Archive for März 2009

TV-Tipp: „Mein unbekanntes Kind – Mütter auf der Suche“

Posted on März 30, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Am Freitag, den 03.04.2009 um 12:30 Uhr strahlt 3Sat den Film „“Mein unbekanntes Kind – Mütter auf der Suche“ von Katrin Wegner aus.

Der Film dokumentiert die Suche zweier Frauen, die vor langer Zeit ihre Babys nach der Geburt zur Adoption freigegeben hatten.

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Kinderbonus auch für Pflegeeltern

Posted on März 28, 2009. Filed under: Finanzielles, PFAD Verband, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Der PFAD Bundesverband e.V. informiert über den einmaligen Kinderbonus in Höhe von 100 Euro pro Kind, der auch kindergeldberechtigten Pflegeeltern zusteht:
Fachinformation Kinderbonus vom 28.03.09

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PFAD-Seminar „Kindliche Inszenierungen auf der Suche nach Liebe“ am 13.06. in Büdelsdorf bei Rendsburg

Posted on März 27, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Schleswig-Holstein, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Zum Seminar

„Kindliche Inszenierungen auf der Suche nach Liebe –
Bindung, Traumatisierung und Alltagsbewältigung
in Pflege- und Adoptivfamilien“

am 13. Juni 2009 in Büdelsdorf bei Rendsburg lädt der PFAD Bundesverband in Kooperation mit dem Pflegeelternverein Kreis Rendsburg-Eckernförde e.V. alle Pflege- und Adoptiveltern, Bewerber und Fachkräfte der Jugendhilfe ein.

Referent wird Dipl. Psych. Kay-Uwe Fock sein. Er ist hauptamtlicher Mitarbeiter von „Freunde der Kinder e.V.“, dem PFAD-Landesverband Hamburg.

Pflege- und Adoptivkinder sehnen sich nach der Sicherheit liebevoller Beziehungen, auch wenn ihr Verhalten im Alltag oft das Gegenteil signalisiert: Sie ziehen sich zurück und verweigern sich, gelten im Umgang mit Anderen als aggressiv und auffällig. Kinder, die liebevoll und zuverlässig umsorgt werden, können sich gesund entwickeln. Konstante, feinfühlige Bezugspersonen beantworten ihre Signale, geben ihnen Anregungen, erkennen und befriedigen ihre Bedürfnisse. Pflege- und Adoptivkinder haben jedoch oft ganz andere Erfahrungen. Ihre grundlegenden Bedürfnisse wurden nicht erkannt und befriedigt. Sie erlebten Bindungsabbrüche und den Wechsel vieler Betreuungspersonen. Sie konnten keine sicheren Bindungen aufbauen und entwickelten ein Verhaltensrepertoire, das sie vor Ohnmacht schützen soll. Im Verhalten der Kinder kann man die Folgen von Bindungsabbrüchen und Traumatisierungen erkennen und verstehen lernen. Dieses Seminar möchte Pflegeeltern und Adoptiveltern sowie Fachkräften helfen, im Alltag darauf pädagogisch angemessen zu reagieren.

Während des Seminars wird Kinderbetreuung angeboten.
Anmeldungen bitte bis 30.05. an die Geschäftsstelle des PFAD-Bundesverbandes.

Informationsflyer mit Anmeldung

Foto:  S. Hofschlaeger © pixelio.de

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TV-Tipp: „Die beste aller Familien“ am 29./30.03.

Posted on März 27, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Am 30.03. um 0.20 Uhr früh zeigt Arte den französischen Spielfilm von 2005 „Die beste aller Familien“.

Inhalt: In einer nahen Zukunft: Martha, eine junge dunkelhäutige Französin, die als kleines Mädchen von einem homosexuellen Paar adoptiert wurde und eine glückliche Kindheit mit ihren zwei Vätern verlebte, ist Forscherin. Als ihr letzter verbliebener Vater an Demenz erkrankt, kämpft Martha um ihre gemeinsamen Erinnerungen.

Bewertung: „Die beste aller Familien“ propagiert ein modernes, unkonventionelles Familienmodell und lässt über die Wichtigkeit der familiären Verwurzelung nachdenken. Eine stille, ergreifende Reflektion über Liebe, Kindheit und darüber, was aus einem Menschen wird, wenn sich seine familiären Bande allmählich auflösen und die Erinnerung an diese Geborgenheit verblasst.

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2007: 1,61 minderjährige Kinder je Familie

Posted on März 26, 2009. Filed under: Forschung, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, gab es im Jahr 2007 in Deutschland 8,6 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern. In diesen Familien lebten insgesamt 13,8 Millionen Kinder unter 18 Jahren, im Durchschnitt also nur noch 1,61 Kinder je Familie.

Ein Vergleich zeigt deutliche Unterschiede zwischen dem früheren Bundesgebiet (ohne Berlin) und den neuen Ländern (einschließlich Berlin).

Abweichend von früheren Veröffentlichungen zum Mikrozensus wurden als Familie im statistischen Sinn diesmal alle Eltern-Kind-Gemeinschaften, d.h. auch Familien mit Pflege- und Adoptivkindern mit in die Auswertungen einbezogen.

Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes Nr.120 vom 26.03.2009

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Familie ist wichtiger als Besitz – Studie zeigt Wünsche von armen Kindern

Posted on März 26, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Von ihren Eltern geliebt werden – dies ist am wichtigsten für Kinder, die in Deutschland in Armut aufwachsen. Familie und Freunde finden sie zudem wertvoller als persönlichen Besitz. Zu diesen Schlüssen kommt die nicht repräsentative „Bepanthen-Kinderarmutsstudie“, deren erste Ergebnisse am Montag in Berlin vorgestellt wurden. 200 Kinder im Alter von sechs bis 13 Jahren wurden dafür von Forschern der Universität Bielefeld während einer Ferienfreizeit des Kinderhilfswerks „Arche“ befragt.

Artikel in Welt vom 23.03.09

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Erweitertes Führungszeugnis beim Umgang mit Kindern vorlegen

Posted on März 26, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Kinderschutz, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Tagespflege | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/BOB) Wer beruflich oder ehrenamtlich mit Kindern oder Jugendlichen zu tun hat oder zu tun haben wird, soll künftig verpflichtet werden, dem Arbeitgeber ein erweitertes Führungszeugnis vorzulegen. Aus diesem Grund, muss das Bundeszentralregister geändert werden. Dies sieht ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (16/12427) vor. Sie weist darauf hin, dass Verurteilungen zu niedrigen Strafen und bestimmte Verurteilungen von Jugendlichen und Heranwachsenden, bei denen keine negative Bewährungsprognose bestehe, nicht in ein Führungszeugnis aufgenommen würden. Das Bundeszentralregister müsse aber in die Lage versetzt werden, bei bestimmten Taten, insbesondere bei Sexualdelikten, Auskunft zu erteilen.

Der Bundesrat moniert, dass die Regierung einerseits den Kreis der Personen, denen ein erweitertes Führungszeugnis erteilte würde, beschränken wolle, aber diesen Personenkreis nicht exakt abgrenzen könne. Dies führe zu Auslegungsschwierigkeiten und möglichen Schutzlücken. Die Länderkammer ist weiterhin der Überzeugung, dass der Entwurf der Regierung zu starkes Gewicht auf das Interesse an der Resozialisierung des Verurteilten lege. Dies gehe zu Lasten desjenigen, der im Interesse des Kinder- und Jugendschutzes bei der Besetzung einer Stelle tätig werden will. Er halte deswegen an seinem Gesetzentwurf fest. Die Regierung teilt die Kritik der Länderkammer nicht.

Quelle: heute im bundestag Nr. 095 vom 26.03.09

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Neue Broschüre „Elterngeld und Elternzeit“

Posted on März 26, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Finanzielles, Pflegefamilie, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend erläutert in der neuen Broschüre „Elterngeld und Elternzeit“ anhand von konkreten Fragestellungen auf 93 Seiten ausführlich die gesetzlichen Regelungen zum Elterngeld und zur Elternzeit.

Anhand von zahlreichen Beispielen wird das Gesagte veranschaulicht. Daneben werden in der Publikation sämtliche Elterngeldstellen aufgeführt.

Außerdem ist das Gesetz zum Elterngeld und zur Elternzeit mit abgedruckt. Ein ausführliches Stichwortverzeichnis ermöglicht das schnelle Auffinden von Antworten zu einem konkreten Bereich. Die Broschüre kann herunter geladen (pdf, 1,5 MB) oder bestellt werden.

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TV-Tipp: „Zuhause ist ein weiter Weg“ am 28.03.

Posted on März 26, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Vox zeigt am 28.03. um 8.25 Uhr früh und um 4.30 Uhr nachts das Melodram „Zuhause ist ein weiter Weg“. Es handelt von einem 16-jährigen Punk auf der Suche nach seiner leiblichen Mutter, die ihn als Baby zur Adoption freigab.

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Bündnis 90/Die Grünen: „Frau von der Leyen muss beim Kinderschutz die wirklichen Probleme lösen“

Posted on März 25, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

Anlässlich des von Frau von der Leyen angekündigten Bundeskinderschutzgesetzes erklärt Ekin Deligöz, kinder- und familienpolitische Sprecherin:

Kinder vor Vernachlässigung oder Missbrauch zu schützen ist eine hochsensible gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die dramatischen Fälle, die in den vergangenen Jahren intensiv durch die Medien gingen, haben es verdient, gründlich beleuchtet zu werden. Die große Koalition gibt mit dem Bundeskinderschutzgesetz jedoch nicht die richtigen Antworten. Die Kinderärzte können sich bei erhärtetem Verdacht bereits heute, ohne strafrechtliche Konsequenzen befürchten zu müssen, an das Jugendamt wenden. Mit einer Aufweichung wird auch das Vertrauensverhältnis zu den Patientinnen und Patienten gefährdet. Es gehört bereits heute zur gängigen Praxis der Jugendämter, die Familien gegebenenfalls aufzusuchen und sich die möglicherweise gefährdeten Kinder anzusehen. Eine Regelverpflichtung hilft aber wenig, denn mit dem regelmäßigen Hausbesuch wird das Jugendamt zur Elternpolizei. Für den Aufbau einer vertrauensvollen Beziehung zu den hilfsbedürftigen Familien kann dies kontraproduktiv sein. Auch wissen wir, dass die Jugendhilfe seit langem chronisch unterfinanziert und vielerorts geschwächt ist.

Wir brauchen vielmehr eine verbesserte Zusammenarbeit der Akteure, eine angemessene Ausstattung der Jugendämter und ausreichend qualifiziertes Personal.

Quelle: Pressemitteilung 0274 vom 24.03.09

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FDP beantragt Erleichterung von Adoptionen Minderjähriger

Posted on März 25, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Jugendhilfe, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , , , |

Berlin: (hib/SKE) Die FDP-Fraktion will eine Erleichterung von Adoptionen Minderjähriger erreichen.

In einem Antrag (16/12293) fordern die Liberalen unter anderem eine Ermöglichung der Adoptionen für gleichgeschlechtliche Paare, die in einer Lebenspartnerschaft zusammenleben.

Die FDP plädiert zudem für eine Gesetzesänderung, um auch Adoptionen zu ermöglichen, wenn der Altersunterschied zwischen den künftigen Eltern und dem Kind mehr als 40 Jahre beträgt.

Bei der Adoption ausländischer Kinder sollen die Auslandsvertretungen vor der Einreise der Kinder nach Deutschland prüfen, ob die Adoption anerkennungsfähig ist.

Quelle: heute im Bundestag Nr. 092 vom 25.03.09

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Thüringen – Artikel: „Auch künftig kein Babykörbchen in Nordhausen“

Posted on März 25, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Kinderschutz, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

NORDHAUSEN. Ein Babykörbchen am Südharz-Krankenhaus wird es auch weiterhin nicht geben. Man favorisiert vielmehr den Weg der anonymen Geburt. Noch besser sei, heißt es, wenn eine Mutter, die nicht mehr weiter weiß, das Kind zur Adoption freigibt.

Die Nachricht, dass eine Mutter ihren Säugling in einem Wohnblock neben dem Südharz-Krankenhaus aussetzte – wenn auch nicht im strafrechtlichen Sinn -, weil sie vermutlich kein Babykörbchen fand, schreckte auf. Dem Kleinen geht es gut, im Südharz-Krankenhaus wird er umsorgt, bis eine Pflegefamilie gefunden ist. Doch kommt die Frage nach einem Babykörbchen auf.

„Wünschenswert wäre es, solch eine Möglichkeit anzubieten“, sagte gestern Sozialministerin Christine Lieberknecht (CDU). Dem Pressesprecher ihres Hauses zufolge haben die Krankenhäuser in Erfurt, Eisenach und Saalfeld Babykörbchen – insgesamt würden dort pro Jahr im Schnitt fünf Säuglinge abgegeben.

Eine Lösung auch für Nordhausen? Während Jugendamtsleiterin Christine Wagner (CDU) dies gestern bejahte, „damit eine Mutter sich nicht in Bedrängnis fühlt“, zeigte sich Krankenhaus-Geschäftsführer Antonius Pille skeptisch: „Wir haben keine Möglichkeit, eine Babyklappe so anzubringen, dass sie unsererseits ständig unter Beobachtung steht, um den Säugling sofort versorgen zu können, und die andererseits nicht einsehbar ist“, wies er auf Probleme mit Architektur und Lage des Gebäudes.

Noch schwerer aber wiegt anderes: „Wir favorisieren den Weg der anonymen Geburt, da so dem Kind sofort geholfen werden kann“, sagte der ärztliche Direktor Uwe Klein. Während diese Möglichkeit in Nordhausen seit Jahren keine einzige Mutter nutzte, zählt die landesweite Statistik jährlich fünf bis acht anonyme Geburten – solche also, bei der die Mutter ihren Namen nicht angeben muss. Die Kosten von jeweils etwa 7500 Euro trägt das Land.

Der hiesige Krankenhaus-Chef hat aber auch hier „moralische Bedenken“: „Angenommen, das Kind hat Diabetes oder einen Gendefekt – wir dürften nicht sagen, wer die Eltern sind.“ Der beste Weg sei, stimmt der ärztliche Direktor zu, das Kind normal zu entbinden und dann zur Adoption freizugeben. „Es hätte dann ab dem 16. Lebensjahr die Möglichkeit, gemeinsam mit dem Jugendamt seine Eltern in Erfahrung zu bringen.“ Allein das Wissen darum, von seinen Wurzeln zu erfahren, gebe Selbstvertrauen, so Prof. Klein.

Auch vor diesem Hintergrund ist eine Babyklappe für Antonius Pille der falsche Weg: „Bei der gibt es kein Zurück mehr. Ist das Baby erstmal drin, ist die Mutter draußen.“

Quelle: Artikel von Kristin Kaiser aus Thüringer Allgemeine vom 23.03.09

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PFAD FÜR KINDER Augsburg feiert 30-jähriges Jubiläum mit einer Ausstellung

Posted on März 25, 2009. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen, Verschiedenes |

Der Verein PFAD FÜR KINDER Pflege- und Adoptivfamilien in Augsburg und Umgebung e. V. kann 2009 bereits sein 30-jähriges Bestehen feiern.

Zu diesem Jubiläum wurde eine Ausstellung konzipiert, die an mehreren Orten in und um Augsburg der Öffentlichkeit vorgestellt wird. So wird die informative Ausstellung rund um das Thema Pflegefamilie im Landratsamt Augsburg, im Landratsamt Aichach-Friedberg, in der Stadtmetzg, der Neuen Stadtbücherei und dem Amtsgericht Augsburg zu sehen sein.

Die erste Ausstellung findet im Landratsamt Augsburg, Prinzregentenplatz 4, vom 04.-15. Mai 2009 statt.

Besichtigungsmöglichkeiten:

Mo – Mi :     7:30 Uhr – 16:00 Uhr
Do :            7:30 Uhr – 17:30 Uhr
Fr :             7:30 Uhr – 12:30 Uhr

Landrat Sailer wird die Ausstellung am 04. Mai 2009 um 18:00 Uhr im Rahmen einer Informationsveranstaltung eröffnen.

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Artikel „Schlechte Karten von Anfang an“

Posted on März 25, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Stellungnahmen |

Der Artikel „Schlechte Karten von Anfang an – Erstmals belegen Wissenschaftler, dass Kinder aus verarmten und zerrütteten Familien deutlich öfter ins Heim müssen“ aus der Süddeutschen Zeitung vom 24.03.09 beschäftigt sich mit den Ergebnissen des Informationsdienstes der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik zu den Hilfen zur Erziehung (wir berichteten) und gängigen Vorurteilen dazu.

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KomDat Jugendhilfe 1/09 erschienen

Posted on März 25, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: |

(pfad/schulz) Untersuchungsgegenstand des Informationsdienstes der Dortmunder Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik waren diesmal die erst vor wenigen Wochen vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten neuen Ergebnisse für das Arbeitsfeld Hilfen zur Erziehung. Durch eine neue Form der amtlichen Statistik seit 2007 konnten die Erkenntnisse über diesen Bereich nachhaltig verbessert werden. Die in Fachkreisen mit Spannung erwarteten Daten bieten erstmals vollständige Fallzahlen und einen genauen Überblick über die Inanspruchnahme der einzelnen Hilfearten und die beteiligten Träger auf dem „Markt der erzieherischen Hilfen“. Genauer werden vor allem die „27er-Hilfen“ und die „Seelische Behinderung“ beleuchtet.

Besonders interessant ist auch der Artikel „Armut, Migration, Alleinerziehend – HzE in prekären Lebenslagen“, der sich mit den sozialen Ursachen der Probleme von Herkunftsfamilien beschäftigt. So stammt beispielsweise jedes zweite Vollzeitpflegekind aus einer Alleinerziehendenfamilie und bezieht die Herkunftsfamilie in 73 % der Vollzeitpflegefälle staatliche Transferleistungen. Ebenso sind Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund eine relativ häufig vertretene und anwachsende  Gruppe.

Die Forscher regen an, den bisher in der Bildung unter dem Etikett „Bildungsarmut“ diskutierten Zusammenhang nun auch unter dem Etikett „Erziehungsarmut“ zu diskutieren und als sozialpolitische Herausforderung zu begreifen.

KomDat-Heft 1/09 (pdf )

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Dokumentation „Raus aus der Krise – Krisenkompetenz und Krisenintervention in Jugendhilfe und Kinderschutz“

Posted on März 25, 2009. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: |

Die neue 116-seitige Dokumentation „Raus aus der Krise – Krisenkompetenz und Krisenintervention in Jugendhilfe und Kinderschutz“ kann bei der Bundesgeschäftsstelle der Kinderschutz-Zentren bestellt werden.

Weitere Informationen und Inhaltsangabe

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Stern TV „Pflegefamilien: Wenn das Jugendamt fahrlässig handelt“

Posted on März 24, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Am 25.03.  um 22.15 Uhr bringt Stern TV folgenden Beitrag:

Der dreijährige Paul ist eines von rund 40.000 Pflegekindern in Deutschland. Weil er misshandelt wurde, kam Paul zu Kathrin und Jens Kortüm. Das Jugendamt wollte auch den Kontakt zu den leiblichen Eltern aufrecht erhalten – so entstanden viele Probleme.

stern TV berichtet exklusiv über den Fall des dreijährigen Pauls und über die Geschichte des heute 43-jährigen Dietmar S.. Auch er musste aus einer Pflegefamilie zurück zu seinen leiblichen Eltern – mit bitteren Folgen. Live im Studio bei Günther Jauch sprechen Betroffene und Experten über die heikle Arbeit der Jugendämter, bei der nicht selten über das Wohl der Kinder entschieden wird.

Im Stern TV-Forum kann diskutiert werden, ob Jugendämter im Sinne der Pflegekinder entscheiden.

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Hessen plant Kampagne für Adoption

Posted on März 24, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Hessen, Politik | Schlagwörter: |

Der Hessische Finanzministerium hat heute seinen Haushaltsplan 2009 vorgestellt. Die Rekordsumme von über 2,42 Milliarden Euro soll insbesondere in die Bereiche Bildung, Wissenschaft und Forschung, Innere Sicherheit sowie Wirtschaft und Verkehr investiert werden.

Im Bereich „Arbeit, Familie und Gesundheit“ werden 100.000 Euro veranschlagt für eine Kampagne zur Unterstützung kinderloser Paare und um das Thema Adoption stärker in das öffentliche Bewusstsein zu bringen.

Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Ministerium der Finanzen vom 24.03.09

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Landkreis Lörrach – Artikel: „Bevor das Kind im Brunnen liegt“

Posted on März 24, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

LÖRRACH. 52 „Inobhutnahmen“ gab es landkreisweit vergangenes Jahr – also Fälle, in denen Kinder und Jugendliche vorübergehend oder endgültig aus der Familie herausgenommen wurden. Das waren erheblich mehr als in den Jahren zuvor: 20-mal hat das Jugendamt 2007 in dieser Weise reagiert, 11-mal 2006. Im Jahr 2005 wurden 14 Kinder und Jugendliche in die Obhut des Jugendamtes genommen. Überrepräsentiert sind Kinder Alleinerziehender.

Die Aufmerksamkeit für eine mögliche Kindeswohlgefährdung ist eindeutig größer geworden, sagt Sozialdezernentin Elke Zimmermann-Fiscella. Erzieherinnen und Erzieher, Lehrer und Lehrerinnen, Mitarbeiter von Beratungsstellen, Ärzte, auch Nachbarn sind sensibler geworden, seit deutschlandweit immer wieder über tragische Fälle berichtet wurde. Wird ein Fall gemeldet, mit dem das Amt noch nicht zu tun hatte, werden zunächst Informationen eingeholt, es erfolgt eine Ersteinschätzung im Team. Nie werde ein Kollege oder eine Kollegin mit einem solchen Fall allein gelassen, betont die Sozialdezernentin – und nie schwebe die Einschätzung im luftleeren Raum. Das Jugendamt nutzt für die Risikoabschätzung ein standardisiertes Verfahren, gehandelt wird „zeitnah“.

Es ist viel in Bewegung geraten beim Thema Kindeswohlgefährdung, sagt die Sozialdezernentin – auch im Kreis. Ziel sei, schildert Elke Zimmermann-Fiscella, „das Netz immer fester zu knüpfen, damit kein Kind durchfällt“. Ziel ist auch, auf der Grundlage eines klaren Konzeptes zu handeln und möglichst alle Beteiligten fortzubilden, „damit alle vom Gleichen sprechen“. Paragraf 8a des Sozialgesetzbuches VIII, der seit 2005 den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung definiert, gebe Handlungsschritte vor und sei damit ein gewisser Schutz für alle Beteiligten.

Längst nicht jede Inobhutnahme, die manchmal auch auf die Initiative jugendlicher Kinder geschieht, läuft auf eine dauerhafte Trennung hinaus, sagt Karin Kröner, Sachgebietsleiterin der Sozialen Dienste. Sie schafft aber Luft, möglichst im Kontakt mit den Familien Sachverhalte zu klären. Die „Rückführung“ in die Familie werde grundsätzlich angestrebt und oft erreicht. 2008 endeten 17 der 52 Fälle, ohne dass eine weitere Hilfe zur Erziehung vereinbart wurde – das Kind, der oder die Jugendliche kam zurück in die Familie; manchmal zum anderen Elternteil oder Großeltern. In den übrigen 35 Fällen war mehr nötig. Teilweise kam das Kind in die Familie zurück und es wurden Erziehungshilfen vereinbart, andere kamen in eine Jugendhilfeeinrichtung oder eine Pflegefamilie. Auch dies ist längst nicht immer das letzte Wort. Oft kehren die Kinder später zu den leiblichen Eltern zurück, mit denen der Kontakt nach Möglichkeit nie abreißen sollte. Das ist für die Herkunfts- wie für die Pflegefamilien nicht selten konfliktträchtig. Doch „die Bedürfnisse des Kindes stehen im Mittelpunkt“, betont die Sozialdezernentin.

Schwieriger seinen naturgemäß jene Fälle, in denen die Eltern nicht kooperativ seien – so oder so aber sei jeder Fall anders, betont Karin Kröner. Die richtige Entscheidung zu treffen, sei „eine große Herausforderung“ und nicht selten eine Gratwanderung. Wie man das Risiko einschätzt, dass auch mal ein Kind ohne triftigen Grund aus der Familie genommen werde? „Sie können sicher sein, dass wir uns das in jedem Fall ganz genau überlegen“, sagt Zimmermann-Fiscella mit Nachdruck. Bei der Einschätzung müsse man, zitiert sie, „die Mittelschichtsbrille ausziehen und die Kinderschutzbrille an“ – nicht in jedem Haushalt, den man als ungeordnet empfinde, sei gleich das Kindeswohl gefährdet.

Dazu gehört mehr, und viele Schritte sind einem Kindesentzug vorgelagert. Gutachter, Ärzte, das Sozialgericht sind involviert. Entscheidend sei, die gewachsene Sensibilität aller Beteiligten „fachlich zu untermauern“, fasst Jugendamtsleiter Siegfried Wild zusammen – eine Fachtagung vergangenes Jahr diente dazu, das Interesse war überwältigend. Die Fortbildung geht weiter: Dieser Tage ist der nächste Workshop. Entscheidend sei, sagt Zimmermann-Fiscella, früh zu erkennen, wo sich Probleme anbahnen, und aktiv zu werden, „bevor das Kind in den Brunnen gefallen ist“. Das Jugendamt biete sich als Helfer an – das werde häufig noch nicht so gesehen.

Quelle: Artikel von Sabine Ehrentreich aus Badische Zeitung vom 21.03.09

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Bundesministerin von der Leyen: „Wir müssen aus Fehlern lernen, um das Hilfe-Netz für Kinder sicherer zu machen“

Posted on März 24, 2009. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik | Schlagwörter: |

Um Kinder besser vor Vernachlässigung, Gewalt und Misshandlung zu schützen, knüpfen Bund, Länder und Kommunen gemeinsam am Netz Früher Hilfen zur Unterstützung belasteter Familien. Wie groß das Interesse gerade bei den zuständigen Behörden vor Ort ist, zeigt eine bundesweite Bestandsaufnahme, die das Deutsche Institut für Urbanistik im Auftrag des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen erstellt hat. Erste Ergebnisse werden heute in Berlin auf der Fachkonferenz „Wirksamer Kinderschutz – Herausforderungen für die Kommunen“, die vom Bundesfamilienministerium und dem Deutschen Städte- und Gemeindebund veranstaltet wird, präsentiert…

Um systematisch aus Fällen von Kindesvernachlässigung oder -misshandlung auch in der Vergangenheit zu lernen, errichtet die Bundesregierung beim Nationalen Zentrum Frühe Hilfen (NZFH) gemeinsam mit Ländern und Kommunen eine neue Plattform zum Erfahrungsaustausch. Als ersten Schritt bietet der Bund den Kommunen an, ihr System der Frühen Hilfen von Experten überprüfen und auf Fehler und Lücken untersuchen zu lassen. Darüber hinaus soll das NZFH zukünftig Berichte und Informationen zu Kinderschutzfällen sammeln. Die Auswertung und gegebenenfalls die Fehleranalyse durch Experten werden anschließend bundesweit den Ämtern zur Verfügung gestellt…

Pressemitteilung des BMFSFJ vom 24.03.09

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Saarländische Landesregierung sagt finanzielle Unterstützung für Tagesmütter und Tagesväter zu

Posted on März 24, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Politik, Saarland, Tagespflege | Schlagwörter: |

Saarland – Das Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur wird sich zukünftig finanziell an der Förderung von Tagesmüttern und –vätern beteiligen. Die Aufgaben, die Tagesmütter und –väter im Bereich der Betreuung und Bildung von Kindern, insbesondere im Alter von 0 bis 3 Jahren übernehmen, werden für die Eltern dieser Kinder immer wichtiger.

Die Landesregierung hat zur Gewährleistung von Qualitätsstandards in diesem Bereich bereits durch entsprechende Regelungen in das Saarländische Betreuungs- und Bildungsgesetz aufgenommen und wird hier in Kürze auch eine Konkretisierung durch den Erlass einer Ausführungsverordnung herbeiführen. Es ist daher nur folgerichtig und im erst kürzlich in Kraft getretenen Kinderfördergesetzes (KiföG) auch vorgesehen, dass dieser Personenkreis eine leistungsgerechte Vergütung erhält.

Laut KiföG ist für diese leistungsgerechte Vergütung der Träger der öffentlichen Jugendhilfe und damit das jeweilige Jugendamt zuständig. Die Landesregierung hat nun am 19.03.2009 in einer Besprechung mit den Jugendämtern die finanzielle Unterstützung durch das Land angekündigt.

„Das Land ist bereit, hier in die Finanzierung mit einzusteigen, um so die Anpassung des Tagespflegegeldes an die Bedürfnisse der Tagesmütter und –väter zu beschleunigen und deren Existenz zu sichern“, so Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerin für Bildung, Familie, Frauen und Jugend. Geplant ist ein Landeszuschuss pro ganztägig betreutem Kind (Alter 0 bis 3 Jahren) in Höhe von 100 € bzw. entsprechend gestaffelte Zuschüsse für eine Betreuung für 15, 20 und 30 Stunden pro Woche. Somit erhalten Tagesmütter und –väter beispielsweise im Regionalverband künftig statt 361 Euro durch eine Aufstockung von Land und Jugendamt monatlich 500 Euro für die Ganztagsbetreuung eines Kindes.

Pressemitteilung des Saarländischen Ministerium für Bildung, Familie, Frauen und Kultur vom 24.03.09

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PFAD Bayern: Neuer PFAD-Ortsverein im Landkreis Roth gegründet

Posted on März 24, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Die Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung berichtete am 21.03.09 in ihrem Artikel „PFAD FÜR KINDER hilft der Familie – Neuer Verein will ein Netzwerk für Familien mit Adoptiv- oder Pflegekindern aufbauen“ von der Gründung eines neuen Ortsvereins des PFAD FÜR KINDER Landesverbandes Bayern e.V. im Landkreis Roth.

Am Samstag, den 18.04. stellt sich der Verein allen Interessierten und allen Pflege- und Adoptivfamilien in den Räumen der Johanniter – InTaKT in Georgensgmünd, Wiesenstraße 10 vor.

Foto: oh © Roth-Hilpoltsteiner Volkszeitung

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Peter-Pelikan-Briefe

Posted on März 24, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Seit rund 40 Jahre unterstützen PETER-PELIKAN-BRIEFE Eltern und andere Betreuungspersonen mit einer Fülle von alltagsnahen und nützlichen Anregungen und Informationen. Sie umfassen neben Schwangerschaft und Geburt das frühe Kindesalter bis zum Jugendalter.

Herausgegeben werden die Briefe vom Peter Pelikan e. V. in München, gefördert von Bundes- und Länderministerien und der Stiftung für Kompetente Elternschaft und Mediation.

PETER-PELIKAN-BRIEFE können dazu beitragen, zwischen Eltern, Pflegeeltern und ggf. auch zwischen Eltern und Adoptiveltern ein gemeinsames Erziehungsverständnis herauszuarbeiten. Nicht selten ist es hilfreich, gute Erziehungsargumente in verständlicher Form nicht nur in Kopf und Herz, sondern auch in Schriftform verfügbar zu haben.

Manche Jugendämter stellen Eltern die Briefe kostenfrei zur Verfügung.

Ansichts- und Leseproben

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Fachtagung „Das Jugendamt im Spiegel der Medien“ am 23./24.04. in Berlin

Posted on März 22, 2009. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Jugendhilfe, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die Arbeitsgruppe Fachtagungen Jugendhilfe (AGFJ) im Deutschen Institut für Urbanistik veranstaltet am 23./24.04.2009 in Berlin die Fachtagung „Das Jugendamt im Spiegel der Medien. Hilfen und Hinweise im Umgang mit Medien/Krisenmanagement„.

Die Fachtagung richtet sich ausschließlich an Leiterinnen und Leiter von Jugendämtern und ASD sowie MitarbeiterInnen für Öffentlichkeitsarbeit in Jugendämtern.

Die Berichterstattung der Medien über Jugendämter hat sich in den letzten Jahren gewandelt und ist „aggressiver“ geworden. Dies hängt sicherlich u.a. damit zusammen, dass zu Tode gekommene Kinder wie Kevin oder Lea-Sophie große Betroffenheit in der Bevölkerung auslösen und dieses emotional hoch besetzte Thema Kinderschutz – eng verknüpft mit der Frage nach der Rolle des Jugendamtes – auf großes öffentliches Interesse stößt. Gleichzeitig haben viele Jugendämter noch Vorbehalte gegenüber Medienvertreter/innen, insbesondere der Boulevardpresse, und es fehlt manchmal das Verständnis dafür, wie die Presse „tickt“.

Im Hinblick darauf stellen sich für die praktische Arbeit viele Fragen:

  • Wie kann sich Jugendhilfe auf verstärktes „mediales Interesse“ einstellen, wie kann sie souverän darauf reagieren und selbstbewusst(er) damit umgehen? Wo sind Grenzen gesetzt, wo werden Krisen medial inszeniert, wo wird bewusst skandalisiert?
  • Was ist, wenn ein Krisenfall eintritt, und wie verhalte ich mich dann in der Kommunikation nach innen und außen? Wie unterstützt die Leitungsebene die Kolleg/innen „nach innen“?
  • Was ist, wenn ich souverän und selbstbewusst aufgetreten bin, ich aber kurz danach eine schwere Krisensituation im Amt habe? Sind dem Selbstbewusstsein von Jugendämtern per se Grenzen gesetzt?
  • Wer informiert wen wann amtsintern? Gibt es einen „Plan“, wie amtsintern die Kolleg/innen von der Leitungsebene informiert werden (und ggf. umgekehrt), wenn Krisensituationen eintreten? Notwendig sind Regeln oder Standards für die Kommunikation (zuerst) nach innen und (dann) nach außen.
  • Wie weit ist der Bereich „Öffentlichkeitsarbeit“ in der Jugendhilfe überhaupt entwickelt? Gibt es in Jugendämtern Verfahrensweisen, wie kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit gemacht wird (bzw. werden sollte)? Wie wird Kontakt mit der Presse gehalten? Was ist geeignet, um gute Pressearbeit unabhängig von Krisen „hinzukriegen“? Brauchen Mitarbeiter/innen in Jugendämtern Fortbildung im Bereich „Öffentlichkeitsarbeit?

nähere Informationen, Programm und Anmeldemöglichkeit

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Aktuelle Rechtstipps für Familien mit Down-Syndrom-Kindern

Posted on März 21, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Gesundheit, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes |

Nicht nur für Eltern eines Kindes mit Down-Syndrom, für alle Familien mit einem behinderten Kind ist die neue Lebenshilfe-Broschüre „Gewusst wo“ ein hilfreicher Lotse durch den Paragraphen-Dschungel des aktuellen Leistungsrechts. Darauf weist die Bundesvereinigung Lebenshilfe vor dem Welt-Down-Syndrom-Tag am 21. März hin.

Das 15-seitige Heft im Magazinformat ist übersichtlich gestaltet und mit vielen farbigen Fotos illustriert. In verständlicher Sprache werden Tipps zur Eingliederungshilfe, Kranken- und Pflegeversicherung, zum Ausgleich behinderungsbedingter Nachteile und Persönlichen Budget gegeben.

Die Lebenshilfe-Broschüre kann für 3,50 Euro plus Versand bestellt (Telefon: 06421/491-123, E-Mail:
vertrieb@lebenshilfe.de) oder kostenlos im Internet unter www.lebenshilfe.de heruntergeladen werden.

Dort finden Eltern weitere wichtige Informationen über den Lebensalltag mit einem behinderten Kind.

Quelle: Pressemitteilung der Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V. vom 18.3.2009

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Fränkische PFAD-Ortsvereine veranstalten Circus-Wochenende für Kinder aus Pflege- und Adoptivfamilien

Posted on März 20, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die fränkischen PFAD FÜR KINDER-Ortsvereine Bad Kissingen, Bamberg und Hassberge und die PFAD FÜR KINDER Ortsgruppe „Neues Zuhause“ Schweinfurt veranstalten gemeinsam vom 22. bis 24. Mai 09 ein Circus-Wochenende für Kinder und Jugendliche aus Pflege- und Adoptivfamilien.

Eingeladen sind Pflege-, Adoptiv- und leibliche Kinder im Alter von 10 bis 16 Jahren. Mit dem Angebot soll ein attraktives Angebot für ältere Kinder und Jugendliche geschaffen werde, die die Möglichkeit erhalten andere Gleichaltrige in ähnlicher Lebenssituation kennen zu lernen, und zugleich können sich die Eltern mal etwas Erholung gönnen. Ab 2010 ist eine jährliche PFAD-Circuswoche während der Herbstferien geplant.

Das PFAD FÜR KINDER Circus-Camp 2009 findet unter der Schirmherrschaft von Frau  Sabine Dittmar (MdL) beim Circus Luna im Landkreis Bad Kissingen statt.

Kinder aus PFAD-Mitgliedsfamilien werden bei der Anmeldung bevorzugt und erhalten von ihren Ortsvereinen einen finanziellen Zuschuss.

Informationsflyer mit Anmeldung

Ansprechpartnerin:
Ulrike Schulz, pfad-kg@gmx.de, Tel: 09735/1700

Foto: Circus Luna

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Kinderkommission zu Besuch bei den Stadtteilmüttern in Neukölln

Posted on März 20, 2009. Filed under: Berlin, Kinderschutz, Netzwerke, Politik, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Kinderkommission des Deutschen Bundestages besuchte das „Stadtteilmütter“-Projekt in Neukölln. Dort übernehmen ehrenamtliche Mütter nach einer 6-monatigen Qualifizierung die Betreuung von jungen Familien.

Pressemitteilung der Kinderkommission  vom 19.03.09

Mitglieder der Kinderkommission: (v.l.)
Diana Golze (Die Linke), Ekin Deligöz (Bündnis 90/Die Grünen), Michaela Noll (CDU/CSU) , Marlene Rupprecht (SPD), Miriam Gruß (FDP)

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Studie über „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“ vorgestellt

Posted on März 19, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Gewalt entsteht nicht von selbst

Jungen und Mädchen im Schulalter sind insgesamt friedfertiger als Gleichaltrige vor zehn Jahren. Dies zeigt eine Studie, die Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mit Fachleuten vorgestellt hat. Ob ein Jugendlicher gewalttätig wird, hängt stark von seiner Familie ab.
Gewalt ist „out“. Das belegt eine neue Erhebung unter gut 53.000 Jugendlichen in ganz Deutschland.

Laut der Studie ist die Quote der Jugendlichen, die in den vergangenen zwölf Monaten mindestens eine Gewalttat begangen haben, beträchtlich gesunken. Dies ergab ein repräsentativer Vergleich der Ergebnisse aus acht Städten: 1998/99 hatten je nach Befragungsort noch zwischen 17,3 und 24,9 Prozent der Jugendlichen eine oder mehrere Gewalttaten verübt. Von 2005 bis 2008 traf dies nur noch auf 11,5 bis 18,1 Prozent zu.

Öffentliche Wahrnehmung wächst

„Die Akzeptanz der Gewalt sinkt bei Jugendlichen“, erklärte der Kriminologe Christian Pfeiffer bei der Vorstellung der Studie in Berlin. Zudem habe die „Kultur des Hinschauens“ zugenommen.

Einen Grund sieht der Rechtswissenschaftler auch in der neuen öffentlichen Wahrnehmung von Gewalt: „Seit sich die Politik des Themas engagiert angenommen hat, ist die innerfamiliäre Gewalt deutlich zurückgegangen“, so Pfeiffer. Als Beispiele führte er das Gewaltschutzgesetz und die Abschaffung des elterlichen Züchtigungsrechts an.

Auch die Aufklärung durch die Polizei hat nach Einschätzung der Fachleute an vielen Schulen zur Entspannung der Lage beigetragen. Dennoch ist die Situation nicht harmonisch: Mobbing an Schulen bleibt beispielsweise ein Problem.

Tatort Familie

Als Hauptgrund für Gewalt unter Jugendlichen nannte Pfeiffer entsprechende Erfahrungen in der Familie: „Gewalt wird in den Familien produziert.“ Gravierendster Faktor seien dabei prügelnde Eltern. Bis heute würden massive Körperverletzungen häufiger in Familien verübt als an Außenstehenden.

Der Bundesinnenminister würdigte die Studie als wichtigen Schritt gegen Gewalt unter Jugendlichen: Zum ersten Mal seien nun aussagekräftige Zahlen aus dem gesamten Bundesgebiet verfügbar. „Die Daten bieten die notwendige belastbare Grundlage für anschließende Maßnahmen in Bund und Ländern“, sagte Schäuble.

Übereinstimmend wiesen Schäuble und der Kriminologe Pfeiffer darauf hin, dass ein Migrationshintergrund nicht Jugenddelinquenz und Jugendgewalt begünstige. Es sind vielmehr die Verhältnisse, unter denen junge Menschen groß werden: „Bei gleichen familiären und sozialen Hintergründen, gibt es überhaupt keine Unterschiede zwischen Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund“, stellte der Bundesinnenminister klar.

Der Forschungsbericht „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“ ist Ergebnis der größten jemals durchgeführten Jugendstudie in Europa. Das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen e.V. hatte die Studie mit Förderung des Bundesinnenministeriums durchgeführt. Für die Erhebung wurden 45.000 Jugendliche im Alter zwischen 14 und 16 Jahren befragt. Zudem standen 8.000 Kinder im vierten Schuljahr Rede und Antwort. Die Ergebnisse stammen aus 61 Landkreisen und kreisfreien Städten. Daraus wird eine Folge von Berichten entstehen, darunter auch Auswertungen zur Abhängigkeit von Computerspielen und zur Kinderkriminalität.

Quelle: REGIERUNGonline Pressemitteilung vom 17.03.09

siehe dazu auch:

Studie über „Jugendliche in Deutschland als Täter und Opfer von Gewalt“ vorgestellt
Pressemitteilung des Bundeministerium des Inneren vom 17.03.2009

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Ethikrat beschäftigt sich mit dem Thema „Anonyme Kindsabgabe“

Posted on März 19, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Pflegefamilie, Politik, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der deutsche Ethikrat wird sich in seiner nächsten, nicht öffentlichen Sitzung am 26.03.09 mit dem Entwurf einer Stellungnahme zur „Anonymen Kindsabgabe“ beschäftigen.

Quelle: Deutscher Ethikrat am 16.03.09

Im Oktober 2008 diskutierte das Gremium bereits mit Experten zu diesem Thema (wir berichteten).

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Kopenhagen erlaubt homosexuellen Paaren Adoption von Kindern

Posted on März 18, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Kopenhagen – In Dänemark dürfen homosexuelle Paare künftig Kinder adoptieren. Ein entsprechendes Gesetz wurde am Dienstag vom Parlament in Kopenhagen beschlossen. Für die Vorlage des parteilosen Abgeordneten Simon Emil Ammitzboell stimmten 62 Abgeordnete, 53 votierten dagegen.

Die regierende rechtsliberale Partei von Ministerpräsident Anders Fogh Rasmussen und ihr Koalitionspartner, die rechtspopulistische Dänische Volkspartei, hatten das Vorhaben offiziell nicht unterstützt. Einzelne liberale Abgeordnete stimmten jedoch mit der Opposition für das Gesetz, das homosexuellen Paaren künftig erlaubt, dänische und ausländische Kinder zu adoptieren.

Dänemark hatte 1989 als erstes Land der Welt die standesamtliche Hochzeit von homosexuellen Paaren unter dem Namen „eingetragene Partnerschaft“ eingeführt. Seit 1999 haben gleichgeschlechtliche Paare in Dänemark zudem die Möglichkeit, das Kind des Partners zu adoptieren. Die Adoption eines Kindes, das von keinem der beiden abstammt, war bisher noch ausgeschlossen.

APA-Meldung vom 17.03.09

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Simon sucht neue Eltern – Informationsabend des Pflegekinderdienstes der Region Hannover

Posted on März 18, 2009. Filed under: Bewerber, Erziehungsstellen, Fortbildung, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Simon ist fast sechs Jahre alt, sieht jedoch jünger aus, sagen die meisten, die ihn kennen. Simon lebt vorübergehend in Bereitschaftspflege und sucht nun eine neue Familie, in der er aufwachsen kann – gern mit Kindern und Tieren. Zurück zu seinen leiblichen Eltern kann er nicht – zu groß sind deren eigenen Probleme, als dass sie sich noch um Simon kümmern könnten.

Der Pflegekinderdienst der Region Hannover wirbt regelmäßig um Eltern, die sich der besonderen Herausforderung stellen wollen, ein Kind zur Pflege aufzunehmen, zu versorgen und aufzuziehen. Kinder wie Simon, der übrigens am liebsten mit Legosteinen und Autos spielt oder gerne draußen herumtobt. In einigen Dingen aber braucht er noch etwas Unterstützung: So versteht er nicht alles auf Anhieb und manches Mal kann er noch nicht das ausdrücken, was er erzählen will.

Wer mehr über Simon und andere Kinder erfahren möchte, die eine neue Familie suchen, kommt am besten zum nächsten Informationsabend des Pflegekinderdienstes der Region Hannover am Montag, 23. März 2009. Die Veranstaltung informiert interessierte Eltern über die Bedingungen und Anforderungen, um ein Pflegekind aufzunehmen. Beginn ist 19 Uhr in Raum 225 im Haus der Region, Hildesheimer Straße 20, in Hannover. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Auskünfte erteilt gern der Pflegekinderdienst der Region Hannover unter +49 (511) 616-22155, E-Mail: Pflegekinder@Region-Hannover.de.

Meldung von pressebox vom 17.03.09

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Landkreis Güstrow: Anstieg der Zahl der Kinder in Pflegefamilien

Posted on März 17, 2009. Filed under: Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Pflegefamilie, Publikationen |

Immer mehr Familien im Landkreis Güstrow nehmen ein Pflegekind auf. Das bedeutet auch: Die Zahl der Eltern, die ihr Kind auf bestimmte Zeit abgeben, wächst an. Das Jugendamt beobachtet mehr soziale Härtefälle. Oft geben Eltern ihr Kind freiwillig ab.

Artikel „Meine neue Mami hat mich lieb“ von Frank Pubantz in Norddeutsche Neueste Nachrichten vom 17.03.09

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Stadt Recklinghausen sucht Pflegeeltern

Posted on März 17, 2009. Filed under: Bewerber, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie |

Recklinghausen (sl). Immer wieder suchen die Pflegekinderdienste des Fachbereichs Kinder, Jugend und Familie und des Sozialdienstes katholischer Frauen Recklinghausen engagierte Pflegeeltern, die die Betreuung und Versorgung von Kindern übernehmen können. Die Unterbringungsgründe sind vielfältig.

So nehmen etwa Alleinerziehende, die ihre Kinder ohne Unterstützung versorgen müssen, gern die Hilfe von Pflegeeltern in Anspruch, wenn sich ein Krankenhausaufenthalt nicht vermeiden lässt.

Auch achten Bürger nach bedauerlichen Fällen der jüngeren Vergangenheit verstärkt darauf, ob Kinder gut betreut und versorgt werden. Bei Zweifeln informieren sie das Jugendamt frühzeitiger über mögliche Vernachlässigungen und manchmal bleibt dann nur noch die Unterbringung von Kindern bei liebevollen Pflegeeltern.

Dies können auch Alleinstehende oder in Partnerschaft lebende Paare sein. Wer ist nun für eine solche Aufgabe geeignet und wie wird man Pflegemutter oder Pflegevater? Die Pflegekinderdienste freuen sich über jeden, der Interesse an der Aufnahme eines Pflegekindes hat und stehen jederzeit zu Beratungsgesprächen zur Verfügung. Kontakt: Tel. 502214.

Meldung aus Marl Aktuell & Sonntagsblatt vom 13.03.09

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Bremen: Kinder- und Jugendschutztelefon hat sich bewährt

Posted on März 17, 2009. Filed under: Bremen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Kinderschutz, Netzwerke, Politik |

Das Kinder- und Jugendschutztelefon mit der Nummer 6 99 11 33 ist eine gute Sache. Darin waren sich die Mitglieder der Sozialdeputation einig, als sie einen entsprechenden Sachstandsbericht entgegen nahmen.

In den letzten zwei Jahren sind über 800 Meldungen zum Wohl von Kindern im Jugendamt eingegangen. Ein Viertel dieser Familien war zu diesem Zeitpunkt dem Amt noch nicht bekannt. 270-mal ist ein Team von Sozialarbeiter/innen nachts oder am Wochenende zum Einsatz gekommen. 240 Kinder wurden in einer Notaufnahmeeinrichtung oder bei Verwandten (vorübergehend) untergebracht.

Sozialsenatorin Ingelore Rosenkötter: „Das Kinder- und Jugendschutztelefon hat die Erreichbarkeit des Jugendamtes und die Qualität der Einsätze entscheidend verbessert. Es ist gut, dass die Bremerinnen und Bremer nach wie vor sehr aufmerksam sind, wenn es um das Wohl von Kindern geht. Wir brauchen diese gesellschaftliche Verantwortung.“

Die zentrale Telefonnummer gibt es seit Februar 2007. Im Oktober 2007 wurde zusätzlich ein Hintergrunddienst eingerichtet. Das bedeutet, dass auch nachts und am Wochenende Mitarbeiter/innen des Amtes für Soziale Dienste und der freien Träger sofort vor Ort sind, wenn Probleme in einer Familien eskalieren und deshalb die Nummer des Kinderschutztelefons gewählt wurde.

Quelle: Pressemitteilung der Bremer Senatorin für Arbeit, Frauen, Gesundheit, Jugend und Soziales vom 11.03.2009

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TV-Tipp: „Kind in Gefahr – Wenn Eltern Hilfe brauchen“

Posted on März 17, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

In der Dokumentation Kind in Gefahr – Wenn Eltern Hilfe brauchen von Ulrike Michels begleitet der WDR am 22. März von 16.25 – 16.55 Uhr (Wiederholung am 28. März um 9.30 Uhr) eine junge Familie in schwieriger Situation:

Patricia und Thomas sind seit einem halben Jahr Eltern. Sie kennen einander aus dem Obdachlosenasyl, beide kommen aus extrem schwierigen Familienverhältnissen, beide wissen nicht, was feste Bindungen bedeuten. Schon während der Schwangerschaft wendet sich Patricia an die Caritas und fragt um Hilfe.

Eine Familienhebamme kümmert sich um die werdenden Eltern und schließlich auch um das Baby. Der kleine Dustin ist mittlerweile sechs Monate alt und hat sich mit Unterstützung des Caritas-Programms „Frühe Hilfen“ gut entwickelt. Die jungen Eltern brauchen die kontinuierliche Beratung im Umgang mit ihrem Kind auch weiterhin, denn positive Erfahrungen in der Familie haben beide nicht gemacht und können sie daher auch nicht weitergeben. Sie müssen alles neu erlernen.

Die junge Mutter bemüht sich, versucht, alles „richtig“ zu machen. Die Angst, das Jugendamt könnte ihr das Baby wegnehmen, ist immer präsent. Dabei ist ihre Befürchtung nicht unberechtigt, denn es gibt Probleme mit dem jungen Vater, mit seiner Aggressivität und seinem Alkoholismus. Obwohl auch er versucht, die Vaterrolle anzunehmen und ihr gerecht zu werden, droht er zu scheitern.

Gott und die Welt begleitet die junge Familie ein Stück auf ihrem Weg. Wird der kleine Dustin bei den Eltern bleiben können? Werden sie es schaffen, alle zusammen leben zu können?

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Bericht zum Stand des Ausbaus der Kinderbetreuung

Posted on März 17, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Tagespflege, Thüringen | Schlagwörter: |

Der jährlich vorzulegende Bericht zum Tagesbetreuungsausbaugesetz (TAG) enthält die aktuellen Zahlen zur Kinderbetreuung, spezifiziert nach Bundesländern und Alter der Kinder. Er zeigt, dass es mehr Angebote für unter Dreijährige gibt, allerdings immer noch nicht genug. Nach wie vor ist der Unterschied groß zwischen den alten und neuen Bundesländern: die alten Bundesländer (ohne Berlin) erreichen eine Versorgungsquote von 12,2 Prozent, die neuen Bundesländer von 42,2 Prozent.

Kindertagesbetreuung – Stand des Ausbaus für das Berichtsjahr 2008 (Stand: März 2009)

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Kinderrechtepreis des VAK 2009 für Dierk Schäfer

Posted on März 14, 2009. Filed under: Baden-Württemberg, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Der Kinderrechtspreis des Verbandes Anwalt des Kindes geht in diesem Jahr nach Bad Boll an Dierk Schäfer, Studienleiter an der Evangelischen Akademie.
Zum 01. Februar 2009 schied Dierk Schäfer aus dem Amt. Die Tagung: Deutschland – Rabenvaterland? in der Tagungsreihe „Kinderkram“ war seine letzte Veranstaltung (wir berichteten).

Sie setzt sich für die Interessen von Kindern ein, die von den Erwachsenen mit ihren eigenen Interessen oft übersehen werden. Mit dem Kinderrechtspreis wird Schäfers »langjähriger und engagierter Einsatz im Interesse der Kinder« gewürdigt.

Newsletter des VAK vom 14.03.09

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Neue Arbeitshilfen des Bayerischen Landesjugendamtes

Posted on März 13, 2009. Filed under: Bayern, Fachkräfte, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

Sozialpädagogische Diagnose – Arbeitshilfe zur Feststellung des erzieherischen Bedarfs
Mit einer „optimierten“ Fassung der erstmalig 2001 herausgegebenen Sozialpädagogischen Diagnose-Tabellen legt das ZBFS – Bayerisches Landesjugendamt eine Handreichung zur Diagnostik in der Kinder- und Jugendhilfe vor, die Fachkräfte in der Alltagspraxis – insbesondere in der Einschätzung einer Gefährdung des Kindeswohls und der Feststellung der Leistungsvoraussetzungen für eine Hilfe zur Erziehung – unterstützt.

Hilfeplan – Aufstellung, Mitwirkung, Zusammenarbeit
In 6., aktualisierter Fassung ist die (1992 erstmalig herausgegebene) Arbeitshilfe für die Praxis der Hilfe zur Erziehung erschienen.

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PFAD Bundes-Vorstand informiert sich in Nürnberg

Posted on März 13, 2009. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Der Vorstand des PFAD Bundesverbandes e.V. informierte sich Ende Februar über die aktuelle Lage des kürzlich umstrukturierten Pflegekinderwesens in Nürnberg.

Im Rahmen ihrer Vorstandssitzung waren die ehrenamtlichen Vorstandsmitglieder zu Gast in den Räumlichkeiten des Rummelsberger Jugendhilfe-Netzwerks, das seit einem halben Jahr zusammen mit dem Sozialdienst katholischer Frauen und den SOS-Jugendhilfen von der Stadt Nürnberg mit der Gewinnung und Betreuung neuer Pflegefamilien betraut ist. Die drei freien Träger haben gemeinsame Standards entwickelt und kooperieren miteinander.

Herr Bärthlein und Herr Enzlberger erläuterten dem Vorstand das neue Konzept und schilderten ihre bisherigen Erfahrungen. Eine intensive Zusammenarbeit mit dem PFAD FÜR KINDER Ortsverein Nürnberg-Fürth besteht bereits, eine weitere Kooperation mit dem PFAD-Verband wurde angeboten.

Diskutiert wurde insbesondere auch die Unzufriedenheit der 150 bis 180 „älteren“ Pflegefamilien, die weiterhin durch das Jugendamt betreut werden und sich deshalb gegenüber den neu gewonnenen Pflegefamilien benachteiligt fühlen.

Mitte Februar veranstalteten die örtlichen Pflegeelterngruppen eine Demonstration, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen (wir berichteten).

von links:
Petra Schrödel, stv. Vorsitzende (LV Berlin-Brandenburg)
Carmen Marquis, Beisitzerin (LV Berlin-Brandenburg)
Dagmar Trautner, Vorsitzende (LV Bayern)
Ulrike Schulz, Schriftführerin (LV Bayern)
Matthias Schubert, Beisitzer (LV Berlin-Brandenburg)
Astrid Doukkani-Bördner, stv. Vorsitzende (LV Hessen)
Hildegard Götz, Beisitzerin (LV Bayern)
Martin Enzlberger, Rummelsberger Jugendhilfe-Netzwerk
Foto: Thomas Bärthlein, Rummelsberger Jugendhilfe-Netzwerk

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PFAD FÜR KINDER Bayern: Regio-Fachtag Süd „Kinder suchtkranker Eltern in Pflege- und Adoptivfamilien“ am 21.03.

Posted on März 12, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Am Samstag, den 21. März 2009 findet unter dem Titel „Kinder suchtkranker Eltern in Pflege- und Adoptivfamilien“ der Regio-Fachtag Süd in Eichenau im Landkreis Fürstenfeldbruck statt.

Veranstalter ist der PFAD FÜR KINDER Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien in Bayern e.V. in Kooperation mit dem Pflegeelternstammtisch Fürstenfeldbruck und dem Amt für Jugend und Familie Fürstenfeldbruck

Themen des Fachtages:

  • Was ist das eigentlich, suchtkrank? (hier begrenzt auf Drogen, Alkohol, Medikamente)
  • Die besondere Situation von Kindern suchtkranker Eltern. Was erleben sie und wie verarbeiten sie das Erlebte?
  • Was ist hilfreich im Umgang mit suchtkranken Eltern?
  • Welche Gefährdungspotentiale gibt es in der Entwicklung der Kinder und Jugendlichen? Wie kann man mit entsprechenden Ängsten und Prägungen der Kinder / Jugendlichen und eigenen Ängsten umgehen?

Die Referentin, Frau Roswitha Soltau, ist Diplom-Psychologin und leitet das Beratungs- und Kontaktzentrum extra in München für drogenabhängige und gefährdete Frauen und Mädchen, Mütter und ihre Kinder, schwangere Frauen und Mädchen.

Informationsflyer mit Anmeldung

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BMFSFJ: Gütesiegel für mehr Qualität in der Kindertagespflege

Posted on März 12, 2009. Filed under: Forschung, Politik, Tagespflege | Schlagwörter: |

Um die Ausbildung von Tagesmüttern in Deutschland zu vereinheitlichen und einen fachlich anerkannten Mindeststandart zu gewährleisten, wollen Bundesregierung, Bundesländer und die Bundesagentur für Arbeit ein gemeinsames Gütesiegel für die Ausbildungsträger einführen. So soll gewährleistet werden, dass die rund 30.000 Tagesmütter und -väter, die zusätzlich gewonnen werden müssen um in Deutschland eine durchschnittliche Betreuungsquote von 35 Prozent zu erreichen, gut vorbereitet mit ihrer Arbeit beginnen können.

zum BMFSFJ-Magazin Nr. 9/12.03.09

Qualifikation von Tagespflegepersonen in Deutschland 2008

(Vergrößern durch Anklicken der Graphik)

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Artikel: Babyklappen-Erfinderin warnt: „Kinder passen nicht in die Krise“ – Es gibt einen Boom bei anonymen Geburten

Posted on März 12, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Bewerber, Politik, Publikationen, Stellungnahmen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

(SN) Berlin – Kinder und Wirtschaftskrise – das passt leider nicht zusammen, lautet die ernüchternde Bilanz in der Geburtsklinik Waldfriede (Zehlendorf). Seit Dezember nimmt dort die Zahl anonymer Geburten sprunghaft zu.

Gabriele Stangl, Seelsorgerin der Klinik und Initiatorin der ersten Berliner Babyklappe: „Seit 2000 wurde hier in rund 100 Fällen Frauen geholfen, die schwanger in eine Notlage gerieten. Dabei haben wir anonyme Geburten und abgelegte Kinder zusammengezählt.“ Doch seit Dezember gibt es bei den anonymen Geburten einen Boom: „Pro Woche mindestens ein Fall, letzte Woche fast täglich. Die Zahl ist vier Mal so hoch wie üblich.“

Für Gabriele Stangl ein Warnsignal: „Mit der Wirtschaftskrise wird das Gefühl von Sicherheit kleiner, die Angst vor Arbeitslosigkeit immer größer. Mit dem Mangel an Perspektive wachsen dann die familiären Probleme.“

Immerhin: 95 Prozent der Mütter, die sich für eine anonyme Geburt (und die Adoption) entscheiden, geben ihren Kindern die Möglichkeit, später Kontakt zu ihnen zu suchen.

Andererseits weiß Gabriele Stangl auch, dass noch zu wenig Frauen so handeln. „Mir sind einige Fälle bekannt, bei denen ich weiß, dass etwas Schreckliches passiert ist.“ Einmal war es eine alte Frau, die ihr kurz vor dem Tod gestand, sie habe ihr Neugeborenes, Folge einer Vergewaltigung, im Wald ausgesetzt.

Kurz vor der Eröffnung der Babyklappe lernte sie eine Frau kennen, die illegal in Berlin lebte. „Die wollte hier entbinden. Später erfuhr ich, sie habe das Kind an die Baby-Mafia verkauft.“ Oder die Frau, die bereits in den Wehen lag, aber das Kind unbedingt abtreiben wollte: „Sie war zur Entbindung angekündigt, kam aber nicht. Ich bin sicher, sie hat das Kind noch an diesem Tag allein entbunden und nicht behalten. So etwas ist kein Einzelfall, das höre ich leider immer wieder.“

Für die Seelsorgerin gibt es nur einen Ausweg: „Wir müssen hellhöriger werden, im Kleinen anfangen, nicht die Verantwortung auf Ämter und Krankenhäuser abschieben. Leider geht die Gesellschaft gerade in die andere Richtung.“

Quelle: Artikel aus Berliner Kurier vom 11.03.2009

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Aurich / Ostfriesland: Reform des Jugendamtes – Künftig näher dran sein

Posted on März 12, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Niedersachsen, Politik | Schlagwörter: |

Alle Mitglieder des Fachausschusses des Auricher Kreistages stimmten der neuen Struktur zu. Regionalteams sollen vor Ort arbeiten. Das Personal muss dafür aufgestockt werden.

Aurich – Es gab keine gegensätzlichen Meinungen im Jugendhilfeausschuss des Landkreises Aurich, im Gegenteil. Vor dem Hintergrund des Amoklaufes eines Schülers in Baden Würtemberg wirkte der einstimmige Beschluss gestern fast wie selbstverständlich: Die Arbeit des Jugendamtes soll dezentralisiert werden, um näher an den Familien dran zu sein und Problemfälle im Vorfeld vermeiden zu können. Außerdem soll das Jugendamt künftig Amt für Kinder, Jugend und Familien heißen und so verstärkt einen Servicecharakter bekommen.

Um die Arbeit mehr vor Ort zu verankern, sollen vier Regionalteams in der Fläche arbeiten. Leiterin Jutta Ubben und Jürgen Homann von der Kinder und Jugendpflege betonten, dass es künftig verstärkt darum gehen solle, vor Ort Vernetzungen mit den Kinder- und Jugendeinrichtungen, Schulen und Sozialarbeitern aufzubauen und sie für die präventive Arbeit zu nutzen. Das koste zunächst natürlich mehr Geld, weil zusätzliches Personal erforderlich sei.

Kreisrat Frank Puchert fügte jedoch hinzu, dass die neue Struktur auch helfen solle, die Jugendhilfekosten auf längere Sicht stabil zu halten. Auf die Finanzentwicklung soll auch eine neue Controllingstelle achten. „Es handelt sich wohl um die durchgreifendste Reform der vergangenen Jahrzehnte”, so Homann. Diese muss jetzt noch vom Kreistag am 20. März abgesegnet werden.

Quelle: Artikel von Monika Bogena vom 12.03.2009 aus Ostfriesen Zeitung

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Gesundheitswesen: 26,7 Milliarden Euro durch psychische Erkrankungen

Posted on März 11, 2009. Filed under: Forschung, Gesundheit, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

WIESBADEN – Im deutschen Gesundheitswesen sind die Krankheitskosten von psychischen und Verhaltensstörungen im Jahr 2006 auf 26,7 Milliarden Euro angestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, lagen die Kosten durch diese Erkrankungen damit um 3,3 Milliarden Euro höher als bei ihrer erstmaligen Berechnung im Jahr 2002 – verglichen mit allen anderen Krankheitsarten war das der höchste Anstieg in diesem Zeitraum.

Das ist ein Ergebnis der Krankheitskosten­rechnung des Statistischen Bundesamtes. Zu den Krankheitskosten zählen in der amtlichen Statistik  sämtliche Gesundheitsausgaben für medizinische Heilbehandlungen und für Präventions-, Rehabilitations- oder Pflegemaßnahmen.

Insgesamt hatten sich die Krankheitskosten im genannten Zeitraum um 17,2 Milliarden Euro auf 236 Milliarden Euro erhöht. Psychische und Verhaltensstörungen zählten dabei zu den besonders kostenintensiven Erkrankungen: Ihr Anteil an den Gesamtkosten des Jahres 2006 lag bei 11,3%. Noch höher waren zu diesem Zeitpunkt lediglich die Kosten durch Herz-Kreislauf-Erkrankungen mit 35,2 Milliarden Euro (14,9%) und durch Krankheiten des Verdauungssystems (einschließlich Zahnbehandlungen und Zahnersatz) mit 32,7 Milliarden Euro (13,8%).

Weitere statistische Ergebnisse zum Gesundheitswesen stehen kostenlos im Publikationsservice von Destatis zum Download bereit oder im Informationssystem der Gesundheitsberichterstattung des Bundes (IS-GBE).

Statistisches Bundesamt „Zahl der Woche“ Nr.010 vom 10.03.2009

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Artikel: Pflegekind muss sich auf Erwachsene verlassen können

Posted on März 10, 2009. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen |

HALTERN – Zurzeit leben 50 Kinder in Pflegefamilien, 45 davon wurden in Familien in Nachbarstädten vermittelt. Die Mitarbeiter des städtischen Bereichsteams „Familie und Jugend“ erläutern, wie eine Vermittlung verläuft und welche Voraussetzungen zu erfüllen sind.
Interviewpartner sind

  • Amtsleiter Egbert Willecke,
  • Brigitte Witzenhausen-Glass (Pflegekinderdienst, Tagespflege),
  • Klaus-Jürgen Miegel (Allgemeiner Sozialer Dienst, Kinder-/Jugend- und Familien-Förderung) und
  • Klaus Sakowitz (wirtschaftliche Jugendhilfe).

Wie viele Adoptionen werden pro Jahr durchgeführt?
Miegel: Im vergangenen Jahr waren es drei Kinder. Vier Bewerber-Familien werden momentan überprüft.

Das hört sich nicht viel an. Woran liegt das?
Witzenhausen-Glass: Der klassische Fall der ledigen, jungen Frau, die ihr Kind sofort nach der Geburt zur Adoption freigibt, ist Vergangenheit.

Warum werden sie nicht frei gegeben?
Wíllecke: Weil die Eltern es nicht wollen. Viele hoffen, ihr Kind eines Tages wieder selbst zu versorgen und zu erziehen. Das Jugendamt versucht, Familien zu unterstützen und zu erhalten. Einige Eltern befürchten auch den Druck ihres Umfeldes. „Wie kannst Du nur Dein eigenes Kind abgeben?“ Auch wenn ein Kind in eine Pflegefamilie vermittelt wurde, begleitet das Amt Besuchskontakte der Eltern.

Wer will ein fremdes Kind aufnehmen?
Witzenhausen-Glass: Paare/Erziehende, die keine Kinder bekommen können, aber gerne Eltern sein möchten oder die ein zweites Kind möchten. Es gibt auch Paare, dessen leibliche Kinder groß sind und weiteren Kindern ein Zuhause bieten wollen.

Reicht es, das zu wollen?
Miegel: Nein. Da kommt vieles zusammen. Die Chemie muss stimmen, die Geschwisterkonstellation. Eltern müssen eigene Bedürfnisse zurückstellen, man muss sich auf die Kinder konzentrieren. Einer der beiden Elternteile bleibt zu Hause, um sich ganz dem Kind widmen zu können. Äußere Rahmenbedingungen sind außerdem ein gesichertes Einkommen, ausreichender Wohnraum, Pflegeeltern sind physisch und psychisch gesund. Sie dürfen keine Straftaten begangen haben.

Können Alleinerziehende nicht mindestens ebenso gute Eltern sein?
Witzenhausen-Glass: Sicher, wenn sie die Bedingungen erfüllen, ist eine Vermittlung auch hier kein Problem. Das trifft für gleichgeschlechtliche Paare ebenfalls zu.

Wie werden Pflege- /Adoptiveltern vorbereitet?
Witzenhausen-Glass: Es finden Vorbereitungsgespräche und Seminare statt: Wie helfe ich dem Kind, das in den meisten Fällen schon negative Erfahrungen mit Eltern gemacht hat? Das Kind muss sich auf die Erwachsenen verlassen können. Mit der Pflegefamilie sollen für das Kind erheblich bessere Verhältnisse geschaffen werden.

Gibt es lange Wartelisten, um Pflege- oder Adoptiveltern zu werden?
Willecke: Natürlich gibt es Paare, die länger warten als andere. Aber wir handeln auch nicht mit einer Ware. Wir suchen Eltern für Kinder und nicht umgekehrt! Pflegeeltern und deren Familien müssen zum jeweiligen Kind passen. Und manchmal ist das einfach nicht der Fall.

Gibt es Vorurteile gegen das Jugendamt, wenn es ein Kind aus seiner Familie herausnimmt?
Miegel: Wir nehmen keine Kinder weg. Das sitzt vielleicht noch als Vorurteil in den Köpfen vieler Menschen. Bei uns steht immer das Wohl des Kindes im Mittelpunkt. Das Jugendamt versucht, mit gezielten Hilfsangeboten Familien zu unterstützen und zu erhalten. Manchmal gelingt das nicht. Dann kann die Pflege- bzw. Adoptivfamilie eine alternative Lebensform für das Kind sein.

Artikel von Elke Rüdiger aus Halterner Zeitung vom 10.03.09

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OLG Köln: Nachträgliche Befreiung der Pflegeeltern von Gerichtskosten

Posted on März 10, 2009. Filed under: Finanzielles, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rechtliches |

Über die Möglichkeit der nachträglichen Befreiung von Pflegeeltern von Gerichtskosten schreibt der auf die Vertretung von Pflege- und Adoptiveltern spezialisierte Rechtsanwalt Steffen Siefert.

Er führt dazu eine Entscheidung des OLG Köln vom 01.12.2008 (II-14 UF 103/07) an, wonach Pflegeeltern von  Sachverständigen- und Gerichtskosten im Rechtsstreit befreit wurden.

Kommentar von RA Siefert zu nachträgliche Befreiung der Pflegeeltern von Gerichtskosten

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Lübecker Jugendamt schlägt Alarm: Stellen seit Juli unbesetzt

Posted on März 9, 2009. Filed under: Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Politik, Publikationen, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: |

Das Jugendamt Lübeck kann Kinder nicht ausreichend schützen, weil Personal fehlt. Beschlossene neue Stellen sind noch immer nicht vergeben. Der Bürgermeister muss heftige Kritik einstecken.

Gefährliche Sparpolitik: Wegen fehlenden Personals konnte das Jugendamt Hinweisen auf Kindeswohlgefährdung nicht mehr nachgehen. Die Polizei griff ein. Der Jugendhilfeausschuss ist entsetzt und will dem Bürgermeister die Personalhoheit für diesen Bereich entziehen.

Artikel in Lübecker Nachrichten vom 07.03.09

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Kreisjugendamt Würzburg sucht Pflegeeltern

Posted on März 9, 2009. Filed under: Bayern, Bewerber, Pflegefamilie |

Im Landkreis Würzburg werden Paare oder Familien gesucht, die Kindern ein neues Zuhause geben.

Mehr als 100 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene leben derzeit im Landkreis Würzburg in Pflegefamilien. Das sind Kinder und Jugendliche, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern bleiben konnten. Nun sucht das Jugendamt Eltern oder Paare, die sich als Pflegeeltern zur Verfügung stellen möchten.

Die Gründe für die Trennung von der ursprünglichen Familie durch das Jugendamt sind meist vielschichtig. Dazu können Mißbrauch, Vernachlässigung, Überforderung oder auch eine psychische Erkrankung der Eltern gehören.

„Wir suchen Familien aus dem Landkreis Würzburg, die Freude am Zusammenleben mit Kindern haben und Ihnen Zuneigung, Aufmerksamkeit und Anteilnahme entgegenbringen können“, wünscht sich Petra Fleischmann, Sozialpädagogin vom Pflegekinderdienst des Jugendamtes, die für die Auswahl und Begleitung der Pflegeeltern und Pflegekinder zuständig ist.

Vorraussetzungen zur Pflegeelternschaft sind Gesundheit, eine stabile Partnerbeziehung, geregeltes Einkommen und ausreichend Wohnraum.
Weitere wichtige Voraussetzungen sind pädagogisches Geschick, eine wohlwollende Erziehungshaltung den Problemen des Kindes gegenüber und die Fähigkeit, die eigene Erziehung immer wieder neu zu überprüfen.
Ein verpflichtender Vorbereitungskurs für potenzielle Pflegeeltern findet im Mai 2009 statt.

Kontakt:
Pflegekinderdienst des Amtes für Jugend und Familie, Zeppelinstraße 15, Tel. 09 31/7 97 87 64, oder unter Tel. 09 31/7 97 87 65 oder unter E-Mail: p.fleischmann@lra-wue.bayern.de oder c.schorer@lra-wue.bayern.de.

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Urteil: Gewährung von Hilfe für junge Volljährige über das 21. Lebensjahr hinaus

Posted on März 7, 2009. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rechtliches | Schlagwörter: |

Das Verwaltungsgericht Berlin verpflichtete ein Berliner Bezirksamt (Jugendamt), weiterhin Hilfe für junge Volljährige gemäß § 41 SGB VIII in Form der Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII zu gewähren. Es genüge als Voraussetzung für die Gewährung der Hilfe für junge Volljährige, dass die Hilfe eine erkennbare Verbesserung der Persönlichkeitsentwicklung und Fähigkeit zur eigenverantwortlichen Lebensführung erwarten lässt. Laut einem Gutachten konnte nicht davon ausgegangen werden, dass die weitere Gewährung von Hilfe für junge Volljährige in Form der Vollzeitpflege keine hinreichende Aussicht auf Erfolg habe. Das Gutachten attestierte „ein erhebliches Verselbständigungspotential“ und die Notwendigkeit einer „Fortführung der Jugendhilfe für weitere zwei bis drei Jahre im bestehenden Rahmen.“ Bei dieser Sachlage lag nach Auffassung des Verwaltungsgerichtes ein begründeter Einzelfall in Sinne des § 41 Abs. 1 Satz 2 SGB VIII vor. Die Jugendhilfe war daher über das 21. Lebensjahr hinaus fortzusetzen.
Beschluss  Az.: 6 S 15.07

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TV-Tipp: „Oma hat mein Kind“ am 09.03. im WDR

Posted on März 7, 2009. Filed under: Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

In der Reihe „Menschen hautnah“ zeigt der WDR am 09.03. um 12 Uhr im Beitrag „Oma hat mein Kind“ (Wdh.) zwei Großmütter, die in Verwandtenpflege ihre Enkel aufziehen.

nähere Informationen

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