Erste Adoption durch schwules Paar

Posted on Oktober 10, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

logo„Nur fünf Tage nach dem Inkrafttreten des Gesetzes zur Einführung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ist der Adoptionsantrag eines schwulen Ehepaars bestätigt worden.“ berichtet http://www.blu.fm im Artikel „Erste Adoption durch schwules Paar“ vom 10.10.2017.

Zwei Berliner Ehemänner adoptierten ihr Pflegekind, das seit seiner Geburt bei ihnen lebt.

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15 Jahre „Ehe für alle“ in Benelux

Posted on September 29, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Jugendhilfe | Schlagwörter: |

logoÜber 15 Jahre „Ehe für alle“ in Benelux berichtet der Deutschlandfunk im Artikel „Ehe für Homosexuelle hat Normalität geschaffen“ vom 29.09.2017. Darin wird erwähnt: „Jede zweite Adoption geht hier (in Belgien) inzwischen an schwule oder lesbische Paare, ganz einfach weil sich in absoluten Zahlen fast genauso viele Homosexuelle wie heterosexuelle Paare melden.“

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Artikel „Geschlechtsidentität von Kindern: Eltern ohne Einfluss“

Posted on August 17, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Forschung, International, Publikationen | Schlagwörter: , , |

Der Artikel „Geschlechtsidentität von Kindern: Eltern ohne Einfluss“ der Pharmazeutischen Zeitung Online vom 16.08.2017 berichtet von einer Studie der University of Kentucky, die das Spielverhalten und die Entwicklung adoptierter Kinder aus insgesamt 106 amerikanischen Familien mit lesbischen, schwulen oder heterosexuellen Elternpaaren untersuchte. Es zeigte sich, dass die sexuelle Orientierung der Eltern und der Familientyp keinen signifikanten Einfluss auf die Geschlechtsidentität der Kinder hatten.

Auch DIE WELT widmet der Studie einen Beitrag: „Mutter, Mutter, Kind“ vom 16.08.2017

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Schweiz reformiert Adoptionsrecht

Posted on Juli 31, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

logoAb dem 1. Januar 2018 wird die Stiefkindadoption in der Schweiz nicht mehr nur Ehepaaren, sondern auch Paaren in einer eingetragenen Partnerschaft oder in einer faktischen Lebensgemeinschaft offenstehen. Das hat der schweizerische Bundesrat am 5. Juli beschlossen.

Auf diese Weise würden Ungleichbehandlungen beseitigt und die Beziehung zwischen dem Kind und dem Stiefelternteil rechtlich abgesichert. Die gemeinschaftliche Adoption bleibt gleichgeschlechtlichen Paaren und Paaren in einer faktischen Lebensgemeinschaft dagegen weiterhin nicht erlaubt.

Mit dem Inkrafttreten der revidierten Bestimmungen werden auch die allgemeinen Adoptionsvoraussetzungen flexibilisiert. Künftig kann von diesen abgewichen werden, wenn dies im Interesse des Kindes ist. Das Mindestalter adoptionswilliger Personen wird von 35 auf 28 Jahre und die Mindestdauer der Paarbeziehung von fünf auf drei Jahre gesenkt. Ausschlaggebend ist dabei nicht mehr die Dauer der Ehe, sondern die Dauer des gemeinsamen Haushalts.

Quelle: AGF Europa News für Juli 2017

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Aufwachsen in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften – Auch für viele Kinder in Pflegefamilien längst Realität

Posted on Juli 10, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) informiert in seiner Pressemitteilung vom 10.07.2017:

Münster (lwl). Ende vergangener Woche stimmte nach dem Bundestag nun auch der Bundesrat über die „Ehe für alle“ ab. Für Kinder und Jugendliche, die in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften aufwachsen, bringt die neue Gesetzeslage ein Stück gesellschaftliche Normalisierung und eine weitere Gleichstellung mit Kindern heterosexueller Elternpaare. „Es ist seit langem eine Selbstverständlichkeit, dass Adoptiv- und Pflegekinder auch in gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften vermittelt werden“, erläutert Birgit Westers, Jugenddezernentin beim Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL). „In den Westfälischen Pflegefamilien – Pflegefamilien für Kinder mit besonderem Unterstützungsbedarf – die das LWL-Landesjugendamt koordiniert, leben zur Zeit rund 50 Kinder und Jugendliche bei gleichgeschlechtlichen Paaren. Für alle Kinder und Jugendlichen, die in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften aufwachsen, ist die gesellschaftliche Anerkennung und Normalität eine wichtige Rahmenbedingung für ein diskriminierungsfreies Aufwachsen“, so die Leiterin des LWL-Landesjugendamtes weiter.

Für viele Kinder und Jugendliche ist es Familienalltag, zumindest zeitweilig mit zwei Müttern oder Vätern aufzuwachsen: weil sich die Eltern getrennt haben und ein Elternteil anschließend in einer lesbischen oder schwulen Beziehung lebt, weil sich das Paar entschieden hat, ein Pflege- oder Adoptivkind aufzunehmen oder ein Kind in diese Partnerschaft hineingeboren wird. Bis zu 650.000 Kinder wachsen bundesweit in gleichgeschlechtlichen Lebensgemeinschaften auf – die Zahlen schwanken erheblich, je nachdem, ob nur die eingetragenen Lebensgemeinschaften oder alle schwulen und lesbischen Paare mit Kindern gezählt werden und ob die Kinder dauerhaft oder in Wechselmodellen z.B. an Wochenenden dort leben.

„Alle Studien belegen, dass für eine gute Entwicklung der Kinder nicht das Geschlecht und die sexuelle Orientierung der Eltern entscheidend sind, sondern die Qualität der Beziehung. Es gibt keine nennenswerten Unterschiede bei der Entwicklung von Kindern in homosexuellen oder heterosexuellen Partnerschaften“, so die Leiterin des LWL-Landesjugendamtes weiter.

Mit dem Recht zur Eheschließung erhalten schwule und lesbische Paare nun auch die gleichen Möglichkeiten zur gemeinsamen Adoption eines Kindes wie heterosexuelle Ehepaare. Bisher war nur die sogenannte Sukzessivadoption möglich: Zunächst musste ein Elternteil das Kind adoptieren und in einem zweiten Schritt – mit zeitlichem Abstand – dann der zweite Elternteil. Auch Kinder, die in gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften hineingeboren werden, hatten bisher in der Zwischenzeit rechtlich gesehen nur einen Elternteil – mit allen damit verbundenen Problemen, beispielsweise was Unterhaltsansprüche, Erbrecht und rechtliche Vertretung angeht.

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PFAD: Ehe für Alle

Posted on Juli 5, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, PFAD Verband, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , |

Der PFAD Bundesverband der Pflege- und Adoptivfamilien e.V. äußert sich zur Entscheidung des Bundestages vom 30.06.2017, die Homosexuellen in Deutschland den Weg zur Ehe ebnet und damit auch die gemeinsame Adoption eines Kindes ermöglicht:

Nachdem Stück für Stück die Rechte, die Ehepaaren zustanden – Familienversicherung, Witwen- und Witwerrente, Familienzuschlag, steuerliche Veranlagung, … etc. – auch Lebenspartnerschaften zugänglich gemacht wurden, war es nur eine Frage der Zeit, die Ehe auch für gleichgeschlechtliche Paare zu ermöglichen. Damit ist das vom Grundgesetz geforderte Benachteiligungsverbot endlich eingelöst. Rechtlich blieb fast nur noch übrig lesbischen und schwulen Paaren auch die gemeinschaftliche Adoption zu ermöglichen.

Das Adoptionsrecht sieht vor, dass Ehepaare nur gemeinsam adoptieren können. In § 1741 Absatz 2 BGB steht: „Wer nicht verheiratet ist, kann ein Kind nur allein annehmen. Ein Ehepaar kann ein Kind nur gemeinschaftlich annehmen.“ Dieses findet nun ebenfalls Anwendung auf gleichgeschlechtliche Ehepaare. Bisher war den Lebenspartnerschaften eine gemeinschaftliche rechtliche Elternschaft nur durch die Sukzessivadoption möglich, d.h. sie konnten ein Kind adoptieren, wenn es zuvor vom jeweiligen Partner bereits adoptiert worden war. Damit gilt die Verpflichtung, dass Ehepaare nur gemeinsam adoptieren dürfen, jetzt auch für die Ehe von gleichgeschlechtlichen Partnern.

Für gleichgeschlechtliche Ehepaare gelten die gleichen Bestimmungen wie für andere Adoptionsbewerber.

Adoptionsvermittlungsstellen haben den gesetzlichen und fachlichen Auftrag, für jedes zu vermittelnde Kind die am besten geeigneten Eltern zu finden. Der zentrale Gesichtspunkt einer jeden Adoption ist das Wohl des Kindes. Zu den Adoptionsvoraussetzungen, die durch sozialpädagogische Fachkräfte im Rahmen der Vorbereitung überprüft werden, gehört die Fähigkeit empathisch auf das Kind eingehen zu können und anzuerkennen, dass es andere biologische Wurzeln hat. Außer der Vorbereitung auf Elternschaft durch Adoption müssen Bewerber auch formalen Voraussetzungen entsprechen.

  • Da Kindern ein langfristiges Beziehungsangebot gemacht wird, empfiehlt es sich nicht, an Menschen, die an einer stark lebensverkürzenden Krankheit leiden, ein Kind zu vermitteln. Deshalb gehört eine medizinische Unbedenklichkeitsbestätigung zu den formalen Voraussetzungen.
  • Das Gesetz schreibt in § 1743 BGB ein Mindestalter für Adoptionsbewerber vor. Dieses gilt unabhängig vom Geschlecht.
  • Kindern vergriffen haben, kein (weiteres) Kind zur Adoption bekommen. Aus diesem Grund ist ein Führungszeugnis vorzulegen.

Ob ein Kind zu einem heterosexuellen oder zu einem homosexuellen Paar vermittelt wird, entscheidet die Adoptionsvermittlungsstelle anhand der Eignung der Bewerber für ein bestimmtes Kind.

Wir begrüßen die rechtliche Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Paaren, geben jedoch zu bedenken, dass die Adoptionszahlen seit Jahren rückläufig sind, weil immer weniger Kinder der Fremdadoption aus dem In- oder Ausland bedürfen. Kein Adoptionsbewerber hat ein Recht auf ein Kind.

Quelle: Pressemitteilung des PFAD Bundesverbandes vom 05.07.2017

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LSVD-Positionspapier „Regenbogenfamilien im Recht“

Posted on April 4, 2017. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , , , |

Auf dem 29. Verbandstag des Lesben- und Schwulenverbands (LSVD) am 01/02.04.2017 in Berlin wurde das LSVD-Positionspapier „Regenbogenfamilien im Recht“ verabschiedet, in dem eine moderne Familienpolitik gefordert wird, die die unterschiedlichsten Formen von Familien anerkennt und alle unterstützt, die Kindern in ihrem Leben einen Platz geben und ihnen helfen, zu wachsen und sich gut zu entwickeln. Keine Familie dürfe wegen der sexuellen Identität eines ihrer Mitglieder diskriminiert werden.

Eine Übersicht über die Forderungen:

  • Mütter, die in eingetragener Lebenspartnerschaft leben
    Entschließen sich zwei Frauen, die in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft leben, gemeinsam eine Familie zu gründen, so sollen die Gebärende und ihre Lebenspartnerin von Geburt an automatisch rechtliche Eltern des Kindes sein.
  • Zwei-Väter-Ursprungsfamilie
    Der LSVD tritt dafür ein, dass der Lebenspartner des leiblichen Vaters auch rechtlicher Vater von Geburt an wird, sofern in der ausländischen Geburtsurkunde keine Mutter eingetragen ist.
    Der LSVD spricht sich für die Zulassung der altruistischen Leihmutterschaft und für die Möglichkeit aus, die Rahmenbedingungen in einer Kinderwunschvereinbarung rechtsverbindlich zu regeln.
  • Mehrelternschaft
    Der LSVD fordert einen verlässlichen rechtlichen Rahmen für Mehreltern-Regenbogenfamilien, der es ermöglicht, dass den jeweiligen tatsächlichen Verhältnissen entsprechend bis zu vier Menschen einvernehmlich rechtliche Elternteile und/oder Sorgeberechtigte sein können.
  • Elternschaftsvereinbarung
    Der LSVD fordert deshalb, dass ein Rechtsrahmen geschaffen wird, der es den Beteiligten einer Regenbogenfamilie ermöglicht, rechtsverbindliche Vereinbarungen vor der Zeugung zu treffen.
  • Pflegefamilien
    Der LSVD wird sich deshalb dafür einsetzen, dass – entsprechend der Empfehlung der BAG Landesjugendämter – in § 44 SGB VIII „Erlaubnis zur Vollzeitpflege“ folgender Satz aufgenommen wird: „Als Pflegepersonen und Pflegefamilien kommen Erwachsene unabhängig von Familienstand und sexueller Orientierung bzw. Identität in Betracht.“
  • Trans*- und intersexuelle Elternschaft
    Der LSVD fordert deshalb, dass Deutschland die Antragslösung übernimmt, wie sie Argentinien (2012), Dänemark (2014), Malta (2015), Irland (2015), Bolivien (2016) und Norwegen (2016) bereits verwirklicht haben. Für die Änderung des Vornamens und des rechtlichen Geschlechts soll der bloße Antrag der Betroffenen beim Standesamt genügen. Das soll auch für ausländische Staatsangehörige gelten, die sich dauerhaft rechtmäßig in Deutschland aufhalten.
    Der LSVD fordert weiter, dass Eltern, deren Vorname oder deren Geschlecht geändert worden ist, sollen wählen können, ob sie mit ihren früheren Vornamen und ihrem früheren Geschlecht oder mit ihrem geänderten Vornamen und ihrem geänderten Geschlecht in das Geburtenregister eingetragen werden.
  • Reproduktionsmedizin
    Der LSVD fordert, dass durch Bundesgesetz klar gestellt wird, dass die assistierte Reproduktion allen Menschen unabhängig von Familienstand und sexueller Orientierung bzw. geschlechtlicher Identität offensteht.
  • Eizellspende
    Der LSVD fordert, dass die altruistische Eizellspende auch in Deutschland zugelassen wird. Das Verbot der Eizellspende ist eine Geschlechtsdiskriminierung der Frau. Das Recht, eine Eizelle zu spenden, unterliegt dem Selbstbestimmungsrecht der Frau und ist vergleichbar mit dem Recht einer Lebendspende eines Organs. Die Patientenaufklärung als Grundlage der autonomen Willensentscheidung kann auch auf die Eizellspende angewendet werden. Die Zulassung der Eizellspende wirkt zudem einem Reproduktionstourismus entgegen.
  • Embryospende/Embryoadoption
    Der LSVD fordert, dass die Embryospende/Embryoadoption allen Menschen unabhängig von Familienstand und sexueller Orientierung bzw. Identität unter der Voraussetzung offensteht, dass sie medizinisch und biologisch nicht in der Lage sind, Kinder zu zeugen.
  • Kosten der Kinderwunschbehandlung
    Der LSVD fordert die Kostenträgerschaft der Gesetzlichen Krankenversicherung und der Beihilfe. Darüber hält der LSVD es für erforderlich, dass die Privaten Krankenversicherungen in ihre Tarife einen entsprechend en klarstellenden Hinweis aufnehmen.
    Bei der Einkommensteuer stellt zudem nach Auffassung des LSVD die Kinderwunschbehandlung in den genannten Fällen eine außergewöhnliche Belastung dar.
  • Abstammungsregister
    Der LSVD fordert, dass es bei Einrichtung jeder Art von Register gewährleistet sein muss, dass das Kind sich im Rahmen seines Selbstbestimmungsrechts auch für die Nicht-Kenntnis seiner Abstammung entscheiden kann und nicht durch Dritte unaufgefordert davon Kenntnis erhält. Das Recht auf Auskunft soll daher nur dem Kind selber ab dem 16. Lebensjahr zustehen.
  • Ehe- und Lebenspartnerschaftsstatut
    Der LSVD wird sich dafür einsetzen, dass gleich- und verschieden geschlechtliche Ehen unterschiedslos in Deutschland wirksam geschlossen werden können, ohne dass es auf das jeweilige Heimatrecht ausländischer Verlobter ankommt.
  • Anerkennung ausländischer Entscheidungen
    Damit Kindern keine rechtlichen Nachteile entstehen, setzt sich der LSVD dafür ein, dass das deutsche Recht die familienrechtlichen Beziehungen der Wunscheltern zu ihrem Kind aus Leihmutterschaft anerkennt, wenn nach dem Recht des Landes, in dem die Leihmutter und ggf. ihr Mann leben, diese nicht Eltern des Kindes sind.

zum ausführlichen Positionspapier

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Eingetragene Lebenspartnerschaft als Vormund

Posted on August 6, 2016. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Für ein Pflegekind können zwei Partnerinnen einer eingetragenen Lebensgemeinschaft gemeinsam als Vormünder bestellt werden.

Der kleine 10-jährige Tim (Name geändert) lebt seit Januar 2008 in einer Pflegefamilie. Seine beiden Pflegemütter haben im April 2005 eine Lebenspartnerschaft begründet, die im Lebenspartnerschaftsregister eingetragen ist. Der Aufenthalt seiner leiblichen Mutter ist unbekannt. Bisher hatte ein katholischer Verein die Vormundschaft für das Kind.

Die Pflegemütter beantragten beim Amtsgericht München die gemeinschaftliche Vormundschaft für Tim. Gegenüber der zuständigen Rechtspflegerin am Amtsgericht München erklärte der Junge, dass er gerne möchte, dass seine beiden Pflegmütter für ihn Entscheidungen treffen. Das Jugendamt hält die beiden Pflegemütter für geeignet und unterstützte den Wunsch von Tim.

Am 18.05.2016 entschied die Rechtspflegerin, dass der Verein als Vormund für Tim entlassen wird und die beiden Pflegemütter gemeinsam seine neuen Vormünder sind.

Nach der Auffassung des Gerichts ist dieser Fall nicht im Gesetz geregelt. Es liege eine „Regelungslücke“ vor. Denn für ein Mündel soll nach § 1775 Satz 2 BGB grundsätzlich nur ein Vormund bestellt werden, außer es gibt besondere Gründe, warum mehrere Vormünder bestellt werden. Das war hier nicht der Fall. Beide Mütter hätten die Vormundschaft auch alleine ausüben können. § 1775 Satz 1 BGB lässt es jedoch zu, dass bei einem Ehepaar beide Partner gemeinschaftlich zu Vormündern bestellt werden können. Nach Ansicht des Gerichts liegt in der Vorschrift des § 1775 S. 1 BGB eine Diskriminierung gleichgeschlechtlicher eingetragener Partnerschaften (im Vergleich zu Ehepartnern). In der Entscheidung vom 19.02.2013, 1 BvL 1/11, hat das Bundesverfassungsgericht festgestellt, „indem § 9 Abs. 7 LPartG die Möglichkeit der Annahme eines adoptierten Kindes des eingetragenen Lebenspartners durch den anderen Lebens-partner (Sukzessivadoption) verwehrt, wohingegen die Möglichkeit der Annahme eines adoptierten Kindes des Ehepartners und die Möglichkeit der Annahme eines leiblichen Kindes des eingetragenen Lebenspartners (Stiefkindadoption) eröffnet sind, werden sowohl die betroffenen Kinder als auch die betroffenen Lebenspartner in ihrem Recht auf Gleichbehandlung verletzt (Art. 3 Abs. 1 GG)“. In Folge dieser Entscheidung habe der Gesetzgeber § 9 Absatz 7 Lebenspartnergesetz entsprechend abgeändert, so dass es jetzt für gleichgeschlechtliche Lebenspartner ein Sukzessivadoptionsrecht für beide gibt. „Nachdem der Gesetzgeber die Sukzessivadoption zulässt, ist nicht nachvollziehbar, weshalb dann eingetragene Lebenspartner nicht auch -wie Ehepaare- gemeinschaftlich zu Vormündern bestellt werden können sollten, ohne dass hierfür besondere Gründe vorliegen müssen“, so die Begründung im Beschlusses des Amtsgerichts.

Die Bestellung nur einer Pflegemutter würde um Übrigen auch dem Kindeswohl widersprechen, da sich beide gleichwertig um Tim kümmern. „Schon alleine deswegen wäre es diskriminierend, nach der „Würfelmethode“ nur einen Vormund auszuwählen und hierdurch die andere Pflegemutter grundlos im Familienverband zurückzusetzen“.

Beschluss des Amtsgerichts München vom 18.05.2016
Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Quelle: Pressemitteilung des Amtsgerichts München vom 05.08.2016

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Hamburg will mehr schwule und lesbische Pflegeeltern

Posted on August 3, 2016. Filed under: Bewerber, Hamburg, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Artikel „Hamburg will mehr schwule und lesbische Pflegeeltern“ im Hamburger Abendblatt vom 03.08.2016 wirbt die Senatorin Melanie Leonhard um Pflegeeltern aus der schwul-lesbischen Community.

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Österreich: Homo-Paare bei Adoption gleichgestellt

Posted on Januar 7, 2016. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Jugendhilfe, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Nachrichten.at berichtet im Artikel „Ab 2016 hat Österreich ein absolut liberales Adoptionsrecht“, dass schwule und lesbische Paare in Österreich ab 01.01.2016 aufgrund eines Urteils des Verfassungsgerichtshofs (VfGH) bei der Adoption die gleichen Rechte wie heterosexuelle Paare haben. Heiraten dürfen sie jedoch noch nicht.

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England: Anstieg gleichgeschlechtlicher Adoptiveltern

Posted on Dezember 14, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

queer.de – das schwul-lesbische Magazin berichtet im Artikel „England: Anteil gleichgeschlechtlicher Adoptiveltern verdreifacht“ vom 14.12.2015, dass die Zahl der Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare in Großbritannien in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

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USA: Umstrittenes Urteil gegen lesbische Pflegemütter

Posted on November 13, 2015. Filed under: International, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

Der Stern berichtet am 13.11.2015 im Artikel „Richter will lesbischem Paar das Pflegekind wegnehmen“ von einem umstrittenen Urteil eines US-amerkikanischen Richters.

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Artikel „Regenbogenfamilie: Nur Pflegekinder erlaubt“

Posted on Oktober 4, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Hamburg, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Schleswig-Holstein | Schlagwörter: , |

Das Hamburger Abendblatt portraitiert eine Regenbogen-Pflegefamilie aus Halstenbek im Artikel „Regenbogenfamilie: Nur Pflegekinder erlaubt“ vom 02.10.2015.

Die Pflegeväter betonen: „Die Wertschätzung der Gesellschaft ist nicht dieselbe, solange der Staat nur die klassische Ehe schützt.

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Bundesrat strebt vollständige Gleichbehandlung für gleichgeschlechtliche Paare an

Posted on Juni 23, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Die Länder setzen sich für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare ein. Mit einer in der Plenarsitzung am 12. Juni 2015 gefassten Entschließung fordern sie die Bundesregierung auf, die weiterhin bestehende Benachteiligung gleichgeschlechtlicher Paare zu beenden und eine vollständige Gleichbehandlung der Ehe im gesamten Bundesrecht herzustellen. Hierzu sei das Bürgerlichen Gesetzbuch zu ändern und ein volles gemeinschaftliches Adoptionsrecht zu schaffen.

Zur Begründung führt der Bundesrat aus, dass die Eheverwehrung für gleichgeschlechtliche Paare eine konkrete rechtliche und symbolische Diskriminierung darstellt. Aufgrund des gesellschaftlichen Wandels gebe es keine Gründe mehr, am Ehehindernis der Gleichgeschlechtlichkeit weiter festhalten.

Die Entschließung wird nun der Bundesregierung zugeleitet.

⇒ Link zur Drucksache: Entschließung des Bundesrates: „Ehe für alle – Entschließung für eine vollständige Gleichbehandlung von gleichgeschlechtlichen Paaren“ (PDF, 75KB, nicht barrierefrei)

Quelle: Pressemitteilung des Bundesrates vom 12.06.2015

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Artikel „Zwei Mütter und ein Pflegekind – mit Segen des Jugendamts“

Posted on Juni 15, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die WAZ beichtet im Artikel „Zwei Mütter und ein Pflegekind – mit Segen des Jugendamts“ vom 15.06.2015 von einem  kleinen Mädchen, das als Pflegekind an ein Frauenpaar vermittelt wurde. Insgesamt begleitet das Essener Jugendamt bislang sieben lesbische Pflegeeltern und einen homosexuellen Pflegevater.

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Arbeitskreis „Abstammungsrecht“ nimmt Arbeit auf

Posted on Februar 11, 2015. Filed under: Politik, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , , |

Herr Staatssekretär Billen hat am 09.02. die Auftaktsitzung des vom Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz (BMJV) organisierten Arbeitskreises „Abstammungsrecht“ eröffnet. Der Arbeitskreis soll der Frage nachgehen, ob das geltende Abstammungsrecht aktuelle Lebensrealitäten noch adäquat abbildet und ob die derzeitige gesetzliche Regelung nach verschiedenen gesetzgeberischer Einzelmaßnahmen der letzten Jahre noch stimmig ist.

Moderne Familienkonstellationen stellen uns vor neue Herausforderungen – gerade auch im Abstammungsrecht. Ist die Abstammung eher an die biologische oder an die soziale Vaterschaft anzuknüpfen? Muss man das Recht des Kindes auf Kenntnis seiner Herkunft bei Samenspenden gesetzlich zu regeln? Sollte es spezifische abstammungsrechtliche Regelungen für eine gleichgeschlechtliche Elternschaft geben? Das Abstammungsrecht, das die Zuordnung eines Kindes zu seinen Eltern regelt, ist für viele Rechtsfragen von enormer Bedeutung. An die Abstammung knüpft das Namensrecht, ebenso wie das Staatsangehörigkeitsrecht, das gesetzliche Erbrecht und das Unterhaltsrecht an.

Der Arbeitskreis ist interdisziplinär aus elf Sachverständigen der Bereiche Familienrecht, Verfassungsrecht, Ethik und Medizin bzw. Psychologie zusammengesetzt. Den Vorsitz führt die frühere Vorsitzende Richterin des für das Familienrecht zuständigen XII. Senats des Bundesgerichtshofs, Frau Dr. Meo-Micaela Hahne. Daneben werden Vertreter betroffener Bundesministerien sowie Vertreter einiger Landesjustizministerien an den Sitzungen teilnehmen.

Der Arbeitskreis wird in den nächsten zweieinhalb Jahren regelmäßig zusammentreten. Die in der Zeit erarbeiteten Kenntnisse werden eine wertvolle Hilfe sein bei der Prüfung der Frage, ob konkreter gesetzgeberischer Handlungsbedarf besteht und wie er ggf. umgesetzt werden soll.

Quelle: Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz vom 09.02.2015

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Österreich: Adoptionsverbot für gleichgeschlechtliche Partnerschaften aufgehoben

Posted on Januar 15, 2015. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Das österreichische Verfassungsgericht gab der Klage eines lesbischen Paares statt. Eine der Frauen hatte die Tochter ihrer Partnerin adoptiert – gemeinsam ein fremdes Kind aufzunehmen, war ihnen jedoch verboten. Das Urteil hat weitreichende Folgen, denn es kippt das bisher bestehende Adoptionsverbot für homosexuelle Paare in Österreich.

Pressespiegel:

 

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„Familie ist da, wo Kinder sind – Regenbogenfamilien werden und sein!“ am 18.03. in Dortmund

Posted on Januar 9, 2015. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Vor Fachkräften der Adoptions- und Pflegekinderdienste der freien und öffentlichen Jugendhilfe wird Michaela Herbertz-Floßdorf am 18.03. in Dortmund zum Thema „Familie ist da, wo Kinder sind – Regenbogenfamilien werden und sein!“ referieren. Veranstalter des Seminars ist das LWL-Landesjugendamt Westfalen.

Unsere Welt trägt – wie unsere Familien – viele Gesichter. Der zeitgemäße Umgang mit dieser Vielfalt ist nicht nur eine der großen Herausforderungen für unsere Gesellschaft, er wird auch zunehmend zu einer Schlüsselqualifikation für Institutionen und Fachkräfte. Diese so genannten Regenbogenfamilien haben sich als eigenständige Familienform etabliert, wie Eineltern- oder Patchworkfamilien. „Regenbogenfamilie“ bezeichnet eine Fülle familiärer Konstellationen und Lebenswirklichkeiten – gemeinsam sind allen die homosexuelle (Identität) Orientierung der Eltern und die Herausforderungen, die der „etwas anderen Familienstruktur“ entspringen oder aus der rechtlichen und gesellschaftlichen Ungleichbehandlung von homo- und heterosexuellen (Eltern)-Paaren erwachsen. Wer ist Regenbogenfamilie? Wie gestaltet sich das Zusammenleben der Regenbogenfamilien? Was wissen wir heute über die Kinder, die in Regenbogenfamilien aufwachsen? Welche Themen stehen im Vermittlungsverfahren von Aoptiv- und Pflegekindern im Vordergrund? Welche Ressourcen bieten gleichgeschlechtliche Elternpaare?

nähere Informationen 

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Buch-Tipp „Gleichgeschlechtliche Paare als Pflegeeltern“

Posted on Oktober 20, 2014. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen | Schlagwörter: , |

In der ZPE-Schriftenreihe erschien Heft Nr. 37 unter dem Titel „Gleichgeschlechtliche Paare als Pflegeeltern„. Autor ist Andy Jespersen.  DIN A 5, 434 Seiten (2014)

Die Arbeit gibt Überblicke zu den aktuellen Wissensbeständen zu gleichgeschlechtlichen Lebensformen in Deutschland und verortet gleichgeschlechtliche Pflegeeltern im Feld der Pflegekinderhilfe. Im Mittelpunkt des empirischen Teils stehen die Sichtweisen von gleichgeschlechtlichen Pflegeelternpaaren und die Erklärungen, die sie entwickeln. Entlang der Analyse zweier Paarinterviews wird rekonstruiert, wie sie ihr Zusammenleben organisieren, welche Erfahrungen sie im Zusammenhang ihrer Familiengründung und ihres alltäglichen Familienlebens als gleichgeschlechtliche Pflegefamilie machen und wie sie diese deuten.

Andy Jespersen wird das Thema der Veröffentlichung auch zukünftig bearbeiten, interessierte Pflegeeltern und soziale Dienste sind herzlich zur Kontaktaufnahme eingeladen (andy.jespersen@uni-siegen.de)

Die Schrift kann zum Preis von 15,00 € beim ZPE bestellt werden.

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„Neue Familiensysteme – Gleichgeschlechtliche Paare werden Adoptiv- und Pflegeeltern“ am 04.12. in Düsseldorf

Posted on Oktober 6, 2014. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Evangelische Verein für Adoption und Pflegekinderhilfe e.V. richtet am 04.12. in Düsseldorf eine Fachtagung aus zum Thema „Neue Familiensysteme – Gleichgeschlechtliche Paare werden Adoptiv- und Pflegeeltern – Normalität und/oder Herausforderung für Fachkräfte in der Adoption und Pflegekinderhilfe„. Referent wird Dipl.- Psychologe Dr. Christoph Niepel sein.

Dieser Fachtag soll einen aktuellen Überblick über die neueste Forschung geben und Forum sein für den fachlichen Austausch über die Erfahrungen in den Arbeitsbereichen der Adoption und Pflege.

Um Anmeldung bis zum 06.11.2014 wird gebeten.

nähere Informationen

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Kontroverse über Adoptionsrecht

Posted on Mai 5, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/KOS) Auf einhellige Zustimmung der Sachverständigen stieß am Montag bei einer Anhörung des Rechtsausschusses der Plan der Koalitionsfraktionen, eingetragenen Lebenspartnerschaften das Recht zur „Sukzessivadoption“ zuzugestehen: Laut einem Gesetzentwurf (18/841) von CDU/CSU und SPD sollen Lesben und Schwule ein Kind auch dann adoptieren können, wenn es vom jeweiligen Partner zuvor bereits adoptiert worden ist. Darüberhinaus plädierte ein Teil der Experten für eine Gesetzesvorlage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (18/577 (neu)), die gleichgeschlechtlichen Paaren auch die gemeinsame Adoption eines Kindes einräumen will. Der Anhörung lag zudem ein Gesetzentwurf (18/842) zugrunde, mit dem die Grünen auf die Ratifizierung des Europarats-Vertrags über die Adoption von Kindern in seiner 2008 revidierten Version dringen: Dieses Straßburger Abkommen gestattet den Mitgliedsnationen des Staatenbunds, homosexuellen Partnerschaften sowohl Sukzessiv- wie gemeinschaftliche Adoptionen zu ermöglichen, verpflichtet die 47 Länder aber nicht zu diesem Schritt.

In mündlichen Erklärungen und schriftlichen Stellungnahmen erörterten die Sachverständigen vor allem das Für und Wider gemeinschaftlicher Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare. Die Sachverständige Jacqueline Kauermann-Walter schlug eine Bresche für die Sukzessivadoption. Bei Adoptionen müsse stets das Kindeswohl im Vordergrund stehen, unterstrich die Vertreterin des Sozialdiensts katholischer Frauen, die „sexuelle Lebensform“ der Eltern spiele hingegen keine Rolle. Die Sukzessivadoption stelle für das betreffende Kind auch rechtlich die Verantwortung beider Elternteile sicher, mit denen es bereits zusammenlebe. Insofern sei diese Form der Adoption für Lebenspartnerschaften „aus der Sicht des Kindeswohls zweifelsfrei geboten“.

Die Rechtsprofessoren Bernd Grzeszick (Heidelberg) und Arnd Uhle (TU Dresden) betonten übereinstimmend, dass sich aus dem Urteil des Verfassungsgerichts vom Februar 2013, das die Einführung des Rechts auf Sukzessivadoptionen für homosexuelle Paare gefordert hatte, keine Verpflichtung ableiten lasse, solchen Partnerschaften auch die gemeinschaftliche Adoption zu gestatten. Aus Sicht der Wissenschaftler kann man die beiden Varianten der Adoption nicht gleichsetzen, weshalb Karlsruhe die Sukzessivadoption als „Sonderfall“ eingestuft habe, sagte Uhle. In diesem Fall lebe ein Kind bereits mit beiden Elternteilen zusammen, erläuterten die Professoren, und in einer solchen Situation könne eine Sukzessivadoption die familiäre Bindung fördern, zumal dem Kind dadurch Vorteile beim Unterhalt und beim Erbrecht erwüchsen. Bei einer gemeinsamen Adoption gelange dagegen ein bis dahin fremdes Kind erstmals in eine Partnerschaft, weswegen sich die Bindungen zu den neuen Eltern erst noch entwickeln müssten. Laut Uhle fehlen zur Klärung der Frage, welche Folgen gemeinsame Adoptionen durch gleichgeschlechtliche Paare für Kinder haben, bislang zuverlässige Studien.

Die Rechtsprofessorin Frauke Brosius-Gersdorf (Hannover) monierte, dass der Gesetzentwurf von Union und SPD Lebenspartnerschaften wegen der Verweigerung des Rechts auf gemeinsame Adoptionen weiterhin diskriminiere. Formal befasse sich das Karlsruher Urteil zwar nur mit der Sukzessivadoption, die inhaltlichen Erwägungen dieser Entscheidung liefen jedoch auf die volle Gleichbehandlung von Ehepaaren und homosexuellen Partnerschaften hinaus. Insofern nannte die Wissenschaftlerin die Vorlage der Koalition einen „Verfassungsverstoß. Die Sachverständige Isabell Götz meinte, ihr falle kein Grund ein, der für eine Differenzierung zwischen einer Sukzessiv- und einer gemeinschaftlichen Adoption bei Lesben und Schwulen spreche. Die Richterin am Oberlandesgericht München gab sich überzeugt, dass Karlsruhe auch noch das Verbot der gemeinschaftlichen Adoption bei Lebenspartnerschaften „kippen wird“. Der Gesetzgeber solle diesem Schritt zuvorkommen und beide Formen der Adoption „im „Gleichlauf regeln“.

Henriette Katzenstein argumentierte, eine Sukzessivadoption sei dann sinnvoll, wenn ein Kind von einem Elternteil bereits in die Partnerschaft mit eingebracht werde. Ansonsten aber sei diese oft langwierige Variante der Adoption für Eltern wie Kinder belastender als eine gemeinschaftliche Adoption, erklärte die Vertreterin des Deutschen Instituts für Jugendhilfe und Familienrecht. Constanze Körner kritisierte, dass durch die Weigerung, auch Lesben und Schwulen gemeinschaftliche Adoptionen zu ermöglichen, die Diskriminierung von Lebenspartnern weiterhin in Kauf genommen werde. Beim Kindeswohl komme es nicht auf das Geschlecht der Eltern, sondern auf die Qualität der Beziehung an, sagte die Leiterin des Berliner Regenbogenfamilienzentrums.

Quelle: Heute im Bundestag vom 05.05.2014

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„Regenbogenfamilien – Bunt ! Lebendig ! Besonders !?“ am 08.04. in Berlin

Posted on März 27, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Bewerber, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am 08.04. lädt das Regenbogenfamilienzentrum des LSVD Berlin/Brandenburg zusammen mit der Familien für Kinder GmbH in Berlin alle Lesben und Schwulen zu einem Workshop ein, die sich als Paar oder auch alleine mit den Themen Pflege-, Adoptiv- oder Patchworkfamilie beschäftigen.

nähere Informationen

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Gesetzentwurf zur Reform des Adoptionsrechts

Posted on März 19, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Berlin: (hib/KOS) Künftig sollen Lesben und Schwule ein Kind auch dann adoptieren können, wenn es zuvor vom jeweiligen Partner bereits adoptiert worden ist. Das Recht auf eine solche „Sukzessivadoption“ für eingetragene Lebenspartnerschaften proklamiert ein Gesetzentwurf der Fraktionen von Union und SPD (18/841). In dieser Ausdehnung der Adoptionsrechte für Homosexuelle sieht Justizminister Heiko Maas (SPD) einen „weiteren Schritt auf dem Weg zur völligen rechtlichen Gleichstellung von Lebenspartnerschaften“. 

Der Vorstoß der Koalition ist die Konsequenz eines im Februar 2013 vom Bundesverfassungsgericht gefällten Urteils, wonach die bisherige rechtliche Regelung auf diesem Gebiet gegen das Grundgesetz verstößt. Man wolle „einen verfassungswidrigen Zustand beseitigen“, heißt es in der Vorlage von Union und SPD.

Bislang ist Schwulen und Lesben zwar die sogenannte „Stiefkindadoption“ gestattet, sie können also das leibliche Kind eines Lebenspartners adoptieren. Die Sukzessivadoption ist indes laut Bürgerlichem Gesetzbuch bisher lediglich heterosexuellen Ehepaaren erlaubt, nicht hingegen homosexuellen Lebenspartnern. Allerdings weist der Gesetzentwurf darauf hin, dass die Sukzessivadoption bei Schwulen und Lesben bereits seit der Verkündung des Karlsruher Urteils im Februar 2013 in der Praxis angewandt wird. Diese Übergangsregelung hatte das Verfassungsgericht bis zum Inkrafttreten des neuen Gesetzes angeordnet. Zudem war dem Bundestag auferlegt worden, eine verfassungskonforme Neuregelung bis Ende Juni dieses Jahres zu verabschieden.

In der Vorlage der Koalitionsfraktionen wird erläutert, inwiefern aus Karlsruher Sicht das Verbot der Sukzessivadoption bei Homosexuellen das Recht auf Gleichheit verletzt. Betroffen sei der Nachwuchs von schwulen und lesbischen Lebenspartnern, weil diese Kinder sowohl gegenüber leiblichen Kindern eines Lebenspartners wie auch gegenüber Kindern von heterosexuellen Ehegatten benachteiligt seien. Gleiches gelte für homosexuelle Lebenspartner, die im Vergleich zu Ehegatten benachteiligt seien, weil diese das vom Ehepartner adoptierte Kind annehmen dürften.

Der Gesetzentwurf von Union und SPD legt dar, dass das Europäische Übereinkommen über die Adoption von Kindern es den EU-Staaten erlaubt, die Sukzessivadoption durch Lebenspartner zuzulassen.

Allerdings wird in Deutschland bei Ehepaaren und eingetragenen Partnerschaften weiterhin nicht das gleiche Adoptionsrecht gelten. Für Schwule und Lesben wird es auch künftig nicht möglich sein, gemeinsam ein Kind zu adoptieren, eine solche Reform sieht die Vorlage von CDU/CSU und SPD nicht vor. Dieses Recht auf eine gemeinsame Adoption bleibt heterosexuellen Ehepaaren vorbehalten. In diesem Punkt setzt sich in der Großen Koalition bislang die Union durch. Und so heißt es denn in dem Entwurf der beiden Fraktionen, man werde von der nach internationalem Recht eröffneten Möglichkeit, auch die gemeinsame Adoption von Kindern durch homosexuelle Lebenspartner zu gestatten, „keinen Gebrauch machen“.

Quelle: Heute im Bundestag vom 19.03.2014

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Artikel: Homosexuellen-Rechte: Grüne werfen Union Verlogenheit vor

Posted on Januar 12, 2014. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , |

heute.de berichtet im Artikel „Homosexuellen-Rechte: Grüne werfen Union Verlogenheit vor“ vom 11.01.2014 über den Vorwurf des Grünen Politikers Volker Beck, dass die Jugendämter schwul-lesbische Paare gezielt als Pflegeeltern umwerben, Regenbogenfamilien die Adoption von Kindern jedoch verwehrt wird.

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Österreich: Gleichgeschlechtliche Paare dürfen nicht adoptieren, aber Pflegekinder aufnehmen

Posted on November 11, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Zeit Online berichtet im Artikel „Nicht von schlechten Eltern“ vom 09.11.2013, dass homosexuelle Paare in Österreich nach wie vor keine Kinder adoptieren dürfen. Aber gegen schwule Pflegeeltern haben die meisten Bundesländer nichts einzuwenden.

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Dortmund: Lesben und Schwule als Pflegeeltern willkommen

Posted on August 27, 2013. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Rahmen der Christopher Street Day Woche fand am 20.08. in Dortmund erstmals eine Infoveranstaltung statt, die sich speziell an Lesben und Schwule richtete, die sich vorstellen können, ein Pflegekind aufzunehmen.

Die Veranstaltung fand in Zusammenarbeit von SLADO (Dachverband schwuler, lesbischer und transidenter Vereine und Initiativen in Dortmund) und der Stadt Dortmund statt.

Alexander Ewers, Gruppenleiter des Kinderpflegedienstes, erläuterte die Besonderheiten, auf die es ankommt, wenn man sich dafür interessiert, ein Stück des Weges mit einem Pflegekind zu gehen.

Aktuell können in Dortmund circa 1.750 Kinder und Jugendliche aus den verschiedensten Gründen vorübergehend oder langfristig nicht bei ihren Eltern leben. Von diesen Kindern leben derzeit etwa 900 in Pflegefamilien, die durch den Pflegekinderdienst des Jugendamtes betreut werden. Ewers: „Um diesen Kindern optimale Entwicklungschancen zu ermöglichen, suchen wir Pflegeeltern, die sich ein Zusammenleben – vielleicht auch nur auf Zeit – mit ihnen vorstellen können.“

Dass das Dortmunder Jugendamt ganz explizit erklärt, dass lesbische und schwule Paare und auch Einzelpersonen ausdrücklich genauso willkommen sind wie Heterosexuelle, findet Susanne Hildebrandt von der städtischen Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente sehr positiv.

Es habe in der Vergangenheit auch schon ein paar Kinder gegeben, die bei schwulen und lesbischen Pflegeeltern ein Zuhause gefunden haben. Magnus L. (Name von der Redaktion geändert) beispielsweise ist seit vier Jahren gemeinsam mit seinem Partner Pflegevater für einen mittlerweile 8-jährigen Jungen. Seine Erfahrungen mit Ämtern und Behörden seien in Zusammenhang mit seinem Pflegesohn bisher hauptsächlich positiv und unterstützend gewesen. Da man vielfach aber nicht genau weiß, welche Erfahrungen die Kinder aus ihren Herkunftsfamilien mitbringen und welche Förderung sie brauchen, ist die Entscheidung, ein Pflegekind zu nehmen eine, die genau überlegt sein will. Hierbei unterstützt das Jugendamt mit dem Angebot von kostenlosen Vorbereitungs- und Weiterbildungsangeboten, die auf die Aufnahme und die Besonderheit eines Pflegekindes vorbereiten.

Weitere Informationen zu dem Thema erhalten Sie bei Alexander Ewers, Kinderpflegedienst des Jugendamtes, Tel: 0231 50-24509, E-Mail: aewers@stadtdo.de oder Susanne Hildebrandt, Koordinierungsstelle für Lesben, Schwule und Transidente, Tel: 0231 50-27559, E-Mail: shildebrandt@stadtdo.de.

Quelle: Pressemitteilung der Stadt Dortmund vom 26.08.2013

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„Sexuelle Orientierung der Eltern ist unwichtig für Kindeswohl“

Posted on Juli 16, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Forschung, International, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die Süddeutsche macht im Artikel „Auf das Paar kommt es an“ vom 15.07.2013 auf eine Studie aufmerksam, die im Januar 2013 im Fachmagazin Child Development veröffentlicht wurde: „Coparenting Among Lesbian, Gay, and Heterosexual Couples: Associations With Adopted Children’s Outcomes“ (zahlungspflichtig). Darin belegt ein amerikanisches Forscherteam , dass die sexuelle Orientierung der Eltern für das Kindeswohl unwichtig ist.

Die Studie wird auch hier beschrieben: „Parenting and Child Development in Adoptive Families: Does Parental Sexual Orientation Matter?

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Artikel „Besondere Mütter – Pflegefamilie auch für Kinder mit Behinderung“

Posted on Juli 11, 2013. Filed under: Bayern, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Im Artikel „Besondere Mütter – Pflegefamilie auch für Kinder mit Behinderung“ vom 08.07.2013 berichtet der BR über Familie Schlinkmann aus dem Landkreis Regen. Beatrix und Dagmar Schlinkmann bewarben sich schon 1996 erfolgreich beim Jugendamt und wurden die ersten homosexuellen Pflegeeltern in Bayern. In den letzten 17 Jahren betreuten sie insgesamt 14 Pflegekinder.

Bea Schlinkmann engagiert sich bei der Ortsgruppe PFAD FÜR KINDER Regen.

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Podcast: „“Alles stinknormal“ – Regenbogenpflegefamilien in Berlin

Posted on Juli 7, 2013. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Podcast / Online, Publikationen | Schlagwörter: |

„Alles stinknormal“ titelt Deutschlandradio Kultur einen Beitrag über Regenbogenpflegefamilien in Berlin.

Als vor zehn Jahren die eingetragene Lebenspartnerschaft erlaubt wurde, hatten homosexuelle Paare als Eltern für Pflegekinder keine Chance. Heute werben dieselben Behörden um die engagierten Männer und Frauen. Ein Leben mit Kindern ist für Lesben und Schwule kein unerfüllbarer Traum mehr.

Der 5,48 min lange Beitrag wurde am 06.07.2013 ausgestrahlt und kann nachgelesen oder online nachgehört werden.

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Österreich: Auch Salzburg akzeptiert nun homosexuelle Pflegeelternbewerber

Posted on Juni 20, 2013. Filed under: Bewerber, International, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Die Salzburger Nachrichten berichten am 18.06.2013 im Artikel „Pflegeeltern: Homosexuelle Paare werden gleichgestellt“, dass nach Wien, Steiermark, Oberösterreich und Tirol nun auch das Bundesland Salzburg bei der Vergabe von Pflegeelternschaften homosexuelle und heterosexuelle Paare gleichstellt. In den anderen österreichischen Bundesländern ist homosexuellen Menschen eine Pflegeelternschaft nur als Einzelperson möglich.

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Russland will Adoption für Homosexuelle verbieten

Posted on Juni 3, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: , |

Dass russische Kinder homosexuelle Adoptiveltern bekommen, will die Regierung in Moskau verhindern. Ein Sprecher von Vizepremierministerin Olga Golodets kündigte entsprechende Änderungen am Adoptionsrecht für ausländische Eltern an. Ein Zusatz zum Adoptionsgesetz solle im Herbst dem Parlament vorgelegt werden. Bereits im April hatte Präsident Putin die Einführung der Homo-Ehe in Frankreich als „gegenläufig zu russischen Werten“ bezeichnet.

Quelle: Deutschlandradio Kultur vom 02.06.2013

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TV-Tipp: „Und dann kam Mia … Als Pflegekind bei einem schwulen Paar“

Posted on Mai 27, 2013. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Am 27.05.2013 wurde im Magazin laVita im Bayerischen Fernsehen der Beitrag „Und dann kam Mia … Als Pflegekind bei einem schwulen Paar“ ausgestrahlt. Er ist 7.04 min lang und kann online angesehen werden.

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Ethische Probleme der Sukzessivadoption

Posted on Mai 17, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, PFAD Verband, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Mit ihrem Aufsatz „Ethische Probleme der Sukzessivadoption“ beziehen die Theologen PD Dr. Dr. Henning Theißen und Martin Langanke M.A. (Universität Greifswald) mit Grundsatzüberlegungen Position zur Urteilsverkündung in Sachen „Sukzessivadoption“ (BVerfG, 1 Bvl 1/11 vom 19.02.2013, Absatz-Nr. 1-110).

In Heft 2/2013 der PFAD Fachzeitschrift veröffentlichen sie eine kurze Zusammenfassung.

Hier finden Sie den Volltext des Aufsatzes „Ethische Probleme der Sukzessivadoption“.

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Bündnis 90/Die Grünen fordern gleiches Recht für Lebenspartnerschaft und Ehe beim Adoptionsrecht

Posted on März 23, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen fordert in einem Antrag (17/12691) das gleiche Recht für Lebenspartnerschaft und Ehe beim Adoptionsrecht ein. Deshalb fordert sie die Bundesregierung auf, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 19. Februar 2013 (wir berichteten) umzusetzen. An diesem Datum hatte das Gericht entschieden, „dass das Verbot der sukzessiven Adoption durch Lesben und Schwule mit dem Grundgesetz unvereinbar ist“, erklären die Grünen in der Vorlage. Deshalb wollen sie die Adoptionsmöglichkeiten von Ehen und eingetragenen Lebenspartnerschaften angleichen.

Quelle: Heute im Bundestag vom 22.03.2013

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Nichtzulassung der Sukzessivadoption durch eingetragene Lebenspartner ist verfassungswidrig

Posted on Februar 19, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Der Erste Senat des Bundesverfassungsgerichtes entschied heute, dass die Nichtzulassung der sukzessiven Adoption angenommener Kinder eingetragener Lebenspartner durch den anderen Lebenspartner sowohl die betroffenen Kinder als auch die betroffenen Lebenspartner in ihrem Recht auf Gleichbehandlung (Art. 3 Abs. 1 GG) verletzt.

Der Gesetzgeber hat bis zum 30. Juni 2014 eine verfassungsgemäße Regelung zu treffen. Bis zur gesetzlichen Neuregelung ist das Lebenspartnerschaftsgesetz mit der Maßgabe anzuwenden, dass die Sukzessivadoption auch für eingetragene Lebenspartnerschaften möglich ist.

Der Entscheidung liegen im Wesentlichen die folgenden Erwägungen zugrunde:

1. Nach bisheriger Rechtslage ist die Adoption des leiblichen Kindes des eingetragenen Lebenspartners möglich (sogenannte Stiefkindadoption, § 9 Abs. 7 LPartG). Nicht eröffnet ist hingegen die hier in Rede stehende Adoption des vom eingetragenen Lebenspartner angenommenen Kindes (sogenannte Sukzessivadoption). Ehegatten wird demgegenüber sowohl die Möglichkeit der Stiefkindadoption als auch die der Sukzessivadoption eingeräumt.

2. Hinsichtlich der beiden Ausgangsverfahren wird auf die Pressemitteilung Nr. 81/2012 vom 3. Dezember 2012 verwiesen.

3. Der Ausschluss der Sukzessivadoption durch eingetragene Lebenspartner verletzt den allgemeinen Gleichheitssatz (Art. 3 Abs. 1 GG).

a) Dabei kommt ein – gegenüber dem bloßen Willkürverbot – deutlich strengerer Prüfungsmaßstab zur Anwendung. Mit Blick auf die Ungleichbehandlung der betroffenen Kinder gilt dies schon deshalb, weil Grundrechte berührt sind, die für die Persönlichkeitsentfaltung der Kinder wesentlich sind. Auch die Rechtfertigung der Ungleichbehandlung von Verheirateten und eingetragenen Lebenspartnern unterliegt hohen verfassungsrechtlichen Anforderungen, weil sie die sexuelle Identität betrifft.

b) Die Ungleichbehandlung der betroffenen Kinder im Verhältnis zu adoptierten Kindern von Ehepartnern ist nicht gerechtfertigt. Gleiches gilt für die Ungleichbehandlung der betroffenen Lebenspartner im Verhältnis zu Ehegatten, denen eine Sukzessivadoption möglich ist.

aa) Generell soll mit der Beschränkung von Sukzessivadoptionen insbesondere der Gefahr entgegengewirkt werden, dass ein Kind konkurrierenden Elternrechten ausgesetzt ist, die widersprüchlich ausgeübt werden könnten. Zum Wohle des Kindes soll zudem verhindert werden, dass es im Wege der sukzessiven Adoption von Familie zu Familie weitergegeben wird. Weil diese Gefahren für gering gehalten werden, wenn es sich bei den Eltern um Ehepartner handelt, ist die Sukzessivadoption durch Ehepartner zugelassen. Die Adoption durch den eingetragenen Lebenspartner unterscheidet sich jedoch in beiden Aspekten nicht von der durch den Ehepartner. Insbesondere ist die eingetragene Lebenspartnerschaft gleichermaßen auf Dauer angelegt und durch eine verbindliche Verantwortungsübernahme geprägt wie eine Ehe.

bb) Der Ausschluss der Sukzessivadoption ist nicht damit zu rechtfertigen, dass dem Kind das Aufwachsen mit gleichgeschlechtlichen Eltern schade. Es ist davon auszugehen, dass die behüteten Verhältnisse einer eingetragenen Lebenspartnerschaft das Aufwachsen von Kindern ebenso fördern können wie die einer Ehe. Bedenken, die sich gegen das Aufwachsen von Kindern in gleichgeschlechtlichen Elterngemeinschaften im Allgemeinen richten, wurden in der ganz überwiegenden Zahl der sachverständigen Stellungnahmen zurückgewiesen. Im Übrigen wäre der Ausschluss der Sukzessivadoption ungeeignet, etwaige Gefahren solcher Art zu beseitigen, denn er kann, darf und soll nicht verhindern, dass das Kind mit seinem Adoptivelternteil und dessen gleichgeschlechtlichem Lebenspartner zusammenlebt. Weder die Einzeladoption durch homosexuelle Menschen noch das faktische Zusammenleben eingetragener Lebenspartner mit dem Kind eines der beiden Partner ließen sich ohne gravierende Verstöße gegen das Grundgesetz unterbinden. Das Lebenspartnerschaftsgesetz unterstützt deren familiäres Zusammenleben vielmehr, indem es gerade für diesen Fall Regelungen trifft, die dem Lebenspartner, der nicht Elternteil im Rechtssinne ist, elterntypische Befugnisse einräumen, einschließlich der Möglichkeit, einen gemeinsamen Lebenspartnerschaftsnamen zu verwenden. Auch die Sukzessivadoption an sich beeinträchtigt das Kindeswohl nicht, sondern ist diesem in den hier zu beurteilenden Konstellationen regelmäßig zuträglich. Nach Einschätzung der angehörten Sachverständigen ist sie geeignet, stabilisierende entwicklungspsychologische Effekte zu entfalten. Ferner verbessert sie die Rechtsstellung des Kindes bei Auflösung der Lebenspartnerschaft durch Trennung oder Tod. Dies betrifft zum einen das Sorgerecht, das dann im Fall der Trennung unter Berücksichtigung des Kindeswohls von Fall zu Fall angemessen geregelt werden kann. Zum anderen gilt dies in materieller Hinsicht, denn ein Kind profitiert von der doppelten Elternschaft insbesondere in unterhalts- und erbrechtlicher Hinsicht. Schließlich ist eine Gefährdung des Kindeswohls durch Zulassung der Sukzessivadoption auch deshalb nicht zu befürchten, weil jeder Adoption – auch der Sukzessivadoption – eine Einzelfallprüfung vorausgeht, bei der etwaige individuelle Nachteile der konkret in Frage stehenden Adoption berücksichtigt werden.

cc) Der Ausschluss der Sukzessivadoption wird nicht durch den Zweck gerechtfertigt, eine Umgehung der gesetzgeberischen Entscheidung gegen die Zulassung der gemeinschaftlichen Adoption durch zwei eingetragene Lebenspartner zu verhindern. Dabei bedarf hier keiner Entscheidung, ob
der Ausschluss der gemeinschaftlichen Adoption mit dem Grundgesetz vereinbar ist, obgleich das Gesetz diese für Eheleute zulässt.

dd) Der durch Art. 6 Abs. 1 GG gebotene besondere Schutz der Ehe rechtfertigt nicht die Benachteiligung angenommener Kinder eines Lebenspartners gegenüber angenommenen Kindern eines Ehepartners. Zwar ist es dem Gesetzgeber wegen des verfassungsrechtlichen Schutzes der Ehe einggrundsätzlich nicht verwehrt, diese gegenüber anderen Lebensformen zu begünstigen. Zur Rechtfertigung der Benachteiligung vergleichbarer Lebensgemeinschaften bedarf es jedoch eines hinreichend gewichtigen Sachgrundes, der hier nicht gegeben ist.

c) Auch zwischen der Adoption eines leiblichen Kindes des eingetragenen Lebenspartners und der Adoption eines angenommenen Kindes des eingetragenen Lebenspartners bestehen keine Unterschiede solcher Art, die eine unterschiedliche Behandlung rechtfertigen könnten.

4. Das Recht des Kindes auf staatliche Gewährleistung elterlicher Pflege und Erziehung, das Elterngrundrecht und das Familiengrundrecht sind hingegen – für sich genommen – nicht verletzt.

a) Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG verleiht dem Kind ein Recht auf staatliche Gewährleistung elterlicher Pflege und Erziehung. Wie der Staat seine Verpflichtung zu einem effektiven Grundrechtsschutz erfüllt, ist in erster Linie vom Gesetzgeber zu entscheiden. Die Grenzen des dem Gesetzgeber zustehenden Spielraums sind hier nicht überschritten. Die betroffenen Kinder sind nicht elternlos, sondern haben einen Elternteil im Rechtssinne. Zudem hat der Gesetzgeber anderweitig Sorge dafür getragen, dass der Lebenspartner des Adoptivelternteils in gewissem Umfang elterliche Aufgaben wahrnehmen kann, indem ihm praktisch wichtige elterntypische Befugnisse verliehen werden (vgl. § 9 Abs. 1 und Abs. 2 LPartG).

b) Dass ein eingetragener Lebenspartner das angenommene Kind seines Partners nicht adoptieren kann, verletzt nicht das durch Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG geschützte Elternrecht. Zwar schützt Art. 6 Abs. 2 Satz 1 GG nicht nur verschiedengeschlechtliche Eltern, sondern auch zwei Elternteile gleichen Geschlechts. Dies folgt schon aus der Kindeswohlfunktion des Elterngrundrechts. Auch der Wortlaut des Elterngrundrechts bzw. abweichende historische Vorstellungen stehen einer Anwendung auf zwei Personen gleichen Geschlechts nicht entgegen. Jedoch begründet ein allein soziales-familiäres Elternverhältnis zum Kind des Lebenspartners keine verfassungsrechtliche Elternschaft. Träger des verfassungsrechtlichen Elternrechts können grundsätzlich nur Personen sein, die in einem durch Abstammung oder durch einfachgesetzliche Zuordnung begründeten Elternverhältnis zum Kind stehen.

c) Schließlich verletzt der Ausschluss der Sukzessivadoption auch nicht das durch Art. 6 Abs. 1 GG garantierte Familiengrundrecht. Zwar bildet die sozial-familiäre Gemeinschaft aus eingetragenen Lebenspartnern und dem leiblichen oder angenommenen Kind eines Lebenspartners eine durch Art. 6 Abs. 1 GG geschützte Familie. Jedoch kommt dem Gesetzgeber bei der rechtlichen Ausgestaltung der Familie ein Spielraum zu. Dieser ist durch die Verwehrung der Sukzessivadoption nicht überschritten. Der Gesetzgeber ist durch Art. 6 Abs. 1 GG nicht verpflichtet, in jedem Fall einer faktischen Eltern-Kind-Beziehung das volle Elternrecht zu gewähren.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesverfassungsgerichtes vom 19.02.2013

 

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Der Weg zum Pflegekind für Regenbogenfamilien am 21.09. in Frankfurt/Main

Posted on September 9, 2012. Filed under: Bewerber, Fortbildung, Hessen, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die Lesben Informations- und Beratungsstelle (LIBS) e.V. informiert Regenbogenfamilien am 21.09. in Frankfurt/Main über das „Leben mit Kindern – Der Weg zum Pflegekind“.

Die Veranstaltung informiert über die formalen und persönlichen Voraussetzungen, ein Pflegekind aufzunehmen.

  • Wie verläuft die Eignungsüberprüfung beim Jugendamt?
  • Welche Kriterien müssen wir erfüllen?
  • Was wird in der Bewerberschulung vermittelt?
  • Wie finden wir heraus, welches Kind zu uns passt?
  • Wie sieht die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt aus?

nähere Informationen

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PFAD Adoptionstag in Bayern am 16.06.2012 in München

Posted on Mai 3, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Foto: © pixelio/459162-Dieter-Schütz

Interessierte Adoptiveltern und Bewerber um ein Adoptivkind können sich noch bis zum 18.05. zum PFAD Adoptionstag in München anmelden.

Kulturelle Unterschiedlichkeit: Zusammen-Wachsen in Adoptivfamilien ist der Adoptionstag in Bayern am 16.06.2012 überschrieben. Veranstalter ist der PFAD Bundesverband in Kooperation mit dem PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern.

Die Tagung richtet sich an alle Adoptiveltern, unabhängig von der Herkunft der Kinder, und an Bewerber um ein Adoptivkind.  Sie findet in der Seidlvilla in München statt und bietet verschiedene interessante Workshops:

  • Kulturelle Unterschiedlichkeit
    Prof. Dr. Stefanie Sauer
  • Empowerment für Eltern mit Kindern verschiedener Hautfarbe – Schutz vor Diskriminierung
    ManuEla Ritz
  • Funktionsentwicklung – Auswirkungen von frühen Störungen „Chaos im Kopf“
    Dipl. Psych. Renate Monika Giese
  • „Regenbogenfamilien“- gleichgeschlechtliche Adoption
    Stephanie Gerlich

Darüber hinaus wird es Informationsstände von AdA e.V., VIA e.V., Stadtjugendamt München, Bayer. Landesjugendamt und PFAD geben.

Informationsflyer mit Anmeldung

Auskünfte und Anmeldung über den Landesverband Bayern:
info@pfad-bayern.de, Telefon: 08251/1050

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PFAD Adoptionstag in Bayern am 16.06.2012 in München

Posted on März 23, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Bewerber, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, PFAD Verband, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Foto: © pixelio/459162-Dieter-Schütz

Kulturelle Unterschiedlichkeit: Zusammen-Wachsen in Adoptivfamilien ist der Adoptionstag in Bayern am 16.06.2012 überschrieben. Veranstalter ist der PFAD Bundesverband in Kooperation mit dem PFAD FÜR KINDER Landesverband Bayern.

Die Tagung richtet sich an alle Adoptiveltern, unabhängig von der Herkunft der Kinder, und an Bewerber um ein Adoptivkind.  Sie findet in der Seidlvilla in München statt und bietet verschiedene interessante Workshops und Informationsstände von AdA e.V., VIA e.V., Stadtjugendamt München, dem Bayer. Landesjugendamt und PFAD.

Informationsflyer mit Anmeldung

Auskünfte und Anmeldung über den Landesverband Bayern:
info@pfad-bayern.de, Telefon: 08251/1050

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Schweiz: „Homosexuelle sollen Kinder adoptieren dürfen“

Posted on Februar 22, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Jugendhilfe, Publikationen, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Der Schweizer Tagesanzeiger berichtet am 22.02.2012 im Artikel „Homosexuelle sollen Kinder adoptieren dürfen“ von Plänen des Schweizer Bundesrates, die Rechte homosexueller Paare zu erweitern. Künftig sollen sie die Kinder ihrer Partner – im Interesse des Kindeswohls – adoptieren dürfen. Eine uneingeschränkte Öffnung lehnt er wegen „mangelnder gesellschaftlicher Akzeptanz“ noch ab.

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Neues Internet-Portal für Regenbogenfamilien in NRW fördert Vielfalt und Toleranz

Posted on Februar 11, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Familien werden immer bunter – nicht zuletzt, weil seit einigen Jahren auch Schwule, Lesben und Transgender immer häufiger mit Kindern leben. Doch die Gründung einer Regenbogenfamilie ist nicht ganz einfach und auch der Alltag ist herausfordernd. Deshalb hat die Text- und Internet-Agentur MerkWert das Internet-Portal www.regenbogenfamilien-nrw.de entwickelt. Das Portal unterstützt (werdende) Regenbogenfamilien bei ihrer Planung, es klärt auf, informiert und trägt dazu bei, dass sich Netzwerke bilden.

Das Portal befasst sich aktuell und umfassend mit allen relevanten Themen: von der Planung über den Alltag bis hin zu Forschungsergebnissen. Es tritt für die Rechte von Regenbogenfamilien ein, indem es politische und gesellschaftliche Forderungen formuliert. Es bietet Orientierung in Rechtsfragen und fasst die Positionen der Parteien zusammen. Um den Austausch zu fördern, können News kommentiert werden. Für die Zukunft ist ein geschütztes Forum geplant, in dem sich Regenbogenfamilien vernetzen können.

Neben Regenbogenfamilien sind auch alle Menschen angesprochen, die mit Regenbogenfamilien Kontakt haben – insbesondere pädagogische Fachkräfte. Häufig herrscht bei ihnen noch Unsicherheit im Umgang vor. In Zukunft wird es zunehmend zu ihrer Aufgabe werden, Kinder aus Regenbogenfamilien akzeptierend zu unterstützen und zu integrieren. Hier bietet das Portal mit mit Beratungsadressen Hilfe.

Die Kölner Text- und Internet-Agentur MerkWert hat das Internet-Portal konzipiert, gestaltet, umgesetzt und betextet. Neben dem Beruflichen kommen hier auch persönliche Interessen zum Tragen: Eine der Inhaberinnen lebt selbst mit Frau und zwei Kindern. Das neue Internet-Portal soll sich als zentrale Anlaufstelle in NRW etablieren. Die Zusammenarbeit mit bestehenden Organisationen, Einrichtungen und Verbänden, die mit dem Thema befasst sind, ist bereits angebahnt und soll weiter ausgebaut werden.

Die MerkWert-Agentur bietet Serviceleistungen im Bereich Text- und Web an, die auf Nonprofit-Organisationen, soziale Einrichtungen, wissenschaftliche Institutionen, kleine Betriebe und ExistenzgründerInnen abgestimmt sind. Im Einzelnen umfasst das Angebot: Texten in unterschiedlichen Formaten (online/offline), Gestaltung, Entwicklung und Pflege von Websites, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Schulungen und Social Media.

Ansprechpartnerin:
Meike Adam
MerkWert – Agentur für nachhaltige Kommunikation
Tel.: 0221 – 16940565
E-Mail: adam@merkwert.de

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BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE würdigt Engagement der Kreuzberger Einrichtung „Pflegekinder im Kiez“

Posted on Januar 15, 2012. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Netzwerke, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Am 12.01.2011 überreichte Berlins Staatssekretärin für Jugend und Familie, Sigrid Klebba, in Berlin-Kreuzberg den RESPEKT-PREIS des BÜNDNISSES GEGEN HOMOPHOBIE. Die Auszeichnung für hervorragendes Engagement gegen Homophobie wurde das zweite Mal verliehen.

Die Mitglieder des BÜNDNISSES GEGEN HOMOPHOBIE haben auf ihrer letzten Sitzung in 2011 die Einrichtung „Pflegekinder im Kiez“ (PiK) als Gewinner des Respektpreises des Bündnisses gekürt.

„Pflegekinder im Kiez“ wirbt unter hetero- wie homosexuellen Interessenten gleichermaßen für die herausfordernde, sinnvolle, erfüllende Aufgabe der Gründung von Pflegefamilien. Die Organisation macht durch die tägliche Arbeit auch gegenüber der heterosexuellen Mehrheitsgesellschaft deutlich, dass auch Lesben und Schwule geeignete Pflegeeltern sind.

Quelle: Pressemitteilung des BÜNDNIS GEGEN HOMOPHOBIE vom 09.01.2012

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Artikel „Gleichgeschlechtliche Pflegefamilien sind selten“

Posted on Januar 13, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Berlin, Bewerber, Fachkräfte, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , |

Der Artikel „Gleichgeschlechtliche Pflegefamilien sind selten“ in der Badischen Zeitung vom 13.01.2012 beleuchtet die guten Erfahrungen von Jugendämtern in Berlin, Mannheim und Hanau mit der Vermittlung von Pflegekindern auch an lesbische und schwule Pflegeeltern:

…“Die Trägerschaft in Berlin hat sich darauf eingestellt, dass es immer mehr Bewerber aus dem homosexuellen Klientel gibt und dass diese besonderen Familienformen für manche Kinder ganz gut sind“, sagt Constanze Körner vom Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg. Lesbisch-schwule Paare oder Einzelpersonen seien es gewohnt, sich mit besonderen Situationen auseinanderzusetzen und gelten als sehr reflektiert, urteilt die Projektleiterin für Regenbogenfamilien.
In der Regel führe eine unterschiedliche sexuelle Orientierung nicht zu Problemen zwischen Pflegeeltern und leiblichen Eltern: „Die Vorurteile gegenüber Homosexuellen werden oft in der persönlichen Begegnung aufgelöst“, sagt Körner. „Und wenn jemand nicht möchte, dass sein Kind bei gleichgeschlechtlichen Paaren groß wird, wird das auch nicht weiter verfolgt.“…

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„Adoption als Familiengründung!?“ am 27.-28.01. in Hamburg

Posted on Januar 9, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hamburg, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Die Praxis ADOPTIONimDIALOG von Waltraut Schäfer bietet vom 27.-28.01. in Hamburg unter dem Titel „Adoption als Familiengründung!?“ eine Veranstaltung für Paare, die adoptieren möchten, bereits ein Kind adoptiert haben oder sich dieser Frage gerade stellen, an. Eingeladen sind Adoptierte, leibliche Mütter und Väter.

Themen sind:

  • Adoption als Familiengründung!?
  • Bewältigung einer nicht möglichen Schwangerschaft und ihre Folgen.
  • Betrachten, Trauern, Abschied nehmen!
  • Leben mit den Reaktionen der Anderen!
  • Welche Wege gehen?
  • (Gleichgeschlechtliche) Paare mit dem unerfülltem Kinderwunsch, die eine Adoption erwägen, sich zunächst einmal beraten lassen möchten.

nähere Informationen

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Bundesregierung prüft Adoptionsrecht durch Paare in eingetragenen Lebenspartnerschaften

Posted on Januar 7, 2012. Filed under: Adoptivfamilie, Politik, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/BOB) Ob Menschen in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft das adoptierte Kind ihres Partners ebenfalls adoptieren dürfen, wird derzeit geprüft. Von Bedeutung werde auch der Ausgang zweier beim Bundesverfassungsgericht anhängiger Verfahren sein, teilt die Bundesregierung in ihrer Antwort (17/8248) auf eine Große Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/4112) mit.

Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht die Möglichkeit vor, ein von dem Ehepartner adoptiertes Kind zu adoptieren. Das Lebenspartnerschaftsgesetz sehe diese Möglichkeit für Schwule und Lesben bisher nicht vor. Das „Europäische Abkommen über die Adoption von Kindern“ vom Herbst 2008 überlasse den Staaten die Entscheidung, in einer stabilen Partnerschaft zusammenlebenden, homosexuellen Paaren die Adoption eines Kindes zu ermöglichen.

Quelle: Heute im Bundestag Nr. 005 vom 06.01.2012

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Studie: Wie leben Regenbogenfamilien in Köln?

Posted on November 3, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

(pfad-ma) Dieser Frage geht eine Studie der Stadt Köln in Zusammenarbeit mit dem Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) und dem Rubicon Beratungszentrum für Lesben und Schwule nach. 114 Familien, in denen insgesamt 169 Kinder aufwachsen, beantworteten online Fragen zu ihrer Lebenswirklichkeit.

Unter dem Titel “Wir sind Eltern” sind die Ergebnisse der Befragung erschienen. Die Studie zeigt, dass Regenbogenfamilien in vielfältigen Konstellationen leben. Ins Auge fallen zwei Aspekte: Es gibt kaum alleinerziehende Schwule und Lesben und in Regenbogenfamilien wird oft eine egalitäre Aufgabenteilung gelebt: Arbeit, Haushalt und Kinder werden wesentlich häufiger gleichmäßig verteilt als in Heterofamilien.

Kritisch sehen die befragten Familien die Arbeit des Kölner Jugendamtes, mit dem viele im Rahmen einer Stiefkindadoption Kontakt haben: 69 Prozent halten die dortigen Mitarbeiter/innen für inkompetent. Bei Fragen zur Stiefkindadoption zeigten sie sich ebenso uninformiert und vorurteilsbeladen wie gegenüber (potenziellen) schwulen und lesbischen Pflegeeltern – so die Einschätzung der Befragten. Immerhin 26 Prozent stuften die Erfahrungen mit Kölner Behörden als diskriminierend ein.

Ihrer Stadt stellen die meisten dagegen ein positives Zeugnis aus: Köln erhält insgesamt die Durchschnittsnote 2,7. Über 50 % der Teilnehmer/innen bewerteten ihre Stadt mit der Schulnote „eins“ oder „zwei“. Für einige war ein Umzug nach Köln sogar ein bewusster Teil ihrer Familienplanung: Sie erhofften sich davon, in einem möglichst diskriminierungsfreien Umfeld leben zu können.

Die Printversion der Studie kann über das Referat für Lesben, Schwule und Transgender der Stadt Köln bezogen (http://www.stadt-koeln.de/buergerservice/adressen/00869/) oder als pdf-Datei auf der Website des LSVD (http://www.lsvd.de/713.98.html) heruntergeladen werden.

Frohn, D., Herbertz-Floßdorf, M. & Wirth, T. (2011). Wir sind Eltern! Eine Studie zur Lebenssituation von Kölner Regenbogenfamilien. Köln: Stadt Köln (Hrsg.’in).

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Anmeldefrist verlängert beim PFAD-Seminar „Soziale Elternschaft in Regenbogenfamilien“ am 22.10. in Köln

Posted on Oktober 8, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Soziale Elternschaft in Regenbogenfamilien“ behandelt das Seminar des PFAD Bundesverbandes am 22.10. in Köln. Referentin Barbara Beckmann wird dabei sowohl Stiefkindadoption als auch Pflegschaft im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Herausforderung und gefühlter Elternschaft behandeln.

Jede Regenbogenfamilie ist geprägt von sozialer Elternschaft. Co-Mutter, Co-Vater oder Pflegeltern fühlen und handeln als Eltern. Trotzdem wird die Beziehung gerade von außen häufig in Frage gestellt. Um einen selbstbewussten Umgang damit zu entwickeln, werden wir uns eingehend mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welche eigenen Leitbilder haben wir?
  • Mit welchen öffentlichen Vorstellungen müssen wir uns auseinandersetzen?

Soziale Elternschaft beruht auf einem bewussten Beziehungsaufbau und einer Reflexion der gesellschaftlichen Anforderungen. Ein positiver Umgang mit der Rolle der sozialen Elternschaft stabilisiert die Familie und hilft den Kindern, sich in ihrem sozialen Umfeld selbstbewusst zu bewegen. Das Seminar wird Gelegenheit bieten, eigene und zugedachte Leitbilder dieser Rolle in den Blick zu nehmen und damit das Handlungsspektrum zu erweitern.

Anmeldungen sind noch bis zum 17.10. möglich!

Informationsflyer mit Anmeldung

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Österreich: Lesbisches Paar klagt auf Anerkennung als Pflegeelternbewerberinnen

Posted on August 29, 2011. Filed under: Bewerber, International, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rechtliches, Verschiedenes | Schlagwörter: |

ORF berichtet von der Klage eines lesbischen Paares aus Niederösterreich vor dem Verfassungsgerichtshof (VfGH).

Die Frauen werfen der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten vor, ihnen die Eintragung in eine Vormerkliste für Pflegekinder verweigert zu haben, ohne ihre Eignung zu prüfen.

zum Artikel Pflegekind: Lesbisches Paar geht zu Gericht

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PFAD-Seminar „Soziale Elternschaft in Regenbogenfamilien“ am 22.10. in Köln

Posted on August 25, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Gruppe Unter-SchLuPf - http://www.unter-schlupf.de

Soziale Elternschaft in Regenbogenfamilien“ behandelt das Seminar des PFAD Bundesverbandes am 22.10. in Köln. Referentin Barbara Beckmann wird dabei sowohl Stiefkindadoption als auch Pflegschaft im Spannungsfeld von gesellschaftlicher Herausforderung und gefühlter Elternschaft behandeln.

Jede Regenbogenfamilie ist geprägt von sozialer Elternschaft. Co-Mutter, Co-Vater oder Pflegeltern fühlen und handeln als Eltern. Trotzdem wird die Beziehung gerade von außen häufig in Frage gestellt. Um einen selbstbewussten Umgang damit zu entwickeln, werden wir uns eingehend mit folgenden Fragen beschäftigen:

  • Welche eigenen Leitbilder haben wir?
  • Mit welchen öffentlichen Vorstellungen müssen wir uns auseinandersetzen?

Soziale Elternschaft beruht auf einem bewussten Beziehungsaufbau und einer Reflexion der gesellschaftlichen Anforderungen. Ein positiver Umgang mit der Rolle der sozialen Elternschaft stabilisiert die Familie und hilft den Kindern, sich in ihrem sozialen Umfeld selbstbewusst zu bewegen. Das Seminar wird Gelegenheit bieten, eigene und zugedachte Leitbilder dieser Rolle in den Blick zu nehmen und damit das Handlungsspektrum zu erweitern.

Informationsflyer mit Anmeldung

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PFAD Fachzeitschrift 03/2011 erschienen

Posted on August 14, 2011. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, PFAD Verband, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Die „Vielfalt der Familienformen“ behandelt das Hauptthema des PFAD Heftes 03/2011, das Mitte August erscheint und Sie wieder aktuell zu Themen der Pflege- und Adoptivkinderhilfe und Neuigkeiten aus dem PFAD-Bundesverband und seinen Landesverbänden informiert.

Hier finden Sie einen Überblick über die Inhalte des neuesten Heftes.

Für PFAD-Mitglieder und Abonnenten steht die komplette Ausgabe auch kostenlos als pdf-Datei zum Download zur Verfügung.

Ihre Benutzerkennung erhalten Sie über den Verlag per Mailanfrage an info@schulz-kirchner.de oder unter der Telefonnummer 06126 9320-0.

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Berlin: 65 Kinder bei gleichgeschlechtlichen Pflegeeltern

Posted on August 11, 2011. Filed under: Berlin, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Berlin – Etwa 65 Berliner Kinder leben bei gleichgeschlechtlichen Pflegeeltern. Das teilte Familienstaatssekretärin Claudia Zinke (SPD) mit. Nach Angaben aus den Bezirken gebe es etwa 50 Familien, in denen sich ein schwules oder ein lesbisches Paar um Pflegekinder kümmere. Der Anteil sei noch gering, die Erfahrungen der Jugendämter jedoch «außerordentlich positiv», antwortete Zinke auf eine Anfrage der Linken im Abgeordnetenhaus.

Insgesamt wüchsen nach einer Schätzung der Sozialverwaltung ein bis zwei Prozent der Berliner Kinder bei gleichgeschlechtlich orientierten Eltern auf. In Berlin gibt es demnach gut 9000 der bundesweit insgesamt 23 000 sogenannten Homo-Ehen.

Quelle: Berliner Zeitung vom 10.08.2011

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