke und Caroline Sicking (Junge Erwachsene mit FASD – Übergang und Perspektiven) werden auch fünf interessante Workshops angeboten.

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„Der Alltag mit traumatisierten Pflegekindern“ am 08.05. in Dresden

Posted on März 25, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoAm 08.05.2017 veranstaltet die Stiftung zum Wohl des Pflegekindes in Dresden das Seminar „Der Alltag mit traumatisierten Pflegekindern„.

Das Seminar mit Dipl. Psych. Monika Dreiner vermittelt wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Traumaforschung, um anschließend praxisnahe Hilfen aufzuzeigen, Ressourcen von Pflegekindern und -eltern zu nutzen, damit die Sozialisation in die Pflegefamilie gelingt.

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IGfH Bundestagung „Partizipative HilfeKulturen gestalten und fordern – Eine WerkstattTagung“ vom 13.-15.09. in Dortmund

Posted on März 25, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die IGfH veranstaltet vom 13.-15.09.2017 die Bundestagung „Partizipative HilfeKulturen gestalten und fordern – Eine WerkstattTagung“ zusammen mit der FH Dortmund in Kooperation mit der Stadt Dortmund in Dortmund.

HilfeKulturen begreifen wir als ein aktives gemeinsames Gestalten von Unterstützungsangeboten durch alle Beteiligten – den jungen Menschen, deren Eltern bzw. Angehörigen, den Mitarbeitenden – in Einrichtungen und Diensten der Erziehungshilfe. Aber wie können Partizipative Hilfekulturen gestaltet werden? Welche Voraussetzungen sind hierfür erforderlich und sind möglicherweise einzufordern? Diese Fragestellungen werden mit Hilfeadressat_innen und Fachkräften auf der Ebene des individuellen Handelns, auf der Ebene von Organisationen und auf gesamtgesellschaftlicher Ebene diskutiert.

Die Tagung wird u.a. die Felder professionelle Haltung und das Zusammenwirken von Professionellen und Adressat_innen, Organisationskulturen und die Zusammenarbeit verschiedener Institutionen, (neue) gesetzliche Rahmungen, gesellschaftliche Erwartungen an Erziehungshilfen und gesellschaftspolitische Zusammenhänge beleuchten.

Es werden weitestgehend in allen Formaten der Tagung wie plenarer Praxisworkshop, Fachforen, Werkstätten und Exkursionen Hilfeadressat_innen (u.a. Jugendliche und Eltern), Kolleg_innen öffentlicher und freier Träger sowie Wissenschaftler_innen beteiligt sein.

Vorbereitet und organisiert wird die Jahrestagung von Mitgliedern der Fachgruppe Heimerziehung, der Fachgruppe Integrierte Hilfen, der Geschäftsstelle, der Delegiertenversammlung und des Vorstandes der IGfH.

Die IGfH-Mitgliederversammlung findet im Rahmen der Tagung am 13. September 2017 statt.

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DiskussionsBLOG auf der Tagungs-Website
Auf der Tagungs-Website findet sich ein Diskussionsblog, der eine breite Beteiligung von Teilnehmer_innen, Mitarbeiter_innen, Jugendlichen, Eltern und Wissenschaftler_innen aber auch von weiteren Personen aus der Fachszene vor der Tagung ermöglichen soll.
Teilen Sie dort Ihre Gedanken und Positionen, aber auch Fragen und Erfahrungen zu Beteiligungskulturen und Partizipation im Vorfeld der Tagung mit!
Sie können Ihre Anregungen und Gedanken drei Dimensionen der Partizipation – »Individuum“, »Organisation« und »Gesellschaft« – zuordnen und/oder in eine Art »open space« gehen, in dem Sie selbst die Themen setzen und mit Ihren Kolleg_innen diskutieren.

zum Tagungsblog

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„Biografische Erbschaften: Transgenerationale Perspektiven in der Biografiearbeit“ am 22./23.09. in Siegen

Posted on März 22, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

logoDie interdisziplinäre Tagung „Biografische Erbschaften: Transgenerationale Perspektiven in der Biografiearbeit“ wird am 22. und 23.09.2017 an der Universität Siegen von Prof. Dr. Forstmeier in Kooperation mit dem Fachverband für Biografiearbeit  durchgeführt. Die Tagung ermöglicht einen tiefen Einblick in biografische Prozesse und die Biografiearbeit.

Die Hauptvorträge sind von Dr. med. Elke Horn, Prof. Dr. Dr. med. Andreas Maercker, Prof. Dr. Frank Neuner, Prof. Dr. med. Luise Reddemann und Prof. Dr. Klaus Wolf. Außerdem werden praxisorientierte Workshops und wissenschaftliche Symposien durchgeführt, unter anderem eines zu „Biografieforschung mit Pflegekinder“ koordiniert von Daniela Reimer.

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EFZA: Dossier „Adoptionen in Deutschland“

Posted on März 20, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen |

Auf der Homepage des Expertise- und Forschungszentrum Adoption (EFZA) ist nun das neue Dossier „Adoptionen in Deutschland“ in kompletter sowie in einer Kurzfassung zugänglich.

Das Dossier stellt eine erste Bestandsaufnahme zu zentralen Bereichen des Adoptionswesens in Deutschland dar. Es informiert über wichtige Entwicklungen der nationalen und internationalen Anzahl an Adoptionen und gibt einen Überblick über die gesetzlichen Rahmenbedingungen und Strukturen sowie über die Prozesse von Adoptionsvermittlungen im Inland sowie über die Durchführung von internationalen Adoptionsvermittlungsverfahren.

Weitere vom EFZA in Auftrag gegebene Expertisen:

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„Pflegefamilie und dann? Careleaver im Übergang“ am 19.06. in Berlin

Posted on März 19, 2017. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

logofachtag_pflegefamilie-und-dann_2017-06_onlinebannerDas Careleaver Kompetenznetz veranstaltet gemeinsam mit dem Kompetenz-Zentrum Pflegekinder e.V. und unterstützt durch die IGfH/Dialogforum Pflegekinderhilfe am 19.06.2017 in Berlin die Fachtagung „Pflegefamilie und dann? Careleaver im Übergang“.

Bisher wurde das Thema Leaving Care, der Übergang aus stationären Hilfen in Deutschland, vor allem mit dem Fokus auf die stationäre Heimerziehung bearbeitet. Mit dieser Tagung möchten die Veranstalter den Blick auf die Vollzeitpflege ausweiten.

In Pflegefamilien wird die formale Beendigung der Hilfe zur Erziehung in der Regel wenig thematisiert. Man fühlt sich „als Familie“ und für viele Pflegeeltern ist es selbstverständlich, ihre Pflegekinder auch weiter zu unterstützen. Für die jungen Menschen im Übergang bleibt dabei allerdings oft unklar, in welcher Weise der Kontakt nach dem Hilfeende oder Auszug weitergeführt wird. Welche materielle, lebenspraktische und emotionale Unterstützung kann von den oft als Eltern erlebten (aber
juristisch nicht unterhaltsverpflichteten) Pflegeeltern noch erwartet werden? Denn auch die Pflegekinderdienste gehen häufig davon aus, dass ein Unterstützungsbedarf nach dem Hilfeende von den „ehemaligen“ Pflegeeltern aufgefangen wird, obwohl gemäß § 41 SG VIII Hilfen des Jugendamtes bis zum Alter von 27 Jahren möglich wären.

Immer die Careleaver selbst im Blick soll aus den unterschiedlichen Blickwinkeln der Tagungsbeteiligten versucht werden, Lösungsvorschläge für eine Verbesserung der Situation von Pflegekindern im Übergang zu finden.

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SHELTER – Ein E-Learning-Curriculum für die Arbeit mit begleiteten und unbegleiteten geflüchteten Minderjährigen

Posted on März 17, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Podcast / Online, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Auch Gastfamilien können bei dem kostenfreien Online-Weiterbildungskurs SHELTER mitmachen!

In dem interdisziplinären Projekt SHELTER wird ein E-Learning-Curriculum unter Mitwirkung von Fachkräften und Ehrenamtlichen entwickelt. Personen, die in Einrichtungen und Diensten der Kinder- und Jugendhilfe sowie in gesundheitsbezogenen Diensten für die Betreuung, Begleitung und Behandlung von jungen Menschen mit Fluchterfahrungen Verantwortung übernehmen, sollen dadurch langfristig adäquat auf die Bewältigungs- und Bedarfslagen der jungen Menschen mit Fluchterfahrungen vorbereitet werden. Sie sollen zudem in die Lage versetzt werden, Schutzkonzepte in der Kinder- und Jugendhilfe zu implementieren sowie Verständnis und Grundkenntnisse für Folgen von Traumatisierungen und psychische Belastungen in der Arbeit mit jungen Menschen mit Fluchterfahrung zu entwickeln. Die Teilnehmenden an dem Weiterbildungsangebot haben Zugriff auf Texte, Materialien und Videos sowie die Möglichkeit den Kurs zu evaluieren und weiterzuentwickeln. Auf diese Weise entsteht beteiligungsorientiert ein praxisnahes Curriculum.

Der Hintergrund:
SHELTER ist eine Abkürzung für Safety & Help for Early adverse Life events and Traumatic Experiences in minor Refugees. Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und von den Universitäten Hildesheim (Wolfgang Schröer), Bielefeld (Frank Neuner), dem Universitätsklinikum Ulm (Jörg Fegert) und der Hochschule Landshut (Mechthild Wolff) umgesetzt.

Mehr Informationen:
Machen Sie kostenfrei mit!
Die ersten Testkurse starten im Juli 2017. Sie können sich unter dem Link https://shelter-notfall.elearning-kinderschutz.de/Interessenten bis einschließlich 18.06.2017 in eine InteressentInnenliste für eine Kursteilnahme eintragen.

Homepage des Verbundprojekts:
https://shelter.elearning-kinderschutz.de

Dort finden sich auch weitere Informationen zu einer möglichen Kursteilnahme.
Kontakt: shelter@elearning-kinderschutz.de

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„Interkulturelle Pflegekinderhilfe – neue Ansätze für die Praxis“ am 17.05. in Bochum

Posted on März 16, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

PLANB Ruhr e. V. lädt am 17.05.2017 nach Bochum ein zur Bundesfachtag „Interkulturelle Pflegekinderhilfe – neue Ansätze für die Praxis„.

Im Spiegel einer heterogenen Gesellschaft steht die Pflegekinderhilfe vor einer Herausforderung. Mittlerweile hat jedes vierte Pflegekind einen Migrationshintergrund. Neue Ansätze, Ideen und Konzepte zur Umsetzung einer kultursensiblen Pflegekinderhilfe sind daher dringend erforderlich.

Familien mit Migrationshintergrund geraten zunehmend ins Blickfeld und können mit ihrem Potential zu einer interkulturellen Pflegekinderhilfe beitragen. Die Begegnung und Ansprache dieser Familien gestaltet sich für die Fachkräfte häufig stolprig. Um interkulturelle Pflegeverhältnisse umsetzen und etablieren zu können, wird ein Perspektivwechsel benötigt. Die vorhandenen Strukturen und Methoden der Pflegekinderhilfe müssen somit der gesellschaftlichen Entwicklung angepasst werden.

In den drei Jahren Projektzeit habt PLANB Ruhr e.V. in der Zusammenarbeit mit Pflegefamilien, Migrantenselbstorganisationen und Fachkräften der Pflegekinderhilfe Erkenntnisse gewonnen, aus denen neue Ansätze und Vorgehensweise zur interkulturellen Pflegekinderhilfe weiter entwickelt werden können. Im Rahmen des Fachtags werden diese Erkenntnisse und Ergebnisse des Projektes „PemM – Pflegefamilien mit Migrationshintergrund“ präsentiert und in den Workshops einzelne Aspekte praxisnah vertieft.

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„Aktuelle Rechtsfragen in der Praxis der Pflegekinderhilfe“ am 12.06. in Köln

Posted on März 15, 2017. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Rechtliches, Veranstaltungen |

logoDie zentrale Fortbildungsstelle des LVR-Landesjugendamt Rheinland bietet am 12.06.2017 in Köln für Fachkräfte eine Fortbildung über „Aktuelle Rechtsfragen in der Praxis der Pflegekinderhilfe“ an.

Wie wirkt sich das Wunsch- und Wahlrecht von Pflegepersonen aus?
Was ist im Rahmen von Fallübergaben nach § 86 Abs. 6 SGB VIII zu beachten?
Welche Personen müssen im Rahmen der Eingnungseinschätzung ein erweitertes Führungszeugnis vorlegen?

Fachkräfte in der Pflegekinderhilfe sind mit vielfältigen juristischen Fragestellungen konfrontiert und müssen über ein fundiertes jugendhilferechtliches Wissen verfügen.

In der Veranstaltung gibt Juristin Diana Eschelbach einen ausgewählten Überblick rechtlicher Fragestellungen. Für Praxisbeispiele und Fragen, deren Lösungen gemeinsam erarbeitet werden, wird genügend Raum geboten.

Anmeldeschluss ist der 15.05.2017.

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BVerfG hebt Beschluss zur Rückführung eines Pflegekindes auf

Posted on März 13, 2017. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Das Bundesverfassungsgericht hob mit Beschluss vom 03.02.2017 (1 BvR 2569/16) auf Antrag der Verfahrenspflegerin eines Pflegekindes einen Beschluss des Oberlandesgerichts Köln vom 13.10.2016 (21 UF 56/16) auf, wonach ein Pflegekind innerhalb von sechs Wochen zu seinen Eltern zurückzuführen sei.

Das Mädchen lebt nach über einem Jahr in familiärer Bereitschaftsbetreuung seit einem halben Jahr in einer Pflegefamilie.

Begründung sei eine Verletzung der Grundrechte des Kindes aus Artikel 2 Absatz 1, Absatz 2 Satz 1 in Verbindung mit Artikel 6 Absatz 2 Satz 2 des Grundgesetzes. Die Sache wurde an das Oberlandesgericht Köln zurückverwiesen.

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