Archive for Mai 2013

20 Jahre Haager Übereinkommen zur Auslandsadoption

Posted on Mai 30, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Den Haag/Bonn. Am 29. Mai 1993 wurde im Friedenspalais in Den Haag das Haager Übereinkommen über den Schutz von Kindern und die Zusammenarbeit auf dem Gebiet der internationalen Adoption unterzeichnet. Damit werden Kinder seit nunmehr 20 Jahren durch dieses Übereinkommen geschützt. Mit derzeit 90 Vertragsstaaten gehört es zu den erfolgreichsten Übereinkommen der Haager Konferenz für internationales Privatrecht. Für Deutschland gilt es seit dem 1. März 2002.

Das Übereinkommen knüpft an die Kinderrechtekonvention der Vereinten Nationen an. Bei grenzüberschreitenden Adoptionen sollen die Rechte der Kinder gewahrt und die Berücksichtigung ihres Wohles als oberste Richtschnur gesichert werden. Dies geschieht im Wesentlichen durch ein System der Zusammenarbeit von Zentralen Behörden oder entsprechend autorisierten Stellen in den Herkunfts- und Aufnahmestaaten. Durch die gegenseitige Anerkennung einer konventionsgemäß zustande gekommenen Adoption soll dem Kind an seinem neuen Lebensort Sicherheit und Schutz zuteil werden.

In Deutschland nehmen auf Bundesebene die Bundeszentralstelle für Auslandsadoption im Bundesamt für Justiz in Bonn und auf Landesebene die Zentralen Adoptionsstellen der Landesjugendämter die Funktion der Zentralen Behörden wahr. Daneben spielen aber auch die zugelassenen Auslandsvermittlungsstellen freier Träger eine wichtige Rolle. „Zu den Staaten, aus denen die meisten Adoptivkinder kommen, zählen Russland, Äthiopien, Haiti, und Kolumbien“, erklärt Heinz-Josef Friehe, Präsident des Bundesamts für Justiz. Die Bundeszentralstelle für Auslandsadoption sei außerdem gutachterlich an den familiengerichtlichen Verfahren auf Anerkennung ausländischer Adoptionen beteiligt. In dieser Funktion habe sie bereits über 11.000 Rechtsgutachten zu Auslandsadoptionen verfasst, so Friehe. Darüber hinaus berate sie in- und ausländische Stellen und Bürger zu Fragen der internationalen Adoption.

Auf der Internetseite des Bundesamts für Justiz sind unter www.bundesjustizamt.de/auslandsadoption zahlreiche Informationen zur Auslandsadoption für Bürgerfragen veröffentlicht. Hierzu zählt auch eine kostenlose Broschüre, die heruntergeladen oder unter der Telefonnummer +49 228 99 410-5415 bestellt werden kann.

Quelle: Meldung des Bundesamt für Justiz vom 29.05.2013

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BRJ e.V. sucht Verstärkung für ehrenamtliche Beratungsarbeit!

Posted on Mai 29, 2013. Filed under: Berlin, Fachkräfte, Jugendhilfe, Netzwerke, Rechtliches | Schlagwörter: |

Der Berliner Rechtshilfefonds Jugendhilfe e.V. unterstützt junge Menschen und ihre Familien bei der Durchsetzung ihrer gesetzlich geregelten Ansprüche im SGB VIII. Durch unabhängige Beratung, Vermittlung und wenn nötig auf dem Rechtsweg. Diese Arbeit wird vorrangig von ehrenamtlich tätigen PädagogInnen und JuristInnen geleistet.

Der Verein sucht zur Verstärkung der ehrenamtlichen Beratungsarbeit Fachleute, die sich aktiv für die Durchsetzung von Rechten in der Kinder- und Jugendhilfe einsetzen und Ihr Fachwissen und Ihre Erfahrungen einbringen wollen.

Weitere Informationen zum Thema ehrenamtliches Engagement im BRJ erhalten Sie hier: Flyer Ehrenamt

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Kreisjugendamt Göppingen sucht dringend Pflegeeltern – Information am 11.06.

Posted on Mai 29, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Das Kreisjugendamt Göppingen sucht dringend neue Pflegeeltern.

Am Dienstag, 11. Juni, findet in Göppingen für interessierte Eltern eine Informationsveranstaltung statt.

nähere Informationen

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Waldshut-Tiengen: Informationsabend für neue Pflegeeltern am 07.06.

Posted on Mai 28, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen |

Das Landratsamt Waldshut ist auf der Suche nach neuen Pflegefamilien. Die Zahl der potenziellen Pflegefamilien ist rückläufig. Interessierten bietet der Pflegekinderdienst des Jugendamtes deshalb eine unverbindliche Informationsveranstaltung an, am Freitag, 7. Juni, um 17 Uhr im Landratsamt, Kaiserstraße 110. Dabei besteht auch die Möglichkeit, erfahrenen Pflegeeltern Fragen zu stellen.

„Aus den verschiedensten Gründen können Kinder für eine bestimmte Zeit oder auf Dauer nicht bei ihren Eltern aufwachsen“, schreibt das Kreisjugendamt in seiner Einladung. Für diese Kinder suche man geeignete Pflegeeltern, die ihnen ein geborgenes Zuhause, Entwicklungsmöglichkeiten und eine gute Basis für die Alltagsbewältigung geben. Insbesondere werden Familien gesucht, die ein Kind längerfristig oder dauerhaft aufnehmen wollen.. „Wir suchen Pflegeeltern für Kinder und Jugendliche jeder Altersstufe“, betont Claudia Stahl vom Pflegekinderdienst. Auch für motivierte Jugendliche könne die Unterbringung in einer Pflegefamilie die geeignete Hilfe auf dem Weg in ein selbstständiges Leben sein.

Zur Zeit arbeitet der Pflegekinderdienst mit 105 Pflegefamilien zusammen. „Da nicht jedes Kind in jede Familie passt, ist es wichtig für uns, genügend Pflegefamilien zur Auswahl zu haben“, formuliert das Jugendamt die Bedürfnisse seiner Schützlinge. Aktuell sind es im Landkreis Waldshut 116 Kinder und Jugendliche, die in Pflegefamilien untergebracht sind. Die Zahl ist in den letzten Jahren leicht rückläufig.

Weitere Informationen gibt es beim Pflegekinderdienst, Telefonnummer 07751/86 43 25, oder im Internet www.pflegekinder-waldshut.de

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TV-Tipp: „Und dann kam Mia … Als Pflegekind bei einem schwulen Paar“

Posted on Mai 27, 2013. Filed under: Bayern, Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Am 27.05.2013 wurde im Magazin laVita im Bayerischen Fernsehen der Beitrag „Und dann kam Mia … Als Pflegekind bei einem schwulen Paar“ ausgestrahlt. Er ist 7.04 min lang und kann online angesehen werden.

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Vertrauliche Geburt: Juristinnenbund fordert gesetzliche Regelung noch vor der Wahl

Posted on Mai 26, 2013. Filed under: Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , |

Eine gesetzlich geregelte Möglichkeit einer vertraulichen Geburt ist notwendig. Das hat Dr. Gudrun Lies-Benachib für den Deutschen Juristinnenbund e.V. (djb) anlässlich der Anhörung der Sachverständigen im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend des Bundestages am 13. Mai 2013 zum Entwurf des Gesetzes zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt betont. Damit teilt der djb die Einschätzung des Ethikrats. Denn sowohl die Babyklappen wie auch die anonymen Geburten bewegen sich in einer rechtlichen Grauzone.

Die Einrichtung von Babyklappen hat die Zahl der Kindesaussetzungen und -tötungen leider nicht verringert. Auch die Folgen für ein in einer Babyklappe abgelegtes oder anonym geborenes Kind wiegen oft schwer, da es häufig seine Abstammung nie wird klären können. Außerdem bieten Babyklappen keine Gewähr dafür, dass das Kind tatsächlich mit Willen und Kenntnis der Mutter dort abgelegt worden ist.

Die – gesetzlich geregelte – vertrauliche Geburt schafft dagegen ein legales niedrigschwelliges Angebot für Frauen in Notlagen. Sie können sich – so der Entwurf – z.B. nach einer unerwünschten oder verdrängten Schwangerschaft an eine geburtshilfliche Einrichtung wenden und dort ohne Offenlegung ihrer Identität entbinden. Die Identität der Frau ist nur der beratenden Person bekannt, die deren Personalien in einen versiegelten Umschlag nimmt und dem Bundesamt für Familie übergibt. Das Kind kann im Alter von 16 Jahren Einsicht in diese Unterlagen nehmen.
Soweit die Kindesmutter dem widersprechen kann, hat der djb im laufenden Gesetzgebungsverfahren darauf gedrungen und auch erreicht, dass der Widerspruch der Mutter familiengerichtlich überprüft werden kann. Das Familiengericht hat das Interesse der Mutter an Vertraulichkeit und das des Kindes auf Kenntnis seiner Abstammung gegeneinander abzuwägen.

Die gesetzlichen Maßnahmen sollen wissenschaftlich begleitet und überprüft werden, was der djb grundsätzlich begrüßt. Nicht hinnehmbar ist allerdings die Verzögerung im Gesetzgebungsverfahren. Ramona Pisal, Präsidentin des djb: „Der rechtsfreie Zustand der anonymen Kindesabgabe durch Babyklappen muss zügig beendet werden. Die gesetzlich geregelte vertrauliche Geburt sollte anonyme Geburten und Babyklappen bald überflüssig machen.“

Quelle: Pressemitteilung des Deutscher Juristinnenbund e.V. vom 23.05.2013

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Infotag „Auslandsadoption“ am 29.06. in Frankfurt

Posted on Mai 25, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Die anerkannte Auslandsvermittlungsstelle familie international frankfurt e.V. richtet sich am Samstag, den 29.06. von 10 bis ca. 13 Uhr mit einem Infotag – Auslandsadoption an Interessierte, die einem Kind aus dem Ausland ein neues Zuhause geben wollen.

Vor Beginn konkreter Schritte stellen sich meist eine Reihe von Fragen, z.B.:

  • Welche Voraussetzungen müssen wir als Adoptiveltern erfüllen?
  • In welchen Ländern können wir ein Kind adoptieren?
  • Wer ist für das Verfahren zuständig?
  • Mit welchen Kosten müssen wir rechnen?

Mit diesem Seminar möchte Ihnen das erfahrene Team von familie international frankfurt e.V. einen verständlichen Überblick über allgemeine Voraussetzungen, Anforderungen und Rahmenbedingungen eines grenzüberschreitenden Adoptionsverfahrens vermitteln und damit die nötige Orientierung in der Thematik Auslandsadoption geben.

Der Infotag – Auslandsadoption wird in kleinem Rahmen (bis 15 Personen) stattfinden, so dass gezielt auf Fragen eingegangen werden kann.

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„Der schwierige Weg ins Erwachsenenalter insbesondere bei Jugendlichen mit Behinderungen“ am 06.07. in Stuttgart

Posted on Mai 24, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , |

Dem „schwierigen Weg ins Erwachsenenalter insbesondere bei Jugendlichen mit Behinderungen“ widmet sich ein Seminar mit Prof. August Huber, das die Pflegeelternschule Baden-Württemberg am 06.07. in Stuttgart anbietet.

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„Ausländer adoptieren immer weniger russische Kinder“

Posted on Mai 23, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, International, Publikationen, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Die Russische Agentur für internationale Informationen RIA Novosti berichtete am 23.05.2013 im Artikel „Ausländer adoptieren immer weniger russische Kinder“, dass immer weniger Adoptiveltern aus anderen Ländern russische Kinder bei sich aufnehmen. Im vergangenen Jahr sei die Zahl der Adoptionsanträge aus dem Ausland um 21 Prozent gegenüber 2011 zurückgegangen.

2011 hätten russische Gerichte 3079 Adoptionsanträge aus dem Ausland geprüft und 3069 von ihnen entsprochen, teilte der Oberste Gerichtshof am Donnerstag in Moskau mit. Im vergangenen Jahr waren 2 426 Anträge geprüft, von denen 2 410 stattgegeben wurde.

Russische Staatsbürger haben im vergangenen Jahr 14380 Adoptionsanträge gestellt. Die Gerichte lehnten 122 von ihnen ab.

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Familientag für Adoptiveltern und ihre Kinder am 22.06. in Bad Boll

Posted on Mai 22, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Veranstaltungen |

Die Evangelische Akademie Bad Boll lädt Adoptiveltern und ihre Kinder am 22.06. zu einem Familientag ein.

Die Tagung beginnt mit einem Vortrag für die Erwachsenen zum Thema Adoption. Parallel dazu wird es am Vormittag für die verschiedenen Altersgruppen Angebote geben. Am Nachmittag mischen sich Erwachsene, Kinder und Jugendliche in verschiedenen Arbeitsgruppen. Am Ende gibt es einen gemeinsamen Abschluss mit Präsentationen aus den Gruppen, Gesprächen und Austausch.

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Programmflyer

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Neues Sorgerecht tritt am 19. Mai 2013 in Kraft – wichtiger Schritt für Eltern und Kinder

Posted on Mai 18, 2013. Filed under: Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Das Gesetz zur Reform der elterlichen Sorge nicht miteinander verheirateter Eltern ist ein wichtiger – und seit langem überfälliger – Schritt zum Wohl von Kindern, deren Eltern nicht miteinander verheiratet sind. Durch das Gesetz wird das Familienrecht an die gesellschaftlichen Realitäten angepasst. Es trägt der Tatsache Rechnung, dass unsere Gesellschaft in den vergangenen Jahren bunter und offener geworden ist und sich der Anteil der nicht-ehelichen Kinder in den letzten 20 Jahren mehr als verdoppelt hat. Die Bereitschaft und Fähigkeit zur Verantwortungsübernahme für das eigene Kind ist keine Frage des Trauscheins.

Die neuen Regeln zum Sorgerecht erleichtern unverheirateten Vätern den Zugang zum Sorgerecht für ihre Kinder. Im Interesse des Kindes gibt es nun ein klares Bekenntnis zur gemeinsamen Sorge auch bei nicht verheirateten Eltern. Nach dem neuen Leitbild sollen Eltern die Verantwortung für ihr Kind grundsätzlich gemeinsam ausüben. Der Vater soll nur dann von der Sorgeverantwortung ausgeschlossen bleiben, wenn dies zum Wohl des Kindes erforderlich ist.
Daneben kann ein nicht verheirateter Vater nach den Neuregelungen auch beantragen, dass ihm die alleinige Sorge für das gemeinsame Kind übertragen werden soll, wenn er dafür Gründe im Kindeswohlinteresse vorträgt.

Zum Hintergrund:
Nach altem Recht erhielten Eltern, die nicht miteinander verheiratet waren, das gemeinsame Sorgerecht nur, wenn sie heirateten oder sich übereinstimmend für die gemeinsame Sorge entschieden. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte sah darin einen Verstoß gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, das Bundesverfassungsgericht einen Verstoß gegen Grundrechte. Das Bundesverfassungsgericht hatte in seiner Entscheidung vom 21. Juli 2010 festgestellt, dass der Gesetzgeber „dadurch unverhältnismäßig in das Elternrecht des Vaters eines nichtehelichen Kindes eingreift, dass er ihn generell von der Sorgetragung für sein Kind ausschließt, wenn die Mutter des Kindes ihre Zustimmung zur gemeinsamen Sorge mit dem Vater oder zu dessen Alleinsorge für das Kind verweigert, ohne dass ihm die Möglichkeit einer gerichtlichen Überprüfung am Maßstab des Kindeswohls eingeräumt ist.“ Zwar hat auch künftig die Mutter mit der Geburt die alleinige Sorge. Allerdings ermöglicht die Neuregelung die gemeinsame Sorge immer dann, wenn das Wohl des Kindes dieser nicht entgegensteht. Um zügig Klarheit über die Sorgerechtsfrage zu erhalten, findet ein abgestuftes Verfahren statt:

Erklärt die Mutter nicht ihr Einverständnis zur gemeinsamen Sorge, kann der Vater zunächst zum Jugendamt gehen, um doch noch eine Einigung mit der Mutter zu erreichen. Wenn er diesen Weg für nicht erfolgversprechend hält, kann er auch gleich einen Sorgerechtsantrag beim Familiengericht stellen.
Im gerichtlichen Verfahren erhält die Mutter Gelegenheit zur Stellungnahme zum Antrag des Vaters. Die Frist dafür endet frühestens sechs Wochen nach der Geburt. Durch diese Frist soll sichergestellt werden, dass die Mutter nicht noch unter dem Eindruck der Geburt eine Erklärung im gerichtlichen Verfahren abgeben muss.
Gibt die Mutter keine Stellungnahme ab und werden dem Gericht auch auf sonstige Weise keine Gründe bekannt, die der gemeinsamen Sorge entgegenstehen, soll das Familiengericht in einem schriftlichen Verfahren, ohne Anhörung des Jugendamts und ohne persönliche Anhörung der Eltern entscheiden.
Das schriftliche und sehr vereinfachte Verfahren findet jedoch nicht statt, wenn dem Gericht derartige Gründe bekannt werden. Diese Möglichkeit besteht auch in besonders gelagerten Ausnahmefällen, wenn beispielsweise erkennbar ist, dass das sprachliche Ausdrucksvermögen der Mutter stark eingeschränkt ist. Eine umfassende gerichtliche Prüfung ist mithin nur dort vorgesehen, wo sie zum Schutz des Kindes erforderlich ist. Dies trägt einer rechtstatsächlichen Untersuchung Rechnung, wonach bei Streit um das Sorgerecht häufig Gründe vorgebracht werden, die mit dem Kindeswohl nichts zu tun haben, sondern aus der Trennung der Eltern resultieren.
Das Familiengericht spricht dem Vater das Sorgerecht zu, wenn die Übertragung dem Kindeswohl nicht widerspricht (negative Kindeswohlprüfung).
Dem Vater wird der Zugang zur Alleinsorge auch ohne Zustimmung der Mutter eröffnet. Voraussetzung dafür ist, dass eine gemeinsame elterliche Sorge nicht in Betracht kommt und zu erwarten ist, dass die Übertragung auf den Vater dem Wohl des Kindes am besten entspricht.

Quelle: Pressemitteilung des Bundesministeriums der Justiz vom 16.05.2013

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„WAS kann ich aushalten? WO sind meine Grenzen?“ am 13.06. in Sömmerda

Posted on Mai 17, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Netzwerke, Pflegefamilie, Thüringen, Veranstaltungen |

Am 13.06. veranstaltet die Ortsgruppe Landkreis Sömmerda in Kooperation mit dem Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien Thüringen e.V. die Fortbildung „WAS kann ich aushalten? WO sind meine Grenzen?“.

Pflegekinder kennen den Überlebenskampf, sie mussten ihn lernen. Können sie sich in die neue Familie integrieren? Warum stehlen sie, warum kämpfen sie weiter, warum können sie ihre Geborgenheit nicht immer genießen?

Was kann eine Pflegefamilie aushalten, wo sind die Grenzen? Was macht es mit meiner Partnerschaft? Leiden bzw. verstehen meine leiblichen Kinder?

nähere Informationen und Anmeldung bei:
Vera Schade
Telefon: 03634-693837
Email: vera-und-herbert-schade@t-online

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Ethische Probleme der Sukzessivadoption

Posted on Mai 17, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, PFAD Verband, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , , |

Mit ihrem Aufsatz „Ethische Probleme der Sukzessivadoption“ beziehen die Theologen PD Dr. Dr. Henning Theißen und Martin Langanke M.A. (Universität Greifswald) mit Grundsatzüberlegungen Position zur Urteilsverkündung in Sachen „Sukzessivadoption“ (BVerfG, 1 Bvl 1/11 vom 19.02.2013, Absatz-Nr. 1-110).

In Heft 2/2013 der PFAD Fachzeitschrift veröffentlichen sie eine kurze Zusammenfassung.

Hier finden Sie den Volltext des Aufsatzes „Ethische Probleme der Sukzessivadoption“.

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Pflegeeltern verlieren den Kampf um Dennis

Posted on Mai 16, 2013. Filed under: Hamburg, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Publikationen, Rechtliches |

Die Welt berichtet im Artikel „Pflegeeltern verlieren den Kampf um Dennis“ vom 16.05.2013 vom Beschluss, den das Oberlandesgericht Celle diese Woche fällte: Der sechsjährige Junge darf nicht zu seinen Pflegeeltern zurückkehren, er soll im Heim bleiben.

Die Pflegeeltern sind entsetzt, dass Dennis vor Gericht geäußertem Wunsch zu ihnen zurückzukehren wieder nicht entsprochen wurde. Auch ihr Anwalt Peter Hoffmann äußert sich über das Verfahren.

Auch der NDR berichtete im Beitrag „Gericht: Pflegekind Dennis bleibt im Heim“ vom 14.05.2013.

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Kurs „Säuglingspflege für Adoptiveltern“ am 08.06. in Frankfurt/Main

Posted on Mai 16, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Fortbildung, Hessen, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Am Samstag, den 08.06. von 14 – 18 Uhr bietet das Zentrum Familie im Haus der Volksarbeit e.V. in Frankfurt am Main wieder einen speziellen Säuglingspflegekurs für Adoptiveltern unter dem Titel „Wenn das Baby da ist“ an.

Für Adoptiveltern ist die Vorbereitungszeit auf das Baby anders, denn der Zeitpunkt, wann das Baby kommt ist nicht vorhersehbar. Wenn das Baby nach einer langen Wartezeit plötzlich da ist, müssen sich Adoptiveltern in kürzester Zeit auf die neuen praktischen Aufgaben einstellen. Dieser Kurs möchte beim Start in das Familienleben mit dem Kind unterstützen. Vermittelt werden praktische Übungen wie Baden, Halten, Tragen, sowie hilfreiche Informationen und Tipps zur Babyernährung, wichtige Hinweise zum Verhalten bei Erkrankung und Fieber, aktuelle Informationen zu den Entwicklungsphasen im Säuglingsalter. Darüber hinaus bietet der Kurs Gelegenheit Kontakte zu anderen Adoptiveltern zu knüpfen.

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Adoptivbewerber-Informationsabend am 10.06. in Hamburg

Posted on Mai 15, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bewerber, Hamburg, PFAD Verband, Veranstaltungen |

Der PFAD-Landesverband Hamburg, Freunde der Kinder e.V., bietet am 10.06. in der Fuhlsbüttler Str. 769 einen Informationsabend für Adoptivbewerber an.

Von 19.30 bis 21.30 Uhr erläutern die Referentinnen Lenore Wittig und Stephanie Themlitz das Adoptionsverfahren und beantworten die Fragen der InteressentInnen.

Um vorherige telefonische Anmeldung unter der Nummer 040 – 59 49 00 wird gebeten.

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PFAD LV Berlin-Brandenburg lädt wieder ins Störitzland ein

Posted on Mai 15, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Berlin, Brandenburg, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: , |

Der Pfad für Kinder – Landesverband Berlin-Brandenburg e.V. lädt vom 07. – 09.06. zum Pflegefamilienwochenende und zur Mitgliederversammlung ins Kindererholungszentrum Störitzland in 15528 Spreeau ein.

Anmeldungen sind noch bis zum 27.05. möglich.

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Landesjugendamt Rheinland-Pfalz: Fachdienste und Gerichte im Einsatz für Pflegekinder

Posted on Mai 15, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Saarland, Veranstaltungen |

Am 29. und 30.04.2013 fand in Neustadt an der Weinstraße die jährliche Tagung für die Fachkräfte der Pflegekinderdienste und freien Träger der Vollzeitpflege nach § 33 SGB VIII aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland statt. Zum zweiten Mal wurde die Veranstaltung auch für Fachkräfte aus Hessen geöffnet und es fanden sich über hundert Fachkräfte aus den drei Bundesländern ein.

Nach den einleitenden Worten von Iris Egger-Otholt, der Leiterin des Referats 33 im Landesjugendamt, hielt Dr. Thomas Meysen vom Deutschen Institut für Jugendhilfe und Familienrecht (DIJuF) den Eröffnungsvortrag zum Thema: „Pflegekind und Pflegefamilie zwischen Vormund, PKD und Sozialen Diensten“.

Dr. Meysen differenzierte anhand der Rechte der verschiedenen Beteiligten deren Rollen und kam zu dem Schluss, dass der Amtsvormund als „Manager des Kindeswohls“ agiere.

Den weiteren Tag gestaltete Henriette Katzenstein, die ebenfalls für das DIJuF tätig ist. Frau Katzenstein legte Schwerpunkte auf drei unterschiedliche Betrachtungsweisen und beleuchtete die Thematik aus Sicht des Vormundes, des Fachdienstes und des Kindes. Die Referentin begann jeweils mit einem kurzen Input und ließ die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Gruppenarbeit die verschiedenen Perspektiven einnehmen und die Ergebnisse zusammenfassen.

Den Abschluss des Tages gestalteten Iris Egger-Otholt und Julia Mückusch-Radwer unter der Rubrik „Neues aus dem Landesjugendamt“.

Der zweite Tag wurde von Monika Thiesmeier, Supervisorin und ausgewiesene Expertin für die Allgemeinen Sozialen Dienste der Jugendämter, eröffnet. In ihrem Vortrag ging Frau Thiesmeier der Frage „ Wer hat den Hut auf? Aufgaben und Rolle des ASD in der Kooperation“ nach. Bewusst nutzte die Referentin hier provokant formulierte Thesen, um die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in den fachlichen Diskurs zu bringen.

Am Nachmittag referierte Norbert Kreten, Direktor des Amtsgerichts Daun. Er gab einen Überblick aus der juristischen Sicht über die „Pflegefamilien im gerichtlichen Netzwerk“. Herr Kreten definierte klare Rechte und Pflichten der Beteiligten und war offen für spezifische Zwischenfragen. Diese Möglichkeit wurde von den Fachkräften gerne und ausgiebig genutzt.

Die zusammenfassenden Worte von Frau Egger-Otholt bündelten die unterschiedlichen Sichtweisen der Referenten und stellten die Notwendigkeit der internen Auseinandersetzung der einzelnen Fachdienste mit der Schnittstellenarbeit heraus. Insgesamt war dies eine gelungene Tagung, deren Inhalte sicherlich noch lange Diskussions- und Arbeitsgrundlage in den einzelnen Jugendämtern bieten wird.

Quelle: LSJV Aktuell vom 15.05.2013

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„Traumatisiert – Bedeutung und Folgen bei Pflege- und Adoptivkindern“ am 01.06. in Hilden

Posted on Mai 15, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fortbildung, Jugendhilfe, Netzwerke, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Rechtliches, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

PAN Pflege- und Adoptivfamilien NRW e.V. organisiert in Zusammenarbeit mit der Evangelischen Erwachsenenbildung in Hilden am 01.06. den Fachtag „Traumatisiert – Bedeutung und Folgen bei Pflege- und Adoptivkindern„. Er wird von 9.30 bis 16 Uhr in der Evangelischen Erwachsenenbildung in Hilden stattfinden.

Christoph Malter wird über „Entwicklungsmöglichkeiten für traumatisierte/verwahrloste Kinder und Bedingungen in der Pflegefamilie“ referieren.

Rechtsanwalt Steffen Sieferts Vortrag wird sich mit der Frage „In welcher Form wird das Thema von der Rechtsprechung aufgegriffen und berücksichtigt“ befassen.

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Kinderfreizeiten bei AVENTERRA e.V.

Posted on Mai 14, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Baden-Württemberg, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

AVENTERRA e.V. aus Stuttgart veranstaltet das ganze Jahr über Kinder, Jugend- und Familienfreizeiten, Studienreisen und Erlebnispädagogik.

Der Verein hat schon Erfahrungen durch die Zusammenarbeit mit der Pflegeelternschule Baden-Württemberg.

Die Angebote stehen – nach Rücksprache – auch betreuungsintensiven und behinderten Kindern offen.

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Abenteuercamps 2013 in Nordportugal für Pflege- und Adoptivkinder

Posted on Mai 14, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Kinder-/Jugendinfos, Pflegefamilie | Schlagwörter: |

Ivo Stephan und Gerthein de Visser bieten auch 2013 wieder Abenteuercamps für abenteuerlustige  Pflege- und Adoptivkinder bzw. Jugendliche  in den Bergen Nordportugals an.

Anmeldungen sind möglich für die Zeiträume 03.Juli – 17.Juli 2013 und 20.Juli – 03. August 2013.

nähere Informationen unter www.landedo.info

Kontakt:

Telefon-Portugal:          +351 273 69 51 09
Telefon-Deutschland:  +49 (030) 69 20 49 32

E-Mail: landedo@sapo.pt

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ICanDo Sommerferien-Angebote für Pflege- und Adoptivkinder 2013

Posted on Mai 14, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Brandenburg, Kinder-/Jugendinfos, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Sachsen-Anhalt | Schlagwörter: |

Das iCanDo-Reiseprogramm des Wildfang e.V., Berlin bietet wieder verschiedene iCanDo-Ferienangebote speziell für Kinder aus Pflege- und Adoptivfamilien aus ganz Deutschland an.

Wochenendfahrten nach Grünheide/Brandenburg:

  • 08.-12.05.2013
    iCanDo-Minicamp
  • 20.-22.09.2013
    iCanDo-Wochenende
  • 29.11.-01.12.2013
    iCanDo-Wochenende

Freizeiten:

  • 29.06. – 06.07.2013
    iCanDo-Sportcamp (Beetzseeheide/Brandenburg)
  • 13.07. – 27.07.2013
    iCanDo-Fit durch den Sommer (Klietz/Sachsen-Anhalt)
  • 06.-13.07.2013
    iCanDo-Reiten auf dem Schloss (Schloss Altenhausen/Sachsen-Anhalt)
  • 13.-20.07.2013
    iCanDo-Reiten auf dem Schloss (Schloss Altenhausen/Sachsen-Anhalt)
  • 27.07.-10.08.2013
    iCanDo-Zockerfahrt (Ruppichteroth/Bergisches Land/NRW)
  • 10.-24.08.2013
    iCanDo-Zockerfahrt (Ruppichteroth/Bergisches Land/NRW)
  • 20.07.-03.08.2013
    Detektivcamp (Brilon/NRW)
  • 17.-31.08.2013
    Heldencamp (Rüthen/NRW)

Auch für die Herbstferien und über Silvester gibt es Angebote.

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Tagungsdokumentation „Mehr Inklusion wagen?!“

Posted on Mai 14, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: |

In der Schriftenreihe „Aktuelle Beiträge zur Kinder- und Jugendhilfe“ erscheint in den nächsten Tagen als Band 88 die Dokumentation der Tagung „Mehr Inklusion wagen?!„, die am 22.-23.11.2012 in Berlin stattfand.

nähere Informationen

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Artikel „Studenten ohne Eltern“

Posted on Mai 14, 2013. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Verschiedenes | Schlagwörter: |

Im Artikel „Studenten ohne Eltern: Stell dir vor, es ist Uni, und du bist ganz allein“ in Spiegel Online vom 08.05.2013 berichten vier StudentInnen, wie sie es als studierende Waisen bzw. Pflegekinder schwerer haben als andere Studierende, die auf die Unterstützung ihrer Eltern zurückgreifen können.

Die Universität Hildesheim untersucht in dem Forschungsprojekt „Higher Education without Familiy Support“ den Übergang zwischen Schulzeit und Studium und soll Hindernisse identifizieren, die es an Hochschulen für „Care Leaver“ gibt.

Aus dem Projekt ist ein Netzwerk entstanden, in dem sich die Studenten untereinander austauschen können.

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SPD: Kinderrechte sollen ins Grundgesetz

Posted on Mai 14, 2013. Filed under: Kinder-/Jugendinfos, Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: |

Berlin: (hib/KOS) Die SPD will die Rechtsstellung von Kindern in der Verfassung ausdrücklich verankern. Ein Gesetzentwurf (17/13223) plädiert für eine entsprechende Ergänzung des Artikels 6 im Grundgesetz durch die Einfügung eines neuen Absatzes 2 und die Änderung des bisherigen Absatzes 5. Nach den Vorstellungen der Fraktion soll künftig in der Verfassung u.a. festgeschrieben werden, dass jedes Kind ein „Recht auf Entwicklung und Entfaltung seiner Persönlichkeit“ hat. Die staatliche Gemeinschaft müsse die Rechte des Kindes achten, schützen und fördern und für „kindgerechte Lebensbedingungen“ sorgen. Jedes Kind habe gemäß seiner Entwicklung das Recht auf Beteiligung in den Angelegenheiten, die es betreffen. Eine weitere Formulierung soll im Grundgesetz die Gleichstellung von ehelichen und nichtehelichen Kindern verankern.

Zur Begründung schreibt die SPD, dass Kinder zwar schon nach geltendem Recht Träger von Grundrechten seien. Das Verhältnis von Kindergrundrechten und Elternrecht bestimme sich in der Verfassung jedoch einseitig vom Elternrecht her. Das Grundgesetz erwähne Kinder „nur als Objekte der Pflege und Erziehung der Eltern“. Der Gesetzentwurf verweist auf ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1968, wonach Kinder selbst Träger subjektiver Rechte, Wesen mit eigener Menschenwürde und einem eigenen Recht auf Entfaltung ihrer Persönlichkeit seien. Das Grundgesetz, so die SPD, trage in seiner jetzigen Fassung diesem Urteil nicht Rechnung.

Quelle: Heute im Bundestag vom 13.05.2013

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Anhörung im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Möglichkeit zur vertraulichen Geburt einhellig begrüßt

Posted on Mai 13, 2013. Filed under: Politik, Publikationen, Rechtliches | Schlagwörter: , , |

Berlin: (hib/PST) Jahr für Jahr werden in Deutschland zwischen 20 und 40 Kinder ausgesetzt oder direkt nach der Geburt getötet. Dazu kommt wahrscheinlich eine erhebliche Dunkelziffer. Die Einrichtung von Babyklappen ab 1999 sollte helfen, diese Zahl zu senken. Doch eine Studie des Deutschen Jugendinstituts hat ergeben, dass dieses Ziel verfehlt wurde. Zudem gab es stets Bedenken gegen Babyklappen, weil die meisten dort anonym abgegebenen Kindern nie erfahren, wer ihre Eltern sind. Der Deutsche Ethikrat hat deshalb 2009 empfohlen, eine Möglichkeit der vertraulichen Geburt gesetzlich zu regeln. Ein Gesetzentwurf der Bundesregierung (17/13062), der diese Empfehlung umsetzt, war nun Gegenstand einer Anhörung von Sachverständigen im Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

Eine Schwangere hat nach diesem Gesetzentwurf die Möglichkeit, ein Kind im Krankenhaus oder mithilfe einer Hebamme zur Welt zu bringen und in Obhut zugeben, ohne dass ihre Identität unmittelbar bekannt wird. Vielmehr werden die Angaben zu ihrer Person in einem verschlossenen Umschlag verwahrt, bis das Kind 16 Jahre alt ist. Auch nach geltendem Adoptionsrecht hat ein Kind erst in diesem Alter einen Anspruch zu erfahren, wer seine leiblichen Eltern sind.

Alle elf geladenen Sachverständigen bezeichneten den Gesetzentwurf auf eine Frage der FDP-Abgeordneten Miriam Gruß hin als deutliche Verbesserung gegenüber der jetzigen Situation. Ein Teil der Experten kritisierte allerdings, dass es neben der vertraulichen Geburt auch weiterhin Babyklappen sowie die Möglichkeit der völlig anonymen Geburt geben soll. Dies würde, wie Dr. Bernd Wacker von „terre des hommes Deutschland“ und der Frauenarzt Dr. Joachim Neuerburg vom St. Anna Hospital in Herne einhellig formulierten, den Gesetzentwurf entwerten. Einigkeit herrschte gleichwohl, dass es zumindest für eine Übergangszeit weiter Babyklappen und die anonyme Geburt geben müsse, bis das neue Angebot bei den Frauen, an die es sich richtet, hinreichend bekannt ist. Es wird nun in den weiteren Ausschussberatungen zu klären sein, ob es hier eine Befristung geben soll oder man die ohnehin im Gesetz vorgesehene Evaluation nach drei Jahren abwarten will. Dr. Heinz Kindler von Deutschen Jugendinstitut, das mit einer Studie eine wichtige Grundlage für den Gesetzentwurf gelegt hatte, bezeichnete es als eine ganz wesentliche Voraussetzung für den Erfolg, dass die Hilfen für Schwangere in Not besser bekannt gemacht werden.

Von Ingrid Fischbach (CDU) nach Verbesserungsvorschlägen gefragt, wünschte sich Birgit Mock vom Katholischen Deutschen Frauenbund eine „Beratung über Wege zum Kind“ für Frauen, die sich zur vertraulichen Geburt melden. Einrichtungen, die eine vertrauliche Geburt anbieten, sollten gesetzlich verpflichtet werden, mit den Schwangeren über Möglichkeiten zu sprechen, ihr Kind doch noch anzunehmen. Der Passauer Jura-Professor Werner Beulke, den Fischbach um eine verfassungsrechtliche Beurteilung des Gesetzentwurfes gebeten hatte, sah die Rechte des Vaters „sehr kurz gehalten“. Aber er „glaube, es geht nicht anders“, da die Frage nach dem Vater viele Schwangere davon abhalten könnte, das Angebot anzunehmen. Beulke nannte den Gesetzentwurf einen „guten Kompromiss“ zwischen den Rechten von Mutter und Kind, der wohl auch vor dem Bundesverfassungsgericht Bestand haben würde.

Dr. Gudrun Lies-Benachib vom Deutschen Juristinnenbund wies in der Antwort auf eine Frage der SPD-Abgeordneten Caren Marks darauf hin, dass das Grundgesetz (Art.6 Abs.4) Mütter unter den besonderen Schutz des Staates stelle. Dem werde der Gesetzentwurf gerecht. Lies-Benachib regte aber an, die Regelungen des Gesetzentwurfes über die Nachbetreuung von vertraulich geborenen Kindern auch auf Kinder auszuweiten, die in Babyklappen abgelegt wurden.

Yvonne Ploetz (Die Linke) fragte Katharina Jeschke vom deutschen Hebammenverband nach den Erfahrungen ihrer Berufsgruppe mit der anonymen Hausgeburt. Jeschke begrüßte daraufhin ausdrücklich, dass diese weiter möglich sein soll. Sie sei beispielsweise wichtig für Zwangsprostituierte ohne Aufenthaltserlaubnis. Diese wollten oft ihr Kind behalten, aber auf keinen Fall ihre Identität preisgeben.
Monika Lazar (Bündnis 90/Die Grünen) bezweifelte, ob die Regelung im Gesetzentwurf sinnvoll ist, dass sofort nach einer vertraulichen Geburt das Sorgerecht der Mutter ausgesetzt werden soll. Dies nannte der Jurist Werner Beulke einen „Webfehler des Gesetzes“. Es müsse zumindest in den ersten Wochen leicht für die Mutter sein, sich umzuentscheiden und einen Weg zum Kind zu finden.

Quelle: Heute im Bundestag vom 13.05.2013

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Stadt Laatzen: Infoabend zum Thema Pflegekinder am 30.05.

Posted on Mai 11, 2013. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Niedersachsen, Pflegefamilie, Veranstaltungen |

Manche Kinder und Jugendliche können aus den unterschiedlichsten Gründen nicht mehr bei ihren leiblichen Eltern leben. Daher werden Familien gesucht, die bereit sind, einen jungen Menschen bei sich aufzunehmen.

In Kooperation mit der Region Hannover finden regelmäßige Infoabende in Hannover und im Umland Hannovers statt.

Die Stadt Laatzen bietet am 30.05.2013 ab 18 Uhr einen Infoabend hierzu im Cafe Marie des Stadthauses (Marktplatz 2) an. Interessierte Eltern können sich hier über die Bedingungen und das Anforderungsprofil informieren.

Weitere Auskünfte erteilt der Pflegekinderdienst der Stadt Laatzen unter 0511/8205-5056.

Quelle: Stadt Laatzen vom 10.05.2013

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Wochenende für leibliche Geschwister in einer Pflegefamilie vom 21.-23.06. im Odenwald

Posted on Mai 10, 2013. Filed under: Baden-Württemberg, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Vom 21.-23.06. veranstaltet die Pflegeelternschule Baden-Württemberg ein Wochenende im Odenwald für leibliche Geschwister in einer Pflegefamilie unter dem Motto „Zeit für uns“. Eingeladen sind Kinder/Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren.

nähere Informationen

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PFAD für Kinder Augsburg: Paddeln auf dem Lech für Kinder ab 12 Jahren am 09.06.

Posted on Mai 9, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Bayern, Kinder-/Jugendinfos, PFAD Verband, Pflegefamilie, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Für bis zu 12 Kinder ab 12 Jahren bietet der Verein PFAD für Kinder Augsburg e.V. am Sonntag, den 09.06. von 09.30 – 18 Uhr eine Paddeltour auf dem Lech an:

Zuerst werden wir die Kanadier zu unserem Startpunkt bringen. Anschließend fahren wir zum Ausstieg und parken dort unsere Autos.
Die Wanderung zurück zum Start führt uns entlang des Lechs und so können wir uns auf das bevorstehende Abenteuer einstimmen.
Vor dem Start erfolgt noch eine Einweisung mit praktischen Übungen und schon können wir lospaddeln.
Wir werden mit 5 Booten (Kanadier) eine Strecke von ca. 8 km durch das Naturschutzgebiet Litzauer Schleife zurücklegen.
Die Aktion kann nur bei trockenem Wetter stattfinden.
Bitte Badesachen, Kleidung zum Wechseln, Schuhe die nass werden dürfen und Brotzeit mitbringen.
Schwimmwesten und Helme werden gestellt.

Nähere Informationen über die Geschäftsstelle von PFAD für Kinder Augsburg (Montag und Mittwoch 8.00 – 12.00 Uhr):
Tel.: 0821 / 43 83 10, E-Mail: info@pfad-augsburg.de

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Stammtisch für Adoptiveltern am 30.05. in Leipzig

Posted on Mai 7, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Sachsen, Veranstaltungen |

Die Volkshochschule Leipzig bietet am 30.05. von 17.30 – 19 Uhr in der Volkshochschule, Löhrstraße 3 – 7 in Raum 503 einen Stammtisch für Adoptiveltern an. In offener Runde können die TeilnehmerInnen eigene Themen einbringen, sich darüber mit anderen Adoptiveltern austauschen und von deren Erfahrungen profitieren. Die Moderation liegt bei Heike Büttner.

Für Rückfragen steht Frau Dr. Sylvia Börner von der Volkshochschule (Tel. 123-6027) zur Verfügung.

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„Essstörungen vorbeugen“ – Neuer Ratgeber für pädagogische Fachkräfte

Posted on Mai 6, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: |

Essstörungen sind schwere psychosomatische Krankheiten mit gravierenden Auswirkungen für Körper und Psyche. Treten sie im Kindes- und Jugendalter auf, beeinträchtigen sie häufig die gesamte Entwicklung der Heranwachsenden. Deshalb ist es wichtig, die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen zu stärken und damit der Entwicklung einer Essstörung vorzubeugen.

Um pädagogische Fachkräfte in ihrer Arbeit zu unterstützen, hat die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) den Ratgeber »Essstörungen vorbeugen – Informationen und Übungen für die Gruppenarbeit« entwickelt. Erzieherinnen und Erzieher, Lehrerinnen und Lehrer sowie pädagogische Fachkräfte, die in Vereinen, Jugendeinrichtungen oder anderen Organisationen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, finden in dem Ratgeber Informationen zu spezifischen Präventionsangeboten. Sie erfahren, wer die Maßnahmen durchführt und wo sie stattfinden, was ein gutes Angebot kennzeichnet und welche Themen eine Präventionsmaßnahme gegen Essstörungen aufgreifen sollte. Essstörungen sind längst kein Nischenthema mehr.

Bundesweite Daten zeigen, dass 29 Prozent der Mädchen und 15 Prozent der Jungen im Alter von 11 bis 17 Jahren bereits Anzeichen eines gestörten Essverhaltens haben. Damit sich daraus keine Magersucht, Bulimie oder Binge Eating Störung entwickelt, ist Prävention und Gesundheitsförderung notwendig. Die in der Broschüre enthaltene Übungssammlung unterstützt Fachkräften darin, in ihrem Berufsalltag Impulse zu setzen. Alle Übungen zielen darauf ab, die Lebenskompetenzen der Heranwachsenden zu stärken. Sie nehmen die kritische Auseinandersetzung mit Schönheit und Medien, das Erleben des eigenen Körpers, Ernährung und Essverhalten, den Umgang mit Gefühlen und die Stärkung des Selbstbewusstseins in den Blick.

Die Broschüre »Essstörungen vorbeugen – Informationen und Übungen für die Gruppenarbeit« steht zum Download unter www.bzga.de/infomaterialien.

Sie kann außerdem kostenlos bei der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, 51101 Köln,
Fax: 0221-8992257, E-Mail: order@bzga.de, Internet: www.bzga.de bestellt werden.

Weitere Informationen unter www.bzga-essstoerungen.de

Quelle: Pressemeldung der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung vom 16.04.2013

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KomDat Ausgabe 1/2013 erschienen

Posted on Mai 6, 2013. Filed under: Fachkräfte, Forschung, Jugendhilfe, Publikationen | Schlagwörter: , |

Die aktuelle Ausgabe von KomDat Jugendhilfe der Arbeitsstelle Kinder- und Jugendhilfestatistik (AKJStat) widmet sich neben den aktuellen Ausgabendaten den Themen Personalausstattung und den Eingliederungshilfen in Kindertageseinrichtungen.

Ferner werden die Fremdunterbringungen auf Grund von Sorgerechtsentzügen genauer unter die Lupe genommen. Neben der Analyse der aktuellen Datenlage wurde zu diesem Thema ein Interview mit Prof. Dr. Dr. h.c. Reinhard Wiesner geführt.

zum Download

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Noch einige freie Plätze: „Familien mit psychisch auffälligen Eltern(teilen)“ vom 13.-14.06. in Frankfurt/Main

Posted on Mai 6, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Gesundheit, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Netzwerke, Veranstaltungen | Schlagwörter: |

Für MultiplikatorInnen der Familienbildung und Fachkräfte aus Familienbildungsstätten, SPFH, Pflegekinderwesen, Heimen, Kinderdörfern und Jugendämtern bietet das Paritätische Bildungswerk Bundesverband e.V. vom 13.-14.06. in Frankfurt am Main die Fortbildung „Familien mit psychisch auffälligen Eltern(teilen) – Sensiblisierung für die Störungsbilder der Eltern und Problemlagen der Kinder“ an.

Ziel des Seminars ist es, sicherer in der Beurteilung der Indikatoren zu werden, die auf eine psychische Störung bei Elternteilen hinweisen. Anhand von Fallbeispielen werden Zusammenhänge zwischen elterlicher psychischer Störung und der erforderlichen „Hilfe zur Erziehung“ für das Kind erarbeitet. Konsequenzen aus den Problemlagen der Eltern und Kinder sollen gemeinsam entwickelt und erörtert werden. Wege der Kooperation mit den entsprechenden Fachdisziplinen werden aufgezeigt.

Die Veranstaltung wird gefördert durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.

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Kreis Alzey-Worms sucht Pflegeeltern: Info-Veranstaltung am 23.05.

Posted on Mai 3, 2013. Filed under: Bewerber, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Rheinland-Pfalz, Veranstaltungen |

Das Kreisjugendamt Alzey-Worms sucht engagierte Paare, die daran interessiert sind, ein Pflegekind aufzunehmen und zu betreuen. Im Rahmen einer Informationsveranstaltung am Donnerstag, 23. Mai, 18 Uhr, in der Kreisverwaltung in Alzey, Ernst-Ludwig-Str.36, 3. Stock, Raum 326 klären die Mitarbeiterinnen des Pflegekinderdienstes Interessierte über Voraussetzungen auf, die künftige Pflegeeltern mitbringen müssen und berichten, worauf es bei der Betreuung der Kinder ankommt.

„In der Regel betreuen und erziehen leibliche Eltern ihre Kinder. Dazu benötigen sie Erziehungsfähigkeit. Manche Eltern kommen hier an ihre Grenzen, sodass Kinder nicht bei ihnen leben können. Hier springen Pflegeeltern ein. 135 Pflegekinder unterschiedlicher Altersgruppen – vom Säugling bis zum Jugendlichen – leben im Landkreis Alzey-Worms derzeit bei Pflegeeltern“, so Utta Baum-Martini, Mitarbeiterin des Kreisjugendamtes.

Das Kreisjugendamt benötigt weitere Familien, Paare oder Einzelpersonen, die bereit sind, ein oder mehrere Kinder vorübergehend oder auf Dauer bei sich aufzunehmen und ein Stück des Lebensweges zu begleiten. Mit einem Pflegekind zu leben, ihm Zuwendung und Geborgenheit zu geben, ist eine besondere Herausforderung und eine sehr verantwortungsvolle erzieherische Aufgabe. Durch fachliche Beratung unterstützt der Pflegekinderdienst des Kreisjugendamtes Pflegeeltern. „Pflegeeltern nehmen an Fortbildungen, Supervision und Stammtischen teil“, informiert Baum-Martini.

Sie erreichen die Mitarbeiterinnen des Jugendamtes unter den Durchwahlnummern 06731/(408) 5101, Utta Baum-Martini und Gabi Presser; 06731/ 408 (5111), Regine Geiselhart.

Quelle: Kreis Alzey-Worms vom 24.04.2013

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München: Grüne regen Werbekampagne für Pflegefamilien mit Migrationshintergrund an

Posted on Mai 2, 2013. Filed under: Bayern, Bewerber, Fachkräfte, Jugendhilfe, Pflegefamilie, Politik, Publikationen | Schlagwörter: |

Mehr als 50 % aller Kinder bis 6 Jahre in München haben einen Migrationshintergrund. Doch die Pflegefamilien stammen fast ausschließlich aus der deutschen Mehrheitsgesellschaft. Die Stadtratsfraktion Die Grünen – rosa liste hat daher beantragt, dieses Missverhältnis mit einer Werbekampagne zu korrigieren und speziell Pflegefamilien mit Migrationshintergrund anzuwerben. Begleitend dazu sollen alle Familien, die bereit sind ein Pflegekind aufzunehmen, interkulturell geschult und sensibilisiert werden, ebenso das Personal des Jugendamtes.

Fraktionsvorsitzende Gülseren Demirel: „Viele der derzeit 517 Kinder, die in einer Pflegefamilie ein liebevolles Zuhause gefunden haben, haben einen Migrations- oder Fluchthintergrund. Es wäre daher wünschenswert, wenn diese Diversität sich auch bei den Pflegefamilien abbilden würde. Dies würde auch der Integrationsdefinition der „Perspektive München“ entsprechen, laut der allen auf Dauer in München lebenden Menschen eine gleichberechtigte Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und die Wahrung ihrer kulturellen Identität ermöglicht werden sollte. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, Pflegefamilien mit Migrationshintergrund gezielt anzusprechen und für diese Aufgabe zu gewinnen.“

Quelle: Pressemitteilung der Grünen Stadtratsfraktion & rosa liste München vom 19.04.2013

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Beratungsangebot für Betroffene von FASD in Sachsen

Posted on Mai 2, 2013. Filed under: Adoptivfamilie, Fachkräfte, Gesundheit, Kinder-/Jugendinfos, Netzwerke, Pflegefamilie, Sachsen, Verschiedenes | Schlagwörter: , , , |

Die Allgemeine Beratungsstelle Durchblick im Mehrgenerationenhaus in Markranstädt bietet neben der Beratung in allen persönlichen Not- und Problemlagen in Zusammenarbeit mit FASD-Deutschland e.V. nun auch Beratung für Kinder, Jugendliche und Erwachsene an, die von Fetalen Alkoholspektrumsstörungen (FASD) betroffen sind. Auch für deren Angehörige und Betreuer möchte man eine Anlaufstelle sein und so im Rahmen der Selbsthilfe zur Verbesserung der Betreuung von Menschen mit FASD in Sachsen beitragen.

Die Beratungsstelle Markranstädt bietet:

  • Beratung und Unterstützung bei der Inanspruchnahme von Teilhabeleistungen
  • Begleitung im Kontakt mit Behörden
  • Informationsmaterial und Seminare für Betroffene und Bezugspersonen
  • Informationsveranstaltungen für Institutionen, Freie Träger und sonstige Interessierte
  • Beratung im Umgang und der Alltagsbewältigung mit FASD-betroffenen Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
  • Informations- und Erfahrungsaustausch in Gruppen und vor Ort

Kontakt:
Gerhild Landeck
Telefon: 034205 699780
E-Mail: durchblick@markranstaedt.de oder gerhildlandeck@fasd-deutschland.de

Informationsflyer

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„Wohin entwickeln sich die Hilfen zur Erziehung?“ am 18.06. in Frankfurt/Main

Posted on Mai 1, 2013. Filed under: Fachkräfte, Fortbildung, Hessen, Jugendhilfe, Netzwerke, Politik, Veranstaltungen | Schlagwörter: , , , , |

Am 18.06. findet vor dem Hintergrund von Vorschlägen zur Weiterentwicklung der HzE in Frankfurt/Main die Fachtagung „Wohin entwickeln sich die Hilfen zur Erziehung?“ statt. Die gemeinsame Fachveranstaltung wird getragen von IGfH, AFET, EREV, BVkE und Caritas.

Der Monitor Hilfen zur Erziehung 2012, aktuelle DJI Publikationen und vor allem der 14. Kinder- und Jugendbericht (KJB) zeigen ein differenziertes Bild von den Leistungen und Entwicklungen der Kinder- und Jugendhilfe. Gleichzeitig hat die Arbeitsgemeinschaft der obersten Landesjugend- und Familienbehörden (AGJF) den Auftrag der JFMK zum Thema „Weiterentwicklung und Steuerung der Hilfen zur Erziehung“ umgesetzt und Vorlagen für die Jugend- und Familienministerkonferenz (JFMK) im Juni 2013 erarbeitet. Enthalten sind auch Vorschläge zur Ausgestaltung sozialräumlicher Ansätze und ein verbessertes Zusammenwirken von Leistungen nach den Sozialgesetzbüchern.

Auch die von der AGJF und der JFMK ebenfalls eingesetzte Arbeitsgruppe „Inklusion von jungen Menschen mit Behinderungen“ hat ihren Abschlussbericht vorgelegt.

Die Fachveranstaltung der Erziehungshilfeverbände will die Diskussionen des 14. KJB und die Überlegungen der oben genannten Koordinationsgruppen der Länder aufeinander beziehen und erste Ausblicke und Positionierungen vornehmen.

nähere Informationen

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