Hessen: Maßnahmen zum Entzug der elterlichen Sorge in 2012

Posted on Juli 25, 2013. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Kinderschutz, Pflegefamilie, Publikationen | Schlagwörter: , , , , , |

Im Jahr 2012 erfolgten in Hessen 641 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, gab es allerdings eine Untererfassung, die einen Vergleich mit dem Vorjahr nur eingeschränkt möglich macht. Damals waren es 730 Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge.

Zum Jahresende 2012 lebten 2405 Kinder und Jugendliche in Hessen unter bestellter oder gesetzlicher Vormundschaft der Jugendämter, rund fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. In 310 Fällen lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. 2095 Kinder und Jugendliche hatten eine durch Vormundschafts- oder Familiengericht bestellte Amtsvormundschaft (Entzug des Sorgerechts).

Die Zahl der bestellten Amtspflegschaften betrug 2413 (plus ein Prozent). Dabei werden Teile des Sorgerechts auf das Jugendamt oder andere Personen übertragen.

Für knapp 36 600 Kinder gab es im Jahr 2012 Beistandschaften, zwei Prozent weniger als 2011. Die Beistandschaft hilft Personensorgeberechtigten in bestimmten Bereichen, die Rechte ihrer Kinder zu wahren, zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Dem Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

Eine Pflegeerlaubnis (nach § 44 SGB VIII) für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege wurde im Laufe des Jahres 2012 für 292 Kinder und Jugendliche erteilt. Fast alle waren in Vollzeitpflege untergebracht.

Quelle:  Hessisches Statistisches Landesamt vom 23.07.2013

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Hessen: Maßnahmen zum Entzug der elterlichen Sorge

Posted on Mai 27, 2011. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe, Rechtliches | Schlagwörter: , , , , |

Im Jahr 2010 erfolgten in Hessen 769 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies rund fünf Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Für 546 dieser Kinder und Jugendlichen wurde das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen. Das entspricht einem Minus von knapp sieben Prozent gegenüber 2009.

Zum Jahresende 2010 lebten 2549 Kinder und Jugendliche in Hessen unter bestellter oder gesetzlicher Vormundschaft der Jugendämter; rund vier Prozent mehr als ein Jahr zuvor. In 399 Fällen lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. 2150 Kinder und Jugendliche hatten eine durch Vormundschafts- oder Familiengericht bestellte Amtsvormundschaft (Entzug des Sorgerechts).

Die Zahl der bestellten Amtspflegschaften betrug 2450 (plus 11,6 Prozent). Dabei werden Teile des Sorgerechts auf das Jugendamt oder andere Personen übertragen.

Für gut 38 800 Kinder gab es im Jahr 2010 Beistandschaften, knapp sechs Prozent weniger als 2009. Die Beistandschaft hilft Alleinsorgeberechtigten in bestimmten Bereichen, die Rechte ihrer Kinder zu wahren, zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Dem Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

Eine Pflegeerlaubnis (nach § 44 SGB VIII) für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege wurde im Laufe des Jahres 2010 für 437 Kinder und Jugendliche erteilt. Alle waren in Vollzeitpflege untergebracht. Für 8729 Kinder und Jugendliche wurde eine Sorgeerklärung abgegeben, 17 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Dabei handelt es sich um die rechtswirksame, begründete gemeinsame Sorge von nicht miteinander verheirateten Eltern.

Quelle: Hessisches Statistisches Landesamt vom 26.05.2011

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11 322 junge Menschen in NRW unter Vormundschaft der Jugendämter

Posted on Juli 14, 2010. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen | Schlagwörter: , , , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2009 standen in Nordrhein-Westfalen 11 322 Kinder und Jugendliche unter Vormundschaft der Jugendämter. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag die Zahl der gesetzlichen Amtsvormundschaften mit 1 846 Fällen unter der des Vorjahres (1 949 Fälle). Die Zahl der durch Familien- oder Vormundschaftsgerichte bestellten Amtsvormundschaften ist mit 9 476 Fällen leicht gestiegen (2008: 9 027); die Zahl der bestellten Amtspflegschaften (6 729) stieg gegenüber 2008 (6 338, +6,2 Prozent) ebenfalls.

154 321 Kinder in Nordrhein-Westfalen erhielten Ende 2009 Beistandschaften, das waren 2,8 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Eine Beistandschaft wird auf Antrag eines Elternteils gewährt und trägt dazu bei, in bestimmten Bereichen die Rechte des Kindes zu wahren – zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen oder der Feststellung der Vaterschaft.

Eine Pflegeerlaubnis für die Vollzeit- oder Wochenpflege bestand am Jahresende für 140 Kinder und Jugendliche, das waren 26 mehr als 2008. 134 dieser jungen Menschen waren in Vollzeitpflege untergebracht. Pflegeerlaubnisse werden Pflegepersonen im Rahmen erlaubnispflichtiger Pflege erteilt, die ein Kind oder einen Jugendlichen außerhalb des Elternhauses in ihrer Familie regelmäßig betreuen oder ihm Unterkunft gewähren wollen. (IT.NRW)

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung (112/10) von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 14. 07.2010

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Hessen: Rund 800 gerichtliche Maßnahmen zum Entzug der elterlichen Sorge in 2009

Posted on Juni 26, 2010. Filed under: Forschung, Hessen, Jugendhilfe | Schlagwörter: , , , , |

Im Jahr 2009 erfolgten in Hessen 810 gerichtliche Maßnahmen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge. Wie das Hessische Statistische Landesamt mitteilt, waren dies rund vier Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Für 585 dieser Kinder und Jugendlichen wurde das Personensorgerecht ganz oder teilweise auf das Jugendamt übertragen. Das entspricht einem Minus von zwölf Prozent gegenüber 2008, nachdem damals sowohl die gerichtlichen Maßnahmen als auch die Übertragung des Personensorgerechts stark gestiegen waren.

Zum Jahresende 2009 lebten 2449 Kinder und Jugendliche in Hessen unter bestellter oder gesetzlicher Vormundschaft der Jugendämter. In 399 Fällen lag eine gesetzliche Amtsvormundschaft vor, die „kraft Gesetzes“ bei der Geburt von Kindern minderjähriger lediger Mütter eintritt. 2050 Kinder und Jugendliche hatten eine durch Vormundschafts- oder Familiengericht bestellte Amtsvormundschaft. Die Zahl der bestellten Amtspflegschaften betrug 2196. Für knapp 41 200 Kinder gab es im Jahr 2009 Beistandschaften, gut ein Prozent weniger als 2008. Die Beistandschaft hilft Alleinsorgeberechtigten in bestimmten Bereichen die Rechte ihrer Kinder zu wahren, zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen. Dem Berechtigten steht es frei, dieses Angebot der Jugendämter zu nutzen.

Eine Pflegeerlaubnis für die Vollzeit- bzw. Wochenpflege wurde im Laufe des Jahres 2009 für 389 Kinder und Jugendliche erteilt. Alle waren in Vollzeitpflege untergebracht.

Für 7455 Kinder und Jugendliche wurde eine Sorgeerklärung abgegeben, knapp 22 Prozent mehr als ein Jahr zuvor.

Quelle: Pressemitteilung des Hessischen Statistischen Landesamtes vom 23.06.2010

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NRW: Fast 11 000 junge Menschen unter Vormundschaft der Jugendämter

Posted on Juli 31, 2009. Filed under: Forschung, Jugendhilfe, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie | Schlagwörter: , , |

Düsseldorf (IT.NRW). Ende 2008 standen in Nordrhein-Westfalen 10 976 Kinder und Jugendliche unter Vormundschaft der Jugendämter. Wie Information und Technik Nordrhein-Westfalen als Statistisches Landesamt mitteilt, lag die Zahl der gesetzlichen Amtsvormundschaften mit 1 949 in etwa auf Vorjahresniveau (1 943 Fälle). Auch die Zahl der durch Familien- oder Vormundschaftsgerichte bestellten Amtsvormundschaften blieb mit 9 027 Fällen nahezu unverändert (2007: 8 920); die Zahl der bestellten Amtspflegschaften (6 338) stieg gegenüber 2007 (5 781) um 9,6 Prozent an.

158 830 Kinder in Nordrhein-Westfalen erhielten Ende 2008 Beistandschaften, das waren 1,2 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Eine Beistandschaft wird auf Antrag eines Elternteils gewährt und trägt dazu bei, in bestimmten Bereichen die Rechte des Kindes zu wahren – zum Beispiel bei der Durchsetzung und Festlegung von Unterhaltszahlungen oder der Feststellung der Vaterschaft.

Eine Pflegeerlaubnis für die Vollzeit- oder Wochenpflege wurde im Jahr 2008 für 114 Kinder und Jugendliche neu erteilt, das waren 8,8 Prozent weniger als 2007. 112 dieser jungen Menschen waren in Vollzeitpflege untergebracht. Pflegeerlaubnisse werden Pflegepersonen erteilt, die ein Kind oder einen Jugendlichen außerhalb des Elternhauses in ihrer Familie regelmäßig betreuen oder ihm Unterkunft gewähren wollen.

Ergebnisse für kreisfreie Städte und Kreise finden Sie hier.

Quelle: Pressemitteilung 108/09 von Information und Technik Nordrhein-Westfalen vom 31.07.09

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Artikel: Eltern in vier Stunden

Posted on Oktober 27, 2008. Filed under: Erziehungsstellen, Fachkräfte, Jugendhilfe, Kinderschutz, Nordrhein-Westfalen, PFAD Verband, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rechtliches, Stellungnahmen | Schlagwörter: , , , |

Anlässlich des in Wuppertal beginnenden Prozesses um den tragischen Tod des Mädchens Talea in einer Pflegefamilie berichtet der Spiegel kritisch über die unterschiedliche Vermittlungs- und Betreuungspraxis der Jugendämter.

Artikel von Andrea Brandt vom 27.10.08

Zur Fragestellung Pflegeeltern – muss der Staat sorgfältiger auswählen? wurde ein Forum eingerichtet.

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Zahl der Sorgerechtsentzüge 2007 um 13% gestiegen

Posted on Juli 18, 2008. Filed under: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Bremen, Erziehungsstellen, Fachkräfte, Forschung, Gesundheit, Hamburg, Hessen, Jugendhilfe, Meckl.-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Pflegefamilie, Politik, Publikationen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen | Schlagwörter: , , , , |

WIESBADEN – Im Jahr 2007 haben die Gerichte in Deutschland in rund 10 800 Fällen den vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge angeordnet.

Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) heute mitteilt, bedeutet dies gegenüber 2006 eine Steigerung um 12,5% oder 1 200 Fälle. Gegenüber 2005 betrug der Anstieg der Sorge­rechtsentzüge sogar knapp 23%.

Mehr als verdoppelt hat sich die Zahl der Sorgerechtsentzüge in Bremen, von 56 Fällen im Jahr 2006 auf 126 Fälle im Jahr 2007. Es folgen Niedersachsen mit + 31% und Thüringen mit + 30%. Dagegen sank die Zahl der Sorgerechtsentzüge in Schleswig-Holstein um 18%, in Berlin um 15% und in Sachsen-Anhalt um 14%.
Die Jugendämter haben im Jahr 2007 knapp 12 800 Anzeigen zum vollständigen oder teilweisen Entzug der elterlichen Sorge an die Gerichte gestellt. Dies bedeutet eine Steigerung um 18,5% oder 2 000 Fälle gegenüber 2006 und um 30% gegenüber 2005.

Quelle: Pressemitteilung Nr. 261 des Statistischen Bundesamtes vom 18.07.2008

Im untenstehenden Bericht finden Sie auch weitere detaillierte Angaben zu Pflegeschaften, Vormundschaften, Beistandschaften, Pflegeerlaubnis, Vaterschaftsfeststellungen und Sorgerechtsentzug 2007 in Form von Bundes-, Länderergebnisse und Zeitreihen.

zum Download: Kinder- und Jugendhilfestatistiken – Pfleg-, Vormund-, Beistandschaften, Pflegeerlaubnis 2007 (pdf, 111KB)

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