„Ich bin auch noch da! Wie geht es leiblichen Kindern mit Pflege- und Adoptivgeschwistern“ am 16.05. in Augsburg

Posted on April 16, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Fortbildung, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

PFAD FÜR KINDER Augsburg e.V. bietet am 16.05.2017 im Haus Tobias in Augsburg ein Seminar unter dem Titel „Ich bin auch noch da! Wie geht es leiblichen Kindern mit Pflege- und Adoptivgeschwistern“ an. Referentin wird die Familientherapeutin Ursula Hellmann sein.

Bei der Entscheidung für ein Pflege-/Adoptivkind sind bereits in der Familie lebende Kinder oft „Feuer und Flamme“ und freuen sich auf das neue Geschwister. Später würden sie manchmal das Kind gerne wieder zurückgeben und die Eltern sind verunsichert, ob ihre anderen (leiblichen) Kinder nicht zu kurz kommen, wenn das Adoptiv/Pflegekind so viel Zeit, Kraft und Aufmerksamkeit erfordert.

Andererseits nehmen häufig später Erwachsene, die mit Pflegekindern aufgewachsen sind, wieder selbst Kinder in Pflege.
Was trägt dazu bei und was können wir tun, damit alle Kinder (und auch Erwachsenen!!) in einer Pflege-/Adoptivfamilie gut leben und wachsen können?

Ein bisschen Theorie, ergänzt mit konkreten, praktischen Beispielen sollen zu diesem Thema Anregungen mit nach Hause geben.

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Angelsächsische Studien zu Geschwisterbeziehungen im Überblick

Posted on Februar 25, 2017. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

logoGeschwisterlichkeit ist eine starke soziale Einflussgröße. Viele Kinder und Jugendliche leiden darunter, wenn sie das Auseinanderbrechen der Familie und den Wechsel an einen neuen Lebensort ohne den Beistand ihrer Geschwister durchstehen müssen. Geschwister brauchen die haltgebende Verbindung zueinander. Sie zu stützen ist die Aufgabe der Kinder- und Jugendhilfe.

Noch immer werden in vielen Ländern Geschwister häufig im Rahmen von Jugendhilfemaßnahmen getrennt und haben wenig Kontakt zueinander. Dabei ist es – insbesondere vor dem Hintergrund der Kinderrechte – kaum hinnehmbar, wenn solche Trennungen mit Platzmangel oder einer ungeeigneten Infrastruktur begründet werden. Es ist an der Zeit, die Belange von Geschwistern systematisch zu berücksichtigen.

Sozialwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im angelsächsischen Sprachraum widmen sich seit längerem vermehrt dem Wirkfaktor Geschwisterbeziehung. Die Ergebnisse sind hierzulande bis heute nur wenig zur Kenntnis genommen worden, obwohl sie durchweg beachtlich sind. Um sie auch für die hiesige Kinder- und Jugendhilfe nutzbar zu machen, werden in der Publikation ausgewählte Arbeiten vorgestellt. Sie bieten konkrete Orientierung im Kontext von Unterbringungsentscheidungen und bei der Gestaltung von Hilfen.

Der Materialienband 9 umfasst 147 Seiten und ist gegen eine Schutzgebühr von 8,00 Euro plus Versandkosten über das SPI (www.sosfachportal.de/paedagogik/mediathek oder telefonisch unter 089 12606-432) zu beziehen.

SOS-Kinderdorf e.V., Sozialpädagogisches Institut (SPI), Renatastraße 77, 80639 München, info.spi@sos-kinderdorf.de, www.sos-fachportal.de/paedagogik/spi

Quelle: SOS-Kinderdorf e.V. vom 25.01.2017

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Kurse mit Irmela Wiemann in der Schweiz

Posted on Januar 15, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bayern, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, International, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , , |

Die Diplom-Psychologin Irmela Wiemann wird 2016 wieder Kurse in der Schweiz gestalten, die Fachkräften und Pflege- und Adoptiveltern offen stehen. Sie werden von tipiti oder von der Fachhochschule Nordwestschweiz angeboten. In allen Kursen gibt es derzeit noch freie Plätze.

  • 07. – 09. März 2016 in Basel
    Einführung in die Praxis der Biografiearbeit mit Kindern und Jugendlichen
    Info
  • 06. – 07. Mai 2016 in Wil
    Geschwisterbeziehungen in Pflege- und Adoptivfamilien
    Info
  • 30. Mai – 01. Juni 2016 in Basel
    Traumapädagogik – Pädagogischer Alltag mit traumatisierten Kindern und Jugendlichen 
    Info
  • 09. – 11. Juni 2016 in Wil
    Kontakt zur Herkunftsfamilie – Belastung oder Chance?  
    Info
  • 19. – 21. September 2016 in Wil
    Traumapädagogik
    Info
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Fachkräfte-Seminar „Eigene Kinder – Fremde Kinder – Geschwisterkinder“ am 07./08.05. in Neustadt/Weinstraße

Posted on März 7, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Prof. Dr. Christine Köckeritz, Dr. Heinz Kindler und Corinna Petri halten für MitarbeiterInnen aus Pflegekinderdiensten öffentlicher und freier Träger vom 07.-08.05. in Neustadt/Weinstraße das Seminar „Eigene Kinder – Fremde Kinder – Geschwisterkinder“ ab.

Veranstalter ist das Sozialpädagogische Fortbildungszentrum (SPFZ) des Landesjugendamtes Rheinland-Pfalz.

nähere Informationen (Seite 65)

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„Geschwisterbeziehungen in Pflege- und Adoptivfamilien“ am 21.09. in Rosenheim

Posted on August 28, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

PFAD FÜR KINDER Rosenheim e.V. lädt alle Interessierten zu seinem Fachtag am 21.09. nach Rosenheim ein. Prof. August Huber wird am Vormittag über das Thema „Geschwisterbeziehungen in Pflege-und Adoptivfamilien“ referieren. Für den Nachmittag ist die Arbeit an Beispielen aus der Praxis geplant.

Für Kinder von 1-14 Jahren kann Betreuung angeboten werden.

Einladungsflyer

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Wochenende für leibliche Geschwister in einer Pflegefamilie vom 21.-23.06. im Odenwald

Posted on Mai 10, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Vom 21.-23.06. veranstaltet die Pflegeelternschule Baden-Württemberg ein Wochenende im Odenwald für leibliche Geschwister in einer Pflegefamilie unter dem Motto „Zeit für uns“. Eingeladen sind Kinder/Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren.

nähere Informationen

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Fachbroschüre: „Weil wir Geschwister sind. Geschwisterbeziehungen in der Fremdunterbringung“

Posted on Januar 28, 2013. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

Ein europäisches Forschungsnetzwerk von SOS-Kinderdorf zu Geschwistern hat untersucht, wie aus belasteten geschwisterlichen Beziehungen eine Kraftquelle fürs Leben werden kann. Die gegenseitigen Herausforderungen wurden ebenso in den Blick genommen wie die Frage, welche Unterstützung Fachkräfte bei der Begleitung von Geschwistern geben können, aber auch selbst benötigen.

Die Broschüre bündelt die Ergebnisse der verschiedenen Projekte aus fünf Ländern. Gemeinsamer Nenner der Vorhaben war, zur Verwirklichung eines wichtigen Aspektes der UN-Kinderrechte im Bereich stationäre Erziehungshilfen beizutragen.

Ausgehend von den Grundlagen geschwisterlicher Beziehungen wird beschrieben, welche Belastungen Geschwisterbeziehungen innewohnen, aber auch wie viel Beistand und Halt in ihnen erfahren werden kann. Zur Sprache kommt, mit welchen Geschwisterdynamiken Erzieherinnen und Erzieher häufig umzugehen haben. Außerdem finden sich methodische Anregungen dazu, wie die Verbindungen zwischen Geschwistern in der Kinder- und Jugendhilfe besser verstanden werden können.

Vor dem Hintergrund des Erfahrungswissens von Praktiker(inne)n wurden förderliche Rahmenbedingungen für die Arbeit mit Geschwistern benannt. Konkrete Empfehlungen regen die fachliche Umsetzung guter Praxis bei der Betreuung von Geschwistern an.

Die Broschüre umfasst 58 Seiten und ist zu einer Schutzgebühr von 7,50 Euro plus Versandkosten über das SPI zu beziehen.

Quelle: SOS-Kinderdorf e.V. Sozialpädagogisches Institut – SPI

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Neue Broschüre: „Ressourcen, Belastungen und pädagogisches Handeln in der stationären Betreuung von Geschwisterkindern“

Posted on Oktober 23, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Rahmen des Forschungsschwerpunktes „Geschwister in der stationären Erziehungshilfe“ des SOS-Kinderdorf e.V. haben Corinna Petri, Kristina Radix und Klaus Wolf von der Forschungsgruppe Pflegekinder der Universität Siegen die Sicht auf das Innenleben von Geschwisterbeziehungen in der Fremdunterbringung freigelegt.

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene aus fünf Geschwistergruppen in drei deutschen SOS-Kinderdörfern wurden dafür befragt. Sie alle haben von ihren Erfahrungen in ihren Herkunftsfamilien und von ihren Erlebnissen beim Übergang in die stationäre Unterbringung berichtet. Ausführlich haben sie über das Leben im SOS-Kinderdorf gesprochen. Geschwister, von denen sie getrennt leben müssen, spielen in ihren Erzählungen eine wesentliche Rolle. So ist ein facettenreiches Bild der Situationen und Bedürfnisse von Geschwistern in den stationären Erziehungshilfen entstanden. Die Perspektiven der SOS-Kinderdorfmütter runden dieses Bild ab.

In Band 14 der SPI-Materialien kommen die jungen Menschen selbst zu Wort. Dabei wird deutlich, wie vielfältig ihre Beziehungen sind und wie sehr Geschwister sich gegenseitig eine Stütze sein können, wenn sie von ihrer Familie getrennt leben müssen.

Die beiden Autorinnen und der Autor geben zahlreiche Hinweise für eine förderliche pädagogische Praxis bei der Begleitung von Geschwistern und ordnen die Forschungsergebnisse in die Kontexte von Wissenschaft und Praxis ein.

zur Bestellung

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Leibliche und aufgenommene Kinder in Pflegefamilien am 17.11. in Düsseldorf

Posted on Oktober 18, 2012. Filed under: Fortbildung, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Claudia Vannahme wird die Referentin des Seminars „Leibliche und aufgenommene Kinder in Pflegefamilien“ sein, das PAN e.V. am 17.11. in den Räumen seiner Geschäftsstelle anbieten wird.

Die Leitfrage des Seminars wird sein: Was sind aus Ihrer Sicht hilfreiche und gute Voraussetzungen, damit die leiblichen und die aufgenommenen Kinder einen „guten Platz“ in Ihrem Lebenskontext finden?

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Artikel über Projekt «Haus mit Aussicht» in Frankfurt/Main

Posted on August 8, 2012. Filed under: Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

news4teachers.de berichtete am 26.07.2012 im Artikel „Immer mehr Pflegekinder: Projekt «Haus mit Aussicht» betreut vernachlässigte Kinder“ über das seit eineinhalb Jahren in Frankfurt bestehende Projekt «Haus mit Aussicht». Dort kümmern sich drei Pflegefamilien um Kinder, die das Jugendamt in Obhut genommen hat. Hier können auch Geschwister gemeinsam aufgenommen werden.

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Pflegemutter entwickelt Bilderbuch „Alle meine Eltern“

Posted on Juni 4, 2012. Filed under: Fachkräfte, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , |

Yvonne Schneider aus Kassel entwickelte im Eigenverlag das Bilderbuch „Alle meine Eltern„. Als Pflegemutter hatte sie nach einem (Bilder-) Buch gesucht, mit dessen Hilfe sie ihrem Pflegekind den Übergang von der Bereitschafts- in die Dauerpflege erklären konnte. Da sie weder im Buchhandel noch im Internet fündig wurde, griff sie selbst zu Stift und Papier und so entstand „Alle meine Eltern„.

Das 20-seitige, broschierte Büchlein in DIN A5 erzählt in kurzen, prägnanten Sätzen und einfachen, klaren Bildern, wie ein Kind aus der Kurzzeitpflege in eine Dauerpflegefamilie umzieht. Kindgerecht wird gezeigt, welche Situationen dabei bedeutsam sind und wie so ein Wechsel konkret aussehen kann. Vieles bleibt dabei offen bzw. der Fantasie des Lesers überlassen, weil das Buch nur einen Einstieg ins Gespräch bieten und den Familien und Kindern, für die es gemacht wurde, Raum für eigene Gedanken und Vergleiche lassen soll. Die Geschichte eignet sich für Pflegekinder (und auch Geschwisterkinder) zwischen ca. 3 und 7 Jahren.

Das Buch ist zum Preis von 5 Euro / Stück zzgl. Verpackungs- und Versandkosten direkt zu bestellen bei: yvonne.schneider77@gmx.de

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Materialien zur Fachtagung „Wenn es zu Hause nicht mehr geht…! (Traumatisierte) Kinder in Pflegefamilien“ online

Posted on Mai 20, 2012. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , |

Die Kinderschutz-Zentren stellen die Materialien zur Fachtagung „Wenn es zu Hause nicht mehr geht…! (Traumatisierte) Kinder in Pflegefamilien„, die am 07./08.05.2012  in Leipzig stattfand zur Verfügung:

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Geschwisterbeziehungen: neue Ausgabe „frühe Kindheit“ erschienen

Posted on Mai 19, 2012. Filed under: Netzwerke, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Zu dem Themenschwerpunkt „Geschwisterbeziehungen“ ist die neue Ausgabe der Zeitschrift „frühe Kindheit“ erschienen. Das Heft enthält Beiträge u. a. von Hartmut Kasten („Geschwister in der Kindheit“), Hans Sohni („Geschwisterdynamik – Impulse aus Psychoanalyse, Familientheorie und Entwicklungspsychologie“), Inés Brock („Mit der Geburt fängt alles an – Wirkungen von Geschwisterschaft für Eltern und Kinder in Mehrkindfamilien“), Doris Niebergall und Susanne Mierau („Vom Einzelkind zum Geschwisterkind – Wie sich Familien gut auf das neue Baby vorbereiten können“), Michael Karle („Trennung der Eltern – Trennung der Geschwister?“), Helene Timmermann („Zwischen Verbundenheit und Individualität – Zur Bedeutung von Geschwisterbeziehungen in der Psychotherapie mit Kindern“), Sibylle Walter („Geschwisterbeziehungen in der außerfamilialen Unterbringung“), Irmela Wiemann („Fremdplatzierte Kinder und ihre Geschwister“) sowie ein Interview mit Elisabeth Müller, Vorsitzende des Verbandes kinderreicher Familien Deutschland e.V. („Eine große Familie ist sicher nicht der einfachste Weg, aber täglich kommen neue Facetten und Glücksmomente hinzu“).

Außerdem enthält das Heft folgende Praxisbeiträge: „Der ABC-Club e.V. – Internationale Drillings- und Mehrlingsinitiative“, und „Geschwisterzeit – Ein Angebot für Geschwister von Kindern mit Behinderung“.

Das Heft kann bei der Geschäftsstelle der Deutschen Liga für das Kind zum Preis von 6,- Euro (zzgl. Versandkosten) bestellt werden.
Deutsche Liga für das Kind, Charlottenstr. 65, 10117 Berlin
Tel.: 030-28 59 99 70, Fax: 030-28 59 99 71, E-Mail: post@liga-kind.de, www.fruehe-kindheit-online.de

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Wenn Geschwister außerhalb der Herkunftsfamilie aufwachsen

Posted on April 15, 2012. Filed under: Fachkräfte, Forschung, International, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Eine Studie am Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung analysierte das Zusammenleben von Geschwistern in Fremdunterbringung.

Geschwisterbeziehungen gehören zu den langjährigsten Beziehungen im Leben eines Menschen – dies gilt auch für Kinder, die außerhalb ihrer Herkunftsfamilie leben. Dennoch gibt es bisher kaum fundiertes Wissen über das Zusammenleben dieser Kinder. Sylvia Leitner, Ulrike Loch und Stephan Sting (Institut für Erziehungswissenschaft und Bildungsforschung) begaben sich mit einer empirischen Studie auf dieses wissenschaftliche Neuland in der Sozialpädagogik.

In der Untersuchung werden Perspektiven von Kindern und Jugendlichen auf ihre Geschwisterbeziehungen und Erfahrungen in SOS-Kinderdorf-Familien rekonstruiert sowie die Geschwisterlichkeit erhoben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben neun Fälle detailliert analysiert. Beleuchtet wurden sowohl die Geschwister außerhalb der Kinderdorffamilien als auch die so genannten „Hausgeschwister“.

Das zentrale Ergebnis der Studie: Geschwisterbeziehungen sind von Grund auf ambivalent, da sie in komplexer Weise mit den Lebensgeschichten und den sozialen Kontexten der jeweiligen Geschwistergruppe verflochten sind. Als Folge davon stellen Geschwisterbeziehungen immer eine pädagogische Gestaltungsaufgabe dar, bei der es unter anderem um die Auseinandersetzung mit Rivalität, um den Aufbau von Vertrauen und Unterstützung und um die Begleitung von Ablöseprozessen geht. Betroffen ist sowohl die Ebene jedes einzelnen Geschwisterkindes als auch die Geschwistergruppe. In der Fremdunterbringung ist eine „pädagogische Geschwisterarbeit“ erforderlich, die der Dynamik von Geschwisterbeziehungen Beachtung schenkt und reflektiert, dass pädagogische Interventionen nicht nur das jeweilige Kind, sondern immer auch die Geschwistergruppe als Ganzes betreffen.

Leitner, Sylvia; Loch, Ulrike & Sting, Stephan (2011). Geschwister in der Fremdunterbringung. Fallrekonstruktionen von Geschwisterbeziehungen in SOS-Kinderdörfern aus der Sicht von Kindern und Jugendlichen. Wien: LIT.

Quelle: Alpen-Adria-Universität Klagenfurt vom 28.03.2012

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“Wie kann ein guter gemeinsamer Alltag von Pflegekindern und leiblichen Kindern gelingen?“ am 05.05. in Heidenheim

Posted on April 5, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Dr. Leni Schwarz und Prof. August Huber gestalten am Samstag, den 05.05. in Heidenheim die Fortbildung “Wie kann ein guter gemeinsamer Alltag von Pflegekindern und leiblichen Kindern gelingen?“. Es ist eine Kooperationsveranstaltung der Pflegeelternschule Baden-Württemberg mit PFAD Heidenheim e.V.

In keiner anderen Institution gibt es so vielseitige Gemeinschaftsformen wie in der Geschwisterfamilie. Diese Existenzgemeinschaft erfordert das Erfüllen ernsthafter Aufgaben in gegenseitiger Verantwortung.

Über den Altersunterschied der Kinder können Entwicklungsschritte leichter erprobt werden. Soziale Rollen ergeben sich fast selbstverständlich. Abenteuer, Spiel und Spaß in der Gemeinschaft eröffnen zudem die Erfahrung von Freundschaft und Geborgenheit. Eine innige gemeinsame Kindheit verbindet ein Leben lang. Das Zusammenleben mit älteren und jüngeren Geschwistern birgt gerade für Pflege-/ Adoptivkinder vielfältige Lernmöglichkeiten.

Zugleich ist die Gefahr groß, dass Missgunst und Rivalität den Alltag belasten, kommen doch die Kinder aus der Erfahrung des Überlebenskampfes in die neue Familie. Schwierig gestalten sich die Beziehungen, wenn Geschwisterkinder gemeinsam in eine Pflegefamilie vermittelt wurden. Um festgefahrene Rollen und Konflikte zu überwinden, brauchen die Kinder – gerade auch die leiblichen – die Mithilfe der Erwachsenen. Den Eltern kommt die bedeutsame Aufgabe zu, die Kindergemeinschaft achtsam zu begleiten, bewusst zu gestalten und die Beziehung zu jedem einzelnen Kind zu pflegen.

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„Kinder der Bereitschaftspflegefamilien – Bedürfnisse und Hilfen“ am 21.04. in Frankfurt/Main

Posted on März 21, 2012. Filed under: Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Mit dem Thema „Kinder der Bereitschaftspflegefamilien – Bedürfnisse und Hilfen“ beschäftigt sich das Seminar des Institut für Vollzeitpflege und Adoption e.V. (IVA) mit Referentin Isabel-Theres Spanke am 21.04. in Frankfurt/Main.

In Bereitschaftspflegefamilien leben oft nicht nur die befristet aufgenommenen Pflegekinder, sondern auch leibliche Kinder der Pflegeeltern. Sie sind Beteiligte und Betroffene in den Prozessen der Bereitschaftspflege, bei Neuaufnahmen und beim Abschied, im familiären Zusammenleben.

Folgende Fragen sollen u.a. angesprochen werden:

  • Vermittlungsstandards: Alter der Kinder?
  • Vorbereitung der Kinder – wie?
  • Einbeziehen der Kinder in der Anbahnungsphase – Beteiligung wie?
  • Geschichte des „Neuen“ – was müssen Kinder wissen?
  • Alltag – Zusammenleben – Stützsysteme
  • Geschwisterbeziehungen?
  • Eigenleben erwünscht?
  • Umgang mit den Eltern des „Neuen“
  • Umgang mit Traumatisierungen

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„Erfahrungen, Kriterien und Risiken der Vermittlung von leiblichen Geschwistern in Pflege- und Adoptivfamilien“ am 13.02. in Hannover

Posted on Dezember 12, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie bietet für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vollzeitpflege und der Adoptionsvermittlungsstellen am 13.02. in Hannover den Kurs „Erfahrungen, Kriterien und Risiken der Vermittlung von leiblichen Geschwistern in Pflege- und Adoptivfamilien“ mit Dipl.-Psych. Oliver Hardenberg an.

Neben den Erkenntnissen aus der Bindungsforschung werden Forschungen zu Geschwisterbeziehungen und zur Integrationsforschung vorgestellt:

  • Forschung zu Geschwisterbeziehungen
  • Erkenntnisse aus der Bindungsforschung
  • Erkenntnisse aus dem Adoptions- und Pflegekinderwesen (Integrationsforschung)
  • Kriterien für einen fachlichen Umgang mit dem Wunsch nach Geschwistervermittlung
  • Fallbeispiele der Teilnehmer

nähere Informationen (Seite 121)

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„Die Geschwistergemeinschaft erzieht mit“ am 26.10. in Gießen

Posted on Oktober 12, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

PFAD für Kinder Gießen veranstaltet am 26.10. in Gießen ein Abendseminar mit Prof. August Huber zum Thema „Die Geschwistergemeinschaft erzieht mit„.

In keiner anderen Institution gibt es so vielseitige Gemeinschaftsformen wie in der Geschwisterfamilie.  Die Existenzgemeinschaft der Familie erfordert das Erfüllen ernsthafter Aufgaben in gegenseitiger Verantwortung. Über den Altersunterschied der Kinder können Entwicklungsschritte leicht erprobt werden. Soziale Rollen ergeben sich fast selbstverständlich. Abenteuer, Spiel und Spaß in der Gemeinschaft eröffnen aber auch die Erfahrung von Gemeinschaft und Geborgenheit. Eine innige gemeinsame Kindheit verbindet ein Leben lang. Das Zusammenleben mit älteren und jüngeren Geschwistern in einer Familie birgt gerade für Pflege- und Adoptivkinder vielfältige Lernmöglichkeiten. Aber zugleich ist die Gefahr groß, dass Missgunst und Rivalitätskämpfe den Alltag belasten, kommen doch die Kinder aus der Erfahrung des Überlebenskampfes in die neue Familie.

Veranstaltungsflyer

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Leibliche Kinder in Pflegefamilien: „Und wer kümmert sich um mich?“ am 22.10. in Berlin

Posted on September 4, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Brandenburg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der PFAD FÜR KINDER Landesverband  Berlin-Brandenburg lädt am 22.10. ein zu einer Fortbildungsveranstaltung zum Thema Leibliche Kinder in Pflegefamilien: „Und wer kümmert sich um mich?“ ins Familienzentrum Nestwärme in Berlin, Kreuzberg. Referentin wird Isabel-Theres Spanke vom Institut für Vollzeitpflege und Adoption e.V. sein.

Kinderbetreuung wird angeboten. Anmeldeschluss ist der 30.09.

Veranstaltungsflyer

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Fachtagung „Geschwister in der stationären Erziehungshilfe“ am 11./12.10. in Koblenz

Posted on August 13, 2011. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Der SOS-Kinderdorf e.V. und die Universität Koblenz-Landau laden Fachkräfte von öffentlichen und freien Trägern der Kinder- und Jugendhilfe sowie Interessierte aus Hochschulen, Fachverbänden und Familiengerichten vom 11. bis 12.10. nach Koblenz ein zur Fachtagung „Geschwister in der stationären Erziehungshilfe“.

Geschwisterbeziehungen sind im Leben von jungen und erwachsenen Menschen von großer Bedeutung. In der Kinder- und Jugendhilfe ist das Thema allerdings fachlich bisher kaum systematisch im Blick. Sowohl bei der Vorbereitung einer Fremdunterbringung als auch im Verlauf der Betreuung von Geschwisterkindern tritt regelmäßig die Frage auf, welche Bedeutung die Kinder füreinander haben, und welche Rolle der Geschwisterverband für das einzelne Kind spielt: belastet oder unterstützt er es mehr dabei, mit der neuen Lebenssituation zurechtzukommen?

Mit dem Ziel, zu einem tieferen Verstehen von Beziehungsdynamiken zwischen Geschwistern in Settings der stationären Erziehungshilfe beizutragen und Entscheidungen bei der Unterbringung zu unterstützen, hat der SOS-Kinderdorf e.V. mehrere Expertisen und zwei empirische Projekte initiiert.

Auf dieser Fachtagung werden die Ergebnisse aus den beiden Erhebungsprojekten präsentiert. Prof. Dr. Klaus Wolf wird über die Erfahrungen berichten, die Geschwisterkinder in verschiedenen Konstellationen in der Fremdunterbringung gemacht haben. Prof. Dr. Christian Schrapper wird Erkenntnisse zu der Frage vorstellen, welche methodischen Grundlagen zur Beurteilung der Bedeutung von Geschwisterbeziehungen herangezogen werden

In anschließenden Arbeitsgruppen sollen die Befunde mit den Erfahrungen der pädagogischen Praxis verbunden werden. In den Foren des zweiten Tages wird der Anschluss der Projektergebnisse hergestellt zu aktuellen Arbeitsansätzen der Kinder- und Jugendhilfe.

Prof. Dr. Heiner Keupp, Vorsitzender der Kommission des 13. Kinder- und Jugendberichts, wird in seinem Schlussvortrag die Geschwisterthematik im Kontext der Anforderungen diskutieren, denen sich junge Menschen auf ihrem Weg in ihre Zukunft heute zu stellen haben.

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„Adoption oder Pflege im Doppelpack – Chancen und Risiken von Geschwistervermittlungen“ am 04.07. in Heidelberg

Posted on Juni 14, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 04.07. veranstaltet der PFAD Verein der Adoptiv- und Pflegefamilien Ortsverband Heidelberg und Rhein-Neckar-Kreis e.V. einen Vortrag mit anschließender Diskussion zum Thema  „Adoption oder Pflege im Doppelpack – Chancen und Risiken von Geschwistervermittlungen„.

Ab 19.30 Uhr wird Referentin Dr. Petra Kleinz in der Fachhochschule in Heidelberg-Wieblingen über die Chancen und Risiken von Geschwistervermittlung bei Adoptiv- und Pflegekindern berichten.

Informationsflyer mit Anmeldung

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„Erfahrungen, Kriterien und Risiken der Vermittlung von leiblichen Geschwistern in Pflege- und Adoptivfamilien“

Posted on März 1, 2011. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

An Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vollzeitpflege und der Adoptionsvermittlungsstellen wendet sich die Fortbildung „Erfahrungen, Kriterien und Risiken der Vermittlung von leiblichen Geschwistern in Pflege- und Adoptivfamilien“ des Niedersächsischen Landessozialamt am 09.05. in Hannover. Referent wird Dipl.-Psych. Oliver Hardenberg aus Münster sein.

Anmeldeschluss ist der 25.03.

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„Wie bereite ich meine (Pflege-)Kinder auf ein (weiteres) Pflegekind vor?“ am 21.03. in Hamburg

Posted on Februar 24, 2011. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Hamburg, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Pflegeelternschule der PFIFF gGmbH lädt am Montag, den 21.03. zur Fortbildung „Wie bereite ich meine (Pflege-)Kinder auf ein (weiteres) Pflegekind vor?“ ein.

Die oben genannte Frage ist in der Vorberatung von Pflegeeltern oft ein zentrales Thema. Pflegeeltern und ihre Kinder wünschen sich Klarheit und Ideen, an denen sie sich orientieren können. Sie müssen sich nach Aufnahme eines Pflegekindes als Familie neu sortieren mit dem Ziel, Stabilität für jeden Einzelnen wiederherzustellen.

Unter anderem werden folgende Fragen angesprochen: Was brauchen meine Kinder, um sich auf ein neues Pflegekind einzustellen? Was kann ich als Pflegemutter/-vater dazu beitragen, dass meine Kinder einem Pflegekind einen Platz in unserem Zuhause ermöglichen? Welche möglichen Veränderungen müssen wir berücksichtigen? Was soll bleiben wie es war und wie kann ich meine Kinder auf die Veränderungen vorbereiten?

Referentin wird Annette Linné-Genth sein. Sie ist Diplom-Sozialpädagogin, systemische Therapeutin und Lehrtherapeutin DGSF.

zur Anmeldung

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Fachtag „Das Pflegekind im Netzwerk der Pflegefamilie: Geschwister, Nachbarn und Freunde“ am 09.11. in Stuttgart

Posted on Oktober 9, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am Dienstag, den 09.11. von 10 – 16 Uhr findet unter dem Titel „Das Pflegekind im Netzwerk der Pflegefamilie: Geschwister, Nachbarn und Freunde“ ein Tagesseminar für Pflegeeltern mit Rüdiger Arendt und Prof. August Huber in Stuttgart statt. Veranstalter ist die Pflegeelternschule Baden-Württemberg in Kooperation mit dem Kommunalverband für Jugend und Soziales Baden-Württemberg (KVJS) – Landesjugendamt.

Wenn ein Kind in einer Pflegefamilie untergebracht wird, hat es eine schwierige Zeit hinter sich. Im Verlauf des Übergangs in die neue Familie lernt es zunächst die Pflegeeltern kennen. Dass diese häufig auch eigene Kinder haben, erfährt das Pflegekind spätestens beim Einzug. Das Verhältnis der Kinder untereinander ist in der Folgezeit mit ausschlaggebend dafür, ob sich das Pflegekind in die Familie integrieren kann. Daneben gibt es die Verwandtschaft der Pflegeeltern, die für das Familienleben eine wichtige Rolle spielen. Nehmen diese das Pflegekind als neues Mitglied der Familie an? Oder entstehen wegen des neuen Kindes Spannungen zwischen Pflegeeltern und Verwandtschaft? Auch dies ist nicht ohne Einfluss auf das Gelingen des Pflegeverhältnisses. Schließlich sind in vielen Fällen Nachbarn und Freunde der Pflegeeltern wichtig für die soziale Integration der Familie. Auch sie können die Entwicklung eines Pflegekindes positiv oder negativ beeinflussen.

Mit dem Fachtag soll Pflegeeltern und Fachkräften der Pflegekinderdienste Gelegenheit gegeben werden, sich systematisch mit dem Netzwerk von Pflegefamilien zu befassen. Sie sollen erarbeiten, welche Faktoren sich wie auf ein Pflegekind auswirken. Es soll der Frage nachgegangen werden, wie ein Pflegekind auf das Netzwerk der Pflegefamilie vorbereitet werden kann. Und auch die Vorbereitung der Pflegefamilie auf das Zusammenspiel von neuer Familienkonstellation und Netzwerk soll unter methodischen und strukturellen Aspekten reflektiert werden.

Daneben dient der Fachtag dem fallunabhängigen Austausch von Fachkräften und Pflegepersonen und soll deren Zusammenarbeit fördern.

Die Teilnahme am Fachtag ist für Pflegeeltern kostenlos. Verpflegungskosten ca. 30,- Euro. Kinderbetreuung wird nicht angeboten.

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Jedes vierte minderjährige Kind ist ein Einzelkind

Posted on September 23, 2010. Filed under: Forschung, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Im Jahr 2009 lebten 25% der 13,3 Millionen minderjährigen Kinder in Deutschland ohne Geschwister in einem Haushalt. Das teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) zum Weltkindertag am 20. September mit. Knapp die Hälfte der minderjährigen Kinder (47%) wuchs mit einem weiteren Geschwisterkind im Haushalt auf. 28% hatten zwei oder mehr Geschwister. Das zeigen die aktuellen Ergebnisse des Mikrozensus, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Europa. Zu den Kindern zählen neben leiblichen auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.

In Ostdeutschland lebten minderjährige Kinder deutlich häufiger als einziges Kind im Haushalt der Eltern. 2009 waren dort 35% Einzelkinder, in Westdeutschland waren es hingegen 23%. 44% der ostdeutschen Minderjährigen (Westdeutschland: 48 %) wurden mit einem Geschwisterkind und 21% (Westdeutschland: 29%) mit zwei oder mehr Geschwistern groß. Insgesamt lebten in den neuen Ländern 2,1 Millionen minderjährige Kinder, in den alten Ländern waren es 11,2 Millionen Kinder.

Auch in den deutschen Großstädten ist das Leben als Einzelkind weiter verbreitet als in kleineren Städten oder Gemeinden. 29% der minderjährigen Kinder, die in einer Stadt mit mehr als 500 000 Einwohnern lebten, wuchsen 2009 als Einzelkinder auf. In Gemeinden mit weniger als 5 000 Einwohnern waren 23% der Minderjährigen Einzelkinder.

Quelle: Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes vom 20.09.2010

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Tagesseminar „Die Geschwistergemeinschaft erzieht mit“ am 02.10. in Stuttgart

Posted on September 3, 2010. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am 02.10. findet unter dem Titel „Die Geschwistergemeinschaft erzieht mit“ ein Tagesseminar für Pflegeeltern mit Prof. August Huber in Stuttgart statt. Veranstalter ist die Pflegeelternschule Baden-Württemberg in Kooperation mit der Initiative Pflegefamilienkreis Dreisamtal und den Jugendämtern Freiburg, Breisgau-Hochschwarzwald, Emmendingen. Es wird Kinderbetreuung angeboten.

In keiner anderen Institution gibt es so vielseitige Gemeinschaftsformen wie in der Geschwisterfamilie. Die Existenzgemeinschaft der Familie erfordert das Erfüllen ernsthafter Aufgaben in gegenseitiger Verantwortung. Über den Altersunterschied der Kinder können Entwicklungsschritte leichter erprobt werden. Soziale Rollen ergeben sich fast selbstverständlich. Abenteuer, Spiel und Spaß in der Gemeinschaft eröffnen aber auch die Erfahrung von Freundschaft und Geborgenheit. Eine innige gemeinsame Kindheit verbindet ein Leben lang.

Das Zusammenleben mit älteren und jüngeren Geschwistern in einer Familie birgt gerade für Pflege- und Adoptivkinder vielfältige Lernmöglichkeiten. Aber zugleich ist die Gefahr groß, dass Missgunst und Rivalitätskämpfe den Alltag belasten, kommen doch die Kinder aus der Erfahrung des Überlebenskampfes in die neue Familie.

Besonders schwierig gestalten sich die Beziehungen, wenn Geschwisterkinder gemeinsam in eine Pflegefamilie vermittelt wurden. Um festgefahrene Rollen und Konflikte zu überwinden brauchen die Kinder die Mithilfe der Erwachsenen. Andernfalls besteht die Gefahr der Überforderung, gerade auch für die leiblichen Kinder. Den Eltern kommt deshalb die bedeutsame Aufgabe zu, die Kindergemeinschaft achtsam zu begleiten und bewusst zu gestalten und gleichzeitig die Beziehung zu jedem einzelnen Kind zu pflegen.

Je mehr Lebensfreude im Familienleben erfahrbar wird, umso eher können unsere Kinder aus dem Nehmen und Fordern in das Geben und Mitempfinden hineinwachsen und eine positive Identität entwickeln.

zur Anmeldung

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Fachabend „Geschwister in Adoptivfamilien“ am 27.08. in Obertiefenbach (Hessen)

Posted on Juli 27, 2010. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hessen, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Der Verein Adoption unser Weg e.V. aus Limburg an der Lahn lädt alle Interessierten am Freitag, den 27.08. um 20 Uhr zu einem Fachabend zum Thema „Geschwister in Adoptivfamilien“ ein. Der Abend unter der Leitung von Frau Scherer-Präger findet in den Tagesbetreuungsräumen  des Seniorenzentrums in Beselich-Obertiefenbach statt.

Eingegangen wird auf folgende Fragen und die Fallkonstellationen der Anwesenden:

  • Gibt es Unterschiede zwischen leiblichen und Adoptivgeschwistern?
  • Welche Rolle spielen die leiblichen Geschwister, die nicht in der Familie leben?
  • Was ist, wenn Adoptivfamilien neben angenommenen auch leibliche Kinder haben?
  • Hat das Auswirkungen auf die Geschwisterbeziehung?
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Geschwisterkinder gemeinsam oder getrennt unterbringen? – Studien zur Rechtsgrundlage und zur Praxis der Jugendämter veröffentlicht

Posted on Februar 11, 2010. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Eine vom Sozialpädagogischen Institut (SPI) des SOS-Kinderdorf e.V. in Auftrag gegebene Untersuchung zur Rechtsgrundlage der außerfamilialen Unterbringung von Geschwistern und die Ergebnisse einer Umfrage in Jugendämtern wurden nun veröffentlicht.

Professor Dr. Johannes Münder, Professor für Sozialrecht an der TU Berlin, geht im Band 10 der SPI-Materialien auf die Rechtsgrundlagen gemeinsamer beziehungsweise getrennter Unterbringung von Geschwisterkindern ein. Er kommt zu dem Ergebnis, dass es diesbezüglich in Deutschland keine gesetzlichen Vorgaben gibt, allenfalls rechtsdogmatische Aussagen zum gemeinsamen Aufwachsen von Geschwistern bei Trennung oder Scheidung der Eltern. Die Expertise ist die erste rechtswissenschaftliche Studie zum Thema und wird ergänzt durch eine bundesweite quantitative Befragung von 190 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von Jugendämtern, die Dr. Gabriele Bindel-Kögel durchgeführt hat.

Erste Ergebnisse ihrer Befragung zur Praxis getrennter und gemeinsamer Fremdunterbringung von Geschwisterkindern werden im Band 11.1 der SPI-Materialien präsentiert. Es wird deutlich, dass in den Jugendämtern eine gemeinsame Unterbringung grundsätzlich gewünscht und nach Möglichkeit realisiert wird und dass die Entscheidung im Wesentlichen von dem individuellen Hilfebedarf und der Qualität der Geschwisterbeziehungen abhängt. Deutlich wird jedoch auch ein Mangel an geeigneten Unterbringungsmöglichkeiten, insbesondere in Pflegefamilien.

Beide Studien entstanden im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes „Geschwister in der stationären Erziehungshilfe“, das sich derzeit mit Fragen der Unterbringungspraxis beschäftigt. Nach welchen Kriterien wird über eine gemeinsame oder getrennte Unterbringung von Geschwistern entschieden? Gibt es hierfür spezielle diagnostische Einschätzungen? Welche Rolle spielt die Geschwisterkonstellation im pädagogischen Handeln und bei der Hilfeplanung? Welche Möglichkeiten bietet in diesem Zusammenhang ein familienähnliches Betreuungssetting wie das Leben in einem SOS-Kinderdorf?

Innerhalb der Reihe SPI-Materialien werden die aus dem Forschungsprojekt gewonnenen Erkenntnisse sukzessive veröffentlicht. Beide Materialienbände sind über das SPI zu beziehen.

Quelle: Pressemitteilung des Sozialpädagogischen Instituts des SOS-Kinderdorf e.V. vom 08.02.10

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Mitwirkung für Diplomarbeit über „Die Lebenssituation leiblicher Kinder in Pflegefamilien“ erbeten

Posted on September 15, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie | Schlagwörter: , |

Für eine Diplomarbeit im Fach Erziehungswissenschaften über „Die Lebenssituation leiblicher Kinder in Pflegefamilien“ bittet die Studentin um die Mitwirkung von Pflege- und Erziehungsstelleneltern und deren leibliche Kinder.

Mit einem Fragebogen wendet sie sich an die Eltern und mit einem weiteren an die leiblichen Kinder, um etwas über die Bereicherungen als auch die Belastungen und speziellen Angebote für leibliche Kinder aus Pflegefamilien und Erziehungsstellen zu erfahren.

Ein weiterer Baustein für Informationen über „Die Lebenssituation leiblicher Kinder in Pflegefamilien“ ist für die Diplomandin das Wochenendseminar nur für leibliche Kinder aus Pflegefamilien des Erziehungsstellenvereins Hessen vom 2. 10. – 4. 10. 2009 (wir berichteten).

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Suche von Verwandten nach Adoptierten

Posted on Juli 21, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Zu einem konkreten Fall, in dem eine 40-jährige Frau ihren als Kind adoptierten Bruder sucht (Artikel 1 vom 20.07.09, Artikel 2 vom 21.07.09), äußern sich ein Psychiater, ein Rechtsanwalt, eine Standesbeamtin und eine Richterin.

    Quelle: Südkurier vom 20. + 21.07.09

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    Buchtipp „Geschwisterbeziehungen in riskanten Familienkonstellationen“

    Posted on Juli 8, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

    In der Reihe der SPI-Materialien ist nun Band 7 erschienen. Er beschäftigt sich mit dem Thema „Geschwisterbeziehungen in riskanten Familienkonstellationen – Ergebnisse aus entwicklungs- und familienpsychologischen Studien“.

    Gerade nach Erfahrungen extremer familiärer Instabilität können Geschwisterbeziehungen eine wichtige identitätsbildende soziale Ressource sein. Dies gilt auch, wenn Kinder nicht mehr bei ihren Eltern leben können. Viele empirische Ergebnisse sprechen dafür, Geschwisterbeziehungen bei der Fremdunterbringung zu unterstützen. Dies sind Ergebnisse einer Expertise, die das Sozialpädagogische Institut (SPI) im SOS-Kinderdorf e.V. in Auftrag gegeben und nun unter dem Titel „Geschwisterbeziehungen in riskanten Familienkonstellationen. Ergebnisse aus entwicklungs- und familienpsychologischen Studien“ veröffentlicht hat.

    Die Autorinnen Sabine Walper, Carolin Thönissen, Eva-Verena Wendt und Bettina Bergau von der Ludwig-Maximilians-Universität München diskutieren aus familiensystemischer, bildungstheoretischer und struktureller Sicht die Bedeutung von Geschwisterbeziehungen in verschiedenen Familienformen. Dabei richten sie ihren Blick insbesondere auf riskante Familienkonstellationen und auf die Folgen der Trennung von Kindern im Kontext der Fremdunterbringung. In ihrer Expertise werteten sie überwiegend Ergebnisse nordamerikanischer Studien aus, da in Deutschland bislang vergleichsweise wenig über Geschwisterbeziehungen geforscht wurde.

    Die Expertise entstand im Rahmen des europäischen Forschungsprojektes „Geschwister in der stationären Erziehungshilfe“, das sich in den nächsten Jahren mit Fragen der Unterbringungspraxis beschäftigt. In welchen Fällen wird über eine gemeinsame oder getrennte Unterbringung von Geschwistern entschieden? Gibt es hierfür spezielle diagnostische Einschätzungen? Welche Rolle spielt die Geschwisterkonstellation im pädagogischen Handeln und bei der Hilfeplanung? Welche Möglichkeiten bietet in diesem Zusammenhang ein familienähnliches Betreuungssetting wie das Leben in einem SOS-Kinderdorf?

    nähere Informationen

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    PFAD-Seminar „Geschwisterbeziehungen“ am 27.06. in Lauterbach

    Posted on Juni 15, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

    PFAD FÜR KINDER Pflege- und Adoptivfamilien im Vogelsbergkreis veranstalten am Samstag, den 27. Juni 2009 in Lauterbach ein Tagesseminar zum Thema „Geschwisterbeziehungen“ mit Referentin Isabel-Theres Spanke. Kinderbetreuung wird angeboten.

    Leibliche Geschwister von Pflege- und Adoptivkindern leben sehr oft in deren Herkunftsfamilien oder in anderen Pflege- oder Adoptivfamilien. Hinzu kommen Pflege-Adoptiv-Geschwister oder leibliche Kindern der Pflege- oder Adoptiveltern. Worauf muss bei der Vermittlung geachtet werden, wie können Verbindungen gehalten werden und ist dies sinnvoll?

    Informationsflyer mit Anmeldung

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    PFAD-Seminar „Probleme und Chancen der Integration in Pflegefamilien –Unter Berücksichtigung geschwisterlicher Bindung“ am 26.03. in Straubing

    Posted on Februar 26, 2009. Filed under: Bayern, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

    PFAD FÜR KINDER – Verein der Pflege-und Adoptiveltern in Straubing und Umgebung e.V. veranstaltet am 26.03.09 um 19 Uhr im Gäubodenhof in Straubing einen Vortrag mit Herr Sobczyk zum Thema „Probleme und Chancen der Integration in Pflegefamilien – Unter Berücksichtigung geschwisterlicher Bindung“.

    Kontakt: Petra Penzkofer-Hagenauer,
    Telefon: 0171/3833272,
    E-Mail: penzkofer-hagenauer@heilpaedagogik-straubing.de

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